Mix Radio Gran Canaria

22.Oktober 2020

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Ende der Reisewarnung erwartet – Seit mehr als 14 Tagen liegen die Corona-Neuinfektionen auf den Kanaren unter dem Schwellenwert von 50 pro 100.000 Einwohnern. Jetzt erwartet die Tourismusbranche des Archipels von der deutschen Liste für Risikogebiete gestrichen zu werden. Finn Ackermann, Vertriebschef der Hotelkette Iberostar, sagte gestern: „…es sei aktuell sicherer auf die Kanaren zu fliegen, als in Deutschland zu bleiben…“ Gleichzeitig laufen die Verhandlungen zwischen den spanischen und den deutschen Ministerien für sichere Reisekorridore weiter, unabhängig von der allgemeinen Reisewarnung. Ziel ist es anhand von Reisekorridoren die Inseln einzeln zu behandeln. Aktuell liegt die 7- Tages Inzidenz auf Gran Canaria bei 33,5, auf Lanzarote bei 22,3, auf Fuerteventura bei 35,1 und auf La Palma bei 18,6. Nur Teneriffa und La Gomera übersteigen aktuell bei der 7-Tages Inzidenz den Grenzwert von 50.

Ferienwohnungsmarkt verliert 9 Milliarden Euro – Wegen Covid-19 und der Pandemie haben Anbieter von privaten Ferienunterkünften in Spanien in diesem Jahr rund neun Milliarden Euro verloren. Die Auslastung lag den Internetportalen AirBnB und Booking zu folge bei 15% im Vergleich zum letzten Jahr. Mit einem Verlust von rund 70% sind die Kanaren und Balearen am stärksten von den Verlusten betroffen. Hoffnung auf eine Erholung des Sektors in der Wintersaison gibt es kaum. Die Betreiber setzten auf eine Bewegung in Richtung „Normalität“ erst zur Osterwoche 2021.

TÜV-Verlängerung abgelaufen – Auf Spaniens Straßen sind rund 5,75 Millionen Kraftfahrzeuge ohne gültige technische Überprüfung unterwegs. Wegen des Alarmzustandes hatte das Verkehrsministerium eine entsprechende Verlängerung, für Fahrzeuge deren TÜV bis Ende August gültig war, genehmigt. Diese Verlängerungsfrist ist jetzt abgelaufen. Laut einer Statistik des spanischen Verkehrsministeriums fahren auf spanischen Straßen auch rund 1,75 Millionen Kraftfahrzeuge ohne gültige Versicherung. Die Abteilung Trafico der Guardia Civil hat angekündigt bis Ende Oktober deswegen intensive Kontrollen auf den Straßen durchzuführen.

Eine Stunde geschenkt – Diese Headline hört sich einfach nur gut, in Wahrheit erhalten wir am kommenden Wochenende die Stunde zurück, die wir zur Umstellung zur Sommerzeit verloren haben. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Immer wieder wird über die Zeitumstellung diskutiert. Im März 2019 wird es eine Entscheidung von der EU dazu geben. Wie diese ausfallen wird, ist völlig unklar. Laut dem Institut für Energieeinsparungen, kurz IDAE, wird durch die Zeitumstellung pro Jahr insgesamt 5% Energie eingespart. 1974, kurz nach der ersten Ölkrise, ist die Zeitumstellung eingeführt worden um in der Sommerzeit das Sonnenlicht auszunutzen und Energie einzusparen.

Start der Grippeimpfung – Seitdem 15. Oktober läuft auf den Kanarischen Inseln die Impfkampagne gegen Grippe. Die Bilanz nach knapp einer Woche ist ernüchternd. Im Vergleich zu 2019 haben sich in der ersten Woche zum Start der Grippeimpfung auf den Kanaren deutlich weniger Menschen spritzen lassen.  Weiterhin zielt die Impfkampagne in erster Linie auf die beiden großen Risikogruppen ab: Kinder und Personen über 65 Jahren. Auch das Impfpräparat in diesem Jahr ist keine 100% Garantie eine Grippeerkrankung im Winter zu verhindern, die Symptome werden aber bei einer Impfung stark gelindert. Innerhalb der Impfkampagne gibt es einen speziellen Wirkstoff der gegen die Grippe bei Schwangeren eingesetzt wird. An der Grippe und den Folgen sind im letzten Jahr in Spanien 6300 Menschen gestorben, 89% davon hatten sich nicht gegen die Grippe impfen lassen.

