Mix Radio Gran Canaria

23. Juli 2019

61.000 bei LAN Party – Nach sieben Tagen Tenerife LAN Party fällt die Bilanz der Organisatoren durchweg positiv aus. 5.000 Besucher mehr als letztes Jahr, 2.000 Besucher haben die sieben Tage des Events auf dem angrenzenden Campingplatz verbracht. Während der Veranstaltung fanden verschiedene E-Sports Finale statt – unter anderem das ESL Masters CS:GO und das LEAGUE OF LEGENS Finale. Im Recinto Ferial auf Teneriffa wird seit 15. Jahren die Tenerife LAN Party organisiert. An ihr nehmen neben Online-Spielern auch hunderte Unternehmen der Branche teil.

Hotel Oliva Beach vor dem Aus – 383 Arbeitnehmer im Hotel Oliva Beach bei Corralejo auf Fuerteventura stehen so gut wie auf der Straße. Die Geschäftsführung des Etablissements hat die Regulierung der Arbeitsverhältnisse beantragt, das kommt einem Insolvenzverfahren gleich. Seit 19 Monaten wartet das Oliva Beach auf die Genehmigung für Modernisierungsarbeiten um in Zukunft mit 4 Sternen ausgestattet zu sein. Unterstützung hat die Geschäftsleitung von der Regionalregierung, die Küstenbehörde in Madrid hat das Projekt auf Eis gelegt. Das Hotel Oliva Beach ist seit 47 Jahren bei Corralejo eine feste Adresse im Tourismus, jetzt droht wegen fehlender Genehmigungen das Aus.

Trockene Felder – Auf Lanzarote droht die Traubenernte in diesem zu einem Desaster zu werden. Im Vergleich zu den letzten Jahren sind 2019 seit Januar nur 150 Liter Regen gefallen – in den Jahren zuvor fiel bis zu 450 Liter Niederschlag. Zwiebeln und Kartoffeln sind davon genauso betroffen. In diesem Jahr rechnen die Winzer lediglich mit zwei Tonnen Trauben für die Weinproduktion. Einige Winzer können ihre Felder bewässern, ein Großteil ist aber nicht ans Leitungssystem angeschlossen. Die Kosten das Süßwasser per LKW anzufordern sind in den meisten Fällen zu hoch. Wie sehr sich die Klimaveränderung auswirkt zeigt eine andere Zahl: in den 80iger Jahren wurden auf Lanzarote jedes Jahr 25 Tonnen Zwiebeln geerntet – in diesem Jahr wird es nicht eine Tonne sein.

Höhere Bußgelder – Sechs Punkte Abzug für Handybenutzung, zwei Punkte Abzug für Überschreitung des Tempolimits – Der Chef des Verkehrskontrollorgans „Trafico“ will die Strafen für Verkehrsvergehen drastisch anheben. Dabei spielt auch ein neues Tempolimit eine Rolle in den Überlegungen. Geht es nach dem Chef des Organs, Pere Navarro, darf auf spanischen Straßen nur noch maximal 90 km/h gefahren werden. Wird dieses Tempolimit um 20 km/h überschritten werden zwei Punkte vom Punktekonto abgezogen. Für die Benutzung des Telefons, ob zum Nachrichten schreiben oder zum Telefonieren spielt dabei keine Rolle, sollen in Zukunft gleich sechs Punkte abgezogen werden. Aktuell werden dafür zwei Punkte abgezogen. In Spanien liegt das Punktekonto beim Führerschein bei 12 Punkten und kann maximal mit Bonuspunkten auf 15 ansteigen. Für jedes Verkehrsvergehen werden, anders als in Deutschland, Punkte abgezogen.

Sitiycleta mit eine Million Kilometer – Das Fahrrad-Vermietung Start-Up Sitiycleta hat in Las Palmas auf Gran Canaria bereits im ersten Jahr eine Million gefahrene Kilometer auf dem Zettel. 24.000 registrierte Benutzer, davon 11.000 Aktive die mit Monatsbeiträgen die Fahrräder täglich nutzen. Jedes der Fahrräder die an insgesamt 24 Stellen in der Inselhauptstadt von Gran Canaria ausgeliehen und abgegeben werden können, werden im Schnitt dreimal pro Tag genutzt. Ausgeliehen und abgerechnet wird über eine App auf dem Smartphone. In Sachen ökologischer Fußabdruck hat Sitiycleta dafür gesorgt, dass im letzten Jahr in Las Palmas auf Gran Canaria 171 Tonnen CO2 weniger produziert worden sind – das entspricht 1.100 gepflanzten Bäumen in der Inselhauptstadt.

22. Juli 2019

Keine Lust auf Neuwahlen – In Madrid finden zur Zeit Rechenspiele rund um den amtierenden Präsidenten Pedro Sanchez statt. Morgen wird im Parlament über die Regierung abgestimmt. Pedro Sanchez mit seiner PSOE hast zusammen mit dem Koalitionspartner Podemos 165 der 350 Mandate und ist auf die Unterstützung der kleineren Regionalparteien bzw. deren Enthaltung angewiesen. Sollte Sanchez die absolute Mehrheit morgen verpassen, ist für Donnerstag ein zweiter Wahlgang angesetzt, dann würde eine einfache Mehrheit reichen. Unter den spanischen Bürgern herrscht keine große Lust zum vierten Mal innerhalb von vier Jahren an die Urnen zu treten. Weniger als ein Drittel bevorzugen Neuwahlen, 64% der Befragten wollen Pedro Sanchez weiterhin als spanischen Präsidenten, unabhängig mit wie vielen Stimmen er im Amt bestätigt wird.

10-jähriger gerettet – Am Playa de Ingles auf Gran Canaria hatte die Suche nach einem vermissten 10-jährigen aus Dänemark Erfolg. Der Junge war alleine zum Baden ins Meer gegangen und danach verschwunden. Rotes Kreuz und Polizei hatten sich daraufhin zu Wasser, aus der Luft und vom Strand aus auf die Suche nach dem Vermissten gemacht. Gefunden worden ist der 10-jährige nach drei Stunden wohlbehalten am Strand. Er war nach dem Baden aus dem Wasser gegangen und hatte den Platz an dem seine Eltern waren nicht mehr gefunden.

16 Tote auf spanischen Straßen – 16 Menschen sind am Wochenende auf den Straßen in Spanien bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. In den Autonomien Madrid, Burgos und Cádiz kam es zu tödlichen Unfällen. Auf Teneriffa ist bei der Rallye in der Gemeinde La Laguna ein Zuschauer überfahren worden. Mehrere Personen sind bei dem Zwischenfall verletzt worden, ein 72-jähriger erlitt tödliche Verletzungen. Auch in den Autonomien Salamanca, Burgos, Huelva, Toledo und Alicante sind Verkehrsteilnehmer ums Leben gekommen.

Vergünstigungen bei Photovoltaik Anlagen – Rechtssicherheit herrscht in Spanien ab sofort bei Photovoltaikanlagen durch das königliche Dekret 244. Für die Versorgung von Wohnungen, Handel oder Industrie sind Photovoltaikanlagen gestattet und die Einspeisung überschüssiger Energie ins zentrale Stromnetz mit bis zu 100 Kilowatt ist erlaubt. Außerdem wird ein freiwilliges System zur Erstattung überschüssiger Energie eingeführt. Nur noch der Differenzbetrag unterlieg der spanischen Mehrwertsteuer. Durch die gesetzliche Regelung wird in ganz Spanien in kürzester Zeit eine massive Welle von Installationen von Photovoltaikanlagen erwartet.

Dringend Blutspenden benötigt – 300 Blutbeutel pro Tag werden in den medizinischen Einrichtungen auf dem Archipel benötigt. Heute wendet sich das Gesundheitsamt in verschiedenen Tageszeitungen an die Bevölkerung und ruft die Bevölkerung zum Blutspenden auf. Die Blutbanken in den Krankenhäusern sind auf einem so niedrigen Stand, das Gefahr besteht geplante Operationen zu verschieben. Mehr Infos und Adressen zum Blutspenden gibt es im Internet auf http://www3.gobiernodecanarias.org/sanidad/ichh/colectasi.asp?orden=2

19. Juli 2019

Kettennatter auch auf Fuerteventura – In einer Wasseraufbereitungsanlage bei Costa Calma auf Fuerteventura haben Mitarbeiter ein Exemplar der kalifornische Kettennatter entdeckt. Bisher ist diese nicht endemische Schlangenart nur auf Gran Canaria bekannt und dort wegen fehlender natürlicher Feinde zu einer Plage mutiert. Die Beamten des Tierschutzes gehen davon aus, dass die Schlange aus einem Terrarium in der Nähe stammt. Die Polizei ermittelt wegen Verstoß gegen Naturschutzgesetze. Auf die Einführung von nicht heimischen Tier- oder Pflanzenarten drohen Geldstrafen zwischen 5.000 und 200.000 Euro. Die kalifornische Kettennatter hat sich auf Gran Canaria über wenige Jahre hinweg tausendfach vermehrt und bedroht das natürliche Gleichgewicht der Natur.

