Mix Radio Gran Canaria

18.11.202

Atlantic Rallye for Cruisers – 255 Yachten und 1.600 Segler starten am Sonntag von Las Palmas aus in Richtung Karibik. Es ist die 36. Atlantic Rallye for Cruisers. Die erste Gruppe ist bereits gestartet und hat die Route über die Kapverden in Richtung Santa Lucia genommen. Am Sonntag starten 255 Boote mit einer direkten Atlantiküberquerung. Insgesamt wird diese Gruppe bis zu 21 Tage auf dem Atlantik unterwegs sein. Ein Drittel der Teilnehmer kommt aus Groß Britannien, 224 Segler stammen aus Deutschland. Seit 36 Jahren wird die Regatta über den Atlantic organisiert und stellt Gran Canarias Häfen mittlerweile vor ein Platzproblem. Bis zum kommenden Jahr will die Inselregierung 1.200 zusätzliche Liegeplätze fertig stellen um der immer weiterwachsenden Veranstaltung gerecht zu werden.

 

Black Friday läuft besser als 2020 – Der große Tag ist in der Black Friday Woche natürlich der Freitag, aber bereits jetzt ist die Bilanz des Einzelhandels auf den Kanarischen Inseln durchweg positiv. 360 Euro sind Canarios bereit pro Person in der Woche vom 21. November bis zum 27. November auszugeben, auf dem spanischen Festland liegt der Durchschnitt bei 261 Euro. Deutlich wird bereits jetzt: die bürokratischen Hürden, die der Online Handel für Lieferungen von Bestellungen auf die Kanarischen Inseln zu überwinden hat, sind beträchtlich. Bisher lag der Online Anteil der Black Friday Woche bei 31%, auf dem spanischen Festland liegt dieser Anteil bei über 70%.

 

Quevedo weiter auf Erfolgskurs – Pedro Luis Domínguez, besser bekannt als Quevedo, hat monatelang die internationale Spotify Hitliste angeführt. Jetzt starten zwei weitere Songs von ihm und belegen sofort die ersten beiden Plätze in den Top 50 Spaniens. Mit Punto G und APA führt der aus Gran Canaria stammende 20 Jahre alte Rapper seinen ungewöhnlichen Erfolgskurs fort. Quevedo hat es ohne die Unterstützung großer Labels mit dem Song Quedate nur über die guten Streamingergebnisse in die amerikanischen Billboard Charts geschafft. Ähnliches war z.B. auch der deutschen Interpretin Nena gelungen, die vor 40 Jahren mit 99 Luftballons in den USA Erfolg hatte ohne dass eine Single veröffentlich worden war.

 

Neues Visum für digitale Nomaden – Spanien will mit einem neuen Visum die Wirtschaft ankurbeln. In Zukunft dürfen Ausländerinnen und Ausländer länger legal in Spanien arbeiten. Wer ortsunabhängig arbeitet und in den letzten vier Jahren nicht in Spanien gemeldet war, kann ein Sondervisum beantragen. Bis zu fünf Jahre soll es dann digitalen Nomaden möglich sein, in Spanien ihrer Tätigkeit nachzugehen, der Steuersatz ist in den ersten vier Jahren auf 15% begrenzt. Für das Visum müssen entsprechende Voraussetzungen erfüllt werden. Die genauen Anforderungen sollen bis Ende November von der Regierung festgelegt werden. Unter anderem ist die Rede von einem monatlichen Mindestverdienst von 2.000 Euro.

 

Tunnel zwischen Afrika und Europa – Nur 14 Kilometer trennen den afrikanischen Kontinent von Europa. Die Straße von Gibraltar ist historisch wegen der Schlacht von Gibraltar im Jahr 1607 bekannt – in den letzten Jahren hat sie vor allem wegen Drogenschmuggel und Flüchtlingen Schlagzeilen gemacht. Nachdem die diplomatischen Spannungen zwischen Marokko und Spanien beigelegt sind, soll jetzt das Tunnelprojekt verwirklicht werden. Pläne dazu gibt’s es bereits seit Jahren. Als Vorbild dient der 50 Kilometer lange Eurotunnel zwischen Calais und Dover. Die Strecke zwischen Tarifa und Tanger soll 40 Kilometer lang sein und Fahrzeuge und Züge 300 Meter unterhalb der Meeresoberfläche schnell auf den anderen Kontinent bringen. Parallel zu den Fahrspuren soll auch Gas und Wasserstoff von Afrika nach Europa durch den Tunnel geliefert werden können.

 

17.11.202

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Vermögenssteuer in Spanien wird reformiert – Eigentlich bestand in Sachen Vermögenssteuer in Spanien seit dem 13. September Rechtssicherheit. Jetzt ist bekannt geworden, dass noch vor Jahresende eine Modifikation erfolgen soll. Im Fokus: Teilhaber von Gesellschaften mit Immobilienbesitz in Spanien. Während in der Einkommen- und Körperschaftssteuer gesetzlich Transparenz vorherrscht, war das bisher bei Vermögens- und Erbschaftssteuergesetz nicht der Fall. Genau das soll jetzt geändert werden. Damit würden Nichtresidenten mit einer Teilhabe an einem ausländischen Unternehmen, das Immobilienbesitz in Spanien hat, steuerpflichtig werden. Beispiel: eine in Deutschland ansässige Person, die alle Anteile an einer deutschen Kapitalgesellschaft hält. Eine oder mehrere Immobilien in Spanien befinden sich im Eigentum der Gesellschaft. Damit unterliegt der Anteilseigner bisher keiner Steuerpflicht in Spanien – mit der geplanten Modifikation des Vermögenssteuergesetztes ist dann auch eine Steuerpflicht in Spanien gegeben.

Massenschlägerei in Tahiche – In der Justizvollzugsanstalt auf Lanzarote haben sich gestern mehrere Insassen geprügelt. Der Vorfall hat in der Mensa der Anstalt stattgefunden. Wärtern zufolge haben mehrere Insassen auch mit Stühlen und Tabletts aufeinander eingeschlagen. Drei Insassen sitzen in Isolationshaft. Der Grund für den Streit und die nachfolgende Schlägerei ist noch nicht geklärt.

Verkehrsführung am Playa El Reducto wird modifiziert – Ende 2023 soll es für die Inselhauptstadt von Lanzarote Umweltzonen geben. Dann ist zum Beispiel die Ein- oder Durchfahrt rund um den Bereich am Playa El Reducto nur noch mit einer entsprechenden Umweltplakette möglich. Betroffen davon sind rund 50.000 Einwohner in Arrecife. Zwei Angebote für eine Umstrukturierung liegen dem Cabildo vor. Im Zuge dessen soll auf der Avenida Fred Olsen zwischen der Calle Guenia und der Calle Valls de Torre eine Fußgängerzone entstehen.

49.000 Euro für Weihnachtskörbe – Das Cabildo von Lanzarote wird 810 Weihnachtskörbe für Mitarbeiter und Auftragnehmer verschenken. Gesamtsumme: 49.434 Euro aus Steuergeldern. Dafür gibt es eine entsprechende Ausschreibung. Entsprechende Angebote können noch bis Ende kommender Woche abgegeben werden. Bei Angebotsannahme ist allerdings eine Vorfinanzierung notwendig – das Cabildo zahlt Rechnungen von Lieferanten in der Regel erst vier bis acht Wochen nach Lieferung.

618 Millionen Euro für Chira y Soria – Das Wasser- und Windenergiekraftwerk auf Gran Canaria wird deutlich teurer als ursprünglich geplant. Im Mai 2021 war eine Summe von 470 Millionen Euro veröffentlicht worden. 17 Monate später liegt die Investitionssumme gut 30% über der Ursprungssumme. Dank der Pandemie und den damit verbundenen Preissteigerungen steht die Rentabilität des Projektes jetzt in Frage. Die kalkulierten Kaufpreise für den Baubeginn haben sich bei Stahl um 70% erhöht, bei Aluminium um 53% und bei synthetischen Materialien um 65% erhöht. Das Projekt Chira y Soria sollte äquivalent wie der kleine Bruder auf El Hierro durch Windenergie die Insel mit Strom versorgen und mit dem Überangebot Wasser in Speicherseen in die Berge pumpen. An windarmen Tagen sollen Wasserturbinen, angetrieben vom herabschießenden Wasser aus den Speichern, das Energiedefizit ausgleichen.

 

16.11.2022

Neuer Energie Hub Spanien – Spanien will der wichtigste Hersteller von E-Autos und Batterien werden. Dafür buhlt die Regierung auch bei deutschen Autoherstellern – mit Erfolg: Volkswagen baut zwischen Valencia und Tarragona für mehr als drei Milliarden Euro ein Batteriezellenwerk. 3.500 Mitarbeiter sollen ab 2026 dort beschäftigt werden. Bei Zulieferern sollen bis zu 12.000 Arbeitsplätze entstehen. Die Batteriefabrik ist die größte Industrieinvestition der letzten 50 Jahre in der Region Valencias – nach Fertigstellung wird Spanien zu den größten Herstellern der E-Mobilität in Europa gehören.

Sting auf Gran Canaria – Gordon Matthew Thomas Summer wird im Sommer 2023 auf Gran Canaria auftreten – besser bekannt als Sting. Bereits 2011 hat Sting im Zuge seiner Tour ein Konzert auf Gran Canaria gegeben, es war bereits Monate vor der Veranstaltung restlos ausverkauft. Auch bei diesem Konzert ist damit zu rechnen, bereits wenige Minuten nach Beginn des Kartenvorverkaufs keine Tickets mehr zu bekommen. Alleine der Termin steht noch nicht fest, wohl aber der Veranstaltungsort: Sting wird in der Gran Canaria Arena Siete Palmas auftreten.

91 Flüchtlingsboote seit Jahresbeginn – Seit Jahresbeginn haben 91 Flüchtlingsboote die Insel Lanzarote erreicht. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Steigerung von 75%. 4.231 Flüchtlinge haben seit Januar lebend Lanzarote erreicht, darunter 526 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge. 2021 lag die Zahl der Bootsflüchtlinge im gleichen Zeitraum deutlich niedriger. 2021 haben zwischen September und Dezember 88 Flüchtlingsboote die Insel Lanzarote erreicht.

Öffentliche Verkehrsmittel werden häufiger genutzt – Die Gewohnheiten der Spanier in Sachen öffentliche Transportmittel hat sich verändert, seitdem die Kraftstoffpreise gestiegen sind. Jeder Zweite nutzt häufiger Bus und Bahn. Nur ein Drittel hat, innerhalb einer spanienweit durchgeführten Umfrage, seine Gewohnheiten deswegen nicht angepasst. Drei Viertel der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel haben das Null Euro Ticket beantragt, das die spanische Regierung für die kommenden vier Monate für Pendler zur Verfügung stellt.

Hybrid-Busse für Timanfaya – Der Touristenmagnet Timanfaya auf Lanzarote wird ab nächstes Jahr sechs Hybrid-Busse auf der Strecke durch das Eruptions-Gebiet des Nationalparks einsetzen. Auf autonome Fahrzeuge, die ursprünglich im Gespräch waren, wird verzichtet. Damit sinken die Investitionskosten von ursprünglich rund 2,2 Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro. Die neuen Fahrzeuge können batteriebetrieben 120 Kilometer pro Tag zurücklegen, bevor der Kraftstoffmotor in Betrieb genommen werden muss. Die neuen Busse sollen ab dem ersten Quartal 2023 in Betrieb genommen werden.

 

15.11.2022

Erdwärme auf Gran Canaria – REPSOL hat eine Verlängerung seiner Genehmigung beantragt, um auch in den kommenden Monaten zu prüfen, ob Erdwärme auf Gran Canaria rentabel umzusetzen ist. Seit dem 18. November 2021 werden auf 466 km² Messungen durchgeführt. In insgesamt sieben Gemeinden prüft REPSOL die Möglichkeit Erdwärme aus den Tiefen der Vulkaninsel zu den Haushalten zu transportieren. Bisher hat REPSOL im Zuge der Studie noch keine Bohrungen durchgeführt. Diese sollen erst mit einer Verlängerung der Genehmigung erfolgen.

Taucher bei Playa Blanca ums Leben gekommen – Ein 60 Jahre alter Mann ist gestern bei einem Tauchgang vor Lanzarote ums Leben gekommen. Der Unfall hat sich bei Playa Blanca in der Gemeinde Yaiza ereignet. Pressemeldungen zufolge hat der Tourist unter Wasser einen Herzinfarkt erlitten. Bereits auf dem Tauchboot hat die Crew vergeblich versucht den Mann zu reanimieren.

Fünfter Nationalspieler der Geschichte – Gran Canaria stellt den fünften Nationalspieler bei einer Weltmeisterschaft seit 1950. Yeremi Pino ist 20 Jahre alt, in Las Palmas geboren und fährt mit der spanischen Nationalmannschaft nach Qatar zur WM. Der Mittelfeldspieler ist beim FC Villareal unter Vertrag und reiht sich neben Alfonso Silva, Antonio Betancort, Juan Carlos Valerón und David Silva als fünfter Spieler einer Weltmeisterschaft in die Liste der bekanntesten Sportler der Insel.

Belegschaft von Adislan streikt – Menschen mit Behinderung sind auf Lanzarote auf Hilfe angewiesen. Diese kommt in der Regel neben Familienangehörigen von Mitarbeitern von Adislan. In den kommenden Tagen wird es diese Unterstützung nicht mehr geben – die gesamte Belegschaft des privaten Anbieters im Auftrag der öffentlichen Hand hat die Arbeit niedergelegt. Grund dafür sind ausgebliebene Löhne und Gehälter. Seit zwei Monaten wartet die Belegschaft auf einen Zahlungseingang auf ihren Konten. Betroffen davon sind rund 500 Personen mit eingeschränkter Mobilität. Die Inselregierung ist bereits in Gesprächen mit der Belegschaft um die finanzielle Schieflage kurzfristig zu überbrücken.

Buchtipp España vacía – In Spanien leben 80% der 48 Millionen Einwohner in Madrid oder an der Küste. Die daraus resultierende Entvölkerung und der damit verbundene Exodus greift ein aktuelles Buch auf, dass jetzt auch auf Deutsch erschienen ist. Ein Bestseller war España vacía bereits vor der deutschen Übersetzung und dem Autor gelang noch viel mehr: sein Buch hat das politische Denken verändert – nicht nur in Spanien. Das Thema Landflucht wird mittlerweile von jeder spanischen Partei besetzt, die drohende Entvölkerung ganzer Regionen zählt heute zu einer der bedeutendsten Herausforderung der Regierung. Erschienen im Wagenbach Verlag, geschrieben von Sergio del Molino – der Titel: leeres Spanien.

14.11.2022

200 Flüchtlinge gerettet – Das Wochenende hielt für die Küstenwache auf den Kanarischen Inseln Tage und Nächte mit unermüdlichem Einsatz bereit. Mehr als 200 Flüchtlinge sind vor Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote gerettet worden. Das erste Flüchtlingsboot ist 20 Kilometer östlich von Gran Tarajal auf Fuerteventura lokalisiert worden. 46 Männer und 10 Frauen sind von der Küstenwache nach Puerto del Rosario gebracht worden. Das zweite Flüchtlingsboot hatte 42 Flüchtlinge an Bord trieb 55 Kilometer südlich von Gran Canaria. Nordöstlich von Lanzarote sind am Wochenende 104 Flüchtlinge gerettet worden – von zwei Flüchtlingsbooten sind insgesamt 97 Männer, sechs Frauen und ein Kind nach Arrecife auf Lanzarote gebracht worden.

Einbrecher gefasst – Sechsmal hat ein Mann in Costa Teguise auf Lanzarote innerhalb von einer Woche Einbrüche getätigt und dabei Wertgegenstände und Bargeld im Wert von rund 25.000 Euro erbeutet. Jetzt sitzt der Einbrecher in Haft. Der 34-jährige ist ein, der Polizei bekannter Täter, der bereits in der Vergangenheit mehrfach für ähnliche Verbrechen verurteilt worden ist. Der Verbleib der Beute ist noch nicht geklärt, neben Bargeld hat der Mann auch diverse Geräte für die Registrierung von Lotterielosen entwendet.