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21.Oktober 20212

Infektionszahlen alleine sind nicht ausreichend – Während verschiedene Tageszeitungen heute von fast einer Millionen Corona-Infizierten in Spanien sprechen, von einem traurigen Rekord sind andere Zahlen der Corona Pandemie schwieriger zu finden. Wie viele mit Corona infizierte Menschen benötigen in Spanien medizinische Hilfe? Wie ausgelastet sind die Kapazitäten in den Krankenhäusern in den einzelnen Provinzen? In der als absoluter Corona Hotspot geltenden Region Madrid gibt es 6,6 Millionen Einwohner, 350.000 sind in den vergangenen 14 Tagen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Davon werden in Krankenhäusern weniger als 1% behandelt – 3.172 Patienten erhalten wegen Covid-19 in der Region Madrid stationäre Behandlung. Dem gegenüber stehen die Krankenhauskapazitäten: in der Region Madrid sind die Krankenhauskapazitäten zu 20% ausgelastet, die Intensiv-Kapazitäten sind zu 39% ausgelastet. Zum Vergleich: auf den Kanarischen Inseln sind 6.341 aktive Corona Fälle bekannt, davon benötigen 227 Personen stationäre Behandlung – das entspricht 3,58% aller aktiven Corona Fälle auf den Kanarischen Inseln.

Mundschutz abgelehnt – In Las Palmas auf Gran Canaria haben Polizeibeamte einen Mann festgenommen, nachdem er das Tragen eines Mundschutzes in einem Linienbus verweigert hat. Der Vorfall hat sich im Stadtviertel Hoya de la Plata ereignet. Der 47-jährige ist mehrfach vom Fahrer und von Fahrgästen des Busses auf das Tragen des obligatorischen Mundschutzes hingewiesen worden. Danach hat der Busfahrer die Polizei verständigt. Ihm droht eine Geldstrafe von bis zu 500 Euro.

Weniger Scheidungen während des Lockdowns – Im zweiten Quartal gab es auf den Kanarischen Inseln deutlich weniger Trennungen und Scheidungen als sonst auf den Kanarischen Inseln. Zwischen April und Juni im letzten Jahr lag diese Zahl in der kanarischen Provinz bei 1.445. 2020 während des Lockdowns lag diese Zahl um 29,9% niedriger – Spanienweit ist die Zahl der Trennungen und Scheidungen in der Quarantäne sogar um 42% gesunken. Die Zahlen stammen von der spanischen Justizbehörde und beleuchten die Situation von förmlichen Lebensgemeinschaften.

Radar COVID mit mäßigem Erfolg – Die spanische Corona App hat auf den Kanarischen Inseln nur wenig Erfolg. Lediglich auf 15% der Smartphones ist die Applikation aktiv. Dieses Ergebnis ist besser als das Nationale: Im Schnitt nutzen nur 13,6% der Spanier die App, der Experten im Kampf gegen Corona einen wesentlichen Stellenwert einräumen. Im Vergleich der Altersgruppen sind es die 18 bis 24-jährigen, die die Anwendung am seltensten benutzen. Die größte Nachfrage herrscht in der Altersgruppe 35 bis 44. Auch innerhalb Spaniens zeigen sich bei der Nutzung von `Radar COVID´ Unterschiede: Ein Viertel der Bevölkerung in der Region Aragon nutzt die Anwendung bereits – Topwert in Spanien. Am geringsten ist das Interesse an der App in Katalonien – dort nutzen nur 7,5% der Bevölkerung `Radar COVID´.


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20.Oktober 20212

Plan Renove startet heute – Beantragt werden kann ab heute die Subvention für den Kauf eines Neufahrzeugs. Sämtliche Unterlagen werden komplett online eingereicht, für den Vorgang ist ein elektronisches Zertifikat notwendig. Bis zu 4.000 Euro werden beim Kauf eines Neuwagens vom spanischen Staat bezuschusst, sofern ein Gebrauchtwagen in Zahlung gegeben wird. Ab November sollen die Subventionen ausgezahlt werden. Ist der Käufer des Neuwagens eine Privatperson, kann das Autohaus den Antrag stellen. Im Fall von E-Autos und Hybridfahrzeugen können neben den Subventionen mit dem Plan „Renove“ weitere 5.500 Euro vom Staat beantragt werden.

