Mix Radio Gran Canaria

01.02.2023

Jeden Tag ein Kreuzfahrtriese – Den Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria erwartet im Februar jeden Tag ein Kreuzfahrtschiff. Angemeldet haben sich unter anderem die AIDA, Mein Schiff, Marella Explorer, Azura, La Belle des Oceans, Vasco de Gama, die Norwegian Sun, die Iona und die Spirit of Adventure. Mehrere 10.000 Kreuzfahrttouristen werden in diesem Monat die Inselhauptstadt und deren Umgebung erkunden – die Urlauber sind Teil der Winterkreuzfahrtroute, die zwischen Madeira, den Kanarischen Inseln und Casablanca verkehrt.

Neuer Skatepark La Santa – Skater, Scooter und BMX-Fahrer in La Santa auf Lanzarote erhalten einen neuen Park. Die Gemeinde investiert rund 200.000 Euro, um an der Avenida del Marinero einen neuen Skatepark mit Grünanlage zu installieren. Erste Bilder hat die Gemeinde bereits zu dem Projekt veröffentlicht. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.

Bohrplattform gestürmt – Vier Umweltaktivisten von Greenpeace haben nördliche der Kanarischen Inseln eine Bohrplattform des Shell Konzerns gestürmt. Nach erfolgreicher Aktion wehte an der Plattform ein Banner mit der Aufschrift „Stoppt Bohrungen, zahlt für die Schäden“. Angaben der Organisation zufolge, verfügen die vier Aktivisten über ausreichend Lebensmittel um Tage auf der Plattform zu verbringen. Zu der Aktion gibt es ein Video im Netz, gedreht mit einer Drohne, die die Erstürmung dokumentiert.

Neue Steuer für Einwegverpackungen – In Spanien gilt seit Jahresbeginn eine neue Steuer für Plastik Einweg Verpackungen. Von dieser Steuer bekommen Verbraucher direkt kaum etwas mit, die Hersteller müssen die Steuer bei Verwendung von nicht recyceltem Plastik bei Einwegverpackungen direkt Abführen. 45 Cent pro Kilo nicht recyceltem Plastik werden seit Jahresbeginn bei der sogenannten „Plastic Tax“ fällig. Mit der neuen Steuer will Madrid die Verwendung von sogenanntem „Einwegplastik“ in Spanien bis zum Jahr 2030 um bis zu 70 Prozent reduzieren. Die jährlichen Einnahmen durch die Steuer werden auf 724 Mio EUR geschätzt.

Grippewelle früher als bisher – Auf den Kanarischen Inseln sind in den letzten acht Tagen deutlich mehr Menschen mit Atemwegserkrankungen behandelt worden, als es bisher um diese Zeit üblich ist. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass die niedrigen Temperaturen der letzten Tage hauptverantwortlich für die Grippewelle sind. In der zweiten Januarwoche waren es bereits 836 Fälle pro 100.000 Einwohner, die mit Grippesymptomen und Atemwegsbeschwerden behandelt worden sind.

31.01.2023

Schnee auf Mallorca – Spanien erlebt in diesen Tagen einen Wintereinbruch mit intensivem Schneefall. In den Autonomien Asturien, Kantabrien, Kastilien und León, das Baskenland und La Rioja hat die staatliche Wetteragentur AEMET Alarmstufe Gelb wegen Glatteis und Schneeverwehungen von bis zu vier Metern verhängt. Auch auf Mallorca auf den Balearen hat es bis auf 500 Meter runtergeschneit. Verschiedene Straßen in höheren Lagen sind wegen Gefahr von Glatteis vorsorglich gesperrt worden.

Wenn du Fuerteventura siehst, flaches Wasser – Eine der wichtigsten Weisheiten von Fischern lautet: wenn du Fuerteventura siehst, gibt es ruhige See. Diese Regel gilt nicht nur von Lanzarote oder Gran Canaria aus, sondern auch umgekehrt von Fuerteventura aus. Damit ist nicht nur ein ruhiger Atlantik zwischen den Inseln vorhersagbar, sondern auch die Wetterlage. Lässt die Sicht den Blick auf die gegenüberliegende Insel nicht mehr zu ist mit schlechtem Wetter zu rechnen, häufig auch verbunden mit Niederschlag.

Tourismusrekord – Lanzarote hat im letzten Jahr einen neuen Tourismusrekord aufgestellt. Auch wenn die Touristenzahl im letzten Jahr hinter den Ergebnissen aus 2019 noch zurückliegt, der Umsatz lag insgesamt bei Hotels und Appartementanlagen deutlich über dem bisherigen Rekordergebnis. 735 Millionen Euro und 16,8 Millionen Übernachtungen stellen alles in den Schatten was der größte Wirtschaftsmotor der Insel bisher erwirtschaftet hat. Lanzarote verfügt aktuell über rund 26.000 Einzel- oder Doppelzimmer im Tourismus.

