Mix Radio Gran Canaria

24.09.2021

Explosionen auf La Palma – Der Vulkan auf La Palma hat den unter Experten bekannten „Explosionszustand“ erreicht. Gestern gegen 17.20 Uhr und gegen 20.30 Uhr war die Feuer und Lavafahne am Cumbre Vieja mehrere hundert Meter hoch. Seit fünf Tagen läuft Magma vom Krater ins Tal und hat auf seinem Weg hunderte Wohnhäuser und Fincas zerstört. Rauch und Asche haben eine Höhe von 4.000 Meter in der Erdatmosphäre erreicht. Aktuell besteht wenig Gefahr, dass das Magma die Atlantikküste erreicht und beim Kontakt mit Salzwasser giftige Gase entstehen. Die zum Teil 12 Meter hohe Lavamasse bewegt sich nur noch sehr langsam bergab.

Coronawarnstufe II auf Gran Canaria – Teneriffa und Gran Canaria bewegen sich weiterhin innerhalb Coronawarnstufe II – trotz sehr niedriger Inzidenzwert ändert das Gesundheitsamt für die kommenden sieben Tage nichts an den Einschränkungen die innerhalb der Coronaampel gelten. Auch Fuerteventura bleibt wegen der Inzidenzwerte auf Warnstufe III. Auf allen anderen Inseln gilt Coronawarnstufe I. In dieser Woche gab es 18% weniger Corona Neuinfizierte auf den Kanarischen Inseln. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das 623 neue Fälle. Nur auf Lanzarote steigen die Fallzahlen leicht, auf allen anderen Inseln zeigt der Trend nach unten.

Geographielektion für Moderatoren weltweit – Die sozialen Netzwerke haben einen neuen Star. Der Erfolg von Guiayara Acosta basiert auf den geographischen Wissenslücken bei Moderatoren und Redaktionen weltweit. Selbst in der ARD und im ZDF schalten Nachrichtensprecher nach Palma, wenn der Korrespondent am Cumbre Vieja auf La Palma steht. Selbst in spanischen Sendern auf dem Festland ist dieser Fehler vorgekommen. Folgt man den Worten der Moderatoren könnte man meinen auch in Las Palmas sei ein Vulkan ausgebrochen. Acosta stellt in ihrem kurzen Video, durchaus mit Humor aufgezeichnet, fest: La Palma ist eine Insel auf der ein Vulkan ausgebrochen ist, Palma ist die Hauptstadt von Mallorca und Las Palmas die Hauptstadt von Gran Canaria. https://www.facebook.com/1511742506/videos/868408667190999/

Finanzielle Hilfen für Selbständige bis Januar – Das Kurzarbeitergeld in Spanien, kurz ERTE genannt, soll bis Januar 2022 verlängert werden. Davon sollen auch Selbständige, sogenannte Autonomos profitieren. Allerdings nur wenn eine bestimmte Beitragszeit besteht. Autonomos, die unter weniger als 24 Monate als Selbständige gemeldet sind, fallen aus der finanziellen Unterstützung durch den Staat. Aktuell befinden sich in Spanien noch mehr als 250.000 Autonomos in Kurzarbeit.

250 Personen im medizinischen Sektor nicht geimpft – Von 41.188 Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern innerhalb des kanarischen Gesundheitssystems sind 250 Personen nicht gegen Corona geimpft. Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung des Gesundheitsamtes hervor – über die Gründe und Motive ist dort nichts zu lesen – das Ergebnis entspricht einer Quote von 0,7%. Trotzdem denkt die Regionalregierung darüber nach, eine verpflichtende COVID-Impfung im Sanitätsbereich gesetzlich festzulegen. Den Spielraum hat die Regierung, nachdem ein entsprechender Vorschlag bereits überprüft worden ist. Im Bildungsbereich sind auf den Kanarischen Inseln von 40.000 Lehrkräften 95% gegen Corona geimpft. Hier gibt es Zahlen zu den 5% der bisher nicht geimpften Lehrkräfte: 0,27% lehnen, obwohl keine Vorerkrankungen vorhanden, grundsätzlich eine Impfung ab, 4,3% der Lehrkräfte wird aus medizinischer Sicht keine Impfung empfohlen.

23.09.2021

Kein Ende der Eruption absehbar – Der Vulkanausbruch spaltet die Bevölkerung auf La Palma – die einen wollen sich möglichst nah an das Epizentrum begeben, um den Ausbruch aus der Nähe zu betrachten – diese Möglichkeit bietet sich eben eher selten. Die anderen haben alles bis auf ihr eigenes Leben verloren und darunter sind seit vier Tagen auch Menschen, die kein Dach mehr über dem Kopf haben. Die Lava läuft seit vier Tagen in Richtung mehr, auf ihrem Weg vernichtet sie alles, was von Menschenhand errichtet worden ist. Das Dorf El Paraíso bei El Paso ist zur Hälfte von Magma überdeckt, zwischen diesem Dorf und Todoque sind weitere hundert Häuser und Fincas von der Landkarte verschwunden. Die beiden Landstraßen LP-2 und LP-212 sind von meterhoher Lava überdeckt. In einigen Bereichen der Gemeinde El Paso und Los Llanos de Aridane gibt es keinen Strom und keine Telekommunikation mehr. Aus wissenschaftlicher Sicht könnte es bald noch dicker kommen: bisher war der Vulkanausbruch sanft, er könnte in den kommenden Tagen in den Explosionszustand geraten. Bisher gibt es keine weiteren Evakuierungsmaßnahmen für den weiteren Bereich des Epizentrums. Pläne dafür stehen aber bereits fest, die innerhalb von wenigen Stunden realisiert werden können.

Tourismussektor mit Optimismus – Im August haben Hotels und Appartementanalgen auf den Kanarischen Inseln so viel Umsatz gemacht wie in den sieben Monaten davor insgesamt. Einer Zahlenanalyse des kanarischen Statistikinstituts zufolge lag die Auslastung von Hotels und Appartementanlagen im Juli bei 33%, im August bei 44% und für den September liegen die Prognosen bei einem Anteil von 40%. Das ist immer noch sehr weit entfernt von den Ergebnissen der Sommermonate 2019, die Zahl der Bettenbelegungen stimmt die Betreiber aber trotzdem optimistisch. Dafür sorgt in erster Linie der nationale Tourismusmarkt. Die Zahl der Gäste aus Frankreich, Italien, Holland, Irland, Österreich oder Deutschland ist nur moderat in den letzten Wochen angestiegen, die Prognosen zeigen aber vor allem ab Oktober eine gewisse Dynamik auf dem Tourismusmarkt, um positiv in die Wintersaison zu blicken.

Ansteckungen vor allem unter 20- bis 29-jährigen – Jeder fünfte Corona Infizierte auf den Kanarischen Inseln ist unter 30 Jahre alt. Zwei Drittel des Inzidenzwertes belegen Menschen unter 40 Jahren. Das war mal anders. Bis vor wenigen Monaten waren es vor allem die über 65-jährigen die wegen COVID-19 besonders geschützt werden sollten, diese Altersgruppe hat über viele Monate hinweg die Krankenhausbetten auf den Kanaren belegt. Seit dem 9. Mai hat sich dieser Trend umgekehrt. Ein Grund dafür könnte die hohe Impfquote bei der älteren Generation sein, bei den über 65-jährigen gelten mehr als 85% als geimpft, bei den unter 40-jährigen liegt dieser Wert bei rund 33%. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute auf den Kanarischen Inseln bei 28,95, dabei ist Fuerteventura mit einer Inzidenz von 78,51 in den letzten sieben Tagen Spitzenreiter – auf Gran Canaria liegt dieser Wert heute bei 25,72, auf Lanzarote bei 48,13 und auf Teneriffa bei 25,41. 217 COVID Patienten werden stationär in Krankenhäusern behandelt, davon 45 auf Intensivstationen.

Anti Covid Maßnahmen an Schulen erfolgreich – In Deutschland war Homeschooling im letzten Schuljahr an der Tagesordnung – in Spanien zeigen aktuelle Ergebnisse des abgelaufenen Schuljahres: es geht auch anders und vor allen Dingen gut! Trotz Präsenzunterricht in so gut wie allen Autonomien das ganze Schuljahr über, machten von September 2020 bis Juni 2021 Schulkinder nur 1% der Gesamtzahl der Corona Infizierten aus. Damit ist Spanien in Sachen Präsenzunterricht und Hygienekonzept das Vorzeigemodell weltweit. Nachweislich ist die Ansteckungsgefahr innerhalb von Familien um ein Vielfaches größer als innerhalb der Schulen und Klassen. Währenddessen ist Spanien auf dem besten Weg eine Impfquote von 90% zu erreichen, während andere EU-Länder die magische Grenze von 70% bis jetzt noch nicht erreicht haben. Wird das aktuelle Impftempo in Spanien beibehalten, wird eine Impfquote von 90% am 17. Oktober erreicht sein.

Nachtleben kann wieder beginnen – Mit neuen Regelungen auf Basis der sich positiv entwickelnden Inzidenzwerten und hohen Impfquoten auf den Inseln werden die Öffnungszeiten für Restaurants, Bars und Clubs nach hinten verschoben. Innerhalb der einzelnen Alarmstufen werden die Regelungen angepasst. Auf Warnstufe III schließt das Nachtleben um 01.00 Uhr statt wie bisher um 0.00 Uhr. Auch die Anzahl der maximal zugelassenen Personen die sich treffen dürfen steigt von vier auf sechs. Innerhalb von Warnstufe II dürfen sich ab sofort bis zu acht Personen treffen, 12 Personen bei Warnstufe I. Außer bei Warnstufe IV ist der Personenverkehr zwischen den Inseln grundsätzlich erlaubt.

22.09.2021

Lava türmt sich bereits 12 Meter hoch – Das Magma des auf La Palma ausgebrochenen Vulkans hat auf seinem Weg ins Tal bereits 200 Wohnhäuser und Fincas vernichtet. Pro Stunde weitet sich der Magmastrom in Richtung Küste um 120 Meter aus, mittlerweile gibt es keinen Experten mehr, der sich nicht sicher ist, dass das Magma in den Atlantik laufen wird. Ein kritischer Moment für Leib und Leben – wenn die über 1.000 Grad heiße Gesteinsmaße in Kontakt mit Salzwasser kommt, entstehen lebensgefährliche Gase. Je nach Windrichtung ist dann die gesamte Bevölkerung der Insel in Lebensgefahr. Diesen Fall gab es bereits 1971, als der Vulkan Teneguía ausgebrochen ist. Vor 50 Jahren ist bei wegen der ausgetretenen Gase ein Mann ums Leben gekommen. Seit Samstagnacht spuckt der Vulkan am Cumbre Vieja wieder Lava. Bisher sind 6.000 Bewohner in den betroffenen Gemeinden in Sicherheit gebracht worden. Aus dem Epizentrum verlaufen zwei Magmaströme in Richtung Meer.

32 Flüchtlinge gerettet – Die Küstenwache hat vor Fuerteventura 32 Flüchtlinge aus Afrika aus einem Festrumpfschlauchboot gerettet. An Bord befanden sich 30 Männer und zwei Kinder. Sie alle stammen aus Ländern in Afrika. Die Küstenwache hat die Flüchtlinge in den Hafen von Puerto del Rosario gebracht. Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben die Männer und Kinder erstversorgt. Alle befinden sich in gutem gesundheitlichem Zustand.

Mückenplage – Gemütlich am Abend auf der Terrasse sitzen ist in Teilen der Gemeinde von Maspalomas auf Gran Canaria aktuell schwierig. Grund dafür ist eine Mückenplage. In den Apotheken von Maspalomas sind Mückensprays, Mückenarmbänder und Cremes gegen Juckreiz häufig vergriffen. Es handelt sich um die besonders aggressive Mückenart Aedes Caspius, betroffene Personen berichten, dass sie selbst auf durch Kleidung verdeckte Körperteile gestochen worden sind. Jetzt will die Gemeinde mit Insektenvernichtungsmitteln reagieren – es gibt drei Moskitoherde in den Charcos bei Maspalomas. Dort sollen die Insektenvernichter bis Ende der Woche aktiv werden.

Countdown für Frontón King 2021 – Für Surfer weltweit gibt es zwei Bilderbuchwellen auf den Kanarischen Inseln. Die ein heißt „Quemao“ und liegt vor dem Ort La Santa auf Lanzarote. Hier findet jedes das Surf Event „Quemao Glass“ statt. Die weltweit bekanntere heißt aber „El Frontón“ in der Gemeinde Galdár auf Gran Canaria. Hier findet vom 16. bis 30. Oktober der Wettbewerb „Frontón King 2021“ statt. Die Wettbewerbsläufe werden Live im Internet übertragen. In diesem Jahr werden pro Tag bis zu 1.000 Zuschauer das Event vor Ort verfolgen können.

Vergünstigungen bei Photovoltaik Anlagen – Rechtssicherheit für Photovoltaikanlagen herrscht in Spanien durch das königliche Dekret 244. Für die Versorgung von Wohnungen, Handel oder Industrie sind Photovoltaikanlagen gestattet und die Einspeisung überschüssiger Energie ins zentrale Stromnetz mit bis zu 100 Kilowatt ist erlaubt, ohne dass dafür Steuern oder Gebühren fällig wären. Außerdem ist ein freiwilliges System zur Erstattung überschüssiger Energie eingeführt worden. Nur noch der Differenzbetrag unterliegt der spanischen Mehrwertsteuer. Durch die gesetzliche Regelung wird in Spanien eine massive Welle von Installationen von Photovoltaikanlagen erwartet.

21.09.2021

Vulkan öffnet zweiten Schlot – Die Bilanz auf La Palma am zweiten Tag nach dem Vulkanausbruch sieht deutlich verheerender aus – Grund ist ein zweiter Vulkanschlot, der bei Tacande in der Gemeinde El Paso Magma in Richtung Küste schiebt. Bisher sind 5.500 Einwohner in den betroffenen Gemeinden in Sicherheit gebracht worden. Verletzte oder Tote gibt es nicht zu beklagen, der Sachschaden liegt bereits in Millionenhöhe. Seit Beginn der Aufzeichnungen ist es der achte Vulkanausbruch auf der Insel La Palma. Gestern ist auch der spanische Präsident Pedro Sanchez auf La Palma eingetroffen. Es soll schnelle finanzielle Hilfen geben – die Rede ist von einer finanziellen Kompensation für zerstörte Häuser, Fincas und landwirtschaftliche Flächen.

Container für tote Tiere – Die Gemeinde Yaiza beginnt mit 12 grünen quadratischen Containern aus PVC ein neues Projekt für die Entsorgung von Tierkadavern. Es richtet sich nicht an Bürger mit Haustieren. Vielmehr sollen Landwirte mit dem Projekt sensibilisiert werden, tote Nutztiere nicht mehr zu verscharren. Bisher gab es in dieser Richtung keinerlei Regulierungen. Vor allem aus Zeit und Kostengründen sind tote Nutztiere bisher nicht ordnungsgerecht entsorgt worden. Die 12 Container werden überall dort in der Gemeinde platziert, wo Landwirte Nutztiere halten. Der neue Service ist gratis und kann telefonisch kontaktiert werden.

57 Flüchtlinge bei La Restinga – Im Hafen von La Restinga in Valverde auf El Hierro sind 57 Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent versorgt worden. Ihr Flüchtlingsboot ist wenige Seemeilen vor El Hierro gesichtet worden. Ein Boot der spanischen Küstenwache hat die Flüchtlinge in Sicherheit gebracht. Ersten Angaben zufolge stammen sie aus Guinea, Mali und Gambia. 

Alles im grünen Bereich – In Sachen Corona und Pandemie befinden sich sechs von acht Inseln des Archipels im grünen Bereich – also mit Blick auf die Corona Ampel – zu tun haben die Kanaren natürlich weiterhin mit dem Virus, allerdings verläuft die Infektionskurve, anders als in vielen anderen Regionen in Europa, nach unten. Auch die Krankenhausbelegungen liegen prozentualen Dezimalbereich – zwischen 0% und 3,7%. Nur auf den Intensivstationen auf Gran Canaria und Teneriffa liegen mit 11% bzw. 14% Patienten mit einer Covid Erkrankung die beatmet werden müssen. Die 7-Tage Inzidenz liegt auf den Kanarischen Inseln heute bei 31,3.

20.09.2021

Vulkanausbruch La Palma – Nach 50 Jahren Stille, hat sich auf La Palma der Cumbre Vieja zurückgemeldet. Über Tage hinweg hatten kleinere Schwarmbeben einen möglichen Ausbruch angekündigt. Die Experten waren sich aber bis zuletzt uneinig, ob und wann der Cumbre Vieja wieder Lava spucken würden – das lag in erster Linie an der Stärke der Beben, die unter der Stärke IV auf der Richterskala geblieben sind. 5.000 Menschen sind bereits in Sicherheit gebracht worden, ein großer Bereich in den Gemeinden Tazacorte, El Paso, Fuencaliente, Mazo und Los Llanos de Aridane ist evakuiert. Noch in der Nacht haben Lavaströme die ersten bewohnten Gebiete erreicht, acht Fincas sind von dem flüssigen Magma bisher beschädigt worden. Der Flugverkehr auf die Kanarischen Inseln ist bisher nicht eingeschränkt – Passagiere die von La Palma wegfliegen oder nach La Palma fliegen sind aufgerufen sich frühzeitig über mögliche Änderungen des Flugplanes zu informieren. Heute werden auf La Palma Pedro Sanchez und Angel Victor Torres erwartet, die politischen Vertreter Spaniens und der kanarischen Autonomie. Die bis Samstag aufrechterhaltene Warnstufe IV ist auf II erhöht worden, es wird dringend von Touren in Richtung der Ausbruchstelle gewarnt, es herrscht Lebensgefahr.

FastFuel bringt günstigen Kraftstoff auf die Kanarischen Inseln – Acht Jahre hat es gedauert, jetzt ist es amtlich: die konventionellen Tankstellenketten auf den Kanarischen Inseln bekommen erstzunehmende Konkurrenz mit der LowCost Tankstellenkette „FastFuel“. Es ist wie ein Déjà-vu: Supermarktdiscounter wie Lidl oder Mercadona haben das Gleiche erlebt. Genehmigungen brauchen auf dem Archipel immer dann besonders lang, wenn finanzielle Interessen der Big Player in Gefahr sind. Womit das genau zusammenhängt, kann keiner beantworten. Auf dem spanischen Festland betreibt die Franchisekette FastFuel 12,5% der landesweiten Tankstellen. Kunden betanken ihre Fahrzeuge selbst, bezahlt wird am Automaten mit Karte. Bis zu 12 Cent pro Liter günstiger bietet FastFuel Kraftstoff auf dem spanischen Festland an, auf Gran Canaria sind die ersten beiden Tankstellen bereits im Bau.

Mehr Arbeitsplätze in den kommenden drei Jahren – Einer Analyse der Unternehmensberatung KPMG zu Folge werden 86% der spanischen CEOs in den kommenden drei Jahren zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Das sind doppelt so viele als noch vor einem Jahr. War die Perspektive 2020 noch eher pessimistisch, blicken die Unternehmensleitungen in diesem Jahr deutlich positiver in die Zukunft, auch die Wirtschaftsexperten prognostizieren Spanien in diesem Jahr ein deutliches Wirtschaftswachstum. Innerhalb der Analyse hat KPMG 1.325 CEOs weltweit befragt, darunter 50 in Spanien.

Weniger Immobilienkäufe unter Ausländern – Im letzten Jahr haben 11,5% weniger Ausländer Immobilienobjekte auf den Kanarischen Inseln gekauft. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Nationalen Statistikamtes hervor. Auch Spanienweit ist dieser Rückgang in Zahlen belegbar. 11,3% der Immobilienkäufe in Spanien sind im letzten Jahr von Ausländern getätigt worden, 2019 lag diese Zahl noch bei 13%. Balearen, Kanaren und Valencia sind die Regionen, die von Ausländern bei der Suche nach Objekten in den letzten Jahren besonders begehrt waren. In allen dreien sind die Verkaufszahlen eingebrochen.

Arrecife unterstützt Selbständige und Unternehmen – 4.000 Selbständige und Unternehmen haben auf Lanzarote die finanzielle COVID-19 Unterstützung von der Lokalregierung beantragt. Ursprünglich war die Finanzspritze auf sechs Millionen Euro begrenzt, das Cabildo hat den Fonds auf 12 Millionen Euro ausgeweitet. Innerhalb von vier Wochen haben rund 4.000 Selbständige und Unternehmen die finanzielle Hilfe beantragt. Je nach Konstellation und Anzahl der Mitarbeiter werden zwischen 1.500 und 6.000 Euro ausbezahlt.

16.09.2021

Alarmstufe Gelb wegen vulkanischen Aktivitäten – Vulkanische Aktivitäten gehören zu den Kanarischen Inseln wie die Gezeiten des Atlantiks an den Ufern. Täglich werden hunderte kleinere Erdbewegungen von den Sensoren des vulkanologischen Instituts registriert. Aktuell ist die Intensität eines Schwarmbebens unterhalb der Gemeinden Fuencaliente, Los Llanos de Aridane, El Paso und Mazo auf La Palma so intensiv, dass heute Warnstufe Gelb ausgegeben worden ist, also die zweite Warnstufe von insgesamt vier. Grund ist die Stärke der letzten Erdbewegungen mit einem Wert von bis zu 3,5 auf der Richterskala. Seit Sonntag sind rund 7.000 Meter unterhalb von La Palma 900 Beben registriert worden, 18 davon hatten eine Stärke von mindestens 3. Ein Beben gestern mit einer Intensität von 3,3 ist gegen 13:30 von den Einwohnern der Gemeinde deutlich zu spüren gewesen. Aller Sensationsmeldungen in den sozialen Netzwerken zum Trotz, besteht keinerlei Gefahr für die Bevölkerung. Für die Experten des vulkanologischen Instituts, die sich täglich mit den seismischen Bewegungen auf dem Archipel beschäftigen, gibt es keinerlei Hinweise auf einen bevorstehenden Ausbruch.

Optimismus im Tourismus – Keine Kurzarbeit mehr in Hotels, Supermärkte in touristischen Zonen wieder geöffnet, immer mehr Buchungen aus dem Ausland – der Tourismus und alle von ihm abhängigen Wirtschaftsbereiche blicken mit Optimismus in das letzte Quartal des Jahres. Trotzdem sind noch viele Angestellte im Einzelhandel in Kurzarbeit – so richtig trauen viele Unternehmer der aktuellen Trendwende noch nicht. Das liegt aber auch an der Regelung des Kurzarbeitergeldes: einmal zurück am Arbeitsplatz ist eine erneute Kurzarbeit so ohne weiteres nicht mehr möglich. Grundsätzlich ist aber der Trend in vielen Bereichen spürbar – nach gut 16 Monaten Hoffen und Bangen kommt der Tourismus auf den Kanarischen Inseln langsam wieder auf die Füße.

Flüchtlingswelle bricht nicht ab – 225 neue Flüchtlinge gestern, am Dienstag waren es innerhalb von 24 Stunden 400 Flüchtlinge, seit Monatsbeginn sind es bereits 1.300 Personen, die in Booten die Kanarischen Inseln erreicht haben. Die Verwunderung der Politiker über die stark gestiegene Zahl ist nicht immer nachvollziehbar, vergleicht man die Zahlen mit den Vorjahreszeiträumen 2019 und 2018 wird deutlich, dass die aktuelle Flüchtlingswelle durchaus mit saisonalen Bedingungen in Verbindung steht. Die meteorologischen Vorrausetzungen für eine Überfahrt vom afrikanischen Kontinent sind aktuell so gut wie selten. Allerdings treten diese Vorrausetzungen im Jahresverlauf immer verstärkt rund um September und Oktober ein. Vorbereitet darauf sind die Behörden aktuell nicht, auch gibt es weiterhin keine nationale Lösung um die Flüchtlinge auf andere spanische Autonomien zu verteilen.

In Spanien ist die Inflation deutlich gestiegen. Die nach europäischer Methode erhobenen Verbraucherpreise haben im August im Jahresvergleich um 1,8 Prozent zugelegt. Damit hat das nationale Statistikamt seine Schätzungen heute bestätigt. Im Juli hatte die Inflationsrate noch knapp im negativen Bereich gelegen. Ein starker Anstieg zeigte sich auch im Monatsvergleich. Die Verbraucherpreise haben auf den Kanarischen Inseln im März um 2,4% Prozent zugelegt, die Preise für Immobilien auf dem Archipel um 10% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Kaugummi-Absatz eingebrochen – Die Nachfrage nach Chicle ist in Spanien eingebrochen, so stark wie in den letzten hundert Jahren nicht. Die Rede ist vom Kaugummi, in Spanien trägt der den Uramerikanischen Begriff „Chicle“. Zurückzuführen ist der stark gesunken Absatz auf die Pandemie und deren Folgen. Wegen Ausgangsperre und Homeoffice ist die Nachfrage nach frischem Atem zurück gegangen. In der Wirklichkeit des Kaugummiherstellers „Produlce“ ist der Kaugummikonsum ein gesellschaftlicher Glücksindikator. Dieser soll laut dem Präsidenten des Unternehmens aber wieder zurückkehren – mit einem Anstieg des öffentlichen Lebens und mehr sozialen Kontakten.

15.09.2021

Mordfall aufgeklärt – Der gewaltsame Tod von David José R. bei Pozo Izquerdo auf Gran Canaria scheint aufgeklärt. Beamte der Guardia Civil haben gestern einen Mann festgenommen, dessen Identität noch nicht bekannt ist. Seine Wohnung ist durchsucht worden, heute werden Spezialkräfte der Spurensicherung aus Teneriffa am Tatort erwartet. Sie sollen nach weiteren Hinweisen auf den Tätern oder Tätern suchen. David José R. ist gewaltsam ums Leben gebracht worden, seine Leiche ist in seinem Fahrzeug verbrannt worden.

91% der Flugverbindungen wieder hergestellt – Die Kanarischen Inseln haben 91% der Flugverbindung, die auch wegen der Pandemie eingestellt worden sind, wieder hergestellt. 153 Flugziele waren vor der Pandemie von kanarischen Flughäfen aus erreichbar, heute sind davon bereits 140 wieder aktiv. Allerdings sind es nicht die gleichen: aus den skandinavischen Ländern fliegen weniger Maschinen auf den Archipel, dafür gibt es mehr Verbindungen aus Italien und Frankreich.

So wenige Corona Infizierte wie seit August 2020 nicht mehr – Während in anderen EU-Ländern die Inzidenzen weiter steigen, befindet sich Spanien in Sachen Corona auf dem Weg der Entspannung. 3.261 positiv getestete Personen hat das spanische Gesundheitsministerium heute gemeldet. Am 23. Juli waren es noch mehr als 31.000 Neuinfektionen an einem Tag. Bei den durch oder mit Corona verstorbenen Personen ist die Zahl mit 155 weiterhin hoch. Unter den zu beklagenden Fällen befinden sich in der Hauptsache Menschen die nicht gegen Corona geimpft waren oder sich nicht impfen lassen konnten.

400 Flüchtlinge innerhalb von 24 Stunden – Die Kanarischen Inseln erleben eine neue Flüchtlingswelle vom afrikanischen Kontinent. Innerhalb von 24 Stunden sind auf dem Archipel 12 Flüchtlingsboote mit insgesamt 400 Flüchtlingen angekommen, seit Monatsbeginn liegt ihre Zahl bei 1.032. Seit drei Monaten erreichen monatlich mehr als 1.500 Personen aus Afrika in Booten die Kanarischen Inseln. Mehr als Solidarität erhalten die Behörden auf dem Archipel vom spanischen Festland nicht, die Zentralregierung in Madrid hat bisher noch keine Lösung für die Umverteilung gefunden. Die Organisation „Caminando Fronteras“ beziffert die Zahl der Toten, die die Überfahrt seit Jahresbeginn mit dem Leben bezahlt haben auf mehr als 2.000.

Weinernte auf Lanzarote abgeschlossen – Es wird ein guter Malvasia Jahrgang. Da sind sich die Winzer auf Lanzarote sicher, nachdem 1800 Tonnen Trauben in den letzten Tagen geerntet worden sind. Der Zeitpunkt war gut gewählt, so hatte die Hitzewelle so gut wie keinen Einfluss auf die Qualität der Ernte. Mit dem Ernte Ergebnis wird mit einer Produktion von gut einer Million Flaschen Malvasia Wein gerechnet. Die Winzer auf Lanzarote blicken neben der guten Weinernte in diesem Jahr auch positiv in Zukunft: Zwischen 2021 und 2023 sind neben den Einkünften auch Subventionen der spanischen Regierung und der EU in Höhe von rund 2.500 Euro pro Hektar bewirtschafteter Fläche zu erwarten.

14.09.2021

Frau ertrunken – Sie sehen beeindruckend und malerisch aus und sind vor allem eines: tückisch – die Rede ist von den natürlichen Schwimmbecken an den Vulkanufern der Kanarischen Inseln. Gestern ist auf Fuerteventura in der Gemeinde Betancuria eine Frau in den Aguas Verdes ertrunken. Gezeiten, Unterströmungen und Wellengang verwandeln jedes natürliche Schwimmbecken in einen lebensgefährlichen Strom. Wer diese drei Faktoren beachtet, erlebt einen unvergesslich schönen Moment. Der Unfall hat sich gestern Mittag gegen 13.00 Uhr ereignet. Die Rettungskräfte waren nach wenigen Minuten mit einem Helikopter am Unfallort. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät.

Tourismus bei 70% – Trotz der düsteren Prognosen im Tourismus ist die Reiselust der europäischen Urlauber beim Reiseziel Kanarische Inseln ungebrochen. Die beiden Hotelvereinigungen der beiden kanarischen Provinzen rechnen mit einer Auslastung im September von 70% – weit entfernt von den verhaltenen Prognosen zu Jahresbeginn. Zusätzlich steigt die Nachfrage für Oktober und November um weitere 15%. Damit werden auch die letzten Hotels, deren Belegschaft sich zurzeit noch in Kurzarbeit befindet, noch in diesem Monat öffnen. Trotzdem hat sich das Buchungsverhalten im Vergleich zu 2019 verändert. Es ist kurzfristiger geworden und bietet damit auch weniger Planbarkeit für die kommenden Monate. Von Reiseveranstaltern, die 2019 noch ganze Jahreskontingente reserviert haben, kommen aktuell nur Belegungen für die kommenden drei Monate.

Betten auf Gängen Normalität – In Krankenhäusern waren Betten mit Patienten auf den Gängen bisher immer ein Zeichen für Kollaps und Chaos – im Krankenhaus von Las Palmas wird dieses Bild in Zukunft zur Normalität gehören. Zumindest deuten die Bodenmarkierungen auf den Gängen daraufhin, dass Patienten bei Belegungsengpässen in Zukunft auch auf den Gängen versorgt werden können. Neben den Bodenmarkierungen sind auch entsprechende Wandanschlüsse verfügbar um medizinische Geräte anzuschließen. Mit dieser Maßnahme soll es für das Krankenhaus einfacher werden, Patienten mit gleicher Erkrankung innerhalb einer Station zu isolieren.

Spanisch Deutsches Prestige Duell – Für Fußballfans auf deutscher und spanischer Seite kommt es heute, zu Beginn der Championsleague, zu einer Finalneuauflage. Im Viertelfinale 2019/2020 stand es am Ende der beiden Begegnungen 8-2 für den FC Bayern. Heute Abend geht es für die Spieler des FC Barcelona vor heimischen Publikum also um Vergangenheitsbewältigung und eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in München – erfahrungsgemäß gibt es für spanische Mannschaften in der Regel in München wenig zu holen. Auf der anderen Seite ist es Trainer Julian Nagelsmann, der auf seinem neuen Posten bei Bayern München unter Druck steht. Zu sehen sein wird das Spiel heute Abend 20.00 Uhr kanarischer Zeit bei Telefonica und bei Amazon.

Weniger Müll nach Ausgangsperre – Am Freitag hat das Rathaus von Las Palmas die nächtliche Schließung für Fahrzeuge rund um El Confital bekannt gegeben – dem beliebten Ausflugsziel bei La Isleta für Jugendliche am Wochenende. Das Ergebnis: 440 Kilogramm weniger Müll innerhalb von zwei Tagen. Bisher haben die Reinigungskräfte nach einem Wochenende 500 kg Müll am Strand von El Confital beseitigt. Seit Freitag ist La Isleta nach 23.00 Uhr nur noch zu Fuß zu erreichen, die Durchfahrt für Fahrzeuge ist bis 6.00 Uhr morgens verboten. Die Auflage soll bis Ende September gelten und die Situation neu bewertet werden.

13.09.2021

Erdbebenserie auf La Palma – 315 Erdbeben sind seit Samstag auf La Palma registriert worden. Es bestehet keinerlei Gefahr für die Bevölkerung, für die Vulkanologen ist dieser Erdbebenschwarm umso interessanter. Die Beben hatten eine Stärke von bis zu 2,8 auf der Richterskala, ihre Epizentren liegen zwischen acht und 13 Kilometer tief. Das Stärkste Beben ist gegen 15:00 Uhr gestern Nachmittag von der Bevölkerung wahrgenommen worden. Die Ursache für das Schwarmbeben, das weiterhin anhält, wird noch untersucht.

Autofahrerin bei Famara ums Leben gekommen – Am Risco de Famara ist eine Frau mit ihrem Auto die Klippen hinabgefallen und ums Leben gekommen. Der Unfall hat sich gestern in der Nähe der Ermita de los Nieves ereignet. Die Umstände die zum Tod der Frau geführt haben, sind noch völlig ungeklärt – Suizid wird nicht ausgeschlossen. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten sich zu Fuß mit schwerem Gerät rund 150 Meter die Steilfelsen entlang zu dem Wrack durchkämpfen um das Fahrzeug zu stabilisieren. Die Leiche der Frau ist mit einem Helikopter geborgen worden. Bisher gibt es zur Identität der Frau noch keinerlei Informationen.

Impfbus bei Tafira und an der Universität – 81% Impfquote reicht der kanarischen Regionalregierung noch lange nicht. Heute steht der Impfbus, „Vacuguagua“ genannt, bei Tafira und am Obelisken in der Nähe der Uni von Las Palmas. Geimpft werden kann jeder über 16 Jahren, notwendig ist dafür lediglich ein Ausweisdokument. Kinder unter 16 Jahren müssen sich in Begleitung von einem Erziehungsberechtigten präsentieren um eine COVID Impfung zu erhalten. Weiterhin kann in jedem Centro de Salut auf den Kanarischen Inseln ein Impftermin vereinbart werden.

Aufklärungskampagne um Badeunfälle zu vermeiden – Auf den Bildschirmen im öffentlichen Nahverkehrsnetz auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote sind Aufklärungsvideos um Badeunfälle an den Stränden zu vermeiden. Die Präventivvideos sind von der Organisation „1.500 Kilometros de Costa“ in Auftrag gegeben – eine Vereinigung die seit rund 10 Jahren vor allem in den Sommermonaten versucht Bürger und Urlauber auf die Gefahren des Atlantiks hinzuweisen. Aktuell sind 16 verschiedene Videos geschaltet. Die Kampagne ist jetzt über die Sommermonate hinaus für das gesamte Jahr verlängert worden, die Videos sind auf Spanisch, auf Deutsch und auf Englisch produziert worden. Den Todeszahlen aus den letzten Jahren zu Folge sind vor allem Urlauber über 65 Jahren betroffen. 80% der tödlichen Badeunfälle betreffen Touristen aus dem EU-Ausland.

81% gegen COVID geimpft – Die fünfte Coronawelle auf den Kanarischen Inseln ist seit Wochen gebrochen, die Krankenhausinzidenzen sind auf einem vertretbar niedrigen Niveau, die Bereitschaft in der Bevölkerung sich impfen zu lassen ist groß. Mehr als drei Millionen Impfdosen sind seit Beginn der Impfkampagne auf dem Archipel verabreicht worden, 1.5 Millionen Bürger haben bereits beide Impfdosen erhalten. Innerhalb der Risikogruppe über 65 Jahren, die es seit Beginn der Pandemie besonders zu schützen galt, sind über 95% komplett geimpft. Innerhalb der Impfgruppen I bis VII, also Krankenhauspersonal, Sicherheitskräfte und Angestellte im Bildungsbereich oder Beamte im Staatsdienst liegt die Impfquote bei 99,5%. Der Fokus liegt beim Impfen aktuell bei der Altersgruppe 20 bis 29 Jahren – hier liegt die Impfquote bei aktuell 54%, selbst die Altersgruppe 12 bis 19 Jahren ist mit 66,5% komplett geimpft.