Nächster Reiseveranstalter fliegt wieder – Die Nordic Leisure Travel Group startet ab Samstag wieder mit Flügen auf die Kanarischen Inseln. Viermal pro Woche fliegt der wichtigste skandinavische Reiseveranstalter von Schweden und Norwegen aus auf den Archipel, einmal pro Woche nach Teneriffa und dreimal pro Woche nach Gran Canaria. Sobald die Reisebeschränkungen für die kanarische Provinz in Dänemark aufgehoben werden, damit wird ebenfalls noch in dieser Woche gerechnet, fliegt Nordic Leisure von dort aus fünfmal pro Woche nach Gran Canaria und Teneriffa. Von Finnland aus wird es von Nordic Leisure bis Januar keine Flugverbindungen auf die Kanarischen Inseln geben. Finnlands Regierung stuft nur gesamte Länder als Risikogebiete ein, nicht wie andere europäische Länder, die einzelne Regionen anhand von Infektionszahlen bewerten.

Sturmwarnung – Für verschiedene Teile des kanarischen Archipels gilt heute Alarmstufe Gelb oder Orange wegen Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h. Besonders betroffen sind La Palma und Teneriffa – auf diesen beiden Inseln gilt besonders in höheren Lagen besondere Vorsicht. Auf Gran Canaria, La Gomera und El Hierro gilt Alarmstufe Gelb. Stellenweise wird mit lokalen Regenschauern und einer Niederschlagsmenge von bis 15 Litern pro Stunde gerechnet. Frei von einer Wetterwarnstufe sind heute die beiden Inseln Lanzarote und Fuerteventura.

14 Flüchtlingsboote in 24 Stunden – 312 Flüchtlinge haben innerhalb von 24 Stunden die Kanarischen Inseln erreicht. Seit Donnerstag sind jeden Tag zwischen 220 und 360 Menschen aus Afrika in Booten auf den Kanarischen Inseln angekommen. Besonders im Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria ist die Situation alarmierend. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen sprechen von Verstößen gegen die Genfer Flüchtlingskonvention. An der Hafenmole sind rund 800 Flüchtlinge in Zelten untergebracht, es fehlt an ausreichend sanitären Anlagen. Seit Januar haben 9.100 Flüchtlinge die Kanarischen Inseln in Booten erreicht. Bei der bisher größten Flüchtlingswelle 2007 waren es zum Jahresende 9.181. Die kanarische Regierung hat die Europäische Union um Unterstützung gebeten – für 1.202 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge fehlt es in der Provinz an Ressourcen.

40.000 neue Wohnungen nötig – Das ist das Ergebnis einer Studie in Auftrag gegeben von der Fundación DISA. Auf den Kanarischen Inseln fehlen dem Ergebnis zu Folge 40.000 Sozialwohnungen. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich der Studie nach seit 2013 stetig verschärft, ohne dass die Regierung Mittel und Wege gefunden hat, die ständig steigenden Mietpreise zu regulieren. Sollte sich der Trend fortsetzten, zu wenig in den sozialen Wohnungsbau zu investieren, fehlen der Kalkulation der Studie zu Folge 2031 auf den Kanarischen Inseln 140.000 Sozialwohnungen. Die einzige Möglichkeit steigenden Mietpreisen entgegen zu wirken, ist laut der Studie sozialer Wohnraum mit staatlich festgelegten niedrigen Mieten. Die komplette Studie kann im Internet auf fundaciondisa.org abgerufen werden.

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19.Oktober 20212

Kreuzfahrten ab 5. November – Unter Auflagen sind Kreuzfahrten innerhalb des Archipels ab dem 5. November wieder erlaubt. Eine entsprechende Mitteilung dazu hat die Regionalregierung verfasst. Die Zahl der Touristen auf den Schiffen ist limitiert, die Routen liegen innerhalb der Provinz. Als erste Reedereien werden TUI Cruises und Hapag Lloyd den Betrieb wieder aufnehmen. Im Kreuzfahrtpaket enthalten sein muss eine entsprechende Gesundheitsversicherung, die im Fall von Quarantäne oder notwendiger ärztlicher Versorgung eintritt. Die Kapazität der Schiffe ist anfangs auf 60% reduziert. Für Kreuzfahrtschiffe die mit Passagieren von außerhalb der kanarischen Gewässer einen Hafen der Provinz anlaufen, ist ein Corona Test obligatorisch – für alle Passagiere und die gesamte Besatzung.