Alles fürs Stadtbild – In der Gemeinde Mogán auf Gran Canaria soll es einige Veränderungen für die Bürger geben – auf Balkonen und Terrassen soll das Aufhängen von Wäsche in Zukunft mit Bußgeldern geahndet werden. Das Anbringen von Werbeflyern an Windschutzscheiben parkender Autos ist ebenfalls untersagt. Scheibenputzen an roten Ampeln gehört ebenfalls der Vergangenheit an, genauso wie die Nacht schlafend auf der Straße oder in Fußgängerzonen zu verbringen. Insgesamt enthält der neue Gesetzesvorschlag für eine Veränderung des Stadtbildes 163 Position – Die Geldbußen bewegen sich zwischen 750 Euro und 3.000 Euro.

Sandkrippe ab 2. Dezember – Das Kunstwerk am Strand von Las Palmas auf Gran Canaria wird am 2. Dezember eröffnet. Dann sollen die neun Künstler aus sieben Nationen die Weihnachtskrippe aus Sand am Hauptstadtstrand fertiggestellt haben. Seit heute sind die Sandkünstler am Werk um ein begehbares Weihnachtsszenario aus Sand zu errichten. Unter den Künstlern ein Ukrainer und ein Russe. Im letzten Jahr hat die Krippe mehr als 150.000 Besucher angelockt, der Impact in den sozialen Netzwerken war gigantisch. Auf 2.800 m² werden insgesamt neun Szenarien zum Thema Weihnachten errichtet.

Dorf zu verkaufen – Wer 260.000 Euro locker hat und davon träumt ein ganzes Dorf zu besitzen hat jetzt die Chance zuzuschlagen. Etwa drei Autostunden von Madrid entfernt stehen im Nationalpark Arribes de Duero 44 Häuser, ein Hotel, eine Kirche, eine Schule, ein Schwimmbad und Kasernengebäude laut einem Bericht der BBC für 260.000 Euro zum Verkauf. Direkt am Stausee Castro liegt das seit mehreren Jahren komplett verlassene Dorf Salto de Castro. Anfang der 50er Jahre ist das Dorf errichtet worden für die Arbeiter des Stausees und deren Familien. Nach Fertigstellung ist das Dorf in den 80er Jahren wieder aufgegeben worden. Auf der Immobilienwebseite Idealista gibt es Fotos und mehr Infos zu diesem Angebot.

 

11.11.2022

Neues Visum für digitale Nomaden – Spanien will mit einem neuen Visum die Wirtschaft ankurbeln. In Zukunft dürfen Ausländerinnen und Ausländer länger legal in Spanien arbeiten. Wer ortsunabhängig arbeitet und in den letzten vier Jahren nicht in Spanien gemeldet war, kann ein Sondervisum beantragen. Bis zu fünf Jahre soll es dann digitalen Nomaden möglich sein, in Spanien ihrer Tätigkeit nachzugehen, der Steuersatz ist in den ersten vier Jahren auf 15% begrenzt. Für das Visum müssen entsprechende Voraussetzungen erfüllt werden. Die genauen Anforderungen sollen bis Ende November von der Regierung festgelegt werden. Unter anderem ist die Rede von einem monatlichen Mindestverdienst von 2.000 Euro.

Familien mit 50% mehr Kosten konfrontiert – Laut einem Sprecher der Caritas sehen sich kanarische Familien aktuell mit 50% mehr Kosten konfrontiert. Dabei erleben nicht nur sozial schwache Bevölkerungsgruppen Inflation und steigende Preise als wachsende Bedrohung, die Mehrausgaben sind in allen Bevölkerungsschichten spürbar. Besonders betroffen sind laut der Caritas Haushalte mit Kindern. Im Zentrum der Caritas für sozial schwache Familien in Las Palmas auf Gran Canaria ist die Situation besonders spürbar: im Schnitt werden pro Tag 20 Maschinen Wäsche gewaschen, die Mensa ist den ganzen mit Familien gefüllt, die wegen der gestiegenen Kosten ihre Kinder nicht mehr ausreichend versorgen können.

Corona sorgt für Kollaps in Krankenhäusern – Das Corona Virus dominiert nicht mehr die Nachrichten – es ist von Ukrainekrise und den damit verbundenen Folgen wie Inflation und Energieversorgung abgelöst worden. Wie präsent das Virus auch noch auf den Kanarischen Inseln wütet, zeigen aktuelle Bilder aus dem Krankenhaus Doctor Negrín in Las Palmas auf Gran Canaria. 60 Patienten warten auf ihre Verlegung aus der Notaufnahme auf die entsprechende Station, 49 Patienten liegen in ihren Betten auf den Gängen. Auch Krankenhäuser auf anderen Inseln melden seit Tagen völlige Überlastung. Die 7-Tage Inzidenz bei den über 60-jährigen liegt in der Provinz Las Palmas bei 100,54.

Starke Fusion wirbt für CO² freie Energie – Astican, Zamakona und Capital Energy arbeiten ab sofort zusammen an CO² freien Energieprojekten, als Basis dient der Hafen von Las Palmas – das Ziel: ein Windenergiepark vor den Küsten der Kanarischen Inseln. Die drei Big Player im regenerativen Energiesektor haben eine Vereinbarung für fünf Jahre unterzeichnet. Begonnen wird mit der regenerativen Energieversorgung des Industriehafens von Las Palmas auf Gran Canaria. Notwendig dafür sein werden dutzende schwimmende Inseln mit je drei Windkraftwerken – sie werden am Meeresgrund verankert und sind miteinander vernetzt. Im Süden von Las Palmas sind bereits im Meer Prototypen seit Jahren in Betrieb.

Cochinilla Schildlaus in Gefahr – In Mala und Guatiza ist die Cochinilla Schildlaus in Gefahr. Mit ihr werden Textilien auf natürliche Art rot eingefärbt, ohne Zusatz von chemischen Substanzen. Sie lebt auf speziell dafür gepflanzten Kakteen. Seit zwei Jahren kämpfen die Plantagenbesitzer rund um Mala und Guatiza gegen einen aus Mexiko eingeschleppten Feind. Es ist ebenfalls eine Schildlaus, im Vergleich zur Cochinilla Schildlaus pflegt sie ihren Wirt nicht, sondern trocknet ihn aus und zerstört die Pflanze. Die Handwerkskunst, mit der Cochinilla Schildlaus Textilien Karminrot einzufärben stirbt auf Lanzarote langsam aus, der Vorstoß ein Ausbildungszentrum zu schaffen hatte bisher keinen Erfolg. Die Plantagen rund um Haria und Guatiza zeugen von einer Epoche, in der der natürliche Farbstoff weltweit exportiert worden ist.

 

10.11.2022

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Quevedo weiter auf Erfolgskurs – Pedro Luis Domínguez, besser bekannt als Quevedo, hat monatelang die internationale Spotify Hitliste angeführt. Jetzt starten zwei weitere Songs von ihm und belegen sofort die ersten beiden Plätze in den Top 50 Spaniens. Mit Punto G und APA führt der aus Gran Canaria stammende 20 Jahre alte Rapper seinen ungewöhnlichen Erfolgskurs fort. Quevedo hat es ohne die Unterstützung großer Labels mit dem Song Quedate nur über die guten Streamingergebnisse in die amerikanischen Billboard Charts geschafft. Ähnliches war z.B. auch der deutschen Interpretin Nena gelungen, die vor 40 Jahren mit 99 Luftballons in den USA Erfolg hatte ohne dass eine Single veröffentlich worden war.

Badeunfall am Cofete Strand – Im Naturschutzgebiet auf Fuerteventura ist am Cofete Strand ein lebloser Mann von Badegästen aus dem Wasser geholt worden. Das Opfer soll 34 Jahre alt und deutscher Staatsbürger sein. Weitere Details zur Identität des Mannes sind bisher nicht bekannt. Pressemeldungen zufolge soll er einen Herzinfarkt im Wasser erlitten haben. Rettungskräfte haben den Mann in kritischem Zustand mit einem Helikopter ins Krankenhaus nach Las Palmas auf Gran Canaria gebracht.

100 Gramm Kokain im Magen – Am Flughafen auf Lanzarote hat die Polizei einen Mann aus Guinea Bissau festgenommen. Er hatte insgesamt 1.175 Gramm Kokain in 86 Kapseln in seinem Magen. Die National Polizei führt auf sogenannten „Vuelos calientes“ immer wieder Routinekontrollen wegen Drogenlieferungen durch. In diesem Fall kam die Maschine aus Madrid, der Drogenkurier ist Staatsbürger von Guines Bissau und seit mehreren Jahren mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung in Spanien gemeldet.

Verkehrsbehinderung bei Macher – Noch bis zum 16. November muss am Verkehrsknotenpunkt Macher, zwischen Arrecife und Playa Blanca mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Der Verkehr wird auf der LZ-2 im Kreisverkehr über Puerto Calero umgeleitet. Noch mindestens bis zum 16. November wird der Straßenbelag auf diesem Teilstück der LZ-2 erneuert. Besonders morgens und nachmittags ist auf dieser Strecke mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen.

  1. internationales Drachenfestival – Rund um Corralejo auf Fuerteventura färbt sich noch bis zum Sonntag der Himmel bunt. Dann endet das 35. Internationale Drachenfestival. Rund um Corralejo finden in den kommenden Tagen diverse Workshops und Wettbewerbe zum Thema statt. Einige Drachen beeindrucken alleine durch ihre Größe von bis zu 35 m², andere durch ihre Details – am Himmel zu sehen sind Formationen von Hexen, Komikfiguren, Tiere, Pflanzen und Windspiele. Der größte Teil der Veranstaltung findet in der Nähe des Hotels Oliva Beach statt. Hier erhalten die Besucher leichteren Zugang zu den Veranstaltungen und nicht wie in den vergangenen Jahren über die Dünen im Sand bis zum Playa El Burro.

9.11.2022

20 Mal mehr Photovoltaikmodule – 2019 gab es in der Provinz Las Palmas 101 kleine Photovoltaik-Anlagen um durch Sonnenenergie Haushalte mit Strom zu versorgen – heute, drei Jahre später, werden bereits 2.010 Haushalte zum größten Teil mit Strom versorgt – 20 Mal mehr als noch vor zwei Jahren. Darüber hinaus sind weitere 1.000 Anträge eingereicht und warten auf Genehmigung. In Megawatt pro Stunde ausgedrückt werden heute private Haushalte durch rund 25 Megawatt Strom, produziert durch Sonnenenergie, versorgt.

Kanarische Inseln lösen Karibik ab – Heute endet in London die „WTM“, eine der drei größten europäischen Tourismusmessen mit Madrid und Berlin. Fazit der World Travel Market: weniger Karibik, mehr Kanarische Inseln. Dieser Trend, der mit Beendigung der Reisebeschränkungen der Pandemie begonnen hat, setzt sich weiter fort – lieber sicher in Europa Urlaub machen, als unsicher in der Karibik – Sonne ist trotzdem garantiert, auch in den Wintermonaten. Die Kanarischen Inseln profitieren vor allem in den Sommermonaten von diesem Trend. Während die Wintermonate sowieso bereits das Reiseziel für Urlauber aus Europa waren, setzten die Reiseveranstalter jetzt auch für die Sommermonate auf die südlichste europäische Inselgruppe.

Booster-Impfung mit Diskrepanzen – Während die Booster Impfung auf den Kanarischen Inseln innerhalb der Risikogruppe erfolgreich verläuft, zeigen sich Personen unter 30 Jahren nicht gewillt sich mit einer Auffrischung des Impfschutzes gegen Corona zu schützen. 89% der über 65-jährigen sind auf dem Archipel bereits mit einer Booster-Impfung versorgt. Bei den unter 30-jährigen liegt der Prozentsatz bei 28%. Die Kanarischen Inseln liegen Spanienweit in dieser Altersgruppe an vorletzter Stelle, nur noch auf den Balearen ist der Anteil der geimpften unter 30-jährigen noch geringer.

Keine öffentlichen Fernsprecher mehr – Seit mehr als 12 Monaten werden öffentliche Fernsprecher, die seit rund 80 Jahren zum Straßenbild in Europa gehören, in Spanien abgebaut. Jetzt sollen auch in Las Palmas auf Gran Canaria die noch 159 Telefonkabinen entfernt werden. Einen entsprechenden Antrag hat das Rathaus bereits eingereicht und wartet nur noch auf die Genehmigung. In rund drei Monaten soll es dann keinen öffentlichen Fernsprecher mehr in Las Palmas geben. Einer Nutzeranalyse zufolge wird in Spanien jedes Münztelefon nur noch zweimal pro Monat genutzt.

Tunnel zwischen Afrika und Europa – Nur 14 Kilometer trennen den afrikanischen Kontinent von Europa. Die Straße von Gibraltar ist historisch wegen der Schlacht von Gibraltar im Jahr 1607 bekannt – in den letzten Jahren hat sie vor allem wegen Drogenschmuggel und Flüchtlingen Schlagzeilen gemacht. Nachdem die diplomatischen Spannungen zwischen Marokko und Spanien beigelegt sind, soll jetzt das Tunnelprojekt verwirklicht werden. Pläne dazu gibt’s es bereits seit Jahren. Als Vorbild dient der 50 Kilometer lange Eurotunnel zwischen Calais und Dover. Die Strecke zwischen Tarifa und Tanger soll 40 Kilometer lang sein und Fahrzeuge und Züge 300 Meter unterhalb der Meeresoberfläche schnell auf den anderen Kontinent bringen. Parallel zu den Fahrspuren soll auch Gas und Wasserstoff von Afrika nach Europa durch den Tunnel geliefert werden können.  

8.11.2022

Booster Impfungen gestartet – Innerhalb der Kanarischen Autonomie ist die Kampagne für die Booster Impfung gegen COVID gestartet. Einen Telefonanruf erhalten als erstes die 60 bis 69-jährigen. Das betrifft rund 133.000 Personen auf dem Archipel. Ab dem 21. November erhalten dann auch alle anderen Geimpften in dieser Altersgruppe eine SMS mit einem Booster Impftermin. Bisher sind im Zuge der Booster Impfkampagne 20.000 Personen über 70 Jahren mit einer vierten oder fünften Dosis versorgt worden.

Tourismus mit sehr guten Ergebnissen – Wenn der Tourismus Sektor die Situation für den Oktober mit dem Wort „Spektakulär“ beschreibt, bedeutet das zwar nicht, das alles wie vor der Pandemie ist, zumindest aber ist der wichtigste Wirtschaftssektor des Archipels überrascht über die guten Ergebnisse im abgelaufenen Monat. In den 31 Tagen im Oktober lag die Auslastung von Hotels und Appartementanlagen bei 75% bis 82%. Unter Deutschen, Briten und Holländern ist die Reiselust und der Sonnenhunger ungebremst – zumindest von deutschen Flughafenbetreibern war der Andrang von Fluggästen außergewöhnlich. Im Juli lag die Auslastung auf den Kanarischen Inseln bei 85%, im September bei 80% und im Oktober bei 82%, der November verläuft bisher ähnlich vielversprechend.

Atlantic Rallye for Cruisers – Am 21. November starten 153 Segelyachten von Las Palmas auf Gran Canaria aus in Richtung Karibik bei der 37. Atlantic Rallye for Cruisers. 70 Segelyachten sind bereits am 6. November in See gestochen – sie nehmen die große Route über die Kapverdischen Inseln mit Ziel Santa Lucia. Am 21. November geht es dann für die Crews von 157 Yachten aus 27 Ländern direkt von Las Palmas aus in Richtung Santa Lucia.

