Mix Radio Gran Canaria

17. September 2019

E-Bus in Las Palmas – In der Inselhauptstadt von Gran Canaria verkehrt zur europäischen Mobilitätswoche der erste E-Bus der Insel. 155 Fahrgäste finden in dem 18 Meter langen E-Bus der Marke Iriziar Platz. Gestern konnte das Modell „ie bus 18“ bereits auf mehreren Buslinien eingesetzt werden. Der E-Bus verfügt über die modernste Schnellladetechnologie und kann innerhalb von wenigen Minuten im Ultra Fast Lademodemodus seine Lithium-Ionen-Batterie wieder mit Strom füllen. In Spanien sind aktuell 81.000 E-Fahrzeuge angemeldet, drei Prozent auf den Kanarischen Inseln.

Mercadona in Alcaravaneras – Im historischen Mercado Central in Las Palmas auf Gran Canaria zieht der Supermarktdiscounter Mercadona ein. Das meldet heute die Tageszeitung Canarias7 und beruft sich auf Informationen aus der Regierung. Genau dort wo bisher Einheimische und Touristen an kleinen Ständen lokale Produkte wie Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst gekauft haben erhält Mercadona im Obergeschoß auf einer Fläche von 2.000m² die Möglichkeit seine Produkte anzubieten. Verhandelt wird jetzt welche Produkte Mercadona auf der Verkaufsfläche anbieten darf ohne dabei den Absatz der kleineren Anbieter mit Ständen im Erdgeschoß zu gefährden.

Miss International auf Fuerteventura – Im Club Aldiana auf Fuerteventura tummeln sich in diesen Tagen die schönsten Frauen Spaniens. Mit dabei Cres de Olmo und Daniel Montesdeoca, beide seit mehr als 20 Jahren die Macher der Marke Miss International. Seit 59 Jahren steht dieser Name für die schönsten Frauen der Welt. Spanien hat den Titel in den vergangenen 40 Jahren vier Mal geholt, darunter auch Silvia de Estaban von den Kanarischen Inseln. In dieser Woche bewerben sich auf Fuerteventura aus jeder spanischen Autonomie die schönsten Frauen für eine Nominierung zur Wahl zur Miss International in Tokyo am 12. November.

Arbeit ja, Wohnung nein – Die aktuelle Wohnungssituation auf den Kanarischen Inseln und das weiterhin fehlende Gesetz zur Regulierung der Ferienvermietung führt in einigen Regionen der Autonomie zu gravierenden Situationen. In der Theorie kostet ein Zimmer mit 12 m² möbliert 263 Euro. Allerdings gibt es keine freien Zimmer, auch keine freien Appartements und auch sonst gleicht die Suche nach Mietobjekten auf den Kanarischen Inseln eher einer Odyssee als eine lösbare Aufgabe, immer mehr Mietobjekte werden in Ferienwohnungen umgewandelt. Dabei sind die Mieten auf den Kanarischen Inseln sowieso um 17% in diesem Jahr gestiegen. Sowohl Caritas, als auch das Rote Kreuz und die sozialen Einrichtungen in den Gemeinden melden immer mehr Bürger, die verzweifelt nach Wohnraum suchen. Parallel entwickelt sich die Szene der Hausbesetzer von einer Punker- und Hippie-Bewegung in die Mitte der Gesellschaft: immer wieder sind unter den Okupas Arbeiter und Angestellte, die trotz einer geregelten Arbeit keine Mietwohnung finden.

Reichensteuer – Ginge es nach den Vorstellungen der Partei Podemos, gäbe es nach den nächsten Wahlen auf den Kanarischen Inseln eine neue Steuer für Jahreseinkommen über 150.000 Euro. Damit würden laut einer Kalkulation des spanischen Finanzamtes rund 400 Millionen Euro mehr pro Jahr im spanischen Haushalt landen. Betroffen von dem Plan, eine Reichensteuer einzuführen, sind 91.000 Personen in Spanien, auf den Kanarischen Inseln sind es 2.800. Das aktuelle Steuersystem sieht für Kapitalerträge, egal in welcher Höhe, eine maximale Steuerlast von 23% in Spanien vor. Für die Partei Podemos deutlich zu wenig im Vergleich zum Otto Normalverbraucher, der auf sein monatliches Einkommen genauso viel an den Staat abführt.

13. September 2019

40% würden wieder PSOE wählen – Wären morgen Wahlen würde die PSOE auf den Kanarischen Inseln mit 40% der Wählerstimmen wieder die stärkste Partei werden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, erstellt vom Centro de Investigadores Sociológicos, kurz CIS. Bei der letzten Wahl haben die Sozialisten auf den Kanarischen Inseln 27,85% der Wählerstimmen erhalten. Das aktuelle Ergebnis zeigt wie zufrieden die Canarios mit der Politik der PSOE sind, bzw. wie unzufrieden sie mit PP, Unidos Podemos oder Ciudadanos sind. Weiter gefallen in der kanarischen Wählergunst ist die PP mit 14,6%, die Protestpartei Unidos Podemos 8,7% und die Coalicion Canarias würde aktuell nur noch 4,2% der Wählerstimmen erhalten. Nach der Frage welcher Politiker am sympathischsten ist, erhält der aktuelle spanische Ministerpräsident mit 5,5 Punkten das beste Ergebnis, gefolgt von Alberto Rivera mit 4,1 und Pablo Casado 3,8 Punkte.

Militärübung beendet – Die 16. Brigade des spanischen Heeres hat ihre Militärübung heute Nacht beendet. Von Sontag bis gestern waren Infanterie und Marine rund um Fuerteventura im Einsatz um den Ernstfall zu proben. Mit dabei auch 50 Militärangehörige der USA. Geübt worden ist mit Hilfe von Truppentransportern der Einsatz hinter feindlichen Linien für bevorstehende Szenarien auf afrikanischem Gelände. Diese Einsatzgruppe hat den Namen AFRICOM erhalten. Heute und morgen finden auf den beiden Truppenübungsplätzen auf Fuerteventura Schießübungen statt.

Arrecife zahlt erst nach 364 Tagen – Das Rathaus von Arrecife auf Lanzarote benötigt mehr als ein Jahr um Rechnungen zu bezahlen. Das ist einem aktuellen Bericht des Innenministeriums zu entnehmen. Die gesetzlich dafür vorgeschriebene Frist liegt bei 30 Tagen. Nur die Gemeinde San Bartolome zahlt an ihre Lieferanten innerhalb von 24 Tagen, alle anderen Gemeinden brauchen länger um offene Forderungen zu begleichen. Haría liegt mit 35 Tagen nur leicht außerhalb der vorgegebenen Frist, Teguise benötigt 54 Tage, Tinajo 146 Tage. Von den beiden Gemeinden Tías und Yaiza gibt es keinerlei Zeitangabe, diese beiden Gemeinden zahlen ihre Rechnungen erst nach 12 Monaten oder noch später.

