Mix Radio Gran Canaria

3. Januar 2020

Sternschnuppenregen – Die Zeit um auf den Kanarischen Inseln viele Wünsche in den Himmel zu schicken, ist morgen Nacht. Bei klarem Nachthimmel sollen morgen bis zu 200 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein. Grund ist der jährlich in der ersten Januarwoche wiederkehrende Quadrantiden Schwarm. In diesem Jahr soll der Sternschnuppenregen besonders intensiv sein. Wer nicht die ganze Nacht aufbleiben möchte, kann morgen früh gegen 6.30 Uhr den Höhepunkt des Sternschnuppenregens beobachten. Eine weitere Möglichkeit gibt es im Internet auf http://sky-live.tv/. Dort können nachträglich Videoaufnahmen abgerufen werden.

Strom wird ständig teurer – Die Stromrechnung in Spanien wird ständig teurer. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des spanischen Verbraucherschutzes FACUA. Seit 15 Jahren zeigen die Stromtarife in den Himmel. Ein durchschnittlicher Stromanschluss in einem Haus mit Familie mit zwei Kindern hat im Jahr 2004 pro Jahr 529 Euro gekostet, in diesem Jahr werden vom Stromanbieter 853 Euro berechnet. Dieser Trend steht im krassen Gegensatz zum Verbrauchsverhalten und der Produktentwicklung: A+++ Geräte in der Küche, LEDs für die Beleuchtung, smarte Steuerung bei der Energieversorgung. Den Löwenanteil bei der ständigen Preissteigerung machen indirekte Steuern bei Energieversorgung aus. Dieser Anteil liegt aktuell bei über 30%.

Immer mehr Schulabgänger – 21% der 18 bis 24-jährigen auf den Kanarischen Inseln haben die Schule ohne Abschluss verlassen. Das sind aktuell 3,5% mehr als im letzten Jahr. Damit reiht sich der Archipel zu den Regionen Balearen, Extremadura, Murcia und Andalusien. Spanische Autonomien, in den die Quote der Schulabbrecher bei über 20% liegt. Die Gründe sind vielschichtig, einer wird aber immer häufiger genannt: Arbeiten um sein eigenes Geld zu verdienen. Im Geschlechtervergleich sind es mit knapp 24% deutlich mehr Männer als Frauen, die nach der gesetzlich vorgeschriebenen Schulpflicht einen Job suchen.

Weniger Übergewicht, weniger Krebserkrankungen – Die Message der kanarischen Onkologen ist deutlich: wer sich gesünder ernährt, senkt das Risiko einer Krebserkrankung deutlich. Auch die Gefahr von Diabetes und Bluthochdruck wird durch Übergewicht oder Fettleibigkeit stark erhöht. Onkologen auf dem Archipel zeigen besorgt über die aktuelle Situation und haben eine Pressemitteilung veröffentlicht. 18% der Kinder und 22% der Erwachsenen auf dem Archipel leiden demnach an Fettleibigkeit, Topwert in Spanien. Am Welttag gegen Krebs, geht aus der Pressemitteilung der WHO hervor, dass 40% der Krebserkrankungen vermieden werden können, wenn auf den Konsum von Tabak verzichtet, Sport getrieben und sich gesund ernährt wird.

Olympisches Schwimmbecken in Arrecife – In der Ciudad Deportiva in der Inselhauptstadt von Lanzarote soll eines der modernsten olympischen Becken entstehen. Finanziert für rund sechs Millionen Euro aus eigenen und aus Mitteln der FDCAN, der Behörde für kanarische Infrastrukturmaßnahmen. Gestern sind die Pläne und das Modell für die Maßnahme präsentiert worden. Geplant ist auf der Fläche der Padel Plätze und des angrenzenden Hartplatzes ein 50 Meter langes Schwimmbecken. Auf der Längsseite des Beckens sollen Räumlichkeiten mit Umkleidekabinen und Toiletten entstehen. Geplant ist die Fertigstellung des Bauprojektes für das Jahr 2021.

2. Januar 2020

Flüchtlingskrise – Das Jahr hat beim Thema Flüchtlinge mit einem Boot am Strand von Famara auf Lanzarote und einem Boot auf La Graciosa begonnen. Insgesamt mehr als 60 Flüchtlinge sind vom Roten Kreuz erstversorgt worden. Unter ihnen sollen viele Minderjährige sein, die leichteste Möglichkeit von den spanischen Behörden nicht ins Heimatland abgeschoben zu werden. Auf Gran Canaria sind bei Arguineguin dutzende Flüchtlingsboote in Flammen aufgegangen. Unbekannte haben in der Silvesternacht in den Holzbooten Feuer gelegt. Zweieinhalb Stunden haben Einsatzkräfte der Feuerwehr versucht die Flammen an den Flüchtlingsbooten zu löschen.

3,9 Tonnen Müll – In der Silvesternacht sind in Las Palmas auf Gran Canaria 3,9 Tonnen Müll angefallen. Zwischen 5.00 Uhr morgens und 12.00 Uhr mittags waren in der Inselhauptstadt von Gran Canaria 93 Mitarbeiter mit 32 Fahrzeugen im Einsatz um die Straßen von den Auswirkungen der Partynacht zu befreien. 120.000 Liter Wasser waren notwendig um den Bereich der Innenstadt wieder sauber zu machen. Einen ähnlichen Einsatz erwarten die Reinigungskräfte in der Nacht vom 5. Januar auf den 6. Januar.

Fünf Brückentage in 2020 – Das Kalenderjahr 2020 enthält 12 nationale Feiertage genauso wie 2019 – acht davon werden in allen spanischen Autonomien gefeiert. Fünf davon fallen entweder auf einen Montag oder einen Freitag. Der erste Brückentag ist der 6. Januar. Das nächste verlängerte Wochenende gibt es am 10. April, sowie um den 1. Mai, den 12. Oktober und den 25. Dezember. Weitere Brückentage gibt es in den verschiedenen Autonomien bei Feiertagen die auf einen Sonntag fallen. In diesen Fällen können die Autonomien selbst entscheiden, ob der freie Tag auf den folgenden Montag geschoben wird oder bereits am Freitag davor frei gemacht wird.

Kreuzfahrttourismus Top – 28 Kreuzfahrtschiffe legen im Januar im Hafen von Arrecife auf Lanzarote an. So viele wie noch nie in einem Januar. Erwartet werden 165.000 Kreuzfahrttouristen zwischen den beiden Molen, Los Marmoles und Naos. In den ersten 91 Tagen des Jahres 2020 werden in Arrecife 79 Anlegemanöver von Kreuzfahrttouristen erwartet. Die Reiseveranstalter gehen bis März von 80% Auslastung auf den Schiffen aus die rund um die Kanarischen Inseln verkehren.

Klagen gegen Vermieter – 32% der Mieter auf den Kanarischen Inseln hat gegen seine Vermieter Klage wegen zu hoher Miete eingereicht. Das zeigt eine Studie des Versicherers Linea Directa. 70% der Mieter beschweren sich in der Studie wegen dem Zustand des Mietobjektes. Dabei reichen die Beschwerden von defekten Geräten wie Kühlschränke oder Küchengeräten, die vom Vermieter nicht ausgetauscht werden bis hin zu Schwarzgeld oder nicht zurückbezahlter Kaution. Häufig beschweren sich Mieter auch über den allgemeinen Zustand des Mietobjektes. Weiterhin hoch ist die Zahl der Mieter in der Kanarischen Autonomie im Vergleich zu anderen Regionen in Spanien. Jeder zweite lebt auf den Kanarischen Inseln in einem Mietobjekt. Bei der Frage nach den Schuldigen antworten 58% der Befragten Mieter mit der Regierung, die keine Mietpreisbremse im Gesetz verankert, 39% vermuten die Ursache in der Ferienvermietung.

31. December 2019

720 Millionen Euro Umsatz bei Ferienvermietung – In Auftrag gegeben worden ist die Studie von der kanarischen Autonomieregierung. Untersucht worden sind die Internetportale für Urlaubsvermietung wie Airbnb, Homeaway, Niumba, Wimdu, Atraveo, Rentalia, Booking, 9flats und Onlyapartments. Außerdem haben für die Studie die Statistikportale TURIDATA, ISTAC und INE Ergebnisse geliefert. Im letzten Jahr hat der Wirtschaftssektor der privaten Ferienvermietung mehr als 700 Millionen Euro auf den Kanarischen Inseln umgesetzt. Dem Ergebnis zufolge gibt es aktuell auf den Kanarischen Inseln rund 170.000 Angebote in der privaten Urlaubsvermietung. Im Durchschnitt kostet die Übernachtung 100 Euro. Während allerdings immer wieder vom Boom bei der Urlaubsvermietung gesprochen wird, zeigt die aktuelle Zahlenerhebung genau das Gegenteil. Nur auf El Hierro gibt es aktuell mehr private Übernachtungsangebote als 2010. Auf allen anderen Inseln ist das Angebot im Vergleich zum Jahr 2010 zum Teil stark zurück gegangen. Auf Gran Canaria gibt es aktuell 16% weniger Angebote in der privaten Urlaubsvermietung als vor acht Jahren, auf Lanzarote liegt der Rückgang bei 21%, auf Fuerteventura sogar bei 41%. Im Gegensatz dazu ist aber die Nachfrage nach privater Ferienvermietung auf den Kanarischen Inseln um 14% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die ersten drei Inseln mit den meisten Ferienappartements sind Teneriffa, Lanzarote und Gran Canaria. 80% der Angebote insgesamt verteilen sich auf diese drei Inseln. Anhand der Studie haben die Inselregierungen bereits reagiert und zum Teil Anzeigen gegen die Betreiber erwirkt – In verschiedenen Gemeinden müssen private Anbieter mehrere tausend Euro Strafe zahlen, weil sie die Feriengäste nicht bei der Gemeinde gemeldet haben.

Touristen aus Russland – Sie gelten für die kanarische Autonomie als die Hoffnung im Tourismus. Spendierfreudig und mit hohen pro Kopf Ausgaben im Urlaub. Aktuelle Zahlen zeigen aber, dass diese Aussagen keine Substanz haben. Theoretisch bietet der russische Markt ein enormes Potential. Die Wirklichkeit zeigt aber, dass seit Jahresbeginn nur rund 100.000 Russen auf den Kanarischen Inseln Urlaub gemacht haben, 79.000 haben ihre freien Tage auf Teneriffa verbracht. Insgesamt machen neun von zehn russischen Urlaubern im Süden der Insel mit dem höchsten Berg Spaniens Urlaub. Nur jeder Zehnte wählt eine andere Insel. Insgesamt machen in diesem Jahr Touristen aus Russland nur 1% des Gesamtergebnisses aus.

Mehr Einwohner – Zwischen 1998 und 2019 ist die Bevölkerungszahl in der kanarischen Autonomie um 30,5% gestiegen. Das zeigt ein aktueller Bericht der Istac, dem kanarischen Statistikinstitut. Innerhalb von 20 Jahren haben Neugeborene, vor allem aber Zugezogene die Zahl der Einwohner um 497.670 auf 2,1 Millionen ansteigen lassen.  Den größten prozentualen Anstieg verzeichnet Fuerteventura: Innerhalb von 20 Jahren ist die Zahl der Einwohner um mehr als das Doppelte auf 113.000 angestiegen, gefolgt von Lanzarote mit einem Anstieg um knapp 100% auf 149.000. Auf Teneriffa und Gran Canaria verlief der Anstieg moderater, auf El Hierro und La Gomera ist die Einwohnerzahl nur leicht gestiegen.

Kanarische Inseln bei Schiffsreisen Top – In den Häfen der Kanarischen Inseln sind im letzten Jahr 2,4 Millionen Passagiere von Bord von Kreuzfahrtschiffen gegangen. Das ist das aktuelle Ergebnis der spanischen Hafenbehörde und beschreibt einen Zuwachs von 10% im Vergleich zu 2018. Die vier Häfen Las Palmas, Santa Cruz de Tenerife, Puerto del Rosario und Arrecife reihen sich mit den gestiegenen Passagierzahlen weltweit unter die Top 50 in Sachen Kreuzfahrttourismus. Sowieso liegen die vier kanarischen Häfen im nationalen Vergleich an erster Stelle, 25% der Schiffsreisen 2018 haben an mindestens einem der Häfen auf dem Archipel festgemacht. 10 Millionen Touristen haben im letzten Jahr in Spanien eine Kreuzfahrt gebucht.

Grippeimpfung – Weiterhin gibt es in den Centros de Salud auf den Kanarischen Inseln die Möglichkeit sich kostenlos gegen die Grippe impfen zu lassen. Mitglieder der Seguridad Social können telefonisch Termine anfordern. Vorrang haben die beiden Risikogruppen: Kinder und Mitglieder über 65 Jahre. Die Impfkampagne gegen Grippe hat in allen anderen spanischen Autonomien bereits begonnen. Die Grippeimpfung zielt in diesem Jahr auf die Erreger H1N1, H3N2 und den Influenza Erreger B/Victoria2/87 ab.

30. December 2019

Mann stirbt auf Flug nach Köln – Auf einem Flug zwischen Gran Canaria und Köln ist ein Passagier ums Leben gekommen. Bisher gibt es nur sehr wenig Informationen zu den Umständen. Die Fluggesellschaft Eurowings hat nur mitgeteilt, dass sofort Reanimierungsversuche eingeleitet worden sind und die Maschine in Madrid notgelandet ist um das Opfer schnell medizinisch zu versorgen. Über die Identität des Toten ist bisher nichts näheres bekannt. Crew und Passagiere sind in Hotels untergebracht worden um die gesetzlich vorgeschriebene Crew-Ruhezeit einzuhalten. Gestern Abend ist die Maschine dann mit deutlicher Verspätung in Köln gelandet.

Medikamentenengpass – In kanarischen Apotheken herrscht bei 280 Arzneien ein Lieferengpass. Betroffen sind unter anderem auch Medikamente gegen Bluthochdruck die nicht ohne ärztliche Rückfrage durch andere Produkte ersetzt werden können. Auch Medikamente für Hormonbehandlungen sind betroffen. In Zahlen ausgedrückt: 90% der betroffenen Medikamente sind durch andere Produkte einfach zu ersetzten, 10% der betroffenen Arzneien aber nicht. Eine Alternative, um schnell helfen zu können, sind die Notaufnahmen in den Krankenhäusern. Das Problem existiert seit rund zwei Jahren in der Kanarischen Autonomie und macht sich immer wieder mit Lieferengpässen von verschiedenen Medikamenten bemerkbar.

52 Flüchtlinge gerettet – Die spanische Küstenwache hat 65 Kilometer südlich von Gran Canaria 52 Flüchtlinge an Bord der Salvamar Menkalinán genommen. Das Boot war ausgelaufen nachdem ein Aufklärungsflug der Sasemar 103 das Flüchtlingsboot lokalisiert hatte. Starker Wind und hohe Wellen haben die Rettungsaktion erschwert. Am Samstag sind bereits 43 Flüchtlinge vor Gran Canaria gerettet worden, 31 weitere Flüchtlinge sind vor Fuerteventura von einem überfüllten Boot geholt worden. Vor Lanzarote auf Höhe des Roque del Este sind weitere 21 Flüchtlinge am Sonntag gerettet worden. Wenige Tage vor dem Jahreswechsel steigt damit die Zahl der Flüchtlinge in diesem Jahr in der kanarischen Autonomie auf 2.578 an.