Neun Kinder mit Asthmasymptomen pro Tag – Die Kanarischen Inseln sind in diesen Tagen das Zentrum für 90 Spezialisten zum Thema Asthma. Getagt wird in den Konferenzräumen des Krankenhauses von Las Palmas auf Gran Canaria. Nur in diesem Krankenhaus werden pro Jahr 5.000 Patienten wegen Asthma behandelt. 45.000 Kinder unter 14 Jahren leiden auf Gran Canaria unter dieser entzündlichen Erkrankung der Atemwege mit dauerhaft bestehender Überempfindlichkeit. Besonders auf den Kanarischen Inseln ist diese Atemwegserkrankung unter Kindern weit verbreitet – 10% unter 14 Jahren sind betroffen.

Strände ausgezeichnet – An den Stränden der Kanarischen Inseln wehen in diesem Sommer 43 blaue Flaggen. Dazu sind von der weltweit organisierten FEE auch sechs Häfen mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet worden. Die Foundation for Environmental Education mit Sitz in Kopenhagen bewertet jedes Jahr Kriterien wie Wasserqualität, das Umweltmanagement oder die Sicherheit an Stränden und Häfen. 2018 wehten auf den Kanarischen Inseln noch 54 „Blaue Flaggen“ an den Stränden – sieben mehr als in diesem Jahr. Auf Gran Canaria sind im Süden unter anderem sie Strände San Agustín, Maspalomas, Meloneras und El Inglés prämiert worden, auf Lanzarote weht in diesem Jahr eine blaue Flagge unter anderem an den Stränden Las Cucharas, El Reducto in Arrecife, Matagorda und Los Pocillos. Fuerteventura hat mit Playa Blanca, Puerto Lajas, Los Pozos und Tarajalejo vier blaue Flaggen erhalten.

Weniger Reusen – Die Zahl der Reusen pro Fischereilizenz soll auf den Kanarischen Inseln mehr als halbiert werden. Diesen Plan verfolgt das Umweltministerium und hat auf Gran Canaria bereits reagiert. Innerhalb der Küstengewässer ist die Zahl bereits auf maximal 60 Reusen pro Fischereilizenz reduziert worden, außerhalb des Küstenstreifens sind nur noch 30 statt wie bisher 75 Reusen erlaubt. Auch die Größe, Länge und Öffnung der Fallen sind vorgeschrieben. Wie wichtig Reusen für die Fischerei auf Gran Canaria sind, zeigt eine andere Zahl: 60 der 200 Fischerboote nutzen ausschließlich Reusen für den Fischfang, weitere 30 als Hauptfangwerkzeug.

Kite- und Windsurfweltmeisterschaft – Ab heute messen sich in Sotavento auf Fuerteventura die besten Wind- und Kitesurfer der Welt im Wettbewerb um den Weltmeistertitel. Es ist die 34. Ausgabe – 1984 organisierte René Egli zum ersten Mal die Weltmeisterschaft für Wind- und Kitesurfer. Heute ist die Veranstaltung, unterstützt durch die Gemeinde Pajara und die Inselregierung zu einem Megaevent der Insel geworden. Heute startet das Event mit dem Freestyle Worldcup der Kitesurfer, ab dem 25.Juli wird der Windsurf Slalom Worldcup veranstaltet, vom 30. Juli bis zum 3. August findet in Sotavento der Windsurf Freestyle Contest statt. 144 Millionen Zuschauer haben im letzten Jahr über Internet den Livestream verfolgt. Abends treten in der sogenannten „Carpa“ am Strand unter anderem Farruko, Justin Quiles und Macaco auf. Die Weltmeisterschaft endet am 3. August.

18. Juli 2019

Korallen für Unterwasservulkan – Meeresbiologen untersuchen in diesen Tagen weiche weiße Korallen vor den Azoren. Diese Spezies soll auf und um den Unterwasservulkan vor La Restinga auf El Hierro, der vor etwas mehr als sieben Jahren ausgebrochen ist, angesiedelt werden. Meerestiefe und Struktur sind an beiden Orten identisch – vor den Azoren ist 1959 der Capelinhos ausgebrochen, heute ist die gesamte Fläche mit den weichen weißen Korallen bedeckt. Mit der Umsiedelung der Korallen soll die Oberfläche des Vulkans, bisher völlig steril, geschützt werden. Außerdem bietet die weiße Koralle einen weiteren Vorteil: sie kündigt durch Veränderung ihrer Struktur einen möglichen neuen Ausbruch des Vulkans frühzeitig an.

Kite- und Windsurfweltmeisterschaft – Ab morgen messen sich in Sotavento auf Fuerteventura die besten Wind- und Kitesurfer der Welt im Wettbewerb um den Weltmeistertitel. Es ist die 34. Ausgabe – 1984 organisierte René Egli zum ersten Mal die Weltmeisterschaft für Wind- und Kitesurfer. Heute ist die Veranstaltung, unterstützt durch die Gemeinde Pajara und die Inselregierung zu einem Megaevent der Insel geworden. 144 Millionen Zuschauer haben im letzten Jahr über Internet den Livestream verfolgt. Abends treten in der sogenannten „Carpa“ am Strand unter anderem Farruko, Justin Quiles und Macaco auf. Die Weltmeisterschaft endet am 3. August.

Tote Kuh im Wasser – Bei Orzola auf Lanzarote ist der zweite tote Tierkadaver an die Küste getrieben. Die tote Kuh muss bereits seit Wochen tot im Wasser getrieben haben. Ähnlich wie bei den toten Kühen an der Küste von Gran Canaria sollen die Tiere von einem Tiertransportschiff stammen, dass von Brasilien tausende Kühe nach Ägypten bringt. Tiere, die während der Überfahrt sterben, sollen Pressemeldungen zufolge, von der Crew ins Meer geworfen werden. Auf Gran Canaria sind bereits dutzende tote Kühe an die Strände gespült worden.

Unesco überprüft Geopark – Zwei Geologen der UNESCO überprüfen das Chinijo Archipel im Norden der Kanarischen Inseln. Seit 2015 trägt diese Region den Titel „Global Geopark“. Aktuell gibt es weltweit 147 Regionen weltweit mit dieser Auszeichnung. Alle vier Jahre wird die Struktur untersucht und überprüft. Das Urteil dieser beiden Experten – einbezogen in das Ergebnis werden auch Infrastruktur und touristische Zentren – sorgt für eine Weiterführung oder eine Aberkennung des Titels und die damit verbundene finanzielle Hilfe der UNESCO. Ein Ergebnis soll Anfang nächster Woche bekannt gegeben werden.

Neues Tierschutzgesetz – Die Stadt Las Palmas hat ein neues Tierschutzgesetz eingeführt, das z.B. Zirkusse den Auftritt von Wildtieren verbietet. Das neue Gesetz betrifft aber vor allem die Haustierhaltung. Seit 22 Jahren gab es keine Gesetzesänderung mehr in Sachen Tierschutz. Ab sofort muss in Las Palmas jedes im Straßenverkehr angefahrene Tier sofort gemeldet werden. Hunde und Katzen dürfen nicht mehr im Kofferraum mitgenommen werden, es sei denn er ist entsprechend dafür ausgestattet. Im Fahrgastraum dürfen sich Tiere nur aufhalten, sofern die Außentemperatur nicht 25 Grad übersteigt und maximal für zwei Stunden bei ausreichender Belüftung und Trinkwasser. Ab sofort ist die Polizei befugt, Hunde und Katzen aus den Fahrzeugen ohne Einholung von weiteren Befugnissen zu befreien. Die Kosten dafür muss der Halter des Fahrzeugs übernehmen. Ihm drohen zusätzlich Bußgelder bis zu einer Höhe von 15.000 Euro.

