Mix Radio Gran Canaria

18.Januar 2021

 

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Phase 3 auch auf Gran Canaria – Nach Lanzarote gilt auch auf Gran Canaria ab heute Phase 3. Kein Indoor-Sport, Fitnessstudios geschlossen, Gastronomie nur noch im Außenbereich und Ausgangssperre ab 22.00 Uhr. Um Maskenpflicht und Abstandsregeln durch zusetzten wird auch die Polizeipräsenz erhöht, besonders in Las Palmas. Die 7- Tage Inzidenz liegt auf Gran Canaria heute bei 103,38, auf Lanzarote bei 386,11 und auf Fuerteventura bei 87,26.

176 Senegalesen im Hungerstreik – In den Hungerstreik getreten ist eine Gruppe von Senegalesen auf Teneriffa, die in den vergangenen Monaten die Kanarischen Inseln erreicht haben. Sie warten seit Wochen darauf, zu ihren Familien auf dem Festland reisen zu dürfen. Die meisten von ihnen verfügen über entsprechende Papiere und Genehmigungen um in anderen spanischen Provinzen leben und arbeiten oder studieren zu dürfen. Wegen der Pandemie ist ihnen die Ausreise von den Kanarischen Inseln bisher verweigert worden. Der Hungerstreik soll solange andauern, bis allen Mitgliedern der Gruppe die Reise mit negativem Covid Testergebnis aufs spanische Festland erlaubt wird.

AENA schließt Terminal auf Lanzarote – Auf dem Flughafen von Lanzarote sind die Renovierungsarbeiten des Terminal 2 abgeschlossen. Wegen des geringeren Flugaufgebots während der Pandemie soll der gesamte Flugverkehr Anfang Februar über den kleineren Terminal 2 abgewickelt werden, um den Terminal 1 auf die neuen Voraussetzungen vorzubereiten die durch den Brexit entstanden sind. In Zukunft muss der Terminal 2 ab dem Check-In über zwei abgeschlossene Bereiche verfügen, einer für Passagiere des Schengen-Raums und einen separaten für Passagiere nach Groß Britannien.

Vermieter tauscht Schlösser aus – In Puerto del Rosario sitzt ein Hausbesitzer in Haft. Er hatte während der Abwesenheit seines Mieters die Schlösser der vermieteten Wohnung ausgetauscht und die persönlichen Gegenstände des Mieters auf die Straße gestellt. Ein Nachbar hatte die Polizei gerufen nachdem es zwischen Mieter und Vermieter am Fenster eine lautstarke Diskussion gegeben hat. Nachdem Vorfall konnte der Mieter wieder mit neuem Schlüssel seine Wohnung beziehen.

Bilbao gewinnt spanischen Pokal – Nach sechs Jahren ohne Titel hat Atletic Bilbao den spanischen Pokal gewonnen. Dabei haben sich die Basken in einem dramatischen Finale gegen den Favoriten FC Barcelona durchgesetzt. In der regulären Spielzeit ist die Mannschaft um Lionel Messi zweimal in die Führung gegangen, Bilbao konnte jeweils wenige Minuten später ausgleichen. In der Nachspielzeit kassierte der Argentinier dann in den hitzigen Schlussminuten der Verlängerung die erste rote Karte in 753. Spiel für die Katalanen. In der 93. Minute avancierte der spanische Stürmer Williams für Bilbao zum Matchwinner, als er den Ball unhaltbar an den linken Innenpfosten geschlenzt hat. Bilbao ist damit nach sechs Jahren ohne Titel Pokalsieger und sichert sich damit einen Platz für den Supercopa.

 

15.Januar 2021

Covid Ampel auf Rot – Lanzarote hat im Verhältnis zu Einwohnerzahl die höchste Corona Virus Quote der Kanarischen Inseln. In den vergangenen 14 Tagen haben sich pro 100.000 Einwohner 981 Personen mit dem Virus infiziert. Wegen der hohen Infektionszahlen gelten ab heute folgende Einschränkungen auf Lanzarote: Ausgangssperre ab 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr. Die Innenräume von Restaurants und Bars bleiben geschlossen. Getroffen werden kann sich mit maximal vier Personen an einem Tisch. Alle sportlichen Aktivitäten in Innenräumen sind für die kommenden 14 Tage geschlossen. Für Reisen von und nach Lanzarote ist ein triftiger Grund notwendig. Der öffentliche Nahverkehr transportiert nur noch die Hälfte der maximal möglichen Personen in den Bussen. Die Situation auf Gran Canaria hat in den letzten Tagen in Sachen Infektionszahlen einen ähnlichen Verlauf genommen wie auf Lanzarote, entschieden wird darüber vom Gesundheitsministerium morgen.

Weitere Leiche entdeckt – Bei dem Unglück bei La Solapa auf Fuerteventura ist eine weitere Person ums Leben gekommen. Am Mittwoch hatte ein Mann an der Küstenstraße bei Pajara in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und in die Tiefe gestürzt. Die Leiche des Fahrers ist gestern mit einem Hubschrauber aus dem Autowrack geborgen worden. Bei den Bergungsarbeiten ist gestern Nachmittag eine weiter Leiche entdeckt worden. Zur Stunde gibt es keine weiteren Informationen zu dem Unglück.

Steuerzahlungen von geschlossenen Hotels – Rund 400 Hotels und Appartementanlagen sind auf den Kanarischen Inseln seit Beginn der Pandemie geschlossen. Die stark gesunkene Zahl von Touristen reicht nicht für einen Betrieb der Etablissements aus. Steuern zahlen müssen die Betriebe aber trotzdem, für Müll, für Zufahrtsstraßen oder Grundsteuer. Beispiel Mogan auf Gran Canaria: ein Hotel mit 400 Zimmern hat in diesem Jahr, obwohl seit Februar geschlossen und keinen Gast bewirtet oder beherbergt, 300.000 Euro an Forderungen an die Gemeinde überweisen. Alleine für den Stromanschluss werden monatlich 3.000 Euro fällig, der Grundtarif des Stromanbieters obwohl der Verbrauch wegen der Schließung beim Minimum liegt. Die Steuer für die Abfallentsorgung ist ebenfalls monatlich fällig obwohl die Mülltonen seit Monaten so gut wie leer sind. Der Präsident der Ashotelgruppe, Jorge Marichal, hat gestern in einem Interview mit der Tageszeitung Canarias7 vor einem kollektiven Hotelsterben gewarnt, sollten die Maßnahmen der Regierung die Situation der Hotels auf den Kanarischen Inseln nicht miteinschließen.

Einstellung zu Reisen bereits stark verändert – Covid-19 und das Corona Virus haben die Einstellung zum Reisen in Europa bereits stark verändert. Das zeigt ein Ergebnis einer Studie, in Auftrag gegeben vom größten europäischen Reiseportal und durchgeführt von OnePoll. Teilgenommen haben an der Umfrage rund 10.000 Personen aus verschiedenen Ländern, darunter 1.000 Deutsche. Ein sicheres Gefühl beim Reisen ist für die meisten Befragten eine Grundvoraussetzung für die Reiseplanung. Dieses Gefühl ist bei 36,7% der Deutschen bereits verloren gegangen, unter Franzosen liegt ihr Anteil bei 20,1% – rund ein Drittel der Spanier und Italiener haben aktuell kein gutes Gefühl bei der Reiseplanung. Im Durchschnitt haben europaweit 35% der Teilnehmer letztes Jahr auf eine Reise, wegen der Angst vor einer Ansteckung, verzichtet. Unter Deutschen liegt dieser Anteil sogar bei 41%. Trotzdem waren die Deutschen 2020 reiselustiger als ihre europäischen Nachbarn: 29% haben in der Pandemie eine Reise in andere EU-Länder durchgeführt. Mit Blick auf die Zukunft und Reisen in diesem Jahr zeigt sich bei den Befragten mehr Zuversicht, allerdings geht der Trend weg von monatelanger Vorplanung, hin zu spontaner Entscheidung für Reiseziel und Last-Minute Buchungen.

Dreharbeiten auf Lanzarote – Hollywood Wanda Halcyon Television plant zwischen Februar und April Teile der neuen Serie „Marked – The Unforgiven“ zu drehen. Das Drehbuch basiert auf dem von George Christie verfassten Bestseller über die Motoradgang Hells Angels mit dem Titel „Exile on Front Street“. Auf Lanzarote sollen die Dreharbeiten auf einer noch nicht genannten Finca stattfinden, dem Hauptsitz des Chefs der Hells Angels in der Serie. Weitere Dreharbeiten zu der Serie sollen in Almeria auf dem spanischen Festland stattfinden.

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14.Januar 2021

Die Ampel steht auf Rot – Spanien ist mittendrin in der dritten Corona Virus Welle, in allen Provinzen bis auf Asturias und den Kanarischen Inseln steht die Covid-19 Ampel auf Rot. Die 14-Tages Inzidenz liegt in Spanien heute bei 454 pro 100.000 Einwohner, ab einem Wert von 250 gilt im spanischen Corona Warnsystem die dritte Stufe mit entsprechenden Ausgangs-beschränkungen. Sorgen bereitet die Belegung der Intensivstationen in einigen Provinzen, im Schnitt ist ein Viertel der Intensivbetten mit Covid-19 Patienten belegt. Mit 1076 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den letzten 14 Tagen liegt Extremadura in Sachen Covid-19 in Spanien an erster Stelle. Auch Madrid meldet mit 621 positiv getesteten so viele Infizierte wie noch nie. Nur in Asturias und den Kanarischen Inseln steht die COVID Ampel auf Gelb, die Infektionszahlen sind aber auch in diesen beiden Regionen in den letzten Tagen angestiegen.

Havarierte Fähre festgemacht – Die Bentago Express liegt an der Hafenmole von Agaete auf Gran Canaria. Das ein Blick von der Mole aus in die Brücke der Fähre möglich ist, beschreibt wieviel Schlagseite die Fähre von Fred Olsen immer noch hat. Der Backbord Rumpf der Katamaran Fähre ist am vergangenen Donnerstag, als Windböen das Schiff in flaches Gewässer gedrückt haben, stark beschädigt worden. Mehrere Schotten im Schiffsrumpf sind voll Wasser gelaufen. Die Passagiere konnten am Freitag unverletzt die Fähre verlassen, Fracht und Fahrzeuge befinden sich weiterhin an Bord. Heute und morgen wird die Fähre mit Auftriebskörpern soweit stabilisiert, dass das Schiff entladen werden und provisorisch repariert werden kann. Am Wochenende kann die Bentago Express, sofern es die Wetterlage zulässt, ins Trockendock nach Las Palmas auf Gran Canaria geschleppt werden.

21.000 Geimpft – Auf den Kanaren sind 77% der gelieferten Impfdosen gegen Covid-19 an Bewohner und Mitarbeiter in Altersresidenzen verteilt worden, mehrere tausend Angestellte in Krankenhäusern sind gegen das Coronavirus geimpft worden. Von 27.700 gelieferten Impfdosen sind auf dem Archipel bereits 21.000 verwertet worden. Pro Tag werden auf den Kanaren im Schnitt 5.000 Impfdosen injiziert. Zwischen 13.000 und 22.000 Impfdosen liefern Pfizer und Moderna pro Woche in die kanarische Provinz. Bis Ende Januar sollen bereits rund 31.000 Angestellte in Krankenhäusern und Altersresidenzen gegen Covid-19 geimpft worden sein. Das Ziel 70% der Bevölkerung gegen Corona zu impfen soll bis Mitte des Jahres auf den Kanarischen Inseln abgeschlossen sein.

In den Tod gestürzt – Bei Pajara auf Fuerteventura ist gestern ein Mann ums Leben gekommen. Er ist mit seinem Fahrzeug von der Steilküste bei La Solapa in die Tiefe gestürzt. Bisher sind die Umstände die zu dem Unglück geführt haben noch völlig ungeklärt. Laut einem Polizeibericht hat der Fahrer in einer Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Das Auto ist knapp hundert Meter in die Tiefe gestürzt. Die Einsatzkräfte haben den Toten gestern Nachmittag mit Hilfe eines Helikopters geborgen.

Impfung auf richterliche Anordnung – In Santiago de Compostela ist eine 84-jährige auf richterliche Anordnung geimpft worden. Die Tochter der Frau hatte als Vormund eine Impfung, wegen der damit verbundenen möglichen Risiken, abgelehnt. Daraufhin hatte das Altenheim geklagt. Der Richter erklärt in seiner Entscheidung die Risiken einer Impfung seien im Vergleich zu den Risiken einer Covid-19 Erkrankung als geringer einzustufen. Für die Entscheidung des Gerichts ist ein Gerichtsmediziner hinzugezogen worden. Es ist das erste Mal, dass in Spanien ein Gericht über eine Impfung entscheidet, eine Impfpflicht gibt es in Spanien bisher nicht.

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13.Januar 2021

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Pilotprojekt auf Lanzarote – Zusammen mit dem Kings College in London plant die Inselregierung von Lanzarote einen Covid-19 freien Korridor. Welcher Flughafen in Groß Britannien oder Deutschland das Pendant zum Cesar-Manrique- Flughafen auf Lanzarote bildet ist noch nicht klar. Mit modernsten Gesundheitstechnologien und Kontrollen soll am Abflugort bereits eine virusfreie Zone geschaffen werden. Mit dieser Anforderung beschäftigt sich das Kings College innerhalb des Projekts „Blockchain“. Zur Ausführung des Pilotprojektes steht jetzt Lanzarote zur Verfügung. Die Inselregierung hofft auf einen lukrativen Nebeneffekt: Ein Covid-19 freier Reisekorridor würde bei Urlaubern und Veranstaltern für Vertrauen sorgen und den Tourismusmarkt nach einem Jahr des Leidens wieder auf Kurs bringen.

Finanzielle Hilfen bei Mieten – Sie sollen schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden – die kanarische Regierung hat ein neues Hilfspaket für Mieter auf dem Archipel beschlossen. Anders als früher sollen 50% der Leistung sofort ausbezahlt werden. Die andere Hälfte wird nach abgeschlossener Prüfung der Anträge überwiesen. Gleichzeitig wird die Regierung nicht abgeschlossene Bauprojekte, deren Bauträger Insolvenz angemeldet haben aufkaufen, fertigstellen und 30 Jahre lang innerhalb von Genossenschaften zu festgelegten Mietpreisen veräußern. Dabei geht es vor allem um die vier kanarischen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, in denen bereits vor Corona das Angebot von Mietwohnungen nicht ausgereicht hat.

Schwächelnde Wirtschaft – Das Rekordwachstum der spanischen Wirtschaft nach der Corona-Rezession ist etwas schwächer ausgefallen als bislang angenommen. Das meldet das Handelsblatt heute. Das Bruttoinlandsprodukt ist von Juli bis September um 16,4 Prozent zum Vorquartal gestiegen. Damit ist das vorläufige Ergebnis von 16,7 Prozent leicht nach unten korrigiert worden. Im Frühjahr hatte es wegen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie einen historischen Einbruch von 17,9 Prozent gegeben. Trotz des rasanten Wachstums im Sommer wirken die Folgen der Corona-Krise nach: Das BIP ist im Vergleich zum dritten Quartal 2019 um 9,0 Prozent geschrumpft. Madrid hatte die Wirtschaft im Juni wieder geöffnet, nachdem es im Kampf gegen die Corona-Pandemie strikte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängt hatte. Die spanische Notenbank rechnet mit einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung im zu Ende gehenden vierten Quartal, der jedoch mit 0,8 Prozent vergleichsweise gering ausfallen dürfte. Das BIP dürfte laut Regierungsprognose 2020 insgesamt um 11,2 Prozent sinken.

Neue Herkulesaufgabe für Gesundheitssystem – In den kommenden zwei Monaten sollen alle Mitarbeiter im kanarischen Gesundheitssystem gegen Covid-19 geimpft werden. Eine administrative Herkulesaufgabe bei der die Kühlkette eine entscheidende Rolle spielt. Mit Erfolg sind bisher 30% der Mitarbeiter und Bewohner von Seniorenheimen mit der ersten Impfdosis versorgt worden, die zweite Dosis kann im Abstand von drei Wochen verabreicht werden – die Rede ist von rund 10.000 Personen. In den beiden Bereichen „Sanidad“ und „Salud“ sind auf den Kanarischen Inseln rund 50.000 Personen beschäftigt, die bis Ende Februar mit zwei Impfdosen versorgt sein sollen. Parallel hat die Impfkampagne bereits für die Risikogruppen begonnen die laut dem Gesundheitsministerium Ende April abgeschlossen sein soll.

Günstige Immobilienpreise – In kaum einer anderen Autonomie ist der Traum von den eigenen vier Wänden günstiger als auf den Kanarischen Inseln. Im Schnitt kostet der Quadratmeter umbauter Raum auf dem Archipel 1.597 Euro. Das ist ein Ergebnis einer spanienweiten Analyse von Immobilien der Sociedad de Tasación. Billiger wird der Kauf von Eigenheim nur noch in Extremadura, Castilla-La Mancha und in Murcia. Die Rede ist bei diesen Zahlen von Neubauten, deutlich günstiger werden Gebrauchtimmobilien angeboten. Toppreise werden in Spanien für neue Immobilien vor allem in Madrid, Katalonien und dem Baskenland aufgerufen – hier liegt der Quadratmeterpreis zwischen 2.700€ und 3.900€ im Durchschnitt.

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12.Januar 2021

Schlagseite – Die havarierte Fähre von Fred Olsen vor Agaete liegt bis zum Fahrzeugdeck schräg im Wasser. Ursprünglich war geplant, alle Autos und LKWs von Bord zu schaffen und auf eine andere Fähre zu verladen. Daran ist aktuell nicht mehr zu denken, die Bentago Express liegt mit 15° Schlagseite vor dem Hafen. Heute werden riesige Auftriebskörper am Rumpf der Fähre befestigt und mit Luft gefüllt, eine 20 Meter große Plattform darunter soll dann das leckgeschlagene Schiff soweit anheben um es transportfähig zu machen. Die Einsatzkräfte sprechen von mindestens sieben Tagen Arbeit bis die Fähre in La Luz ins Trockendock geschleppt werden kann. Während dessen machen sich die Anwohner von Agaete Sorgen wegen des ausgelaufenen Treibstoffs. Der Strand von Agaete ist erst im Sommer zum saubersten Spaniens gewählt worden. Baden und Sonnen am Strand sind vorerst untersagt, der Bereich von den Behörden abgesperrt. Wasserproben sollen alle 48 Stunden Ergebnisse liefern. Die Bentago Express war am Donnerstag vor dem Hafen von Agaete auf Grund gelaufen. Verletzt worden ist bei dem Unfall niemand.

117 Flüge gestrichen – Welchen Stellenwert der Flughafen Madrid in Spanien hat, ist seit Samstag nicht zu übersehen. So gut wie jedes Ziel in Spanien ist aus dem Ausland nur über Barajas zu erreichen. Ausgenommen Chartermaschinen, die von Deutschland z. B. direkt auf die Kanarischen Inseln fliegen. Nachdem gestern lediglich der Terminal 4 in Madrid den Betrieb wieder aufnehmen konnte, blieben Terminal 1 bis 3 weiterhin geschlossen. 110 Maschinen zwischen dem Archipel und Madrid sind seit Samstag nicht geflogen, dementsprechend sitzen tausende Passagiere sowohl in Madrid als auch auf den kanarischen Flughäfen fest. Gestern war man in Barajas zwar nicht mehr mit den Schneemaßen beschäftigt, dafür sorgten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und Unmengen von Eis für weitere Verzögerungen. Auch heute muss bei Flügen mit Ziel Madrid mit enormen Verzögerungen gerechnet werden.

Corona Zahlen – Im Verhältnis zur Einwohnerzahl haben sich auf Lanzarote in den letzten Tagen die meisten Bewohner mit Corona infiziert. 51 Neuinfizierte meldet das Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden für Lanzarote. Insgesamt ist die Zahl der Infizierten seit gestern um 244 gestiegen. Die meisten davon leben auf Gran Canaria. Die 7-Tages Inzidenz ist in der kanarischen Provinz leicht gestiegen und liegt heute bei 64,93 pro 100.000 Einwohner. Seit Beginn der Pandemie sind 711.000 PCR Tests ausgewertet worden, in den letzten 24 Stunden sind 10.500 Bürger auf das Virus getestet worden.

Aida Kreuzfahrten verschoben – Kreuzfahrten mit Aida wird es auf den Kanarischen Inseln bis zum 6. März nicht geben. Eine entsprechende Pressemitteilung des deutschen Reiseveranstalters ist gestern veröffentlicht worden. Ursprünglich sollten die Kreuzfahrtriesen in kanarischen Gewässern am 23. Januar wieder beginnen. Nachdem Aida am 26. Dezember alle Operationen wegen Problemen im Intranet des Unternehmens absagen musste. TUI und Hapag Lloyd führen ihre Kreuzfahrten wie angeboten weiterhin durch. Die Absage von Aida ist nicht auf Infektionszahlen oder fehlende Reservierungen zurückzuführen, das Unternehmen kämpft weiterhin mit Informatikproblemen ihrer Server.