10.09.2021

Endlich raus aus Warnstufe III – Bars und Restaurants bis 2.00 Uhr nachts geöffnet, acht Personen aus verschiedenen Haushalten bei privaten Treffen, keine Corona Toten zu beklagen – Gran Canaria ist nach monatelangem Kampf gegen die Pandemie endlich am Zwischenziel Warnstufe II angekommen. Insgesamt rückt COVID und das Thema Pandemie langsam aus dem Fokus der Bevölkerung auf dem Archipel. Bis auf Teneriffa und Fuerteventura gilt auf allen anderen Inseln Alarmstufe I. Gestern konnten weitere 2.000 Covid Patienten aus Krankenhäusern entlassen werden. Aktive Fälle gibt es auf den Kanarischen Inseln heute 7.412. Gestern sind 146 neue Corona Fälle hinzugekommen.

Mediation zwischen Groundforce und Angestellten – Innerhalb des Streiks des Bodenpersonals des Handling-Unternehmens Groundforce wird es eine Mediation geben. Das ist das Ergebnis der Gespräche von gestern. Der Streik hat auf dem Flughafen Gando auf Gran Canaria wegen der Gepäckabfertigung zu enormen Verspätungen und für Unmut bei Passagieren geführt. Als Vermittler kommt ausgerechnet die Inspección del trabajo zum Zuge – also der Sektor des spanischen Arbeitsministeriums der von Unternehmerseite eher weniger gern im eigenen Unternehmen gesehen wird. Die Entscheidung zeigt aber auch die Gelassenheit der Vertreter von Groundforce. Ursache für den Streik ist die Arbeitssituation der Angestellten. Trotz steigender Passagierzahlen sind unbestätigten Meldungen zufolge immer noch 90% der Belegschaft in Kurzarbeit, die verbleibenden 10% die wieder Vollbeschäftigt sind sollen zum Teil mehr als 24 Stunden am Stück am Flughafen beschäftigt sein.

Hitzewelle bis Samstag – Mit 36 Grad war Agaete auf Gran Canaria gestern der heißeste Ort in ganz Spanien. Die aktuelle Hitzewelle ist auch auf Lanzarote und Fuerteventura spürbar. Alarmstufe Gelb gilt heute und morgen für den Süden Gran Canarias, für La Gomera und El Hierro. Über 30 Grad steigen die Temperaturen heute und morgen aber auch auf Lanzarote und Fuerteventura, dazu liegt der UV-Index in den Mittagsstunden auf Maximalniveau. Grundsätzlich wird geraten die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden und Sport nur in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden zu betreiben.

09.09.2021

Hitzewarnung – Nachdem die Temperaturen in Las Tirajanas auf Gran Canaria bereits gestern auf 38 Grad gestiegen sind, gilt bis Samstag eine Hitzewarnung des spanischen Wetterdienstes. Heute und morgen für den Süden Gran Canarias, ab Samstag auch für Fuerteventura. Grund für die heißen Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke ist das Wetterphänomen Calima. Der spanische Wetterdienst AEMET prognostiziert mindestens 34 Grad Tageshöchstwerte. Es wird empfohlen die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden und sportliche Aktivitäten auf die frühen morgen oder späten Abendstunden zu verlegen. Der UV-Index bewegt sich heute, morgen und am Samstag auf seinem maximalen Niveau.

1.660 zusätzliche Lehrkräfte – Das neue Schuljahr startet auf den Kanarischen Inseln mit neuen, zusätzlichen Unterrichtsformen und einem Pandemieprotokoll, die zusammen auch für neue Arbeitsplätze für Lehrkräfte sorgen. Die Rede ist von insgesamt 1.658 zusätzlichen Pädagogen. Alleine für Vor- und Grundschule sind 21/22 knapp 600 zusätzliche Lehrkräfte vorgesehen. Für die weiterführende Schule bis hin zur Universitätsreife sollen 1.000 zusätzliche Pädagogen eingestellt werden. Das geht aus einem aktuellen Bericht hervor, publiziert in der Tageszeitung Canarias7. Das Blatt beruft sich auf eine Pressemitteilung von Manuela Armas, zuständig für die Planung des Schulunterrichts im Schuljahr 2021/2022. Änderungen gibt es auch bei der Klassenstärke und bei den Abstandsregeln – im kommenden Schuljahr werden es statt 20 Schülern pro Klasse 25 sein und die Tische stehen statt 1,5 Meter nur noch 1,2 Meter auseinander. Ab der ersten Klasse Grundschule herrscht allgemeine Maskenpflicht, wie im letzten Schuljahr.

Neue Regelung bei Unfällen im Straßenverkehr – Seit dem 1.Juli können Autofahrer in Spanien neben den bekannten Warndreiecken auch sogenannte Signalleuchten bei Unfällen im Straßenverkehr einsetzen. Grund dafür ist ein neues Verkehrsgesetz. Auf Straßen mit nur einer Fahrtrichtung wie zum Beispiel Autobahnen oder Straßen mit mehreren Fahrspuren in beide Richtungen, ist das Betreten der Fahrstreifen und auch des Randstreifens verboten. Somit ist auch das Aufstellen von Warndreiecken, mindesten 50 Meter von der Unfallstelle entfernt, nicht immer möglich – Beispiel Tunnel oder Unterführungen. In diesen Fällen reicht eine Positionsleuchte, die gut sichtbar auf dem Autodach angebracht wird, als Warnhinweis für andere Verkehrsteilnehmer aus. Die Signalleuchten sind, ohne aus dem Auto zu steigen, durchs Fenster auf dem Autodach platzierbar. Das sogenannte „Help Flash“ oder auch V-16 genannt ist zertifiziert und an Tankstellen oder Geschäften für Autozubehör erhältlich. Die Warndreiecke bleiben noch bis 2026 erlaubt, danach sind nur noch Signalleuchten bei Unfällen im Straßenverkehr einsetzbar.

Steigende Armut – Auf den Kanarischen Inseln leben 335.000 Personen unterhalb der Armutsgrenze – das entspricht knapp 16% der Bevölkerung. Topwert in Spanien. 280.000 weitere Einwohner sind von Armut bedroht. Auch dieses Ergebnis ist in keiner anderen spanischen Autonomie zu finden. Ein Trend der sich trotz sinkender Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln fortsetzt. Die Analyse von FOESSA hat es in sich und ist belastbar: untersucht worden sind im Gegensatz zur Analyse der Caritas statt drei Indikatoren 35. Darunter Wohnsituation, Gesundheit, Bildung, soziales Umfeld oder politische Teilnahme. Der Bericht von FOESSA zeigt die Folgen von Corona und Wirtschaftskrise im sozialen Bereich deutlich auf. Ein Drittel der kanarischen Bevölkerung hat entweder den Anschluss an den sozialen Standard verloren oder läuft Gefahr ihn in den kommenden Jahren zu verlieren.

Fuerteventura bietet finanzielle Hilfe – Gute Nachrichten für Selbständige und Unternehmen auf Fuerteventura. Das Cabildo der Insel unterstützt mit bis zu 6.000 Euro Selbständige und mit bis zu 30.000 Euro kleine und mittlere Unternehmen. Die Entscheidung für die Subventionen kommt spät, die Hilfen sollen aber schnell und ohne monatelange Prüfung ausbezahlt werden. Das Geld soll Mehrkosten und notwendige Investitionen wegen den neuen Hygiene- und Abstandsregeln kompensieren, aber auch verlorenes Auftragsvolumen und geringere Umsätze ausgleichen. Die Entscheidung für den Hilfsfond war laut einer Sprecherin der Inselregierung wichtig, um dem auf der Insel seit Beginn der Pandemie aufgetretenem Unternehmenssterben entgegen zu wirken. Anträge auf finanzielle Unterstützung können beim Cabildo von Fuerteventura gestellt werden.

08.09.2021

250 Personen im medizinischen Sektor nicht geimpft – Von 41.188 Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern innerhalb des kanarischen Gesundheitssystems sind 250 Personen nicht gegen Corona geimpft. Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung des Gesundheitsamtes hervor – über die Gründe und Motive ist dort nichts zu lesen – das Ergebnis entspricht einer Quote von 0,7%. Trotzdem denkt die Regionalregierung darüber nach, eine verpflichtende COVID-Impfung im Sanitätsbereich gesetzlich festzulegen. Den Spielraum hat die Regierung, nachdem ein entsprechender Vorschlag bereits überprüft worden ist. Im Bildungsbereich sind auf den Kanarischen Inseln von 40.000 Lehrkräften 95% gegen Corona geimpft. Hier gibt es Zahlen zu den 5% der bisher nicht geimpften Lehrkräfte: 0,27% lehnen, obwohl keine Vorerkrankungen vorhanden, grundsätzlich eine Impfung ab, 4,3% der Lehrkräfte wird aus medizinischer Sicht keine Impfung empfohlen.

Zyklon südlich der Kanarischen Inseln – Die Meteorologen konzentrieren sich in diesen Tagen auf den Bereich zwischen den Kanarischen Inseln und den Kapverden – die Satellitenbilder zeigen einen tropischen Wirbelsturm dessen Richtung im Moment die Kanarischen Inseln nicht bedroht. Früher war dieses Wetterphänomen eher über dem Indischen Ozean anzutreffen, die Klimaveränderung macht diese zyklonalen Tiefdruckgebiete aber auch über dem Atlantik möglich. Bisher sieht die aktuelle Wetterlage keine Gefahr für die Kanarischen Inseln vor, wird aber weiterhin vom spanischen Wetterdienst beobachtet.

Streik am Flughafen – Urlauber am Flughafen Gando auf Gran Canaria sollten heute auf jeden Fall Geduld mitbringen – egal ob sie ankommen oder abfliegen. Der Streik der Mitarbeiter des Handling-Unternehmens Groundforce geht heute noch bis 22 Uhr. Bis dahin werden 64 Maschinen aus EU-Ländern und Groß Britannien auf Gando landen oder starten. Es muss mit Verspätungen gerechnet werden, auch die Kofferausgabe wird vom Streik betroffen sein.

Inzidenzen in Spanien und auf den Kanaren – Die Corona Lage in spanischen Autonomien ist innerhalb der heute veröffentlichten Statistik sehr unterschiedlich. Die Lage auf den Kanarischen Inseln ist entspannt, sie zeigt aber einen umgekehrten Verlauf in Bezug auf das Alter der Infizierten. Vor einem Jahr steigen die Infektionszahlen mit dem Alter der Personen immer weiter an, heute zeigt sich ein genau umgekehrtes Bild. Bei der Altersgruppe unter 11 Jahren liegt die 14 Tage Inzidenz bei 149, bei der Altersgruppe 70 bis 79 Jahren bei 67. Dieser Trend ist in allen Regionen Spaniens zu beobachten. Autonomien wie Kantabrien, Ceuta, Melilla oder Baskenland führen die Statistik in Sachen Corona Infizierte an, am geringsten sind die Infektionszahlen auf den Kanarischen Inseln, in Asturien und Katalonien.

Kaffee wird teurer – Brot, Öl, Kraftstoff, Strom – die Preissteigerungen machen sich in jedem Geldbeutet bemerkbar – jetzt wird auch Kaffee teurer. COVID hat die Logistikkette durchbrochen, der Transport eines Überseecontainers kostet heute rund sechsmal mehr als noch im August 2019. Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, steigen die Preise. Die Produzenten auf den Kanarischen Inseln sind in erster Linie von Kaffeebohnen aus Brasilien angewiesen. Dort ist die Produktion seit Jahresbeginn um rund 10% zurückgegangen. Die Börse in New York meldet heute eine Preissteigerung von 50% innerhalb der letzten drei Wochen. In den kommenden Wochen ist auch in den lokalen Supermärkten mit einer Preissteigerung zwischen 30% und 40% pro Kaffeepaket zu rechnen.

07.09.2021

Nachtleben kann wieder beginnen – Mit neuen Regelungen auf Basis der sich positiv entwickelnden Inzidenzwerten und hohen Impfquoten auf den Inseln werden die Öffnungszeiten für Restaurants, Bars und Clubs nach hinten verschoben. Innerhalb der einzelnen Alarmstufen werden die Regelungen angepasst. Auf Warnstufe III schließt das Nachtleben um 01.00 Uhr statt wie bisher um 0.00 Uhr. Auch die Anzahl der maximal zugelassenen Personen die sich treffen dürfen steigt von vier auf sechs. Innerhalb von Warnstufe II dürfen sich ab sofort bis zu acht Personen treffen, 12 Personen bei Warnstufe I. Außer bei Warnstufe IV ist der Personenverkehr zwischen den Inseln grundsätzlich erlaubt.

Halber Streik auf Gando – Um weitere Unannehmlichkeiten für Urlauber auf Gran Canaria zu vermeiden, haben sich die Streikvertreter des Handling-Unternehmens Groundforce dazu entschlossen, ab sofort mit halber Belegschaft auf Gando zu arbeiten. Aus gutem Grund: bereits morgen werden wieder 64 Maschinen mit Touristen aus dem EU-Ausland erwartet, gleichbedeutend mit 7.500 Urlaubern. Am Wochenende warteten rund 10.000 Touristen auf ihre Koffer. Vor allem mit der Möglichkeit kurzfristig auf ein anderes Urlaubsziel umbuchen zu können, besteht für den Tourismus, der ohnehin schon wegen der Pandemie unter starken Einbrüchen leidet, die Gefahr von weiteren Verlusten. Die Gespräche zwischen Streikvertretern und Unternehmensleitung sind aufgenommen, eine Einigung gibt es noch nicht. Sollte es bis zum 19. September keine Einigung im Tarifstreit geben, wird die gesamte Belegschaft wieder in Streik treten.

Schwimmen mit Delfinen – Ein sehr seltenes Erlebnis hatten Badegäste am Strand von El Puertillo auf Gran Canaria gestern. Wenn beim Schwimmen im Atlantik Rückenflossen an der Wasseroberfläche auftauchen, sitzt der Schreck erstmal tief. Das es seit mehr als 40 Jahren keinen belegten Haiunfall rund um die Kanarischen Inseln gegeben hat, ist in solchen Momenten erstmal uninteressant. Bei der Begegnung gestern vor der Gemeinde Arucas handelte es sich um eine Delfinschule, die völlig ungeniert neben den Badegästen spielte. Ein sehr seltenes und unvergessliches Ereignis. Mehr als 21 verschiedene Wal- und Delfinarten leben in den Gewässern rund um die Kanarischen Inseln. So nah an Badestränden ist ihre Vorkommen aber eher selten.

Lanzarote in Sachen segeln TOP – Die Mannschaft des Real Club Náutico de Arrecife dominiert die spanische Segelliga. In der Bootsklasse Bavaria b/One hat die fünfköpfige Crew aus Lanzarote bereits 14 der insgesamt 25 Rennen für sich entschieden und liegt mit 21 Punkten vor dem Zweitplatzierten. Die Regatta in der Bucht von Palma de Mallorca wird vom spanischen Segelverband ausgerichtet und gilt als das Prestigerennen für die nationalen Segelclubs. Die Bootsklasse B/one ist sieben Meter lang, hat mit Großsegel und Fock bis zu 32 m² Segelfläche und wird von fünf Crewmitgliedern gesegelt.

Trotz massiver Mehrwertsteuersenkung ist Elektrizität in Spanien so teuer wie nie zuvor. Das treibt die Inflation hoch und droht sich nun zu einer Regierungskrise auszuwachsen. Die Megawatt/Stunde (Mw/h) übersprang vor wenigen Tagen die 140-Euro-Hürde. Im letzten Monat stieg der Preis um 31 Prozent. Die Regierung geht davon aus, dass die Stromrechnung im Jahresschnitt um mindestens 25 Prozent zulegen wird und sieht trotzdem tatenlos zu. Während Ministerpräsident Pedro Sanchez an das soziale Mitgefühl der Betreiber appelliert, will der kleine Koalitionspartner Strom durch neu zu gründenden staatlichen Unternehmen erzeugen. Die Situation spielt der rechtpopulistischen Partei VOX in die Hände, die wegen der hohen Strompreise bei den Wählern Stimmung gegen die Regierung macht und aktuell drittstärkste Kraft in Spanien ist.

06.09.2021

Anti Covid Maßnahmen an Schulen erfolgreich – In Deutschland war Homeschooling im letzten Schuljahr an der Tagesordnung – in Spanien zeigen aktuelle Ergebnisse des abgelaufenen Schuljahres: es geht auch anders und vor allen Dingen gut! Trotz Präsenzunterricht in so gut wie allen Autonomien das ganze Schuljahr über, machten von September 2020 bis Juni 2021 Schulkinder nur 1% der Gesamtzahl der Corona Infizierten aus. Damit ist Spanien in Sachen Präsenzunterricht und Hygienekonzept das Vorzeigemodell weltweit. Nachweislich ist die Ansteckungsgefahr innerhalb von Familien um ein Vielfaches größer als innerhalb der Schulen und Klassen. Währenddessen ist Spanien auf dem besten Weg eine Impfquote von 90% zu erreichen, während andere EU-Länder die magische Grenze von 70% bis jetzt noch nicht erreicht haben. Wird das aktuelle Impftempo in Spanien beibehalten, wird eine Impfquote von 90% am 17. Oktober erreicht sein.

10.000 Koffer auf Gando liegen geblieben – Kaum schöpft der Tourismussektor wieder Hoffnung, streiken die Mitarbeiter des Handling-Unternehmen „Groundforce“ am Flughafen von Gando auf Gran Canaria. Rund 10.000 Koffer sind am Wochenende auf dem Flughafen zurückgeblieben. Betroffen waren 84 Maschinen und deren Passagiere. An den Gepäckbändern an den Zielflughäfen warteten tausende Urlauber vergeblich auf ihre Koffer, aber auch Urlauber die gerade auf Gando angekommen waren sind von dem Streik betroffen. Jetzt soll die Regionalregierung zwischen den Angestellten und dem Unternehmen schlichten, ein Treffen soll noch in dieser Woche stattfinden.

Ray Zapata mit Silbermedaille auf Lanzarote – Der für Spanien angetretene Kunstturner Rayderlay Miguel Zapata Santana hat seine in Tokio bei den Olympischen Spielen gewonnene Silbermedaille Lanzarote gewidmet. Er ist am Wochenende im Cabildo in Arrecife mit großen Ehren empfangen worden. Rein sportlich gesehen hat Lanzarote in Sachen olympische Medaillen neben Kunstturner mit Migrationshintergrund auch nicht mehr zu bieten. Ray Santana ist zusammen mit seiner Mutter 2003 von der Dominikanischen Republik nach Lanzarote gezogen, bereits sieben Jahre später war sein sportliches Talent auch für die Trainer der spanischen Olympiaauswahl nicht mehr zu übersehen. Seit 2004 besitzt Ray Santana die spanische Staatsbürgerschaft. In den letzten sechs Jahren hat Santana eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille für Spanien gewonnen.

Steigende Mieten – Die Mietpreise sind auf den Kanarischen Inseln im Juli im Schnitt um 5,1% im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Damit kostet laut dem Internetportal Fotocasa der Quadratmeter im Durchschnitt 7,86 Euro Miete pro Monat. Allerdings ist der Mietpreis pro Quadratmeter in den beiden Provinzhauptstädten Santa Cruz und Las Palmas leicht gesunken. Gestiegen sind die Mieten im Umraum. Spanienweit kostet der Quadratmeter im Durchschnitt 8,54 Euro.

Ein Viertel will sauberere Strände – Ein Viertel der Canarios empfindet die Strände der Kanarischen Inseln als nicht sauber. Das ist einer Umfrage zu entnehmen die der Dosenhersteller Ball in Auftrag gegeben hat. Immerhin stimmen 98% der Befragten für weniger Verpackungsreste und mehr Bewusstsein im Umgang mit Müll. Ein Fünftel gibt in der Umfrage an, an Abfall am Strand vorbeizulaufen. Knapp die Hälfte hebt beim Spaziergang am Strand Plastik und andere Gegenstände auf um sie zu beseitigen. Für einen Ausflug an den Strand bevorzugen Canarios weiterhin die Aluminiumdose im Gegensatz zur Plastikflasche.

02.09.2021

Tourismussektor mit Optimismus – Einer Zahlenanalyse des kanarischen Statistikinstituts zufolge lag die Auslastung von Hotels und Appartementanlagen im Juli bei 33%, im August bei 44% und für den September liegen die Prognosen bei einem Anteil von 40%. Das ist immer noch sehr weit entfernt von den Ergebnissen der Sommermonate 2019, die Zahl der Bettenbelegungen stimmt die Betreiber aber trotzdem optimistisch. Dafür sorgt in erster Linie der nationale Tourismusmarkt. Die Zahl der Gäste aus Frankreich, Italien, Holland, Irland, Österreich oder Deutschland ist nur moderat in den letzten Wochen angestiegen, die Prognosen zeigen aber vor allem ab Oktober eine gewisse Dynamik auf dem Tourismusmarkt, um positiv in die Wintersaison zu blicken.

Selbstbestimmter Suizid – Realität auf den Kanaren – In Deutschland ist der Begriff „Euthanasie“ historisch negativ behaftet, in Spanien bedeutet „Eutanasia“ den gesetzlich legalen Weg zum selbstbestimmten Suizid. Unheilbar erkrankte Personen erhalten auf diesem Weg professionelle Hilfe und Unterstützung, um ihrem Leben ein geplantes und würdevolles Ende zu setzten. Auf den Kanarischen Inseln haben seit der Gesetzesänderung drei Personen einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Regionalregierung hat auf ihrer Internetseiteinnerhalb einer eigens dafür eingerichteten Kategorie alle Informationen und notwendigen Anträge für einen selbstbestimmten Suizid zusammengetragen. Seit 2020 ist in Spanien ein selbstbestimmter Suizid legal und wird nach Prüfung vom Gesundheitssystem begleitet und unterstützt. Voraussetzung ist eine unheilbare Krankheit, die die betroffene Person in ihrem Lebensumfeld in einer unzumutbaren Weise einschränkt. Der Antrag auf Eutanasia muss vor Bewilligung von zwei unabhängigen Ärzten und von einem dafür zuständigen Komitee überprüft werden.

Ansteckungen vor allem unter 20- bis 29-jährigen – Jeder fünfte Corona Infizierte auf den Kanarischen Inseln ist unter 30 Jahre alt. Zwei Drittel des Inzidenzwertes belegen Menschen unter 40 Jahren. Das war mal anders. Bis vor wenigen Wochen waren es vor allem die über 65-jährigen die wegen COVID-19 besonders geschützt werden sollten, diese Altersgruppe hat über viele Monate hinweg die Krankenhausbetten auf den Kanaren belegt. Seit dem 9. Mai hat sich dieser Trend umgekehrt. Ein Grund dafür könnte die hohe Impfquote bei der älteren Generation sein, bei den über 65-jährigen gelten mehr als 85% als geimpft, bei den unter 40-jährigen liegt dieser Wert bei rund 33%. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute auf den Kanarischen Inseln bei 55,29, dabei ist Teneriffa mit einer Inzidenz von 59,44in den letzten sieben Tagen Spitzenreiter – auf Gran Canaria liegt dieser Wert heute bei 57,04, auf Lanzarote bei 47,49 und auf Fuerteventura bei 56,79. 356 COVID Patienten werden stationär in Krankenhäusern behandelt, davon 67 auf Intensivstationen.

33% des gesamten Energiebedarfs durch Windkraft erzeugt – Die Wind- und Sturmböen der letzten Tage haben auf Gran Canaria für so viel Windenergie gesorgt, dass die Generatoren ein Drittel des gesamten Energiebedarfs der Insel abdecken konnten. Zwischen dem 30. Juli und dem 2. August haben die Windkraftwerke der Insel im Durchschnitt 465 Megawatt Strom erzeugt. In den letzten fünf Jahren hat die Region Kanarische Inseln ihre Windenergie verdreifacht – auf Gran Canaria sind 2017 noch 86 MW Windenergie erzeugt worden, heute sind es 242 MW, auf Teneriffa waren es vor fünf Jahren noch 37 MW die durch Windgeneratoren erzeugt worden sind, heute sind es 240. Auf Lanzarote und Fuerteventura sind vor fünf Jahren nur 22 MW Energie durch Windkraft erzeugt worden, heute sind es ebenfalls 240 MW.

Energie wird bis zu 505 Euro teurer – Seit neun Wochen gilt in Spanien ein neuer Modus bei der Berechnung des Stromverbrauches. Obwohl die Mehrwertsteuer bei Stromrechnungen von der Regierung von 21% auf 10% gesenkt wurde, stehen am Ende des Jahres bis zu 300 Euro mehr auf der Rechnung, als vor der Tarifumstellung. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherschutzorganisation OCU. Sie hat innerhalb eines Models die beiden Stromtarife miteinander verglichen. Bei gleichem Konsumverhalten müssen Verbraucher in diesem Jahr bereits rund 140 Euro mehr für den Stromverbrauch bezahlen. Dazu kommen gestiegene Preise für Gas, Benzin und Diesel. Zusammengerechnet entfallen auf diese Energiefaktoren in diesem Jahr bis zu 500 Euro mehr als 2020.

01.09.2021

150 Flüchtlinge seit Jahresbeginn ums Leben gekommen – Die Überfahrt vom afrikanischen Kontinent zu den Kanarischen Inseln haben, den Angaben der der Hilfsorganisation „Caminando Fronteras“ zufolge, seit Jahresbeginn 150 Flüchtlingen mit dem Leben bezahlt. Das ist die belegbare Todeszahl anhand der Todesfälle. Die Zahl der auf dem Weg nach Spanien ums Leben gekommenen Flüchtlinge beziffert die Internationale Organisation für Migration auf über 2.000 und beruft sich auf Schätzungen. Gestern sind bei einer Rettungsaktion vor Fuerteventura weitere 14 tote Flüchtlinge von einem Flüchtlingsboot geborgen worden. Die genaue Todeszahl wird auch in diesem Fall nicht fest zustellen sein, die Zeugenaussagen der Überlebenden variieren zwischen 14 und 30 Toten, die die Überfahrt nicht überlebt haben. Alleine dieses Beispiel zeigt wie schwer die Zahl der ums Leben gekommen Flüchtlinge nachvollziehbar ist.

600.000 Kreuzfahrttouristen ab Oktober – Zwischen Oktober und März werden in den Häfen der Provinz Las Palmas 634-mal Kreuzfahrtschiffe anlegen – diese Zahl ist von Reiseveranstaltern, darunter vor allem TUI und Marella Cruises bei der Hafenbehörde angemeldet worden. Damit erhalten Lanzarote in Arrecife, Fuerteventura in Puerto del Rosario und Gran Canaria in Las Palmas 13% mehr Kreuzfahrtschiffe als in der gleichen Saison vor Beginn der Pandemie. Gebucht haben bereits rund 600.000 Kreuzfahrttouristen. 272-mal legen Kreuzfahrtriesen in den kommenden sechs Monaten in La Luz auf Gran Canaria an, in Arrecife auf Lanzarote liegt diese Zahl bei 235 und auf Fuerteventura sind 108 Zwischenstopps geplant.

95% der Lehrkräfte geimpft – Wenn heute in Spanien die Schule beginnt, werden Schüler auf den Kanarischen Inseln von geimpften Lehrkräften erwartet. Nur 5% des Personals an kanarischen Schulen ist aus nicht näher bekannten Gründen nicht gegen COVID geimpft. 25.000 Lehrer, Angestellte und Mitarbeiter an den Bildungseinrichtungen sind komplett gegen Corona geimpft. 0,27% des gesamten Personals an kanarischen Bildungseinrichtungen hat eine Impfung aus persönlichen Gründen abgelehnt. Bei den Schülern über 12 Jahren sind bereits 50% komplett gegen Corona geimpft.

Puerto del Carmen wieder mit Liegestühlen am Strand – Sonnenschirme und Liegestühle am Strand waren in diesem Jahr sehr rar – wenn überhaupt sind sie in den meisten Fällen von den Strandbesuchern selbst mitgebracht worden. Das ist vor allem auf die fehlenden Ausschreibungen der Gemeinden zurück zu führen, viele Monate lang war, wegen der Pandemie, nicht klar wie viele Liegestühle und Sonnenschirme überhaupt aufgestellt werden dürfen. In der Gemeinde Tías auf Lanzarote ist das jetzt geklärt – an vier Stränden in Puerto del Carmen sollen in Zukunft zumindest wieder 25% des Kontingents aus 2019 verfügbar sein. 1,3 Millionen Euro sollen in den kommenden 48 Monaten mit diesem Kontingent in die Gemeindekasse fließen – zumindest sieht das die Ausschreibung vor, auf die sich in den kommenden Tagen Unternehmen bei der Gemeinde bewerben können. Am Playa Grande sind 700 Liegestühle vorgesehen, am Strand bei Matagorda wurden 304 Liegestühle genehmigt. Am Playa Chica wird es bis zum Frühjahr 2022 wie in diesem Jahr auch keine Liegestühle für die Vermietung geben.

Der Professor verbringt seinen Urlaub auf Lanzarote – Wenn am Freitag die fünfte Staffel von „Haus des Geldes“ auf Netflix startet, wird der Professor die ersten Folgen auf Lanzarote verfolgen. Àlvaro Morte hat für seinen Sommerurlaub die „Kamezí Boutique Villas“ in Playa Blanca gewählt. Der Vater von Zwillingen verbringt mit seiner Frau Blanca Clemente einige Tage in dem 4-Sterne Resort Hotel in der Nähe vom Leuchtturm Faro de Punta Pechiguera.

31.08.2021

Vergünstigungen bei Photovoltaik Anlagen – Rechtssicherheit für Photovoltaikanlagen herrscht in Spanien durch das königliche Dekret 244. Für die Versorgung von Wohnungen, Handel oder Industrie sind Photovoltaikanlagen gestattet und die Einspeisung überschüssiger Energie ins zentrale Stromnetz mit bis zu 100 Kilowatt ist erlaubt, ohne dass dafür Steuern oder Gebühren fällig wären. Außerdem ist ein freiwilliges System zur Erstattung überschüssiger Energie eingeführt worden. Nur noch der Differenzbetrag unterliegt der spanischen Mehrwertsteuer. Durch die gesetzliche Regelung wird in Spanien eine massive Welle von Installationen von Photovoltaikanlagen erwartet.

Canarios verdienen am wenigsten – Im Spanienweiten Vergleich der Löhne und Gehälter liegt die kanarische Autonomie am unteren Ende. 19.499 Euro brutto verdienen Canarios im Schnitt pro Jahr. Immerhin 1,8% mehr als noch 2018. Trotzdem aber 7.600 Euro brutto pro Jahr weniger als vergleichbare Angestellte im Baskenland. Nur noch in Extremadura verdienen die Menschen weniger pro Jahr. Im Baskenland liegt das durchschnittliche Gehalt bei 27.127 Euro brutto pro Jahr. Gestiegen ist der Durchschnittslohn auf den Kanarischen Inseln seit 2008 stetig jedes Jahr zwischen 1% und 1,8%, in anderen Regionen aber auch. Auf den Balearen zum Beispiel 2018 um 3,4% und im Baskenland um 2,4%.

Fuerteventura Smart – Auf der Insel wird mit einem neuen Technologie Park ein Schritt in Richtung Smart Control gemacht. 4,2 Millionen Euro sollen in den kommenden 34 Monaten in Los Estancos, nordwestlich von der Inselhauptstadt Puerto del Rosario investiert werden. Nach Fertigstellung können Füllstände in den Müllcontainern oder die Straßenbeleuchtung kontrolliert werden. Per Sensoren werden sowohl bei Glas-, Papier- und Gelber-Tonne gemeldet, wann ein Container gegen einen leeren ausgetauscht werden sollte. Bei der Straßenbeleuchtung wird nur in den Bereichen hell erleuchtet, in denen sich auch Personen bewegen. Das Projekt „Fuerteventura Open Island“ wird gemeinsam mit der Europäischen Union und Red.es finanziert und soll die Grundlage für weitere smarte Technologien auf Fuerteventura schaffen.

Weinmarmelade auf Lanzarote – Jedes Jahr erhält die Weinsorte Malvasia Auszeichnungen auf der ganzen Welt. Jetzt gibt es den Malvasía Volcánica als Brotaufstrich. Nach monatelangen Fehlversuchen, ist es den beiden Unternehmern Fefo Nieves und Carmen Castro gelungen, den Geschmack eines der besten Weißweine der Welt in ein Marmeladenglas zu packen und als Brotaufstrich anzubieten. Seit 2015 produzieren die Beiden in Tinajo auf Lanzarote einzigartige Mojo Sorten und Marmelade mit Produkten der Insel unter dem Firmennamen LALA. Die neue Marmelade Malvasía Volcánica genauso wie alle anderen Produkte sind in ausgesuchten Läden auf Lanzarote oder über die Facebookseite von Mermeladas LALA erhältlich.

Mehr Regen und kühler – Das Jahr 2021 war auf Lanzarote bisher regenreicher als das gesamte letzte Jahr. 67,2 Liter Niederschlag sind von Januar bis Dezember 2020 auf Lanzarote gefallen. In diesem Jahr waren es bis August bereits 84,5 Liter Regen. Sollte es in den beiden Monaten November und Dezember in diesem Jahr so viel regnen wie im letzten Jahr zu dieser Zeit steigt die Niederschlagsmenge auf das doppelte im Vergleich zu 2020. Dazu war das dieses Jahr im Durchschnitt bisher um 0,4 Grad kühler. Im Schnitt lagen die Temperaturen auf Lanzarote bei 20,6 Grad – im gesamten letzten Jahr lag die Durchschnittstemperatur bei 21,1 Grad.

30.08.2021

Vier Flüchtlingsboote auf Lanzarote – 147 Flüchtlinge haben in vier Booten am Wochenende Lanzarote erreicht. Die Strände La Garita bei Arrieta, Las Malvas in der Gemeinde Tinajo, und Jablillo in Costa Teguise haben insgesamt 79 Flüchtlinge aus eigener Kraft erreicht. Zwischen La Graciosa und Lanzarote ist ein weiteres Flüchtlingsboot von der Küstenwache lokalisiert worden. In diesem saßen 38 Flüchtlinge. Alle vier Flüchtlingsboote sind vor fünf bis sieben Tagen von der Küste Marokkos aus in Richtung Kanarische Inseln gestartet. Alle Flüchtlinge sind vorerst auf der der Mole von Arrecife untergebracht worden.

500 Euro zum Schulbeginn – Familien mit Schulkindern sehen sich in diesen Tagen mit rund 500 Euro Kosten pro Kind konfrontiert. Schuluniform, Schulbücher und Unterrichtsmaterial liegen im Schnitt pro Kind auf den Kanarischen Inseln bei diesem Betrag, alleine die Schulbücher schlagen mit 300 Euro zu buche. Bei der Uniform variieren die Kosten je nach Alter der Kinder zwischen 150 und 250 Euro. Jedes Jahr vor Schulbeginn wird dieses Thema in Spanien heiß diskutiert – kostenlose Bildung wird von den meisten Eltern eben auch anders interpretiert. Laut der Verbraucherschutzorganisation OCU liegen die Bildungskosten in Spanien pro Kind an einer öffentlichen Schule bei 968 Euro pro Jahr.

Impfquote bei 70% – Spanien erreicht am aller Voraussicht nach morgen die geplante Impfquote von 70% gegen COVID. Heute sind bereits 68,4% der Gesamtbevölkerung komplett gegen Corona geimpft. Heute und morgen sollen noch 704.000 Impfdosen landesweit verabreicht werden um den selbstauferlegten Wert von 70% zu erreichen. Auf den Kanarischen Inseln ist dieser Wert bereits längst erreicht. Heute sind auf acht Inseln 76,55% der Gesamtbevölkerung über 12 Jahren komplett gegen Corona geimpft. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute bei 65.

17 Tonnen Müll vom Meeresboden entfernt – In den letzten sechs Monaten sind vor Fuerteventura insgesamt 7.000 Kilogramm Müll vom Meeresboden entfernt worden. Gesorgt dafür hat die Organisation Observatorio de Basura Marina, kurz OBAM. Zwischen Februar und Juli waren die Mitglieder von OBAM 15-mal an Stränden und vor Stränden im Wasser – das Ergebnis: 70% des entfernten Mülls besteht aus Plastik. Eine weitere Erkenntnis von OBAM ist der Anstieg on Plastik im Wasser je wärmer die Monate werden. Soll heißen: zum Sommer hin mit mehr Strandbesuchern steigt auch die Quantität von Müll im Wasser. 50.000 Plastikverpackungen haben die meist ehrenamtlich tätigen Mitglieder von OBAM von den Stränden Fuerteventuras seit Februar entfernt. Den Hauptbeitrag im gesammelten Müll nehmen aber weiterhin Plastiknetzte und Plastikschnüre oder Taue ein, Abfallprodukte der Fischerei.