Weniger Deutsche – An kanarischen Flughäfen sind im August 7,2% weniger Passagiere gezählt worden. Insgesamt 1,03 Millionen Personen sind im letzten Monat über einen kanarischen Flughafen auf den Archipel gereist, 74.000 weniger als noch vor einem Jahr im August. Betrachtet man die Ergebnisse nach Nationalitäten ist der größte Einbruch unter deutschen Touristen zu verzeichnen – Im letzten Monat 61.000 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Im Vergleich einzelner Inseln leidet Gran Canaria am stärksten unter dem Verlust internationaler Fluggäste, nur Teneriffa erreicht im August ein positives Ergebnis. Auf allen anderen Inseln sind die Zahlen rückläufig. Den größten Verlust bei deutschen Touristen erlebt die Insel Fuerteventura, seit Jahresbeginn 133.000 Touristen aus Deutschland weniger als im letzten Jahr von Januar bis August.

Bioprodukte gewinnen an Akzeptanz – 9 von 10 Canarios wollen mehr Bioprodukte im Alltag konsumieren. Das ist das Ergebnis von Barometer Honest, einer Studie durchgeführt von Instituto Sondea. Allerdings weiß die Hälfte der Befragten nicht wie sie ihre Ernährung verändern können. Dabei spielt der höhere Preis, der Zugang zu nachhaltigen Produkten und Schwierigkeiten bei der Unterscheidung zwischen Bio und nicht Bio eine Rolle. 75% der Befragten fühlt sich nicht ausreichend informiert zum Thema „Gesunde Ernährung“. Dabei unterschieden sich die Ergebnisse der Umfrage zwischen der kanarischen Autonomie und anderen Regionen in Spanien kaum. Immerhin werden von rund 60% der Bevölkerung in Spanien bereits mehrfach pro Woche Bioprodukte verwendet.

12. September 2019

Zahl der Flüchtlinge verdoppelt – Seit Jahresbeginn sind auf den Kanarischen Inseln doppelt so viele Flüchtlinge aus Afrika angekommen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die meisten von ihnen haben in Booten Lanzarote und Gran Canaria erreicht. 752 Flüchtlinge in 58 Booten. Alleine in diesem Monat sind 139 Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent in Booten an den kanarischen Küsten angekommen. Aktuell verfügt die kanarische Autonomie nur noch über ein Auffanglager auf Teneriffa, alle anderen Zentren sind bereits vor Jahren geschlossen worden. Dieses Auffanglager bei Hoya Fria ist für maximal 215 Personen ausgelegt. Alle volljährigen Flüchtlinge werden aktuell in dieses Flüchtlingslager gebracht, schwangere Frauen und minderjährige unbegleitete Flüchtlinge werden in lokalen Einrichtungen auf den jeweiligen Inseln versorgt. Die Ursache für den starken Anstieg der Flüchtlingszahlen sind unbekannt. Zum Vergleich: In 2017 lag die Zahl der Flüchtlinge aus Afrika in der kanarischen Autonomie bei 133, von Januar bis 15. September dieses Jahres sind bereits 752 Flüchtlinge aus Afrika an den kanarischen Küsten angekommen.

Beach Inspektor zeichnet Cofete aus – Das Portal ist vergleichbar mit booking.com oder AirBnB, konzentriert sich aber in erster Linie auf den Traumstrand zum Hotel und nicht umgekehrt. Auf Beach-Inspector.com werden Strände bewertet und ausgezeichnet. Cofete im Südwesten von Fuerteventura hat es neben Manda Bay in Kenia, Semeti Beach in Indonesien oder Pai Plong in Thailand unter die 10 schönsten Strände weltweit geschafft. Hotels in der Nähe Fehlanzeige! Rund 1,5 Stunden Fahrt über Schotterpisten entfernt sind die nächsten Hotels auf Fuerteventura. Dafür gibt es auf der Insel auch kaum einen anderen Strand der so naturbelassen ist wie Cofete.

Autonomer Elektroantrieb in Timanfaya – In den Bussen, die Touristen durch den Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote in Zukunft fahren werden, sitzen keine Fahrer mehr am Steuer. Zusammen mit dem spanischen Institut für Luft und Raumfahrtechnik sollen für ein Projektvolumen von 1,2 Millionen Euro autonome Elektrobusse Touristen durch die Feuerberge bringen. Geplant ist ab 2020 keine kraftstoffbetriebenen Busse mehr im Nationalpark auf Lanzarote einzusetzen. Gesetzlich vorgeschrieben ist aber auch in diesen batteriebetriebenen und autonomen Fahrzeugen ein Fahrer, der allerdings nur im Notfall eingreifen wird.

Wasserkraftwerk Chira y Soria – Auf dem Papier existieren die Wasserturbinen bereits, die auf Gran Canaria für grünen Strom sorgen sollen. Fertiggestellt werden soll es noch im 21. Jahrhundert. Konkreter wird die Inselregierung nicht. Seit sechs Jahren wird der Baubeginn immer wieder verschoben. Der Grund dafür wird zwischen den Ministerien und Unternehmen hin und her verschoben. Aktuell wartet der spanische Stromanbieter „Red Electrica Española” auf eine Umweltanalyse der kanarischen Autonomieregierung. Das System soll, ähnlich wie auf El Hierro, Strom durch herabfließendes Wasser zwischen den beiden Stauseen Chira und Soria produzieren. In den energiearmen Nachtstunden soll das Wasser durch Windenergie wieder in den höher gelegenen Stausee Chira gepumpt werden. Seit 2011 wartet das Projekt auf seinen Baubeginn.

61% erfüllen Transparenzgesetz – Vier Jahre nach Einführung des neuen Gesetzes für mehr Transparenz erfüllen auf den Kanarischen Inseln 46 von 98 Institutionen das Transparenzgesetz immer noch nicht. Darunter Rathäuser, Gemeinden, Inselregierungen und Universitäten. Die Ergebnisse sind im Vergleich zur vergangenen Zahlenerhebung zwar gestiegen, den Mindestwert von 5 erreichen aber 46 Institutionen weiterhin nicht, darunter auch die Inselregierung von Lanzarote oder die Universität von Las Palmas auf Gran Canaria. Mit dem seit 2015 geltenden Gesetz ist eine eigene Kommission eingerichtet worden, die die Fortschritte unabhängig bewertet. Am wenigsten Transparenz herrscht weiterhin bei öffentlichen Bauprojekten, bei finanziellen Hilfen und Subventionen und bei der Organisation von internen Abläufen. Den aktuellen Bericht mit allen Details hat die Kommission auf ihrer Website zur Verfügung gestellt. Bewertet werden die digital ausgefüllten Formblätter der Institutionen mit sogenannten Transparenzpunkten, bei einem Wert von 10 ist die geforderte Transparenz vollständig erfüllt. Mehr als acht von 10 Punkten haben 17 von 98 Institutionen auf den Kanarischen Inseln erhalten. Das Rathaus von El Sauzal auf Teneriffa hat mit 9,7 von 10 Punkten den besten Wert, den schlechtesten Wert hat mit 1,1 die Gemeinde Vega de San Mateo auf Gran Canaria erhalten.  http://transparenciacanarias.org/informeanual2017/ 