Neue Fischzucht vor Lanzarote – Die Ringe auf der Wasseroberfläche in der Bucht bei Playa Quemada auf Lanzarote sind Geschichte. 20 Jahre lang ist vor dem Naturschutzgebiet Los Achajes Fisch gezüchtet worden. Yaizatún ist das neue Unternehmen, dass in Zukunft vor Lanzarote Fische züchten soll. Der genaue Ort, an dem die Ringe mit den Netzen installiert werden soll, steht noch nicht fest – die Fischzucht soll einen Bereich zwischen Arrecife und Playa Honda zugeteilt bekommen.

Sexualisierte Gewalt im Januar – Der Januar geht in Spanien mit einer dunklen Bilanz zu Ende: sechs Frauen und ein Mädchen sind durch die Hand von Männern zwischen 30 bis 45 Jahren ums Leben gekommen. In allen Mordfällen spielt sexualisierte Gewalt eine Rolle, die meisten Täter waren den Behörden bereits bekannt, es gab bereits Meldungen wegen häuslicher Gewalt. Trotz immer wieder modifizierter Gesetze zum Schutz von Frauen steigt die Zahl der Opfer in Spanien stetig. Bei den Behörden sind im Jahr 2003 71 Fälle von sexualisierter Gewalt mit Todesfolge gemeldet worden – Im letzten Jahr sind 1.182 Frauen durch ihren Partner oder Ex-Partner ums Leben gekommen.

27.01.2023

Umweltzonen für Verbrenner – Emissionsarme oder emissionsfreie Kraftfahrzeuge können sich weiterhin in allen Bereichen der Kanarischen Inseln frei bewegen. Für alle anderen Kraftfahrzeuge gelten seit Jahresbeginn Einschränkungen. Sogenannte Umweltzonen und entsprechende Plaketten regeln den Verkehr in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von über 50.000. Damit verbunden sind Verkehrsbereiche die für ältere Verbrenner-Motoren ganz gesperrt sind. Bei Verstoß droht ein Bußgeld in Höhe von 200€. Entsprechende Plaketten können ab sofort nach Vorlage der Fahrzeugpapiere in den Postämtern bestellt werden.

Windkraftwerke im Meer – Er trägt den Namen Timanfaya und wird die Insel Lanzarote vom Meer aus mit Strom aus Windkraft versorgen. Das Energieunternehmen Capital Energy hat eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlich, aus der hervorgeht, dass mit dem Bau des Windparks noch in diesem Jahr begonnen werden soll. Das Projekt soll 25 Jahre lang Strom aus Windkraft mit Hilfe von vier Windgeneratoren erzeugen und danach abgebaut werden. Noch nicht geklärt ist die Verankerung im Meer und die Stromtrasse von den Windgeneratoren im Meer zum thermischen Energiekraftwerk bei Arrecife. Die Windgeneratoren sollen im Meer vor Las Salinetas errichtet werden.

Zufahrt Playa Lambra soll geschlossen – Hunderte Bürger der Insel La Graciosa laufen Sturm gegen einen Vorstoß der Küstenbehörde. Das Ministerium will die Zufahrt zum Playa Lambra schließen, sowohl für Kraftfahrzeuge als auch für Fahrräder. Ein nicht zu akzeptierender Einschnitt in die Tätigkeit diverser Unternehmen auf der Insel, die bisher entweder Fahrräder an Touristen verliehen haben, damit sie in einem Rundkurs um die Insel fahren oder die Ausflügler mit dem Jeep an die schönsten Orte von La Graciosa zu fahren. Der Strand Lambar ist Teil eines Rundkurses der Touristen auf sandigen Wegen an der Küste entlang um die knapp 30 km² große Insel im Norden von Lanzarote führt.

Lag-Omar noch nicht verkauft – Das ehemalige Domizil des Schauspielers Omar Sharif in Nazaret auf Lanzarote ist weiterhin nicht verkauft. Angeboten wird auf der Immobilienwebseite izarealitiy der gesamte Komplex inklusive Restaurant, Bar, Appartements und Wohngebäude. Kaufpreis 7,5 Millionen Euro. Gerüchten zufolge soll Omar Sharif die Anlage, geschaffen vom Künstler Cesar Manrique, bei einem Kartenspiel verzockt haben. Der Komplex wird in jedem Reiseführer über die Insel Lanzarote erwähnt und gilt als Touristenmagnet, Ausflugsziel und Veranstaltungsort.