Pick-Up im Wasser – Beim Versuch eine Festrumpfschlauchboot aus dem Wasser zu ziehen ist am Samstag im Hafen von Orzola auf Lanzarote ein Toyota Hilux ins Meer gefallen. Der Fahrer des Wagens hatte sich zu sehr auf den Anhänger mit dem Schlauchboot konzentriert und dabei nicht bemerkt, dass er sein Fahrzeug immer weiter nach links gesteuert hat. Glücklicherweise ist der Toyota nur zur Hälfte ins Meer gekippt und konnte mit Hilfe eines Jeeps wenige Minuten nach dem Unfall aus dem Meer gezogen werden.

27.08.2021

Flüchtlingsboote auf Lanzarote und Fuerteventura – Bei Punta Mujeres auf Lanzarote hat heute Nacht ein Flüchtlingsboot mit rund 30 Flüchtlingen den Steg erreicht. Bisher ist die genaue Zahl der Flüchtlinge noch nicht bekannt. Das Rote Kreuz und die Polizei sind seit 23.00 gestern Abend dort im Einsatz um die Migranten zu versorgen, unter ihnen Männer, Frauen und Kinder. 15 weitere Flüchtlinge in einem Festrumpfschlauchboot sind zwei Kilometer vor Morro Jable auf Fuerteventura von der Küstenwache gerettet worden. Sie haben Gran Tarajal in gutem gesundheitlichem Zustand gegen 19.30 Uhr gestern Abend erreicht. Während dessen geht heute die Suche nach acht vermissten Flüchtlingen weiter. Sie waren Teil einer 39-köpfigen Flüchtlingsgruppe dessen Boot vor Arrecife auf Lanzarote leckgeschlagen war. 28 Personen konnten gestern gerettet werden, drei Flüchtlinge haben die Überfahrt nicht überlebt.

Mehr Selbständige als vor der Pandemie – Stand heute haben sich auf den Kanarischen Inseln mehr Erwerbsfähige Selbständig gemacht als im Juli 2019, vor Beginn der Pandemie. Um die Ursachen dafür zu erklären, fehlt eine fundierte und belastbare Studie. Fest steht: 131.063 Personen arbeiten heute auf eigene Rechnung als Autonomos, 4.000 mehr als im gleichen Monat 2019. Ob diese Zahl positiv oder negativ interpretiert werden kann, darüber streiten Experten aus Politik und Wirtschaft. Der finanzielle Druck spielt sicherlich eine Rolle bei der Entscheidung zum Autonomo. Aktuell sind immer noch 50.000 erwerbsfähige Personen in Kurzarbeit, 250.000 sind als arbeitslos gemeldet. Darunter ein Großteil mit 700 bis 800 Euro Einkommen im Monat, ein anderer Teil erhält gar keine staatliche Unterstützung. Die meisten Erwerbsfähigen haben sich in den letzten Monaten im Bausektor, in der Immobilienbranche, in der Informatik und der Kommunikation als Selbständige angemeldet.

Soviel freie Studienplätze wie noch nie – An der Universität von Las Palmas auf Gran Canaria gibt es in 29 von insgesamt 49 Studiengängen noch freie Plätze. Das war nicht immer so. Bis 2019 war der Andrang von angehenden Studenten so groß, dass die Zahl der Bewerber zum Teil dreimal höher lag als die Anzahl an freien Plätzen. Ein Teil der angehenden Studenten auf den Kanarischen Inseln wollen an Unis auf dem Festland studieren, die ULPGC hat in den letzten Jahren an Stellenwert im nationalen Vergleich verloren. Ein anderer Teil der jungen Erwachsenen sieht keine Perspektive in einem Studiengang und will direkt ins Berufsleben starten. Die Bewerbungsfrist für 29 Studiengänge mit noch freien Plätzen endet am 2. September. Mehr Infos dazu auf der Webseite der Uni.

Änderungen der Corona Warnstufen – Auf Gran Canaria gilt Corona Warnstufe III. Grund dafür sind die sinkenden Inzidenzwerte in Verbindung mit leichter Entspannung auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Teneriffa verbleibt mindestens noch eine weitere Woche auf Corona Warnstufe IV. Keine Änderungen bei der Corona Ampel gibt es auf Lanzarote, Fuerteventura, La Graciosa, La Palma, El Hierro und La Gomera. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute bei 92,5. Das Durchschnittsalter auf den Intensivstationen liegt bei COVID Patienten bei 63 Jahren. 80% der an Corona erkrankten Patienten die intensiv behandelt werden müssen sind nicht gegen COVID geimpft.

26.08.2021

Drei Flüchtlinge ertrunken – 15 Kilometer südöstlich von Arrecife auf Lanzarote hat die Radarüberwachung SIVE ein Flüchtlingsboot lokalisiert. Die Küstenwache konnte aus der leckgeschlagenen Patera 28 Flüchtlinge lebend retten. Drei von 11 vermissten Flüchtlingen sind tot geborgen worden. Laut Aussagen der Insassen ist das Flüchtlingsboot vor sechs von Safi in Marokko aus mit Ziel Kanarische Inseln mit 39 oder 40 Personen an Bord gestartet. Die Überlebenden sind vom Roten Kreuz erstversorgt worden, vier werden im Krankenhaus in Arrecife behandelt.

Dritte Impfdosis im Gespräch – Eine Entscheidung, ob es noch im Herbst eine dritte COVID Impfdosis in Spanien geben wird, ist auf den Kanarischen Inseln noch nicht gefallen. Diese Entscheidung soll in rund einer Woche, wenn Ergebnisse aus zwei neuen Studien von Pfizer und Moderna ausgewertet worden sind, gefällt werden. Im Hintergrund wird aber die dritte Impfdosis und deren Ablauf bereits organisiert und vorbereitet – wenn, soll sie im Oktober kommen. Parallel sieht sich nicht nur Spanien mit einer ethischen Diskussion konfrontiert, auch andere europäische Länder sind in der gleichen Situation: Die Weltgesundheitsorganisation hält eine dritte Impfdosis, innerhalb der reichsten Staaten der Welt, für sinnlos im Kampf gegen die Pandemie. Die WHO rechnet global mit einer Impfquote von 1%, sofern die reichen Staaten der Welt mit ihren finanziellen Möglichkeiten die ärmsten Länder nicht unterstützen.

Kaffee wird teurer – Brot, Öl, Kraftstoff, Strom – die Preissteigerungen machen sich in jedem Geldbeutet bemerkbar – jetzt wird auch Kaffee teurer. COVID hat die Logistikkette durchbrochen, der Transport eines Überseecontainers kostet heute rund sechsmal mehr als noch im August 2019. Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, steigen die Preise. Die Produzenten auf den Kanarischen Inseln sind in erster Linie von Kaffeebohnen aus Brasilien angewiesen. Dort ist die Produktion seit Jahresbeginn um rund 10% zurückgegangen. Die Börse in New York meldet heute eine Preissteigerung von 50% innerhalb der letzten drei Wochen. In den kommenden Wochen ist auch in den lokalen Supermärkten mit einer Preissteigerung zwischen 30% und 40% pro Kaffeepaket zu rechnen.

Keine Quarantäne für deutsche Urlauber – Nachdem fünf Regionen in Spanien in Deutschland nicht mehr Hochrisikogebiet sind, entfällt eine Quarantäne für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene bei der Rückreise. Kanarische Inseln, Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie Valencia, Kastilien-La Mancha und Asturien stehen nicht mehr auf der Liste der Hochrisikogebiete des RKI. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf den Kanaren ist innerhalb von drei Wochen von 250 auf 98 zurückgegangen, in Katalonien von 413 auf 122. In Asturien sind zuletzt nur noch 60 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erfasst worden. Dafür könnte es jetzt für Nichtgeimpfte und Nichtgenesene eine Quarantäne Pflicht bei der Einreise geben. Spanien hat ganz Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuft.

Rückschlag für regenerative Energie auf Fuerteventura – Mehrere geplante und bereits genehmigte Projekte für Windenergiekraftwerke auf Fuerteventura sollen angepasst werden. Das ist im Plenarsaal der Lokalregierung von Fuerteventura entschieden worden. Das bedeutet im besten Fall vier Monate Verzögerung, im schlimmsten Fall muss zwei Jahre gewartet werden bis die Modifikationen der regenerativen Energieprojekte eine erneute Genehmigung erhalten. Die Kritik auf der regionalen und nationalen Bühne ist groß – es geht auch um Rechtssicherheit und bereits getätigte Investitionen von Unternehmen. Auf keiner anderen Kanarischen Inseln hatten die Gegner von Windkraftwerken bisher solchen Erfolg wie auf Fuerteventura. Mit Unterstützung der regionalen Regierungskoalition aus Coalicion Canarias, Partido Popular und der lokalen Partei, AsambleasMunicipales de Fuerteventura, kurz AMF wird die Fertigstellung der Projekte bis zu zwei Jahre länger dauern.

25.08.2021

Impfmobil auf Fuerteventura – Für eine COVID Impfung müssen die Einwohner von La Oliva keine weiten Wege auf sich nehmen. Die Gemeinde kommt mit einem Impfmobil direkt fast bis vor die eigene Haustür – heute gibt es kostenlose Corona-Impfungen per Impfmobil in den Orten Lajares, El Roque und El Cotillo. Morgen steht das Impfmobil im Parque Holandes, La Caldereta und an der Kirche von Vallebrón. Am Freitag ist der „Vacuneta“, ein Wortspiel aus Vacuna und Furgoneta, zwischen den Orten La Capellanía, südlich von Corralejo, und Tindaya unterwegs.

47 Hotels suchen neuen Besitzer – Auf dem Immobilienportal Idealiste.com stehen rund 650 Hotels in Spanien zum Verkauf, 50 davon werden auf den Kanarische Inseln angeboten. Ein Trend der sich seit Beginn der Pandemie fortsetzt, im letzten Jahr fiel das Angebot um knapp ein Drittel geringer aus. Auf Gran Canaria suchen knapp 20 Hotels einen neuen Besitzer, auf Teneriffa sind es 15 Objekte. Das teuerste Hotel im Angebot bei Idealista.com ist ein Hotel in Puerto del Carmen mit 600 Zimmern und einem Kaufpreis von 100 Millionen Euro.

Naviera Armas mit neuem, schnellem Katamaran – Für die Fährverbindung zwischen Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife konkurrieren jetzt Naviera Armas und Fred Olsen nicht nur um den Preis. Auch bei der Zeit sind beide Reedereien jetzt gleich auf. Naviera Armas wird ab September den neuen Katamaran «Volcán de Taidía» auf dieser Strecke einsetzen. Es ist das Modernste was die Welt der Fährschiffe aktuell zu bieten hat. 111 Meter lang, Platz für 1.184 Passagiere und 215 Fahrzeuge und einer Höchstgeschwindigkeit von 34 Knoten, umgerechnet 63 Km/h.

Deutsche bevorzugen Fuerteventura – Das Tourismusministerium von Fuerteventura zeigt sich optimistisch mit Blick auf die kommenden Monate bis Ende Oktober. Grund dafür ist eine aktuelle Umfrage. Knapp 16% der Deutschen, die eine Reise nach Spanien planen, bevorzugen die Insel Fuerteventura. Damit liegt die Insel im prozentualen Vergleich vor allen anderen kanarischen Inseln nur noch getoppt von Mallorca. Insgesamt sind aber auch alle anderen Tourismusministerien auf den anderen Kanarischen Inseln zuversichtlich in den kommenden Wochen in Sachen Urlauber aus Deutschland einen großen Schritt in Richtung Normalität zu machen.

15 Cent mehr für Benzin und Diesel – Acht Euro mehr kostet das Volltanken eines PKWs im Schnitt im Vergleich zu Januar. Die Benzinpreise sind in den letzten sechs Monaten um rund 15 Cent gestiegen. Die Ursache dafür liegt in der stark gestiegenen Nachfrage. Die Preise bewegen sich heute auf dem Niveau von vor Corona – im August 2019 musste ähnlich viel für einen Liter Kraftstoff bezahlt werden. Innerhalb des Archipels sind Benzin und Diesel aber nicht überall gleich teuer: El Hierro verzeichnet einen Preisanstieg innerhalb der letzten sechs Monate um 21,5%, die durchschnittliche Preissteigerung liegt bei 7,4%.

24.08.2021

55% sind unter 19 Jahre alt – 110.000 Personen haben in diesem Monat auf den Kanarischen Inseln die erste Impfdosis gegen COVID erhalten, mehr als die Hälfte waren unter 19 Jahre alt. 61.418 Jugendliche unter 18 Jahre haben sich seit dem 1. August gegen Corona immunisieren lassen. Diese Zahl ist nur noch in der Autonomie Murcia höher. Von 186.000 Jugendlichen unter 19 Jahren haben sich auf dem Archipel bereits 33% zumindest mit der ersten Impfung gegen COVID versorgen lassen. Auch bei den älteren Bevölkerungsgruppen sind die Impfergebnisse wie geplant – Bei den 30- bis 39-jährigen sind bereits 62% mit der ersten Impfdosis versorgt worden. Die Altersgruppe 40 bis 49 ist zu 74% geimpft, die Altersgruppe 50 bis 59 zu 95%. Global waren am Sonntag 72% der Bevölkerung der Kanarischen Inseln gegenCOVID komplett geimpft.

Schlechter Sommerschlussverkauf – Der Einzelhandel gibt der fünften Corona Welle und den damit verbundenen Hygiene- und Abstandsregeln die Schuld für einen sehr verhaltenen Sommerschlussverkauft. Der Umsatz liegt lediglich bei 20% bis 30% im Vergleich zum Ergebnis aus 2019. Auch der nahende Schulbeginn, der in der Vergangenheit ebenfalls für höheren Umsatz im Einzelhandel gesorgt hat, ist für die Verbraucher aktuell kein Grund für mehr Konsum. Ergebnisse wie im letzten Jahr, wenige Wochen nach dem Lockdown, sind nicht zu erwarten. Beeinflusst wird das schlechte Ergebnis des Sommerschlussverkaufes auch von den sehr niedrigen Zahlen im Tourismus – auch hier waren die Erwartungen größer als das tatsächliche Ergebnis. Seit Jahresbeginn liegt die Zahl der Urlauber bei rund 50% im Vergleich zu 2019.

169 Flüchtlinge auf El Hierro – In La Restinga auf El Hierro ist das dritte Flüchtlingsboot innerhalb einer Woche angekommen. Das Boot gestern hatte 117 Personen an Bord, die meisten stammen Behördenmeldungen zufolge aus Senegal. Am Sonntag sind bereits 47 Flüchtlinge auf El Hierro angekommen, am Freitag waren es fünf. Die Inselregierung fordert schnelle, solidarische Hilfe von der Autonomieregierung und ein zügiges Umverteilen innerhalb der Region. Bisher ist noch nicht bekannt auf welchen Nachbarinseln die Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Neue Notfallsäuen am Strand – In Ingenio auf Gran Canaria sind am Strand die beiden ersten neuen Notfallsäulen installiert worden. Nach einer erfolgreichen Testphase soll das smarte Rettungsgadget auch an anderen Stränden der Kanarischen Inseln verfügbar sein. 1,80 Meter hoch und in roter Farbe gestrichen enthält es fünf Pakete, das sich bei Kontakt mit Wasser automatisch in Rettungsringe verwandelt. Der Rettungsdienst wird selbständig informiert, sobald die Schutzscheibe, hinter der sich die Rettungsgeräte befindet, eingeschlagen wird. Die Stromversorgung des „Rettungs-Totems“ stellt ein Photovoltaik Panel sicher. Die 370 Gramm schweren Schwimmwesten sind zusammengerollt mit einer CO2 Kartusche versehen und lassen sich in Form einer 0,5 Wasserflasche im Notfall einfach und zielgerichtet werfen. Mehr Infos zum Produkt auf onesaves.com

Fuerteventura barrierefrei – Die Strände Gran Tarajal, Tarajalejo und Las Playitas sind barrierefrei und spenden an neuralgischen Punkten Schatten. Dafür hat Gemeinde Tuineje auf Fuerteventura gesorgt und mehrere tausend Euro investiert. Personen mit eingeschränkter Mobilität können sich an jedem der drei Strände jeweils über einen Holzsteg über den Sand bis zur Wasserkante bewegen. Für einen längeren Aufenthalt am Strand bieten neben den befestigten Wegen schattenspende Pergolas Schutz vor der Sonne. Die Gemeinde Tuineje auf Fuerteventura hat 2021 an keinem Strand eine Blaue Flagge erhalten – mit dem Gütesiegel werden jedes Jahr Strände in Spanien und auf der ganzen Welt ausgezeichnet. Im kommenden Jahr steht mit den barrierefreien Zugängen einer blauen Flagge nichts mehr im Wege.

23.08.2021

COVID Kurve zeigt wieder nach unten – Die Zahl der mit dem Corona Virus infizierten Personen auf den Kanarischen Inseln ist rückläufig, die fünfte Welle ist gebrochen. Heute liegt die 7-Tage Inzidenz in der Region bei 88,65. Die meisten Infizierten gibt es weiterhin auf Gran Canaria und Teneriffa, die höchste 7-Tage Inzidenz hat allerdings Fuerteventura mit 108,58. Auf Lanzarote liegt dieser Wert heute bei 59,05. Den niedrigsten Wert meldet heute La Gomera mit einer 7-Tage Inzidenz von 13,84.

Mehr Urlauber als vor der Pandemie – Am Flughafen „Cesar Manrique“ auf Lanzarote sind im Juli mehr nationale Touristen abgefertigt worden also vor der Pandemie. Insgesamt sind am Flughafen im Juli 64.763 Urlauber vom Festland oder von anderen Inseln gezählt worden, 7,3% mehr als vor Beginn der Pandemie – im Juli 2019 waren es 60.335 Festlandspanier. Der Internationale Tourismus ist mit seinen Ergebnissen noch sehr weit von den Resultaten aus 2019 entfernt, immerhin steigt auch dort das Ergebnis – Im Juni waren es noch 20.000 Urlauber aus Europa, im Juli lag diese Zahl der Touristen aus dem europäischen Ausland auf Lanzarote bei 35.992.

Gran Canaria tanzt in Zukunft in Leipzig – Estefanía Ruiz Guerra hat ein Stipendium am Internationalen Choreografischen Tanzzentrum in Leipzig erhalten. Die aus Gran Canaria stammende Jugendliche hat als eine der Besten beim Verano & Danza Kurs in Las Palmas abgeschnitten und folgt damit einer weiteren Spanierin nach Leipzig. Monserrat León stammt aus Sevilla und leitet das 2009 gegründete Internationale Choreografische Tanzzentrum. León ist seit 1993 in Leipzig tätig und war dort Teil des Ballets der Oper.

Eröffnung Islote de Fermina wieder verschoben – Am Samstag war der Islote de Fermina vor dem Gran Hotel in Arrecife auf Lanzarote kurzzeitig geöffnet. Vorausgesetzt man hatte ein Ticket für die Konzertveranstaltungen zur Fiesta de San Gines erstanden. All diejenigen konnten sich ein Bild davon machen, was den Inselbewohnern von Lanzarote in Zukunft frei zugänglich gemacht wird, nach fast 50 Jahren. Das Naherholungsgebiet Islote de Fermina öffnet für die breite Öffentlichkeit erstmal nicht. Die Wiedereröffnung ist bis auf weiteres verschoben. Seit März dieses Jahr gab es bereits vier Termine für die seit Jahren erwartete Neueröffnung. Immerhin sind in die Lagune vor dem Gran Hotel in Arrecife bereits mehr als vier Millionen Euro Steuergelder versenkt worden. Partymeile, Schwimmbad, Aquarium waren Projekte in den letzten Jahren – realisiert worden ist bisher nichts. Der aktuelle Eröffnungstermin ist relativ unkonkret auf Ende August oder Anfang September festgesetzt worden. Dann soll der Islote Fermina für die Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stehen.

Mehr Badeunfälle – 27 tödliche Badeunfälle auf den Kanarischen Inseln zwischen Januar und Juli, 23% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. 2020 sind im gleichen Zeitraum 22 Personen beim Baden ums Leben gekommen. Die Daten stammen von der Plattform ‘Canarias, 1500 Km de Costa’. 75% der tödlichen Unfälle in diesem Jahr wären vermeidbar gewesen, mehr als zwei Drittel fanden an Stränden und in Situationen statt, in denen mit der roten Flagge am Strand die Gefahr sichtbar war. Weiterhin sind es in erster Linie Männer, die die Gefahren des Atlantiks unterschätzen. Zwei Drittel der Opfer stammen aus dem Ausland und waren im Urlaub auf dem Archipel, in der Hauptsache stammen sie aus Deutschland.

20.08.2021

Optimismus mit Blick auf Oktober – Nach einem Sommer mit halber Fahrt, kommt der Tourismus auf den Kanarischen Inseln langsam wieder auf Touren. Der wichtigste Wirtschaftsmotor des Archipels hat wieder ausreichend Treibstoff in Form von guten Prognosen für die kommenden Monate. Ab Oktober steigt die Zahl der Flugangebote und die Reservierungen der Reiseveranstalter wieder signifikant. Vertrauen schafft auch die Entwicklung der letzten Monate: Die Reaktion auf Änderungen bei Einstufungen der Länder zu Hochrisikogebieten und Virus-Variantengebieten fallen seitens der Reiseveranstalter in den letzten Wochen sehr milde aus. Dabei hängen Lanzarote und Teneriffa zur Hälfte von politischen Entscheidungen Groß Britanniens ab, knapp die Hälfte der Urlauber die auf diesen beiden Inseln Urlaub machen kommen aus England, Schottland oder Irland. Auf Gran Canaria ist das Verhältnis der Nationalität der Touristen ausgewogener – ein Viertel kommt aus Deutschland, ein Viertel aus England, ein Viertel aus Skandinavien und ein Viertel aus Frankreich, Italien oder dem spanischen Festland. Fuerteventura dagegen ist in Sachen Urlauber sehr stark von den Entscheidungen der deutschen Regierung im Kampf gegen die Pandemie abhängig.

39 Tote, eine Überlebende – Zwischen Marokko und den Kanaren hat sich eine weitere Flüchtlingstragödie abgespielt. Tagelang ist ein Festrumpfschlauchboot mit ursprünglich 40 Flüchtlingen an Bord kieloben im Atlantik getrieben. Überlebt hat nur eine 30-jährige Frau, sie schwebt in Lebensgefahr und wird im Krankenhaus auf Gran Canaria behandelt. 39 weitere Passagiere, die sich an Bord des Schlauchbootes befanden, als es bei Tarfaya, 125 Kilometer von den Kanarischen Inseln entfernt in See gestochen ist, sind entweder ertrunken oder verdurstet. Das gekenterte Schlauchboot ist 250 Kilometer südlich von der Crew eines Frachtschiffes entdeckt worden, die Ersthilfe geleistet und die spanische Küstenwache verständigt haben.

7-Tage Inzidenz bei 106 – Die fünfte Corona Virus Welle ist auf den Kanarischen Inseln auf dem Rückzug. Die 7-Tage Inzidenz lag am 27. Juli bei 256, heute liegt dieser Wert bei 106. Auch die Bettenbelegung in Krankenhäusern auf den Kanaren entspannt sich wieder langsam, nur noch auf Teneriffa sind 30% der Intensivbetten mit COVID Patienten belegt. Bei der Bewertung der Intensivbetten Belegung ist ein Wert für alle wichtig, die sich noch nicht für eine Impfung gegen das Corona Virus entschieden haben: 80% der Corona Patienten, die auf Intensivstationen künstlich beatmet werden müssen, sind nicht gegen COVID geimpft.

Vernichtendes Ergebnis zur Radar COVID App – Die spanische Version zur deutschen Corona-Warn-App heißt „Radar COVID“. Seit Einführung vor einem Jahr hat die Smartphone App mit Bluetooth Technologie lediglich 1,67% der in Spanien mit Coronavirus infizierten Personen gemeldet. Das liegt nicht an der Funktionalität – vielmehr ist die APP in der breiten Bevölkerung bisher nicht angekommen bzw. angenommen worden. 3,5 Millionen Euro hat die Entwicklung der APP gekostet, gemeldet worden sind über Radar COVID in den letzten 12 Monaten lediglich rund 74.000 Infizierte. Das entspricht 47€ Kostenpro positiv getestete Person. Stand heute läuft Radar COVID in Spanien auf 7,6 Millionen Geräten, also bei weniger als einem Viertel der Gesamtbevölkerung.

Therapeutisches Frauenhaus eröffnet auf Gran Canaria – In Las Palmas auf Gran Canaria eröffnet das dritte therapeutische Frauenhaus auf den Kanarischen Inseln. Betreut werden suchtkranke Frauen und Mütter mit ihren Kindern die Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihre Partner ausgesetzt sind. Das Projekt ist vorerst für zwei Jahre genehmigt. 260.000 Euro Budget steht der Einrichtung für die Unterbringung und therapeutische Betreuung von betroffenen Frauen und Minderjährigen zur Verfügung. Spanien hat einen Staatsvertrag gegen geschlechtsspezifische Gewalt verabschiedet, durch die Pandemie ist die Umsetzung aber ins Stocken geraten. Im Vergleich der Länder wird aber deutlich, dass Spanien dem Thema Priorität einräumt: Während in Deutschland noch verharmlosend von „häuslicher Gewalt“, „Beziehungstat“ oder „Eifersuchtsdrama“ die Rede ist, werden in Spanien Begriffe wie „Femizid“ oder „Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt“ auf allen Ebenen verwendet, sowohl von der Politik aus auch in der Presse. Kurz vor der Verabschiedung ist in Spanien auch ein neues, härteres Gesetz für die Garantie sexueller Freiheit, innerhalb dessen sexualisierte Gewalt härter bestraft werden soll.

19.08.2021

Tragischer Unfall vor San Bartlomé – Ein Toter und eine schwer Verletzte sind das tragische Resultat eines Ausflugs mit Jetskis vor San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria. Presseberichten zufolge sind zwei Urlauber aus Frankreich frontal mit zwei Jetskis zusammengestoßen. Dabei ist ein Mann so schwer verletzt worden, dass für ihn jede Hilfe zu spät kam. Bei dem zweiten Opfer handelt es sich um eine Frau ebenfalls aus Frankreich. Sie ist schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden und wird dort behandelt. Ein 17- jähriger Franzose musste ebenfalls medizinisch versorgt werden – er ist am Ufer in Ohnmacht gefallen. Bisher gibt es keine Angaben zur Identität der Opfer und ob sie in einer Beziehung zueinanderstehen.

Suchmeldung nach Deutschem mit zwei Kindern – Die Polizei fahndet nach einem deutschen Vater mit seinen zwei Kindern. Er soll ohne die Genehmigung seiner Ex-Frau mit den beiden gemeinsamen Kindern bereits im Januar nach Teneriffa gereist sein. Dort verliert sich die Spur der drei. Der Vater hat gedroht die beiden Kinder zu ermorden, sollte die Mutter die Polizei verständigen. Kristian und Amantia Toska sind 11 und 10 Jahre alt. Die Polizei und das Netzwerk SOS Desaparecidos haben in den sozialen Netzwerken Fotos der beiden Kinder veröffentlicht. Für den Vater hat die Staatsanwaltschaft von Santa Cruz einen Haftbefehl ausgestellt.

Weinernte auf Lanzarote abgeschlossen – Es wird ein gute Malvasia Jahrgang. Da sind sich die Winzer auf Lanzarote sicher, nachdem 1800 Tonnen Trauben in den letzten Tagen geerntet worden sind. Der Zeitpunkt war gut gewählt, so hatte die Hitzewelle so gut wie keinen Einfluss auf die Qualität der Ernte. Mit dem Ernte Ergebnis wird mit einer Produktion von gut einer Million Flaschen Malvasia Wein gerechnet. Die Winzer auf Lanzarote blicken neben der guten Weinernte in diesem Jahr auch positiv in Zukunft: Zwischen 2021 und 2023 sind neben den Einkünften auch Subventionen der spanischen Regierung und der EU in Höhe von rund 2.500 Euro pro Hektar bewirtschafteter Fläche zu erwarten.

Flammen beschädigen 60 Wohnhäuser – Das Feuer auf La Palma hat bisher in den beiden Gemeinde El Paso und Los Llanos rund 60 Wohnhäuser und Fincas beschädigt oder zerstört. Das ist aus einer Pressemitteilung des Cabildos von La Palma zu entnehmen. Der Brand ist noch nicht unter Kontrolle, die Einsatzkräfte werden aber, aller Voraussicht nach, heute im Laufe des Tages die Flammen so weit eindämmen können, das ein übergreifen auf weitere Flächen in den beiden Gemeinden verhindert werden kann. Bisher hat das Feuer, womöglich ausgelöst durch einen achtlos weggeworfenen brennenden Zigarettenstummel, 300 Hektar Fläche zerstört.

La Graciosa hat einen neuen Helden – Beim Baden am Strand Ambar auf La Graciosa hat gestern ein Mann zwei Personen vor dem Ertrinken gerettet. Ein 50-jähriger Mann war mit seiner 14-jährigen Nichte am Playa Ambar zum Schwimmen ins Wasser gegangen, die Strömung war so stark, dass beide keine Chance hatten ans Ufer zurückzukehren. Der nordwestlich gelegene Strand auf La Graciosa ist bekannt für seine lebensgefährlichen Strömungsverhältnisse. Francisco Javier Páez, ebenfalls am Strand, konnte den Vorfall beobachten und hat nicht nur den Notruf mit seinem Mobiltelefon verständigt. Er sprang mit dem am Strand vorhandenen Rettungsring danach selbst in die Fluten und ließ sich mit den beiden von der Strömung aufs offene Meer hinaustreiben. 90 Minuten später sammelte ein Boot der Küstenwache die drei Personen ein und konnte sie unbeschadet und leicht unterkühlt in den Hafen von Caleta de Sebo bringen.

18.08.2021

El Paso steht in Flammen – Heiße Temperaturen und starke Windböen sind in der Gemeinde El Paso auf La Palma zwei zusätzliche Gegenspieler im Kampf gegen die Flammen. Im Zentrum der Insel kämpfen rund 100 Feuerwehrkräfte mit acht Löschzügen und sechs Löschhubschraubern gegen ein weiteres Ausbreiten der Brände. 70 Häuser und Fincas mussten evakuiert werden, 120 Personen haben die Nacht in Notunterkünften verbracht. Bei dem Feuer handelt es sich nicht um einen klassischen Waldbrand – die Flammen sollen durch einen arglos weggeworfenen glühenden Zigarettenstummel zwischen der Avenida Venezuela und der Calle Fatima ausgelöst worden sein. Den Rest hat in der weitläufigen Gemeinde mit dutzenden nicht bewirtschafteten Feldern die heiße Luft und der starke Wind erledigt. Gestern Abend ist der Brand von Gefahrenstufe III auf II gesetzte worden. Unter Kontrolle sind die Flammen noch nicht. Heute soll personelle Unterstützung von den anderen Inseln eintreffen, gestern waren bereits sämtliche verfügbaren Kräfte der Insel in El Paso im Einsatz.

Geschwindigkeitskontrollen zwischen Yaiza und Tinajo – Auf der LZ-67, die durch den Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote führt, sind die Geschwindigkeitsmessgeräte in Betrieb. Das melden heute verschiedene Presseportale und die spanische Verkehrsbehörde DGT. Außerdem sollen die vier Messgeräte auf der LZ-703, der alten Verbindung zwischen Yaiza und Playa Blanca, ebenfalls in Betrieb sein. Das besondere auf diesen beiden Strecken: Alle Messgeräte kommunizieren untereinander um die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge zu ermitteln – bremsen vor den Messstationen, wie an anderen Stellen üblich, vermeidet ein Bußgeld wegen Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit nicht. Wer auf der LZ-67 oder LZ-703 im Schnitt schneller als 60 Kilometer pro Stunde unterwegs ist, erhält Post von der DGT.

70% geimpft – Im Kampf gegen die Pandemie und auf dem Weg zur „Normalität“ kann sich die Impfkampagne auf den Kanarischen Inseln nicht nur innerhalb Spaniens sehen lassen. Auch auf EU-Ebene ist die Immunisierung gegen COVID auf dem Archipel ein voller Erfolg. 70% der Bevölkerung über 16 Jahren ist komplett gegen Corona geimpft. Innerhalb der Risikogruppen I bis VII, also Krankenhauspersonal, Lehrkräfte, Pflegekräfte, Polizei- und Feuerwehrbeamte, Personen mit Vorerkrankungen, sind 99,5% geimpft. Für diesen Erfolg ist nicht nur die Infrastruktur verantwortlich, es bedarf auch einer grundsätzlichen Einstellung und der Bereitschaft der Bevölkerung. Impfgegner, wie z.B. in Deutschland oder Frankreich, haben sich auf den Kanarischen Inseln bisher nur selten eine Plattform verschafft. Dem gegenüber steht die Zahl der aktuell in Krankenhäusern stationär behandelten Patienten – 77% der der mit COVID erkrankten Personen auf den Stationen haben sich bisher nicht impfen lassen.

Fünf Wanderer gerettet – Zwischen Playa Quemada und Playas Papagayo war der Katastrophenschutz gestern zweimal im Einsatz. Insgesamt mussten fünf Personen in schwer zugänglichem Gelände in Sicherheit gebracht werden. Vier Personen hatten die Temperaturen von zeitweise 40 Grad auf ihrem Ausflug in die Natur unterschätzt. Eine Wanderin ist in der Zone von Cohon in der Gemeinde Yaiza gestürzt und konnte den Weg aus eigener Kraft nicht mehr fortsetzen. Katastrophenschutz und Gesundheitsamt raten grundsätzlich bei Hitzewarnungen vom Wandern ab und empfehlen die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden. Sportliche Aktivitäten sollten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden oder im Idealfall während den Hitzeperioden gänzlich verschoben werden.

Rückführung von minderjährigen Flüchtlingen gestoppt – In der spanischen Exklave Ceuta sind seit Freitag minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in ihre Heimatländer zurückgeführt worden. Diesen Vorgang hat gestern eine spanische Richterin vorerst gestoppt. Das spanische Innenministerium hat jetzt 72 Stunden Zeit, zu belegen, dass es für jeden Betroffenen eine Einzelfallprüfung gegeben hat. In ihrer Entscheidung bezweifelt die Richterin „die Rechtmäßigkeit der ergriffenen Maßnahmen“. Rund 800 Kinder und Jugendliche sitzen seit drei Monaten in der spanischen Exklave an der afrikanischen Mittelmeerküste fest. Seit Freitag sind täglich 15 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge nach Marokko abgeschoben worden, unter scharfen Protesten der linken Regierung in Madrid und internationalen Menschenrechtsorganisationen.

17.08.2021

Hitzewarnung – Das Wetterphänomen Calima dominiert auch heute noch das Wetter auf den Kanarischen Inseln. Nachdem auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote die Temperaturen bereits in den letzten Tagen bei rund 40 Grad gelegen haben, gilt auch heute wieder Hitzewarnstufe Orange. Hitzewarnstufe Orange gilt auf allen Inseln, für den Süden von Fuerteventura und den Süden von Gran Canaria gilt Hitzewarnung orange. Das Gesundsamt rät die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden und sportliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verschieben. Der Wetterdienst AEMET schließt in seiner Prognose Temperaturen von bis zu 40 Grad nicht aus.

Kupfer im Wert von 80.000 Euro entwendet – Auf Fuerteventura hat die Polizei seit Juni in mehreren Fällen ermittelt, in denen Kupferkabel im Gesamtwert von 80.000 Euro entwendet worden sind. Seit gestern scheint der Fall abgeschlossen. In Haft sitzen zwei Männer im Alter von 46 und 52 Jahren. Am Fußballplatz bei Pajara sind im Juni Kupferkabel im Wert von 5.000 Euro entwendet worden. Im Juli hatte ein Energieversorger zwei Diebstähle angezeigt – ebenfalls in der Gemeinde Pajara. Dabei sind Kupferkabel im Wert von 50.000 Euro gestohlen worden. Wenige Tage später hatte ein Wasserversorger die Polizei informiert, nachdem aus einem Lager 400 Meter Kupferkabel entwendet worden waren. Gesamtwert 25.000 Euro. Die beiden mutmaßlichen Täter sind in ihrem Pick-Up von einer Polizeistreife für eine Routinekontrolle gestoppt worden. Sie hatten vier Kabelrollen ungesichert auf der Ladefläche verstaut. Alle vier Rollen stammten von einem der Diebstähle.

Weniger Immobilienkäufe unter Ausländern – Im letzten Jahr haben 11,5% weniger Ausländer Immobilienobjekte auf den Kanarischen Inseln gekauft. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Nationalen Statistikamtes hervor. Auch Spanienweit ist dieser Rückgang in Zahlen belegbar. 11,3% der Immobilienkäufe in Spanien sind im letzten Jahr von Ausländern getätigt worden, 2019 lag diese Zahl noch bei 13%. Balearen, Kanaren und Valencia sind die Regionen, die von Ausländern bei der Suche nach Objekten in den letzten Jahren besonders begehrt waren. In allen dreien sind die Verkaufszahlen eingebrochen.