11. September 2019

Hypothekenverträge auf dem Prüfstand – Der Oberste Europäische Gerichtshof hat den Weg frei gemacht um in Spanien tausende von Hypothekenverträge zu überprüfen und gegebenenfalls zu annullieren. Die Entscheidung war erst für Anfang 2020 erwartet worden, steht aber jetzt bereits fest und kann von spanischen Richtern sofort umgesetzt werden. Laut der Tageszeitung Canarias7 geht es um rund eine Million Hypothekenverträge die je nach dem wie sie formuliert sind, nichtig sind. Betroffen sind Banken deren Hypothekenverträge mit sogenannten Missbrauchs-Klauseln versehen sind und Strafzahlungen beinhalten. Es geht um einen Gesamtbetrag von rund 25 Milliarden Euro. Die Reaktion auf das Urteil des spanischen Gerichtshofes kam gestern sofort: Die Börsenkurse spanischer Banken befanden sich gestern im freien Fall.

Richter zu sechs Jahren Haft verurteilt – In der Gerichtsverhandlung gegen den Richter Salvador Alba hat es gestern in Las Palmas auf Gran Canaria ein Urteil gegeben. Wegen Prävarikation, Bestechung und Fälschung von Dokumenten ist der Angeklagte zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. 18 Jahre lang darf Salvador Alba kein öffentliches Amt bekleiden außerdem muss der Verurteilte 60.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen. Es ist das erste Mal, das ein Richter auf Gran Canaria verurteilt worden ist. Alba hatte in einem Rechtsstreit, in den verschiedene Vertreter aus Politik und Verwaltung verwickelt waren, Papiere gefälscht, korrumpiert und sensible Informationen innerhalb des Gerichtsverfahrens weitergegeben. Die Betroffene Politikerin Victoria Rossel erhält für die Rufschädigung 60.000 Euro Schmerzensgeld.

Fahndung nach drei Jugendlichen – Die Polizei fahndet in Vecindario auf Gran Canaria nach drei Jugendlichen wegen schwerem Raub mit Körperverletzung. Die Gruppe soll in zwei Fällen am Wochenende Jugendliche überfallen, mit Messern schwer verletzt und ihnen die Smartphones gestohlen haben. Bisher schließt die Polizei nicht aus, dass die drei jugendlichen Täter auch in andere Verbrechen verwickelt sind.

Erdbeben bei Santa Lucía – Gegen 13:53 Uhr hat gestern im Süden Gran Canarias die Erde gebebt. Das Epizentrum lag in der Nähe von El Doctoral in der Gemeinde Santa Lucia de Tirajana. Bemerkt worden sind die Erdbewegungen mit einer Stärke von zwei auf der Richterskala von den Anwohnern nicht. Es war das erste Beben auf Gran Canaria seit 30 Tagen. Im letzten Monat hat die Erde auch auf La Palma, auf El Hierro und Teneriffa gebebt. Alle Beben hatten eine Stärke von weniger als zwei auf der Richterskala.

Tourist ums Leben gekommen – In Playa Blanca auf Lanzarote ist gestern ein Mann ertrunken. Der 75-jährige ist gestern gegen 16:00 Uhr leblos von anderen Badegästen aus dem Wasser geholt worden. Sofort eingeleitete Reanimierungsversuche hatten keinen Erfolg. Der Mann stammt aus Frankreich und hatte Urlaub auf Lanzarote gemacht. Auf den Kanarischen Inseln sind in den Sommermonaten zwischen Juli und August 11 Menschen im Atlantik ums Leben gekommen.

10. September 2019

Mehr Kontrolle, weniger Überstunden – Seit dem 12. Mai sind Zeiterfassungssystem in Unternehmen obligatorisch. Seitdem hat sich die Zahl der Überstunden von Arbeitnehmern fasst halbiert. 2018 sind zwischen Juni und August 150.000 Überstunden angefallen, das ist die offiziell angegebene Zahl, 2019 im gleichen Zeitraum mit Zeiterfassungssystemen waren es nur noch 90.000 Überstunden. Der erste Rückgang von Überstunden seit 10 Jahren. Das Gesetz zur Zeiterfassung hatte in Spanien zu großem Widerstand geführt. Unterstützung kam vor Einführung von den Gewerkschaften. Sie gehen davon aus das vor der Gesetzesänderung in Spanien 60% der Überstunden nicht bezahlt worden sind.

Fake Email vom Finanzamt – In verschiedenen Presseportalen und sozialen Netzwerken wird vor einer falschen Email des spanischen Finanzamtes gewarnt. Empfänger werden darin aufgefordert sich wegen einer Gutschrift telefonisch mit dem Finanzamt in Verbindung zu setzten. Die Telefonnummer beginnt mit 900 und ist kostenpflichtig, per Telefon werden Anrufer zu sensiblen Daten befragt. Weder an der Absenderadresse noch am Inhalt ist sofort erkennbar, dass es sich um eine Fake Email handelt. Lediglich der Betrag der Gutschrift von 384,56€ ist bei allen gleich und sollte ausreichen um die Email aus seinem Account zu löschen.

Kriminalstatistik – In Madrid ist gestern die Kriminalstatistik für 2018 veröffentlicht worden. 1.6 Millionen Strafanzeigen sind im letzten Jahr gestellt worden, 20.000 weniger als 2017 oder ein Rückgang von 1,27%. Ganz besonderes Augenmerk ist bei der Präsentation gestern auf die Zahl der Gewalt- und Sexualdelikte von Minderjährigen gelegt worden. Diese Zahl ist im letzten Jahr um 23% gestiegen. Bei den unter 18-jährigen ist sowohl die Gewaltbereitschaft gestiegen als auch die sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen. In einigen spanischen Regionen um 43% im Jahresvergleich. Der ganze Bericht ist auf der Internetseite des spanischen Justizministeriums veröffentlicht. https://www.fiscal.es/web/fiscal/-/presentacion-de-la-memoria-en-la-apertura-del-ano-judicial

Das größte Hotel der Insel – Auf Lanzarote wird in der Gemeinde Yaiza das größte Hotel der Insel errichtet. Auf einer Parzelle in Playa Blanca wird auf 100.000 m² ein vier Sterne Hotel errichtet, mit 750 Zimmern und einem Einkaufszentrum. Für die Lizenz haben die Brüder Dominguez mit ihrem Bauunternehmen Yudaya 1,6 Millionen Euro an die Gemeinde bezahlt. Fertigstellung in 36 Monaten. Der Komplex bietet nach Fertigstellung 130 Premium Suiten, 10.000 m² Pool und Spa Bereich, Theater, Diskothek und im unteren Bereich der 100.000 m² bebauten Fläche ein Einkaufszentrum. Bei der spanischen Küstenbehörde ist ein Antrag für einen künstlichen Strand gestellt. Es ist aktuell das größte Bauvorhaben auf Lanzarote.

