Mix Radio Gran Canaria

08.12.2021

Hoffnung auf Ende der vulkanischen Aktivität – Am 30. November sind auf La Palma 373 Erdbeben innerhalb von 24 Stunden registriert worden. Topwert seit dem Ausbruch im November. Seitdem gehen die seismischen Aktivitäten des noch aktiven Vulkans stetig zurück. Auch auf Basis von anderen Indikatoren ist ein Ende der vulkanischen Aktivität messbar: die Rauchwolke, die zwischenzeitlich bis zu 5.000 Meter hoch über La Palma weithin sichtbar war, ist heute nur noch 1.500 Meter hoch. Ein Ende der vulkanischen Aktivität wird von den Experten noch nicht mit einem Datum versehen, lediglich ist die abnehmende Intensität messbar. Der Vulkan auf La Palma hatte seine Eruption mit tausenden kleineren Beben im September angekündigt und hat seitdem rund 5% der Inseloberfläche mit Lava bedeckt.

Alternde Gesellschaft – In Las Palmas auf Gran Canaria ist jeder vierte Bürger über 60 Jahre alt. Insgesamt knapp 100.000 Personen haben in der Inselhauptstadt die 60 überschritten. In dieser Altersgruppe zeigt sich ein deutlich höherer Frauenanteil, der mit zunehmendem Alter immer größer wird. Zwischen 60 und 64 Jahre ist der Unterschied mit 56% Frauen noch klein, zwischen 80 und 84 Jahren liegt der Unterschied bereits bei sechs zu vier, in der Altersgruppe 90 bis 94 Jahren liegt der Unterschied bereits bei 73% Frauen und 27% Männer. Dem gegenüber steht eine stark sinkende Geburtenrate – in den letzten fünf Jahren ist diese um 27% gefallen.

Ómicron auch auf den Kanaren – Die Ómicron Variante ist gestern auch auf den Kanarischen Inseln nachgewiesen worden. Bei einem Canario, der bereits letzte Woche aus Südafrika zurückgekehrt ist, ist bei einem Test die neue Mutation nachgewiesen worden. Er leidet unter den Symptomen einer Covid Erkrankung, muss nicht stationär behandelt werden und verbringt seit seiner Rückkehr seine Quarantäne zu Hause. Vier weitere mögliche Ómicron Fälle werden auf den Kanarischen Inseln noch untersucht, deren Ergebnisse sollen bis Freitag feststehen.

Zufahrt zu Hervideros weiterhin gesperrt – Auf Lanzarote ist die Zufahrtsstraße zu den Hervideros weiterhin gesperrt. Aus Sicherheitsgründen hat das Rathaus von Yaiza dieses Teilstück zu der bizarren Lavasteilküste im Süden der Insel für den Straßenverkehr abgeriegelt. An Teilstücken lösen sich auf der Strecke immer wieder Steine aus der Lavawand. Im Februar 2021 war die Zufahrtsstraße schonmal aus dem gleichen Grund gesperrt worden.

Impfkampagne für Kinder ab 15. Dezember – Auf den Kanarischen Inseln werden Kinder zwischen fünf bis elf Jahren ab dem 15. Dezember geimpft. Die Regionalregierung plant dafür mobile Impfteams in die Schulen zu schicken. In ganz Spanien sollen innerhalb von acht Wochen rund 3,3 Millionen Kinder in dieser Altersgruppe mit zwei Impfdosen versorgt werden. Anders als im letzten Jahr sollen Kinder zwischen fünf und elf Jahren in den kommenden Wochen beim Impfen Priorität erhalten, die Inzidenz liegt in dieser Altersgruppe aktuell doppelt so hoch wie beim Rest der Bevölkerung. Für die Impfkampagne steht in Spanien ausreichend Impfstoff von Pfizer/Bion Tech zur Verfügung.

07.12.2021

Drei Hürden für britischen Tourismus – Ab heute müssen Urlauber aus Groß Britannien drei Hürden überwinden um Zeit in der Sonne auf den Kanaren zu verbringen. PCR-Test bei der Einreise, PCR-Test bei der Einreise und bis zum negativen Ergebnis Quarantäne – unabhängig vom Impfstatus. Von Optimismus ist im Tourismussektor auf den Kanarischen Inseln heute nichts mehr zu spüren. Britische Urlauber haben auf den Kanarischen Inseln im September, Oktober und November gut ein Drittel aller Touristen ausgemacht. Die Stornierungen für Flüge und Hotels haben bereits begonnen.

Bus überrollt Mann in Adeje – Auf Teneriffa ist ein Mann von einem Bus des öffentlichen Nahverkehrsnetztes überrollt worden. Pressemeldungen zufolge soll der Linienbus am Straßenrand in Adeje abgestellt worden sein. Warum sich bei dem unbesetzten Bus die Bremsen gelöst haben wird noch untersucht. Das tonnenschwere Fahrzeug ist, ohne Fahrer an Bord, die abschüssige Straße herabgerollt und dat einen 28-jährigen auf einem Zebrastreifen überfahren. Das Opfer wird in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt.

Kreisverkehr in Macher wird neugestaltet – Auf Lanzarote wird der Kreisverkehr in Macher auf der LZ-2 neugestaltet. Für eine Million Euro soll das Rondell nicht nur neugestaltet werden, auch die Straßenführung soll nach Fertigstellung verbessert sein und so die Verkehrssicherheit erhöhen – vor allem für Fußgänger ist der Kreisverkehr, an dem täglich rund 17.000 Fahrzeuge vorbeifahren, besonders gefährlich. Während der Straßenarbeiten, die noch im Dezember beginnen sollen, ist auf diesem Teilstück der LZ-2 mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.

Werbeverbot für Süßigkeiten – Der spanische Verband der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist empört: 2022 wird es in Spanien keine Werbung mehr für Kekse, Bonbons, Eis, Schokolade und Kuchen sowie Softdrinks, Limos und zuckerhaltige Getränke mehr geben. Das hat die spanische Regierung rund um den Verbraucherschutzminister Albero Garzón beschlossen. Hintergrund für die Gesetzesänderung ist die hohe Zahl von Personen, die in Spanien an Übergewicht oder Fettleibigkeit leiden. Ein Fünftel der Bevölkerung in Spanien bringt zu viele Kilos auf die Waage, ein Sechstel leidet an Fettleibigkeit. Betroffen sind vor allem einkommensschwache Familien. Mit dem Werbeverbot steht Spanien nicht alleine in Europa – Großbritannien, Norwegen, Portugal und Deutschland haben bereits vergleichbare Gesetzesänderungen beschlossen.

Steigende Infektionszahlen – Von gestern auf heute sind auf den Kanarischen Inseln weitere 300 positive Coronatests hinzugekommen. Aktuell befinden sich 5.152 Personen wegen COVID in Quarantäne, davon werden 212 Personen stationär in Krankenhäusern behandelt, 39 liegen auf Intensivstationen. Die 7-Tage Inzidenz ist auf 117,10 gestiegen. Der Reproduktionswert R(t) bewegt sich heute bei 1,11.

06.12.2021

Mehr Containerverkehr als 2019 – Arrecife, Puerto del Rosario und Las Palmas haben von Januar bis September mehr Container abgefertigt oder umgeladen als im gleichen Zeitraum 2019 vor der Pandemie. Insgesamt liegt die Steigerung bei 5,39% im Vergleich zu 2019. Im letzten Jahr ist der Warenverkehr um gut 25% eingebrochen. Besonders bei frischem Fisch ist die Steigerung signifikant. Ein Viertel mehr seit Januar dieses Jahr im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019.

Fünf Millionen Überstunden – Das Zeitarbeitsunternehmen Randstad hat eine alarmierende Statistik zum Thema Überstunden veröffentlicht. Auf den Kanarischen Inseln sind im letzten Jahr knapp fünf Millionen Überstunden absolviert worden. In der Regel unbezahlt. Das Ergebnis entspricht einem Anstieg von 10% im Vergleich zu 2019, vor Beginn der Pandemie. Ausgehend von einer 38 Stundenwoche könnten mit den angefallenen Überstunden 2.500 Arbeitsplätze in Vollzeit geschaffen werden. Das Phänomen der unbezahlten Überstunden ist auch auf dem spanischen Festland präsent – dort sind insgesamt laut Randstad 166 Millionen Überstunden angefallen.

Gran Canaria mit Verkehrsleitkontrolle – Mit automatischen Schranken und digitalen Informationstafeln wird der Verkehr zu den höchsten Vulkanen auf Gran Canaria im Winter eingeschränkt. Bei starkem Niederschlag oder Schneefall werden die Zufahrtsstraßen zum „Roque Nublo“, nach „Pinos de Galdar“ oder zum „Pico de los Nieves“ automatisch geschlossen. Auf den Informationstafeln werden Informationen zur Wetterlage eingeblendet und auf Umleitungen hingewiesen. Das System AlertaGran4 hat 600.000 Euro gekostet und ist vor wenigen Tagen in Betrieb genommen worden.

Mehr Scheidungen – Im zweiten Quartal gab es auf den Kanarischen Inseln wieder mehr Scheidungen als im letzten Jahr zur gleichen Zeit.  2020 während des Lockdowns lag diese Zahl um 29,9% niedriger als 2019 – Spanienweit ist die Zahl der Trennungen und Scheidungen in der Quarantäne sogar um 42% gesunken. Die Zahlen stammen von der spanischen Justizbehörde und beleuchten die Situation von förmlichen Lebensgemeinschaften. Von April bis Juni dieses Jahr ist die Scheidungsquote wieder leicht gestiegen – getrennt haben sich im Vergleich zu 2020 21% mehr Paare.

91% der Flugverbindungen wieder hergestellt – Die Kanarischen Inseln haben 91% der Flugverbindung, die auch wegen der Pandemie eingestellt worden sind, wieder hergestellt. 153 Flugziele waren vor der Pandemie von kanarischen Flughäfen aus erreichbar, heute sind davon bereits 140 wieder aktiv. Allerdings sind es nicht die gleichen: aus den skandinavischen Ländern fliegen weniger Maschinen auf den Archipel, dafür gibt es mehr Verbindungen aus Italien und Frankreich.

03.12.2021

Fuerteventura auf Corona Warnstufe III – Die Zahl der positiven Corona Fälle steigt auf den Kanarischen Inseln weiter an. Die 7-Tage Inzidenz liegt auf Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura jenseits der 100. Ab sofort gilt auf Fuerteventura wegen einer 7- Tage Inzidenz von 180 Corona Warnstufe III. Nachdem wegen der positiven Entwicklung auch Lanzarote und La Graciosa auf der Corona Ampel herabgestuft werden, gilt auf allen anderen Inseln Warnstufe I. Heute werden auf den Kanarischen Inseln 207 Personen wegen einem schweren Verlauf der Corona Erkrankung stationär in Krankenhäusern behandelt, 37 davon müssen intensiv medizinisch versorgt werden.

Puerto Naos evakuiert – Auf La Palma ist der Bereich in und um Puerto Naos evakuiert worden. Giftige Gase, verursacht durch den aktiven Vulkan, haben die Grenzwerte deutlich überschritten – es besteht Lebensgefahr in diesem Bereich. Die Behörden überwachen heute die Zufahrtsstraßen für diesen Teil von La Palma. Heute Morgen sind Erdbeben mit einer Stärke von 4,2 registriert worden. Insgesamt hat die Erde heute Nacht 24-mal gebebt. Für den aktiven Vulkan gibt es bisher keine Prognose für ein Ende der Eruptionen.

Agenda 2030 – Die Cuevas de los Verdes in Haría auf Lanzarote ist von der Regionalregierung für die Präsentation der Agenda 2030 gewählt worden. Sie enthält ambitionierte Ziele, präsentiert an einem Ort, der für die Entstehung der Kanarischen Inseln steht. An erster Stelle steht der Kampf gegen Armut und Ausgrenzung. Aktuell führen die Kanarischen Inseln mit 36% die Armut in Spanien an – diese soll bis 2030 auf 17,5% halbiert werden. Abwässersollen bis 2030 nicht mehr ungefiltert ins Meer geleitet werden, das ist aktuell noch bei 80% des Abwassers der Fall. In den kommenden acht Jahren soll der Anteil von regenerativer Energie auf 30% gesteigert werden, heute wird 5% des gesamten Energiebedarfs auf den Kanaren durch regenerative Energiequellen erzeugt. Auch zum Thema Gleichstellung sieht die Agenda 2030 Ziele vor: 40% bis 60% der öffentlichen Arbeitsplätze sollen von Frauen besetzt werden, der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern soll innerhalb der kommenden acht Jahre von 14,7% auf 3% reduziert werden.

Kometenschweif zu Weihnachten – Es ist nicht der Stern von Bethlehem, der am Nachthimmel über den Kanarischen Inseln in den frühen Morgenstunden zu sehen ist. Am 12. Dezember wird sich der Komet Leonard so nah an die Atmosphäre annähern, dass sein Schweif mit bloßen Augen beobachtet werden kann. In den kommenden Nächten benötigt man noch prismatische Instrumente um den Kometen nachts im Nordosten über dem Horizont zu verfolgen. Der Komet Leonard ist mit seinem Schweif zwischen den Sternbildern „Großer Bär“ und „Bärenhüter“ zu finden.

Kitefoil Weltmeisterschaft – Am Playa de las Burras auf Gran Canaria hat die Weltmeisterschaft im Kitefoilen begonnen. Die Formel1 des Wassersports findet in diesen Tagen perfekte Bedingungen vor um den Wettbewerb durchzuführen: kaum Wellengang und 45 km/h Windgeschwindigkeit. Der Sport bei dem sich die Fahrer auf einer Tragfläche unter dem Brett rund einen Meter über der Meeresoberfläche bewegen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 sind die Kitfoiler zum ersten Mal mit dabei. Beim aktuellen Wettbewerb am Playa de las Burras bei Maspalomas auf Gran Canaria findet morgen das Finale statt.

02.12.2021

Autohändler wieder in Kurzarbeit – Immer mehr Autohäuser auf den Kanarischen Inseln melden wieder Kurzarbeit an. Dieses Mal ist die Ausgangslage aber genau umgekehrt. Im letzten Jahr war die Nachfrage wegen der Pandemie eingebrochen, weswegen Autohändler ihre Angestellten in Kurzarbeit geschickt haben. Heute melden die Autohäuser Kurzarbeit an, weil die Nachfrage nach neuen Fahrzeugen nicht bedient werden kann. Wegen Engpässen bei Microchips gibt es keine Neufahrzeuge. Alleine die Autovermieter auf dem Archipel haben 25.000 Neufahrzeuge bestellt, die nicht geliefert werden können.

Zusätzliche Regelungen wegen Ómicron –Wegen der neuen Virusmutation gibt es bisher auf den Kanarischen Inseln keine zusätzlichen Einschränkungen. Die Regionalregierung hat aber neue Regelungen für den Umgang mit der Ómicron Variante beschlossen. Egal ob geimpft oder ungeimpft: wer Kontakt mit einer Person hatte, bei der die neue Virusvariante nachgewiesen worden ist, wird 10 Tage in Quarantäne geschickt. Bisher gibt es in Spanien zwei bestätigte Fälle von Ómicronund zwei unbestätigte Fälle in Barcelona.

Wieder 200 Flüchtlinge in einer Nacht – Zwischen Fuerteventura und dem afrikanischen Kontinent hat die Küstenwache mehr als 200 Flüchtlinge von vier Pateras und Festrumpfschlauchbooten gerettet. 177 Flüchtlinge konnten bereits in Häfen auf Gran Canaria und Fuerteventura von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt werden, ein weiteres Rettungseinsatz für rund 50 Flüchtlinge dauert noch an. Bisher gibt es noch keine Angaben wie viele Kinder und Frauen sich unter den Flüchtlingen befinden. Seit Jahresbeginn haben bisher 19.865 Flüchtlinge die Kanarischen Inseln in Booten erreicht, im letzten Jahr waren es innerhalb von 12 Monaten 23.023 Flüchtlinge.

Corona Impfung für Kinder ab 13. Dezember – Kinder zwischen fünf und elf Jahren werden ab dem 13. Dezember mit Biontech Pfizer gegen COVID geimpft. Das ist einer Pressemeldung der EU zu entnehmen. Die europäische Arzneimittel-Agentur hat die Impfung gestern freigegeben. Kinder zwischen fünf und elf Jahren erhalten mit zwei Impfdosen 30% des Impfstoffes, den Erwachsene seit Jahresbeginn gespritzt bekommen, in einem Abstand von drei Wochen.

