Mix Radio Gran Canaria

21. April 202

Gran Canaria bleibt auf Corona Warnstufe III – Die Infektionszahlen fallen auf Gran Canaria, von einer sieben Tage Inzidenz von 80 letzte Woche auf 56 diese Woche pro 100.000 Einwohner. Die Insel bleibt trotzdem auf Corona Warnstufe III. Verantwortlich dafür sind zwei Indikatoren, die sich nicht verändert haben: Die Intensivbetten sind weiterhin so stark belegt, dass die Situation in den Krankenhäusern keine Lockerung zulässt und der Inzidenzwert bei den über 65-jährigen liegt auch noch über dem Wert der Erleichterungen zulassen würde. Die meisten Infizierten meldet weiterhin Teneriffa, 65% aller positiv getesteten Personen sind auf dieser Insel gemeldet. Corona Warnstufe I gilt auf La Palma, El Hierro und LA Gomera. Corona Warnstufe II auf Fuerteventura und Lanzarote. Neben Gran Canaria gilt auch auf Teneriffa Corona Warnstufe III.

El Confital wieder geöffnet – Die kleine Oase im Norden von Las Palmas auf Gran Canaria ist für die Stadtbewohner wieder geöffnet. Eine Steinlawine und ein Verletzter hatten dazu geführt, den Weg, der von der Inselhauptstadt nach La Isleta führt, vorrübergehend zu schließen und die Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen. Der Weg an der Küste entlang über den Strand El Confital bis zum „Morro de los dos Morros“ ist sicher, bauliche Maßnahmen sind nicht notwendig. Es ist das sechste Jahr in Folge in der La Isleta und El Confital nicht aus den Schlagzeilen gerät. Für viele Hauptstadtbewohner das Naherholungsgebiet war El Confital wegen Wasserverunreinigung immer wieder monatelang geschlossen, in diesem Jahr stehen auf einem Teil Zelte für Flüchtlinge aus Afrika. Vergangene Woche ist bei einer Steinlawine ein Mann verletzt worden.

Winzer erwarten gute Ernte – Die Weinernte auf Lanzarote soll laut den Prognosen der Bodegas in La Géria besser sein als letztes Jahr. Anhand des Blütenbestandes der Reben sei bereits jetzt zu sehen, dass die Trauben eine bessere Qualität haben werden als 2020. Das ist die einstimmige Meinung der Winzer auf Lanzarote, nach einer Konferenz mit der Abteilung „Landwirtschaft“ des Cabildos der Insel. Auch der Einfluss von Schädlingen und Krankheiten war für die Reben in diesem Jahr bisher sehr gering. Optimistisch blicken die Winzer auch auf ein besonderes Produkt der Insel: der Malvasia Weißwein Lanzarotes soll 2021 ein außergewöhnlich guter Jahrgang werden.

Club La Santa öffnet wieder – Das Sporthotel La Santa auf Lanzarote ist wieder geöffnet. Nach 13 Monaten ohne Aktivität. Die Zeit der Pandemie und den damit verbundenen Auflagen haben die Betreiber für umfassende Umbauarbeiten genutzt. 1.600 Gästen bietet der Komplex Unterkunft und Trainingsmöglichkeiten auf höchstem Niveau. Tennis und Padelplätze sind renoviert worden, die Anlage verfügt auch über die modernste Athletikbahn Europas, mit Sensoren auf den Laufstrecken, auf dem Drei-Sprung Parcours und auf dem Weitsprung Platz. Gestartet wird mit dem ersten internationalen Sportevent am 29. Mai mit dem Mountain Bike Rennen über vier Etappen. Darauf folgt am 3. Juli der Triathlon FETRI.

Sieben Tage ohne Empfang – Der kleine Ort Ajuy auf Fuerteventura war sieben Tage lang von jeglicher digitalen Kommunikation abgeschnitten. Weder Mobiltelefone hatten Empfang, noch war es möglich über Festnetz zu kommunizieren, Homeoffice oder Kartenzahlungen unmöglich. Das Problem kennen die Bewohner von Ajuy, in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Probleme bei Telefonie und Internet – sieben Tage lang am Stück aber noch nie. Das Rathaus von Pajara hat jegliche Verantwortung für das Problem an den Betreiber der Sende- und Empfangsantenne abgeben. Das seit Tagen anhaltende Sendeloch in dem Gebiet sei auf ein technisches Problem beim Anbieter zurückzuführen.

20. April 202

Impfzertifikat ab Juni – Spanien erwartet das digitale Impfzertifikat ab Juni, es soll in gedruckter Form auf grünem Papier zur Verfügung stehen. Auf politischer Ebene wird es als neues Mobilitätsdokument gefeiert. Stand heute würden rund neun Millionen Spanier, versorgt mit einer ersten Impfdosis gegen Covid-19, dieses Zertifikat beantragen können. Es soll dem Tourismus in Spanien in der zweiten Jahreshälfte wieder Auftrieb geben. Auf den Kanarischen Inseln werden in dieser Woche pro Tag 25.000 Personen geimpft, an 250 Impfstellen auf dem Archipel.

Zara dreht auf Lanzarote – Die neue Kollektion der Modekette Zara wird auf Lanzarote gedreht. Schwarzes Vulkangestein und tiefblauer Himmel bieten dem Modelabel zum zweiten Mal in Folge den Hintergrund für die Frühjahr- und Sommersaison. Die spanische Modemarke setzt in diesem Jahr auf Farben, die sechziger Jahre und Filmemacher Fellini in der aktuellen Kollektion. Gedreht worden sind die ersten Videos zwischen dem Vulkan Aguilar und dem Timanfaya National Park.

WhatsApp Konten in Gefahr – Dutzende Nutzer von WhatsApp sehen sich auf den Kanarischen Inseln von Cyberangriffen bedroht: ihr WhatsApp Konto auf dem Smartphone ist im Besitz von Kriminellen. Dabei greifen die Täter ein

Sicherheitsleck in der Nutzerbestätigung. Die Opfer erhalten als erstes eine SMS mit einem sechsstelligen Bestätigungscode. Danach folgt von den Tätern eine mehrfach falsche Eingabe des Bestätigungscodes auf einem anderen Telefon, bis die Möglichkeit besteht eine E-Mail mit der Telefonnummer des Opfers als Bestätigung für das WhatsApp Konto zu senden. Wird dieser Schritt von WhatsApp bestätigt, haben die Täter Zugriff auf alle gespeicherten Daten des Nutzerkontos bei dem Chatdienstes. Eine Stellungnahme von WhatsApp zum Sicherheitsleck gibt es noch nicht.

Finanzielle Hilfen für Kurzarbeiter – Mit Zuschüssen von bis zu 100 Euro will die Regionalregierung denjenigen finanzielle Unterstützung bieten, die besonders stark von der Pandemie und der damit verbundenen Kurzarbeit betroffen sind. Mit monatlich 100 Euro extra sollen die Betroffenen über einen bisher nicht festgelegten Zeitraum zusätzlich zum Kurzarbeitergeld Überweisungen vom Staat erhalten. Vorrausetzungen dafür sind: weniger als 950 Euro monatliches Einkommen und eine Kürzung des Gehaltes durch Kurzarbeit von mindestens 30%. Auf den Kanarischen Inseln sind davon rund 30.000 Personen der rund 100.000 Personen betroffen, die aktuell weiterhin in Kurzarbeit sind.

Zweite Impfdosis erst nach 56 Tagen – Um den Mangel an Covid-19 Impfdosen zu kompensieren, soll auf den Kanarischen Inseln die zweite Impfdosis erst nach 56 Tagen verabreicht werden. Bisher liegen zwischen erster und zweiter Impfdosis drei bis fünf Wochen. Grund für den Vorschlag: eine Infektion wird bereits nach der ersten Impfdosis unwahrscheinlicher. Es könnten vor der zu erwartenden vierten Welle mehr Menschen mit Impfstoff versorgt werden. Ein Expertenrat rechnet mit 25% weniger Infektionen, 30% weniger Krankenhausbelegungen und 32% weniger Todesfälle innerhalb des Modells der zweiten Impfdosis nach acht Wochen. Während es bei AstraZeneca Impfungen keine Zeitplanänderung geben wird, soll der Zeitraum bei den mRNA-Impfdosen von BioNTech und Moderna auf bis zu 56 Tage gestreckt werden.

19. April 2021

.

Impfgeschwindigkeit nimmt zu – Mit einem Impfrekord hat Spanien die letzte Woche abgeschlossen: 1.545.758 Impfdosen gegen Covid-19 sind in den letzten sieben Tagen verabreicht worden. Um die angekündigte Prognose der Regierung zu erfüllen reicht auch diese Zahl nicht aus. Mit der aktuellen Impfgeschwindigkeit würde Spanien 40 Wochen benötigen um 30 Millionen Bürger mit zwei Impfdosen zu versorgen und so 70% der Bevölkerung zu immunisieren. Von Seiten der Regierung war geplant diesen Wert bis August zu erreichen. Hochgerechnet mit den verabreichten Dosen seit Ende Dezember würde dieses Ziel erst am 22. Januar 2022 erreicht werden. Auch diese Woche sind anhand der Liefertermine von Pfizer, AstraZeneca und Moderna lediglich 1,2 Millionen Impfdosen garantiert. Die Impfdosen von Johnson & Johnson bleiben bis zu einer Stellungnahme der EMA vorerst in den Kühllagern.

Kampfjets über Matagorda – Die ersten Eurofighter der spanischen Luftwaffe sind gestern Abend auf dem Cesar-Manrique-Flughafen auf Lanzarote gelandet. Sie sind Teil der Militärübung ‘Eagle Eye’ die von Montag bis Mittwoch an der europäischen Außengrenze stattfindet. Rund 2.000 spanische Soldaten sind Teil der periodisch durchgeführten Übung im spanischen Luftraum. In den kommenden Tagen werden immer wieder Kampfjets am Himmel über dem Archipel zu sehen und vor allem zu hören sein. Die Übung endet am 23. April.

11 Millionen Euro für sozialen Wohnraum – Bei Maneje in Arrecife auf Lanzarote sollen 200 Sozialwohnungen entstehen. Dafür stehen 11 Millionen Euro bereit. Errichtet werden innerhalb des bereits genehmigten Projektes drei Wohnblöcke mit jeweils 66 Wohneinheiten, verteilt auf fünf Stockwerke. Baubeginn ist Frühjahr 2022. Weitere drei Wohnblöcke sollen mit weiteren 200 Wohneinheiten auf dem gleichen Grundstück bis 2025 dazukommen. Der soziale Wohnraum bei Maneje enthält sowohl Ein-Zimmer Appartements, als auch Wohnungen mit zwei, drei und vier Schlafzimmern.

Party bei Corralejo aufgelöst – Die Guardia Civil hat bei Corralejo auf Fuerteventura eine Party mit 84 Gästen aufgelöst. Der Einsatz hat um 3.00 Uhr nachts stattgefunden, nachdem Anwohner die Polizei verständigt hatten. Das es sich um eine große Fiesta handelte konnten die Beamten bereits mehrere hundert Meter entfernt von dem Ferienhaus feststellen. Musik und Schreie waren über die gesamte Straße zu hören. So gut wie alle Gäste haben auf Mundschutz und ausreichend Abstand verzichtet, zudem hatte die Ausgangssperre auf Fuerteventura wegen Corona Warnstufe drei bereits um 21.00 Uhr begonnen. Am Wochenende hat die Polizei auf Fuerteventura weitere acht Veranstaltungen aufgelöst.

Banken specken ab – 17.000 Arbeitsplätze bei spanischen Banken sollen in den kommenden Monaten abgebaut werden. Damit reagieren BBVA, Caixa Bank und Santander aber nicht nur auf die Corona Krise – tausende Filialen sind Teil eines aufgeblähten Filialnetztes, dass seit den späten 1990er Jahren existiert und nicht mehr rentabel ist. BBVA verhandelt seit einer Woche mit Vertretern der Belegschaft über den Abbau von 3.000 Stellen. Caixa Bank will 10.000 Arbeitsplätze abbauen. Befeuert durch die Pandemie, in der viele Kunden gelernt haben ihre Angelegenheiten Online zu erledigen, schreitet die Umstrukturierung des spanischen Bankensektors schneller voran als geplant. Seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 sind in Spanien bisher 98.000 Arbeitsplätze verloren gegangen.

 

14. April 2021

 

Keine freies reisen mit neuem Impfpass – Sowohl Kritikern als auch Befürwortern des neuen europäischen Impfpasses sind die Zähne gezogen worden: das neue digitale Zertifikat wird weder mit besonderen Privilegien verbunden sein, noch werden Bürger gezwungen sein ihn zu beantragen. Beschlossen worden ist der Impfpass gestern in Brüssel, kommen soll er bereits ab Juni. Kostenlos für alle EU-Bürger. Ausgestellt werden kann er sowohl auf Papier, als auch in digitaler Form. Aus ihm geht hervor ob und wann gegen Corona geimpft worden ist, ob sein Besitzer über einen negativen PCR-Test verfügt und ob Antikörper festgestellt worden sind. Privilegien, wie von Kritikern befürchtet, sind damit aber nicht automatisch verbunden. Jedes EU-Land kann weiterhin, unabhängig vom Impfpass, Quarantäne und Beschränkungen verhängen – muss diese aber 48 Stunden vorher öffentlich bekannt geben.

Binter Canarias fliegt neue europäische Ziele an – Ab Juli fliegt Binter Canarias zusätzlich zum aktuellen Flugplan auch Toulouse, Marseille in Frankreich an. In Italien werden zusätzlich Turin und Venedig angeflogen. Auf dem spanischen Festland nimmt Binter Tarragona mit in den Sommerflugplan auf. Besonders attraktiv für kanarische Residenten: Binter bietet auch von Teneriffa Nord direkte Flugverbindungen nach Mallorca an – mit Residenten Rabatt für 43 Euro einfache Strecke. Alle Flüge sind online auf der Internetseite von Binter Canarias buchbar.

25% haben erste Impfdosis erhalten – Gegen Covid-19 geimpft sind auf den Kanarischen Inseln heute 120.000 Personen. Eine erste Impfdosis bereits erhalten haben weitere 422.000 Personen. Alleine gestern sind 17.000 Bürger mit einer Dosis versorgt worden. Damit sind 6,4% der Bevölkerung des Archipels gegen Covid-19 geimpft. Die Impfkampagne für die Altersgruppe über 80 Jahren ist so gut wie abgeschlossen, bereits begonnen haben die Impfungen für die Altersgruppe 70 bis 79 Jahre. Auch in der Risikogruppe 4 sind bereits fast 25% mit zwei Impfdosen versorgt worden. Die Impfungen in den Gruppen 7-9, in Altersgruppen zwischen 30 und 59 Jahren haben noch nicht begonnen.

Klassenzimmer am Strand – Innerhalb eines Pilotprojektes hat die Stadt Los Nietos in der Autonomie Murcia das Klassenzimmer an den Strand verlegt. Mit erstaunlichen Ergebnissen: die Kinder gehen gerne zum Unterricht, der Lernerfolg ist außergewöhnlich. Der Stadtstrand ist in acht Abschnitte unterteilt, jede Altersgruppe wird in einem eigenen Abschnitt unterrichtet. Durch die positiven Erkenntnisse hält Los Nietos weiterhin an dem Projekt fest, obwohl der Inzidenzwert von 34 pro 100.000 Einwohner eigentlich einen normalen Präsenzunterricht in Klassenräumen wieder zulassen würde. Lernen an der frischen Luft mit Blick aufs Meer. Laut den Lehrkräften sind die Schüler konzentrierter und aufnahmefähiger.