17. Juli 2019

Ryanair droht mit Schließungen – Ryanair könnte ab November weitere Basen auf kanarischen Flughäfen schließen. Das hat der Vorsitzende vom Ryanair, Michael O´Leary, angekündigt. Aktuell wird die Rentabilität jedes einzelnen Flughafens auf dem Archipel überprüft. Bereits im März hat der irische Flugdiscounter auf Gran Canaria und Lanzarote jeweils eine dauerhaft stationierte Maschine abgezogen. Verbunden mit dem Flugverbot für die 737 MAX Modelle von Boing und einer Bestellung von 58 Modellen durch Ryanair die voraussichtlich erst im Sommer 2020 ausgeliefert wird ist die Wachstumsprognose von Ryanair von 7% auf 3% zurückgegangen. Ryanair beschäftigt rund 250 Mitarbeiter auf Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote.

Massenschlägerei in Justizanstalt – In der Justizvollzugsanstalt in Tahiche auf Lanzarote hat es einen Tumult unter den Insassen gegeben. Ein Wärter ist dabei so schwer verletzt worden, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste. Presseberichten zufolge sind nach einem verbalen Streit unter mehreren Insassen Stühle, Tische und Fernseher durch die Luft geflogen. Als einer der Wärter den Streit schlichten wollte, ist er von den Insassen angegriffen und schwer verletzt worden. Die Gewerkschaft der Gefängniswärter verschafft sich heute über verschiedene soziale Netzwerk Gehör und sieht Sparmaßnahmen und Personalmangel als Ursache für den Vorfall.

Teleskop feiert 10. Geburtstag – Das Grantecan Teleskop am Roque de los Muchachos auf La Palma feiert 10-jähriges. Weiterhin ist das Teleskop das Vorzeigeprojekt kanarischer Wissenschaft. Wissenschaftler aus der ganzen Welt haben durch das Grantecan Himmelskörper beobachtet, die durch kein anderes Teleskop auf der Welt zu sehen waren. Im Juli 2009 hat das Himmelsglas auf dem höchsten Berg von La Palma seinen Betrieb aufgenommen und ist bis heute das größte Teleskop der Welt. Die Einrichtung kann nach Absprache auch durch kleinere Gruppen besucht werden, mehr Infos dazu im Netz auf http://www.iac.es/eno.php?op1=2&lang=en

Diätenerhöhung auf Lanzarote – Im Parlament der Inselregierung von Lanzarote wird über eine Diätenerhöhung diskutiert. Die Opposition angeführt von CC und Podemos kritisiert den Vorstoß der Regierung als falsches Signal für die Bevölkerung der Insel. In den politischen Ämtern verdienen „Consejeros“ aktuell zwischen 3.600 und 4.800 Euro Monat plus zwei extra Zahlungen pro Jahr im Sommer und an Weihnachten. Diskutiert wird über eine Erhöhung von 5% bis 7%.

25 Jahre Flüchtlingshilfe – In Puerto del Rosario, La Oliva und Morro Jable auf Fuerteventura wird vom 25. Juni bis 27. Juni an 25 Jahre Flüchtlingshilfe erinnert. Mit Ausstellungen, Vorträgen und Konzerten wird unter anderem auch an die neun Personen erinnert, die bei ihrer Überfahrt vor 20 Jahren von der marokkanischen Küste nach Fuerteventura ihr Leben gelassen haben und ertrunken sind. Heute fast vergessen waren es diese neun Flüchtlinge, mit der eine tödliche Tragödie begonnen hat die bis heute andauert und für die bis heute keine Lösung gefunden worden. Unter Leitung des Künstlers Nicolás Castellano gibt es nächste Woche Ausstellungen in Puerto del Rosario, La Oliva und Morro Jable. 

16. Juli 2019

Verschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe – Die Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe ist nirgendwo so groß wie im Hafen von Barcelona oder Palma de Mallorca. Das geht aus einem Bericht der Umweltschutzorganisation „Ecologistas en Accion“ hervor. Die größte Reederei in diesem Urlaubssegment, Carnival Corporation, setzt mit ihren Schiffen pro Jahr zehnmal mehr Schwefeloxid frei, als alle 270 Millionen Autos in der gesamten EU Region. Die Stickoxide, die an den Schornsteinen der Kreuzfahrtriesen austreten nehmen 15% des gesamten Anteils der giftigen Oxide ein die in der EU produziert werden. Kein anderes Land in Europa ist davon so stark betroffen wie Spanien. Während über Dieselverbote in den europäischen Innenstädten diskutiert wird, legen in spanischen Häfen täglich Kreuzfahrtschiffe an, die insgesamt mehr Feinstaub ausstoßen als alle Autos in Spanien zusammengenommen. Die Studie ist auch auf Englisch verfügbar und ist von Transport & Environment erstellt worden.

Steigende Armut – Auf den Kanarischen Inseln leben 335.000 Personen unterhalb der Armutsgrenze – das entspricht knapp 16% der Bevölkerung. Topwert in Spanien. 280.000 weitere Einwohner sind von Armut bedroht. Auch dieses Ergebnis ist in keiner anderen spanischen Autonomie zu finden. Ein Trend der sich trotz sinkender Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln fortsetzt. Die Analyse von FOESSA hat es in sich und ist belastbar: untersucht worden sind im Gegensatz zur Analyse der Caritas statt drei Indikatoren 35. Darunter Wohnsituation, Gesundheit, Bildung, soziales Umfeld oder politische Teilnahme. Der Bericht von FOESSA zeigt die Folgen der Wirtschaftskrise im sozialen Bereich deutlich auf. Ein Drittel der kanarischen Bevölkerung hat entweder den Anschluss an den sozialen Standard verloren oder läuft Gefahr ihn in den kommenden Jahren zu verlieren.

Gesundheitsversorgung für Migranten wieder auf Anfang – Nachziehende Familienangehörige erhalten nicht automatisch eine generelle Gesundheitsversorgung. Das hat der Oberste spanische Gerichtshof gestern entschieden. Betroffen sind Eltern und Großeltern von in Spanien lebenden Migranten. Kinder sind von dem Urteil nicht betroffen. Zurückgeben müssen tausende Betroffene ihre Gesundheitskarte der Seguridad Social die 2018 provisorisch nach einem ersten Urteil ausgegeben worden sind. Die Richter führen ihr Urteil auf ein Gesetz der Regierung von Mariano Rajoy aus dem Jahr 2012 zurück, mit dem die generelle Gesundheitsversorgung in Spanien abgeschafft worden ist. Familienzusammenführungen beinhalten damit für Eltern von Bürgern mit spanischem Pass oder mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung nicht obligatorisch eine Krankenversicherung. Diese wird entweder mit einem Arbeitsverhältnis erworben oder kann privat abgeschlossen werden.

Höhere Tarife an den Tourismuscentren – Auf Lanzarote sollen Touristen in den Ausflugszentren mehr Eintritt bezahlen. Ein entsprechender Antrag soll in diesen Tagen im Cabildo der Insel entschieden werden. Geplant ist den Eintrittspreis für den Nationalpark Timanfaya auf 12 Euro zu erhöhen, für Jameos del Agua und La Cueva de los Verdes auf 10 Euro zu erhöhen. Alle anderen Touristenattraktionen wie Jardin de Cactus oder Mirador del Rio sollen zwischen 50 Cent und 90 Cent mehr Eintritt kosten. Die Tarife sind 2017 zuletzt angeglichen worden.

Neuregelung bei Haushaltshilfen – Haushaltshilfen gelten in Spanien ab sofort als Angestellte und werden steuerlich auch genauso vom Finanzamt behandelt. Das hat in erster Linie Änderungen beim Auftraggeber zu Folge: Wer eine Haushaltshilfe oder einen Gärtner stundenweise beschäftigt muss den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung zahlen. Eine Anmeldung als Haushaltshilfe mit einem festen Beitrag von monatlich 255 Euro an die Sozialversicherung ist nicht mehr notwendig, der Versicherungsbeitrag wird ab sofort zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer aufgeteilt. Dafür hat die Seguridad Social das entsprechende Formular TA.2/S-0138 erstellt. Das PDF muss ausgefüllt und von beiden Seiten unterschrieben werden. Außerdem muss ein Arbeitsvertrag unterzeichnet werden und dieser orientiert sich am neuen spanischen Mindestlohn. Die neue Regelung wird spätestens bei einem Arbeitsunfall interessant – dann haftet der Auftraggeber in vollem Umfang für den Auftragnehmer und erhält zusätzlich eine Anzeige wegen illegaler Beschäftigung

15. Juli 2019

103 Vorstrafen – In Las Palmas auf Gran Canaria hat die Polizei bei einer Verkehrskontrolle einen 35 Jahre alten Mann festgenommen. Er konnte weder Führerschein noch KFZ-Versicherung vorweisen. 103 Einträge im Polizeiregister hat der Mann bisher, außerdem wird nach dem Mann gefahndet, weil er zu einer Gerichtsverhandlung nicht erschienen ist. Gegen den 35-jährigen wird wegen schweren Einbruchs ermittelt. Sechs Beamte und zwei Streifenfahrzeuge waren notwendig um den Mann in Las Palmas zu stellen. Bei der Verkehrskontrolle hat der Mann versucht in seinem Fahrzeug zu fliehen.

