Mix Radio Gran Canaria

22.02.2024

Kanaren auf der Berlinale – Noch bis zum 25. Feburar versuchen Vertreter der kanarischen Filmsektors Kontakte auf der Berlinale zu knüpfen. Auch ein Film der komplett auf dem Archipel abgedreht worden ist, wird auf der Berlinale gezeigt – „La Hojarasca“, gedreht von Macu Machín. Seit Jahren bieten die Kanarischen Inseln mit Erfolg die Produktionsstätte für das internationale Filmgeschäft. Wettersicherheit, Steuervergünstigungen und eine einzigartige und vielseitige Topografie für verschiedenste Kulissen. Wonderwoman, die Bourne Identität, Kampf der Titanen, Fast and Furious 6 und Exodus: Götter und Könige sind nur einige internationale Erfolgsfilme die auf den Kanaren gedreht worden sind. Wenn es nach den Vertretern des Archipels auf der Berlinale geht, kommen in den kommenden Jahren noch einige hinzu.

Ungesundes Wetterphänomen Calima – Calima, das Wetterphänomen auf den Kanarischen Inseln, kann ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen, insbesondere für Menschen mit Allergien oder Empfindlichkeiten gegenüber Staub und Schadstoffen. Diese Aussage stammt vom Allergologen Antonio García Inforcasa, tätig im Krankenhaus Doctor Negrín in Las Palmas auf Gran Canaria. Der feine Wüstenstaub kann allergische Reaktionen wie Hautausschläge oder Atemwegsreizungen hervorrufen und sogar Asthmaanfälle auslösen. Sogar gesunde Menschen können von Entzündungen der Bronchien und anderen Beschwerden betroffen sein. Calima kann auch Stoffe wie Nickel transportieren, was bei Personen mit Allergien gegen Modeschmuck Ekzeme auslösen kann. Experten warnen davor, Calima als normal hinzunehmen, da der Staub tatsächlich gesundheitsschädlich ist. Zudem könnte die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Calimas zukünftige Generationen auf den Kanaren vor noch größere Probleme stellen, das zeigen wissenschaftliche Erhebungen.

Experten warnen vor Tourismus Kollaps – Sind es zu wenige wird gewarnt, sind es zu viele wird ebenfalls gewarnt: Touristen, sie sind der Treibstoff für den wichtigsten Wirtschaftsmotor der Kanaren. Aktuell wird wegen der hohen Zahl von Urlaubern auf dem Archipel vor dem Kollaps gewarnt. Was zu einer guten Konjunktur der Autonomie führt, soll zu einem systemischen Zusammenbruch aufgrund der städtischen Entwicklungsstruktur führen. Die Mahner stammen von der Umweltorganisation Ben Magec – Ecologistas en Acción. Die Protestierenden der Organisation betonen, dass die Abwässer, die langen Verkehrsstaus und die Umweltschäden durch den übermäßigen Tourismus und die neuen Hotelkomplexe an den Stränden das Ökosystem der Inseln zerstören würden. Im letzten Jahr ist auf den Kanarischen Inseln mit 48 Millionen Touristen ein neuer Rekordwert erreicht worden.

Naos löscht 1,8 Millionen Tonnen Waren – Noch nie sind im Hafen von Arrecife auf Lanzarote so viele Waren umgesetzt worden, wie im gesamten letzten Jahr. Der letzte Höchststand war 2006. Das neue Rekordergebnis hängt vor allem mit den Teilen für die neue Windkraftanlage bei San Bartolome zusammen. 1,8 Millionen Tonnen Waren und Material waren es im letzten Jahr insgesamt. Bei der Passagierzahl gibt es keinen neuen Rekord. 600.000 Personen sind im Hafen von Arrecife im letzten Jahr an- oder von Bord einer Fähre gegangen. 2019 waren es 716.000.

Rauchfreie Terrassen – Wenn es nach der spanischen Gesundheitsministerin, Monica Garcia, geht, werden wir bald wieder Verhältnisse haben wie zur Pandemie: als das Rauchen auf öffentlichen Terrassen untersagt war. Außerdem rauchfrei an Stränden und in Auto, wenn Minderjährige mitfahren. Garcia argumentiert, dass es mehr Nichtraucher gibt, als Raucher und Rauch aber für alle gesundheitsschädlich ist. Zudem sterben jedes Jahr 54.000 Raucher an den Folgen ihrer Sucht. Das 2004 eingeführte Rauchverbot in öffentlichen Bereichen hat sich als effektive Maßnahme zum Schutz der öffentlichen Gesundheit erwiesen – geht es nach Garcia wird es jetzt ausgeweitet.

21.02.2024

Weiterhin viel zu wenig Blutspenden – Trotz regelmäßiger Aufrufe an die Bevölkerung bleiben Blutspenden auf den Kanarischen Inseln weiterhin ein Problem. Die Menge an vorhandenen Blutkonserven liegt immer wieder auf einem so niedrigen Niveau, dass anstehende Operationen verschoben werden müssen. Auch heute richtet sich das Gesundheitsamt mit einem dringenden Appell an die kanarische Bevölkerung – dieses Mal auf allen möglichen Kanälen: per Bannerwerbung auf Webseiten, in den sozialen Medien und auch per SMS. Blutspenden kann jeder zwischen 18 und 65 Jahren und einem Körpergewicht von mindestens 50 kg. Dafür gibt es auf allen Inseln in den Krankenhäusern fest Uhrzeiten, zusätzlich gibt es mobile Blutspendemöglichkeiten. Mehr Informationen dazu auf efectodonation.com

Auch Kreuzfahrttourismus profitiert von Krise im Roten Meer – Die instabile Lage im Roten Meer führt zu deutlich mehr Frequentierung von Kreuzfahrtschiffen rund um die Kanarischen Inseln. Beispiel Aida Cruises: die Reederei hat kürzlich Reisen durch das Rote Meer für dieses Frühjahr abgesagt und plant, Passagiere auf andere Routen umzubuchen, darunter die Kanarischen Inseln. Oder MSC Cruises: die Schweizer Kreuzfahrtlinie verlagert bereits Schiffe von Ägypten zu den Kanarischen Inseln. In diesem Jahr wird MSC Cruises seine europäischen Gäste zwischen den Kanaren, Marokko und Madeira transportieren und plant, im kommenden Winter 80.000 Personen im Hafen Las Palmas zu bewegen. Seit Beginn der Krise im Roten Meer profitiert auch der gesamte Wirtschaftszweig der Schifffahrt in Las Palmas auf Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife – der gesamte Schiffsverkehr fährt aktuell nicht mehr durch den Suezkanal, sondern um das Kap der Guten Hoffnung. In den beiden großen Häfen der Kanaren werden Treibstoff aufgefüllt und Container umgeladen.