Impfzertifikat wieder Thema – Seit Monaten bewegen sich Bürger auf den Kanarischen Inseln bis auf den Mund- und Nasenschutz relativ frei und ungehindert im öffentlichen Leben. Wegen der geringen Inzidenz und der hohen Zahl von Geimpften auf dem Archipel mussten auch Touristen in Hotels und Appartementanlagen keinerlei Nachweise über ihren Gesundheitszustand liefern. Das könnte sich jetzt ändern. In den Autonomien Baskenland, Katalonien, Valencia, Castilla y León und Navarra wird der sogenannte COVID Pass kommen, auf den Kanarischen Inseln wird im Parlament darüber diskutiert: Zutritt zu Fitnessstudios, Restaurants und Geschäften nur noch mit einem entsprechenden Impfnachweis, einer bereits genesenen COVID Erkrankung oder einem negativen Test. Dafür ist die rechtliche Basis von der Regierung bereits vor Monaten geprüft worden. Ungeklärt ist bisher ab welcher 7-Tage Inzidenz diese Maßnahmen umgesetzt werden.

01.12.2021

Spanien reagiert auf Ómicron – Im Kampf gegen die neue Virus Variante Ómicron reagiert Spanien gemeinsam mit den EU-Partnern und streicht alle Flüge aus Südafrika ab morgen. Reisende aus Südafrika müssen generell 10 Tage in Quarantäne. Bisher sind in Spanien drei Fälle der Ómicron Variante nachgewiesen worden. Einer in Madrid und zwei in Barcelona. Alle drei Personen waren geimpft und zeigen bisher keinerlei Krankheitssymptome.

Sorgenfalten im Tourismus – Die neuen Reisebeschränkungen der Regierung in Groß Britannien sorgen für erste Reaktionen im Tourismus auf den Kanarischen Inseln. Die Reservierungen liegen bei rund 90% für die kommenden Monate. Aus Groß Britannien kommen jetzt bereits die ersten Stornierungen. Seit Montag müssen Briten nach ihrem Urlaub in Spanien wieder ein negatives PCR Testergebnis präsentieren. Bis zum Ergebnis ist Quarantäne angesagt. Zusätzlich fordert Spanien ab sofort von britischen Touristen bei der Einreise einen Impfnachweis.

Lanzarote droht Busfahrerstreik – Nachdem bei dem seit Oktober andauernden Verhandlungen zwischen Busunternehmen und Busfahrern keine bisher keine Einigung erzielt worden ist, droht ab morgen ein Streik. 80 Busfahrer von Lanzarote Bus, Guaguas Lanzarote und Jocaba y Guaguas Jocaba sind angehalten ab morgen auf Lanzarote ihren Dienst nicht anzutreten. Davon betroffen sind in erster Linie Schüler und Reiseveranstalter. Der öffentliche Nahverkehr ist davon nicht betroffen. Die Busfahrer fordern seit Oktober ihre Löhne an die Inflation anzupassen. Ein Angebot der Unternehmer von 26 Euro pro Monat und Angestelltem ist abgelehnt worden.

Blutspenden Kampagne – Auf den Kanarischen Inseln fehlen Blutspenden für lebenswichtige Operationen. Das Gesundheitsamt startet heute deswegen mit einer regionalen Kampagne. Der Slogan übersetzt: „Werde Mitglied im Club der 300“ – genau diese Zahl von Blutspenden ist täglich notwendig, um den Bedarf der Krankenhäuser zu decken. Bei einer Einwohnerzahl von 2,2 Millionen bewegt sich die Menge der notwendigen Blutspenden im Promille Bereich. In den kommenden vier Tagen kann auf allen Inseln an 12 Stellen Blut gespendet werden. Mehr Infos auf https://efectodonacion.com/

Keine Mehrwertsteuer für Hybrid- und E-Autos – Käufer von neuen Fahrzeugen mit alternativen Antrieben sind auf den Kanarischen Inseln von der so genannten IGIC Steuer befreit. Fahrräder ebenfalls. Das hat die Regierung bereits vor Monaten beschlossen. In der kanarischen Autonomie werden zusätzlich mehrere Millionen Euro für Tankstellen mit alternativem Treibstoff und Ladestationen für E-Autos investiert. Seit Monaten entstehen auf allen Inseln immer mehr öffentliche Ladestationen für E-Autos. Auf Gran Canaria gibt es heute bereits mehr als 50, auf Lanzarote sind es bisher über 20, auf Fuerteventura gibt es heute bereits 17 öffentliche Ladestationen für E-Autos.Die Maßnahmen sollen laut Regierung bis Mitte 2022 abgeschlossen sein. Die Höhe der Subventionen bewegen sich beim Kauf eines E-Autos zwischen 5.500 Euro und 7.000 Euro.

30.11.2021

Vulkan auf La Palma kommt nicht zur Ruhe – Aus einer neuen Austrittsstelle am aktiven Vulkan auf La Palma läuft flüssiges Magma in Richtung Küste. Dem vorangegangen waren zwei Erdbeben der Stärke 4,8, selbst auf Teneriffa und La Palma haben Bürger die Erdbewegungen gestern Vormittag gespürt, über eine Distanz von 200 Kilometern. In Gefahr sind unterhalb der neuen Austrittsstelle bei Tacande wieder ein Stadtteil von La Laguna. Seit Beginn der Aktivität hat der Vulkan zur Zerstörung von 2.748 Gebäuden und Wohnhäusern geführt. Heute läuft das flüssige Lava mit einer Geschwindigkeit von sechs Metern pro Stunde in Richtung Küste. Seit Sonntag hat das Magma 53 Hektar der Gemeinde zerstört und weitere 53 Wohnhäuser oder Fincas unbewohnbar gemacht.

Ómicron hat Spanien erreicht – In einem Krankenhaus in Madrid ist gestern die Virusmutation Ómicron entdeckt worden. Ein 51-jähriger Spanier ist mit Symptomen einer COVID Erkrankung nach seiner Rückkehr aus Südafrika ins Krankenhaus Hospital Gregorio Marañón eingeliefert worden. Auf seiner Rückreise hatte der Mann einen Zwischenstopp in Amsterdam eingelegt. Ein Antigentest am Flughafen in Madrid war positiv. Jetzt versuchen die Behörden anhand der Passagierliste des Fluges andere Fluggäste zu kontaktieren. In Barcelona haben die Behörden zwei weitere mögliche Fälle der Ómicron Mutation, hier sollen die Testergebnisse heute für Gewissheit sorgen.

11-jähriger von Mutter misshandelt – In Las Palmas auf Gran Canaria sitzt eine 31 Jahre alte Frau in Haft. Sie soll ihren 11 Jahre alten Sohn körperlich misshandelt und brennende Zigaretten auf seinem Körper ausgedrückt haben. Das Kind hat die Vorfälle selbst zur Anzeige gebracht. Zur Sprache gekommen sind die Misshandlungen auf einer Informationsveranstaltung in einer Schule, bei der die Polizei Schüler über die Gefahren des Internets, Alkohol und Drogen und Mobbing unter Schülern informiert. Das Opfer hatte sich in einer Vortragspause einem Beamten anvertraut. Die Mutter sitzt bis auf weiteres in Haft, das Opfer wird von seinen Großeltern betreut.

Vueling mit zusätzlichen Flugverbindungen – Der spanische Flugdiscounter Vueling reagiert auf die steigende Ticketpreise für die Weihnachtszeit und bietet rund um die Feiertage auch zusätzliche Flugziele an. Von Gran Canaria werden Lyon und Nantes in Frankreich angeflogen, von Teneriffa Barcelona und von Lanzarote Palma de Mallorca und Zürich. Die zusätzlichen Routen und Tickets sind zwischen dem 18. Dezember und dem 10. Januar verfügbar.

Größtes Meeresschutzgebiet des Atlantiks – Zusammen mit dem Chinijo Archipel im Norden der Kanarischen Inseln hat Portugal südlich von Madeira eine zusätzliche Schutzzone für Meeressäuger geschaffen. Die beiden geschützten Meeresgebiete beinhalten insgesamt eine Fläche von 40.000 km² Atlantik in denen weder industriell gefischt werden darf, noch Frachtern erlaubt ist die Planquadrate zu durchqueren. Innerhalb der Schutzzonen ist auch die Suche nach Rohstoffen verboten. Nirgendwo im Atlantik gibt es ein größeres Schutzgebiet für Meeressäuger.

29.11.2021

Lage auf La Palma – 1.102 Hektar auf La Palma sind von Lava bedeckt. Das entspricht 1,3% der gesamten Inseloberfläche. Ein Ende der Eruption ist nicht abzusehen. Die Vulkanologen sprechen vom längsten Vulkanausbruch der letzten 500 Jahre. Die Luft ist durch die Gase, die der Vulkan in die Atmosphäre bläst, so schlecht, dass in den Gemeinden Los Llanos, El Paso und Tazacorte die Bürger angehalten sind, das Haus nur noch mit FFP2 Maske zu verlassen. Der Anteil von Schwefeldioxid lag in diesen Gemeinden bei bis zu 700 pro Kubikmeter Luft. Auch die seismische Aktivität beobachten die Vulkanologen mit Skepsis: sie rechnen mit Erdbeben mit einer Stärke zwischen v und VI in den kommenden Tagen – dabei könnten weitere neue Austrittsstellen von flüssiger Lava entstehen.

Flugpreise steigen ins Unermessliche – Weihnachten auf den Kanaren verbringen wird für Festlandspanier zum Luxusvorhaben – Bis zu 1.000 Euro rufen Fluggesellschaften für einen Hin- und Rückflug auf den Archipel von Madrid oder Barcelona auf. Bei den Preisen soll Angebot und Nachfrage die einzige Rolle spielen, so ein Sprecher von Iberia. Die Ticketpreise, um die Feiertage in der Sonne zu verbringen liegen deutlich über den Preisen von 2019. Obwohl für kanarische Residenten, die z. B. die Feiertage mit der Familie verbringen wollen, 75% Rabatt auf den Ticketpreis gewährt wird, wäre eine Flugreise von Spanien nach New York über die Feiertage günstiger.

Weiter steigende Corona Inzidenz – Auf den Kanarischen Inseln steigen die Inzidenzen auf sechs der acht Inseln weiter an. Lediglich auf Lanzarote und La Graciosa ist die 7-Tage Inzidenz gesunken. Hier liegt dieser Wert bei 59. Zusammen mit La Palma und La Gomera ist die Corona Lage auf diesen vier Inseln entspannt. Angespannt dagegen ist die Infektionslage auf Fuerteventura mit einer 7-Tage Inzidenz von 154, hier gelten wieder entsprechende Beschränkungen bei der Personenzahl in der Gastronomie. Auch auf Gran Canaria und Teneriffa ist die Inzidenz übers Wochenende weiter angestiegen – auf 97 bzw. 89. Aktuell werden 207 Personen wegen einer Covid Erkrankung in Krankenhäusern behandelt, 32 davon müssen intensivmedizinisch behandelt werden.

Flüchtlingstragödie vor Fuerteventura – Zwei Tote und drei Flüchtlinge in kritischem Zustand sind die Bilanz der letzten Flüchtlingstragödie. Das Festrumpfschlauchboot ist von Küstenwache in der Nacht von Samstag auf Sonntag vor Fuerteventura lokalisiert worden. Gerettet werden konnten vier Kinder, 11 Frauen und 40 Männer. Bei den beiden Toten handelt sich um eine 25 Jahre alte Frau und einen 28 Jahre alten Mann. Drei Flüchtlinge werden in kritischem Zustand im Krankenhaus auf Fuerteventura behandelt.

Küstenwarnung wegen hohen Wellen – An den Küsten von Lanzarote gilt heute Alarmstufe Gelb wegen hohen Wellen. Besonders an felsigen Küstenabschnitten herrscht heute Lebensgefahr. Die Meteorologen des spanischen Wetterdienstes prognostiziert bis zu fünf Meter hohe Wellen. Besonders betroffen sind Küstenabschnitte bei Orzola, Arrieta, Famara und La Santa. Die Küstenwarnung gilt bis heute Abend 0.00 Uhr.

26.11.2021

Keine kostenlose PCR-Tests ab Mittwoch – An kanarischen Flughäfen werden ab dem 1. Dezember auch auf nationalen Flügen auch von Passagieren vom Festland Impfzertifikat oder Corona-Tests kontrolliert. Das hat die Regionalregierung gestern beschlossen. Die kostenlose Impfzentren für kanarische Residenten wird es nicht mehr geben. Wer als Resident vom Festland einreist, braucht ab Mittwoch ein Impfzertifikat oder einen negativen PCR-Test. Die Kosten für den PCR-Test werden von der Autonomieregierung nicht mehr übernommen. Für geimpfte Residenten steht die Webseite www.micertificadocovid.com zur Verfügung, dort kann nach Eingabe der Mobiltelefonnummer ein Impfzertifikat heruntergeladen werden.

Aus Gelb wird Orange – Angekündigt hatten die Meteorologen des spanischen Wetterdienstes 60 Liter Niederschlag für La Palma, Teneriffa und La Gomera. Daraus sind gestern 100 Liter Regen geworden. Die Wetterwarnstufe ist von Gelb auf Orange gesetzt worden. Auf allen anderen Inseln gilt heute Wetterwarnstufe Gelb. Auf La Palma hat der Regen zusammen mit der auf dem Boden liegenden Asche des aktiven Vulkans Straßen und Bürgersteige in schwarze Bäche verwandelt. Heute wird über 1.500 Metern mit den ersten Schneeflocken gerechnet. Davon betroffen sind vor allem Teneriffa und La Palma. Ab Samstagnachmittag soll sich die Wetterlage wieder entspannen und die Temperaturen wieder steigen.

Fünfmal mehr Flüchtlinge als 2020 – 19.683 Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent haben seit Jahresbeginn die Kanarischen Inseln erreicht. Knapp die Hälfte der Flüchtlinge sind auf Lanzarote und Fuerteventura angekommen. Beide Inseln sind mit der hohen Zahl von Flüchtlingen weiterhin völlig überfordert. Vor allem die Anforderungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge macht den Behörden zu schaffen – für eine 24 Stunden Betreuung fehlt qualifiziertes Personal. In Zukunft wird die Autonomieregierung inselübergreifend je nach vorhandenen Kapazitäten entscheiden wie und wo die Flüchtlinge untergebracht werden. Diese Verantwortung obliegt bisher noch den einzelnen Inselregierungen. Die beiden Hilfsorganisationen CAER und Caminado Fronteras gehen in diesem Jahr von 2.000 Flüchtlingen aus, die die Überfahrt vom afrikanischen Kontinent zu den Kanarischen Inseln nicht überlebt haben.

Vulkan bildet neuen Lavafluss – Der aktive Vulkan auf La Palma hat einen neuen Lavafluss gebildet und auf seinem Weg bereits den Friedhof von Las Manchas zerstört. Die neue Austrittsstelle hat sich gestern Mittag gebildet, das Magma läuft auf einem neuen, elften, Weg ins Tal zum Meer. Neu ist an dieser gestern entstanden Austrittsstelle: die Lava kommt aus sehr tiefen Erdschichten – deswegen sehr heiß und sehr flüssig. Das Magma an der elften Austrittsstelle des Kraters bewegt sich 25 Metern pro Stunde in Richtung Atlantik.

Neue Mole bedeutet bares Geld – Für die Gemeinde Yaiza auf Lanzarote bedeutet die neue, sich im Bau befindende Mole vor Playa Blanca in Zukunft bares Geld. Zumindest sind sich die Verantwortlichen im Rathaus, der Reedereien und des Unternehmerverbandes sicher, dass sich nach Fertigstellung die Mole den Umsatz der Gemeinde steigern wird. Dafür setzt das Rathaus von Yaiza nicht nur auf Kreuzfahrtschiffe, die an der neuen, längeren Mole in Playa Blanca anlegen können. Auch der Frachtverkehr wird in Playa Blanca in Zukunft möglich sein, dieser ist bisher wegen der vorhandenen Infrastruktur nur in Arrecife möglich.

