Mix Radio Gran Canaria

11. August 2020

Martinón und El Grifo erneut ausgezeichnet – Der beste Malvasia kommt in diesem Jahr wieder von Lanzarote aus den Bodegas El Grifo. Die Bodega Martinón hat für seinen Weißwein „Lágrima“ ebenfalls Gold erhalten. Das Stimmergebnis der Unión Española de Catadores war deutlich: immerhin haben 50 Experten bei der Blindverkostung keinen Zweifel an der Qualität der beiden Weißweine gelassen. Sowieso gilt der Malvasia von El Grifo seit Jahrzehnten als einer der besten Weißweine der Welt. Rotweine von den Kanarischen Inseln sind auch dieses Mal lediglich mit guten Bewertungen ausgestattet worden, für einen Platz unter den Besten Spaniens hat es nicht gereicht. Alle prämierten Weine haben wir innerhalb eines PDF Files auf unserer Webseite veröffentlicht.

Österreich zieht bei Quarantäne nach – Urlauber aus Spanien müssen seit gestern in Österreich ähnlich wie in Groß Britannien 14 Tage in Quarantäne. Ausgenommen sind Reisende der beiden Inselgruppen Kanaren und Balearen. Damit reagiert Österreichs Regierung auf die gestiegenen Corona Fälle in Spanien. Ausgenommen sind Personen mit einem Corona Test der nicht älter ist als 72 Stunden. Auch an den Flughäfen in Österreich gibt es die Möglichkeit sich testen zu lassen um eine Quarantäne Zeit zu umgehen.

Reiselust der Deutschen ungebrochen – Einer aktuellen Umfrage der Internationalen Tourismusbörse in Berlin zu Folge wollen die meisten Deutschen trotz Corona-Pandemie ins Ausland reisen. Dem Ergebnis der weltweit durchgeführten Umfrage ist die Lust der Deutschen auf Reisen außerhalb des eigenen Landes höher als in den meisten anderen Ländern. Trotzdem messen die Befragten in Deutschland Maßnahmen zur Senkung des Ansteckungsrisikos eine sehr große Bedeutung zu. 80% der Umfrageteilnehmer in Deutschland planen noch in diesem Jahr eine Auslandsreise. Spanien liegt auf Platz eins – und innerhalb Spaniens liegen die Kanaren auf dem ersten Platz. Die internationale Umfrage ist in 18 europäischen Ländern durchgeführt worden, weitere Ergebnisse dazu gibt es im Internet.

Schulbeginn 15. September – Das Schuljahr 20/21 hat ein Datum für den Schulbeginn und ein Protokoll wie innerhalb der jeweiligen Klassen der Unterricht stattfinden wird. Vor- und Grundschule beginnen am 15. September. Schüler der weiterführenden Schulen beginnen am 16. September mit dem Unterricht. Isoliert unterrichtet werden ohne Maskenpflicht Klassen der Vor- und Grundschule. Diese Schüler werden auch unterschiedliche Pausenzeiten erhalten oder ihre Pause separat verbringen. Schüler der höheren Klassen halten den Mindestabstand ein oder tragen Masken, sofern dieser nicht eingehalten werden kann. Der Zugang zu den Klassenräumen erfolgt sowohl zu Schulbeginn als auch zu den Pausenzeiten organisiert und separat um den Kontakt zwischen Schülern anderer Klassen so gering wie möglich zu halten. Der Bustransport obliegt den gleichen Hygienevorschriften wie der öffentliche Busverkehr – also auch Maskenpflicht und Abstand. Sollte ein Institut auch im kommenden Schuljahr über nicht ausreichend Platz verfügen um den Mindestabstand zwischen den Schülern einzuhalten, bleibt ab dem 3. Schuljahr Online Unterricht eine Möglichkeit. Für die ersten beiden Schulklassen muss für die Schulkinder ausreichend Platz geschaffen werden. Das Schuljahr 20/21 endet am 31. August.

Jeder vierte hat Kurzarbeit verlassen – Ein Viertel der Angestellten und Arbeiter, die auf den Kanarischen Inseln in Kurzarbeit gestanden haben, ist wieder an den Arbeitsplatz zurückgelehrt. Im Mai waren 207.629 Personen auf dem Archipel im sogenannten ERTE gemeldet, heute sind es 51.500 weniger. Auch die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni deutlich weniger angestiegen als im Mai. 640 Personen haben sich im letzten Monat arbeitslos gemeldet. Im Juli arbeiten 630.000 Personen in einem Angestelltenverhältnis, 130.000 als Autonomos und 25.000 sind als Fischer, Landwirte oder in privaten Haushalten beschäftigt.

Nein zu weiteren Flüchtlingsunterkünften – Die spanische Kommission zur Hilfe von Flüchtlingen hat weitere Infrastrukturen auf den Kanarischen Inseln abgelehnt. Es sei keine Lösung weitere Gebäude für Corona-Quarantäne und isolierte Unterbringung für Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent zu schaffen, so ein Sprecher von CEAR. Vielmehr müssen wieder die Möglichkeiten zur Weiterverteilung von Migranten geschaffen werden, die vor der Corona-Krise zur Verfügung standen. Seit Beginn der Pandemie und dem damit verbundenen Alarmzustand konnten Flüchtlinge, die die Kanarischen Inseln erreicht haben, nicht auf andere Provinzen weiterverteilt werden. Das Quarantäne-Zelt auf Gran Canaria oder bei Puerto del Rosario, in denen insgesamt rund 60 Flüchtlinge eine 14-tägige Quarantäne verbringen kann nur eine Notlösung für wenige Tage sein, so die Organisation CEAR, die seit 40 Jahren in Spanien Flüchtlinge unterstützt. CEAR befürchtet gefängnisähnliche Zustände in Auffanglagern auf dem Archipel, vergleichbar mit anderen Küstenregionen in Europa, wenn die Verteilung der Flüchtlinge nicht wieder gewährleistet wird.

10. August 2020

Flug UX9165 wegen Maskenverweigerer umgeleitet – Eine Maschine von Air Europa ist nach ihrem Start auf Gando auf Gran Canaria nicht wie geplant in Madrid, sondern auf dem Flughafen bei Málaga gelandet. Grund dafür war ein Passagier, der das Tragen eines Mundschutzes verweigert hat. Nachdem die Besatzung den Mann mehrfach vergeblich aufgefordert hat den Mundschutz zu tragen, hat der Pilot der Maschine den nächstgelegenen Flughafen angeflogen. Beamte der Guardia Civil haben den Mann in Gewahrsam genommen, die Maschine ist mit zwei Stunden Verspätung in Barajas bei Madrid gelandet. Die Kosten für den ungeplanten Zwischenstopp werden dem unbeugsamen Passagier in Rechnung gestellt.

Neue Koalition für mehr E-Mobilität – Seat, Iberdrola und Volkswagen schließen sich in Spanien zusammen und arbeiten in Zukunft gemeinsam für mehr elektrische Mobilität. Bei einem Treffen zwischen beiden Geschäftsführern ist eine entsprechende Partnerschafft unterzeichnet worden. An allen Produktionsstandorten und Händlerbetrieben von VW und Seat sollen ultraschnelle Ladepunkte installiert werden und die Stromversorgung insgesamt nachhaltig und grün sein. Zusätzliche Ladepunkte von Iberdrola sollen an den Hauptrouten des spanischen Straßennetztes entstehen. Ziel der Vereinbarung ist die Versorgung durch nachhaltigen, grünen Strom für die E-Mobilität. Iberdrola garantiert Strom aus erneuerbaren Energien und bietet E-Auto Besitzern smarte Lösungen für die Reservierung von Ladepunkten und eine Bezahlfunktion per App an.