Für 20€ nach Madrid – Iberia Express hat eine Preiskampagne ab 20 Euro pro Strecke für Flüge von Gran Canaria und Teneriffa nach Madrid gestartet. Das Angebot ist bereits auf der Website von Iberia Express verfügbar, für Käufe ab heute bis zum 11. März, um zwischen dem 2. April und dem 15. Juni sowie zwischen dem 15. September und dem 15. Dezember 2024 zu fliegen. Iberia Express bietet bis zu 10 Hin- und Rückflüge täglich zwischen Teneriffa und Madrid – acht nach Teneriffa Nord und zwei nach Teneriffa Süd – sowie weitere neun tägliche Flüge zwischen Gran Canaria und Madrid an.

Höhere Geldbußen für Verstöße gegen Stundenkontrolle – Bisher werden in Spanien Unternehmen, die ihrem Stundennachweis ihrer Mitarbeiter nicht nachkommen, mit 7.500 Euro bestraft. Das soll sich jetzt ändern. In Zukunft soll das generelle Bußgeld erhöht werden und zusätzlich Bußgelder pro Mitarbeiter eingeführt werden, dessen Stundennachweis lückenhaft ist. Außerdem sollen die Nachweise nur noch in digitaler Form akzeptiert werden. In Spanien müssen Unternehmen seit einigen Monaten Stundennachweise ihrer Mitarbeiter erfassen. Ein weiterer Schritt der spanischen Regierung zum Arbeitnehmerschutz. Ab 2025 gilt in Spanien generell die 37,5 Stunden Woche. Der Arbeitsstundennachweis ist eines von mehreren Gesetzen um die 37,5 Stunden Woche durchzusetzen.

Fuerteventura hat weiterhin ein Wasser Problem – Die Meerwasserentsalzungsanlage in Puerto del Rosario auf Fuerteventura kämpft seit Samstag mit einem Ausfall an zwei Modulen. Das führt zu einer Reduzierung der Süßwasserproduktion um 30%. Elektriker und Techniker versuchen seitdem, das Problem zu lösen, konnten jedoch bisher nicht die Ursache für den Ausfall finden. Die Störung betrifft die gesamte Insel und hat bereits zu Wasserknappheit geführt. Obwohl die Wasservorräte vorerst ausreichten, könnten die Probleme mit der Wasserversorgung ab Montag zunehmen, insbesondere mit der Wiedereröffnung der Schulen. Die Behörden arbeiten weiterhin daran, die Ursache für die Störung zu identifizieren und zu beheben. Währenddessen äußert die Bürgerplattform „¿Tienes Agua Fuerteventura?“ ihre Unzufriedenheit darüber, dass die Wasserausfälle fortbestehen, und kritisiert das Versagen der Notfallmaßnahmen und politischen Versprechen.

20.02.2024

Küstenwache rettet 22.000 Personen in 2023 – 22.000 Menschenleben hat die spanische Küstenwache rund um die Kanarischen Inseln im letzten Jahr gerettet. Die meisten Einsätze waren mit illegaler Migration verbunden – fast die Hälfte aller Notrufe betreffen in 2023 Flüchtlinge. Insgesamt sind die Einsätze im Vergleich zu 2022 leicht zurückgegangen zurück gegangen – 17% weniger Notrufe wegen illegaler Einwanderung. Spanienweit hat die Küstenwache im letzten Jahr 39.500 Personen gerettet, knapp die Hälfte der nationalen Einsätze haben dabei rund um die Kanarischen Inseln stattgefunden.

Las Palmas bewirbt sich als Gastronomie Zentrum Spaniens – Fünf spanische Städte sind in der letzten Runde für das beste Gastronomie Zentrum Spaniens. Die Konkurrenten heißen Burgos, Denia, Sigüenza und Tolosa. National Geographic Spain prämiert jedes Jahr die besten Gastronomischen Städte des Landes. Abgestimmt werden kann noch unter viajes.nationalgeographic.com.es. Ebenfalls dort kann sind die Gewinner des besten europäischen Reisezieles ausgewiesen. Für Spanier ist Berlin das zweitbeste Reiseziel in diesem Jahr, Platz 1 sind die Schweizer Alpen.

Neues Hollywood in Europa – Die Maßnahmen der letzten Jahre zeigen ihre Wirkung: Spanien hat sich zu einem der beliebtesten Drehorte Europas entwickelt. Seit der Erfolgsserie „Haus des Geldes“ gibt es kein anderes Land in Europa in der mehr Blockbuster und Streamingserien abgedreht werden als Spanien. Steuervergünstigungen und Visaerleichterungen haben ihren Beitrag dazu geleistet. Die Bourne Identität, Exodus, Wonderwoman, Tomorrowland oder The Crown sind nur einige Produktionen die erfolgreich in Spanien produziert worden sind, unter anderem auch auf den Kanarischen Inseln.

Inflation kostet Familien 2.300 Euro pro Jahr – Wohnraum, Lebensmittel und Transport machen den größten Kostenfaktor der aktuellen Inflationswelle in kanarischen Familien aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Gewerkschaft CCOO in einer landesweiten Studie. Während die Preissteigerungen auf dem Archipel rund 10% ausmachen, sind Löhne und Gehälter nur um durchschnittlich 2% gestiegen. In diesem Jahr kommen laut der Studie 2.343,20€ mehr Kosten auf Familien auf den Kanarischen Inseln zu. Damit fehlt Geld für andere Konsumgüter wie Kleidung und Schuhe, Kommunikation, Gastronomie und Urlaub. Diese Wirtschaftssektoren werden laut der Studie den Konsumrückgang in diesem Jahr ebenfalls beim Umsatz spüren.

Sotavento unter die schönsten Stränden Europas gewählt – Tripadvisor hat zur Abstimmung gebeten. Nachgekommen sind diesem Aufruf tausende Nutzer des Webprotals und haben Sotavento auf Fuerteventura unter die 10 schönsten Strände Europas gewählt. Auf Platz 1 gelandet ist ein Strand in Island. Mit schwarzem Vulkankiesel und Orgelfelsen im Hintergrund gilt Raynisfjara nicht nur als beeindruckend schön, sondern wegen seiner starken Strömung vor allem als gefährlichster Strand in Island. Auf Platz zwei folgt der Strand Falésia in Portugal, auf Platz drei Spiaggia die Conigli in Italien. Sotavento belegt Platz neun in diesem Jahr bei der Wahl zu den schönsten Stränden Europas.

19.02.2024

HomeExchange erfreut sich wachsender Beliebtheit –Haustausch für den Urlaub erfreut sich auch auf den Kanarischen Inseln wachsender Beliebtheit. Durch Plattformen wie ‚HomeExchange‘ können Menschen ihre Wohnungen unabhängig von Größe und Lage anbieten und im Gegenzug kostenlos in anderen Häusern weltweit übernachten. In Spanien, insbesondere auf den Kanarischen Inseln, verzeichnet der Hausaustausch ein exponentielles Wachstum, wobei 68 % der Austausche innerhalb Spaniens stattfinden. Im Vergleich zu 2022 stieg die Anzahl der Übernachtungen um 37 % auf 40.310. Über die Plattform HomeExchange wird derzeit alle zwei Minuten ein Hausaustausch abgeschlossen. Dabei bietet die Plattform bisher eine einwandfreie Bilanz – 99,7 % der Austausche erfolgen ohne Zwischenfälle.