Bonnie Tyler auf Gran Canaria – Ihr neues Album präsentiert Bonnie Tyler am 18. April in Las Palmas auf Gran Canaria. Das Album “Between The Earth And The Stars” ist zusammen mit Cliff Richard, Francis Rossi und Barry Gibb entstanden. Auf Gran Canaria wird Bonnie Tyler alleine auftreten. Karten gibt es ab morgen über alle bekannten Vorverkaufskanäle. Auf der Webseite www.festivalmarabierto.com sind bereits weitere Interpreten für 2020 veröffentlicht. In Las Palmas sind auch noch José Luis Perales auf seiner Abschiedstournee zu sehen, außerdem Victor Manuel und Miguel Poveda.

Kampf gegen Steuerhinterziehung – Einschreiben, unangekündigte Kontrollen in Unternehmen und Hausbesuche – das Finanzamt auf den Kanarischen Inseln rüstet sich im Kampf gegen Steuerhinterziehung. 15 zusätzliche Mitarbeiter sollen alleine in der Informatik dafür sorgen, unangemeldete Ferienhäuser auf den Internetportalen zu finden. Einschreiben und unangekündigte Inspektionen sollen verstärkt werden, sowohl in Unternehmen als auch in privaten Wohnungen und Häusern. Grund für den Vorstoß ist eine Analyse der Unternehmensberatung PriceWaterHouseCoopers. Dem Bericht zufolge liegt die Gesamtsumme der Steuerhinterziehung auf den Kanarischen Inseln immer noch im Milliardenbereich. Um die Maßnahmen umzusetzen, erhält das Finanzamt eine Millionen Euro mehr im Haushaltsbudget. 

27. December 2019

Umweltbewusstsein steigt – 2,5 Tonnen Müll sind in der Weihnachtsnacht in Las Palmas auf Gran Canaria eingesammelt worden. Knapp eine Tonne weniger Müll als letztes Jahr zu Weihnachten. Im Einsatz waren 85 Mitarbeiter mit 28 Fahrzeugen um die Inselhauptstadt noch in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag wieder besenrein zu machen. Von 5.00 Uhr morgens bis 12.00 Uhr mittags war die Stadtreinigung tätig und hat 140.000 Liter Wasser auf Straßen und Plätzen verteilt. In der Nacht vom 31.12 auf den ersten Januar werden ähnlich viele Reinigungskräfte eingeteilt sein, genauso wie in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar.

Toter Wal vor Gran Canaria – Am Playa de Amadores auf Gran Canaria ist ein toter Wal im Wasser entdeckt worden. Der Grindwal ist von Mitarbeitern des Roten Kreuzes und Einsatzkräften der Küstenwache geborgen worden und in den Hafen von Arguineguin gebracht worden. Bisher ist die Todesursache des Meeressäugers unbekannt. Aufklärung soll eine forensische Untersuchung ergeben.

Verkehrseinschränkung auf Gran Canaria – Über den Kurznachrichtendienst „Twitter“ hat die Inselregierung von Gran Canaria die Schließung der GC-1 in Richtung Las Palmas bekannt gegeben. Bis zum Sonntag sind alle Fahrstreifen der GC-1 auf Höhe von Tívoli in Richtung Inselhauptstadt in der Zeit zwischen 22.30 Uhr und 5.30 Uhr gesperrt. Wegen der Instandsetzungsarbeiten der Stützmauer, die auf einer Länge von 60 Metern bei starkem Regen eingestürzt ist. Der Verkehr nach Las Palmas wird in dieser Zeit über die GC-3 auf der Circunvalación umgeleitet.

Weitere Flüchtlinge erreichen Fuerteventura – 39 Flüchtlinge haben gestern bei Punta Salinas Fuerteventura in einem Boot erreicht. Unter den Migranten sind 24 Männer, 10 Frauen und fünf Kinder. Alle Flüchtlinge sollen ersten Angaben der Behörden aus Senegal und der Elfenbeinküste stammen. Es ist Flüchtlingsboot Nummer 125 in diesem Jahr auf den Kanarischen Inseln. Seit Januar sind an den Küsten des Archipels 2.474 Flüchtlinge in Booten angekommen, 70% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Neue Stromabrechnung – Ab ersten Januar ändert sich in Spanien der Abrechnungsmodus für Strom. Die Preise orientieren sich ab 2020 an Wochentagen und Tageszeiträumen. Über den Tag verteilt gibt es drei Preisstufen: die günstigste Zeit für den Verbrauch von Strom liegt zwischen 0.00 Uhr und 8.00 Uhr. Der teuerste Tarif wird in der Zeit zwischen 10 Uhr und 14 Uhr und zwischen 18 Uhr und 20 Uhr berechnet. An Feiertagen und Wochenenden gilt ganztägig der günstigste Stromtarif. Dazu gibt es bei der Berechnung auch noch regionale Unterschiede zwischen dem spanischen Festland, den Balearen, den Kanaren, Ceuta und Melilla und saisonale Unterschiede – der Strompreis variiert in Spanien zwischen Hochsaison in den Monaten Januar, Februar, Juli und Dezember – Nebensaison in den Monaten März und November und dem günstigsten Abrechnungszeitraum April, Mai und Oktober. Es ist die dritte Tarifänderung beim Strom in Spanien in den letzten fünf Jahren. Der Betrieb einer Waschmaschine kostet damit am Wochenende mehr als die Hälfte im Vergleich zu Wochentagen um 10.00 Uhr.

26. December 2019

15 Millionen für den Tourismus – Reyes Maroto, Ministerin für Industrie und Tourismus in Madrid hat zusammen mit dem Präsidenten der Kanarischen Inseln, Ángel Victor Torres, ein Zukunftspaket für den Tourismus auf den Kanarischen Inseln geschnürt. 15 Millionen Euro erhält der Archipel aus Madrid für mehr Flugverbindungen, Werbung im Ausland, Nachhaltigkeit und Krisenmanagement. Das Finanzpaket baut auf dem Insolvenzfall Thomas Cook auf, als mehrere tausend Touristen auf dem Archipel festsaßen und dessen Folgen. In Zukunft soll der Tourismus auf den Kanarischen Inseln nicht mehr von wenigen großen Reiseveranstaltern abhängig sein. Für ähnliche Insolvenzfälle wird ein Rettungsfonds mit Bankkrediten zur Verfügung stehen.

Topwetter zum Jahreswechsel – Topwetter verspricht der spanische Wetterdienst zum Jahreswechsel. Die Temperaturen steigen laut den Experten von AEMET in den kommenden Tagen auf bis zu 27 Grad an. Dazu gibt es kaum Wind und der weht aus wechselnden Richtungen in den kommenden Tagen. Es ist der wärmste Jahreswechsel seit rund zehn Jahren. In Verbindung mit dem Wetterphänomen „Calima“ sind es die wärmsten Werte in ganz Europa.

Wieder 52 Flüchtlinge gerettet – Einsatzkräfte der spanischen Küstenwache haben vor Gran Canaria Flüchtlinge aus der Südsahara gerettet. Das Flüchtlingsboot hatte es bis auf zwei Seemeilen vor Arguineguin geschafft ohne entdeckt zu werden. Die in diesen Tagen außergewöhnlich ruhige Wasseroberfläche des Atlantiks ist in erster Linie verantwortlich für die stark gestiegene Zahl von Flüchtlingen an den Küsten der Kanarischen Inseln. Alle Flüchtlinge konnten im Hafen von Arguineguin von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt werden und waren in einem guten gesundheitlichen Zustand.

270 Euro für Weihnachten – 11 Geschenke für fünf Personen – das ist die Bilanz für Weihnachten auf den Kanarischen Inseln. Canarios haben im Mittel 270 Euro für die Feiertage und Geschenke zur Verfügung. Außerdem steht in drei von vier kanarischen Haushalten ein Weihnachtsbaum. Weiter im Trend liegt auch auf den Kanarischen Inseln die Bestellung über das Internet – immer mehr Anbieter liefern auch in die Zona Especial de Canarias, Zollgebühren fallen erst bei Bestellungen über einem Wert von 150 Euro an.

Brexit betrifft auch kanarische Häfen – 175.000 Tonnen Güter sind seit Jahresbeginn aus Großbritannien mit Ziel Las Palmas oder Santa Cruz oder in die Gegenrichtung verschifft worden. Experten zufolge wird sich diese Menge bei einem Austritt Großbritanniens um rund die Hälfte verringern. In erster Linie sind es Lebensmittel. Die Situation in den Containerhäfen ist sowieso im Moment angespannt – Gründe dafür sind die wirtschaftliche Situation in Argentinien und Brasilien und der Handelskrieg zwischen den USA und China. Von einer drohenden Katastrophe will aber keiner der Verantwortlichen in der Hafenbehörde sprechen. Bereits jetzt ist klar das rund 30.000 Container im kommenden Jahr weniger abgefertigt werden.

23. December 2019

4,7 Millionen Euro bei El Gordo – Bei der Weihnachtslotterie gestern haben Lose von den Kanarischen Inseln insgesamt 4,7 Millionen Euro gewonnen. Alleine auf Teneriffa kommen Teilnehmer in den Genuss von 2,6 Millionen Euro. Das meiste Geld geht an eine Tankstelle bei Arico auf Teneriffa. Dort sind insgesamt fünf Lose verkauft worden, die insgesamt 1,35 Millionen Euro bei El Gordo gewonnen haben. Gestern ist ein Video tausendfach in den sozialen Netzwerken geteilt worden, das einen Mitarbeiter der Lotteriegesellschaft zeigt, als er eine eigene Kugel in die Lostrommel wirft. Heute wird der Vorgang erklärt: Es sei alles mit rechten Dingen zugegangen erklärt die staatliche Lotteriegesellschaft. Das Protokoll sieht vor, Kugeln die beim Befüllen der Lostrommel danebenfallen, händisch in die Trommel zu geben. Die Weihnachtslotterie El Gordo ist mit einer garantierten Gewinnsumme von 2,3 Milliarden Euro die größte weltweit.

53 Flüchtlinge gerettet – 27 Flüchtlinge sind von der Küstenwache wenige Seemeilen südlich von Gran Canaria von der Küstenwache gerettet worden. Die 20 Männer, vier Frauen und drei Kinder stammen alle aus dem Gebiet der Südsahara und sind im Hafen von Arguineguin von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden. Ein weiteres Flüchtlingsboot ist 180 Kilometer südlich der Kanarischen Inseln lokalisiert worden. Der Öltanker Athlos liegt in der Nähe der Patera und wartet auf die spanische Küstenwache. An Bord dieses Flüchtlingsbootes sollen sich 26 Personen befinden.

Die ersten Michelin Sterne – In Mogán auf Gran Canaria sind zwei Restaurants mit Michelin Sternen ausgezeichnet worden. Das La Aquarela in Patalavaca und das Los Guayres im Hotel Cordial Mogán Playa. Es sind die ersten Michelin Sterne für Gran Canaria. Das heißt nicht, das Gran Canaria im Michelin Führer bisher nicht aufgetaucht wäre. Rund um Mogán und Las Palmas gibt es verschiedene Einträge, allerdings waren die Restaurants bisher wegen Preis/Leistung oder ihrer Lage ausgezeichnet. Sechs Sterne sind im Michelin Führer 2019 auf Teneriffa zu finden. Im Führer für 2020 tauchen diese nicht mehr auf. Keine Sterne, aber dafür Empfehlungen haben im Michelin Führer 2020 das El Equilibrista33, das La Barra by Traddiction, das Pícaro und das elsanto erhalten. Alle vier Restaurants sind in Las Palmas im Zentrum der Inselhauptstadt zu finden.

Stromkabel zwischen Lanzarote und Fuerteventura – Die beiden östlichsten Inseln des Archipels werden mit einem 132 Kilowatt Stromkabel verbunden. Auf Lanzarote wird das Kabel rund zwei Kilometer unterirdisch von Playa Blanca bis zur Küste verlegt. Auf Fuerteventura müssen an Land 700 Meter überbrückt werden. 14,5 Kilometer verläuft das Kabel auf dem Meeresgrund zwischen den beiden Inseln. Diese Maßnahme ist zwingend erforderlich um die geplante Stromproduktion von regenerativen Energien wie Wind- und Sonnenenergie auch in Zukunft zu gewährleisten. Mit der Stromverbindung kann die jeweilige Überproduktion punktuell effektiver verteilt werden. Die Arbeiten sind für 12 Millionen Euro an das Unternehmen Ramón Granadino Goenechea vergeben worden. Fertiggestellt sein soll die neue Stromtrasse 2021.

Mehr Kündigungen – Unternehmen auf den Kanarischen Inseln greifen wieder verstärkt auf betriebsbedingte Kündigungen zurück. Vier Jahre lang ist die Zahl der Vertragsauflösungen wegen schlechter Betriebsergebnisse gesunken, seit Januar steigt sie wieder an. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 172%. Das sogenannte ERE ermöglicht es Unternehmen Mitarbeiter kollektiv zu kündigen, sofern die Gefahr einer Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit besteht. Im gleichen Vorgang des ERE sind auch Kurzarbeit, Betriebsferien oder Kürzungen von Sonderleitungen möglich. In den letzten Monaten waren auf dem Archipel vor allem Mitarbeiter von Banco Santander, Caixabank und Vodafone betroffen. Wegen der abflauenden Konjunktur sind auf den Kanarischen Inseln zwischen Januar und September knapp 1.000 Erwerbsfähige betriebsbedingt gekündigt worden.

20. December 2019

Finanzielle Unterstützung für Studenten – 350.000 Euro stellt das Cabildo von Lanzarote bereit um Studenten zu unterstützen, die ihren Studiengang außerhalb von Lanzarote absolvieren. Pro Student ist die finanzielle Hilfe auf 250 Euro begrenzt. Beantragt werden kann die Unterstützung online über die Webseite des Cabildos. http://www.cabildodelanzarote.com/ Innerhalb der kommenden zwei Monate können die notwendigen Papiere Online eingereicht werden. Ausbezahlt werden soll die finanzielle Unterstützung vor Ende des Semesters.

Steuerfreibetrag Lotteriegewinne – Bis zu 10.000 Euro können bei der Weihnachtslotterie „El Gordo“ steuerfrei gewonnen werden. Höhere Gewinne müssen beim spanischen Finanzamt deklariert werden. 2020 wird der Freibetrag für Lotteriegewinne auf 40.000 Euro erhöht. Bisher waren nur Geldgewinne bis zu einem Betrag von 2.500 Euro steuerfrei. Die Weihnachtslotterie in Spanien ist die größte weltweit, in diesem Jahr sind 2,38 Milliarden Euro im Jackpot.

Das beste Klima der Welt – Mit diesem Slogan wirbt das Tourismusministerium in einem Video von Irland bis nach Polen und von Norwegen bis nach Italien. Just genau dann, wenn im Norden von Europa seit Tagen keine Sonne mehr zu sehen ist und die Temperaturen deutlich unterhalb der 5 Grad Grenze liegen. Die Kampagne gegen den Winterblues ist in 10 Sprachen produziert, der Zeitpunkt ganz bewusst gewählt. Die Urlaubsplanung beginnt bei den meisten Besuchern der Kanarischen Inseln just in der stillen Zeit oder wenn es in Europa am kältesten ist. Finanziert ist die Kampagne zu 85% aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

3 Tonnen Müll erwartet – Mit Sonderschichten werden die Reinigungskräfte in Las Palmas auf Gran Canaria in dieser Weihnachtsnacht unterwegs sein, um den Verpackungsmüll an Weihnachten zu entsorgen. 3.200 Kilogramm hat die Müllabfuhr 2018 in nur einer Nacht in der Inselhauptstadt von Gran Canaria eingesammelt. Dazu mussten die Straßen mit 110.000 Liter Wasser gereinigt worden. Im letzten Jahr sind an Weihnachten rund eine Tonne weniger Verpackungsmüll in Las Palmas angefallen als noch 2017 – vor zwei Jahren waren es noch vier Tonnen Müll in einer Nacht.