Regenwasser für die kommenden drei Jahre – Die Zeit der leeren Stauseen ist auf Gran Canaria Geschichte. Das Wettertief Filomena hat mit den intensivsten Regenschauern der letzten sieben Jahre alle Auffangbecken auf der Insel gefüllt. 7,5 Millionen Kubikmeter Wasser sind in die Stauseen in den letzten Tagen geflossen. Für die Landwirtschafft bedeutet das nur gute Nachrichten – die Wasserversorgung der Felder ist für die kommenden drei Jahre gesichert. Für die Verbraucher heißt das sinkende Gemüse- und Obstpreise in den kommenden Jahren. Wegen den trockenen Perioden in den vergangenen Jahren sind die Preise gestiegen, weil Landwirte die Bewässerung der Felder nur durch hinzugekauftes Wasser bewirtschaften konnten.

 

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11.Januar 2021

Schlimmstes Unwetter seit 50 Jahren – Das Sturmtief „Filomena“ hat Teile Spaniens ins Chaos gestürzt und hat mindestens vier Menschenleben gefordert. Mit Temperaturen von teilweise unter minus 30 Grad ist es das schlimmste Wettertief das die iberische Halbinsel seit Beginn der Wetteraufzeichnung erlebt hat, geschneit hat es seit mehr als 50 Jahren nicht mehr so viel. Der Flughafen Madrid Barajas nimmt erst seit heute wieder seinen Betrieb auf, nach mehr als 48 Stunden, in denen Starts und Landungen wegen der Wetterlage unmöglich waren. 42 Flüge zwischen den Kanarischen Inseln und der spanischen Hauptstadt mussten gestrichen werden oder haben andere Flugziele angeflogen. Im Laufe des Tages soll in Sachen Flugverbindungen zwischen den Kanaren und Madrid wieder langsam Normalität einkehren, Regen und kühle Temperaturen begleiten den Archipel aber noch mindestens bis Mittwoch.

Fähre freigeschleppt – Tagelang haben Einsatzkräfte versucht die auf Grund gelaufene Fähre der Reederei Fred Olsen vor dem Hafen von Agaete auf Gran Canaria frei zu schleppen. Gestern Abend bei Höchststand der Flut war es dann endlich soweit. Entspannt hat sich die Lage deswegen aber noch nicht. Die „Bentago Express, verliert Treibstoff. Wasser dringt in den Maschinenraum ein. Bisher konnte die Fähre nicht wie geplant in den Hafen von Las Palmas zu Reparaturarbeiten geschleppt werden. Heute wird versucht das Wasser im Schiff soweit zu reduzieren, um den Tiefgang zu verringern und den Treibstoff abzupumpen. Danach sollen Schlepper die Fähren nach Las Palmas schleppen. Die „Bentago Express“ war am Donnerstag mit rund 100 Passagieren und 60 Fahrzeugen aus dem Hafen bei Agaete ausgelaufen. Sturmböen hatten die Fähre dann in seichtes Gewässer gedrückt und auf Grund laufen lassen.

Jahreswechsel sorgt für explodierende Infektionszahlen – Besorgnis herrscht auf den Kanarischen Inseln über die stark gestiegenen positiven Corona-Tests. 14% der getesteten Personen sind mit dem Virus infiziert. Dieser Wert lag am 31. Dezember noch bei 9%. Die Weltgesundheitsorganisation ordnet bei einem Wert von 5% positiver Tests die Pandemie als „unter Kontrolle“ ein. Der aktuelle Wert auf den Kanarischen Inseln von 14% ist laut dem Gesundheitsamt „alarmierend“. Die 7-Tages Inzidenz liegt in der kanarischen Autonomie heute bei 64,27. Die Lage auf Teneriffa hat sich stabilisiert, hier liegt die 7-Tages Inzidenz bei 64,9, auf Gran Canaria bei 56,74, auf Fuerteventura bei 61,6. Anders auf Lanzarote – am 30. Dezember lag die 7-Tages Inzidenz bei 45, heute bei 130 pro 100.000 Einwohner.

Tausende Plastiktüten verschmutzen Lanzarote – Rund um die Mülldeponie bei Zonzamas auf Lanzarote verunstalten Plastiktüten die Natur. Durch die Wetterlage der letzten Tage mit starkem Wind hat sich die Lage rund um die Mülldeponie noch verschlimmert. Die Partei Nueva Canarias fordert eine sofortige Reaktion wegen der Umweltverschmutzung. Die heute veröffentlichten Bilder zeigen das Ausmaß der Lage deutlich: Plastiktüten in allen Farben kilometerweit verstreut.

Einschränkungen wegen gestiegenen Infektionszahlen – Neue Einschränkungen wegen Infektionszahlen gelten auf Gran Canaria und Lanzarote. Konkret orientieren sich die Stufen an den jeweiligen 7-Tages Inzidenzen der einzelnen Inseln. Für Lanzarote und Gran Canaria gilt seit Freitag: Ausgangssperre von 23.00 bis 6.00 Uhr. Maximal vier Personen pro Tisch in der Gastronomie. Die Bewirtungsflächen sind auf 50% reduziert. Öffentliche Orte schließen bereits um 23.00 Uhr. Gemeinsame sportliche Aktivitäten sind ebenfalls auf vier Personen reduziert. Besuche in Altersresidenzen und Krankenhäusern sind ebenfalls eingeschränkt. Auf Teneriffa gilt Stufe 3, hier greifen diese Vorgaben noch stärker in die Bewegungsfreiheit der Bürger ein. Aktuell ist für die Ein- oder Ausreise auf Teneriffa ein triftiger Grund notwendig und es gilt Ausgangssperre ab 22.00 Uhr. Diese Vorgaben gelten vorerst für 14 Tage.

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8.Januar 2021

Einschränkungen wegen gestiegenen Infektionszahlen – Auf Gran Canaria und Lanzarote gilt Stufe 2, auf Teneriffa Stufe 3 und für den Rest der Inseln gilt Stufe 1. Mit diesem System lehnen sich die Kanarischen Inseln an den anderen spanischen Regionen an, in denen das Corona Stufensystem bereits vor Wochen eingeführt worden ist. Konkret orientieren sich die Stufen an den jeweiligen Infektionszahlen. Für Lanzarote und Gran Canaria gilt ab heute: Ausgangssperre von 23.00 bis 6.00 Uhr. Maximal vier Personen pro Tisch in der Gastronomie. Öffentliche Orte schließen bereits um 23.00 Uhr. Gemeinsame sportliche Aktivitäten sind ebenfalls auf vier Personen reduziert. Besuche in Altersresidenzen und Krankenhäusern sind ebenfalls eingeschränkt. Auf Teneriffa gilt Stufe 3, hier greifen diese Vorgaben noch stärker in die Bewegungsfreiheit der Bürger ein. Aktuell ist für die Ein- oder Ausreise ein triftiger Grund notwendig und es gilt Ausgangssperre ab 22.00 Uhr. Diese Vorgaben gelten vorerst für 14 Tage.

Auf Grund gelaufen – Eine Fähre der Reederei Fred Olsen ist vor dem Hafen von Agaete auf Gran Canaria gestern Abend gegen 22.00 Uhr auf Grund gelaufen. An Bord befinden sich 59 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder. Sie haben die Nacht an Bord der Fähre verbracht. Pressemeldungen zufolge haben starke Windböen die Fähre von ihrer Route abgetrieben und in seichtes Gewässer gedrückt. Drei Schlepper haben stundenlang vergeblich versucht die Fähre frei zu bekommen. Heute wird die Route Agaete -Santa Cruz von einer Ersatzfähre übernommen. Laut der Reederei hat die betroffene „Bentago Express“ bei dem Vorfall keinerlei schwere Schäden genommen, trotzdem muss die Fähre in La Luz überprüft und gewartet werden.

Ein Toter und 65 Flüchtlinge – Zwei Flüchtlingsboote sind von der Küstenwache gestern im Süden von Gran Canaria lokalisiert worden. An Bord befanden sich insgesamt 65 Flüchtlinge und ein Toter. Das erste Boot ist wenige Seemeilen vor dem Leuchtturm von Mas Palomas gesichtet worden, an Bord befanden sich 28 Männer, zwei Frauen, ein Kind und ein Säugling. Das zweite Flüchtlingsboot ist bei Patalavaca aufgebracht worden. Neben 23 Männern, einer Frau und acht Kindern haben die Einsatzkräfte auch eine Leiche geborgen. Die Todesursache ist ungeklärt und wird untersucht.

Schönste Sandkrippe weltweit – Sandkrippen gibt es zur Weihnachtszeit viele. Die weltweit schönste konnte bis gestern am Las Canteras Strand in Las Palmas auf Gran Canaria besichtigt werden. Dieser Meinung ist die britische Tageszeitung „The Times“, eine der angesehensten und renommiertesten Tageszeitungen weltweit. 80.000 Besucher haben bis gestern die insgesamt acht Weihnachtsszenen aus Sand betrachtet, die von acht internationalen Künstlern in sechs Wochen Arbeit erstellt worden sind. Im Netz haben über eine Millionen Menschen die Bilder der Sandkrippen bestaunt. Heute sind an der Stelle, wo bis gestern noch Josef und Maria und das Christuskind aus Sand dargestellt waren, Traktoren aktiv, um die Kunstformen wieder in einen Strand zu verwandeln.

Adios Museo Atlántico – Mehrere Millionen Euro sind für das Unterwassermuseum vor Playa Blanca auf Lanzarote investiert worden. Der Künstler Jason de Caires Taylor hat auf 10 bis 14 Meter Tiefe verschiedene Szenen aus lebensgroßen Skulpturen dargestellt. Aus einem Material, das Meeresbewohnern zur Ansiedlung dient. 2017 eröffnet hat es tausende von Besuchern angezogen, Tauchschulen in der Umgebung haben davon profitiert, die Bilder des ersten Museums dieser Art in Europa gehen um die ganze Welt. Seit sieben Monaten hat die Inselregierung das Museo Atlántico aufgegeben, das Boot für Wartungsarbeiten seitdem nicht mehr eingesetzt – dementsprechend fehlt es an Kontrolle und Überwachung des Bereichs der rund 5.000m² auf dem Meeresgrund einnimmt. Die Boje, an der Tauchboote festmachen hat sich gelöst, ein Ersatz bisher noch nicht wieder hergestellt.

 

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7.Januar 2021

Immer mehr Migranten – Spaniens ist zum wichtigsten Tor nach Europa für afrikanische Flüchtlinge geworden. Letztes Jahr kamen an spanischen Küsten so viele Migranten an wie in keinem anderen Land Europas. Seit dem 1. Januar haben mehr als 300 Flüchtlinge über die Atlantik-Route die Kanarischen Inseln erreicht. Wie viele Menschen bei der Überfahrt ihr Leben verloren haben ist unbekannt. Die Hilfsorganisation „Caminando Fronteras“ spricht von mindestens 2170 Toten, alleine auf der Route zwischen dem afrikanischen Kontinent und dem Archipel sollen laut der Hilfsorganisation mindestens 1851 ums Leben gekommen sein. Bei den Zahlen handelt es sich um Minimalschätzungen, weil viele Schiffsunglücke überhaupt nicht dokumentiert werden. Spanien sieht sich aber auch mit knapp 100.000 Asylanträgen aus Lateinamerika konfrontiert. Keine Visumpflicht besteht für die meisten südamerikanischen Länder. Nach dem erlaubten Aufenthalt von drei Monaten haben im letzten Jahr 90.000 Venezolaner, Kolumbianer und Honduraner Antrag auf Asyl in Spanien gestellt. Deutlich mehr als in Frankreich oder in Deutschland. Im letzten Jahr lag die Zahl der unbearbeiteten Asylanträge bei 120.000. Auf dem Festland warten 8.000 Asylsuchende auf eine Unterkunft, auf den Kanarischen Inseln sind es 7.000 Menschen.

Gewalt in Partnerschaften – Die Zahl der Gewalttaten zwischen Paaren ist in Spanien nirgendwo höher als auf den Kanarischen Inseln. Das geht aus einer aktuellen Zahlenerhebung der spanischen Justiz hervor. Auf dem Archipel sind zwischen April und Juni 2020 22,6 Strafverfahren wegen Gewalt zwischen Paaren pro 10.000 Frauen von den kanarischen Justizbehörden bearbeitet worden. Das Ergebnis liegt deutlich über dem nationalen Durchschnitt von 16,2 Fällen pro 10.000 Frauen. Auf dem Kongress gegen Gewalt zwischen Geschlechtern in Las Palmas auf Gran Canaria haben sich verschiedene Teilnehmer aus spanischen Justizbehörden für eine Änderung der aktuellen Gesetzeslage ausgesprochen. In Zukunft sollen Opfer durch die Justiz besser, schneller und effektiver geschützt werden – Täter schneller und weitreichender verurteilt werden. Dabei geht es auch um die bisherige Notwendigkeit einer Anzeige des Opfers. In Zukunft sollen Täter bei sexuellen Übergriffen oder Gewalt gegen ihren Partner auch ohne Anzeige des Opfers verurteilt werden können. Auf Gran Canaria haben im letzten Jahr 5.214 Frauen wegen Gewalt oder sexuellen Übergriffen den Notruf verständigt, auf Lanzarote waren es im letzten Jahr 1.183 Opfer und auf Fuerteventura 1.021 Frauen. Topwert in Spanien.

Genereller Corona Test erforderlich – Für die Einreise nach Spanien ist generell ein negativer Corona-Test notwendig. Das Testergebnis darf nicht älter als 72 Stunden sein, akzeptiert werden nur PCR-Testergebnisse. Die Abwicklung läuft über ein Formular auf der Webseite Spain Travel Health, das bereits seit Monaten von Einreisenden besucht und ausgefüllt werden muss. Dort wird das Testergebnis hochgeladen um einen entsprechenden QR-Code zu erhalten, der für die Einreise notwendig ist. Wie bisher auch wird dieser QR-Code an spanischen Flughäfen bei der Körpertemperatur-Kontrolle überprüft. In der Regel übernehmen die Fluggesellschaften bereits am Check-In die Überprüfung des Testergebnisses. In den letzten Wochen gab es mehrere Fälle in Deutschland oder Groß Britannien von Passagieren, die wegen eines fehlenden PCR-Testergebnisses nicht fliegen konnten. An den meisten deutschen Flughäfen gibt es PCR-Teststationen, die Terminvereinbarung erfolgt Online.

Die Hälfte hat Übergewicht – Auf den Kanarischen Inseln leiden 44% der Kinder zwischen drei und acht Jahren an Übergewicht. Das ist das Ergebnis einer Studie in Auftrag gegeben von der Vereinigung der Kardiologen. Es ist eine weltweite Entwicklung – 4 von 10 Kindern zwischen fünf und zehn Jahren ist Übergewichtig – in Spanien hat sich dieser Trend in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Eine Ursache von Diabetes, Herz und Gefäßkrankheiten ist Übergewicht. Die Studie stellt einen engen Zusammenhang zwischen Übergewicht bei Kindern und Einschränkungen der Bevölkerung während des Lockdowns her.

Neuer Bußgeldkatalog – Mit einem neuen, härteren Bußgeldkatalog startet das spanische Verkehrsministerium ins Jahr 2021. Seit dem 2. Januar werden Autofahrer mit sechs statt wie bisher drei Punkten sanktioniert, wenn sie das Mobiltelefon am Steuer benutzen. In Städten werden auf Straßen mit nur einer Fahrspur in beide Richtungen die Höchstgeschwindigkeit von 50km/h auf 30km/h reduziert. Wer auf Sicherheitsgurt, Kindersitz oder Helm verzichtet bekommt vier statt wie bisher drei Punkte auf sein Konto. Radarwarngeräte um Geschwindigkeitskontrollen zu umgehen kosten Autofahrer 500 Euro Bußgeld und drei Punkte. In Einbahnstraßen darf in Spanien ab Januar maximal 20km/h gefahren. In die ab 2021 geltenden Vorschriften sind auch E-Roller und Segways mit aufgenommen. Für sie gilt neben einer maximalen Höchstgeschwindigkeit auch ein Fahrverbot auf Bürgersteigen und in Fußgängerzonen.  

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6.Januar 2021

Notfallplan – 2.400 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge müssen auf den Kanarischen Inseln versorgt werden. Unterstützung aus anderen spanischen Provinzen gibt es kaum. Lediglich 100 von ihnen sollen in andere Landesteile verlegt werden. Jetzt sollen die beiden Zentren bei Arinaga und La Esperanza auf Gran Canaria wieder in Betrieb genommen werden, um die Flüchtlingskinder zu versorgen. Drei Hotels im Süden der Insel sind aktuell für die Unterbringung umfunktioniert. Wegen jahrelangem Leerstand der beiden Zentren, benötigt die Regierung aber noch Monate für die Instandsetzungsmaßnahmen. Das Sozialministerium will noch bis März 500 der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in andere Regionen Spaniens verlegen – versorgt werden auf dem Archipel deswegen aber trotzdem noch 1.900.

60 Liter Niederschlag – Regen, Sturm und hohe Wellen bestimmen das Wettergeschehen auf den Inseln bis mindestens Freitag. Die Wetterkarte des spanischen Wetterdienstes AEMET ist heute, morgen und am Freitag wegen der Wetterwarnung komplett gelb gezeichnet, Teile von Gran Canaria und Teneriffa sind Orange. Am stärksten betroffen von Regen, Sturm und hohen Wellen sind die Inseln El Hierro, La Palma und La Gomera. Die Windgeschwindigkeit soll in Teilen des Archipels bis zu 100 Stundenkilometer betragen. Es wird empfohlen lose Gegenstände im Freien und auf Terrassen festzubinden oder zu entfernen. Besondere Vorsicht ist an Küstenabschnitten geboten, die Wellenhöhe soll heute, morgen und Freitag bis zu fünf Meter betragen.

Immer der Nase nach – Wegen intensivem Marihuana Geruch haben Beamte der Polizei eine Industriehalle in Puerto del Rosario durchsucht. Gefunden worden sind bei dem Einsatz 266 Hanfpflanzen, außerdem 14 Kilogramm Marihuana abgepackt in kleinen Tüten und 100 Gramm Haschisch. Festgenommen worden sind bei der Razzia drei Männer im Alter von 39, 40 und 46 Jahren.

Bei Kurzarbeit Top – Die kanarische Provinz führt in Spanien beim Thema Kurzarbeit. 80.000 Erwerbstätige sind im sogenannten ERTE, dem spanischen Pendant zur deutschen Kurzarbeit gemeldet. Das entspricht in der Provinz Las Palmas 13% der Angestellten, in der Provinz Santa Cruz 11%. Spanienweit sind 756.000 Erwerbstätige in diesem Programm, um Kündigungen zu vermeiden. Im Gegensatz zu den Kanarischen Inseln gibt es in Spanien durchaus Regionen, in denen Kurzarbeit zwar möglich wäre, davon Gebrauch machen aber z.B. in Castellón, Badajoz oder Guadalaja nur etwa 2% der Angestellten.

Kokain in rauen Mengen – 220 Kilogramm Kokain sind im Hafen von La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria seit Jahresbeginn sichergestellt worden. Laut einem Polizeisprecher untersuchen die Beamten seit Monaten verstärkt Container aus Brasilien. Beliebte Verstecke der Drogenschmuggler sind Warenlieferungen wie Koffer, Kaffee oder Textilprodukte. Ein Container, der gestern durchsucht worden ist, enthielt das Kokain versteckt in einer Lieferung von Kaffeebohnen mit Ziel Valencia. Im letzten Jahr sind im Hafen von La Luz 550 Kilogramm Kokain in einem Container voll mit Zucker sichergestellt worden – 714 Kilogramm Kokain waren in einem Container mit Folien versteckt.

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5.Januar 2021

Automobilmarkt bricht ein – Mit einem Absatzrückgang von 48% im Vergleich zu 2019 hat der Neuwagenmarkt auf den Kanarischen Inseln 2020 sein dunkelstes Jahr erlebt. Statt 59.000 Autos 2019 sind im letzten nur noch 30.000 Fahrzeuge veräußert worden. Hauptgrund für den Rückgang sind stornierte Verträge der Autovermieter. 2019 haben Autovermieter auf dem Archipel noch mehr als 16.000 Neufahrzeuge geordert, 2020 waren es nur noch 2.600 Fahrzeuge. Weder der Subventionsplan „Renove“, noch „Moves“ – beides Fonds der Zentralregierung um Kaufanreize im Automobilsektor zu setzten, haben nicht wie geplant funktioniert. Obwohl es noch nie so günstig war einen Neuwagen zu finanzieren, ist der Absatz 2020 um knapp die Hälfte eingebrochen.