18 neue Seismometer auf dem Meeresgrund – Zwischen Gran Canaria und Teneriffa sind 18 neue Seismometer auf dem Meeresgrund installiert worden. Diese sollen die Erdbewegungen aufzeichnen, die in den letzten Monaten stark zugenommen haben. Die Maßnahme ist Teil des Projekts Guanche, das vom Nationalen Geografischen Institut und dem Institut für Meereswissenschaften durchgeführt wird, um die Ursprünge von Erdbeben zwischen den Hauptinseln zu untersuchen. Der Kanal zwischen Gran Canaria und Teneriffa ist die Zone mit der höchsten tektonischen seismischen Aktivität auf den Kanarischen Inseln. Es werden jährlich zwischen 400 und 500 Erdbeben registriert. Die Forschung in diesem Bereich zielt auch darauf ab, dass Gefahrenpotenzial dieser seismischen Aktivität zu interpretieren und den Ursprung des Vulkans Enmedio zu untersuchen.

Urlauber in Küstennähe gerettet – Auf Fuerteventura hat die Küstenwache drei Urlauber von den Felsen an der Küste bei Betancuria gerettet. Die Geretteten waren sich der Gefahr, in der sie sich befanden nicht bewusst. Auf Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria gilt aktuell eine Wetterwarnung wegen hohen Wellen. An diesen Tagen neigt der Atlantik, besonders an felsigen Küstenabschnitten, zu abnormalen Wellenhöhen. Diese traten aber in Serien auf und nicht dauerhaft. Die Geretteten auf Fuerteventura wollten Selfies aufnehmen, mit der spitzenden Gischt im Hintergrund und haben sich unwissend in Lebensgefahr begeben.

Die atlantische Kreisströmung ist in Gefahr –Verschiedene Studien haben in den letzten Jahren modelliert, was passieren würde, wenn die Meridionale Umwälzbewegung des Atlantiks (AMOC) zusammenbricht. Kurz erklärt: Der Atlantische Zirkulationsstrom ist ein Prozess, bei dem sich warmes Oberflächenwasser zum Pol bewegt wird, wo es abkühlt und gefriert. Das Salz bleibt im Meer zurück, wodurch das Wasser dichter wird, absinkt und nach Süden strömt. Dieser Zirkulationsstrom scheint sich laut der Forscher der beiden Universitäten Utrecht und Las Palmas wegen des Klimawandels zu verlangsamen. Mit gravierenden Folgen. Die Forscher schätzen, dass die Temperaturen in Nordeuropa in den kommenden 100 Jahren um 10 bis 30 Grad sinken und zum Äquator hin stark steigen werden – die Folgen für die Kanarischen Inseln: Wüstenbildung und steigender Meeresspiegel.

Zwei Fährverbindungen weniger – Auf Fuerteventura liegen die Nerven der Unternehmer blank. Grund ist eine Entscheidung der Reederei Armas Trasmediterránea die zweimal täglich verkehrende Fähre zwischen Morro Jable und Las Palmas einzustellen. Auch die Bemühungen politscher Vertreter hatten bisher keinen Erfolg. Ende des Monats erfolgt der gesamte Güterverkehr zwischen Gran Canaria und Fuerteventura von und nach Puerto del Rosario. Laut der Regierung ist die Entscheidung die Fährverbindung einzustellen, auf die Rentabilität des Angebots zurückzuführen. Langzeitstudien der Reederei haben gezeigt, dass die Verbindung nur an wenigen Tagen im Jahr positive Zahlen geschrieben hat.

16.02.2024

Bevölkerungswachstum – Auch im letzten Jahr ist die Bevölkerungszahl auf den Kanarischen Inseln gestiegen. 23.000 Einwohner mehr als 2022. Das entspricht einem Anstieg von einem Prozent und die aktuelle Gesamtbevölkerungszahl liegt damit bei 2,2 Millionen. Darunter sind 12.000 neue Bewohner mit spanischem Pass, gut 10.000 hat einen Pass aus einem EU Land.

Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge einen Monat inhaftiert – Auf Gran Canaria wird aktuell ein Fall untersucht, bei dem die Behörden zwei mutmaßlich minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge einen Monat lang inhaftiert haben. Erst nach vier Wochen ist eine Untersuchung zur Altersbestimmung durchgeführt worden, dabei stellte sich heraus das einer der beiden Inhaftierten 15 Jahre alt ist. Die Situation ist von der Gefängnisseelsorge und einem sozialen Aktionsorgan angezeigt worden. Auf den Kanarischen Inseln werden aktuell 5.500 minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge betreut und versorgt.

Gesetz zu Hundeführerschein verabschiedet – Seit fünf Monaten gilt in Spanien ein neues Haustiergesetz – es sieht für den Erwerb eines Hundes einen Kurs vor und eine Versicherung. Das Gesetz ist bereits vor Monaten im spanische Parlament in Madrid verabschiedet worden. Umgesetzt worden ist es bisher nicht, das soll sich jetzt ändern. In Zukunft ist vor dem Kauf eines Hundes ein Hundehalterkurs notwendig. Dieser wird online angeboten, er soll kostenlos sein. Daneben ist eine Haftpflichtversicherung notwendig.

4,3 Tonnen Kokain beschlagnahmt – 500 Seemeilen südlich der Kanarischen Inseln hat eine internationale Fahndung zum Erfolg geführt. Beamte der Guardia Civil und des spanischen Zolls konnten in Zusammenarbeit mit der Drug Enforcement Agency, kurz DEA, und der britischen National Crime Agency 4,3 Tonnen Kokain sicherstellen. Die Drogen waren bereits auf einem Festrumpfschlauchboot vertäut und sollten auf den Kanarischen Inseln entladen werden. Die Aktion ist Teil des Kampfes gegen den Drogenhandel entlang der sogenannten „atlantischen Kokainroute“, auf der Drogen von Südamerika nach Europa geschmuggelt werden.

Segelyacht auf Grund gesetzt – An der Küste der Insel Lobos, zwischen Lanzarote und Fuerteventura, hat die Crew einer Segelyacht ihr Boot bei Flut auf Grund gesetzt. Die fünf Besatzungsmitglieder sind noch in der Abenddämmerung mit Hilfe eines Rettungshelikopters von Bord ihrer auf den Felsen liegenden Yacht geholt worden. Jetzt müssen Öl und rund 250 Liter Dieselkraftstoff aus dem Boot abgepumpt werden. Erst danach wird versucht das Boot bei erneutem Fluthöchststand wieder von den Felsen zu schleppen.

14.02.2024

Teneriffa auf Platz der 10 schönsten Inseln – Laut einem Umfrageergebnis des Reiseportals DERTUR hat es Teneriffa auf Platz zwei der schönsten Inseln der Welt geschafft. 60 Urlaubsinseln sind auf dem Portal verglichen worden. Auch in die Top10 hat es Gran Canaria geschafft mit Platz vier, auf Platz 10 liegt Fuerteventura. Einzige nicht europäische Urlaubsinsel unter den TOP10 ist Bali. Für die Umfrage herangezogen worden sind neben der landschaftlichen Attraktivität auch die blaue Flaggen für die Bewertung der Strände und die durchschnittlichen Übernachtungskosten.