Energiesparen Fehlanzeige – Canarios sind im Spanienweiten Vergleich die Bevölkerungsgruppe die in ihren Haushalten von Energiesparen am wenigsten wissen will. Die Autonomien Madrid, Baskenland und Katalonien liegen in Sachen Energiesparen in Spanien auf den ersten Plätzen. Die Energieeffizienz wird in Spanien von der Foundation Naturgy auf einer Skala von 0 bis 10 gemessen. Wobei 10 die höchste Energieeffizienz darstellt. Die kanarischen Haushalte erreichen einen Durchschnittswert von 6,01. In Madrid wird ein Wert von 6,5 erreicht. Im Jahresvergleich können die Regionen Baskenland, Galizien und Valencia mehr Energie einsparen als im Jahr zuvor. In Murcia und den Balearen wird in den Haushalten mehr Energie verbraucht als 2018. Unter die größten Energiesparkomponenten fallen Kurzwaschprogramm, LED Lampen, Isolierverglasung an den Fenstern und ein Stromanschluss mit geringerer Stromstärke.

19. December 2019

Cicar bietet E-Mietautos an – Die kanarische Autovermietung Cicar bietet ab Frühling 250 E-Autos in seiner Flotte zur Vermietung an. Die e-Modelle der Automarken Opel, Mercedes, Volvo, Seat, Smart, und BMW werden in den ersten Monaten zum gleichen Preis wie Modelle mit Verbrennungsmotor vermietet. Einzig die Lademöglichkeiten sind noch sehr begrenzt. An allen kanarischen Flughäfen sind Ladesäulen bereits fertiggestellt und im Einsatz, an vielen Hotels fehlen Lademöglichkeiten für E-Autos aber noch. Aktuell verfügt Lanzarote über 21 Lademöglichkeiten für e-Autos, Fuerteventura ebenfalls, auf Gran Canaria sind bereits über 100 Ladestationen verfügbar.

Seegrenze wird zum Politikum – Marokko berührt nicht einen Millimeter kanarisches Gewässer. Mit diesen Worten hat der Präsident der kanarischen Inseln, Ángel Victor Torres, auf die Aussagen marokkanischer Politiker reagiert, zum bisher nicht geregelten Thema Seegrenze zwischen Spanien und Marokko. Marokko hat angekündigt seine Seegrenze für die wirtschaftliche Nutzung auszuweiten. Es geht um den Meeresraum zwischen den Kanarischen Inseln und dem afrikanischen Kontinent, darüber hinaus aber auch um eine 200 Seemeilen, bzw. 350 Seemeilen Zone, die sowohl Portugal rund um Madeira, als auch Spanien rund um die Kanarischen Inseln und auch Marokko für sich beanspruchen. Eine Einigung zwischen den drei Ländern gab es trotz mehrerer Anläufe bisher nicht. Auf dem Meeresgrund vor den Kanarischen Inseln, bzw. vor der marokkanischen Küste soll eines der größten Kobaltvorkommen der Welt auf dem Meeresgrund liegen, ein wichtiger Bestandteil für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien.

Zoll überprüft Koffer am Flughafen – Passagiere des Flugs Iberia 3827 haben in Madrid mehr als 24 Stunden auf ihre Koffer gewartet. Passagiere die einen Weiterflug gebucht hatten, mussten nach Madrid zurückkehren um ihren Koffer abzuholen. Grund für den Vorfall war die spanische Zollbehörde. Das gesamte Gepäck der Maschine IB 3827 ist in Gando auf Gran Canaria vom Zoll nach Zigaretten und Tabak durchsucht worden. Unterschieden wird bei der Zustellung des Gepäcks – Passagieren mit ausländischem Pass wird der Koffer zugestellt, Passagiere mit spanischem Pass müssen ihren Koffer persönlich beim Zoll abholen. Es ist das erste Mal das der Zoll die Bestimmungen zwischen den Kanarischen Inseln und dem spanischen Festland auf diese Art und Weise überprüft. Eine Erklärung von der Zollbehörde steht noch aus.

63 Flüchtlinge gerettet – Im Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria haben Mitarbeiter des Roten Kreuzes gestern 63 Flüchtlinge versorgt. Zwei Pateras mit 34 Männern, 21 Frauen und sechs Babys hat die Küstenwache südlich von Gran Canaria aufgebracht und die Flüchtlinge an Bord genommen. Wenige Tage vor Jahresende steigt die Flüchtlingsbilanz der Kanarischen Inseln auf 2.162 an. 70,8% mehr Flüchtlinge als im gleichen Zeitraum 2018.

Sohn wohnt sechs Wochen mit toter Mutter – Die Polizei sucht weiter nach einem Mann, der bei Nuevo Horizonte mit seiner Mutter ein Appartement bewohnt hat. Gestern haben Polizeibeamte die stark verweste Leiche gefunden, nachdem die Ex-Freundin des Sohnes die Polizei verständigt hat. Anders als gestern berichtet stammen Mutter und Sohn nicht aus Italien, sondern aus Portugal. Aussagen von Anwohnern zufolge muss der Sohn wochenlang mit der toten Mutter im Haus gewohnt haben. Die Polizei geht nicht von einem Gewaltverbrechen aus, sondern vom natürlichen Tod der 70-jährigen. Eine Autopsie um diese Einschätzung des Falls zu bestätigen, steht noch aus.

18. December 2019

Seegrenzen neu diskutiert – Die Seegrenzen zwischen Spanien, Portugal und Marokko werden neu diskutiert. Grund sind wertvolle Bodenschätze auf dem Meeresgrund. Zwischen den Kanarischen Inseln und der marokkanischen Küste gibt es bisher keine festgeschriebene Seegrenze die von Spanien und Marokko unterschrieben ist. Beide Seiten reklamieren 350 Seemeilen Hoheitsgebiet im Atlantik. Portugal rund um Madeira ebenfalls. Alle drei Länder sind sich sicher wertvolle Mineralien auf dem Meeresgrund zu finden und abzubauen, allerdings war die Suche nach fossilen Brennstoffen bisher erfolglos. Juristisch gesehen verfügt weder Spanien, noch Marokko oder Portugal über das Recht eine 200 Seemeilen-Zone für sich zu reklamieren, dafür liegen die Inseln und der afrikanische Kontinent zu nah aneinander. Im Grunde geht es aber bei dieser Frage nur um einen Bereich rund um den Unterwasservulkan Tropic. Hier sollen mehr als 2.600 Tonnen Kobalt vorhanden sein, für den Bau von Lithium-Ionen Batterien in E-Autos besonders wertvoll. 10% des gesamten weltweiten Vorkommens sollen hier liegen. Die Schlichtung und Entscheidung für die Anträge von Spanien, Portugal und Marokko die jeweiligen Wirtschaftszonen festzulegen liegt bei UN.

Tote Frau liegt wochenlang unbemerkt in ihrer Wohnung – Im Wohngebiet von Nuevo Horizonte in der Gemeinde Antigua auf Fuerteventura ist die Leiche einer Frau gefunden worden. Einem Polizeibericht zufolge muss der Leichnam bereits seit über einem Monat in der Wohnung gelegen haben. Bei der Toten handelt es sich um eine Italienerin. Die Todesursache ist bisher nicht geklärt. Die Polizei fahndet nach dem Sohn, der seinen Wohnsitz an der gleichen Adresse gemeldet hat.

Recht auf Weihnachtskorb – Die Mitarbeiter von Fujitso in Spanien haben ein Anrecht auf einen Weihnachtskorb. Das hat das Oberste Spanische Gericht entschieden und damit einer Klage der Angestellten stattgegeben. Geklagt hatten die Mitarbeiter wegen dem Cesta de Navidad für 2014, 2015 und 2016. Es geht um 1.600 Mitarbeiter landesweit an verschiedenen Standorten. Das Gericht hat zwei Jahre lang Arbeitsverträge und Aktenvermerke überprüft und jetzt eine Entscheidung getroffen. Vier Gerichtsurteile in diesem Fall gab es bisher. Das aktuelle ist die definitive Entscheidung ohne Anspruch auf Einspruch.

Mehr finanzielle Unterstützung für Familien – Die Regionalregierung will den Anspruch auf finanzielle Unterstützung von Familien ausweiten. Konkret geht es um den Ausweis für „Familias Numerosas“. Diesen haben bisher nur Familien mit mindestens drei Kinder erhalten. Mit dem Ausweis erhalten Familien besondere Vergünstigungen zum Beispiel bei Reisen, Bildung oder Schulmaterial. In Zukunft sollen auch Familien mit alleinerziehenden Eltern und nicht verheiratete Partner mit mehreren Kindern Anspruch auf diesen Ausweis erhalten.

Nur ein Fünftel kann ausziehen – Die Zahl der emanzipierten Jugendlichen in Spanien liegt bei 18,5%. Seit 2002 der niedrigste Wert in Spanien. Nur ein Fünftel der 16 bis 29-jährigen ist finanziell in der Lage aus dem Elternhaus auszuziehen. Im Geschlechtervergleich Frauen eher als Männer. Nur 14,8% der männlichen Jugendlichen in dieser Altersgruppe wohnt nicht mehr im Elternhaus. Grund dafür sind niedrige Löhne und hohe Mieten. Im Schnitt würden Jugendliche zwischen 16 und 29 Jahre 88,9% ihres Einkommens für Miete bezahlen, Topwert in Europa.

17. December 2019

Alarmstufe Orange – Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von 127 Kilometer pro Stunde sind gestern bei Izaña am Teide auf Teneriffa gemessen worden. Auf Lanzarote hat der STrum das Symbol des Mirador del Rio in Haría einfach weggerissen. Heute kommen bis zu sieben Meter hohe Wellen an den Küsten dazu. Weiterhin wird auf Lanzarote und Fuerteventura, sowie in Teilen auf Teneriffa und La Palma mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde gerechnet. Das Baden im Atlantik wird nicht empfohlen. Alarmstufe Orange gilt weiterhin.  Gran Canaria, La Gomera und El Hierro sind ebenfalls betroffen – auf diesen drei Inseln gilt Alarmstufe Gelb. Die Sturmböen wehen heute aus Nordwesten, an diesen Küstenabschnitten ist besondere Vorsicht geboten, es wird mit Wellen von bis zu sieben Metern Höhe gerechnet. Alarmstufe Orange gilt mindestens bis morgen Vormittag.

Starker Anstieg von Geschlechtskrankheiten – Unter Jugendlichen bis 24 Jahren ist die Zahl der an Syphilis und Tripper erkrankten Menschen besorgniserregend hoch. Die Zahl der unter Geschlechtskrankheiten leidenden Personen liegt auf dem Archipel bei 14,74 Patienten pro 100.000 Einwohner. Nur noch in der Autonomie der Balearen und Katalonien ist dieser Wert höher. 2016 sind auf den Kanarischen Inseln 37 Fälle von Chlamydien gemeldet worden. 2017 lag diese Zahl bereits bei 117, ein Anstieg von mehr als 100%. Fehlende Aufklärung über die Gefahren von übertragbaren Geschlechtskrankheiten ist die Ursache für den Anstieg, dieser Meinung ist die Gynäkologin Elena Cortés und fordert ein Umdenken – traditionelle Aufklärungsmethoden müssten dringend neu bewertet und neue Kommunikationsmöglichkeiten genutzt werden.

4,8 Kilo Kokain am Flughafen – Am Flughafen Gando haben Beamte der Guardia Civil 4,75 Kilogramm Kokain sichergestellt. Beim Durchleuchten von zwei aufgegebenen Koffern hat der Scanner Alarm geschlagen. Das Reisegepäck kam aus Madrid und ist von den Beamten danach wieder aufs Kofferband gelegt worden. Die Besitzerin, eine 28 Jahre alte Frau, sitzt bis zum Abschluss der Ermittlungen in Untersuchungshaft.

Zwei Restaurants unter den besten 10 – Die beiden Restaurants „El Taller Seve Díaz“ und „Gorbea“ sind unter die besten 10 in Spanien gewählt worden. Für eine internationale Auszeichnung hat es nicht gereicht. Zur Wahl aufgerufen hat das Internetportal Tripadvisor. Das „El Taller Seve Díaz“ in Puerto de la Cruz auf Teneriffa hat eine 5,0 in den Bewertungen erhalten, das „Gorbea“ in San Agustín immerhin noch eine 4,5 bei 1.800 Abstimmungen. Im europäischen Ranking für die besten Restaurants befinden sich drei spanische unter den Top 10, das beste Restaurant weltweit ist in diesem Jahr laut Tripadvisor das „TRB Hutong“ in Peking.

Kinder bei Medienzeit an erster Stelle in Spanien – Drei Stunden und 18 Minuten verbringen Kinder auf den Kanarischen Inseln pro Tag im Internet. Topwert in Spanien im Vergleich der spanischen Autonomien. Innerhalb der Studie ist das Verhalten von Kindern zwischen fünf und elf Jahren untersucht worden. Das alarmierende Ergebnis zeigt auch wie intensiv Smartphones und Tablets von Eltern eingesetzt werden um Kinder zu beschäftigen. Die Medienzeit im Internet bei Kindern in dieser Altersgruppe ist in allen spanischen Autonomien besorgniserregend hoch. Befragt worden sind bei der Studie über 4.000 Eltern von Kindern in dieser Altersgruppe in Spanien, den USA und Groß Britannien. Neben der extrem hohen Medienzeit im Internet der Kinder zeigt die Umfrage aber auch eine Ursache ganz deutlich: Es sind die Eltern, die ihre Kinder an die intensive Nutzung von Smartphones und Tablets gewöhnen. 38% der Befragten Eltern haben angegeben von ihrem Smartphone abhängig zu sein.

16. December 2019

Zwei Fahrspuren auf der GC-1 befahrbar – Bei Tívoli auf Gran Canaria ist die GC-1 in Richtung Las Palmas für PKWs wieder auf zwei Fahrstreifen befahrbar. Busse und LKWs müssen aus Sicherheitsgründen weiterhin über die GC-3 in Richtung Las Palmas ausweichen. Auch heute muss auf der GC-1 in diesem Bereich mit zähfließendem Verkehr oder sogar Stau gerechnet werden. Starker Niederschlag hatte letzte Woche eine Stützmauer so stark durchweicht, dass sie auf einer Länge von 60 Metern und einer Höhe von 15 Metern eingestürzt ist. 1,5 Millionen Euro kostet die Instandsetzung und soll bis Ende Februar abgeschlossen sein. An der gleichen Stelle war bereits im Januar die Autobahn wegen einem ähnlichen Vorfall über Wochen auf einem Fahrsteifen nicht befahrbar.

Alarmstufe Orange – Heute wird auf Lanzarote und Fuerteventura, sowie in Teilen auf Teneriffa und La Palma mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde gerechnet. Das Baden im Atlantik wird heute nicht empfohlen. Es gilt heute Alarmstufe Orange.  Gran Canaria, La Gomera und El Hierro sind ebenfalls betroffen – auf diesen drei Inseln gilt Alarmstufe Gelb. Die Sturmböen wehen heute aus Nordwesten, an diesen Küstenabschnitten besondere Vorsicht geboten, es wird mit Wellen von bis zu sieben Metern Höhe gerechnet. Alarmstufe Orange gilt mindestens bis morgen Vormittag.

