Mix Radio Gran Canaria

19. November 2019

Brand in Las Palmas – Über der Inselhauptstadt von Gran Canaria hängt eine große schwarze Rauchsäule. Aus bisher noch nicht bekannten Gründen ist ein Schrottplatz in der Calle Arinaga in Flammen aufgegangen. Seit heute in den frühen Morgenstunden sind Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Der Bereich ist weiträumig abgesperrt. Anwohner hören immer wieder Explosionen auf dem Grundstück. Ein Teilbereich des Industriegeländes von Las Torres ist vorrübergehend für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Positive Tourismusprognose auf Lanzarote – Die Stimmung auf Lanzarote ist nach der World Travel Market in London in Sachen Tourismus durchweg positiv. Die Fluggesellschaften Jet2.com, easy Jet, TUI und Ryanair werden die Lücke die Thomas Cook hinterlassen hat schließen. Nach Gesprächen auf der WTM zeigt sich der britische Tourismusmarkt als der stabilste in Europa, trotz des ungewissen Brexits. Nach 25 Verhandlungsterminen auf der WTM sind die Prognosen für den britischen Tourismusmarkt auf Lanzarote für 2020 positiver als erwartet und könnten die Ergebnisse aus diesem Jahr sogar noch toppen. Auch aus Frankreich, Portugal und Italien werden für Lanzarote im kommenden Jahr mehr Urlauber als in diesem Jahr erwartet. Um für Urlaub auf Lanzarote zu werben, werden in 2020 drei Millionen Euro in Europa investiert – 500.000 Euro mehr als in diesem Jahr.

Feuerquallen vor Fuerteventura – Leuchtquallen sorgen an den Stränden auf Fuerteventura für rote Flaggen. Bei der mit lateinischem Namen bekannten Pelagia Noctiluca handelt sich nicht um eine hochgiftige Art – Trotzdem führt der Kontakt mit den Nesselzellen zu schmerzhaften Reaktionen der Haut. In seltenen Fällen kommt es zusätzlich zu Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Die Leucht- oder auch Feuerqualle kommt eigentlich nur in wärmeren Gewässern wie dem Roten Meer, dem Mittelmeer oder dem Golf von Mexiko vor. Ihre Präsenz im Atlantik ist eher ungewöhnlich. Strömungsverhältnisse, Wellenrichtung und Wind haben die Wanderpopulation an die Küsten von Fuerteventura gespült, betroffen ist bisher der nördliche Teil der Insel.

Mehr Sand in Maspalomas – Der Strand von Maspalomas auf Gran Canaria verfügt über so viel Sand wie schon seit Jahren nicht mehr. Auf ganz natürliche Art und Weise haben Wind und Gezeiten rund um den Leuchtturm dafür gesorgt, dass es für Strandbesucher deutlich mehr Platz gibt ihr Handtuch auszubreiten als bisher. Umweltschützer sprechen bereits vom größten Maspalomas Strand seit 25 Jahren. Ein kleinwenig hat der Mensch aber doch dazu beigetragen: Im letzten Jahr um diese Zeit sind die Dünen von Maspalomas auf gesandet worden – der stabile Nordost Passat hat dann dazu beigetragen mehr Sand auf der Playa de Maspalomas zu wehen.

Black Friday wird ein Megaerfolg – Acht von 10 Canarios werden beim Black Friday Geld ausgeben. Das geht aus einer Marktanalyse von Bnext hervor. Der Einzelhandel auf den Kanarischen Inseln rechnet mit einem Umsatzplus von 60% im Vergleich zum Vorjahr. 93% der Einzelhändler auf dem Archipel wird zum Black Friday die Preise senken. Aber der Black Friday ist nicht nur Datum für günstige Angebote – OCU, das Unternehmen für Verbraucherschutz in Spanien, rät Preise von Produkten bereits vor dem Black Friday im Auge zu behalten. Im letzten Jahr sind 15.000 Preise von OCU vor, während und nach dem Black Friday analysiert worden. Das Ergebnis war 37% günstigere Preise, 22% der Produkte waren teurer und 41% der Preise blieben unverändert obwohl alle Produkte mit Rot ausgezeichnet waren und darunter Begriffe wie Angebot oder Discount zu finden waren.