25.11.2021

COVID Kurve zeigt nach oben – Über Wochen war Spanien und auch die Kanarischen Inseln der Klassenprimus innerhalb der Pandemie in Europa – mit einer Impfquote, die in keinem anderen Land bisher erreicht worden ist. Auch Touristen aus Groß Britannien und Deutschland haben in ihrem Urlaub die andere Variante der neuen „Normalität“ genossen. Jetzt steigt aber auch auf den Kanarischen Inseln die Zahl der positiven Corona Tests wieder an. Gestern waren es 334 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den letzten sieben Tagen waren es mehr als 1.000. Lanzarote befindet sich bereits wieder auf Corona Warnstufe II, Teneriffa und Gran Canaria stehen kurz davor. Die 7-Tage Inzidenz liegt auf den Kanaren heute bei 81,44.

Katastrophen Warnung für La Palma – Wegen der Wetterlage mit intensiven Regenschauern warnt das vulkanologische Institut INVOLCAN die Bevölkerung auf La Palma vor Erdrutschen und toxischem Ascheregen. Der Flughafen auf der Insel bleibt wegen des aktiven Vulkans weiterhin geschlossen. Nur noch die Fähren verbinden La Palma mit den anderen Inseln. Gestern hat sich das flüssige Lava 350 Meter Atlantikküste einverleibt, fünf Hektar Meeresoberfläche sind im Südosten der Insel mit Magma bedeckt.

60 Liter Regen in 12 Stunden – Für Teneriffa und La Palma gilt heute Wetterwarnstufe Gelb. Es muss mit bis zu 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb von 12 Stunden gerechnet werden. Morgen gilt Wetterwarnstufe Gelb auch für Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. Ab morgen Vormittag rechnen die Wetterexperten des spanischen Wetterdienstes AEMET mit bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Auch auf El Hierro und La Gomera soll es Regen geben. Die Wetterwarnstufe gilt mindestens bis Samstag.

Flüchtlingswelle bricht nicht ab – Auch in den letzten 24 Stunden war die Küstenwache vor den Kanarischen Inseln im Einsatz um Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent aus Pateras und Festrumpfschlauchbooten zu retten. Gestern Abend waren es insgesamt 90 Personen die von der Küstenwache in sichere Häfen auf den Kanarischen Inseln gebracht worden sind. Der Hafen von Arguineguin in der Gemeinde Mogan auf Gran Canaria war dieses Mal das Ziel der Küstenwache um die Flüchtlinge von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgen zu lassen. In den letzten sieben Tagen haben mehr als 1.000 Flüchtlinge die Kanarischen Inseln erreicht.

In Spanien ist die Inflation deutlich gestiegen. Die nach europäischer Methode erhobenen Verbraucherpreise haben im Oktober im Jahresvergleich um 1,8 Prozent zugelegt. Damit hat das nationale Statistikamt seine Schätzungen heute bestätigt. Im September hatte die Inflationsrate noch knapp im negativen Bereich gelegen. Ein starker Anstieg zeigte sich auch im Monatsvergleich. Die Verbraucherpreise haben auf den Kanarischen Inseln im Oktober um 2,4% Prozent zugelegt, die Preise für Immobilien auf dem Archipel um 10% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

 

24.11.2021

.Black Friday läuft besser als 2019 – Der große Tag ist in der Black Friday Woche natürlich der Freitag, aber bereits jetzt ist die Bilanz des Einzelhandels auf den Kanarischen Inseln durchweg positiv. 360 Euro sind Canarios bereits pro Person in dieser Woche auszugeben, auf dem spanischen Festland liegt der Durchschnitt bei 261 Euro. Deutlich wird bereits jetzt: die bürokratischen Hürden, die der Online Handel für Lieferungen von Bestellungen auf die Kanarischen Inseln zu überwinden hat, sind beträchtlich. Bisher lag der Online Anteil der aktuellen Black Friday Woche bei 31%, auf dem spanischen Festland liegt dieser Anteil bei über 70%.

Weiterhin keine Flugverbindung – Der Flughafen auf La Palma bleibt weiterhin wegen des aktiven Vulkans geschlossen, aus Sicherheitsgründen. Asche und Feinstaub in der Luft liegen deutlich über den Grenzwerten. Die Lava fließt mit einer Geschwindigkeit von 10 Meter pro Sekunde am Montaña de La Laguna in Richtung Meer. So schnell wie noch nie seit Beginn des Vulkanausbruchs im September. Gestern konnten 3.000 Anwohner in den Bereichen Buenavista de Tazacorte und San Borondón wieder zurück in ihre Häuser. Dieser Bereich war präventiv evakuiert worden, als ein Lavastrom den Atlantik erreicht hat.

Ungeimpft und 30 – 39 Jahre alt – Die Coronakurve zeigt auf den Kanarischen Inseln weiterhin nach oben, wenn auch auf einem noch sehr niedrigen Niveau im Vergleich zu anderen spanischen Regionen oder europäischen Ländern. Aktuell liegt die 7-Tage Inzidenz bei 77,94. Sorge bereitet den Behörden die Zielgruppe 30 bis 39, in dieser Altersgruppe befindet sich der größte Anteil der Nicht-Geimpften auf den Kanarischen Inseln. 163 Personen pro 100.000 Einwohner sind auf dem Archipel mit dem Coronavirus infiziert und zwischen 30 und 39 Jahre alt. Zum Vergleich: in der Altersgruppe bis 19 Jahre liegt die Zahl der Infizierten bei 67 pro 100.000 Einwohner. Heute werden wegen COVID 203 Personen in Krankenhäusern behandelt, 28 auf Intensivstationen.

Jennifer Lopez auf Gran Canaria – Netflix und Nuyorican Productions werden zusammen mit der kanarischen Produktionsfirma Surfilm im Januar den Thriller ‚The Mother‘ auf Gran Canaria drehen. Erwartet werden zu den Dreharbeiten neben Jennifer Lopez auf Gael García Bernal, Joseph Fiennes und Omari Hardwick. Wo die Dreharbeiten auf Gran Canaria stattfinden sollen ist noch nicht bekannt. Die Kanarischen Inseln haben sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Adressen für Blockbuster entwickelt: ‚Wonder Woman‘, ‚Alied‘, ‚Solo, eine Star Wars Geschichte‘, ‚Jason Bourne‘ oder die Serie ‚The Witcher‘ wurden alle auf dem Archipel gedreht. Im Thriller ‚The Mother‘ spielt Jennifer Lopez eine FBI Agentin, deren Tochter von Kriminellen entführt worden ist.

Fischzucht vor Playa Quemada in Gefahr – Die Umweltschutzorganisation ‚Ecologistas in Acción‘ setzt sich für die Verlegung der Fischzucht vor Playa Quemada auf Lanzarote ein. Die Lizenz läuft in diesen Monaten aus und soll, wenn es nach den Umweltschützern geht, nicht verlängert werden. Dafür hat ‚Ecologistas in Acción‘ verschiedene Studien präsentiert. Aus ihnen geht hervor, wie sich die Fauna rund um die Fischzucht verändert, welchen Einfluss die Aquakultur auf die Wasserqualität hat und wie sich der Meeresgrund durch die Fütterung der Zuchtfische verändert.

 

23.11.2021

Ausgangssperre Tazacorte – Die Behörden haben auf La Palma für die Gemeinde Tazacorte eine Ausgangssperre verhängt. Gestern hat an einer dritten Stelle heißes, flüssiges Magma das Salzwasser des Atlantiks erreicht. Diese Verbindung führt zum Ausstoß giftiger Gase. Präventiv sind die Anwohner weitläufig um die Eintrittsstelle in ihre Häuser geschickt worden. Die Ausgangssperre gilt bis heute Abend, dann wird mit Messergebnissen gerechnet. Der Vulkan auf La Palma ist im September ausgebrochen und spuckt seitdem unaufhaltsam Lava und Gase aus. Die vulkanische Aktivität hat zusammen mit der Windrichtung auch für eine Beeinträchtigung des Flugverkehrs gesorgt.

Regen, Sturm und Schnee – Ab Freitag wird sich die Wetterlage auf den Kanarischen Inseln ändern. Die Prognose der Meteorologen des spanischen Wetterdienstes AEMET beinhaltet Regen, Sturm und Schnee für die höheren Lagen. Am Freitag werden davon La Palma und Teneriffa betroffen sein – hier wird mit Schneefall in höheren Lagen gerechnet. Am Samstag sind von dem Tiefdruckgebiet auch Fuerteventura und Lanzarote betroffen – hier wird mit intensiven Regenschauern gerechnet. Für alle Inseln gilt: kühlere Temperaturen und Sturm.

Corona Lage beeinflusst Reservierungen – Die hohen Inzidenzen in Deutschland und Groß Britannien machen sich im Tourismussektor bemerkbar. Stornierungen gab es bisher nicht, allerdings sind die Reservierungen in den letzten sieben Tagen zurückgegangen. Diese Entwicklung hat aber begonnen, als der Hotelsektor für die weitere Wintersaison bereits Reservierungen um 80% gemeldet hat, der Apartmentsektor ist für die kommenden Monate bis zu 70% ausgebucht. Beides gute Werte innerhalb einer weltweit vorherrschenden Pandemie. Für die Kanarischen Inseln gilt eine 7-Tage Inzidenz von 75, in Deutschland liegt diese heute bei 400, in Groß Britannien bewegt sich die 7-Tage Inzidenz bei 800.

400 Flüchtlinge in 24 Stunden – Am Sonntag hat die Küstenwache 113 Flüchtlinge zwischen den Kanarischen Inseln und dem afrikanischen Kontinent gerechnet. Die Bilanz von Montag: 420 Flüchtlinge in 10 Booten – eine erste geschätzte Zahl, es werden bei einer genaueren Analyse noch mehr sein, so ein Sprecher der Küstenwacht. Die Crew einer Yacht, die an der Rallye for Cruiser mit Ziel Karibik teilnimmt, hat selbst 200 Kilometer südlich der Kanarischen Inseln ein Flüchtlingsboot gesichtet. Bisher ist noch nicht bekannt ob sich alle Flüchtlinge in einem guten gesundheitlichen Zustand befinden. Die Küstenwache steuert heute mit ihren Rettungsbooten die Häfen von Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote an um die Flüchtlinge medizinisch versorgen zu lassen.

Masken werden teurer – Ab Januar werden Masken in Spanien deutlich teurer. Auf den Kanarischen Inseln wird wegen der reduzierten Mehrwertsteuer der Preisanstieg nicht so spürbar sein wie auf dem spanischen Festland. Dort werden Masken ab Januar 21% mehr kosten. Die Zentralregierung hat noch bis Ende des Jahres Zeit den Preis über 2021 hinaus zu regulieren. Seit Beginn der Maskenpflicht in Spanien war ihr Preis gesetzlich bei 0,68 Cent reguliert und konnten von Apotheken ohne Mehrwertsteuer verkauft werden. Diese staatliche Regulierung läuft am 31. Dezember aus. Masken sind weiterhin in ganz Spanien in geschlossenen Räumen obligatorisch.

 

22.11.2021

Flughafen geschlossen – Auf La Palma macht der aktive Vulkan und die Wetterlage einen sicheren Flugbetrieb unmöglich – heute und in den kommenden Tagen landen und starten keine Maschinen auf dem Flughafen von La Palma. Weiterhin fließt aus neun Stellen am Krater flüssiges Magma unaufhaltsam ins Meer. Die Zone rund um das Gebiet Las Manchas bleibt auch heute evakuiert, seit Tagen warten die Bürger darauf in ihre Häuser zurückzukehren. Die Windrichtung macht dieses Vorhaben aber unmöglich. Der Gasanteil in der Luft liegt in und um Las Manchas auf lebensgefährlichem Niveau. In fünf Gemeinden auf La Palma wird den Einwohnern empfohlen sich in den eigenen vier Wänden aufzuhalten und sich im Freien nur mit FFP2 Maske zu bewegen. Von Lava bedeckt sind auf La Palma 1065 Hektar der Insel, 2.746 Häuser sind zerstört oder unbewohnbar.

Corona Inzidenz steigt weiter – Die Zahl der positiven Corona Tests hat auf den Kanarischen Inseln weiter zugenommen. Heute liegt die 7-Tage Inzidenz bei 73,26 – 2,76 höher als am Freitag. 22 Menschen müssen wegen einer Covid Erkrankung intensivmedizinisch in Krankenhäusern versorgt werden. Im Vergleich zur letzten Woche hat sich die Coronakurve leicht abgeflacht: der R(t) Wert liegt heute bei 1,15.

Lebensmittelwarnung – Für die Margarine der Marke Flora hat das spanische Gesundheitsamt eine Lebensmittelwarnung veröffentlicht. Der vegane Brotaufstrich enthält laut den Ergebnissen der Lebensmitteltester Spuren von Lactose. Alle Margarineprodukte mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum 10. März 2022 sind davon betroffen und müssen aus den Regalen der Supermärkte entfernt werden. Bisher hat das Unternehmen zu den Ergebnissen der Lebensmitteltester noch keine Stellungnahme abgegeben.

113 Flüchtlinge gerettet – Im Osten von Lanzarote und Fuerteventura hat die Küstenwache am Sonntag 113 Flüchtlinge in zwei Festrumpfschlauchbooten gerettet. An Bord der beiden Flüchtlingsboote befanden sich 76 Männer, 25 Frauen und 13 Kinder. Die Küstenwache war gestern mit zwei Rettungsbooten und einem Helikopter im Einsatz. Alle Flüchtlinge befanden sich in gutem gesundheitlichem Zustand und sind im Hafen von Arrecife von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden.

Fischer und Windsurfer gegen Windenergie – 15 geplante Windkraftwerke vor der Küste von Arinaga auf Gran Canaria auf einer Länge von 10.000 Metern werden wohl so wie geplant nicht errichtet werden. Sowohl der Verband der Fischer als auch der Windsurfverband am Pozo Izquierdo haben Einspruch gegen das Projekt von Equinor, das der Insel 15 Megawatt regenerativer Energie liefern soll, eingelegt. Der Fischereiverband fordert eine belastbare Studie über die Zerstörung des Meeresgrundes, die die Stromkabel zwischen den schwimmenden Windgeneratoren und der Küste verursachen – der Windsurfverband befürchtet eine Veränderung der Wellen und des Windes in der Bucht am Pozo Izquierdo.

19.11.2021

Änderungen bei Hygiene- und Abstandsregeln – Die Regionalregierung hat gestern formuliert was in anderen Regionen Spaniens bereits umgesetzt ist: Die Hygiene- und Abstandsregeln werden auf den Kanarischen Inseln wegen der steigenden Zahl von Coronainfizierten verschärft. Der nationale Reiseverkehr wird an den Flughäfen ab dem 1. Dezember genauso kontrolliert wie der internationale Reiseverkehr. Bei der Einreise vom spanischen Festland sind ab dem kommenden Monat die gleichen Zertifikate notwendig wie für Reisende aus der EU. Auf den beiden Inseln Lanzarote und Fuerteventura gilt Corona Warnstufe II, alle anderen Inseln verbleiben auf Alarmstufe I. Bis zum Ende der kommenden Woche soll es auch eine grundsätzliche Entscheidung für öffentliche Veranstaltungen im Dezember und Januar geben, hier soll die maximale Personenzahl weiter eingeschränkt werden.

Lavafontäne auf La Palma – Ein Teil des Kraters des aktiven Vulkans auf La Palma ist gestern eingestürzt. Die Folge war eine von weitem sichtbare Lavafontäne. An der Stelle, an der der Krater eingestürzt ist, läuft seit gestern deutlich mehr flüssige Magma ins Tal. Sorgen bereitet seit gestern auch die Windrichtung – Feinstaub und hoher Schwefelanteil beeinträchtigen seit gestern den Flugbetrieb auf dem Flughafen von La Palma. Internationalen Fluggästen mit Abflughafen La Palma wird geraten sich frühzeitig über Änderungen des Flugplanes bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu informieren.