Fischer und Windsurfer gegen Windenergie – 15 geplante Windkraftwerke vor der Küste von Arinaga auf Gran Canaria auf einer Länge von 10.000 Metern werden wohl so wie geplant nicht errichtet werden. Sowohl der Verband der Fischer als auch der Windsurfverband am Pozo Izquierdo haben Einspruch gegen das Projekt von Equinor, das der Insel 15 Megawatt regenerativer Energie liefern soll, eingelegt. Der Fischereiverband fordert eine belastbare Studie über die Zerstörung des Meeresgrundes, die die Stromkabel zwischen den schwimmenden Windgeneratoren und der Küste verursachen – der Windsurfverband befürchtet eine Veränderung der Wellen und des Windes in der Bucht am Pozo Izquierdo.

Black Friday läuft besser als 2020 – Der große Tag ist in der Black Friday Woche natürlich der Freitag, aber bereits jetzt ist die Bilanz des Einzelhandels auf den Kanarischen Inseln durchweg positiv. 360 Euro sind Canarios bereit pro Person in der Woche vom 21. November bis zum 27. November auszugeben, auf dem spanischen Festland liegt der Durchschnitt bei 261 Euro. Deutlich wird bereits jetzt: die bürokratischen Hürden, die der Online Handel für Lieferungen von Bestellungen auf die Kanarischen Inseln zu überwinden hat, sind beträchtlich. Bisher lag der Online Anteil der Black Friday Woche bei 31%, auf dem spanischen Festland liegt dieser Anteil bei über 70%.

 

7.11.2022

Hochzeit endet für vier Gäste tödlich – In der Nähe von Madrid ist am frühen Sonntagmorgen ein Autofahrer absichtlich in die Gäste einer Hochzeit gefahren. Der Unfall endete für vier Gäste der Hochzeit tödlich, mehrere weitere Personen sind zum Teil schwer verletzt worden. Der Vorfall hat sich vor einem Restaurant ereignet, nach einem Streit. Der Täter saß gemeinsam mit seinen beiden minderjährigen Söhnen in dem Tatfahrzeug, ein weiterer Tatverdächtiger aus dem Fahrzeug ist noch auf der Flucht. Wie es zu dem Streit gekommen ist, ist noch ungeklärt.

Internationales Drachenfestival – Rund um Corralejo auf Fuerteventura färbt sich ab heute der Himmel bunt. Noch bis zum 13. November findet im Norden der Insel das 35. Internationale Drachenfestival statt. Einige Drachen beeindrucken alleine durch ihre Größe von bis zu 35 m², andere durch ihre Details – am Himmel zu sehen sein werden Formationen von Hexen, Komikfiguren, Tiere und Windspiele. Der größte Teil der Veranstaltung wird in diesem Jahr in der Nähe des Hotels Oliva Beach stattfinden. So sollen die Besucher leichteren Zugang zu den Veranstaltungen erhalten und nicht wie bisher über die Dünen am Playa El Burro zu Fuß im Sand mehrere hundert Meter zurücklegen müssen.

Besucherrekord bei Feria del Sur auf Gran Canaria – An drei Tagen haben insgesamt 125.000 Personen die Feria del Sur in der Gemeinde Santa Lucia de Tirajana auf Gran Canaria besucht. Das entspricht einem Megaerfolg und einem Besucherrekord nachdem die Feria Pandemie bedingt in den letzten Jahren nicht organisiert worden ist. Neben kulinarischen Köstlichkeiten der Kanarischen Inseln hatten die Kunsthandwerker Stände mit ihren Produkten, abends traten unter anderem die Los Sabandeños auf. Die nächste Feria del Sur soll im März des kommenden Jahres organisiert werden.

Auto überschlägt sich bei Teguise – Eine riesen Portion Glück hatten zwei Insassen eines Autos am Samstag auf der LZ-1 bei Teguise auf Lanzarote. Ihr Fahrzeug hatte sich mehrfach überschlagen und ist neben der Straße auf dem Dach zum Stehen gekommen. Beide Personen, die sich beim Unfall innerhalb der Fahrzeugs befanden, standen neben ihrem verbeulten Auto, als die Rettungskräfte eintrafen. Sie konnten sich völlig unverletzt aus dem Fahrzeug befreien.

Massenschlägerei in Arrecife – Mindestens 10 Personen haben sich in den frühen Morgenstunden von Freitag auf Samstag eine Schlägerei im Zentrum von Arrecife auf Lanzarote geliefert. Mit Stöcken, Holzlatten und Stühlen haben die Jugendlichen aufeinander eingeschlagen. Die Polizeibeamten, die wenige Minuten später in der Calle Cienfuegos eingetroffen sind, konnten keinen der Schläger festnehmen. Sie alle flohen zu Fuß, nachdem sie das Blaulicht der Polizei wahrgenommen hatten.

So wenige Arbeitslose wie seit 2007 nicht mehr – Von Krise kann im Arbeitsamt in Arrecife auf Lanzarote keine Rede sein: die aktuellen Zahlen zeigen so wenige Arbeitslose wie seit fünf Jahren nicht mehr: 9.338 Erwerbsfähige sind laut den Ergebnissen aus Arrecife auf den Insel auf Jobsuche. Zum Vergleich: 2021 waren es im April noch 19.903 Arbeitslose auf Lanzarote – seitdem gehen die Arbeitslosenzahlen auf Lanzarote Monat für Monat zurück.

4.11.2022

Neues Hafenprojekt Corralejo – Im Norden von Fuerteventura gibt es Pläne für ein neues Hafenprojekt. Sehr zum Missfallen der Wassersportler soll auf der Westseite der bestehenden Hafenmole ein Wellenbrecher weitere Sportbootstege schützen. Damit ist Windsurfen und Wellenreiten vor Corralejo Geschichte. Aus den Plänen sind sieben zusätzliche Stege mit jeweils rund 50 Anlegeplätzen zu entnehmen, der Wellenbrecher hat eine Länge von gut 500 Metern. Die Finanzierung soll für 2023 beantragt werden.

Atlantic Rallye for Cruisers – 300 Yachten und 1.600 Segler nehmen in diesem Jahr an der Atlantiküberquerung teil. Gestartet wird bereits am 20. November. Eine erste Gruppe von 75 Yachten segelt zu den Kapverdischen Inseln und von dort aus nach Santa Lucia in die Karibik. Insgesamt ist diese Gruppe bis zu 21 Tage auf dem Atlantik unterwegs. Die zweite Gruppe mit 225 Booten starten von Gran Canaria aus am 20. November und segelt direkt nach Santa Lucia. Ein Drittel der Teilnehmer kommt aus Groß Britannien, mehr als 200 Segler stammen aus Deutschland. Seit 30 Jahren wird die Regatta über den Atlantik organisiert und stellt Gran Canarias Häfen mittlerweile vor ein Platzproblem. Bis zum kommenden Jahr will die Inselregierung 1.200 zusätzliche Liegeplätze fertig stellen um der immer weiterwachsenden Veranstaltung gerecht zu werden.

Neue Kläranlage für Arrecife – Auf Lanzarote soll die Inselhauptstadt eine neue Kläranlage erhalten. Die Arbeiten sollen für 12 Millionen Euro bereits Anfang 2023 beginnen. Nach Fertigstellung werden pro Tag 12.000 Kubikmeter Abwasser aufbereitet. Das entspricht 50% mehr Kapazität als die aktuell laufende Kläranlage in der Lage ist zu filtern. Bisher bereitet die Anlage nur Abwasser aus Arrecife auf, mit der neuen Anlage soll zusätzlich das Abwasser aus San Bartolome und Playa Honda aufbereitet werden und für die Bewässerung der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden.

Fuerteventura bei Instagram top – Der Hashtag #playadecorralejo hat in diesem Jahr 78% mehr Follower auf Instagram als im letzten gleichen Vorjahreszeitraum, der Hashtag #elcotillobeach immerhin noch 71% mehr Follower. Einer Analyse der Suchmaschine für Urlaubsunterkünfte Holidu zufolge sind die Strände von Fuerteventura in diesem Jahr bei Instagram so angesagt wie kaum ein anderer Strand in Spanien. Auch die Rezensionen bei Google sind Top, 4,8 von 5 möglichen Punkten bei Bewertungen. Nur über einen Strand in Spanien wird bei Instagram aktuell mehr gepostet: der Playa de Tossa de Mar in Katalonien hat 109% mehr Hashtags als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Tourismus erreicht vor Pandemieziele nicht – 6,7 Millionen Touristen haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Urlaub auf den Kanarischen Inseln gemacht – das entspricht 10% weniger Urlauber als im gleichen Zeitraum 2019 – vor Beginn der Pandemie. Weiterhin sind es auf den Kanarischen Inseln in erster Linie Briten, sich machen den größten Teil der Touristen aus, gefolgt von Deutschen. Der Archipel liegt in Sachen internationaler Tourismus an fünfter Stelle – die meisten Urlauber aus dem europäischen Ausland haben ihre Zeit auf den Balearen verbracht, gefolgt von Katalonien, Valencia und Andalusien.

 

3.11.2022

Gestiegen Kosten für kleinere und mittlere Unternehmen – Die Betriebskosten für Selbständige, kleinere und mittlere Unternehmen sind seit 2019 um 25% gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktanalyse von Cepyme. Der größte Anstieg seit 20 Jahren. Rohstoff und Energiepreise spielen dabei die größte Rolle. Vor allem Energie ist in den letzten drei Jahren um 100% gestiegen. In den kommenden Monaten soll die wirtschaftliche Situation noch dramatischer werden, wenn der Umsatz saisonbedingt einbricht.

Beamte erhalten Bonuszahlung – Die gut drei Millionen Staatsangestellten in Spanien erhalten Ende des Jahres eine Sonderzahlung von 500 Euro. Das hat die Zentralregierung in Madrid entschieden. Außerdem erhalten alle Beamten in Spanien ab 2023 2% mehr Geld auf Basis der gestiegenen Inflation. Der Durchschnittslohn eines staatlich beschäftigten Mitarbeiters in Spanien liegt bei monatlich 2.884 Euro. Mit den Zusatzzahlungen und der Gehaltserhöhung steigt der Jahresverdienst ab 2023 auf durchschnittlich 3.100 Euro. Je nach Region und Autonomie kann dieser Betrag nach oben oder nach unten variieren.

Erster Strato-Hafen Europas – Fuerteventura bietet in Zukunft den ersten Strato-Hafen in Europa für so genannte HAPS. Mit HAPS werden Pseudosatteliten bezeichnet, die zur Überwachung von Wetter, Verkehr oder Veranstaltungen genutzt werden oder bei entsprechender Höhe für Mobilfunk eingesetzt werden ohne die von Satelliten bekannte Verzögerung. Gebaut wird der Strato-Hafen in der Gemeinde Puerto del Rosario für rund 10 Millionen Euro, 8,3 Millionen Euro werden durch einen EU-Fonds finanziert. Auf einer Fläche von 128 Hektar sollen in Zukunft HAPS und Drohnen in die Erdatmosphäre starten.

Rassistische Übergriffe steigen um 66% – 35 Mal sind im letzten Jahr auf den Kanarischen Inseln Urteile wegen rassistischen oder xenophopischen Übergriffen erfolgt. 66% mehr als 2020. Ob diese Steigerung daran liegt, dass Behörden häufiger in diese Richtung ermitteln oder ob die Zahl der Übergriffe an sich zugenommen hat, geht aus dem Ergebnis nicht hervor. Die Zahl der rassistischen Delikte überwiegt in der Statistik stark. 17 Personen sitzen deswegen in Haft.

Solarkraftwerke auf Privathäusern – Im Stadtteil Siete Palmas in Las Palmas auf Gran Canaria wird das erste Photovoltaik Kraftwerk in Spanien auf Dächern von Privathäusern entstehen. 12,4 Gigawatt/h und 7,9 Megawatt Strom sollen so, laut den Berechnungen der Experten entstehen. Die Stromrechnung der Betreiber soll monatlich um 30% sinken. Teilnehmen werden bis jetzt 3.400 Hausbesitzer mit einer Gesamtfläche von 53.000 m². Das Projekt ist ambitioniert, die Nachfrage aber auch. Je mehr Teilnehmer, desto geringer werden die Anschaffungskosten. Bisher kalkulieren die Projektplaner mit einer Investition von 1.000 bis 1.200 Euro pro Hausdach, das Rathaus subventioniert jedes gewonnene Watt durch Sonnenenergie mit einem Euro, pro Teilnehmer kommen so rund 400 Euro Zuschüsse hinzu.

2.11.2022

Ozon übersteigt landesweit Grenzwerte – Den ganzen Sommer über haben 46,8 Millionen Einwohner in Spanien Luft mit zu hohen Ozonwerten eingeatmet. Darüber informiert heute die Organisation „ecologistas en Acción“ auf ihrer Webseite. Nach drei intensiven Hitzewellen in diesem Sommer lagen die Ozonwerte landesweit deutlich über den von der Weltgesundheitsorganisation vorgeschrieben Höchstwerten. Zu hohe Ozonwerte führen in Spanien jedes Jahr zu 1.800 Todesfällen und kosten das spanische Gesundheitssystem pro Jahr 5 Milliarden Euro.

Was kostet eine eigene Wohnung – Emanzipieren ist für einen Großteil der jungen Canarios nicht bezahlbar – auf den Balearen ist die Situation noch gravierender. Im Durchschnitt kostet die Miete der ersten eigenen Wohnung auf den Balearen 96% des monatlichen Gehaltes, auf den Kanarischen Inseln immerhin noch 79,2%. Ausziehen aus dem eigenen Elternhaus also nicht finanzierbar ohne die monatliche Unterstützung der Familie. Dabei gibt es Autonomien, in denen eine eigene Wohnung monatlich bezahlbar ist – Beispiel Castilla – La Mancha – im Schnitt sind dort 47% des monatlichen Einkommens als Miete fällig. Die Zahlen stammen aus 2021, beleuchtet worden sind Spanienweit die Einkommensverhältnisse der 16 bis 29 Jahre alten Bevölkerungsschicht in Spanien. Im Durchschnitt ziehen junge Menschen in Spanien erst mit 26,4 Jahren aus dem eigenen Elternhaus aus.

Nachbarstreit endet mit brennendem Fahrzeug – In Arrecife auf Lanzarote war gestern sowohl Polizei als auch Feuerwehr im Einsatz um ein brennendes Fahrzeug zu löschen. Dem vorangegangen war ein Streit zwischen Nachbarn. Das Motiv für den Streit ist bisher nicht bekannt. Es hat aber ausgereicht um einen der beiden Kontrahenten zu motivieren, den roten Nissan Patrol Jeep des Nachbarn in Brand zu setzen. Das Fahrzeug ist zerstört, der bereits mehrfach vorbestrafte Täter sitzt in Haft.

Mehr Menschen ertrunken – Die Bilanz von „Canarias, 1.500 Kilometros de Costa“ zeigt einen Anstieg bei den Todesfällen an Stränden und Schwimmbädern auf den Kanarischen Inseln im Vergleich zum letzten Jahr. 50 Menschen haben seit Jahresbeginn ihr Leben beim Baden verloren, im letzten Jahr im gleichen Zeitraum waren es 46. 2020 waren es von Januar bis Oktober 37 Personen. Der Anstieg ist auch Pandemie bedingt steigend, bzw. sind während der Pandemie deutlich weniger Menschen beim Baden an den 1.500 Kilometer Küste ums Leben gekommen. Zum Vergleich: 2018 lag die Zahl der Toten, die im Meer ertrunken sind, bei 56 – 2020, als monatelang das Baden wegen der Pandemie untersagt war, lag die Zahl der Todesfälle zwischen Januar und Oktober bei 37. Rund 70% der Todesopfer waren Touristen, zwei Drittel von ihnen Männer.