CanaryFly storniert Flüge – Vom 11. Januar bis 21. März streicht CanaryFly alle Flüge zwischen den Inseln. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Unternehmensleitung der interinsularen Fluggesellschaft hervor. Wegen der Pandemie und den damit verbundenen Abstands- und Hygieneregeln ist der Ticketverkauf bei CanaryFly auf einem historischen Tiefststand angekommen. Bereits verkaufte Flugtickets können bei CanaryFly umgebucht werden, der Ticketverkauf Online ab dem 21. März bleibt weiterhin möglich.

Flüge umgeleitet – Wegen der Sturmwarnung sind gestern vier Maschinen mit Ziel La Palma auf dem Südflughafen von Teneriffa gelandet. Sowohl einer Chartermaschine aus Berlin, als auch zwei Maschinen der spanischen Fluggesellschaft Vueling und einer Passagiermaschine von Binter Canarias ist die Landeerlaubnis auf La Palma aus Sicherheitsgründen verweigert worden. Keinerlei Meldungen gibt es bisher, wann die Fluggäste der Easyjet Maschine aus Berlin mit Ziel La Palma an ihren Zielort gebracht werden.

7-Tages Inzidenz bei 70 – Auf den Kanarischen Inseln gibt es heute 6.845 aktive Corona Fälle. Drei Viertel davon sind auf Teneriffa gemeldet. Dort sind Krankenhausbetten zu 76% belegt, Intensivbetten zu 65%. Teneriffa ist weiterhin der Corona Hotspot der Kanaren. Auf Gran Canaria gibt es heute 1.398 aktive Corona Fälle, auf Lanzarote 159, auf Fuerteventura 58. Die 7-Tages Inzidenz liegt im Inselvergleich auf Teneriffa bei 91, auf Gran Canaria bei 56, auf Lanzarote bei 76, auf Fuerteventura 29. Weitere Daten und Infos veröffentlicht die Internetseite cvcanarias.com tagesaktuell.

Iberostar weiterhin geöffnet – Auf Lanzarote und Fuerteventura werden die Hotels von Iberostar, trotz Einstufung der Kanaren als Risikogebiet durch das Robert-Koch Institut, weiterhin betrieben. Damit empfangen sechs von zehn möglichen Iberostar-Hotels auf den Inseln Gäste. Das Auswärtige Amt hatte vor wenigen Tagen für die Kanarischen Inseln eine Reisewarnung ausgesprochen. Damit ist ganz Spanien Risikogebiet. Die Storno-Quote liegt seitdem bei rund 40%, mehr als die Hälfte der gebuchten deutschen Gäste werden allen Warnungen zum Trotz trotzdem ihren Urlaub auf Lanzarote und Fuerteventura verbringen, obwohl bei ihrer Rückkehr Quarantäne droht. Von Kritikern als Pandemietreiber angeprangert kontert Vertriebschef Finn Ackermann mit der Teststrategie der Kanaren: Das Risiko, sich auf den Kanaren mit Corona anzustecken, ist gering. Jeder der auf den Kanaren landet ist negativ auf das Virus getestet. Sowohl Flughafenbetreiber, Reiseveranstalter und Hotel kontrollieren das Testergebnis.

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4.Januar 2021

Sturm und Regen – Der spanische Wetterdienst warnt auf den Kanarischen Inseln ab heute vor Sturm und Regen. Zwei Tiefdruckgebiete sorgen laut den Prognosen bis mindestens Freitag für schlechtes Wetter, intensiven Niederschlag und hohe Wellen an den Küsten. Am stärksten davon betroffen sein wird die Insel La Palma, aber auch auf den anderen Inseln soll es die ganze Woche über Regnen. Ab Mittwoch erwarten die Meteorologen dann auch bis zu fünf Meter hohe Wellen an den Küsten. Wegen des damit verbundenen Temperaturabfalls wird mit Schnellfall rund um den Teide auf Teneriffa und auf dem Roque de los Muchachos auf La Palma gerechnet. Die Schlechtwetterfront soll ab Samstag in Richtung Festland abziehen.

Neue Herkulesaufgabe für Gesundheitssystem – In den kommenden zwei Monaten sollen alle Mitarbeiter im kanarischen Gesundheitssystem gegen Covid-19 geimpft werden. Eine administrative Herkulesaufgabe bei der die Kühlkette eine entscheidende Rolle spielt. Mit Erfolg sind bisher 30% der Mitarbeiter und Bewohner von Seniorenheimen mit der ersten Impfdosis versorgt worden, die zweite Dosis kann im Abstand von drei Wochen verabreicht werden – die Rede ist von rund 10.000 Personen. In den beiden Bereichen „Sanidad“ und „Salud“ sind auf den Kanarischen Inseln rund 50.000 Personen beschäftigt, die bis Ende Februar mit zwei Impfdosen versorgt sein sollen. Parallel hat die Impfkampagne bereits für die Risikogruppen begonnen die laut dem Gesundheitsministerium Ende April abgeschlossen sein soll.

Bewegung im Kreuzfahrttourismus – Im Hafen von Arrecife werden im Januar 16 Kreuzfahrtriesen anlegen. Eine Zahl die durchaus mit den Vorjahresmonaten mithalten kann. Allerdings ist die Passagierzahl auf den Schiffen wegen des Hygiene- und Abstandsgesetztes begrenzt. Die AidaPerla zum Beispiel wird viermal im Januar in Arrecife anlegen, die maximale Passagierzahl ist aber von 3.300 auf 1.500 limitiert. Dreimal ist der Aufenthalt der AidaMar angekündigt – auf diesem Kreuzfahrtriesen können sich wegen Corona maximal 1.300 Gäste aufhalten. Der Einzelhandel in der Inselhauptstadt hofft an 16 Tagen in diesem Monat auf steigende Umsätze, die lokalen Reiseveranstalter auf Inseltouren zu den Tourismusattraktionen.

Günstige Immobilienpreise – In kaum einer anderen Autonomie ist der Traum von den eigenen vier Wänden günstiger als auf den Kanarischen Inseln. Im Schnitt kostet der Quadratmeter umbauter Raum auf dem Archipel 1.597 Euro. Das ist ein Ergebnis einer spanienweiten Analyse von Immobilien der Sociedad de Tasación. Billiger wird der Kauf von Eigenheim nur noch in Extremadura, Castilla-La Mancha und in Murcia. Die Rede ist bei diesen Zahlen von Neubauten, deutlich günstiger werden Gebrauchtimmobilien angeboten. Toppreise werden in Spanien für neue Immobilien vor allem in Madrid, Katalonien und dem Baskenland aufgerufen – hier liegt der Quadratmeterpreis zwischen 2.700€ und 3.900€ im Durchschnitt.

Impfgegner werden registriert – Für Personen die eine Corona Impfung ablehnen soll es eine eigene Datenbank geben. Das hat Gesundheitsminister Salvador Illa auf einer Pressekonferenz geäußert und eine Diskussion angestoßen, die über die Landesgrenze Spaniens hinaus geht. Die Datenbank soll mit anderen EU-Ländern geteilt werden. Damit äußerte Illa indirekt, dass auch andere Länder ein ähnliches Register erstellen. Auch über Alarmzustand Spaniens hat Illa gestern gesprochen. Dieser wird, sofern die Impfungen mit der geplanten Geschwindigkeit voranschreiten, am 9. Mai beendet sein. Bis dahin werden spanische Staatsbürger und Residenten mit Mitgliedschaft in der Seguridad Social über ihre Centros de Salud über einen Impftermin informiert.

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31.Dezember 2020

Welcher Mundschutz wird empfohlen – Mit einem Video in den sozialen Netzwerken versucht das spanische Gesundheitsministerium die Bevölkerung für den obligatorischen Mundschutz zu sensibilisieren. Drei verschiedene Arten von Masken für drei verschiedene Bevölkerungsgruppen. Die sogenannte Hygienemaske wird aus Stoff hergestellt, ist je nach Hersteller zertifiziert und kann mehrfach gewaschen werden. Sie kann von gesunden Personen getragen werden, die keinerlei Symptome aufweisen. Positiv getestete Menschen, oder Menschen die Symptome aufweisen sollen einen chirurgischen Mundschutz verwenden. Er ist meist blau oder grün, muss nach einem gewissen Zeitraum gewechselt und kann nicht wiederverwendet werden. Personen die im Kontakt mit dem Virus arbeiten oder kranke Menschen pflegen sollen einen sogenannte EPI oder FFP2 Masken verwenden. Bei dieser Art des Mundschutzes handelt es sich um Schutzmaske für die eigene Sicherheit, das Atmen mit diesem Mund und Nasenschutz wird durch die Filterfunktion erschwert.

13.000 Impfstationen – Um die Bevölkerung in Spanien gegen Covid-19 zu impfen ist das Gesundheitsministerium dabei bis Ende Januar 13.000 Impfstationen zu errichten. Das hat Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Sanchez setzt auf das bereits gut funktionierende Grippe Impfungsnetz, dass jedes Jahr für die Impfung von rund 10 Millionen Spaniern sorgt. Das Gesundheitssystem in Spanien ist laut Sanchez bereits gut auf eine flächendeckende Verteilung des Corona Impfstoffs vorbereitet. Seit dem 27. Dezember sind bereits tausende Spanier mit dem Corona Impfstoff von BionTech versorgt worden. Eine zweite Impfdosis erfolgt im Abstand von drei Wochen. Unterschrieben worden sind von der europäischen Union fünf Verträge mit Herstellern eines Covid-19 Impfstoffes, 1,2 Milliarden Impfdosen sollen ab Januar nach und nach geliefert werden. Für Spanien sollen laut Sanchez in den ersten sechs Monaten kommendes Jahr 120 Millionen Dosen eines Corona Impfstoffes zur Verfügung stehen.

5,7 Milliarden Euro Hilfsgelder – Für öffentliche Bauprojekte und Instandhaltungsarbeiten, das Gesundheitssystem, soziale Projekte, Stimulierung des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft stellt die Regionalregierung bis 2023 knapp sechs Milliarden Euro bereit. In den letzten Monaten sind bereits 1,4 Milliarden Euro investiert worden. Das Geld stammt zum Großteil aus staatlichen Krediten. Mit dem größten Fonds in der Geschichte der Kanarischen Inseln soll vor allem auch das große Steuerloch überbrückt werden, mit dem sich seit Beginn der Pandemie Gemeinden und Inselregierungen konfrontiert sehen. Wegen der Abhängigkeit vom Tourismus und den damit verbundenen Zahlungsausfällen in den letzten Monaten, sind die Steuereinnahmen von Gemeinden und Inseln auf einen neuen historischen Tiefststand gerutscht. Der Präsident der Kanarischen Inseln zeigte sich gestern bei der Präsentation der Zahlen zufrieden, erinnerte aber erneut, dass der Erfolg der kanarischen Wirtschaft eng mit der 7-Tages Inzidenz verbunden ist. Bleiben die Infektionszahlen auf einem niedrigen Niveau, hat auch die kanarische Wirtschaft die Chance wieder zu wachsen.

Weniger Badeunfälle – Von Januar bis Dezember haben 39 Menschen im Atlantik vor den Kanarischen Inseln ihr Leben verloren – 29% weniger als 2019. Gemeldete Badeunfälle gab es seit Januar an den kanarischen Küsten insgesamt 158. Das Ergebnis ist trotz weniger Tourismus in den letzten Monaten überraschend hoch. Unter den Opfern und Verletzen befinden sich auch Angler, Wassersportler und Taucher – ihre Zahl ist insgesamt aber gering. 95% der tödlichen Badeunfälle haben sich unter Ausländern ereignet, 9 von 10 Unfällen an Stränden mit roter Flagge.

Bevölkerungswachstum – Auf den Kanarischen Inseln werden laut einem Bericht des spanischen Statistikamtes im Jahr 2033 2.5 Millionen Menschen wohnen. 17,2% mehr als heute. Grund dafür wird in erster Linie Migration sein. Pro 1.000 Einwohner werden es bis 2033 168 mehr Zuwanderer als Auswanderer sein. Das entspricht rund 30.000 Bürgern mehr pro Jahr. Überhaupt steigt die Bevölkerungszahl in Spanien in den kommenden Jahren bis 2033 auf 49 Millionen an. Ein Viertel wird über 65 Jahre alt sein. Auch Spanienweit ist es die Migration, die für den Bevölkerungszuwachs in erster Linie verantwortlich ist. Die Geburtenrate ist auch in Spanien rückläufig und wird es laut den Hochrechnungen des spanischen Statistikamtes auch in den kommenden Jahren bleiben.

Offshore Windpark vor Las Caletas – Zwischen dem Hafen von Arrecife auf Lanzarote und dem Ort Las Caletas soll ein Windpark im Meer errichtet werden. Das geht aus übereinstimmenden Berichten von Transición Ecológica und Ocean Winds hervor. Geplant sind, wie vor der Küste Gran Canarias auch, Windgeneratoren auf schwimmenden Plattformen, in Sichtweite zur Küste. 50 Megawatt Strom sollen die vier geplanten Windräder vor dem Wärmekraftwerk von Arrecife produzieren. Von den schwimmenden Windkraftwerken werden Unterwasserkabel den Strom auf die Insel bringen. Die schwimmenden Plattformen, auf denen die Generatoren montiert werden, sind dreieckig und haben eine Seitenlänge von 80 Metern. Die Generatoren selbst sind mit 130 Metern höher als die acht kürzlich montierten Windgeneratoren bei Zonzamas auf Lanzarote. Wenn die Windkraftwerke in Betrieb gehen, werden durch den nachhaltig produzierten Strom auf Lanzarote pro Jahr 134.000 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen.

 

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30.Dezember 2020

6.000 Impfungen pro Woche – Heute erreichen weitere 13.500 Impfdosen gegen Covid-19 die Kanarischen Inseln. Bis heute Abend soll die Lieferung auf dem Archipel verteilt sein. Das kanarische Gesundheitsministerium plant mit 6.000 Impfungen pro Woche. Dieser Rhythmus ist eng mit der Genehmigung weiterer Impfstoffe anderer Unternehmen verbunden, die ab Januar ihre Genehmigung erhalten sollen. Bis März sollen 160.000 Impfdosen gegen Covid-19 auf den Kanarischen Inseln verabreicht worden sein.

306 Flüchtlinge in 24 Stunden – Gestern Abend sind weitere 47 Migranten südlich von Gran Canaria von zwei Flüchtlingsbooten gerettet worden. Damit steigt die Zahl der Flüchtlinge, die gestern den Archipel erreicht haben auf 306 Personen an. Die Küstenwache hat alle Migranten gestern nach Arguineguin auf Gran Canaria gebracht. An der Hafenmole waren Sicherheitskräfte und Rotes Kreuz die ganze Nacht im Einsatz um die Flüchtlinge zu registrieren und zu versorgen.

15 Tonnen Haschisch beschlagnahmt – Südlich von Gran Canaria waren gestern bewaffnete Zollbeamte im Einsatz. Fünf Spezialkräfte haben in einem Schnellboot den Schlepper Cyklo1 geentert, der unter der Flagge von Belize fährt. Das Video der Helmkamera eines der Beamten, das heute auf verschiedenen sozialen Medien zu sehen ist, vermittelt den Eindruck eines Videospiels. Mit vorgehaltenen Waffen überwältigen die Beamten die fünfköpfige Crew, bestehend aus drei Marokkanern und zwei Bengalen. Aufmerksam geworden sind die Ermittler auf den 60 Jahre alten Schlepper bereits im November, als das Schiff seinen Besitzer gewechselt hat. Seitdem verkehrt der Schlepper zwischen Afrika, Europa und Südamerika, hat aber keinerlei Verträge mit Reedereien. An Bord befanden sich ersten Polizeiberichten zufolge rund 15 Tonnen Haschisch verpackt in 25 Kilopakten. Die illegale Fracht soll in Las Palmas auf Gran Canaria im Militärhafen gewogen werden.

Mann über Bord bei La Graciosa – Innerhalb von zwei Minuten hat die Besatzung von Lineas Romero gestern gegen 8.50 Uhr einen Mann gerettet, der bei der Überfahrt von Caleta de Sebo nach Órzola über Bord gegangen war. Der Vorfall hat sich laut einem Bericht der Reederei kurz nach Verlassen der Mole ereignet. Der Mann soll mit seinem Handy ein Video an der Reling der Backbordseite gedreht haben, als er vom Oberdeck ins Meer gefallen ist. Das „Mann über Bord Manöver“ hat keine zwei Minuten gedauert, bis der Mann zwar nass, aber unverletzt wieder an Bord stand.

Pilotprojekt auf Lanzarote – Zusammen mit dem Kings College in London plant die Inselregierung von Lanzarote einen Covid-19 freien Korridor. Welcher Flughafen in Groß Britannien oder Deutschland das Pendant zum Cesar-Manrique- Flughafen auf Lanzarote bildet ist noch nicht klar. Mit modernsten Gesundheitstechnologien und Kontrollen soll am Abflugort bereits eine virusfreie Zone geschaffen werden. Mit dieser Anforderung beschäftigt sich das Kings College innerhalb des Projekts „Blockchain“. Zur Ausführung des Pilotprojektes steht jetzt Lanzarote zur Verfügung. Die Inselregierung hofft auf einen lukrativen Nebeneffekt: Ein Covid-19 freier Reisekorridor würde bei Urlaubern und Veranstaltern für Vertrauen sorgen und den Tourismusmarkt nach einem Jahr des Leidens wieder auf Kurs bringen.

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29.Dezember 2020

Vor Sylvester keine Änderungen bei Ausgangsbeschränkung – Zwischen 1.00 Uhr nachts und 6.00 Uhr morgens gilt auf den Kanarischen Inseln eine allgemeine Ausgangssperre. Diese Maßnahme bleibt trotz sinkender 7-Tages Inzidenz auch vor Sylvester unverändert. Ausnahme Teneriffa: dort gilt die Ausgangssperre bereits ab 22.00 Uhr. Während der Feiertage können sich bis zu 10 Personen treffen – das betrifft die Tage 31.12, 1.1 und 6.1. Kinder zwischen 0 und 6 Jahren werden nicht dazugezählt. Ausnahme Teneriffa: hier gilt eine maximale Personenzahl von sechs. Restaurants und Bars schließen über die Feiertage bereits um 0.00 Uhr. Die letzten Gäste werden um 23.00 Uhr empfangen. Ausnahme Teneriffa: hier dürfen nur die Außenterrassen geöffnet werden und maximal sechs Personen an einem Tisch sitzen. Die 7-Tages Inzidenz liegt auf den Kanarischen Inseln heute bei 54,19.

Impfgegner werden registriert – Für Personen die eine Corona Impfung ablehnen soll es eine eigene Datenbank geben. Das hat Gesundheitsminister Salvador Illa auf einer Pressekonferenz geäußert und eine Diskussion angestoßen, die über die Landesgrenze Spaniens hinaus geht. Die Datenbank soll mit anderen EU-Ländern geteilt werden. Damit äußerte Illa indirekt, dass auch andere Länder ein ähnliches Register erstellen. Auch über Alarmzustand Spaniens hat Illa gestern gesprochen. Dieser wird, sofern die Impfungen mit der geplanten Geschwindigkeit voranschreiten, am 9. Mai beendet sein. Bis dahin werden spanische Staatsbürger und Residenten mit Mitgliedschaft in der Seguridad Social über ihre Centros de Salud über einen Impftermin informiert.

Streik bei der spanischen Post – Mitarbeiter von Correos, der spanischen Post, werden auf den Kanarischen Inseln ab dem 30. Dezember streiken. Betroffen davon sind alle Poststellen auf den Inseln des Archipels. Unterstützt wird der Streik nicht nur von allen großen Gewerkschaften wie UGT und CCOO, sondern auch von Inselregierungen, Gemeinden und Parlamentariern auf den Kanaren. Es geht um die Schließung von Poststellen und die Streichung von Arbeitsplätzen während der Pandemie. Der Paketversand ist auf dem Archipel seit Beginn der Pandemie um 16% gestiegen. Dieses Umsatzplus steht im Gegensatz zu den Einsparungen in den letzten Monaten.

542 Kilogramm Haschisch sichergestellt – Beamte der Policia Nacional haben in La Géria auf Lanzarote rund eine halbe Tonne Haschisch beschlagnahmt. Vier Personen sitzen deswegen in Untersuchungshaft. Gegen die Männer mit marokkanischem Pass haben die Beamten seit mehreren Wochen ermittelt. Die Drogenpakete sind, wasserdicht verpackt, von einem Boot wenige Meter vor der Küste von Haría ins Wasser geworfen worden. Den Männern auf Lanzarote ist die Position per GPS Koordinaten mitgeteilt worden. Gegen die Gruppe auf Lanzarote wird auch wegen illegalem Menschenhandel ermittelt. Sie soll engen Kontakt zu Schleusern haben, die zwischen dem afrikanischen Festland und den Kanaren Flüchtlinge transportieren.