Zwei Flüchtlinge ums Leben gekommen – 216 Kilometer südlich von Gran Canaria hat die spanische Küstenwache 38 Flüchtlinge aus einem havarierten Festrumpfschlauchboot gerettet. Für zwei weitere Flüchtlinge kam die Küstenwache zu spät – sie haben die Flucht vom afrikanischen Kontinent mit dem Leben bezahlt. Die Überlebenden sind bereits an Bord der Guardamar Polimnia medizinisch versorgt worden, ihnen war bereits vor Tagen das Trinkwasser ausgegangen. In den vergangenen sieben Tagen sind von den Behörden 13 tote Flüchtlinge registriert worden die beim Versuch die Kanarischen Inseln zu erreichen, ihr Leben verloren haben.

Produktfälscher festgenommen – 2.000 gefälschte Markenartikel hat die Polizei auf Teneriffa beschlagnahmt. In Haft sitzen drei Spanier, ein Chinese, ein Inder und ein aus Pakistan stammender Mann. Die Polizei hat fünf Ladenlokale geschlossen. In Arona und Adeje auf Teneriffa hat die Gruppe gefälschte Textil- und Multimediaprodukte verkauft.

Erste Polizeichefin auf Gran Canaria – Agüimes auf Gran Canaria hat die erste Polizeichefin der Insel. Luisa González Alemán hat gestern ihren Dienst als Chefin der Policia Local angetreten. 1988, als González ihre Karriere begonnen hat, war sie die einzige Frau unter den Beamten. Heute sind in Agüimes weitere vier weibliche Policia Local Beamte beschäftigt. González hat auf Gran Canaria auf ihrem Weg zur Polizeichefin auch den Weg für Frauen in eine weitere Männerdomäne geebnet: als erste Frau beim Lucha Canaria – der kanarische Ringkampf war bis vor wenigen Jahren ausschließlich Männern vorbehalten.

18.11.2021

300 Erdbeben in 24 Stunden – Von Entwarnung spricht seit gestern auf La Palma niemand mehr. Rund um den aktiven Vulkan hat die Erde gestern 300-mal gebebt. So häufig wie noch nie in den zwei Monaten der Eruption. Zwei Drittel der Beben gestern hatten eine Stärke zwischen zwei und drei. Während dessen läuft flüssiges Magma unaufhaltsam zum Meer. Zwei Lavazungen haben an der Küste bei Los Llanos für ca. 40 Hektar große Felder im Meer gesorgt. Die Experten des vulkanologischen Instituts sind sich heute nicht sicher ob die Rekordzahl an Beben gestern für eine Änderung der Dynamik des Ausbruchs sorgen wird oder ein weiteres Zeichen für ein Ende der Aktivitäten sind.

Corona Fälle steigen weiter – Die 7-Tage Inzidenz ist von gestern auf heute um 2,3 Prozentpunkte gestiegen und liegt bei 60,07 auf den Kanarischen Inseln. Die Zahl der aktiven Fälle liegt heute bei 1.950. Bei Graphen, also 7-Tage Inzidenz und 14-Tage Inzidenz zeigen in der kanarischen Autonomie nach oben. Weiterhin steht die Coronaampel auf allen Inseln bis auf Fuerteventura auf grün. Coronawarnstufe II gilt auf Fuerteventura seit gestern wegen eine 7-Tage Inzidenz von 93.45.

Weihnachtskrippe zeigt nach La Palma – Am Las Canteras Strand in Las Palmas auf Gran Canaria haben die Arbeiten für die Sandkrippen begonnen. Jedes Jahr lassen sich hunderttausende Bürger aber auch Touristen diese Kunstwerke aus Sand nicht entgegen, wenn rund um die Weihnachtszeit wieder Familienspaziergänge an der Strandpromenade zum Trend werden. Maria und Josef, Ochs und Esel oder die drei Könige werden in diesem Jahr ihren Blick nicht zu den Besuchern auf der Avenida richten – die Künstler haben sich entschlossen den Blick der Sandskulpturen in diesem Jahr in Richtung La Palma auszurichten. Es soll Anteilnahme ausdrücken, die Las Palmas mit den Bewohnern der Nachbarinsel mit dem aktiven Vulkan teilt.

NASA verteilt 11.000 – Seit gestern ist klar: die Europäische Weltraumbehörde wird im Timanfaya National Park wieder Weltraumequipment für die nächste Marsmission testen. Heute sucht die NASA Probanden für ein Schlafprojekt und bietet dafür jedem einzelnen 11.000 Euro. Die Tests sollen Aufschluss geben wie der menschliche Körper im All reagiert. Haken – der Test dauert 60 Tage davon 30 Tage mit Bettruhe, die deutsche Sprache ist Voraussetzung und eine Reise nach Köln ist Bedingung. Dort sollen die Tests durchgeführt werden. Mehr Infos auf https://www.dlr.ded/

174 Flüchtlinge in 24 Stunden – Die Küstenwache hat östlich von Fuerteventura und Lanzarote 174 Flüchtlinge gerettet. Zwei Festrumpfschlauchboote sind wenige Seemeilen vor Lanzarote gesichtet worden. An Bord dieser beiden Boote befanden sich 74 Männer, 10 Frauen und vier Kinder. Alle befanden sich in gutem gesundheitlichem Zustand und sind in Arrecife von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden. Vor Fuerteventura hat die Küstenwache zwei weitere Flüchtlingsboote lokalisiert. 86 Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent haben die Einsatzkräfte in den Hafen Gran Tarajal gebracht.

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17.11.2021

Bilanz La Palma – 12 Erdbeben mit einer Stärke von drei bis vier hat die Insel La Palma gestern tagsüber und heute Nacht erlebt. Vier Landungen mussten wegen Asche und Feinstaub in der Luft auf dem Flughafen gestrichen werden. Heute beginnt in den betroffenen Gemeinden wieder der Schulunterricht – dieser war wegen der schlechten Luftwerte vorrübergehend abgesagt worden. Die Aktivität des Vulkans auf La Palma geht seit Tagen zurück, die Experten geben aber weiterhin keine Prognose ab, wie lange der Vulkan noch aktiv bleibt.

Steigende Infektionszahlen – Von gestern auf heute sind auf den Kanarischen Inseln weitere 102 positive Coronatests hinzugekommen. Aktuell befinden sich 1.875 Personen wegen COVID in Quarantäne, davon werden 145 Personen stationär in Krankenhäusern behandelt, 22 liegen auf Intensivstationen. Die 7-Tage Inzidenz ist um einen Prozentpunkt auf 56,3 gestiegen. Der Reproduktionswert R(t) bewegt sich heute bei 1,3.

Impfzertifikat wieder Thema – Seit Monaten bewegen sich Bürger auf den Kanarischen Inseln bis auf den Mund- und Nasenschutz relativ frei und ungehindert im öffentlichen Leben. Wegen der geringen Inzidenz und der hohen Zahl von Geimpften auf dem Archipel mussten auch Touristen in Hotels und Appartementanlagen keinerlei Nachweise über ihren Gesundheitszustand liefern. Das könnte sich jetzt ändern. In den Autonomien Baskenland, Katalonien, Valencia, Castilla y León und Navarra wird der sogenannte COVID Pass kommen, auf den Kanarischen Inseln wird im Parlament darüber diskutiert: Zutritt zu Fitnessstudios, Restaurants und Geschäften nur noch mit einem entsprechenden Impfnachweis, einer bereits genesenen COVID Erkrankung oder einem negativen Test. Dafür ist die rechtliche Basis von der Regierung bereits vor Monaten geprüft worden. Ungeklärt ist bisher ab welcher 7-Tage Inzidenz diese Maßnahmen umgesetzt werden.

ESA wieder auf Lanzarote – Der Marsoberfläche am nächsten kommt weltweit die Insel Lanzarote. Dieser Überzeugung ist die europäische Weltraumorganisation ESA und testet nach drei Jahren in Folge wieder neues Weltraumequipment im Nationalpark Timanfaya. Der Marsroboter „Perseverance“, der in diesem Jahr erfolgreich die ersten Erkundungsfahrten auf dem Mars absolviert hat, ist 2016 im Timanfaya Nationalpark getestet worden. Das Pangea Projekt wird 2022 wieder mit neuem Equipment für die Marsmission auf Lanzarote erwartet.

Gorch Fock startet mit Ziel Kanarische Inseln – Am Freitag brechen die Marine Kadeten der deutschen Bundeswehr mit Ziel Kanarische Inseln auf. Nachdem Keime in den Trinkwasserdepots des Segelschulschiffes Gorch Fock gefunden worden sind, hat sich der Segeltörn verzögert. Ursprünglich war geplant, dass sich die Gorch Fock bereits jetzt in der Biskaya befindet. Der Ruf des deutschen Segel-Stolz hat in den letzten Jahren gelitten: Die Restaurierungskosten des Dreimasters haben sich von ursprünglich veranschlagten zehn Millionen Euro auf 135 Millionen Euro Steuergeldern gesteigert, zusätzlich ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die ausführende Werft. Erwartet wird die Gorch Fock im Dezember und soll in verschiedenen Häfen der Kanarischen Inseln für Besichtigungen zur Verfügung stehen.

16.11.2021

Wieder schlechte Luft – Rund um den aktiven Vulkan auf La Palma hat sich die Luft wieder verschlechtert. In fünf Gemeinden der Insel fällt heute wieder die Schule aus, den Bürgern wird geraten zu Hause zu bleiben und sich im Freien nur mir FFP2 Mund- und Nasenschutz zu bewegen. Zwei der sieben Lavazungen haben sich von gestern auf heute in Richtung Meer weiter ausgebreitet. An der Küste hat das erkaltete Magma 41 Hektar Fläche gewonnen. Seit Beginn des Vulkanausbruchs haben 7.000 Bewohner der Insel ihr zu Hause verloren oder mussten es aus Sicherheitsgründen verlassen.

Steigende Inzidenz – Auf den Kanarischen Inseln steigt die Zahl der positiven Corona Tests weiter an. Die Situation ist nicht besorgniserregend, die Kurve zeigt aber nach oben. Der R(t) Wert – also der Indikator, mit dem die Reproduktion des Virus dargestellt wird, liegt heute bei 1,10. Zum Vergleich: in Deutschland liegt der R(t) Wert bei 1,23. Die 7-Tage Inzidenz bewegt sich heute auf den Kanarischen Inseln bei 53,91 – zwei Prozentpunkte höher als gestern. Spitzenreiter ist Fuerteventura mit einer Inzidenz von 80, gefolgt von Lanzarote mit einer Inzidenz von 69 – auf Gran Canaria liegt die 7-Tage Inzidenz bei 44,3.

26-jähriger bei Maspalomas ertrunken – Am Strand von Maspalomas auf Gran Canaria haben Rettungskräfte gestern vergeblich versucht einen 26-jährigen zu reanimieren. Der aus Portugal stammende Mann ist von anderen Badegästen aus dem Wasser geholt worden. Wie lange der Körper bereits leblos im Wasser getrieben war ist nicht bekannt. Am Strand haben die Rettungskräfte einen Herzstillstand bei dem 26-jährigen festgestellt und Wiederbelebungsversuche eingeleitet. Die Umstände die zum Tod im flachen Wasser geführt haben soll eine Obduktion der Leiche klären.

Atlantic Rallye for Cruisers – Am Sonntag starten 153 Segelyachten von Las Palmas auf Gran Canaria aus in Richtung Karibik bei der 26. Atlantic Rallye for Cruisers. 70 Segelyachten sind bereits am 7. November in See gestochen – sie nehmen die große Route über die Kapverdischen Inseln mit Ziel Santa Lucia. Am 21. November geht es dann für die Crews von 157 Yachten aus 27 Ländern direkt von Las Palmas aus in Richtung Santa Lucia. Die geplante Regatta von Santa Lucia aus, die im Januar für die Teilnehmer von Santa Lucia aus zur Weltumsegelung starten sollte, ist wegen der Pandemielage abgesagt worden.

Haría lehnt Unterbringung von Flüchtlingen ab – Der Pardelas Park bei Orzola in der Gemeinde Haría auf Lanzarote wird nicht zur Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen renoviert. Eine entsprechende Pressemitteilung hat die Gemeindeverwaltung dazu veröffentlicht. Aus ihr geht hervor, dass es Vorbehalte wegen der Sicherheit gibt – außerdem fehlen entsprechende Genehmigungen um die Anlage für die Unterbringung von Personen zu nutzen. Als weiteren Grund für die Ablehnung nennt die Gemeinde die zu geringe Zahl von Policia Local Beamten über die die Gemeinde aktuell verfügt. Der Pardelas Park soll für die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen genutzt werden um die Albergue de La Santa in der Gemeinde Tinajo zu entlasten.

15.11.2021

Inzidenz bei 50 – Auch auf den Kanarischen Inseln steigt die die Zahl der positiven Coronatests an. Heute liegt die 7 Tage Inzidenz bei 49,86. 21 Personen werden wegen einer COVID Erkrankung auf Intensivstationen behandelt. In Quarantäne befinden sich weitere 1.668 Personen. Coronafrei ist heute nur noch die Insel La Graciosa – nördlich von Lanzarote gelegen, gibt es auf der kleinsten Insel der Kanaren keinerlei positive Coronatests.

1.019 Hektar mit Magma bedeckt – Der aktive Vulkan auf La Palma hat heute etwas mehr als 1.000 Hektar der Insel mit Lava bedeckt. Darunter Dörfer, Gebäude und vor allem landwirtschaftliche Flächen. Die seismische Aktivität hat sich in den letzten sieben Tagen kaum verändert, die Erdbewegungen haben ihr Epizentrum in einer Tiefe von 10km bis 15km. Am Samstag ist in Folge des Vulkanausbruchs ein Mann ums Leben gekommen – der 72-jährige ist in die Tiefe gestürzt, als er die Asche auf seinem Hausdach beseitigen wollte. Trotz der geringeren Eruptionen in den letzten Tagen geben die Experten des vulkanologischen Instituts noch keine Entwarnung für La Palma. Luft und Feinstaubanteile sind weiterhin im grünen Bereich – der Schul- und Flugbetrieb auf La Palma sind heute nicht beeinträchtigt.

Schiedsrichter verletzt – Beim Spiel zwischen Real Club Victoria B und CD San Juan Tres Palmas A ist der Schiedsrichter angegriffen und verletzt worden. Die Fußballbegegnung zwischen den beiden Jugendvereinen auf Gran Canaria wurde abgebrochen, der Schiedsrichter musste im Krankenhaus behandelt werden. Einem Polizeibericht zufolge haben der Trainer und ein Spieler des Gästeteams den Schiedsrichter angegriffen und verletzt. Es ist der zweite Vorfall von Gewalt gegen Schiedsrichter in der laufenden Saison der Jungendteams in der Provinz Las Palmas. Vor vier Wochen gab es in der dritten Fußballliga auf Fuerteventura bereits einen ähnlichen Vorfall.

Werbeverbot für Süßigkeiten – Der spanische Verband der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist empört: 2022 wird es in Spanien keine Werbung mehr für Kekse, Bonbons, Eis, Schokolade und Kuchen sowie Softdrinks, Limos und zuckerhaltige Getränke mehr geben. Das hat die spanische Regierung rund um den Verbraucherschutzminister Albero Garzón beschlossen. Hintergrund für die Gesetzesänderung ist die hohe Zahl von Personen, die in Spanien an Übergewicht oder Fettleibigkeit leiden. Ein Fünftel der Bevölkerung in Spanien bringt zu viele Kilos auf die Waage, ein Sechstel leidet an Fettleibigkeit. Betroffen sind vor allem einkommensschwache Familien. Mit dem Werbeverbot steht Spanien nicht alleine in Europa – Großbritannien, Norwegen, Portugal und Deutschland haben bereits vergleichbare Gesetzesänderungen beschlossen.

Gorch Fock Ausfahrt verzögert sich – Nach sechs Jahren auf der Werft und Reparaturkosten, die so hoch sind, dass sie den deutschen Bundestag beschäftigen, sollte das Segelschulschiff Gorch Fock im November wieder vor den Kanaren kreuzen. Während sich Politiker mit dem Finanzskandal beschäftigen, sollte die Crew des Ausbildungsschiffes der deutschen Marine wieder das Segeln mit dem 90 Meter langen Dreimaster im Atlantik wieder neu lernen. Daraus wird erstmal nichts. In den Trinkwasserdepots des Dreimasters sind Keime gefunden worden. Deswegen bleibt das Schiff bis auf weiteres im Hafen von Kiel. Geplant war ursprünglich bereits im November verschiedene Häfen auf den Kanaren anzusteuern.