E-Auto laden wird teurer – An den 29 Ladestationen für E-Autos auf Gran Canaria die vom Cabildo verwaltet werden, sind seit gestern die Tarife erhöht worden. Von 17 Cent pro Minute auf 25 Cent. Dabei spielt es keine Rolle ob die E-Autos tagsüber oder nachts geladen werden. Damit ist der Preis für einmal Laden seit 2020 um 150% gestiegen. Im Oktober 2020 lag der Preis pro Minute noch bei 10 Cent. Das inseleigene Lade Netz für E-Autos auf Gran Canaria verfügt über eine Webseite – nach Anmeldung können Nutzer von E-Autos ihre Fahrzeuge an den 29 Schnellladestationen per Smartphone App laden.

1.11.2022

Inflation auf Vorkrisenniveau – Die Inflation ist in Spanien auf das Niveau von Oktober 2021 gefallen. Das entspricht einem der niedrigsten Werte im Vergleich der europäischen Länder. Die Ursachen hierfür liegen einerseits an den milden Temperaturen aktuell und den herbstlichen Winden, die die tausenden Windkraftanlagen antreiben, die Spanien in den letzten Jahren errichtet hat. Andererseits an den staatlichen Hilfen wie Gaspreisdeckel, Tanksubventionen, günstige Zugtickets im Nahverkehr und Energiesteuersenkungen. Das alles kostet den spanischen Staat rund 19 Milliarden Euro bis Dezember 2022. Ein Großteil der finanziellen Hilfen kommt aber laut Berechnungen des unabhängigen Fiskalrates in Spanien bei den Gutverdienern im Land an. 1,8 Milliarden Euro landen bei den obersten 10%, rund 900 Millionen Euro bei den untersten 10%.

210 Hektar Fläche müssen für Zugprojekt enteignet werden – Die Zahl der Quadratmeter, die für das Zugprojekt auf Gran Canaria enteignet werden müssen, liegt bei 2,12. Das entspricht rund 210 Fußballfeldern. Dabei sollen rund 50% der Zugtrasse von Las Palmas in den Süden der Insel unterirdisch verlaufen. Vier Fünftel betrifft Naturfläche, ein Viertel der benötigten Fläche ist erschlossen und muss von den Eigentümern abgekauft, bzw. enteignet werden. Insgesamt sollen knapp 100 Kilometer Zugtrasse von Las Palmas an der Küste entlang durch sechs Gemeinden in den Süden führen und nach Fertigstellung das Verkehrsaufkommen zwischen der Inselhauptstadt und Playa del Inglés deutlich reduzieren. Bisher ist es aber nur ein Projekt, weder die Finanzierung steht noch sind Pläne für die Freigabe eingereicht worden.

Indianerzelte bei Arucas – Amazon Prime dreht in diesen Tagen an der Küste von Arucas auf Gran Canaria Teile der Serie „Zorro“. Hauptdarsteller sind die mexikanische Schauspielerin Renata Notni und der spanische Schauspieler Miguel Bernardeau. Aus den Reihen des Produktionsteams werden immer wieder Stimmen laut die aussagen, dass es sowohl eine Ehre als auch eine Verantwortung sei, „den wichtigsten hispano-amerikanischen Helden aller Zeiten für eine neue Generation zu adaptieren“. Grundsätzlich, so eine Pressemitteilung von Amazon Prime, solle die Serie in den USA, Lateinamerika sowie Spanien zu sehen sein. Zorro ist der moderne Nachfolger von Robin Hood oder d’Artagnan, die den Armen helfen und sich gegen die Bosheit Privilegierter stellen. Gedreht wird in Arucas für diese Serie noch mindestens bis Dezember.

Weitere 52 Flüchtlinge vor Lanzarote – Auch gestern war die Küstenwache vor den Kanarischen Inseln im Einsatz und hat nordöstlich von Lanzarote 52 Flüchtlinge gerettet. Ein Helikopter hatte das Festrumpfschlauchboot lokalisiert und die Zentrale verständigt. Alle Insassen sind Männer aus Marokko. Sie sind mit einem Boot der Küstenwache in den Hafen von Arrecife gebracht und von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden.

31.10.2022

3M und Zoll sorgen für Klarheit im Maskenskandal – 2,3 Millionen Euro sind während der Pandemie für FFP2 Masken an einen dubiosen Anbieter bezahlt worden. Das Geld ist weg und Gran Canaria hat einen handfesten Skandal in den auch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes involviert sind. Bisher ging man davon aus, der Zoll hätte die Lieferung der 910.000 Masken aus Äthiopien, wegen fehlender Papiere zurückgehalten. Der Schutzartikel Hersteller 3M hat jetzt in einem Gutachten alle Zweifel ausgeräumt: Die 910.000 Masken waren mit gefälschten Prüfsiegeln versehen, die Masken haben den FFP2 Standard nicht erfüllt, das Markensiegel von 3M ist ohne Autorisierung der Marke auf die Masken aufgedruckt worden.

Stalker festgenommen – Auf Mallorca sitzt ein 38-jähriger Mann in Untersuchungshaft nachdem er an einem Tag mehr als 1.000 Mal seinen Ex Freund angerufen hat. Dem vorangegangen sind über Wochen Drohungen und verbale Angriffe gegen das Opfer, das sich bereits vor Monaten von seinem Partner getrennt hatte. Auch hatte der Täter einen ganzen Kanister Terpentinverdünnung über die Haustür seines Ex gegossen mit der Drohung das Haus, in dem auch die Familie des Opfers lebt, anzuzünden.

31 Flüchtlinge vor Lanzarote gerettet – Nördlich von Lanzarote hat die Küstenwache 31 Flüchtlinge aus Afrika aus einem Schlauchboot gerettet. Unter den Migranten befinden sich auch drei minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Mit einem Rettungsboot der Küstenwache sind alle in gutem gesundheitlichem Zustand in den Hafen von Arrecife gebracht worden und dort von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden.

Ausgabe der „Feria del Sureste“ – Während der Pandemie wurde sie abgesagt – jetzt, kommendes Wochenende, findet die „Feria del Sureste“ wieder auf Gran Canaria statt. Größer, besser, nachhaltiger und regenerativer als je zuvor. 160 Anbieter haben sich für die 18. Ausgabe der Messe einen Stand gesichert. Sie alle kommen aus den Gemeinden Santa Lucía de Tirajana, Ingenio und Agüimes. Das Motto in diesem Jahr: Kilometro 0, also ausschließlich Produkte die innerhalb der Gemeinden Gran Canarias produziert worden sind. Für die musikalische Begleitung sorgen kommendes Wochenende Los Gofiones, Los Sabandeños, Vocal7, Los Coquillos, Arístides y 101 Grand Brass sowie Yeray Rodríguez.

Schilfpflanzen entführt – Wenn Schilf von einer auf die andere Insel gebracht wird, hat das in diesem Fall nichts mit Entführung zu tun, sondern dient einem nachhaltigen Zweck. Eine Gruppe von Handwerkern aus Fuerteventura hat auf Lanzarote ganze Ballen von Schilfpflanzen ausgegraben um sie auf Fuerteventura anzusiedeln. Aus ihnen sollen Siebe, Körbe und Sonnenschirme hergestellt werden. Geplant hat die Gruppe das Schilf von Lanzarote auf Fuerteventura zu kultivieren und die Produkte auf Kunsthandwerksmärkten zu verkaufen. Historisch belegt sind rund um den Bereich bei Tefía, zwischen Tindaya und Puerto del Rosario, Kunsthandwerker, die vor hunderten von Jahren die Fischer mit Netzen, Sieben und Körben aus Schilf ausgestattet haben. Diese Kultur soll bei Tefía wieder entstehen.

 

24.10.2022

Unsere Lokalnachrichten sind vorübergehend im Urlaub.

21.10.2022

Trotz Strompreisdeckel Preis um bis zu 85% gestiegen – Auch mit Strompreisdeckel sind in Spanien die Preise pro Kilowattstunden Strom um bis zu 85% gestiegen. Dazu kommt eine Inflationsrate von bis zu 10%. Wegen der niedrigeren Löhne in Spanien sind die gestiegenen Strompreise für die Bevölkerung noch schmerzhafter. Der Grund warum die Strompreise in Spanien trotz staatlichem Eingriff so stark gestiegen sind, liegt im Gaspreis. Dieser verzerrt die Strompreisberechnung. Laut Experten ist es dringend notwendig einen neuen Markt zu schaffen, in dem der Gaspreis nicht mehr die allgemeinen Produktionskosten mit erneuerbaren Energien verteuert. Nur wenn der Strom- vom Gaspreis entkoppelt werde, sind die Strompreise in Spanien langfristig auf niedrigem Niveau zu halten.

Absatz von Zement sink weiter – Die Stimmung im Bausektor auf den Kanarischen Inseln lässt sich am Absatz von Zement ablesen. Im August lag dieser bei 13% unter Vorjahresniveau, im Juli ganze 25% unter der Menge die im Juli im letzten Jahr veräußert worden ist. Das entspricht der niedrigsten Menge Zement seit vier Jahren. Zum Vergleich: seit Jahresbeginn sind 36.000 Tonnen Zement auf den Kanaren verkauft worden, zum gleichen Zeitpunkt letztes Jahr lag die Menge noch bei rund 52.000 Tonnen.

Jeder zehnte leidet an Long Covid – Das Ergebnis einer aktuellen Studie in Spanien zeigt, dass zwischen 10% und 15% der Corona Genesenen an Long-Covid leidet. Der Anteil von Frauen ist deutlich höher. Acht von zehn Long-Covid Patienten sind Frauen mit einem Altersdurchschnitt von 43 Jahren. Hauptsächlich leiden diese an 40 verschiedenen Symptomen. Darunter Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdefizit, Atemnot, Tachykardie, Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme oder Asthenie.

Baden in Las Cucharas – Kein Baden am Strand von Los Cucharas auf Lanzarote. In Costa Teguise weht die rote Flagge. Die Konzentration von gesundheitsschädlichen Bakterien im Wasser ist so hoch, dass Gefahr für die Gesundheit besteht. Es handelt sich um Enterococcus faecalis. Es wird nach einem Abwasserleck gesucht, das für die Kontamination der Bucht in Costa Teguise verantwortlich ist. Bereits vor wenigen Wochen musste der Strand ebenfalls geschlossen werden, nachdem Spuren von Fäkalien im Wasser nachgewiesen worden sind.

Öffentliche Verkehrsmittel werden häufiger genutzt – Die Gewohnheiten der Spanier in Sachen öffentliche Transportmittel hat sich verändert, seitdem die Kraftstoffpreise gestiegen sind. Jeder Zweite nutzt häufiger Bus und Bahn. Nur ein Drittel hat, innerhalb einer spanienweit durchgeführten Umfrage, seine Gewohnheiten deswegen nicht angepasst. Drei Viertel der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel haben das Null Euro Ticket beantragt, das die spanische Regierung für die kommenden vier Monate für Pendler zur Verfügung stellt.

Bis zu 400 Grad auf La Palmas – Vor einem Jahr tat sich auf La Palma die Erde auf und begann Feuer zu spucken. 4.000 Gebäude sind der Lava zum Opfer gefallen, 70 Kilometer Straßen zerstört worden und 350 Hektar Bananenplantagen wurden vernichtet. Heutet, ein Jahr später deutet nichts auf einen weiteren Ausbruch hin. Lebensgefährlich sind die Lava Schlote aber weiterhin, es treten rund um die Ausbruchstelle weiterhin giftige Gase aus – die Temperatur der erkalteten Lava ist an mehreren Stellen bis zu 400 Grad heiß.

 

20.10.2022

Wartungsarbeiten am Stromnetz – Bürger in Tuineje und Pájara auf Fuerteventura werden heute zumindest zeitweise mit Stromausfällen rechnen müssen. Heute Nacht zwischen 0.00 und 3.00 Uhr ist in verschiedenen Wohngebieten in den beiden Gemeinden bereits der Strom wegen Wartungsarbeiten abgestellt worden – das Gleiche erwartet die Residenten in Pájara und Tuineje auch heute Nacht. Betroffen sind rund 15.000 Kunden von Red Eléctrica Española. Geplant sind außerhalb der Uhrzeiten keine weiteren Stromausfälle. Notwendig sind die Arbeiten um in Zukunft in beiden Gemeinden mehr Leistung und damit eine stabilere Stromverbindung anzubieten.

92 km/h zu schnell unterwegs – Mit einem Strafverfahren muss ein Autofahrer auf Fuerteventura rechnen, nachdem er von der Polizei mit 193 km/h auf der FV-1 von Puerto del Rosario in Richtung Corralejo unterwegs war. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h. Neben sechs Punkten und mindestens 600 Euro Geldstrafe drohen dem 37 Jahre alten Mann auch ein Strafverfahren mit Führerscheinentzug.

Baden in Las Cucharas – Am Strand von Los Cucharas in Coste Teguise auf Lanzarote weht die rote Flagge. Im Wasser ist die Konzentration von gesundheitsschädlichen Bakterien so hoch, dass Gefahr für die Gesundheit besteht. Es handelt sich um Enterococcus faecalis, dementsprechend wird nach einem Abwasserleck gesucht, das für die Kontamination der Bucht in Costa Teguise verantwortlich ist. Bereits während des Unwettertiefs Hermine vor wenigen Wochen musste der Strand ebenfalls geschlossen werden, nachdem Spuren von Fäkalien im Wasser nachgewiesen worden sind.

Gasexplosion in La Aldea – Die Explosion in einem Wohnhaus in La Aldea auf Gran Canaria ist auf ein Gasleck zurückzuführen. Davon gehen die Einsatzkräfte vor Ort aus, nachdem sie einen 52 Jahre alten Mann aus dem Inneren des Wohnhauses retten konnten und ihn zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus Doctor Negrín nach Las Palmas gebracht haben. Der Unfall ereignete sich gestern um 6.00 Uhr morgens. Die Polizei ermittelt in dem Vorfall.

Familien mit 50% mehr Kosten konfrontiert – Laut einem Sprecher der Caritas sehen sich kanarische Familien aktuell mit 50% mehr Kosten konfrontiert. Dabei erleben nicht nur sozial schwache Bevölkerungsgruppen Inflation und steigende Preise als wachsende Bedrohung, die Mehrausgaben sind in allen Bevölkerungsschichten spürbar. Besonders betroffen sind laut der Caritas Haushalte mit Kindern. Im Zentrum der Caritas für sozial schwache Familien in Las Palmas auf Gran Canaria ist die Situation besonders spürbar: im Schnitt werden pro Tag 20 Maschinen Wäsche gewaschen, die Mensa ist den ganzen mit Familien gefüllt, die wegen der gestiegenen Kosten ihre Kinder nicht mehr ausreichend versorgen können.

19.10.2022

Gute Prognosen im Tourismus – Auch im November und im Dezember sehen die Prognosen im Tourismus für die Kanarischen Inseln positiv aus. Es werden so viele Urlauber erwartet wie zur gleichen Zeit 2019, vor der Pandemie. Sowohl im Juli, als auch im August und im September lagen die Ergebnisse über denen aus 2019 im gleichen Zeitraum. Das spiegelt sich nicht nur in den Gesamtumsätzen wieder, die auf Grund gestiegener Preise über den Ergebnissen aus 2019 liegen, auch bei den Arbeitsverträgen zeigt sich eine Verbesserung zu 2019. Heute arbeiten gut 2.200 Arbeitnehmer mehr in diesem Sektor als noch vor der Pandemie.

Corona sorgt für Kollaps in Krankenhäusern – Das Corona Virus dominiert nicht mehr die Nachrichten – es ist von Ukrainekrise und den damit verbundenen Folgen wie Inflation und Energieversorgung abgelöst worden. Wie präsent das Virus auch noch auf den Kanarischen Inseln wütet, zeigen aktuelle Bilder aus dem Krankenhaus Doctor Negrín in Las Palmas auf Gran Canaria. 60 Patienten warten auf ihre Verlegung aus der Notaufnahme auf die entsprechende Station, 49 Patienten liegen in ihren Betten auf den Gängen. Auch Krankenhäuser auf anderen Inseln melden seit Tagen völlige Überlastung. Die 7-Tage Inzidenz bei den über 60-jährigen liegt in der Provinz Las Palmas bei 100,54.