733 Euro für jedes Schulkind – Seit gestern hat der Schulunterricht auf den Kanarischen Inseln wieder begonnen, nach drei Monaten Sommerferien. 733 Euro sind zum Schulanafang für jedes Schulkind fällig. Die kanarische Autonomie ist dabei noch die günstigste in Spanien. Der Spanische Durchschnitt für Schulbücher, Schulmaterial und Schulkleidung liegt im Schnitt bei 896 Euro pro Schulkind. Insgesamt sind diese Kosten in den letzten vier Jahren um 13,8% gestiegen. Die Ergebnisse hat Kelisto.com veröffentlicht. In Spanien beantragen rund 36% der Familien mit Schulkindern finanzielle Hilfen um Schulbücher, Schulmaterial oder Schuluniformen zum Ende der Sommerferien überhaupt bezahlen zu können.

09. September 2019

Flüchtlinge gerettet – 60 Seemeilen südöstlich von Gran Canaria hat die spanische Küstenrettung 39 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Unter ihnen ein sechs Monate altes Baby, ein drei Jahre altes Mädchen und eine schwangere Frau. Die Flüchtlinge waren bereits seit drei Tagen unterwegs. Sie sind von den Mitarbeitern des Roten Kreuzes im Hafen von Aguineguin auf Gran Canaria erstversorgt worden. Zwei weitere Flüchtlingsboote haben gestern die Küsten der Kanarischen Inseln erreicht – ein weiteres mit 11 Flüchtlingen an Bord Gran Canaria, 12 Personen sind bei Famara auf Lanzarote von Bord einer Patera gegangen.

Sternenteleskop auf Fuerteventura – Professionelle Sternenbeobachtung ist auch von Fuerteventura aus möglich. Das Teleskop ist nicht ganz so mächtig wie die Installationen auf dem Roque de los Muchachos auf La Palma oder am Observatorium auf dem Teide auf Teneriffa, das Gerät bei Maxorata hat aber immerhin einen Spiegel von 50 cm Durchmesser. Gekauft und installiert vom Holländer Roelof Platenkamp. Die Kuppel ist per Fernsteuerung drehbar, das Teleskop auch aus Deutschland bedienbar, Platenkamp lebt zur Hälfte des Jahres in Heidelberg. Der Physiker, Mathematiker und Astronom ist neben der Supernova auch auf der Suche nach neuen Lebensformen. Heute steht Platenkamp in einem Interview mit der Tageszeitung Canarias7 Rede und Antwort, sein vollautomatisches Teleskop steht bisher nur Nachbarn, Freunden und Bekannten zur Verfügung.

Ryanair schließt Base – Der Flugdiscounter Ryanair schließt ab Ende 2019 die Flugbasis auf Lanzarote. Das geht aus verschiedenen Zeitungsberichten hervor. Davon betroffen sind auch Flugverbindungen. Ab Januar werden vom Cesar-Manrique-Flughafen neben den internationalen Flugzielen nur noch Sevilla, Madrid und Santiago angeboten. Damit bleibt aktuell nur noch Iberia Express die täglich zwei Verbindungen in die spanische Hauptstadt anbieten, eine früh morgens und eine spät abends. Air Europa fliegt nur noch sonntags nach Madrid. Ryanair hatte bereits vor Monaten angekündigt, aus wirtschaftlichen Gründen verschiedene Flugbasen in Spanien zu schließen.

Trinkwassernetz in Costa Teguise wird erneuert – In Costa Teguise auf Lanzarote soll das Trinkwassernetz erneuert werden. 1,3 Millionen Euro stellt die Autonomieregierung dafür zur Verfügung. Insgesamt hat die Regierung der Kanarischen Inseln für die Verbesserung der Leitungssysteme auf den Inseln 10 Millionen Euro zu Verfügung. Auf Lanzarote sind die Arbeiten am notwendigsten: Rund 40% des entsalzten Leitungswassers kommt nicht bei den Haushalten an, wegen defekter oder poröser Leitungen. Den Preis dafür zahlen einerseits die Haushalte in Form von erhöhten Rechnungen und die Autonomieregierung in Form von Subventionen für den privaten Wasserversorger.

Touristen aus den USA – Die Marke „Islas Canarias“ wirbt in Bosten und New York für Urlaub auf dem Archipel. 250.000 Euro kostet die Kampagne mit dem Titel „Erde, Feuer, Luft und Wasser“. 40.000 amerikanische Touristen haben im letzten Jahr Urlaub auf den Kanarischen Inseln gemacht. Um diese Zahl signifikant zu steigern arbeitet die Agentur Promotur mit einem Budget von 450.000 Euro an Direktflügen nach Gran Canaria und Teneriffa. Mit diesem Betrag soll bei Fluggesellschaften geworben werden, um Touristen ohne Zwischenstopp von New York oder Bosten nach Gran Canaria oder Teneriffa zu fliegen.

06. September 2019

Generalsekretär verurteilt – Der Generalsekretär der Partido Popular auf den Kanarischen Inseln darf neun Jahre kein öffentliches Amt bekleiden. Zu diesem Urteil ist gestern der Oberste Gerichtshof in Las Palmas auf Gran Canaria gekommen. Verhandelt worden ist ein Korruptionsfall aus den Jahren 2013 und 2014. Lope Afonso hat in dieser Zeit mehrfach einen Markt genehmigt ohne die dafür notwendigen Papiere der Stadt Puerto de la Cruz vorzulegen. Gegen das Urteil will der Betroffene Einspruch einlegen.

3.600 Schüler weniger – Wenn am Montag das Schuljahr beginnt, werden an den Schulen der Kanarischen Inseln 304.000 Schüler erwartet. 3.600 weniger als im letzten Jahr zu Schulbeginn. Ein Trend der sich seit Jahren fortsetzt. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Schüler um knapp 10.000 reduziert. Ein Rückgang der der Demographie in Spanien geschuldet ist, sich aber nicht in jeder Autonomie so dramatisch äußert. Ein weiterer Trend ist der Wechsel in eine Privatschule. Auf dem Archipel besuchen mittlerweile zwei von 10 Schülern eine private Bildungseinrichtung.