05.11.2021

Corona Warnstufe I auf allen Inseln – Die 7-Tage Inzidenz liegt heute auf den Kanarischen Inseln bei 25,41. Damit hat die Zahl der positiven Corona Tests innerhalb der kanarischen Autonomie leicht zugenommen, trotzdem gilt auch in der kommenden Woche auf allen Inseln die niedrigste Coronawarnstufe. In Krankenhäusern stationär behandelt werden 100 Personen, davon 16 auf Intensivstationen. Der R(t) Wert, auschlaggebend für den Verlauf der Inzidenzen in den kommenden Wochen, liegt bei 1,1.

Selbstbestimmter Suizid auf Lanzarote und Teneriffa – Eine Frau aus Lanzarote und ein Mann aus Teneriffa sind die ersten beiden Menschen, die vom neuen spanischen Gesetz des selbstbestimmten Suizids Gebrauch machen um würdevoll aus dem Leben zu scheiden. Die Frau auf Lanzarote hat dafür ihr Eigenheim gewählt, um im Familienkreis Abschied zu nehmen, der Mann aus Teneriffa kann aus gesundheitlichen Gründen nur im Krankenhaus aus dem Leben scheiden. Das in Spanien unter dem Namen bekannte Gesetz „Ley de Eutanasia“ wird zum ersten Mal auf den Kanarischen Inseln angewendet. Angewendet werden kann es bei nicht heilbaren, Lebens einschränkenden, Krankheiten. Beantragt wird der selbstbestimmte Suizid mit zwei Anträgen, zwischen denen mindestens 15 Tage liegen. Die Anträge müssen vor Genehmigung von zwei Ärzten des kanarischen Gesundheitssystems überprüft werden.

Mann ertrunken – Am Playa de El Veril ist gestern ein Mann ertrunken. Der 76-jährige ist von an anderen Badegästen aus dem Wasser geholt worden. Reanimierungsversuche der Rettungsschwimmer am Strand hatten keinen Erfolg.

Strände wieder mit Liegestühlen – An den Stränden von Puerto del Carmen auf Lanzarote gibt es wieder hunderte Liegestühle. Das Rathaus in Tías hat einen Vertrag über 1,4 Millionen Euro mit dem Unternehmen El Enyesque abgeschlossen, Laufzeit vier Jahre. Der Betreiber hat eine Genehmigung über 1.684 Liegestühle und 842 Sonnenschirme erhalten.

Sechs Flüchtlinge in Haft – In Puerto del Rosario auf Fuerteventura sitzen sechs unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Haft. Sie haben in ihrer Unterkunft ihre Betreuerin in einem Zimmer über Stunden hinweg eingeschlossen. Der Vorfall hat sich ereignet, nachdem die sechs Kinder die Unterbringung von weiteren minderjährigen Flüchtlingen in ihrer Unterkunft verweigert haben.

04.11.2021

Sinkende Schwefelwerte am Vulkan auf La Palma – Die sinkenden Schwefeldioxid Werte am aktiven Vulkan auf La Palma könnten das Ende seiner Aktivität einläuten. Laut Experten geht die Intensität seit Tagen zurück, ein erstes Indiz für ein Ende des Vulkanausbruchs. Die Luftwerte rund um Los Llanos sind weiterhin so schlecht, das sämtliche Aktivitäten an der frischen Luft gesundheitsgefährden sind. Es wird empfohlen zu Hause zu bleiben und im Freien einen FFP2 Mund und Nasenschutz zu verwenden. Der Schulunterricht ist bis auf weiteres abgesagt. Heute hat der aktive Vulkan 981 Hektar der Insel mit Lava bedeckt. 1.443 Gebäude durch die Folgen des Vulkanausbruchs zerstört worden. Seit gestern Nachmittag fliegt die interinsulare Fluggesellschaft Binter Canarias wieder von Gran Canaria und Teneriffa nach La Palma.

Booster Impfungen starten heute – Innerhalb der Kanarischen Autonomie startet heute die Kampagne für die Booster Impfung gegen COVID. Einen Telefonanruf erhalten als erstes die 60 bis 69-jährigen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson immunisiert worden sind. Das betrifft rund 133.000 Personen auf dem Archipel. Ab dem 10. November erhalten dann auch alle anderen Geimpften in dieser Altersgruppe eine SMS mit einem Booster Impftermin. Bisher sind im Zuge der Booster Impfkampagne 20.000 Personen über 70 Jahren mit einer dritten Dosis versorgt worden.

Masken werden teurer – Ab Januar werden Masken in Spanien deutlich teurer. Auf den Kanarischen Inseln wird wegen der reduzierten Mehrwertsteuer der Preisanstieg nicht so spürbar sein wie auf dem spanischen Festland. Dort werden Masken ab Januar 21% mehr kosten. Die Zentralregierung hat noch bis Ende des Jahres Zeit den Preis über 2021 hinaus zu regulieren. Seit Beginn der Maskenpflicht in Spanien war ihr Preis gesetzlich bei 0,68 Cent reguliert und konnten von Apotheken ohne Mehrwertsteuer verkauft werden. Diese staatliche Regulierung läuft am 31. Dezember aus. Masken sind weiterhin in ganz Spanien in geschlossenen Räumen obligatorisch.

Mehr Containerverkehr als 2019 – Arrecife, Puerto del Rosario und Las Palmas haben von Januar bis September mehr Container abgefertigt oder umgeladen als im gleichen Zeitraum 2019 vor der Pandemie. Insgesamt liegt die Steigerung bei 5,39% im Vergleich zu 2019. Im letzten Jahr ist der Warenverkehr um gut 25% eingebrochen. Besonders bei frischem Fisch ist die Steigerung signifikant. Ein Viertel mehr seit Januar dieses Jahr im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019.

Tourismus mit sehr guten Ergebnissen – Wenn der Tourismus Sektor die Situation für denOktober mit dem Wort „Spektakulär“ beschreibt, bedeutet das zwar nicht, das alles wie vor der Pandemie ist, zumindest aber ist der wichtigste Wirtschaftssektor des Archipels überrascht über die guten Ergebnisse im abgelaufenen Monat. In den 31 Tagen im Oktober lag die Auslastung von Hotels und Appartementanlagen bei 75% bis 80%. Unter Deutschen, Briten und Holländern ist die Reiselust und der Sonnenhunger ungebremst – zumindest von deutschen Flughafenbetreibern war der Andrang von Fluggästen außergewöhnlich. Im Juli lag die Auslastung auf den Kanarischen Inseln noch bei verhaltenen 30%, im September bei unglaublichen 70% und im Oktober bei spektakulären 80%, derNovember verläuft bisher ähnlich vielversprechend.

03.11.2021

Sehr schlechte Luftwerte auf La Palma – In den Gemeinden El Paso, Los Llanos de Aridane und Tazacorte auf la Palma sind die Bürger aufgefordert weiterhin ihre Wohnungen und Häuser nicht zu verlassen. Auf Sport soll soweit möglich verzichtet werden. Asche und Feinstaub haben in den betroffenen Gemeinden rund um den aktiven Vulkan die Luft so stark angereichert, das Gesundheitsgefahr besteht. Es wird empfohlen sich so kurz wie möglich draußen aufzuhalten und immer eine FFP2 Maske zu tragen. Schulunterricht gibt es in mehreren Gemeinden auf La Palme vorerst nicht mehr. Regionale Fluggesellschaften wie Binter Canarias haben auch heute alle Flüge nach La Palma gestrichen.

Halloween Wochenende endet mit 88 Anzeigen – In der Provinzhauptstadt Las Palmas sind am Brückenwochenende 88 Gruppen wegen Alkoholkonsum auf offener Straße aufgelöst worden, 28 Busse im Nahverkehrsnetz sind beschädigt oder mit Steinen beworfen worden. Trotzdem war es eines der entspanntesten Halloween Wochenenden in den letzten 10 Jahren. Im Schnitt gab es in der Vergangenheit rund um Halloween 300 Anzeigen an einem Wochenende. Gesorgt hat dafür aber in diesem Jahr auch der intensive Polizeieinsatz in Las Palmas. Verstärkt Streife gefahren sind die Beamten bereits ab 18.00 Uhr am Sonntag.

178 Flüchtlinge gerettet – Die spanische Küstenwache hat am Dienstag 178 Flüchtlinge auf hoher See zwischen den Kanarischen Inseln und der afrikanischen Küste gerettet. Drei Rettungsboote der Küstenwache waren gestern an Rettungsaktionen verteilt, Flüchtlinge sind von insgesamt vier Booten gerettet worden die sich bis auf 30 Kilometer den Inseln Lanzarote und Fuerteventura genähert hatten. Bei den Rettungskationen ist die Leiche einer Frau aus dem Atlantik geborgen worden. Dem Bericht der Küstenwache zufolge soll ihre Leiche bereits seit mehr als einer Woche im Wasser getrieben sein.

Spanien fordert hunderte Millionen von Google und Facebook – 2022 wird für die beiden Onlineunternehmen Google und Facebook teuer. Spanien schließt sich einer internationalen Klage an, um Autoren von digitalen Diensten zu entschädigen, mit deren Inhalten Google und Facebook seit Jahren kostenlos Profit macht. Spanien ratifiziert mit der Klage ein Gesetz aus dem Jahr 2019, das die Europäische Union verabschiedet hat. Bisher ist die Höhe der Entschädigung für spanische Medien noch nicht bekannt – Deutschland fordert in einer ähnlichen Klage 420 Millionen Euro, Frankreich 500 Millionen Euro.

Schiff verliert 1000 Liter Treibstoff – Im Hafen von La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria sitzt die Besatzung eines Frachters auf ihrem Schiff fest. Wegen eines Defekts sind vor Gran Canaria 1.000 Liter Treibstoff im Atlantik gelandet. Die Behörden fordern Garantien in Höhe von insgesamt 250.000 Euro von der Reederei des Frachters – die Hälfte des Betrages sollen die Reinigungsmaßnahmen decken, die andere Hälfte entspricht einem Bußgeld, weil der Vorfall vom Kapitän des Schiffes nicht selbständig gemeldet worden war. Der Frachter Fratzis Star verbleibt mit der Besatzung an Bord bis zur Zahlung der Bürgschaft im Hafen von La Luz.

02.11.2021

Keine Schule in fünf Gemeinden auf La Palma – Wegen schlechter Luftwerte ist das öffentliche Leben in mehreren Gemeinden auf La Palma zum erliegen gekommen. In El Paso, Los Llanos, Tazacorte, Tijarafe und Puntagorda sollen Bürger die Wohnungen und Häuser nicht verlassen und nur mit FFP2 Maske auf die Straße. Der Schulunterricht ist bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Grenzwerte für PM10 und PM25 Partikel in der Luft wurden in den betroffenen Gemeinden um bis zu 400% überschritten. Bedroht ist von der flüssigen Gesteinsmaße seit gestern auch die Zufahrtsstraße nach Puerto Naos, das Magma befindet sich noch 200 Meter von der LP-211 entfernt. Auch die seismischen Bewegungen auf der Insel haben sich verstärkt – in den letzten drei Tagen hatten die Beben eine Stärke von 4,7 bis 5.

WTM – 12,5% mehr Flugverbindungen zu Kanaren – In London findet eine der drei wichtigsten Tourismusmessen für die Kanarischen Inseln statt – neben der ITB in Berlin und der FITUR in Madrid ist London in diesen Tagen der Place to be für Vertreter der Reisebranche in Europa. Die Kanarischen Inseln sind mit 770m² Fläche auf der „World Travel Market“ vertreten. Für Verhandlungen mit Reiseveranstaltern gibt es in Sachen Konnektivität die besten Voraussetzungen seit Jahren: Aus Deutschland z.B. gibt es 24% mehr Flugverbindungen als im Winter 2019/2020, vor Beginn der Pandemie. Aus Groß Britannien fliegen 12,5% mehr Maschinen als noch vor Corona. Am stärksten profitiert die Insel Lanzarote mit fast 20% von den zusätzlichen Flugverbindungen, Fuerteventura hat in diesem Winter 16,2% mehr Flugverbindungen nach Groß Britannien, Gran Canaria wird in der Wintersaison 16% mehr Maschinen abfertigen. Auf der WTM in London wird aber auch bereits intensiv über den deutschen Markt mit Reiseveranstaltern verhandelt. Dafür hat die Regionalregierung 2,1 Millionen Euro an Subventionen bereitgestellt.

46 Badeunfälle mit Todesfolge seit Januar – An den Küsten der Kanarischen Inseln haben seit Januar 46 Menschen beim Baden oder Fischen ihr Leben verloren. Dieses Ergebnis kommt von der Organisation „1.500 km de Costa“ und beinhaltet nicht die Zahl der Flüchtlinge, die beim Versuch die Kanarischen Inseln zu erreichen ums Leben gekommen sind. Bei dem Ergebnis von „1.500 km de Costa“ ist weiterhin die Zahl der Urlauber alarmierend. 30 Urlauber sind seit Januar beim Baden tödlich verunglückt. Die größte Risikogruppe stellen Urlauber aus Deutschland über 65 Jahren dar.

Änderungen auf dem Arbeitsmarkt – Madrid greift mit einem neuen Gesetz in die Entwicklung des Arbeitsmarktes ein. Besonders der Tourismussektor auf den Kanarischen Inseln wird davon in Zukunft betroffen. Die Anzahl von zeitlich befristeten Arbeitnehmern wird von 25% auf 15% pro Unternehmen reduziert. Diese Gesetzesänderung betrifft vor allem die Unternehmen, die in der Vergangenheit flexibel auf Marktentwicklungen reagieren mussten, darunter auch Hotels auf den Kanaren – besonders in der Tourismusbranche und in der Gastronomie sind befristete Arbeitsverhältnisse üblich.

50% für nachhaltigen Transport – Innerhalb einer Umfrage des Rathauses von Las Palmas auf Gran Canaria entscheiden sich 50% der Bevölkerung für ein nachhaltiges Nahverkehrsnetz. Also mit Strom betriebene Busse. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung innerhalb des erweiterten Stadtgebietes nutzen das Nahverkehrsnetz im Innenstadtbereich, weniger als ein Viertel benutzt den Bus um von außen in die Innenstadt zu gelangen. Ein weiteres Ergebnis: Seit Beginn der Pandemie hat das öffentliche Nahverkehrsnetz 25% an Nutzern verloren. Nur noch fünf von 10 Bürgern der Stadt Las Palmas benutzt aktuell noch den Bus. Für die Zahlenerhebung sind 8.000 Einwohner der Stadt Las Palmas befragt worden.

01.11.2021

Mundschutz auf La Palma empfohlen – Wegen hohem Feinstaub Anteil in der Luft wird auf La Palma wieder der FFP2 Mundschutz empfohlen. Der Vulkanausbruch sorgt auf der Insel für sehr schlechte Luftwerte. Der Grenzwert für PM10 Partikel liegt bei 151 Mikrogramm, gestern sind zum Teil 405 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen worden. Auch der Anteil von PM25 Partikel liegt auf La Palma über den Grenzwerten. Das Wetter hat gestern dafür gesorgt, dass der Boden in den Gemeinden im Norden der Insel Los Llanos, El Paso, Tazacorte, Puntagorda und Tijarafe mit Asche bedeckt war. In diesen Bereichen wird der Bevölkerung nicht empfohlen die Häuser und Wohnungen zu verlassen. Während dessen hat der Vulkan seine Aktivität verstärkt – ein Beben der Stärke V war gestern auf der ganzen Insel spürbar, seit Sonntag läuft wieder deutlich mehr Magma in Richtung Küste.

Frankie Gee drohen Haft und Geldbuße – Dem Rapper Frankie Gee drohen zwei Jahre und sieben Monate Haft sowie eine Geldstrafe in Höhe von 4.500 Euro. Der unter dem bürgerlichen Namen Francisco Manuel González hatte in einer WhatsApp Gruppe mit mehr als 100 Mitgliedern rassistische Videos mit Aufrufen zur Gewalt gegen Flüchtlinge veröffentlicht. Bei La Isleta auf Gran Canaria geboren ist der 46-jährige den Behörden bekannt, gegen ihn ist in den letzten 20 Jahren mehrfach ermittelt worden, unter anderem wegen homophoben und rassistischen Songtexten.

