Hitzewelle hält auf den Kanaren an
Die Hitzewelle auf den Kanarischen Inseln setzt sich fort: Am Montag gelten für Gran Canaria orange Warnungen, für Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura gelbe Warnungen. Die Höchsttemperaturen erreichen 37 °C auf Gran Canaria, 34 °C auf Teneriffa, Lanzarote, Fuerteventura. Lokal sind sogar 38–40 °C im Süden und Westen Gran Canarias möglich.
Eltern auf den Kanaren kritisieren Schulkosten: „Wir zahlen für alles – sogar für Toilettenpapier“
Mit Schulbeginn am 9. September für Vorschule und Grundschule prangern Eltern an, dass die kostenlose Schulpflicht nicht umgesetzt wird. Die Zuzahlungen für Kopien, Toilettenpapier, Schulversicherung, Transport und AGs seien „inakzeptabel“.
Kritik gibt es auch an mangelnder Inklusion und Sanierungsstau: Schulen seien überhitzt, Schatten fehle, und Förderklassen wirken ausgrenzend. Zudem fürchten Eltern, dass das geplante Lehrbefugnis-Gesetz sie als „Konfliktstifter“ statt als Partner darstelle.
Staat plant ökologische Verankerungen für drei Gebiete im Süden Gran Canarias
Das Ministerium für ökologischen Wandel bereitet an drei Standorten auf Gran Canaria – Santa Águeda (El Pajar), Anfi del Mar (Mogán) und Pasito Blanco (San Bartolomé de Tirajana) – die Installation umweltschonender Ankerplätze vor. Ziel ist es, die Schäden durch Sportboote an Meeresböden und Lebensräumen zu reduzieren und Nautik mit Naturschutz zu vereinen.
Zuerst werden bestehende Verankerungen analysiert und schädliche Systeme durch ökologische Alternativen ersetzt. Zudem sollen illegale Verankerungen verhindert werden. Insgesamt sind 20 Standorte in Spanien betroffen, darunter auch Teneriffa, La Palma und Fuerteventura.
Kanaren vor entscheidender Woche in vielen Konfliktthemen mit der Zentralregierung
Die Kanarischen Inseln stehen vor einer Schlüsselwoche: Am Montag trifft sich Sozialministerin Candelaria Delgado mit der Migrationsministerin Elma Saiz, um die Übertragung der Zuständigkeit für unbegleitete Migrantenkinder und die Einrichtung eines Kinderombudsmanns zu fordern. Sollte keine Einigung gelingen, droht ein Rechtsstreit. Zudem wird die Umsetzung des EU-Migrationspakts diskutiert, der die Betreuung von Migrantenkindern nicht ausreichend regelt.
Am Dienstag wird ein Teil des „Kanaren-Dekrets“ verabschiedet, das die Nutzung des 600-Millionen-Überschusses und Hilfen für La Palma regelt. Ein Treffen zur gemeinsamen Flughafenverwaltung wurde auf Mitte September verschoben.
Mietwahnsinn treibt Studenten aus Universitätsstädten
Die explodierenden Mietpreise machen ein Studium fernab des Elternhauses für viele junge Menschen in Spanien unbezahlbar. In Madrid kostet ein 6-m²-Zimmer ohne Fenster in einer 18er-WG 730 €, in Barcelona liegen die Preise bei durchschnittlich 600 € – der höchste Wert Spaniens.
Viele Studenten weichen in umliegende Gemeinden mit guter ÖPNV-Anbindung aus. Studentenwohnheime oder Ferienwohnungen sind für die meisten keine Alternative. Experten wie Iñaki Unsain (Immobilienberater) und Miguel Ángel Gómez Huescas (FADEI) fordern mehr Studentenwohnheime und rechtliche Stabilität, um den Wettlauf um Wohnraum zu entspannen. Internationale Studierende mit höherem Budget verschärfen die Lage zusätzlich.
Agüimes vergibt 12 Gemeinschaftsgärten in Los Cercadillos
Der Stadtrat von Agüimes vergibt 12 Parzellen in den Gemeinschaftsgärten Los Cercadillos für ein Jahr. Bewerben können sich Volljährige mit mindestens dreijährigem Wohnsitz in Agüimes, die körperlich zur Gartenarbeit fähig sind und kein anderes Grundstück nutzen. Die Nutzung ist auf Eigenbedarf beschränkt, kommerzielle Aktivitäten und Tierhaltung sind verboten.
Die Vergabe erfolgt nach einem Punktesystem, das Einkommen, Arbeitslosigkeit, soziale Benachteiligung, landwirtschaftliche Erfahrung und Steuerpflicht berücksichtigt. Der ökologische Anbau wird bevorzugt, chemische Düngemittel/Pestizide sind verboten.