Therapeut wegen sexuellem Missbrauch festgenommen – Wegen sexuellem Missbrauch in verschiedenen Fällen sitzt auf Lanzarote ein Therapeut in Untersuchungshaft. Der 55-jährige steht im Verdacht seine Patientinnen mit Medikamenten betäubt und sie sexuell Missbraucht zu haben. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in Playa Honda, in der auch die Therapiestunden stattgefunden haben, sind acht entsprechende Medikamente sichergestellt worden. Den Aussagen der Opfer zu Folge haben alle ein Glas Wasser während der Therapie getrunken und sind daraufhin eingeschlafen. Bisher haben die Ermittler die Aussage von vier Opfern aufgenommen, nach weiteren betroffenen Frauen wird ermittelt.

46 Euro für El Gordo – 46 Euro investiert jeder Canario in diesem Jahr für die Weihnachtslotterie El Gordo. Das hat eine Analyse der staatlichen Lotteriegesellschaft Selae ergeben. Die Gewinnsumme von 2,3 Milliarden Euro in der spanischen Weihnachtslotterie El Gordo stellt weltweit alles in den Schatten. Nach einer alten Tradition tragen Schüler und Schülerinnen des Madrider San-Ildefonso-Internats, eines früheren Waisenheims, am 22. Dezember die gezogenen Zahlenkombinationen in einem monotonen Singsang vor. Während beispielsweise bei der Nummernlotterie 6aus49 in Deutschland einzelne Gewinnzahlen gezogen werden, sind es bei der spanischen Weihnachtslotterie El Gordo Losnummern. Um möglichst viele Spieler in der Weihnachtslotterie Loteria de Navidad reich zu machen, werden bei El Gordo alle Gewinne unter den teilnehmenden Scheinen ausgelost. Die Kosten für die Teilnahme bewegen sich zwischen 4,99€ und 249,99€. Gezogen werden die Gewinne traditionell am 22. Dezember live im spanischen Fernsehen.

Migration schafft Bevölkerungswachstum – Die Zahl der Geburten reicht in der kanarischen Autonomie nicht aus um die Bevölkerungszahl zu stabilisieren. Aktuell liegt diese bei 2,18 Millionen Einwohner. 11.500 Migranten sorgen seit Jahresbeginn für ein ähnliches Ergebnis wie im letzten Jahr. Darunter Einwanderer aus anderen Ländern wie auch Spanier, die ihren Wohnsitz auf die Kanarischen Inseln verlegt haben. 75% der Migranten kommen in diesem Jahr aus anderen Ländern, ein Viertel vom spanischen Festland. Aus der aktuellen Statistik geht nicht hervor aus welchen Ländern die Menschen migriert sind.

13. December 2019

27 Kilometer Stau auf der GC-1 – Auf Gran Canaria bleiben auch heute im Bereich von Tívoli zwei von drei Fahrspuren der GC-1 in Richtung Las Palmas für den Verkehr gesperrt. Das Cabildo erklärt in einer Pressemitteilung die mittlere Fahrspur ab morgen wieder für den PKW Verkehr freizugeben. Busse und LKWs müssen den Bereich weiterhin aus Sicherheitsgründen umfahren. Gestern staute sich der Verkehr in die Inselhauptstadt von Gran Canaria zum Teil bis zu 27 Kilometer. Am Mittwoch war als Folge des intensiven Niederschlags eine Stützmauer der Autobahn auf einer Länge von 60 Metern und einer Höhe von 15 Metern eingestürzt. Der rechte Fahrstreifen kann erst nach Fertigstellung der Arbeiten in rund sechs Wochen wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Steigender Meeresspiegel – Nur wenn die Klimaziele von Paris erreicht werden, kann eine Steigen des Meeresspiegels aufgehalten werden. Das ist ein Ergebnis der Klimakonferenz von Paris, auf der Ergebnisse des Klimawandels präsentiert worden sind. 40 Universitäten und Experten der IPCC, des Weltklimarates, haben an Berechnung der möglichen Folgen für den Planeten gearbeitet. Das Ergebnis: sollte die Erderwärmung nicht aufgehalten werden, reichen zwei Grad mehr aus um den Meeresspiegel um 12 Meter bis 20 Meter ansteigen zu lassen. Die Folgen wären nicht nur für die Kanarischen Inseln fatal. Selbst bei einem Anstieg von 1,5 Grad steigt der Meeresspiegel bereits um 6 Meter bis 9 Meter an.

Flüchtlingsboot vor Mogan – Das SIVE Radarsystem hat gestern Abend gegen 19.00 Uhr ein Flüchtlingsboot zwei Meilen vor de Küste von Mogan im Süden von Gran Canaria lokalisiert. An Bord waren 45 Flüchtlinge, vermutlich aus der Region Südsahara. Unter den Flüchtlingen befinden sich keine Frau und Kinder. Fünf Tage war das Cayuco unterwegs. Ein Schiff der Küstenwache hat die Männer an Bord genommen und in den Hafen von Arguineguin gebracht wo Mitarbeiter des Roten Kreuzes die Flüchtlinge erstversorgt hat. Zwei Männer mussten medizinisch wegen Unterkühlung und Dehydration medizinisch behandelt werden.

Erneuerbare Energien sind konkurrenzfähig – Erneuerbare Energien sind auf den Kanarischen Inseln konkurrenzfähig! Das ist die Aussage von Robert F. Kennedy Jr. Gestern auf der Energy Hub in Las Palmas auf Gran Canaria zum Thema Klimawandel. Der Neffe des ehemaligen USA Präsidenten geht aber noch weiter und spricht über das ungleiche Machtverhältnis zwischen Ölproduzenten und Regierungen. Dieser nationale wie auch regionale Druck ist der Grund für die hohen Energiekosten auf dem Archipel. Photovoltaik, Solar und Windenergie stehen auf den Kanarischen Inseln in mehr als ausreichender Form zur Verfügung um sich dauerhaft unabhängig von schwankenden Ölpreisen und Wirtschaftskrisen zu machen. Übernachtet hat der Klimaaktivist in einem Hotel, das seinen Energiebedarf bereits zu 90% mit Photovoltaikanlagen produziert.

Jeder fünfte Arzt befürwortet Sterbehilfe – Auf den Kanarischen Inseln zeigen sich 80% der praktizierenden Ärzte gegenüber der Sterbehilfe nicht ablehnend. Knapp 60% der praktizierenden Ärzte würde sie anwenden. Dieses Ergebnis hat die Vereinigung der Ärzte auf den Kanarischen Inseln veröffentlicht, nachdem rund 400 Mediziner befragt worden sind. Das Ergebnis der Umfrage ist nicht repräsentativ, weil nur 10% der insgesamt knapp 6.000 Mitglieder befragt worden sind. Eine Tendenz innerhalb der Diskussion zum Thema Sterbehilfe in Spanien zeigt es aber doch. Spanien will aktive Sterbehilfe in bestimmten Fällen erlauben. Das spanische Abgeordnetenhaus hat für eine entsprechende Gesetzesinitiative gestimmt. Die geplante Regelung sieht demnach unter anderem vor, dass ältere, unheilbar kranke Patienten auf Kosten des staatlichen Gesundheitssystems Sterbehilfe in Anspruch nehmen können. Zudem soll das bislang geltende Verbot medizinischer Suizidbeihilfe abgeschafft werden.

12. December 2019

Kreuzfahrtschiff in Seenot – Der Kreuzfahrtriese P&O Ventura ist zwischen Teneriffa und Lanzarote in Seenot geraten. Pressemeldungen zufolge hat das rund 300 Meter lange Schiff auf hoher See eine Antriebsmaschine verloren und ist auf dem Weg zurück in den Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa. Ein geplanter Zwischenstopp in Arrecife auf Lanzarote entfällt deswegen auf der 12 Tage geplanten Kreuzfahrt bis nach Portugal und wieder zurück. Die Passagiere sind über den Vorfall und die Vorgehensweise von der Besatzung informiert worden. Im Maschinenraum der havarierte P&O Ventura hat es ersten Informationen zufolge einen Kurzschluss gegeben, der zu dem Maschinenschaden geführt hat.

Verkehr auf der GC-1 weiterhin eingeschränkt – Heute Nacht haben die Arbeiten an einem Teilstück der Autobahn GC-1 auf Gran Canaria begonnen. Starker Niederschlag hat den Untergrund auf Höhe von Tívoli so stark durchfeuchtet, dass eine Stützmauer teilweise eingestürzt ist. LKWs und Busse dürfen diesen Teil der Autobahn weiterhin aus Sicherheitsgründen nicht benutzen. Heute Nacht ist der gesamte Verkehr über die Circumvalacion umgeleitet worden. Auf einer Länge von 60 Metern muss eine neue Stützmauer mit einer Höhe von 15 Metern neu gebaut werden. Für rund drei Wochen soll der gesamte Transportverkehr zwischen Las Palmas und dem Süden der Insel umgeleitet werden.

Deutlich weniger Geburten – Die Zahl der Neugeborenen ist auf den Kanarischen Inseln deutlich stärker gesunken als in anderen spanischen Regionen. Das Ergebnis der ersten sechs Monate 2019 liegt um 4,4% unter dem gleichen Vorjahresergebnis. Im spanischen Durchschnitt ist die Zahl der Babys nur um 1,6% gefallen. Die kanarische Autonomie ist nicht die einzige Region in der die Geburtenrate rückläufig ist, auch in Murcia, Galizien und Kantabrien sind weniger Babys geboren worden. In den beiden Enklaven Ceuta und Melilla liegt die Differenz sogar bei 22% bzw. 27% weniger Neugeborenen.

Schlag gegen Schwarzarbeit – Die Polizei ermittelt auf den Kanarischen Inseln gegen 34 Unternehmer. Sie sollen im großen Stil Mitarbeiter beschäftigt und die Sozialversicherung somit um rund 5,5 Millionen Euro haben. Es geht um Unternehmen auf Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote. Über Monate hinweg soll die Gruppe immer wieder neue Unternehmen gegründet haben, um die Mitarbeiter nur über einen begrenzten Zeitraum zu beschäftigen. Kunden konnten nur bar bezahlen, Terminals für bargeldloses bezahlen gab es nicht, Beschäftigte hatten zum Teil eine 60 Stunden Woche. Die Polizei ermittelt seit Januar gegen die Gruppe. Jetzt gab es erste Festnahmen und Schließungen von Lokalen. Über die Identität der Verdächtigen ist nichts Näheres bekannt.

2,3 Milliarden Euro im Jackpot – Die Gewinnsumme von 2,3 Milliarden Euro in der spanischen Weihnachtslotterie El Gordo stellt weltweit alles in den Schatten. Die spanische Weihnachtslotterie El Gordo ist ein Spektakel, das sich kaum ein Spanier kurz vor Weihnachten entgehen lässt. Nach einer alten Tradition tragen Schüler und Schülerinnen des Madrider San-Ildefonso-Internats, eines früheren Waisenheims, die gezogenen Zahlenkombinationen in einem monotonen Singsang vor. Während beispielsweise bei der Nummernlotterie 6aus49 in Deutschland einzelne Gewinnzahlen gezogen werden, sind es bei der spanischen Weihnachtslotterie El Gordo Losnummern gezogen. Die Nummern der einzelnen Lottoscheine haben fünf Ziffern und bewegen sich zwischen 00000 und 99999. Um möglichst viele Spieler in der Weihnachtslotterie Loteria de Navidad reich zu machen, werden bei El Gordo alle Gewinne unter den teilnehmenden Scheinen ausgelost. Die Kosten für die Teilnahme bewegen sich zwischen 4,99€ und 249,99€. Gezogen werden die Gewinne traditionell am 22. Dezember live im spanischen Fernsehen.

11. December 2019

Autobahn GC-1 teilweise gesperrt – Die rechte Fahrspur der Stadtautobahn GC-1 ist auf Höhe von Tívoli auf einer Länge von mehr als einem Kilometer nicht befahrbar. Der intensive Niederschlag der letzten Tage hat die mehrere Meter hohe Stützmauer so stark durchfeuchtet, dass sie einzustürzen droht. An verschiedenen Stellen ist bereits großflächig Baumaterial aus der Mauer gefallen, der Fahrstreifen weißt große Risse im Asphalt auf. An der gleichen Stelle sind Mauer und Fahrspur bereits im Januar ausgebessert worden. Vor 11 Monaten war die Ursache die gleiche, als rund hundert Liter Regen pro Quadratmeter über die Stadtautobahn geflossen sind. Die Fahrspur bleibt bis auf weiteres gesperrt. Wann die Sanierungsabreiten beginnen ist noch nicht bekannt.

Mehr Gesundheitspersonal – Im Haushaltsbudget für Gran Canaria sind 354 zusätzliche Arbeitsplätze für Pflegepersonal enthalten. Mehr Geld wird die Inselregierung im kommenden Jahr auch für Kindergärten und Grundschulen ausgeben, ebenfalls mehr Geld wird für die Sozialhilfe fließen. Weniger Geld ist im Haushalt für das Wohnungsbauministerium vorgesehen. Obwohl auch auf Gran Canaria die Lage auf dem Mietwohnungsmarkt sehr angespannt ist. 4,7 Millionen Euro fließen im kommenden Jahr für sozialen Wohnraum. Benötigt werden laut einer aktuellen Studie von DISA pro Jahr aber mindestens 12 Millionen Euro.

Schlachthof teilweise geschlossen – Auf Lanzarote hat die Gesundheitsbehörde den Schlachthof teilweise geschlossen. Die Installationen erfüllen teilweise nicht die geltenden Gesundheitsvorschriften. Kühe, Schafe und Ziegen müssen mit sofortiger Wirkung nach Gran Canaria in den Schlachthof gebracht werden. Der Schlachthof zwischen Tahiche und San Bartolome erfüllt in Teilen seit 2013 nicht mehr die geltenden Vorschriften. Nachdem die geforderten baulichen Veränderungen von der Inselregierung bis Dezember 2019 nicht beauftragt worden sind, hat die Gesundheitsbehörde den Bereich für große Tiere, wie Kühe, Schafe und Ziegen bis auf weiteres geschlossen.

Keine Krise im Tourismus – Von wegen Krise – der Tourismus auf den Kanarischen Inseln zeigt weiterhin nicht die prognostizierte Talfahrt der Experten. Auch im November liegen die Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahresmonat lediglich 2% unter dem Ergebnis aus November 2018. Selbst die Insolvenz des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook hat nicht zu dem Einbruch geführt den die Experten vorhergesagt haben. 22.000 britische Touristen weniger seit Jahresbeginn entspricht einem Rückgang von 5% im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Im Vergleich der Ergebnisse einzelner Inseln haben auf Gran Canaria sogar mehr Touristen Urlaub gemacht als letztes Jahr. Auf Lanzarote und Fuerteventura zeigen die Ergebnisse allerdings ein Minus von rund 9% bzw. 5%. Seit Januar haben auf den Kanarischen Inseln 12 Millionen Touristen aus dem Ausland ihren Urlaub verbracht.

Drei von zehn zahlen Miete – Im Spanienweiten Vergleich zahlen auf den Kanarischen Inseln die meisten Menschen Miete. Mehr als ein Drittel der Einwohner auf dem Archipel verfügt über kein Eigenheim. Der nationale Durchschnitt liegt bei 24%. Im Vergleich einzelner Autonomien sind die Ergebnisse noch deutlicher: Im Baskenland leben nur 17% der Bevölkerung in Mietwohnungen, 83% verfügen über Eigenheim. Der Trend zur Miete ist auf dem Archipel ein steigender, in den letzten 10 Jahren ist die Zahl der Mieter um 12% gestiegen. Der Traum vom Eigenheim für viele aus finanziellen Gründen in weite Ferne gerückt. Dazu steigen die Mieten ständig weiter an, in einigen Regionen so stark, dass die Bank von Spanien heute ein Warnmeldung veröffentlicht hat: Im Schnitt zahlen Spanier die zur Miete wohnen 37% ihres Einkommens monatlich für ihre Mietwohnung.