Deutsche und Canarios retten August – Jeder Dritte Tourist in diesem Monat auf den Kanarischen Inseln kommt aus Spanien oder aus Deutschland. 100 Maschinen pro Tag haben nationale Abflughäfen, 42 weitere kommen aus dem europäischen Ausland. Das Ergebnis ist weit entfernt von den Zahlen aus August 2019, aber es ist ein Hoffnungsschimmer für den Tourismus auf den Inseln. Deutsche Touristen machen aktuell ein Drittel der Aktivität im Tourismussektor der Kanarischen Inseln aus. Am stärksten ist, wie prognostiziert, der lokale Markt: Canarios machen in diesem Sommer in der eigenen Autonomie Urlaub. Ein Beleg dafür sind die Ergebnisse der Reedereien. 80% der Auslastung vom gleichen Vorjahresmonat haben die Fähren von Fred Olsen oder Naviera Armas bereits in diesen 10 Tagen erreicht.

Zeltlager aufgelöst – Am Strand von Los Patos in der Gemeinde La Orotava auf Teneriffa hat die Polizei ein Zeltlager mit 62 Jugendlichen aufgelöst. Sie hatten sich über soziale Netzwerke verabredet und wollten das Wochenende am Strand verbringen. Nicht nur wegen den aktuell geltenden Vorsichtsmaßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Corona Virus war das Zeltlager illegal – der Strand von El Pato ist für die Öffentlichkeit wegen der Gefahr von Steinschlag gesperrt. Ob die Teilnehmer eine Geldstrafe bezahlen müssen ist nicht bekannt. Bereits am Freitag hat die Polizei in Güímar auf Teneriffa eine illegale Fiesta mit 78 Teilnehmern aufgelöst.

46 neue Corona Fälle – Das Wochenende hat auf den Kanarischen für 46 neue Coronavirus Fälle gesorgt. Keiner der Infizierten leidet bisher unter schweren Krankheitssymptomen und muss nicht stationär behandelt werden. Die meisten Patienten hat Gran Canaria mit 24 neuen Fällen verzeichnet, auf Teneriffa gibt es seit dem Wochenende 15 positiv getestete Personen, auf Lanzarote sieben und auf Fuerteventura einen neuen Corona-Fall. So gut wie alle neuen positiv getesteten haben sich bei Treffen mit Freuden oder Familienfeiern angesteckt.

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7. August 2020

51 Blaue Flaggen – Auf den Kanaren sind 51 Strände mit blauen Flaggen ausgezeichnet worden. Also mit dem Gütesiegel für Infrastruktur, Hygiene und Wasserqualität, auf das sich jede Gemeinde in Spanien jedes Jahr bewirbt um damit im Tourismus zu werben. Auf Gran Canaria befinden sich in diesem Jahr 15 Strände mit diesem Gütesiegel. Die blaue Flagge weht mehrfach in der Gemeinde San Bartolome de Tirajana, in Telde und Aguimes – neu dazugekommen ist Agaete. Auf Lanzarote sind acht Blaue Flaggen vergeben worden, darunter auch der Hauptstadtstrand El Reducto. Sieben blaue Flaggen wehen in diesem Jahr auf Fuerteventura in den Gemeinden Pájara und Puerto del Rosario.

Rathaus fordert weniger Fahrzeuge auf La Graciosa – Es sollen nicht nur weniger werden, sondern auf Dauer auch nur noch elektrische Antriebe zugelassen sein. Ähnlich wie auf Wangerooge, Spiekeroog oder Baltrum – auf den Nordesseinseln haben nur die Behörden Fahrzeuge und diese einen Elektroantrieb. Auf der kleinen Insel im Norden Lanzarotes sind aktuell 296 Kraftfahrzeuge gemeldet, gleichzeitig 739 Einwohner, von denen aber nur 500 dauerhaft auf der Insel leben. Der Bürgermeister der Gemeinde Teguise, die bisher weiterhin für die Verwaltung von La Graciosa zuständig ist, hat angekündigt die Zahl der Kraftfahrzeuge drastisch zu limitieren und auf Dauer für ein Moratorium zu sorgen, dass in Zukunft nur noch elektrobetriebene Fahrzeuge auf der kleinen Insel zulässt.

Gesichtserkennung bei Mercadona – Der spanische Supermarktdiscounter Mercadona erprobt eine automatische Gesichtserkennung an seinen Eingängen. Die Anlage soll in 40 der insgesamt 1.600 Einkaufsmärkte installiert und getestet werden. Die Technik liefert das israelische Sicherheitsunternehmen AnyVision. Kanarische Filialen sind von der Testphase nicht betroffen. Die Unternehmensführung begründet den Schritt mit der gestiegenen Zahl von Diebstählen. Damit sollen Wiederholungstäter bereits am Eingang von dem System erkannt und gemeldet werden. Persönliche Daten werden auf dem System nur von erkannten Dieben gespeichert. Die Kameras suchen in Echt-Zeit nach rechtskräftig Verurteilten denen ein Zutrittsverbot erteilt worden ist. Der Verlust durch Diebstähle beläuft sich pro Jahr auf insgesamt 250 Millionen Euro bei Mercadona.

29 Jazz Festival – Noch bis bis zum 15. August findet das 29. Jazz Festival auf den Kanaren statt. In diesem Jahr wird das Festival auf sieben Inseln organisiert, auf La Graciosa findet keine Veranstaltung statt. Wegen der Anforderungen der neuen „Normalität“ und den geforderten Hygienevorschriften finden so viele Konzerte wie möglich im Freien statt. In den Konzert- und Veranstaltungsräumen wird ausschließlich mit ausreichend Abstand bestuhlt werden. Im Line-Up finden sich in diesem Jahr keine Künstler aus den USA wieder. Wegen der Pandemie ist es den Bookern unmöglich gewesen Künstler vom amerikanischen Kontinent zu buchen. Die Eintrittskarten kosten zwischen zwei und drei Euro. Heute werden sowohl auf Teneriffa als auch auf Gran Canaria jeweils um 20.20 Uhr Konzerte stattfinden. Am 13. August finden Jazzveranstaltungen in Arrecife auf Lanzarote statt. Für Puerto del Rosario ist das Datum für eine Veranstaltung auf den 15. August festgelegt.

Canarios verdienen am wenigsten – Im Spanienweiten Vergleich der Löhne und Gehälter liegt die kanarische Autonomie am unteren Ende. 19.499 Euro brutto verdienen Canarios im Schnitt pro Jahr. Immerhin 1,8% mehr als noch 2018. Trotzdem aber 7.600 Euro brutto pro Jahr weniger als vergleichbare Angestellte im Baskenland. Nur noch in Extremadura verdienen die Menschen weniger pro Jahr. Im Baskenland liegt das durchschnittliche Gehalt bei 27.127 Euro brutto pro Jahr. Gestiegen ist der Durchschnittslohn auf den Kanarischen Inseln seit 2008 stetig jedes Jahr zwischen 1% und 1,8%, in anderen Regionen aber auch. Auf den Balearen zum Beispiel 2018 um 3,4% und im Baskenland um 2,4%.