Toter Jugendlicher in Playa Honda – Zwischen dem Flughafen auf Lanzarote und El Cable sind gestern alle öffentlichen Veranstaltungen gestrichen worden. Die Tragödie eines toten 14-jährigen im Skatepark von Playa Honda überschattet Halloween. Bisher hat die Polizei nur wenige Erkenntnisse zu dem Unglück bekannt gegeben: die Leiche des 14-jährigen Jungen ist am Samstagmorgen von Angestellten der Gemeinde entdeckt worden. Die Ergebnisse der Autopsie sind noch nicht bekannt gegeben. Das Opfer hatte das Wochenende bei seinem Vater verbracht und war am Freitagabend nicht nach Hause zurückgekehrt.

Bañaderos Express nimmt Kurs auf Kanaren – Die Reederei Fred Olsen hat eine neue Personenfähre in Empfang genommen. Der Bañaderos Express ist in Cebu auf den Philippinen vom Stapel gelaufen und befindet sich noch auf hoher See. 165 Zulieferer und drei Jahre Bauzeit waren notwendig um die 118 Meter lange Fähre auf den Philippinen zu bauen, entstanden ist Trimaran mit Platz für 1.100 Passagiere und 276 Fahrzeuge. Fred Olsen verfügt damit über die größte Trimaran Flotte weltweit.

Keine Mehrwertsteuer für Hybrid- und E-Autos – Käufer von neuen Fahrzeugen mit alternativen Antrieben sind auf den Kanarischen Inseln von der so genannten IGIC Steuer befreit. Fahrräder ebenfalls. Das hat die Regierung bereits vor Monaten beschlossen. In der kanarischen Autonomie sollen zusätzlich zwei Millionen Euro für Tankstellen für alternativen Treibstoff und Ladestationen für E-Autos investiert werden. Die Maßnahmen sollen laut Regierung noch bis 2020 abgeschlossen sein. Die Höhe der Subventionen bewegen sich beim Kauf eines E-Autos zwischen 5.500 Euro und 7.000 Euro.

29.10.2021

Kiessling klagt mit Erfolg am Obersten spanischen Gerichtshof – Eine Klage durch alle Instanzen hindurch bis zum Obersten Spanischen Gerichtshof ist an sich schon ungewöhnlich und kommt hier genauso selten vor wie in Deutschland. Wenn das in Spanien aber ein Deutscher durchführt, ist es bisher einzigartig. Die Kiesslings wollen auf dem Grundstück bei El Veril im Süden Gran Canarias das Pendant zum Siam Park auf Teneriffa errichten. Gekauft hat die Familie, die auch den Loro Parque auf Gran Canaria betreibt, bisher aber nur das Grundstück. Seitdem werden den Investoren auf lokaler Ebene seit Jahren Steine in den Weg gelegt. Neben dem Wasser Themen Park soll auch ein Hotel auf dem Grundstück errichtet werden. Die Rede ist von 80 Millionen Euro Investitionssumme und 600 dauerhaften Arbeitsplätzen. Gestern dann das Urteil des Obersten Spanischen Gerichtshof: der vom kanarischen Gerichtshof abgelehnte Bebauungsplan enthält alle notwendigen Anträge und Gutachten und wird neu geprüft.

Lava breitet sich weiter aus – Auf La Palma hat der aktive Vulkan gestern den Süden des Dorfes Todoque mit seiner Lava unter sich begraben. Heute ist der Bereich um Puerto Naos in Gefahr. Auch die Einwohner von La Laguna dürfen bisher nicht wieder zurück in ihre Häuser. Zu unkalkulierbar ist das Verhalten des Vulkans für die kommenden Tage. Beben und große Mengen von Lava hatten am Mittwoch dazu geführt, dass der Krater in sich zusammengestürzt war. Die Lavafontäne, die auf den Einsturz zurückzuführen ist, war knapp hundert Meter hoch. Von Magma zerstört oder unbenutzbar sind heute 2.296 Gebäude auf der Insel, davon 1.039 Wohnhäuser. Von Lava bedeckt sind heute 905 Hektar Fläche.

Links Corona, rechts Grippe – 230.000 Personen in der Risikogruppe 70+ sind aktuell aufgerufen sich eine Booster Impfung gegen COVID bei ihrem Centro de Salud verabreichen zu lassen. Dafür wird bei Rechtshändern gerne der linke Arm verwendet. In den rechten Arm wird die Grippeimpfung gespritzt. Geplant hat das Gesundheitsamt die Impfkampagne im Dezember abzuschließen. Für die Booster Impfung in Frage kommen alle über 70-jährigen auf dem Archipel, deren Corona Impfung mehr als sechs Monate zurück liegt.

A321neo wird auf Lanzarote getauft – Die Fluggesellschaft Iberia Express hat gestern am Cesar-Manrique-Flughafen auf Lanzarote ihren nagelneuen Passagier Jet A321neo auf den Namen Lanzarote getauft. Das alleine wäre keine Nachrichtenmeldung wert – außergewöhnlich ist aber an dem neuen Passagierflugzeug seine Kapazität und seine Effektivität: 6% mehr Passagiere bei 20% weniger Energieverbrauch. Es ist der nachhaltigste Jet der Iberia Gruppe. Die Maschine fliegt täglich von Lanzarote aus zweimal nach Madrid, um 7.05 Uhr und um 13.05 Uhr.

Julián González führt beim Fronton King – Der auf Gran Canaria geborene Kolumbianer Julián González führt beim Bodyboard Contest „Fronton King“ bei Galdar. Mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Franzosen Amaury Lavernhe und dem Spanier Armide Soliveres. Der achtfache Weltmeister Dave Hubbard aus den USA liegt aktuell auf dem neunten Platz. Morgen findet das Finale des Fronton King statt. Der weltbekannte Reefbrake wartet laut den Meteorologen morgen mit perfekten Konditionen auf: wenig Wind und drei Meter Swell. Den Wettbewerb vor Ort verfolgen können morgen wieder maximal 1.000 Personen.

28.10.2021

Kontrollen wegen Schaulustigen – Auf La Palma hat die Guardia Civil die Kontrollen an den Zufahrtsstraßen zum aktiven Vulkan verstärkt. In den letzten Tagen sind immer wieder, vor allem abends und nachts, Fußgänger an den Landstraßen LP-2 und LP-3 beobachtet worden, die einen Blick auf die Eruption werfen wollten. Zwischen dem Kreisverkehr Padrón und Maderas la Rueda sollen jetzt Schaulustige konsequent zurückgeschickt werden. Während dessen hat das Forschungsschiff Ángeles Alvariño vor La Palma weitere Auswirkungen des Vulkanausbruchs aufgedeckt. Asche und Lava sorgen vor der Küste auf 400 Meter Tiefe für den Tod von dutzenden Meeresbewohnern. Rund 40 Hektar sind auf dem Meeresgrund von Lava aus dem aktiven Vulkan bedeckt. Auf der Insel hat der Vulkanausbruch heute 911 Hektar mit Magma versiegelt. Die Fluggesellschaft Binter Canarias fliegt heute und morgen bis 18.00 Uhr wieder von Teneriffa und Gran Canaria nach La Palma. Die Entwicklung des Vulkanausbruchs kann auf der Webseite https://ign-esp.maps.arcgis.com/apps/webappviewer/index.html?id=0e18d39679a54e3cb4a3b434b31a743b verfolgt werden.

Das grüne Gold – Kein anderes Produkt aus der Landwirtschaft der Kanarischen Inseln hat in den vergangenen Jahren so an Prestige und Wert gewonnen wie die Avocado Frucht. Bis zu 10 Euro werden in Supermärkten für ein Kilo des Superfoods aufgerufen. Grund dafür ist ein Calima Sturm im Frühjahr, der einen Großteil der Ernte bereits zu Beginn des Jahres zunichte gemacht hat. Mit dem hohen Preis ist auch der Anstieg von Avocado-Diebstählen auf den Kanarischen Inseln drastisch gestiegen. Die Guardia Civil hat deswegen eine Sonderkommission unter dem Namen Roca eingerichtet, die speziell in diesem Bereich ermittelt.

Flüchtlingsrekord – Die Hälfte aller seit Jahresbeginn an spanischen Küsten angekommenen Flüchtlingen, haben die Kanarischen Inseln erreicht. Seit Monatsbeginn waren es bisher 2.600. Sowohl das bisherige Jahresergebnis als auch das Monatsergebnis entsprechen Steigerungen von 120% bis 150% jeweils im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen sprechen von weiter steigenden Flüchtlingszahlen bis Dezember, besonders für die Kanarischen Inseln. Auch in den Autonomien Ceuta und Melilla sind seit Jahresbeginn 10.000 Flüchtlinge angekommen. Während dessen gibt es diplomatische Spannungen zwischen Spanien und Marokko. Rabat tut aus Sicht der spanischen Regierung zu wenig um die Flüchtlingswelle zu unterbinden.

Weiter sinkende Inzidenz – Heute liegt die 7-Tage Inzidenz auf den Kanarischen Inseln bei 26,65 pro 100.000 Einwohner, wenige Dezimalstellen über dem angestrebten Ergebnis von 25. Änderungen der Maßnahmen sind deswegen morgen nicht zu erwarten – bei der Inzidenz werden die Inseln allerdings isoliert betrachtet. Aktuell werden in Krankenhäusern 76 Personen wegen einer COVID Erkrankung behandelt, davon 14 Personen auf Intensivstationen.

Grippe und Coronaimpfung freigegeben – Die Impfkampagne für die dritte Dosis hat begonnen. Das spanische Gesundheitsamt hat für die Risikogruppe 70+ eine dritte Dosis des Impfpräparats freigeben, solange die letzte Impfung mehr als sechs Monate zurückliegt. Die Impfkampagne für die dritte Coronaimpfung soll genauso wie die letzte Impfkampagne nach Alters- und Risikogruppen durchgeführt werden. Dafür stehen vier Millionen Impfdosen in den Kühlschränken der Centros de Salud in Spanien, gleichzeitig hat das Unternehmen Pfizer/Biontech bereits bestätigt über ausreichend Impfstoff zu verfügen um weiteren 35 Millionen Spaniern mit einer Booster-Impfung zu versorgen. Aktuell wird in den Centros de Salud auch kostenlos gegen Grippe geimpft.

27.10.2021

Erdbeben ist auch auf Teneriffa, El Hierro und La Gomera spürbar – Das Beben gestern um 17.45 Uhr auf La Palma war so stark, dass selbst Bewohner auf den Nachbarinseln Teneriffa, La Gomera und El Hierro die Erdbewegungen gespürt haben. Mit einer Stärke von 4,8 hat es dafür gesorgt, dass der Krater des aktiven Vulkans in sich zusammengestürzt ist. In der Folge gab es eine riesige Lavafontäne. Zerstört worden sind in Folge des Vulkanausbruchs 2.162 Gebäude, von der Lavabedeckt sind heute 906 Hektar Fläche der Insel La Palma, 66 Kilometer Straße sind von der Landkarte verschwunden. 202 Fertighäuser sollen in der kommenden Woche errichtet werden, sie dienen als Notunterkünfte für Einwohner die ihre Unterkunft verloren haben.

Bewegung am Arbeitsmarkt – Bildung und Tourismus sind die beiden Wirtschaftsbereiche die den Arbeitsmarkt auf den Kanarischen Inseln im September stimuliert haben. So stark, dass der Archipel die Region in Spanien ist, in der die Arbeitslosigkeit am stärksten im letzten Monat gesunken ist. 9% weniger gemeldete Arbeitslose innerhalb von einem Monat ist sowieso ein ungewöhnliches Ergebnis – im September sind rund um den Schulbeginn Lehr- und Bildungskräfte eingestellt worden, darüber hinaus startet der Tourismus wieder in eine bisher sehr optimistische Wintersaison. Aktuell sorgen die Kanarischen Inseln im Spanienweiten Vergleich für drei von 10 Arbeitsplätzen. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im letzten Monat um 11% zurück gegangen.

Gorch Fock ab November wieder auf den Kanaren – Nach sechs Jahren auf der Werft und Reparaturkosten, die so hoch sind, dass sie den deutschen Bundestag beschäftigen, wird das Segelschulschiff im November wieder auf den Kanaren erwartet. Während sich Politiker mit dem Finanzskandal beschäftigen, lernt die Crew des Ausbildungsschiffes der deutschen Marine gerade wieder das Segeln mit dem 90 Meter langen Dreimaster vor dem Hafen von Kiel in der Ostsee. Ab November wird das 60 Jahre alte Segelschulschiff wieder in Häfen auf den Kanarischen Inseln erwartet. Die Gorch Fock hat bereits über 740.000 Seemeilen zurückgelegt.

Schuldenberg der Gemeinden sinkt auf 15 Millionen Euro – Sieben Gemeinden der Insel Lanzarote haben ihren Schuldenberg insgesamt auf 15 Millionen Euro reduziert. Damit ist die Verschuldung auch pro Bürger auf einem neuen historischen Tiefstand. Weiterhin an erster Stelle liegt die Gemeinde Teguise. Umgerechnet müsste jeder Bürger der Gemeinde 305,21 Euro aus seiner Tasche bezahlen um die Gemeinde schuldenfrei zu machen. Dieser Betrag lag auch schon mal, Jahre zuvor, bei 700 Euro. An zweiter Stelle folgt auf Lanzarote Tinajo mit einer Verschuldung von 177 Euro pro Einwohner. Bürger in San Bartolomé kommen umgerechnet auf einen Betrag von 87 Euro pro Einwohner – in Tías liegt die Verschuldung bei 74 Euro pro Person – in Arrecife bei 68 Euro. Schuldenfrei ist weiterhin die Gemeinde Haría und die Gemeinde Yaiza hat aktuell 19.000 Euro Schulden, umgerechnet kommen dort 1,15 Euro auf jeden Bürger.

Nachfrage nach Telearbeit steigt weiter – Während auf dem spanischen Festland die Zahl der Telearbeiter zurückgeht, steigt die Nachfrage auf den Kanarischen Inseln weiter an. In den letzten drei Monaten ist die Nachfrage auf dem spanischen Festland um 18% zurückgegangen, auf dem kanarischen Archipel dagegen um 4% weiter angestiegen. Die Zahlen stammen aus einer Marktanalyse von Adecco. Von Juli bis September haben 3.800 Arbeitnehmer auf den Kanaren einen Telearbeitsplatz übernommen, die Gesamtzahl schätzt Adecco auf 120.000 auf dem Archipel, das entspricht immerhin 11% der Gesamtzahl der Arbeitnehmer.

26.10.2021

Mehr Aktivität und mehr Lava – Nachdem am aktiven Vulkan auf La Palma gestern ein weiterer Teil der Kraterwand eingestürzt ist, läuft mehr Lava ins Tal – auf alten und neuen Wegen. Die Vulkanologen prognostizieren auch bei den Erdbeben eine Zunahme der Frequenz und der Intensität. Es muss mit Erdbeben der Stärke VI gerechnet werden. Gestern hat der Vulkan 53.600 Tonnen Schwefeldioxid ausgestoßen, so viel wie seit 37 Tagen nicht. Bisher wird nicht mit weiteren Evakuierungen gerechnet. Das Magma läuft auf den bisher entstandenen Lavafeldern Richtung Meer.

Neue Gesetze für Vermieter – In Spanien soll für Vermieter in Zukunft neue, andere Gesetze gelten. Sie sind noch nicht in Kraft getreten, werden aber den Wohnungsmarkt in Spanien verändern. In Sachen Mietwohnungen soll der Preis geregelt, die Verträge verändert und Strafzahlungen für leerstehende Wohnungen verordnet werden. Ein Mietspiegel soll für alle Autonomien erstellt, an dem sich die Mietpreise in Zukunft orientieren werden. Immobilienbesitzer, die die Preise in Mietverträgen senken, erhalten Steuervergünstigungen. Wohnungsräumungen sind an eine Frist von zwei Monaten für Privatbesitzer und vier Monate für Unternehmen gebunden. Es handelt sich um die größten Gesetzesänderungen auf dem Wohnungsmarkt in Spanien seit Beginn der Demokratie. In den fünfvon der Opposition geführten Autonomien Galicia, Madrid, Castilla y León, Murcia und Andalucía regt sich bereits Widerstand. Die von der Partido Popular geführten Regionen wollen das Gesetz, sobald es in Kraft ist nicht umsetzen.