10. December 2019

Großbrand in Arrecife – Ein Feuer in einer Wohnanlage in Arrecife auf Lanzarote hat gestern zu einem Großeinsatz der Feuer geführt. Das Gebäude ist evakuiert worden. 19 Personen mussten behandelt werden, vier von ihnen sind mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus Hospital Doctor José Molina Orosa gebracht worden. Das Feuer ist gegen 4:40 Uhr in einem Gebäude in der Calle El Greco ausgebrochen. Die Brandursache wird noch untersucht.

Neue Notaufnahme Hospital San Roque – Das Universitätskrankenhaus San Roque in Maspalomas auf Gran Canaria erhält eine neue Notaufnahme. Kürzere Wartezeiten, schnellere Erstversorgung und einen eigenen Bereich für Familien mit Kindern. Die Notaufnahme wird nach Fertigstellung rund 200 m² größer ausfallen. Zusätzlich wird die Unfallchirurgie erweitert. Hospitales San Roque Universitarios verfügen über insgesamt acht Einrichtungen auf Gran Canaria und Lanzarote und bieten Patienten mit privaten Krankenversicherungen ärztliche Versorgung.

Lanzarote – Helsinki – Zum ersten Mal ist gestern eine Maschine der Fluggesellschaft Jet Time aus Helsinki auf Lanzarote gelandet. Die Verbindung wird vorerst bis zum 28. März 2020 bedient. Jeden Montag fliegt die Chartergesellschaft Jet Time zwischen Helsinki und Lanzarote insgesamt 44 Mal bis zum Ende der Wintersaison. Insgesamt werden in dieser Zeit 8.316 Flugtickets angeboten um Non-Stopp die finnische Hauptstadt zu besuchen.

Kiko Veneno und Anni B Sweet beim Sum Festival – Für das Gran Canaria Sum Festival 2020 stehen bereits die ersten vier Interpreten fest: Kiko Veneno, Anni B Sweet, La Bien Querida und Shinova werden am 26. September auf dem Messegelände in Las Palmas auftreten. Mit den vier bereits bekannten Acts steigt der Ticketpreis von 15 Euro auf 28 Euro. Beim letzten Sum Festival haben knapp 10.000 Musikbegeisterte den Recinto Ferial besucht. Unter den Interpreten Texas, Fangoria, Miss Cafeina und Sidecars. Das Sum Festival 2020 findet am 26. September 2020 statt. Mehr Infos auf Sumfestival.es

Conejero pfeift Clasico – Auf Alejandro José Hernández Hernández wartet am 18. Dezember eine schwere Aufgabe. Der aus Lanzarote stammende Schiedsrichter pfeift die Begegnung in der Primera Division zwischen FC Barcelona und Real Madrid. Bisher hat Hernández die Begegnung drei Mal gepfiffen. Für eine vierte Begegnung war Hernández am 26. Oktober gesetzt, dieses Spiel ist aber aus Sicherheitsgründen wegen des Katalonien Konflikts abgesagt worden. Bei der Anstoßzeit haben sich die Clubs durchgesetzt. La Liga wollte die Partie nachmittags ansetzen um in Asien für zuschauerfreundliche TV Zeiten zu sorgen. Anstoß ist um 19.00 Uhr kanarischer Zeit.

9. December 2019

Ausgebucht – Im Zeitraum zwischen Weihnachten und Neujahr gibt es kaum noch freie Hotels oder Appartements auf den Kanarischen Inseln. 90% Auslastung! Für den Tourismus das größte Weihnachtsgeschenk in diesem Jahr. In den Tourismusgebieten wie Puerto del Carmen auf Lanzarote, Costa Calma auf Fuerteventura oder Maspalomas auf Gran Canaria liegt die Auslastung bei 98%. Gleichzeitig liegen auch die Hotelpreise in diesem Zeitraum um die Festtage am höchsten. Im Schnitt kostet eine Woche im 4 oder 5 Sterne Hotel in Playa del Inglés zwischen dem 27. Dezember und dem 2. Januar 2.650 Euro. Topwert im Monatsvergleich!

390 Flüchtlinge gerettet – 390 Flüchtlinge sind seit Donnerstag vor den Kanarischen Inseln gerettet worden. 126 Männer, Frauen und Kinder sind bereits nach Almeria in Auffanglager gebracht worden – auf den Kanarischen Inseln sind bereits alle Plätze belegt. Sowohl auf Fuerteventura, als auch auf Gran Canaria und Teneriffa sind Boote der Küstenwache mit Flüchtlingen in den Häfen eingelaufen. Auf marokkanischer Seite hat die Küstenwache dort ein Boot mit 192 Flüchtlingen aufgebracht und die Flüchtlinge an Bord genommen. Alle Flüchtlinge sind von Mitarbeitern des Roten Kreuzes in den Häfen erstversorgt worden. Alle waren in einem guten gesundheitlichen Zustand.

100 Liter Niederschlag in Tejeda – In Tejeda auf Gran Canaria sind verschiedene Zufahrtsstraßen wegen intensivem Niederschlag gesperrt worden. Bis zu 100 Liter Niederschlag sind in der Gemeinde gemessen worden. Damit verbunden waren starke Erosion und Steinschlag. Zum Teil sind die Landstraßen GC-15, GC-21, GC-60, GC-150 und GC-350 wegen Schlamm und Steinen auf der Fahrbahn nicht mehr befahrbar. Auf Teneriffa sind die Zufahrtstraßen wegen glatten Straßen geschlossen. Rund um La Orotava und La Esperanza lagen zum Teil bis zu 10 Zentimeter Schnee.

Dreckiges Wasser – Das Wasser rund um die Kanarischen Inseln ist von der Qualität eines Biosphärenreservats sehr weit entfernt. Das bringt eine Studie über das Leben der Meeressäuger im Atlantik zu Tage, erstellt von der SECAC. Der Anteil an organischer und chemischer Wasserverschmutzung ist besonders für Meeressäuger gefährlich, der Anteil an Mikroplastik ist rund um die Kanarischen Inseln ebenfalls so hoch wie kaum in einer anderen Region im Atlantik. Das aktuelle Ergebnis ist unter anderem deswegen so alarmierend, weil die Schadstoffe im Wasser das Immunsystem von Delfinen und Walen schwächt und ihre Fortpflanzung beeinflusst. Nur gesunde Tiere sind bereit sich fortzupflanzen. Innerhalb der Studie sind 64 Lebensräume von Delfinen und Walen innerhalb des Atlantiks untersucht worden.

270 Euro für Weihnachten – 11 Geschenke für fünf Personen – das ist die Bilanz für Weihnachten auf den Kanarischen Inseln. Canarios haben im Mittel 270 Euro für die Feiertage und Geschenke zur Verfügung. Außerdem steht in drei von vier kanarischen Haushalten ein Weihnachtsbaum. Weiter im Trend liegt auch auf den Kanarischen Inseln die Bestellung über das Internet – immer mehr Anbieter liefern auch in die Zona Especial de Canarias, Zollgebühren fallen erst bei Bestellungen über einem Wert von 150 Euro an.

5. December 2019

57 Flüchtlinge ertrunken, 38 gerettet – Die Küstenwache hat gestern insgesamt 38 Flüchtlinge gerettet. Ein Flüchtlingsboot ist 20 Kilometer südlich von Gran Canaria von einem Aufklärungsflugzeug der Küstenwache gesichtet worden. An Bord befanden sich acht junge Männer. 166 Kilometer südlich von Gran Canaria, auf Höhe von Quartier Essalam in Marokko ist ist ein weiteres Flüchtlingsboot aufgebracht worden. Der Öltanker Minerva Libra ist per Funk aufgefordert worden bis zum eintreffen der Küstenwache in der Nähe der Flüchtlinge zu verbleiben. Von diesem Boot sind zwei Babys, fünf Kinder, drei Frauen und zwanzig Männer gerettet worden. Bestätigt worden ist auch der Tot von 57 Flüchtlingen, die in einem Boot vergangenen Donnerstag von Gambia aus in Richtung Kanarische Inseln gestartet waren. Insgesamt befanden sich rund 150 Flüchtlinge an Bord. Das Boot ist auf ein Riff gelaufen und gekentert. 74 Flüchtlinge konnten gerettet werden.

Erst Regen und Sturm, dann hohe Wellen – Alarmstufe Gelb gilt heute für alle Kanarischen Inseln. Stellenweise muss mit bis zu 60 Liter Niederschlag gerechnet werden. Besonders betroffen sind Gran Canaria und Teneriffa. Für Lanzarote und Fuerteventura prognostizieren die Meteorologen des spanischen Wetterdienstes AEMET bis zu 15 Liter Regen innerhalb von 12 Stunden. Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde fegen heute vor allem über Teneriffa, La Palma und La Gomera hinweg. Neben Regen und Sturm wird auch vor bis zu vier Meter hohen Wellen an den Küsten von Lanzarote und Fuerteventura gewarnt. Die aktuelle Wetterwarnstufe Gelb gilt mindestens bis morgen früh 6.00 Uhr.

Sauberstes Flugzeug der Welt – Binter Canarias verfügt seit gestern über das sauberste Passagier-Flugzeug der Welt. Die E195-E2 des Flugzeugbauers Embraer verfügt über 132 Sitzplätze und über einen Abstand von knapp 80 cm zwischen den Sitzreihen, Topwert im Luftfahrtverkehr. Die sogenannten E-Jet Modelle des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer verbrauchen rund 20% weniger Kerosin als Modelle anderer Hersteller mit gleichem Passagiervolumen und benötigen ein geringeres Wartungsaufkommen. Bereits im Dezember soll die E195-E2 auf nationalen und internationalen Flugrouten von Binter eingesetzt werden – auf wenigen Strecken zwischen den Inseln mit hohem Passagieraufkommen soll das Modell ebenfalls fliegen.

Affenpocken auf Lanzarote – Affenpocken sind bei einer britischen Touristin auf Lanzarote diagnostiziert worden. Die Frau hatte Kontakt mit einem Patienten in Großbritannien vor wenigen Tagen – jetzt ist die auch tödlich verlaufende Viruserkrankung auch bei ihr diagnostiziert worden. Affenpocken sind in Europa sehr ungewöhnlich und kommen eher in West- und Zentralafrika vor. In der Regel ist der Krankheitsverlauf mit leichtem Fieber und Hautveränderungen ungefährlich, kann aber bei bestimmten Patienten zu hohem Fieber, Pusteln und Bläschen auf der Haut führen und in seltenen Fällen auch tödlich verlaufen. Es ist der erste Fall von Affenpocken überhaupt in Spanien.

Teuerster Warenkorb Spaniens – Der Gang zum Supermarkt kostet in Las Palmas auf Gran Canaria so viel wie in keiner anderen spanischen Stadt. Laut dem Vergleichsportal kelisto.es sind pro Kopf und Jahr in Las Palmas 4.770 Euro für Lebensmittel notwendig. Mit diesem Ergebnis löst Las Palmas die Insel Lanzarote ab, die jahrelang auf Platz 1 in Sachen Preise für Lebensmittel war. Santa Cruz de Tenerife liegt dem Ergebnis von kelisto zufolge auf Platz acht im spanienweiten Vergleich. Weiterhin auf dem ersten Platz liegt Las Palmas in Sachen Transport. Öffentliche Verkehrsmittel und Kraftsoff sind so günstig wie in keiner anderen spanischen Stadt.

4. December 2019

Sammeltaxis für Las Palmas – In Las Palmas auf Gran Canaria werden in einem Pilotprojekt Taxis für den öffentlichen Nahverkehr eingesetzt. In jedem Stadtteil soll es an zwei bis drei Haltestellen die Möglichkeit geben mit einem Sammeltaxi zum Zentralen Busbahnhof zu fahren. Bezahlt werden kann die Fahr mit der Monatskarte. Für die Strecke wird der gleiche Fahrpreis wie bei einer Busfahrt aufgerufen. Per App sollen die Nutzer über Haltestellen und Uhrzeiten informiert werden. Wann mit dem neuen Transportsystem in der Inselhauptstadt von Las Palmas begonnen werden soll ist noch nicht bekannt. Ein entsprechendes Projekt wird von der Lokalregierung gerade erarbeitet. Unklar ist bisher auch ob die Gewerkschaft der Taxifahrer sich überhaupt bereit erklärt diese Form des Transportes mitanzubieten, oder ob es dafür eine eigene Ausschreibung geben wird. Mit den Sammeltaxis sollen unrentable Buslinien ersetzt werden, den Bürgern aber trotzdem ein regelmäßiges, günstiges Nahverkehrsmittel bis zum zentralen Busbahnhof zur Verfügung gestellt werden.

Ergebnisse der PISA Studie – Bei den Ergebnissen der PISA Studie, bei der alle drei Jahre Schulleistungen in 72 Ländern untersucht werden, findet sich Spanien auf einem Niveau mit Litauen und Ungarn wieder. Sowohl in Naturwissenschaften als auch in Mathematik liegt Estland, Japan und Südkorea auf den ersten Plätzen im internationalen Vergleich. In Zahlen ausgedrückt: 530 Punkte haben die Schüler in den drei besten Ländern in beiden Lernfächern erreicht, spanische Schüler liegen mit rund 480 Punkten im Mittelfeld. Innerhalb der einzelnen spanischen Autonomien zeigt sich ein deutliches Gefälle. Während in Regionen wie Navarra, Baskenland oder Kantabrien Schüler in Naturwissenschaften und Mathematik immerhin noch bis zu 500 Punkte erreichen, liegt Schüler der Kanarischen Inseln mit 460 Punkten an dritt letzter Stelle vor den beiden Enklaven Ceuta und Melilla.

Salinas de Janubio ausgezeichnet – Im November haben die Salinen Janubio auf Lanzarote mit ihrem Produkt Gold gewonnen. Die Salzrosen aus der Produktion im Süden der Insel suchen weltweit ihres Gleichen. Jetzt hat ein unabhängiges Labor das Produkt untersucht und den Salinen Janubio ein ähnliches Zertifikat ausgestellt: Das Salz aus den Salinas de Janubio ist völlig frei von Mikroplastik. In den Salzprodukten sind weder Polypropylen, Polyethylen, PET oder Nylon gefunden worden. In der Salzgewinnungsanlage wird seit 1895 auf einer Fläche von 45 Hektar Salz aus Meerwasser gewonnen. In den 70er Jahren sind dort bis zu 10.000 Tonnen Meersalz pro Jahr, in erster Linie für die Konservierung von Fisch, produziert worden. Heute ist die Produktion deutlich kleiner, in erster Linie wird das gewonnene Salz als Chlorersatz für Schwimmbäder eingesetzt, eine exklusivere Produktion stellt hochwertiges Speisesalz her.