Öl- und Gasvorkommen ab sofort geschützt – Spanien wird nicht mehr nach fossilen Brennstoffen in nationalen Gewässern suchen. Das verbietet ein neues Gesetz, dass das Abgeordnetenhaus in Madrid beschlossen hat. Es ist Teil eines ganzen Gesetzeskatalogs gegen Klimawandel und für die Energiewende. Ein Jahr lang ist darüber intensiv diskutiert worden. Spanien folgt damit Ländern wie Frankreich, Dänemark und Neuseeland, die bereits ähnliche Reformen beschlossen haben. Ganz im Gegensatz zur ehemaligen Regierung unter Ministerpräsidenten Rajoy, als selbst in kanarischen Gewässern noch nach Erdöl gebohrt worden ist.

.

 

Amoklauf in Las Palmas – Ein Familienstreit endet in Las Palmas auf Gran Canaria mit zweit Toten und einem Schwerverletzten. Der 19 Jahre alte Marcos López hat mit einem Messer seinen Onkel und dessen 85 Jahre alte Mutter ermordet. Zwischen Onkle und Neffen hat ein minutenlanger Kampf in der Wohnung in der Calle Pérez del Toro 34 stattgefunden. Durch Schreie und fallendes Mobiliar alarmiert, haben Nachbarn die Polizei gerufen. Für beide Opfer kam jede Hilfe zu spät. Der Täter ist mit schweren Schnittverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei ermittelt in dem Fall.

Weiter steigende Infektionszahlen – Seit dem 22. März gilt auf Gran Canaria und Teneriffa Corona Warnstufe III. Den gewünschten Effekt hat diese Maßnahme allerdings verfehlt. Die Infektionszahlen steigen weiter. Die 7 Tages Inzidenz liegt auf Teneriffa bei 83 heute, auf Gran Canaria ist der Infektionswert auf 73 gestiegen. Auf Fuerteventura haben die Maßnahmen ihre Wirkung nicht verfehlt, hier soll in den kommenden Tagen die Corona Warnstufe von drei auf zwei herabgesetzt werden. Auf Lanzarote liegt die 7 Tages Inzidenz bei 45 heute.

Tourismus innerhalb des Archipels wieder möglich – Ab kommender Woche sollen Urlaubsreisen zwischen den Inseln wieder möglich sein – darüber will die Regierung Anfang nächster Woche entscheiden. Voraussetzung dafür soll Corona Warnstufe zwei sein, sowohl auf der Heimatinsel, als auch auf der Urlaubsinsel. Für einen Urlaub auf einer anderen Insel muss ein negatives PCR-Testergebnis mitgeführt werden.

Von 50km/h auf 20km/h in Städten – Ab dem 22. Mai gelten die neuen Höchstgeschwindigkeiten in Städten. Auch auf Stadtautobahnen soll es mit 80km/h eine neue Höchstgeschwindigkeit geben. Straßen mit einem Fahrsteifen werden in Städten dem Gesetzesvorschlag zufolge 30er Zonen, Straßen mit zwei Fahrstreifen, wie z. B. die Medular in Arrecife auf Lanzarote bleiben 50er Zonen und auf der Circunvalación, die Stadtautobahn rund um Arrecife, darf maximal 80 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Hintergrund zu den Änderungen der Höchstgeschwindigkeiten ist laut DGT, Dirección General de Trafico, eine neue Mobilität in Städten – längst hätten Fahrräder, E-Bikes und E-Roller als Protagonisten das Kraftfahrzeug abgelöst.

In Spanien ist die Inflation deutlich gestiegen. Die nach europäischer Methode erhobenen Verbraucherpreise haben im März im Jahresvergleich um 1,2 Prozent zugelegt. Damit hat das nationale Statistikamt die Schätzungen heute bestätigt. Im Februar hatte die Inflationsrate noch knapp im negativen Bereich gelegen. Ein starker Anstieg zeigte sich auch im Monatsvergleich. Die Verbraucherpreise haben im März um 1,9 Prozent zugelegt.

.

..

14. April 2021

13. April 2021

Tirma ist der beste Schokoriegel der Welt – Die kanarische Schokoladenmarke Tirma hat mit seinem Produkt „Ambrosías“ die Weltmeisterschaft der Schokoriegel gewonnen. Deutlich vor dem Zweitplatzierten „Kit Kat“. Mehr als zwei Drittel der Juroren haben sich für Tirma entschieden, weniger als ein Drittel für Globalplayer Nestlé. Jetzt soll das kanarische Getränk „Clipper“ zu ähnlichen Ehren gelangen und gegen Coca-Cola, SevenUp, Pepsi und Fanta antreten. Im Achtelfinale tritt das Kohlensäure Getränk mit Himbeere Geschmack gegen insgesamt acht Mitbewerber an. Das Getränk Clipper ist in einer Garage der beiden Brüder Mario und Octavio Juan Gómez 1956 in Las Palmas auf Gran Canaria entstanden und wird bis heute nur auf den Kanarischen Inseln vertrieben.

Lokalpolizei fordert generellen Corona Test – Die Gewerkschaft der Lokalpolizei fordert einen generellen Corona Test aller Beamten in der Provinz Las Palmas. Die Beamten seien einem ähnlich großem Ansteckungsrisiko ausgesetzt wie Mitarbeiter im Gesundheitsbereich. Bis heute ist nicht klar, wie viele Beamte sich in den letzten Wochen bei Ausübung ihrer Tätigkeit angesteckt haben, die verhängte Ausgangssperre durchzusetzen. Die Gewerkschaft verfolgt den Plan, per Testergebnis die Beamten auf Streife zu schicken oder ihnen, bei positivem Testergebnis, Quarantäne zu verordnen. Wie ernst es der Polizeigewerkschaft mit ihrer Forderung ist, zeigt die Androhung einer Klage vor dem Obersten Gerichtshof. Dort soll geprüft werden, ob ein allgemeiner Corona Virus Test für die Ausübung der Tätigkeit der Polizisten als Grundvoraussetzung eingefordert werden kann.

Erster nachhaltiger Hafen Spaniens – La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria wird der erste nachhaltige Hafen Spaniens. Das geht aus einem Projekt von Hispania Petroleum hervor. Ein eigenes Stromkraftwerk soll für den Hauptstadthafen von Gran Canaria ausreichend Energie liefern, um die Schiffe im Hafen zu versorgen. Bisher lassen diese ihre Motoren auch im Hafen laufen um sich mit Strom selbst zu versorgen. Das Stromkraftwerk soll mit Gas betrieben 70 Megawatt Energie erzeugen und die Emissionswerte die bisher im Hafen gemessen werden auf ein Minimum senken. In einer Übergangsphase sollen ältere Schiffe noch die Möglichkeit erhalten, selbst Energie im Hafen zu produzieren. Ab 2023 müssen in La Luz alle Frachter ihre Motoren abstellen und sich über sogenanntes „Cold Ironing“ mit der zur Verfügung gestellten emissionsfreien Energiequelle verbinden. Die durch die Verbrennung von Schweröl betriebenen Schiffe, darunter auch Kreuzfahrtriesen, machen einen ganz erheblichen Teil der Luftverschmutzung in Las Palmas aus.

Tuineje wird Zentrum von Dreharbeiten – Die Forschungssendung „Foundation“ wird 10 Teile auf Fuerteventura produzieren. Zentrum der Dreharbeiten ist Tuineje. Die gleichnamige Serie der Buchreihe des Biochemikers und Sciencefiction Buchautors Isaac Asimov wird exklusiv auf Apple TV gestreamt. Unter den Produzenten der Serie finden sich Größen wie David. S. Goyer der bereits „The Dark Knight“ und „Blade“ produziert hat oder Josh Friedman von „Avatar“ und „Terminator“. Die Science-Fiction Serie „Foundation“ gilt aktuell unter Fans des Genres als Blockbuster 2021.

Autovermietungen stoßen 70% ihrer Flotte ab – 60.000 Fahrzeuge haben Autovermietungen in den letzten 12 Monaten aus ihren Flotten abgestoßen. Das entspricht einem Wert von 70%. Vor der Pandemie haben 300 Autovermietungen auf den Kanarischen Inseln über insgesamt 82.000 Fahrzeuge verfügt, heute ist die Zahl insgesamt auf 22.000 geschrumpft. Eine Maßnahme um zu überleben, trotz Kurzarbeit und Unternehmerkredite durch die Regierung. 2020 haben Autovermietungen auf dem Archipel 230 Millionen Euro Umsatz gemacht – vor Corona waren es pro Jahr knapp 950 Millionen Euro. Die Zahl der Mietfahrzeuge ist heute mit 22.000 auf dem Niveau aus dem Jahr 1985 angekommen.

..

12. April 2021

 

.

Taucher mit 77 Kilo Haschisch festgenommen – In Las Palmas auf Gran Canaria war die Anti Drogen Einheit der Guardia Civil im Hafen von Los Cambullones im Einsatz und hat einen Taucher und einen Komplizen vorläufig festgenommen. Beide Männer sind an der Hafenmole mit vier Haschisch Paketen kontrolliert worden. Gesamtmenge 77 Kilogramm. Einem Polizeibericht zufolge lagerten die beiden Männer die Drogen unterhalb der Hafenmole auf einer Tiefe von rund 27 Metern. Die Beamten vermuten, dass die illegale Ladung bereits Wochen vorher von einem Boot ins Wasser geworfen und mit Gewichten auf dem Hafengrund versenkt worden ist.

Giftige Schwefelwolke mit Kurs auf die Kanarischen Inseln – Der Vulkanausbruch im Süden der Karibischen Inseln ist auch auf den Kanarischen Inseln messbar – eine Schwefelwolke zieht von Südwesten über den Archipel hinweg in Richtung spanisches Festland. Für die Bevölkerung besteht laut den Behörden keinerlei Gefahr. Auf den Satellitenaufnahmen zieht die giftige Wolke in großer Höhe über eine Distanz des gesamten Atlantiks zwischen der Karibik und dem afrikanischen Kontinent. Bereits heute Abend soll die Schwefelwolke in mehreren tausend Meter Höhe über dem Archipel messbar sein.

35 Leben gerettet – Zweimal war die Küstenwache im Süden von El Hierro im Einsatz. Die traurige Bilanz: vier tote Flüchtlinge, 35 werden in Krankenhäusern behandelt, 16 befinden sich weiterhin in Lebensgefahr. Zwei Flüchtlingsboote sind von der Luftaufklärung lokalisiert worden. Das erste 120 Seemeilen südlich von El Hierro, das zweite 220 Seemeilen südlich. Ohne den Einsatz der Küstenwache hätte es keiner der Flüchtlinge lebend auf die Kanarischen Inseln geschafft. Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Menschen die ihre afrikanische Heimat aus verschiedenen Gründen verlassen haben um nach Europa über den Archipel zu gelangen auf mehr als 3.500 gestiegen. Bestätigt worden sind bis heute 47 Todesfälle, beim Versuch die Kanarischen Inseln zu erreichen.

Kulturelle Veranstaltungen verschoben- Auf Lanzarote sollen die beiden Festivals „Sonidos Liquidos und „Festival de Cine“ stattfinden, allerdings nicht an den bisher gewohnten Veranstaltungstagen im Frühsommer, sondern erst im Herbst. Zumindest arbeiten die Veranstalter zusammen mit dem Cabildo der Insel daran – eine Garantie gibt es in der Pandemie Zeit zwar nicht, die Prognose ist optimistisch. Eine große Veranstaltung ist bereits für dieses Jahr gestrichen: der „Wine Run“ durchs Weinanbaugebiet La Geria soll erst 2022 wieder stattfinden. Die „Carerra del Vino“ findet immer in Verbindung mit der Weinernte der Bodegas statt. Ein späterer Termin im Herbst passt nicht in das kulturelle Konzept der Veranstaltung. Das Festival „Sonidos Liquidos“ ist vorläufig auf Oktober verschoben.

Bundestagswahl 2021 – Am 26. September wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Für Deutsche die im Ausland leben und an der Wahl teilnehmen möchten ist ein Eintrag in das Wählerverzeichnis der Bundesrepublik Deutschland Voraussetzung. Dieser Eintrag muss schriftlich erfolgen. Ein entsprechendes Formular dafür kann auf der Internetseite des Bundeswahlleiters heruntergeladen werden. Der Antrag um an der Wahl teilzunehmen muss bis spätestens 21 Tage vor der Wahl bei der zuständigen Gemeinde in Deutschland eingegangen sein, also vor dem 5. September 2021.

..

9. April 2021

9. April 2021

30er Zone wird ausgeweitet – Die Stadt Las Palmas auf Gran Canaria weitet die 30 Km/h Zone aus und setzt damit ein Zeichen für Fahrradfahrer und E-Roller. In den Stadtteilen Escaleritas, Siete Palmas, Schamann und Tamaraceite sollen in Zukunft Fußgänger, Fahrräder und E-Roller Vorfahrt vor Kraftfahrzeugen erhalten. In 72 Straßen im Innenstadtbereich von Las Palmas soll die Höchstgeschwindigkeit in Zukunft auf maximal 30 Stundenkilometer begrenzt sein. Die Höchstgeschwindigkeit der elektrobetriebenen Roller oder Segways darf maximal 25 Stundenkilometer betragen.

Ausbildungsproblem in Spanien – Die Arbeitslosenquote ist in Spanien während der Pandemie gestiegen. Paradoxerweise gibt es aber auch tausende Stellen die nicht besetzt werden können. Acht von zehn Personalchefs in Spanien berichten über freie Arbeitsplätze, die wegen fehlender Qualifikation nicht besetzt werden können. Das ist aus einer Statistik des Zeitarbeitsunternehmen Adecco zu entnehmen. In einigen Branchen gibt es bis zu 60% freie Stellen, besonders in der Informatik und Telekommunikation. Auch der Industriesektor sucht qualifizierte Schweißer, Electromechaniker oder Fräser. Für Ingenieure oder Administratoren mit Fremdsprachen gibt es tausende unbesetzte Stellen. 40% der freien Stellen setzten eine entsprechende Qualifikation voraus. Die Ursachen für unbesetzte Stellen in Spanien sind vielschichtig, zwei Gründe dominieren aber den Arbeitsmarkt in Spanien: Gehälter und Löhne sind in Spanien im Vergleich zu anderen EU-Ländern nicht konkurrenzfähig und die Mobilität der Arbeitnehmer hat in Spanien während der Pandemie abgenommen, vor allem zwischen den Autonomien hat die Bereitschaft den Wohnort wegen des Arbeitsplatzes zu wechseln abgenommen.

Die dunkle Seite der Pandemie – 55.500 Menschen auf der spanischen Warteliste des Gesundheitsamtes haben im letzten Jahr ihr Leben verloren bevor sie behandelt werden konnten, davon 3.200 auf den Kanarischen Inseln. Im Schnitt warten Patienten in Spanien aktuell 430 Tage auf die Behandlung oder Operation durch einen Spezialisten. Ein Zahlenwert der Studie, veröffentlich von der staatlichen Vereinigung der Sozialdienste, ist noch alarmierender: 74% der Personen, die innerhalb des letzten Jahres aus den Wartelisten der Autonomien für eine medizinische Behandlung verschwunden sind, sind verstorben. Die Ergebnisse der einzelnen spanischen Autonomien sind sehr unterschiedlich: Während die Wartelisten in Regionen wie Castilla y León, Andalusien oder Castilla La Mancha 2020 kleiner geworden sind, sind die Wartelisten für eine medizinische Behandlung in Ceuta y Melilla, Katalonien oder Canarias letztes Jahr länger geworden.