18. November 2019

Gewalt in Partnerschaften – Die Zahl der Gewalttaten zwischen Paaren ist in Spanien nirgendwo höher als auf den Kanarischen Inseln. Das geht aus einer aktuellen Zahlenerhebung der spanischen Justiz hervor. Auf dem Archipel sind im zweiten Quartal dieses Jahres 22,6 Strafverfahren wegen Gewalt zwischen Paaren pro 10.000 Frauen von den kanarischen Justizbehörden bearbeitet worden. Das Ergebnis liegt deutlich über dem nationalen Durchschnitt von 16,2 Fällen pro 10.000 Frauen. Auf dem Kongress gegen Gewalt zwischen Geschlechtern in Las Palmas auf Gran Canaria haben sich verschiedene Teilnehmer aus spanischen Justizbehörden für eine Änderung der aktuellen Gesetzeslage ausgesprochen. In Zukunft sollen Opfer durch die Justiz besser, schneller und effektiver geschützt werden – Täter schneller und weitreichender verurteilt werden. Dabei geht es auch um die bisherige Notwendigkeit einer Anzeige des Opfers. In Zukunft sollen Täter bei sexuellen Übergriffen oder Gewalt gegen ihren Partner auch ohne Anzeige des Opfers verurteilt werden können. Auf Gran Canaria haben im letzten Jahr 5.214 Frauen wegen Gewalt oder sexuellen Übergriffen den Notruf verständigt, auf Lanzarote waren es im letzten Jahr 1.183 Opfer und auf Fuerteventura 2018 1.021 Frauen. Topwert in Spanien.

Selma Hayek und Angelina Julie auf Fuerteventura – Während Angelina Jolie auf Shoppingtour war, ist die amerikanische Schauspielerin Selma Hayek am Wochenende auf Fuerteventura gelandet. Beide Filmstars sind Teil des Teams für den Kinofilm „The Eternals“ der Produktionsfirma Marvel Studios. Die Kulisse für den Blockbuster, der im November 2020 in die Kinos kommt, ist in der Gemeinde Antigua auf Fuerteventura aufgebaut. Ursprünglich sollten die Dreharbeiten im Teide Nationalpark auf Teneriffa stattfinden. Wegen dem Einsatz von Flugdrohnen ist dem Produktionsteam aber die Drehgenehmigung auf Teneriffa verwehrt worden. 800 Mitarbeiter hat Marvel Studios für die Dreharbeiten auf Fuerteventura unter Vertrag genommen. Knapp die Hälfte stammt von der Insel. Das Filmteam ist in zwei Hotels in der Gemeinde Antigua untergebracht und soll bis zum 20. November die Dreharbeiten am Playa de La Sopala abgeschlossen haben. Danach werden die Arbeiten für den Film auf Lanzarote fortgesetzt.

La Gomera im deutschen TV – Der hessische Rundfunk hat mit einer 40-minütigen Sendung über die Insel La Gomera in Deutschland rund 20 Millionen Haushalte erreicht. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Presseagentur Europa Press hervor. Der Beitrag ist Teil einer fünfteiligen Serie über die drittkleinste Insel des Archipels. La Gomera ist besonders unter Deutschen beliebt – nicht nur wegen der Hippiebewegung der 60er und 70er Jahre, auch wegen der vielen Wanderwegen durch den Laurisilva Wald und dem alternativen Charme. Während früher nur ein Postschiff wenige Touristen auf die Insel gebracht hat, locken heute Aldi Angebote und Neckermann Reisen deutsche Urlauber nach La Gomera – die grüne Insel verfügt weiterhin nur über zwei Hotels, Sonnengarantie und Ferienappartements weit weg vom Pauschalttourismus. Zu sehen ist der 40-minütige Beitrag in der Mediathek des hessischen Rundfunks. https://www.hr-fernsehen.de/tv-programm/la-gomera,sendung-75012.html