Skandalöse Flüchtlingsroute – Verschiedene Menschenrechtsorganisationen bezeichnen in einer Mitteilung die Flüchtlingsroute zwischen Marokko und den Kanarischen Inseln als „Skandalös“ und richten den Fokus auf die marokkanische Regierung. „Rabatt kalkuliere in den Verhandlungen mit anderen europäischen Staaten mit Menschenleben.“ Unter den 2.087 registrierten Todesfällen zwischen Marokko und den Kanarischen Inseln seit Januar sind 341 Frauen und 96 Kinder. Das entspricht einem Anstieg von 526%. Verschiedene Hilfsorganisationen sprechen von einer Dunkelziffer bei den Todesfällen von weiteren 200%.

Neue Virusvariante „DELTA PLUS“ – In fünf spanischen Autonomien gibt es positive Tests mit der neuen Virusvariante Delta Plus. Der Subtyp der Delta-Variante des Coronavirus namens AY.4.2 ist offenbar noch ansteckender als die erste Delta-Variante. In Groß Britannien zum ersten Mal entdeckt, beläuft sich die Zahl der Delta Plus Variante dort bereits auf 20.000. Der WHO bereitet die neue Sub-Variante bisher keine größeren Sorgen. Sub-Varianten des Virus sind der WHO bereits von anderen Mutationen bekannt.

Erneut Flüchtlingsboot vor Fuerteventura – Die Küstenwache hat heute Nacht 57 Flüchtlinge östlich von Fuerteventura aus einem Festrumpfschlauchboot gerettet. Darunter 39 Männer, 14 Frauen und vier Kinder und Babies. Die Guardamar Talía hat die Flüchtlinge 53 Kilometer entfernt von Fuerteventura an Bord genommen und sie in den Hafen von Puerto del Rosario gebracht. Das Festrumpfschlauchboot hatte die Küste bei Tarfaya in Marokko aus mit Kurs Kanarische Inseln am Samstag verlassen.

25.10.2021

36 Tage Asche und Lava – Aus vier Quellen speist der Vulkan zehn Lavaströme unermüdlich, seit 36 Tagen und ein Ende der Aktivität ist weiterhin nicht in Sicht. 900 Hektar sind bereits von erkaltetem Magma bedeckt, 2.270 Häuser sind zerstört. Auch das Straßennetz ist von den Folgen des Vulkanausbruchs betroffen – 65 Kilometer Asphalt sind nicht mehr benutzbar. Für die Wasserversorgung der landwirtschaftlichen Flächen sind zwei mobile Entsalzungsanalgen auf Schiffen vor der Küste aktiv, vor allem Bananenplantagen benötigen hunderte Liter Süßwasser pro Tag. Die Atmosphäre ist mit 36.000 Tonnen Schwefeldioxid angereichert, der Grenzwert liegt bei 100 Tonnen. Bis auf 3.200 Meter Höhe waren die Auswirkungen des Vulkanausbruchs gestern in der Luft sichtbar.

Tourismus mit guten Ergebnissen – Auf Lanzarote hat der Tourismus 40 Millionen Euro im September eingenommen, auf Fuerteventura sind die Buchungszahlen bereits jetzt 27% über den Ergebnissen aus 2019, für Gran Canaria fehlen noch aktualisierte Zahlen. Es ist der wichtigste Wirtschaftsmotor für den Archipel, der Fokus der Regionalregierung liegt nicht umsonst bei allen Entscheidungen auch immer auf diesem Sektor. Lanzarote verfügt über 165 Hotels- Appartementanlagen – insgesamt über 56.000 Betten – diese waren im August so gut wie ausgebucht. Pro Nacht haben auf Lanzarote seit Jahresbeginn im Durchschnitt 11.000 Urlauber übernachtet – das entspricht einer Durchschnittsauslastung von 55%. Mit Fuerteventura haben die Deutschen ein beliebtes Winterreiseziel wiederentdeckt. Die Reservierungen aus der BRD sind um 40% gestiegen und liegen aktuell um 27% über den Reservierungen aus dem gleichen Zeitraum in 2019.

63 neue Coronafälle – In den letzten 24 Stunden sind auf den Kanarischen Inseln 63 neue Corona Fälle registriert worden. Mit einer COVID ist kein Patient seit dem Wochenende verstorben. Die 7-Tage Inzident ist um 1,4 Prozentpunkte auf 23,35 pro 100.000 Einwohner leicht gestiegen. In der kanarischen Autonomie werden heute 897 aktive Coronafälle geführt. Stationär in Krankenhäusern behandelt werden heute wegen einer COVID Erkrankung 62 Patienten, 18 müssen intensiv medizinisch versorgt werden.

91% der Flugverbindungen wieder hergestellt – Die Kanarischen Inseln haben 91% der Flugverbindung, die auch wegen der Pandemie eingestellt worden sind, wieder hergestellt. 153 Flugziele waren vor der Pandemie von kanarischen Flughäfen aus erreichbar, heute sind davon bereits 140 wieder aktiv. Allerdings sind es nicht die gleichen: aus den skandinavischen Ländern fliegen weniger Maschinen auf den Archipel, dafür gibt es mehr Verbindungen aus Italien und Frankreich.

Countdown zum Finale Frontón King 2021 – Für Surfer weltweit gibt es zwei Bilderbuchwellen auf den Kanarischen Inseln. Die eine heißt „Quemao“ und liegt vor dem Ort La Santa auf Lanzarote. Hier findet jedes das Surf Event „Quemao Glass“ statt. Die weltweit bekanntere heißt aber „El Frontón“ in der Gemeinde Galdár auf Gran Canaria. Hier findet noch bis zum 30. Oktober der Wettbewerb „Frontón King 2021“ statt. Die Wettbewerbsläufe werden Live im Internet übertragen. In diesem Jahr werden pro Tag bis zu 1.000 Zuschauer das Event vor Ort verfolgen können.

22.10.2021

Größtes Lavafeld seit 1430 – Der Vulkan auf La Palma, bisher ist er noch namenlos, hat mit seiner Lava 800 Hektar Fläche auf La Palma bedeckt. So viel wie kein anderer Vulkan in den letzten 600 Jahren. Es gab seit 1430 sieben Vulkanausbrüche auf La Palma. Die aktive Zeit von Teneguía aus dem Jahr 1971 hat der aktive Vulkan am Cumbre Vieja bereits getoppt: Teneguía war 24 Tage aktiv. Damit ist auch eine Tendenz der Vulkanausbrüche auf La Palma zerstört: da die Ausbrüche auf La Palma von 1430 bis heute immer kürzer angedauert haben, ist man von einem Trend ausgegangen, der mit diesem Vulkan heute nicht bestätigt worden ist. Dazu bedeckt die Lava den Teil der Insel mit den meisten landwirtschaftlichen Flächen und der größten Bevölkerungsdichte. 195 Unternehmen haben wegen des Vulkanausbruchs ihre Tätigkeiten eingestellt, 895 Angestellte sind in Kurzarbeit deswegen. Auswirkungendes Vulkans sind selbst in Puerto Rico in der Karibik messbar – der Schwefelanteil in der Luft ist bereits fünf Tage nach dem Vulkanausbruch 5.000 Kilometer entfernt von La Palma angestiegen.

Gran Canaria mit Verkehrsleitkontrolle – Mit automatischen Schranken und digitalen Informationstafeln wird der Verkehr zu den höchsten Erhebungen auf Gran Canaria im Winter eingeschränkt. Bei starkem Niederschlag oder Schneefall werden die Zufahrtsstraßen zum „Roque Nublo“, nach „Pinos de Galdar“ oder zum „Pico de los Nieves“ automatisch geschlossen. Auf den Informationstafeln werden Informationen zur Wetterlage eingeblendet und auf Umleitungen hingewiesen. Das System AlertaGran4 hat 600.000 Euro gekostet und ist vor wenigen Tagen in Betrieb genommen worden.

Überall gilt Corona Warnstufe I – Die Coronalage bleibt auf den Kanarischen Inseln entspannt. Geringe oder sehr geringe Ansteckungsgefahr gilt auf allen acht Inseln. Die 7-Tage Inzidenz ist innerhalb von einer Woche um weitere 8% gesunken und liegt heute nur noch bei 16,7 pro 100.000 Einwohner. Dafür ist die Krankenhausbelegung leicht gestiegen – letzte Woche mussten 73 Personen wegen einer Covid Erkrankung in Krankenhäusern behandelt werden, heute liegt diese Zahl bei 101.

300 Flüchtlinge in einer Nacht – Die Bilanz der Küstenwache von heute Nacht: fünf Flüchtlingsboote, 287 Flüchtlinge. Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes waren heute Nacht ebenfalls im Dauereinsatz in Arguineguin auf Gran Canaria und in Puerto del Rosario, die beiden Häfen in denen die Flüchtlinge erstversorgt worden sind. Bis auf einen Flüchtling, der im Krankenhaus behandelt wird, waren alle in einem guten gesundheitlichen Zustand. Innerhalb der letzten 48 Stunden haben insgesamt mehr als 1.000 Flüchtlinge die Kanarischen Inseln erreicht.

Mehr Scheidungen– Im zweiten Quartal gab es auf den Kanarischen Inseln wieder mehr Scheidungen als im letzten Jahr zur gleichen Zeit.  2020 während des Lockdowns lag diese Zahl um 29,9% niedriger als 2019– Spanienweit ist die Zahl der Trennungen und Scheidungen in der Quarantäne sogar um 42% gesunken. Die Zahlen stammen von der spanischen Justizbehörde und beleuchten die Situation von förmlichen Lebensgemeinschaften. Von April bis Juni dieses Jahr ist die Scheidungsquote wieder leicht gestiegen – getrennt haben sich im Vergleich zu 2020 21% mehr Paare.

21.10.2021

Weitere Gebiete auf La Palma evakuiert – Der Katastrophenschutz hat gestern Abend die Evakuierung von weiteren 50 Wohnhäusern bei Las Matelas, Marina Alta, Marina Baja, Cuesta Zapata und La Condesa angeordnet, Bereiche in den beiden Gemeinden von Los Llanos de Aridane und Tazacorte. Insgesamt sind seit Ausbruch des Vulkans rund 7.000 Personen in Sicherheit gebracht worden. Gestern hat das Magma eine Tankstelle bei La Laguna überrollt. Benzin und Diesel sind bereits frühzeitig aus den Tanks abgepumpt worden, um größere Schäden zu verhindern – zerstört oder unbewohnbar sind rund 2.000 Gebäude, darunter auch Fincas, Kirchen und Appartements.

Nach Streit mit Bus überfahren – In Las Palmas auf Gran Canaria sitzt ein Busfahrer in Haft. Auf Handyvideos ist zu sehen, wie der Busfahrer nach einem Streit einen Motorradfahrer mit dem Linienbus bei La Escaleritas verfolgt und ihn schließlich überrollt. Die Motive, die zum Streit geführt haben, sind noch unbekannt – das 43 Jahre alte Opfer wird intensiv medizinisch behandelt und soll heute notoperiert werden. Der Vorfall wird heute in den sozialen Medien diskutiert. Mehrere Handybesitzer sind auf die Situation aufmerksam geworden und haben gefilmt, nachdem der Busfahrer für die Verfolgung mehrfach die Fahrspur gewechselt hat.

Mehr Containerverkehr als 2019 – Arrecife, Puerto del Rosario und Las Palmas haben von Januar bis September mehr Container abgefertigt oder umgeladen als im gleichen Zeitraum 2019 vor der Pandemie. Insgesamt liegt die Steigerung bei 5,39% im Vergleich zu 2019. Im letzten Jahr ist der Warenverkehr um gut 25% eingebrochen. Besonders bei frischem Fisch ist die Steigerung signifikant. Ein Viertel mehr seit Januar dieses Jahr im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019.

Amnestie International auf Lanzarote – Der Besuch von Amnestie International auf Lanzarote ist eine Offenbarung für die Regionalpolitik der Kanarischen Inseln. Das Cabildo der Insel fordert seit Monaten Unterstützung bei der Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Bei ihrer Unterbringung ist der personelle und finanzielle Aufwand enorm. Jetzt soll Amnestie International helfen. In den letzten Monaten ist die Zahl der Flüchtlingskinder, die die Küste von Lanzarote unbegleitet erreicht haben, auf über 200 gestiegen. Eine Stellungnahme von Amnestie International zur Situation der minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge auf Lanzarote gibt es bisher noch nicht.

Fünf Millionen Überstunden – Das Zeitarbeitsunternehmen Randstad hat eine alarmierende Statistik zum Thema Überstunden veröffentlicht. Auf den Kanarischen Inseln sind im letzten Jahr knapp fünf Millionen Überstunden absolviert worden. In der Regel unbezahlt. Das Ergebnis entspricht einem Anstieg von 10% im Vergleich zu 2019, vor Beginn der Pandemie. Ausgehend von einer 38 Stundenwoche könnten mit den angefallenen Überstunden 2.500 Arbeitsplätze in Vollzeit geschaffen werden. Das Phänomen der unbezahlten Überstunden ist auch auf dem spanischen Festland präsent – dort sind insgesamt laut Randstad 166 Millionen Überstunden angefallen.

20.10.2021

Stärkstes Beben seit Ausbruch auf La Palma – Um 22.48 Uhr gestern Abend war das Beben auf La Palma mit einer Stärke von 4,5 auf der gesamten Insel spürbar. Es war die stärkste Erdbewegung seit Beginn des Vulkanausbruchs. Das Epizentrum lag in 39 Kilometer Tiefe. Während dessen hat der Lavafluss wieder an Geschwindigkeit gewonnen. Ein Nebenarm des Magmas bedroht den Stadtteil La Laguna in Los Llanos de Aridane – ein weiterer befindet sich nur noch rund 100 Meter vom Meer entfernt in der Gemeinde Tazacorte. Sobald absehbar ist, dass auch dieser Nebenarm in Kontakt mit Meerwasser kommt, muss das gesamte Gebiet evakuiert werden. Die Gase die beim Kontakt der heißen Lava mit Salzwasser entstehen ist lebensgefährlich.

Weitere Drogenlieferung bei Ingenio – Die Küste von Ingenio auf Gran Canaria war in der Nacht zum zweiten Mal in wenigen Tagen Ziel einer Drogenlieferung aus Marokko. Am 11. Oktober hat die Polizei bereits 1,6 Tonnen Haschisch beschlagnahmt. Heute Nacht haben wieder Schmuggler mit einem Zodiac Schlauchboot versucht, 1,8 Tonnen Haschisch unbemerkt über die Küste bei Ingenio nach Gran Canaria zu bringen. Die Beamten konnten drei Männer festnehmen, zwei hatten die Ladung nach Gran Canaria gebracht, ein dritter hat mit einem Lieferwagen an der Küste gewartet um die Drogenlieferung abzutransportieren. Innerhalb von gut einer Woche sind auf Gran Canaria 2,2 Tonnen Haschisch sichergestellt worden.

Hitzewelle hält an – Die Hitzewelle hält auf den östlichen Inseln inklusive Gran Canaria weiterhin an. Zusammen mit dem Einfluss des Wetterphänomens „Calima“ steigen die Tageshöchstwerte auch heute wieder vielerorts auf über 30 Grad. Am heißesten wird es heute und morgen auf Gran Canaria mit Werten von bis zu 33 Grad. Auf Lanzarote steigen die Temperaturen auf bis zu 31 Grad, auf Fuerteventura wird mit Werten um 30 Grad gerechnet. Dazu weht der Wind heute stark und intensiv. Das Gesundheitsamt rät auch wegen dem hohen UV-Index die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden.

Erfolgreichster Bodybuilder kommt aus Gran Canaria – Aarón Ojeda hat alle drei möglichen Titel für Bodybuilder in Spanien gewonnen – sowohl den Campeonato Villa de Aranjuez, den Trofeo Siete Estrellas und Campeonato de Madrid IFBB. Der aus Gran Canaria stammende Ojeda ist damit der erste Spanier, der in dieser Kategorie alle Titel gewonnen hat.