Flüchtlingsabkommen mit Mauretanien – Achtmal mehr Flüchtlinge seit Jahresbeginn im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. 10.000 Flüchtlinge haben in den ersten 40 Tagen dieses Jahres den Archipel erreicht. Die Mehrheit der Boote stammt von der mauretanischen Küste. Jetzt gibt es Direkthilfen von EU für Mauretanien, im Gegenzug und mit Hilfe der finanziellen Unterstützung stoppt die mauretanische Regierung die Flüchtlingskrise und kontrolliert intensiver die Küstenabschnitte. Dafür sind EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen und Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez nach Dakar gereist um mit Regierungsvertretern Mauretaniens zu sprechen. Bis 2027 soll Mauretanien 210 Millionen Euro von der EU erhalten.

Neue Webseite für Wanderrouten – Wer auf Gran Canaria gerne Wandern geht, sollte einen Blick ins Internet werfen. Mit der Webseite grancanariasenderos bietet die Insel ab sofort rund 100 Wanderrouten. Farblich nach Schwierigkeitsgrad und Länge markiert, gibt es auch eine entsprechende Suchfunktion, um den für sein eigenes Fitnesslevel besten Wanderweg zu finden. Finanziert wird das Projekt vom Cabildo der Insel und von der Organisation RED Natura 2000 Canarias.

Jugendliche fallen in alte Mühle bei Puerto Naos – In Arrecife auf Lanzarote hatten die Rettungskräfte gestern alle Hände voll zu tun, nachdem zwei Jugendliche in einer der alten Mühlen bei Puerto Noas rund 10 Meter in die Tiefe gefallen waren. Den Notruf hat einer der beiden 16 und 17 Jahren Opfer gegen 23.45 Uhr abgesetzt. Der 17 Jahre Junge hat bei dem Unfall ein schweres Schädel Hirn Träume erlitten und ist sofort ins Krankenhaus gebracht worden. Danach ist das 16 Jahre Mädchen aus 10 Metern Tiefe geholt worden – auch sie wird im Krankenhaus wegen ihrer schweren Verletzungen an den Beinen behandelt. Bisher ist noch nicht bekannt wie es zu dem Unfall gekommen ist, noch warum sich die beiden Jugendlichen ins Innere der alten Mühle begeben haben.

70 kg Kupferkabel gestohlen – Drei Männer haben bei El Rosario auf Teneriffa von einer Baustelle 70 kg Kupferkabel entwendet. Eine Polizeistreife hat die 54, 37 und 28 Jahre alten Täter beobachtet, als sie große Sporttaschen von einer Baustelle in ihr Fahrzeug geladen haben. Der Diebstahl von Kupferkabel kommt auf den Kanarischen immer wieder vor. Die Täter schmelzen die Kabel ein und versuchen das Metall weiterzuverkaufen. Der Kilopreis für reines Kupfer liegt aktuell bei rund 15€. Für die drei Männer auf Teneriffa ging es nach dem Diebstahl direkt in Untersuchungshaft.

13.02.2024

Las Palmas lebt Karneval – Live-Musik hat die drei Bühnen gestern am Rosenmontag mit Kostümen und Tänzen regelrecht überflutet. Elvis Crespo hat auf einer bis zum Rand gefüllten Hauptbühne den krönenden Abschluss gesetzt. Der US-amerikanische Künstler mit puerto-ricanischen Wurzeln hat die Menge zum Springen und Singen gebracht. Die Ordnungskräfte hatten alle Hände voll zu tun und musste zu Beginn des Konzerts von Elvis Crespo die Zugänge schließen. Der Andrang war schlichtweg zu groß. Außerdem gab es gestern große Karnevalsumzüge in Arrecife auf Lanzarote und in Puerto del Rosario auf Fuerteventura.

Geisterfahrer auf Koks – Gegen die Fahrtrichtung war gestern ein Mann mit seinem Fahrzeug in La Isleta bei Las Palmas auf Gran Canaria unterwegs. Als ihn die Polizei angehalten und sein Fahrzeug durchsucht hat, lagen 2.000 Euro in bar und 40 Gramm Kokain verpackt in ein Gramm Dosen bei den Beamten als Beweismaterial in durchsichtigen Beuteln im Kofferraum. Mutmaßlich war der Mann auf dem Weg um sein Kokain auf den Karnevalsveranstaltungen in Las Palmas zu verkaufen. Er sitzt in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Termin beim Haftrichter.

Dringend Blutspenden benötigt – 300 Blutbeutel pro Tag werden in den medizinischen Einrichtungen auf dem Archipel benötigt. Heute wendet sich das Gesundheitsamt in verschiedenen Tageszeitungen an die Bevölkerung und ruft die Bevölkerung in Mogan im Süden Gran Canarias zum Blutspenden auf. Die Blutbanken in den Krankenhäusern sind auf einem so niedrigen Stand, das Gefahr besteht geplante Operationen zu verschieben. Ab Morgen kann auf dem Pérez Galdós-Platz in Arguineguin immer zwischen 10 Uhr und 13.15 Uhr und zwischen 16:30 Uhr und 20:15 Uhr Blut gespendet werden. Voraussetzung: sie sind zwischen 18 und 65 Jahre alt und weisen mehr als 50 Kilogramm Körpergewicht auf.

Eltern gegen weniger Unterrichtsstunden im Juni – Das Bildungsministerium plant im Juni eine Stunde weniger Unterricht pro Tag an Schulen und Grundschulen. Dagegen klagen jetzt die Gewerkschaft der Lehrer und Vertreter der Eltern. Sie betonen, dass die Reduzierung negativen Einfluss auf die schulische Organisation und das Familienleben hat. Außerdem wird eine stärkere Einbindung der Familien bei der Gestaltung des Schuljahreskalenders gefordert.

KI am Flughafen auf Lanzarote – Am Cesar Manrique Flughafen auf Lanzarote steht die erste Tourismusinformationen betrieben durch KI. Das Projekt „Cicerone“ verwendet ChatGBT und wird durch Microsoft unterstützt. Auf dem großen Touchscreen werden Urlaubern in 95 Sprachen Fragen zum Urlaubsziel Lanzarote beantwortet und personalisierte Vorschläge für Sehenswürdigkeiten und Ausflüge gemacht. KI ist aber nicht nur im Tourismus der Insel ein Thema. Das Cabildo hat angekündigt auch in anderen Bereich, die Residenten betreffen, in Zukunft verstärkt auf KI zu setzen.