Weiterhin läuft auf den Kanarischen Inseln die Impfkampagne gegen Grippe. Zum ersten Mal gibt es eine Grippeimpfung für Schwangere. Auch in diesem Winter zielt die Impfkampagne in erster Linie auf die beiden großen Risikogruppen ab: Kinder und Personen über 65 Jahren. Das Impfpräparat in diesem Jahr ist keine 100% Garantie eine Grippeerkrankung im Winter zu verhindern, die Symptome werden aber bei einer Impfung stark gelindert. Innerhalb der Impfkampagne gibt es einen speziellen Wirkstoff der gegen die Grippe bei Schwangeren eingesetzt wird. An der Grippe und den Folgen sind im letzten Jahr in Spanien 68 Menschen gestorben, 89% davon hatten sich nicht gegen die Grippe impfen lassen.

Weniger Flugtickets – Für die Wintersaison gibt es auf die Kanarischen Inseln 785 Flugrouten und insgesamt 22,6 Millionen Flugtickets. Das entspricht einem Rückgang von 5,5% im Vergleich zur letzten Wintersaison. Diese Informationen kommen vom Flughafenbetreiber AENA. Aber: die aktuelle Menge an Flugtickets für diesen Winter übersteigen die Nachfrage aus der letzten Wintersaison um 6%, als insgesamt knapp 20 Millionen Passagiere auf den Flughäfen des Archipels abgefertigt worden sind. Aus den Zahlen von AENA geht nicht hervor, ob der Rückgang des Flugangebots eher auf dem nationalen oder auf dem internationalen Markt zu finden ist. In jedem Fall ist das Vakuum, das die Insolvenz von Thomas Cook hinterlassen hat, bereits wieder zu 85% von anderen Fluggesellschaften mit Flugverbindungen gefüllt worden.

15. November 2019

150.000 Kreuzfahrttouristen – Bis Ende des Jahres erwartet die Kreuzfahrtmole von Arrecife auf Lanzarote gut 150.000 Kreuzfahrttouristen. Rund 70 Mal ist die Mole bis Sylvester von einem Kreuzfahrtriesen belegt. Die Hafenbehörde rechnet mit 500.000 Touristen insgesamt in diesem Jahr, 350.000 haben seit Jahresbeginn die Insel in einem Schiff besucht. Unter den Kreuzfahrtriesen sind die größten der Welt die sich im Hauptstadthafen von Arrecife in den kommenden Wochen die Leinen in die Hand geben. Darunter die Britannia oder die Independence of the Seas, beides Schiffe auf denen mehr als 4.000 Passagiere Platz finden.

Weniger Geburten – Im Jahresvergleich sind auf den Kanarischen Inseln in diesem Jahr weniger Babys geboren worden als in 2018. Von Januar bis Oktober ist die Zahl der Neugeborenen auf 9.521 gesunken. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 8%. Die Statistik des Nationalen Statistik Instituts setzt die Zahl der Neugeborenen im Gegensatz zu den Todesfällen. Zusammen mit den Personen die sich in diesem Jahr als Einwohner auf den Kanarischen Inseln neu angemeldet haben, ergibt sich aus dem Ergebnis der Statistik eine sinkende Bevölkerungszahl. Die ist in den letzten Jahren im Schnitt um rund 700 Bürger pro Jahr gesunken.

Konkurrenz für Cádiz und Lissabon – Im Hafen von La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria wird das erste Trockendock für Kreuzfahrtschiffe gebaut. 35 Millionen Euro kostet das Projekt von Astican Dry Dock und kann nach Fertigstellung Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 300 Metern aufnehmen. Nur noch in Lissabon und Cádiz gibt es ähnliche Konstruktionen um den Rumpf der Kreuzfahrtriesen zu Warten. Das Trockendock in Las Palmas bietet aber eine konkurrenzlose finanzielle Komponente: weil die Anlage in der Zona Especial de Canarias liegt, eine steuerbegünstigte Zone, kann das Trockendock auch konkurrenzlose Preise anbieten. Bisher können in Las Palmas Schiffe bis zu einer maximalen Länge von 175 Metern mit einem sogenannten Syncrolift aus dem Wasser gehoben und gewartet werden.