Office mit bestem Klima der Welt – Auf den kanarischen Inseln soll sich ein neuer Wirtschaftszweig etablieren. Diesen Wunsch verfolgt das Tourismusministerium mit dem Motto ‘Büro mit dem besten Klima weltweit’. Geplant sind in den kommenden fünf Jahren 30.000 Telearbeitsplätze. Den Trend zum Homeoffice in der Pandemie wollen die Kanarischen Inseln aufgreifen und in Zukunft ausbauen. Ein Marksegment, das in den letzten 12 Monaten von 30% auf 65% gewachsen ist. Eine Grundvoraussetzung ist in den meisten Zonen des Archipels bereits vorhanden: eine schnelle Internetverbindung. Coworking-Spaces und Coliving-Angebote sind ausbaufähig. Telearbeitsplätze verändern das bisherige Tourismusmodell nachhaltig – bisher ist der Tourismus auf zwei Modelle begrenzt: All-Inklusiv oder Individuell. Mit Telearbeitsplätzen wird die Aufenthaltsdauer deutlich verlängert. Der Sektor kann stabiler auf wirtschaftliche Entwicklungen in anderen EU-Ländern reagieren. 500.000 Euro sollen in 2021 in Werbemaßnahmen investiert werden, um in Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden und Finnland Unternehmen und Fachkräfte für Telearbeit auf den Kanarischen Inseln zu gewinnen.

Sechs Punkte für Telefonieren am Steuer – Entschieden hat die spanische Regierung über eine Modifizierung bei Sanktionen im Straßenverkehr: Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung kostet ab sofort sechs statt bisher drei Punkte. Damit ist das Punktekonto im Ernstfall halbiert. Mit 12 Punkten starten Führerscheinneulinge in Spanien. Wer drei Jahre lang ohne Verstöße im Straßenverkehr unterwegs ist erhält weitere zwei Punkte auf sein Punktekonto, maximal 14 Punkte gibt es insgesamt. Das Bußgeld für Telefonieren am Steuer bliebt bei 200 Euro, zahlbar innerhalb von vier Wochen mit einem Rabatt von 50%, danach ist die volle Bußgeldsumme fällig. Ablenkung durch das Mobiltelefon zählt in Spanien zu den häufigsten Ursachen tödlicher Verkehrsunfälle.

 

.

..

8. April 2021

&M entlässt 1.000 Mitarbeiter – Der schwedische Bekleidungskonzern H&M will mehr als 1.000 Mitarbeiter in Spanien entlassen und 30 Filialen schließen. Damit reagiert die Konzernleitung auf veränderte Verbrauchergewohnheiten wegen der andauernden Pandemie und der damit verbundenen Abstands- und Hygienevorschriften, sorgt aber gleichzeitig für einen Proteststurm der Gewerkschaften. CCOO und UGT halten dem Konzern seine Gewinnsteigerung im Onlinehandel vor, der im letzten Jahr um 40% gestiegen ist. Zudem hatte H&M, wie tausende andere Unternehmen auch, vom Kurzarbeitergeld der spanischen Regierung monatelang profitiert. Die Förderung durch Kurzarbeitergeld ist in Spanien mit einer sechsmonatigen Kündigungssperre verbunden. H&M hat angekündigt einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter zu präsentieren. Welche Filialen in Spanien von den Schließungen betroffen sind ist nicht bekannt.

Schlag gegen Menschenhändler – In Arona, Adeje und Santa Cruz auf Teneriffa sind mehrere Personen wegen Zwangsprostitution festgenommen worden. Der Polizeieinsatz war Teil einer internationalen Operation, an der auch britische und rumänische Behörden beteiligt waren. Razzien fanden auch in London, Madrid und Bukarest statt. Einem Polizeibericht zufolge gab es einen regen Austausch der Bande zwischen Teneriffa und London, wo die Frauen in Clubs zur Prostitution gezwungen worden sind. Auch in Adeje und Arona auf Teneriffa sind illegal betriebene Etablissements durchsucht worden. Insgesamt konnten 16 Frauen befreit werden, neun Männer aus Spanien, Groß Britannien und Rumänien sitzen in Untersuchungshaft.

2.900 Arbeitslose weniger – Die Arbeitslosenquote ist auf den Kanarischen Inseln leicht gefallen. Heute meldet das kanarische Arbeitsamt 280.650 Erwerbsfähige ohne Job – das sind 2.827 Erwerbsfähige weniger als im letzten Monat zur gleichen Zeit. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Arbeitslosenquote um 23% gestiegen. Am stärksten gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen auf den Kanarischen Inseln im Bereich der Dienstleitungen. Spanienweit ist die Zahl der Arbeitslosen in den letzten vier Wochen um 60.000 Personen gesunken.

30 Migranten aus Seenot gerettet – Die Flüchtlingswelle vom afrikanischen Kontinent reißt auf den Kanarischen Inseln nicht ab. Gestern hat die Küstenwache 30 Migranten in einem Festrumpfschlauchboot gerettet. Unter ihnen fünf Frauen und 25 Männer. Der Einsatz fand 20 Seemeilen südlich von Fuerteventura statt. Die Crew eines Fischkutter hatte das Zodiac entdeckt und die Behörden verständigt. Weiterhin ist die Küstenwache aus der Luft auf der Suche nach einem weiteren Flüchtlingsboot, das bereits am Montag die afrikanische Küste verlassen haben soll. Seit Jahresbeginn haben mehr als 3.400 Flüchtlinge aus Afrika die Kanarischen Inseln erreicht.

Gran Canaria weiterhin auf Corona Warnstufe 3 – Während Fuerteventura und Teneriffa auf Corona Warnstufe 2 herabgestuft werden, halten sich die Infektionszahlen auf Gran Canaria hartnäckig über einer 7 Tage Inzident von 70. Gestern lag dieser Wert bei 74. Zudem liegen die Infektionszahlen bei der Risikogruppe über 65 Jahren im roten Bereich, die Intensivbetten sind zu 22% belegt. 47% der Infizierten in den letzten 7 Tagen sind auf den Kanarischen Inseln auf Gran Canaria getestet worden. Aktuell liegt die 7 Tage Inzidenz auf Fuerteventura bei 50, auf Lanzarote bei 33.

.

..

7. April 2021

Maskentheater macht kanarische Regierung nicht mit – Der Aufschrei in der spanischen Presse ist immer noch zu vernehmen: Madrid hat in einem neuen Gesetzestext den Mundschutz obligatorisch gemacht – und zwar überall – egal ob auf einem Wanderweg in den Pyrenäen, auf einem Feldweg auf den Kanarischen Inseln oder an einem einsamen Strand am Meer. Ursprünglich war die Maskenpflicht mit einem Halbsatz verbunden, der den Mundschutz verpflichtend machte, sofern ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Nachforschungen haben ergeben, dass dieser Halbsatz bei der Lesung vor 144 Senatoren in Madrid einfach nicht mitgelesen worden ist. Aufgefallen ist es anscheinend niemandem der anwesenden Politiker. Jetzt soll es einen neuen Gesetzestext geben. Sowohl die kanarische Regierung, als auch die der Balearen und der Autonomie Valencias haben bereits angekündigt, an ihrer bisherigen Regelung festzuhalten: Maskenpflicht gilt solange ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Also weiterhin mit der Maske zum Strand und auf dem eigenen Strandtuch kann die Maske abgenommen werden.

Knapp 1.000 Bußgeldbescheide wegen Verstößen – Das Osterwochenende haben rund 1.000 Bürger in Las Palmas auf Gran Canaria teuer bezahlt: Die Polizei hat 912 Bußgelder verhängt wegen Verstößen gegen Hygiene- und Abstandsregeln. Auf Gran Canaria gilt Corona Warnstufe 3 seit dem 18. März. Dementsprechend gelten deutlich strengere Maßnahmen als zum Beispiel auf Lanzarote. Ein Großteil der Bußgelder ist aber am Wochenende nicht wegen Fiestas oder Partys in der Nacht verhängt worden, die Ausgangsperre war nur bei 5% der Bußgelder auschlaggebend. 70% der Anzeigen sind wegen fehlender Mundschutze ausgesprochen worden. Bei 638 Bürgern hatte die Polizei entweder gar keinen Mundschutz vorgefunden oder die Maske hing mehr am Hals als auf Nase und Mund.

Intensive Impf-Kampagne – In dieser Woche sollen 105.000 Canarios eine Impfung von BionTech oder AstraZeneca erhalten. Möglich machen das die beiden Lieferungen vom Freitag und Montag. Bis zu 15.000 Personen sollen bis Sonntag auf den Kanarischen Inseln täglich geimpft werden. Ab dem 19. April sollen auch die Impfungen mit der Monodosis von Johnson & Johnson auf dem Archipel beginnen. Anders als bei den bisherigen Impfpräparaten reicht bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson eine Impfdosis aus, bei BionTech und AstraZeneca wird zweimal im Abstand von drei bis 12 Wochen geimpft. Die Hochrisikogruppe über 80 Jahren, rund 70.000 Personen, sollen bis Ende der nächsten Woche komplett gegen Covid-19 geimpft sein.

Steuererklärung bei Staatshilfen notwendig – Rund 50.000 Canarios erwartet eine Überraschung bei der Steuerklärung in diesem Jahr. Wegen des bezahlten Kurzarbeitergeldes sind Steuerklärungen auch unter dem Grenzbetrag von 11.279€ Jahreseinkommen notwendig. Im letzten Jahr waren diese Personen noch von einer obligatorischen Steuererklärung befreit. Darüber hinaus steht jetzt bereits fest, dass in den meisten dieser Fälle eine Nachzahlung an den Fiskus droht. Grund dafür ist eine Regelung die bereits vor der Pandemie galt, bisher aber noch nicht modifiziert worden ist: Das Kurzarbeitergeld wird wie eine zweite Einnahmequelle vom Fiskus behandelt und wird deswegen auch genauso versteuert – also nicht wie finanzielle Hilfsleistung wie Mietunterstützung oder Mindesteinkommen. 

Digitale Nomaden neue Zielgruppe – Zwei Hotels auf den Kanarischen Inseln zeigen in der Pandemie den Weg aus der Krise. Sowohl das Playa del Sol in Playa del Inglés auf Gran Canaria als auch das Surfing Colors in Corralejo auf Fuerteventura sind so gut wie ausgelastet. Die Gäste sind sogenannte Remote Workers aus der ganzen Welt. Was bisher ein Nischenprodukt war explodiert seit einigen Monaten in den beiden Etablissements. Im Playa del Sol sind so gut wie alle 140 Zimmer von digitalen Nomaden belegt. Die Preise für die Zimmer bewegen sich pro Monat zwischen 650 Euro und 800 Euro. Ausgebaut worden ist in beiden Hotels das W-Lan Netz und die Internetanbindung. Die Pandemie hat weltweit den digitalen Wandel beschleunigt, die beiden Hotelbetreiber profitieren von dem Trend. Unter den Gästen finden sich Universitätsprofessoren, die ihre Vorlesungen Online abhalten, Informatikberater aus Amerika, oder Angestellte von KLM in Kurzarbeit.

.

..

6. April 2021

13% Ausländerquote – Von 100 Einwohnern auf den Kanarischen Inseln stammen 13 aus dem Ausland. Das ist ein Ergebnis des Nationalen Statistik Instituts. Innerhalb der acht Inseln gibt es enorme Unterschiede. Auf Fuerteventura liegt der Anteil von ausländischen Bürgern bei 30%, auf Gran Canaria lediglich bei 8,6%. 120.000 Einwohner zählt Fuerteventura, davon sind rund 36.000 keine spanischen Staatsbürger – im Jahr 2013 lag dieser Wert sogar bei 36%. Direkt danach kommt im Vergleich der Inseln Lanzarote, hier liegt der Anteil von Ausländern bei 25%. Insgesamt leben auf dem Archipel 292.000 Bürger mit ausländischem Pass, 135.000 stammen aus einem europäischen Land, 84.500 aus Lateinamerika.

Eine Million AstraZeneca Impfdosen für Spanien – 45.000 Impfdosen von AstraZeneca sind auf den Kanarischen angekommen – eine Lieferung die dafür sorgt, den vorgegebenen Impfplan weiter einzuhalten. Spanien hat insgesamt 1.000.000 Impfdosen von AstraZeneca erhalten. In einem Interview mit der Tageszeitung Canaria7 beantwortet Amós García Roja, Vorsitzender der spanischen Vereinigung für Impfwissenschaften, unangenehme Fragen zu AstraZeneca. García ist überzeugt davon, dass die Vorteile von AstraZeneca die Nachteile deutlich überwiegen. 18 Millionen Impfdosen sind in Großbritannien von diesem Impfstoff bereits verabreicht worden, sieben Todesfälle werden in Zusammenhang mit AstraZeneca in Großbritannien untersucht, ein Ergebnis gibt es bisher noch nicht. Alleine diese beiden Zahlen zeigen laut García das Verhältnis von Vor- und Nachteilen mehr als deutlich. García bringt in dem Interview auch den russischen Impfstoff Sputnik V ins Gespräch, um nach Überprüfung der europäischen Impfkommission, Engpässe in Europa zu überbrücken.

Strand bei San Bartolomé nicht verschmutzt – Nach einer Überprüfung durch die Gemeinde von San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria ist der Strand Playa del Águila wieder freigegeben. Die grünen Flecken am Ufer und am Strand stammen nicht von einer Verschmutzung durch Abwässer. Sie sind auf Mikroalgen zurückzuführen, die durch brechende Wellen am Strand verteilt worden sind. Für Badegäste besteht keinerlei Gefahr für die Gesundheit.

Campingplatz evakuiert – In der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Polizeikräfte in der Gemeinde Yaiza auf Lanzarote den Campingplatz Papagayo geräumt. Bereits am Donnerstag hatte die Gemeinde entschieden den Campingplatz zu schließen, bis zum Samstag verweilten trotzdem dutzende Campingbusse im Nationalpark Los Ajaches. Über Stunden hinweg versuchten Polizeibeamte Abstands- und Hygienevorschriften durch zusetzten, bis dann gegen 23.00 Uhr die Entscheidung gefallen ist, den Bereich komplett zu räumen. Heute befinden sich, auch wegen einer nicht klar formulierten Regelung, die Campingmobile bei Los Cocoteros de Guatiza, Caleta de Caballo en Teguise, Caleta de Famara, Playa de Arrieta, Órzola oder bei Las Malvas in Tinajo wieder, um die Osterwoche zu verbringen.

Kanaren wie bei 7 Tage Inzidenz von 56 – Wochenlang waren die Kanarischen Inseln in Sachen 7-Tage Inzidenz über dem spanischen Durchschnitt. Seit einigen Tagen liegt der Archipel aber wieder darunter, Tendenz weiter fallend. Die 7-Tage Inzidenz liegt in Spanien heute bei 97,6, auf den Kanarischen Inseln liegt dieser Wert heute bei 56. Zum Vergleich: Valencia meldet heute einen Inzidenzwert von 18 für die vergangene Woche, die Balearen 32, Castilla La Mancha 41 und Galizien 39. Innerhalb der Inseln des kanarischen Archipels zeigt die Statistik ganz unterschiedliche Ergebnisse: Lanzarote war über den Jahreswechsel das schwarze Schaf in Sachen Infektionszahlen, vergleichbar mit Madrid und fast 400 Infizierten pro 100.000 Einwohner. Heute liegt die 7-Tage Inzidenz bei 29 auf Lanzarote. Genau entgegen gesetzt verläuft dieser Graph auf Fuerteventura, Teneriffa und Gran Canaria – die Fallzahlen steigen auf diesen drei Inseln wieder an, auf Gran Canaria weniger steil, auf Teneriffa und Fuerteventura haben sie sich in den letzten 14 Tagen fast verdoppelt.

.

..