Black Box gelöscht – Tagelang lag die Fähre von Fred Olsen vor Agaete auf Gran Canaria mit Schlagseite vor dem Hafen. Die Crew war am 7. Januar vollbeladen aufgrund gelaufen. Das Wetter wurde verantwortlich gemacht, starke Windböen hätten die Fähre abgetrieben. Der Unfall ist untersucht worden, heute werden pikante Details bekannt: die Blackbox der Fähre ist, noch während sie auf Grund lag, gelöscht worden. Laut dem Bericht, sind die Daten einen Tag nach dem Unfall durch das generelle Abschalten aller Systeme an Bord gespeichert worden – einen Tag später, als die Systeme wieder hochgefahren worden sind, wurden diese aber überschrieben. Vorsatz wird dem Vorfall nicht zugeschrieben.

Kanaren im Fokus wegen Corona – Steigende Inzidenzen in Deutschland und Österreich sorgen beim spanischen Gesundheitsamt für Beunruhigung – im Fokus die Kanarischen Inseln. Anhand der Infektionszahlen soll in den kommenden Tagen entschieden werden, ob Maßnahmen notwendig sind. In der Vergangenheit gab es auf Kanarischen Flughäfen Einreisekontrollen und Formulare um Kontakte möglicher Corona-Infizierter leichter und schneller zurückzuverfolgen.

Fiestas de Vecindario mit Nacht des Schreckens – Der mobile Kran gestern in Vecindario auf Gran Canaria gehörte nicht zu den Fahrgeschäften der Fiesta de Vecindario. Er gehörte zu einem Rettungseinsatz der Feuerwehr. Ein Fahrgeschäft hatte aus Sicherheitsgründen den Betrieb eingestellt, dutzende Personen konnten aus eigener Kraft die Achterbahn verlassen, in 20 Meter Höhe befanden sich aber noch sechs Personen in einer Kabine. 60 Minuten mussten sie in schwindelnder Höhe ausharren, bis der Kran am Einsatzort ausgefahren und einsatzbereit war. Alle sechs sind wohlbehalten aus der Achterbahn gerettet worden.

 

18.10.2022

Schlechte Weinernte auf Gran Canaria – Bisher haben die Winzer auf Gran Canaria rund 190 Tonnen Weintrauben geerntet, es wird mit einer Gesamtmenge von 250 Tonnen gerechnet. Rund 10 Tonnen weniger als 2019 und rund 200 Tonnen weniger als 2018. Die aktuelle Erntemenge wird noch etwas variieren, noch haben einige Gemeinden auf Gran Canaria die Weinernte nicht abgeschlossen, die fehlende Erntemenge liegt aber nur im einstelligen Bereich. Für die geringe Ausbeute in diesem Jahr gibt es mehrere Gründe, meteorologisch war es ein schlechtes Weintraubenjahr. Dazu kommen Schädlinge die einen Teil der Weinernte vernichtet haben. Zusätzlich haben dutzende Winzer in diesem Frühjahr aus finanziellen Gründen ihre Weinfelder nicht bestellt.

Starke Fusion wirbt CO² freier Energie – Astican, Zamakona und Capital Energy arbeiten ab sofort zusammen an CO² freien Energieprojekten, als Basis dient der Hafen von Las Palmas – das Ziel: ein Windenergiepark vor den Küsten der Kanarischen Inseln. Die drei Big Player im regenerativen Energiesektor haben eine Vereinbarung für fünf Jahre unterzeichnet. Begonnen wird mit der regenerativen Energieversorgung des Industriehafens von Las Palmas auf Gran Canaria. Notwendig dafür sein werden dutzende schwimmende Inseln mit je drei Windkraftwerken – sie werden am Meeresgrund verankert und sind miteinander vernetzt. Im Süden von Las Palmas sind bereits im Meer Prototypen seit Jahren in Betrieb.

Mehr Containerverkehr als 2019 – Arrecife, Puerto del Rosario und Las Palmas haben von Januar bis September mehr Container abgefertigt oder umgeladen als im gleichen Zeitraum 2019 vor der Pandemie. Insgesamt liegt die Steigerung bei 5,39% im Vergleich zu 2019. Im letzten Jahr ist der Warenverkehr um gut 25% eingebrochen. Besonders bei frischem Fisch ist die Steigerung signifikant. Ein Viertel mehr seit Januar dieses Jahr im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019.

Tourismus mit guten Ergebnissen – Auf Lanzarote hat der Tourismus 40 Millionen Euro im September eingenommen, auf Fuerteventura sind die Buchungszahlen bereits jetzt 27% über den Ergebnissen aus 2019, für Gran Canaria fehlen noch aktualisierte Zahlen. Es ist der wichtigste Wirtschaftsmotor für den Archipel, der Fokus der Regionalregierung liegt nicht umsonst bei allen Entscheidungen auch immer auf diesem Sektor. Lanzarote verfügt über 165 Hotels- Appartementanlagen – insgesamt über 56.000 Betten – diese waren im August so gut wie ausgebucht. Pro Nacht haben auf Lanzarote seit Jahresbeginn im Durchschnitt 11.000 Urlauber übernachtet – das entspricht einer Durchschnittsauslastung von 55%. Mit Fuerteventura haben die Deutschen ein beliebtes Winterreiseziel wiederentdeckt. Die Reservierungen aus der BRD sind um 40% gestiegen und liegen aktuell um 27% über den Reservierungen aus dem gleichen Zeitraum in 2019.

Countdown zum Finale Frontón King 2021 – Für Surfer weltweit gibt es zwei Bilderbuchwellen auf den Kanarischen Inseln. Die eine heißt „Quemao“ und liegt vor dem Ort La Santa auf Lanzarote. Hier findet jedes das Surf Event „Quemao Glass“ statt. Die weltweit bekanntere heißt aber „El Frontón“ in der Gemeinde Galdár auf Gran Canaria. Hier findet noch bis zum 30. Oktober der Wettbewerb „Frontón King 2022“ statt. Die Wettbewerbsläufe werden Live im Internet übertragen. In diesem Jahr werden pro Tag bis zu 1.000 Zuschauer das Event vor Ort verfolgen können.

17.10.2022

264 Flüchtlinge am Wochenende – Wenn Flüchtlinge vor Fuerteventura oder Lanzarote von der Küstenwache gerettet werden sorgt das nach Jahren der Migration übers Meer nicht mehr für große Aufmerksamkeit – wenn Flüchtlingsboote vor El Hierro lokalisiert werden, rund 500 Kilometer von Lanzarote entfernt, dann liegen die Vermutungen nahe, dass es auf der Reise von Afrika auf die Kanarischen Inseln zu Tragödien gekommen ist. 20 Seemeilen nördlich von Lanzarote hat die Küstenwache am Wochenende zwei Flüchtlingsboote und 106 Flüchtlinge gerettet. Vor El Hierro ist ein Flüchtlingsboot mit 124 Flüchtlingen lokalisiert worden – alle Flüchtlinge sind in gutem gesundheitlichem Zustand nach La Restinga auf El Hierro bzw. nach Arrecife auf Lanzarote gebracht worden.

Cochinilla Schildlaus in Gefahr – In Mala und Guatiza ist die Cochinilla Schildlaus in Gefahr. Mit ihr werden Textilien auf natürliche Art rot eingefärbt, ohne Zusatz von chemischen Substanzen. Sie lebt auf speziell dafür gepflanzten Kakteen. Seit zwei Jahren kämpfen die Plantagenbesitzer rund um Mala und Guatiza gegen einen aus Mexiko eingeschleppten Feind. Es ist ebenfalls eine Schildlaus, im Vergleich zur Cochinilla Schildlaus pflegt sie ihren Wirt nicht, sondern trocknet ihn aus und zerstört die Pflanze. Die Handwerkskunst, mit der Cochinilla Schildlaus Textilien Karminrot einzufärben stirbt auf Lanzarote langsam aus, der Vorstoß ein Ausbildungszentrum zu schaffen hatte bisher keinen Erfolg. Die Plantagen rund um Haria und Guatiza zeugen von einer Epoche, in der der natürliche Farbstoff weltweit exportiert worden ist.

Frauen dominieren Travesía el Río – Zum ersten Mal hat beim Schwimmwettbewerb zwischen Lanzarote und La Graciosa eine Frau den ersten Platz gemacht. Das Sport Event ist zum ersten Mal nach der Pandemie wieder durchgeführt worden. 2020 und 2021 gab es keine Travesía El Río. 273 Teilnehmer haben Caleta de Sebo auf La Graciosa erreicht, nachdem sie vom Playa El Risco auf Lanzarote losgeschwommen sind. Kennedy Hope Denby hat vor Carlos Vizcaíno, Hugo Rijo, Óscar Pérez und Víctor Guillén das Ziel erreicht. Insgesamt haben knapp 700 Sportler an dem Event teilgenommen.

Flugverkehr umgeleitet – In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind dutzende Flüge von Fuerteventura nach Gando auf Gran Canaria umgeleitet worden. Grund für den Vorfall: Gewitter und intensive Regenschauer. Zum Teil mussten die Maschinen einen großen Umweg, südlich der kanarischen Inseln bis zur afrikanischen Küste fliegen um Fuerteventura vom Osten aus zu erreichen. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag sind alleine zwischen 0:00 und 2:00 sechs Maschinen mit Ziel Fuerteventura auf Gando gelandet.

Buchtipp España vacía – In Spanien leben 80% der 48 Millionen Einwohner in Madrid oder an der Küste. Die daraus resultierende Entvölkerung und der damit verbundene Exodus greift ein aktuelles Buch auf, dass jetzt auch auf Deutsch erschienen ist. Ein Bestseller war España vacía bereits vor der deutschen Übersetzung und dem Autor gelang noch viel mehr: sein Buch hat das politische Denken verändert – nicht nur in Spanien. Das Thema Landflucht wird mittlerweile von jeder spanischen Partei besetzt, die drohende Entvölkerung ganzer Regionen zählt heute zu einer der bedeutendsten Herausforderung der Regierung. Erschienen im Wagenbach Verlag, geschrieben von Sergio del Molino – der Titel: leeres Spanien.

 

14.10.2022

Die beste Bar der Welt – Wenn ein Cocktail wie ein guter Song ist, mit eigenem Beat, wenn er gekühlt trotzdem Wärme ausstrahlt und einen unvergleichlich Geschmack besitzt, dann ist die Theke an der er ausgeschenkt wird wie das dazugehörige Album dazu: oder auch die beste Bar der Welt! Sie steht in diesem Jahr in Spanien. Unter 550 Experten aus 28 Ländern ist die Paradisco Bar in Katalonien zur besten der Welt gewählt worden. Es ist das erste Mal das weder London noch New York auf dem ersten Platz stehen. Überhaupt schneidet Europa in diesem Jahr zur Wahl der besten Bars der Welt gut ab – nur Deutschland geht leer aus – unter den besten 50 der Welt ist keine Bar aus der Bunderepublik.

Erste Oktopus Zucht in Las Palmas – Dem galizischen Unternehmen Nueva Pscanove ist gelungen, was seit Jahrzehnten als unmöglich galt: die kommerzielle Zucht von Okotpus. Die weltweit erste Zuchtstation soll im Hafengebiet von Las Palmas auf Gran Canaria entstehen. Auf einer Fläche von 53.000 m² sollen in Zukunft bis zu 3.000 Tonnen Pulpo gezüchtet werden. Das Genehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Erste Bedenken von Tierschützern sind bereits von der Umweltbehörde zurückgewiesen worden. Die Zucht von Oktopus galt über Jahrzehnte als unmöglich, erste Erfolge erzielten die Forscher von Nueva Pescanova bereits 2018, mittlerweile ist das Unternehmen in der Lage die Zucht kommerziell zu betreiben.

Spanien beschließt Mietdeckel – Während in Deutschland weiterhin diskutiert und gestritten wird, hat Spaniens Regierung einfach beschlossen, was in Deutschland bisher unmöglich schien: Der Mietzins darf nur noch um zwei Prozent pro Jahr steigen. Millionen von Mietverträgen enthalten in Spanien eine sogenannte Index Klausel. Laut dieser konnten die Mieten bisher an die Preissteigerungen angepasst werden, was bei einer Inflationsrate von aktuell 10,3% und einer monatlichen Miete von z.B. 1.000 Euro monatliche Mehrkosten von 100 Euro bedeutet hätte. Mit der neuen gesetzlichen Mietenbremse ist diese Erhöhung gestoppt. Sie soll solange in Kraft bleiben, bis sich die Inflation wieder auf ein normales Niveau von 2% eingependelt hat.

Warteliste für Untersuchungen länger als vor einem Jahr – Sieben Monate Wartezeit für eine Endoskopie, vier für ein Röntgenbild. 22.955 Personen warten auf den Kanarischen Inseln auf eine Diagnose und eine Untersuchung. Das ist der Stand von August 2022. Dieses Ergebnis entspricht einem Anstieg von 13,4% im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat. Auf ein sogenanntes MRT warten Patienten im Hospital Doctor Negrín in Las Palmas auf Gran Canaria sogar 255 Tage. Für eine Röntgenaufnahme müssen Patienten im Krankenhaus in Las Palmas rund 170 Tage warten. Eine Endoskopie wird erst nach 200 Tagen Wartezeit durchgeführt.

Erstes Webportal für gebrauchte E-Autos – Die beiden Gran Canarios Roberto Amorín und Alfonso Rincón haben das erste Webportal für gebrauchte E-Autos errichtet. Dieses Wochenende präsentieren die beiden ihre Webseite solococheelectrico.es in Madrid auf der Automobilmesse. Bisher ist das Angebot auf dem Webportal begrenzt, rund 20 gebrauchte E-Autos suchen einen neuen Besitzer. Die Preise werden sowohl als Bruttopreise, als auch als Nettopreise mit allen aktuell möglichen staatlichen Subventionen angezeigt. Die kanarischen Inseln gehören in Spanien zur der Region, in denen die meisten E-Autos genutzt werden. Rund 40% der bisher verkauften batteriebetriebenen Fahrzeuge sind in der kanarischen Autonomie verkauft worden.

 

13.10.2022

Wieder Tabellenführer – Der UD Las Palmas ist weiterhin Tabellenführer in der zweiten spanischen Liga. Mit einem 1:0 Sieg auswärts gegen Lugo bleibt die Mannschaft aus Las Palmas bisher ungeschlagen – aber das Team um Trainer Valles tat sich gestern Abend schwer gegen eine sehr defensiv aufspielende Mannschaft aus Lugo. Der Siegtreffer fiel erst in der 60. Minute. Wie intensiv die Partie geführt wurde zeigen die fünf gelben Karten, die vom Schiedsrichter während der Partie verteilt wurden.

Mobile Kioske – Seit zweieinhalb Jahren gibt es im Süden Gran Canarias an den Stränden Maspalomas und Playa del Inglés keine Kioske. Die Gründe dafür sind vielschichtig und würden hier in den Nachrichten den Rahmen sprengen. Das es auch andere Alternativen gibt, zeigt aktuell eine Gruppe von Männern, deren Gesichter auf Fotos in Zeitungsmeldungen verpixelt werden. Wir nennen sie jetzt mal fliegende Kioske – mit Hilfe von Kühltaschen werden Strandbesucher mit kühlen Getränken, Eis und Obst versorgt. Die Aktivität ist illegal, zu regulieren durch die Behörden wegen der Größe der Strände und fehlendem Personal so gut wie unmöglich. Anwärter um die Kioske zu betreiben gibt es aktuell sechs, alleine das Ayuntamiento hat es in den 30 Monaten nicht geschafft eine Ausschreibung dafür zu veröffentlichen.