Kanarische Inseln in Hollywood – Sony, Paramount, Warner Bros und Netflix standen auf der Agenda der Canary Islands Film beim 1. Meeting Shooting in Spain in Los Angeles. Sowieso sind in den letzten Jahren mehrere Kinofilme auf den Kanarischen Inseln produziert worden: Exodus, Allied, Kampf der Titanen, Planet der Affen, Fast & Furious 6 oder der 5. Teil der Bourne Filmreihe. Auch Star Wars VIII ist auf dem Archipel gedreht worden. Jetzt rühren die Kanarischen Inseln die Werbetrommel direkt in Hollywood mit starken Argumenten: stabile Wetterlage, acht topografisch völlig unterschiedliche Inseln mit beeindruckenden Kulissen und eine steuerbegünstigte Zone die die Produktion konkurrenzlos günstig macht. Beim ersten Shooting in Spain Meeting haben sich Vertreter von 20 spanischen Produktionsfirmen mit den Big Playern im Filmgeschäft getroffen.

Weniger Flugverbindungen – 523 Maschinen fliegen in der aktuellen Wintersaison pro Woche den Cesar-Manrique-Flughafen auf Lanzarote an. 42 Maschinen weniger als in der Wintersaison 2018/2019. Die Pleite von Thomas Cook und der Rückzug von Ryanair sind dafür die Hauptgründe. Erwartet werden rund 3,5 Millionen Passagiere. Einen neuen Touristenrekord erwartet auf Lanzarote anhand der aktuellen Zahlen niemand. Einen Verlust im Vergleich zu 2018 aber auch nicht. Vielmehr rechnen die Experten trotz weniger Flugverbindungen mit einem ähnlichen Ergebnis wie 2018 – 7,39 Millionen Passagiere auf Lanzarote. Aktuell fliegen pro Woche 32 Fluglinien auf 128 Flugrouten aus 15 Ländern Lanzarote an.

3. December 2019

55 Tote durch Ertrinken – 55 Personen sind seit Januar in der kanarischen Autonomie durch Ertrinken ums Leben gekommen. Diese und die noch folgenden Zahlen hat die Küstenschutzbehörde gestern präsentiert. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum entspricht die Zahl der tödlichen Badeunfälle in diesem Jahr einem Anstieg um 12%, im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2017 einem Rückgang von 35%. Von Januar bis November 2017 sind an den Küsten der Kanarischen Inseln oder in Schwimmbädern 84 Personen ums Leben gekommen. Unverändert ist Verteilung zwischen den Geschlechtern: in acht von zehn Fällen verunglücken Männer im Atlantik oder in Schwimmbädern tödlich, in nur 16% sind es Frauen. Deutsche sind unter den Opfern in diesem Jahr am häufigsten zu finden, gefolgt von Franzosen und Briten. Die meisten Badeunfälle finden weiterhin an Stränden statt. Der Bericht nennt drei Hauptgründe für vermeidbare Unfälle mit Todesfolge im Meer: Selbstüberschätzung, Ignorierung von Warnzeichen wie Rote Flagge und unbewachte Strände.

Weniger Kriminalität – Auf Lanzarote ist die Zahl der Kriminaldelikte rückläufig – das geht aus einem Bericht des Innenministeriums hervor. Zwischen Januar und September sind in diesem 5.272 Fälle zur Strafanzeige gebracht worden, 500 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Gestiegen ist dagegen die Gewaltbereitschaft der Täter. Während die Strafdelikte auf Lanzarote zwischen Januar und September zwar abgenommen haben, zeigt sich bei den polizeilichen Ermittlungen immer häufiger die extreme Gewaltbereitschaft der Täter. Abgenommen haben in diesem Jahr auch die Zahl der Diebstähle auf der Insel, 31 im Vergleich zu 61 im letzten Jahr.

Chinju Archipel in Gefahr – Das Naturschutzgebiet im Norden Lanzarote, dass sich bis über die Insel Alegranza hinaus erstreckt, gehört zu den größten Naturreservaten des Atlantiks. Gegner versuchen seit Jahren gegen den Schutzstatus zu klagen. Darunter auch die Eigentümerfamilie der Insel Alegranza. Die Familie Jordan besitzt rund 92% der Fläche der Insel, die als Vogelschutzgebiet deklariert ist. Die Anwälte haben jetzt eine Möglichkeit gefunden, gegen den Schutzstatus zu klagen: die kanarische Regierung hat es bisher versäumt einen Plan zum Erhalt der einzelnen, im Schutzgebiet vorkommenden, Spezies zu erstellen. Dieses Papier sollte bereits ein Jahr nach in Kraft treten fertiggestellt sein. 2007 ist der Chinijoarchipel unter Naturschutz gestellt worden. Das von den Gegenanwälten geforderte Papier ist von der Regierung bis heute nicht erstellt worden.

Hohe Anzahl von Übergewichtigen – In der kanarischen Autonomie wird weniger geraucht, weniger Menschen sterben an Herzinfarkten oder Diabetes, die Zahl der Übergewichtigen auf den Kanarischen Inseln liegt aber weiterhin bei 17%. Knapp ein Fünftel der Bevölkerung auf dem Archipel bringt viel zu viel Kilos auf die Waage und dieser Zustand beginnt laut einem Bericht des kanarischen Gesundheitsamtes bereits im Kindesalter. Obwohl weniger Menschen an Diabetes sterben ist die Zahl der an Diabetes erkrankten Patienten in den vergangenen 15 Jahren auf dem Archipel um 4% gestiegen. Dieses Phänomen führt das Gesundheitsministerium auf die Ernährung zurück. Weniger Zucker, weniger Fleisch – mehr Gemüse und Obst ist die klare Empfehlung für eine gesunde und bewusste Ernährung. Aktuell leiden 9,2% der kanarischen Bevölkerung an Diabetes.

Cirque du Soleil in Meloneras – Der Cirque du Soleil kommt nochmal nach Gran Canaria. Dieses Mal unter der Regie des Schweizers Daniele Finzi Pasca und mit dem Programm „Luzia“. Vom 7. Juli bis zum 23. August versprechen die Verantwortlichen ein ähnliches Spektakel wie beim letzten Besuch in Meloneras. Der Name des Programms „LUZIA“ setzt sich aus den Worten „Luz“ und „Lluvia“ zusammen – zu Deutsch Licht und Regen – laut dem Regisseur Finzi Pasca eine Fusion zwischen Fantasie und Realität. Sowohl die Organisatoren als auch die Stadtverwaltung zeigten sich gestern sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Verhandlungen. Beim letzten Besuch war das Veranstaltungszelt über die gesamte Spieldauer so gut wie ausverkauft.  Karten fürs Programm im kommenden Sommer gibt es ab heute übers Internet zu kaufen, ab Donnerstag dann auch über die bekannten Vorverkaufsstellen.

2. December 2019

6 Tonnen Avocados verkauft – In Mogan auf Gran Canaria sind gestern sechs Tonnen Avocados über Ladentheken gegangen. 10.000 Besucher haben die fünfte Avocado Messe besucht und nicht nur Avocados gekauft. Vier Tonnen Mangos und eine Tonne Orangen liegen seit gestern auf den Küchentischen der Besucher – auch andere Früchte und Gemüse sind angeboten worden. Die Avocado Messe findet zweimal im Jahr in der Gemeinde Mogán statt, der Gemeinde auf Gran Canaria die sowohl im Sommer als auch im Winter die meisten Avocados erntet.

Drei der schönsten Gemeinden Spaniens – Tejeda, Betancuria und Teguise gehören zu den schönsten Gemeinden Spaniens. Jedes Jahr wählt die Asociación Los Pueblos más Bonitos de España 15 Gemeinden auf Basis von Architektur, Sauberkeit, Verkehr, Umweltschutz, Kultur und Tradition. In diesem Jahr haben es Teguise auf Lanzarote, Betancuria auf Fuerteventura und Tejeda auf Gran Canaria unter die 15 schönsten Gemeinden Spaniens geschafft. Tejeda ist in den vergangenen Jahren ausgezeichnet worden, Teguise und Betancuria sind zum ersten Mal dabei. https://www.lospueblosmasbonitosdeespana.org/

Krippen aus Sand am Las Canteras Strand – Am Las Canteras Strand haben gestern hunderte Besucher die lebensgroßen Kunstwerke aus Sand besucht – acht Künstler aus sieben Ländern haben wochenlang den feinen Sand in Las Palmas auf Gran Canaria zum Thema Weihnachten modelliert. Sofern es in den kommenden Wochen nicht regnet sind die Weihnachtskrippen noch mindestens bis zum 6. Januar zu sehen. Eine weltweit einzigartige Kunstaustellung aus Sand. Im letzten Jahr haben 240.000 Personen die Sandkrippen besucht und 25.000 Euro für soziale Zwecke eingespielt.

Ehepaar rettet Frau aus brennendem Fahrzeug – Bei einem Autounfall in der Gemeinde Antigua auf Fuerteventura ist die Fahrerin nur durch den couragierten Einsatz von zwei Sanitätern mit dem Leben davongekommen. Ihr Auto war um Mitternacht von Freitag auf Samstag mit drei weiteren Insassen auf der FV-413 zwischen Antigua und Triquivijate von der Straße abgekommen und gegen einen Strommasten geprallt. Das Fahrzeug landete nach dem Aufprall auf dem Dach und fing Feuer. Bis auf die Fahrerin konnten alle Insassen das Fahrzeug aus eigener Kraft verlassen. Die Fahrerin blieb eingeklemmt zurück. Zwei Sanitäter die nicht im Dienst waren, hatten den Unfall beobachtet und konnten die Fahrerin aus dem brennenden Fahrzeug befreien. Die Polizei ermittelt in dem Fall um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Die vier Insassen des PKWs sind bei dem Unfall leicht verletzt worden.

Vier deutsche beim härtesten Ruderrennen der Welt – 5000 Kilometer oder 3.000 Seemeilen müssen beim Talisker Whisky Atlantic Challenge rudernd zurückgelegt werden. Gestartet wird in 10 Tagen von San Sebastian auf La Gomera. Dieses Jahr findet sich unter den Teilnehmern zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte der Regatta auch eine Mannschaft aus vier deutschen Frauen. Es gilt als härtestes Ruderrennen der Welt, Temperaturen bis zu 40 Grad, Wellen bis zu 10 Metern und bis zu 45 Tage auf hoher See. Meike Ramuschkat, Catharina Streit, Stefanie Kluge und Timna Bicker sind keine Spitzensportlerinnen, zwei von ihnen haben erst 2018 mit dem Rudern angefangen. Am 12. Dezember startet die Regatta in Richtung Antigua in der Karibik. Die Produktionsfirma Close Distance Production begleitet das Frauenteam, 2020 kommt die Doku in die deutschen Kinos – egal ob die vier Frauen Antigua erreichen oder vorher abbrechen müssen. 35 Teams nehmen in diesem Jahr in verschiedenen Kategorien an der Regatta teil – von 1-Mann bis 5-Mann Booten.

Photovoltaik gewinnt an Stellenwert – Im Haushaltsplan der Kanarischen Inseln ist das Thema Klimawandel fest integriert. Laut dem Präsidenten Angel Victor Torres liegt eine Priorität im kommenden Jahr verstärkt auf regenerative Energie zu setzen. 40 E-Autos werden im kommenden Jahr den Fuhrpark der Regierung verstärken. Verschieden Parkplätze sollen mit Photovoltaik überdacht werden. 65,5 Millionen Euro stehen im Haushaltsplan für Investitionen in nachhaltige Energieproduktion. Bereits im Sommer hatte die Regionalregierung angekündigt den Klimawandel als festen Bestandteil in den Haushaltsplan für 2020 mit aufzunehmen und öffentliche Gelder verstärkt in die Produktion von regenerativen Energien zu investieren.

29. November 2019

Nachbestellung Grippeimpfung – 10.000 Impfdosen hat das kanarische Gesundheitsamt nachbestellt und reagiert damit auf deutlich größere Nachfrage nach der Grippeimpfung in diesem Jahr reagiert. Bisher haben sich alleine auf Gran Canaria 20% mehr Patienten als im letzten Jahr um diese Zeit gegen Grippe impfen lassen. Ursprünglich sind 255.000 Impfdosen für die Kanarischen Inseln bestellt worden, diese Zahl reicht aber in diesem Winter bei weitem nicht aus, das ist bereits jetzt schon absehbar. Die Grippeimpfung hat in den letzten Jahren an Bedeutung hinzugewonnen. Vor allem weil jetzt auch in Impfstoff verfügbar ist der bei schwangeren Frauen angewendet werden kann. Vor vier Jahren haben sich nur fünf Prozent der schwangeren Frauen auf dem Archipel gegen Grippe impfen lassen, im letzten Winter waren es 35%, in diesem Winter rechnet das Gesundheitsamt mit einer Quote von über 40%.

2-jähriger fällt mehrere Meter tief – Aus dem dritten Stock eines Wohnhauses in Arrecife auf Lanzarote ist gestern ein zwei Jahre alter Junge auf die Straße gefallen. Der Unfall hat sich gestern gegen 11.00 Uhr in der Calle Ingeniero Paz Peraza ereignet. Der Junge hat den Sturz schwerverletzt überlebt und ist von Sanitätern ins Krankenhaus nach Arrecife gebracht worden. Ein Rettungshelikopter hat den Zweijährigen wenige Stunden später in die Notfallklinik nach Las Palmas auf Gran Canaria geflogen. Er schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Kampf gegen Steuerhinterziehung – Einschreiben, unangekündigte Kontrollen in Unternehmen und Hausbesuche – das Finanzamt auf den Kanarischen Inseln rüstet sich im Kampf gegen Steuerhinterziehung. 15 zusätzliche Mitarbeiter sollen alleine in der Informatik dafür sorgen, unangemeldete Ferienhäuser auf den Internetportalen zu finden. Einschreiben und unangekündigte Inspektionen sollen verstärkt werden, sowohl in Unternehmen als auch in privaten Wohnungen und Häusern. Grund für den Vorstoß ist eine Analyse der Unternehmensberatung PriceWaterHouseCoopers. Dem Bericht zufolge liegt die Gesamtsumme der Steuerhinterziehung auf den Kanarischen Inseln immer noch im Milliardenbereich. Um die Maßnahmen umzusetzen, erhält das Finanzamt eine Millionen Euro mehr im Haushaltsbudget. 

Regionalregierung fordert Reaktion aus Madrid wegen Migration – 1546 Boots-Flüchtlinge haben seit Januar die Kanarischen Inseln erreicht. Die Zahl an sich sei nicht alarmierend, so Julio Pérez, Mitglied der Regionalregierung. Eine Reaktion aus Madrid fordert Pérez aber wegen der stark steigenden Zahl von Migranten aus Afrika in den letzten Wochen. Alleine in den letzten sieben Tagen sind mehr als 200 Flüchtlinge aus Afrika in Booten an die kanarischen Küsten gelangt. Die kanarische Regierung erwartet eine Reaktion den Zentralregierung in den Ursprungsländern wie Marokko, Mauretanien und Senegal. Von diesen Küsten legen die meisten Flüchtlingsboote in Richtung Kanarische Inseln ab. Die aktuellen Flüchtlingszahlen sind sehr weit von den Ergebnissen aus 2006, 2007 und 2008 entfernt, als bis zu 30.000 Flüchtlinge pro Jahr die Kanarischen Inseln erreicht haben. In diesem Jahr sind gut 60% der Flüchtlinge aus Afrika, die die kanarischen Küsten übers Wasser erreicht haben, wieder in ihre Heimatländer zurückgeführt worden. Keine Rückführung gibt es bei minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen.