Neue Flugverbindungen – Norwegian Air verbindet ab dem 25. Oktober täglich Gran Canaria mit Madrid. Dreimal pro Woche fliegt Norwegian Air zwischen Gando und Barcelona, zweimal pro Woche wird Málaga angeflogen. Die Flugtickets kosten pro einfache Strecke zwischen 24,30€ und 28,80€. 100.000 Flugtickets pro Woche bietet Norwegian Air für den nationalen Markt an. Auf den Strecken bietet die Fluggesellschaft die modernsten Maschinen Europas an, die Flugzeuge sind im Schnitt 4,1 Jahre alt. Mit dem Angebot von Norwegian gibt es auch Bewegung beim Ticketpreis. In den vergangenen drei Jahren sind die Preise für Flugtickets zwischen den Kanarischen Inseln und dem spanischen Festland um 15% gestiegen. Im Durchschnitt kostet die Flugverbindung heute 118 Euro pro einfache Strecke.

Flüchtlingswelle reißt nicht ab – Elf Flüchtlingsboote und 323 Flüchtlinge sind die Bilanz der letzten 24 Stunden auf den Kanarischen Inseln. Damit sieht sich die kanarische Provinz weiterhin mit schier unlösbaren Unterbringungsproblemen konfrontiert. Alleine auf Gran Canaria sind seit gestern acht Flüchtlingsboote mit 175 Personen angekommen, vor Lanzarote sind 35 Flüchtlinge gerettet worden, ein Boot mit 112 Personen ist in einen Hafen auf Teneriffa geschleppt worden. Die Küstenwache war seit Samstagnachmittag ununterbrochen im Einsatz. Bisher ist nur bekannt, dass alle Flüchtlinge von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden sind und in Zelten untergebracht worden sind. Alle Flüchtlinge werden bis ein negatives Corona-Testergebnis vorliegt eine Quarantäne verbringen.

Krebsvorsorge ausgeschlagen – Rund 300.000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben auf den Kanarischen Inseln ein Recht auf regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen. Nur 70% machen davon Gebrauch. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Zahlenerhebung des Gesundheitsamtes. 30% der betroffenen Frauen nutzten die Krebsvorsorgeuntersuchungen überhaupt nicht – 85.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren. Die Krebsvorsorge des Gesundheitsamtes der Kanarischen Inseln verfügt über 10 feste Untersuchungsstationen und eine mobile Einheit, die regelmäßig abgelegene Orte und Dörfer besucht. Die Vorsorgeuntersuchungen werden im zwei Jahres Abstand durchgeführt.

Apollo sorgt für mehr Touristen auf Fuerteventura – Nach dem deutschen Reiseveranstalter TUI nimmt auch Apollo wieder seine Tätigkeit auf und sorgt seit Samstag wieder für Urlauber aus Norwegen auf Fuerteventura. Zweimal pro Woche fliegt Apollo nach Puerto del Rosario. Das Hotel Playitas Resort bei Gran Tarajal profitiert davon seit Samstag und blickt positiv auf die kommenden Wochen. Ausgebucht ist das vier Sterne Hotel ab dem 9. November. Die schwedische Olympiamannschaft verbringt ihre Vorbereitungswochen für Tokio auf Fuerteventura. 60 Athleten nutzen die Sportanlagen des Hotels um sich auf die Olympiade zwischen dem 23. Juli und dem 8. August vorzubereiten.

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15.Oktober 20212

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170 Flüchtlinge in 24h – Zwei Flüchtlingsboote haben den Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria gestern Nachmittag erreicht, ein Flüchtlingsboot mit 72 Flüchtlingen an Bord ist in den Hafen von Los Cristianos geschleppt worden. Unten den Flüchtlingen, die laut Polizeiberichten alle aus Marokko stammen, befinden sich 19 Kinder. Insgesamt sind in den letzten 24 Stunden 170 Flüchtlinge in sechs Flüchtlingsbooten auf den Kanarischen Inseln angekommen. Keiner von ihnen hat medizinische Hilfe benötigt. Sie sind in Zelten in den beiden Häfen Los Cristianos und Arguineguin untergebracht und stehen unter Quarantäne bis ein Ergebnis der Corona-Tests vorliegt.