Trumps Zollpolitik auch auf den Kanaren spürbar – Auch auf den Kanarischen Inseln sind Folgen der Zollpolitik der USA spürbar. Besonders die Winzer spüren die erhöhten Zollabgaben. Für rund eine Million Euro exportieren die kanarischen Weinproduzenten pro Jahr Rot-, Weiß-, und Roséwein in die Vereinigten Staaten. Aktuell sind für Weinprodukte 25% des Warenwertes beim amerikanischen Zoll fällig. Damit aber noch nicht genug – Präsident Trump hat bereits angekündigt die Zollabgaben weiter anzuheben. Das Thema ist zum Politikum mutiert und wird jetzt zwischen der spanischen Regierung und Brüssel diskutiert um finanziell für Kompensation zu sorgen.

Kinder bei Medienzeit an erster Stelle in Spanien – Drei Stunden und 18 Minuten verbringen Kinder auf den Kanarischen Inseln pro Tag im Internet. Topwert in Spanien im Vergleich der spanischen Autonomien. Innerhalb der Studie ist das Verhalten von Kindern zwischen fünf und elf Jahren untersucht worden. Das alarmierende Ergebnis zeigt auch wie intensiv Smartphones und Tablets von Eltern eingesetzt werden um Kinder zu beschäftigen. Die Medienzeit im Internet bei Kindern in dieser Altersgruppe ist in allen spanischen Autonomien besorgniserregend hoch. Befragt worden sind bei der Studie über 4.000 Eltern von Kindern in dieser Altersgruppe in Spanien, den USA und Groß Britannien. Neben der extrem hohen Medienzeit der Kinder zeigt die Umfrage aber auch eine Ursache ganz deutlich: Es sind die Eltern, die ihre Kinder an die intensive Nutzung von Smartphones und Tablets gewöhnen. 38% der Befragten Eltern haben angegeben von ihrem Smartphone abhängig zu sein.

14. November 2019

Erneuerbare Energien sind konkurrenzfähig – Erneuerbare Energien sind auf den Kanarischen Inseln konkurrenzfähig! Das ist die Aussage von Robert F. Kennedy Jr. Gestern auf der Energy Hub in Las Palmas auf Gran Canaria zum Thema Klimawandel. Der Neffe des ehemaligen USA Präsidenten geht aber noch weiter und spricht über das ungleiche Machtverhältnis zwischen Ölproduzenten und Regierungen. Dieser nationale wie auch regionale Druck ist der Grund für die hohen Energiekosten auf dem Archipel. Photovoltaik, Solar und Windenergie stehen auf den Kanarischen Inseln in mehr als ausreichender Form zur Verfügung um sich dauerhaft unabhängig von schwankenden Ölpreisen und Wirtschaftskrisen zu machen. Übernachtet hat der Klimaaktivist in einem Hotel, das seinen Energiebedarf bereits zu 90% mit Photovoltaikanlagen produziert.

Teurer Warenkorb – Der Warenkorb auf Lanzarote ist weiterhin der teuerste auf den Kanarischen Inseln. Das geht aus einer aktuellen Zahlenerhebung der ISTAC hervor. Weiterhin am günstigsten kaufen Haushalte auf Gran Canaria ein, dahinter folgt Fuerteventura. Den deutlichsten Preisunterschied machten auf Lanzarote Obst und Gemüse aus. 10% mehr als auf Gran Canaria zahlen Bürger auf Lanzarote dafür. Auch bei Konserven und Tiefkühlprodukten liegt der Preis auf Lanzarote um 8% höher als auf Gran Canaria. Selbst bei Hygiene- und Haushaltsartikeln zahlen Conejeros 5% mehr als Kunden auf Gran Canaria. Innerhalb der Zahlenerhebung fließen auf Lanzarote auch die Supermarktpreise von La Graciosa mit ein – ein Grund für den Preisunterschied zwischen Lanzarote und Gran Canaria.