400 Kilo Haschisch beschlagnahmt – Heute Nacht um drei hat die Küsteneinheit der Guardia Civil vor Maspalomas ein Festrumpfschlauchboot nach einer 30-minütigen Verfolgungsfahrt aufgebracht. An Bord des mit zwei Außenbordmotoren ausgestatteten Zodiac-Schlauchboot befanden sich zwei Männer aus Marokko und 16 Kisten voll mit Haschisch. Die Polizei hat die Drogen beschlagnahmt, die beiden Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Yaiza mit Bürgeraufruf – Die Gemeinde Yaiza auf Lanzarote bittet seine Einwohner keine Feucht-Tücher mehr in den Abfluss zu werfen. Der Aufruf ist zwar auch für den Schutz der Natur zu verstehen, in erster Linie soll er aber die Kläranlage und die Zuleitungen in Betrieb halten. In den vergangenen Monaten waren immer wieder Rohre oder Rechen verstopft durch die Reste der Feucht-Tücher, die nicht wie normales Klopapier im Wasser aufquellen und sich auflösen. Für die Feucht-Tücher ist die normale Müllentsorgung der richtige Weg nach Benutzung, über die Kanalisation führt diese Art der Hygiene Artikel zu einer enormen Umweltbelastung.

Tapas Wettbewerb – Zusammen mit dem Mountain Bike Agua Park Fuerteventura Rennen findet heute und morgen der Tapas Wettbewerb in Corralejo statt. 12 Restaurants buhlen heute ab 18.00 Uhr und morgen ab 12.00 Uhr um die Gunst der Besucher. Das Angebot reicht von Ceviche über Hamburger und Carpaccio bis hin zu vegetarischen und veganen Köstlichkeiten. Alle teilnehmenden Restaurants stammen aus der Gemeinde La Oliva. Das Zelt für den Tapas Wettbewerb ist am Start/Ziel des Mountain Bike Agua Park Fuerteventura Rennens aufgebaut, im Panorama Tres Islas am Kreisverkehr südwestlichen Stadtgrenze von Corralejo.

05. September 2019

15 Flüchtlinge auf Gran Canaria – 15 Flüchtlinge aus Afrika sind gestern in den Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria gebracht worden. Sie waren mit einer Patera bis wenige Seemeilen vor die Küste von Gran Canaria gekommen bis ein Schiff der Seenotrettung die 15 männlichen Flüchtlinge an Bord genommen hat. Der Kapitän der Patera ist von Beamten der Guardia Civil festgenommen worden. Die Zahl der Personen, die seit Januar übers Meer mit Flüchtlingsbooten die Kanarischen Inseln erreicht haben hat im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 25% zugenommen.

Brandursache auf Gran Canaria – Zur Brandursache auf Gran Canaria gibt es laut den Ermittlern aktuell zwei Thesen: ein elektrischer Kurzschluss im Bereich des Brandherdes oder ein Pyromane, also eine Person die den Brand ganz bewusst provoziert hat. Knapp 10.000 Hektar Natur haben die Flammen über Tage hinweg zerstört, dazu verschiedene Finca, Wohnhäuser, Stallungen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, es gibt lediglich einen Zwischenstand. Unterstützt werden diese beiden Thesen durch die Tatsache, dass es an der gleichen Stelle an der das Feuer vor wenigen Tagen ausgebrochen ist, vor wenigen Monaten bereits schon einmal gebrannt hat.

Steigende Kriminalität – Las Palmas auf Gran Canaria war in Sachen Kriminalität bereits unter den sichersten Städten Europas. Das ist Vergangenheit. Die Kriminalität ist von Januar bis Juni um 10% gestiegen. Von Januar bis Juni hat die Polizei in 8.300 Fällen ermittelt. Drogen und sexuelle Belästigung sind in der Statistik rückläufig, gestiegen sind Gewaltdelikte. Schlägereien, Körperverletzung, Messerangriffe sind innerhalb eines Jahres um 60% gestiegen. Die Ergebnisse dieser Kriminalstatistik deckt sich mit Ergebnissen aus Santa Cruz de Tenerife, La Laguna oder Telde.

Bestes Krankenhaus auf Fuerteventura – Das beste Krankenhaus auf den Kanarischen Inseln ist in Puerto del Rosario auf Fuerteventura. Das hat eine Abstimmung unter den Patienten kanarischer Krankenhäuser ergeben. 97,6% waren im Hospital General auf Fuerteventura mit der ärztlichen Behandlung zufrieden und 98,6% mit der Betreuung durch Krankenschwestern und Pflegern. Ein Ergebnis das im Vergleich zu den Ergebnissen in anderen Krankenhäusern auf anderen Inseln sehr weit entfernt ist, im positiven Sinne. Befragt worden sind pro Krankenhaus zwischen 350 und 500 Patienten in Form von anonymen Fragebögen.

Binter fliegt von Fuerteventura direkt nach La Palma – BinterCanarias bietet Direktverbindungen von Fuerteventura nach La Palma an. Bis zum 30. September gibt es wöchentlich mehrfach die Möglichkeit ab 20 Euro einfache Strecke von Fuerteventura ohne Zwischenlandung auf die grüne Insel zu fliegen. Von Lanzarote aus kostet die Flugverbindung zwar nicht mehr, ohne einen Zwischenstopp im Norden Teneriffas oder auf Gando auf Gran geht es aber nicht. Die Direktflüge heben auf Fuerteventura jeweils dienstags, donnerstags und samstags ab, Flugzeit rund 75 Minuten.

04. September 2019

Vom Teide gerettet – Rettungskräfte haben gestern einen Touristen vom höchsten Berg Spaniens gerettet. Der Mann war mit der Seilbahn auf den Teide auf Teneriffa gefahren und hatte auf knapp 4.000 Meter Höhe über Schwindel und Atemprobleme geklagt. Der 75-jährige ist mit einem Helikopter vom Gipfel des Teide ins Krankenhaus nach Santa Cruz geflogen worden.

Mordfall auf Teneriffa – Die Polizei untersucht den gewaltsamen Tod einer 54 Jahre alten Frau in La Laguna und geht von einem Gewaltverbrechen aus. Die Polizei hat eine weitere Leiche gefunden und wartet auf die Obduktionsergebnisse um sicherzustellen, dass es sich bei dem Toten um den Lebenspartner handelt. Bisher ist nicht bekannt, ob es sich bei den Toten um eine Beziehungstat handelt.

Anstieg der Arbeitslosigkeit – Spanien hat im August 213.000 Arbeitsplätze verloren. Der höchste Verlust von Arbeitsplätzen in einem August seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008. Mitglieder in der Sozialversicherung gibt es aktuell 480.000 mehr als noch vor einem Jahr. Spanienweit stehen knapp 20 Millionen Erwerbsfähige in einem Arbeitsverhältnis. Vergleicht man einzelne Regionen in Spanien sind es die beiden Autonomien Asturias und Kantabrien in denen der Arbeitsmarkt auch im August gewachsen ist. Auf den Kanarischen Inseln sind die Ergebnisse des Arbeitsmarktes im August stabil geblieben. In allen anderen spanischen Regionen ist die Zahl der Arbeitsplätze im August im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat leicht gefallen.