Bad Bunny toppt alles – Der meistgehörte Künstler weltweit auf Spotify singt spanisch – Bad Bunnys Songs sind 8,3 Milliarden Mal reproduziert worden. Damit ist das „Conejo malo“ der erste spanisch singende Künstler der diesen Titel erhält. Bisher dominierten bei Spotify Songs auf Englisch. Bad Bunny hat es auch auf die Playliste des amerikanischen Ex-Präsidenten Barack Obama geschafft. Der aus Puerto Rico stammende Benito Antonio Martínez Ocasio hatte 2017 seinen internationalen Durchbruch mit einem Plattenvertrag bei CMD. Davor war er Student und finanzierte sich sein Studium in einem Supermarkt in Puerto Rico. Heute toppt er bei Spotify selbst Stars wie DRAKE, The Weekend, Billie Eilish oder Taylor Swift.

28.Dezember 2020

Mehr Impfdosen als erwartet – Auf den Kanarischen Inseln hat die Impfkampagne gegen Covid-19 begonnen. 15.000 Personen in Altersresidenzen und deren Personal erhalten die ersten Impfdosen, danach sind rund 30.000 Sanitätsmitarbeiter an der Reihe. 13.750 Impfdosen von Pfizer-BioNTtech erhält die kanarische Autonomie jede Woche bis Ende März. Die Impfgruppen werden entsprechend ihres Gesundheitsrisikos eingeteilt und nach und nach mit dem Impfstoff versorgt. Laut Torres sei der Impfstoff der Anfang vom Ende einer Pandemie, der neben 400 Toten auf dem Archipel auch dramatische wirtschaftliche Folgen nach sich zieht. Nach vielen Sonntagen der Sorge und schlechten Nachrichten für Torres die beste Art und Weise das Jahr zu verabschieden.

156 Flüchtlinge in fünf Booten – Die Küstenwache hat vor den Küsten von Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura 156 Flüchtlinge gerettet. Fünfmal sind die Einsatzkräfte den Radarmeldungen gefolgt und haben zum Teil bei Nacht Menschenleben gerettet. 114 Flüchtlinge sind nach Arguineguin auf Gran Canaria gebracht worden. 32 Flüchtlinge sind wenige Seemeilen vor Fuerteventura gerettet worden. Eine kleine Patera mit acht Personen ist bei Arona auf Teneriffa in den Hafen geschleppt worden.

Vier Jahre um Arbeitsmarktniveau von 2019 zu erreichen – Die spanische Wirtschaft wird 48 Monate benötigen um die Zahl der Arbeitsplätze von Dezember 2019 zu erreichen. Das belegt eine Jahresstudie des Zeitarbeitsunternehmen Adecco. 700.000 Arbeitsplätze sind seit Beginn der Corona Pandemie zerstört worden. Das entspricht der Gesamtzahl der entstandenen Arbeitsplätze aus den beiden vergangenen Jahren. Die Zahl der Erwerbsfähigen ist auf 19,2 Millionen gesunken. Am schlimmsten hat diese Entwicklung junge Menschen getroffen. Unter 25 Jahren sind in Spanien nur noch 216.300 Personen beschäftigt. Die Prognose für 2021 sieht trotz des Impfstoffes nur 200.000 neue Arbeitsplätze vor. Nur jeder dritte verlorene Arbeitsplatz wird im kommenden Jahr durch einen neuen ersetzt werden.

IT-Ausfall legt AIDA Cruises lahm – Die geplanten Kreuzfahrten von AIDA Cruises über Sylvester sind auf den Kanarischen Inseln abgesagt. Grund ist ein massives IT-Problem sowohl auf den Schiffen der Reederei als auch in der Konzernzentrale in Rostock. Auf seiner Facebookseite hat das Unternehmen mitgeteilt, dass weder Telefonnummern noch Email Adressen funktionieren. Damit ist besonders die notwendige Kommunikation mit den anreisenden Gästen betroffen. Auf der AidaMar, die aktuell in kanarischem Gewässer unterwegs ist, funktioniert das Buchungssystem nicht mehr und das Entertainmentangebot in den Kabinen ist nicht mehr erreichbar. Der Ursache für den Ausfall ist noch nicht bekannt.

PCR-Test für Einreise empfohlen – Für eine problemlose Einreise an kanarischen Flughäfen ist ein negatives PCR-Test Ergebnis erforderlich. Das kanarische Dekret in dem ein negatives Schnelltest Ergebnis genauso akzeptiert wird wie ein PCR Testergebnis wurde weitestgehend vom nationalen Gerichtshof kassiert. Die kanarische Autonomieregierung wollte mit dem eigenen Dekret die Einreise für Touristen einfacher und günstiger machen. Zwischen PCR-Test und Schnelltest liegen rund 100 Euro Preisunterschied, auf das Ergebnis des PCR-Tests muss mindestens 24 Stunden gewartet werden. Fluggesellschaften überprüfen das Testergebnis beim Check-In. Die Zentralregierung in Madrid lässt weiterhin für die Einreise nur PCR-Testergebnisse zu.

24.Dezember 2020

169.000 Impfdosen bis März – Eine Militärmaschine bringt bis Sonntag die ersten Corona Impfpräparate auf die Kanarischen Inseln. 360 Personen aus Seniorenheimen werden auf den sieben Inseln simultan am Sonntag geimpft. Für Präsident Torres ist der kommende Sonntag ein historischer Tag im Kampf gegen die seit März andauernde Pandemie. 150 Angestellte im Gesundheitsbereich sind speziell für den Corona Impfstoff ausgebildet worden. Die Darreichung ist wegen der Kühlkette von minus 80 Grad besonders heikel im Vergleich zu anderen Impfpräparaten. Laut Präsident Torres werden zwischen Mai und Juni rund 70% der kanarischen Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft sein. Ähnlich wie in anderen Regionen wird mit der Risikogruppe begonnen. Die Impfdosen von Pfizer beinhalten zwei Injektionen, zwischen denen 21 Tage liegen.

Finanzielle Hilfen bei Mieten – Sie sollen schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden – die kanarische Regierung hat ein neues Hilfspaket für Mieter auf dem Archipel beschlossen. Anders als früher sollen 50% der Leistung sofort ausbezahlt werden. Die andere Hälfte wird nach abgeschlossener Prüfung der Anträge überwiesen. Gleichzeitig wird die Regierung nicht abgeschlossene Bauprojekte, deren Bauträger Insolvenz angemeldet haben aufkaufen, fertigstellen und 30 Jahre lang innerhalb von Genossenschaften zu festgelegten Mietpreisen veräußern. Dabei geht es vor allem um die vier kanarischen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, in denen bereits vor Corona das Angebot von Mietwohnungen nicht ausgereicht hat.

60.000 Euro Strafe für illegale Fiestas – Die Polizei in Las Palmas auf Gran Canaria kontrolliert in diesen Tagen intensiv die Einhaltung von Abstands- und Hygienevorschriften sowie die Ausganssperre. Der Bußgeldkatalog reicht von 3.000 Euro bis 60.000 Euro. Von 1.00 Uhr nachts bis 6.00 Uhr morgens ist ein triftiger Grund notwendig um bei einer Kontrolle einem Bußgeld zu entgehen. Eine Ausnahme bilden die beiden Feiertage Weihnachten und Sylvester an denen die Ausgangsperre um 1.30 Uhr nachts beginnt. An 60 Punkten in Las Palmas ist die Polizei aktiv, um präventiv bereits 60 Minuten vor Beginn der Ausgangssperre die Bürger auf mögliche Bußgelder hinzuweisen. Restaurants und Bars schließen bis zum 10. Januar spätestens um 0.00 Uhr.

Iberostar weiterhin geöffnet – Auf Lanzarote und Fuerteventura werden die Hotels von Iberostar, trotz Einstufung der Kanaren als Risikogebiet durch das Robert-Koch Institut, weiterhin betrieben. Damit empfangen sechs von zehn möglichen Iberostar-Hotels auf den Inseln Gäste. Das Auswärtige Amt hatte vor wenigen Tagen für die Kanarischen Inseln eine Reisewarnung ausgesprochen. Damit ist ganz Spanien Risikogebiet. Die Storno-Quote liegt seitdem bei rund 40%, mehr als die Hälfte der gebuchten deutschen Gäste werden allen Warnungen zum Trotz trotzdem ihren Urlaub auf Lanzarote und Fuerteventura verbringen, obwohl bei ihrer Rückkehr Quarantäne droht. Von Kritikern als Pandemietreiber angeprangert kontert Vertriebschef Finn Ackermann mit der Teststrategie der Kanaren: Das Risiko, sich auf den Kanaren mit Corona anzustecken, ist gering. Jeder der auf den Kanaren landet ist negativ auf das Virus getestet. Sowohl Flughafenbetreiber, Reiseveranstalter und Hotel kontrollieren das Testergebnis. Die 7-Tages Inzidenz auf Lanzarote und Fuerteventura liegt aktuell bei 11.

Schwächelnde Wirtschaft – Das Rekordwachstum der spanischen Wirtschaft nach der Corona-Rezession ist etwas schwächer ausgefallen als bislang angenommen. Das meldet das Handelsblatt heute. Das Bruttoinlandsprodukt ist von Juli bis September um 16,4 Prozent zum Vorquartal gestiegen. Damit ist das vorläufige Ergebnis von 16,7 Prozent leicht nach unten korrigiert worden. Im Frühjahr hatte es wegen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie einen historischen Einbruch von 17,9 Prozent gegeben. Trotz des rasanten Wachstums im Sommer wirken die Folgen der Corona-Krise nach: Das BIP ist im Vergleich zum dritten Quartal 2019 um 9,0 Prozent geschrumpft. Madrid hatte die Wirtschaft im Juni wieder geöffnet, nachdem es im Kampf gegen die Corona-Pandemie strikte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verhängt hatte. Die spanische Notenbank rechnet mit einem erneuten Rückgang der Wirtschaftsleistung im zu Ende gehenden vierten Quartal, der jedoch mit 0,8 Prozent vergleichsweise gering ausfallen dürfte. Das BIP dürfte laut Regierungsprognose 2020 insgesamt um 11,2 Prozent sinken.

23.Dezember 2020

Dekret für Schnelltest bleibt ohne Wirkung – Für eine problemlose Einreise an kanarischen Flughäfen ist ein negatives PCR-Test Ergebnis erforderlich. Das kanarische Dekret in dem ein negatives Schnelltest Ergebnis genauso akzeptiert wird wie ein PCR Testergebnis wurde weitestgehend vom nationalen Gerichtshof kassiert. Die kanarische Autonomieregierung wollte mit dem eigenen Dekret die Einreise für Touristen einfacher und günstiger machen. Zwischen PCR-Test und Schnelltest liegen rund 100 Euro Preisunterschied, auf das Ergebnis des PCR-Tests muss mindestens 24 Stunden gewartet werden. Fluggesellschaften überprüfen das Testergebnis beim Check-In. Die Zentralregierung in Madrid lässt weiterhin für die Einreise nur PCR-Testergebnisse zu.

Kleinflugzeug sorgt für Chaos am Flughafen – Drei Passagiermaschinen mit Ziel Gran Canaria mussten gestern in Los Rodeos auf Teneriffa landen. Grund für die Umleitung war ein Platten an einer kleinen Maschine, die die Start- und Landebahn auf Gando blockiert hat. Das Kleinflugzeug war für Fotoaufnahmen aus der Luft auf die Startbahn gerollt und konnte wegen des defekten Reifens nicht starten. Die zweite Landebahn auf Gando, die für solche Fälle zum Ausweichen zur Verfügung steht, wird aktuell saniert. Wegen dem Vorfall sind eine Maschine aus Paris und zwei Maschinen aus Lanzarote und Teneriffa umgeleitet worden.

Neue Ausgangsbeschränkungen – Zwischen 1.00 Uhr nachts und 6.00 Uhr morgens gilt auf den Kanarischen Inseln eine allgemeine Ausgangssperre. Ausnahme Teneriffa: dort gilt die Ausgangssperre bereits ab 22.00 Uhr. Während der Feiertage können sich bis zu 10 Personen treffen – das betrifft die Tage 24.12, 25.12, 31.12, 1.1 und 6.1. Kinder zwischen 0 und 6 Jahren werden nicht dazugezählt. Ausnahme Teneriffa: hier gilt eine maximale Personenzahl von sechs. Auch für die Gottesdienste gelten Beschränkungen, sowohl bei der Uhrzeit als auch bei der Durchführung. Online Messen werden empfohlen, auf Gesang wird verzichtet. Restaurants und Bars schließen über die Feiertage bereits um 0.00 Uhr. Die letzten Gäste werden um 23.00 Uhr empfangen. Ausnahme Teneriffa: hier dürfen nur die Außenterrassen geöffnet werden und maximal sechs Personen an einem Tisch sitzen.

Schulbeginn erst am 11. Januar – Wegen der Pandemiesituation öffnen kanarische Schulen erst am 11. Januar. Ursprünglich sollte der Unterricht bereits am 8. Januar beginnen. Damit reihen sich die kanarischen Schulen in die Vorgaben anderer spanischer Autonomien, die die gleiche Entscheidung getroffen haben. Vorlesungen an Universitäten sind von der Entscheidung nicht betroffen. Der neue Unterrichtsbeginn gilt nur für öffentliche Schulen, Privatschulen auf dem Archipel entscheiden individuell ob sie sich dem neuen Datum anschließen.

Flugverkehr nach Groß Britannien stark eingeschränkt – Wegen einer möglichen Corona Virusmutation hat Spanien den Flugverkehr nach Großbritannien weitestgehend eingeschränkt – nur noch spanischen Staatsbürgern und Residenten ist es gestattet zwischen den beiden Ländern hin- und herzufliegen. Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern, wie etwa Deutschland, die Niederlande oder Frankreich, kappt Spanien die Verbindung nach Großbritannien auf dem Luftweg damit nicht komplett. Eine Mutation des Virus ist bisher in Spanien nicht entdeckt worden. Von September bis November ist jede 10 positive Probe analysiert worden. Eine Auswertung der Dezember Proben läuft noch.

18.Dezember 2020

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Testpflicht auch für spanische Staatsbürger – Seit heute sind auch Reisende vom spanischen Festland bei der Einreise auf die Kanarischen Inseln verpflichtet einen negativen Corona Test mitzuführen. Diese Vorgabe gilt vorerst bis zum 10. Januar. Sowohl PCR-Test als auch Antigen-Schnelltest Ergebnisse werden akzeptiert. Vorbereitet hat diese neue Vorgabe die Regionalregierung zusammen mit mehr als 100 Labors auf dem Festland. Trotzdem reichen die Kapazitäten nicht aus. Bis gestern Abend sind mehr als 20.000 Termine für einen Corona Test vergeben worden, Anfragen gab es bis gestern Abend mehr als 100.000. 30 Telefonisten stehen für die Vergabe von Testterminen zur Verfügung, trotzdem waren die Telefonleitungen gestern über Stunden unerreichbar wegen Überlastung.

Weiter steigende Corona Zahlen auf Teneriffa – Die 7- Tages Inzidenz auf den Kanarischen Inseln ist heute auf 72 gestiegen – deutlich über den international geforderten Wert von 50. Grund dafür ist in erster Linie die Corona Situation auf Teneriffa. Isoliert auf diese Insel betrachtet liegt die 7-Tages Inzidenz bei heute 131. Bis auf La Gomera steht die Corona Ampel auf den anderen Inseln bei grün bis gelb. Gran Canaria hat eine 7-Tages Inzidenz von 30, Lanzarote 12 und Fuerteventura 11. La Gomera meldet 33 aktive Fälle, wegen der geringen Einwohnerzahl auf der Insel liegt aber die 7-Tages Inzidenz auf dieser Insel bei 153.

Grünes Licht für straffreie Sterbehilfe – Trotz den Appellen der Kirchenvertreter hat das spanische Parlament mit großer Mehrheit das Gesetz zur Legalisierung von Sterbehilfe am Donnerstag verabschiedet. Mit 198 zu 138 Stimmen. Damit ist Spanien nach den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Kanada, und Neuseeland das sechste Land auf der Welt in dem aktive Sterbehilfe straffrei ist. In Deutschland ist trotz einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes dieser Schritt noch nicht vollzogen. Alle Parlamentsparteien bis auf Partido Popular und VOX haben am Donnerstag in Madrid für dieses Gesetz gestimmt. Weil eine Bestätigung des neuen Sterbehilfegesetzes durch den Senat noch erfolgen muss, wird mit der Umsetzung ab Mitte Mai gerechnet.

Umtauschfrist für Peseten endet zum 31.12 – Wer noch im Besitz von spanischen Peseten ist, hat bis zum Jahresende noch Zeit diese Währung in Euro umzutauschen. Vor 18 Jahren ist der Euro in Europa eingeführt worden und sorgt seitdem auch in Spanien für Stabilität und Wohlstand. Mit der Volljährigkeit der Euro-Währung verliert die spanische Währung am 31. Dezember ihre Gültigkeit und hat ab 2021 nur noch Sammlerwert. 1.000 spanische Peseten haben bis zum Ende des Jahres einen Geldwert von 6,01€. Spanische Banken rechnen in den kommenden Tagen noch mit mehreren Millionen Peseten die von Bürgern eingetaucht werden, die spanische Zentralbank tauscht Peseten noch bis zum 30. Juni 2021 in Euro um.

TUI setzt weiter auf Kanaren – Der Reiseveranstalter TUIfly hat seinen Winterflugplan 2021/22 veröffentlicht. Knapp die Hälfte der Kapazitäten entfallen bei TUI auf die vier Kanarischen Inseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa. Mit dem neuen „Perfect Tarif“ bietet TUI seinen Kunden bis sieben Tage vor Abflug unbegrenzt oft und kostenfrei umzubuchen. Oliver Lackmann, Geschäftsführer bei TUIfly, bietet den Fluggästen damit eine langfristige Planungssicherheit und hofft damit die Sorgen bei Urlaubern weitestgehend auszuräumen. Buchbar sind die Flüge für die Wintersaison 2021/22 bereits jetzt über die Webseite von TUIfly. Ein Preisbeispiel: Eine Woche im TUI Magic Life Fuerteventura kostet im November 2021 mit TUIfly-Flug ab/bis Stuttgart und All-Inclusive ab 922 Euro pro Person im Doppelzimmer. Für Frühentschlossene gibt es Frühbucherermäßigungen.

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17.Dezember 2020

Teneriffa abgeschottet – Die Regionalregierung hat nach den weiterhin hohen Infektionszahlen auf Teneriffa Maßnahmen entschieden. Mit einer 7- Tages Inzidenz von 128 scheinen alle bisherigen Hygiene- und Abstandsregeln keine Wirkung gehabt haben. Die Ein- und Ausreise wird auf Teneriffa für die kommenden 14 Tage stark eingeschränkt und bedarf eines konkreten Grundes. Die Ausgangssperre wird von Mitternacht auf 22 Uhr vorgezogen. Restaurants und Bars dürfen nur noch ihre Terrassen bewirtschaften. Bewohner von Altersresidenzen können die Anlage weder verlassen noch Besuch empfangen. An den Feiertagen dürfen sich maximal sechs Personen aus zwei Haushalten treffen. Außerhalb der Feiertage wird diese Zahl auf maximal vier beschränkt. Restaurant- und Barbesuche sind nur von maximal vier Personen aus dem gleichen Haushalt gestattet. 78,8% aller Corona Neuinfektionen konzentrieren sich auf Teneriffa. Auf Gran Canaria liegt die 7-Tages Inzidenz bei 37, auf Lanzarote bei 15 und auf Fuerteventura bei 12.

Immunitätsstudie abgeschlossen – Spanien hat seine Globale Infektionsstudie zum Corona Virus abgeschlossen. Das Ergebnis ist auf 37 Seiten gestern veröffentlicht worden. 90.000 Personen sind vom Gesundheitsamt in ganz Spanien kontaktiert worden, die Bereitschaft zur Teilnahme hatten rund 72.000. Sie sind in den vergangenen sechs Wochen mehrfach getestet worden. In der Provinz Madrid und den anliegenden Regionen sind bei 15% bis 19% der Bevölkerung Corona Antikörper nachgewiesen worden. In den Gebieten Galizien und Baskenland liegt die Durchseuchung der Bevölkerung bei 10% bis 15%. Auf den Kanarischen Inseln konnten bei der Studie nur bei 5% der Bevölkerung Corona Antikörper nachgewiesen werden. Aus den Ergebnissen der Studie lassen sich auch gut die Infektionsverläufe ablesen: ein Drittel aller Personen bei denen Antikörper nachgewiesen werden konnten haben sich bei einer Person im gleichen Haushalt angesteckt, jeder Zehnte hatte einen Virus Kontakt am Arbeitsplatz – nur 8% haben sich über ein im Haushalt lebendes Kind infiziert, das den Virus aus der Schule mit nach Hause gebracht hat. Es ist die erste belastbare Studie zum Thema Immunität in der Bevölkerung in Europa. Wir haben dazu einen Link auf unserer Webseite veröffentlicht.