7-Tage Inzidenz unter 17 – Die Coronaviruslage ist auf den Kanarischen Inseln weiterhin grünen Bereich. Überall in Spanien liegt die 7-Tage Inzidenz bei unter 30 pro 100.000 Einwohner, in Galizien sogar bei 6,29. Auf den Kanarischen Inseln liegt dieser Wert heute bei 16,92 – dazu ein R-Wert, der mit 0,89 zeigt, dass sich die Pandemie auf dem Archipel auf dem Rückzug befindet. Heute werden in Krankenhäusern 72 Personen wegen ein Covid Erkrankung behandelt, 23 davon auf Intensivstationen.

19.10.2021

Lavafluss verlangsamt – Auf La Palma hat sich der Lavafluss des aktiven Vulkans stark verlangsamt. Seit gestern fließt das Magma mit einer Geschwindigkeit von zwei Metern pro Stunde und befindet sich an einer Stelle noch 160 Meter von der Küste entfernt. Ein Kontakt mit Meerwasser ist heute und in den kommenden unwahrscheinlich. 763 Hektar sind auf La Palma von Lava bedeckt, 228 Hektar davon betreffen landwirtschaftliche Flächen. Völlig zerstört hat die flüssige Gesteinsmaße 1.956 Gebäude, 61 Häuser sind stark beschädigt. Seit heute ist auch bekannt, in welcher Höhe der spanische Staat Betroffene des Vulkanausbruchs finanziell unterstützt: Eigentümer von zerstörten Gebäuden erhalten 30.240 Euro, für beschädigte Gebäude 20.640 Euro und für Schäden die keine Gebäude betreffen 10.320 Euro. Insgesamt fließen aus Madrid und von der Regionalregierung 213 Millionen Euro Hilfsleistungen nach La Palma.

Weiterhin 30 Grad – Die Kanarischen Inseln liegen im spanienweiten Vergleich bei den Temperaturen an erster Stelle – zusammen mit dem Einfluss des Wetterphänomens „Calima“ steigen die Tageshöchstwerte auch heute wieder vielerorts auf über 30 Grad. Am heißesten wird es heute und morgen auf Gran Canaria mit Werten von bis zu 33 Grad. Auf Lanzarote steigen die Temperaturen auf bis zu 31 Grad, auf Fuerteventura wird mit Werten um 30 Grad gerechnet.

Flüchtlingsdrama auf Lanzarote – 113 Flüchtlinge innerhalb von einer Nacht auf Lanzarote – mit dieser Bilanz sind die Behörden auf Lanzarote völlig überfordert – es fehlt an Unterbringungsmöglichkeiten und vor allem auch an Personal. Unter den Flüchtlingen die seit gestern in Arrecife angekommen sind auch acht unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Mit zwei Festrumpfschlauchbooten haben die Migranten vermutlich die marokkanische Küste verlassen und sind wenige Kilometer vor der Küste von Lanzarote von der Küstenwache lokalisiert worden.

Starke Fusion wirbt CO² freier Energie – Astican, Zamakona und Capital Energy arbeiten ab sofort zusammen an CO² freien Energieprojekten, als Basis dient der Hafen von Las Palmas – das Ziel: ein Windenergiepark vor den Küsten der Kanarischen Inseln. Die drei Big Player im regenerativen Energiesektor haben eine Vereinbarung für fünf Jahre unterzeichnet. Begonnen wird mit der regenerativen Energieversorgung des Industriehafens von Las Palmas auf Gran Canaria. Notwendig dafür sein werden dutzende schwimmende Inseln mit je drei Windkraftwerken – sie werden am Meeresgrund verankert und sind miteinander vernetzt. Im Süden von Las Palmas sind bereits im Meer Prototypen seit Jahren in Betrieb.

Binter Canarias streicht Flugverbindung nach La Palma – Von Gran Canaria und Teneriffa gibt es auch heute keine Flugverbindungen nach La Palma. Grund für die Entscheidung ist der hohe Ascheanteil in der Atmosphäre rund um den aktiven Vulkan auf La Palma. Auch CanaryFly fliegt heute nicht nach La Palma. Die Entscheidung gilt für heute und wird am frühen Abend erneut geprüft. Gekaufte Tickets können kostenlos umgebucht oder storniert werden.

18.10.2021

28 Tage Asche und Lava – La Palma kommt nicht zur Ruhe – der Vulkanausbruch dauert nun 28 Tage an. Nach knapp einem Monat sind mehr 1.800 Gebäude zerstört und das Magma breitet sich unaufhaltsam seinen Weg zum Meer. Heute rechnen die Meteorologen mit einem weiteren Kontakt von Magma und Meerwasser. Nördlich von El Perdido, auf der Ostseite der Küste von La Palma ist der neue Lavafluss nur noch wenige Meter vom Meer entfernt. Etwas weiter nördlich hat das Magma bereits ein 35 Hektar großes Delta im Meer gebildet. Binter Canarias wird heute entscheiden ob es die Flugverbindung nach La Palma wieder aufnimmt. Fluggästen wird geraten sich frühzeitig über eventuelle Änderungen des Flugplans für La Palma zu informieren.

Schlechte Weinernte auf Gran Canaria – Bisher haben die Winzer auf Gran Canaria rund 190 Tonnen Weintrauben geerntet, es wird mit einer Gesamtmenge von 250 Tonnen gerechnet. Rund 10 Tonnen weniger als 2019 und rund 200 Tonnen weniger als 2018. Die aktuelle Erntemenge wird noch etwas variieren, noch haben einige Gemeinden auf Gran Canaria die Weinernte nicht abgeschlossen, die fehlende Erntemenge liegt aber nur im einstelligen Bereich. Für die geringe Ausbeute in diesem Jahr gibt es mehrere Gründe, meteorologisch war es ein schlechtes Weintraubenjahr. Dazu kommen Schädlinge die einen Teil der Weinerntevernichtet haben. Zusätzlich haben dutzende Winzer in diesem Frühjahr aus finanziellen Gründen ihre Weinfelder nicht bestellt.

Heute wieder über 32 Grad – Die Hitzewelle auf den Kanarischen Inseln ist auch am Montag noch nicht beendet. Gestern lagen die Temperaturen auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote teilweise bei 32 Grad. Heute wird mit ähnlichen Tageshöchstwerten gerechnet. Erst ab morgen wird mit einem Ende der Hitzewelle gerechnet, der Einfluss von Calima wird im Laufe des Tages morgen abnehmen.

Masken werden teurer –Ab Januar werden Masken in Spanien deutlich teurer. Auf den Kanarischen Inseln wird wegen der reduzierten Mehrwertsteuer der Preisanstieg nicht so spürbar sein wie auf dem spanischen Festland. Dort werden Masken ab Januar 21% mehr kosten. Die Zentralregierung hat noch bis Ende des Jahres Zeit den Preis über 2021 hinaus zu regulieren. Seit Beginn der Maskenpflicht in Spanien war ihr Preis gesetzlich bei 0,68 Cent reguliert und konnten von Apotheken ohne Mehrwertsteuer verkauft werden. Diese staatliche Regulierung läuft am 31. Dezember aus. Masken sind weiterhin in ganz Spanien in geschlossenen Räumen obligatorisch.

Flüchtlinge vor Playa Honda – Am Sonntag hat in Playa Honda in der Gemeinde San Bartolome auf Lanzarote ein Flüchtlingsboot die Küste erreicht. Unbemerkt von Küstenwache und SIVE Radarsystem konnten 45 Flüchtlinge in den frühen Morgenstunden an Land gehen. Unter ihnen 25 Männer, 15 Frauen vier Kinder und ein Baby. Alle befinden sich in gutem gesundheitlichem Zustand. Sie sind gegen fünf Uhr gestern Morgen von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden.

15.10.2021

Lavafluss verlangsamt – Auf La Palma hat der aktive Vulkan an Kraft verloren. Das bedeutet aber nicht das ein Ende der Eruptionen absehbar ist – die Geschwindigkeit der flüssigen Gesteinsmasse ist aber deutlich langsamer geworden. 7.000 Menschen mussten auf La Palma ihre Häuser verlassen, zum Teil wegen der akuten Gefahr, zum Teil aber auch präventiv. 680 Hektar Fläche sind heute von Lava auf La Palma bedeckt, darunter Grundstücke und Felder, die nie wieder so genutzt werden können wie vor dem Vulkanausbruch. Gestern ist ein weiteres Schiff für die Wasserversorgung der Insel eingetroffen. Zwei mobile Entsalzungsanlagen arbeiten bereits auf dem Meer um Süßwasser zu produzieren, das Schiff das gestern im Hafen von Santa Cruz auf La Palma angekommen ist, kann 7.500 m³ Süßwasser speichern.

Änderungen bei den Corona Einschränkungen – Freitag ist auf den Kanarischen Inseln immer der Tag in der Woche, in der über weitere Einschränkungen oder Lockerungen der Corona Regeln auf Basis der aktuellen Inzidenzwerte gesprochen wird. Diese sind seit Wochen rückläufig, die 7-Tage Inzidenz liegt heute bei 18,61. Auf allen Inseln bis auf Fuerteventura gilt ab sofort Alarmstufe 1, insgesamt werden 98 Personen mit einer Covid Erkrankung in Krankenhäusern behandelt, 26 Person müssen beatmet werden. Der R-Wert, der als Indikator für ansteigende oder abflauende Inzidenzen gilt, liegt bei 0,93 – deutlich unter 1. 

Kein 3G in Hotels und Appartementanlagen – „Geimpft, Genesen oder Getestet“ – gibt es in kanarischen Hotels nicht. Anders als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz diskutiert, sind für den Urlaub auf den Kanarischen Inseln keinerlei Nachweise nötig. Möglich macht das die aktuelle Corona Virus Entwicklung: niedrige Inzidenzen, hohe Impfquote, wenig Verweigerer. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute auf den Kanarischen Inseln bei 20,7 pro 100.000 Einwohner. Behandelt werden im Krankenhaus mit einer Covid Erkrankung 101 Personen, 28 davon auf Intensivstationen.

250 Personen im medizinischen Sektor nicht geimpft – Von 41.188 Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern innerhalb des kanarischen Gesundheitssystems sind 250 Personen nicht gegen Corona geimpft. Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung des Gesundheitsamtes hervor – über die Gründe und Motive ist dort nichts zu lesen – das Ergebnis entspricht einer Quote von 0,7%. Trotzdem denkt die Regionalregierung darüber nach, eine verpflichtende COVID-Impfung im Sanitätsbereich gesetzlich festzulegen. Den Spielraum hat die Regierung, nachdem ein entsprechender Vorschlag bereits überprüft worden ist. Im Bildungsbereich sind auf den Kanarischen Inseln von 40.000 Lehrkräften 95% gegen Corona geimpft. Hier gibt es Zahlen zu den 5% der bisher nicht geimpften Lehrkräfte: 0,27% lehnen, obwohl keine Vorerkrankungen vorhanden, grundsätzlich eine Impfung ab, 4,3% der Lehrkräfte wird aus medizinischer Sicht keine Impfung empfohlen.

Aufklärungskampagne um Badeunfälle zu vermeiden – Auf den Bildschirmen im öffentlichen Nahverkehrsnetz auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote sind Aufklärungsvideos um Badeunfälle an den Stränden zu vermeiden. Die Präventivvideos sind von der Organisation „1.500 Kilometros de Costa“ in Auftrag gegeben – eine Vereinigung die seit rund 10 Jahren vor allem in den Sommermonaten versucht Bürger und Urlauber auf die Gefahren des Atlantiks hinzuweisen. Aktuell sind 16 verschiedene Videos geschaltet. Die Kampagne ist jetzt über die Sommermonate hinaus für das gesamte Jahr verlängert worden, die Videos sind auf Spanisch, auf Deutsch und auf Englisch produziert worden. Den Todeszahlen aus den letzten Jahren zu Folge sind vor allem Urlauber über 65 Jahren betroffen. 80% der tödlichen Badeunfälle betreffen Touristen aus dem EU-Ausland.

14.10.2021

Weitere Bewohner müssen ihre Häuser verlassen – Nachdem bereits am Dienstag Teile der Gemeinde Los Llanos de Aridane auf La Palma evakuiert worden sind, hatten gestern Abend die Bewohner von Camino de La Cruz Chica, Camino Los Campitos und Camino Morro Cabrito drei Stunden Zeit ihr Hab und Gut zu packen. Für die Evakuierung hatten die betroffenen Bürger Zeit von 21.00 Uhr bis 0.00 Uhr gestern Abend. Auch diese Maßnahme ist von den Behörden präventiv eingeleitet worden, akute Gefahr für Leib und Leben besteht noch nicht. Der Lavafluss des aktiven Vulkans hat seine Geschwindigkeit verlangsamt, die Vulkanologen können nicht exakt vorhersagen ob und ich welche Richtung das Magma zum Meer fließt. Während dessen hat das Medienunternehmen COPE, Betreiber von diversen Fernseh- und Radiostationen einen Live Stream eingerichtet, auf dem der Vulkanausbruch live verflogt werden. https://rtvc.es/en-directo/

NATO Übung über den Kanarischen Inseln –Noch bis zum 29. Oktober liefern sich deutsche, französische, italienische, griechische und spanische Kampfpiloten Übungskämpfe am Himmel über den Kanarischen Inseln. Die NATO Übung „Open Sky“ findet jedes Jahr im Herbst statt. Rund 700 Militärangehörige sind in dieser Zeit aus Spanien und den anderen EU-Ländern auf den Kanarischen Inseln stationiert. Gestartet wird von Gando auf Gran Canaria, das Übungsgebiet liegt östlich von Lanzarote und Fuerteventura.

73 Flüchtlinge vor Lanzarote – Zwischen dem Roque del Este und Orzola auf Lanzarote hat die Küstenwache 73 Flüchtlinge gerettet, unter ihnen auch fünf Kinder. Die Flüchtlinge waren in zwei Booten unterwegs. Das erste ist gestern Vormittag gegen 7:30 Uhr gesichtet worden. Das zweite in derselben Zone gegen 10:30 Uhr. Alle Flüchtlinge sind an die Molle im Hafen von Arrecife gebracht und dort von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden – alle befinden sich in gutem gesundheitlichem Zustand.

Änderungen auf dem Arbeitsmarkt – Madrid greift mit einem neuen Gesetz in die Entwicklung des Arbeitsmarktes ein. Besonders der Tourismussektor auf den Kanarischen Inseln wird davon in Zukunft betroffen. Die Anzahl von zeitlich befristeten Arbeitnehmern wird von 25% auf 15% pro Unternehmen reduziert. Diese Gesetzesänderung betrifft vor allem die Unternehmen, die in der Vergangenheit flexibel auf Marktentwicklungen reagieren mussten, darunter auch Hotels auf den Kanaren – besonders in der Tourismusbranche und in der Gastronomie sind befristete Arbeitsverhältnisse üblich.

COVID Impfungen für Ausländer – Mit einer Pressemitteilug richtet sich das deutsche Konsulat in Las Palmas auf Gran Canaria heute mit Informationen des Servicio de Canarias de Salud zum Thema Corona Impfung an deutsche Residenten. Alle Ausländer, die auf den Kanarischen Inseln gemeldet sind und bisher noch nicht geimpftwurden, können sich bei jeder Impfstation des SCS unter Vorlage der spanischen Gesundheitskarte und eines Identitätsnachweises impfen lassen. Hierbei ist es auch möglich, über die Telefonnummer 012 vorab einen Termin zu vereinbaren.Für diejenigen Personen, die bereits in ihrem Heimatland geimpft wurden, ist es sinnvoll, sichnach Rückkehr an den kanarischen Wohnsitz bei dem für sie zuständigen Gesundheitszentrum(Centro de Salud) unter Vorlage des ausländischen Impfnachweis zu melden, um in das Register für zukünftige Impfungen aufgenommen zu werden.Bisher nicht geimpfte Ausländer, die auf den Kanaren ihren Wohnsitz haben und sich impfenlassen möchten, aber nicht Mitglied in der staatlichen spanischen Krankenversicherung sind(z.B. Privatversicherte), können sich an das zu ihrem Wohnsitz nächstgelegene Gesundheitszentrum wenden und sich dort für eine COVID-Impfung registrieren lassen. Voraussetzung dafürist lediglich die Vorlage der Numéro de Identidad de Extranjero (N.I.E.).“