Trinkwassernetz in Costa Teguise wird erneuert – In Costa Teguise auf Lanzarote soll das Trinkwassernetz erneuert werden. 1,3 Millionen Euro stellt die Autonomieregierung dafür zur Verfügung. Insgesamt hat die Regierung der Kanarischen Inseln für die Verbesserung der Leitungssysteme auf den Inseln 10 Millionen Euro zu Verfügung. Auf Lanzarote sind die Arbeiten am notwendigsten: Rund 40% des entsalzten Leitungswassers kommt nicht bei den Haushalten an, wegen defekter oder poröser Leitungen. Den Preis dafür zahlen einerseits die Haushalte in Form von erhöhten Rechnungen und die Autonomieregierung in Form von Subventionen für den privaten Wasserversorger.

Touristen aus den USA – Die Marke „Islas Canarias“ wirbt in Bosten und New York für Urlaub auf dem Archipel. 250.000 Euro kostet die Kampagne mit dem Titel „Erde, Feuer, Luft und Wasser“. 40.000 amerikanische Touristen haben im letzten Jahr Urlaub auf den Kanarischen Inseln gemacht. Um diese Zahl signifikant zu steigern arbeitet die Agentur Promotur mit einem Budget von 450.000 Euro an Direktflügen nach Gran Canaria und Teneriffa. Mit diesem Betrag soll bei Fluggesellschaften geworben werden, um Touristen ohne Zwischenstopp von New York oder Bosten nach Gran Canaria oder Teneriffa zu fliegen.

Messerstecherei in San Mateo – Polizei und Sanitäter sind am Samstagabend zu einer Bar in San Mateo auf Gran Canaria gerufen worden. Zwei Schwerverletzte und zwei leicht verletzte Personen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren lagen im Bereich der Toiletten nach einem Streit. Begonnen haben soll die Auseinandersetzung übereinstimmenden Aussagen zu Folge, als ein 27 Jahre alter Mann zwei Frauen im Alter von 18 Jahren auf der Toilette belästigt haben soll. Die beiden jungen Frauen riefen daraufhin ihre Begleiter zu Hilfe. Nach der Auseinandersetzung, bei der auch Messer zum Einsatz kamen, mussten vier Rettungswagen die Verletzten, zum Teil mit lebensgefährlichen Stichverletzungen, ins Krankenhaus bringen.

Mehr Reisen zum Festland – Die Zahl der Flugreisen von den Kanarischen Inseln zum spanischen Festland ist seit Januar im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 33% gestiegen. Auch der Reiseverkehr innerhalb des Archipels hat mit 15% deutlich zugenommen. Zurückzuführen ist die gestiegene Reiselust auf den höheren Residenten-Rabatt. Seit Juli 2018 zahlen kanarische Residenten mit europäischem Pass nur noch 25% des Ticketpreisen bei Reisen zwischen den Inseln oder zum spanischen Festland. 75% werden von der Zentralregierung übernommen. Reisechampions sind Canarios aber trotz des erhöhten Rabatts im Vergleich zu anderen spanischen Autonomien nicht geworden. Im Durchschnitt dauert die Reise eines kanarischen Residenten 3,1 Tage mit einem Reisebudget von 210 Euro.

Unwetterwarnung – Windstärke 7 soll ab heute bis mindestens morgen Abend an verschieden Küstenabschnitten zu meterhohen Wellen führen. Der spanische Wetterdienst AEMET hat deswegen Alarmstufe Gelb ausgegeben. Betroffen sind vor allem die Inseln La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria. Bereits gestern sind wegen der Sturmböen und dichtem Nebel auf dem Flughafen Los Rodeos 14 Flüge umgeleitet worden. Gerechnet werden muss mit bis zu vier Meter hohen Wellen.

 

12. Juli 2019

Weltrekord beim 31. Windsurfcontest in Gran Canaria – Noch bevor der 31. Windsurfcontest in Gran Canaria begonnen hat, gibt es bereits einen Weltrekord: noch nie gab es beim Contest am Pozo Izquierdo 128 Teilnehmer aus 22 Ländern. Ab heute messen sich die besten Windsurfer der Welt am besten Spot der Welt – der Pozo Izquierdo gilt unter Windsurfern als der „Place to be“ – Windböen von bis zu 90 Kilometer pro Stunde schnell und drei Meter hohe Wellen machen den Pozo Izquierdo zu einem der radikalsten Windsurfspots der Welt. Der Wettbewerb geht bis um 21. Juli und bietet auch neben den radikalen Manövern im Wasser für Besucher eine ganze Menge Party Spaß und Aktivitäten. http://www.grancanariawindandwavesfestival.com/

Feuer auf La Palma gelöscht – Aufatmen auf La Palma, die Flammen in der Gemeinde Santa Cruz de La Palma sind unter Kontrolle. Gestern Mittag ist wenige hundert Meter unterhalb der Baumgrenze ein Feuer gemeldet worden. Innerhalb von wenigen Minuten waren Einsatzkräfte zu Land und aus der Luft am Brandherd um zu löschen. Laut einem Sprecher ist nur diesem schnellen Einsatz zu verdanken, dass aus einem kleinen Brandherd keine Katastrophe entstanden ist. Verbrannt sind wenige hundert 100m² einer Grünfläche.

Hotel Agáldar wieder geöffnet – In der ehemaligen Inselhauptstadt von Gran Canaria ist das „Hotel Emblematico Agáldar“ wieder geöffnet. Ursprünglich auf den Resten einer kleinen Kapelle in Galdar erbaut und 1850 fertiggestellt, wurde das Gebäude im Kolonialstil in den vergangenen 50 Jahren auch als Schule und Veranstaltungsort für Kurse verwendet. Heute bietet es mit 20 Zimmern Touristen einen Rückzugsort der besonderen Art: Die Reste der Kapelle aus dem 17. Jahrhundert sind innerhalb des Innenhofes erhalten und restauriert. Gebucht werden kann das Etablissement bisher nur persönlich, in den kommenden Tagen sollen die Zimmer dann auch auf den bekannten Internetseiten zur Verfügung stehen.

Französische Ökosteuer schreckt Tourismussektor auf – Der Tourismussektor auf den Kanarischen Inseln ist alarmiert, nachdem Frankreich bekannt gegeben hat, ab dem kommenden Jahr eine Ökosteuer auf Flugtickets einzuführen. Auf eine EU-Regelung will Frankreich nicht warten. Fällig werden für einen Flug innerhalb Europas in der Economy Klasse 1,50 € – bei Tickets für die Business Klasse werden bis zu 18 € fällig. Während französische Fluglinien und Flughäfen Nachteile im Vergleich zur europäischen Konkurrenz sehen, befürchtet der Tourismussektor auf den Kanarischen Inseln Umsatzeinbußen wegen steigender Ticketpreise. Auch Holland und Belgien haben angekündigt eine Kerosinsteuer einzuführen. Ein Argument der Hotelbetreiber auf den Kanaren ist nicht zu widerlegen: während andere Urlaubsgebiete auch mit anderen Verkehrsmitteln wie zum Beispiel dem Zug erreicht werden können, sind die Kanarischen Inseln realistisch nur mit dem Flugzeug erreichbar. Zu den Folgen einer Ökosteuer auf Flugtickets gibt es bereits eine Studie der EU Kommission: die Flugpreise steigen um 10% mit der Einführung einer Kerosinsteuer, die Nachfrage würde um 11% sinken und der CO2 Ausstoß um 11% zurückgehen.

Lawrence Yaskiel Buch „The British Connection To Lanzarote And The Canaries“ wird als Schullektüre verwendet – Im Englischunterricht an kanarischen Schulen taucht ein aktueller Autor immer wieder auf: Lawrence Yaskiel. 1979 zum ersten Mal auf Lanzarote hat sich der englische Autor und Musiklabel Manager innerhalb von 24 Stunden ein Appartement gekauft. Seitdem lebt und schreibt der Brite immer wieder Bücher über die Kanarischen Inseln. Sein aktuelles Werk greift 600 Jahre Geschichte auf und die Beziehungen zwischen Canarios und Briten. Einblicke in das Buch erhalten auch kanarische Schüler an den Schulen – als englische Lektüre wird das Buch häufig im Unterricht benutzt. Mit belastbaren Informationen aus verschiedenen Bibliotheken in Spanien und Großbritannien hat Yaskiel eine interessante Lektüre verfasst, die auf 600 Jahre Beziehungen zwischen Groß Britannien und den Kanarischen Inseln zurückblickt.