12.02.2024

80 Kreuzfahrtschiffe bis April – Den Hafen von Arrecife auf Lanzarote steuern in den kommenden Monaten insgesamt 80 Kreuzfahrtschiffe an. Das geht aus einer Meldung der kanarischen Hafenbehörde hervor. Das entspricht einer Gesamtpassagierzahl von insgesamt rund 130.000. Alleine bis Monatsende steuern noch 15 Kreuzfahrtschiffe die Mole in der Inselhauptstadt an.

Rentenalter auf 66 Jahre und sechs Monate angehoben – Seit Januar ist das Renteneintrittsalter in Spanien auf 66 Jahren und sechs Monate erhöht worden. Eine Entscheidung aus dem Jahr 2013, das das Rentenalter schrittweise bis 2028 auf 67 Jahre anhebt. Für Arbeitnehmer mit mindestens 38 Jahren Beitragszeitraum gilt weiterhin das Renteneintrittsalter von 65 Jahren. Bis zu 4% mehr Rente erhalten Arbeitnehmer, die ihren Ruhestand um weitere zwei Jahre hinauszögern.

EU will bei Migration unterstützen – 36.000 Flüchtlinge innerhalb von 12 Monaten. Die Kanarischen Inseln haben in Sachen Migration aus Afrika ein Rekordjahr erlebt und damit verbunden auch viele tödliche Tragödien. Jetzt soll es Unterstützung durch die EU geben. Dafür hat die EU-Innenkommissarin, Ylva Johansson, die Kanarischen Inseln besucht, um sich ein Bild der Lage zu machen. Die Kommissarin fordert eine „europäische Antwort“ auf das Migrationsphänomen, um den Druck, unter dem Grenzländer wie Spanien auf den Kanarischen Inseln und im Mittelmeer leiden, zu mindern. In den letzten drei Jahren sind geschätzt 7.500 Migranten zwischen der afrikanischen Küste und den Kanarischen Inseln ums Leben gekommen.

75.000 verkaufte Fahrzeuge – Der Automobilsektor auf den Kanarischen Inseln feiert das abgelaufene Jahr 2023. Trotz schwächelnder Wirtschaft und Inflation sind 2023 rund 75.000 Fahrzeuge verkauft worden. Allerdings ist es eigentlich ein Feiern auf niedrigem Niveau. Die Absatzzahlen haben lediglich das Ergebnis aus 2019 erreicht – es ist eher eine Rückkehr zur Normalität. Auch die Bestellungen durch die kanarischen Autovermietungen haben in den vergangene 12 Monaten wieder Normalniveau erreicht.

Aldi plant 50 zusätzliche Filialen – Der Supermarktdiscounter ALDI plant 50 zusätzliche Filialen in Spanien – alle sollen noch in diesem Jahr eröffnet werden – sechs davon auf den Kanarischen Inseln. Aktuell verfügt ALDI auf dem Archipel über 12 Supermärkte. Mit dem Produktlabel „Soy Canario“ setzt ALDI weiterhin auf lokale Herkunft seiner Produkte. Rund 60 lokale Produzenten liefern regelmäßig rund 360 Produkte in die kanarischen Filialen des Supermarktdiscounters.

9.02.2024

Finanzamt ermittelt gegen Polizeibehörde – Gegen die beiden Polizeichefs von Agüimes auf Gran Canaria und den Stadtrat ermittelt das Finanzamt. Es geht um unrechtmäßig abgerechnete Überstunden in Höhe von knapp 100.000 Euro zwischen 2017 und 2021. Der Fall kam ins Rollen nachdem das Finanzamt durch eine anonyme Anzeige. Es geht um Unterschlagung von öffentlichen Geldern und Urkundenfälschung.

Die archäologischen Ausgrabungen in der Höhle von Majo in La Degollada auf Lanzarote sind abgeschlossen. Die Forschungen deuten darauf hin, dass die Höhle sowohl für Wohn- als auch für Bestattungszwecke von den Ureinwohnern genutzt wurde. Die Funde in den fünf Räumen stützen diese Annahme. Die Höhle liegt zwischen Yaiza, Las Breñas und Femes und gehört mittlerweile zu den wichtigsten Fundstätten für die Erforschung der Ureinwohner von Lanzarote und Fuerteventura. An den Ausgrabungen ist auch der deutsche Archäologe Joachim Ehrenhofer beteiligt.

Urlauberrekord – Im letzten Jahr haben 14,1 Millionen Touristen ihren Urlaub auf den Kanarischen Inseln verbracht. Mit diesem Ergebnis schließt Tourespana die Jahresbilanz 2023 und vermeldet einen neuen Rekord – eine Million mehr Urlauber als 2019 vor der Pandemie. Teneriffa und Gran Canaria verzeichneten die größten Zuwächse mit 5,6 Millionen bzw. 3,6 Millionen Besuchern. Der britische Markt bleibt der wichtigste, während andere europäische Märkte, wie Deutschland und die nordischen Länder, Rückgänge verzeichnen. Enaire, der nationale Flugsicherungsdienst, verzeichnet 2023 einen historischen Rekord von 2,2 Millionen Flügen in ganz Spanien, wobei 380.000 Flüge auf den Kanaren gestartet oder gelandet sind.

Castillo Guanapay wird Museum – Das Castillo de Guanapay bei Teguise auf Lanzarote soll bis 2025 zum kulturellen Museum für die Inselgeschichte umgewandelt werden. In der Burg sollen in einem Bereich die bereits vorhandenen Fundstücke der Piraterie weiterhin ausgestellt bleiben. Andere emblematischer Gebäude in Teguise, wie z.B. der Palacio Spínola, der Friedhof und die Casa Torres sollen bis 2025 restauriert und dann als Kulturgut Spaniens deklariert werden. Burg, Friedhof, Palacio Spínola und Casa Torres sollen in Zukunft für historische Inselführungen zur Verfügung stehen und Besuchern die Geschichte Lanzarote veranschaulichen.

Emanzipieren erst ab 30 – Nur 19% der Jugendlichen zwischen 16 und 30 Jahren leben auf den Kanarischen Inseln nicht mehr zuhause. Das ist zwar eine Steigerung um 2% im Vergleich zu 2022, allerding noch deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 30%. Hohe Mieten, geringer verfügbarer Wohnraum und niedrige Löhne sind die Erklärung für dieses Ergebnis. Dabei fehlt es nicht an Qualifikation. Ein Drittel der unter 30-jährigen auf den Kanarischen Inseln gilt als überqualifiziert, trotzdem sind 44% dieser Bevölkerungsgruppe von Armut bedroht und können maximal 30% ihres Einkommens für Mieten aufwenden.

8.02.2024

Grippeimpfung Thema im Parlament – Die Impfkampagne gegen Grippe war gestern Thema im kanarischen Parlament. Es gibt unterschiedliche Sichtweisen auf den Verlauf der diesjährigen Impfkampagne. Während die Opposition die Meinung vertritt, die Impfkampagne wäre viel zu spät begonnen worden und hätte zum Kollaps in den Krankenhäusern geführt, weil viel zu viele Patienten mit Atemwegserkrankungen stationär behandelt werden müssen, verteidigte die amtierende Gesundheitsministerin Esther Monzón die Impfkampagne gestern. Die Gesellschaft sei impfmüde und nicht so wie früher bereit sich flächendeckend impfen zu lassen. Zudem gab es auch in den vergangenen Jahren immer wieder zwischen Dezember und Januar Engpässe bei der Gesundheitsversorgung. Die Impfkampagne hat in diesem Winter im Oktober begonnen. Bis heute haben sich 230.000 Personen gegen Influenza auf den Kanarischen Inseln impfen lassen, darunter 4.000 Personen aus dem Gesundheitswesen. 100.000 bestellte Impfdosen sind bisher ungenutzt.