Karneval gestrichen – Die Stadt Santa Cruz auf Teneriffa hat den Karneval 2021 storniert. Die aktuelle Situation mit Blick auf die kommenden sechs Monate lässt keine Straßenumzüge zu, so der Bürgermeister der Stadt Santa Cruz de Teneriffe. Seit 1961 wird der Karneval in der Inselhauptstadt Teneriffas zelebriert und gehört nach Rio de Janeiro in Brasilien zu einem der größten Karnevals der Welt. Ein ganzer Wirtschaftsbereich ist seit Jahrzehnten von den 14-tägigen Veranstaltungen abhängig, auch kulturell hat der Karneval auf Teneriffa einen hohen Stellenwert. Das Rathaus will in den kommenden Wochen finanzielle Hilfen anbieten und setzt auf 2022 – dann soll der Karneval auf Teneriffa wieder stattfinden.

Freizeitanlage Playa Honda – Zwischen dem Flughafen auf Lanzarote und Playa Honda entsteht eine Parkanlage. Für das Projekt, das von der Esplanada bis zur Autobahnausfahrt reicht, hat die Gemeinde San Bartolomé bereits die Genehmigung erteilt. In den sieben Kratern des 70.000 m² großen Grundstücks sollen ein Amphitheater, ein Kiosk, teilweise überdachte Sitzmöglichkeiten, Fitnessbereich und Spielplätze entstehen. Ebenfalls geplant sind eine Skateanlage und ein kleiner See. Das Projekt haben die beiden Architekten Iván Torres Ramón und Martin Toimil Mato geplant. Für den Bau der Freizeitanlage stellt die Gemeinde San Bartolomé 2,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Photovoltaik gewinnt an Stellenwert – Im Haushaltsplan der Kanarischen Inseln ist das Thema Klimawandel fest integriert. Laut dem Präsidenten Angel Victor Torres liegt eine Priorität im kommenden Jahr verstärkt auf regenerative Energie zu setzen. 40 E-Autos werden im kommenden Jahr den Fuhrpark der Regierung verstärken. Verschieden Parkplätze sollen mit Photovoltaik überdacht werden. 65,5 Millionen Euro stehen im Haushaltsplan für Investitionen in nachhaltige Energieproduktion. Bereits im Sommer hatte die Regionalregierung angekündigt den Klimawandel als festen Bestandteil in den Haushaltsplan für 2021 mit aufzunehmen und öffentliche Gelder verstärkt in die Produktion von regenerativen Energien zu investieren.

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16.Dezember 2020

Einreisebestimmungen – Aktuell wichtiger als die Bestimmungen der Kanarischen Inseln ist die Handhabe der Fluggesellschaften im Umgang mit PCR-Test oder Antigen Test. Dem Dekret der Kanarischen Inseln zu Folge können Reisende aus dem Ausland auch einen negativem Antigen Test vorlegen. Diesem Dekret kommen aber verschiedene Fluggesellschaften nicht nach, sie halten sich an die Bestimmungen der Zentralregierung. Alltours zum Beispiel verlangt beim Boarding einen negativen PCR-Test oder TMA-Test. Ähnlich verfährt auch DER Touristik. Ebenfalls an den Vorgaben aus Madrid orientiert sich FTI und Schauinsland reisen. Aktuell akzeptiert nur der Reiseveranstalter TUI einen negativen Antigen Test für Reisen auf die Kanarischen Inseln. Um Komplikationen am Abflughafen zu vermeiden ist der PCR-Test weiterhin die beste Möglichkeit. Weiterhin obligatorisch ist das digitale Einreiseformular. Es kann online ausgefüllt werden, der daraus erstellte QR Code kann bei der Einreise gescannt werden. Alternativ kann das Formular auch schriftlich ausgefüllt werden.

Fische füttern verboten – Wer am Hauptstadt Strand von Las Palmas auf Gran Canaria Fische füttert, zahlt ab sofort 300 Euro Strafe. Das hat die Stadtverwaltung in einer Plenarsitzung gestern beschlossen. Nach Rauchverbot am Strand und Fahrradfahren auf der Avenida ist es das dritte Verbot innerhalb von wenigen Monaten. Es geht um das ökologische Gleichgewicht der Fauna rund um die Inselhauptstadt. Auch das Fischen ist im gesamten Küstenbereich von Las Canteras untersagt – von La Puntilla bis nach Los Muellitos. Sonnenschirme am Strand müssen ab sofort einen Mindestabstand von vier Metern zur Wasserlinie haben – auch diese Maßnahme soll mit Bußgeldern durchgesetzt werden. Hier geht es um die Hygiene- und Abstandsregeln. Direkt an der Wasserlinie soll eine Ansteckung durch Badegäste ohne Mundschutz so gering wie möglich sein.

Einstellung zu Reisen bereits stark verändert – Covid-19 und das Corona Virus haben die Einstellung zum Reisen in Europa bereits stark verändert. Das zeigt ein Ergebnis einer aktuellen Studie, in Auftrag gegeben vom größten europäischen Reiseportal und durchgeführt von OnePoll. Teilgenommen haben an der Umfrage rund 10.000 Personen aus verschiedenen Ländern, darunter 1.000 Deutsche. Ein sicheres Gefühl beim Reisen ist für die meisten Befragten eine Grundvoraussetzung für die Reiseplanung. Dieses Gefühl ist bei 36,7% der Deutschen bereits verloren gegangen, unter Franzosen liegt ihr Anteil bei 20,1% – rund ein Drittel der Spanier und Italiener haben aktuell kein gutes Gefühl bei der Reiseplanung. Im Durchschnitt haben europaweit 35% der Teilnehmer auf eine Reise in diesem Jahr, wegen der Angst vor einer Ansteckung, verzichtet. Unter Deutschen liegt dieser Anteil sogar bei 41%. Trotzdem waren die Deutschen in diesem Jahr reiselustiger als ihre europäischen Nachbarn: 29% haben in der Pandemie eine Reise in andere EU Länder durchgeführt. Mit Blick auf die Zukunft und Reisen im kommenden Jahr zeigt sich bei den Befragten mehr Zuversicht, allerdings geht der Trend weg von monatelanger Vorplanung, hin zu spontaner Entscheidung für Reiseziel und Last-Minute Buchungen.

Testpflicht bei Inlandsreisen – Seit heute ist es offiziell: Auch Spanier müssen bei der Einreise auf die Kanarischen Inseln einen negativen Corona Test vorlegen. Einen entsprechenden Gesetzestext hat die Regionalregierung im Boletín Oficial de Canarias heute veröffentlicht. Kostenlos ist dieser Test für Residenten in den Laboren von Eurofins Megalabs. In 63 Laboren können sich kanarische Residenten auf dem spanischen Festland testen lassen, bevor sie die Heimreise auf die Kanaren antreten – die Kosten dafür übernimmt die kanarische Autonomie. In den Autonomien Madrid, Barcelona, Granada, Sevilla, Salamanca und Navarra sind bereits Dutzende Labore darüber informiert worden und testen auf kostenloser Basis nach Vorlage eines Personalausweises oder einem Certificado de Residencia. Für Einreisende mit Wohnsitz auf den Kanarischen Inseln ohne negativem Testergebnis sind Teststationen an den Flughäfen eingerichtet worden. Spanische Staatsbürger ohne Wohnsitz auf den Kanarischen Inseln müssen für die Einreise auf den Archipel ein negatives PCR oder Antigen-Testergebnis vorlegen. Auch diese Personen können sich bei der Ankunft auf eigene Kosten testen lassen, wenn kein negatives Testergebnis mitgeführt wird, ein Bußgeld wird deswegen nicht verhängt. Wir haben eine interaktive Karte auf unserer Webseite veröffentlicht, auf der die Labore aufgeführt sind, in denen sich kanarische Residenten kostenlos testen lassen können.

Impfungen ab Januar – Die Impfkampagne gegen Covid-19 soll auf den Kanarischen Inseln Mitte Januar beginnen. Das hat der Gesundheitsminister der Kanarischen Inseln, Blas Trujillo, auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Nach einer Besprechung mit allen Gemeindevertretern Teneriffas wegen den hohen Infektionszahlen auf der Insel. Wegen der Pandemiesituation auf der Insel startet die Impfkampagne auf Teneriffa – die 7-Tages Inzidenz liegt auf Teneriffa bei heute 110, auf allen anderen Inseln liegt die 7-Tages Inzidenz weiterhin unter 35 – auf Gran Canaria bei heute 23, auf Lanzarote bei 16 und auf Fuerteventura bei 9. Geimpft werden soll in den Centros de Salud. Parallel wird ab Mitte Januar auch für alle Mitarbeiter im Gesundheitssystem der Covid-19 Impfstoff zur Verfügung stehen.

 

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15.Dezember 2020

11.Dezember 2020

Teneriffa mit zusätzlichen Einschränkungen – 78% der Corona Fälle konzentrieren sich auf den Kanarischen Inseln auf die Insel Teneriffa. Die 7-Tages Inzidenz in der Region ist auf 61,95 gestiegen. Von den 633 Neuinfizierten seit Freitag sind 485 auf Teneriffa positiv getestet worden. Morgen will die Regionalregierung neue zusätzliche Einschränkungen im öffentlichen und privaten Bereich auf Teneriffa einführen um die Infektionszahlen zu reduzieren. Auf Gran Canaria liegt die 7-Tages Inzidenz bei 22, auf Lanzarote bei 21 und auf Fuerteventura bei 36.

Fluglinien und Reiseveranstalter reduzieren Kontingente – Nachdem die Kanarischen Inseln in Groß Britannien nicht mehr auf der Liste der sicheren Reiseziele stehen und in Deutschland bis zum 10. Januar neue zusätzliche Einschränkungen gelten, haben Reiseveranstalter und Fluglinien reagiert. Sie rechnen nicht mehr mit Weihnachtstourismus auf den Inseln des ewigen Frühlings. Eine Reaktion des Robert-Koch Institut gab es bisher noch nicht. Wegen der gestiegenen 7- Tages Inzidenz auf 61 wird aber damit in den kommenden Tagen gerechnet. Auch Frankreich und Italien, dritter und vierter Tourismusmarkt für die Kanaren nach Deutschland und England, haben angekündigt zusätzliche Einschränkungen rund um die Festtage einzuführen. Im Dezember letztes Jahr haben 1,4 Millionen Touristen ihren Urlaub auf den Kanaren verbracht – in diesem Dezember rechnen die Experten mit 200.000.

Warenkorb auf Lanzarote an dritter Stelle – Bürger auf Lanzarote zahlen in Supermärkten rund 1,7% mehr als der regionale Durchschnitt. Nur noch auf El Hierro und La Gomera sind die Preise für Lebensmittel und täglichen Bedarf höher als auf Lanzarote. Eine Tendenz ist klar ablesbar bei den Ergebnissen von ISTAC: je größer die Insel, desto günstiger die Supermarktpreise. Diese Tendenz zeigt sich vor allem bei Obst, Gemüse, Milchprodukten und Hygieneartikeln. Am teuersten kaufen Bewohner der Insel La Graciosa in Supermärkten ein, in dem kleinen Dorf Caleta de Sebo kosten Obst, Gemüse und Milchprodukte 16% mehr als auf Teneriffa oder Gran Canaria.

Antigen Schnelltest nicht von allen akzeptiert – Für eine Reise auf die Kanarischen Inseln ist laut einem Dekret der Regionalregierung nicht zwingend ein negativer PCR Test notwendig. Seit letzter Woche werden auch negative Antigen Schnelltests akzeptiert. Soweit die Theorie. In der Praxis werden beim Boarding immer wieder Fluggäste abgelehnt, weil sich die Fluggesellschaften an die Vorgaben der Zentralregierung halten. Madrid akzeptiert zur Einreise weiterhin nur PCR-Testergebnisse. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Fälle an europäischen Flughäfen bei denen der Antigen Schnelltest zur Einreise auf die Kanarischen Inseln von Fluggesellschaften nicht akzeptiert worden ist. Ein einheitliches Ergebnis zwischen der Autonomieregierung der Kanaren und Madrid gibt es noch nicht. Die Zentralregierung beruft sich weiterhin auf die Europäische Union, die die Verwendung von Antigen Schnelltests noch nicht einheitlich harmonisiert hat.

Keine Einigung bei Asylpolitik – Auf europäische Hilfe bei illegaler Migration hoffen die Kanarischen Inseln seit gestern nicht mehr. Auch der letzte Versuch einer Reform der EU-Asylpolitik ist gestern gescheitert. Unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hatte sich der deutsche Innenminister Horst Seehofer bereits zu Beginn für eine faire Lastenverteilung unter den Mitgliedsstaaten eingesetzt. Nach der letzten Videokonferenz der EU-Innenminister ist klar: Ungarn, Polen und Österreich setzten weiterhin auf Abschottung. Spanien und vor allem die Kanarischen Inseln erhalten von dieser Seite keinerlei Unterstützung in Sachen Flüchtlingspolitik. Geschlossene Ankunftszentren, wie von der EU vorgeschlagen, lehnen Italien und Spanien dagegen ab. Einig sind sich alle EU Länder bei der schnellen Rückführung von nicht asylberechtigen Migranten und bei der Verstärkung der Grenzschutzagentur Frontex.

14.Dezember 2020

Sternschnuppenregen – Der Höhepunkt der Geminiden war heute Nacht zu beobachten. Dutzende von Sternschnuppen waren bei klarem Himmel mit den bloßen Augen sichtbar. Stündlich sind bis zu 150 Meteore am Nachthimmel verglüht. Der Geminiden-Regen hat gestern Abend seinen Höhepunkt erreicht. Noch bis zum 17. Dezember liegt im Zuge der Geminden die Zahl der Sternschnuppen am kanarischen Nachthimmel deutlich höher als sonst. Die Ursache für dieses Himmelphänomen ist eine kosmische Staubwolke, die die Erde durchquert, die möglicherweise von einem zerbrochenen Asteroiden stammt – seine Trümmerteile verglühen dabei in der Erdatmosphäre.

Teneriffa weiterhin Hotspot – Während auf allen anderen Inseln die Infektionszahlen bei unter 30 pro Tage liegen, sprengt Teneriffa mit 261 Neuinfektionen weiterhin die Corona Ergebnisse in der kanarischen Autonomie. Gestern hat das Gesundheitsamt die Kontrolle einer Altersresidenz in Puerto de la Cruz übernommen, nachdem dort ein neuer großer Infektionsherd festgestellt worden ist. Alle Bewohner, Mitarbeiter und ihre direkten Kontakte werden seit gestern getestet. Auf La Palma ist die Untersuchung einer Fußballmannschaft abgeschlossen, nachdem dort letzte Woche ein Mitspieler positiv auf Corona getestet worden ist. 24 Personen sind vorsorglich in Quarantäne geschickt worden. Die 7-Tages Inzidenz auf den Kanarischen Inseln liegt heute bei 55,91.

Starke Verbesserungen bei Transparenz – 661 staatliche Organisationen und staatliche Verwaltungen auf dem Archipel sind auf ihre Transparenz untersucht worden. Nur 11 erreichen weniger als fünf von zehn Punkten auf der Karte. Letztes Jahr lag ihre Zahl, gleichbedeutend mit nicht bestanden, bei 23. Das Transparenzgesetz ist 2013 eingeführt worden und verpflichtet staatliche Einrichtungen zur Nachvollziehbarkeit ihrer Entscheidungen und Investitionen. Jedes Jahr wird das Ergebnis auf einer interaktiven Karte veröffentlicht. Waren die Gemeinden 2016 noch durchweg mit Rot markiert, also einem Wert von Null bis Zwei, dominiert das Ergebnis heute mit grüner Farbe, also einem Wert von acht bis zehn. Nur die beiden Gemeinden Barlovento auf La Palma und La Oliva auf Fuerteventura erfüllen das Transparenzgesetz nicht.

Kanarische Residenten erhalten kostenlose Tests – In 63 Laboren können sich kanarische Residenten auf dem spanischen Festland testen lassen, bevor sie die Heimreise auf die Kanaren antreten – die Kosten dafür übernimmt die kanarische Autonomie. In den Autonomien Madrid, Barcelona, Granada, Sevilla, Salamanca und Navarra sind bereits Dutzende Labore darüber informiert worden und testen auf kostenloser Basis nach Vorlage eines Personalausweises oder einem Certificado de Residencia. Für Einreisende mit Wohnsitz auf den Kanarischen Inseln ohne negativem Testergebnis sind Teststationen an den Flughäfen eingerichtet worden. Spanische Staatsbürger ohne Wohnsitz auf den Kanarischen Inseln müssen für die Einreise auf den Archipel ein negatives PCR oder Antigen-Testergebnis vorlegen. Auch diese Personen können sich bei der Ankunft auf eigene Kosten testen lassen, wenn kein negatives Testergebnis mitgeführt wird, ein Bußgeld wird deswegen nicht verhängt. Wir haben eine interaktive Karte auf unserer Webseite veröffentlicht, auf der die Labore aufgeführt sind, in denen sich kanarische Residenten kostenlos testen lassen können.

Asylreform – Die Kanarischen Inseln blicken heute mit großem Interesse nach Brüssel. Es ist der letzte Versuch der EU-Innenminister in diesem Jahr eine Einigung bei der umstrittenen Asylreform zu erzielen. Neben Spanien sehen sich vor allem auch Griechenland, Italien und Malta wegen der hohen Zahl von Flüchtlingen überlastet. Der Reformvorschlag, der beschleunigte Asylverfahren und schnellere Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber vorsieht, wurde im September unterbreitet. Seitdem gab es bei keinem der bisherigen Gespräche eine Einigung. Ungarn, Polen und Österreich lehnen den Vorschlag bisher ab, weil sie keine Quoten für die Verteilung von Flüchtlingen akzeptieren wollen.

11.Dezember 2020

11.Dezember 2020

Interessenkonflikt bei Antigentest – Seit gestern ist die Einreise aus dem Ausland auf die Kanarischen Inseln theoretisch auch mit negativen Antigen Schnelltest Ergebnis möglich. Dafür hat die Regionalregierung ein Dekret veröffentlicht, dass vorerst bis zum 10. Januar gültig ist. Damit hat sich die Regionalregierung über die Bestimmungen der Zentralregierung in Madrid hinweggesetzt. In der Praxis unterstehen aber auch alle kanarischen Flughäfen der Kontrolle der Zentralregierung und damit gelten dort auch weiterhin die Einreisebestimmungen der Zentralregierung. Also PCR-Testergebnis oder TMA-Testergebnis, ein Testverfahren das schneller Ergebnisse liefert nachdem ein Tropfen Blut auf einen Teststreifen aufgebracht wird – Antigen Schnelltests akzeptiert die Zentralregierung weiterhin nicht. Gespräche übers Wochenende zwischen Vertretern der kanarischen Autonomie und der Zentralregierung sollen bis Montag für Klarheit sorgen. Um bis dahin sicher auf die Kanarischen Inseln zu reisen, wird bis auf weiteres ein negatives PCR-Testergebnis empfohlen – es darf seit gestern neben Englisch und Spanisch auch in Deutsch oder Französisch verfasst sein.

In England wieder Risikogebiet – Seit Wochen folgt im Tourismus auf den Kanarischen Inseln auf eine gute Nachricht eine schlechte. Nachdem seit Wochen versucht wird Antigen Schnelltests für die Einreise zu validieren, kam gestern der einstweilige Durchbruch. Heute setzt die britische Regierung wegen der steigenden Infektionszahlen auf dem Archipel die Kanaren wieder auf die Liste der Risikogebiete. Damit müssen britische Urlauber bei ihrer Rückkehr wieder 14 Tage in Quarantäne. Erst ab dem 5. Tag der Quarantäne kann diese mit einem negativen Testergebnis vorzeitig beendet werden. Blickt man auf die Fallzahlen, ist das größte Problem die Insel Teneriffa. Die britische Regierung bewertet weiterhin die gesamte Region. Einzeln betrachtet überschreitet keine Insel die 7-Tages Inzidenz von 25 bis auf Teneriffa – dort liegen die Fallzahlen bei einer 7-Tages Inzidenz von 99 heute.