1. April 2021

Maskenpflicht auch an Stränden und in der Natur – Nachdem eine neue Gesetzreform im Boletin Oficial del Estado veröffentlicht worden ist, diskutieren die Vertreter der spanischen Autonomien über eine Maßnahme die bereits vor Monaten abgehakt war: Maskenpflicht überall, auch an Stränden, Schwimmbädern und in der Natur. Es gibt keinerlei Erkenntnisse darüber, sofern Abstandsregeln eingehalten werden, sich an Stränden oder in der Natur mit dem Coronavirus anzustecken. Bis gestern beinhaltete die Regelung auf den Kanarischen Inseln eine Maskenpflicht bis zum Strand, auf dem eigenen Handtuch konnte der Mund- und Nasenschutz abgenommen werden. Die neue Gesetzreform der Zentralregierung kassiert diese Möglichkeit. Ob der Gesetzestext noch modifiziert wird, bleibt abzuwarten. Morgen wird mit neuen Informationen zu diesem Thema gerechnet.

Mieten sinken um 1,4% – Seit Beginn der Pandemie sind die Preise für Mietobjekte auf den Kanarischen Inseln um 1,4% gefallen. Das geht aus einer aktuellen Statistik von Idealista hervor. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den beiden Provinzen Las Palmas und Santa Cruz. Während auf Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria die Mieten nur um 0,2% gefallen sind, verzeichnen El Hierro, La Palma, La Gomera und Teneriffa einen Rückgang der Mietpreise von 3,1%. Das sind die beiden globalen Ergebnisse. Innerhalb der einzelnen Gemeinden sind die Unterschiede noch größer: in Las Palmas sind die Mieten leicht gestiegen, während San Bartolomé de Tirajana einen Mietpreisrückgang von 10% verzeichnet, in Arrecife auf Lanzarote liegt der Rückgang bei 7%. Am stärksten gefallen sind die Mieten in San Miguel de Abona und in Arona auf Teneriffa.

Britische Mutation in 90% der Testergebnisse – Die britische Virusmutation ist in 90% der Testergebnisse auf Lanzarote nachgewiesen worden. Topwert in Spanien. Auch auf den anderen Kanarischen Inseln ist der Anteil der britischen Mutation bei den Testergebnissen bei Weitem nicht so hoch wie auf Lanzarote. Experten rechnen auch die hohen Infektionszahlen zum Jahreswechsel auf Lanzarote dieser Mutation zu. Zwischen Dezember und Januar lag die 7 Tage Inzidenz auf Lanzarote bei zwischenzeitlich 399. Auf den anderen Inseln liegt der Anteil der britischen Virusmutation zwischen 30% und 40%. Die beiden brasilianischen Virusmutationen P1 und P2 sind bisher auf den Kanarischen Inseln bei den Testergebnissen insgesamt viermal nachgewiesen worden.

Impfkampagne zu langsam – Die spanische Regierung in Madrid hat zu Beginn der Impfkampagne das Ziel ausgeben, 70% der Bevölkerung bis zum Sommer gegen Covid-19 geimpft zu haben. Der Sommer ist lang und ist theoretisch erst am 22. September zu Ende. Selbst mit diesem Datum gerechnet, wird Spanien nicht 70% der Bevölkerung geimpft haben, es sei denn die Impfgeschwindigkeit wird noch verdoppelt. Heute sind in Spanien 5,6% der Bevölkerung geimpft. Hochgerechnet mit der Impfgeschwindigkeit der letzten Monate würde Spanien bis September 2022 brauchen, um 70% der Bevölkerung geimpft zu haben. Auch liegen die Prognosen und die tatsächlichen Werte sehr weit auseinander: in der kanarischen Autonomie sollten pro Tag 9.549 Personen geimpft werden, tatsächlich liegt dieser Wert aber bei 2.682. In Madrid lag die Prognose bei 28.500 Personen pro Tag, erreicht wird aber ein täglicher Wert von 13.400 Personen. Aufgeholt werden kann diese Differenz mit zusätzlichen Impfstoffen von Johnson & Johnson und CureVac, die im April bzw. Mai zur Verfügung stehen sollen.

Weniger Badeunfälle – Die Bilanz der Rettungsschwimmer auf den Kanarischen Inseln fällt für 2020 positiv aus. Von Januar bis Dezember haben 39 Menschen im Atlantik vor den Kanarischen Inseln ihr Leben verloren – 29% weniger als 2019. Gemeldete Badeunfälle gab es seit Januar an den kanarischen Küsten insgesamt 161. Setzt man die geringe Zahl von Touristen im letzten Jahr, bedingt durch die Pandemie mit den Badeunfällen ins Verhältnis, ist das Ergebnis überraschend hoch. Unter den Opfern und Verletzen befinden sich auch Angler, Wassersportler und Taucher – ihre Zahl ist insgesamt aber gering. 95% der tödlichen Badeunfälle haben sich unter Ausländern ereignet, 9 von 10 Unfällen an Stränden mit roter Flagge.

.

..

31.März 2021

Bundestagswahl 2021 – Am 26. September wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Für Deutsche die im Ausland leben und an der Wahl teilnehmen möchten ist ein Eintrag in das Wählerverzeichnis der Bundesrepublik Deutschland Voraussetzung. Dieser Eintrag muss schriftlich erfolgen. Ein entsprechendes Formular dafür kann auf der Internetseite des Bundeswahlleiters heruntergeladen werden. Der Antrag um an der Wahl teilzunehmen muss bis spätestens 21 Tage vor der Wahl bei der zuständigen Gemeinde in Deutschland eingegangen sein, also vor dem 5. September 2021.

350 Container mit Verspätung – Das Containerschiff „Ever Given“ hat sieben Tage lang den Suezkanal blockiert und den Welthandel zum Erliegen gebracht. Die Auswirkungen sind überall spürbar, auch auf den Kanarischen Inseln. 350 TEUS, die Abkürzung für 20 Fuß Container, werden drei Wochen verspätet in La Luz auf Gran Canaria und in Santa Cruz auf Teneriffa eintreffen. Lebensmittellieferungen sind nicht betroffen, technische Produkte und Ersatzteile aber schon. 467 Frachter konnten wegen des blockierten Suezkanals nicht weiterfahren. Jetzt geht es darum die Frachter nach Prioritäten einzuteilen und die Durchfahrt zu organisieren. Vorfahrt haben in den kommenden Tagen Schiffe mit Tieren, Lebensmitteln oder medizinischen Produkten an Bord. Von offizieller Seite wird in rund drei Wochen am Suezkanal wieder mit Normalität gerechnet.

5.000 statt 40.000 Impfdosen geliefert – 100.000 Personen sind auf den Kanarischen Inseln bereits gegen Covid-19 geimpft. 7,5% der Bevölkerung über 16 Jahren hat den Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna erhalten. Jetzt verlangsamt sich die Impfkampagne zur Osterwoche hin wegen Urlaubstagen des Gesundheitspersonals. Dazu kommt eine deutlich geringere Liefermenge von AstraZeneca. Der Hersteller aus Oxford liefert statt wie angekündigt 40.000 Impfdosen nur 5.100. Die erste Impfdosis bereits erhalten haben auf den Kanarischen Inseln 182.600 Bürger. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 14%.

18 Tonnen Haschisch auf Fischkutter – Nach einem Einsatz der spanischen Küstenwache lagen im Hafen von La Luz auf Gran Canaria hunderte wasserdicht verpackte Pakete mit Haschisch. Auf einem Fischkutter unter panamaischer Flagge haben die Beamten 170 Seemeilen südlich von Gran Canaria 18.000 Kilogramm Haschisch sichergestellt. An Bord des 23 Meter langen Fischerbootes waren drei Besatzungsmitglieder mit ukrainischen Pässen. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Der Fischkutter ist seit Monaten von verschiedenen Polizeibehörden aus Europa beobachtet worden. Auffällig waren unter anderem die kurzen Aufenthalte in holländischen, spanischen und afrikanischen Häfen – außerdem verfügt das Boot über keinerlei Vorrichtungen um zu fischen.

Adios Lolita – Lanzarote verabschiedet sich von María Luzardo Hernández. Ein Urgestein für Unternehmergeist rund um San Bartolome, Playa Honda, Puerto del Carmen und Arrecife. Kuchen, Gebäck und vor allem belegte Brötchen verbindet man auf Lanzarote mit Lolita. Vor 46 Jahren betrieb Lolita ihr Geschäft noch von zu Hause aus und lieferte ihre Produkte mit dem eigenen Fahrzeug von Tür zu Tür. 1984 kam dann die erste Produktionsstätte, allerdings noch ohne Verkaufsraum – ihre Produkte lagen in Supermärkten zum Verkauf aus. Von 1992 bis 2001 kamen dann die eigenen Verkaufsfilialen überall auf der Insel hinzu. Nach dem Tod von María Luzardo Hernández erinnern heute verschiedene Tageszeitungen und Ayuntamientos an unermüdliche, freundliche und immer lächelnde Frau, deren Lebenswerk noch weit über ihre Lebenszeit hinaus Bestand hat.

 

..

29.März 2021

 

Roter Thunfisch so günstig wie noch nie – Er gilt als Delikatesse und darf nur zu bestimmten Zeiten gefangen werden: Roter Thunfisch. Für die Fischereiflotten auf den Kanarischen Inseln hat die Saison für Roten Thunfisch gerade erst begonnen. In den Supermarktregalen werden Kunden den besonders unter Sushi-Liebhabern begehrten Speisefisch vergeblich suchen. Weil die Fangquoten auf Gewicht beschränkt sind und weil der aktuelle Kilopreis bei nur rund sechs Euro liegt, haben viele Fischereiflotten auf den Kanarischen Inseln entschieden, abzuwarten. Beim Industrieministerium liegt ein Antrag vor die Saison bis zum 14. Juni zu verlängern. Hintergrund ist die Hoffnung der lokalen Fischindustrie auf wieder steigende Preise nach dem 26. April.

Reiseveranstalter locken mit attraktiven Preisen – Reiseveranstalter wie TUI, FTI oder Alltours locken bereits jetzt mit attraktiven Preisen für Flüge oder ganze Reisepakte für die Kanarischen Inseln. Sicherheit ob diese Reisen oder Flüge stattfinden gibt es Stand heute nicht, trotzdem geben die Angebote der Reiseveranstalter Hoffnung in Zeiten der totalen Verunsicherung. Das wirtschaftliche Interesse im Tourismussektor ist weder erloschen noch hat sich das Preissegment verteuert. Im Gegenteil! Die Preise für Reisen oder Flüge zu den Kanarischen Inseln sind attraktiver als vor Beginn der Corona Krise. Sowohl TUIfly, als auch FTI, Alltours, Norwegian oder EasyJet locken mit günstigen Flugtickets oder All-Inklusive Angeboten.

Anträge auf Kurzarbeit lassen nach – 20% der Angestellten auf den Kanarischen Inseln sind in Kurzarbeit geschickt worden. Die Antragswelle hat in den letzten Tagen weiter nachgelassen. Beantragt haben auf dem Archipel 195.000 Arbeitnehmer den sogenannten ERTE. Unter ihnen viele kleine Unternehmen und Autonomos. 270.000 Kurzarbeitsanträge sind in der kanarischen Autonomie seit Jahresbeginn eingegangen. Sieben von 10 Anträgen betreffen Zeitarbeitsverträge. Ein Drittel kommt von Unternehmen aus der Tourismusbranche.

Zuflucht für Meeressäuger – Seit mehr als 30 Jahren ist der Atlantik vor der Südküste Teneriffas als Schutzgebiet für Meeressäuger ausgewiesen. Heute tummeln sich vor dem 22 Kilometer langen Küstenabschnitt so viele Wal- und Delfinarten wie nirgendwo sonst in Europa. Das Gebiet zwischen Punta El Fraile und Punta Salema gilt als Rückzugsort für die größte Grindwal Population weltweit. Nur noch vor Harvey Bay in Australien und vor The Bluff in Südafrika sind bisher mehr Meeressäuger gezählt worden. Heute zeichnet die „World Catacean Alliance“ die Arbeit von Regierung und Unternehmen für den Schutz von Walen und Delfinen auf Teneriffa aus. Auf der Webseite der Organisation finden sich neben Teneriffa 23 weitere Schutzzonen weltweit, die Meeressäugern als Lebensmittelpunkt dienen.

Containerverkehr erlebt Fiasko – Die Pandemie wirkt sich wirtschaftlich besonders stark auf den Containerverkehr aus. Zu spüren ist das, was weltweit im Schiffsverkehr passiert, in den beiden Containerhäfen La Luz auf Gran Canaria und in Santa Cruz auf Teneriffa. 2019 lag der Lieferpreis für einen Überseecontainer von China auf die Kanarischen Inseln bei 1.000 Euro. Heute kostet die Lieferung 6.000 Euro. Auch andere europäische Häfen stehen vor demselben Problem. Damit verbunden sind Preisaufschläge für Produktions- und Ersatzteile die in Asien gefertigt werden, am Ende zahlt der Verbraucher mehr als letztes Jahr für Elektrogeräte, Möbel, Fahrzeuge oder Schuhe. Wegen der Pandemie ist der Schiffsverkehr 2020 fast gänzlich zum Erliegen gekommen, bis heute gelten in hunderten Häfen weltweit Quarantäne Vorschriften, die dazu führen, dass Containerschiffe bis zu 14 Tage nicht entladen werden dürfen. Diese Vorsichtsmaßnahmen

haben dazu geführt, dass in Häfen weltweit keine leeren Container mehr für die Logistik zur Verfügung stehen. Diese stapeln sich aktuell z.B. in Las Palmas oder in Santa Cruz. Häfen die vom Import profitieren, aber wenig exportieren. 11 Tage Transportzeit wird für einen 20 Fuß Container zwischen Ningbo in China und Los Angeles in den USA berechnet, entladen werden kann der Container erst nach einer 14-tägigen Quarantänezeit im Hafen. Vor Corona wären diese Container bereits nach zwei Tagen für weitere Transporte zur Verfügung gestanden. Die Hafenbehörde auf den Kanarischen Inseln rechnet mit einer Preisregulierung für den Containerverkehr in diesem Jahr nicht mehr. Für die Verbraucher bedeutet das weiter steigende Preise für alle Produkte die nicht komplett regional produziert werden können.

..

26.März 2021

.

Einzelhandel soll um 20.00 Uhr schließen – Das spanische Gesundheitsministerium versucht mit den spanischen Autonomien eine Einigung zu erzielen, um während der Osterferien die Öffnungszeiten des Einzelhandels auf 20.00 Uhr zu begrenzen. Es geht darum die vierte Corona Infektionswelle zu minimieren. Auch die Uhrzeit für die Ausgangssperre soll erneut diskutiert werden. Die Autonomie Castilla – La Mancha hat für die Region die Ausgangssperre bereits auf 20.00 Uhr vorgezogen. Die Zahl der Infizierten steigt auch in der Autonomie der Kanarischen Inseln seit dem 6. März langsam aber stetig an, die 7 Tage Inzidenz liegt heute bei 68.84.

70% bis Sommer geimpft – Die spanische Regierung hält an ihrem Versprechen fest, bis Sommer 70% der Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft zu haben. Mit einer Charge von einer Million Impfdosen von AstraZeneca sollen bereits in dieser Woche mehrere hunderttausend Spanier eine erste oder bereits die zweite Dosis erhalten. In den kommenden Wochen werden in den spanischen Regionen bis zu viermal mehr geimpft als noch zu Jahresbeginn. Impfstofflieferungen von Pfizer/BionTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson machen dies möglich. Angekündigt hat Johnson & Johnson heute, dass die einmal Impfdosis gegen Covid-19 mit einer Charge von 300.000 Stück Anfang April nach Spanien geliefert wird.

Keine Rückzahlung von bezahlten Tickets – Sowohl AirEuropa als auch Ryanair und Norwegien verweigern bisher die Rückzahlungen für gestrichene Flüge an die Reiseagenturen. Das geht aus einem Bericht der Tageszeitung Canarias7 hervor. 20% der Reiseagenturen auf den Kanarischen Inseln haben bereits ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Sechs Millionen Euro offene Forderungen stehen im Raum. Während Vueling, Binter Canarias und Iberia die Forderungen wegen stornierter oder gestrichener Flüge vollständig beglichen haben, weigern sich AirEuropa, Norwegian und Ryanair weiterhin sie zu bedienen. Der Fall von AirEuropa ist besonders pikant, da die spanische Fluggesellschaft Staatshilfen im dreistelligen Millionen Bereich angenommen hat. Zudem zahl der spanische Staat bei Flugtickets zwischen den Kanarischen Inseln und dem spanischen Festland 75% des Ticketpreises bei Residenten.