6. August 2020

Barrikaden in Tunte – Rund hundert Anwohner in Tunte auf Gran Canaria haben gestern Straßensperren errichtet, um die Ankunft von 12 Flüchtlingen zu verhindern. Der Ort in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana verfügt über eine leere Schulunterkunft, in der die Flüchtlinge ihre 14-tägige Quarantäne verbringen. Die 12 Afrikaner hatten zwei Tage in einem Zelt im Hafen von Arguineguin verbracht und sollten gestern in die Unterkunft verlegt werden. Auf den Zufahrtstraßen versperrten dutzende Müllcontainer die Einfahrt in den Ort. Gleichzeitig sollten gestern 80 Flüchtlinge, die seit Monaten in der Schulunterkunft untergebracht sind, verlegt werden. Erst gegen Abend waren die Barrikaden aufgelöst, nachdem die Polizei eingreifen musste um die Anwohner und Barrikaden zu entfernen.

Präsident auf Lanzarote – Pedro Sánchez ist mit seiner Familie in Las Maretas auf Lanzarote angekommen. Hier verbringt der aktuelle politische Vertreter Spaniens mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern seinen ersten Sommerurlaub bis zum 11. August. Die Präsidentenmaschine ist gestern Mittag auf dem Cesar-Manrique-Flughafen gelandet. Ursprünglich war die Ankunft für Dienstag geplant und ist wegen dringender politischer Angelegenheiten um einen Tag verschoben worden. Politische Treffen hat Pedro Sánchez auf Lanzarote nicht geplant. Am 11. August fliegt die Familie wieder aufs spanische Festland und verbringt bei Doñana eine weitere Woche Urlaub.

Fred Olsen präsentiert neue Schnellfähre – Der Bajamar Express ist 118 Meter lang, bietet Platz für 276 Fahrzeuge und 1.100 Passagiere und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 42 Knoten, das entspricht 78 km/h. Ab dem 10 August wird der Trimaran zwischen Teneriffa und Gran Canaria eingesetzt. Heute treffen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft zur Taufe der neuen smarten Schnellfähre. Sie bietet nicht nur für die Passagiere mehr Komfort als alle anderen Fähren der Reederei. Die neue Technik regelt auf Basis von smarter Technologie auch den Kraftstoffverbrauch auf ein Minimum und ist soweit möglich, auf Basis von recycelten Baustoffen konstruiert.

Kanarische Inseln versichern alle Touristen gegen zusätzliche Kosten im Falle einer Corona-Infektion – Wer auf den Kanarischen Inseln in seinem Urlaub in Quarantäne muss oder sich in dieser Zeit mit dem Corona Virus infiziert, muss die entstanden Kosten nicht aus eigener Tasche bezahlen. Die kanarische Regierung hat zusammen mit dem Versicherer AXA eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Sie gilt für die kommenden 12 Monate. Übernommen werden alle ärztlichen Behandlungen und die Unterbringungskosten im Falle einer Infektion mit Corona oder einer möglichen Quarantänezeit. Mit der Vereinbarung soll ein Urlaub auf den Kanaren für Touristen aus dem In- und Ausland attraktiver und das Urlaubsziel im Vergleich zu anderen Destinationen sicherer werden. Die Regionalregierung hat zusammen mit AXA eine eigene Hotline speziell für diese Fälle eingerichtet.

Bußgeldkatalog im Straßenverkehr – Die Abteilung Verkehr der Guardia Civil hat einen aktuellen Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr veröffentlicht. An erster Stelle wird das Thema Mundschutz abgehandelt. 100 Euro pro Fahrzeuginsassen sind fällig, sofern im Auto Personen aus verschiedenen Haushalten mitfahren und kein Mundschutz getragen wird. Wenn der notwendige Sicherheitsabstand zwischen den Fahrzeugen nicht eingehalten wird, sind 200 Euro plus 4 Punkte fällig. Wenn einem Autofahrer das Benzin auf der Strecke ausgeht, werden ebenfalls 200 Euro Bußgeld verhängt. Der gleiche Betrag wird für brennende Zigarettenkippen aus dem Fahrzeugfenster geworfen berechnet und genauso mit vier Punkten sanktioniert. Für Fahren mit Sandalen, mit freiem Oberkörper, Essen oder Trinken am Steuer, oder einen Ellbogen am offenen Fenster ist auch ein Bußgeld fällig. Ebenfalls mit Geld und Punkten sanktioniert wird:

Links fahren auf mehrspurigen Straßen 

Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung

5. August 2020

Weniger Arbeitslose – Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien ist seit Beginn des Lockdowns im Februar zum ersten mal wieder gesunken. Im Juli waren 89.800 Erwerbsfähige weniger auf Jobsuche als im Vormonat. Das ist der stärkste Rückgang in einem Juli seit 1997. In Spanien sind aktuell 3,77 Millionen Menschen auf Jobsuche – 761.600 mehr als im Juli 2019. Arbeitsministerin Yolanda Diaz twitterte gestern: „der Anstieg der Neueinstellungen liege im Juli doppelt so hoch wie im April und deute auf eine starke Erholung am Arbeitsmarkt in Spanien hin“. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli so gut wie in allen Branchen gesunken, bis auf die Landwirtschaft.

Flüge mit 33% Rabatt – TUIfly bietet in einer aktuellen Aktion auf seiner Webseite wieder günstige Flüge zwischen den Kanarischen Inseln und deutschen Flughäfen an. Mit der Aktion „Sun Canaria“ biete TUIfly bis 33% Rabatt auf ausgewählten Strecken nach Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura. Zusätzlich erhöht TUIfly ab September seine Flugfrequenz und fliegt statt wie bisher einmal pro Woche von deutschen Flughäfen auf die vier großen Inseln, zweimal pro Woche. Immer freitags und sonntags. Mehr Infos zu auch im Internet auf https://www.tuifly.com/

Millionen für emissionsfreie Fahrzeuge – Für emissionsfreie Regierungsfahrzeuge stellt die spanische Regierung in den kommenden 18 Monaten 100 Millionen Euro zur Verfügung. Neuangeschafft werden ab sofort zur Erneuerung der Fahrzeugflotte nur noch Fahrzeuge frei von Schadstoffen. Bis Ende des Jahres stehen dafür 30 Millionen Euro zur Verfügung, bis Ende 2021 hat die Regierung weitere 70 Millionen Euro bewilligt. Gleichzeitig ist der „Plan Moves“ in Madrid verabschiedet worden und soll den Fahrzeugmarkt stimulieren. Darin enthalten sind finanzielle Subventionen beim Kauf von Neuwagen. Im Falle eines emissionsfreien E-Autos sind pro Person und Fahrzeug finanzielle Hilfen von bis zu 5.500 Euro geplant. Die Subventionen sind nach Region aufgeteilt, für die Kanarischen Inseln stehen insgesamt 4,7 Millionen Euro dafür zur Verfügung.

Neue Fluggesellschaft – Evelop fliegt seit August zwischen dem spanischen Festland und den Kanarischen Inseln. Die Fluggesellschaft ist ein Tochterunternehmen von Barceló, unter anderem werden hunderte Hotels von der Firmengruppe betrieben. Am vergangenen Sonntag sind die ersten beiden Maschinen aus Bilbao und Madrid auf Lanzarote gelandet. Evelop fliegt zwischen Madrid, Barcelona und Bilbao und den beiden Flughäfen Lanzarote und Fuerteventura jeweils einmal pro Woche mit Airbus-320 Maschinen und 180 Sitzplätzen. Mit der neuen Fluglinie versucht Barceló seine Reisepakete unabhängig und ohne Reiseveranstalter oder Chartergesellschaft direkt auf dem spanischen Markt zu verkaufen.