Erdbeben vor Gran Canaria – Mit einer Stärke von 3,2 auf der Richterskala hat der Meeresgrund vor Gran Canaria gebebt. Das Beben hat sich gestern Abend um 23.25 Uhr ereignet. Dutzende Bürger in Las Palmas haben gestern gegen Mitternacht den Notruf verständigt, nachdem sie das Beben gespürt haben. Für die Bürger bestand zu keiner Zeit Gefahr – Beben mit dieser Stärke gehören für einen Archipel vulkanischen Ursprungs zu Normalität.

Steuerrekord auf Lanzarote – Das Durchschnittseinkommen in der Gemeinde Teguise auf Lanzarote lag im letzten Jahr bei 24.345 Euro, soviel verdienen die Bürger der Insel in keiner anderen Gemeinde. Das entspricht Platz acht im Vergleich aller Gemeinde der Kanarischen Inseln. Vergleicht man das Durchschnittseinkommen von Teguise Spanienweit, verliert die Gemeinde auf Lanzarote den Protagonisten: Platz 667 im Vergleich aller spanischer Gemeinden. Am wenigsten wird auf Lanzarote mit einem Jahresdurchschnittseinkommen von 19.251 Euro in der Gemeinde Yaiza verdient.

Piraten in Gran Tarajal – Strandbesucher bei Gran Tarajal auf Fuerteventura sind gestern ins Jahr 1740 katapultiert worden. In der Gemeinde Tuineje ist gestern an ein historisches Datum in der Geschichte der Insel erinnert und nachgespielt worden: 1740 landeten englische Piraten an den Stränden der Gemeinden. Zum Anlass dieses historischen Ereignisses finden in der Gemeinde im Oktober verschiedene Fiestas und Romerias statt. In den Geschichtsbüchern taucht dieses Ereignis als „Las batallas de El Cuchillete y Tamasite“ auf – die Angriffe der britischen Freibeuter wurden den Aufzeichnungen zufolge von Milizen der Gemeinde zurückgeschlagen.

 

11.10.2022

FuDeNaS findet Ende Oktober statt – Das größte Cross-Country Rennen der Kanarischen Inseln findet in diesem Jahr auf Fuerteventura zwischen dem 29. und dem 30. Oktober statt. In diesem Jahr werden wieder rund 3.000 Teilnehmer erwartet, die an zwei Tagen die Insel auf dem MTB von Norden nach Süden durchqueren. Von Corralejo bis nach Morro Jable werden insgesamt 150 Kilometer zurückgelegt, 90% der Strecke verläuft auf unbefestigten Pfaden oder Wegen.

Bis zu 400 Grad auf La Palmas – Vor einem Jahr tat sich auf La Palma die Erde auf und begann Feuer zu spucken. 4.000 Gebäude sind der Lava zum Opfer gefallen, 70 Kilometer Straßen zerstört worden und 350 Hektar Bananenplantagen wurden vernichtet. Heute, ein Jahr später deutet nichts auf einen weiteren Ausbruch hin. Lebensgefährlich sind die Lava Schlote aber weiterhin, es treten rund um die Ausbruchstelle weiterhin giftige Gase aus – die Temperatur der erkalteten Lava ist an mehreren Stellen bis zu 400 Grad heiß.

Öffentliche Verkehrsmittel werden häufiger genutzt – Die Gewohnheiten der Spanier in Sachen öffentliche Transportmittel hat sich verändert, seitdem die Kraftstoffpreise gestiegen sind. Jeder Zweite nutzt häufiger Bus und Bahn. Nur ein Drittel hat, innerhalb einer spanienweit durchgeführten Umfrage, seine Gewohnheiten deswegen nicht angepasst. Drei Viertel der Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel haben das Null Euro Ticket beantragt, das die spanische Regierung für die kommenden vier Monate für Pendler zur Verfügung stellt.

Hybrid-Busse für Timanfaya – Der Touristenmagnet Timanfaya auf Lanzarote wird ab nächstes Jahr sechs Hybrid-Busse auf der Strecke durch das Eruptions-Gebiet des Nationalparks einsetzen. Auf autonome Fahrzeuge, die ursprünglich im Gespräch waren, wird verzichtet. Damit sinken die Investitionskosten von ursprünglich rund 2,2 Millionen Euro auf 1,6 Millionen Euro. Die neuen Fahrzeuge können batteriebetrieben 120 Kilometer pro Tag zurücklegen, bevor der Kraftstoffmotor in Betrieb genommen werden muss. Die neuen Busse sollen ab dem ersten Quartal 2023 in Betrieb genommen werden.

Trotz Strompreisdeckel Preis um bis zu 85% gestiegen – Auch mit Strompreisdeckel sind in Spanien die Preise pro Kilowattstunden Strom um bis zu 85% gestiegen. Dazu kommt eine Inflationsrate von bis zu 10%. Wegen der niedrigeren Löhne in Spanien sind die gestiegenen Strompreise für die Bevölkerung noch schmerzhafter. Der Grund warum die Strompreise in Spanien trotz staatlichem Eingriff so stark gestiegen sind, liegt im Gaspreis. Dieser verzerrt die Strompreisberechnung. Laut Experten ist es dringend notwendig einen neuen Markt zu schaffen, in dem der Gaspreis nicht mehr die allgemeinen Produktionskosten mit erneuerbaren Energien verteuert. Nur wenn der Strom- vom Gaspreis entkoppelt werde, sind die Strompreise in Spanien langfristig auf niedrigem Niveau zu halten.

 

10.10.2022

Midcat – eine Pipeline, die Europa spaltet – Spanien hat Gas im Überfluss, Deutschland benötigt es, Frankreich bremst. In der Energiefrage spielen in diesen Tagen drei Länder eine entscheidende Rolle: Deutschland braucht eine solide und dauerhafte Gasversorgung, nachdem aus Russland durch Nordstream 1 nichts mehr ankommt. Spanien verfügt mit Gaslieferungen aus Algerien und einer LNG Terminal Infrastruktur über 34% aller EU-Kapazitäten, alleine für die Lieferung müsste die sogenannte Midcat Pipeline fertiggestellt werden. Aktuell endet sie in der Autonomie Girona, 100 Kilometer vor der französischen Grenze. Die fehlenden 120 Kilometer verlaufen zum Teil durch Frankreich und Ministerpräsident Manuel Macron sieht bis jetzt keine Notwendigkeit, die Pipeline auf französischem Boden fertigzustellen. Während Spaniens Präsident Sánchez sein Land in Zukunft als Drehkreuz für den europäischen Export von Flüssiggas sieht, sieht Manuel Macron kein Argument um die drohende Gaskriese in Europa im Winter abzuwenden – die Fertigstellung der Pipeline dauert zu lange. Innerhalb der Thematik treffen nationale Interessen so stark aufeinander, dass die europäische Solidarität in den Hintergrund rückt.

Ausfahrt blockiert – Fahrzeug beschädigt – Auf Teneriffa hat ein Autofahrer ein anderes Fahrzeug stark beschädigt, weil dieses die Ausfahrt aus einer Parklücke blockiert hat. Jeder hat es schon erlebt: besonders unter Lieferanten beleibt, parken in zweiter Reihe – betroffene Autofahrer von parkenden Fahrzeugen brauchen dann Geduld und können erst wegfahren, wenn die Lieferung abgeschlossen ist und der Lieferant sein Fahrzeug wegfährt. Diese Geduld hat ein Mann auf Teneriffa nicht aufgebracht und ist mit seinem Fahrzeug so oft gegen das blockierende gefahren, bis er die Parklücke verlassen konnte. An beiden Autos entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euros.

Weiteres Bier ausgezeichnet – Der Cervezas Artesanas CICA Preis gilt unter Kennern als einer der fünf wichtigsten Bierwettbewerbe weltweit. Gewonnen hat ihn in der Kategorie „American Brown Ale“ Juan Castro aus Telde auf Gran Canaria – sein „Craftro“ Bier hat alle Juroren überzeugt. Gebraut wird es ganz nach Reinheitsgebot in der Mini Brauerei El Dojo im Stadtteil San Gregorio. Das Gebräu von Juan Castro konnte sich gegen 88 Mitbewerber aus der ganzen Welt durchsetzen. Probiert werden kann es in der Calle Calderín López neben anderen hausgemachten Biersorten und einer Gluten freien Speisekarten.

Maspalomas Pride erwartet 50.000 Besucher – Cascada und Haddaway werden auf der Winter Pride in Maspalomas auf Gran Canaria auftreten. Die Organisatoren erwarten zwischen dem 7. November und dem 13. November 50.000 Besucher. Das Event soll Schätzungen zufolge 54 Millionen Euro in die Gemeinde spülen. Zu hören sein werden nicht nur der Hit „What is love“ oder Natalie Horler mit ihrer Tanzcombo „Cascada“ – zwischen dem 7. und dem 13. November werden dutzende DJs und Live-Acts gratis zu sehen und zu hören sein. Von den zu erwartenden 50.000 Besuchern, sollen 30.000 aus dem EU-Ausland stammen. Hotels in der Gemeinde sind bereits jetzt komplett ausgebucht. Weitere Infos im Web auf winterpride.com

AENA tauscht Türen und Fenster in Playa Honda – Die Pandemie hat den Prozess verlangsamt, aber bereits vor Beginn der Pandemie stand das Urteil zur Lärmbelästigung in Playa Honda fest: Der Flughafenbetreiber AENA muss in Playa Honda, Puerto del Carmen und Arrecife tausende Türen und Fenster gegen schallgeschützte Produkte austauschen. Nähere Informationen zu der Aktion und Kontakte für Anträge gibt es dazu im Internet auf der Webseite von Aena. Die Lärmbelästigung ist durch den stark gestiegenen Flugverkehr auf dem Flughafen von Lanzarote so stark angestiegen, dass die aktuellen Dezibel Werte mehr als deutlich von den Lärmwerten vor 40 Jahren abweichen. Aus diesem Grund ist AENA dazu verpflichtet worden in Playa Honda Fenster und Türen der Wohngebäude auf eigene Kosten auszutauschen. Der Vorgang wird allerdings jetzt nach der Pandemie wegen stark gestiegener Lieferzeiten deutlich länger dauern als ursprünglich geplant.

 

07.10.2022

Enkel Gesetz sieht auch Strafen von 150.000 Euro vor – Die Suche nach zehntausenden Vermissten aus der Franco Zeit ist in Spanien jetzt Staatspflicht. Der Senat in Madrid hat das sogenannte „Enkel-Gesetz“ verabschiedet. Es sieht auch Strafen von bis 150.000 Euro für die Verherrlichung der Diktatur vor. Die Aufarbeitung einer traumatisierten Vergangenheit bis in das spätere 19. Jahrhundert ist bis heute nicht abgeschlossen. Noch heute ist der Verbleib von zehntausenden Opfer des Regimes nicht aufgeklärt. Bisher hatten konservative, liberale oder rechtspopulistische Parteien das Gesetz immer wieder verhindert – es würde alte Wunden wieder aufreißen. Die Zahl der verschwundenen Opfer des Bürgerkriegs und der Diktatur wird von Experten und Angehörigenverbänden auf mindestens 100.000 bis 150.000 geschätzt. Seit dem Jahr 2000 wurden etwa 800 Massengräber mit rund 10.000 Opfern entdeckt und geöffnet.

Plötzlich gute Freunde- Wenn der eine was hat, was der andere dringend braucht, gibt es eine Beziehung. Mehrere Presseportale sprechen heute von einer Zweckgemeinschaft zwischen Berlin und Madrid – wobei in diesem Fall Madrid die Taschen voll hat und Berlin davon was abhaben möchte. Die Rede ist von Flüssiggasterminals über die Spanien verfügt und damit deutlich mehr Erdgas zur Verfügung hat als das Land selber braucht. Der Lieferung nach Deutschland steht der französische Ministerpräsident Macron im Weg – Frankreich will sich keine zusätzliche Konkurrenz bei der Energieversorgung Europas ins Boot holen. Mit der neuen Rechtsregierung ist eine alternative Leitung über Italien nach Deutschland nicht einfacher geworden. Nicht einig sind sich Scholz und Sanchez beim Thema „europäischer Gaspreisdeckel“ – was in Spanien und Portugal bereits seit Monaten greift, ist in Deutschland noch nicht beschlossen.

Nach Calima kommt Calima – Wer seine Oberflächen in den Innenräumen bereits vom Feinstaub befreit hat, bekommt am Wochenende wieder was zu tun. Es ist nur eine kurze Atempause mit frischer Luft, dann erwartet den Archipel wieder Calima. Übers Wochenende herrscht wieder das Wetterphänomen mit geringer Sichtweite und heißer trockener Luft über den Kanarischen Inseln. Diese Calima Episode soll nicht so intensiv verlaufen wie die letzte, trotzdem soll es auch stellenweise Niederschlag geben.

Involcan warnt vor nächstem Vulkanausbruch – Die Gefahr eines erneuten Vulkanausbruchs liegt bei 77% auf den Kanarischen Inseln. Diese Aussage stammt vom Institut Involcan – zuständig für die Analyse und Überwachung seismischer Aktivität auf dem Archipel. Konkret geht von La Palma ein 45%iges Risiko eines neuen Ausbruchs in den nächsten 50 Jahren aus, insgesamt auf den Kanarischen Inseln liegt das Risiko eines Ausbruchs bei 77%.

165 Flüchtlinge gerettet – Vier Flüchtlingsboote haben in den letzten 24 Stunden die Kanarischen Inseln erreicht. Alle vier konnten vom SIVE Radarsystem lokalisiert werden. Die Küstenwache hat bereits vor den Inseln insgesamt 165 Personen aus Schlauchbooten gerettet – unter ihnen sollen sich auch dutzende von Kindern und eine schwangere Frau befinden. Die Küstenwache wird die Flüchtlinge heute im Laufe des Tages nach Arrecife und Puerto del Rosario bringen.

06.10.2022

Fuerteventura bei Instagram top – Der Hashtag #playadecorralejo hat in diesem Jahr 78% mehr Follower auf Instagram als im letzten gleichen Vorjahreszeitraum, der Hashtag #elcotillobeach immerhin noch 71% mehr Follower. Einer Analyse der Suchmaschine für Urlaubsunterkünfte Holidu zufolge sind die Strände von Fuerteventura in diesem Jahr bei Instagram so angesagt wie kaum ein anderer Strand in Spanien. Auch die Rezensionen bei Google sind Top, 4,8 von 5 möglichen Punkten bei Bewertungen. Nur über einen Strand in Spanien wird bei Instagram aktuell mehr gepostet: der Playa de Tossa de Mar in Katalonien hat 109% mehr Hashtags als im gleichen Vorjahreszeitraum.

733 Euro für jedes Schulkind – 733 Euro waren zum Schulanafang auf den Kanarischen Inseln für jedes Schulkind fällig. Die kanarische Autonomie war dabei noch die günstigste in Spanien. Der Spanische Durchschnitt für Schulbücher, Schulmaterial und Schulkleidung liegt im Schnitt bei 896 Euro pro Schulkind. Insgesamt sind diese Kosten in den letzten vier Jahren um 13,8% gestiegen. Die Ergebnisse hat Kelisto.com veröffentlicht. In Spanien beantragen rund 36% der Familien mit Schulkindern finanzielle Hilfen um Schulbücher, Schulmaterial oder Schuluniformen zu Beginn des Schulanfangs im September überhaupt bezahlen zu können.

Geburtenrate auf historischem Tief – Auf den Kanarischen Inseln kommen immer weniger Babys zur Welt – die Pandemie hat nicht, wie in anderen EU-Ländern, zu einem Umschwung geführt. In den ersten sechs Monaten 2016 lag die Zahl der Geburten noch bei 7.700 – in den letzten sechs Monaten dieses Jahr ist das Ergebnis bei 5.732 angelangt. Ein Rückgang von 25% in den letzten sieben Jahren.