Flüchtlingstragödie sorgt für 40 Tote – Den Versuch die Kanarischen Inseln übers Meer zu erreichen haben 40 Flüchtlinge mit dem Leben bezahlt. Die Patera hat am 1. August die Küste Marokkos verlassen mit Ziel Kanarische Inseln. Berichten von Überlebenden zufolge hatte das Boot einen Motorschaden und trieb tagelang im Atlantik zwischen dem afrikanischen Kontinent. An Bord befanden sich Männer, Frauen und Kinder, vorwiegend aus Senegal und Mali. Überlebt haben die Tragödie sieben Flüchtlinge, nachdem die Strömung das Boot an die Küste Mauretaniens getrieben hat, 14 Tage nachdem die Flüchtlinge in Marokko in See gestochen waren.

Arrecife unterstützt Selbständige und Unternehmen – 4.000 Selbständige und Unternehmen haben auf Lanzarote die finanzielle COVID-19 Unterstützung von der Lokalregierung beantragt. Ursprünglich war die Finanzspritze auf sechs Millionen Euro begrenzt, das Cabildo hat den Fonds auf 12 Millionen Euro ausgeweitet. Innerhalb von vier Wochen haben rund 4.000 Selbständige und Unternehmen die finanzielle Hilfe beantragt. Je nach Konstellation und Anzahl der Mitarbeiter werden zwischen 1.500 und 6.000 Euro ausbezahlt.

16.08.2021

27 positive Corona Tests innerhalb von 24 Stunden – Auf Lanzarote werden 210 aktive Corona Fälle geführt, nachdem in den letzten 24 Stunden 27 zusätzliche Personen positiv auf das Virus getestet worden sind. Von Donnerstag bis Sonntag sind pro Tag rund 300 Tests auf Lanzarote durchgeführt worden. Die 7-Tage Inzidenz steigt damit auf 74,45. Dieser Wert liegt auf Gran Canaria bei 141, auf Fuerteventura bei 122. Anhand der Infektionszahlen der letzten Wochen zeigt sich ein abwärts Trend, am 21. Juli lag die 7-Tage Inzident auf den Kanaren bei 221, gestern lag dieser Wert bei 122. Die Krankenhausbelegung ist mit rund 4% im grünen, bzw. gelben Bereich, die Auslastung der Intensivbetten ist auf Gran Canaria und Teneriffa mit 30% und 18% alarmierend. Im Schnitt sind rund 7% der durchgeführten Corona Tests in den letzten 14 Tagen positiv.

43 Grad Höchstwerte – Den Hitzerekord auf den Kanarischen Inseln hat am Wochenende Tasarte auf Gran Canaria gebrochen – mit 43 Grad war es tagsüber nirgendwo heißer als in La Aldea, nachts sind 22 Grad dort gemessen worden. Den zweiten Platz in Sachen heiße Temperaturen hält Vallehermoso auf La Gomera mit immerhin noch 42,3, gefolgt von Las Tirjanas auf Gran Canaria. Auf Fuerteventura und Lanzarote war die Hitzewelle zwar spürbar, lag aber weit entfernt von den Werten auf Gran Canaria, Teneriffa und La Gomera. Die heißesten Temperaturen spanienweit sind am Wochenende in Corodoba gemessen worden: am Flughafen stieg die Quecksilbersäule am Wochenende auf 46,9 Grad.

Neues Genehmigungsverfahren am Lago La Santa – Die geplante Wakeboard-Anlage bei La Santa in der Gemeinde Tinajo auf Lanzarote hat die Küstenbehörde abgelehnt. Jetzt will das Rathaus einen neuen Versuch starten den kleinen See vor dem Club La Santa zu kommerzialisieren, gleichzeitig soll ein Antrag gestellt werden, das angrenzende Hotel um 300 Betten zu erweitern. Pressemeldungen zufolge beantragt Tinajo eine Wassersport Konzession für den See zwischen der kleinen Halbinsel und dem Club La Santa, verbunden mit Auflagen für die Wasserqualität und entsprechenden Reinigungsmaßnahmen. Im September will der Bürgermeister der Gemeinde bei der Küstenbehörde in Madrid das Projekt präsentieren. Der Antrag für einen motorisierten Lift für Wakeboarder ist 2018 von der Küstenbehörde abgelehnt worden.

Corona Tests in Apotheken – In Deutschland seit Monaten üblich, ist es bisher in kanarischen Apotheken nicht möglich einen Corona Test mit entsprechendem Testergebnis zu erhalten. Auch auf dem spanischen Festland testen Apotheken in Murcia, Aragon und Katalonien Bürger und melden das Testergebnis an die Behörden. Trotz mehrfacher Angebote seitens des Apothekerverbandes gibt es aktuell auf den Kanarischen Inseln weiterhin nur Testlabore, die in der Lage sind Zertifikate mit dem Testergebnis auszustellen. Das Netz der Apotheken auf dem Archipel ist so ausgebaut, dass rund 99% der Einwohner weniger als 10 Minuten zu Fuß zur nächstgelegenen Apotheke benötigt. Ein entsprechendes Gespräch zwischen dem Apothekerverband und dem Gesundheitsministerium letzte Woche blieb ohne Ergebnis.

RKI ändert Bewertung für Risikogebiete – Die Einstufung nach Risikogebieten ist vom RKI und dem Auswärtigen Amt geändert worden. Statt bisher drei Kategorien gibt es nur noch Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Die Einstufung „einfaches Risikogebiet“ entfällt. Spanien gilt inklusive der Kanaren und den Balearen als Hochrisikogebiet. Damit gelten für die Rückreise nach Deutschland aus Spanien entsprechende Quarantänevorschriften. Eine Quarantäne für 10 Tage ist grundsätzlich Pflicht. Ausnahmen von der Quarantäneregelung gibt es für Genesene und Geimpfte. Im Falle eines negativen Testergebnisse kann die Quarantäne bereits nach fünf Tagen beendet werden. Grundsätzlich wird beim Antritt der Rückreise bereits am Flughafen von der Fluggesellschaft entweder ein Impfnachweis, ein Genesungsnachweis oder ein negatives Testergebnis verlangt.

13.08.2021

Flüchtlingswelle reißt nicht ab – Die Guardamar Talia ist gestern Abend mit 30 Männern und 28 Frauen in Arguineguin auf Gran Canaria angekommen. Die Flüchtlinge sind 83 Kilometer südlich von Gran Canaria von einem überfüllten Festrumpfschlauchboot gerettet worden. Ein Flugzeug der Küstenrettung hatte 58 Personen bereits gestern Morgen lokalisiert. Auf einem Flüchtlingsboot 650 Kilometer von den Kanarischen Inseln entfernt, sind 13 Personen ums Leben gekommen bzw. werden noch vermisst. Ersten Meldungen zufolge trieb die havarierte Patera 14 Tage auf dem Atlantik, bevor die Seenotrettung die Überlebenden nach Gran Canaria zur medizinischen Versorgung bringen konnte. DieBesatzung des Frachters Bahamas Ever Grace hat Ersthilfe geleistet. Beim Versuch die Flüchtlinge an Bord des 200 Meter langen Frachters zu holen sind vier Flüchtlinge ins Meer gefallen und werden vermisst. Eine Frau ist wenige Stunden nach ihrer Rettung verstorben auf dem Frachter verstorben. Das Flüchtlingsboot ist von Ad-Dakhla aus am 28. Juli mit Kurs Kanarische Inseln in See gestochen und havariert.

Wirtschaftsergebnis steigt um 10,7% – Die Prognose für das Wirtschaftswachstum auf den Kanarischen Inseln liegt bei 6,9% in 2021 und bei 10,7% in 2022. Grund für die positiven Aussichten in Sachen Wirtschaftswachstum ist laut einem Bericht der Bank BBVA die gut verlaufende Impfkampagne die eine positive Prognose für die kommende Wintersaison im Tourismus zulässt. Für keine andere spanische Autonomie fällt die Prognose in Sachen Wirtschaftswachstum so positiv aus wie für die Kanaren, wobei die Impfkampagne auch in allen anderen spanischen Regionen bisher sehr positiv verläuft. Die Kanarischen Inseln profitieren wegen des milden Klimas von der Wintersaison erfahrungsgemäß stärker als zum Beispiel die Balearen.

Puerto del Carmen verliert zwei blaue Flaggen – Die Gemeinde Tías auf Lanzarote hat 695.000 Euro für Instantsetzung und Überwachung der Strände in Puerto del Carmen investiert. Die beiden Strände Los Pocillos und Playa Chica haben ihr blaues Gütesiegel trotzdem verloren. Barrierefreier Zugang, Duschen, Toiletten – es ist in den letzten Monaten an allen drei großen Stränden in Puerto del Carmen intensiv gearbeitet worden. Das Ergebnis hat den Prüfern nur an den Grandes Playa in Matagorda für eine blaue Flagge ausgereicht. Am Playa Chica und am Strand von Los Pocillos weht in diesem Jahr keine blaue Flagge.

Hitzewarnung – Der spanische Wetterdienst AEMET hat für die Kanarischen Inseln heute eine Hitzewarnung ausgegeben. Es muss vor allem auf Gran Canaria mit Temperaturen jenseits der 40 Grad Marke gerechnet werden. Ebenfalls betroffen sind Lanzarote und Fuerteventura. Ab morgen gilt die Hitzewarnung für den gesamten Archipel. Es wird empfohlen die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden und sportliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen.

Bankkonto Hacker in Spanien aktiv – Spanienweit warnt die Policia Nacional mit einer Pressemitteilung und Tweets bei Twitter vor einer landesweiten Betrugsmasche. Die Hacker verschicken SMS an Mobiltelefone oder rufen ihre Opfer an. Die Täter verfügen anscheinend neben den Telefonnummern der Opfer auch über den Namen ihrer Bankinstitute. Innerhalb der SMS wird ein Link mitgesendet der die Opfer mit der Aufforderung die Kontosicherheit zu erhöhen auf das jeweilige Bankinstitut weiterleitet. Beim einloggen auf das Bankkonto werden die Zugangsdaten von den Hackern abgegriffen. Die Polizei fordert Betroffene auf, auf entsprechende SMS-Nachrichten nicht zu reagieren, sondern die nächste Polizeidienststelle zu informieren.

 

12.08.2021

Perseiden Regen – Sternschnuppenfans haben sich für heute Nacht nichts vorgenommen. Der Perseiden Regen und der Neumond sorgen dafür das in diesem Jahr zu den Lagrimas de San Lorenzo rund 100 Sternschnuppen pro Stunde am Nachthimmel zu beobachten sein. Zu kaum einer anderen Jahreszeit sind am Nachthimmel über den Kanarischen Inseln mehr verglühende Himmelskörper sichtbar als zu den Perseiden. Wegen des Neumondes und der Wetterprognosewerden in den kommenden drei Nächten die Sternschnuppen, die der Perseiden Regen jedes Jahr mit sich bringt, besonders gut zu sehen sein Einzige Voraussetzung: eine klare Sicht auf den Sternenhimmel – dieser wird aber in den kommenden Nächten immer wieder von durchziehenden Wolkenfeldern gestört. Experten prognostizieren bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Wer die Nacht lieber im Bett verbringt, kann auf Internetplattform sky-live.tv den Perseiden Regen am nächsten Tag On-Demand verfolgen.

Kaum mehr freie Intensivbetten – Die fünfte Corona Welle ist auf den Kanarischen Inseln gebrochen – die Zahl der mit Corona infizierten Personen ist rückläufig, heute liegt die 7-Tage Inzidenz bei 177, vor einer Woche lag dieser Wert noch deutlich über 200. Sorgen bereitet die Zahl der Corona Patienten auf Intensivstationen. Ihre Zahl liegt heute auf dem Gleichen Niveau wie im April 2020. 105 Personen werden aktuell intensivmedizinisch in kanarischen Krankenhäusern wegen COVID beatmet, weitere 115 Personen liegen auf Intensivstationen wegen anderer Krankheiten oder Verletzungen. Damit steht aktuell nur ein Drittel der insgesamt verfügbaren Intensivbetten auf den Kanarischen Inseln zur Verfügung. Auch bei den nicht intensivmedizinischen Krankenhausbetten liegt die freie Kapazität bei nur noch rund 30%.

Flugzeuge nur zu 50% gefüllt – Der Flugverkehr rund um die Kanarischen Inseln hat mittlerweile immerhin wieder die Hälfte des Ergebnisses aus 2019 erreicht. Im Jahr vor der Pandemie sind auf den Kanarischen Inseln im Schnitt pro Monat knapp 6.000 Passagiermaschinen gelandet oder gestartet. Das letzte Jahr wird wegen der Pandemie und des damit verbundenen Alarmzustandes als Referenz nicht herangezogen. Seit Ende des Alarmzustandes steigt die Zahl der Passagiermaschinen wieder an und ist aktuell auf der Hälfte des Niveaus von 2019 angekommen – nur die Maschinen sind nur zur Hälfte ausgelastet. Im Schnitt bringt jeder Flieger nur noch die Hälfte der Passagiere auf den Archipel als noch 2019. Dieses Ergebnis sorgt bei den Fluggesellschaften nicht für Gewinne, aber es deckt zumindest in den meisten Fällen die Kosten. Für den Tourismus auf den Kanarischen Inseln, den wichtigsten Wirtschaftsmotor des Archipels, reicht die Zahl der Urlauber aktuell für schwarze Zahlen nicht aus. 2019 sind im Juli auf Lanzarote 730.000 Passagiere am Flughafen abgefertigt worden, im letzten Monat lag diese Zahl bei 340.000. Auf Gran Canaria waren es 2019 im Juli 1,6 Millionen Passagiere – in den 31 Tagen im letzten Monat sind insgesamt nur 660.000 Passagiere angekommen oder abgeflogen.

Top Ranking bei Digitalen Nomaden – Den Trend in der Pandemie den Arbeitsplatz in sonnige Gefilde zu verlegen haben die Kanarischen Inseln voll mitgenommen. Unterstützt durch eine Werbekampagne für diese Zielgruppe liegen die beiden Städte Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz auf Teneriffa unter den besten 10 auf dem Internetportal Nomadlist.com. Das Portal bewertet unter anderem Lebenshaltungskosten, Internetverbindung, Klima, Gesundheitsversorgung. Die beiden Provinzhauptstädte werden mit vier von fünf Punkten ausgezeichnet. Auch Hotels und Appartementanlagen haben längst auf diesen Trend reagiert und bieten entsprechende monatliche Angebote. Die Zahl der Remote Workers ist seit Januar um 67% gestiegen. Bei verschiedenen Fluggesellschaften erhalten Telearbeiter Preisnachlässe, wenn zwischen Hin- und Rückflug mehr als vier Wochen liegen.

Impfprozedere für Residenten ohne Sozialversicherung – Tausende deutsche Residenten leben dauerhaft auf den Kanarischen Inseln ohne entsprechende spanische Sozialversicherung. Auch für sie gibt es Möglichkeiten sich ohne Kosten gegen Covid-19 impfen zu lassen. Aufgerufen dazu hat das spanische Gesundheitsministerium, eine entsprechende Pressemitteilung hat das deutsche Konsulat in Las Palmas auf Gran Canaria veröffentlicht. Zuständig für die Covid-19 Impfung ist das jeweilige Centro de Salud, dass der Meldeadresse am nächsten liegt. Dort können sich Residenten mit nicht spanischem Pass anmelden und einen Impftermin vereinbaren.

11.08.2021

20% noch nicht geimpft – 400.000 Personen auf den Kanarischen Inseln haben sich noch nicht gegen COVID impfen lassen. Das Gesundheitsamt wird in den kommenden Wochen bis Ende August noch einmal verstärkt diese Personengruppe kontaktieren – es geht um rund 20% der kanarischen Bevölkerung die bisher noch nicht einmal die erste Impfdosis erhalten hat. Hauptursache dafür ist die Urlaubszeit, in der der Großteil eine Impfung gegen Corona nicht vornehmen lassen möchte. 79,28% der Canarios älter als 12 Jahren hat zumindest mindestens eine Impfdosis erhalten oder ist komplett gegen COVID geimpft.

20 Tonnen Haschisch sichergestellt – Die Hafenmole in der Zollabfertigung von Las Palmas auf Gran Canaria war gestern mit mehreren hunderten Paketen voll. Es ist das Ergebnis einer erfolgreichen Aktion der Küstenwache gegen den Drogenschmuggel. 638 Haschischpakte mit einem Gewicht von jeweils 30kg. Das Boot unter türkischer Flagge hatte knapp 20 Tonnen an Bord. Die Beamten der Guardia Civil haben bei der Aktion 40 Kilometer von Fuerteventura entfernt auch die 11-köpfige Besatzung festgenommen. Es handelt sich ausschließlich um syrische Staatsbürger. Ermittelt wird gegen die Gruppe bereits seit Januar. Die „Natalia“ war den Behörden aufgefallen, weil es dutzende Leefahrten zwischen der Türkei, Marokko und Häfen auf den Kanarischen Inseln gegeben hat.

Hitzewelle am Wochenende – Die heißen Temperaturen die aktuell noch auf dem spanischen Festland für Temperaturen von bis zu 40 Grad sorgen, erreichen die Kanarischen Inseln am Wochenende. Das prognostiziert der spanische Wetterdienst AEMET und rechnet mit Temperaturen von mindestens 30 Grad für Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Die gute Nachricht: Einfluss von Calima wird es nicht geben, die Hitzewelle rollt von Nordosten in Richtung des Archipels und bringt keinen Feinstaub mit. Bereits am Samstag muss aber mit Temperaturen von über 30 Grad gerechnet werden. In höheren Lagen können die Temperaturen auf bis zu 40 Grad ansteigen.

Impfmobil auf Fuerteventura – Für eine COVID Impfung müssen die Einwohner von La Oliva keine weiten Wege auf sich nehmen. Die Gemeinde kommt mit einem Impfmobil direkt fast bis vor die eigene Haustür – heute gibt es kostenlose Corona-Impfungen per Impfmobil in den Orten Lajares, El Roque und El Cotillo. Morgen steht das Impfmobil im Parque Holandes, La Caldereta und an der Kirche von Vallebrón. Am Freitag ist der „Vacuneta“, ein Wortspiel aus Vacuna und Furgoneta, zwischen den Orten La Capellanía, südlich von Corralejo, und Tindaya unterwegs.

47 Hotels suchen neuen Besitzer – Auf dem Immobilienportal Idealiste.com stehen rund 650 Hotels in Spanien zum Verkauf, 50 davon werden auf den Kanarischen Inseln angeboten. Ein Trend der sich seit Beginn der Pandemie fortsetzt, im letzten Jahr fiel das Angebot um knapp ein Drittel geringer aus. Auf Gran Canaria suchen knapp 20 Hotels einen neuen Besitzer, auf Teneriffa sind es 15 Objekte. Das teuerste Hotel im Angebot bei Idealista.com ist ein Hotel in Puerto del Carmen mit 600 Zimmern und einem Kaufpreis von 100 Millionen Euro.

10.08.2021

Fünfte Corona Welle gebrochen – Die 7-Tage Inzidenz liegt auf den Kanarischen Inseln heute bei 196,33 – 57 Prozentpunkte weniger als letzte Woche. Am Montag vor sieben Tagen lag die Inzidenz noch bei 253,9. Konkret haben sich mit 4.636 positiv getesteten Bürgern in der letzten Woche 15,7% weniger angesteckt als noch in der Woche davor. Der R(t) Wert, der darüber entscheidet ob die Zahl der Ansteckungen steigt oder fällt, liegt mit 0,96 deutlich unter 1. Auf allen Inseln liegt die Zahl der Genesenen deutlich über der Zahl der Neuinfizierten. Innerhalb der Testergebnisse hat die Delta Variante des Virus alle bisherigen so gut wie verdrängt – 85% der Infizierten auf den Kanarischen Inseln haben sich mit der Delta Variante des Corona Virus angesteckt.

Sánchez trifft auf Torres – Was wäre ein Urlaub ohne Arbeitstreffen – diese für Otto-Normal-Verbraucher meist selbstverständliche Vorstellung ist für einen Politiker auf dem Niveau von Pedro Sánchez wahrscheinlich eine Traumvorstellung. Heute empfängt der erste Mann Spaniens den ersten Mann der Kanarischen Inseln auf Lanzarote. Zumindest soweit waren sich beide einig: der sich im Urlaub befindende spanische Ministerpräsident wird besucht und nicht umgekehrt. Treffpunkt ist der Regierungssitz der Lokalregierung in Arrecife. Es ist ein inoffizielles Treffen, diesen Charakter soll der gemeinsame Kaffee im Castillo de San José unterstreichen. Danach geht’s mit weiteren politischen Vertretern nach Tías in das Haus de Schriftsteller und Nobelpreisträgers José Saramago. Weiterer Gast bei diesem Treffen direkt am Kreisverkehr mit dem Monument als Hommage an den 2010 verstorbenen portugiesischen Schriftsteller: José Luis Rodríguez Zapatero, der ehemalige spanische Präsident verbringt als Privatperson mit seiner Familie ebenfalls seinen Sommerurlaub auf Lanzarote.

Bester Tänzer Spaniens kommt aus Las Palmas – Daniel Delgado aus Las Palmas auf Gran Canaria hat sich als bester Tänzer Spaniens beim RED BULL DANCE YOUR STYLE in der Marina in Valencia für die Weltmeisterschaft im Dezember in Johannisburg qualifiziert. Mit dem Künstlernamen „Sifer“ und seinen Choreografien war Daniel Delgado klarer Favorit bei den rund 300 Besuchern vor Ort, aber auch bei den tausenden Fans, die das Event online verfolgt haben. Die Weltmeisterschaft von DANCE YOUR STYLE findet im Dezember in Südafrika statt.

Fiestas San Ginés mit Pancho Corujo – Die Fiestas de San Ginés in Arrecife auf Lanzarote wird der Startenor Pancho Corujo eröffnen. Der in Masdache auf Lanzarote geborene Conejero hat bereits auf Bühnen auf der ganzen Welt gesungen. Am 20. August zeigt er einmal mehr sein Talent auf der Bühne in Arrecife. Die Fiestas de San Ginés dauern Pandemie bedingt in diesem Jahr nur fünf Tage. Die Zuschauerzahl der einzelnen Events ist streng limitiert und kontrolliert. Damit entfallen die üblichen Events, die vor der Pandemie noch möglich waren und öffentlich an verschiedenen Orten in Arrecife stattfanden.

Erdbeben bei Pajara –Wer in Pajara auf Fuerteventura in der letzten Nacht um 0:28 noch nicht tief geschlafen hat, hat die Erdbewegungen des Bebens mit einer Stärke von 2,3 deutlich gespürt. Zumindest aus dem Dorf von Toto kamen verschiedene Anrufe an die Notrufleitzentrale. Es war nicht das einzige Beben gestern – auch der Unterwasservulkan Enmedio zwischen Gran Canaria und Teneriffa hat gestern Mittag ein Beben der Stärke 2,4 produziert. Die Bewegungen des Meeresgrundes waren bis nach Punta de Abona auf Teneriffa spürbar. Von keinem dieser Beben geht Gefahr für die Bevölkerung aus und gehören auf einem Archipel vulkanischen Ursprungs zur Normalität.

 

09.08.2021

Lanzarote gerüstet gegen COVID – Neben El Hierro und La Palma hat auch Lanzarote die angestrebte Impfquote von 70% erreicht. 203.000 Impfdosen sind in Arrecife und den anderen Gemeinden verabreicht worden, 96.707 Bürger der Insel gelten als geimpft gegen das Corona Virus. Von den rund 150.000 Einwohnern der Insel haben 110.000 Bürger zumindest eine Impfdosis erhalten. Die 7-Tage Inzidenz liegt auf Lanzarote heute bei 66, auf El Hierro bei 80 und auf La Palma bei 43. Diskutiert wird auf verschiedenen Ebenen ob die Inzidenz alleine überhaupt noch der Indikator für entsprechende Maßnahmen sein kann. Nur 3% der aktiven Corona Fälle werden in Krankenhäusern behandelt, 0,59% der aktiven Fälle benötigt eine intensiv medizinische Behandlung.

Rückschlag für regenerative Energie auf Fuerteventura – Mehrere geplante und bereits genehmigte Projekte für Windenergiekraftwerke auf Fuerteventura sollen angepasst werden. Das ist im Plenarsaal der Lokalregierung von Fuerteventura entschieden worden. Das bedeutet im besten Fall vier Monate Verzögerung, im schlimmsten Fall muss zwei Jahre gewartet werden bis die Modifikationen der regenerativen Energieprojekte eine erneute Genehmigung erhalten. Die Kritik auf der regionalen und nationalen Bühne ist groß – es geht auch um Rechtssicherheit und bereits getätigte Investitionen von Unternehmen. Auf keiner anderen Kanarischen Inseln hatten die Gegner von Windkraftwerken bisher solchen Erfolg wie auf Fuerteventura. Mit Unterstützung der regionalen Regierungskoalition aus Coalicion Canarias, Partido Popular und der lokalen Partei, Asambleas Municipales de Fuerteventura, kurz AMF wird die Fertigstellung der Projekte bis zu zwei Jahre länger dauern.

Canarios beim Air Battle erfolgreich – Der dritte Gran Canaria Air Battle war für die kanarischen Wassersportler ein voller Erfolg. Beim Wing Foil Race, der Formel 1 des Wassersports mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 35 Knoten hat der aus Fuerteventura stammende Gunnar Binniash den ersten Platz geholt. Beim Slalom war der Sieg nicht ganz so umkämpft wie beim Race, den ersten Platz hat sich Binniash trotzdem erstritten, dicht gefolgt von Jeremy Burlando aus Teneriffa. Beim Big-Air Youth Event geht der Titel in diesem Jahr nach Teneriffa. Der Kiter Leonardo Casati erhielt mit seinen Sprüngen die höchste Punktzahl von den Juroren. Beim Big Air der Männer hatte der aus Tarifa stammende Liam Whaley die Nase vorn.

Stromrechnung kommt drei Monate verspätet – Tausende Bürger auf den Kanarischen Inseln warten weiterhin auf eine Stromrechnung. Obwohl die Tarifumstellung der Stromanbieter von langer Hand geplant und angekündigt war, stellt die Rechnungsstellung die Anbieter vor ein Problem. Bisher konnte nur ein geringer Teil der Rechnungen mit den neuen Abrechnungsmodalitäten an Kunden auf den Kanarischen Inseln versendet werden. Verursacher dieses Problems ist der Stromerzeuger ENDESA, betroffen davon sind aber nicht nur die Kunden von ENDESA – auch alle anderen Stromanbieter haben von ENDESA haben bisher keine Abrechnung erhalten, so dass sämtliche Kunden auf den Kanarischen Inseln von allen Zweit- und Drittanbietern in tausenden Fällen keine Abrechnung seit Tarifumstellung erhalten haben.Angeboten wird jetzt zumindest von ENDESA in einer E-Mail eine Ratenzahlung für die aufgelaufenen Forderungen der letzten drei Monate.

Perseiden Regen – Den 13. August sollten sich Fans von Sternschnuppen vormerken – besser gesagt die Nacht vor dem kommenden Freitag und die Nacht von Freitag auf Samstag. Der Perseiden Regen oder auch „Lagrimas de San Lorenzo“ sind für Sternschnuppen-Fans ein absolutes Muss. Zu kaum einer anderen Jahreszeit sind am Nachthimmel über den Kanarischen Inseln mehr verglühende Himmelskörper sichtbar als zu den Perseiden. Wegen des wachsenden Halbmondes wird rund um den 13. August die Lichtintensität des Mondes nur bei rund 48% liegen, weswegen die Sternschnuppen, die der Perseiden Regen jedes Jahr mit sich bringt, besonders gut sichtbar sein. Einzige Voraussetzung: ein wolkenloser Himmel.  Experten prognostizieren bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde.

 

06.08.2021

Lanzarote erreicht Impfquote – Auf Lanzarote sind 70% der Bevölkerung komplett gegen COVID geimpft. Das meldet heute das kanarische Gesundheitsamt. Auf El Hierro und La Palma wurde dieser, zum Start der Impfkampagne ausgegebene, Wert bereits vor einer Woche erreicht. La Gomera soll diese Marke von 70% in den kommenden Tagen erreichen. Wann auf Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa dieses vorgegebene Ziel erreichen wird ist noch nicht klar zu berechnen. Ein Ergebnis gibt Hoffnung für den Herbst und Winter: 77% der gesamten kanarischen Bevölkerung hat mindestens eine Impfdosis gegen Corona bereits erhalten, deswegen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass all diejenigen die bereits einmal gegen das Virus geimpft worden sind, auch den zweiten Impftermin wahrnehmen werden.

Schlecht Wetter Front am Wochenende – Der spanische Wetterdienst AEMET prognostiziert für den Archipel fürs Wochenende eine Schlechtwetterfront mit Regen und Sturm. Davon besonders betroffen sein werden Lanzarote und Fuerteventura, sowie Teile von Gran Canaria. In diesem Bereich dominieren am Samstag und am Sonntag dichte Wolkenfelder, es kann immer wieder zu leichten, lokalen Regenschauern kommen. Die Niederschlagsmenge soll sich zwischen 10l und 20l pro m² bewegen. Dafür ändert sich auf dem Thermometer erstmal nichts, die Temperaturen der letzten Tage gelten laut den Meteorologen von AEMET auch am Wochenende für Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura.

Präsident Sanchez auf Lanzarote – Die hohe Polizeipräsenz rund um Costa Teguise auf Lanzarote ist Spaniens Präsidenten geschuldet. Pedro Sánchez macht mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern und dem Hund der Familie Urlaub in der Residenz bei La Mareta. Bisher sind keine offiziellen Termine bekannt. Auch über die Dauer des Aufenthalts der Präsidentenfamilie herrscht Unklarheit. Eine Quelle bestimmt den Abreisetag auf den 11. August, andere Quellen sprechen vom 21.August. Während des Aufenthalts von Pedro Sánchez auf Lanzarote sind die Zufahrtstraßen von der Avenida del Mar in Costa Teguise zur Calle Real und zur Calle los Volcanes gesperrt und nur für Anlieger befahrbar.

Fußball wieder mit Zuschauern im Stadion – Die erste und zweite spanische Fußballliga startet in die neue Saison mit Fans in den Stadien. Maskenpflicht und ausschließlich Wasser als Getränk sind zugelassen. Die maximale Zuschauerzahl liegt bei 40% der Gesamtkapazität. Vorrangig werden Besucher mit einem Stadion Abo zu den Fußballspielen zugelassen, damit eine effektive Kontaktverfolgung im Falle von Infektionen gewährleistet ist. Die neue Regelung beginnt am 13. August mit den ersten Partien in der Primera und Segunda Division und gilt bis auf weiteres bis zum 30. August.

Corona Warnstufen auf den Kanaren – El Hierro ist aktuell die einzige Insel auf der noch die grüne Corona Warnstufe gilt. Aufgeteilt sind die Warnstufen in die Farben Grün, Gelb, Orange und Rot – äquivalent zu I, II, III und IV. Lanzarote, La Gomera und La Graciosa sind wegen der aktuellen Infektionszahlen auf Stufe II oder Gelb. Hier können sich bis zu sechs Personen aus verschiedenen Haushalten treffen. Diese Zahl gilt auch an Tischen in der Gastronomie. Auf Fuerteventura und La Palma gilt Corona Warnstufe III bzw. Orange. Hier ist Personenzahl für Treffen und in der Gastronomie auf maximal vier beschränkt. Die höchste Warnstufe IV oder Rot gilt für Gran Canaria und Teneriffa.Hier ist die Personenzahl für private Treffen auf zwei und in der Gastro auf maximal vier beschränkt. Die auch in Warnstufe III gültigen Schließzeiten für nicht systemrelevante Gewerbe gelten auch in Warnstufe IV.

05.08.2021

Santa Cruz und Las Palmas in den TOP10 der COVID Städte – Wie sehr die spanischen Städte an ihre Krankenhauskapazitäten stoßen zeigt eine aktuelle Statistik der Tageszeitung El Diario. Dargestellt sind die positiv auf Corona getesteten Fälle der letzten 14 Tage. Mit 1.137 Corona infizierten Personen liegt Santa Cruz de Teneriffa im Spanienweiten Vergleich auf Platz vier, Las Palmas liegt auf Platz 15 mit 924 Corona Fällen in den letzten 14 Tagen. Diese Liste mit spanischen Städten führt Eivissa auf den Balearischen Inseln mit 2.638 Fällen an. Die gute Nachricht: der R(t) Wert, der aussagekräftig ein Ansteigen oder einen Rückgang bei den Infektionszahlen darlegt, liegt aktuell mit 0,96 deutlich unter 1, den Peak der fünften Corona Welle haben die Kanarischen Inseln hinter sich gelassen. Auf Teneriffa werden 51 Personen wegen COVID auf Intensivstationen behandelt, auf Gran Canaria liegt ihre Zahl bei 34. 87% der Corona Fälle auf den Intensivstationen der Kanarischen Inseln sind nicht gegen COVID geimpft.

Schwarzgeld Konten von José Luis Moreno entdeckt – Der spanische Schauspieler und TV-Produzent José Luis Moreno soll im Ausland über Schwarzgeldkonten in Höhe von bis zu 900 Millionen Euro besitzen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Polizeibericht, veröffentlich in der TV-Sendung ‘Todo es verdad’ des Fernsehsenders Cuatro. Der heute 74-jährige hat in seiner Karriere mehr als 25 Fernsehserien produziert, war bei 15 Fernsehserien als Regisseur tätig und taucht zwischen 1970 und 2008 in acht spanischen Fernsehserien auf. Heute hat Moreno mit Staatsanwälten und Richtern zu tun. Sein Name wird mit Geldwäsche, Dokumentenfälschung und Drogenbanden in Verbindung gebracht. Seit drei Jahren ermitteln die Behörden gegen José Luis Moreno, sein Vermögen im Ausland wird auf 400 bis 900 Millionen Euro geschätzt.

HiperDino und Endesa X bauen größte Photovoltaikanlage der Kanarischen Inseln – 2.052 Photovoltaik Module hat die Supermarktkette HiperDino auf dem Dach des Logistikzentrums bei Telde auf Gran Canaria installiert. Das Sonnenkraftwerkt sorgt für bis zu 720 Kilowatt Strom und für 1.000 Tonnen weniger CO² Ausstoß pro Jahr. Auch finanziell rechnet sich die Investition: 80.000 Euro Energiekosten werden durch die Photovoltaik Module auf dem Dach des Logistikzentrums pro Jahr eingespart. Damit amortisieren sich die Investitionskosten von 600.000 Euro innerhalb von acht Jahren – bereits im neunten Jahr werden nicht nur 1.000 Tonnen CO² durch das Logistikzentrum weniger ausgestoßen, auf der Habenseite des Unternehmens stehen auch 80.000 Euro Gewinn durch die Produktion von regenerativer Energie.

Mutter schließt Kind im eigenen Auto ein – Am Strand von Famara auf Lanzarote war gestern die Feuerwehr im Einsatz. Eine Mutter hatte sich selbst aus ihrem Auto ausgeschlossen, der Schlüssel lag auf dem Beifahrersitz. Im Auto ihre zweijährige Tochter. Die Beamten, die zu Hilfe gerufen worden sind, konnten die Fahrertür des Autos aufbrechen. Verletzt worden ist bei dem Vorfall niemand, es entstand Sachschaden am Auto der Mutter.

9 von 10 Spaniern unzufrieden mit Steuerlast – Zu hohe Steuern und zu wenig Service. Neun von zehn Spaniern sind unzufrieden mit dem was sie für ihre hohe Steuerlast zurückbekommen. Nur 5% der Befragten innerhalb der Untersuchung, durchgeführt vom soziologischen Untersuchungszentrum in Madrid, kurz CIS, ist der Meinung mehr vom Staat zu erhalten, als er mit seiner Steuerschuld bezahlt. Zwei Drittel fühlen sich vom Staat ungerecht behandelt und glauben für die bezahlten Forderungen des Staates weniger Gegenleistungen zu erhalten. Zusätzlich sind fast alle der Meinung das die Steuerlast nicht von den Reichsten im Land getragen wird, sondern die, die am wenigsten Einkommen haben auch am meisten bezahlen. Nur 23% der Befragten glaubt das die Regierung ausreichend gegen Schwarzgeld und Steuerhinterziehung vorgeht, mehr als die Hälfte der Befragten glaubt das Gegenteil ist der Fall.