Sterbehilfe in Spanien – Spanien ist kurz davor, das vierte Land in Europa zu werden, dass die aktive Sterbehilfe straffrei stellt und als individuelles Recht einführt. Gestern ist in der Justizkommission in Madrid ein Gesetzesvorschlag dazu mit 22 zu 14 Stimmen angenommen worden. Die Parteien Partido Popular und VOX stimmten gegen das neue Gesetz. Sie setzen weiterhin auf einen Palliativstandard und sind gegen das Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Gegner hat der Gesetzesvorschlag auch unter Vertretern der Kirche, auch der ehemaligen Innenminister und Europaabgeordneten Jaime Mayor Oreja, der in einem Interview mit der Tageszeitung „Abc“ sagte: „Es sei ein Skandal, dass über dieses Gesetz ohne gesellschaftliche Debatte entschieden wird, unter Ausnutzung des Lockdowns und wenn Tausende älterer Menschen wegen Covid-19 gestorben sind.“ Richtig ist, dass dieser Gesetzesvorschlag bereits vor Ausbruch der Pandemie breit diskutiert worden ist. Geplant ist unheilbaren kranken Patienten die Entscheidung selbst zu überlassen und die Kosten für den selbstbestimmten Suizid als Kassenleistung zu übernehmen. Für die Entscheidung muss der zuständige Arzt sein Einverständnis geben. Für die Einführung des Gesetzes werden nächsten Donnerstag im Kongress 174 Stimmen benötigt.

Bei der Müllproduktion auf Platz 2 – Nur noch auf den Balearen wird mehr Abfall produziert als auf den Kanaren. Pro Person liegt die Müllproduktion auf dem Archipel bei 608 Kilogramm. Damit liegen die Kanarischen Inseln auf Platz zwei in Spanien. Auf den Balearen werden pro Jahr und Person 815 Kilogramm Müll produziert. Diese beiden hohen Werte ergeben sich durch hohe Zahl von Touristen, die auch Müll produzieren, aber nicht zur Einwohnerzahl hinzugerechnet werden. Ein Problem auf den Kanarischen Inseln ist weiterhin die nur sehr geringe Mülltrennung. Insgesamt sind in diesem Jahr 1,3 Millionen Tonnen Müll gesammelt worden – nur 104.000 Tonnen sind wiederverwertet worden – das entspricht einem Ergebnis von 8%. 92% des Mülls auf den Kanarischen Inseln wurden in diesem Jahr nicht getrennt.

Dreharbeiten auf Lanzarote – Hollywood Wanda Halcyon Television plant zwischen Januar und April Teile der neuen Serie „Marked – The Unforgiven“ zu drehen. Das Drehbuch basiert auf dem von George Christie verfassten Bestseller über die Motoradgang Hells Angels mit dem Titel „Exile on Front Street“. Auf Lanzarote sollen die Dreharbeiten auf einer noch nicht genannten Finca stattfinden, dem Hauptsitz des Chefs der Hells Angels in der Serie. Weitere Dreharbeiten zu der Serie sollen in Almeria auf dem spanischen Festland stattfinden.

 

10.Dezember 2020

Antigen-Test statt PCR – Ab heute ist die Einreise auf die Kanarischen Inseln mit einem Antigen-Test möglich. Das geht aus dem Boletín Oficial de Canarias hervor. Damit setzt sich die kanarische Autonomie über die Bestimmungen der Zentralregierung hinweg und ermöglicht die Einreise für Touristen aus dem Ausland deutlich. Promotur, verantwortlich für die touristische Vermarktung der Kanarischen Inseln, hat bereits gestern Abend alle Reiseveranstalter und Fluglinien informiert. Die kanarische Regierung hat sich mit einem Dekret über die Zentralregierung in Madrid hinweggesetzt, es ist zeitlich begrenzt und endet am 10. Januar. Eine Reaktion aus Madrid gibt es noch nicht und die ist wichtig abzuwarten: Die Kontrolle des Testergebnisses erfolgt an den Flughäfen, diese unterstehen der Zentralregierung. Sollte Madrid den kanarischen Vorstoß nicht akzeptieren könnte es an den Flughäfen zu Zwischenfällen kommen. Die Einreise per Schiff ist kein Problem, weil die Häfen der Kanarischen Inseln der Regionalregierung unterstehen. Wir rechnen morgen mit weiteren Informationen dazu.

Einschränkungen während der Dezembertage – Maximal sechs Personen können sich aktuell bis zum 10. Januar treffen, dabei spielt der Ort keine Rolle. Ausnahme: während der Feiertage sind bis zu 10 Personen möglich. Ob in Restaurants oder zuhause – diese Zahl darf nur überschritten werden, wenn die Zahl der Familienmitglieder, die im gleichen Haushalt leben, diese Zahl überschreitet. An den Feiertagen 24., 25. und 31. Dezember wird die maximale Personenzahl von sechs auf zehn angehoben, Kinder unter sechs Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Zwischen dem 24. Dezember und dem 10. Januar herrscht eine generelle Ausgangssperre zwischen 1.00 Uhr nachts und 6.00 Uhr morgens. Außer an den Tagen 24., 25. und 31. Dezember, an diesen drei Tagen beginnt die Ausgangssperre um 01.30 Uhr nachts. Fahrten zur Arbeit, zum Arzt oder zur Apotheke sind davon ausgenommen. Für Teneriffa gelten diese Maßnahmen nicht. Wegen der weiterhin hohen Zahl von Corona-Infizierten können auf Teneriffa Restaurants und Bars nur ein Drittel ihrer maximalen Gästezahl bedienen, auf Außenterrassen maximal die Hälfte ihrer Fläche bewirtschaften. Um 23.00 Uhr sind dort alle Bars und Restaurants geschlossen. Während die 7-Tages Inzidenz auf allen Inseln unter 30 liegt, steht die Corona Ampel auf Teneriffa mit einer 7-Tages Inzidenz von 96 weiterhin auf Rot.

El Islote de Fermina öffnet im Januar – Wer mit Einheimischen auf Lanzarote über das Riff vor dem Gran Hotel in Arrecife spricht erntet meist Ironie und Unverständnis. Seit Jahren steht einer der schönsten Plätze der Inselhauptstadt Lanzarotes leer, der Zutritt ist verboten. Ursprünglich von Cesar Manrique in den siebziger Jahren geplant war der Islote de Fermina in der Inselhauptstadt das Projekt für millionenschwere Fehlinvestitionen oder Opfer von unterschiedlichen Visionen wechselnder Politiker. Von Naherholungsgebiet, Partymeile, Schwimmbad und Aquarium war bisher alles geplant, zum Abschluss gebracht worden ist bisher nichts. Mehr als vier Millionen Euro Steuergelder sind am Islote de Fermina bereits versenkt worden. Die Öffentlichkeit hat weiterhin keinen Zutritt. Im Januar soll das Hauptstadtriff geöffnet sein, soviel verspricht Benjamín Perdomo, Vorsitzender der Kulturzentren auf Lanzarote jetzt. Mit einem Schwimmbad, einem Freizeitpark, einem Spielplatz für Kinder und einem Restaurant und einer Caffeteria. Ein kleiner Sporthafen soll Segeln, Tauchen und Kayakfahren ermöglichen. Völlig gratis für die Bevölkerung und unter der Zuständigkeit des Rathauses soll die Anlage dann in Zukunft unterhalten werden.

Wonder Woman in den Dünen Fuerteventuras – An Weihnachten ist in den amerikanischen Kinos und auf der Streaming Plattform HBO Max Fuerteventura zu sehen. Der Premieren Tag für Wonder Woman, gedreht in den Dünen bei Corralejo. Im August 2018 ist in den beiden Gemeinden Pájara und La Oliva gedreht worden. Mit rund 3.000 Mitarbeiter und Statisten, darunter 2.000 weibliche Athleten. 20 Millionen Euro Einnahmen verzeichnete die Inselregierung von Fuerteventura wegen der Dreharbeiten – die Gelder sind in Logistik, Gastronomie, Unterbringung und Technik geflossen. Der Blockbuster mit Gal Gadot als Hauptdarstellerin soll 2021 auch in europäische Kinos kommen, Petty Jenkins führt wie im ersten Teil Regie.

Juan Carlos zahlt 678.000 Euro Steuern nach – Der frühere König Spaniens, Juan Carlos, zahlt mehr als eine halbe Millionen Euro Steuern nach um einer Strafverfolgung zu entgehen. Das melden heute verschiedene spanische Medien. Während dessen verweilt Juan Carlos weiterhin in Abu Dhabi. Mit der Zahlung begleicht der 82-jährige eine Steuerschuld, die sich aus der jahrelangen Nutzung einer Kreditkarte, die ihm vom mexikanischen Unternehmen Allen Sanginés-Krause zur Verfügung gestellt worden ist. Ob Juan Carlos wieder nach Spanien zurückkehrt ist nicht bekannt.

 

 

9.Dezember 2020

Stern von Bethlehem – Nach 800 Jahren ist der Dreikönigstern zum ersten Mal wieder auch von den Kanarischen Inseln aus sichtbar. Vom 16. Bis zum 25. Dezember strahlt der Stern von Bethlehem wie in der Legende am Firmament. Das letzte Mal war das zu dieser Jahreszeit im Jahr 1226 möglich. Die beste Zeit dieses Himmelsphänomen zu beobachten, ist kurz nach Sonnenuntergang. Optisch handelt es sich um Jupiter und Saturn, die in diesen Tagen über dem kanarischen Himmel besonders eng zusammenstehen und fast eine Linie bilden. Das nächste Mal wird dieses Schauspiel erst wieder im Jahr 2080 zu sehen sein.

300.000 Weihnachtslose – Auf Lanzarote werden bis zum 22. Dezember rund 300.000 Lose der Weihnachtslotterie „El Gordo“ verkauft. Das prognostizieren die Lotteriegesellschaften und berufen sich auf die bisherigen Verkaufszahlen der letzten Wochen. Alleine die Gemeinde Arrecife wird Lose im Wert von 1,99 Millionen Euro veräußern, in San Bartolomé werden Lose im Wert von 1,69 Millionen Euro verkauft. Bisher gibt es keinerlei Anzeichen, dass Covid-19 und die Pandemie den Losverkauf in diesem Jahr beeinträchtigen würde. Die Ergebnisse auf Lanzarote sind beim Losverkauf von „El Gordo“ nahezu identisch im Vergleich zu 2019 und 2018. Die spanische Weihnachtslotterie ist weiterhin die größte weltweit. Als Gewinne ausbezahlt werden 70% der Einnahmen – im letzten Jahr lag die Gesamtgewinnsumme bei 2,38 Milliarden Euro, alleine der Hauptgewinn betrug 680 Millionen Euro.

Einreisevorschriften – Für die Einreise auf die Kanarischen Inseln ist weiterhin ein negatives PCR-Testergebnis erforderlich. Es darf nicht älter als 72 Stunden sein. Dafür muss auf der Webseite Spain Travel Health ein OR Code angefordert werden. Für den QOR Code sind Name, Reisepassnummer, Flugnummer, Ankunftsdatum und Email Adresse erforderlich. Bei der Ankunft werden QR Code und PCR-Testergebnis überprüft. Modifikationen soll es in den kommenden Tagen bei den Test-Vorschriften geben. Es wird sowohl ein Mindestalter für den PCR-Test eingeführt – bisher muss selbst bei Säuglingen ein negatives Testergebnis präsentiert werden – als auch die Sprache in der der Test formuliert wird muss nicht mehr Spanisch sein. Weiterhin nicht akzeptiert werden Ergebnisse von Antigen-Schnelltests.

Notlandung auf Teneriffa – Eine Maschine der Fluggesellschaft Binter Canarias ist in Los Rodeos auf Teneriffa notgelandet. An Bord befanden sich 72 Passagiere. Kurz nach dem Start auf Teneriffa mit Ziel Lanzarote haben die Rauchmelder in der Kabine den Alarm ausgelöst. Der Vorfall wird noch untersucht. Die betroffenen Passagiere sind auf andere Maschinen umgebucht worden.

Mann ertrunken – Bei Fasnia auf Teneriffa ist gestern Mittag ein Mann ums Leben gekommen. Der 45-jähriger ist vor dem Strand „Playa de Fasnia“ ertrunken. Ein weitere Strandbesucher hat versucht den Mann zu retten und hat sich dabei an den Felsen und Wellengang selbst verletzt. Die Crew eines Rettungshelikopters hat beide Personen aus der Luft geborgen. Bei dem 45-jährigen kamen die Einsatzkräfte zu spät. Den vergeblichen Rettungsversuch hat der zweite Mann mit Schnittverletzungen und Schürfwunden bezahlt, er ist im Krankenhaus erstversorgt worden.

 

8.Dezember 2020

Nervosität im Tourismussektor – Das Dekret für den Antigentest bei der Einreise auf die Kanarischen Inseln ist bereits formuliert und zu Papier gebracht. Gestern suchten Hotelbetreiber und Reiseveranstalter vergeblich im Boletín Oficial de Canarias nach der Veröffentlichung. Es ist die zweite Möglichkeit der Regionalregierung, nachdem der offizielle Weg über die Zentralregierung in Madrid gescheitert ist: Stand heute ist weiterhin ein PCR-Test für die Einreise notwendig. Eine Hürde, die eine Buchungswelle für die Kanarischen Inseln verhindert. Gespräche gibt es laut Autonomiepräsident Victor Torres weiterhin mit Madrid um eine einvernehmliche Lösung mit der Zentralregierung zu finden. Während dessen zählt für viele Hotelbetreiber und Appartementanlagen jeder Tag. Anhand der 7-Tages Inzidenz sind die Kanarischen Inseln die einzige sichere Winterdestination für Urlauber, die nach Sonne und Strand suchen. Sowohl Hotelbetreiber auf dem Archipel, als auch Reiseveranstalter im europäischen Raum, sind sich sicher: erst wenn der Antigen Schnelltest für die Einreise akzeptiert wird, steigen auch die Buchungszahlen.

Vier Flüchtlingsboote – Die Küstenwache hat 99 Migranten von vier Flüchtlingsbooten gerettet. Alle Flüchtlinge sollen aus Marokko stammen. Unter den Migranten sind 95 Männer und vier Frauen. Zwischen 22.00 Uhr und 04.00 nachts hat das SIVE Radarsystem zum Schutz der europäischen Außengrenze viermal Alarm geschlagen und die genaue Position der Boote markiert. Alle Flüchtlinge sind in einem guten gesundheitlichen Zustand und nach Arguineguin auf Gran Canaria gebracht worden.

Teuerster Warenkorb Spaniens – Der Gang zum Supermarkt kostet in Las Palmas auf Gran Canaria so viel wie in keiner anderen spanischen Stadt. Laut dem Vergleichsportal kelisto.es sind pro Kopf und Jahr in Las Palmas 4.770 Euro für Lebensmittel notwendig. Mit diesem Ergebnis löst Las Palmas die Insel Lanzarote ab, die jahrelang auf Platz 1 in Sachen Preise für Lebensmittel war. Santa Cruz de Tenerife liegt dem Ergebnis von kelisto zufolge auf Platz acht im spanienweiten Vergleich. Weiterhin auf dem ersten Platz liegt Las Palmas in Sachen Transport. Öffentliche Verkehrsmittel und Kraftsoff sind so günstig wie in keiner anderen spanischen Stadt.

Dreckiges Wasser – Das Wasser rund um die Kanarischen Inseln ist von der Qualität eines Biosphärenreservats sehr weit entfernt. Das bringt eine Studie über das Leben der Meeressäuger im Atlantik zu Tage, erstellt von der SECAC. Der Anteil an organischer und chemischer Wasserverschmutzung ist besonders für Meeressäuger gefährlich, der Anteil an Mikroplastik ist rund um die Kanarischen Inseln ebenfalls so hoch wie kaum in einer anderen Region im Atlantik. Das aktuelle Ergebnis ist unter anderem deswegen so alarmierend, weil die Schadstoffe im Wasser das Immunsystem von Delfinen und Walen schwächt und ihre Fortpflanzung beeinflusst. Nur gesunde Tiere sind bereit sich fortzupflanzen. Innerhalb der Studie sind 64 Lebensräume von Delfinen und Walen innerhalb des Atlantiks untersucht worden.

270 Euro für Weihnachten – 11 Geschenke für fünf Personen – das ist die Bilanz für Weihnachten auf den Kanarischen Inseln. Canarios haben im Mittel 270 Euro für die Feiertage und Geschenke zur Verfügung. Außerdem steht in drei von vier kanarischen Haushalten ein Weihnachtsbaum. Weiter im Trend liegt auch auf den Kanarischen Inseln die Bestellung über das Internet – immer mehr Anbieter liefern auch in die Zona Especial de Canarias, Zollgebühren fallen erst bei Bestellungen über einem Wert von 150 Euro an

7.Dezember 2020

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32% wollen sich impfen lassen – In Spanien ist laut einer Umfrage nur ein Drittel der Bevölkerung bereit, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, durchgeführt vom Centro de Investigaciones Sociológicas, kurz CIS. Noch im Oktober lag diese Zahl bei gut 50%. Gut die Hälfte der Spanier will sich gegen das Corona Virus impfen lassen, möchte aber erst die Entwicklung abwarten und die Ergebnisse bei anderen geimpften Personen abwarten. Das CIS führt den unerwarteten Rückgang bei der Bereitschaft sich impfen zu lassen, auf die hohe Zahl von falschen Informationen in sozialen Netzwerken zurück. Aktuell gibt es drei Impfstoffe in Phase III – also Impfstoffe die bereits in groß angelegten Studien in ausgewählten Kliniken an Teilen der Bevölkerung getestet werden.

PCR oder Antigen – Zwischen der Regionalregierung und der Zentralregierung gibt es weiterhin eine Diskussion wegen der Einreise und deren Voraussetzung. Madrid fordert einen negativen PCR-Test, nicht älter als 72 Stunden. Teuer, aufwendig und zum Teil nicht zu koordinieren, weil Laborkapazitäten nicht immer verfügbar sind. Antigen Schnelltest fordert die Regionalregierung, weil von der EU anerkannt, günstiger und ohne Laborkapazitäten realisierbar. Dabei setzt die kanarische Regierung bereits auf fünf Wochen positive Erfahrung mit dem Schnelltest. 200.000 Touristen aus dem Ausland haben in dieser Zeit Urlaub auf dem Archipel gemacht und haben entweder ein PCR-Testergebnis oder ein Antigen Testergebnis präsentiert und die Infektionszahlen sprechen für Regionalregierung. Präsident Torres fordert eine Lösung „Sowohl als auch“ bei der Art der Tests und hat bereits einen zweiten Lösungsansatz in der Tasche: per Dekret kann die Autonomieregierung dieses Vorhaben ohnehin durchsetzen, sollte es zwischen Madrid und Archipel keine einvernehmliche Lösung in den kommenden Tagen geben. Für den Tourismus ist der Antigenschnelltest wichtig, günstiger und schneller zu Verfügung als der teure PCR-Test.

Xacobeo 2021 – Im Heiligen Jahr des Jacobus bekommt der Jakobsweg einen besonderen Stellenwert. Immer wenn der 25. Juli auf einen Sonntag fällt, wird in Santiago de Compostela ein heiliges Jahr begangen. Um einen Teil des Jakobsweg zurück zu legen, bedarf es von den Kanarischen Inseln aus keiner Reise in den Norden Spaniens. Von Maspalomas bis nach Gáldar auf Gran Canaria gibt es einen vom Papst gesegneten Jakobsweg. Er führt von San Bartolomé de Tirajana über Tejeda, Artenara, San Mateo, Moya, Valleseco und Santa María de Guía bis zur Kirche Santiago de Gáldar. In Zeiten von Corona und Covid erhält dieses Teilstück des Jakobsweges einen ganz neuen Stellenwert: wegen der geringen Infektionszahlen und der niedrigen 7-Tages Inzidenz, kann der Jakobsweg auf Gran Canaria im Vergleich zu Santiago de Compostela ohne große Einschränkungen begangen werden.

Offshore Windpark vor Las Caletas – Zwischen dem Hafen von Arrecife auf Lanzarote und dem Ort Las Caletas soll ein Windpark im Meer errichtet werden. Das geht aus übereinstimmenden Berichten von Transición Ecológica und Ocean Winds hervor. Geplant sind, wie vor der Küste Gran Canarias auch, Windgeneratoren auf schwimmenden Plattformen, in Sichtweite zur Küste. 50 Megawatt Strom sollen die vier geplanten Windräder vor dem Wärmekraftwerk von Arrecife produzieren. Von den schwimmenden Windkraftwerken werden Unterwasserkabel den Strom auf die Insel bringen. Die schwimmenden Plattformen, auf denen die Generatoren montiert werden, sind dreieckig und haben eine Seitenlänge von 80 Metern. Die Generatoren selbst sind mit 130 Metern höher als die acht kürzlich montierten Windgeneratoren bei Zonzamas auf Lanzarote. Wenn die Windkraftwerke in Betrieb gehen, werden durch den nachhaltig produzierten Strom auf Lanzarote pro Jahr 134.000 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen.