11. Juli 2019

Manrique erhält Briefmarke – Zum 100. Geburtstag des Künstlers Cesar Manrique hat die spanische Post eine Briefmarke in den Umlauf gebracht. Gestern ist sie auf Lanzarote in Arrecife präsentiert worden. Abgebildet sind Teile von bekannten Kunstwerken die typisch für Lanzarote sind. Präsentiert worden ist die Sondermarke gestern vom Chef von Correos, Modesto Fraguas, dem Vorsitzenden der Manrique Stiftung, Fernando Gómez Aguilera und der Präsidentin des Cabildos, Dolores Corujo. Cesar Manrique Cabrera wurde 1919 auf Lanzarote geboren. Als Maler, Architekt, Bildhauer und Umweltschützer hat er das Bild von Lanzarote nachhaltig geprägt. Auf den anderen Inseln und auf dem Festland erinnern bis heute Kunstwerke wie der Lago Martianez in Puerto de la Cruz auf Teneriffa, das Einkaufszentrum La Vaguada in Madrid, der Mirador de Morro Velosa auf Fuerteventura oder die Weltallflaggen am Roque de los Muchachos auf La Palma.

Quallen Alarm in Famara – Der Strand bei Famara auf Lanzarote ist mit Quallen überseht. Bereits am Wochenende sind einige wenige Exemplare gesichtet worden. Seit gestern sind es tausende Medusas die den Strand bedecken. Bisher sind keine anderen Strände auf Lanzarote betroffen. Das Baden am Playa Famara wird ausdrücklich nicht empfohlen. Bei den Quallen handelt sich um die Portugiesische Galeere, eine Seeblase mit meterlangen Tentakeln, deren Nesselzellen bei Berührung mit der Haut zu Schmerzen und roten Quaddeln führen können.

Tomatenernte in Gefahr – Eine kleine Mottenart ist die Ursache für einen 40% Verlust der Tomatenernte auf den Kanarischen Inseln. Die Tomatenminiermotte stammt ursprünglich aus Südamerika, wo sie bis zu einer Höhe von 1.000 Meter über dem Meeresspiegel vorkommt. Eingeführt und importiert durch befallene Früchte kommt sie mittlerweile in ganz Europa und in Afrika vor. Auf den Kanarischen Inseln sind so gut wie alle Tomatenfelder mit der Larve der Tomatenminiermotte befallen. Das Insekt ist seit 1960 in der Landwirtschaft als Plage bekannt und zeigt gegen Pflanzenschutzmittel immer wieder Resistenzen.

Asien ist Top Ziel für den Urlaub – Laut einer aktuellen Umfrage unter den Usern von Halcón Viajes ist Asien in diesem Sommer das am häufigsten angefragte Urlaubsziel der Canarios – Japan, Vietnam, Indonesien oder Philippinen – dorthin wollen Urlauber der Kanarischen Inseln, sofern das Reisebudget ausreicht. An zweiter Stelle liegt in diesem Jahr die USA und dort im speziellen eher die Ruhe der Naturschutzgebiete und Nationalparks als die pulsierenden Metropolen. Erst danach folgen der Umfrage zufolge Peru und Argentinien. Bei den Stadtreisezielen liegen in diesem Jahr bei den Canarios Prag, Budapest und Wien auf den ersten Plätzen.

Rathaus fordert weniger Fahrzeuge auf La Graciosa – Es sollen nicht nur weniger werden, sondern auf Dauer auch nur noch elektrische Antriebe zugelassen sein. Ähnlich wie auf Wangerooge, Spiekeroog oder Baltrum – auf den Nordesseinseln haben nur die Behörden Fahrzeuge und diese einen Elektroantrieb. Auf der kleinen Insel im Norden Lanzarotes sind aktuell 296 Kraftfahrzeuge gemeldet, gleichzeitig 739 Einwohner, von denen aber nur 500 dauerhaft auf der Insel leben. Der Bürgermeister der Gemeinde Teguise, die bisher weiterhin für die Verwaltung von La Graciosa zuständig ist, hat angekündigt die Zahl der Kraftfahrzeuge drastisch zu limitieren und auf Dauer für ein Moratorium zu sorgen, dass in Zukunft nur noch elektrobetriebene Fahrzeuge auf der kleinen Insel zulässt.

Mann ums Leben gekommen – Bei Playa del Àguila in der Gemeinde La Oliva auf Fuerteventura haben Badegäste eine Leiche zwischen den Felsen entdeckt. Die genaue Todesursache ist unbekannt. Bei dem Toten handelt es sich um den 41 Jahre alten Mann aus Galizien, der vergangenen Donnerstag Verursacher eines tödlichen Unfalls auf FV-1 war. Mit Alkohol im Blut ist der 41-jährige auf der Gegenfahrbahn mit seinem Fahrzeug frontal mit dem Auto einer 64 Jahre alten Frau Belgien zusammengestoßen. Die Todesursache des Mannes steht noch nicht fest, die Polizei ermittelt in dem Fall und schließt Selbstmord nicht aus.

Risco Caido erhält Replica – Das vor wenigen Tagen zum Weltkulturerbe erklärte Risco Caido auf Gran Canaria bleibt bis Dezember für Besucher geschlossen. Am Samstag wird im Zentrum von Artenara das Besucherzentrum mit einer Replica der 6. Höhle eröffnet. Technisch kann dort innerhalb von Sekunden die Sternenkonstellation mit künstlichem Licht hergestellt, die in der als Tempel benutzten Höhle am Risco Caido nur einmal im Jahr zu sehen ist. Zusammen mit den Montañas Sagradas ist das Risco Caido von der UNESCO vor wenigen Tagen zum Weltkulturerbe ernannt worden. Mit dem Titel fließen finanzielle Mittel um die von den Ureinwohnern errichteten Lebensräume dauerhaft für die Menschheit zu erhalten und zu schützen. Ab Dezember soll der Zugang am Risco Caido für die Öffentlichkeit wieder möglich sein, eingeschränkt und mit entsprechenden Informationstafeln.

Finanzamt hofft auf Denunzieren – Das kanarische Finanzamt geht weiter gegen illegale Ferienvermietung vor und hat auf einer Website die Möglichkeit anonymer Anzeigen eingerichtet. Neben der illegalen Ferienvermietung kann in diesem Bereich der Webseite auch Onlinebetrug und Lizenzverstöße bei Computersoftware gemeldet werden. Angegeben werden kann die eigene Identität, eine Anzeige ohne persönliche Angaben ist genauso möglich. Mit dem Schritt unterstreicht das kanarische Finanzamt die Forderung nach mehr Transparenz und weniger Steuerhinterziehung. https://sede.gobcan.es/tributos/jsf/publico/sede/tramites/tramite.jsp?categoria=denuncias

Arrieta erhält neuen Steg – Seit vier Jahren ist der Steg bei Arrieta auf Lanzarote zur Betonplattform im Meer im Ganzen nur noch auf Postkarten zu sehen. Im Februar 2015 hatte ein Unwetter mit hohen Wellen den Steg in Teilen wegerissen. Seitdem kann die Betonplattform nur noch schwimmend erreicht werden, der Steg ist seit vier Jahren gesperrt. 400.000 Euro stellt die Gemeinde jetzt zur Verfügung um einen neuen Steg zu errichten. Fertiggestellt sein wird das Projekt Anfang 2020. Der neue Steg soll breiter werden und erhält in der Mitte zu beiden Seiten hin einen Ausleger, auf dem Bänke unter einem Sonnendach errichtet werden.

Höherer Mindestlohn – Um 22,3% steigt der Mindestlohn in Spanien im Vergleich zu 2018. Damit verdienen Arbeitnehmer pro Tag mindestens 30 Euro, pro Monat mindestens 900 Euro, bei Vollbeschäftigung. Damit erlebt der Mindestlohn in Spanien den höchsten Anstieg seit 2002. Zwischen 2016 und 2019 ist der Mindestlohn um knapp 300 Euro erhöht worden. Die Gewerkschaft UGT befürchtet steigende Arbeitslosigkeit wegen der erneuten Erhöhung. In der kanarischen Autonomie sind 90% der neu ausgestellten Arbeitsverträge zeitlich begrenzt – auch hier rechnet die Gewerkschaft nicht mit einer steigenden Zahl von Festanstellungen.