Mehr Tote durch Ertrinken – Die Föderation der spanischen Rettungsschwimmer hat aktuelle Zahlen zu Unfällen und Todesfällen an spanischen Stränden veröffentlicht. Die Zahl der Toten durch Ertrinken ist im August um 74 auf insgesamt 307 in diesem Jahr angestiegen. In dem Bericht werden keine Badeunfälle an denen internationale Touristen beteiligt sind aufgenommen. Auch unter den Spaniern liegt die größte Risikogruppe unter den über 65-jährigen. Sieben von zehn Badetoten in diesem Jahr waren 65 oder älter, mehr als 75% waren Männer. Auf den Kanarischen Inseln hat sich die Zahl der Badeunfälle in den vergangenen vier Jahren ständig reduziert.

Zwei Drittel Energiebedarf durch grünen Strom gedeckt – Von Januar bis Juni hat die Insel El Hierro 61% der benötigten Energie durch Windkraft erzeugt. Das ist einem Bericht von Corona de Viento zu entnehmen, zuständig für den Betrieb der Wind- und Wasserenergieanlagen auf der Insel. Dabei waren in den vergangenen Monaten immer wieder Zeitabschnitte dabei, in der die Insel zu 100% durch regenerative Energie versorgt worden ist. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum konnten 3.700 Tonnen Dieselkraftstoff eingespart und 12.000 Tonnen weniger CO² in die Atmosphäre abgegeben werden. Nach den Millionen schweren Investitionen hat Corona del Viento bereits 2017 zum ersten Mal Gewinne eingefahren. Die Insel ist weltweit das erste Projekt das erfolgreich mit bis zu 100% durch regenerative Energiequellen versorgt wird.

03. September 2019

800 Kilo Kokain im Hafen – Im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria liegt ein eine Segelyacht, die von Beamten der Guardia Civil zerlegt wird. Bisher sind an Bord 797 Kilogramm Kokain gefunden worden. Der Zweimaster ist auf Höhe der Azoren von Sicherheitskräften aufgebracht worden. An der Aktion haben Polizeiorgane verschiedener europäischer Staaten teilgenommen. Festgenommen worden sind drei Männer – ein Serbe, ein Mexikaner und ein Russe. Bisher ist noch nicht bekannt aus welchem südamerikanischen Hafen das Segelboot abgelegt hat, die Beamten sind sich aber sicher das die Besatzung das Ziel Kanarische Inseln hatte.

Tomatenbauern in Sorge – Zwei Monate bleiben für einen harten Brexit – Stand heute. Für die Tomatenerzeuger auf den Kanarischen Inseln ist es ein Countdown für die Insolvenz. Die Hälfte der Tomaten die auf den Kanarischen Inseln geerntet werden gehen nach Groß Britannien. Unter den Unternehmen sind zwei die zu 100% nach England exportieren. Jetzt sind Lösungen der Politik gefragt. Dafür setzten sich Vertreter der Regionalregierung ein. Der Sektor wird bereits jetzt mit rund 15.000 Euro pro Hektar subventioniert. Jetzt werden Anträge bei der EU gestellt um die finanzielle Unterstützung auch bei einem Ausscheiden Groß Britanniens aus der EU aufrecht zu erhalten. Stand heute hätten die Tomatenerzeuger nach einem Brexit beim Export ihrer Produkte nach England keinen Anspruch mehr auf Subventionen.

Konkurrenz für Cadiz und Lissabon – Im Hafen von La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria wird das erste Trockendock für Kreuzfahrtschiffe gebaut. 35 Millionen Euro kostet das Projekt von Astican Dry Dock und kann nach Fertigstellung Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 300 Metern aufnehmen. Nur noch in Lissabon und Cadiz gibt es ähnliche Konstruktionen um den Rumpf der Kreuzfahrtriesen zu Warten. Das Trockendock in Las Palmas bietet aber eine konkurrenzlose finanzielle Komponente: weil die Anlage in der Zona Especial de Canarias liegt, eine steuerbegünstigte Zone, kann das Trockendock auch konkurrenzlose Preise anbieten.

Spanien startet als erstes europäisches Land den 5G-Regelbetrieb und verfügt damit über das superschnelle Internet. Der neue Standard ist allerdings erst einmal nur mit bestimmten Smartphones nutzbar. In gleich 15 Städten will der Mobilfunkanbieter Vodafone das neue 5G-Netz starten, unter anderem in Madrid, Barcelona, Sevilla, A Coruna und Bilbao. Doch was Vodafone-Spanien-Chef Antonio Coimbra bei der Präsentation des 5G-Konzepts einräumen musste: Wer den neuen Standard nutzen will, kann das erst einmal nur mit drei bestimmten Smartphones tun: “Möglich ist es mit einem Gerät von Xiaomi, dem Samsung S10 5G und dem LG V50”. iPhone-Nutzer sind also außen vor. Vodafone bietet Kunden an, ein 5G-Smartphone zu mieten. Pro Monat kostet das mindestens 20 Euro. Für den günstigsten 5G-Vertrag werden monatlich 50 Euro fällig, also deutlich mehr als für klassische Handy-Verträge.

National löst International ab – Im Tourismus auf den Kanarischen Inseln erhält der nationale Markt einen nicht erwarteten Stellenwert in diesem Jahr. Auf vier verlorene Touristen aus dem Ausland innerhalb der ersten sechs Monate dieses Jahres kommen drei nationale Touristen. Mit diesem Ergebnis hat kein Hotelbetreiber auf dem Archipel vorher gerechnet. Bei den Zahlenvergleichen zwischen Januar bis Mai 2018 und dem gleichen Zeitraum 2019 ergibt sich ein Verlust von 0,6% bei den Touristenzahlen. Ausgegangen sind die Experten von mindestens 5% Verlust im Vergleich zu 2018. Bei den Umsätzen sind die Verluste höher – spanische Touristen geben weniger Geld im Urlaub aus als Deutsche oder Engländer und bleiben auch weniger Tage auf den Kanarischen Inseln. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum sind in diesem Jahr die Übernachtungen um 4% gesunken.