Sandkrippen im National Geographik Magazin – Sandkorn für Sandkorn, so entstehen die Weihnachtskrippen am Strand von Las Canteras in Las Palmas auf Gran Canaria. Mit diesen Worten beginnt eine Reportage im wichtigsten Fotojournalisten Magazin der Welt. Aus 2.000 Tonnen Sand haben acht Künstler aus sechs Ländern am Hauptstadtstrand auf Gran Canaria die 15. Weihnachtskrippen aus Sand erstellt. Auch die Tageszeitung El Pais berichtet über den Publikumsmagneten: im Weihnachtsranking von El Pais ist Las Palmas der „Place to be“ an den Feiertagen. In diesem Jahr ist eine Besichtigung der Sandkrippen wegen der Pandemie nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Pro Tag sind maximal 1.200 Besucher zugelassen, höchstens 50 Besucher zur gleichen Zeit. Auf der Webseite belendearenasdelascanteras.net erhalten Interessierte einen QR Code der an ein bestimmtes Datum und eine Uhrzeit gebunden 

4.Dezember 2020

Einschränkungen während der Feiertage – Maximal sechs Personen können sich ab heute bis zum 10. Januar treffen, dabei spielt der Ort keine Rolle. Ob in Restaurants oder zuhause – diese Zahl darf nur überschritten werden, wenn die Zahl der Familienmitglieder, die im gleichen Haushalt leben, diese Zahl überschreitet. An den Feiertagen 24., 25. und 31. Dezember wird die maximale Personenzahl von sechs auf zehn angehoben, Kinder unter sechs Jahren nicht mitgezählt. Zwischen dem 24. Dezember und dem 10. Januar herrscht eine generelle Ausgangssperre zwischen 1.00 Uhr nachts und 6.00 Uhr morgens. Außer an den Tagen 24., 25. und 31. Dezember, an diesen drei Tagen beginnt die Ausgangssperre um 01.30 Uhr nachts. Fahrten zur Arbeit, zum Arzt oder zur Apotheke sind davon ausgenommen. Diese Maßnahmen sind gestern von der Regionalregierung der Kanarischen Inseln beschlossen worden.

Forderung nach Antigen Schnelltests – Gemeinsam mit den Balearen bleibt die Regionalregierung der Kanarischen Inseln in Madrid bei der Forderung nach Schnelltests. Diese werden bisher von der Zentralregierung abgelehnt, obwohl die EU diese Art der Testungen zugelassen hat. Für die Zukunft des Tourismus ist der Antigen Schnelltest eine existenzielle Voraussetzung. Konkret geht es bei der Forderung aber auch um die anstehenden Feiertage. Es sollen alle Heimkehrer vom Festland vor Weihnachten getestet werden, darunter tausende kanarische Studenten, die in anderen Provinzen Universitäten besuchen. Mit PCR-Tests, den damit verbundenen Labortätigkeiten und Kosten wird dieses Vorhaben, an Weihnachten alle Rückkehrer zu testen, nur schwer zu bewältigen sein. Sowohl die Balearen als auch die Kanaren fordern auch im Hinblick auf den internationalen Tourismus von Madrid, die deutlich günstigeren Antigen Schnelltests für die Einreise zu akzeptieren.

Hohe Wellen an den Küsten – Für heute und morgen ist an den Küsten der Kanarischen Inseln Vorsicht geboten. Der spanische Wetterdienst AEMET prognostiziert bis zu fünf Meter hohe Wellen. Für alle Küstenabschnitte auf Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura gilt heute und am Samstag Alarmstufe Gelb. Besonders an felsigen Küstenabschnitten kann der Aufenthalt lebensgefährlich sein. Die Wetterwarnstufe Gelb gilt bis morgen Abend 0.00 Uhr.

32 Stunden Woche – Mitten in der Pandemie und dem Beginn einer internationalen Wirtschaftskrise debattiert die Zentralregierung in Madrid über die Vier-Tages-Woche. Aus gutem Grund: eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit kann für mehr Arbeitsplätze sorgen. Das Thema ist nicht neu und ist bereits letztes Jahr zwischen den Koalitionspartnern PSOE und Podemos Unidos intensiv diskutiert worden. In der Provinz Valencia soll es bereits im kommenden Jahr, unabhängig von der Diskussion im Parlament in Madrid, ein Pilotprojekt geben, dass eine 32 Stundenwoche ermöglicht. Geplant ist mit einem Fonds von 50 Millionen Euro Unternehmen zu unterstützen, die die Verträge ihrer Belegschaft auf eine Vier-Tages-Woche umstellen. In Unternehmen in den USA, Neu Zeeland, Japan, Deutschland und der Schweiz haben zeitlich begrenzte Projekte aufgezeigt, dass eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit sowohl für die Produktivität der Unternehmen, als auch für die Gesundheit der Arbeitnehmer Vorteile bieten kann.

Mehr Immigranten als in ganz Spanien – Auf den Kanaren sind seit Januar mehr Flüchtlinge angekommen als auf dem gesamten spanischen Festland. 16.760 Immigranten in Booten vom afrikanischen Kontinent haben bis zum 15. November die Küsten des Archipels erreicht, in allen anderen spanischen Provinzen liegt die Zahl der Flüchtlinge seit Januar bei 15.260. Diese Zahlen hat das spanische Innenministerium gestern veröffentlicht. Insgesamt ist die Zahl der Bootsflüchtlinge an spanischen Küsten in den letzten 10 Monaten um 45% gestiegen, im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Die Flüchtlingsrouten sind weiterhin die gleichen wie im letzten Jahr, allerdings konzentriert sich auf der Route zwischen dem afrikanischen Kontinent und den Kanarischen Inseln die Hälfte aller Migranten. In den beiden Exklaven Ceuta und Melilla, die über Landesgrenzen verfügen, die direkt auf dem afrikanischen Kontinent liegen, haben in den letzten 10 Monaten lediglich 1.500 Flüchtlinge die Grenze nach Spanien überquert.

2.Dezember 2020

Covid-Ampel steht auf Grün – Auf Lanzarote, La Palma und El Hierro liegt die 7-Tages Inzidenz deutlich unter 20 pro 100.000 Einwohner. Auf diesen Inseln steht die Covid-Ampel auf Grün. Auch auf Gran Canaria, Fuerteventura und La Gomera liegt die 7-Tages Inzidenz zwischen 21 und 37 pro 100.000 Einwohner. Auch auf diesen drei Inseln des Archipels sind deswegen Versammlungen von bis zu 10 Personen in den kommenden 14 Tagen erlaubt. Bars und Restaurants müssen weiterhin bis spätestens 0.00 Uhr schließen. Insgesamt ist die kanarische Provinz auf einem guten Weg, die Infektionszahlen weiterhin zu senken, heute liegt dieser Wert bei 41,03. Nur die Insel Teneriffa hat einen Inzidenz Wert von 69,29. Weiterhin gibt es auf den Kanarischen Inseln im Vergleich zur Einwohnerzahl so wenig Infizierte wie nirgendwo sonst in Spanien. Die 14-Tage Inzidenz liegt auf dem Archipel bei 80,11 – in Madrid liegt dieser Wert heute bei 221, in der Region La Rioja bei 408.

5,7 Milliarden Euro Hilfsgelder – Für öffentliche Bauprojekte und Instandhaltungsarbeiten, das Gesundheitssystem, soziale Projekte, Stimulierung des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft stellt die Regionalregierung bis 2023 knapp sechs Milliarden Euro bereit. Alleine bis Ende dieses Jahres sollen bereits 1,4 Milliarden Euro investiert werden. Das Geld stammt zum Großteil aus staatlichen Krediten. Mit dem größten Fonds in der Geschichte der Kanarischen Inseln soll vor allem auch das große Steuerloch überbrückt werden, mit dem sich seit Beginn der Pandemie Gemeinden und Inselregierungen konfrontiert sehen. Wegen der Abhängigkeit vom Tourismus und den damit verbundenen Zahlungsausfällen in den letzten Monaten, sind die Steuereinnahmen von Gemeinden und Inseln auf einen neuen historischen Tiefststand gerutscht. Der Präsident der Kanarischen Inseln zeigte sich gestern bei der Präsentation der Zahlen zufrieden, erinnerte aber erneut, dass der Erfolg der kanarischen Wirtschaft eng mit der 7-Tages Inzidenz verbunden ist. Bleiben die Infektionszahlen auf einem niedrigen Niveau, hat auch die kanarische Wirtschaft die Chance wieder zu wachsen.

Seit 10 Jahren an letzter Stelle – Der aktuelle Bericht zum Zustand des spanischen Gesundheitssystems setzt die kanarische Autonomie zum 10. Mal in Folge an die letzte Stelle. 126 Punkte gibt es pro Autonomie und Gesundheitssystem zu vergeben. Die Kanarischen Inseln haben 56 Punkte erhalten, die Autonomie Navarra hat mit 102 Punkten am besten abgeschnitten. In den Jahren 2009 bis 2014 lag die kanarische Autonomie in Sachen öffentliche Gesundheitsversorgung an vorletzter Stelle, seit 2015 gibt es in Spanien keine Autonomie die für Vorsorge und Behandlungen weniger Punkte erhält. Bewertet werden unter anderem Patientenwartelisten, Behandlungen, Terminvergabe. Dem Bericht der Vereinigung für das öffentliche Gesundheitssystem, FADSP, ist die Wirtschaftskrise ein Grund für den schlechten Zustand des kanarischen Gesundheitssystems. Als alarmierend empfindet die FADSP die enormen Unterschiede in Sachen Gesundheitsversorgung zwischen den einzelnen Autonomien. In Spanien obliegt die Verwaltung der Gesundheitsversorgung den regionalen Autonomieregierungen.

Weniger Badeunfälle – Seit Jahresbeginn haben 39 Menschen im Atlantik vor den Kanarischen Inseln ihr Leben verloren – 29% weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Gemeldete Badeunfälle gab es seit Januar an den kanarischen Küsten insgesamt 158. Das Ergebnis ist trotz weniger Tourismus in den letzten Monaten überraschend hoch. Unter den Opfern und Verletzen befinden sich auch Angler, Wassersportler und Taucher – ihre Zahl ist insgesamt aber gering. 95% der tödlichen Badeunfälle haben sich unter Ausländern ereignet, 9 von 10 Unfällen an Stränden mit roter Flagge.

Bevölkerungswachstum – Auf den Kanarischen Inseln werden laut einem Bericht des spanischen Statistikamtes im Jahr 2033 2.5 Millionen Menschen wohnen. 17,2% mehr als heute. Grund dafür wird in erster Linie Migration sein. Pro 1.000 Einwohner werden es bis 2033 168 mehr Zuwanderer als Auswanderer sein. Das entspricht rund 30.000 Bürgern mehr pro Jahr. Überhaupt steigt die Bevölkerungszahl in Spanien in den kommenden Jahren bis 2033 auf 49 Millionen an. Ein Viertel wird über 65 Jahre alt sein. Auch Spanienweit ist es die Migration, die für den Bevölkerungszuwachs in erster Linie verantwortlich ist. Die Geburtenrate ist auch in Spanien rückläufig und wird es laut den Hochrechnungen des spanischen Statistikamtes auch in den kommenden Jahren bleiben.

 

1.Dezember 2020

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Verlorene Wintersaison – Die Kritik an der Haltung von Reyes Maroto, Ministerin für Industrie und Tourismus, nach ihrer Aussage zu Corona Schnelltests ist branchenübergreifend. Die Vereinigung der Hoteliers in der Provinz Las Palmas sieht die gesamte Wintersaison als verloren an, nachdem Maroto die Validierung der Schnelltests abgelehnt hat. Der Unterschied zum bisher zum PCR-Test, der seit rund einer Woche für Einreisende nach Spanien notwendig ist, liegt im Preis und im Zeitaufwand. Ein Ergebnis steht bei der Verwendung eines Antigentests innerhalb von wenigen Minuten fest, die Kosten liegen zwischen 30 und 50 Euro. Die Verwendung eines PCR-Tests setzt eine Labortätigkeit voraus, mindestens 24 Stunden Zeit und Kosten, die sich je nach Land, zwischen 120 und 300 Euro bewegen. In Groß Britannien liegt die Wartezeit für einen PCR-Test zum Teil bei mehr als 14 Tagen. Die Kritik der Hoteliers ist aber auch deswegen so intensiv, weil selbst die Europäische Union in einem Empfehlungspapier die Verwendung von Antigentests ausdrücklich empfiehlt und deren Ergebnis genauso wie die der PCR-Tests anerkennt. Für eine Aktivierung des Tourismussektors noch in dieser Wintersaison sind Antigenschnelltests die Voraussetzung, so ein Sprecher der FEHT – wenn ein PCR-Test mehr als das Flugticket auf die Kanarischen Inseln kostet, werden die Buchungen nicht signifikant steigen.

Intensiver Regen füllt Stauseen – Die Bilder die seit gestern Vormittag im Netz kursieren, zeigen Wasserfälle, volle Barrancos und überschwemmte Straßen. Bilder die es so seit Jahren nicht mehr gegeben hat. In Costa Teguise auf Lanzarote hat der Regen die Barrancos gefüllt, in Haría hat der Stausee bei Arrieta soviel Wasser wie seit Jahren nicht mehr, in Arrecife hat der intensive Niederschlag Straßen überschwemmt und Gullideckel überlaufen lassen. Auf Gran Canaria ist das Bild ähnlich, auch dort ist die Hoffnung der Landwirte erhört worden, die Stauseen sind vollgelaufen, die Natur hat gestern soviel Regen erhalten wie lange nicht. Selbst auf Fuerteventura, wo sich wegen der flachen Topografie, kaum Wolken abregnen, haben sich gestern trockene Schluchten in reißende Flüsse verwandelt. Im Durchschnitt hat es gestern 25 Liter Niederschlag pro Quadratmeter geregnet. Für Gran Canaria und Teneriffa gilt auch heute Alarmstufe Gelb wegen intensivem Niederschlag, für Lanzarote und Fuerteventura werden heute nur noch leichte lokale Schauer erwartet.

Hurrikan Warnung – Bisher heißt der Tropensturm im Norden der Kanarischen Inseln weiterhin Clement. Er ist für die aktuelle Wetterlage mit Wind aus südlicher Richtung verantwortlich. Das Hurrikan Zentrum in Miami rechnet mit einer 40%igen Wahrscheinlichkeit, dass sich Clement in den kommenden zwei Tagen in einen Hurrikan verwandelt. Mit Kappa hat das NHC bereits einen Namen für den das mögliche Wetterphänomen gewählt. Das Zentrum von Clement bewegt sich aktuell noch über Madeira und sorgt dort für bis zu 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und Sturmböen. Der Tropensturm bewegt sich seit drei Tagen in nordöstlicher Richtung auf das spanische Festland zu.

Welcher Mundschutz wird empfohlen – Mit einem Video in den sozialen Netzwerken versucht das spanische Gesundheitsministerium die Bevölkerung für den obligatorischen Mundschutz zu sensibilisieren. Drei verschiedene Arten von Masken für drei verschiedene Bevölkerungsgruppen. Die sogenannte Hygienemaske wird aus Stoff hergestellt, ist je nach Hersteller zertifiziert und kann mehrfach gewaschen werden. Sie kann von gesunden Personen getragen werden, die keinerlei Symptome aufweisen. Positiv getestete Menschen, oder Menschen die Symptome aufweisen sollen einen chirurgischen Mundschutz verwenden. Er ist meist blau oder grün, muss nach einem gewissen Zeitraum gewechselt und kann nicht wiederverwendet werden. Personen die im Kontakt mit dem Virus arbeiten oder kranke Menschen pflegen sollen einen sogenannte EPI oder FFP2 Masken verwenden. Bei dieser Art des Mundschutzes handelt es sich um Schutzmaske für die eigene Sicherheit, das Atmen mit diesem Mund und Nasenschutz wird durch die Filterfunktion erschwert.

13.000 Impfstationen – Um die Bevölkerung in Spanien gegen Covid-19 zu impfen wird es im ersten Semester 2021 13.000 Impfstationen geben. Das hat Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Sanchez setzt auf das bereits gut funktionierende Grippe Impfungsnetz, dass jedes Jahr für die Impfung von rund 10 Millionen Spaniern sorgt. Das Gesundheitssystem in Spanien ist laut Sanchez bereits gut auf eine flächendeckende Verteilung des Corona Impfstoffs vorbereitet. In den letzten acht Wochen sind 14 Millionen Spanier gegen Grippe geimpft worden. Unterschrieben worden sind von der europäischen Union fünf Verträge mit Herstellern eines Covid-19 Impfstoffes, 1,2 Milliarden Impfdosen sollen ab Januar nach und nach geliefert werden. Für Spanien sollen laut Sanchez in den ersten sechs Monaten kommendes Jahr 120 Millionen Dosen eines Corona Impfstoffes zur Verfügung stehen.

 

30.November 2020

 

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Clement ist der nächste Hurrikan – Westlich der Kanarischen Inseln braut sich der nächste Tropensturm zusammen. Das Zentrum für Hurrikans in Miami in den USA prognostiziert eine 40% Wahrscheinlichkeit für einen Hurrikane in den kommenden zwei Tagen und eine 50% Wahrscheinlichkeit in den kommenden fünf Tagen. Aktuell bewegt sich das Wetterphänomen zwischen Portugal und den Azoren. Seine Richtung zielt aber auf die Kanarischen Inseln.

Sterbehilfe in Spanien – Bis auf die beiden Parteien PP und VOX erhält der Gesetzesentwurf zum selbstbestimmten Sterben in Spanien breite Unterstützung. In den kommenden Tagen soll das Gesetz zur Abstimmung im Parlament präsentiert werden. Es enthält die Möglichkeit für betroffene Personen, die sich aufgrund einer unheilbaren Krankheit dazu entscheiden vorzeitig aus dem Leben zu scheiden, in ihrem eigenen Heim zu sterben. Grundsätzlich lehnt sich das spanische Sterbegesetz an bereits existierende Gesetzte in Holland oder der Schweiz an. Es gibt auch Minderjährigen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden die selbstbestimmte Möglichkeit diese Entscheidung zu treffen. Sowohl Ärzte der Seguridad Social als auch private Krankenhäuser sollen nach ausreichender Prüfung des Falles zur Sterbehilfe ermächtigt werden. Betroffene Personen, die selbstbestimmt aus dem Leben scheiden möchten, müssen entweder die spanische Staatsbürgerschaft besitzen oder mindestens seit 12 Monaten in Spanien leben.  

Schnelltest weiterhin nicht anerkannt – Vertreter im Tourismus auf den Kanarischen Inseln blicken heute hoffnungsvoll nach La Palma. 60 Länder und 40 Vertreter von Unternehmen aus dem Tourismus nehmen am virtuellen Treffen für Reisen und Tourismus teil. Es gibt zwei entscheidende Fragen für die Vertreter der Kanarischen Inseln: wann wird der Corona Schnelltest für Einreisende aus Europa oder dem spanischen Festland an Flughäfen akzeptiert und wann gibt es eine andere Lösung zur Unterbringung von Flüchtlingen in Hotels. Für beide Fragen scheint es auch auf diesem Gipfel keine Antwort zu geben. Zumindest keine die mit einem konkreten Datum verbunden ist. Die Validierung des Schnelltests ist laut der Ministerin für Industrie und Tourismus, Reyes Maroto, keine Entscheidung die Spanien alleine fällen kann – aus Brüssel fehle bisher eine gemeinsame Strategie dazu. Zur Einreise auf die Kanarischen Inseln ist also weiterhin der deutliche teurere und zeitaufwendigere PCR-Test notwendig. Kein Datum gibt es in Sachen Flüchtlinge und Hotelunterbringungen. Während die kanarische Regierung auf mehr Solidarität von anderen spanischen Provinzen pocht, um Flüchtlinge von den Kanarischen Inseln in anderen Regionen unterzubringen, bleiben Hotels auf den Kanarischen Inseln bis auf weiteres die einzig verfügbare Möglichkeit zur Unterbringung.

Weiterer Windpark auf Lanzarote – Zu den bereits existierenden acht Windkraftwerken bei San Bartolome auf Lanzarote sollen weitere vier hinzukommen. Die Entscheidung zur Ausschreibung fällt noch bis Ende des Jahres. Die Windgeneratoren sollen bei El Monte in der Nähe von Teguise errichtet werden. Der neue Windpark soll bereits im nächsten Jahr 28.605 Megawatt Strom pro Jahr liefern. Zusammen mit den bereits existierenden Windgeneratoren auf Lanzarote könnten dann, ab nächstem Jahr, 25% der benötigten Energie aus Windkraft produziert werden. Die Gemeinde San Bartolome hat am Freitag den Antrag gestellt, die fünf Windgeneratoren bei Montaña Mina zu entfernen. Diese fünf Windräder haben 20 Jahre lang Strom aus Windkraft erzeugt, stehen aber seit Jahren still und haben ihren Betrieb eingestellt.