Spiegel korrigiert Meldungen über volle Strände – Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hat seine Meldung über volle Strände in Spanien korrigiert und auf einen Fehler der Bildagentur verwiesen. Vor wenigen Tagen hat „Der Spiegel“ in einem Bericht Bilder von spanischen Stränden veröffentlicht, voll mit Menschen ohne Mundschutz. Auf den Fotos waren Strände in der Region Barcelona zu sehen, Strandtuch an Strandtuch, Mensch an Mensch. Der Bericht sollte die erneute Ausbruchswelle des Corona Virus unterstreichen mit der sich die spanische Region im Moment konfrontiert sieht. Jetzt korrigiert das Nachrichtenmagazin den Bericht und gibt zu, Bilder aus den Jahren 2018 und 2019 in dem aktuellen Beitrag veröffentlicht zu haben. Der Fotograf Arnau Rovira Vidal, der die Bildrechte hält, hat zu den Fotos falsche Jahresangaben gemacht. Auch dieser Beitrag hat für einen falschen Eindruck bei Urlaubern aus Deutschland gesorgt.

4. August 2020

Änderung bei Maskenpflicht – Seit heute gilt auf den Kanaren Maskenpflicht in allen geschlossenen Räumen die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Unabhängig ob ein Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Darunter fallen auch Bars und Restaurants. Tische mit mehr als 10 Gästen sind ebenfalls nicht mehr zulässig. Weiterhin keine Maskenpflicht gilt auf offener Straße oder an Stränden, solange der 1,5 Meter Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Bei Zusammenkünften zwischen Personen aus unterschiedlichen Haushalten, unabhängig ob im Freien oder in geschlossenen Räumen, wird das Tragen eines Mundschutzes empfohlen, außerdem ist der Konsum von Alkohol auf offener Straße untersagt.

Corona App ab 10. August – Nach einer erfolgreichen Testphase auf La Gomera soll die spanische Corona App ab 10. August auf den Kanaren und Balearen verfügbar sein, für Residenten genauso wie für Urlauber. Innerhalb des Testzeitraums zwischen 29. Juni und 20. Juli ist die App von rund 100.000 Testpersonen benutzt worden, während dieses Zeitraums gab es sechs initiierte Virus Ausbrüche mit 300 Test-Patienten. Bei jedem Test-Patienten konnten sechs Kontakte ermittelt werden, die innerhalb des Testzeitraums Kontakt mit der Test-Person hatten. Ähnlich wie deutsche Corona-App basiert die spanische auf anonymen Bluetooth Verbindungen zwischen Smartphones. Radar Covid ist für iOs genauso wie für Android Geräte kostenlos verfügbar ab 10. August.

Juan Carlos verlässt Spanien – Die Meldung hat gestern in Spanien das Weltgeschehen überschattet: Ex-König Juan Carlos hat Spanien verlassen. Nicht durch die Hintertür, sondern ganz offiziell mit einer entsprechenden Erklärung – die Entscheidung sei das Beste für Spanien und für den spanischen König. In den letzten Monaten gab es im Zusammenhang mit Juan Carlos immer mehr finanzielle Unstimmigkeiten, undurchsichtige Spenden und Offshore-Konten. Mit der Entscheidung entzieht sich der 82-jährige einer möglichen Anklage wegen Schmiergeldzahlungen. Der aktuelle Aufenthaltsort des ehemaligen spanischen Königs ist bisher unbekannt. Gerüchten zufolge soll er sich in dem kleinen Ort Cascais in der Nähe von Lissabon in Portugal aufhalten.

Schulbeginn 15. September – Das Schuljahr 20/21 hat ein Datum für den Schulbeginn und ein Protokoll wie innerhalb der jeweiligen Klassen der Unterricht stattfinden wird. Vor- und Grundschule beginnen am 15. September. Schüler der weiterführenden Schulen beginnen am 16. September mit dem Unterricht. Isoliert unterrichtet werden ohne Maskenpflicht Klassen der Vor- und Grundschule. Diese Schüler werden auch unterschiedliche Pausenzeiten erhalten oder ihre Pause separat verbringen. Schüler der höheren Klassen halten den Mindestabstand ein oder tragen Masken, sofern dieser nicht eingehalten werden kann. Der Zugang zu den Klassenräumen erfolgt sowohl zu Schulbeginn als auch zu den Pausenzeiten organisiert und separat um den Kontakt zwischen Schülern anderer Klassen so gering wie möglich zu halten. Der Bustransport obliegt den gleichen Hygienevorschriften wie der öffentliche Busverkehr – also auch Maskenpflicht und Abstand. Sollte ein Institut auch im kommenden Schuljahr über nicht ausreichend Platz verfügen um den Mindestabstand zwischen den Schülern einzuhalten, bleibt ab dem 3. Schuljahr Online Unterricht eine Möglichkeit. Für die ersten beiden Schulklassen muss für die Schulkinder ausreichend Platz geschaffen werden. Das Schuljahr 20/21 endet am 31. August.

Bargeldzahlungsgrenze bei 1.000 Euro – Zahlungen können in Spanien bis zu einer maximalen Obergrenze von 1.000 Euro in bar erfolgen. Das ursprüngliche Limit von 2.500 Euro ist Geschichte. Von ihrem ursprünglichen Vorstoß Bargeldzahlungen ganz abzuschaffen hat die Regierung in Madrid Abstand genommen. Es soll zusammen mit der EU eine einheitliche Regelung erfolgen um Banknoten und Münzen durch Kartenzahlungen und Überweisungen zu ersetzen. In Frankreich und Portugal gibt es bereits ein Barzahlungslimit von 1.000 Euro. Die neue Regelung zielt in erster Linie auf den Geschäftsbereich ab, um im Kamp gegen Schwarzgeld weiterhin Erfolge zu erzielen. Im Privatsektor soll die Verwendung von Bargeld weiterhin ohne Einschränkung möglich sein.

3. August 2020

Zahl der Selbständigen steigt – Wegen sinkender Perspektiven auf einen festen Arbeitsplatz ist die Zahl der sogenannten Autonomos auf den Kanarischen Inseln stark angestiegen. Ähnlich wie zur Wirtschaftskrise in Spanien 2008 haben sich in den letzten Monaten während und nach dem Lockdown deutlich mehr Personen für eine Selbständigkeit entschieden. Im Zweiten Quartal gab es 26.590 neue Anmeldungen für eine Selbständigkeit, im Jahresvergleich ein Anstieg von 47,4%. José Miguel González, Ex-Arbeitsminister auf den Kanarischen Inseln, beobachtet diese Entwicklung auch mit Sorge: 2008, im Jahr der Wirtschaftskrise in Spanien, haben es 70% der neuangemeldeten Selbständigen nicht über 12 Monate Geschäftstätigkeit geschafft und sich innerhalb eines Jahres wieder abgemeldet. In der aktuellen Situation sieht González die Neuanmeldungen eher durch die wirtschaftliche Situation motiviert und weniger auf Basis von durchdachten Geschäftsmodellen.

Neue Flughafengebühr für Corona Test – Die kanarische Regierung plant eine neue Flughafengebühr, um an europäischen Flughäfen PCR Tests durchzuführen. Dabei soll es sich um eine temporäre Lösung handeln, solange bis ein wirksamer Impfstoff für das Corona-Virus auf dem Markt verfügbar ist. Die Entscheidung darüber muss in Madrid gefällt werden, deswegen ist ein entsprechender Vorschlag am Wochenende Ministerpräsident Sanchez vorgelegt worden. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen. Der Vorstoß hat auch mit der Entscheidung aus London zu tun, nach der alle britischen Urlauber in Spanien bei ihrer Rückkehr eine 14-tägige Quarantäne absolvieren müssen. Die kanarische Regierung hofft mit PCR-Tests an Flughäfen diese Hürde, die tausendfach für Urlaubs-Stornierungen gesorgt hat, zu umgehen.