 

04.08.2021

Gefängnis unter Quarantäne – 76 Insassen des Gefängnisses bei Juan Gran auf Gran Canaria sind positiv auf Corona getestet worden. Jetzt steht der gesamte Komplex unter Quarantäne. Heute sollen Angestellte und Mitarbeiter getestet werden. Laut einer Pressemeldung sind alle Insassen gegen COVID geimpft, bisher zeigt keiner der positiv getesteten Personen Krankheitssymptome. Es ist das zweite Mal, dass das Gefängnis unter Quarantäne gestellt wird. Im September letztes Jahr sind im Bereich der weiblichen Häftlinge 30 Frauen positiv auf Corona getestet worden.

33% des gesamten Energiebedarfs durch Windkraft erzeugt – Die Wind- und Sturmböen der letzten Tage haben auf Gran Canaria für so viel Windenergie gesorgt, dass die Generatoren ein Drittel des gesamten Energiebedarfs der Insel abdecken konnten. Zwischen dem 30. Juli und dem 2. August haben die Windkraftwerke der Insel im Durchschnitt 465 Megawatt Strom erzeugt. In den letzten fünf Jahren hat die Region Kanarische Inseln ihre Windenergie verdreifacht – auf Gran Canaria sind 2017 noch 86 MW Windenergie erzeugt worden, heute sind es 242 MW, auf Teneriffa waren es vor fünf Jahren noch 37 MW die durch Windgeneratoren erzeugt worden sind, heute sind es 240. Auf Lanzarote und Fuerteventura sind vor fünf Jahren nur 22 MW Energie durch Windkraft erzeugt worden, heute sind es ebenfalls 240 MW.

100 Sternschnuppen pro Stunde – Wer sie noch nie beobachtet hat, sollte sich zwischen dem 11. und 14. August eine Nacht aussuchen und sie nach Möglichkeit weit ab von Lichtverschmutzung in der Natur verbringen – immer vorausgesetzt der Nachthimmel ist weitestgehend wolkenlos. Theoretisch hat der Preiseden Regen bereits begonnen. Jedes Jahr sorgt der Komet Swift-Tuttle, wenn er sich der Umlaufbahn der Erde nähert, zwischen dem 17. Juli und dem 24. August für tausende und abertausende Sternschnuppen am Nachthimmel. Dieser Perseiden Regen ist zwischen dem 12. August und dem 14. August in diesem Jahr besonders intensiv. Für alle die die dieses beeindruckende Spektakel am kanarischen Nachthimmel verpassen bietet die Webseite sky-live.tv einen Video-Stream, um den Perseiden Regen nachträglich zu beobachten.

Energie wird bis zu 505 Euro teurer – Seit fünf Wochen gilt in Spanien ein neuer Modus bei der Berechnung des Stromverbrauches. Obwohl die Mehrwertsteuer bei Stromrechnungen von der Regierung von 21% auf 10% gesenkt wurde, stehen am Ende des Jahres bis zu 300 Euro mehr auf der Rechnung, als vor der Tarifumstellung. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherschutzorganisation OCU. Sie hat innerhalb eines Models die beiden Stromtarife miteinander verglichen. Bei gleichem Konsumverhalten müssen Verbraucher in diesem Jahr bereits rund 140 Euro mehr für den Stromverbrauch bezahlen. Dazu kommen gestiegene Preise für Gas, Benzin und Diesel. Zusammengerechnet entfallen auf diese Energiefaktoren in diesem Jahr rund 500 Euro mehr als 2020.

Drohnen für Verkehrsüberwachung – Die spanische Verkehrsbehörde setzt bei der Überwachung im Straßenverkehr mit Erfolg auf Drohnen. Auf den Kanarischen Inseln sind drei der mit Kameras ausgestatteten Fluggeräte im Einsatz. Im letzten Jahr verfügte die Dirección General de Tráfico in ganz Spanien über 11 Drohnen zur Überwachung, aktuell setzt der DGT 39 Drohnen täglich ein. Zwei Beamte sind mit dem Fluggerät in einer Höhe von 120 Metern über den Straßen verbunden – ein Beamter steuert die Drohne, ein zweiter steuert die Kamera. Gestochen scharfe Bilder gibt es nicht nur bei zu hoher Geschwindigkeit, besonders effektiv ist die Überwachung aus der Höhe bei der Erfassung von Handynutzern am Steuer.

 

03.08.2021

Mehr Badeunfälle – 27 tödliche Badeunfälle auf den Kanarischen Inseln zwischen Januar und Juli, 23% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. 2020 sind im gleichen Zeitraum 22 Personen beim Baden ums Leben gekommen. Die Daten stammen von der Plattform ‘Canarias, 1500 Km de Costa’. 75% der tödlichen Unfälle in diesem Jahr wären vermeidbar gewesen, mehr als zwei Drittel fanden an Stränden und in Situationen statt, in denen mit der roten Flagge am Strand die Gefahr sichtbar war. Weiterhin sind es in erster Linie Männer, die die Gefahren des Atlantiks unterschätzen. Zwei Drittel der Opfer stammen aus dem Ausland und waren im Urlaub auf dem Archipel, in der Hauptsache stammen sie aus Deutschland.

Präsidentenfamilie morgen auf Lanzarote – Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez wird morgen mit seiner Familie im Feriendomizil La Mareta auf Lanzarote erwartet. Ab dem 4. August wird die Präsidentenfamilie mit ihrem Hund in La Mareta bei Costa Teguise ihren Sommerurlaub verbringen. Das 30.000 m² große Anwesen das 1989 vom König von Jordanien Spanien als Geschenk übergeben worden ist. Mit den 10 Bungalows, Pools, Tennisplätzen und Fitnessstudio entspricht es eher einer Ferienanlage. Es ist das dritte Mal, das Sanchez mit seiner Frau und den beiden Kindern auf Lanzarote Urlaub macht. Das Anwesen in Almeria, das sich im Privatbesitz der Familie befindet, kann Sanchez aus Sicherheitsgründen nicht als Urlaubsdomizil nutzen.

Fünte Welle auf dem Rückzug – Auf den Kanarischen Inseln verliert die fünfte Corona Welle langsam an Kraft, die Zahl der Neuinfizierten ist in den letzten fünf Tagen um 10 Prozentpunkte zurück gegangen. Für Entspannung in den Krankenhäusern ist es noch zu früh – 80% der Infizierten, die im Krankenhaus behandelt werden, sind mit der Delta Variante des Corona Virus infiziert. Die Intensivstationen auf dem Archipel sind zu 20% mit COVID Patienten belegt. Am größten ist der Engpass auf Teneriffa zu spüren, dort sind ein Drittel der verfügbaren Betten mit Corona Patienten belegt. Die 7-Tage Inzidenz liegt auf den Kanarischen Inseln heute bei 247.

Perseiden Regen – Perseiden Regen oder auch „Lagrimas de San Lorenzo“ sind für Fans von Sternschnuppen ein absolutes Muss. Zu kaum einer anderen Jahreszeit sind am Nachthimmel über den Kanarischen Inseln mehr verglühende Himmelskörper sichtbar als zu den Perseiden. Wegen des wachsenden Halbmondes wird rund um den 13. August die Lichtintensität des Mondes nur bei rund 48% liegen, weswegen die Sternschnuppen, die der Perseiden Regen jedes Jahr mit sich bringt, besonders gut sichtbar sein. Einzige Voraussetzung: ein wolkenloser Himmel.  Grund für den Sternschnuppenregen, der im August besonders intensiv beobachtet werden kann, ist ein Komet mit dem Namen Swift-Tuttle. Auf seiner Umlaufbahn verliert er ständig Material, dass immer Mitte August auf die Umlaufbahn der Erde trifft. Die Sternschnuppen des Perseiden Regens, in Spanien als Lagrimas de San Lorenzo bekannt, werden in den Nächten vor und nach dem 13. August mit bloßen Augen am Nachthimmel beobachtet werden können.

Ohne Impftermin für alle ab 12 – Auf Gran Canaria und Teneriffa hat das Gesundheitssystem damit begonnen alle Residenten ab 12 Jahren ohne Impftermin gegen COVID zu immunisieren. In verschiedenen Impfzentren der Insel gibt es für die Impfung ohne Termin feste Zeiten. Bei Infecar zwischen 15.30 a 18.00 Uhr. Im Universitätskrankenhaus Dr. Negrín auf Station IV zwischen 11.00 und 19.00 Uhr. Im Stadion Terrero de Lucha de Pedro Hidalgo von 09.00 bis 13.00 Uhr. In ExpoMeloneras von 15.30 bis 18.00 Uhr. Im Pabellón Juan Vega de Mateos in Galdár von 12.00 bis 14.00 Uhr. Im Centro de Salud de Escaleritas von 12.30 bis 14.00 Uhr. In allen genannten Impfzentren ist zu den angegebenen Zeiten für alle Residenten der Kanarischen Inseln älter als 12 Jahre eine Corona Impfung ohne Impftermin möglich. Notwendig dafür ist die Karte des Gesundheitssystems und ein Ausweis.

 

02.08.2021

Kontaktverfolgung am Limit – In der fünften Welle der Corona Pandemie ist die Kontaktverfolgung auf den Kanarischen Inseln überlastet. Das liegt nicht nur an fehlendem Personal – Grund dafür ist vor allem das Sozialverhalten der Bevölkerung. Im Februar lag, auch wegen des Alarmzustandes, die Zahl der täglichen sozialen Kontakte bei drei bis vier. Heute müssen die Kontaktverfolger zehn und mehr Personen kontaktieren im Falle einer Corona Erkrankung. Das bedeutet bei 400 Neuinfektionen müssen 4.000 Personen informiert werden. Grundsätzlich gilt auf den Kanarischen Inseln, für Personen die mit einer auf Corona positiv getesteten Person Kontakt hatten, Quarantäne bis ein negatives Testergebnis vorliegt. Die 7-Tage Inzidenz liegt auf dem Archipel heute bei 246,15, der R(t) Wert bei 1,12. Die Kapazität in den Krankenhäusern wegen COVID ist zu 6% ausgelastet, die Intensivstation zu 17,54%.

Tourismussektor mit Optimismus – Einer Zahlenanalyse des kanarischen Statistikinstituts zufolge lag die Auslastung von Hotels und Appartementanlagen im Juni bei 33%, für den August erwarten die Hotelbetreiber eine Auslastung von 44% und für den September liegen die Prognosen bei einem Anteil von 40%. Das ist immer noch sehr weit entfernt von den Ergebnissen der Sommermonate 2019, die Zahl der Bettenbelegungen stimmt die Betreiber aber trotzdem optimistisch. Dafür sorgt in erster Linie der nationale Tourismusmarkt. Die Zahl der Gäste aus Frankreich, Italien, Holland, Irland, Österreich oder Deutschland ist nur moderat in den letzten Wochen angestiegen.

Fuerteventura bietet finanzielle Hilfe –Gute Nachrichten für Selbständige und Unternehmen auf Fuerteventura. Das Cabildo der Insel unterstützt mit bis zu 6.000 Euro Selbständige und mit bis zu 30.000 Euro kleine und mittlere Unternehmen. Die Entscheidung für die Subventionen kommt spät, die Hilfen sollen aber schnell und ohne monatelange Prüfung ausbezahlt werden. Das Geld soll Mehrkosten und notwendige Investitionen wegen den neuen Hygiene- und Abstandsregeln kompensieren, aber auch verlorenes Auftragsvolumen und geringere Umsätze ausgleichen. Die Entscheidung für den Hilfsfond war laut einer Sprecherin der Inselregierung wichtig, um dem auf der Insel seit Beginn der Pandemie aufgetretenem Unternehmenssterben entgegen zu wirken. Anträge auf finanzielle Unterstützung können ab heute beim Cabildo von Fuerteventura gestellt werden.

Selbstbestimmter Suizid – Realität auf den Kanaren – In Deutschland ist der Begriff „Euthanasie“ historisch negativ behaftet, in Spanien bedeutet „Eutanasia“ den gesetzlich legalen Weg zum selbstbestimmten Suizid. Unheilbar erkrankte Personen erhalten auf diesem Weg professionelle Hilfe und Unterstützung, um ihrem Leben ein geplantes und würdevolles Ende zu setzten. Auf den Kanarischen Inseln haben seit der Gesetzesänderung drei Personen einen entsprechenden Antrag gestellt. Die Regionalregierung hat auf ihrer Internetseite innerhalb einer eigens dafür eingerichteten Kategorie alle Informationen und notwendigen Anträge für einen selbstbestimmten Suizid zusammengetragen. Seit 2020 ist in Spanien ein selbstbestimmter Suizid legal und wird nach Prüfung vom Gesundheitssystem begleitet und unterstützt. Voraussetzung ist eine unheilbare Krankheit die die betroffene Person in ihrem Lebensumfeld in einer unzumutbaren Weise einschränkt. Der Antrag auf Eutanasia muss vor Bewilligung von zwei unabhängigen Ärzten und von einem dafür zuständigen Komitee überprüft werden.

Ansteckungen vor allem unter 20- bis 29-jährigen – Jeder fünfte Corona Infizierte auf den Kanarischen Inseln ist unter 30 Jahre alt. Zwei Drittel des Inzidenzwertes belegen Menschen unter 40 Jahren. Das war mal anders. Bis vor wenigen Wochen waren es vor allem die über 65-jährigen die wegen COVID-19 besonders geschützt werden sollten, diese Altersgruppe hat über viele Monate hinweg die Krankenhausbetten auf den Kanaren belegt. Seit dem 9. Mai hat sich dieser Trend umgekehrt. Ein Grund dafür könnte die hohe Impfquote bei der älteren Generation sein, bei den über 65-jährigen gelten mehr als 85% als geimpft, bei den unter 40-jährigen liegt dieser Wert bei rund 33%. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute auf den Kanarischen Inseln bei 246, dabei ist Teneriffa mit einer Inzidenz von 302,5 in den letzten sieben Tagen Spitzenreiter – auf Gran Canaria liegt dieser Wert heute bei 247,33, auf Lanzarote bei 71,88 und auf Fuerteventura bei 202,12. 404 COVID Patienten werden stationär in Krankenhäusern behandelt, davon 84 auf Intensivstationen.

 

30.07.2021

E-Roller Service in Las Palmas – Die Inselhauptstadt von Gran Canaria erhält den ersten öffentlichen e-Roller Service der Kanarischen Inseln. In die Wege leiten wird das Sitycleta, das Unternehmen das bereits seit 2018 erfolgreich Fahrräder und e-Bikes an 42 Stationen in Las Palmas verleiht. Mit der bereits vorhandenen Infrastruktur sollen an 40 Stationen vor Sommer 2022 320 e-Roller zur Verfügung stehen. Das Geld dafür kommt zum Teil von der Regionalregierung und vom Cabildo der Insel. Das Ausleihen der e-Roller funktioniert genauso wie der bereits seit 2018 einwandfrei funktionierende Service für Fahrräder und e-Bikes. Kunden können entweder einen monatlichen Beitrag zahlen oder ihnen wird für jedes Ausleihen ein Betrag vom hinterlegten Guthaben abgezogen. Dabei können e-Roller, Fahrräder und e-Bikes an einer der gewünschten Ausleihstationen der Stadt angemietet und an einer anderen abgegeben werden. Über eine Smartphone-App kann in Echtzeit die verfügbare Zahl von Fortbewegungsmitteln der jeweiligen Ausleihstation abgerufen werden.

Sanchez macht Urlaub auf Lanzarote – Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez wählt mit seiner Familie Lanzarote als Urlaubsdomizil. Ab dem 4. August wird die Präsidentenfamilie mit ihrem Hund in La Mareta bei Costa Teguise erwartet. Das 30.000 m² große Anwesen das 1989 vom König von Jordanien Spanien als Geschenk übergeben worden ist. Mit den 10 Bungalows, Pools, Tennisplätzen und Fitnessstudio entspricht es eher einer Ferienanlage. Es ist das dritte Mal, das Sanchez mit seiner Frau und den beiden Kindern auf Lanzarote Urlaub macht. Das Anwesen in Almeria, das sich im Privatbesitz der Familie befindet, kann Sanchez aus Sicherheitsgründen nicht als Urlaubsdomizil nutzen.

Fuerteventura barrierefrei – Die Strände Gran Tarajal, Tarajalejo und Las Playitas sind barrierefrei und spenden an neuralgischen Punkten Schatten. Dafür hat Gemeinde Tuineje auf Fuerteventura gesorgt und mehrere tausend Euro investiert. Personen mit eingeschränkter Mobilität können sich an jedem der drei Strände jeweils über einen Holzsteg über den Sand bis zur Wasserkante bewegen. Für einen längeren Aufenthalt am Strand bieten neben den befestigten Wegen schattenspende Pergolas Schutz vor der Sonne. Die Gemeinde Tuineje auf Fuerteventura hat 2021 an keinem Strand eine Blaue Flagge erhalten – mit dem Gütesiegel werden jedes Jahr Strände in Spanien und auf der ganzen Welt ausgezeichnet. Im kommenden Jahr steht mit den barrierefreien Zugängen einer blauen Flagge nichts mehr im Wege.

Gericht kassiert auch COVID Zertifikate für Restaurantbesuche – Ursprünglich sollten auf Teneriffa alle Bürger für einen Restaurant-, Kino oder Fitnessstudiobesuch ein COVID Zertifikat präsentieren. So hatte es die Regionalregierung für Inseln geplant, die sich auf Corona-Warnstufe IV befinden. Auch diesen gut gemeinten Vorstoß zur Eindämmung von Inzidenzen während der Pandemie hat der Oberste Gerichtshof kassiert. Genauso wie bereits dreimal zuvor den Vorstoß einer nächtlichen Ausgangssperre. Genauso wie die verordneten Schließungszeiten zwischen 0.00 Uhr und 6.00 Uhr von Bars. Beim Thema COVID Zertifikat argumentiert das Gericht in seiner Entscheidung mit einer Verletzung des Datenschutzes, wenn mit dem Zertifikat persönliche Daten präsentiert werden müssen, beim Thema Schließungszeiten für die Gastronomie fehlt dem Gericht die Argumentation, warum die Ansteckungsgefahr nachts größer ist als tagsüber.

Hälfte der Bevölkerung geimpft – Die Impfquote in Spanien liegt heute bei 56,4%. Mehr als die Hälfte aller in Spanien lebenden Personen gelten als komplett geimpft gegen COVID. 70% der Bevölkerung in Spanien haben mindestens eine der zwei Impfdosen bereits erhalten. Damit ist das angestrebte Ziel, bis Ende des Monats 70% der Bevölkerung durch zu impfen zwar verfehlt – trotzdem kann sich das Ergebnis sehen lassen. Zu verdanken ist das nicht nur der Regierung und dem Gesundheitssystem, auch die Bürger Spaniens zeigen sich dem Thema Corona Impfung deutlich weniger abgeneigt als das in anderen europäischen Ländern der Fall ist. Das neue Datum für die 70%ige Impfquote in Spanien ist der 31. August. Der Hochrechnung zufolge, die die Impfgeschwindigkeit der letzten Monate berücksichtigt, werden bereits am 26. August 70% der Bürger Spanien gegen Corona geimpft sein.

 

29.07.2021

Perseiden Regen – Perseiden Regen oder auch „Lagrimas de San Lorenzo“ sind für Fans von Sternschnuppen ein absolutes Muss. Zu kaum einer anderen Jahreszeit sind am Nachthimmel über den Kanarischen Inseln mehr verglühende Himmelskörper sichtbar als zu den Perseiden. Wegen des wachsenden Halbmondes wird rund um den 13. August die Lichtintensität des Mondes nur bei rund 48% liegen, weswegen die Sternschnuppen, die der Perseiden Regen jedes Jahr mit sich bringt, besonders gut sichtbar sein. Einzige Voraussetzung: ein wolkenloser Himmel.  Grund für den Sternschnuppenregen, der im August besonders intensiv beobachtet werden kann, ist ein Komet mit dem Namen Swift-Tuttle. Auf seiner Umlaufbahn verliert er ständig Material, dass immer Mitte August auf die Umlaufbahn der Erde trifft. Die Sternschnuppen des Perseiden Regens, in Spanien als Lagrimas de San Lorenzo bekannt, werden in den Nächten vor und nach dem 13. August mit bloßen Augen am Nachthimmel beobachtet werden können.

Neue Regelung bei Unfällen im Straßenverkehr – Seit dem 1.Juli können Autofahrer in Spanien neben den bekannten Warndreiecken auch sogenannte Signalleuchten bei Unfällen im Straßenverkehr einsetzen. Grund dafür ist ein neues Verkehrsgesetz. Auf Straßen mit nur einer Fahrtrichtung wie zum Beispiel Autobahnen oder Straßen mit mehreren Fahrspuren in beide Richtungen, ist das Betreten der Fahrstreifen und auch des Randstreifens verboten. Somit ist auch das Aufstellen von Warndreiecken, mindesten 50 Meter von der Unfallstelle entfernt, nicht immer möglich – Beispiel Tunnel oder Unterführungen. In diesen Fällen reicht eine Positionsleuchte, die gut sichtbar auf dem Autodach angebracht wird, als Warnhinweis für andere Verkehrsteilnehmer aus. Die Signalleuchten sind, ohne aus dem Auto zu steigen, durchs Fenster auf dem Autodach platzierbar. Das sogenannte „Help Flash“ oder auch V-16 genannt ist zertifiziert und an Tankstellen oder Geschäften für Autozubehör erhältlich. Die Warndreiecke bleiben noch bis 2026 erlaubt, danach sind nur noch Signalleuchten bei Unfällen im Straßenverkehr einsetzbar.

Naviera Armas mit neuem, schnellem Katamaran – Für die Fährverbindung zwischen Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife konkurrieren jetzt Naviera Armas und Fred Olsen nicht nur beim Preis. Auch bei der Zeit sind beide Reedereien jetzt gleich auf. Naviera Armas wird ab August den neuen Katamaran «Volcán de Taidía» auf dieser Strecke einsetzen. Es ist das Modernste was die Welt der Fährschiffe aktuell zu bieten hat. 111 Meter lang, Platz für 1.184 Passagiere und 215 Fahrzeuge und einer Höchstgeschwindigkeit von 34 Knoten, umgerechnet 63 Km/h.

Steigende Armut – Auf den Kanarischen Inseln leben 335.000 Personen unterhalb der Armutsgrenze – das entspricht knapp 16% der Bevölkerung. Topwert in Spanien. 280.000 weitere Einwohner sind von Armut bedroht. Auch dieses Ergebnis ist in keiner anderen spanischen Autonomie zu finden. Ein Trend der sich trotz sinkender Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln fortsetzt. Die Analyse von FOESSA hat es in sich und ist belastbar: untersucht worden sind im Gegensatz zur Analyse der Caritas statt drei Indikatoren 35. Darunter Wohnsituation, Gesundheit, Bildung, soziales Umfeld oder politische Teilnahme. Der Bericht von FOESSA zeigt die Folgen von Corona und Wirtschaftskrise im sozialen Bereich deutlich auf. Ein Drittel der kanarischen Bevölkerung hat entweder den Anschluss an den sozialen Standard verloren oder läuft Gefahr ihn in den kommenden Jahren zu verlieren.

Spanien hat gewählt, Papagayo hat gewonnen – Der Strand Papagayo im Naturschutzgebiet Papagayo auf Lanzarote ist unter den Wählern des Magazin Traveler.es zum besten Beach Spaniens gewählt worden. Mit dem türkis blauen Wasser, den schwarzen Lavafelsen, dem weißen Sand und dem Blick nach Fuerteventura konnte kein anderer Strand in Spanien mithalten. Die Leser des Onlinemagazins haben den Playa Papagayo deutlich vor allen anderen Stränden gewählt. Mehr Infos dazu auf Traveler.es.

28.07.2021

Ohne Impftermin für alle ab 14 – Auf Gran Canaria und Teneriffa hat das Gesundheitssystem damit begonnen alle Residenten ab 14 Jahren ohne Impftermin gegen COVID zu immunisieren. In verschiedenen Impfzentren der Insel gibt es für die Impfung ohne Termin feste Zeiten. Bei Infecar zwischen 15.30 a 18.00 Uhr. ImUniversitätskrankenhaus Dr. Negrín auf Station IV zwischen 11.00 und 19.00 Uhr.Im Stadion Terrero de Lucha de Pedro Hidalgo von 09.00 bis 13.00 Uhr. In ExpoMeloneras von 15.30 bis 18.00 Uhr. Im Pabellón Juan Vega de Mateos in Galdár von 12.00 bis 14.00 Uhr. Im Centro de Salud de Escaleritas von 12.30 bis 14.00 Uhr. In allen genannten Impfzentren ist zu den angegebenen Zeiten für alle Residenten der Kanarischen Inseln älter als 14 Jahre eine Corona Impfung ohne Impftermin möglich. Notwendig dafür ist die Karte des Gesundheitssystems und ein Ausweis.

Keine nächtliche Ausgangsperre – Zum dritten Mal ist die Regionalregierung vor Gericht wegen der geplanten nächtlichen Ausgangssperre gescheitert. Aus dem Antrag für eine Ausgangssperre zwischen 0.30 und 6.00 Uhr für Inseln mit Corona Warnstufe III oder IV geht nicht eindeutig hervor, warum die Gefahr einer Ansteckung nachts höher ist als tagsüber. Einen vierten Anlauf zum Thema Ausgangssperre wird es aller Vorrausicht nach nicht geben. Innerhalb einer aktuellen Umfrage der Tageszeitung Canarias7 zum Thema Ausgangssperre zeigt sich die Bevölkerung auf dem Archipel zweigeteilt – 49% sind für einen sogenannten „Toque de Queda“ wie ihn Spanien während des Alarmzustandes bereits erlebt hat, genauso so viele Stimmen haben gegen eine nächtliche Ausgangsperre gestimmt.

Passatwind bringt Regen mitten im Sommer – Die meteorologische Konstellation aktuell auf den Kanarischen Inseln ist eher in Wintermonaten üblich – einzig die Temperaturen lassen vermuten in welchem Monat des Jahres sich der Archipel befindet. Alle anderen Merkmale des Wetters deuten eher auf die kühlere Jahreszeit. Dafür freuen sich die Landwirte über die natürliche Bewässerung ihrer Felder von oben. Niederschlag hat es gestern überall auf den acht Inseln gegeben, abhängig von der Topografie der einzelnen Insel mehr oder weniger. Der Himmel sah dabei wie im Winter üblich aus – die nördlichen Bereiche der Inseln mit Wolken und Niederschlag, die südlichen Bereiche trocken und annähern wolkenlos. Heute im Laufe des Tages soll sich die Wetterlage ändern, ab morgen gibt es dann wieder typisches Sommerwetter im Juli.

Therapeutisches Frauenhaus eröffnet auf Gran Canaria –In Las Palmas auf Gran Canaria eröffnet das dritte therapeutische Frauenhaus auf den Kanarischen Inseln. Betreut werden suchtkranke Frauen und Mütter mit ihren Kindern die Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihre Partner ausgesetzt sind. Das Projekt ist vorerst für zwei Jahre genehmigt. 260.000 Euro Budget steht der Einrichtung für die Unterbringung und therapeutische Betreuung von betroffenen Frauen und Minderjährigen zur Verfügung. Spanien hat einen Staatsvertrag gegen geschlechtsspezifische Gewalt verabschiedet, durch die Pandemie ist die Umsetzung aber ins Stocken geraten. Im Vergleich der Länder wird aber deutlich, dass Spanien dem Thema Priorität einräumt: Während in Deutschland noch verharmlosend von „häuslicher Gewalt“, „Beziehungstat“ oder „Eifersuchtsdrama“ die Rede ist, werden in Spanien Begriffe wie „Femizid“ oder „Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt“ auf allen Ebenen verwendet, sowohl von der Politik aus auch in der Presse. Kurz vor der Verabschiedung ist in Spanien auch eine neues, härteres Gesetz für die Garantie sexueller Freiheit, innerhalb dessen sexualisierte Gewalt härter bestraft werden soll.

Neue Schule in Playa Blanca – Für Entlastung im neuen Schuljahr sorgt in der Gemeinde Yaiza auf Lanzarote das neue Colegio in Playa Blanca. 15 Klassen und 520 Schulkinder können ab September die neue Schule in Playa Blanca besuchen. Damit wird das bisher einzige Institut in der Gemeinde entlastet. Seit 2017 wird auf dem Grundstück gebaut, ob die Gebäude der Bildungseinrichtung zum neuen Schuljahr fertiggestellt und abgenommen werden, war bis vor wenigen Wochen noch völlig unklar. Jetzt hat die Gemeinde durch die Inspektoren des Bildungsministeriums grünes Licht für den Schulbetrieb 2021/2022 bekommen.

 

27.07.2021

1.660 zusätzliche Lehrkräfte – Neue, zusätzliche Unterrichtsformen und das Pandemieprotokoll schaffen auf den Kanarischen Inseln zum kommenden Schuljahr neue Arbeitsplätze für Lehrkräfte. Die Rede ist von insgesamt 1.658 zusätzlichen Pädagogen. Alleine für Vor- und Grundschule sind 21/22 knapp 600 zusätzliche Lehrkräfte vorgesehen. Für die weiterführende Schule bis hin zur Universitätsreife sollen 1.000 zusätzliche Pädagogen eingestellt werden. Das geht aus einem aktuellen Bericht hervor, publiziert in der Tageszeitung Canarias7. Das Blatt beruft sich auf eine Pressemitteilung von Manuela Armas, zuständig für die Planung des Schulunterrichts im Schuljahr 2021/2022. Änderungen gibt es auch bei der Klassenstärke und bei den Abstandsregeln – im kommenden Schuljahr werden es statt 20 Schülern pro Klasse 25 sein und die Tische stehen statt 1,5 Meter nur noch 1,2 Meter auseinander. Ab der ersten Klasse Grundschule herrscht allgemeine Maskenpflicht, wie im letzten Schuljahr.

DOLCE & GABBANA wählt Fuerteventura – Die italienische Modemarke DOLCE & GABBANA hat für die Fotos ihrer Sommerkollektion Corralejo auf Fuerteventura gewählt. Heller Sandstrand und türkisblaues Wasser ist auf den Bildern für Damenkleider und Modeaccessoires zu sehen. Die Aufnahmen stammen vom Playa del Pozo, unterhalb von Corralejo im Norden Fuerteventuras. Die Strände der Kanarischen Inseln sind in Sachen Modekollektionen „En Vogue“. Yves Saint Laurent hat für seine neue Kollektion die Dünen von Mas Palomas gewählt, auf der Kollektion von Massimo Dutti sind kanarische Vulkane im Hintergrund zu sehen.

Keine Busverbindungen nach 0.30 Uhr – Nachdem die Regionalregierung mit einer gesetzlichen Ausgangssperre wegen steigenden Inzidenzen gescheitert ist, werden nun andere Maßnahmen getroffen um die Mobilität der Bevölkerung einzuschränken. Auf Gran Canaria fahren unter der Woche zwischen 0.30 Uhr und 5.30 Uhr keine Nachtbusse mehr, von Freitag bis Sonntag ist das Nahverkehrssystem zwischen 0.00 Uhr und 6.00 Uhr eingestellt. Alleine am letzten Wochenende waren zwischen Las Palmas und Maspalomas auf Gran Canaria 25.000 Personen im Nahverkehrssystem der Insel unterwegs. Tagsüber wird die maximal zugelassene Personenzahl in Bussen auf 33% reduziert.

Pasaporte Covid jetzt auch innerhalb der Inseln notwendig – Auf den Kanarischen Inseln heißt er „Pasaporte Covid“, unter Deutschen auch bekannt unter dem Namen Impfzertifikat – das Dokument ist ab sofort notwendig für alle die auf Teneriffa Innenräume im Einzelhandel, Bars oder Restaurants aufsuchen möchten. Seit gestern gilt auf dieser Insel die höchste Corona Warnstufe. Notwendig ist auf dieser Insel entweder ein Impfzertifikat, ein negativer Schnelltest oder eine Bestätigung über eine überstandene Corona Erkrankung in den letzten sechs Monaten. Für deutsche Residenten gibt es zwei Möglichkeiten: entweder wird das Zertifikat ausgedruckt mitgeführt oder aber über die Smartphone APP miHistoria als QR Code hinterlegt und kann, wenn notwendig über das Display gescannt werden. Für den Zugriff auf die App miHistoria ist ein digitales Zertifikat für die Authentifizierung notwendig.

Ohne Impftermin für Altersgruppe ab 18 Jahren – 1.800 Impfdosen täglich werden für die Altersgruppe 18+ auf Gran Canaria und Teneriffa reserviert. Jugendliche können sich auf diesen beiden Inseln ohne Impftermin an jede Impfstation wenden um eine COVID Impfung zu erhalten. So soll möglichst schnell auch dieser Personenkreis noch bis zum 31. Juli gegen Corona geimpft werden. Damit reagiert das Gesundheitssystem auf eine aktuelle Umfrage innerhalb der Bevölkerungsschicht zwischen 18 und 39 Jahren, aus der hervorgeht, dass besonders junge Menschen Schwierigkeiten haben auf vorgegebene Impftermin zu reagieren. Deswegen gibt es jetzt feste Zeiträume: an der Impfstation INFECAR in Las Palmas werden in der Zeit zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr Jugendliche ohne Termin geimpft, im Krankenhaus Doctor Negrín zwischen 11.00 und 14.30 Uhr. Weitere Termine und Orte gibt es auf der Webseite des kanarischen Gesundheitsamtes nachzulesen.

26.07.2021

Zusätzliche Einschränkungen gelten ab heute – Die Woche beginnt in Sachen COVID und Pandemie mit zusätzlichen Einschränkungen auf den Kanaren. Auf Teneriffa gilt seit heute die höchste Corona Warnstufe, Gran Canaria wird von Stufe II auf III gesetzt, genauso wie Fuerteventura und La Palma – auf La Gomera und Lanzarote gilt Corona Warnstufe II und El Hierro bleibt auf I. Auf Teneriffa gilt die gleiche maximale Personenzahl für Treffen und Versammlungen wie auf Stufe III, allerdings mit dem Zusatz jeweils einen Impfnachweis oder ein negatives Testergebnis präsentieren zu müssen um Restaurants oder Bars zu besuchen. Der Einzelhandel, Bars, Restaurants etc. schließen auf Teneriffa um 18.00 Uhr. Die maximal zugelassene Personenzahl in allen Räumen und Terrassen sowie Sporteinrichtungen ist auf 33% der maximal zugelassenen Personenzahl beschränkt. Die gleichen Beschränkungen gelten auf für Gran Canaria, Fuerteventura und La Palma – allerdings mit dem Unterschied, das auf diesen Inseln kein COVID-Zertifikat notwendig ist um Restaurants oder Bars zu besuchen. Auch die Öffnungszeiten bleiben unverändert bei 0.00 Uhr.

Acht Tonnen Melonen in 48 Stunden verkauft – Sergio Rodríguez saß bis vor wenigen Tagen auf einer Wassermelonenernte von 8.000 Kilogramm. Der Landwirt aus Tejina auf Teneriffa sah sich mit einem ernüchternden Trend konfrontiert: die Supermarktketten bevorzugen Wassermelonen vom spanischen Festland oder aus Marokko. In einem Video in den sozialen Netzwerken hat er die Bewohner auf Teneriffa aufgefordert Wassermelonen beim ihm zu kaufen. Nach drei Tage und hunderten neuen Kunden zusätzlich sind acht Tonnen Wassermelonen abverkauft. Das Video ist tausende Male geteilt worden. Die Bilder in der Tageszeitung Canarias7 zeigen mehrere Dutzend Kunden in einer langen Schlange vor dem Straßenerkauf von Sergio Rodríguez. Anders als die Philosophie der Supermarktketten, bevorzugen zumindest die Bürger auf Teneriffa lokale Produkte.

Der teuerste Sommer ever –Spanien sieht sich mit einer Inflation konfrontiert, die seit der Wirtschaftskrise nicht mehr so stark gestiegen ist. Zwischen Mai und Juni sind die Preise im Durchschnitt um 2,7% gestiegen. Davon betroffen sind so gut wie alle Bereiche: Strom, Kraftstoff, Baumaterial, Lebensmittel und Konsumgüter. Die Verbraucherschutzorganisation OCU prognostiziert in ihrer aktuellen Analyse der Preisveränderungen in Spanien 505 Euro Mehrkosten pro Familie pro Jahr alleine in der Energieversorgung. Die gestiegenen Preise sind auf drei Faktoren zu reduzieren: Rohstoffpreise die es so noch nie gab, gestiegene Energie- und Kraftstoffpreise und die neue, teurere Kostenstruktur auf dem maritimen Transportweg – ein Seecontainer von China nach Europa kostet aktuell 12.000 Dollar. Im Januar 2020 lag der Preis dafür bei 2.000 Dollar.