Calima wird intensiver – Fuerteventura war gestern die Insel die am stärksten von dem Wetterphänomen Calima betroffen war: der Feinstaubanteil von PM10 Partikel lag bei einer Konzentration von 209 pro Kubikmeter Luft, der maximale Grenzwert liegt bei 50 PM10 Partikel. Die Sicht auf Lanzarote und Fuerteventura war auf sieben Kilometer begrenzt. Mit Besserung rechnet der spanische Wetterdienst AEMET erst ab Freitag. Bis dahin bestimmt Calima auch die Werte auf der Quecksilbersäule. Dazu gilt eine Sturmwarnung für Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa.

Bewegung im Tourismus – Die Aussage von Premierminister Boris Johnson hat in Groß Britannien das Fernweh der Engländer geweckt. Johnson hat gestern von einem Lockerungsplan gesprochen, Reisen sollen ab dem 17. Mai wieder möglich sein. Bei den Reiseveranstaltern wird von einer Explosion auf dem Reisemarkt gesprochen. Innerhalb von 24 Stunden hätten sich die Reservierungen um 600% gesteigert. Sowohl EasyJet, als auch Jet2 und TUI melden einen regelrechten Boom bei Fernreisen. Hauptziele der Briten sind Spanien, Griechenland und Türkei. Von einem Reservierungsniveau wie in den Jahren vor der Pandemie sind die Zahlen aber sehr weit entfernt. Die 600% Steigerung bei Reservierungen basiert auf dem Niveau der letzten Monate. Mit Normalität rechnen Hotelbetreiber sowieso erst ab der nächsten Wintersaison, die Sommersaison wird aber für Belebung sorgen, nicht nur wegen Touristen aus Großbritannien.

 

..

24.März 2021

Kollaps in Laboren und Teststationen – Die Telefonleitungen in privaten Corona Laboren und Kliniken sind völlig überlastet, seitdem für einen Osterurlaub zwischen dem 26. März und dem 9. April auf einer anderen Insel ein negatives Testergebnis notwendig ist. Termine für Donnerstag oder Freitag gibt es keine mehr. Termine für die kommende Woche sind sehr rar. Das Testergebnis muss in elektronischer Form beim Check-In an Flughäfen oder beim Besteigen einer Fähre präsentiert werden. Wichtig dabei ist: für die Rückkehr an den eigenen Wohnort ist auf den Kanarischen Inseln kein negatives Testergebnis erforderlich, lediglich Personen die über sechs Jahren, die für einen Osterurlaub unterwegs sind, sind angewiesen ein negatives Corona-Testergebnis mitzuführen, das nicht älter als 72 Stunden ist.

Seniorenheime sind Virusfrei – Nach einem Jahr dürfen unter 14-jährige wieder ihre Großeltern besuchen. In kanarischen Seniorenheimen sind 97% der Bewohner und 94% des Personals gegen das Corona Virus geimpft. 16.000 Personen haben bereits die zweite Impfdosis erhalten, 500 weitere haben die erste Dosis erhalten und warten auf die Zweite. 249 Senioren haben eine Impfung abgelehnt.

Autovermietungen stoßen 70% ihrer Flotte ab – 60.000 Fahrzeuge haben Autovermietungen in den letzten 12 Monaten aus ihren Flotten abgestoßen. Das entspricht einem Wert von 70%. Vor der Pandemie haben 300 Autovermietungen auf den Kanarischen Inseln über insgesamt 82.000 Fahrzeuge verfügt, heute ist die Zahl insgesamt auf 22.000 geschrumpft. Eine Maßnahme um zu überleben, trotz Kurzarbeit und Unternehmerkredite durch die Regierung. 2020 haben Autovermietungen auf dem Archipel 230 Millionen Euro Umsatz gemacht – vor Corona waren es pro Jahr knapp 950 Millionen Euro. Die Zahl der Mietfahrzeuge ist heute mit 22.000 auf dem Niveau aus dem Jahr 1985 angekommen.

 

..

23.März 2021

Calima im Anmarsch – Die milden Temperaturen heute und morgen sind auf das Wetterphänomen Calima zurückzuführen. Bis Donnerstag rechnet der spanische Wetterdienst AEMET mit Temperaturen deutlich über den Normalwerten. Auf Lanzarote und Fuerteventura werden bis zu 30 Grad erwartet, auf Gran Canaria steigt die Quecksilbersäule auf bis zu 28 Grad Tageshöchstwerte an. Eine Wetterwarnstufe hat AEMET für die Kanarischen Inseln noch nicht ausgegeben, es wird aber mit einem deutlich höherem Feinstaubanteil in der Luft gerechnet.

SEAT baut 500.000 E-Autos pro Jahr – Die Jahrespressekonferenz des spanischen Autobauers SEAT hat mit einem Paukenschlag begonnen: 500.000 E-Autos pro Jahr will die VW-Tochter im Werk bei Barcelona ab 2025 produzieren. Das Modell gibt es bisher nur auf dem Papier. In der Seitenansicht erinnert das bisher namenlose Modell eher an den Honda E. Der Preis soll zwischen 20.000 und 25.000 Euro liegen. Unklar ist bisher ob bei Martorell nur ein E-Auto Modell oder eine ganze Reihe der batteriebetriebenen Fahrzeugmodelle von SEAT gebaut werden. Um den Plan umzusetzen fehlen noch finanzielle Zusagen der EU und der spanischen Regierung.

79 Verstöße gegen Hygiene- und Abstandsregeln – Am Strand von Güigüi auf Gran Canaria hat die Polizei eine illegale Fiesta beendet. 79 Personen, die meisten stammen aus Italien und Frankreich, sind wegen Verstößen gegen die aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen angezeigt worden. Ihnen drohen Bußgelder. Die Fiesta zum Halbmondfest, gleichbedeutend mit dem Frühlingsanfang ist in den letzten Jahren auch zelebriert worden. Aufmerksam geworden sind die Beamten durch das soziale Netzwerk Facebook, auf dem sich die Teilnehmer zur illegalen Party verabredet haben.

Proteste wegen geschlossenen Schwimmbädern – Die Internetplattform „Mas Deportes Canarias“ stellt sich gegen die seit Samstag auf Teneriffa, Gran Canaria und Fuerteventura geltenden Maßnahmen zur Reduzierung der Infektionsfälle und fordert eine Öffnung der Schwimmbäder auf den Kanarischen Inseln. Während andere Indoor Sporteinrichtungen wie Fitnessstudios und Padel-Plätze unter Auflagen weiterhin geöffnet bleiben, müssen Schwimmbäder schließen. Die intensiven Hygienemaßnahmen sind laut Mas Deportes Canarias vor allem in Schwimmbädern nicht zu Vergleichen mit anderen Sportanlagen und sollten ebenso von den Schließungen ausgenommen werden.

VOX fordert Neuwahlen – Die rechtspopulistische Partei VOX fordert sowohl in den spanischen Autonomien als auch landesweit Neuwahlen um der aktuellen Stimmung im Land gerecht zu werden. Pandemie, Wirtschaftskrise und illegale Zuwanderung hätten der Partei zu Folge ein inakzeptables Niveau erreicht, die Stimmung im Land könnte die aktuelle Koalition aus PSOE und Podemos Unidos nicht mehr vertreten. VOX versucht mit diesem Vorstoß von den aktuellen Meinungsumfragen im Land zu profitieren. Konzepte im Kampf gegen Migration, Pandemie oder Wirtschaftskrise hat es auch bei diesem Vorstoß von VOX nicht gegeben.

..

22.März 2021

 

Fährunfall von Fred Olsen hat ein juristisches Nachspiel – Bei dem Fährunfall vor Agaete auf Gran Canaria am 7. Januar haben Behörden und Reederei nicht Wahrheitsgemäß informiert. Mit diesem Vorwurf startet heute die Plattform „Salvar Agaete“ in die neue Woche und belastet die Hafenbehörde, das Rathaus und die Reederei Fred Olsen schwer. Es geht um die Freigabe der Strände rund um Agaete wenige Tage nach dem Fährunglück. Die Bentago Express war bei schwerer See und starken Windböen wenige Meter außerhalb des Hafens auf Grund gelaufen und Leck geschlagen. Laut Salvar Agaete ist dabei deutlich mehr Treibstoff ins Meer gelangt als offiziell angegeben. Die Schadstoffwerte hätten die Grenzwerte mehr als deutlich überstiegen. Der Einsatz von Chemikalien, um die Mineralöle aufzulösen ist dem Bericht zu Folge in einer Art und Weise erfolgt, der die Gesundheit von Menschen und Fauna nachhaltig schädigen könnte. Dem Bericht der Plattform folgt eine Petition um die Informationen, die bisher zurückgehalten worden sind, für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Frühlingsbeginn mit warmen Temperaturen – Der Bericht des spanischen Wetterdienstes AEMET fällt für die vergangenen Wintermonate auf den Kanarischen Inseln „normal“ aus. Es gab, bis auf die Schlechtwetterfront „Filomena“ zwischen dem 8. und dem 14. Januar, keine Klimaausreiser in Sachen Temperaturen. Die Durchschnittstemperaturen lagen mit 15,3 Grad um 0,2 Grad über den Ergebnissen der letzten Winter. Für die kommenden Wochen inklusive der Osterwoche erwarten die Meteorologen in Sachen Wetter Frühlingstemperaturen. Nur beim Niederschlag hat AEMET den Winter über Veränderungen festgestellt: es hat mehr geregnet als in den letzten vier Jahren um diese Zeit. Das sei aber nicht außergewöhnlich – außergewöhnlich war eher die Trockenheit der letzten vier Winter auf den Kanarischen Inseln.

Las Palmas bereitet sich auf Einschränkungen vor – Die Inselhauptstadt von Gran Canaria bereitet sich auf die neue Corona-Warnstufe vor und sperrt bereits alle öffentlichen Parks und Kinderspielplätze. Ab heute gilt Warnstufe 3, nachdem die Infektionszahlen auch in den letzten sieben Tagen weiter gestiegen sind. Für Bars, Restaurants und Cafeterias gelten seit heute neue Bestimmungen bei der Bewirtung: maximal vier Personen pro Tisch, Innenbereiche bleiben geschlossen, ab 22.00 Uhr herrscht Ausgangssperre. Dieselben Einschränkungen erwartet Fuerteventura ab heute. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute auf Gran Canaria bei 71,9, auf Fuerteventura bei 104,38 und auf Lanzarote, hier gilt weiterhin Corona-Warnstufe 2, bei 29.55.

Nur ein Sechstel gegen Covid-Impfung – 17% der spanischen Bevölkerung steht einer Impfung gegen Covid-19 skeptisch gegenüber. Ein Großteil, 77% wollen sich gegen das Coronavirus und die gesundheitlichen Folgen impfen lassen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die im Januar und Februar in Spanien durchgeführt worden ist. Auf den Kanarischen Inseln ist die Zahl der Befürworter noch höher als im spanischen Durchschnitt. 79% der Canarios stehen einer Impfung gegen Covid-19 positiv gegenüber. Zwei Drittel der Befragten gaben auf den Kanarischen Inseln an, die Pandemie und deren Konsequenzen beeinträchtigt, stark bis sehr stark ihre persönliche Situation, ein Drittel stellt wenig bis keine Veränderungen fest. Die Gesundheit ist für knapp die Hälfte der Bewohner des Archipels am Wichtigsten in der Pandemie, für 16% der Befragten steht die wirtschaftliche Situation an erster Stelle.

Gesundheitssystem schreibt 1.200 Stellen aus – In kanarischen Krankenhäusern wird massiv Personal aufgestockt. Insgesamt sollen in den kommenden 12 Monaten zusätzlich 1.232 Stellen besetzt werden, in so gut wie allen operativen Bereichen außer in der Administration. Damit reagiert das Gesundheitssystem auf dem Archipel auf die Entwicklung der letzten Monate seit Beginn der Pandemie. Der Antrag liegt bereits seit Dezember 2020 vor. Mit der Entscheidung reagiert die Regierung auch auf den immer größer werdenden Protest des Personals in Krankenhäusern. Seit Monaten steigen Überstundenkonten ohne Aussicht auf Besserung, Forderungen nach Streiks gab es in den vergangenen Monaten häufiger. Bis Dezember 2021 sollen 1.232 zusätzliche Stellen im Gesundheitsbereich besetzt sein.

..

19.März 2021

93.200 Telearbeitsplätze – Innerhalb der letzten 12 Monate hat sich die Zahl der Telearbeitsplätze auf den Kanarischen Inseln um mehr als 60% gesteigert. Heute arbeiten 93.200 Erwerbstätige flexibel und ohne festen Arbeitsplatz im Büro von zu Hause aus oder einem Ort ihrer Wahl. Einer von 10 Angestellten auf den Kanarischen Inseln hat seit Beginn der Pandemie die Möglichkeit erhalten seine Tätigkeit außerhalb der bisherigen Räumlichkeiten auszuführen. Dieser Trend ist auch auf dem spanischen Festland zu beobachten und läuft unabhängig von einem europaweiten Trend, der Arbeitskräfte aus anderen Ländern auf den Archipel lockt, um von hier aus Online für Unternehmen in der Heimat tätig zu sein. 3,5 Millionen Spanier arbeiten 2021 dauerhaft oder zumindest regelmäßig von zu Hause aus. Im Vergleich der EU-Länder liegt Spanien aber noch unter dem Durchschnitt: 14,5% der Arbeitnehmer haben in Spanien in diesem Jahr die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten, der EU-Durchschnitt liegt bei 21,5%.

Corona-Warnstufe 3 – Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa rutschen wegen der weiterhin steigenden Zahl von Infizierten ab Montag von Warnstufe 2 in Warnstufe 3. Das ist ein Ergebnis der wöchentlichen Ministerkonferenz zum Thema Corona und den damit verbundenen Inzidenzen. Bars und Restaurants müssen ab Montag ihre Tätigkeit nach draußen verlegen, bewirtet werden darf in geschlossenen Räumen während Warnstufe 3 nicht mehr. Die Fitnessstudios bleiben aber geöffnet. Ausgangssperre gilt ab Montag zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr. Auf La Gomera, El Hierro und La Palma gilt Corona-Warnstufe 1. Lanzarote befindet sich in Corona-Warnstufe 2.

PCR-Test für Heimkehrer – Um ein ähnliches Szenario wie um die Weihnachtsfeiertage zu vermeiden, verpflichtet Lanzarote alle Studenten bei ihrer Rückkehr über die Osterfeiertage zu einem PCR-Test. Unkompliziert und flexibel gibt es Möglichkeiten zur Terminvereinbarung per Telefon oder WhatsApp. Die Teststation ist immer von 8.00 Uhr morgens bis 19.00 Uhr abends geöffnet. Monatelang waren die Infektionszahlen auf Lanzarote im roten Bereich, begonnen hatte Welle zum Jahreswechsel und steht in enger Verbindung mit dem Rückreiseverkehr wegen der Feierlichkeiten um Weihnachten und Sylvester. Die Teststation in Arrecife ist eine Möglichkeit für einen PCT-Test, empfohlen wird aber bereits vor Antritt der Reise einen Test in einer der kostenlosen Teststationen auf dem Festland durchzuführen.