10. Juli 2019

Feuer gelöscht – Das Feuer bei Aldea Blanca in der Gemeinde San Bartolome de Tirajana auf Gran Canaria ist gelöscht. Gestern war auf dem alten Fußballplatz ein Feuer ausgebrochen. Benutzt wird das Grundstück von einer Firma um alte LKWs und Müll abzuladen. Heute nach den Löscharbeiten ist nur noch Asche und Schrott übrig. Die Polizei ermittelt in dem Fall und versucht die Brandursache nachzuvollziehen.

Mordfall in La Isleta – In La Isleta auf Gran Canaria ermittelt die Mordkommission. Am Samstag sind in einem Wohnhaus zwei rund 70 Jahre alte Brüder tot aufgefunden worden. Der jüngere Bruder war verantwortlich für den Älteren, der wegen einer Krankheit ans Bett gefesselt war. Beide sind bereits seit mehreren Tagen tot. Starker Verwesungsgeruch hatte die Nachbarn aufmerksam gemacht, sie hatten die Polizei verständigt. Die Beamten haben bei ihren Ermittlungen bisher keinerlei Hinweise gefunden, die auf einen gewaltsamen Tod der beiden Rentner hindeuten.

Drei Kinder alleingelassen – In Las Palmas auf Gran Canaria sitzt eine Mutter in Untersuchungshaft die ihre Obhutspflicht mehrfach verletzt haben soll. In ihrem Appartement haben Beamte der Polizei drei Kinder im Alter von 12 und vier Jahren und ein acht Monate altes Baby vorgefunden, während die Mutter ausgegangen war. Der Hinweis soll vom Vater und Ex-Mann der Mutter gekommen sein. Die Kinder sind Familienangehörigen übergeben worden, während die Mutter auf ihren Prozess wartet.

Fuerteventura hat einen neuen Präsidenten – Die Regierungsperiode der Coalicion Canarias ist auf Fuerteventura nach 20 Jahren vorbei. Die Koalition aus PSOE, Nueva Canarias und Unidos Podemos hat gestern einen neuen sozialistischen Präsidenten für Fuerteventura gewählt. Die nur 10 Tage im Amt gewesene Lola García ist gestern von Blas Acosta abgelöst worden. Auf Fuerteventura ist es die erste Regierungskoalition aus drei Parteien. 20 Jahre lang war die Insel fest in der Hand der Coalicion Canarias, die mit regelmäßigen Mehrheiten bei den Wahlen auch den Regierungspräsidenten der Insel gestellt hat.

National löst International ab – Im Tourismus auf den Kanarischen Inseln erhält der nationale Markt einen nicht erwarteten Stellenwert in diesem Jahr. Auf vier verlorene Touristen aus dem Ausland innerhalb der ersten sechs Monate dieses Jahres kommen drei nationale Touristen. Mit diesem Ergebnis hat kein Hotelbetreiber auf dem Archipel vorher gerechnet. Bei den Zahlenvergleichen zwischen Januar bis Mai 2018 und dem gleichen Zeitraum 2019 ergibt sich ein Verlust von 0,6% bei den Touristenzahlen. Ausgegangen sind die Experten von mindestens 5% Verlust im Vergleich zu 2018. Bei den Umsätzen sind die Verluste höher – spanische Touristen geben weniger Geld im Urlaub aus als Deutsche oder Engländer und bleiben auch weniger Tage auf den Kanarischen Inseln. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum sind in diesem Jahr die Übernachtungen um 4% gesunken.

08. Juli 2019

Weltkulturerbe auf Gran Canaria – Seit gestern trägt der Risco Caido und die Montañas Sagradas auf Gran Canaria den Titel Weltkulturerbe. Die UNESCO hat in Aserbaidschan durch die Unterstützung mehrerer dutzend Länder, darunter auch Australien, Kuwait und China, dem Antrag der Canarios zugestimmt. Mit dem Titel hat eine jahrelange Arbeit der Verantwortlichen Erfolg, der sich sowohl auf die Bevölkerung der Kanarischen Inseln, als auch auf die Wirtschaft und auf den Tourismus auswirkt. Für den Erhalt der beiden Monumente kanarischer Urbevölkerung fließen ab jetzt finanzielle Mittel der UNESCO. Nach China und Italien hat Spanien die meisten Auszeichnungen der UNESCO zum Weltkulturerbe bisher erhalten. Auf den Kanarischen Inseln finden sich mit den beiden aktuellen Siegeln weitere drei: der Garajonay Nationalpark auf La Gomera, der Teide Nationalpark auf Teneriffa und das historische Zentrum von San Cristóbal de La Laguna. http://www.somospatrimonio.es/patrimonio/

Der schönste Mann kommt aus Gran Canaria – Die Wahl zum Míster Internacional de España hat Yeray Hidalgo aus Las Palmas auf Gran Canaria für sich entschieden. 25 Jahre alt, 1,93 Meter groß und mit einem Lebenslauf ausgestattet den kaum ein anderer in seinem Alter vorweisen kann. Yeray ist Softwareprogrammierer, Sportlehrer, Personal Trainer, Rettungsschwimmer bewirbt sich aktuell auf einen Platz bei der Feuerwehr und ist Reservist bei der spanischen Luftwaffe. Yeray Hidalgo wird Spanien bei der Wahl zum Míster Internacional 2020 vertreten.

E-Roller in Las Palmas – In der Inselhauptstadt von Gran Canaria wird aktuell eine Diskussion geführt die Deutschland bereits hinter sich hat: E-Roller – dürfen im Straßenverkehr eingesetzt werden oder nicht und wenn ja wo und wie, Helmpflicht ja oder nein, ab wie vielen Jahren dürfen Kinder die E-Roller benutzen. Soviel ist jetzt schon bekannt: das Rathaus von Las Palmas plant einen eigenen Gesetzesvorschlag der gültig wird bevor es ein Spanienweites Gesetz dazu geben wird. Eine Helmpflicht soll es in Las Palmas nicht geben. Die E-Roller sollen entweder auf dem Fahrradweg verkehren, oder, falls stellenweise keiner vorhanden ist, auf der Straße fahren. Die Benutzung auf Fußgängerwegen und Zonen ist nicht gestattet. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 30 km/h beschränkt.

Havarie bei Fred Olsen – 460 Passagiere haben am Wochenende eine außergewöhnliche Nacht erlebet. Sie wollten von Gran Canaria mit der Fähre nach Fuerteventura übersetzten. Als die Fähre von Fred Olsen im Hafen von Morro Jable auf Fuerteventura anlegen wollte, war eine der Jet Stream Turbinen ausgefallen. Bei 30 Knoten Windböen und ohne die zum Anlegen notwendige Turbine hat der Kapitän aus Sicherheitsgründen das Anlegemanöver abgebrochen und ist zurück nach Las Palmas gefahren. Die Passagiere an Bord blieben übereinstimmenden Aussagen zu Folge lange Zeit ohne ausreichend Information. Statt 120 Minuten Fahrzeit mussten 460 Passagiere mehr als sechs Stunden auf dem Betancuria Express ausharren. Erst gegen 2:00 Uhr morgens konnte die havarierte Fähre in den Hafen von Las Palmas geschleppt werden. Die einzige Erklärung von Seiten der Reederei: Die Passagiere würden den Ticketpreis selbstverständlich zurückerhalten.

Auf den Kanarischen Inseln gilt ab sofort ein neues Gesetz für den Verkauf von Brot. Beispielsweise dürfen nur Brote den Zusatz „artesano“, also „von Hand hergestellt“ tragen, wenn sie tatsächlich nicht industriell gefertigt wurden. Gleiches gilt für den Zusatz „horno de leña“, also im Holzofen gebacken. Daneben darf die Aufschrift „integral“ ab sofort nur noch solches Brot tragen, das zu 100 Prozent aus Vollkornmehl besteht. Gleichzeitig sinkt die Mehrwertsteuer für Vollkornbrot. Laut einer Studie liegt der Durchschnittspreis für ein Kilo Brot in Supermärkten in Spanien aktuell bei knapp 2,30 Euro. Beim Traditionsbäcker zahlt man fast 2,50 Euro pro Kilo.