Tourismus erreicht vor Pandemieziele nicht – 6,7 Millionen Touristen haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres Urlaub auf den Kanarischen Inseln gemacht – das entspricht 10% weniger Urlauber als im gleichen Zeitraum 2019 – vor Beginn der Pandemie. Weiterhin sind es auf den Kanarischen Inseln in erster Linie Briten, sich machen den größten Teil der Touristen aus, gefolgt von Deutschen. Der Archipel liegt in Sachen internationaler Tourismus an fünfter Stelle – die meisten Urlauber aus dem europäischen Ausland haben ihre Zeit auf den Balearen verbracht, gefolgt von Katalonien, Valencia und Andalusien.

Aida Cruises läuft ab sofort auch Fuerteventura an – Aida Cruises hat seinen Winterfahrplan veröffentlicht. Neben 7-tägigen Kreuzfahrten rund um die Kanarischen Inseln und Madeira bietet Aida Cruises diesen Winter auch 9-, 12-, oder 14-tägige Kreuzfahrten an. Bereits auf der 12-tätigen Kreuzfahrt sind alle Kanarischen Inseln inklusive Madeira dabei. Neu in diesem Winter: Aida Cruises hat Puerto del Rosario auf Fuerteventura in seinen Fahrplan mit aufgenommen.

 

05.10.2022

Schlechte Luft – Der Calima sorgt auch heute noch für hohe Feinstaubwerte in der Luft auf den Kanarischen Inseln. Am stärksten betroffen von PM2,5 und PM10 Partikeln ist Gran Canaria – auf Lanzarote und Fuerteventura ist der Anteil nicht ganz so hoch. Trotzdem zeigen die Luftwerte der letzten Tage schlechte Ergebnisse. Gestern sind wegen des Calimas am Flughafen Lanzarote 32 Grad gemessen worden, in Tejeda auf Gran Canaria lagen die Höchstwerte bei 33 Grad. Der Calima soll noch bis morgen anhalten, dann ändert sich mit der Windrichtung aus Nordosten Wetter und Temperaturen.

E-Mobilitäts Messe – Wenn am Freitag die Movelec auf Gran Canaria eröffnet wird warten 39 Aussteller auf die Besucher – im Fokus stehen elektrobetriebene Zweiräder wie E-Bike, E-Scooter oder E-Motorräder. Es ist die sechste Ausgabe der E-Mobilitätsmesse. Zu Beginn hatten die Organisatoren vor acht Jahren gerade mal 10 Aussteller, die sich präsentieren wollten. Zum Erfolg beigetragen hat auch das Rathaus der Stadt Las Palmas, die mit einem Mobilitätsfonds dafür gesorgt haben, dass Bürger der Stadt bei der Anschaffung von elektrobetriebenen Fortbewegungsmittel subventioniert werden. Der Neukauf von E-Bike, E-Roller oder E-Scooter wird in Las Palmas mit 50% bezuschusst. Seit Jahresbeginn haben 250 Bürger der Stadt diese Subvention beantragt.

Solarkraftwerke auf Privathäusern – Im Stadtteil Siete Palmas in Las Palmas auf Gran Canaria wird das erste Photovoltaik Kraftwerk in Spanien auf Dächern von Privathäusern entstehen. 12,4 Gigawatt/h und 7,9 Megawatt Strom sollen so, laut den Berechnungen der Experten entstehen. Die Stromrechnung der Betreiber soll monatlich um 30% sinken. Teilnehmen werden bis jetzt 3.400 Hausbesitzer mit einer Gesamtfläche von 53.000 m². Das Projekt ist ambitioniert, die Nachfrage aber auch. Je mehr Teilnehmer, desto geringer werden die Anschaffungskosten. Bisher kalkulieren die Projektplaner mit einer Investition von 1.000 bis 1.200 Euro pro Hausdach, das Rathaus subventioniert jedes gewonnene Watt durch Sonnenenergie mit einem Euro, pro Teilnehmer kommen so rund 400 Euro Zuschüsse hinzu.

Arrecife entfernt 634 Fahrzeuge – In einer groß angelegten Aktion hat das Rathaus von Arrecife auf Lanzarote für die Beseitigung von 634 illegal abgestellten Fahrzeugen gesorgt. Bereits vor Wochen sind an den Fahrzeugen Hinweise durch die Policia Local hinterlassen worden in denen die Halter per Frist aufgefordert worden sind, dieses von den Straßen zu entfernen. Nachgekommen sind dieser Aufforderung mehr als 80% der Halter. Nur 13% oder 82 Fahrzeuge mussten zur Verschrottung durch die Gemeinde abgeschleppt werden. Auf die Halter der 82 Fahrzeuge, die durch die Gemeinde entfernt worden sind, kommen Kosten von rund 2.000 Euro zu. Bußgeld und Abschleppkosten summieren sich auf rund 1.000 Euro – wenn das Fahrzeug über keine gültige TÜV Bescheinigung verfügt sind weitere 1.000 Euro fällig.

Erstes Kreuzfahrtschiff in Puerto del Rosario – Mit der Costa Pacífica erwartet Fuerteventura das erste Kreuzfahrtschiff der Saison mit voraussichtlich 3.780 Passagieren. Pünktlich zum ersten Triathlon der Saison und dem Oktoberfest in der Stadt. Zudem wird in der Innenstadt die Fiesta Nuestra Señora del Rosario stattfinden. Fertiggestellt ist auch die App der Gemeinde, die gemeinsam mit der Ankunft des ersten Kreuzfahrtschiffes präsentiert wird. Per Smartphone sind alle Infos und touristischen Attraktivitäten der Gemeinde abrufbar.

04.10.2022

Reichensteuer kommt – Madrid führt die Steuer ein über die in Berlin seit Jahren nur geredet wird: in den kommenden zwei Jahren werden in Spanien Vermögen über drei Millionen Euro höher besteuert. Die sogenannte Solidaritätssteuer gilt befristet und soll pro Jahr 1,5 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen und so für die Finanzierung der Steuersenkungen von Geringverdienern sorgen. Zwischen drei und fünf Millionen Euro werden 1,7% zusätzliche Steuern fällig, zwischen fünf und zehn Millionen Euro Vermögen sind 2,1% Solidaritätssteuer zu zahlen und ab zehn Millionen Euro werden 3,5% kassiert. Auch die Steuer auf Kapitalgewinne wird in den kommenden zwei Jahren höher ausfallen – bis 300.000 mit 26% und über 300.000 mit 27%. Im Gegenzug erhalten Geringverdiener Steuerentlastungen. Wer unter 15.000 Euro im Jahr verdient, zahlt überhaupt keine Steuern. Unter 18.000 Euro Jahresverdienst fällt der Betrag auf 746 Euro.

Wissenschaftsfestival endet mit 18 Verletzten – Es sollte ein Abend der Wissenschaft werden an der Uni in Girona – am Ende werden 18 Personen im Krankenhaus behandelt, vier davon schweben in Lebensgefahr, darunter zwei Kinder. Bei einer Vorführung hat der Wissenschaft Blogger Dani Jiménez heißer Wasser in einen mit flüssigen Stickstoff befüllten Behälter gegossen. Dabei ist dieser vor mehreren hundert Menschen detoniert. Die umherfliegenden Metallsplitter haben 18 Menschen verletzt. Ein 47-jähriger und ein 31 Jahre alter Mann außerdem zwei Kinder im Alter von zehn und zwölf Jahren sind bei dem Vorfall schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen um die Umstände die zur Explosion geführt haben aufzuklären.

Beamte erhalten Bonuszahlung – Die gut drei Millionen Staatsangestellte erhalten Ende des Jahres eine Sonderzahlung von 500 Euro. Das hat die Zentralregierung in Madrid entschieden. Außerdem erhalten alle Beamten in Spanien ab 2023 2% mehr Geld auf Basis der gestiegenen Inflation. Der Durchschnittslohn eines staatlich beschäftigten Mitarbeiters in Spanien liegt bei monatlich 2.884 Euro. Mit den Zusatzzahlungen und der Gehaltserhöhung steigt der Jahresverdienst ab 2023 auf durchschnittlich 3.100 Euro. Je nach Region und Autonomie kann dieser Betrag nach oben oder nach unten variieren.

Erster Strato-Hafen Europas – Fuerteventura bietet in Zukunft den ersten Strato-Hafen in Europa für so genannte HAPS. Mit HAPS werden Pseudosatteliten bezeichnet, die zur Überwachung von Wetter, Verkehr oder Veranstaltungen genutzt werden oder bei entsprechender Höhe für Mobilfunk eingesetzt werden ohne die von Satelliten bekannte Verzögerung. Gebaut wird der Strato-Hafen in der Gemeinde Puerto del Rosario für rund 10 Millionen Euro, 8,3 Millionen Euro werden durch einen EU-Fonds finanziert. Auf einer Fläche von 128 Hektar sollen in Zukunft HAPS und Drohnen in die Erdatmosphäre starten.

Rassistische Übergriffe steigen um 66% – 35 Mal sind im letzten Jahr auf den Kanarischen Inseln Urteile wegen rassistischen oder xenophopischen Übergriffen erfolgt. 66% mehr als 2020. Ob diese Steigerung daran liegt, dass Behörden häufiger in diese Richtung ermitteln oder ob die Zahl der Übergriffe an sich zugenommen hat, geht aus dem Ergebnis nicht hervor. Die Zahl der rassistischen Delikte überwiegt in der Statistik stark. 17 Personen sitzen deswegen in Haft.

03.10.2022

33 Flüchtlinge ums Leben gekommen – Bei dem Versuch die Kanarischen Inseln von der Elfenbeinküste aus zu erreichen sind vermutlich 33 Menschen ums Leben gekommen. Die Besatzung eines Frachters hat das im Atlantik treibende Schlauboot 287 Kilometer südlich von Gran Canaria entdeckt und den einzigen Überlebenden an Bord geholt. Vier Leichen befanden sich noch innerhalb des Schlauchbootes. Nach Angaben des einzigen Überlebenden befanden sich zu Beginn der Überfahrt 34 Personen im Boot. Die Flüchtlingsgruppe soll bereits vor mehr als 14 Tagen von der Elfenbeinküste in Richtung Kanarische Inseln aufgebrochen sein, neun Tage lang trieb das Schlauchboot mit Motorschaden im Atlantik.

Deutscher ertrunken – Bei Playa del Inglés ist ein Deutscher ums Leben gekommen. Der 80 Jahre alte Mann ist in einem Appartementkomplex im Pool ertrunken. Anwohner konnten den Mann aus dem Wasser holen und haben bis zu Ankunft der Sanitäter versucht den Deutschen zu reanimieren. Der Mann soll, den Angaben der Sanitäter zufolge, einen Herzinfarkt im Wasser erlitten haben. 

Gestiegen Kosten für kleinere und mittlere Unternehmen – Die Betriebskosten für Selbständige, kleinere und mittlere Unternehmen sind seit 2019 um 25% gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Marktanalyse von Cepyme. Der größte Anstieg seit 20 Jahren. Rohstoff und Energiepreise spielen dabei die größte Rolle. Vor allem Energie ist in den letzten drei Jahren um 100% gestiegen. In den kommenden Monaten soll die wirtschaftliche Situation noch dramatischer werden, wenn der Umsatz saisonbedingt einbricht.

Nach Hermine kommt Calima – Der spanische Wetterdienst prognostiziert für die Kanarischen Inseln Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke. Besonders betroffen: der Süden Gran Canarias. Von Agüimes bis Mogan werden Werte von bis zu 33 Grad erwartet. Auf Lanzarote und Fuerteventura steigen die Temperaturen auf bis zu 29 Grad. Grund für die heißen Werte zum offiziellen Herbstbeginn: Calima. Das Wetterphänomen bringt neben geringen Sichtweiten auch einen hohen Feinstaubanteil in der Luft mit sich.

Strompreis steigt weiter – Der Strompreis in Spanien hat ein weiteres Rekordhoch erreicht. Heute kostet zwischen 20.00 Uhr und 21.00 Uhr die MWh 270 Euro. Die günstigste Zeit Energie zu verbrauchen liegt heute zwischen 15.00 Uhr und 16.00 Uhr mit 165 Euro pro MWh. In Spanien wird der Strompreis unter Berücksichtigung des Gaspreises ermittelt, weil ein Teil der Energiegewinnung weiterhin durch Gaskraftwerke sichergestellt wird.

 

30.09.2022

400.000 fordern Lösung für Migranten – 400.000 Unterschriften sind beim Thema Migration in Spanien bereits gesammelt worden. Die Organisatoren rechnen mit weiteren 500.000 Unterstützern. Ihnen allen reicht die bisherige Regulierung für illegal in Spanien lebende Ausländer nicht aus. In Spanien leben Schätzungen zu Folge zwischen 475.000 und 514.000 Ausländer ohne Aufenthaltsstatus, darunter 125.000 Kinder. Mit der Unterschriftenaktion soll die spanische Regierung aufgefordert werden eine erneute Regulierung hunderttausender Personen zu ermöglichen, die wegen ihres Aufenthaltsstatus in ihren Rechten benachteiligt sind. Seit 1996 gab es in Spanien bisher insgesamt sechs Mal eine entsprechende Regulierung, die letzte unter Ministerpräsident Zapatero – hunderttausende illegal in Spanien lebende Arbeiter in der Landwirtschaft erhielten eine legale Aufenthaltsgenehmigung.

Familien mit 50% mehr Kosten konfrontiert – Laut einem Sprecher der Caritas sehen sich kanarische Familien aktuell mit 50% mehr Kosten konfrontiert. Dabei erleben nicht nur sozial schwache Bevölkerungsgruppen Inflation und steigende Preise als wachsende Bedrohung, die Mehrausgaben sind in allen Bevölkerungsschichten spürbar. Besonders betroffen sind laut der Caritas Haushalte mit Kindern. Im Zentrum der Caritas für sozial schwache Familien in Las Palmas auf Gran Canaria ist die Situation besonders spürbar: im Schnitt werden pro Tag 20 Maschinen Wäsche gewaschen, die Mensa ist den ganzen mit Familien gefüllt, die wegen der gestiegenen Kosten ihre Kinder nicht mehr ausreichend versorgen können.

Mann ertrunken – Jede Hilfe zu spät kam gestern Vormittag für einen Mann, der in Costa Calma auf Fuerteventura einen Herzinfarkt erlitten hat. Rettungsschwimmer hatten gegen 11.00 Uhr den leblosen Mann aus dem Wasser geholt und versucht ihn am Strand wiederzubeleben. Auch die wenig später eintreffenden Sanitäter hatten keinen Erfolg. Meldungen zufolge hat der bisher nicht identifizierte 40 bis 50-jährige im Wasser einen Herzinfarkt erlitten.

90% der Einzelhändler haben keine automatischen Türen – Heute endet die Frist, die die spanische Regierung festgelegt hat um landesweit Energie einzusparen. In Zukunft darf in Einkaufszentren und Geschäften maximal auf 27 Grad gekühlt werden und auf maximal 19 Grad geheizt werden. Das neue Energiespargesetz enthält auch automatische Türen. Die Bilanz zum Ende der Frist: 90% der Einzelhändler, Bars, Cafés und Restaurants auf den Kanarischen Inseln sind dem neuen Energiespargesetz noch nicht nachgekommen. Rund 40.000 Geschäftsräume auf dem Archipel haben noch keine automatisch schließende Tür. Angeführt werden zwei Gründe für den Verzug: entweder waren die Kosten von rund 4.000 Euro bisher nicht finanzierbar oder die Auftragnehmer konnten den Auftrag wegen fehlender Termine bisher nicht ausführen. Alle Geschäftsräume in Spanien mit direktem Zugang von der Straße müssen in Zukunft über eine automatisch schließende Tür verfügen.