Häftling geflohen – Auf Lanzarote fahndet die Polizei seit gestern nach einem entflohenen Häftling. Der Mann sollte einen Vortrag an einer Schule halten, als er vor dem Wachpersonal, dass ihn zu dem Vortrag begleitet hat, flüchten konnte. Der Mann sitzt laut Presseberichten in der Bildungstherapeutischen Einrichtung in Tahiche eine mehrjährige Haftstrafe ab.

Mehr Kindergartenplätze – Die Gemeinde San Bartolome de Tirajana auf Gran Canaria verfügt seit dieser Woche über eine neue, alte Kindertagesstätte. Die Einrichtung Los Fraguel Rock in Castillo del Romeral ist nach monatelangen Reformierungsarbeiten seit Montag wieder geöffnet. Seitdem haben bereits 17 Familien ihre Kinder in dem Kindergarten angemeldet. Die Tagesstätte ist seit der Pandemie nicht mehr betrieben worden. Der Betrieb ist jetzt für die kommenden zwei Jahre gesichert inklusive eines Cateringservices, das Frühstück, Mittag- und Nachmittagsverpflegung liefert.

Warenkorb wird teurer – Die Angriffe der Huthi Rebellen im Roten Meer auf Frachtschiffe sorgen auf den Kanarischen Inseln für steigende Preisen. Weil Reedereien ihre Schiffe wegen Sicherheitsbedenken nicht mehr durch den Suez-Kanal schicken, sondern ums Kap der Guten Hoffnung und damit die Transportkosten um 100% gestiegen sind. Jetzt soll es ein Arbeitstreffen zwischen Regierung und Industriellen auf den Kanarischen Inseln geben um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Die Rede ist von Beihilfen für den Seetransport und den Luftverkehr um den steigenden Preisen für Waren entgegenzuwirken.

Änderungen im Arbeitsgesetz – Ab heute gilt in Spanien ein neuer Mindestlohn. Dieser beträgt 1.134 Euro. Außerdem ist eine einseitige Kürzung der Arbeitszeit und damit verbunden auch eine einseitige Kürzung des Gehaltes ohne Zustimmung des Arbeitnehmers nicht mehr möglich. „Dieses Gesetz sendet den Arbeitnehmern eine sehr wichtige Botschaft: Es verbietet Arbeit auf Abruf in Spanien und verhindert Null-Stunden-Verträge in unserem Land“, teile gestern Arbeitsministerin Yolanda Díaz auf einer Pressekonferenz mit. Ab sofort sind Arbeitgeber in Spanien auch verpflichtet die Arbeitszeit, sowie Arbeitsbeginn und Arbeitsende täglich zu protokollieren. Die Arbeitsmarktreform beinhaltet auch Änderungen für Nebentätigkeiten, Probezeiten und befristete Arbeitsverträge.

 

7.02.2024

Kampfjet mit Notlandung – Wegen technischen Problemen mit dem Fahrwerk ist gestern Abend ein Kampfjet der spanischen Luftwaffe auf Gando auf Gran Canaria notgelandet. Das Notmanöver lief ohne weitere Probleme ab, sorgte aber für einen spektakulären Funkenflug auf dem Asphalt: Weil das Fahrwerk des Kampfjets nicht ordnungsgemäß ausgefahren werden konnte, musste der für Landungen auf Flugzeugträger vorgesehene Haken verwendet werden. Dafür ist ein entsprechendes Kabel auf der Landebahn auf Gando gespannt worden.

Nach Calima kommt Regen – Es war ungewöhnlich warm in den letzten Tagen auf den Kanarischen Inseln. Dafür war vor allem Calima verantwortlich. Damit ist es jetzt erstmal vorbei. Die Meteorologen des spanischen Wetterdienstes prognostizieren zumindest für die westlichen Inseln El Hierro und La Palma intensiven Niederschlag. Ab Freitag regnet es dann auf Gran Canaria zumindest an der West- und Nordküste. Auf Fuerteventura und Lanzarote bleibt es trotz abnehmenden Calima in den kommenden Tagen unverändert mild und trocken.

Arbeitslosigkeit sinkt deutlich – Im letzten Jahr haben die Kanarischen Inseln einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 15.315 Personen oder 8,36% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Insgesamt sind heute 168.000 Erwerbsfähige als Arbeitslos gemeldet. Das entspricht dem niedrigsten Stand seit 2007. Die positive Entwicklung ist der starken Konjunktur im Handel und in der Gastronomie zu verdanken. Im Dezember letzten Jahr waren 910.000 Arbeitnehmer in einem Beschäftigungsverhältnis. Auch die Dienstleistungsbranche hat maßgeblich zur Verringerung der Arbeitslosenzahlen beigetragen, mit einem Rückgang von 10.660 Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr.

Krise im Roten mehr sorgt für mehr Containerschiffe – Die Krise im Nahen Osten hat Auswirkungen bis in die kanarische Autonomie. Wegen der Entscheidung einiger Reedereien, ihre Schiffe wegen der Huthi-Angriffe im Roten Meer auf den Weg zum Suezkanal umzuleiten, verzeichnet der Hafen von Las Palmas einen Anstieg der Aktivitäten, insbesondere im Bereich der Treibstoffversorgung. Die Unternehmen, die im Hafen das sogenannte „Bunkering“ betreiben, konnten ihre Reservierungen verdreifachen. In den kommenden Wochen werden dreimal mehr Schiffe erwartet als normalerweise um diese Jahreszeit. Einige Reedereien haben in Las Palmas und in Santa Cruz auf Teneriffa angefragt um ihre Frachter dauerhaft von der Straße Gibraltars auf den Archipel zu verlegen. Die Umleitung von Schiffen von der Suezkanalroute zum Kap der Guten Hoffnung führt dazu, das rund 25% mehr Aktivität in den beiden großen Containerhäfen des Archipels in den kommenden Monaten zu erwarten sind.

Taucherzentrum am Playa Chica genehmigt – Die endgültige Genehmigung für das Tauchzentrum Playa Chica in Puerto del Carmen auf Lanzarote ist nach einem jahrenlangen bürokratischen Prozess erteilt. Der Stadtrat von Tías hat das Dokument im Dezember an das Cabildo übergeben. Die Finanzierung von 825.000 Euro ist durch das Förderprogramm Fdcan gesichert. Das Taucherzentrum soll nach Fertigstellung auf einer Fläche von 966 Quadratmetern barrierefreie Zugänge, Duschen und eine Pergola beinhalten und neben der bereits bestehenden Sportmole entstehen.