Ist der Urlaub in Spanien sicher? – Mit dieser Frage beschäftigen sich nach der Entscheidung des RKI hundetausende Bürger in Deutschland und mindestens genauso viele in Spanien, die in der Tourismusbranche tätig sind. Ab morgen müssen ungeimpfte deutsche Urlauber bei ihrer Rückkehr wieder mindestens fünf Tage in Quarantäne. Fakt ist, dass 85% der spanischen Bevölkerung bereitskomplett gegen Corona geimpft ist. Verantwortlich für die hohen Inzidenzwerte in Spanien ist in erster Linie die jüngere, bisher ungeimpfte Bevölkerungsschicht – die 7-Tage Inzidenz liegt bei den 20- bis 29-jährigen in Spanien bei 1884. Auch die Krankenhauskapazitäten sind nur gering belastet, die Auslastung der Intensivbetten liegt in Spanien bei 14%. Für deutsche Urlauber mit einer COVID-Impfung ändert auch die aktuelle Einstufung Spaniens als Hochrisikogebiet nichts an einem geplanten Urlaub. Nicht Geimpfte können bei ihrer Rückkehr die verordnete Quarantäne nach fünf Tagen mit einem negativen Testergebnis beenden.

The Eternals ab November im Kino – Fuerteventura ist im neuen Trailer von Marvel Studios zum Blockbuster „The Eternals“ unschwer zu erkennen. Die Dreharbeiten sind auf der Insel letztes Jahr im Februar abgeschlossen worden. Neben Angelina Jolie waren auch Selma Hayek, Richard Madden oder Gemma Chan zu den Dreharbeiten auf Fuerteventura. Der Trailer zum Film ist vor wenigen Stunden veröffentlicht worden. In die Kinos kommt The Eternals ab November 2021.

 

23.07.2021

Gran Canaria auf Warnstufe III – Auf Gran Canaria wird wegen steigender Inzidenzen die Corona Warnstufe angepasst. Ab Montag gelten neue zusätzliche Beschränkungen und nicht wie bisher gemeldet bereits heute. Während Teneriffa auf Warnstufe IV gesetzt wird, gilt auf Gran Canaria ab Montag Warnstufe III. Auch auf Lanzarote und Fuerteventura wird die Corona Warnstufe angepasst. In den letzten 24 Stunden gab es auf den Kanarischen Inseln mehr als tausend Neuinfektionen. Während auf Teneriffa mit Warnstufe IV nur noch mit einem negativen Covid Test Restaurants und Bars mit maximal zwei Personen gemeinsam besucht werden können, gibt es auch auf Gran Canaria Änderungen bei den Einschränkungen: Eingeladen werden können nur noch maximal drei Personen, die im selben Haushalt lebenden Personen zählen nicht zur maximalen Personenzahl von vier dazu. Die Gastronomie schließt spätestens um 0.00 Uhr. Die Regionalregierung versucht weiterhin auf gerichtlichem Weg eine nächtliche Ausgangsbeschränkung durch zusetzten, diese gilt aber bisher nicht.

22.07.2021

Fünfte Corona Welle rollt weiter – 436 neue Coronainfizierte auf Teneriffa, auf Gran Canaria waren es in den letzten 24 Stunden 306 neue Infizierte. Die Intensivbetten auf den Kanarischen Inseln sind zu 10% mit Corona Patienten belegt. Es ist die fünfte Corona Virus Welle die der Archipel seit Beginn der Pandemie durchlebt. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute bei 209,66. Corona Warnstufe III gilt auf Teneriffa und Fuerteventura, auf Gran Canaria gilt Corona Warnstufe II genauso wie auf La Palma. El Hierro und Lanzarote sind auf Corona Warnstufe I.

Sturmwarnung – Der Wetterdienst AEMET hat für die Kanarischen Inseln eine Sturmwarnung ausgegeben. Es wird mit bis zu vier Meter hohen Wellen an den Küsten und mit Sturmböen von bis zu 70 Kilometer pro Stunde gerechnet. Die Sturmwarnung gilt ab heute 0.00 Uhr bis Freitagabend 0.00 Uhr. Betroffen davon sind die Inseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote sowie Teneriffa und La Gomera.

Erdbeben bei La Palma – Im Norden von La Palma hat gestern der Meeresgrund gebebt. Das Epizentrum lag rund 200 Kilometer nördlich der Küste von Puntagorda. Es war das fünfte Beben in den vergangenen drei Tagen in diesem Bereich und das 16. Beben innerhalb der letzten 10 Tage. Auch von diesem Beben geht keine Gefahr für die Bevölkerung aus und gehört auf einem Archipel vulkanischen Ursprungs zur Normalität.

Weinroute auf Gran Canaria – Es ist die erste offizielle Weinroute auf den Kanarischen Inseln und die 33. Weinroute in Spanien – nach drei Jahren Arbeit hat das Cabildo von Gran Canaria die Zertifizierung der spanischen Vereinigung der Weinstädte erhalten. Keine andere kanarische Insel hat diese Auszeichnung bisher erhalten, bzw. beantragt. 10 Bodegas sind auf der interaktiven Karte auf der Webseite zu finden. Vorgeschlagen wird den Besuchern je nach Zeit und Fortbewegungsmittel eine personalisierte Route durchs Weinanbaugebiet der Insel. Mehr Infos dazu auf rutadelvinograncanaria.org.

Zwei Geschwindigkeitsradare auf Gran Canaria und Teneriffa sorgen für 27.000 Bußgeldbescheide – Sie sind fest eingebaut und messen seit Jahren die Geschwindigkeit von Fahrzeugen auf Teneriffa und Gran Canaria. Trotzdem sorgen sie für den größten Umsatz bei Bußgeldbescheiden im Spanienweiten Vergleich. Obwohl eigentlich jedem Autofahrer auf der GC-1 und auf der TFE-1 bekannt sein müsste ab welchem Kilometer Fotos wegen zu hoher Geschwindigkeit gemacht werden, haben im letzten Jahr 27.000 Autofahrer auf den Kanarischen Inseln Post von der Verkehrsbehörde erhalten. 73-mal pro Tag überschreiten Verkehrsteilnehmer an diesen beiden fest verbauten Radargeräten die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Insgesamt waren in Spanien im letzten Jahr, trotz Lock-Down und Ausgangsbeschränkungen, 2.5 Millionen Autofahrer zu schnell unterwegs.

 

21.07.2021

Ohne Impftermin für Altersgruppe ab 18 Jahren – 1.800 Impfdosen täglich werden für die Altersgruppe 18+ auf Gran Canaria und Teneriffa reserviert. Jugendliche können sich auf diesen beiden Inseln ohne Impftermin an jede Impfstation wenden um eine COVID Impfung zu erhalten. So soll möglichst schnell auch dieser Personenkreis noch bis zum 31. Juli gegen Corona geimpft werden. Damit reagiert das Gesundheitssystem auf eine aktuelle Umfrage innerhalb der Bevölkerungsschicht zwischen 18 und 39 Jahren, aus der hervorgeht, dass besonders junge Menschen Schwierigkeiten haben auf vorgegebene Impftermin zu reagieren. Deswegen gibt es jetzt feste Zeiträume: an der Impfstation INFECAR in Las Palmas werden in der Zeit zwischen 16.00 Uhr und 18.000 Uhr Jugendliche ohne Termin geimpft, im Krankenhaus Doctor Negrín zwischen 11.00 und 14.30 Uhr. Weitere Termine und Orte gibt es auf der Webseite des kanarischen Gesundheitsamtes nachzulesen.

Fuerteventura Smart – Auf der Insel wird mit einem neuen Technologie Park ein Schritt in Richtung Smart Control gemacht. 4,2 Millionen Euro sollen in den kommenden 34 Monaten in Los Estancos, nordwestlich von der Inselhauptstadt Puerto del Rosario investiert werden. Nach Fertigstellung können Füllstände in den Müllcontainern oder die Straßenbeleuchtung kontrolliert werden. Per Sensoren werden sowohl bei Glas-, Papier- und Gelber-Tonne gemeldet, wann ein Container gegen einen leeren ausgetauscht werden sollte. Bei der Straßenbeleuchtung wird nur in den Bereichen hell erleuchtet, in denen sich auch Personen bewegen. Das Projekt „Fuerteventura Open Island“ wird gemeinsam mit der Europäischen Union und Red.es finanziert und soll die Grundlage für weitere smarte Technologien auf Fuerteventura schaffen.

15% Rückgang beim Sommerschlussverkauf – Canarios waren bei den aktuellen Rebajas deutlich weniger aktiv, als 2019 vor der Pandemie. Der Einzelhandel meldet einen Rückgang von 15% im Vergleich zum gleichen Zeitraum vor zwei Jahren. Es war laut dem Verband der Einzelhändler zusammen mit den Rebjajas im letzten Jahr der untypischste Sommerschlussverkauf in der Geschichte. Bei einer Analyse der einzelnen Geschäftsbereiche im Einzelhandel zeigen sich aber unterschiedliche Tendenzen. Während im Textilbereich die Einbrüche dramatisch sind, haben andere Bereiche deutlich mehr verkauft als im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Positive Zahlen meldet MediaMarkt oder Ikea, also Bild und Ton oder Möbel und Sofa. Ebenfalls mehr verkauft haben Baumärkte wie Leroy Merlin: Do-It-Yourself Projekte sind in den letzten Wochen in den Haushalten deutlich mehr realisiert worden, als noch 2019.

690.000 zusätzliche Photovoltaik Module – Auf Gran Canaria befinden sich zusätzlich zu den bereits bestehenden 76 Sonnen-Energie-Parks im Bau. Ein Großteil wird in den Gemeinden Agüimes, San Bartolomé de Tirajana und Telde erstellt. Ihre Energieleistung übertrifft zusammengerechnet die Leistung des Wasserkraftwerkes Chira-Soria. 203 Megawatt Strom liefern die Photovoltaikmodule insgesamt, Chira-Soria kommt auf eine maximale Leistung von 200 Megawatt Strom durch Wasserkraft. Insgesamt werden auf Gran Canaria 690.000 Solarmodule verbaut.

Weinmarmelade auf Lanzarote – Jedes Jahr erhält die Weinsorte Malvasia Auszeichnungen auf der ganzen Welt. Jetzt gibt es den Malvasía Volcánica als Brotaufstrich. Nach monatelangen Fehlversuchen, ist es den beiden Unternehmern Fefo Nieves und Carmen Castro gelungen, den Geschmack eines der besten Weißweine der Welt in ein Marmeladenglas zu packen und als Brotaufstrich anzubieten. Seit 2015 produzieren die Beiden in Tinajo auf Lanzarote einzigartige Mojo Sorten und Marmelade mit Produkten der Insel unter den Firmennamen LALA. Die neue Marmelade Malvasía Volcánica genauso wie alle anderen Produkte sind in ausgesuchten Läden auf Lanzarote oder über die Facebookseite von Mermeladas LALA erhältlich.

20.07.2021

Jet2.com startet Flugangebot – Nach Ryanair ist ab sofort auch wieder Jet2.com am Himmel über den Kanarischen Inseln vertreten und sorgt bereits in dieser Woche mit 18.900 Flugtickets für die kanarische Flugziele auf dem britischen Markt. Parallel werden auch wieder Reisepakete mit Flug und Hotel in Groß Britannien für Urlaub auf den Kanaren verkauft. Jet2.com fliegt ab der letzten Juliwoche bereits wieder neun Mal pro Woche nach Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa. Gestern landeten die ersten Maschinen des britischen Reiseveranstalters auf elf spanischen Flughäfen. Jet2.com plant bis Ende des Jahres zwei Millionen Briten in den Urlaub auf die Kanarischen Inseln zu fliegen.

Vergünstigungen bei Photovoltaik Anlagen – Rechtssicherheit für Photovoltaikanlagen herrscht in Spanien durch das königliche Dekret 244. Für die Versorgung von Wohnungen, Handel oder Industrie sind Photovoltaikanlagen gestattet und die Einspeisung überschüssiger Energie ins zentrale Stromnetz mit bis zu 100 Kilowatt ist erlaubt, ohne dass dafür Steuern oder Gebühren fällig wären. Außerdem ist ein freiwilliges System zur Erstattung überschüssiger Energie eingeführt worden. Nur noch der Differenzbetrag unterliegt der spanischen Mehrwertsteuer. Durch die gesetzliche Regelung wird in ganz Spanien in kürzester Zeit eine massive Welle von Installationen von Photovoltaikanlagen erwartet.

Dringend Blutspenden benötigt – 300 Blutbeutel pro Tag werden in den medizinischen Einrichtungen auf dem Archipel benötigt. Heute wendet sich das Gesundheitsamt in verschiedenen Tageszeitungen an die Bevölkerung und ruft die Bevölkerung zum Blutspenden auf. Die Blutbanken in den Krankenhäusern sind auf einem so niedrigen Stand, das Gefahr besteht geplante Operationen zu verschieben. Mehr Infos und Adressen zum Blutspenden gibt es im Internet auf http://www3.gobiernodecanarias.org/sanidad/ichh/colectasi.asp?orden=2

Technologisches Gold auf Gran Canaria – Seltsame Gesteinsarten rücken auf Gran Canaria in den Fokus der Wissenschaftler und könnten in Zukunft bares Geld bedeuten. Im Kampf um Zukunftstechnologien zwischen den USA und China spielen Bodenschätze eine außergewöhnliche Rolle. Eine ganz spezielle dabei die sog. Rare-Earth-Elements, zu Deutsch: Metalle der Seltenen Erden. Damit sind vor allem Leichtmetalle wie Scandium, Yttrium, Lanthan und Actinium gemeint. Insgesamt fallen 17 Elemente darunter die in der Rüstungsindustrie genauso notwendig sind wie in der Weltraumtechnik. Bisher beherbergte China 80% dieser Ressourcen. Durch die Ergebnisse von genommenen Bodenproben auf Gran Canaria rechnen die Forscher mit einem Vorkommen von Rare-Earth-Elements von rund 2 Millionen Tonnen. Alleine der Abbau wird durch die geschützten Bereiche auf der Insel nach aktueller Gesetzeslage unmöglich gemacht – rund 49% der Insel steht unter Naturschutz.

Canarios verdienen am wenigsten – Im Spanienweiten Vergleich der Löhne und Gehälter liegt die kanarische Autonomie am unteren Ende. 19.499 Euro brutto verdienen Canarios im Schnitt pro Jahr. Immerhin 1,8% mehr als noch 2018. Trotzdem aber 7.600 Euro brutto pro Jahr weniger als vergleichbare Angestellte im Baskenland. Nur noch in Extremadura verdienen die Menschen weniger pro Jahr. Im Baskenland liegt das durchschnittliche Gehalt bei 27.127 Euro brutto pro Jahr. Gestiegen ist der Durchschnittslohn auf den Kanarischen Inseln seit 2008 stetig jedes Jahr zwischen 1% und 1,8%, in anderen Regionen aber auch. Auf den Balearen zum Beispiel 2018 um 3,4% und im Baskenland um 2,4%.

 

 

19.07.2021

Wieder über 40 Grad – Gran Canaria und Teneriffa sind in Sachen Temperaturen die aktuellen Hotspots in Spanien. Gestern sind auf beiden Inseln wieder über 40 Grad gemessen worden. Mit 41,9 Grad war es die Gemeinde Agüimes auf Gran Canaria die spanienweit die heißesten Temperaturen gemessen hat. Heute werden auch auf Lanzarote und Fuerteventura wieder Temperaturen von bis zu 30 Grad erwartet. Auf Gran Canaria gilt wegen der Wetterkonstellation weiterhin Hitzewarnstufe Orange, auf Fuerteventura Warnstufe Gelb.

Weiterhin steigender Inzidenzwert – 569 neue Corona Virusfälle sind am Sonntag registriert worden. Davon 294 auf Teneriffa und 219 auf Gran Canaria. Auf allen Inseln des Archipels liegt die 7-Tage Inzidenz mittlerweile bei über 50 – für die Region Kanarische Inseln wird heute pro 100.000 Einwohner eine Infektionszahl von 186,49 gemeldet. 3,5% der Krankenhausbetten sind mit COVID Patienten belegt, 9,3% der Intensivbetten werden für Patienten mit einer Corona-Infektion benötigt.

Steinschlag am Playa Guigui – Er gilt als Geheimtipp auf Gran Canaria, ist schwer zu erreichen und selten überfüllt – gestern ist eine Frau an der Playa de Guigui durch herabfallende Steine schwer verletzt worden. Der Küstenabschnitt im Naturschutzgebiet wird von einer steilen Felswand markiert. An den Strand gelangt man nur über einen Pfad zu Fuß oder mit einem Boot vom Meer aus. Die Rettungskräfte haben den Strand gestern mit einem Helikopter angeflogen um dem Opfer schnell zu Hilfe zu eilen. Die Frau wird im Krankenhaus Doctor Negrín in Las Palmas behandelt.

Mehr als die Hälfte komplett geimpft – Auf den Kanarischen Inseln verfügen bereits mehr als eine Million Menschen über einen kompletten Impfschutz gegen COVID-19. 370.000 Personen müssen sich noch impfen lassen um auf die geforderte Impfquote von 70% in der Region zu kommen. Ob dieses Ziel bis zum 31. Juli erreicht werden kann, hängt jetzt in erster Linie von der Bevölkerung ab – Impfangebote und Impfstoff sind ausreichend vorhanden. Immerhin haben in den letzten sieben Monaten 95% ihren Impftermin wahrgenommen. Auf Teneriffa und Gran Canaria wird in den Impfzentren rund um die Uhr geimpft, ohne Vorabtermin. Insgesamt haben auf den Kanarischen Inseln bereits 1,3 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten.

Tourismus unter erschwerten Bedingungen – Ab heute können Briten wieder ohne Quarantänepflicht bei der Rückkehr innerhalb Europas reisen. Seit Bekanntgabe des Termins durch Premierminister Boris Johnson sind die Buchungen für Reiseziele in Spanien durch britische Touristen um 400% gestiegen – die Kritik an dieser Entscheidung allerdings auch. Auf der anderen Seite benötigt die Kanarische Wirtschaft dringend Touristen aus dem Ausland – der britische Reisemarkt hat dabei in den letzten Jahren eine Schlüsselrolle gespielt. Es ist buchstäblich ein Spiel mit dem Feuer – die Inzidenzen sind sowohl auf den Kanarischen Inseln, als auch in Teilen Groß Britanniens wieder deutlich über 100. Heute wird mit den ersten britischen Touristen auf den Inseln gerechnet, für sie gelten die gleichen Einreisebedingungen wie für Urlauber aus der EU – negativer Corona Test, Impfzertifikat oder ein Nachweis über eine COVID-Genesung.

16.07.2021

Nächste Hitzewelle – Die letzte ist noch nicht vorbei, da rollt bereits die nächste Hitzewelle über die Kanarischen Inseln hinweg – rollen ist nicht ganz der richtige Ausdruck, weil sie mindestens bis Sonntag anhalten wird. Der Süden Gran Canarias kommt als erstes in den Genuss von bis zu 35 Grad Tageshöchstwerten. Hier gilt bereits seit heute Vormittag Alarmstufe Orange wegen Hitze, in den kommenden Nächten liegen die Tiefstwerte nicht unter 24 Grad. Ab Samstag gilt die Wetterwarnstufe wegen Hitze dann auf allen acht Inseln, über werden Temperaturen von mindestens 34 Grad erwartet. Das Gesundheitsamt rät vor allem die Zeit zwischen 10.00 und 18.00 Uhr in der Sonne zu meiden und sportliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen.

Freie Impftermine – Alle Bürger der Jahrgänge 2001 und früher können über die Telefonnummer 012 einen COVID-19 Impftermin beantragen. Das ist auch über die Smartphone App miCitaPrevia möglich, genauso wie über die Webseite canariassevacuna.com. Dazu gibt es auf allen Inseln immer wieder Impfwochenende, an denen spezifizierte Altersgruppen ohne Termin gegen das Coronavirus geimpft werden. Zum Beispiel heute in der Gemeinde Gran Tarajal auf Fuerteventura: dort gibt es heute ein Impfangebot zwischen 8.30 Uhr und 14.30 Uhr für alle Bürger und Residenten über 16 Jahren, die noch nicht geimpft worden sind.

Statt Ausgangssperre jetzt Impfzertifikat – Bei Urlaubern wird das Covid-Zertifikat bereits bei Hotelbesuchen seit Monaten verlangt, jetzt soll auch der Einzelhandel und die Gastronomie von Kunden und Gästen einen Nachweis einfordern – entweder einen negativen Covid-Test oder einen Impfnachweis. Es ist der nächste Vorstoß der Regionalregierung, nachdem auch der dritte Versuch einer allgemeinen nächtlichen Ausgangsperre vor Gericht gescheitert ist. Bisher wird über diese Maßnahme aber nur auf politischer Ebene diskutiert. Gleichzeitig ist La Palma auf Corona Warnstufe II gesetzt worden, ab heute gilt auf Fuerteventura Corona Warnstufe III. Gran Canaria bleibt auf Warnstufe II und Teneriffa auf Warnstufe III. Die größte Sorge innerhalb der fünften Welle bereiten dem Gesundheitsministerium die Altersgruppen 10 bis 19 Jahren, 20 bis 29 Jahren und 30 bis 39 Jahren. In den letzten Wochen haben sich auch wegen der Delta Variante außergewöhnlich viele junge Menschen auf den Kanarischen Inseln mit dem Corona Virus infiziert.

Playa de Tauro wieder geöffnet – In der Gemeinde Mogan auf Gran Canaria ist der Strand „Playa der Tauro“ seit heute wieder geöffnet. Badegäste können den Strand aber nur eingeschränkt nutzen, an beiden Extremen des Strandes ist das Baden untersagt, einen Rettungsschwimmer am Strand von Tauro sucht man in diesen Tagen ebenfalls vergeblich. Immerhin hat die Gemeinde dafür gesorgt, dass Hinweisschilder Besucher auf die „Do´s und Don´ts“ am Strand aufmerksam machen.

Eröffnung Islote de Fermina wieder verschoben – Das Naherholungsgebiet Islote de Fermina in Arrecife auf Lanzarote öffnet erstmal nicht. Die Wiedereröffnung ist bis auf weiteres auf Ende Juli verschoben. Seit März dieses Jahr gab es bereits vier Termine für die seit Jahren erwartete Neueröffnung. Immerhin sind in die Lagune vor dem Gran Hotel in Arrecife bereits mehr als vier Millionen Euro Steuergelder versenkt worden. Partymeile, Schwimmbad, Aquarium waren Projekte in den letzten Jahren – realisiert worden ist bisher nichts. Der aktuelle Eröffnungstermin ist relativ unkonkret auf Ende des Monats festgesetzt worden. Dann soll der Islote Fermina für die Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stehen.

15.07.2021

Keine Ausgangssperre bei Warnstufe III und IV – Die Hoffnung der Regionalregierung währte nur 24 Stunden – auch der erneuerte Entwurf zur Ausgangssperre bei Corona Warnstufe III und IV ist vom Obersten Gerichtshof kassiert worden. Laut der Begründung für die Ablehnung fehlt den Richtern in dem Entwurf der Regionalregierung für eine Ausgangssperre eine nachvollziehbare Darlegung, warum die Gefahr zwischen 0.30 Uhr nachts und 6.00 Uhr morgens größer ist als tagsüber. Zudem ist die Maßnahme einer Ausgangssperre pauschal und betrifft auch diejenigen Bürger, die sich an alle Hygienemaßnahmen halten und größere Ansammlungen von Menschen meiden. Es ist der dritte gescheiterte Versuch nach dem Ende des nationalen Alarmzustandes auf den Kanarischen Inseln eine Ausgangssperre durchzusetzen.

Badeunfall im Oasis Lanz Beach Mate – Mit einem Herzinfarkt wäre ein Urlauber in einem Hotel in Costa Teguise auf Lanzarote gestern fast ums Leben gekommen. Er war beim Baden im Hotelpool als der Herzstillstand eingetreten ist. Er musste von den Sanitätern noch am Hotelpool wiederbelebt werden. Er ist ins Krankenhaus nach Arrecife gebracht worden und wird dort behandelt. Sein Zustand ist stabil.

Wieder über 30 Grad Tageshöchstwerte – Auch für heute erwarten die Meteorologen des spanischen Wetterdienstes AEMET für den Archipel Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke. Davon vor allem betroffen sind Gran Canaria und Teneriffa mit Werten von bis zu 34 Grad. Auf Fuerteventura und Lanzarote steigen die Temperaturen auf bis zu 29 Grad. Überall weht der Wind weiterhin stark und stürmisch, damit verbunden ist auch die Gefahr von Unterströmungen besonders an felsigen Küstenabschnitten.

Camping Papagayo öffnet und niemand ist zufrieden – Wenn am 30. Juli der Campingplatz auf Lanzarote im Naturschutzgebiet Papagayo öffnet wird es nur 147 Stellplätze geben, statt den bisherigen 300 Stellplätzen die der Campingplatz noch 2019 angeboten hat. Immerhin soll es 24 Stunden Strom geben, die Photovoltaikanlage ist in Betrieb – der Dieselgenerator der in der Vergangenheit nur tagsüber Strom geliefert hat, gehört der Vergangenheit an. Zufrieden mit der Lösung ist keine der beiden Seiten – weder die Inselregierung, weil die Gefahr der Pandemie und der damit verbundenen Ansteckungsgefahr zu groß ist, noch die Vereinigung der Camper, für die die angebotene Anzahl von Stellplätzen zu gering ist und die Öffnungsperiode von 30 Tagen zu gering ist. Am 1. August ist es vorbei mit Campen in Papagayo. Immerhin bleiben die Preise auf dem Niveau von 2019 – sechs Euro zahlen Residenten für einen Zeltplatz pro Nacht, für Wohnwagen und Wohnmobile liegt der Preis bei neun Euro pro Nacht.

Digitalisierung total – Besitzer eines spanischen Personalausweises oder Residenten mit einem Certificado Digital können bereits auf 12 von insgesamt 14 Verwaltungsorgane der Regierung online zugreifen – Darunter Sozialversicherung, Krankenversicherung oder Gemeindeverwaltung. Nur noch beim Finanzamt und beim Arbeitsamt ist das sogenannte SEDE ELECTRÓNICA ÚNICA bisher nur eingeschränkt nutzbar, bei allen anderen staatlichen Services ist der Gang zur Behörde nicht mehr notwendig. Während spanische Staatsbürger mit Hilfe des digitalen Personalausweises auf die Webseite zugreifen können, die alle staatlichen Dienstleistungen vereint, können ausländische Residenten über ein digitales Zertifikat zugreifen. Dieses kann bei der jeweiligen Inselregierung beantragt werden und wird im entsprechenden Internetbrowser des Nutzers hinterlegt.

14.07.2021

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Ausgangssperre möglich – Die Ausgangssperre kommt wieder, zumindest wird sie theoretisch möglich sein. Nachdem verschiedene Gerichte nach dem Ende des Alarmzustandes die Ausgangssperre immer wieder kassiert haben, hat der kanarische Gerichtshof den neuen Entwurf der Regionalregierung zu diesem Thema abgesegnet – Ab Corona Warnstufe III ist eine allgemeine Ausgangssperre für die jeweilige Insel wieder möglich. Als erstes wir es, sofern der Inzidenzwert weiter so steigt wie in den letzten Tagen, Teneriffa treffen. Gran Canaria ist auf einem ähnlichen Weg. Knapp zwei Drittel der Neuinfizierten insgesamt haben sich auf Gran Canaria angesteckt. Die neue Ausgangssperre sieht freie Straßen und Bürgersteige ab 0.30 Uhr vor, triftige Gründe sind davon ausgenommen, um 6.00 Uhr morgens endet der sogenannte ‘Toque de queda’.

Notlandung auf Gran Canaria – Eine Ryanair Maschine mit Ziel Köln/Bonn ist gestern um 20.00 Uhr auf dem Flughafen Gando auf Gran Canaria notgelandet. Die Boing 737 war erst 36 Minuten zuvor von Gando aus gestartet. Das Notfallsystem hatte dem Piloten 15 Minuten nach dem Start einen technischen Fehler gemeldet. Erst nachdem ausreichend Kerosin abgelassen worden war, konnte die Maschine auf dem Flugfeld wieder aufsetzten. Bisher sind keine weiteren Details bekannt. Nur so viel: die Maschine ist bisher nicht wieder gestartet.

Die fünfte Welle – Die Kanarischen Inseln sind bereits wieder mittendrin in der fünften Corona Virus Welle – das zeigen vor allem auch die weiter steigenden Inzidenzwerte der einzelnen Inseln. Von den 503 zusätzlichen Neuinfizierten in den letzten 24 Stunden sind alleine auf Teneriffa 259 Fälle registriert worden. Auf Gran Canaria sind innerhalb von einem Tag 191 neue Fälle gemeldet worden. Auf Teneriffa und Gran Canaria bereiten sich die Krankenhäuser bereits auf mehr stationäre Kapazitäten vor. Auf Gran Canaria ist Station 8, also die Station auf der Corona Patienten behandelt werden, bereits zu 50% ausgelastet. Weder auf Teneriffa noch auf Gran Canaria wird mehr vom Schutz der älteren Generation gesprochen – das Alter der Covid Patienten in den Krankenhäusern bewegt sich von 20 bis 92 Jahre. Aktuell gibt es auf den Kanarischen Inseln 6.147 aktive Corona Fälle, davon alleine auf Teneriffa 4.059 und auf Gran Canaria 1.499.

HiperDino gewinnt Unternehmerpreis – HiperDino hat die Auszeichnung zum sozialsten Unternehmen der kanarischen Geschäftswelt in diesem Jahr gewonnen. Bewertet worden sind dabei nicht die Supermarktpreise. Vielmehr standen bei der Auszeichnung die Schaffung von Arbeitsplätzen, regionale Erzeuger, Qualität von Produkten, Nachhaltigkeit, Umweltschutz und der soziale Einsatz im Vordergrund. Mit 18% der Stimmen hat es die Supermarktkette in diesem Jahr auf Platz 1 geschafft. JSP liegt mit 10% der Stimmen auf Platz zwei, gefolgt von Tirma, CCC, Binter Canarias und dem Tankstellenbetreiber DISA.

Wetterwarnstufe Gelb – Auf allen acht Kanarischen Inseln gilt heute Wetterwarnstufe Gelb wegen starken Wind- und Sturmböen. Der Einfluss des Wetterphänomens Calima ist noch spürbar, dominiert aber nicht mehr wie in den vergangenen Tagen die Quecksilbersäule. Die Temperaturen liegen heute unterhalb von 30 Grad Tageshöchstwerten. Vor allem an felsigen Küstenabschnitten droht heute Gefahr. Es wird mit bis zu vier Meter hohen Wellen gerechnet. Der Wind weht heute aus nördlichen Richtungen und ist in Böen bis zu 50 Km/h schnell.

13.07.2021

Hitzewarnung –Calima und heiße Temperaturen auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Der spanische Wetterdienst AEMET prognostiziert Tageshöchstwerte um 38 Grad. Wetterwarnstufe Orange gilt heute ab 12.00 Uhr bis mindestens 19.00 Uhr heute Abend. Gewitter sind heute eher unwahrscheinlich. Das Gesundsamt rät die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden und sportliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verschieben. Für den Süden von Fuerteventura und den Süden von Gran Canaria schließt AEMET in seiner Prognose Temperaturen von bis zu 40 Grad nicht aus.

Weiter steigende Infektionszahlen – 469 neue Coronafälle innerhalb von 24 Stunden, davon alleine auf Teneriffa 269 Fälle, 147 auf Gran Canaria. Die größte Sorge bereitet aktuell das Alter der Patienten auf den Intensivstationen, die jüngsten Coronainfizierten dort sind zwischen 18 und 21 Jahre alt. 60% der Neuinfizierten tragen die Alphavariante des Virus in sich, nur 5,9% haben sich in dieser Woche mit Beta oder Gamma angesteckt und 33% sind mit der Variante Delta infiziert. Die 7-Tage Inzident liegt heute auf Lanzarote bei 20, auf La Gomera bei 65, auf Gran Canaria bei 103, auf La Palma bei 128, auf Fuerteventura bei 160 und auf Teneriffa bei 189.

Flüchtlinge gerettet – 32 Kilometer südlich von Morro Jable auf Fuerteventura hat die Küstenwache mithilfe eines Helikopters insgesamt 50 Flüchtlinge von Bord eines Festrumpfschlauchbootes gerettet. Ein Flüchtling an Bord des Schlauchbootes hatte die Küstenwache mit Hilfe eines Mobiltelefons verständigt. An Bord befanden sich 39 Männer,10 Frauen und ein Kind. Die Mole von Famara auf Lanzarote hat gestern ein Flüchtlingsboot aus eigener Kraft erreicht. In dieser Patera befanden sich 24 Männer und vier Frauen. Sie haben einem Polizeibericht zufolge, die Küste bei Safi in Marokko vor fünf Tagen verlassen.

Remote-Work mit Rabatten bei IberiaExpress – Nicht nur auf den Kanarischen Inseln stoßen Remote Workers auf offene Arme. Die Inselgruppe gehört zur aktuell beliebtesten Region für Telearbeiter, oder wie sie seit neustem auch genannt werden: Workationer – eine Kombi aus den beiden englischen Begriffen „Worker“ und „Vacation“. Sie erhalten jetzt an vielen Stellen Rabatte. Mit dem Code REMOTEWORKER2021 erhalten alle einen Rabatt auf Fluggreisen, deren Ziel mit einem Aufenthalt von mindestens 21 Tagen verbunden ist. Die Hotelkette Melia wirbt mit Rabatten von bis zu 20% für Reisende die einen längeren Aufenthalt auf Teneriffa, Lanzarote oder Fuerteventura suchen. Das größte Wachstum in Sachen „Remote Hub“ verzeichnet Teneriffa mit 200% in den letzten sechs Monaten und Gran Canaria mit 65%.

Maske weiterhin Pflicht im Gepäck – Seit 1. Juli ist die Maskenpflicht in Außenbereichen auf den Kanarischen Inseln aufgehoben. Einen Mundschutz sollte aber trotzdem jeder bei sich tragen – für den Fall das der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist die Maske wieder Pflicht und wird, bei nicht Tragen, mit Geldbußen geahndet. Theoretisch ist die Kontrolle des Mundschutzes durch die Sicherheitsbehörden möglich, die Geldstrafe liegt zwischen 100 und 3.000 Euro. In Innenbereichen ist der Mundschutz weiterhin Pflicht.

12.07.2021

Hitzewarnung – Das Wetterphänomen Calima dominiert auch heute das Wetter auf den Kanarischen Inseln. Nachdem auf Gran Canaria und Fuerteventura die Temperaturen bereits gestern über 30 Grad gelegen haben, wird heute auf so gut wie allen Inseln diese Marke übertroffen. Dazu sind in höheren Lagen Gewitter möglich. Hitzewarnstufe Gelb gilt auf allen Inseln, für den Süden von Fuerteventura und den Süden von Gran Canaria gilt Hitzewarnung orange. Das Gesundsamt rät die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden und sportliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verschieben. Auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote steigen die Temperaturen auch heute wieder auf über 30 Grad. Der Wetterdienst AEMET schließt in seiner Prognose Temperaturen von bis zu 40 Grad nicht aus.

Weniger Geburten – Im ersten Jahr der Pandemie sind auf den Kanarischen Inseln rund 30% weniger Kinder geboren worden, als 2010. Dieser Trend ist Spanienweit genauso zu beobachten, wie auf dem Archipel. Dieses Phänomen hat bereits 2008, zu Beginn der spanischen Wirtschaftskrise begonnen, hat sich in 2020 aber nochmal verstärkt. Die Zahlenerhebungen dafür stammen vom Nationalen Statistikamt. Bei der Entscheidung der Frauen keine Kinder zu bekommen oder mit der Schwangerschaft noch zu warten spielt die Angst vor der Pandemie kaum eine Rolle, viel dominanter sind die Folgen und die damit verbundenen Sorgen und Gedanken – Ob Kinder oder keine hängen laut der Zahlenerhebung in den meisten Fällen von drei Faktoren ab: wirtschaftliche und finanzielle Situation und der Karriereplan für die kommenden Jahre.

1.400 Einwohner weniger – Auf Lanzarote sinkt die Zahl der Einwohner seit einem Jahr wieder. Zwischen Juli 2020 und Juli 2021 haben rund 1.400 Personen den Wohnsitz auf Lanzarote abgemeldet – in der Hauptsache Ausländer. Am stärksten ist dieser Trend in Arrecife zu bemerken, in der Inselhauptstadt ist die Zahl der Einwohner von 66.000 auf 64.800 gesunken, in Teguise um 300 und in San Bartolome um 200. Über die Gründe wird bisher spekuliert, die Pandemie und die damit verbundenen Schließungen in so gut wie allen Wirtschaftsbereichen spielt bei dem Trend aber in jedem Fall eine Rolle.