Gericht beschlagnahmt Besitz von Pedro San Gines – 10 Jahre war Pedro San Gines Präsident der Insel Lanzarote. Seit Monaten ermittelt die Abteilung des organisierten Verbrechens gegen den bis 2019 amtierenden Inselpräsidenten. Jetzt sind Besitztümer im Wert von 800.000 Euro beschlagnahmt worden. Darunter zwei Fincas, Autos, Motorräder und ein Wohnmobil. Bei den abgeschlossenen Verträgen mit dem Wasserversorger der Insel soll es zu Unregelmäßigkeiten in Millionenhöhe gekommen sein. Die Ermittlungen betreffen den Zeitraum, in dem Pedro San Gines Präsident der Insel Lanzarote war – von 2009 bis 2019.

 

29.09.2022

Weniger Geburten – Im Jahresvergleich sind auf den Kanarischen Inseln in diesem Jahr weniger Babys geboren worden als in 2020. Von Januar bis August ist die Zahl der Neugeborenen auf 7.617 gesunken. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 8%. Die Statistik des Nationalen Statistik Instituts setzt die Zahl der Neugeborenen im Gegensatz zu den Todesfällen. Zusammen mit den Personen die sich in diesem Jahr als Einwohner auf den Kanarischen Inseln neu angemeldet haben, ergibt sich aus dem Ergebnis der Statistik eine sinkende Bevölkerungszahl. Die ist in den letzten Jahren im Schnitt um rund 700 Bürger pro Jahr gesunken.

Schuldenberg der Gemeinden sinkt auf 15 Millionen Euro – Sieben Gemeinden der Insel Lanzarote haben ihren Schuldenberg insgesamt auf 15 Millionen Euro reduziert. Damit ist die Verschuldung auch pro Bürger auf einem neuen historischen Tiefstand. Weiterhin an erster Stelle liegt die Gemeinde Teguise. Umgerechnet müsste jeder Bürger der Gemeinde 305,21 Euro aus seiner Tasche bezahlen um die Gemeinde schuldenfrei zu machen. Dieser Betrag lag auch schon mal, Jahre zuvor, bei 700 Euro. An zweiter Stelle folgt auf Lanzarote Tinajo mit einer Verschuldung von 177 Euro pro Einwohner. Bürger in San Bartolomé kommen umgerechnet auf einen Betrag von 87 Euro pro Einwohner – in Tías liegt die Verschuldung bei 74 Euro pro Person – in Arrecife bei 68 Euro. Schuldenfrei ist weiterhin die Gemeinde Haría und die Gemeinde Yaiza hat aktuell 19.000 Euro Schulden, umgerechnet kommen dort 1,15 Euro auf jeden Bürger.

Bewegung am Arbeitsmarkt – Bildung und Tourismus sind die beiden Wirtschaftsbereiche die den Arbeitsmarkt auf den Kanarischen Inseln im September stimuliert haben. So stark, dass der Archipel die Region in Spanien ist, in der die Arbeitslosigkeit am stärksten im letzten Monat gesunken ist. 9% weniger gemeldete Arbeitslose innerhalb von einem Monat ist sowieso ein ungewöhnliches Ergebnis – im September sind rund um den Schulbeginn Lehr- und Bildungskräfte eingestellt worden, darüber hinaus startet der Tourismus wieder in eine bisher sehr optimistische Wintersaison. Aktuell sorgen die Kanarischen Inseln im Spanienweiten Vergleich für drei von 10 Arbeitsplätzen. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im letzten Monat um 11% zurückgegangen.

Steigende Mieten – Die Mietpreise sind auf den Kanarischen Inseln im September im Schnitt um 5,1% im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Damit kostet laut dem Internetportal Fotocasa der Quadratmeter im Durchschnitt 7,86 Euro Miete pro Monat. Allerdings ist der Mietpreis pro Quadratmeter in den beiden Provinzhauptstädten Santa Cruz und Las Palmas leicht gesunken. Gestiegen sind die Mieten im Umraum. Spanienweit kostet der Quadratmeter im Durchschnitt 8,54 Euro.

Änderungen auf dem Arbeitsmarkt – Madrid greift mit einem neuen Gesetz in die Entwicklung des Arbeitsmarktes ein. Besonders der Tourismussektor auf den Kanarischen Inseln wird davon in Zukunft betroffen sein. Die Anzahl von zeitlich befristeten Arbeitnehmern wird von 25% auf 15% pro Unternehmen reduziert. Diese Gesetzesänderung betrifft vor allem die Unternehmen, die in der Vergangenheit flexibel auf Marktentwicklungen reagieren mussten, darunter auch Hotels auf den Kanaren – besonders in der Tourismusbranche und in der Gastronomie sind befristete Arbeitsverhältnisse üblich.

28.09.2022

Bester Koch ausgezeichnet – Den 16. Wettbewerb um die Krone der kanarischen Küche hat Richard Díaz Aguilar gewonnen. Der 33 Jahre alte Küchenchef schwingt seit fünf Jahren die Pfannen und konnte die Jury mit einem Gericht aus Wolfsbarsch und Blumenkohl überzeugen. 135 Minuten hatten die Teilnehmer, die jeweils mit einer Küchenhilfe angetreten sind Zeit um ihre kulinarischen Köstlichkeiten zuzubereiten. Den zweiten Platz bei der Wahl zum besten Koch hat Riccardo Della Bella gemacht, auf dem dritten Platz landete Iván Pulido. Alle drei Bestplatzierten stammen aus Gran Canaria.

20 Kilometer Stau wegen Hermine – Die Nachwirkungen des Tropensturms Hermine sind auf allen Inseln der Kanaren noch spürbar. Auf Gran Canaria sind 1,2 Millionen Euro notwendig um einen beschädigten Streckenabschnitt der GC-1 zwischen Agüimes und Telde wieder instand zu setzen. Während normalerweise für den Streckenabschnitt 15 Minuten notwendig sind, benötigen Autofahrer in Richtung Norden mehr als eine Stunde, weil von drei Fahrstreifen nur noch einer Zur Verfügung steht. Rund um Puerto del Rosario auf Fuerteventura sind mehrere Streckenabschnitte nur teilweise befahrbar, hier werden noch Tage benötigt um den Straßenbelag zu säubern. In Arrecife auf Lanzarote ist die Feuerwehr immer noch damit beschäftigt, die Überschwemmungen, die der intensive Niederschlag hinterlassen hat, zu beseitigen.

11 Jahre Gefängnis für Bootsführer – Der Fall liegt ein Jahr zurück – im Oktober 2019 sind vier Flüchtlinge auf der Überfahrt von Mauretanien zu den Kanarischen Inseln verdurstet, bevor die Crew eines norwegischen Öltankers sich um die Überlebenden kümmern konnte. Jetzt ist der Bootsführer, Sidi K., zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, das Sidi K. die Überfahrt organisiert hat, das Leben von dutzenden Flüchtlingen in Gefahr gebracht hat und für den Tod von vier Menschen verantwortlich ist.

Schlechter Empfang in Uga erhält politische Unterstützung – Seit Tagen gibt es keinen Mobilfunk Empfang in und um Uga auf Lanzarote. Jetzt erhalten die Bürger des kleinen Ortes im Süden von Lanzarote politische Unterstützung. Die Partido Popular hat den Mobilfunkanbietern eine Frist gesetzt das Problem zu lösen. Betroffene Kunden können sich an das Bürgeramt in Tías wenden, dort liegen Formular aus um die Fälle zu sammeln. In Uga ist mit dem Mobiltelefon weder telefonieren noch eine Internetverbindung möglich.

Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln – In Spanien kommt das Aus für die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Verschiedene Autonomien haben diesen nächsten Schritt hin zu Normalität beantragt, darunter auch die Kanarischen Inseln. Die Anträge basieren auf den fehlenden Alarmzuständen – in keiner Autonomie gibt es besorgniserregend hohe Corona Inzidenzen. Das Aus für die Maskenpflicht soll aber kein dauerhafter Zustand sein, sobald die Inzidenzen wieder ansteigen, soll kurzfristig die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder eingeführt werden. 

 

27.09.2022

Hermine lässt so viel Regen wie seit 20 Jahren nicht mehr – Die Ausläufer des Tropensturms haben auf den Kanarischen Inseln in drei Tagen so viel Niederschlag hinterlassen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Dutzende Zonen auf den Inseln stehen auch heute noch unter Wasser, die Stauseen sind vollgelaufen – jetzt beginnen die Aufräumarbeiten. Neben viel Schlamm haben die Regenflüsse auch viel Unrat am Ende der Barrancos hinterlassen. Heute kehren auch die Bildungseinrichtungen wieder zur Normalität zurück, nachdem gestern der Unterricht ausgefallen ist. Eine erste Schadensbilanz der Behörden gibt es heute noch nicht, laut einem Sprecher werde immer noch sondiert.

Quevedo Konzert abgesagt – Das gratis Konzert des Newcomers Quevedo in Agüimes ist abgesagt. Die Behörden befürchten eine nicht zu bewältigende Menschenmenge und haben präventiv aus Sicherheitsbedenken reagiert. Pedro Domínguez Quevedo sollte am 30. September in Agüimes auftreten. Geplant worden ist die Veranstaltung bevor Quevedo mit seinem Hit Quedate die Radiorotationen weltweit dominierte. Für die Veranstaltung sind 1.600 Zuschauer zugelassen, die Behörden erwarten 20 Mal so viele Fans und haben die Veranstaltung gecancelt.

Dramatische Zustände an spanischen Flughäfen – Wegen des Tropensturms sind in Spanien und Europa seit Freitag 750 Flüge gestrichen worden. Heute werden erste Meldungen über die Zustände der letzten Tage an spanischen Flughäfen veröffentlicht. In vielen Fällen sollen die Fluggesellschaften der Versorgung von gestrandeten Passagieren nicht nachgekommen sein. Den Fall einer kanarischen Rollstuhl Basketball Mannschaft publiziert heute die Tageszeitung Canarias7. Dem Bericht zufolge mussten die Rollstuhlfahrer völlig auf sich alleingestellt mit ihrem gesamten Gepäck 48 Stunden auf dem Airport in Madrid ausharren. Die zuständige Fluggesellschaft Air Europa hat in ihrem Fall keinerlei Zuständigkeit gezeigt, obwohl einige Mitglieder der Mannschaft auch auf Medikamente angewiesen sind. Bis Mittwoch werden die Fluggesellschaften in Spanien und den Kanarischen Inseln noch brauchen, um alle gestrandeten Passagiere an ihre Ziele zu fliegen. Die Basketballmannschaft soll heute nach Gran Canaria geflogen werden.

200 Feuerwehreinsätze auf Lanzarote – Während des Schlechtwettertiefs war die Feuerwehr auf Lanzarote mehr als 200 Mal im Einsatz. 90% der Einsätze haben sich am Wochenende auf die Inselhauptstadt Arrecife konzentriert. 50 Liter Niederschlag und eine verschmutzte Kanalisation haben zu Überschwemmungen geführt. Das Rathaus von Arrecife hat angekündigt die Fälle zu untersuchen. Die Behörden gehen davon, dass die Überschwemmungen durch seit Monaten nicht gesäuberte Kanalisationen begünstigt worden sind. Auch heute muss mit gesperrten Straßen in der Inselhauptstadt gerechnet werden. Die Arbeiten werden noch Tage andauern.

Lieber in Spanien überwintern – Nachdem die Kanaren und auch die Region rund um die Costa de Sol in Deutschland ihre Regionen mit dem Slogan „Überwintern ohne Heizkosten“ beworben haben, reagieren jetzt auch die Reiseveranstalter. Die Angst vor hohen Energiekosten im Winter scheint bei vielen Deutschen zumindest zum Nachdenken anzuregen, um ihren Winterwohnsitz nochmal zu überdenken. TUI und Lufthanse berichten laut dem FOCUS nach einer ungewöhnlich hohen Nachfrage für die Wintermonate. Das Ergebnis einer durch YouGov durchgeführten Umfrage unter 2.100 Teilnehmern zeigt, dass zwei Drittel im Winter länger verreisen wollen, auf Platz eins liegen die Kanarischen Inseln.

26.09.2022

Die letzten Stunden des Zyklons – Auf Lanzarote und Fuerteventura hat das Wettertief so viel Regen hinterlassen wie seit Monaten nicht mehr – auf Gran Canaria sind die Stauseen vollgelaufen. Eine erste Bilanz der Schäden gibt es noch nicht – klar ist bis jetzt: Menschen kamen durch das Unwetter am Wochenende nicht zu Schaden – dafür liegt der Sachschaden in sechs bis siebenstelliger Höhe. Dutzende Keller und Tiefgaragen sind vollgelaufen, die Feuerwehr war auf allen drei Inseln im Dauereinsatz. Schwerer getroffen worden sind von den intensiven Regenfällen die Inseln La Gomera, El Hierro und La Palma sowie Teile von Teneriffa. Dort sind bis zu 250 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Insgesamt sind mehr als 250 Flüge gestrichen worden, 40 Maschinen mussten umgeleitet werden, hunderte Passagiere warten noch an den Flughäfen um heute an ihre Ziele zu gelangen. Heute endet Wetterwarnstufe Rot. Wolken und Regen sollen noch bis mindestens morgen anhalten.

Spanien verliert gegen Schweiz – Zum ersten Mal in der Geschichte des Profifußballs hat die Schweizer Nationalmannschaft in Spanien ein Spiel gewonnen. Das größte Lob über die Leistung bekamen die Schweizer vom Gegner. Nationaltrainer Luis Enrique ließ im Interview keinen Zweifel an der überragenden Leistung der Schweizer Spieler. In der Nations League reicht der Schweiz am Dienstag ein Remis gegen Tschechien um weiter zu kommen. Spanien liegt auf Platz zwei der Gruppe und spielt morgen gegen den Gruppenersten Portugal.

  1. Todestag Cesar Manrique – An dutzenden Stellen auf Lanzarote lebt Cesar Manrique weiter. Gestern vor 30 Jahren ist Cesar Manrique bei Tahiche auf Lanzarote ums Leben gekommen. Der Insel hat er ein Vermächtnis hinterlassen, dass Millionen Touristen und Residenten immer wieder leben und erleben dürfen. Den Begriff „nachhaltiger Tourismus“ hat der Künstler mit seinem enormen politischen Einfluss bereits in den 80iger Jahren geprägt. Nicht nur an in den Tourismuszentren der Insel bietet sich ein Blick durch die Augen des wohl bekanntesten Visionär der Insel Lanzarotes. Auch an den Kreisverkehren erinnern die Windspiele an den Mann, der wie kein anderer bis heute die Insel und das Leben so sehr beeinflusst hat wie Cesar Manrique.

147 Flüchtlinge am Wochenende – Trotz Unwetter und Sichtweiten unterhalb von wenigen hundert Metern haben es am Wochenende 147 Flüchtlinge geschafft, die Insel Lanzarote zu erreichen. Unter ihnen sind sieben Kinder. Die Küstenwache ist dreimal ausgelaufen, um die Migranten in Sicherheit zu bringen. Aufgebrochen sind die Flüchtlinge Pressemeldungen zufolge bei Tan Tan in Marokko.

618 Millionen Euro für Chira y Soria – Das Wasser- und Windenergiekraftwerk auf Gran Canaria wird deutlich teurer als ursprünglich geplant. Im Mai 2021 war eine Summe von 470 Millionen Euro veröffentlicht worden. 15 Monate später liegt die Investitionssumme gut 30% über der Ursprungssumme. Dank der Pandemie und den damit verbundenen Preissteigerungen steht die Rentabilität des Projektes jetzt in Frage. Die kalkulierten Kaufpreise für den Baubeginn haben sich bei Stahl um 70% erhöht, bei Aluminium um 53% und bei synthetischen Materialien um 65% erhöht. Das Projekt Chira y Soria sollte äquivalent wie der kleine Bruder auf El Hierro durch Windenergie die Insel mit Strom versorgen und mit dem Überangebot Wasser in Speicherseen in die Berge pumpen. An windarmen Tagen sollen Wasserturbinen, angetrieben vom herabschießenden Wasser aus den Speichern, das Energiedefizit ausgleichen.