05. Juli 2019

Badeunfall in Playa Blanca – Ein 77 Jahre alter Mann aus Frankreich ist bei Playa Blanca auf Lanzarote gestern ertrunken. Strandbesucher hatten den leblosen Körper aus dem Wasser geholt und erste Hilfe geleistet. Sanitäter haben vergeblich versucht den 77-jährigen zu reanimieren. Seit Jahresbeginn sind auf den Kanarischen Inseln 24 Personen ertrunken, 9% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Maluma auf Gran Canaria – Im Zuge seiner Welttournee wird der kolumbianische Komponist und Musiker Maluma am Samstag auf Gran Canaria auftreten. In Kolumbien gerade erst als bester Komponist 2019 ausgezeichnet dominiert auch die spanischen Charts – mehr als 25 Millionen Follower haben seinen Youtubekanal abonniert. Karten für das Konzert in der Gran Canaria Arena in Las Palmas gibt es Online ab 75 Euro.

Kreuzfahrtriese in Las Palmas – Die Independence of the Seas wird am Wochenende in Hafen von La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria anlegen. Der 340 Meter lange Koloss gilt als eines der größten Kreuzfahrtriesen der Welt. An Bord mehr als 3.600 Passagiere und rund 1.300 Besatzungsmitglieder. Gerade aus dem Hafen von Arrecife auf Lanzarote ausgelaufen verweilt die Independence of the Seas den gesamten Samstag im Hafen von Gran Canaria um am Sonntag in Santa Cruz auf Teneriffa anzulegen.

Feuerteufel gefasst – In Arrecife auf Lanzarote hat die Polizei eine Frau und einen Mann festgenommen – beide stehen unter dringendem Tatverdacht Müllcontainer angezündet zu haben. Augenzeugen hatten in beiden Fällen die Polizei verständigt. Seit Jahresbeginn sind in der Inselhauptstadt von Lanzarote 44 Müllcontainer durch Brandstiftung zerstört worden – die Stadtverwaltung rechnet mit 1.000 Euro Steuergeldern pro Container.

Strandreinigung Playa Blanca – Am Playa Flamingo in Playa Blanca auf Lanzarote findet morgen eine weitere Strandreinigung statt. Sowohl am Strand als auch durch Taucher im Wasser. Treffpunkt ist morgen um 10.00 an der Tauchstation Pura Vida Diving. Unterstützt wird die Aktion von der Gemeinde Yaiza und dem Büro des Biosphären Reservats. Interessierte können sich per Mail unter info@kayaklanzarote.com oder unter Telefonnummer 616 552 723 anmelden. Für die Strandreinigung im Wasser ist mindestens die Vorlage des Open Water Tauchscheins notwendig.

04. Juli 2019

Zwei Drittel Energiebedarf durch grünen Strom gedeckt – Von Januar bis Juni hat die Insel El Hierro 61% der benötigten Energie durch Windkraft erzeugt. Das ist einem Bericht von Corona de Viento zu entnehmen, zuständig für den Betrieb der Wind- und Wasserenergieanlagen auf der Insel. Dabei waren in den vergangenen Monaten immer wieder Zeitabschnitte dabei, in der die Insel zu 100% durch regenerative Energie versorgt worden ist. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum konnten 3.700 Tonnen Dieselkraftstoff eingespart und 12.000 Tonnen weniger CO² in die Atmosphäre abgegeben werden. Nach den Millionen schweren Investitionen hat Corona del Viento bereits 2017 zum ersten Mal Gewinne eingefahren. Die Insel ist weltweit das erste Projekt das erfolgreich mit bis zu 100% durch regenerative Energiequellen versorgt wird.

Benutzt keine aufblasbaren Objekte im Meer – Mit dieser Aufforderung kommt das Projekt „Canarias – 1.500 Kilometer Küste“ einer Warnung der britischen Regierung nach, nachdem an den Küsten Englands mehr als 20 Rettungsaktionen deswegen durchgeführt werden mussten. Aufblasbare Objekte sind dem Bericht zufolge besonders für Kinder lebensgefährlich, weil eine falsche Sicherheit suggeriert wird. Krokodile, Einhörner, Haie oder Dinosaurier zum aufblasen sollen nur in Hotelpools und Schwimmbädern benutzt werden. Beim Baden am Strand sind Schwimmwesten und Schwimm- Nudeln die zu empfehlenden Utensilien für Kinder.

Hohe Waldbrandgefahr – Diverse Tageszeitungen gehen heute nochmal auf der Titelseite auf das Thema ein: auf den Kanarischen Inseln herrscht die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Ein entsprechendes Informationsblatt mit Warnhinweisen ist von der Regierung ebenfalls veröffentlicht. Daraus geht hervor das offene Feuer strengstens untersagt sind und zuwiderhandeln mit Geldbuße belegt wird. Ebenfalls geahndet wird das Wegwerfen von brennenden Zigaretten, Glas oder sonstigem Müll in freier Natur. Bei Rauch oder Feuer ist sofort der Notruf 112 zu verständigen. Es ist davon auszugehen das die aktuell verhängte höchste Waldbrandgefahrenstufe mindestens bis Ende August aufrechterhalten wird.

Plastik bedroht das Chinijo Archipel – Der WWF schlägt Alarm und meldet 20.000 Kilogramm eingesammelten Plastikmüll innerhalb der vergangenen 20 Jahre im letzten Naturparadies der Kanarischen Inseln. Das 462 Quadratkilometer große Gebiet ist deutlich größer als die Region der Kanarischen Inseln. Der Naturpark erstreckt sich Alegranza im Norden bist an die Küste von Lanzarote. 20 Tonnen haben Mitarbeiter des WWF an den Küsten dieses Naturschutzgebietes gesammelt, im Meer schwimmt eine deutlich größere Menge. Davon alleine 15 Tonnen auf der unbewohnten Insel Alegranza. Die gesammelte Menge von Plastik ist immer noch kein Vergleich mit den Zonen im Mittelmeer wo bis zu 150 Tonnen Plastikmüll an den Küsten anfallen, trotzdem sind sie alarmierend. Laut dem WWF sind nicht nur die Meeresbewohner in Lebensgefahr, das Mikroplastik wird auch immer häufiger in Lebensmittel gefunden und bildet damit auch eine Gefahr für den Menschen.

Fuerteventura en Musica – Morgen und am Samstag findet bei El Cotillo auf Fuerteventura das „FEM Festival“ statt. Headliner sind Mägo de Oz und London Afrobeat Collective. Beginn des Musikfestivals ist Freitag um 20.00 Uhr. Die Veranstaltung hat Tradition – seit 2004 findet das Festival jedes Jahr am Strand La Concha bei El Cotillo statt. Der Eintritt ist frei. In diesem Jahr geht das Bandrepertoire von Heavy Metal über Rock und Pop bis hin zu Reggea.

03. Juli 2019

Mehr Touristen als im letzten Jahr – Seit Januar haben auf den Kanarischen Inseln 5,67 Millionen Touristen aus dem Ausland Urlaub gemacht. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum von 2,1%. 7,12 Milliarden Euro hat der Tourismussektor dadurch eingenommen, auch das entspricht einem leichten Anstieg im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum von 2,5%. Weiterhin sind es Deutsche und Engländer die den größten Anteil an Touristen aus dem Ausland ausmachen, gefolgt von Franzosen. Auch der Trend ohne Reiseveranstalter Urlaub auf dem Archipel zu machen setzt sich weiterhin fort – Ferienappartements sind von Januar bis Mai um 2,5% mehr nachgefragt worden als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Bombendrohung auf Fuerteventura – Eine Maschine des Flugdiscounters Vueling ist gestern Abend auf der Startbahn verblieben. Die Maschine ist nach einer Bombendrohung evakuiert worden. Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem geplanten Start um 20.20 Uhr. Gefunden worden ist von der Crew ein Papier auf dem ein Behälter mit Glycerin gezeichnet war. Spezialkräfte der Guardia Civil haben die Maschine durchsucht. Gegen 22.05 Uhr konnte der Flug nach Madrid dann fortgesetzt werden. Die Polizei ging bereits nach der Durchsuchung der Maschine von einer Falschmeldung aus.

Feuer unter Kontrolle – Auf La Palma haben die Einsatzkräfte die Flammen bei Barrial de Abajo in El Paso unter Kontrolle. Das Feuer war gestern Nachmittag ausgebrochen, die Inselregierung hatte sofort alle verfügbaren Einsatzkräfte für die Löscharbeiten alarmiert. Rund 4.000 m² Natur sind von den Flammen zerstört worden. Die Brandursache ist noch nicht geklärt.

Freestyle Europameisterschaft – Am Playa de las Cucharas auf Lanzarote findet heute die Freestyle Europameisterschaft im Windsurfen statt. 33 Profis aus 15 Ländern messen sich von heute an in den Wellen vor Costa Teguise auf Lanzarote. Jeden Tag bis 21 Uhr steht neben den spektakulären Sprüngen der Windsurfer für die Besucher ein Skatepark, Beachbars und Musikambiente zur Verfügung. Der Contest geht bis zum 5. Juli.