165 neue Flüchtlinge – Am Wochenende haben vier Flüchtlingsboote die Küsten der Kanaren erreicht. Am Freitagabend sind 31 Personen aus Afrika im Hafen von Arrecife auf Lanzarote angekommen. Ihr Boot ist wenige Seemeilen vor der Küste lokalisiert und von der Küstenwache in den Hafen geschleppt worden. Samstagmorgen haben 55 Flüchtlinge den Hafen von Arinaga auf Gran Canaria erreicht. Den Hafen von Mogán auf Gran Canaria haben gestern 44 Afrikaner erreicht, nachdem die Küstenwache mehrere Stunden nach ihren Holzboot gesucht hatte. Gegen Abend ist das vierte Flüchtlingsboot mit 35 männlichen Flüchtlingen ebenfalls in Mogán angekommen. Einem Sprecher der Küstenwache zufolge ist die stark gestiegene Zahl der Flüchtlingsboote in den letzten Tagen auf die ruhige See zurückzuführen, zwischen den kanarischen Insel und dem afrikanischen Kontinent waren die Bedingungen für eine Überfahrt optimal.

Hitze und Sturmwarnung – Für Teile der Kanarischen Inseln gilt wieder eine Sturm- und Hitzewarnung. Teile von Teneriffa und Gran Canaria sind davon betroffen sowie die gesamte Insel La Gomera. In den betroffenen Zonen steigen die Temperaturen auf über 34 Grad. Es muss mit Windgeschwindigkeiten von über 75 km/h gerechnet werden. Die Wetterwarnstufe gilt bis heute Abend 22 Uhr. Lanzarote und Fuerteventura sind davon nicht betroffen.

Patient- 0 Ermittlung top – Einem Bericht des Gesundheitsinstituts Carlos III zufolge, werden auf den Kanaren bis zu 27 Kontakte bei jedem Neuinfizierten Corona Patienten ermittelt. Topwert in Spanien. Untersucht worden ist die Kontaktermittlung von allen Neuninfizierten zwischen 11. Mai und 15. Juli. Auf Platz zwei der Kontaktermittlung liegt Melilla, gefolgt von Ceuta. In den beiden Exklaven konnten bis zu 16 Kontakte ermittelt werden. Zum Vergleich: in Katalonien und Madrid konnten in dem Vergleichszeitraum nur 0 bis 3 Kontakte bei Neuinfizierten ermittelt werden.

31. Juli 2020

Entscheidung zu genereller Maskenpflicht – Auf den Kanaren gilt Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und wenn ein Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Das könnte sich am Montag ändern. Anfang der kommenden Woche wird im kanarischen Parlament darüber entschieden. Sorgen bereitet den Experten aber nicht der grundsätzliche Umgang mit dem Mundschutz. Es sind einige wenige Situationen wie große Familienfeiern oder Partys von Jugendlichen, bei denen weder Mundschutz getragen wird, noch der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Die meisten Beschwerden der Bürger konzentrieren sich aktuell auf die Restauration, in Bars, Kaffees und Restaurants gibt es immer wieder Personal oder Gäste die sich nicht an die vorgeschriebene Maskenpflicht halten.

Änderung beim Residenten Rabatt – Die Behörde für Steuerverantwortung will die Reise Subventionen für Bürger der Kanaren, Balearen, Ceuta und Melilla neu berechnen. Aktuell reisen kanarische Residenten zwischen den Inseln und aufs spanische Festland mit einem 75%igen Rabatt beim Ticketkauf. Diese generelle Subvention hat laut Aussage der AIReF zu einem Preisanstieg zwischen 12% und 15% geführt. Dazu entfällt die Subvention zu einem Viertel auf nur ein Prozent der kanarischen Bevölkerung: Bürger die aus beruflichen Gründen oder weil sie über besonders viel Einkommen verfügen besonders viel reisen. Der Rest der Bevölkerung, also 99%, teilt sich drei Viertel der Subventionen. Diesen Zustand bewertet die AIReF als ungerecht und will in Zukunft den Residenten Rabatt umwandeln in Steuersubventionen. Damit soll der Ticketpreis stabil bleiben und eine gerechtere Verteilung der Gelder ermöglicht werden.

Sicherer Reisekorridor nach Groß Britannien – 10 Tage Zeit hat die Regierung Groß Britanniens Spanien gegeben um ein Konzept für einen sicheren Reisekorridor zu erarbeiten. Eine Möglichkeit sind Schnelltests an Flughäfen für Urlauber aus Groß Britannien bei der Rückreise. Seit Sonntag müssen britische Urlauber bei ihrer Rückkehr nach Groß Britannien 14 Tage in Quarantäne. Die Entscheidung hat tausendfach für Stornierungen in der Tourismusbranche geführt. Die Corona Fälle in den wichtigsten Tourismusgebieten wie Valencia, Andalusien, Balearen oder Kanaren liegen aber aktuell so niedrig wie in kaum einer anderen Region in Europa und deutlich niedriger als in Groß Britannien selbst. Für diese Tourismusgebiete soll jetzt ein sicherer Reisekorridor geschaffen werden, der von der generellen Quarantäne ausgenommen werden soll.

Jagd auf kalifornische Kettennatter – Zwischen April und Juni sind auf Gran Canaria 1.521 Exemplare der kalifornischen Kettennatter gefangen worden. Die Schlangenart ist vor Jahren illegal importiert worden, besitzt auf Gran Canaria keine natürlichen Feinde und bedroht heimische Reptilien. In diesem Jahr ist die Zahl der Schlangenjäger auf Gran Canaria von 10 auf 38 aufgestockt worden um der Schlangenplage Herr zu werden. Bis Dezember sollen mehr als 2.000 Exemplare der kalifornischen Kettennatter eingefangen werden. Die Schlangenfänger sind in den Gemeinden Gáldar-Guía, Montaña La Data bei San Bartolomé de Tirajana und Barranco Guiniguada hauptsächlich im Einsatz – außerdem in Valsequillo, Telde, Santa Brígida, San Mateo und Las Palmas de Gran Canaria.

Kampagne für weniger Badeunfälle – Rote Flaggen nicht beachten, an Stränden ohne Rettungsschwimmer baden oder aufblasbare Schwimmtiere im Meer benutzen sind drei Ursachen für Badeunfälle, die in vielen Fällen tödlich enden. Die Plattform für Unfallprävention auf den Kanarischen Inseln hat einen Maßnahmenkatalog erstellt für einen sicheren Badesommer an den 1.500 Kilometer Küste des Archipels. Zu allererst wird in diesem die Notrufnummer 112 aufgeführt. Der Notruf ist die erste Maßnahme bevor irgendeine Rettungsaktion in die Wege geleitet wird. Neben den bereits bekannten Vorkehrungen gibt es in diesem Jahr neue Empfehlungen und Obligationen: Surfbretter und Jetskis dürfen nur außerhalb eines Abstandes von 200 Meter zum Ufer benutzt werden. Anglern wird an felsigen Küstenabschnitten ein Helm empfohlen. Die Aufnahme von sogenannten „Selfies“ an den Küsten hat in den vergangenen vier Jahren 30 Personen in Spanien das Leben gekostet und weitere hundert Badeunfälle produziert.