Fuerteventura bei Onlinebuchungen TOP – Wer Ostern in den Urlaub fliegen möchte hat in Spanien nur wenige Möglichkeiten. In so gut wie allen Autonomien gibt es eine Reisebeschränkung wegen der Corona Pandemie. Die Kanarischen Inseln sind von dieser Beschränkung ausgenommen, genauso wie auch die Balearen. Das Reisportal eDreams verzeichnet einen regelrechten Run auf Flüge, Hotels und Appartements auf Fuerteventura. Laut den Betreibern gehört die Insel zu den 20 meistgesuchten Reisezielen in den vergangenen 14 Tagen.

Lebensmittelwarnung – Vor einem Brotaufstrich der Marke ‘Bocadelia’ warnt die spanische Lebensmittelbhörde und hat alle Supermarktketten verpflichtet, das Produkt aus den Regalen zu entfernen. ‘Hühnchen mit Curry’ lautet die Produktbezeichnung bzw. ‘Pollo con Curry’ auf Spanisch. Dem Bericht der spanischen Lebensmittelbehörde zu Folge enthält dieser Brotaufstrich ein Lactose Allergen, dass nicht auf den Inhaltsstoffen der Verpackung ausgewiesen ist.

.

.

18.März 2021

Gastronomie bewirtet unter freiem Himmel – Die Stadt Las Palmas auf Gran Canaria präsentiert für den Gastronomiesektor eine Lösung auf dem kurzen Dienstweg: Stühle und Tische nach draußen, beantragt werden kann diese Lösung über ein Onlineportal, die Genehmigung erfolgt in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Damit verfolgt das Rathaus von Las Palmas eine unbürokratische Lösung um sowohl der Gastronomie zu mehr Umsatz zu verhelfen, als auch den Bürgern wieder eine sichere Möglichkeit zu bieten, sich auswärts zu treffen. Las Palmas liegt bei den Infektionszahlen innerhalb der Corona-Warnstufe 2+, Tendenz steigend. 3.000 Gastronomiebetriebe sind in der Inselhauptstadt gemeldet, nur jeder fünfte Betrieb verfügt über eine angemeldete Außenterrasse. Rund 100 kommen bereits morgen dazu, so viele Anträge sind gestern, kurz nach bekannt werden der neuen Regelung, im Laufe des Tages eingegangen. Genutzt werden sollen Parkplätze oder Fahrradwege um Tische und Stühle für Gäste nach draußen zu stellen. Damit das Rathaus auch bereits für Corona-Warnstufe 3 vor. Dann ist eine Bewirtung innerhalb der Geschäftsräume sowieso nicht mehr erlaubt.

115 Flüchtlinge gerettet – Vor Lanzarote und vor Gran Canaria hat die spanische Küstenwache insgesamt 115 Menschen gerettet. Die drei Flüchtlingsboote sind von einem Aufklärungsflugzeug der spanischen Küstenwache gesichtet worden, dass seit Tagen den Atlantik zwischen dem Archipel und dem afrikanischen Kontinent überfliegt. Das erste wurde vor Arrieta auf Lanzarote lokalisiert. An Bord dieses Bootes befanden sich 31 Flüchtlinge, neun von ihnen sollen unter 18 Jahre alt sein. Das zweite Boot ist vor Arguineguin auf Gran Canaria mit 38 Personen an Bord gesichtet worden. Ebenfalls vor Gran Canaria hat die Küstenwache weitere 48 Flüchtlinge an Bord eines Rettungsbootes geholt. Keiner der 115 geretteten Personen musste medizinisch versorgt werden. Laut Aussagen der Personen die sich auf dem ersten Flüchtlingsboote befanden, hat ein Mann die Überfahrt nicht überlebt. Seine Leiche ist bereits vor Tagen ins Meer geworfen worden. Damit steigt die offizielle Zahl von Opfern zwischen den Kanarischen Inseln und dem afrikanischen Kontinent seit Jahresbeginn auf 17 Tote an.

Gran Canaria mit zusätzlichen Flugangeboten nach Deutschland – Zur Osterwoche ist Gran Canaria ein mögliches Urlaubsziel für Urlauber aus Deutschland und der Schweiz. Voraussetzung für alle Einreisenden ist weiterhin ein negatives PCR-Testergebnis. Mehrmals pro Woche wird Gando auf Gran Canaria von Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Leipzig, Stuttgart und München angeflogen. Von Zürich nach Gran Canaria gibt es zwei Verbindungen pro Woche. Die Lage in der Tourismusbranche bleibt aber auf Gran Canaria trotz dieser positiven Nachrichten angespannt. Das Flugangebot über Ostern deckt auf Gran Canaria lediglich 18% des Angebotsvolumens das über Ostern 2019 herrschte.

Sechs Punkte für Telefonieren am Steuer – Entschieden hat die spanische Regierung am Dienstag über eine Modifizierung bei Sanktionen im Straßenverkehr: Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung kostet ab sofort sechs statt bisher drei Punkte. Damit ist das Punktekonto im Ernstfall halbiert. Mit 12 Punkten starten Führerscheinneulinge in Spanien. Wer drei Jahre lang ohne Verstöße im Straßenverkehr unterwegs ist erhält weitere zwei Punkte auf sein Punktekonto, maximal 14 Punkte gibt es insgesamt. Das Bußgeld für Telefonieren am Steuer bliebt bei 200 Euro, zahlbar innerhalb von vier Wochen mit einem Rabatt von 50%, danach ist die volle Bußgeldsumme fällig. Ablenkung durch das Mobiltelefon zählt in Spanien zu den häufigsten Ursachen tödlicher Verkehrsunfälle.

32 Stunden Woche – Mitten in der Pandemie und dem Beginn einer internationalen Wirtschaftskrise debattiert die Zentralregierung in Madrid über die Vier-Tages-Woche. Aus gutem Grund: eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit kann für mehr Arbeitsplätze sorgen. Das Thema ist nicht neu und ist bereits letztes Jahr zwischen den Koalitionspartnern PSOE und Podemos Unidos intensiv diskutiert worden. In der Provinz wird das Projekt jetzt umgesetzt, das in 200 Firmen für eine 32 Stunden Woche sorgen wird. Unterstützt mit einem Fonds von 50 Millionen Euro für teilnehmende Firmen. In Unternehmen in den USA, Neu Zeeland, Japan, Deutschland und der Schweiz haben zeitlich begrenzte Projekte aufgezeigt, dass eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit sowohl für die Produktivität der Unternehmen, als auch für die Gesundheit der Arbeitnehmer Vorteile bieten kann.

 

.

.

17.März 2021

Keine tödlichen Verläufe bei AstraZeneca Impfungen – 37.166 Impfungen mit dem AstraZeneca Impfstoff sind auf den Kanarischen Inseln durchgeführt worden. Schwerwiegende Nebenwirkungen oder tödliche Verläufe gab es keine. 40.800 Impfdosen von AstraZeneca stehen auf dem Archipel noch zur Verfügung. Verimpft werden können sie bis auf weiteres nicht. Bis zu einem Ergebnis der Untersuchungen der europäischen Medikamentenbehörde wegen rund 30 Thrombosefällen bei Patienten die den Impfstoff erhalten haben. In Spanien ist AstraZeneca Personen unter 55 Jahren gespritzt worden, außerdem dem Personal der privaten Gesundheitsversorgung, Lehrern und Mitgliedern der Guardia Civil. Bis heute ist in Spanien kein Fall von Thrombose im Zusammenhang mit AstraZeneca bekannt.

Olympiaqualifikation in Playa Blanca – Zwischen dem 19. und dem 26. März findet vor Playa Blanca auf Lanzarote die Qualifikation für Olympia der Bootsklassen Nakra 17 und 49er FX statt. Erwartet werden rund 500 Sportler und 121 Boote. An der Qualifikation für Tokio nehmen alle Aspiranten aus Europa und Afrika teil. Bei Nakra 17 handelt es sich um einen Foil-Katamaran mit einer gemischten 2-Personen Besatzung. Die Qualifikation der 49er FX findet Geschlechter getrennt statt, also jeweils eine Qualifikation für Männer und Frauen. Auch auf diesen Einrumpf-Booten mit Auslegern segelt eine 2-Personen Besatzung. Seit September letztes Jahr trainieren in Playa Blanca Olympioniken für die Klassen Nacra, Finn, 49er, 49er FX, Laser und Windsurf, nutzen die guten Wetterbedingungen und das milde Klima um sich für Tokio zu qualifizieren – die Olympiade findet zwischen dem 23. Juli und dem 8. August statt.

Kanaren überschreiten spanischen Covid-19 Durchschnitt – Monatelang waren die Kanarischen Inseln in Sachen 7-Tage Inzidenz deutlich unter dem spanischen Durchschnitt. Seit Tagen liegt der Archipel aber darüber, Tendenz weiter steigend. Die 7-Tage Inzidenz liegt in Spanien heute bei 59,92, auf den Kanarischen Inseln liegt dieser Wert heute bei 66,9. Zum Vergleich: Valencia meldet heute einen Inzidenzwert von 17 für die vergangene Woche, die Balearen 18, Castilla La Mancha 32 und Galizien 35. Innerhalb der Inseln des kanarischen Archipels zeigt die Statistik ganz unterschiedliche Ergebnisse: Lanzarote war über den Jahreswechsel das schwarze Schaaf in Sachen Infektionszahlen, vergleichbar mit Madrid und fast 400 Infizierten pro 100.000 Einwohner. Heute liegt die 7-Tage Inzidenz bei 27 auf Lanzarote. Genau entgegen gesetzt verläuft dieser Graph auf Fuerteventura, Teneriffa und Gran Canaria – die Fallzahlen steigen auf diesen drei Inseln seit Wochen an, auf Gran Canaria weniger steil, auf Teneriffa und Fuerteventura haben sie sich in den letzten 14 Tagen fast verdoppelt.

Gewerkschaften befürchten Kündigungslawine – Die Hotelketten NH, Iberostar und der Reiseveranstalter TUI haben angekündigt, auf Basis des ERE Modells ihre Belegschaft zu reduzieren. Nicht zu verwechseln mit dem ERTE Modell, das in Spanien für Kurzarbeit steht.  Entsprechende ERE Anträge dafür sind bereits letzte Woche eingereicht worden. Jetzt schlagen die Gewerkschaften Alarm und befürchten wegen der Tourismuskrise in der Coronapandemie Massenkündigungen zum Ende des Jahres. Die UGT Gewerkschaft stellt folgendes Rechenmodell auf: Im ersten Jahr der Corona-Impfkampagne könnten die Zahlen im Tourismus 50% des Ergebnisses aus 2019 erreichen. Dieses durchaus optimistische Ergebnis, würde laut UGT zu einem Verlust von 20% bis 30% der Arbeitsplätze im Tourismus führen. Die Gewerkschaften fordern eine Verlängerung des Kurzarbeitsprogramm ERTE über den 31. Mai hinaus. Bisher haben NH Hotels, TUI und Iberostar rund 750 Mitarbeiter auf Basis des ERE Modells gekündigt. Die Gewerkschaft UGT rechnet mit mehreren tausenden weiteren Kündigungen, sollte die Frist für Kurzarbeit in Spanien nicht über den Mai hinaus verlängert werden.

Office mit bestem Klima der Welt – Auf den kanarischen Inseln soll sich ein neuer Wirtschaftszweig etablieren. Diesen Wunsch verfolgt das Tourismusministerium mit dem Motto ‘Büro mit dem besten Klima weltweit’. Geplant sind in den kommenden fünf Jahren 30.000 Telearbeitsplätze. Den Trend zum Homeoffice in der Pandemie wollen die Kanarischen Inseln aufgreifen und in Zukunft ausbauen. Ein Marksegment, das in den letzten 12 Monaten von 30% auf 65% gewachsen ist. Eine Grundvoraussetzung ist in den meisten Zonen des Archipels bereits vorhanden: eine schnelle Internetverbindung. Coworking-Spaces und Coliving-Angebote sind ausbaufähig. Telearbeitsplätze verändern das bisherige Tourismusmodell nachhaltig – bisher ist der Tourismus auf zwei Modelle begrenzt: All-Inklusiv oder Individuell. Mit Telearbeitsplätzen wird die Aufenthaltsdauer deutlich verlängert. Der Sektor kann stabiler auf wirtschaftliche Entwicklungen in anderen EU-Ländern reagieren. 500.000 Euro sollen in 2021 in Werbemaßnahmen investiert werden, um in Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden und Finnland Unternehmen und Fachkräfte für Telearbeit auf den Kanarischen Inseln zu gewinnen.

.

.

16.März 2021

Auto fährt in Supermarkt – Das Gaspedal mit der Bremse verwechselt hat ein Autofahrer in Valtera in Arrecife auf Lanzarote. Einen Moment später befand sich sein Auto, ein Kleinwagen der Marke Ford, in einem Hipderdino Supermarkt wieder. Der Mann wollte ursprünglich auch einkaufen und vorher sein Auto auf dem Parkplatz des Supermarkts, wenige Meter vor der Eingangstüre abstellen. Verletzt worden ist bei dem Vorfall niemand, die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Cofete unter den schönsten Stränden der Welt – Die User von Tripadvisor haben die schönsten Strände der Welt gewählt. Ein kanarischer ist unter den besten 25. Genauer gesagt hat es Cofete auf Fuerteventura auf Platz 11 geschafft. Nur noch der Playa La Concha in San Sebastian ist aus spanischer Sicht unter den ersten 25 ausgezeichneten Stränden. Was Cofete im Vergleich zu den anderen Stränden bietet, ist kilometerlange unberührte Natur mit hellgelbem Sand und türkisfarbenem Wasser. Der Cofete Strand bei La Oliva liegt im Naturschutzgebiet und ist nur über eine mehrere dutzend Kilometer lange Sandpiste zu erreichen.

Felsabbruch bei Frontera – Auf El Hierro haben sich gestern bei La Frontera große Felsstücke gelöst und sind ins Meer gefallen. Die damit verbundene Steinlawine war über mehrere Kilometer sichtbar. Verletzt worden ist niemand, auch wurde bei dem Steinschlag keinerlei Infrastruktur beschädigt.

Die dunkle Seite der Pandemie – 55.500 Menschen auf der spanischen Warteliste des Gesundheitsamtes haben im letzten Jahr ihr Leben verloren bevor sie behandelt werden konnten, davon 3.200 auf den Kanarischen Inseln. Im Schnitt warten Patienten in Spanien aktuell 430 Tage auf die Behandlung oder Operation durch einen Spezialisten. Ein Zahlenwert der Studie, veröffentlich von der staatlichen Vereinigung der Sozialdienste, ist noch alarmierender: 74% der Personen, die innerhalb des letzten Jahres aus den Wartelisten der Autonomien für eine medizinische Behandlung verschwunden sind, sind verstorben. Die Ergebnisse der einzelnen spanischen Autonomien sind sehr unterschiedlich: Während die Wartelisten in Regionen wie Castilla y León, Andalusien oder Castilla La Mancha 2020 kleiner geworden sind, sind die Wartelisten für eine medizinische Behandlung in Ceuta y Melilla, Katalonien oder Canarias letztes Jahr länger geworden.

Lufthansa verdoppelt Flugangebot – Die Nachfrage nach Flügen auf die Kanarischen Inseln hat sich bei Lufthansa in den letzten Tagen mehr als verdoppelt. Auch für die Balearen übersteigt die Nachfrage aktuell das Angebot. Lufthansa hat bereits reagiert und beim Flugangebot nachgebessert. Innerhalb des zusätzlichen Angebots fliegt Lufthansa nahezu auf jede Kanarische Insel, nach Mallorca gibt es doppelt so viele Verbindungen von deutschen Flughäfen aus als noch vor einer Woche. Sowohl von Frankfurt als auch von München aus fliegt Lufthansa nach Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura bis zu sieben Mal pro Woche. Die Flüge sind ab sofort buchbar, verbunden mit attraktiven und flexiblen Umbuchungsmöglichkeiten.