Illegale Partys aufgelöst – Das auf Fuerteventura Corona Warnstufe II gilt ist von Teilen der Bevölkerung am Wochenende mehrfach ignoriert worden. In und um Corralejo hat die Polizei verschiedene Fiestas und private Veranstaltungen aufgelöst. Insgesamt sind die Personalien von rund 500 Personen aufgenommen worden. Alleine am Strand von Waikiki sind von den Beamten 200 Personen nach Hause geschickt worden. Den Besuchern der Fiesta drohen Geldbußen zwischen 100 und 3.000 Euro, den Veranstaltern drohen Geldstrafen von bis zu 60.000 Euro. Die Anzahl der Personen, die sich zu privaten Feiern treffen können ist im Boletin Oficial de Canarias klar geregelt. Innerhalb Corona Warnstufe I sind maximal 10 Personen erlaubt – sechs Personen maximal während Corona Warnstufe II – vier Personen bei Stufe III und zwei Personen innerhalb Corona Warnstufe IV.

Risikogebiet ohne Konsequenzen – Spanien gilt in Deutschland wieder als Risikogebiet. Für Urlauber und Touristen ändert sich deswegen aber nichts. Wie auch vor der Einstufung zum Risikogebiet ist für die Rückreise nach Deutschland ein negativer Corona Schnelltest erforderlich oder ein Nachweis über eine vollständige Impfung, die vor mindestens 14 Tagen abgeschlossen worden ist. Ebenfalls akzeptiert wird bei Antritt der Rückreise nach Deutschland ein Nachweis über eine Covid-19 Genesung. Nur mit einem dieser drei Nachweise kann die Flugreise angetreten werden. Mit einem dieser Nachweise entfällt auch die Quarantänepflicht in Deutschland.

09.07.2021

Corona Warnstufe 2 – Es ist erstmal vorbei mit den Freiheiten auf Gran Canaria – wegen steigendem Inzidenzwert wird die Insel von Corona Warnstufe 1 auf zwei gestuft. Während Lanzarote, El Hierro, La Palma und La Gomera auf Corona Warnstufe 1 verbleiben, gilt auch auf Fuerteventura Corona Warnstufe 2. Ob die Behörden rechtzeitig reagiert haben werden die kommenden Tage zeigen, fest steht eine Zahl von Neuinfizierten von 513 innerhalb von 24 Stunden – die meisten davon auf Teneriffa, dort gilt schon Warnstufe 3 und auf Gran Canaria – seit gestern auf Corona Warnstufe 2. Vorbereitet wird von der Regierung eine sattelfeste Ausgangssperre ab Warnstufe 3 – sie soll zwischen 0:30 und 6.:00 Uhr morgens nächtliche Aktivitäten in den betroffenen Gebieten verhindern. Sie soll jeder richterlichen Prüfung standhalten. Bisher wurde jeder Vorstoß in dieser Richtung nach Ende des Alarmzustandes von Gerichten kassiert. Auf Teneriffa darf wegen Corona Warnstufe 3 ab 20:00 kein Alkohol mehr verkauft werden, öffentliche Plätze, Spielplätze und Strände sind ab 20:00 Uhr geschlossen.

Spanien bald wieder Risikogebiet – Die deutsche Regierung denkt bei Spanien darüber nach, das Land wieder als Risikogebiet einzustufen. Bisher sind nur einige wenige spanische Autonomien als Risikogebiet eingestuft. Die Balearen und die Kanarischen Inseln sollen bei den Überlegungen bisher noch keine Rolle spielen. Dabei spielt der Inzidenzwert von 200 eine entscheidende Rolle. Dieser liegt aktuell auf den Kanarischen Inseln bei 112,3

Weltkriegsbombe auf La Graciosa gesprengt – An der Mole von Caleta de Sebo auf La Graciosa ist gestern eine Bombe kontrolliert gesprengt worden. Das Projektil mit einem Kaliber von 210 mm war bisher als Souvenir vor einem Wohnhaus in der Calle La Geria gestanden und wurde über Jahre mehrfach bemalt. 14 Kilogramm TNT soll das Geschoß mit einer Größe von 55 cm enthalten haben. Ein Bombenräumkommando hat das Projektil auf die Mole gebracht und einen Sicherheitsradius von 150 Meter eingerichtet. Bei der kontrollierten Sprengung kam niemand zu Schaden.

MTB Rennen FudeNaS im Oktober – Nach zwei Jahren Pause findet das Mountainbike Rennen FudeNaS auf Fuerteventura wieder am 30. und 31. Oktober statt. Innerhalb von einem Tag haben sich dafür bereits 3.000 Sportler angemeldet. Zurückgelegt werden querfeldein 150 Kilometer innerhalb von zwei Tagen. Neben Privatpersonen nehmen wie in den vergangenen Jahren auch Militärbataillone des spanischen Heeres teil, darunter auch das auf Fuerteventura stationierte Infanterieregiment Soria 9. Mehr Infos dazu auf fudenas.com.

08.07.2021

Fünfte Corona Virus Welle – Die Regionalregierung spricht bereits von der fünften Welle – die Zahl der mit Corona infizierten Personen ist gestern auf dem Archipel nochmal um weitere 354 gestiegen. Davon alleine auf Teneriffa 187 und auf Gran Canaria 130. Die 7-Tage Inzidenz liegt auf den Kanarischen Inseln bei 105,7. Innerhalb der acht Inseln gibt es enorme Unterschiede: La Gomera meldet eine 7-Tages Durchschnitt pro 100.000 Einwohner von 4,6, Lanzarote 28,8, Fuerteventura 120,3, Gran Canaria 63,1 und Teneriffa 166,3. Sorgen bereiten neben dem steigenden Inzidenzwert aber vor allem das Alter der Patienten. Mit dem Virus infiziert sind 91 Babys und Kinder zwischen null und vier Jahren, zwischen fünf und neun Jahren sind 95 Kinder erkrankt, zwischen 10 und 14 Jahren 87, in der Altersgruppe 15 bis 19 Jahren gibt es aktuell 306 Infizierte, innerhalb der Altersgruppe 20 bis 29 Jahren sind es 235. Also der Personenkreis, in dem es so gut wie noch keine Geimpften gibt, bzw. die auch keine Impfung erhalten sollen.

Keine Erleichterung beim Onlinekauf – Geplant hatte die Regierung mit dem neuen Formular H7 eine Erleichterung beim Onlinekauf für Waren bis zu einer Grenze von 150 Euro. Es gilt seit dem 1. Juli und bietet die Möglichkeit die Zollabwicklung selbständig durchzuführen ohne Gebühren an den Transportdienst zu bezahlen. Das war die Theorie. In der Praxis türmen sich bereits nach einer Woche so viele Hürden beim Online Handel auf, dass es heute mehr Online-Händler gibt die nicht mehr auf die Kanarischen Inseln liefern als noch am 30. Juni. Eigentlich sollte es andersrum sein. Das Formular H7 steht Online zur Verfügung, kann aber nicht komplett vom Käufer aufgefüllt werden, notwendige Informationen sind dafür auch vom Verkäufer zu veröffentlichen und vor allem auch vom Transportdienst. Die Sendungsnummer des Paketes muss auf dem Formular eingetragen werden – diese erstellt aber weder Verkäufer noch Käufer. Stand heute hat die neue Regelung den Onlinehandel nicht einfacher, sondern für Waren unterhalb von 150 Euro die Zoll-Abwicklung komplexer und schwieriger gemacht.

EU Impfnachweis auch ohne digitales Zertifikat Das internationale Impfzertifikat gegen COVID-19 können geimpfte auf der Webseite  miCertificadocovid.com herunterladen. Anders als bisher ist es auf dieser Webseite möglich, das Zertifikat ohne ein persönliches digitales Zertifikat als PDF File herunterzuladen. Notwendig ist dafür lediglich eine D.N.I. Nummer oder eine N.I.E. Nummer und die Handynummer. Nach einem Bestätigungscode, der per SMS gesendet wird ist ein Download möglich.

Spanische Klimaexperten warnen vor Hitzewellen – Es wird mehr Tote wegen Hitzeperioden geben, als wegen Kälteperioden – mit dieser düsteren Prognose warnen spanische Klimaexperten vor den kommenden Jahren und fordern sofortige Maßnahmen gegen den Klimawandel. Nachzulesen auf der Startseite von ISGlobal, einem weltweit anerkannten Gesundheitsinstitut mit Sitz in Barcelona. Dem Untersuchungsbericht zufolge sterben bereits jetzt in Spanien 30.000 Menschen pro Jahr wegen dem Klimawandel und dessen Folgen, 80 Tote pro Tag. Vor allem ältere Bürger über 65 Jahren sind davon betroffen. Der spanische Wetterdienst prognostiziert vier bis fünf Grad wärme Temperaturen in den heißesten Gegenden Spaniens, darunter Madrid, Sevilla oder Valencia. Sowohl Meteorologen las auch Gesundheitsexperten sind sich einig: der Klimawandel lässt sich nur gemeinsam und vereint aufhalten, Maßnahmen einzelner Staaten alleine bringen keine Veränderungen.

Lidl eröffnet dritte Filiale auf Fuerteventura – Ab dem 22. Juli verfügt auch Corralejo auf Fuerteventura über einen Lidl Supermarkt. Bisher betreibt der deutsche Supermarkdiscounter in Puerto del Rosario und El Matorral Filialen, ab dem Donnerstag in 14 Tagen kommt in der Gemeinde La Oliva die dritte Lidl Filiale auf Fuerteventura dazu. Geöffnet von Montag bis Sonntag von 9.00 bis 22.00 Uhr. Zu finden in der Nähe des Supermarktes MERCADONA, in der Calle Guirre im Süden von Corralejo.

08.07.2021

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08.07.2021
 
 
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Spanien: Reise- und Sicherheitshinweise

 
Spanien
  
 
 
 Stand: 08.07.2021 (Unverändert gültig seit: 08.07.2021) 
 
Letzte Änderungen: Aktuelles (Einreise)
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Aktuelles

Die Ausbreitung von COVID-19external arrow icon kann weiterhin zu Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens führen.
Von nicht notwendigen, touristischen Reisen in die autonomen Gemeinschaften Andalusien, Kantabrien, Katalonien, Navarra, La Rioja, das Baskenland und die Exklave Ceuta wird derzeit abgeraten.

Epidemiologische Lage

Spanien ist von COVID-19 weiterhin betroffen. Die Zahl der Neuinfektionen steigt in mehreren Regionen wieder, auch auf den Balearen und Kanaren. Die autonomen Gemeinschaften Andalusien, Kantabrien, Katalonien, Navarra, La Rioja, das Baskenland und die Exklave Ceuta sind als Risikogebieteexternal arrow icon eingestuft.
Aktuelle und detaillierte Zahlen bietet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).external arrow icon

Einreise

Die Einreise aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten nach Spanien ist grundsätzlich möglich.
Reisende, die nach Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einreisen, inkl. Transitreisende, müssen ein Formular im Spain Travel Health-Portalexternal arrow icon zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, das einen QR-Code erzeugt, der beim Check-in und bei Einreise vorgelegt werden muss. Dies kann auch über die kostenfreie SpTH-Appexternal arrow icon erfolgen. Der generierte QR-Code kann auch als Papierausdruck vorgelegt werden.
Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, sich vor Abflug das elektronische Einreiseformular (QR-Code) vorlegen zu lassen. Falschangaben oder das Fehlen des QR-Codes können mit Geldstrafen geahndet werden. Wichtig: Das Formular kann maximal 48 Stunden vor geplanter Einreise ausgefüllt werden. Die Sitzplatznummer kann auch nachträglich in das bereits ausgefüllte elektronische Formular eingetragen werden. Der QR-Code wird jedoch erst generiert, wenn der Reisende die Sitzplatznummer in das Formular einträgt.
Für alle Reisenden ab einem Alter von zwölf Jahren, die sich in einem Risikoland/-gebietexternal arrow icon (Deutschland ist derzeit kein Risikogebiet) aufgehalten haben, gilt die Verpflichtung, einen der folgenden Nachweise mitzuführen:
  • entweder ein negatives Testergebnis (anerkannt werden Nukleinsäureamplifikationstests, z.B. PCR-, LAMP-, oder TMA-Test) oder in der Europäischen Union anerkannte Antigen-Tests (sog. „Schnelltest“) . Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein. Der Nachweis des negativen Testergebnisses muss folgende Angaben enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Testabnahme, angewandtes Testverfahren, Sitzstaat des Labors, negatives Testergebnis.
  • oder einen Nachweis, dass die vollständige Impfung mindestens 14 Tage vor Reiseantritt mit einem von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) oder der WHO im Wege der Notfallzulassung zugelassenen Impfstoff erfolgt ist. Der Nachweis der Impfung muss folgende Angaben enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Impfung, Impfstoff, Anzahl der Impfungen, Ausstellungsstaat, zuständige Stelle.
  • oder einen Nachweis, dass die Genesung von einer COVID-19-Infektion nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Der Nachweis darf frühestens 11 Tage nach dem ersten Positivergebnis erfolgen. Der Nachweis der Genesung muss folgende Angaben enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Testabnahme des ersten positiven Nukleinsäureamplifikationstests, angewandtes Testverfahren und Ausstellungsstaat.
Diese Verpflichtung gilt auch für Einreisende aus einem Risikogebiet in Frankreich, die auf dem Landweg nach Spanien einreisen.
Ausgenommen von der Nachweispflicht sind Transportunternehmen, Grenzpendler und Grenzgänger, die auf dem Landweg einreisen.
Alle Nachweise müssen elektronisch oder in Papierform auf Spanisch, Englisch, Französisch oder Deutsch vorliegen. Nähere Informationen auf Spanisch finden sich auf dieser Webseite.external arrow icon
Bei Einreise findet regelmäßig eine Gesundheitskontrolle durch Temperaturmessung, Auswertung des Einreiseformulars durch die Gesundheitsbehörde und eine visuelle Kontrolle des Reisenden statt. Personen mit einer Temperatur von über 37,5° C oder anderen Auffälligkeiten können einer eingehenderen Untersuchung unterzogen werden.
Für die Einreise von außerhalb der EU setzt Spanien die EU-Ratsempfehlung zur teilweisen Aufhebung von Einreiseverboten für Drittstaaten für bestimmte Staaten durch die Verordnung des spanischen Innenministeriumsexternal arrow icon um. Die Einreise aus anderen Ländern unterliegt an den EU-Außengrenzen weiterhin Einschränkungen, nicht jedoch aus Andorra und Gibraltar.
Die Grenzübergänge Ceuta und Melilla sind geschlossen.
Spanische Häfen sind für international verkehrende Kreuzfahrtschiffe wieder geöffnet.

Durch- und Weiterreise

Für die Durchreise bestehen keine Einschränkungen.

Reiseverbindungen

Das Flugangebot zwischen Deutschland und Spanien ist derzeit eingeschränkt. Marokko hat die Flugverbindungen von und nach Spanien bis auf weiteres ausgesetzt.
Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln im innerspanischen Verkehr (Flug-, Schienen-, Straßen- und Schiffsverkehr) ist noch reduziert.

Beschränkungen im Land

Die Autonomen Gemeinschaftenexternal arrow icon können mit Zustimmung der Gerichte und abhängig von der Infektionslage örtlich begrenzte Mobilitäts- und andere Beschränkungen verhängen sowie Zusammenkünfte auf eine Personenzahl begrenzen. Weiterführende Links zu den Regelungen der einzelnen Autonomen Gemeinschaften finden sich auf der Webseite des spanischen Gesundheitsministeriums.external arrow icon
In der Autonomen Gemeinschaft Madrid wurde die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben. Zusammenkünfte in geschlossenen öffentlichen Räumen wie im Freien sind hinsichtlich der Anzahl der Personen beschränkt. Aktuelle und detaillierte Informationen sowie die entsprechenden Rechtsgrundlagen bietet die Comunidad de Madrid.external arrow icon
In der Autonomen Gemeinschaft Katalonien gilt derzeit: Die nächtliche Ausgangssperre ist aufgehoben. Zusammenkünfte sind hinsichtlich der Anzahl der Personen beschränkt. Gewisse Beschränkungen im öffentlichen Leben wie z.B. in der Gastronomie bestehen weiter. Weitere Informationen in englischer Sprache bieten die katalanischen Behörden.external arrow icon
In der Autonomen Gemeinschaft Valencia gilt derzeit: Die nächtliche Ausgangssperre ist aufgehoben. Gewisse Beschränkungen im öffentlichen Leben wie z.B. in der Gastronomie bestehen weiter. Weitere Informationen bieten die lokalen Behörden.external arrow icon
Für Andalusien wurden das Ein- und Ausreiseverbot sowie die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben. Die Öffnungszeiten für Restaurationsbetriebe und Diskotheken wurden erweitert. Es gibt jedoch weiterhin Beschränkungen bei den Personenzahlen in geschlossenen Räumen und im Freien, Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Für Kommunen mit hohen Inzidenzwerten können auch weiterhin Mobilitätsbeschränkungen und andere Einschränkungen verhängt werden. Aktuelle und detaillierte Informationen sowie die entsprechenden Rechtsgrundlagen bietet die andalusische Regionalregierung.external arrow icon
Informationen zu möglichen Einschränkungen in den übrigen Autonomen Gemeinschaften auf dem Festland werden auf den Webseiten der jeweiligen Regionalregierung veröffentlicht.

Besonderheiten auf den Inseln

Für Reisende, die aus dem Ausland auf die Balearen reisen, gelten die oben dargestellten Einreisebestimmungen für Spanien.
Auf den Balearen sind Ein- und Ausreisen aus und in andere Autonome Gemeinschaften erlaubt. Die bestehende Testpflicht für Einreisen aus einem Risikogebiet aus dem Ausland gilt auch für Einreisen aus den anderen Autonomen Gemeinschaften. Aktuelle und detaillierte Informationen, auch zur Einreiseanmeldung, Testpflicht und Ausnahmen von der Testpflicht für Geimpfte und Genesene sowie die entsprechenden Rechtsgrundlagen bietet die balearische Regionalregierung.external arrow icon
Auf den gesamten Balearen ist die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben. Es gibt Beschränkungen der Öffnungszeiten der Gastronomie und der Geschäfte. Die Personenanzahl bei Zusammenkünften sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum ist beschränkt.  
Für Besucher, die aus dem Ausland auf die Kanaren reisen, gelten die oben dargestellten Einreisebestimmungen für Spanien.
Personen, die mindestens sechs Jahre alt sind und auf dem Luft- oder Seeweg aus einem anderen Teil Spaniens auf die Kanaren reisen (z.B. mit den Autofähren ab Cádiz oder Huelva) müssen ein negatives Corona-Testergebnis (zugelassen sind PCR-, TMA oder Antigen-Schnelltest) vorweisen, das bei Einreise nicht älter als 72 Stunden sein darf. Zudem muss vor Reiseantritt das Testergebnis per E-Mail (Betreff: Flugnummer/Fähre und Ankunftsdatum) übersandt werden.
Für Reisende aus anderen spanischen Regionen, die einen Nachweis über eine vollständige Impfung, eine mindestens 15 Tage vor Reiseantritt erfolgte Erstimpfung oder einen Nachweis über eine nicht länger als sechs Monate zurückliegende COVID-19 Infektion vorlegen, entfällt die Testnachweispflicht bei Einreise auf die Kanaren.
Unabhängig von den o.g. Einreisebestimmungen müssen alle Personen ab zwölf Jahren (auch wenn sie aus einem Nicht-Risikogebiet oder vom spanischen Festland anreisen), die sich in einem touristischen Beherbergungsbetrieb (Hotel, Ferienwohnung, Ferienhaus) aufhalten wollen, an der Rezeption (noch einmal) nachweisen:
  • entweder ein maximal 72 Stunden altes negatives Testergebnis
  • oder die vollständige Impfung mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff
  • oder zumindest den Erhalt der Erstimpfung innerhalb eines Zeitraums zwischen 15 Tagen und vier Monaten vor der Ankunft
  • oder die Genesung von einer COVID-19-Erkrankung innerhalb eines Zeitraums von längstens sechs Monaten vor der Ankunft gemäß amtlichem Attest.

Hygieneregeln

Landesweit gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung an allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit Geldstrafen (ca. 100,- Euro) geahndet. Kinder unter sechs Jahren und Personen, bei denen aus gesundheitlichen Gründen die Maskenpflicht kontraindiziert ist, sind von der Pflicht ausgenommen. Es empfiehlt sich eine entsprechende Bescheinigung mitzuführen.
Die Maskenpflicht im Freien entfällt, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Bei Open-Air-Veranstaltungen ist eine Maske zu tragen, es sei denn, das Publikum befindet sich auf Sitzplätzen, die den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern gewährleisten. In allen geschlossenen öffentlichen Räumen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt die Maskenpflicht weiter bestehen. Nähere Informationen finden sich in der spanischen Verordnung.external arrow icon

07.07.2021

7-Tage Inzidenz bei 100 – Wenn die Inzidenzwerte in Ampelfarben dargestellt werden würden, hätte Fuerteventura die rote Farbe, Teneriffa dunkel rot und Gran Canaria orange. Den 7-Tage Inzidenzwert hat Gran Canaria innerhalb von einer Woche verdoppelt – von 27,9 am 30. Juni auf 55,4 gestern. Auf Fuerteventura liegt dieser Wert heute bei 120,27, auf Teneriffa bei 168,96. Morgen werden die aktuellen Infektionszahlen bewertet und über entsprechende Maßnahmen entschieden. Die aktuelle 7- Tage Inzidenz der kanarischen Autonomie liegt bei 103,45. Mehr als doppelt so hoch wie der festgelegte Wert von 50, der z.B. auch Reisewarnungen anderer Länder verhindert. Innerhalb des Archipels haben Lanzarote, La Palma und La Gomera Inzidenzwerte von deutlich unter 50, auf El Hierro liegt die 7-Tage Inzidenz bei 143. Auf Teneriffa liegt die Zahl der positiv auf Corona getesteten Personen aktuell bei einer Zahl, die die Kontaktverfolgung sehr schwierig macht, nur 60% der direkten Kontakte können wegen der hohen Zahl von Infizierten informiert werden.

Drohnen für Verkehrsüberwachung – Die spanische Verkehrsbehörde setzt bei der Überwachung im Straßenverkehr mit Erfolg auf Drohnen. Auf den Kanarischen Inseln sind drei der mit Kameras ausgestatteten Fluggeräte im Einsatz. Im letzten Jahr verfügte die Dirección General de Tráfico in ganz Spanien über 11 Drohnen zur Überwachung, aktuell setzt der DGT 39 Drohnen täglich ein. Zwei Beamte sind mit dem Fluggerät in einer Höhe von 120 Metern über den Straßen verbunden – ein Beamter steuert die Drohne, ein zweiter steuert die Kamera. Gestochen scharfe Bilder gibt es nicht nur bei zu hoher Geschwindigkeit, besonders effektiv ist die Überwachung aus der Höhe bei der Handynutzung am Steuer.

Digitalisierung total – Besitzer eines spanischen Personalausweises oder Residenten mit einem Certificado Digital können bereits auf 12 von insgesamt 14 Verwaltungsorgane der Regierung online zugreifen – Darunter Sozialversicherung, Krankenversicherung oder Gemeindeverwaltung. Nur noch beim Finanzamt und beim Arbeitsamt ist das sogenannte SEDE ELECTRÓNICA ÚNICA bisher nur eingeschränkt nutzbar, bei allen anderen staatlichen Services ist der Gang zur Behörde nicht mehr notwendig. Während spanische Staatsbürger mit Hilfe des digitalen Personalausweises auf die Webseite zugreifen können, die alle staatlichen Dienstleistungen vereint, können ausländische Residenten über ein digitales Zertifikat zugreifen. Dieses kann bei der jeweiligen Inselregierung beantragt werden und wird im entsprechenden Internetbrowser des Nutzers hinterlegt.

Die Briten kommen – Verschiedene Reiseportale haben gestern noch während des Halbfinales der Fußballeuropameisterschaft zwischen Spanien und Italien einen regelrechten Ansturm erlebt – die Nutzer kamen alles aus Groß Britannien. Präsident Boris Johnson hat das Ende der Reisebeschränkungen ab dem 19. Juli bekannt gegeben, mit den Worten „die Bevölkerung muss lernen mit dem Coronavirus zu leben“. Die Entscheidung ist nicht unumstritten und hat auch für Kritik in den eigenen Reihen gesorgt, die Fallzahlen steigen auch in Groß Britannien wieder an. Auf den Reiseportalen hat die Entscheidung für ordentlich Bewegung gesorgt, eine regelrechte Buchungslawine haben reisefreudige Briten gestern ausgelöst. 43% der Buchungen entfallen auf die Balearen, 22% der gestern abgeschlossenen Buchungen entfallen auf die Kanarischen Inseln.

70% der Hotels wieder geöffnet – 400 Hotels und Appartementanlagen auf den Kanarischen Inseln haben seit dem 1. Juli ihren Betrieb wieder aufgenommen. Die meisten von ihnen waren seit März 2020 geschlossen. Dabei rechnen die meisten nicht mit einer Auslastung von über 50% in den ersten beiden Sommermonaten. Teneriffa und Lanzarote zeigt sich bei den Wiedereröffnungen der touristischen Einrichtungen noch etwas schüchterner als die anderen Inseln. Die Ursache dafür lag in der Entscheidung der britischen Regierung, die die Reisefreiheit der Briten nochmal verschoben hat. Jetzt, mit der aktuellen Entscheidung die Reisefreiheit ab dem 19. Juli für Briten wieder vollständig herzustellen, wird auch auf Teneriffa und Lanzarote mit Öffnungen gerechnet

06.07.2021

Energie wird bis zu 505 Euro teurer – Seit sechs Tagen gilt in Spanien ein neuer Modus bei der Berechnung des Stromverbrauches. Obwohl die Mehrwertsteuer bei Stromrechnungen von der Regierung von 21% auf 10% gesenkt wurde, stehen am Ende des Jahres bis zu 300 Euro mehr auf der Rechnung, als vor der Tarifumstellung. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherschutzorganisation OCU. Sie hat innerhalb eines Models die beiden Stromtarife miteinander verglichen. Bei gleichem Konsumverhalten müssen Verbraucher in diesem Jahr bereits rund 140 Euro mehr für den Stromverbrauch bezahlen. Dazu kommen gestiegene Preise für Gas, Benzin und Diesel. Zusammengerechnet entfallen auf diese Energiefaktoren in diesem Jahr rund 500 Euro mehr als 2020.

Guardia Civil für mehr Diversität – Auf ihrem TikTok Kanal wirbt die Polizeieinheit Guardia Civil für mehr Diversität. Ganz offiziell und in Uniform stellen sich Beamte mit Namen und ihrer Geschlechtsidentität vor. Ein Novum innerhalb der europäischen Polizeieinheiten in einer Zeit, in der über Regenbogenfarben bei Fußballspielen diskutiert wird. Das Video geht seit gestern viral und ist bereits mehr als 30.000-mal geteilt worden – 250.000 Likes stehen unter dem Video auf dem TikTok Kanal.

La Graciosa komplett geimpft – Es ist ein kleines Beispiel und dient nicht für Vergleiche innerhalb der spanischen Impfkampagne. Trotzdem ist es ein gutes Signal: Die Bewohner der Insel La Graciosa sind komplett gegen COVID-19 geimpft, zumindest alle über 16 Jahren. Nur noch 12 Kinder zwischen 12 und 16 Jahren haben noch keine Impfdosis erhalten. Überhaupt zeigt die Impfkampagne auf den Kanarischen Inseln viel Dynamik. In der letzten Woche sind 186.000 Impfdosen verabreicht worden. 60% der Bevölkerung haben bereits mindestens eine Impfdosis gegen Corona erhalten. 827.000 Bürger des Archipels sind bereits komplett gegen das Virus geimpft.

Keine Liegestühle am Strand – In der Gemeinde San Bartolome de Tirajana auf Gran Canaria werden in diesem Jahr keine Liegestühle an den Stränden stehen. Die Rede ist von Maspalomas, Playa del Inglés, El Cochino und Meloneras. Auch die Kioske an den Stränden bleiben aller Voraussicht nach geschlossen. Die Ursache dafür ist nicht bei den Pachtunternehmen zu finden. Vielmehr hat es die Gemeinde bisher nicht geschafft eine neue Ausschreibung zu veröffentlichen. Der alte Pachtvertrag mit dem Unternehmen Perfaler ist im letzten Sommer ausgelaufen. Möglichkeiten für Ausschreibungen gibt es noch in den kommenden Wochen – ob sich Unternehmen auf die bereits begonnene Sommersaison bewerben ist aber eher unwahrscheinlich.

Lucía und Hugo bei Vornamen TOP – Neugeborene in Spanien sind im letzten Jahr am häufigsten mit den beiden Vornamen Lucía und Hugo getauft worden. Auf Platz zwei liegen die beiden Vornamen Sofía und Mateo. Für die Kanarischen Inseln gibt es eine eigene Zahlenerhebung: am häufigsten sind auf dem Archipel die beiden Vornamen María und Antonio im letzten Jahr verwendet worden. Möglich sind in Spanien auch geografische Vornamen wie India oder África – diese belegen in diesem Jahr Platz 499 und 530.

 

05.07.2021

Brandstiftung im Hafen von Arrecife – Die Flammen, die am Freitag im Sporthafen von Arrecife vier Autos zerstört haben, waren provoziert. Zwei Männer sitzen deswegen in Untersuchungshaft. Vorangegangen ist ein Streit um Geld und ein Einbruch. Einer der beiden Männer soll mit Benzin ein geparktes Auto in Brand gesetzt haben. Die Flammen haben nach wenigen Minuten auf drei weitere geparkte Fahrzeuge übergegriffen. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf Ladenlokale verhindert werden. Drei Fahrzeuge sind komplett ausgebrannt, ein viertes ist durch den Brand beschädigt worden.

Steigende Inzidenzen auf Teneriffa – Die 7-Tages Inzidenz liegt auf den Kanarischen Inseln bei 88,7. Die meisten Fälle verzeichnet Teneriffa. Von insgesamt 283 Neuinfizierten gestern sind 223 auf Teneriffa diagnostiziert worden, 46 auf Gran Canaria, acht auf Fuerteventura und vier auf Lanzarote. Zwei Inseln bereiten dem Gesundheitsamt besonders Sorgen: Teneriffa liegt bei einer 7-Tages Inzidenz von 147,4 und Fuerteventura hat heute einen Wert von 111,1. Für Teneriffa hat der Präsident Angel Victor Torres für die kommenden Tage intensive Kontrollen angekündigt. Besonders in den Abend- und Nachtstunden sollen illegale Fiestas und Partys unter Jugendlichen verhindert werden. Von aktuell 3.138 aktiven Corona Fällen auf Teneriffa entfällt ein Großteil auf Personen unter 40 Jahren, 165 Infizierte werden stationär behandelt, 24 liegen auf Intensivstationen.

Familienhotels im Trend – „Adults Only“ war gestern, heute liegt der Trend bei Hotelbuchungen bei „Familiy with Childs“. Wie familiengerechter Urlaub im Hotels ablaufen kann machen die die beiden Hotels der Kette HD-Hotels auf Teneriffa und Gran Canaria vor. Die Zimmer sind entsprechend möbliert und dekoriert – die Fotos der der Zimmer könnten in jedem Katalog für Kindermöbel publiziert werden – mit Stockbetten für Kinder, Holzspielzeug und Kuscheltieren. Gewonnen haben beide Etablissements bereits den Travelers’ Choice Award 2021 und liegen bei den Bewertungen auf Top Niveau. Auch bei TripAdvisor liegen die beiden HD-Hotels im Top Ranking. Bis vor 24 Monaten sah die Situation noch ganz anders aus – bis zu den Restrukturierungsmaßnahmen haben sich beide Hotels auf den Urlaub von Erwachsenen und Paaren konzentriert.

Blutspendemobile wieder unterwegs – Auf Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa sind ab heute wieder die mobilen Blutspendefahrzeuge unterwegs. Die Aktion dauert noch bis Freitag, entsprechende Orte und Zeiten können online auf efectodonacion.com abgerufen werden. Ebenfalls Online können Termine zum Blutspenden festgelegt werden.

Regierung verlost 10 Millionen Euro – Der sogenannte BONO Canario bietet 200 Euro für einen Urlaub auf den Kanarischen Inseln. 10 Millionen Euro sind im Topf und werden ab dem 12. Juli an kanarische Residenten verlost. Die Teilnahme für die Verlosung erfolgt über eine Registrierung auf der Webseite holaislascanarias.com. Der Teilnahmeschluss ist der 12. Juli. Eingelöst werden kann der Gutschein bei allen registrierten Urlaubsunterkünften auf allen acht Inseln. Mit der Aktion unterstützt die Regierung den regionalen Tourismus auf dem Archipel innerhalb der Werbekampagne als sicheres Reiseziel.

02.07.2021

Kanaren bei Onlinebuchungen TOP – Für Urlaub in Spanien gibt es aktuell nur wenige Einschränkungen. Das Robert-Koch Institut stuft Spanien aktuell nicht mehr als Risikogebiet ein. Damit gibt es in vielen Regionen Spaniens keine Reisebeschränkungen wegen der Corona Pandemie. Das Reisportal eDreams verzeichnet einen regelrechten Run auf Flüge, Hotels und Appartements auf den Kanarischen Inseln. Laut den Betreibern gehören die Inseln zu den 20 meistgesuchten Reisezielen in den vergangenen 14 Tagen.

Gesundheitssystem schreibt 1.200 Stellen aus – In kanarischen Krankenhäusern wird massiv Personal aufgestockt. Insgesamt sollen in den kommenden 12 Monaten zusätzlich 1.232 Stellen besetzt werden, in so gut wie allen operativen Bereichen außer in der Administration. Mit der Entscheidung reagiert die Regierung auch auf den immer größer werdenden Protest des Personals in Krankenhäusern. Seit Monaten steigen Überstundenkonten ohne Aussicht auf Besserung, Forderungen nach Streiks gab es in den vergangenen Monaten häufiger. Bis Dezember 2021 sollen 1.232 zusätzliche Stellen im Gesundheitsbereich besetzt sein.

Reiseveranstalter locken mit attraktiven Preisen – Reiseveranstalter wie TUI, FTI oder Alltours locken bereits jetzt mit attraktiven Preisen für Flüge oder ganze Reisepakte für die Kanarischen Inseln. Sicherheit ob diese Reisen oder Flüge stattfinden gibt es Stand heute nicht, trotzdem geben die Angebote der Reiseveranstalter Hoffnung in Zeiten der totalen Verunsicherung. Das wirtschaftliche Interesse im Tourismussektor ist weder erloschen noch hat sich das Preissegment verteuert. Im Gegenteil! Die Preise für Reisen oder Flüge zu den Kanarischen Inseln sind attraktiver als vor Beginn der Corona Krise. Sowohl TUIfly, als auch FTI, Alltours, Norwegian oder EasyJet locken mit günstigen Flugtickets oder All-Inklusive Angeboten.

Sechs von zehn Jugendlichen arbeitslos – Laut dem kanarischen Statistikamt waren zwischen Oktober und Dezember 2020 60% der Jugendlichen zwischen 18 und 25 Jahren ohne Beschäftigung. Diesen Zustand kritisiert die Coalición Canarias im kanarischen Parlament und fordert eine Kehrtwende in der aktuellen Politik. Der Fokus müsse sich laut Rosa Dávila, Abgeordnete im Parlament, und der Jugendbeauftragten der Partei, Verónica Meseguer, mehr auf diesen Teil der Bevölkerung konzentrieren, um eine Zukunftsperspektive zu bieten. Diese Lage trägt laut den Dávila stark zur Abwanderung von Fachkräften in der Region bei. Für das erste Quartal 2021 liegen noch keine Zahlen vor. Meseguer geht aber davon aus, dass sich diese Situation in den ersten Monaten 2021 noch verschlechtert hat.

40% mehr lokale Produkte bei Lidl – Der Supermarktdiscounter Lidl sorgt mit einer neuen Kampagne für mehr Unterstützung bei kanarischen Landwirten und Herstellern. 40% mehr Produkte aus kanarischer Herstellung werden in den Lidl Filialen auf dem Archipel seit dieser Woche angeboten. Darunter Milch und Käse, Fleisch, Fisch, Früchte und Gemüse, Wein und Erfrischungsgetränke. Darunter kanarische Marken wie Kalise, Sandra, San Mateo, Sada, Jucarne oder Vara del Rey. Die Weine der kanarischen Bodegas erhalten einen eigenen Platz in den Weinregalen bei Lidl. Seit 2010 sorgt der Supermarktdiscounter auch für den Export kanarischer Lebensmittelprodukte – Mojo, Käse oder Pizza von kanarischen Produzenten finden Abnehmer in Madrid, Barcelona oder Valencia.