02. September 2019

Notfallplan gegen Klimaveränderung – Zum Beginn des Wochenendes hat die Inselregierung von Gran Canaria den Notfallplan wegen der Klimakrise ausgerufen. Am 27. September gibt es eine weltweite Demonstration gegen die Klimaveränderung verursacht durch den Menschen. Der Präsident von Gran Canaria, Angel Victor Torres, hat am Freitag in einer 10-minütigen Rede die Bevölkerung um volle Unterstützung gebeten. Hier ein Auszug … die steigende Zahl der Brände, auch hier auf den Kanarischen Inseln, ist der Klimaveränderung geschuldet. Wir haben in der Region den Notfallplan gegen die Klimaveränderung ausgerufen. Das bedeutet die Reduzierung von klimaschädlichen Gasen, die seit Jahren ständig weiter ansteigen. Auf den Kanarischen Inseln sind wir Zeugen von den Auswirkungen des Mülls im Meer der keine Grenzen kennt und hier immer wieder zum Tod von Meerestieren führt oder den verheerenden Waldbränden, deren Zahl wegen der Klimaveränderung ständig steigt. Das sind Beispiel dafür das wir als Menschen nicht richtig mit diesem Planeten umgehen. Experten bestätigen das und prognostizieren uns 11 Jahre Zeit um die Klimaziele zu erreichen. Deswegen müssen wir jetzt schnell handeln. Wegen dieser und anderen Gründen haben die Minister der Kanarischen Inseln heute den Notfallplan für den Archipel ausgerufen mit folgendem Inhalt: Politisch notwendige Entscheidungen treffen, die die Basis schaffen um die Klimaveränderung zu bremsen und die Bedrohung abzuwenden. Gemeinsam mit der Bevölkerung, den sieben Inselregierungen und den 28 Rathäusern des Archipels das neue Gesetz zum nachhaltigen Umweltschutz anzuwenden und umzusetzen. Dazu gehört die 100%ige Stromversorgung aus erneuerbarer Energie, die Absorbierung von CO2 durch Projekte an Land und zu Wasser, Erhöhung der Effizienz der Energieversorgung, Bildungs- und Erziehungsräume schaffen um der Bevölkerung die Notwendigkeit der Maßnahmen näher zu bringen und alle notwendigen Anträge abzugeben um diese Ziele bis 2030 zu erreichen. Soweit der Präsident von Gran Canaria, Victor Angel Torres. Es ist die erste spanische Autonomie die sich so drastisch für die Klimaziele einsetzt und sie in ihr Regierungsprogramm fest verankert.

Medikamentenengpass – In kanarischen Apotheken herrscht bei 681 Arzneien ein Lieferengpass. Betroffen sind unter anderem auch Medikamente gegen Bluthochdruck die nicht ohne ärztliche Rückfrage durch andere Produkte ersetzt werden können. Auch Medikamente für Hormonbehandlungen sind betroffen. In Zahlen ausgedrückt: 85% der betroffenen Medikamente sind durch andere Produkte einfach zu ersetzten, 15% der betroffenen Arzneien aber nicht. Eine Alternative, um schnell helfen zu können, sind die Notaufnahmen in den Krankenhäusern. Das Problem existiert seit rund zwei Jahren in der Kanarischen Autonomie und macht sich immer wieder mit Lieferengpässen von verschiedenen Medikamenten bemerkbar.

Käse, Wein und Mandeln sind betroffen – Die Waldbrände auf Gran Canaria haben für die Käse- Wein- und Mandelproduktion wirtschaftliche Folgen. In den letzten Jahren ist der Käse Gran Canarias immer wieder weltweit ausgezeichnet worden, jetzt fehlt Milch für die Produktion. Die Tiere sind zum Teil von den Flammen so gestresst, dass sie keine Milch mehr geben – zudem fehlt es wegen der abgerannten Flächen an Futter. Die Mandelproduktion wird fünf bis 10 Jahre brauchen um das Niveau von vor den Bränden wieder zu erreichen. Rund 10 Fincas sind im Bereich von Tejeda den Flammen zum Opfer gefallen. 20% weniger Trauben in diesem Jahr ernten die beiden Bodegas Bentayga und Lava wegen den Brandschäden.

Kanarischer Akzent in Basmayah – 300 Soldaten des spanischen Militärs bilden aktuell in Basmayah im Irak lokale Sicherheitskräfte aus. Ein Großteil stammt von den Kanarischen Inseln. Das Infanterie Regiment Soria9 aus Puerto del Rosario auf Fuerteventura und das 49. Infanterie Regiment aus Teneriffa. Wenn spanisch gesprochen wird, dann in der Regel mit kanarischem Akzent und kanarischer Wortwahl. Die spanische Militärmission zur Steigerung der Sicherheitslage im Irak hat im Mai für die Canarios begonnen und endet im Oktober für die kanarischen Soldaten.

Ryanair Streik ohne Zwischenfälle – Der Streik der Mitarbeiter von Ryanair hat auf den kanarischen Flughäfen am Wochenende zu keinerlei Zwischenfällen geführt. Das spanische Verkehrsministerium hatte letzte Woche interveniert und für kanarische Flugverbindungen 100% Garantie gefordert. Die Kuriosität bei dem aktuellen Streik: die Mitarbeiter streiken wegen den angekündigten Schließungen der kanarischen Basen von Ryanair. Weder bei den Streiks am Wochenende noch bei den bereits angekündigten Streiks an weiteren acht Tagen im September werden kanarische Flughäfen wegen des Intervenierens des spanischen Verkehrsministeriums betroffen sein.

 

30. August 2019

Schlechte Luft – Ecologistas en Acción zu Folge haben 89% der kanarischen Bevölkerung im letzten Jahr verschmutzte Luft geatmet. Das Ergebnis resultiert aus lokalen Messwerten und Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation WHO. An 59 Messstationen auf dem Archipel sind im letzten Jahr sowohl die Grenzwerte von Feinstaub, als auch die Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid überschritten worden. Vor allem Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz auf Teneriffa sind Bereiche in denen das ganze Jahr über die Messwerte deutlich über den Grenzwerten liegen. Die Feinstaub Ergebnisse sind auf dem Archipel aber nicht nur auf die Industrie zurück zu führen. Wegen der Nähe zum afrikanischen Kontinent, von dort kommt der größte Anteil von PM10 und PM2,5 Partikel, ist für die Messwerte die Windrichtung entscheidend – Ostwind erzielt höhere Ergebnisse, bei Nordwind ist der Feinstaubanteil geringer.

Jugendliche Schläger in Maspalomas – In der Gemeinde San Bartolome de Tirajana auf Gran Canaria kommt es in den letzten Wochen immer wieder zu Schlägereien unter Jugendlichen. Die Tageszeitung Canarias7 hat jetzt anhand von Aussagen der Polizeibeamten ein Profil der Täter erstellt: es sind weder Briten noch Deutsche die für Unruhe in den Tourismuszentren sorgen. Jugendliche Einheimische zwischen 18 und 29 Jahren, arbeitslos und ohne Ausbildung mit Affinität zu Fitnessstudios oder Kampfsport und in den meisten Fällen und Drogeneinfluss. Dieses Profil haben die Täter erfüllt die bisher verhaftet oder identifiziert worden sind. In den vergangenen Wochen hat sich die Zahl der Gewalttaten in Playa del Inglés so stark erhöht, dass die Polizei nachts ihre Streifen mehr als verdoppelt hat.

Wirtschaft schlägt Alarm – Der Konsumrückgang, schlechte Ergebnisse im Tourismus und der Brexit sorgen für Sorgenfalten im Wirtschaftsbereich. Die kanarische Wirtschaft wächst weniger als erwartet und liegt im Vergleich zum Wirtschaftswachstum auf dem Festland zurück. Es ist eine Nachricht an die neue kanarische Regierung, die bereits angekündigt hat die Steuern erhöhen zu wollen. Das letzte Mal als Konsum und Wirtschaftswachstum so schlechte Ergebnisse erzielt haben war 2014. Dazu sind die Ergebnisse im Tourismus, dem wichtigsten Wirtschaftsmotor des Archipels, in diesem Jahr eingebrochen. Einer Studie der Bank BBVA zufolge wird das BIP in diesem und im kommenden Jahr schlechter ausfallen als 2018.