Jeder fünfte Arzt befürwortet Sterbehilfe – Auf den Kanarischen Inseln zeigen sich 80% der praktizierenden Ärzte gegenüber der Sterbehilfe nicht ablehnend. Knapp 60% der praktizierenden Ärzte würde sie anwenden. Dieses Ergebnis hat die Vereinigung der Ärzte auf den Kanarischen Inseln veröffentlicht, nachdem rund 400 Mediziner befragt worden sind. Das Ergebnis der Umfrage ist nicht repräsentativ, weil nur 10% der insgesamt knapp 6.000 Mitglieder befragt worden ist. Eine Tendenz innerhalb der Diskussion zum Thema Sterbehilfe in Spanien zeigt es aber doch. Spanien will aktive Sterbehilfe in bestimmten Fällen erlauben. Das spanische Abgeordnetenhaus hat für eine entsprechende Gesetzesinitiative gestimmt. Die geplante Regelung sieht demnach unter anderem vor, dass ältere, unheilbar kranke Patienten auf Kosten des staatlichen Gesundheitssystems Sterbehilfe in Anspruch nehmen können. Zudem soll das bislang geltende Verbot medizinischer Suizidbeihilfe abgeschafft wird.

Notlandung auf Gran Canaria – Eine ATR 72 Maschine der Fluggesellschaft Binter Canarias ist auf dem Flughafen Gando auf Gran Canaria notgelandet. 72 Passagiere und die vierköpfige Crew sind bei der Evakuierung der Maschine unverletzt geblieben. Später konnte nach technischen Untersuchungen der Maschine keinerlei Defekt festgestellt werden. Der Pilot hatte nach einer Warnung im Cockpit die Notlandung eingeleitet. Die Warnung über einen Defekt an einem der beiden Motoren stellte sich aber nach Überprüfung als falscher Alarm heraus. Der Flughafen Gando musste wegen der Notlandung und dem damit verbundenen obligatorischen Einsatz von Feuerwehr und Sanitätern für 90 Minuten gesperrt werden.

Weniger Wirtschaftswachstum – Die Prognose der Studienabteilung der BBVA Bank korrigiert das Wirtschaftswachstum in verschiedenen spanischen Regionen deutlich unten. Davon besonders betroffen sind die Kanarischen Inseln. Sowohl für das laufende Jahr als auch für 2020 sind die Prognosen des Bruttoinlandsproduktes mit einem schlechteren Ergebnis neu berechnet worden. Von ursprünglich 2,2% auf 1,6% für 2019 und von 1,6% auf 1,1% für 2020. Stagnation auf dem Arbeitsmarkt und rückläufiger Tourismus sind die Hauptursachen dafür aber auch eine grundsätzlich niedrigere Nachfrage in ganz Europa. Weiterhin stark wächst die spanische Wirtschaft in Regionen wie Madrid, Navarra und Kastilien-La Mancha.

13. November 2019

Sturmwarnung – Sturmböen und hohe Wellen sorgen auf den Kanarischen Inseln auch heute für Alarmstufe Gelb. Betroffen davon sind nur noch Gran Canaria, La Gomera und La Palma. Für Lanzarote, Fuerteventura, Teneriffa und El Hierro gilt aktuell keine Wetterwarnstufe mehr. An betroffenen Küstenabschnitten muss heute mit bis zu vier Metern Wellenhöhe gerechnet werden. Baden im Atlantik wird nur an bewachten Stränden empfohlen. Besondere Vorsicht ist an felsigen Küstenabschnitten geboten. Es muss mit Sturmböen von bis zu 75 Kilometer pro Stunde gerechnet werden. Die Wetterwarnstufe Gelb gilt für die betroffenen Inseln mindestens bis heute Abend.