 

01.07.2021

Inzidenzwert in Gefahr – Die Infektionszahlen steigen auf Teneriffa in besorgniserregender Geschwindigkeit. 209 Neuinfizierte notiert das Gesundheitsamt gestern auf der Insel. Deutlich langsamer aber deswegen nicht entspannter zeigt sich der Corona Verlauf auf Gran Canaria – 58 Personen haben sich gestern hier angesteckt. Auch auf Fuerteventura steigen die Infektionszahlen wieder an. Das Ergebnis gestern dort: 21 Corona Infizierte. Die Zahlen von gestern sind so hoch wie seit 84 Tagen nicht mehr. Das letzte Mal lagen die Infektionswerte am 8. April in diesem Bereich. Bisher noch nicht bestätigt werden konnte, ob die Delta Variante die Ursache für die kurzfristig steigende Zahl der Corona Infizierten ist. Sie gilt als deutlich ansteckender als alle bisher bekannten Mutationen des Virus.

Schwierige Kontaktverfolgung – Auf Teneriffa weigern sich 44 Jugendliche Informationen über ihr Bewegunsprofil der letzten Tage Preis zu geben. Sie wurden positiv auf das Corona Virus getestet. Jetzt stellt ihre Verweigerungstaktik die Kontaktverfolger des Gesundheitsamtes vor ein Problem. Angst vor Repressalien könnte ein Grund für ihre Haltung sein. Sie sollen trotz Corona Warnstufe III an nicht genehmigten Abschlussfeiern teilgenommen haben. In den letzten Monaten hat die Kontaktverfolgung ihre Effektivität mehrfach nachgewiesen, letzte Beispiel: das Fitnessstudio in Arrecife auf Lanzarote. Dort hatte ein Superspreader dutzende Mitglieder infiziert – die Kontaktverfolgung konnte mehr als 1.000 direkte und indirekte Kontakte über eine mögliche Infizierung informieren.

‘Angeles Alvariño’ verlässt die Kanarischen Inseln – Das Schiff ‘Angeles Alvariño’ war in den letzten Wochen der Hoffnungsträger für Beatriz Zimmermann, die Mutter von Olivia und Anna. Gestern hat die Besatzung die Suche nach der einjährigen Anna und Tomas Gimeno aufgegeben. Gefunden haben die Einsatzkräfte am 10.Juni die Leiche der sechsjährigen Olivia auf dem Meeresgrund vor Teneriffa. Der Vater und mutmaßliche Mörder der beiden Schwestern und Anna gelten weiterhin als vermisst. Die Tragödie hatte am 27. April begonnen, als Tomas Gimeno in einem Telefongespräch der Mutter der beiden Mädchen eröffnete, sie würde ihre Kinder nie mehr wiedersehen. Nach Angaben des spanischen Gleichstellungsministeriums wurden in den vergangenen acht Jahren, seit Beginn der statistischen Erfassung, 40 Kinder in Spanien von ihren biologischen Vätern oder den Partnern oder Ex-Partnern ihrer Mütter ermordet. Wenn sich der Verdacht im Fall von Anna erhärtet, sind es inzwischen 41.

Generalprobe auf Lanzarote – Wenn am Samstag rund 1.000 Triathleten in Puerto del Carmen auf Lanzarote ins Wasser springen startet nicht nur einfach ein Ironman Event – Es ist eine Generalprobe mit enormer Außenwirkung. In hunderte Länder weltweit übertragen dient das größte Sportevent der Kanarischen Inseln auch um für Vertrauen zu werben: als sicheres Reiseziel für Touristen aus ganz Europa. Für die sanitäre Sicherheit sorgen 350 Mitarbeiter und Freiwillige, auf drei Sportler kommt ein Eventbetreuer. In diesem Jahr steht für Organisatoren und Inselregierung aber nicht der schwerste Ironman der Welt im Mittelpunkt. Als erstes Event dieser Größenordnung seit Beginn der Pandemie wäre der größte Erfolg, eine ansteckungsfreie Veranstaltung in dieser Größenordnung durchzuführen.

Impfprozedere für Residenten ohne Sozialversicherung – Tausende deutsche Residenten leben dauerhaft auf den Kanarischen Inseln ohne entsprechende spanische Sozialversicherung. Auch für sie gibt es Möglichkeiten sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Aufgerufen dazu hat das spanische Gesundheitsministerium, eine entsprechende Pressemitteilung hat das deutsche Konsulat in Las Palmas auf Gran Canaria veröffentlicht. Zuständig für die Covid-19 Impfung ist das jeweilige Centro de Salud, dass der Meldeadresse am nächsten liegt. Dort können sich Residenten mit nicht spanischem Pass anmelden. Sie werden dann in der Prioritätsliste mitgeführt und entsprechend Alter und Vorerkrankung eingestuft.

30.06.2021

Kein Corona Test nötig – Deutschland gilt in Spanien bis mindestens 4. Juli nicht als Risikogebiet. Für die Einreise ist zurzeit keine PCR- oder Schnelltest notwendig. Trotzdem müssen Reisende vor ihrer Einreise das Formular auf der Webseite Spain Travel Health ausfüllen und den QR Code beim Check-In vorlegen. Diese Informationen stammen von der Webseite des deutschen Außenministeriums und sind mit den spanischen Informationen der Webseite des spanischen Gesundheitsministeriums abgeglichen worden.

Vernichtende Studie zum Thema Schienentrasse – Die Zugverbindung vom Norden in den Süden auf Gran Canaria ist weder finanzierbar noch gibt es ausreichend Nachfrage um die Verbindung auszulasten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität von Las Palmas. Demnach wäre die Zugverbindung nur zu maximal 50% ausgelastet. Für die rund 60 Kilometer Schienenverbindung würde der Zug 35 Minuten benötigen. Die Machbarkeitsstudie hat einen jährlichen Verlust von 156 Millionen Euro errechnet – nur in Bezug auf Gewinn und Verlustrechnung. Pendler die den Zug benutzen würden, würden zwar jährlich Geld einsparen im Bezug auf ihr Kraftfahrzeug – Pendler, die bisher die Busverbindung nutzen würden, müssten tiefer in die Tasche greifen.

Beschränkungen auf Teneriffa kassiert – Die Regierung schränkt ein, die Gerichte heben die Entscheidungen wieder auf – so, oder so ähnlich läuft es seit Ende des Alarmzustandes in Spanien. Aktuelles Beispiel Teneriffa: die Regionalregierung hat auf Basis von Corona Warnstufe III die Bewirtung in Innenräumen untersagt. Seit heute gilt diese Einschränkung auf Teneriffa trotz steigendes Inzidenzwerte überall auf der Insel nicht mehr. Hotels und Restaurants dürfen laut einem Gerichtsurteil in Innenräumen bis zu einer Auslastung von 50% Gäste empfangen und bewirten. Dem Urteil der Richter zufolge fehlt in der ursprünglichen Entscheidung der Regionalregierung der Nachweis, dass die steigenden Inzidenzwerte unter anderem auf die Bewirtungssituation zurück zu führen sind. Damit wird es in Zukunft für Regierungen schwer, Einschränkungen und Beschränkungen überhaupt durchzusetzen: Bis heute berufen sich alle Maßnahmen und Entscheidungen bei Thema Pandemie nicht auf wissenschaftliche Studien, die dem Gericht als Nachweise vorgelegt werden können. Auf Teneriffa steigt die 7-Tages Inzidenz seit Tagen, heute liegt der Wert bei 105 – auf allen anderen Inseln bis auf Fuerteventura liegt die 7-Tage Inzidenz bei unter 20.

Maske weiterhin Pflicht im Gepäck – Seit Samstag ist die Maskenpflicht in Außenbereichen aufgehoben. Einen Mundschutz sollte aber trotzdem jeder bei sich tragen – für den Fall das der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist die Maske wieder Pflicht und wird mit, bei nicht Tragen, mit Geldbußen geahndet. Theoretisch ist die Kontrolle des Mundschutzes durch die Sicherheitsbehörden möglich, die Geldstrafe liegt zwischen 100 und 3.000 Euro. In Innenbereichen ist der Mundschutz weiterhin Pflicht.

Änderungen beim Online Kauf – Ab dem 1. Juli gibt es für Kunden auf den Kanarischen Inseln Änderungen beim Onlinekauf. Bisher ist es Kunden nicht möglich die Zollabwicklung für Bestellungen über einem Warenwert von 150 Euro selbst zu erledigen. Dafür sind bis zum 30. Juni die Transportunternehmen zuständig. Daraus resultierte in der Vergangenheit eine häufig nicht nachvollziehbare Bearbeitungsgebühr zusätzlich zu den Zollgebühren. Ab morgen können Kunden bei Onlinekäufen entscheiden ob sie die Zollabwicklung über die Webseite vexcan.com selbständig übernehmen. Die Webseite der Finanzbehörde bietet dafür Formulare sowohl für Kunden als auch für Verkäufer an. Die Abwicklung ist komplett online möglich. Vorrausetzung dafür ist ein sogenanntes Certificado Digital, dass bei der jeweiligen Inselregierung beantragt werden kann. Das Certificado Digital ist auch für alle anderen Online-Dienste der Regierung notwendig.

29.06.2021

Neue Schule in Playa Blanca – Für Entlastung sorgt das neue Colegio in der Gemeinde Yaiza auf Lanzarote. 15 Klassen und 520 Schulkinder können ab September die neue Schule in Playa Blanca besuchen. Damit wird das bisher einzige Institut in Yaiza entlastet. Seit 2017 wird auf dem Grundstück gebaut, ob die Gebäude der Bildungseinrichtung zum neuen Schuljahr fertiggestellt und abgenommen werden, war bis vor einer Woche noch völlig unklar. Gestern hat die Gemeinde durch die Inspektoren des Bildungsministeriums grünes Licht für den Schulbetrieb 2021/2022 bekommen.

Intensivstation wieder COVID frei – Im Krankenhaus in Arrecife auf Lanzarote hat gestern der letzte Corona Patient die Intensivstation verlassen. Damit sind seit mehr als einem Jahr alle Intensivbetten im Hospital Doctor José Molina Orosa frei von COVID Patienten. Auch auf allen anderen Krankenhausstationen ist die Lage entspannt – lediglich ein Corona Patient wird noch in Arrecife behandelt. Auf Teneriffa liegen noch 16 Patienten wegen COVID auf Intensivstationen. Auf Gran Canaria sind sieben Intensivbetten deswegen belegt. Auf allen anderen Inseln gibt es keine Intensivbehandlung wegen Corona in Krankenhäusern.

Vogelkenner und Naturschützer kennen dieses Geschrei. Es stammt vom kanarischen Schmutzgeier. Bis vor wenigen Jahren noch vom Aussterben bedroht, steht die Spezies weiterhin unter Naturschutz. Auf Fuerteventura haben Naturschützer jetzt zu einer außergewöhnlichen Maßnahme gegriffen: sie statten den, auf den Kanarischen Inseln unter dem Namen Guirre bekannten Vogel mit GPS-Sendern aus, um die Brutplätze zu lokalisieren. Damit soll verhindert werden, dass zum Beispiel Windgeneratoren die Lebensräume des Schmutzgeiers zerstören. Mit vollem Einverständnis und Unterstützung durch die Regionalregierung – das Ministerium für Umweltschutz hat die Idee für gut befunden und finanzielle Unterstützung zugesichert. Vor allem die Brutplätze des Schmutzgeiers sind in der Regel schwer zu lokalisieren und befinden sich meist an steilen Felswänden.

Remote-Work mit Rabatten bei IberiaExpress – Nicht nur auf den Kanarischen Inseln stoßen Remote Worker auf offene Arme. Die Inselgruppe gehört zur aktuell beliebtesten Region für Telearbeiter, oder wie sie seit neustem auch genannt werden: Workationer – eine Kombi aus den beiden englischen Begriffen „Worker“ und „Vacation“. Sie erhalten jetzt an vielen Stellen Rabatte. Mit dem Code REMOTEWORKER2021 erhalten alle einen Rabatt auf Fluggreisen, deren Ziel mit einem Aufenthalt von mindestens 21 Tagen verbunden ist. Die Hotelkette Melia wirbt mit Rabatten von bis zu 20% für Reisende die einen längeren Aufenthalt auf Teneriffa, Lanzarote oder Fuerteventura suchen. Das größte Wachstum in Sachen „Remote Hub“ verzeichnet Teneriffa mit 200% in den letzten sechs Monaten und Gran Canaria mit 65%.

Günstige Immobilienpreise – In kaum einer anderen Autonomie ist der Traum von den eigenen vier Wänden günstiger als auf den Kanarischen Inseln. Im Schnitt kostet der Quadratmeter umbauter Raum auf dem Archipel 1.597 Euro. Das ist ein Ergebnis einer spanienweiten Analyse von Immobilien der Sociedad de Tasación. Billiger wird der Kauf von Eigenheim nur noch in Extremadura, Castilla-La Mancha und in Murcia. Die Rede ist bei diesen Zahlen von Neubauten, deutlich günstiger werden Gebrauchtimmobilien angeboten. Toppreise werden in Spanien für neue Immobilien vor allem in Madrid, Katalonien und dem Baskenland aufgerufen – hier liegt der Quadratmeterpreis zwischen 2.700€ und 3.900€ im Durchschnitt

28.06.2021

Ansteckungen vor allem unter 20- bis 29-jährigen – Jeder fünfte Corona Infizierte auf den Kanarischen Inseln ist unter 30 Jahre alt. Zwei Drittel des Inzidenzwertes belegen Menschen unter 40 Jahren. Das war mal anders. Bis vor wenigen Wochen waren es vor allem die über 65-jährigen die wegen COVID-19 besonders geschützt werden sollten, diese Altersgruppe hat über viele Monate hinweg die Krankenhausbetten auf den Kanaren belegt. Seit dem 9. Mai hat sich dieser Trend umgekehrt. Ein Grund dafür könnte die hohe Impfquote bei der älteren Generation sein, bei den über 65-jährigen gelten mehr als 85% als geimpft, bei den unter 40-jährigen liegt dieser Wert bei rund 33%. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute auf den Kanarischen Inseln bei 56 – auf allen Inseln bis auf Teneriffa liegt dieser Wert deutlich unter 50. Nur auf Teneriffa liegt die 7-Tage Inzidenz bei 103.

Kritik wegen neuen Beschränkungen für Teneriffa – Angel Victor Torres, Präsident der Kanarischen Inseln, hat auf die Kritik aus Teneriffa wegen der neuen Beschränkungen die für die Insel gelten reagiert. Unter den steigenden Infektionszahlen auf Teneriffa leidet der Tourismus auf allen Inseln des Archipels, so Torres. Das Ziel, den Inzidenzwert deutlich unter 50 zu halten, ist für den Erfolg des wichtigsten Wirtschaftsmotors des Archipels Grundvoraussetzung. Teneriffa hat es letztendlich selbst in der Hand, die Verantwortung dafür liegt bei den Bürgern der Insel. Laut Torres gehe es nicht nur um Juli und August, sondern auch um die kommende Wintersaison und um Vertrauen bei Reiseveranstaltern und Urlaubern. Auf Teneriffa gilt seit einer Woche wieder Corona Warnstufe III, während auf allen anderen Inseln bis auf Lanzarote Corona Warnstufe I gilt.

Zwei Geschwindigkeitsradare auf Gran Canaria und Teneriffa sorgen für 27.000 Bußgeldbescheide – Sie sind fest eingebaut und messen seit Jahren die Geschwindigkeit von Fahrzeugen auf Teneriffa und Gran Canaria. Trotzdem sorgen sie für den größten Umsatz bei Bußgeldbescheiden im Spanienweiten Vergleich. Obwohl eigentlich jedem Autofahrer auf der GC-1 und auf der TFE-1 bekannt sein müsste ab welchem Kilometer Fotos wegen zu hoher Geschwindigkeit gemacht werden, haben im letzten Jahr 27.000 Autofahrer auf den Kanarischen Inseln Post von der Verkehrsbehörde erhalten. 73-mal pro Tag überschreiten Verkehrsteilnehmer an diesen beiden fest verbauten Radargeräten die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Insgesamt waren in Spanien im letzten Jahr, trotz Lock-Down und Ausgangsbeschränkungen, 2.5 Millionen Autofahrer zu schnell unterwegs.

Ratten in Las Palmas – Im Stadtteil Escaleritas in Las Palmas auf Gran Canaria beschweren sich Anwohner über eine Rattenplage. Berichte über Ratten, die durch Abflüsse bis in Appartements und Wohnhäuser gelangen, liegen der Tageszeitung Canarias7 vor. Anwohnern von Escaleritas zufolge hat sich die Belästigung in den letzten Wochen verstärkt. Jetzt, mit heißen Temperaturen, bleiben Fenster und Türen den ganzen Tag über geschlossen – die Angst vor den Nagetieren ist zu groß. Eine Reaktion der Stadtverwaltung zum Bericht der Tageszeitung steht noch aus.

5.000 Projekte für grüne Energieversorgung – 40% des Energiebedarfs der Kanarischen Inseln sollen bis 2026 aus regenerativen Energiequellen gewonnen werden. Dafür stehen aus dem EU-Fonds „Next Generation“ 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Beantragt worden sind dafür bereits mehr als 5.000 Projekte, 4.900 davon stammen aus öffentlichen Ausschreibungen. Alleine 90 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren für Ladestationen von E-Autos investiert werden, mit weiteren 350 Millionen Euro sollen die Dächer von allen öffentlichen Einrichtungen mit Photovoltaik ausgestattet werden. Eine halbe Milliarde Euro wird in die Errichtung von Windgeneratoren vor der Küste fließen.

25.06.2021

Steigende Armut – Auf den Kanarischen Inseln leben 335.000 Personen unterhalb der Armutsgrenze – das entspricht knapp 16% der Bevölkerung. Topwert in Spanien. 280.000 weitere Einwohner sind von Armut bedroht. Auch dieses Ergebnis ist in keiner anderen spanischen Autonomie zu finden. Ein Trend der sich trotz sinkender Arbeitslosigkeit auf den Kanarischen Inseln fortsetzt. Die Analyse von FOESSA hat es in sich und ist belastbar: untersucht worden sind im Gegensatz zur Analyse der Caritas statt drei Indikatoren 35. Darunter Wohnsituation, Gesundheit, Bildung, soziales Umfeld oder politische Teilnahme. Der Bericht von FOESSA zeigt die Folgen von Corona und Wirtschaftskrise im sozialen Bereich deutlich auf. Ein Drittel der kanarischen Bevölkerung hat entweder den Anschluss an den sozialen Standard verloren oder läuft Gefahr ihn in den kommenden Jahren zu verlieren.

Zwei Sonnencremes durchgefallen – Der spanische Verbraucherschutz OCU hat 25 Sonnencremes für Erwachsene und Kinder getestet. Am besten abgeschnitten haben, wie in den Jahren zuvor auch, Sonnenschutzprodukte der Supermarktketten Lidl und Mercadona. Nicht wegen besserem Schutzfilter, sondern wegen des Preis/Leistungsverhältnisses. Unter den Top 10 finden sich auch Produkte der Marken Nivea, Biotherm und Avéne wieder. Zum ersten Mal hat die Verbraucherschutzorganisation OCU in diesem Jahr bei der Bewertung auch die Nachhaltigkeit der Verpackung getestet. Mehr zu den Ergebnissen gibt es im Internet auf ocu.org.

Camping Papagayo öffnet zwischen Juli und September – Einen Autokorso wird es Ende des Monats in Arrecife auf Lanzarote nicht geben, zumindest keinen Campingkorso. Die aktuelle Pressemitteilung der Gemeinde Yaiza nimmt der Vereinigung der Camping- und Wohnmobile Besitzer den Wind aus den Segeln, bzw. erfüllt ihre Forderung vollständig: der Campingplatz Papagayo öffnet von Juli bis September. Allerdings werden statt rund 1.000 Stellplätzen nur rund 300 verfügbar sein. Wegen der aktuellen Pandemielage. Reserviert werden können die Stellplätze ab der kommenden Woche in der Gemeinde Yaiza.

Impfzertifikat Downloaden – Auf der neuen Webseite der Regierung miCertificadocovid.com steht für in Spanien geimpfte Personen das digitale EU Impfzertifikat in spanischer und englischer Sprache zur Verfügung. Notwendig für den Zugriff ist eine spanische Mobilfunknummer und eine D.N.I. oder N.I.E. Nummer. Nach der Eingabe dieser beiden Informationen auf der Webseite erhält der Anwender einen vierstelligen Bestätigungscode für den PDF-Download mit QR Code. Der Download steht unbefristet zur Verfügung.

Spanien hat gewählt, Papagayo hat gewonnen – Der Strand Papagayo im Naturschutzgebiet Papagayo auf Lanzarote ist unter den Wählern des Magazin Traveler.es zum besten Beach Spaniens gewählt worden. Mit dem türkis blauen Wasser, den schwarzen Lavafelsen, dem weißen Sand und dem Blick nach Fuerteventura konnte kein anderer Strand in Spanien mithalten. Die Leser des Onlinemagazins haben den Playa Papagayo deutlich vor allen anderen Stränden gewählt. Mehr Infos dazu auf Traveler.es.

 

24.06.2021

Teneriffa auf Corona Warnstufe 3 – Wegen der weiter steigenden Infektionszahlen auf Teneriffa, gilt seit heute auf dieser Insel wieder Corona Warnstufe III. Davon ist vor allem der Gastronomiesektor betroffen, Bars und Restaurants schließen wieder um 23.00 Uhr. Teneriffa hat heute eine 7-Tages Inzidenz von 98,6 – innerhalb von vier Tagen ist der Inzidenzwert um 30 Infizierte pro 100.000 Einwohner gestiegen. Gran Canaria, La Palma, El Hierro und La Gomera befinden sich auf Corona Warnstufe I. Nur noch das Nachtleben ist auf diesen Inseln von Einschränkungen betroffen und muss spätestens um 02.00 Uhr nachts ihre Geschäftstätigkeit beenden. Lanzarote befindet sich auf Warnstufe II – hier endet die Bewirtung um 0.00 Uhr.

EU Impfnachweis auch ohne digitales Zertifikat Die gute Nachricht gleich vorneweg – die neue Webseite der Regierung miCertificadocovid.com ist seitdem sie gestern online gestellt wurde nicht zusammengebrochen. Es geht um das internationale Impfzertifikat gegen COVID. Anders als bisher ist es auf dieser Webseite möglich, das Zertifikat ohne ein persönliches digitales Zertifikat als PDF File herunterzuladen. Notwendig ist seit gestern dafür lediglich eine D.N.I. Nummer oder eine N.I.E. Nummer und die Handynummer. Nach einem Bestätigungscode, der per SMS gesendet wird ist ein Download möglich.

70% der Hotels öffnen ab Juli wieder – 400 Hotels und Appartementanlagen auf den Kanarischen Inseln öffnen wieder ab dem 1. Juli. Die meisten von ihnen waren seit März 2020 geschlossen. Dabei rechnen die meisten nicht mit einer Auslastung von über 50% in den ersten beiden Sommermonaten. Teneriffa und Lanzarote zeigt sich bei den Wiedereröffnungen der touristischen Einrichtungen noch etwas schüchterner als die anderen Inseln. Die Ursache dafür liegt in der aktuellen Entscheidung der britischen Regierung, die die Reisefreiheit der Briten auf Basis der aktuellen Pandemieentwicklung anders als erwartet verschoben hat.

Neue Regelung bei Unfällen im Straßenverkehr – Ab dem 1.Juli müssen Autofahrer in Spanien neben den bekannten Warndreiecken auch sogenannte Signalleuchten mitführen. Grund dafür ist ein neues Verkehrsgesetz. Auf Straßen mit nur einer Fahrtrichtung wie zum Beispiel Autobahnen oder Straßen mit mehreren Fahrspuren in beide Richtungen, ist das Betreten der Fahrstreifen und auch des Randstreifens verboten. Somit ist auch das Aufstellen von Warndreiecken, mindesten 50 Meter von der Unfallstelle entfernt, nicht immer möglich – Beispiel Tunnel oder Unterführungen. In diesen Fällen reicht eine Positionsleuchte, die gut sichtbar auf dem Autodach angebracht wird, als Warnhinweis für andere Verkehrsteilnehmer aus. Das sogenannte „Help Flash“ oder auch V-16 genannt ist zertifiziert und an Tankstellen oder Geschäften für Autozubehör erhältlich.

Naviera Armas mit neuem, schnellem Katamaran – Für die Fährverbindung zwischen Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife konkurrieren jetzt Naviera Armas und Fred Olsen nicht nur um den Preis. Auch bei der Zeit sind beide Reedereien jetzt gleich auf. Naviera Armas wird ab dem 20. Juli den neuen Katamaran «Volcán de Taidía» auf dieser Strecke einsetzen. Es ist das Modernste was die Welt der Fährschiffe aktuell zu bieten hat. 111 Meter lang, Platz für 1.184 Passagiere und 215 Fahrzeuge und einer Höchstgeschwindigkeit von 34 Knoten, umgerechnet 63 Km/h.

23.06.2021

Wie geht’s auf Teneriffa weiter – COVID, Corona, Inzidenzwerte – auf sieben von acht Inseln ist alles was mit der Pandemie zu tun hat im grünen Bereich. Anders auf Teneriffa! 80% der Neuinfektionen finden in diesen Tagen rund um den Teide statt, vor allem in Santa Cruz de Tenerife. Vom Ausland aus betrachtet spielt es für Regierungen bisher keine Rolle wie hoch die Inzidenz auf einzelnen Inseln liegt, betrachtet wird bei der Entscheidung ob Risikogebiet oder nicht immer die gesamte Autonomie. Der größte Wirtschaftsmotor der Kanaren hängt in erster Linie von dieser Entscheidung ab. Die 7-Tageinzidenz liegt auf Teneriffa bei 95, die 14-Tageinzidenz bei 165. Heute wird auf politischer Ebene beraten, mit welchen Maßnahmen die steigenden Infektionszahlen auf Teneriffa unter Kontrolle gebracht werden können. Auf Gran Canaria liegt die 7-Tageinzidenz heute bei 18,6, auf Lanzarote bei 36,5, auf La Gomera bei 13,8 und auf La Palma und El Hierro bei 0.

Wieder Gewalt gegen Frauen – In Jinamar bei Las Palmas auf Gran Canaria haben sich im 11. Stock eines Wohnblocks dramatische Szenen abgespielt. Der Aggressor sitzt mittlerweile in Haft. Nachbarn hatten die Polizei verständigt, nachdem aus der Wohnung minutenlang Hilferufe zu vernehmen waren. Für den Täter gab es bereits vor der Tat einen Haftbefehl, nach ihm wurde gefahndet. Er hat in einer früheren Beziehung seine Partnerin schwer verletzt und ist verurteilt. Jetzt hatte er auf dem Balkon der Wohnung damit gedroht, das gemeinsame 12 Monate alte Baby aus dem 11. Stock zu werfen. Als die Mutter mit dem Kind zwei Stockwerke tiefer zu ihrer Schwester fliehen konnte, verschaffte sich der mutmaßliche Täter Zugang zu der Wohnung und hat sowohl bei seiner Partnerin als auch bei deren Schwester Gewalt angewendet. Der Täter hat bei seiner Verhaftung geweint und jegliche Vorwürfe abgestritten.

Impfrekord – 35.150 Impfdosen sind auf den Kanarischen Inseln gestern verabreicht worden. So viele wie noch nie seitdem es einen Impfstoff gegen COVID-19 gibt. Insgesamt sind seit Beginn der Impfkampagne auf den Kanaren mehr als 1.5 Millionen Impfdosen verteilt worden. Komplett geimpft sind in der Autonomie bereits 33%, 55% der Bevölkerung haben bisher mindestens eine Impfdosis erhalten.

108 Flüchtlinge gerettet – Zwei Flüchtlingsboote sind gestern vor Fuerteventura lokalisiert worden, gerettet werden konnten von der Küstenwache alle Flüchtlinge. Insgesamt waren 108 Personen an Bord der beiden Pateras, darunter auch 32 Frauen und sechs Kinder. Die beiden Bootsführer der Patera die letzte Woche vor Orzola auf Lanzarote gekentert ist, sitzen in Untersuchungshaft. Bei der Tragödie konnten nur 41 der insgesamt 45 Flüchtlinge gerettet werden. Vier Personen, darunter ein Kind, sind bei dem Unfall ums Leben gekommen.

First Lego League – Auf Teneriffa treten am Wochenende die Finalisten der beiden Wettbewerbe „First Lego League EXPLORE“ und „First Lego League CHALLENGE“ zum Finale an. In den beiden Altersgruppen 6-10 Jahre und 9-16 Jahre. Dabei geht es um den Einstieg in die Welt der Forschung und Robotik. 61 Teams und 600 Teilnehmer haben in Spanien in diesem Jahr an dem Wettbewerb teilgenommen. In 98 Ländern weltweit werden an diesem Wochenende die Gewinner gewählt. Los geht’s am Samstag ab 15.00 Uhr. Das Finale wird in den meisten Ländern online über YouTube übertragen.

 

22.06.2021

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Keine Liegestühle am Strand – In der Gemeinde San Bartolome de Tirajana auf Gran Canaria werden in diesem Jahr keine Liegestühle an den Stränden stehen. Die Rede ist von Maspalomas, Playa del Inglés, El Cochino und Meloneras. Auch die Kioske an den Stränden bleiben aller Voraussicht nach geschlossen. Die Ursache dafür ist nicht bei den Pachtunternehmen zu finden. Vielmehr hat es die Gemeinde bisher nicht geschafft eine neue Ausschreibung zu veröffentlichen. Der alte Pachtvertrag mit dem Unternehmen Perfaler ist im letzten Sommer ausgelaufen. Möglichkeiten für Ausschreibungen gibt es noch in den kommenden Wochen – ob sich Unternehmen auf die bereits begonnene Sommersaison bewerben ist aber eher unwahrscheinlich.

Maskenpflicht auf den Kanaren – Spanien ist in Sachen Mundschutz auf dem Weg zu mehr Normalität. In wenigen Tagen ist der Mund- und Nasenschutz in Außenbereichen nicht mehr obligatorisch. Die Regionalregierung sucht jetzt nach Maßnahmen und Möglichkeiten innerhalb der acht Inseln je nach Infektionsgeschehen individuelle Regelungen für die Maskenpflicht zu finden. Dabei macht der Pandemieverlauf auf Teneriffa den Politikern aktuell Sorgen. Innerhalb der Autonomie liegt die sieben und 14-Tage Inzidenz bei 50 bzw. 94 – Werte die für ein Ende der Maskenpflicht in Außenbereichen sprechen. Isoliert betrachtet liegen diese beiden Werte auf Teneriffa bei knapp unter 100 bzw. bei 180. Geprüft wird aktuell ob die Regionalregierung rechtlich die Kompetenz besitzt, individuell je nach Insel die Maskenpflicht aufrecht zu erhalten.

Kreuzfahrt mal anders – Die Sea Cloud Spirit ist in Hamburg vom Stapel gelaufen. Der Drei-Master mit insgesamt mehr als 4.000 m² Segelfläche bietet Kreuzfahrt-Luxus mit nostalgischem Flair. In 69 Kabinen biete die Reederei Windjammererlebnis mit dem Wohfühlanspruch des 21. Jahrhunderts. Ab November sind Kreuzfahrten auf dem 138 Meter langen Segelschiff direkt von den Kanarischen Inseln möglich. Voraussetzung sind Corona-Impfung und ein gut gefühlter Geldbeutel – die Preise bewegen sich zwischen 3.000 und 5.000 Euro pro Nacht und Hafen. Mehr Infis zu den Luxusreisen auf seacloudcruises.de.

Kein PCR-Test bei der Einreise – Spanien hat die Liste der Risikoländer aktualisiert. Die Einreise nach Spanien ist mit einem Antigen-Schnelltest möglich. Stattdessen reicht auch ein vollständiger Impfnachweis gegen COVID oder ein Nachweis über eine Überstandene Corona Erkrankung aus. Das hat die spanische Regierung heute im Boletin Oficial veröffentlicht. Die Impfung muss 14 Tage vor Einreise abgeschlossen sein.

21.06.2021

The Eternals ab November im Kino – Fuerteventura ist im neuen Trailer von Marvel Studios zum Blockbuster „The Eternals“ unschwer zu erkennen. Die Dreharbeiten sind auf der Insel letztes Jahr im Februar abgeschlossen worden. Neben Angelina Jolie waren auch Selma Hayek, Richard Madden oder Gemma Chan zu den Dreharbeiten auf Fuerteventura. Der Trailer zum Film ist vor wenigen Stunden veröffentlicht worden. In die Kinos kommt The Eternals ab November 2021.

Strom wird günstiger – Ab Juli wird die Stromrechnung auf den Kanarischen Inseln günstiger oder auch teurer – das hängt in Zukunft in erster Linie vom Verbraucherverhalten ab. Bis zu zwei Euro pro Monat sparen all diejenigen, die an ihrem täglichen Umgang beim Stromverbrauch nichts ändern. Drei Preiskategorien gibt es ab Juli – zwischen 10.00 Uhr und 14.00 Uhr und 18.00 Uhr und 22.00 Uhr ist der Strompreis am teuersten. Zwischen 8.00 Uhr und 10.00 Uhr und zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr liegt der Preis im Mittelfeld. Am wenigsten Stromkosten fallen für den Verbrauch zwischen Mitternacht und 8.00 Uhr morgens an. Das Laden eines E-Autos in den Nachtstunden ist damit zum Beispiel deutlich günstiger als tagsüber. Ob die Bevölkerung die neuen Stromtarife überhaupt annimmt werden die kommenden Monate zeigen. Laut den Stromanbietern erwarten uns in den kommenden Jahren gravierende Preisveränderungen in der täglichen Stromkonsumkurve.

64 blaue Flaggen – An 59 Stränden und fünf Sporthäfen wehen in diesem Jahr blaue Flaggen. Das Gütesiegel für Wasserqualität, sanitäre Anlagen und Barrierefreiheit. Fünf blaue Flaggen mehr als letztes Jahr haben die Kanarischen Inseln erhalten. Auf Lanzarote sind die Strände El Reducto, Las Cucharas, Playa Grande, Pila de la Barrilla, Pocillos, und Playa Blanca ausgezeichnet worden. Auf Fuerteventura haben Corralejo Viejo, Grandes Playas und La Concha eine blaue Flagge erhalten, sowie Butihondo, Costa Calma, El Matorral und Morro Jable. Auf Gran Canaria weht in diesem Jahr an 15 Stränden dieses Gütesiegel, darunter Las Canteras, El Íngles, Maspalomas, Meloneras, San Augustín, Hoya del Pozo, La Garita, Melenera und Salinetas. Die sogenannte Bandera Azul ist ein Umweltzeichen aus dem Bereich des nachhaltigen Tourismus, das jedes Jahr an Strände an Küsten, Binnengewässer und Marinas vergeben wird, die in der vorangegangenen Saison Standards hinsichtlich Umweltbildung, Umweltmanagement, Dienstleistungsgüte und Wasserqualität eingehalten haben. Die Blaue Flagge wird von der Stiftung für Umwelterziehung an Strände in mehr als 40 Ländern in Europa, Südafrika, Neuseeland, Kanada und der Karibik vergeben. Spanien hat insgesamt in diesem Jahr 713 blaue Flaggen erhalten, so viele wie kein anderes Land in diesem Jahr.

Nur noch Teneriffa und Lanzarote auf Warnstufe 2 – Auf Gran Canaria gilt weiterhin Corona Warnstufe 1. Genauso wie auf Fuerteventura, El Hierro, La Gomera und La Palma. Bis zu 10 Personen können sich auf diesen Inseln treffen, in Restaurants auf den Außenterrassen essen oder Veranstaltungen besuchen, für die Innenbereiche gilt eine maximale Personenzahl von sechs. Corona Warnstufe 2 gilt weiterhin für Lanzarote und Teneriffa. Hier ist die Personenzahl auf sechs beschränkt. Die 7-Tage Inzidenz liegt auf den Kanarischen heute bei 46,97, die 14-Tage Inzidenz bei 89,94.

Telearbeit weiterhin TOP – Die Nachfrage nach Telearbeitsplätzen bleibt auf den Kanarischen Inseln weiterhin hoch – trotz sinkender Infektionszahlen und stark gestiegener Impfquoten. Laut der Vereinigung der Vermieter von Ferienwohnungen sind gut die Hälfte der Reservierungen in den kommenden Monaten durch dieses Kundensegment vorgenommen worden – sie bleiben in der Regel mindestens zwei bis drei Monate auf den Kanarischen Inseln, zum Teil auch bis zu sechs Monate. Unter ihnen sind neben Deutschen und Holländern vor allem Polen, Tschechen, Ungarn und Bulgaren. Die Zahl der Telearbeiter wird aktuell auf 8.000 geschätzt, deren Arbeitgeber in London, Berlin, Paris oder Madrid sitzen. Die Regierung will in diesen Bereich investieren und bis 2026 30.000 Telearbeiter auf die Kanarischen Inseln holen.