Wenig übrig für Kultur – Auf den Kanarischen Inseln wird pro Person und Jahr 231,50 Euro für Kultur ausgegeben – 19,30 pro Monat.  Weniger wird für Kultur in Spanien nur noch in den beiden Enklaven Ceuta und Melia ausgegeben. Bei der Zahlenerhebung werden nicht nur kulturelle Veranstaltungen herangezogen, auch der Kauf von Literatur, Kulturreisen, Museen und Ausstellungen stehen bei Canarios nicht sehr hoch im Kurs. Vor allem ist die Entwicklung rückläufig – im letzten Jahr war das Ergebnis noch um 6,6% besser als in diesem Jahr. Zum Vergleich: in Madrid werden pro Person 321 Euro pro Jahr für Kultur ausgegeben, in Valencia 312 Euro und Navarra 348 Euro.

28. November 2019

Skandal im spanischen Fernsehen – Gegen den Fernsehsender Telecinco, die Produktionsfirma Zeppelin TV und Mediaset España wird ermittelt. Grund ist eine mutmaßliche Vergewaltigung einer Teilnehmerin vor laufenden Kameras bei der spanischen Version von Big Brother. Der Vorfall hat sich im November 2017 abgespielt. Es gibt Videoaufnahmen in denen das Opfer von Redakteuren der Sendung aufgefordert wird über das Geschehene stillschweigen zu bewahren. Mehrere Unternehmen und Sponsoren haben bereits ihre finanziellen Budgets aus der Sendung zurückgezogen. Telecinco sieht sich im Internet auf allen sozialen Netzwerken mit einem regelrechten Shitstorm konfrontiert. Verschiedenen Presseberichten, darunter El Mundo, El País und ABC, berichten das das Opfer mit den Aufnahmen ihrer eigenen Vergewaltigung konfrontiert worden ist – alleine ohne psychologische Unterstützung. Bereits vor 12 Monaten hatte das spanische Institut für Frauenrechte von der spanischen Wettbewerbsbehörde CNMC eine Untersuchung wegen des Vorfalls gefordert. Reagiert worden ist deswegen nicht. Erst als der öffentliche Aufschrei über Facebook, Twitter und Co unüberhörbar wurde, kommt der Fall ins Rollen. Die Aktien von Mediaset, zu dem der Sender Telecinco gehört, sind bereits deutlich gefallen. Bei den Ermittlungen wird auch die Sendelizenz von Telecinco zur Disposition stehen.

Kein Ende der Flüchtlingswelle – Drei Flüchtlingsboote sind gestern Nachmittag im Süden von Gran Canaria gesichtet worden. An Bord befanden sich insgesamt 88 Flüchtlinge aus Afrika, unter ihnen 49 Männer und 31 Frauen, sechs davon schwanger und acht Babys. Die Boote sind von Dakhla in Marokko aus in See gestochen, die Flüchtlinge waren zwischen 48 und 72 Stunden unterwegs. Alle Flüchtlinge sind in den Hafen von Arguineguin gebracht und dort von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden.  

Wenn ein Plus trotzdem ein Minus bedeutet – Die kanarische Wirtschaft wird im kommenden Jahr in eine Rezession eintreten. Zwischen Juli und September dieses Jahr ist die Wirtschaft in der Autonomie nur um 0.2% gewachsen. Ein positives Ergebnis, es reicht aber in unserem Wirtschaftssystem für einen Aufschwung nicht aus. Experten gehen davon aus das die Zahl der Arbeitslosen auf den Kanarischen Inseln auch im kommenden Jahr bei über 20% bleiben wird. In dem Bericht wird sowohl die Wirtschaft als auch die Politik in die Pflicht genommen – nur mit privaten und öffentlichen Investitionen kann das Brutto Inlandsprodukt angekurbelt werden. Gestern haben sich in Santa Cruz de Tenerife Unternehmer und Politiker zum Zukunftsgipfel der CEOE getroffen, der Vereinigung der spanischen Unternehmer – das Fazit des Gipfels: Vertrauen in die eigene Wirtschaft wird für mehr Investitionen und zum Abbau von Arbeitslosigkeit führen.

Erdwärme für Energiegewinnung – Es gibt bisher kein Kraftwerk auf den Kanarischen Inseln, dass die Energie unter dem Archipel nutzt. Der größte Lavakanal der Welt verläuft unter den Kanarischen Inseln entlang bis nach Ägypten. Wie intensiv diese Energie ist, zeigt sich im Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote. Genutzt wird sie bisher für die Energiegewinnung nicht.  Das Institut Involcan untersucht auf Gran Canaria mehr als 2.000 Punkte auf der Insel um eine stabile Energieversorgung durch Erdwärme zu prüfen. Das Ergebnis wird untersucht und soll in den kommenden Monaten präsentiert werden. Studenten aus acht Ländern führen die Studie für Involcan durch, von der Inselregierung Gran Canarias finanziert. Wieviel Energie unterhalb der Inseln schlummert, wird den Urlaubern im Tourismuszentrum Timanfaya auf Lanzarote täglich präsentiert: Im Restaurant des Besucherzentrums gibt es einen riesigen Grill, der nur durch die heiße Luft aus der Tiefe eines Vulkanschlotes betrieben wird.

500.000 Arbeitsplätze zu Weihnachten – Laut dem Zeitarbeitsunternehmen Randstad werden zum Vorweihnachtsgeschäft in Spanien rund 500.000 Arbeitsplätze geschaffen. Auf den Kanarischen Inseln gibt es in dieser Zeit rund 29.000 Arbeitsverträge, zeitlich befristet. Das sind 12% mehr als in der Vorweihnachtszeit 2018. Damit zeigt der Einzelhandel auf dem Archipel den größten Anstieg nach den Balearen und ist von einem Konsumrückgang wie in anderen Regionen in Spanien noch weit entfernt. Spanienweit wird mit rund 500.000 zeitlich befristeten Arbeitsverträgen in der Vorweihnachtszeit gerechnet.

27. November 2019

Mehr Kündigungen – Unternehmen auf den Kanarischen Inseln greifen wieder verstärkt auf betriebsbedingte Kündigungen zurück. Vier Jahre lang ist die Zahl der Vertragsauflösungen wegen schlechter Betriebsergebnisse gesunken, seit Januar steigt sie wieder an. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 172%. Das sogenannte ERE ermöglicht es Unternehmen Mitarbeiter kollektiv zu kündigen, sofern die Gefahr einer Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit besteht. Im gleichen Vorgang des ERE sind auch Kurzarbeit, Betriebsferien oder Kürzungen von Sonderleitungen möglich. In den letzten Monaten waren auf dem Archipel vor allem Mitarbeiter von Banco Santander, Caixabank und Vodafone betroffen. Wegen der abflauenden Konjunktur sind auf den Kanarischen Inseln zwischen Januar und September knapp 1.000 Erwerbsfähige betriebsbedingt gekündigt worden.

Toter auf Avenida – Gestern Abend ist auf der Avenida Manuel Velázquez Cabrera in Puerto del Rosario auf Fuerteventura die Leiche eines Mannes gefunden worden. Bisher ist über die Identität des Toten nichts näheres bekannt. Auf Höhe der Bäckerei in der Avenida sind Kunden auf den Leichnam aufmerksam geworden. Sanitäter konnten nach ihrem Eintreffen nur noch den Tod des Mannes feststellen. Seine Leiche weißt deutliche Spuren von Gewalt auf. Die Polizei ermittelt in dem Fall.

Wieder Flüchtlinge in Seenot – 36 Flüchtlinge sind gestern Mittag von der spanischen Küstenwache südlich von Gran Canaria gerettet worden. Die Guardamar Talía hat die Flüchtlinge aus Afrika 130 Kilometer südlich der Kanarischen Inseln an Bord genommen. An Bord dieses Flüchtlingsbootes befanden sich 36 Männer. Damit steigt die Zahl der Flüchtlinge die gestern gerettet worden sind auf 64 Personen an. Bereits in den frühen Morgenstunden sind gestern 28 Männer, Frauen und Kinder gerettet worden. Die Küstenwache sucht in der Zwischenzeit aus der Luft nach einer weiteren Patera. Ein Funkspruch von einer Segelyacht hatte die Küstenwache alarmiert. In den vergangenen acht Tagen sind vor den Kanarischen Inseln bisher 370 Flüchtlinge aus Afrika gerettet worden.

Von wegen Krise – An den Ergebnissen der 258 Hotels und Appartement Anlagen auf Lanzarote ist keine Krise zu erkennen. 60,8 Millionen Euro sind im letzten Monat durch Übernachtungen auf Lanzarote umgesetzt worden. Deutlich mehr als im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Weder 2016, noch 2017 oder 2018 sind im Oktober so gute Ergebnisse erzielt worden. Alleine die Hotels auf Lanzarote haben im letzten Monat 44,8 Millionen Euro eingenommen. Entgegen den Prognosen der Wirtschaftsexperten erwartet Lanzarote auch in diesem Jahr wieder ein neuer Rekord im Tourismus und ein besseres Geschäftsergebnis als in den vergangenen Jahren mit einem Gesamtumsatz von rund 700 Millionen Euro.

Neuer Reisegigant in Spanien – Die beiden Tourismuskonzerne Globalia und Barceló fusionieren mit ihren insgesamt 36 Marken und 6.000 Mitarbeitern zu einem der größten Unternehmen im Urlaubsgeschäft. Seit Freitag ist der Deal unter Dach und Fach, eine Genehmigung durch die Behörden steht noch aus. Von den rund 1.500 Vertriebstellen wird keine einzige geschlossen. Hintergrund der Fusion ist Konkurrenzsituation. Die beiden Vorstände Javier Hidalgo und Simon Pedro Barceló hoffen mit der Zusammenlegung der Geschäftsbereich auf ein besseres Bestehen gegen den Marktführer Spanien, Corte Inglés Viajes.

26. November 2019

Stromkabel zwischen Lanzarote und Fuerteventura – Die beiden östlichsten Inseln des Archipels werden mit einem 132 Kilowatt Stromkabel verbunden. Auf Lanzarote wird das Kabel rund zwei Kilometer unterirdisch von Playa Blanca bis zur Küste verlegt. Auf Fuerteventura müssen an Land 700 Meter überbrückt werden. 14,5 Kilometer verläuft das Kabel auf dem Meeresgrund zwischen den beiden Inseln. Diese Maßnahme ist zwingend erforderlich um die geplante Stromproduktion von regenerativen Energien wie Wind- und Sonnenenergie auch in Zukunft zu gewährleisten. Mit der Stromverbindung kann die jeweilige Überproduktion punktuell effektiver verteilt werden. Die Arbeiten sind für 12 Millionen Euro an das Unternehmen Ramón Granadino Goenechea vergeben worden. Fertiggestellt sein soll die neue Stromtrasse 2021.

Strandreinigung Playa Tenesar – Bei Tenesar in der Gemeinde Tinajo wird am 1. Dezember der Strand gereinigt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per Email erforderlich. Um 10.00 Uhr am Sonntag treffen sich Freiwillige auf dem Parkplatz vor dem Playa Tenesar, an der Grenze zum Parque Nacional de Timanfaya. Für die Anmeldung reicht eine kurze Email mit Namen, Telefonnummer und sofern vorhanden der persönlichen NIE Nummer. somosbiosfera@cabildodelanzarote.com

Strandkiosk wird wieder geöffnet – Am Playa Grande in Puerto del Carmen auf Lanzarote wird der Strandkiosk wieder geöffnet. Eine entsprechende Ausschreibung ist bereits veröffentlicht. Das 60m² große Lokal wird für 10 Jahre verpachtet, ohne eine Möglichkeit diesen Zeitraum zu verlängern. Die Pachtzahlung an die Gemeinde von Tías beläuft sich auf monatlich 4.822 Euro. Der Kiosk ist seit mehreren Monaten geschlossen, weil der Pachtvertrag ausgelaufen war und eine neue Ausschreibung bisher an bürokratischen Hürden gescheitert war.

Weihnachts-Casting – Auf dem Archipel werden am 30. November und 1. Dezember Castings für die Weihnachts-Gala von Televions Canarias. Das erste Casting findet in Santa Cruz auf Teneriffa am 30. November im Hotel Contemporáneo statt, am 1. Dezember wird unter den Bewerbern im Museo Elder in Las Palmas auf Gran Canaria ausgewählt. Unter den Gewinnern der beiden ersten Castings werden am 2. Dezember die acht Finalisten für die Weihnachtsshow am 25. Dezember ausgewählt. Während der Show „Quedate conmigo“ werden die Finalisten zusammen mit Stars aus der spanischen Musikszene auftreten, die Sendung ist in den letzten Jahren in mehr als 60% der kanarischen Haushalte gesehen worden.

Weiteres Flüchtlingsboot vor Mogán – Heute Morgen hat die Küstenwache 28 Flüchtlinge aus Afrika südlich von Mogán auf Gran Canaria gerettet. Ein Boot des Salvamento Maritimo hat 14 Frauen, 13 Männer und ein vier Jahre altes Mädchen an Bord genommen und in den Hafen von Arguinieguin gebracht. Helfer des Roten Kreuzes haben die Flüchtlinge erstversorgt, einige litten unter Unterkühlung oder waren seekrank.

25. November 2019

1.500 Teilnehmer segeln nach Westen – 200 Yachten mit 1.500 Teilnehmern an Bord sind gestern in Richtung Karibik in See gestochen. An der Regatta „Atlantic Rallye for Cruisers“ nehmen in diesem Jahr Segler aus 36 Ländern teil. Sie werden in rund 21 Tagen im Hafen von Rodney Bay in Santa Lucia erwartet. Gestern tauchten die Boote mit gehissten Spinnackersegeln vor dem Hafen von La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria den Atlantik in ein Farbenmeer. Die meisten Teilnehmer kommen in diesem Jahr aus Deutschland und Norwegen. Zum ersten Mal nehmen in diesem Jahr an der Atlantic Rallye for Cruisers auch ein Team aus Gran Canaria teil: mit Teilenehmern zwischen 18 und 30 Jahren ist es auch die jüngste Crew der Regatta. Die Position der Boote wird auf der Internetseite des Veranstalters in den kommenden Tagen bis zu Ankunft live getrackt.

Mietpreis sinkt – Der Preis pro m² sinkt bei Mieten in Las Palmas auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote deutlich. Die Gründe für die günstigeren Mieten sind im Rückgang der Touristen und in der neuen Gesetzgebung zu finden. Trotzdem liegt der monatliche Mietpreis immer noch deutlich über dem spanischen Durchschnitt. Laut einer Analyse verschiedener Internetportal für Vermietungen ist das Angebot gestiegen, die Nachfrage aber stagniert. Waren vor einem Jahr Mietangebote innerhalb von wenigen Stunden vergeben, brauchen Makler aktuell mehr als 10 Tage um eine Wohnung zu vermieten. Der Preis ist um rund 10% im Vergleich zum letzten Jahr gefallen.

Knapp eine Tonne Drogen am Strand – Am Strand von Los Clicos im Süden Lanzarotes hat die Polizei 28 Pakete mit Haschisch beschlagnahmt. Die insgesamt 840 Kilogramm waren in 30 Kilo Einheiten wasserdicht verpackt. Bisher gibt es keine Spur von den Tätern. Gefunden worden ist das Festrumpfschlauchboot, das in der Nacht von Freitag auf Samstag an den Felsen vor El Golfo leckgeschlagen und gesunken ist. Am Samstag waren Beamte der Guardia Civil am Strand und im Wasser im Einsatz um die illegale Fracht zu bergen. 