Abstimmung zu Tourismushilfen – Im Parlament in Madrid geht es heute um 20 Milliarden Euro für den Tourismus. Während die Regierungskoalition aus PSOE und Podemos Unidos bereits gestern angekündigt hat, gegen weitere Finanzhilfen für den Tourismus zu stimmen, könnte es heute wegen der Stimmverteilung zu einer Überraschung kommen. Die Koalition hat wegen ihrer Minderheitsregierung alleine keine Mehrheit und ist auf Stimmen anderer Parteien angewiesen. Partido Popular, VOX und Ciudadanos bringen ein finanzielles Unterstützungspaket zur Abstimmung, das neben Hilfen für den Tourismussektor auch eine

monatliche Sozialversicherungsquote für Selbstständige von 60€ statt 360 Euro bis Ende 2021 beinhaltet – außerdem sieht der Vorschlag eine Ausweitung der staatlichen Pandemie-Kredite für Unternehmen vor.

Immobilienmarkt bricht um 60% ein – Zwei Drittel weniger Immobilienkäufe auf den Kanaren seit Beginn der Pandemie. Das ist ein Ergebnis eines Berichtes der spanischen Notarvereinigung. Der spanische Durchschnitt liegt bei einem Verlust von 48,1%, besonders hoch ist der Einbruch auf den Kanarischen Inseln. Mit dem Rückgang auf dem Immobilienmarkt ist auch der Preis für Immobilien in vielen spanischen Provinzen gesunken: darunter Valencia, Kanaren, Murcia und Madrid. In elf spanischen Provinzen gab es, trotz sinkender Verkäufe, in den letzten Monaten einen Preisanstieg: darunter Asturias, Castilla y León, Navarra und Cantabria.

Erneute Tests auf El Hierro – Im Hospital Nuestra Señora de La Candelaria auf Teneriffa sollen alle Corona-Tests erneut ausgewertet werden, nachdem es auf El Hierro mit 60 positiven Tests innerhalb von 24 Stunden zu einem ungewöhnlichen Testergebnis gekommen ist. 49 neue Infektionsherde sind in den letzten sieben Tagen auf den Kanarischen Inseln lokalisiert worden, 36 davon auf Teneriffa – 335 Personen sind davon betroffen. Die meisten haben sich im Arbeitsumfeld angesteckt, darunter auch Krankenhausmitarbeiter. Heute werden wegen schwerer Covid-19 Verläufe 230 Personen in kanarischen Krankenhäusern behandelt, die sieben Tages Inzidenz liegt auf den Kanaren heute bei 38,03.

Grippeimpfung – Ab heute gibt es in den Centros de Salud auf den Kanarischen Inseln die Möglichkeit sich kostenlos gegen die Grippe impfen zu lassen. Mitglieder der Seguridad Social können telefonisch Termine anfordern. Vorrang haben die beiden Risikogruppen: Kinder und Mitglieder über 65 Jahre. Die Impfkampagne gegen Grippe hat in allen anderen spanischen Autonomien bereits begonnen. 320.000 Impfdosen stehen in der kanarischen Provinz zur Verfügung. Termine für eine Grippeimpfung sind für Mitglieder der Seguridad Social unter der Telefonnummer 012 zu vereinbaren.

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14.Oktober 20212

500.000 Arbeitsplätze zu Weihnachten – Laut dem Zeitarbeitsunternehmen Randstad werden zum Vorweihnachtsgeschäft in Spanien rund 500.000 Arbeitsplätze geschaffen. Auf den Kanarischen Inseln gibt es in dieser Zeit rund 29.000 Arbeitsverträge, zeitlich befristet. Das sind 12% mehr als in der Vorweihnachtszeit 2019. Damit zeigt der Einzelhandel auf dem Archipel den größten Anstieg nach den Balearen und ist von einem Konsumrückgang wie in anderen Regionen in Spanien nicht so stark betroffen. Spanienweit wird mit rund 500.000 zeitlich befristeten Arbeitsverträgen in der Vorweihnachtszeit gerechnet.