Teleskop könnte doch noch kommen – Das weltweit größte Teleskop könnte doch noch auf dem Roque de los Muchachos installiert werden. Der Minister für Forschung und Wissenschaft, Pedro Duque, hat gestern nochmal unterstrichen, dass für die Installation des weltweit größten und modernsten Teleskops auf La Palma alles vorbereitet ist. Es war ein Kopf an Kopf Rennen zwischen La Palma und Hawaii wo das Teleskop errichtet werden soll. Andere Länder wie Chile oder Mexiko sind bereits im Vorfeld ausgeschieden. Jetzt sind es indigene Bevölkerungsgruppen auf Hawaii die gegen das Teleskop auf dem Mauna Kea eintreten. Der weiße Vulkan nimmt in der Mythologie Hawaiis eine zentrale Rolle ein, er wird als heiliger Berg betrachtet – dem hawaiianischem Glauben nach kann man auf der Spitze des Mauna Kea Verbindung zu seinen Vorfahren ausnehmen. Nach aktuellem Stand scheint es unwahrscheinlich das Teleskop dort errichten zu können. In der kanarischen Autonomie wird im Moment gerechnet, denn für eines der prestigeträchtigsten Projekte in Sachen Forschung und Wissenschaft ist aktuell kein Geld zurückgestellt worden. Das Projekt war bereits 2016 entschieden und abgehakt.

Laut der Statistikbehörde INE ist die Zahl der Touristen in Spanien im ersten Halbjahr um 4,4 Prozent auf 38,2 Millionen angestiegen. Aus Deutschland kamen mit gut 5,3 Millionen Besuchern 3,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Pauschalreisenden ist im gleichen Zeitraum aber um 6,8 Prozent gesunken. Im Juni hat die Zahl der Besucher um gut acht Prozent zugelegt, während aus Großbritannien rund fünf Prozent weniger Touristen in Spanien Urlaub gemacht haben. Als einzige Region in Spanien haben die Kanarischen Inseln internationale Besucher verloren – knapp drei Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Weiterhin auf Erfolgskurs bleibt die Hauptstadt Madrid mit knapp elf Prozent mehr Besuchern als im ersten Halbjahr 2018. 

29. August 2019

Steigende Mieten – Die Mietpreise sind auf den Kanarischen Inseln im Juli im Schnitt um 5,1% im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Damit kostet laut dem Internetportal Fotocasa der Quadratmeter im Durchschnitt 7,86 Euro Miete pro Monat. Allerdings ist der Mietpreis pro Quadratmeter in den beiden Provinzhauptstädten Santa Cruz und Las Palmas leicht gesunken. Gestiegen sind die Mieten im Umraum. Spanienweit kostet der Quadratmeter im Durchschnitt 8,54 Euro.

Ein Viertel will sauberere Strände – Ein Viertel der Canarios empfindet die Strände der Kanarischen Inseln als nicht sauber. Das ist einer Umfrage zu entnehmen die der Dosenhersteller Ball in Auftrag gegeben hat. Immerhin stimmen 98% der Befragten für weniger Verpackungsreste und mehr Bewusstsein im Umgang mit Müll. Ein Fünftel gibt in der Umfrage an, an Abfall am Strand vorbeizulaufen. Knapp die Hälfte hebt beim Spaziergang am Strand Plastik und andere Gegenstände auf um sie zu beseitigen. Für einen Ausflug an den Strand bevorzugen Canarios weiterhin die Aluminiumdose im Gegensatz zur Plastikflasche.

Verkehrsministerium gegen Streik – In die verhärteten Verhandlungen zwischen dem Flugdiscounter Ryanair und den Gewerkschaften hat sich nun das spanische Verkehrsministerium eingeschaltet. Es geht um die Schließung von Flugbasen auf den Kanarischen Inseln. Ryanair will von einigen Flughäfen die Maschinen abziehen, rund 500 Arbeitsplätze sind in Gefahr. Die Gewerkschaften planen deswegen Arbeitsniederlegungen. Das Verkehrsministerium hat für die Verbindungen zwischen den Inseln und dem spanischen Festland 100% Garantie gefordert, 60% Garantie für alle Verbindungen von spanischen Flughäfen auf dem Festland zu nationalen und internationalen Zielen mit einer Flugzeit von mehr als fünf Stunden und 35% Garantie für alle Verbindungen unter drei Stunden Flugzeit. Mit dieser Entscheidung kann die Belegschaft mit einem Streik kaum mehr Druck gegen Ryanair aufbauen. Am 2. Und am 6. September soll jetzt vor dem Verkehrsministerium demonstriert werden, mit der Forderung die Rechte der 1.800 Arbeitnehmer von Ryanair in Spanien zu verteidigen.

Seit 10 Jahren an letzter Stelle – Der aktuelle Bericht zum Zustand des spanischen Gesundheitssystems setzt die kanarische Autonomie zum 10. Mal in Folge an die letzte Stelle. 126 Punkte gibt es pro Autonomie und Gesundheitssystem zu vergeben. Die Kanarischen Inseln haben 56 Punkte erhalten, die Autonomie Navarra hat mit 102 Punkten am besten abgeschnitten. In den Jahren 2009 bis 2014 lag die kanarische Autonomie in Sachen öffentliche Gesundheitsversorgung an vorletzter Stelle, seit 2015 gibt es in Spanien keine Autonomie die für Vorsorge und Behandlungen weniger Punkte erhält. Bewertet werden unter anderem Patientenwartelisten, Behandlungen, Terminvergabe. Dem Bericht der Vereinigung für das öffentliche Gesundheitssystem, FADSP, ist die Wirtschaftskrise ein Grund für den schlechten Zustand des kanarischen Gesundheitssystems. Als alarmierend empfindet die FADSP die enormen Unterschiede in Sachen Gesundheitsversorgung zwischen den einzelnen Autonomien. In Spanien obliegt die Verwaltung der Gesundheitsversorgung den regionalen Autonomieregierungen.

Lanzarote hat 57 Millionen Euro Schulden – Das Jahr haben die sieben Gemeinden der Insel mit einem öffentlichen Schuldenberg von knapp 60 Millionen Euro begonnen. Teguise ist auf Lanzarote die Gemeinde mit den meisten Schulden – die ehemalige Inselhauptstadt hat pro Einwohner ein Defizit von 651 Euro. Gefolgt von San Bartolome mit 517 Euro pro Person. Auch Tías und Yaiza weisen ein finanzielles Defizit auf. In Arrecife liegt der Schuldenberg pro Einwohner bei 180 Euro. Als einzige Gemeinde auf Lanzarote ist es auch in diesem Jahr wieder Haria das schwarze Zahlen meldet, drei Euro plus pro Einwohner.