Mehr Kontrolle, weniger Überstunden – Seit dem 12. Mai sind Zeiterfassungssysteme in Unternehmen obligatorisch. Seitdem hat sich die Zahl der Überstunden von Arbeitnehmern fasst halbiert. 2018 sind zwischen Juni und August 150.000 Überstunden angefallen, das ist die offiziell angegebene Zahl, 2019 im gleichen Zeitraum mit Zeiterfassungssystemen waren es nur noch 90.000 Überstunden. Seit Mai sind aber auch 2.100 Kontrollen in Unternehmen durchgeführt worden – jede fünfte Unternehmensüberprüfung ist mit Bußgeldern belegt worden, bei 107 lag das Bußgeld bei 107.000 Euro. Das Gesetz zur Zeiterfassung hatte in Spanien zu großem Widerstand geführt. Unterstützung kam vor Einführung von den Gewerkschaften. Sie gehen davon aus das vor der Gesetzesänderung in Spanien 60% der Überstunden nicht bezahlt worden sind.

Black Friday schafft Jobs – Es sind zwei Tage, die auf den Kanarischen Inseln für 1.400 neue Arbeitsverträge sorgen: der Black Friday und der Cyber Monday. Auch auf dem spanischen Festland ist ein ähnlicher Trend zu beobachten – dort sind es insgesamt 28.400 neue Arbeitsverträge, alle im Einzelhandel oder im Transport und alle zeitlich befristet. Dieses Jahr findet der Black Friday am 29. November statt, auch auf den Kanarischen Inseln ist im Einzelhandel mit ordentlichen Rabatten zu rechnen. Der Cyber Monday fällt in diesem Jahr auf den 2. Dezember mit Preisnachlässen bei Elektronik und Technologie Produkten.

WhatsApp am Steuer – Das Leasingunternehmen Alphabet hat eine Studie in Auftrag gegeben. Gefragt worden ist nach der Nutzung neuer Technologien und Fortbewegungsmittel. Die Studie ist in ganz Spanien durchgeführt worden. Bei der Nutzung der Applikation WhatsApp am Steuer, liegt Las Palmas auf Gran Canaria spanienweit an erster Stelle. 56% der Einwohner der Inselhauptstadt Gran Canarias nutzen die Kommunikationsmethode auch während des Fahrens. Obwohl mehr als zwei Drittel der Befragten in Las Palmas das E-Auto als Lösung für die Zukunft sieht, fährt mit 0,1% kaum ein Canario ein Auto mit E-Antrieb. 37% in der Inselhauptstadt befürworten autonomes Fahren und knapp die Hälfte ist für ein autofreies Zentrum von Las Palmas.

Doppelte grüne Energie – Auf Gran Canaria sorgen aktuell 34 Windgeneratoren für grünen Strom. Mit den zwei neuen Windrädern, die vor wenigen Monaten fertiggestellt worden sind, steigt die Energieleistung auf 90 Megawatt. Doppelt so viel Energie aus regenerativen Energiequellen als noch vor drei Jahren. 16 Windenergieparks betreibt die Insel Gran Canaria in diesem Moment. 18% des Energiebedarfs wird Gran Canaria nach Fertigstellung der beiden, sich im Bau befindenden, Generatoren aus Windenergie produzieren. Geplant sind auf den Kanarischen Inseln noch weitere 42 Windparkprojekte für die Energieproduktion.

Keine Kippen mehr am Strand – In Lloret de Mar ist das Rauchen am Strand genauso verboten wie am Stadtstrand von Las Palmas de Gran Canaria. Aber eigentlich geht es nicht um den Qualm. Vielmehr sind es die Zigarettenstummel im Sand die dazu geführt haben, dass es in der Region Galizien keinerlei öffentliche Strände mehr gibt an denen geraucht werden darf. Ähnlich gehandhabt werden soll es in Zukunft auch an kanarischen Stränden: wer raucht oder Kippen in den Sand wirft muss mit einer Geldstrafe rechnen. Am Las Canteras Strand in Las Palmas auf Gran Canaria sind für Rauchen am Strand 300 Euro fällig, unabhängig ob es sich um normale Tabakzigaretten oder E-Zigaretten handelt.