.

12.März 2021

7-Tage Inzidenz bei 61 – Die Kanarischen Inseln gelten in der Schweiz nicht mehr als Risikogebiet. Deutschland hat diese Einstufung noch nicht verändert, auf der Internetseite des Robert Koch Instituts gilt Spanien und die Kanarischen Inseln weiterhin als Risikogebiet. Die 7-Tage Inzidenz liegt heute auf den Kanarischen Inseln bei 61. Dabei schwankt dieser Wert zwischen den einzelnen Inseln stark. Von 72 auf Fuerteventura, über 66 auf Gran Canaria und 65 auf Teneriffa. Auf Lanzarote, im Januar noch bei Inzidenzen zwischen 250 und 300 liegt die 7-Tage Inzidenz heute bei 32. Bereits mit der 2. Impfdosis versorgt wurden auf dem Archipel 58.482 Bürger.

Spanien macht dicht – Über die Osterfeiertage machen die spanischen Autonomien dicht und schließen die Grenzen zwischen den Regionen. Ausgenommen davon sind nur die Balearen und die Kanaren, hier wird die Reisefreiheit über die Feiertage nur eingeschränkt. Die Maßnahmen gelten zwischen dem 26. März und 9. April sowie zwischen dem 17. Und 21. März. Die Ausgangssperre wird in dieser Zeit auf den Inseln Gran Canaria, Teneriffa, Fuerteventura und Lanzarote zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr morgens liegen. Reisen zwischen dem Archipel und dem EU-Ausland sind davon nicht betroffen, bei der Einreise ist weiterhin ein negatives PCR-Testergebnis erforderlich.

Calima und Sturm – Das Wetterphänomen „Calima“ startet heute auf Lanzarote und Fuerteventura mit warmen Temperaturen, hohem Feinstaubanteil in der Luft und Windböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Kilometer pro Stunde. Gegen Abend sind die Einflüsse auch auf Gran Canaria und Teneriffa spürbar. Eine Wetterwarnstufe hat der spanische Wetterdienst AEMET bisher weder für Lanzarote noch für Fuerteventura ausgegeben. Trotzdem wird empfohlen sportliche Aktivitäten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen.

Containerverkehr erlebt Fiasko – Die Pandemie wirkt sich wirtschaftlich besonders stark auf den Containerverkehr aus. Zu spüren ist das, was weltweit im Schiffsverkehr passiert, in den beiden Containerhäfen La Luz auf Gran Canaria und in Santa Cruz auf Teneriffa. 2019 lag der Lieferpreis für einen Überseecontainer von China auf die Kanarischen Inseln bei 1.000 Euro. Heute kostet die Lieferung 6.000 Euro. Auch andere europäische Häfen stehen vor demselben Problem. Damit verbunden sind Preisaufschläge für Produktions- und Ersatzteile die in Asien gefertigt werden, am Ende zahlt der Verbraucher mehr als letztes Jahr für Elektrogeräte, Möbel, Fahrzeuge oder Schuhe. Wegen der Pandemie ist der Schiffsverkehr 2020 fast gänzlich zum Erliegen gekommen, bis heute gelten in hunderten Häfen weltweit Quarantäne Vorschriften, die dazu führen, dass Containerschiffe bis zu 14 Tage nicht entladen werden dürfen. Diese Vorsichtsmaßnahmen haben dazu geführt, dass in Häfen weltweit keine leeren Container mehr für die Logistik zur Verfügung stehen. Diese stapeln sich aktuell z.B. in Las Palmas oder in Santa Cruz. Häfen die vom Import profitieren, aber wenig exportieren. 11 Tage Transportzeit wird für einen 20 Fuß Container zwischen Ningbo in China und Los Angeles in den USA berechnet, entladen werden kann der Container erst nach einer 14-tägigen Quarantänezeit im Hafen. Vor Corona wären diese Container bereits nach zwei Tagen für weitere Transporte zur Verfügung gestanden. Die Hafenbehörde auf den Kanarischen Inseln rechnet mit einer Preisregulierung für den Containerverkehr in diesem Jahr nicht mehr. Für die Verbraucher bedeutet das weiter steigende Preise für alle Produkte die nicht komplett regional produziert werden können.

Ausbildungsproblem in Spanien – Die Arbeitslosenquote ist in Spanien während der Pandemie gestiegen. Paradoxerweise gibt es aber auch tausende Stellen die nicht besetzt werden können. Acht von zehn Personalchefs in Spanien berichten über freie Arbeitsplätze, die wegen fehlender Qualifikation nicht besetzt werden können. Das ist aus einer Statistik des Zeitarbeitsunternehmen Adecco zu entnehmen. In einigen Branchen gibt es bis zu 60% freie Stellen, besonders in der Informatik und Telekommunikation. Auch der Industriesektor sucht qualifizierte Schweißer, Electromechaniker oder Fräser. Für Ingenieure oder Administratoren mit Fremdsprachen gibt es tausende unbesetzte Stellen. 40% der freien Stellen setzten eine entsprechende Qualifikation voraus. Die Ursachen für unbesetzte Stellen in Spanien sind vielschichtig, zwei Gründe dominieren aber den Arbeitsmarkt in Spanien: Gehälter und Löhne sind in Spanien im Vergleich zu anderen EU-Ländern nicht konkurrenzfähig und die Mobilität der Arbeitnehmer hat in Spanien während der Pandemie abgenommen, vor allem zwischen den Autonomien hat die Bereitschaft den Wohnort wegen des Arbeitsplatzes zu wechseln abgenommen.

11.März 2021

Einwegplastik adé – Kaffeekapseln, Getränketüten, Strohhalme, Plastikbesteck – diese Dinge sollen in Zukunft kompostierbar sein oder vom Markt verschwinden. Was auf den Balearen bereits umgesetzt wird, soll auf dem Archipel übernommen werden. Einwegplastik gehört in sechs Monaten der Vergangenheit an. Diesen ambitionierten Plan verfolgt die Regionalregierung und gibt Supermärkten und Einzelhandel nur eine Frist von sechs Monaten. Betroffen sind alle Plastikverpackungen – angefangen von der Plastiktüte über Plastikringe für Sixpacks, Plastikbecher, Lebensmittelschalen, Strohhalme, Bonbontüten etc. Die Liste ist schier unendlich. In Zukunft dürfen auf den Kanarischen Inseln nur noch kompostierbare Verpackungen verwendet werden. Auch außerhalb der Lebensmittelkette sind tausende Produkte betroffen: Feuerzeuge, Tonerkartuschen für Drucker, Kaffeekapseln müssen entweder kompostierbar oder leicht zu recyceln sein. Die Umstellung wird vor allem für die Verbraucher eine Herkulesaufgabe – trotz jahrelanger Sensibilisierung für das Thema Umweltschutz und Recycling nutzen 90% der Canarios weiterhin bevorzugt die Plastikverpackung.

30er Zone wird ausgeweitet – Die Stadt Las Palmas auf Gran Canaria weitet die 30 Km/h Zone aus und setzt damit ein Zeichen für Fahrradfahrer und E-Roller. In den Stadtteilen Escaleritas, Siete Palmas, Schamann und Tamaraceite sollen in Zukunft Fußgänger, Fahrräder und E-Roller Vorfahrt vor Kraftfahrzeugen erhalten. In 72 Straßen im Innenstadtbereich von Las Palmas soll die Höchstgeschwindigkeit in Zukunft auf maximal 30 Stundenkilometer begrenzt sein. Die Höchstgeschwindigkeit der elektrobetriebenen Roller oder Segways darf maximal 25 Stundenkilometer betragen.

Neue Schneckenart entdeckt – Taucher haben vor Puerto del Carmen auf Lanzarote eine bisher unbekannte endemische Schneckenart entdeckt. Die Margarita Salas kommt in einer Tiefe von rund 60 Metern vor, lebt auf schwarzen Korallen und ist mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen. Sie wird nur einen Millimeter groß. Ihren Namen hat die zur Gattung der Rissoschnecke gehörende Art von der spanischen Biochemikerin, Molekulargenetikerin und Hochschullehrerin Margarita Salas. Die Frau die maßgeblich zur Entwicklung der Genanalyse beigetragen hat. Die Schneckenart ist endemisch, ist bisher nur auf den Kanarischen Inseln bekannt und ist während einer Studie zum Klimawandel und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Kryptofauna entdeckt worden.

Bevölkerungswachstum – Auf den Kanarischen Inseln werden laut einem Bericht des spanischen Statistikamtes im Jahr 2033 2.5 Millionen Menschen wohnen. 17,2% mehr als heute. Grund dafür wird in erster Linie Migration sein. Pro 1.000 Einwohner werden es bis 2033 168 mehr Zuwanderer als Auswanderer sein. Das entspricht rund 30.000 Bürgern mehr pro Jahr. Überhaupt steigt die Bevölkerungszahl in Spanien in den kommenden Jahren bis 2033 auf 49 Millionen an. Ein Viertel wird über 65 Jahre alt sein. Auch Spanienweit ist es die Migration, die für den Bevölkerungszuwachs in erster Linie verantwortlich ist. Die Geburtenrate ist auch in Spanien rückläufig und wird es laut den Hochrechnungen des spanischen Statistikamtes auch in den kommenden Jahren bleiben.

1.477 Euro Einkommen im Durchschnitt – Der Durchschnittslohn liegt auf den Kanarischen Inseln bei 1.477 Euro. Die Zahlen stammen aus Dezember 2020. Hundert Euro über der Region Extremadura, wo Arbeitnehmer am schlechtesten verdienen. Madrid und Pais Vasco sind weiterhin die beiden spanischen Autonomien in denen Arbeitnehmer im Schnitt am besten bezahlt werden. 1.990 Euro verdienen Angestellte im Durchschnitt pro Monat in diesen beiden Regionen Spaniens. Spanienweit bleibt es bei einem Trend zu mehr Kaufkraft und mehr Konsum – in allen Regionen wird mehr verdient als noch vor 12 Monaten.

 

10.März 2021

Nur ein Sechstel gegen Covid-Impfung – 17% der spanischen Bevölkerung steht einer Impfung gegen Covid-19 skeptisch gegenüber. Ein Großteil, 77% wollen sich gegen das Coronavirus und die gesundheitlichen Folgen impfen lassen. Das geht aus einer Umfrage hervor, die im Januar und Februar in Spanien durchgeführt worden ist. Auf den Kanarischen Inseln ist die Zahl der Befürworter noch höher als im spanischen Durchschnitt. 79% der Canarios stehen einer Impfung gegen Covid-19 positiv gegenüber. Zwei Drittel der Befragten gaben auf den Kanarischen Inseln an, die Pandemie und deren Konsequenzen beeinträchtigt, stark bis sehr stark ihre persönliche Situation, ein Drittel stellt wenig bis keine Veränderungen fest. Die Gesundheit ist für knapp die Hälfte der Bewohner des Archipels am Wichtigsten in der Pandemie, für 16% der Befragten steht die wirtschaftliche Situation an erster Stelle.

Reisebeschränkungen gelten nicht für Kanaren – Zwischen 17. März und 21. März und 26. März und 9. April gelten in Spanien besondere Einschränkungen für Reisen und Treffen. Die Kanarischen Inseln sind davon ausgenommen. Es geht um das Brückenwochenende San Juan und um die Osterfeiertage. Treffen mit maximal vier Personen drinnen und maximal sechs Personen draußen sind in dieser Zeit erlaubt. Reisen zwischen den autonomen Regionen in Spanien ist mit entsprechenden Auflagen bedingt erlaubt. Sowohl die Balearen als auch die Kanaren sind von dieser spanienweiten Regelung ausgenommen, können aber, sollten die Infektionszahlen wieder steigen, unter diese temporären Regelungen fallen.

Fünf Flüchtlinge ums Leben gekommen – Der Einsatz der spanischen Küstenwache 250 Kilometer südlich von Gran Canaria besiegelt eine weitere Flüchtlingstragödie an der EU-Außengrenze: nur 47 der insgesamt 52 Flüchtlinge haben die Flucht für ein besseres Leben überlebt. Vier der Opfer werden wohl nie identifiziert, sie wurden bereits Tage zuvor über Bord geworfen, die Einsatzkräfte der spanischen Küstenwache konnten neben 46 Überlebenden nur eine Leiche bergen. Sie sind nach Arguineguin auf Gran Canaria gebracht worden. Zwei Flüchtlinge mussten medizinisch versorgt werden und sind ins Krankenhaus für weitere Untersuchungen gebracht worden.

Illegale Party aufgelöst – In Corralejo auf Fuerteventura hat die Polizei die Personalien von mehr als 50 Personen aufgenommen. Sie haben sich auf dem Veranstaltungsgelände BAKU zu einer illegalen Party verbredet. Die meisten von ihnen sind Urlauber, Residenten waren kaum unter Partygästen. Aufmerksam geworden sind die Beamten durch das soziale Netzwerk Facebook, auf dem es dutzende Publikationen zu der Veranstaltung gab. Der Einsatz erfolgte gegen 1.30 Uhr nachts. Vorgefunden hat die Polizei eine Musikanlage, literweise Alkohol und Partygäste ohne Mundschutz oder entsprechende Abstände zueinander. Ihnen allen drohen Geldbußen zwischen 100 und 3.000 Euro.

Eigenes Reiseportal – Im Tourismusministerium der Kanarischen Inseln wird an einem eigenen Reiseportal gearbeitet. Ziel ist es, bis 2026 als eigner Reiseveranstalter aufzutreten. Per Webseite oder App sollen Touristen Flug, Unterkunft und Aktivitäten direkt buchen. Finanziert wird dieses Projekt, unter anderem, mit 300 Millionen Euro durch die EU. Vor allem bei lokalen Aktivitäten kassieren Reiseveranstalter bis zu 40% Provision von den Veranstaltern. Das weltweit größte Reiseportal Booking.com erhält 35% vom Anbieter oder Veranstalter. Finanziert aus dem EU-Fond „NextGeneration“ sollen auf dem Portal neben Unterkunft, Flug und Aktivitäten auch alle anderen Produkte angeboten werden, die auf den Kanarischen Inseln produziert werden. Mit deutlich geringeren Provisionen, als es die aktuellen Unternehmen bisher anbieten. Handwerkskunst, Landwirtschaft, Weinproduktion oder Industrie erhalten mit dem Portal einen zentralen Marktplatz im Web. Daran angeschlossen sein wird auch die entsprechende Logistik, um die Produkte europaweit direkt an den Kunden zu senden. Geplant sind Webportal und Smartphone App für das Jahr 2026. Bis dahin soll das Projekt in fünf Sprachen fertiggestellt sein.

9.März 2021

 

Keine Drehgenehmigung für Netflix – Die spanische Küstenbehörde hat den Antrag auf Drehgenehmigung für ‘Bienvenidos a Edén’ abgelehnt. Das Produktionsteam arbeitet bereits seit Februar auf Lanzarote. Entstehen soll eine achtteilige Serie die auf dem Streaming-Portal Netflix veröffentlicht wird. Innerhalb der Dreharbeiten sollten verschiedene Szenen von und vor der Küste bei Puerto del Carmen gedreht werden. Diese Arbeiten hat die spanische Küstenbehörde ‘Costa’ abgelehnt. Sowohl die FTL, die Föderation für Tourismus auf Lanzarote, als auch die Handelskammer der Insel kritisieren die Entscheidung scharf. Sie befürchten eine Absagewelle von anderen Produktionsfirmen für den Drehort Lanzarote. Brutal Media, verantwortlich für die Produktion der Serie ‘Bienvenidos a Edén’ hat bereits eine Entscheidung getroffen: die geplanten Aufnahmen an der Küste bei Puerto del Carmen werden in Aragón gedreht, wo für Brutal Media Planungssicherheit bei der weiteren Produktion gesichert ist.