Steigender Meeresspiegel und die Folgen – Die Klimaveränderung und der damit verbundene steigende Meeresspiegel wird bis 2050 rund 300.000 Haushalte an den spanischen Küsten bedrohen. Diese Zahl hat das Magazin Nature Communications in einem Bericht veröffentlicht. Die Springflut der letzten Tage mit einem Tidenunterschied von mehr als vier Metern hat auf den Kanarischen Inseln einen kleinen Vorgeschmack darauf gegeben, was uns in den kommenden Jahrzehnten erwartet. Alleine auf Gran Canaria hat der Katastrophenschutz 43 Küstenstellen ausgemacht, an denen in den kommenden Jahren Wohnhäuser überflutet werden, in Las Palmas sind 32.000 Haushalte betroffen. In dem Bericht wird mit einer interaktiven Karte der steigende Meeresspiegel an den Küsten weltweit dargestellt. https://coastal.climatecentral.org/map/14/-15.6241/27.7326/?theme=sea_level_rise&map_type=coastal_dem_comparison&elevation_model=coastal_dem&forecast_year=2090&pathway=rcp45&percentile=p50&return_level=return_level_10&slr_model=kopp_2017

Neuer Hybrid Bus in Las Palmas – Der schwarz lackierte Nahverkehrsbus in Las Palmas auf Gran Canaria hat nichts mit Halloween zu tun. Es ist ein Testmodell der Marke Volvo und wird drei Wochen lang im Stadtzentrum von Las Palmas testweise eingesetzt. Auf der Linie 45 zwischen Santa Catalina – Hoya Andrea. Die beiden Antriebe, Hybrid und Verbrennung, können separat oder gemeinsam eingesetzt werden. Das 12 Meter lange und 2,60 Meter breite Fahrzeug kann bis zu 90 Passagiere transportieren und sorgt mit den beiden Antrieben für einen 50% geringeren Schadstoffausstoß. Gekauft werden kann das Modell von Stadtverwaltung nicht auf direktem Weg, zuerst muss eine entsprechende Ausschreibung erfolgen, bei der andere Anbieter ähnliche Modelle anbieten.

Salzweltmeisterschaft – In Santa Cruz auf La Palma treten 18 Salzproduzenten im Kampf um die Weltmeisterschaft an. Es ist die zweite Salzweltmeisterschaft weltweit, auf La Palma sind immerhin 12 der 18 Teilnehmer von den Kanarischen Inseln. Sieben treten in der Kategorie „Flor de Sal“ an – die handwerkliche Produktion der Salzkristalle, die nur durch Meer, Wind und Sonne entstehen. Acht Teilnehmer treten in der Kategorie Meersalz an – die handwerkliche Produktion die zu den kleinen Salzbergen in den Salinen führt. Die Kanarischen Inseln blicken auf eine lange Tradition der Salzproduktion zurück, 60 Salinas waren auf dem Archipel aktiv. Aktuell wird noch auf fünf Inseln Salz aus dem Atlantik gewonnen.

Photovoltaik gewinnt an Stellenwert – Im Haushaltsplan der Kanarischen Inseln ist das Thema Klimawandel fest integriert. Laut dem Präsidenten Angel Victor Torres liegt eine Priorität im kommenden Jahr verstärkt auf regenerative Energie zu setzen. 40 E-Autos werden im kommenden Jahr den Fuhrpark der Regierung verstärken. Verschieden Parkplätze sollen mit Photovoltaik überdacht werden. 65,5 Millionen Euro stehen im Haushaltsplan für Investitionen in nachhaltige Energieproduktion. Bereits im Sommer hatte die Regionalregierung angekündigt den Klimawandel als festen Bestandteil in den Haushaltsplan für 2021 mit aufzunehmen und öffentliche Gelder verstärkt in die Produktion von regenerativen Energien zu investieren.

Teuerster Warenkorb Spaniens – Der Gang zum Supermarkt kostet in Las Palmas auf Gran Canaria so viel wie in keiner anderen spanischen Stadt. Laut dem Vergleichsportal kelisto.es sind pro Kopf und Jahr in Las Palmas 4.770 Euro für Lebensmittel notwendig. Mit diesem Ergebnis löst Las Palmas die Insel Lanzarote ab, die jahrelang auf Platz 1 in Sachen Preise für Lebensmittel war. Santa Cruz de Tenerife liegt dem Ergebnis von kelisto zufolge auf Platz acht im spanienweiten Vergleich. Weiterhin auf dem ersten Platz liegt Las Palmas in Sachen Transport. Öffentliche Verkehrsmittel und Kraftsoff sind so günstig wie in keiner anderen spanischen Stadt.