Termitenplage auf Teneriffa – Andere Inseln sind bisher nicht von der holzfressenden Insektenart betroffen. Auf Teneriffa sind in den Gemeinden La Laguna, Tacoronte und Arona bereits rund 100 Wohnhäuser betroffen, zudem sind Termiten bereits in Holzmasten, Bäumen und in einem Weinberg gefunden worden. Das alte Gebäude der Universität von La Laguna ist von den Termiten bereits schwer beschädigt worden. Biologen der Universität von La Laguna befürchten eine Ausbreitung von bis zu 80% der gesamten Inselfläche, sofern nicht sofort auf die Plage reagiert wird. Das Klima auf Teneriffa ist ideal für die zu den Schaben zählende Insektenart, die weiße bis weißgelblichen Insekten können bis zu 20 mm groß werden und überleben Wasser und Temperaturen bis zu 4 Grad.

Dreckiges Wasser – Das Wasser rund um die Kanarischen Inseln ist von der Qualität eines Biosphärenreservats sehr weit entfernt. Das bringt eine Studie über das Leben der Meeressäuger im Atlantik zu Tage, erstellt von der SECAC. Der Anteil an organischer und chemischer Wasserverschmutzung ist besonders für Meeressäuger gefährlich, der Anteil an Mikroplastik ist rund um die Kanarischen Inseln ebenfalls so hoch wie kaum in einer anderen Region im Atlantik. Das aktuelle Ergebnis ist unter anderem deswegen so alarmierend, weil die Schadstoffe im Wasser das Immunsystem von Delfinen und Walen schwächt und ihre Fortpflanzung beeinflusst. Nur gesunde Tiere sind bereit sich fortzupflanzen. Innerhalb der Studie sind 64 Lebensräume von Delfinen und Walen innerhalb des Atlantiks untersucht worden.

22. November 2019

Mogán Mall lädt in Puerto Rico – 500 geladene Gäste haben gestern Abend das größte Einkaufszentrum im Süden Gran Canarias eröffnet. Die Mogán Mall bietet auf einer Fläche von 37.000 m² Ladenlokale, Restaurants, Grünanlagen und Parkflächen. 71 der insgesamt 141 Ladenlokale sind bereits geöffnet, darunter Marken wie Inditex, Lévis, Vans, Mango, Timberland oder Lacoste. Über einen Supermarkt und 15 Restaurants verfügt die Mall ebenfalls bereits. 60 Millionen Euro hat die Gruppe bestehend aus Fund Grube, Canfoto und Numero 1 in das Projekt investiert. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Ort für ökumenische Gottesdienste. Mit der größten Wasserquelle der Insel, die sich auf dem Grundstück befindet, ist ein 30 Meter breiter und 300 Meter langer Brunnen entstanden. Erwartet werden pro Tag 15.000 Kunden, Besucher und Restaurantgäste.

79 Flüchtlinge aus Seenot gerettet – Die spanische Küstenwache hat 79 Flüchtlinge 105 Kilometer südlich von Gran Canaria aus Seenot gerettet. Eine Turboprop Maschine der Küstenwache hatte bei einem Aufklärungsflug das Flüchtlingsboot entdeckt und einen Frachter in der Nähe aufgefordert, bis zum Eintreffen von zwei Rettungsbooten in der Nähe der Flüchtlinge zu verweilen. Unter den 79 Personen an Bord des Holzbootes sind drei Frauen und neun Kinder. Sie alle sind wohlbehalten mit der Salvamar Menkalinan und der Guardamar Talía in den Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria gebracht und dort von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden.

Holländerin gerettet – Suchmannschaften und Hubschrauber waren gestern auf La Palma im Einsatz. Gegen 14:11 Uhr hatten Wanderer bei Caldera de Taburiente den Notruf verständigt, als eine 56 Jahre alte Frau beim Wandern schwer gestürzt war. Sie konnte den Weg aus eigener Kraft nicht mehr fortsetzten. Mit einem Hubschrauber ist die Verletzte ins Krankenhaus in die Inselhauptstadt geflogen worden. Sie hatte sich beim Sturz ein Bein gebrochen.

Mehr Geld für Wetten – Canarios geben 69% mehr Geld für Sportwetten aus als noch vor einem Jahr. Auf Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote haben die Wettbüros 74 Millionen Euro eingenommen, 30 Millionen mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Verloren hat dagegen das Lotteriesystem Quiniela mit Verlusten von 62%. In 37 Lokalen haben Canarios von Januar bis September so viel Geld bei Sportwetten eingesetzt wie noch nie zuvor. Ein Trend der sich in ganz Spanien fortsetzt – In der Region Madrid sind bei Sportwetten 422 Millionen Euro eingesetzt worden, im Baskenland waren es 400 Millionen Euro.

Pocoyó auf Gran Canaria – Pocoyó wird auf Gran Canaria produziert. Zinkia Entertainment hat in einer Pressemitteilung erklärt, die kommenden 26 Episoden der mehrfach prämierten Zeichentrickserie auf den Kanarischen Inseln zu produzieren. Attraktiv wegen der Steuervergünstigungen der Zona Especial kann Zinkia die neuen Episoden deutlich günstiger produzieren und schafft zusätzlich noch 21 Arbeitsplätze im Produktionsbereich auf Gran Canaria. Wie erfolgreich die 2005 ins Leben gerufene spanische Zeichentrickserie ist, zeigen andere Zahlen: 38 internationale Auszeichnungen, in mehr als 15 Sprachen übersetzt, abrufbar auf Netflix, Amazon und HBO. Der Protagonist der Zeichentrickserie taucht in mehr als 52 Millionen Downloads aus dem Internet auf. Zinkia plant in den kommenden Jahren die Produktion auf Gran Canaria auszubauen. Insgesamt werden von Zinkia aktuell mehr als 10 Zeichentrickserien produziert.

21. November 2019

Die ersten Michelin Sterne – In Mogán auf Gran Canaria sind zwei Restaurants mit Michelin Sternen ausgezeichnet worden. Das La Aquarela in Patalavaca und das Los Guayres im Hotel Cordial Mogán Playa. Es sind die ersten Michelin Sterne für Gran Canaria. Das heißt nicht, das Gran Canaria im Michelin Führer bisher nicht aufgetaucht wäre. Rund um Mogán und Las Palmas gibt es verschiedene Einträge, allerdings waren die Restaurants bisher wegen Preis/Leistung oder ihrer Lage ausgezeichnet. Sechs Sterne sind im Michelin Führer 2019 auf Teneriffa zu finden. Im Führer für 2020 tauchen diese nicht mehr auf. Keine Sterne, aber dafür Empfehlungen haben im Michelin Führer 2020 das El Equilibrista33, das La Barra by Traddiction, das Pícaro und das elsanto erhalten. Alle vier Restaurants sind in Las Palmas im Zentrum der Inselhauptstadt zu finden.

Mega Luxus Yacht in Las Palmas – Die Hodor hat gestern an der Mole Xanapú im Hafen La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria festgemacht. Bereits von außen wirkt der Luxus Katamaran wie aus einem James Bond Film, mit Helikopter auf dem Oberdeck, diversen Schnellbooten im Heck, einem Mini Uboot im Unterdeck, 10 Luxuskajüten und 22 Crewmitgliedern. Es ist auf dem Weg nach Ford Lauderdale in den USA um mit ihren 66 Metern Länge einer weiteren Luxusyacht zu assistieren: der Lonian, 90 Meter lang mit Platz für 12 Passagiere und 27 Crewmitglieder. Beide Luxusyachten sind im Besitz eines Big-Players mit sizilianischen Wurzeln: Lorenzo Joseph Fertitta besitzt mehrere Hotels und Casinos, betreibt die Ultimate Fighting Championship und gehört mit einem geschätzten Vermögen von 2,2 Billionen Dollar zu einem der reichsten Männer der Welt.

Ryanair erhält Dämpfer am Handelsgericht – Handgepäck extra zu kassieren ist nicht legal. Zu dieser Entscheidung kommt das 13. Handelsgericht in Madrid und hat damit einer Klage eines Passagiers der Fluggesellschaft Ryanair nachgegeben und das Unternehmen aufgefordert die 20 Euro Gebühr für den Kabinenkoffer zurückzubezahlen. Die Fluggesellschaft hatte auf einem Flug von Madrid nach Brüssel von einem Fluggast 20 Euro extra kassiert, nachdem dieser mit Tasche und Handkoffer die Maschine betreten wollte. Das Gericht in Madrid hat entschieden, dass es sich hierbei um einen Missbrauch der kostenpflichtigen Extras handelt und die Rechte der Passagiere für Flugreisen verletzt. Das Urteil ist nicht anfechtbar, eine Berufung einer der beiden Parteien ausgeschlossen. Bisher hat Ryanair auf dieses Urteil nicht reagiert, auf der Webseite ist in den allg. Geschäftsbedingungen weiterhin die Extra Gebühr für Handgepäck zu finden.

Die Telamon wird abgewrackt – Das Schiffswrack zwischen Hafen und Kraftwerk in Arrecife auf Lanzarote wird bis Ende 2020 entfernt. Eine letzte Genehmigung für Recuperadora Lanzaroteña ist gestern erteilt worden. Die Frist um den 1981 gestrandeten Frachter von der Küste zu entfernen läuft im Dezember nächstes Jahr ab. Die Telamon war am 31. Oktober 1981 vor Lanzarote havariert. Nachdem dem unter griechischer Flagge fahrenden Frachter die Einfahrt in den Hafen von Arrecife verwehrt worden ist, ist sie von einem Thunfischfänger an ihren heutigen Liegeplatz geschleppt worden und dort gesunken. Mit den Baumstämmen die die Telamon als Ladung an Bord hatte, hat der Städteplaner José María Pérez Sánchez den Wendekreis am Plaza Tenerife in Costa Teguise verschönert.

Das romantischste Hotel der Welt – Das romantischste Hotel der Welt liegt in Puerto del Carmen auf Lanzarote. Das Lani´s Suites Deluxe hat den Travellers Choice Award für das romantischste Hotel der Welt gewonnen. Nachdem es in den vergangenen beiden Jahren jeweils auf Platz zwei und drei gelandet war. Ursprünglich wollte sein Eigentümer auf dem Grundstück ein Einkaufszentrum errichten. Kumar Dadlani hat die alte Struktur der Apartementos Las Rocas erhalten und das kleine Hotel in einer der besten weltweit verwandelt. In Sachen Kundenservice ist das Lani´s Suites Deluxe das zweitbeste der Welt.

20. November 2019

Angelina Jolie auf Lanzarote – Der Vulkan El Cuervo in der Gemeinde Tinajo auf Lanzarote ist bis zum 23. November der Drehort für Angelina Jolie. Morgen, Freitag und Samstag werden die beiden Landstraßen LZ-56 und LZ-30 während der Dreharbeiten kurzzeitig für den Verkehr gesperrt. Rund 200 Statisten sind auf Lanzarote von der Produktionsfirma ausgewählt worden um diesem Teil von „The Eternals“ von Marvel Studios eine entsprechende Kulisse zu bieten. Sie alle tragen grüne oder blaue Kleidung um später in der Nachproduktion digital der Szene entsprechende Garderobe hinzuzufügen. Ihre Basis mit technischem Equipment, Maskenbildner, Kostümen und Catering ist direkt neben dem Vulkan „El Cuervo“ aufgebaut. Bisher ist für den Film in London und auf Fuerteventura gedreht worden. Kinostart ist November 2020.

30-Meter Teleskop doch auf La Palma – „Die Arbeiten für das größte Teleskop der Welt können morgen beginnen“ – Mit dieser klaren Aussage hat der Präsident der Kanarischen Inseln, Victor Angel Torres, gestern in Brüssel bei einer Sitzung der Europäischen Kommission den Weg für das 30-Meter Teleskop freigemacht. Das Ergebnis zeigt wie schnell Genehmigungen auf den Kanarischen Inseln vergeben werden können, sofern politisches Interesse besteht. Sowohl die Gemeinde Garafía als auch Puntagorda haben innerhalb von sieben Tagen die entsprechenden Papiere ausgestellt um das größte Teleskop der Welt auf La Palma am Roque de los Muchachos zu bauen. Am Samstag soll das TMT Komitee über den Bau des 30-Meter Teleskops auf La Palma entscheiden. Ursprünglich war die Entscheidung für Hawaii gefallen. Nachdem sich aber die Proteste der Indigenen Bevölkerung auf Hawaii gegen den Bau auf dem 4.200 Meter hohen Mauna Kea über Monate hingezogen haben, werden die Karten neu gemischt. Der Roque de Los Muchachos auf La Palma war bei der Ausschreibung bis zuletzt im Rennen. Sollte sich das Komitee am Samstag gegen Hawaii entscheiden, wäre es eine Entscheidung für La Palma.  Das TMT kann nach Fertigstellung einen großen Bereich astrophysikalischer Untersuchungen abdecken, unter anderem: Dunkle Energie, dunkle Materie, Charakterisierung der ersten Sterne und Galaxien im Universum, Untersuchung der Reionisierungsepoche, Entwicklung von Galaxien in den letzten 13 Milliarden Jahren, Verbindungen zwischen supermassiven Schwarzen Löchern und Galaxien, Physik der Planeten- und Sternentstehung und die Suche nach Zeichen von Leben außerhalb des Sonnensystems. Das 30-Meter Teleskop wird eine 10-fach höhere Auflösung bieten als das bisher größte Teleskop der Welt, das Hubble-Weltraumteleskop.

57 Flüchtlinge auf Fuerteventura angekommen – 57 Flüchtlinge sind gestern am Strand von Gran Tarajal auf Fuerteventura angekommen. Unter ihnen sind sieben Frauen und drei Minderjährige. Das völlig überladene Festrumpfschlauchboot hat den Strand in der Gemeinde Tuineje gegen 19:15 Uhr am Abend erreicht. Mitarbeiter des Roten Kreuzes, Guardia Civil und Policia Local Beamte waren im Einsatz um die Flüchtlinge zu versorgen. Laut einem Bericht von „Noticias Fuerteventura“ waren alle in einem guten gesundheitlichen Zustand.

Protestaktion für einen Verbleib der „Rising Tide“ – Die Skulpturen des Künstlers Jason deCaires Taylor vor dem Castillo de San Jose in Arrecife auf Lanzarote sind gestern mit Kapuzen aus der Flut gestiegen. Unbekannte haben die Köpfe der Kunstobjekte verhüllt und mit einer Nachricht versehen: Sie fordern einen Verbleib der seit 2016 fertiggestellten Arbeit des britischen Künstlers. Seit Wochen wird auf politischer Ebene über die Skulpturen diskutiert. Nachdem die Coalicion Canarias die Wahlen auf Lanzarote verloren hat und die Regierung an die PSOE abgeben musste, gibt es auch für das Jameos Music Festival keine Zukunft mehr. Die neue Regierung will für einen Betrag von 20.000 Euro „The Rising Tide“ vor dem Castillo de San Jose entfernen lassen.

In Spanien will das nationale Institut für Statistik in einer in Europa bisher einzigartigen Studie herausfinden, wo sich die Menschen unter der Woche und am Wochenende aufhalten. Dabei werden die Fortbewegungen mithilfe der Handydaten verfolgt, auch auf den Kanarischen Inseln. Bei diesem Tracking machen die drei wichtigsten Telefonanbieter mit und bekommen dafür etwa 500.000 Euro. Laut der Statistikbehörde ist das Tracking absolut sicher, da die gesammelten Daten anonymisiert werden – zudem können die Handynutzer die Datenverfolgung deaktivieren. Doch die Vertreter von Datenschutzorganisationen äußern Bedenken. In insgesamt 3.200 Sektoren mit je etwa 5.000 Handynutzern werden in dieser Woche – und dann nochmals Ende Dezember und im Sommer die Daten erfasst. Durch die Kenntnis der Mobilität der Spanier wollen die Behörden bis zu 100 Millionen Euro einsparen.