6.02.2024

Zona Franca auch auf Lanzarote und Fuerteventura – Die Freihandelszone der Kanarischen Inseln soll auf Lanzarote und Fuerteventura erweitert werden. In der Praxis könnten dann Waren direkt in die beiden Hauptstadthäfen geliefert werden, ohne wie bisher den Umweg über den Hafen von La Luz zu nehmen – bisher ist das die einzige Freihandelszone in der Provinz. Wegen ihrer ultraperipheren Lage ist die kanarische Autonomie steuerrechtliche bevorzugt. Mit der Expansion soll der bürokratische Aufwand für Unternehmen und Warenlieferungen vereinfacht werden.

Tödlichste Route der Welt – Es ist eine erschreckende Bilanz: laut der NGO „Caminado Fronteras“ sind im letzten Jahr 6007 Menschen, beim Versuch von Afrika aus die Kanarischen Inseln übers Meer zu erreichen, ums Leben gekommen. Das entspricht 16 Toten pro Tag. Laut „Caminando Fronteras“ ist die Seeroute zwischen Afrika und den Kanarischen Inseln die tödlichste der Welt.

Fährverbindung Tarfaya – Die Kanarischen Inseln und Marokko arbeiten gemeinsam an der Wiedereröffnung der Seeverbindung zwischen Fuerteventura und Tarfaya. Eine marokkanische Delegation, angeführt vom Generalsekretär des Ministeriums für Verkehr und Logistik, Khalid Cherkaoui, besucht diese Woche die Kanarischen Inseln. Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, hat für den 11. Januar ein Arbeitstreffen mit der Delegation anberaumt. Die Wiedereröffnung der Verbindung zwischen den Kanarischen Inseln und Tarfaya wird als „strategisch wichtig“ betrachtet, um wirtschaftliche, kommerzielle und kulturelle Bindungen zu stärken. Die Entfernung zwischen Fuerteventura und Tarfaya beträgt auf dem Seeweg ca. 100 Kilometer.

Kirche wird kommerziell – Für den Besuch der Kirche San Juan in Arucas auf Gran Canaria werden in Zukunft fünf Euro fällig. Der Pfarrer Venerando Novelle betont, dass es sich nicht um einen Eintritt handelt, sondern um eine Spende, die nicht für Gewinnzwecke genutzt wird, sondern für den Unterhalt des Tempels und zukünftige Projekte wie die Fertigstellung des Kirchenbaus oder die Einrichtung eines Sakralmuseums. Geschätzt besuchen dieses Wahrzeichen der Geschichte Gran Canarias pro Woche 8.000 Personen. Damit ist der neugotische Bau die meistbesuchte Attraktion in der Umgebung.

Plastikgranulat an allen Stränden – Die Freisetzung von 27 Tonnen Plastikgranulat an der Küste bei Santander im Norden Spaniens ist an den Küsten der Kanarischen Inseln nachweisbar. Die ca. 5mm großen Kügelchen werden z.B. zur Herstellung von Plastikflaschen, Duschgel oder Shampoo verwendet und sorgen wegen der Kontaminierung von Gewässern immer wieder für Diskussionen. Jetzt hat die kanarische Regierung deswegen ein Vorwarnprotokoll aktiviert. Vor allem an den nach Nordwesten ausgerichteten Stränden des Archipels ist Menge von Mikroplastik besonders hoch. Untersuchungen haben ergeben, dass bis zu 80 chemische Schadstoffe in dem Plastikgranulat enthalten sind.

5.02.2024

Archäologische Ausgrabungen auf Lanzarote – Die Ausgrabungsarbeiten bei Zonzamas und Fiquinineo auf Lanzarote können fortgesetzt werden. Das Cabildo der Insel stellt 800.000 Euro für die Arbeiten bis 2026 zur Verfügung. Zwei auf archäologisch Ausgrabungen spezialisierte Organisationen, Tibicena Arqueología y Patrimonio für Zonzamas und Prored Sociedad Corporativa für Fiquinineo, haben den Zuschlag erhalten und werden für mindestens 28 Monate an den Ausgrabungsstätten der Guanchen tätig sein.

Rauchfreie Terrassen – Wenn es nach der spanischen Gesundheitsministerin, Monica Garcia, geht, werden wir bald wieder Verhältnisse haben wie zur Pandemie: als das Rauchen auf öffentlichen Terrassen untersagt war. Außerdem rauchfrei an Stränden und in Auto, wenn Minderjährige mitfahren. Garcia argumentiert, dass es mehr Nichtraucher gibt, als Raucher und Rauch aber für alle gesundheitsschädlich ist. Zudem sterben jedes Jahr 54.000 Raucher an den Folgen ihrer Sucht. Das 2004 eingeführte Rauchverbot in öffentlichen Bereichen hat sich als effektive Maßnahme zum Schutz der öffentlichen Gesundheit erwiesen – geht es nach Garcia wird es jetzt ausgeweitet.

Seit drei Generationen die besten Orangen – Auf der Fiesta de la Naranja in Telde auf Gran Canaria sind wieder mal die Medina Orangen ausgezeichnet worden. Auf der Finca Jomera wird sich seit drei Generationen dieser gesunden Frucht gewidmet. Aktuell arbeitet der 91 Jahre alte José Medina zusammen mit seinen beiden Enkeln José und Raúl und erwirtschaftet rund 80.000 Kilogramm Orangen pro Jahr, die ausschließlich in den lokalen Verkauf auf Gran Canaria gehen. Mit Kilometer 0 wird die gesamte Ernte seit Jahren am Punto Fielato verkauft.

Molina Sport Team in Sevilla aus der Maschine geworfen – Die Hockey Mannschaft Molina Sport aus Gran Canaria hat in Madrid am Sonntag den spanischen Pokal gewonnen – soweit der rühmliche Teil der Nachricht. Der unrühmliche endet in Sevilla auf dem Flughafen, nachdem der Kapitän der Maschine Madrid – Gran Canaria sich zu einer Zwischenlandung entschieden hat und das gesamte Team aus der Maschine geworfen hat. Bereits beim Start in Madrid sollen sich Teammitglieder von Molina Sport so respektlos dem Bordpersonal gegenüber verhalten haben, dass es eine Verwarnung vom Kapitän gab. Nachdem dieser Hinweis keine Wirkung zeigte, ist das gesamte Team unter Aufsicht der Guardia Civil in Sevilla der Maschine verwiesen worden.