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13.Oktober 20212

Mann ertrunken – Am Strand von Las Gaviotas auf Lanzarote ist gestern ein 48-jähriger Taucher verstorben. Auf Höhe des Flughafens konnten Strandbesucher den bewusstlosen Mann aus dem Meer hohlen. Sofort eingeleitete Reanimierungsversuche am Strand hatten keinen Erfolg. Der Unfall hat sich gestern Vormittag gegen 10.00 Uhr ereignet.

Keine Corona-Tests an Flughäfen – Dem Plan der Regionalregierung für ein sicheres Reiseziel und einer Stimulierung des Tourismussektors hat der Flughafenbetreiber AENA einen Strich durch die Rechnung gemacht: Corona-Tests an spanischen Flughäfen wird es nicht geben. Jetzt wird an einem Plan-B gearbeitet. Weder innerhalb der Flughäfen, noch außerhalb können die Tests für Touristen durchgeführt werden. Die Stationen an den Hotels zu errichten würde dazu führen, dass Urlauber, die in Ferienunterkünften untergebracht sind, nicht getestet werden. Diskutiert wird jetzt innerhalb der Regionalregierung auf Basis des spanischen Grundgesetztes gegen die Entscheidung von AENA zu klagen. Artikel 148.1 des spanischen Grundgesetzes und Artikel 141 des Autonomiegesetztes waren bereits die Grundlage um Corona-Tests an Schulen des Archipels durchzuführen. Diese Gesetzesgrundlage könnte auch beim Thema Corona-Tests an Flughäfen angewendet werden.

25% weniger Infizierte – Während in kanarischen Medien immer noch nur von Infizierten gesprochen wird, zeichnen die Krankenhäuser auf den Kanarischen Inseln ein anderes Bild. Aktive Corona Fälle gibt es auf dem Archipel heute 6.950. 3,25% werden in kanarischen Krankenhäusern behandelt – das entspricht 226 Personen, 57 davon liegen auf Intensivstationen. Auf einzelnen Inseln aufgeteilt werden auf Lanzarote heute 6 Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt, auf Fuerteventura sind es 3. Freie Krankenhausbetten gibt es auf Gran Canaria 558, auf Lanzarote 128, auf Fuerteventura sind 66 Krankenhausbetten nicht belegt.

Freizeitanlage Playa Honda – Zwischen dem Flughafen auf Lanzarote und Playa Honda entsteht eine Parkanlage. Für das Projekt, das von der Esplanada bis zur Autobahnausfahrt reicht, hat die Gemeinde San Bartolomé bereits die Genehmigung erteilt. In den sieben Kratern des 70.000 m² großen Grundstücks sollen ein Amphitheater, ein Kiosk, teilweise überdachte Sitzmöglichkeiten, Fitnessbereich und Spielplätze entstehen. Ebenfalls geplant sind eine Skateanlage und ein kleiner See. Das Projekt haben die beiden Architekten Iván Torres Ramón und Martin Toimil Mato geplant. Für den Bau der Freizeitanlage stellt die Gemeinde San Bartolomé 2,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Modell zur Polschmelze – Das Projekt „Sea Level Rise“ zeigt wie der kanarische Archipel aussehen wird, wenn das Eis am Nord- und Südpol komplett schmelzen würde. Die Vertreter des Projektes sind Geologen und Ozeanologen. Sie haben auf Basis von Klimawandel und Erwärmung des Globus eine neue Meereshöhe errechnet, die 65 Meter über dem aktuellen Meeresspiegel liegt. Vorausgesetzt alles Eis auf beiden Polen wäre geschmolzen. Das Video zeigt wie stark die Küstengebiete der Kanarischen Inseln davon betroffen wären. Auch die Küste am afrikanischen Kontinent wäre kilometerweit unterhalb des Meeresspiegels. Das Video haben wir auf unserer Website gepostet. https://youtu.be/r7Pn5Hvr3r4

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12.Oktober 20212

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89 Erdbeben in 28 Stunden – Auf La Palma sind innerhalb von einem Tag so viele Erdbewegungen registriert worden wie noch nie. Das Red Sísmíca Canarias, ausgestattet mit mehreren hunderten Sensoren überall auf den Inseln, hat zwischen 22:51 Uhr am 8. Oktober und 02:26 Uhr am 10. Oktober am Cumbre Vieja 89 Beben registriert. Alle hatten eine Stärke von 1,1 auf der Richterskala, ihr Epizentrum lag in rund 30 Kilometer tiefen. Gefahr geht von den leichten Beben nicht aus, sie gehören zur Normalität auf einem Archipel vulkanischen Ursprungs.