Aldi auf den Kanaren – Die deutsche Discounter-Kette Aldi wird ab 2022 Filialen auf den Kanarischen Inseln eröffnen. Das logistische Zentrum wird in Telde auf Gran Canaria bereits errichtet. Auf dem spanischen Festland ist Aldi bereits aktiv, wegen der Pandemie verzögert sich die geplante Eröffnung auf den Kanarischen Inseln um weitere Monate. Ab Januar 2022 sollen auf dem Archipel vorerst 21 Supermarktfilialen entstehen. Supermarktdiscounter haben auf den Kanarischen Inseln eine noch junge Geschichte. Heute gibt es 1.052 Filialen auf dem Archipel. Davon gehören die meisten zu Dinosol und Mercadona. Der bereits seit Jahren operierende deutsche Supermarktdiscounter Lidl hat bisher 30 Filialen eröffnet und hat auf den Kanarischen Inseln einen Marktanteil von 6%.

Sturmwarnung –Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometer pro Stunde werden heute auf dem Archipel erwartet. Betroffen sind vor allem die westlichen Inseln mit Teneriffa, Gran Canaria, La Gomera und El Hierro. Am stärksten weht es in den Bergen rund um den Cumbre auf Gran Canaria. Für Lanzarote und Fuerteventura gilt die Sturmwarnung nicht. Der spanische Wetterdienst AEMET hält die Wetterwarnstufe Gelb für Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera und El Hierro noch mindestens bis heute Abend aufrecht.

Kohleenergie in Spanien vor dem Aus – Während in Deutschland Kohleenergie erst 2038 der Vergangenheit angehören soll, schalten Spanien und Portugal ihre Kohlekraftwerke bis Ende dieses Jahr ab. Betroffen sind in Spanien die Kraftwerke bei Soto de Oviedo und bei Gijon auf dem spanischen Festland. In Portugal wird am 1. November bei Lissabon das letzte Kohlekraftwerk vom Netz gehen. Der Betreiber EDP sieht sich mit seinen Kohlekraftwerken in Spanien und Portugal seit Jahren mit hohen Steuern und drastischen CO2 Abgaben konfrontiert, weswegen eine Stromproduktion auf Kohlebasis für EDP nicht mehr rentabel ist. Die ehemaligen Kohlekraftwerke sollen zu Stromspeichern umfunktioniert werden – EDP setzt auf der iberischen Halbinsel seit Jahren auf die Produktion von regenerativer Energie.

Neue Urlaubsangebote – Kleine Gruppen, exklusive Angebote, Kategorie Hochpreisig – Die Folgen der Pandemie zeigen dem Reisemarkt seine Grenzen auf und sorgen für neue Konzepte. G Adventures bietet seinen Kunden Reisepakete mit mehr Individualität in kleinen Gruppen. Darunter auch Segeln auf den kanarischen Inseln. Statt mit einem Kreuzfahrtriesen unterwegs zu sein, geht’s mit einer 15 Meter langen Segelyacht mit maximal 10 Personen in San Miguel auf Teneriffa los. Von dort über La Gomera und La Palma zurück zur Südwest Küste Teneriffas. Mehr Infos dazu auf Gadventures.de.

5.März 2021

Bei Kurzarbeit Top – Die kanarische Provinz führt in Spanien beim Thema Kurzarbeit. 80.000 Erwerbstätige sind im sogenannten ERTE, dem spanischen Pendant zur deutschen Kurzarbeit gemeldet. Das entspricht in der Provinz Las Palmas 13% der Angestellten, in der Provinz Santa Cruz 11%. Spanienweit sind 756.000 Erwerbstätige in diesem Programm, um Kündigungen zu vermeiden. Im Gegensatz zu den Kanarischen Inseln gibt es in Spanien durchaus Regionen, in denen Kurzarbeit zwar möglich wäre, davon Gebrauch machen aber z.B. in Castellón, Badajoz oder Guadalaja nur etwa 2% der Angestellten.

Genereller Corona Test erforderlich – Für die Einreise nach Spanien ist generell ein negativer Corona-Test notwendig. Das Testergebnis darf nicht älter als 72 Stunden sein, akzeptiert werden nur PCR-Testergebnisse. Die Abwicklung läuft über ein Formular auf der Webseite Spain Travel Health, das bereits seit Monaten von Einreisenden besucht und ausgefüllt werden muss. Dort wird das Testergebnis hochgeladen um einen entsprechenden QR-Code zu erhalten, der für die Einreise notwendig ist. Wie bisher auch wird dieser QR-Code an spanischen Flughäfen bei der Körpertemperatur-Kontrolle überprüft. In der Regel übernehmen die Fluggesellschaften bereits am Check-In die Überprüfung des Testergebnisses. An den meisten deutschen Flughäfen gibt es PCR-Teststationen, die Terminvereinbarung erfolgt Online.

Neuer Bußgeldkatalog – Mit einem neuen, härteren Bußgeldkatalog ist das spanische Verkehrsministerium ins Jahr 2021 gestartet. Seit dem 2. Januar werden Autofahrer mit sechs statt wie bisher drei Punkten sanktioniert, wenn sie das Mobiltelefon am Steuer benutzen. In Städten werden auf Straßen mit nur einer Fahrspur in beide Richtungen die Höchstgeschwindigkeit von 50km/h auf 30km/h reduziert. Wer auf Sicherheitsgurt, Kindersitz oder Helm verzichtet bekommt vier statt wie bisher drei Punkte auf sein Konto. Radarwarngeräte um Geschwindigkeitskontrollen zu umgehen kosten Autofahrer 500 Euro Bußgeld und drei Punkte. In Einbahnstraßen darf in Spanien ab Januar maximal 20km/h gefahren. In die ab 2021 geltenden Vorschriften sind auch E-Roller und Segways mit aufgenommen. Für sie gilt neben einer maximalen Höchstgeschwindigkeit auch ein Fahrverbot auf Bürgersteigen und in Fußgängerzonen. 

70.000 Geimpft – Auf den Kanaren sind 77% der gelieferten Impfdosen gegen Covid-19 an Bewohner und Mitarbeiter in Altersresidenzen verteilt worden, mehrere tausend Angestellte in Krankenhäusern sind gegen das Coronavirus geimpft worden. Von 90.000 gelieferten Impfdosen sind auf dem Archipel bereits 70.000 verwertet worden. Pro Tag werden auf den Kanaren im Schnitt 5.000 Impfdosen injiziert. Zwischen 13.000 und 22.000 Impfdosen liefern Pfizer und Moderna pro Woche in die kanarische Provinz. Bis Ende März sollen bereits rund 65% Angestellte in Krankenhäusern und Altersresidenzen gegen Covid-19 geimpft worden sein. Das Ziel 70% der Bevölkerung gegen Corona zu impfen soll bis Mitte des Jahres auf den Kanarischen Inseln abgeschlossen sein.

Verschobene Migrationsrouten – 2020 sind deutlich weniger Flüchtlinge nach Europa gelangt als in den Jahren zuvor. Das ist ein Ergebnis aus globaler Sicht auf den Kontinent Europa. Das Ergebnis ein Resultat intensiver FRONTEX Einsätze. Im Detail haben sich aber die Migrationsrouten verschoben. Das war in den letzten 12 Monaten auf den Kanarischen Inseln intensiv zu spüren. Auch Malta und Italien haben mehr Flüchtlinge aufgenommen als noch 2019. Auf den Kanarischen Inseln sind im letzten Jahr achtmal mehr Migranten aus Afrika angekommen als im Vorjahr. Von Solidarität aus den anderen spanischen Provinzen ist keine Rede, alleine mehr als 2.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge warten auf Integration, Bildung und eine dauerhafte Unterkunft. Für sie kommt rechtlich sowieso keine Abschiebung in Frage.

4.März 2021

Netflix auf Lanzarote – Mit einem Drehteam von rund 100 Personen arbeitet Netflix auf Lanzarote an der neuen Serie ‘Bienvenidos a Edén’ noch mindestens bis Mitte des Monats. Am 22. Februar haben die Dreharbeiten auf Lanzarote begonnen, am Montaña Bermeja, bei Los Hervidores und im Norden bei Haría. Protagonisten in der Serie sind unter anderem Amaia Salamanca, Diego Garisa, Ana Mena, Tomy Aguilera und Albert Baró, außerdem die aus Lanzarote stammende Schauspielerin Dariam Coco. Untergebracht ist das Filmteam im Los Zocos Club Resort in Costa Teguise. Der Komplex sollte eigentlich erst wieder ab Juni öffnen. Wegen der Nachfrage durch Brutal Media und die Filmproduktion konnte die Hälfte der Belegschaft aus der Kurzarbeit wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Die Nadel im Heuhaufen – Seit Montag sucht die Küstenwache aus der Luft nach einem Flüchtlingsboot mit 38 Flüchtlingen, unter ihnen sollen sich auch drei Kinder und neun Frauen befinden, darunter eine Schwangere. Bisher ohne Erfolg. Bei der Suche hat eine Aufklärungsmaschine gestern zwei andere Pateras entdeckt, ein kleines Boot mit zwei Flüchtlingen und eine weitere Patera mit 34 Personen. Diese Flüchtlinge konnten gestern von

einem Boot der Küstenwache gerettet und in den Hafen von Arrecife auf Lanzarote gebracht werden. Die Suche nach den 38 vermissten Flüchtlingen wird heute fortgesetzt.

Osterwoche mit zusätzlichen Beschränkungen – Für die Brückentage an Ostern plant die Regionalregierung neuen Einschränkungen für die Bevölkerung um die Ausbreitung des Coronavirus weiter zu verhindern. Ein kompletter Lockdown ist aber nicht geplant, so Regionalpräsident Angel Victor Torres gestern gegenüber Pressevertretern. Tourismus aus dem EU-Ausland soll auf den Kanarischen Inseln weiterhin möglich sein, verbunden mit entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln. Fiestas und Familienfeiern sollen aber während der Semana Santa unterbunden werden. Laut Torres waren in den vergangenen Monaten die meisten Infektionsherde auf private Feiern zurückzuführen, diese gilt es besonders während der Feiertage zu unterbinden.

Weniger Badeunfälle – Acht Menschen haben seit Jahresbeginn an den Küsten der Kanarischen Inseln ihr Leben verloren. Vier weniger als letztes Jahr zur gleichen Zeit. Dem Bericht von ‘Canarias, 1500 Km de Costa’ zufolge kommen zu den acht tödlichen Badeunfällen zwischen Januar und Februar noch 17 Badeunfälle hinzu, die die Opfer nach medizinischer Behandlung überlebt haben. Ein Großteil der Unfälle hat sich an Stränden mit roter Flagge ereignet, also an Stränden an denen die Beflaggung bereits Lebensgefahr signalisiert. Besonders gefährdet sind Personen über 65 Jahre, ein Viertel der Opfer seit Jahresbeginn war 65 oder älter. In der Statistik der tödlichen Freizeitunfälle liegt Ertrinken auf dem Archipel weiterhin auf Platz 1.

Warnstufe 3 auf Lanzarote – Auf Lanzarote gilt seit zwei Tagen wieder Warnstufe 3 – nach mehreren Wochen in der höchsten Warnstufe 4 können jetzt wieder Einzelhandel und Gastronomie über die 18 Uhr Grenze hinaus geöffnet bleiben. Während dessen sinkt die Inzidenz auf Lanzarote weiter, heute liegt die 7-Tage Inzidenz bei 35, die 14 Tage Inzidenz noch bei 112. Auf den anderen Inseln des Archipels gelten Corona-Warnstufen zwischen 1 und 2. Sollten sich die Infektionszahlen auf Lanzarote weiterhin so positiv entwickeln, gilt ab Montag auf Lanzarote Corona Warnstufe 2.

 

 

3.März 2021

.

Kreuzfahrttourismus kommt wieder ins Rollen – 263-mal werden bis August Kreuzfahrtschiffe in kanarischen Häfen erwartet. Das geht aus einer Pressemitteilung der Hafenbehörde hervor. Knapp die Hälfte der Kurzaufenthalte sind für die Region Las Palmas angemeldet, auf Lanzarote sollen Kreuzfahrtriesen bis August 32-mal anlegen, auf Fuerteventura 28-mal. Die Zahlen sind im Vergleich zu 2019 immer noch sehr gering, dreimal so viele Kreuzfahrtschiffe waren es im gleichen Zeitraum vor zwei Jahren. Auf der anderen Seite ist es in der Pandemie eine fast verlässliche Zahl, unabhängig wie sich die Infektionszahlen auf dem Archipel entwickeln: Kreuzfahrttourismus obliegt in Europa seit Ausbruch der Pandemie einem strengen Hygienekonzept. Sollte es trotz dessen zu einem Ausbruch auf einem der Schiffe kommen, verbringen Passagiere und Besatzung geschlossen eine Quarantäne an Bord.

Patera vermisst – Seit gestern Nachmittag sucht die Küstenwache nach einem Flüchtlingsboot zwischen Lanzarote und der afrikanischen Küste. An Bord sollen sich 38 Flüchtlinge befinden, die in Guelmim in Marokko mit Ziel Kanarische Inseln abgelegt haben. Der Hinweis stammt von ‘Caminando Fronteras’, einer Hilfsorganisation, die am Montag bereits sieben Flüchtlinge versorgt hat. Zeitgleich mit ihnen soll das vermisste Boot den Hafen in Marokko verlassen haben. Die Suche wird heute aus der Luft fortgesetzt.

Illegales Autorennen auf Lanzarote – Die Polizei ermittelt auf Lanzarote gegen 18 Halter von Jeeps und Pick-ups. Sie sollen sich am Sonntag zu einem illegalen Querfeldein-Rennen getroffen und die Natur in geschützten Zonen zerstört haben. Sowohl bei Tao und zwischen Famara und Teguise haben die Fahrzeuge Spuren hinterlassen. Es gibt Handyvideos, aufgenommen von Anwohnern, die die Polizei bei ihrer Ermittlungsarbeit unterstützen um die Halter der Fahrzeuge zu ermitteln. Ihnen drohen Bußgelder zwischen 600 Euro und 6.000 Euro.

Spanische Börsenunternehmen erfüllen Frauenquote – 39% der Unternehmen die im spanischen Aktienindex IBEX notiert sind, haben 2020 die geforderte Frauenquote in Führungspositionen erfüllt. In den Vorständen der IBEX Unternehmen waren im letzten Jahr ein Drittel weibliche Führungskräfte vertreten. Darunter Banco Santander, Red Eléctrica, CaixaBank oder IAG. Damit hat sich die Frauenquote in Führungspositionen in den letzten 10 Jahren in Spanien verdoppelt. Im Vergleich zu Deutschland und Frankreich ist das Ergebnis in Spanien aber weiterhin rückständig. In Frankreich sind in börsennotierten Unternehmen 44% Frauen in Führungspositionen vertreten, in Deutschland liegt die Quote bei 40%.

Tourismus wird sich schnell wieder erholen – In einem Interview mit dem Fernsehsender TVE zeigt sich die spanische Wirtschaftsministerin optimistisch zum Thema ‘Tourismus in Spanien’. Buchungen aus Groß Britannien und die Prognosen aus anderen EU-Staaten unterstützen die Meinung von Nadia Calviño. Damit verbunden sein wird in jedem Fall der digitale Impfpass, den neben verschiedenen EU-Staaten auch Spanien fordert. Er soll laut Calviño noch vor dem Sommer kommen. Mit Block auf die Osterferien bleibt die spanische Wirtschaftsministerin aber zurückhaltend – ‘Wir dürfen die positive Entwicklung nicht wegen einer einzigen Urlaubswoche aufs Spiel setzten und damit die Sommersaison gefährden’, so Calviño in dem Interview. ‘Die Lockerungen werden langsam und mit Bedacht vollzogen, um ab Juni wieder Normalität zu erreichen.’