10 Punkte vom Klassenerhalt entfernt – Für den UD Las Palmas geht es in dieser Saison einzig um den Klassenerhalt in der ersten spanischen Liga. Mit dem Unentschieden gegen Granada ist am Wochenende ein weiterer wichtiger Punkt dazu gekommen. Mit aktuell 32 Punkten trennen den UD Las Palmas noch rund 10 Punkte vom gewünschten Saisonziel. Am nächsten Wochenende geht es gegen Valencia – wieder ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

2.02.2024

Lesen unbeliebt – Innerhalb einer jährlich durchgeführten Umfrage der spanischen Nationalbibliothek haben 4 von 10 Canarios angegeben, nie ein Buch zu Hand zu nehmen. Während die Lesequote Spanienweit wieder angestiegen ist, verbleiben die Lesegewohnheiten der Canarios auf einem sehr niedrigen Level. Nur noch in Extremadura wird seltener zum Buch gegriffen. Hauptgrund ist der Mangel an Freizeit. Ein Drittel der Befragten zieht es vor, die wenige verbleibende Freizeit mit anderen Unterhaltungsmedien zu verbringen.

Naos löscht 1,8 Millionen Tonnen Waren – Noch nie sind im Hafen von Arrecife auf Lanzarote so viele Waren umgesetzt worden, wie im gesamten letzten Jahr. Der letzte Höchststand war 2006. Das neue Rekordergebnis hängt vor allem mit den Teilen für die neue Windkraftanlage bei San Bartolome zusammen. 1,8 Millionen Tonnen Waren und Material waren es im letzten Jahr insgesamt. Bei der Passagierzahl gibt es keinen neuen Rekord. 600.000 Personen sind im Hafen von Arrecife im letzten Jahr an- oder von Bord einer Fähre gegangen. 2019 waren es 716.000.

Sechs Cannabis Clubs geschlossen – In Las Palmas auf Gran Canaria hat die Polizei sechs Cannabis Clubs geschlossen und 17 Personen vorläufig festgenommen. Den Ermittlern zufolge gibt es bei der Beschaffung der THC Produkte Unregelmäßigkeiten. 10 Kilogramm Marihuana und sechs Kilogramm Haschisch sind auf illegalem Weg in die Clubs gelangt. Zusätzlich sind 5.000 Euro Bargeld beschlagnahmt worden.

Maskenpflicht aufgehoben – In den Gesundheitszentren der Kanarischen Inseln ist die Maskenpflicht ab sofort aufgehoben. Nachdem die Zahl der Atemwegsinfektionen zwei Wochen in Folge gesunken ist, sieht das Gesundheitsamt keine Notwendigkeit diese präventive Maßnahme weiterhin aufrecht zu erhalten. Trotzdem liegt die Inzidenz der Grippe- und Covid-Infektionen weiterhin bei 823 pro 100.000 Einwohner. Die Gesamthospitalisierungsrate für Atemwegsinfektionen auf den Kanarischen Inseln ist ebenfalls signifikant gesunken, von 12,9 auf 6,6 Fälle pro 100.000 Einwohner, während der landesweite Durchschnitt bei 16,6 liegt.

Jedes 10. Bauprojekt gestoppt – 183 Bauvorhaben sind im letzten Jahr auf den Kanarischen Inseln gestoppt worden. Grund sind die stark gestiegenen Rohstoffpreise. Unter den gestoppten Bauvorhaben befinden sich sowohl private Vorhaben wie auch Projekte der öffentlichen Hand. Damit liegen rund 10% aller Bauvorhaben auf dem Archipel brach oder sind erst gar nicht begonnen worden. Auf der einen Seite liegen Rohstoffpreise immer noch deutlich über den Preisen von vor Beginn der Pandemie. Auf der anderen Seite lehnen Auftraggeber Preisanpassungen ab. Um eine Insolvenz zu vermeiden, sind dutzende Auftragnehmer aus der Baubranche von ihren Verträgen zurückgetreten.

1.02.2024

Ultrabike Club Santa Rosa – Eines der wichtigsten MTB-Rennen der Kanarischen Inseln findet dieses Jahr wieder in der Vulkanlandschaft von Lanzarote statt. Erwartet werden wieder die besten MTB-Profis aus ganz Spanien und dem europäischen Ausland. Zum ersten Mal wird es neben verschiedenen Streckenlängen für Profis und Amateure auch ein Rennen für E-Bike Fahrer geben. Los geht es am 28. April auf La Graciosa, am nächsten Tag finden die Rennen dann auf Lanzarote statt. Die Teilnahme kostet 70 Euro für beide Strecken, für eine Strecke 50 Euro. Mehr Infos im Internet auf ultrabikelanzarote.com

Zahl der Geburten auf Rekordtief – Noch nie sind in Spanien weniger Babys geboren worden, als im letzten Jahr. Seit 1941 wird die Zahl der Geburten in Spanien erfasst. Die Bevölkerungszahl hat sich seitdem aber so gut wie verdoppelt. Mit 320.000 Geburten in 2023 sind so wenige Babys geboren worden wie noch nie. Die Geburtenrate liegt aktuell in Spanien mit 1,3 unter der Geburtenrate in Deutschland. Gründe für das Rekordtief beim Nachwuchs liegen laut der Tageszeitung El Pais in niedrigen Lohnniveau und hohen Lebenshaltungskosten.

Gesundheitssystem überlastet – Bis zu 10 Tage müssen Bürger auf den Kanarischen Inseln auf einen Termin beim sogenannten Medico de Cabezera warten, ihrem Hausarzt beim zuständigen Centro de Salud in ihrer Gemeinde. Dem gegenüber stehen pro Arzt im kanarischen Gesundheitssystem 1.500 Patiententermine pro Monat. 2019, vor Beginn der Pandemie, lag sowohl die Wartezeit auf einen Termin, als auch die Zahl der Patiententermine pro Arzt um die Hälfte niedriger als es heute der Fall ist. In so gut wie allen Bereichen des kanarischen Gesundheitssystems liegt die Wartezeit mehr als doppelt so hoch wie vor vier Jahren, auch bei medizinischen Notfällen droht an vielen Krankenhäusern der Kollaps.

Zehn Festlandziele von Lanzarote aus – Der Flughafen Cesar Manrique auf Lanzarote verfügt in dieser Saison über 10 Festland Ziele: Madrid, Barcelona, Alicante, Asturias, Sevilla, Málaga, Santiago, Bilbao, Valencia und Zaragoza. Bis Oktober werden diese Ziele von Iberia Express, Ryanair, Vueling oder Air Europa angeflogen. Noch nie gab es auf Lanzarote so viele direkte spanische Flugziele. Gesetzlich vorgeschrieben sind Madrid und Barcelona als tägliche Verbindung, alle anderen Flugziele sind dem großen Interesse als Urlaubsdestination in diesem Jahr geschuldet.

Wellen-Frühwarn-System – Teneriffa testet ein Wellen-Frühwarn System, das in Zukunft überall auf der Welt an den Küsten zu Einsatz kommen soll. Es wird an der Nordküste bei Garachico eingesetzt, dieser Teil Teneriffas ist regelmäßig Sperrgebiet, sobald der Atlantik wieder mit hohen Wellen droht. Hochempfindliche Kameras und Strömungsmesser senden rund um die Uhr Daten zum Auswerten an die Zentrale. In Zeiten des Klimawandels sind Küstengebiete immer wieder von hohem Wellengang bedroht. Die Küstenstraße in Garachico wird mehrmals pro Jahr von Flutwellen unter Wasser gesetzt.