30. Juli 2020

Präsident Sanchez auf Lanzarote – Nach der letzten Parlamentssitzung am 4. August wird der spanische Präsident Sanchez eine Woche Urlaub auf Lanzarote verbringen. Es ist nicht nur eine Urlaubsreise, Sanchez hat Lanzarote auch aus politischer Sicht als Urlaubsziel gewählt: um die Kanarischen Inseln international als sicheres Reiseziel zu bestätigen. Die Finca La Mareta an der Küste von Costa Teguise auf Lanzarote war 1989 ein Geschenk von König Hussein II. von Jordanien an das spanische Königshaus. Seitdem gehen auf dem 30.000 m² großen Grundstück internationale Persönlichkeiten ein und aus. Darunter auch Gerhard Schröder, Václav Havel oder Mijaíl Gorbachov. Pedro Sanchez wird eine Woche auf Lanzarote bleiben und danach eine Woche im Palacio de Marismillas zwischen Huelva und Cádiz auf dem spanischen Festland verbringen.

TUI fliegt streicht alle Flüge von Groß Britannien nach Spanien – TUI UK streicht bis zum 4. August alle Reisen von Großbritannien auf die Balearen und Kanarischen Inseln. Der Veranstalter reagiert damit auf die Aufforderung der britischen Regierung, alle nicht notwendigen Reisen nach Spanien inklusive der beiden Inselgruppen zu unterlassen. Die Reisen aufs spanische Festland vom Vereinigten Königreich aus setzt TUI UK bis zum 10. August aus. Geplante Rückflüge von der iberischen Halbinsel, den Balearen und den Kanaren sind davon nicht betroffen.

Weniger Corona Infizierte – Aktuell sind auf den Kanarischen Inseln 175 Corona Virus Fälle bekannt. Nur 12 davon werden stationär im Krankenhaus behandelt. 162 verbringen wegen leichter Krankheitssymptome eine Quarantäne zu Hause. Auf einzelne Inseln verteilt gibt es 57 Corona Fälle auf Teneriffa, auf Gran Canaria sind 26 Fälle bekannt. Auf Fuerteventura werden 62 Personen wegen dem Virus behandelt, auf Lanzarote gibt es aktuell acht Corona Virus Fälle.

Rauchen verboten – Das Rathaus von Mogán auf Gran Canaria hat das Rauchen an allen Stränden der Gemeinde verboten. Seit 2012 sind bereits 10 Strände in der Gemeinde rauchfrei, bisher gab es aber an jedem dieser Strände eine entsprechend.

29. Juli 2020

Verhandlungen zu Corona Tests an Flughäfen – Laut dem kanarischen Gesundheitsminister Blas Trujillo sind die Gespräche mit Madrid über generelle Tests an kanarischen Flughäfen sehr weit fortgeschritten. Wörtlich heißt es: noch nicht abgeschlossen, aber kurz davor. Corona Virus Tests an Flughäfen könnten ein Element sein, um die Gespräche mit London über die 14-tägige Quarantäne, die Rückkehrer aus Spanien in England absolvieren müssen, weiter voranzubringen. Obwohl die Infektionszahlen in Groß Britannien dreimal höher liegen, als auf den Kanaren hat die Regierung in London am Sonntag eine generelle Quarantäne Zeit für britische Urlauber aus Spanien verhängt. Daraufhin haben Jet2 und TUI vorerst alle Flüge aus England nach Spanien gestrichen. Trujillo hat in einem Interview nochmal bekräftigt, dass Virus Tests an Flughäfen nicht nur wichtig für Touristen aus dem Ausland sind, sondern genauso auch für die kanarische Bevölkerung für mehr Sicherheit und Vertrauen sorgen. Geplant sind Tests sowohl bei der Einreise als auch, je nach Land und Situation, bei der Ausreise.

Hitzewarnung und hoher Wellengang – Für Gran Canaria, Teneriffa und La Gomera gilt erneut eine Wetterwarnung wegen heißen Temperaturen. Dazu gilt an den betroffenen Küstenabschnitten besondere Vorsicht wegen starkem Wellengang und der Gefahr von Unterströmungen. Die Wetterwarnstufe des spanischen Wetterdienstes AEMET gilt bis heute Abend 20.00 Uhr. Die Temperaturen steigen auf Werte von über 35 Grad, besonders im Osten, Süden und Westen Gran Canarias. Im Kanal zwischen Anaga auf Teneriffa und Agaete auf Gran Canaria wird mit hohem Wellengang gerechnet, die Gefahr von Unterströmungen ist heute dort besonders hoch. Alarmstufe Gelb wegen Hitze und starkem Wellengang gilt mindestens bis heute Abend.

Weinmarmelade auf Lanzarote – Jedes Jahr erhält die Weinsorte Malvasia Auszeichnungen auf der ganzen Welt. Jetzt gibt es den Malvasía Volcánica als Brotaufstrich. Nach monatelangen Fehlversuchen, ist es den beiden Unternehmern Fefo Nieves und Carmen Castro gelungen, den Geschmack eines der besten Weißweine der Welt in ein Marmeladenglas zu packen und als Brotaufstrich anzubieten. Seit 2015 produzieren die Beiden in Tinajo auf Lanzarote einzigartige Mojo Sorten und Marmelade mit Produkten der Insel unter den Firmennamen LALA. Die neue Marmelade Malvasía Volcánica genauso wie alle anderen Produkte sind in ausgesuchten Läden auf Lanzarote oder über die Facebookseite von Mermeladas LALA erhältlich.

20 Kilometer Kanalisation für Chira-Soria – Das geplante Wasserkraftwerk im Süden Gran Canarias in den Bergen nördlich von Maspalomas erhält einen Wasserkanal mit einer Länge von über 20 Kilometern. Wie aus den Bauplänen hervorgeht, ist diese Länge notwendig um Süßwasser aus der Entsalzungsanlage an der Küste in die beiden Stauseen Chira und Soria zu pumpen. Innerhalb von 60 Monaten sollen die beiden Stauseen mit Süßwasser gefüllt werden. Rund 300 Höhenmeter müssen dabei von der Küste bis zum Wasserkraftwerk überwunden werden – Geplant sind rund 5.200 Hektometer Süßwasser pro Jahr. Fertiggestellt werden soll das Kraftwerk 2025. Ähnlich wie auf El Hierro sollen Windräder 50% des Strombedarfs auf Gran Canaria decken, bei Überproduktion wird die Windenergie Wasser von der Küste in die Stauseen pumpen, in Windarmen Zeiten produzieren Turbinen, angetrieben durch Wasser aus den Stauseen, die notwendige Energie.