Ausgangssperre für Weihnachten und Sylvester – Die Festtage werden in Spanien anders ablaufen als in den letzten Jahren. Das hat Ministerpräsident Sanchez mit Blick auf Weihnachten und Sylvester angekündigt. Die Zentralregierung plant eine Sperrstunde um 1 Uhr nachts um die Partylaune zu zügeln. Schließungen in der Gastronomie soll es nicht geben, Kulturveranstaltungen sollen unter Auflagen weiterhin stattfinden. Verfolgt wird zwar weiterhin das Ziel von 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, die Regierung setzt dabei aber weiterhin auf einen sehr moderaten Lockdown Light, die vergleichsweise geringe Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten führt vermutlich dazu, dass sich Spanier ohne größeren Widerstand in ihr Schicksal fügen. Man sieht, anders als zum Beispiel in Deutschland, keine nennenswerten öffentlichen Proteste der Bürger gegen die Corona-Beschränkungen. Diskutiert wird noch auf Ländereben ob an den Festtagen maximal sechs Personen aus verschiedenen Haushalten feiern können, oder ob an Weihnachten und Sylvester 10 Personen aus verschiedenen Haushalten erlaubt sind.

 

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27.November 2020

150 km/h Wind und 30 Liter Niederschlag – Am Ende waren es Windböen von 150 Stundenkilometer die über Izaña auf Teneriffa gestern hinweggefegt sind. Die Prognose des spanischen Wetterdienstes hatte lediglich 100 Stundenkilometer Wind prognostiziert. Auch beim Regen war die Prognose weit entfernt von dem, was die Wolken über den Kanarischen zu bieten hatten. Statt 15 Liter Niederschlag hat es auf Teneriffa mit 40 Litern Regen bei La Laguna die doppelte Menge geregnet. Heute gilt weiterhin Alarmstufe Gelb wegen Regen und Sturm auf allen Inseln. Dazu wird vor hohen Wellen an den Küsten gewarnt. Auch für Samstag bleibt es auf den Kanaren regnerisch und stürmisch, die Wetterwarnstufe gilt allerdings nur bis heute Abend.

Kreuzfahrten nur auf den Kanarischen Inseln – Nach TUI Cruises starten auch Aida und Hapag Lloyd ihr Kreuzfahrgeschäft auf den Kanarischen Inseln. Nirgendwo sonst in Europa lassen die Pandemie und die Infektionszahlen den Kreuzfahrtourismus zu. Auf den Kanaren sind die Tage auf den Kreuzfahrtriesen mit einem strikten Hygienekonzept verbunden. Neben einer maximalen Auslastung auf den Schiffen von 60% ist für jeden Passagier ein PCR Test vor Antritt der Reise Voraussetzung. Die Aida Mar und die Aida Perla starten ab 5. Dezember von La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria. Die Europa II legt am 4. Dezember von Santa Cruz auf Teneriffa ab. Die mein Schiff IV verkehrt bereits zwischen den Inseln des Archipels seit dem 5. November, TUI Cruises setzt ab dem 17. Dezember wegen der starken Nachfrage auch die Mein Schiff II rund um die Kanarischen Inseln ein. Innerhalb des Hygienekonzeptes stellen die Reedereien Unterkunft und medizinische Versorgung bereit, um positiv auf Corona getestete Passagiere vor und während der Reise isoliert unterzubringen.

Noch keine Einigung wegen Schnelltests – Bis Dienstag soll es eine Einigung über Corona Schnelltests in Spanien geben. Die Regionalregierung verhandelt intensiv mit der Zentralregierung in Madrid zu diesem Thema. Stand heute ist nur der PCR-Test für eine Einreise nach Spanien anerkannt. Für die Abwicklung ist ein Labor notwendig, der Preis für einen solchen Test bewegt sich zwischen 100 und 300 Euro pro Person. Britischen Reiseveranstalter haben bereits klar gemacht: Ohne Schnelltests kein Tourismus aus Groß Britannien. Dort bewegen sich die Preise für einen PCR-Test zwischen 150 und 280 Euro. Ein Flugticket auf die Kanarischen Inseln kostet aus England im Schnitt 120 Euro. Es ist aber nicht nur eine Preisfrage – wegen der hohen Nachfrage sind Termine für einen PCR-Test über Wochen hinweg vergriffen. Klar ist, kein Urlauber aus Groß Britannien zahlt mehr für einen Corona-Test als für ein Flugticket. Die kanarische Regierung plant ab 1. Dezember an Flughäfen auch das Ergebnis eines Antigentests zu akzeptieren. Die Genehmigung dafür aus Madrid steht noch aus.

Dreharbeiten auf Lanzarote – Hollywood Wanda Halcyon Television plant zwischen Januar und April Teile der neuen Serie „Marked – The Unforgiven“ zu drehen. Das Drehbuch basiert auf dem von George Christie verfassten Bestseller über die Motoradgang Hells Angels mit dem Titel „Exile on Front Street“. Auf Lanzarote sollen die Dreharbeiten auf einer noch nicht genannten Finca stattfinden, dem Hauptsitz des Chefs der Hells Angels in der Serie. Weitere Dreharbeiten zu der Serie sollen in Almeria auf dem spanischen Festland stattfinden.

Black Friday wird ein Megaerfolg – Acht von 10 Canarios werden heute beim Black Friday Geld ausgeben. Das geht aus einer Marktanalyse von Bnext hervor. Der Einzelhandel auf den Kanarischen Inseln rechnet mit einem Umsatzplus von 60% im Vergleich zum Vorjahr. 93% der Einzelhändler auf dem Archipel haben zum Black Friday die Preise senken. Aber der Black Friday ist nicht nur Datum für günstige Angebote – OCU, das Unternehmen für Verbraucherschutz in Spanien, rät Preise von Produkten zum Black Friday im Auge zu behalten und zu vergleichen. Im letzten Jahr sind 15.000 Preise von OCU vor, während und nach dem Black Friday analysiert worden. Das Ergebnis war 37% günstigere Preise, 22% der Produkte waren teurer und 41% der Preise blieben unverändert obwohl alle Produkte mit Rot ausgezeichnet waren und darunter Begriffe wie Angebot oder Discount zu finden waren.

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26.November 2020

Einstellung zu Reisen bereits stark verändert – Covid-19 und das Corona Virus haben die Einstellung zum Reisen in Europa bereits stark verändert. Das zeigt ein Ergebnis einer aktuellen Studie, in Auftrag gegeben vom größten europäischen Reiseportal und durchgeführt von OnePoll. Teilgenommen haben an der Umfrage rund 10.000 Personen aus verschiedenen Ländern, darunter 1.000 Deutsche. Ein sicheres Gefühl beim Reisen ist für die meisten Befragten eine Grundvoraussetzung für die Reiseplanung. Dieses Gefühl ist bei 36,7% der Deutschen bereits verloren gegangen, unter Franzosen liegt ihr Anteil bei 20,1% – rund ein Drittel der Spanier und Italiener haben aktuell kein gutes Gefühl bei der Reiseplanung. Im Durchschnitt haben europaweit 35% der Teilnehmer auf eine Reise in diesem Jahr, wegen der Angst vor einer Ansteckung, verzichtet. Unter Deutschen liegt dieser Anteil sogar bei 41%. Trotzdem waren die Deutschen in diesem Jahr reiselustiger als ihre europäischen Nachbarn: 29% haben in der Pandemie eine Reise in andere EU Länder durchgeführt. Mit Blick auf die Zukunft und Reisen im kommenden Jahr zeigt sich bei den Befragten mehr Zuversicht, allerdings geht der Trend weg von monatelanger Vorplanung, hin zu spontaner Entscheidung für Reiseziel und Last-Minute Buchungen.

Kein Ende der Flüchtlingswelle – Acht Tote Flüchtlinge sind bisher bei Orzola auf Lanzarote nach der Tragödie von Dienstagabend aus dem Atlantik geborgen worden – unter den Toten eine Frau und ein Kind. Die Patera mit rund 36 Personen an Bord war gegen 19.30 Uhr vor dem Hafen von Orzola auf Felsen gelaufen und gekentert. Die Suche nach weiteren Opfern geht heute weiter. Währenddessen sind weitere drei Flüchtlingsboote im Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria angekommen. Insgesamt waren 78 Männer, Frauen und Kinder in den Booten. Auf der Hafenmole sind in Zelten mehr als 2.000 Flüchtlinge untergebracht. Jetzt sorgen die meteorologischen Verhältnisse für weitere düstere Prognosen in den kommenden Tagen: Sturm und hoher Wellengang heute und in den kommenden Tagen könnte für weitere Flüchtlingstragödien im Atlantik vor den Kanarischen Inseln sorgen. Die Inselpräsidentin von Lanzarote, María Dolores Corujo, hat sich gestern für den selbstlosen und gefährlichen Einsatz der Helfer bei Orzola bedankt. „Solidarität und Empathie der Conejeros haben gestern Leben gerettet“. Politisch ist auch das SIVE Radarsystem wieder ein Thema. Das seit 2007 eingerichtete Überwachungssystem soll die EU Außengrenze schützen und den Schiffsverkehr kontrollieren. Die Patera, die bei Orzola am Dienstagabend gekentert ist, wurde vom SIVE Radarsystem nicht lokalisiert.

Sturmböen und hohe Wellen – Heute und morgen warnt der spanische Wetterdienst auf Lanzarote, Fuerteventura, La Palma und El Hierro vor Sturm und Wellengang. Wetterwarnstufe Gelb bzw. Orange gilt ab heute bis Morgennachmittag. Auf Lanzarote und Fuerteventura wird mit Windgeschwindigkeiten von bis 100 Stundenkilometer gerechnet. Zudem wird vor hohen Wellen an den Küsten gewarnt. Wegen bis zu fünf Meter hoher Brandung sollen felsige Küstenabschnitte, Wellenbrecher und Hafenmolen heute und morgen gemieden werden. Das Baden im Atlantik wird ausdrücklich nur an bewachten Stränden empfohlen und auch dort gilt es die Beflaggung zu beachten – rote Flagge bedeutet Lebensgefahr.

Yaiza Extremo Sur – In 22. Tagen startet das erste Sportevent in diesem Jahr auf Lanzarote. Der Yaiza Extremo Sur findet unter strengen Hygienevorschriften statt. Pro Stunde starten maximal 20. Teilnehmer, das Event wird auf vier Tage verteilt. Der MTB Trail hat eine Länge von 45 Kilometer und führt die Mountainbiker von Yaiza nach Playa Blanca über Femes durch die Ajaches bei Playa Papagayo. Die Lauftrecke hat eine Länge von 21 Kilometern und startet von Yaiza aus über Femes durch die Ajaches und zurück. Die Teilnahmefrist endet am 9. Dezember. Angemeldet werden kann sich über die Webseite yaizaextremosur. Die Teilnahmegebühr liegt zwischen 15€ und 20€.

Platanos bei Iberia – Sie ist kleiner, geschmackvoller als andere Bananen und ein Wahrzeichen kanarischer Agrarkultur – die Platano. Die Vereinigung der kanarischen Bananenbauern ASPROCAN und die spanische Fluggesellschaft Iberia werden auf allen internationalen Flügen die kleine gelbe Delikatesse anbieten. Von der VIP-Lounge in Madrid bis nach New York werden die Fluggäste in den Genuss der kanarischen Spezialität kommen. Nach jahrelangem Nischendasein hat sich die kanarische Banane mit der Vermarktung durch ASPROCAN in vielen europäischen Ländern zum Premiumprodukt entwickelt. Obwohl die Platano deutlich schneller verdirbt als andere Bananensorten, ist sie mittlerweile selbst in Supermärkten in Deutschland zu finden und kostet pro Kilo das Doppelte als herkömmliche Bananen.

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25.November 2020

 

Tragödie bei Orzola – Sechs Tote und drei vermisste Flüchtlinge ist die bisherige Bilanz einer Flüchtlingstragödie bei Orzola auf Lanzarote. Gestern Abend ist eine Flüchtlingsboot vor den Felsen am Hafen mit rund 35 Flüchtlingen gekentert. Wie viele Flüchtlinge genau an Bord des Bootes waren wird noch ermittelt. Gerettet worden sind von Anwohnern, Polizei und Feuerwehr 28 junge Marokkaner. Der Vorfall hat sich gestern Abend gegen 19.30 Uhr ereignet. Allen Abstands- und Hygieneregeln zum Trotz hat keiner der Retter in Orozola gezögert, den Ertrinkenden zu helfen. Die Sicht war am Abend auf wenige Meter beschränkt – ein wenig später eingesetzter Rettungshelikopter musste die Suche nach Überlebenden wenig später einstellen. Seit heute Morgen wird rund und den Hafen die Suche fortgesetzt.

Hoher Covid-Prozentsatz auf Intensivstationen – Die kanarische Regierung untersucht einen Covid-19 Wert, der im Vergleich zu anderen Regionen in Spanien deutlich höher ist. Die 7-Tages Inzidenz ist die niedrigste in Spanien. Die positiven Corona Virus Tests sind im Vergleich zum Festland die geringsten. Aktuell werden wegen dem Virus 4.238 Personen behandelt. Der R-Wert, die Reproduktionszahl, liegt bei 0,92. Für alle diese Werte gibt es Berechnungen und Erklärungen. Warum auf den Kanarischen Inseln Prozentual aber deutlich mehr Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen landen, dafür gibt es bisher keiner Erklärung. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich auf den Kanarischen Inseln 20.322 Personen mit dem Corona Virus infiziert. 468 Patienten sind wegen Covid-19 auf Intensivstationen behandelt worden. Das entspricht einem Wert von 1,7%. Dieser liegt in anderen Regionen Spanien bei Durchschnittlich 0,92%.

Alarmstufe Gelb wegen Regen – Lanzarote und Teneriffa erwarten heute laut den Prognosen des spanischen Wetterdienstes bis zu 15 Liter Niederschlag pro m². Auf Teneriffa gilt die Wetterwarnstufe Gelb bis heute Nacht 0.00 Uhr. Besonders betroffen sind dort die Bereiche zwischen La Orotava und Anaga. Auf Lanzarote wird vor intensiven Regenschauern bis heute Abend 21.00 Uhr gewarnt.

Weihnachten in Spanien – Für die Festtage gibt es von der spanischen Regierung Regelungen im Kampf gegen das Corona Virus. Die folgenden genannten Vorschriften müssen noch im Parlament verabschiedet werden. Geplant sind keine Feierlichkeiten mit mehr als sechs Personen, unabhängig aus wie vielen Haushalten sie stammen. Firmenfeiern sollen, soweit möglich, im Freien organisiert werden. Ausgangssperre während der Feiertage bis Sylvester gilt zwischen 01.00 Uhr und 6.00 Uhr. Reisen wird nicht empfohlen, aber auch nicht verboten. Für die Einreise nach Spanien ist, unabhängig von den Weihnachts- und Silvesterfeiertagen, ein negativer PCT-Test notwendig. Das Testergebnis darf nicht älter als 72 Stunden sein. Die Besuchsmöglichkeiten in Altersresidenzen werden ausgeweitet. Sogenannte Cabalgatas, der Auftritt der Heiligen drei Könige, wird es nicht geben, bei Weihnachtskonzerten ist die Zuschauerzahl auf 50% reduziert, Weihnachtsmärkte können im Freien organisiert werden. Über diese Vorschriften muss im Parlament noch entschieden werden. 

40% mehr Grippeimpfungen – 224.000 Personen haben sich in den ersten vier Wochen der Grippeimpfkampagne auf den Kanarischen Inseln impfen lassen. Das entspricht einem Anstieg von 42,5% im Vergleich zum Vorjahr. Die größten Anstiege verzeichnen Lanzarote und Fuerteventura. Auf diesen beiden Inseln haben sich 67% bzw. 77% mehr Personen impfen lassen als im Vorjahreszeitraum. Auf diesen Trend vorbereitet hat sich das kanarische Gesundheitsamt bereits im Sommer. Bestellt worden sind statt 297.000 Impfdosen im letzten Jahr, 320.000 Impfdosen in diesem Sommer. Weiterhin besteht die Möglichkeit für Mitglieder der Seguridad Social sich kostenlos gegen Grippe impfen zu lassen. Unter der Telefonnummer 012.

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24.November 2020

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170 Flüchtlinge am Montag – 21 Flüchtlinge haben es gestern in einer Patera aus eigener Kraft geschafft die Kanarischen Inseln zu erreichen. 149 Flüchtlinge sind von der Küstenwache gerettet worden. Die Bilanz des Roten Kreuze gestern: 170 Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent, acht von ihnen in einem besorgniserregenden Gesundheitszustand, zwei von ihnen müssen auf Intensivstationen behandelt werden. Fünf Flüchtlingskinder werden in Krankenhäusern behandelt. Während dessen hat ein Gericht auf Gran Canaria die Klage wegen Menschrechtsverstößen im Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria abgelehnt. Dort sind weiterhin rund 2.500 Flüchtlinge untergebracht. Die sanitären Anlagen sind für 420 Personen ausgelegt.

Fünf Teststationen für Heimkehrer – Das kanarische Gesundheitsamt betreibt für die Weihnachtszeit Teststationen in Madrid, Barcelona, Sevilla, Vigo und Bilbao. Vor allem kanarische Studenten sollen vor ihrer Rückkehr zur Weihnachtszeit auf das Corona Virus getestet werden. Seit gestern ist ein negatives Testergebnis für die Einreise auf die Kanarischen Inseln obligatorisch. Sowohl vom spanischen Festland, als auch aus allen anderen europäischen Ländern. Das Testergebnis darf nicht älter als 72 Stunden sein. Für die Weihnachtszeit soll auf den Kanarischen Inseln die maximale Personenzahl für Feierlichkeiten von zehn auf sechs reduziert werden. Mit den Maßnahmen soll eine Steigerung der 7-Tages Inzidenz an den Weihnachtsfeiertagen verhindert werden.

Hohe Reservierungszahlen aus Groß Britannien – Jet2 und Jet2holidays gehen ab dem 2. Dezember von einer Reservierungswelle für Weihnachten aus. Das haben Vertreter beider Unternehmen gestern auf einer Videokonferenz mit Regierungsvertretern der Kanarischen Inseln bekannt gegeben. Am 2. Dezember endet der Lockdown in Groß Britannien. Die Kanarischen Inseln sind weiterhin das sicherste Reiseziel in ganz Europa. Die Verhandlungen gestern hatten ein primäres Ziel: Die Zusage für eine Validierung der Corona Schnelltests. Jet2 und Jet2holiday sind sich mit TUI und anderen Reiseveranstaltern einig – Reservierungen wird nur geben, wenn der Corona Schnell Test anerkannt wird. PCR-Tests sind zu teuer und das Testergebnis steht nicht schnell genug zur Verfügung. Jetzt liegt es an der kanarischen Regierung für die Aktivierung des Tourismus eine Entscheidung zu fällen.  

20.000 Haushalte ohne Wasser – Auf Lanzarote sind 20.000 Haushalte in den Gemeinden Arrecife, Yaiza, Tinajo und Tías, sowie San Bartolome und Playa Honda ohne Leitungswasser. Konkret betroffen sind seit Sonntag die Dörfer Nazaret, Las Cabreras, Teguise, Teseguite, Los Valles, Guatiza, Mala, Tabayesco, Arrieta, Punta Mujeres, Órzola, Ye, Guinate, Máguez und Haría, sowie Tegoyo, Montaña Blanca, Conil, Güime, Masdache und La Asomada. Der Grund ist ein Zwischenfall in der Entsalzungsanlage Lanzarote IV in Arrecife. Es besteht die Gefahr, dass es Tage dauern wird, bis in betroffenen Gebieten wieder fließend Wasser aus den Leitungen kommt. Geplant ist die betroffenen Gebiete jeweils im Turnus zu versorgen, Stundenweise oder Tageweise, bis der Zwischenfall behoben ist. Presseberichten zufolge ist die Filteranlage defekt, das Ergebnis ist braunes, trübes Süßwasser, das die Standards nicht erfüllt. Aktuell ist die einzige Möglichkeit die Produktion der Entsalzungsanlage auf ein Minimum zu reduzieren und die Filteranlage zu Warten. Bisher gibt es vom Betreiber Canal Gestión Lanzarote keine Angabe wann der Zwischenfall behoben ist.

BIP sinkt um 21,6% – Das Brutto Inlandsprodukt sinkt auf den Kanarischen Inseln in diesem Jahr um 10 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis hat der kanarische Finanzminister Román Rodriguez im kanarischen Parlament präsentiert. Das ist mehr als doppelt so viel als ursprünglich erwartet. Dieses Finanzloch lässt sich weder durch finanzielle Hilfen aus Madrid noch durch das europäische Hilfspaket stopfen und bedeutet neue Schulden in 2021. Wegen der Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen erhält die kanarische Autonomie aus Madrid und aus Europa insgesamt 660 Millionen Euro. Der Rest soll durch Aufnahme von neuen Schulden finanziert werden. Damit soll gewährleistet werden, dass es auch 2021 keine Sparmaßnahmen und Kürzungen in der kanarischen Provinz geben wird.

 

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