Spanien startet als erstes europäisches Land den 5G-Regelbetrieb und verfügt damit über das superschnelle Internet. Der neue Standard ist allerdings erst einmal nur mit bestimmten Smartphones nutzbar. In gleich 15 Städten will der Mobilfunkanbieter Vodafone das neue 5G-Netz starten, unter anderem in Madrid, Barcelona, Sevilla, A Coruna und Bilbao. Doch was Vodafone-Spanien-Chef Antonio Coimbra bei der Präsentation des 5G-Konzepts Anfang der Woche einräumen musste: Wer den neuen Standard nutzen will, kann das erst einmal nur mit drei bestimmten Smartphones tun: „Möglich ist es mit einem Gerät von Xiaomi, dem Samsung S10 5G und dem LG V50“. iPhone-Nutzer sind also außen vor. Vodafone bietet Kunden an, ein 5G-Smartphone zu mieten. Pro Monat kostet das mindestens 20 Euro. Für den günstigsten 5G-Vertrag werden monatlich 50 Euro fällig, also deutlich mehr als für klassische Handy-Verträge.

02. Juli 2019

Fuerteventura en Musica – Am 5. und 6. Juli findet bei El Cotillo auf Fuerteventura das „FEM Festival“ statt. Headliner sind Mägo de Oz und London Afrobeat Collective. Beginn des Musikfestivals ist Freitag um 20.00 Uhr. Die Veranstaltung hat Tradition – seit 2004 findet das Festival jedes Jahr am Strand La Concha bei El Cotillo statt. Der Eintritt ist frei. In diesem Jahr geht das Bandrepertoire von Heavy Metal über Rock und Pop bis hin zu Reggea.

Delagdo und Martín gewinnen Fotosub – Den Unterwasser Fotografie Wettbewerb „Mar de Lava“ auf Lanzarote haben Yeray Delgado und Abigail Martín gewonnen. Die Jury hat die beiden für die beste Macro Aufnahme und für das beste Foto der Fauna prämiert. Entstanden sind beeindruckende Aufnahmen der Unterwasserwelt vor Lanzarote die bereits im Internet auf https://www.openfotosublanzarote.com/#ganadores-2019 publiziert sind. Der „Mar de Lava“ Fotowettbewerb wird seit 2009 jedes Jahr im Juli ausgetragen.

Feuerteufel in Las Palmas – Seit Jahresbeginn sind in der Inselhauptstadt von Gran Canaria 31 Müllcontainer abgebrannt. Jedes Mal waren die Flammen provoziert. Besonders auf graue Recyclingcontainer haben es die Brandstifter abgesehen – ihr Inhalt verspricht schnelles Ausbreiten der Flammen und komplette Zerstörung des Containers. In vielen Fällen greifen die Flammen auf angrenzende Container über. Im letzten Jahr ist bei 90 Müllcontainern in Las Palmas Feuer gelegt worden. Wie sehr diese Form des Vandalismus die Allgemeinheit betrifft zeigt eine Zahl: Zwischen 2015 und 2018 sind in Las Palmas knapp 300.000 Euro aus Steuergeldern investiert worden um abgebrannte Müllcontainer zu ersetzen.

Flöhe im Gericht – In Los Llanos de Aridane auf La Palma herrscht eine Floh Plage. Eingeschleppt worden sind die beißenden Insekten durch einen in Untersuchungshaft sitzenden Mann, der eine Aussage gemacht hat. Seitdem hat sich rund die Hälfte der im Gericht arbeitenden Angestellten krankgemeldet. Die Flohplage besteht seit dem 27. Juni, eine Lösung für das Problem gibt es bisher nicht.

Risco Caido bei der UNESCO – In diesen Tagen wird in Bakú in Aserbaidschan entschieden ob das Risco Caido auf Gran Canaria zum Weltkulturerbe erklärt wird. Über 37 Anträge aus der ganzen Welt wird das Gremium entscheiden. Der Titel „Unesco Weltkulturerbe“ ist neben dem Prestige vor allem finanziell interessant. Für die Erhaltung fließen jährlich festgeschriebene Summen an die Gemeinde. Unabhängig ob es mit dem Weltkulturerbe klappt, ist der Risco Caido bereits heute beindruckend und einen Ausflug wert. In der Gemeinde Artenara dienten die 21 Felshöhlen den Ureinwohnern als Rückzugs- und Religionszentrum. In einigen der Vulkanblasen sind Fundstücke sichergestellt worden die auf einen Tempel schließen lassen. Unsicher sind sich die Forscher noch über den Besiedelungszeitraum. Dieser geht von 600 Jahren bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.

01. Juli 2019

Dringend Blutspenden benötigt – 300 Blutbeutel pro Tag werden in den medizinischen Einrichtungen auf dem Archipel benötigt. Heute wendet sich das Gesundheitsamt in verschiedenen Tageszeitungen an die Bevölkerung und ruft die Bevölkerung zum Blutspenden auf. Die Blutbanken in den Krankenhäusern sind auf einem so niedrigen Stand, das Gefahr besteht geplante Operationen zu verschieben. Auf Gran Canaria kann heute Blut zum Beispiel in Santa Lucia gespendet werden, in der Calle Venezuela, direkt neben Hiperdino. Auf Lanzarote ist ein mobiles Blutspendemobil heute ab 17.00 Uhr vorm Einkaufszentrum Deiland in Playa Honda. Mehr Infos und Adressen zum Blutspenden haben wir auf unserer Internetseite veröffentlicht. http://www3.gobiernodecanarias.org/sanidad/ichh/colectasi.asp?orden=2

1,2 Millionen Euro Schmerzensgeld – Wegen eines medizinischen Fehlers bei der Geburt ist das Krankenhaus von Arrecife auf Lanzarote zu einer Zahlung von 1,2 Millionen Euro an die Eltern des Babys verurteilt worden. Bei der Geburt hatte das Neugeborene einen Hirnschlag erlitten, den die Richter auf einen medizinischen Fehler zurückführen. Das Urteil ist nicht mehr anfechtbar, eine Berufung nicht mehr möglich. Die Folgen aus fehlender Diagnose und falscher Behandlung belaufen sich bei dem Kleinkind bereits jetzt auf eine Behinderung von 68%.

Spanien hat gewählt, Papagayo hat gewonnen – Der Strand Papagayo im Naturschutzgebiet Papagayo auf Lanzarote ist unter den Wählern des Magazin Traveler.es zum besten Beach Spaniens gewählt worden. Mit dem türkis blauen Wasser, den schwarzen Lavafelsen, dem weißen Sand und dem Blick nach Fuerteventura konnte kein anderer Strand in Spanien mithalten. Die Leser des Onlinemagazins haben den Playa Papagayo deutlich vor allen anderen Stränden gewählt. Mehr Infos dazu auf Traveles.es

Schlechte Luft – Ecologistas en Acción zu Folge haben 89% der kanarischen Bevölkerung im letzten Jahr verschmutzte Luft geatmet. Das Ergebnis resultiert aus lokalen Messwerten und Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation WHO. An 59 Messstationen auf dem Archipel sind im letzten Jahr sowohl die Grenzwerte von Feinstaub, als auch die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid überschritten worden. Vor allem Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz auf Teneriffa sind Bereiche in denen das ganze Jahr über die Messwerte deutlich über den Grenzwerten liegen. Die Feinstaub Ergebnisse sind auf dem Archipel aber nicht nur auf die Industrie zurück zu führen. Wegen der Nähe zum afrikanischen Kontinent, von dort kommt der größte Anteil von PM10 und PM2,5 Partikel, ist für die Messwerte die Windrichtung entscheidend – Ostwind erzielt höhere Ergebnisse, bei Nordwind ist der Feinstaubanteil geringer.

Konkurrenz für Cadiz und Lissabon – Im Hafen von La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria wird das erste Trockendock für Kreuzfahrtschiffe gebaut. 35 Millionen Euro kostet das Projekt von Astican Dry Dock und kann nach Fertigstellung Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 300 Metern aufnehmen. Nur noch in Lissabon und Cadiz gibt es ähnliche Konstruktionen um den Rumpf der Kreuzfahrtriesen zu Warten. Das Trockendock in Las Palmas bietet aber eine konkurrenzlose finanzielle Komponente: weil die Anlage in der Zona Especial de Canarias liegt, eine steuerbegünstigte Zone, kann das Trockendock auch konkurrenzlose Preise anbieten.