Keine Reisewarnung für Kanaren – Das Auswärtige Amt in Berlin rät von Reisen nach Barcelona, Costa Brava, Aragón und Navarra im Norden Spaniens ab. Die Kanaren oder Balearen sind von dieser Reiseempfehlung nicht betroffen. In der Region Madrid gilt nun auch wie in allen anderen Provinzen bis auf die Kanarischen Inseln eine allgemeine Maskenpflicht, unabhängig ob der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Nur beim Sport und aus medizinischen Gründen gibt es Ausnahmen. In der Region Barcelona sind alle Bars und Diskotheken geschlossen worden. Weiterhin als sicheres Reiseziel gelten die Kanaren, mit 5,6 Corona Infizierten pro 100.000 Einwohner. Während in allen anderen spanischen Regionen eine generelle Maskenpflicht herrscht, gilt auf den acht Inseln des Archipels Mundschutzpflicht nur wenn ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

28. Juli 2020

Jet2 und TUI streichen weitere Flüge nach Groß Britannien – Die Hoffnung die Sommersaison auf den Kanarischen Inseln noch zu retten, hat gestern einen weiteren Rückschlag erlitten. Nachdem die Regierung in Groß Britannien für die Kanarischen Inseln keine Ausnahme bei der 14-tägige Quarantäne für britische Urlauber erlässt, hat sowohl Jet2 als auch TUI Flüge von England auf die Kanaren gestrichen. Realisiert werden nur noch die Heimflüge von den Kanaren auf die britische Insel. Seit Sonntag gilt in Groß Britannien für alle Einreisenden aus Spanien eine 14-tägige Quarantäne. Ryanair, EasyJet und British Airways haben bisher noch keine Änderung am Flugplan vorgenommen und fliegen planmäßig zwischen Groß Britannien und den Kanaren. Es herrscht breite Unverständnis über die Entscheidung aus London, auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Auf den Kanarischen Inseln gibt es so wenige Corona Infizierte wie kaum in einer anderen Region in Europa. Pro 100.000 Einwohner sind 5,6 Personen mit dem Virus Infiziert. Diese Zahl liegt in Groß Britannien aktuell drei Mal höher.

Erdbeben zwischen Teneriffa und Gran Canaria – Die Erde hat gestern Abend am Vulkan de Enmedio auf dem Meeresgrund zwischen Gran Canaria und Teneriffa gebebt. Gegen 20.44 Uhr haben die Sensoren eine Stärke von 3,2 auf der Richterskala angezeigt. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 25 Kilometern. Auch dieses Beben stellt keinerlei Gefahr für die Bevölkerung dar. Ausgewertet haben die Forscher in den letzten drei Tagen insgesamt 40 Seebeben, vor allem rund um La Palma. Das letzte Mal, als eine ähnliche Intensität auf dem Meeresgrund rund um die Kanarischen Inseln messbar war, war im Februar 2018, als 85 Seebeben innerhalb von fünf Tagen gemessen worden sind.

Stromverbrauch um 21% gesunken – Auf Lanzarote wird 2020 als ein Jahr des geringen Stromverbrauches in die Geschichte eingehen. Die Stromproduktion ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 21% im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat gefallen. In erster Linie ist dafür der Rückgang im Tourismussektor verantwortlich, der wegen Corona und dem Lockdown schlicht zum erliegen gekommen ist. In den letzten 15 Jahren ist noch nie so wenig Strom produziert worden, wie in den letzten sechs Monaten.

Las Palmas top bewertet – Jedes Jahr erstellt ViventualValue eine Umfrage zu Gastronomie, Unterkunft, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in verschiedenen spanischen Großstädten. Las Palmas auf Gran Canaria kommt 2020 bei der Umfrage richtig gut weg. Gesamtergebnis 8,36 Punkte von maximal 10. Ausgewertet worden sind 300.000 Rezessionen, 93.000 alleine in den vergangenen Wochen. Im letzten Jahr lag das Ergebnis von ViventualValue noch bei 8,32 Punkten. Noch aussagekräftiger sind einzelne Ergebnisse der Umfrage: der Las Canteras Strand hat eine Bewertung von 9,29 Punkten erhalten, der Parque Santa Catalina knapp 9 Punkte und die Kathedrale Santa Ana 8,97 Punkte. Damit reiht sich Las Palmas im spanienweiten Vergleich zu Barcelona, Sevilla oder Madrid – die spanischen Städte mit dem attraktivsten Angebot für Touristen.

Kostenlose Corona Tests – Als Reaktion auf die Entscheidung der britischen Regierung Rückkehrer aus Spanien 14 Tage in Quarantäne zu schicken, bietet der spanische Hotel- und Tourismusverband kostenlose Corona Tests bei der Ein- und Ausreise an. Eine Reaktion aus London auf dieses Angebot gibt es noch nicht. Es wird weiterhin intensiv an einer Lösung gearbeitet, um die Kanarischen Inseln von der allgemeinen Reisewarnung für Spanien in Groß Britannien auszunehmen. Allgemeine Corona Tests vor dem Abflug wären eine Möglichkeit. Eine weitere vorstellbar Variante für den Hotel- und Tourismusverband wäre eine objektive Betrachtung der Infektionszahlen in der jeweiligen Region. Die Kanarischen Inseln gelten beim Thema Corona Virus weiterhin als eine der sichersten Regionen in Europa.

27. Juli 2020

TUI korrigiert Reisepläne – London hat Spanien am Samstag
von der Liste der sicheren Reiseländer gestrichen, ohne Ankündigung. Damit müssen alle britischen Urlauber bei ihrer Rückkehr 14 Tage in Quarantäne. Die Reaktion von TUI kam prompt. Keine Reiseangebote mehr für britische Touristen in Spanien, keine Flüge mehr zwischen Großbritannien und der iberischen Halbinsel, zumindest bis zum 8. August. Verbindungen aus Deutschland sind davonnicht betroffen. Heute ist die Entscheidung bereits relativiert – Zwischen den Kanarischen und Balearischen Inseln und Groß Britannien wird weiterhin geflogen, die Quarantäne gilt für Briten, die ihren Urlaub auf diesen beiden Archipelen verbringen nicht. Seit Samstag hat die Regionalregierung intensiv an einer Lösung gearbeitet und dabei alle Möglichkeiten der Diplomatie genutzt. Vergleicht man die Infektionszahlen sind die Kanarischen Inseln weiterhin eine der sichersten Reiseziele in Europa, pro 100.000 Einwohner gibt es im Schnitt 5,8 Corona Patienten. Deutlich weniger als in Groß Britannien
selbst.

Bußgeldkatalog im Straßenverkehr – Die Abteilung Verkehr der
Guardia Civil hat einen aktuellen Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr
veröffentlicht. An erster Stelle wird das Thema Mundschutz abgehandelt. 100 Euro pro Fahrzeuginsassen sind fällig, sofern im Auto Personen aus verschiedenen Haushalten mitfahren. Wenn der notwendige Sicherheitsabstand zwischen den Fahrzeugen nicht eingehalten wird, sind 200 Euro plus 4 Punkte fällig. Wenn einem Autofahrer das Benzin auf der Strecke ausgeht, werden ebenfalls 200 Euro Bußgeld verhängt. Der gleiche Betrag wird für brennende Zigarettenkippen aus dem Fahrzeugfenster geworfen berechnet und genauso mit vier Punkten
sanktioniert. Für Fahren mit Sandalen, mit freiem Oberkörper, Essen oder
Trinken am Steuer, oder einen Ellbogen am offenen Fenster ist auch ein Bußgeld fällig. Ebenfalls mit Geld und Punkten sanktioniert wird: Links fahren auf mehrspurigen Straßen Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung Oder die Benutzung von Kopfhörern am Steuer Fünfte Hitzewarnung – Für Gran Canaria gilt erneut eine

Hitzewarnung – die fünfte in diesem Jahr und die dritte innerhalb von wenigen Wochen. Nur der Norden Gran Canarias ist davon ausgenommen. Bis morgen Abend muss im Osten, Süden und Westen der Insel mit Temperaturen von über 34 Grad gerechnet werden. Zudem steigen die Windgeschwindigkeiten auf über 70 km/h an. Erst ab Mittwoch wird wieder mit Werten unter 28 Grad gerechnet. Andere Inseln
sind von der Hitzewarnung nicht betroffen. Für Gran Canaria wird empfohlen die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden und sportliche Aktivitäten auf die frühen Morgen oder späten Abendstunden zu verschieben.