Rücktrittsforderungen nach Ministerbesuch – Blas Acosta, Präsident der Insel Fuerteventura, fordert nach Scheitern der Gespräche über die Flüchtlingsproblematik den Rücktritt von José Luis Escrivá. Der Minister aus Madrid hatte eine Gesprächsrund im Ministerium in Puerto del Rosario frühzeitig verlassen, nachdem die Inselregierung Escrivá mit dem Fehlen jeglicher Hilfsorganisation an dem Gespräch konfrontiert hat. Also genau jener Organisationen, die sich seit Monaten täglich um die Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen beschäftigen.  Kritik an seinem Besuch kommt nicht nur von dieser Seite. Auch die Bürgermeisterin von San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria hatte Unverständnis darüber geäußert, keinerlei Einfluss auf die Regierungsgespräche zu erhalten, nachdem im Süden Gran Canarias seit Jahresbeginn tausende Flüchtlinge aus Afrika angekommen sind. Den Vorschlag El Matorral auf Fuerteventura als Flüchtlingsunterbringung wieder zu eröffnen, hat Escrivá abgelehnt. Die ehemalige Kaserne untersteht dem Innenministerium, das Ministerium für Migration hätte darüber keine Entscheidungsgewalt, so der Minister für Migration. Eine nationale Lösung zum Thema Flüchtlingswelle auf den Kanarischen Inseln gibt es weiterhin nicht.

Tauchunfall auf 40 Meter Tiefe – Im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria haben Taucher der Guardia Civil die Leiche eine Taucherin geborgen. Die Frau war mit einer Gruppe zum Wrack der Soo Yang getaucht. Das Wrack liegt seit 30 Jahren auf einer Tiefe von 41 Metern vor der Mole León y Castillo im Hafen von La Luz. Bisher ist der Unfallhergang ungeklärt. Die Polizeitaucher haben mehr als 24 Stunden benötigt um die Leiche der 30-jährigen zu bergen. In sehr trübem Wasser war die Sicht innerhalb des gesunkenen Schiffes teilweise auf wenige Zentimeter begrenzt.

Rauchen in der Öffentlichkeit verboten – Zwei neue Regeln gelten seit Freitag auf den Kanarischen Inseln im Alltag. Der Besuch eines Gesundheitszentrums ist nur noch mit zertifiziertem Mundschutz erlaubt. Die in vielen Farben und Mustern verfügbaren Stoffmasken gehören nicht dazu. Ebenfalls neu seit Freitag ist ein Rauchverbot auf den Straßen. Um eine dauerhafte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit durchzusetzen, ist auch der Konsum von Tabak oder die Nutzung von E-Zigaretten auf der Straße verboten.

Internationaler Feiertag – Der 12. Oktober wird in ganz Spanien gefeiert. Der sogenannte „Día de Hispanidad“ hat seinen Namen erst seit 1920. Davor hieß dieser Feiertag „Kolumbus Tag“ oder „Tag der Rasse“. Als „Día de la Razza“ wird dieser Feiertag inoffiziell in vielen Ländern Lateinamerikas geführt. Zelebriert wird der heutige Feiertag unabhängig von seiner Bezeichnung neben Spanien auch auf dem gesamten amerikanischen Kontinent, von Amerika bis Argentinien oder Chile. Aufgelehnt hat sich in verschiedenen Ländern die Bevölkerung gegen die Bezeichnung, nicht gegen den freien Tag. In Chile heißt der 12. Oktober mittlerweile „Tag der Begegnung der zwei Welten“, in Peru ist er zum „Tag der autochthonen Völker und des interkulturellen Dialogs“ umbenannt worden und in Argentinien trägt er den Namen „Tag des Respekts vor der kulturellen Diversität“. In Spanien soll der heutige Feiertag zwar weiterhin an das Kolonialreich erinnern, im Mittelpunkt steht aber Spaniens Einigung im 16. Jahrhundert.

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