29 Jazz Festival – 38 Konzerte mit 28 Jazzbands finden vom
31. Juli bis zum 15. August auf den Kanaren statt. Das 29. Jazzfestival wird in diesem Jahr auf sieben Inseln organisiert, an einem Konzert auf La Graciosa arbeiten die Organisatoren noch. Wegen der Anforderungen der neuen „Normalität“ und den geforderten Hygienevorschriften finden so viele Veranstaltungen wie möglich im Freien statt. In den Konzert- und Veranstaltungsräumen wird ausschließlich mit ausreichend Abstand bestuhlt werden. Im Line-Up finden sich in diesem Jahr keine Künstler aus den USA wieder. Wegen der Pandemie ist es den Bookern unmöglich gewesen Künstler vom amerikanischen Kontinent zu buchen. Ab heute
startet der Vorverkauf. Die Eintrittskarten kosten zwischen zwei und drei Euro. Das Festival startet am 31. Juli auf El Hierro und La Gomera. Am 13. August finden Jazzveranstaltungen in Arrecife auf Lanzarote statt. Für Puerto del Rosario ist das Datum auf den 7. August festgelegt. Auf Gran Canaria wird das Festival am 1. August im Teatro Guineguada in Las Palmas organisiert, ein weiterer Jazzauftritt ist für 11. August im Teatro Pérez Galdós vorgesehen.

915 Flugverbindungen pro Woche – Ende Juli hat der
Flugverkehr auf den Kanarischen Inseln bereits wieder 50% seiner Kapazitäten von vor der Corona Pandemie erreicht. Vom spanischen Festland und aus Europa landen Ende des Monats 915 Maschinen pro Woche. In der Hauptsache aus Deutschland und Groß Britannien. Das entspricht 160.000 Flugtickets und Passagiere pro Woche. Allen voran ist es der irische Flugdiscounter Ryanair, der sein Flugangebot mit 29 Flügen pro Woche wieder fast vollständig aktiviert hat. Auch Vueling und Iberia Express bieten zusammen wieder mehr als 100 Verbindungen pro Woche zu spanischen und europäischen Flugzielen an. Aus Deutschland bieten Condor, TUIfly und EasyJet zusammen rund 50.000 Flugtickets
pro Woche an.

24. Juli 2020

Hotels melden bis zu 50% Auslastung – Im April hätte noch niemand damit gerechnet: die Kanarischen Hotels sind zwischen 45% und 50% ausgelastet. Mehr als 210 Etablissements haben auf den Kanaren wieder geöffnet und empfangen Touristen aus ganz Europa. Im Juni waren lediglich 49 Hotels bereit zu öffnen. Die Gäste kommen vom spanischen Festland, aber vor allem auch aus Deutschland und Groß Britannien. Es ist ein Ergebnis, das deutlich positiver ist als erwartet – aber eben auch noch sehr weit weg von Ergebnissen der letzten Sommer. Sowieso können Hotels auf den Kanarischen Inseln nur 60% ihrer maximalen Auslastung belegen um die neuen Hygienevorschriften nicht zu verletzen. Der Hotelverband fordert weiterhin Covid-19 Tests an den Flughäfen, um mögliche Infektionsherde frühzeitig zu erkennen. Dieser Forderung konnte die Regionalregierung bisher nicht nachkommen, weil dafür eine Regelung auf europäischer Ebene notwendig ist.

Schulbeginn 15. September – Das Schuljahr 20/21 hat ein Datum für den Schulbeginn und ein Protokoll wie innerhalb der jeweiligen Klassen der Unterricht stattfinden wird. Vor- und Grundschule beginnen am 15. September. Schüler der weiterführenden Schulen beginnen am 16. September mit dem Unterricht. Isoliert unterrichtet werden ohne Maskenpflicht Klassen der Vor- und Grundschule. Diese Schüler werden auch unterschiedliche Pausenzeiten erhalten oder ihre Pause separat verbringen. Schüler der höheren Klassen halten den Mindestabstand ein oder tragen Masken, sofern dieser nicht eingehalten werden kann. Der Zugang zu den Klassenräumen erfolgt sowohl zu Schulbeginn als auch zu den Pausenzeiten organisiert und separat um den Kontakt zwischen Schülern anderer Klassen so gering wie möglich zu halten. Der Bustransport obliegt den gleichen Hygienevorschriften wie der öffentliche Busverkehr – also auch Maskenpflicht und Abstand. Sollte ein Institut auch im kommenden Schuljahr über nicht ausreichend Platz verfügen um den Mindestabstand zwischen den Schülern einzuhalten, bleibt ab dem 3. Schuljahr Online Unterricht eine Möglichkeit. Für die ersten beiden Schulklassen muss für die Schulkinder ausreichend Platz geschaffen werden. Das Schuljahr 20/21 endet am 31. August.

Karneval wird verschoben – Er gilt einerseits als einer der wichtigsten kulturellen Termine auf den Kanaren und war in diesem Jahr andererseits auch für die schnelle Verbreitung des Coronavirus verantwortlich: der zweitgrößte Karneval der Welt. Im Februar 2021 wird er nicht stattfinden. Dazu haben sich auf Teneriffa die Verantwortlichen zusammen mit der Regierung entschieden. Es wird über Ausweichtermine gesprochen. Im Gespräch sind April, Mai oder Juli. Darüber soll im September entschieden werden. Dann wird es auch, ähnlich zum Schulunterricht, ein Protokoll geben, wie Karneval 2021 auf den Kanaren gefeiert wird.

690.000 zusätzliche Photovoltaik Module – Auf Gran Canaria befinden sich zusätzlich zu den bereits bestehenden 76 Sonnen-Energie-Parks im Bau. Ein Großteil wird in den Gemeinden Agüimes, San Bartolomé de Tirajana und Telde erstellt. Ihre Energieleistung übertrifft zusammengerechnet die Leistung des Wasserkraftwerkes Chira-Soria. 203 Megawatt Strom liefern die Photovoltaikmodule insgesamt, Chira-Soria kommt auf eine maximale Leistung von 200 Megawatt Strom durch Wasserkraft. Insgesamt werden auf Gran Canaria 690.000 Solarmodule verbaut.

Schuldenberg der Gemeinden sinkt auf 15 Millionen Euro – Sieben Gemeinden der Insel Lanzarote haben ihren Schuldenberg insgesamt auf 15 Millionen Euro reduziert. Damit ist die Verschuldung auch pro Bürger auf einem neuen historischen Tiefstand. Weiterhin an erster Stelle liegt die Gemeinde Teguise. Umgerechnet müsste jeder Bürger der Gemeinde 305,21 Euro aus seiner Tasche bezahlen um die Gemeinde schuldenfrei zu machen. Dieser Betrag lag auch schon mal, Jahre zuvor, bei 700 Euro. An zweiter Stelle folgt auf Lanzarote Tinajo mit einer Verschuldung von 177 Euro pro Einwohner. Bürger in San Bartolomé kommen umgerechnet auf einen Betrag von 87 Euro pro Einwohner – in Tías liegt die Verschuldung bei 74 Euro pro Person – in Arrecife bei 68 Euro. Schuldenfrei ist weiterhin die Gemeinde Haría und die Gemeinde Yaiza hat aktuell 19.000 Euro Schulden, umgerechnet kommen dort 1,15 Euro auf jeden Bürger.