120 Termine an der Kreuzfahrtmole – Der Hauptstadthafen von Lanzarote wird noch bis April 120 Mal von Kreuzfahrtschiffen an gelaufen. Das entspricht einer Frequenz von 100.000 bis 150.000 Kreuzfahrttouristen im ersten Quartal für Arrecife und die Umgebung mit entsprechenden Ausflugfahrten in organisierten Gruppen oder mit dem Taxi. Alleine in diesem Monat haben bereits 30 Kreuzfahrtschiffe angelegt. Arrecife ist genauso wie alle anderen Häfen der Kanarischen Inseln Teil des Winterangebots der Reedereien, die das milde Klima nutzen um Urlaubern zwischen Casablanca und Madeira Sonnengarantie zu bieten.

26.01.2023

Hypotheken steigen wie bereits 2008 – Für viele Eigenheimbesitzer beginnt das Jahr 2023 wie das Jahr 2008, zu Beginn der Wirtschaftskrise geendet hat: mit nicht mehr bezahlbaren Hypothekenraten. Bis zu 145% mehr müssen Eigenheimbesitzer aktuell monatlich bezahlen, sofern sie einen Hypothekenkredit angelehnt an den EURIBOR abgeschlossen haben. Bereits Ende 2022 haben rund 5.000 kanarische Eigenheimbesitzer ihren Kredit umgewandelt, um in Zukunft stabile monatliche Raten zu bezahlen, um nicht mehr von schwankenden Tilgungen betroffen zu sein.

Suche nach Wanderern auf Teneriffa geht weiter – Rettungskräfte und Polizei suchen heute weiter nach drei vermissten Wanderern, die im Bereich um den Teide auf Teneriffa seit gestern vermisst werden. Die Temperaturen fallen nachts auf dieser Höhe deutlich unter null Grad aktuell. Die Rettungskräfte suchen zu Fuß und aus der Luft nach den Urlaubern, deren Identität bisher noch unbekannt ist.

LZ-408 wieder befahrbar – Ein Aufatmen geht durch die Anwohner im Bereich um Nazaret, San Bartolome und Teguise auf Lanzarote. Die Verbindungsstraße, die den Agrarkomplex und Nazaret miteinander verbindet, ist wieder befahrbar. Nach 14 Monaten Straßenarbeiten ist der gesamte Straßenbelag erneuert worden und entlang der LZ-408 eine Drainage verlegt worden. Auf Höhe von Nazaret ist ein Kreisverkehr installiert worden, bisher gab es an dieser Stelle keine Spur zum einbiegen auf die LZ-408.

Weniger Geburten – Im Jahresvergleich sind auf den Kanarischen Inseln in 2022 weniger Babys geboren worden als in 2020. Von Januar bis Dezember 2022 ist die Zahl der Neugeborenen auf knapp 11.000 gesunken. Das entspricht im Vergleich zu 2021 einem Rückgang von 8%. Die Statistik des Nationalen Statistik Instituts setzt die Zahl der Neugeborenen im Gegensatz zu den Todesfällen. Zusammen mit den Personen die sich im letzten Jahr als Einwohner auf den Kanarischen Inseln neu angemeldet haben, ergibt sich aus dem Ergebnis der Statistik eine sinkende Bevölkerungszahl. Die ist in den letzten Jahren im Schnitt um rund 700 Bürger pro Jahr gesunken.

Beschäftigungsrekord – Das Jahr 2022 geht in Sachen Beschäftigung als Rekordjahr in die Geschichte ein. Noch nie waren so viele Einwohner des Archipels in Arbeitsverhältnissen untergebracht. Dementsprechend war die Zahl der als arbeitslos gemeldeten Erwerbsfähigen noch nie so niedrig. Heute sind bei der Seguridad Social 875.573 Personen gemeldet. Hauptmotor für die guten Ergebnisse im letzten Jahr war wieder der Hotel- und Gastronomiebereich. Die Zahl der Arbeitsverträge mit Festanstellung ist auf knapp 40% gestiegen.

25.01.2023

Neue Steuer für Einwegverpackungen – In Spanien gilt seit Jahresbeginn eine neue Steuer für Plastik Einweg Verpackungen. Von dieser Steuer bekommen Verbraucher direkt kaum etwas mit, die Hersteller müssen die Steuer bei Verwendung von nicht recyceltem Plastik bei Einwegverpackungen direkt Abführen. 45 Cent pro Kilo nicht recyceltem Plastik werden seit Jahresbeginn bei der sogeannten „Plastic Tax“ fällig. Mit der neuen Steuer will Madrid die Verwendung von sogenanntem „Einwegplastik“ in Spanien bis zum Jahr 2030 um bis zu 70 Prozent reduzieren. Die jährlichen Einnahmen durch die Steuer werden auf 724 Mio EUR geschätzt.

Ermittlungen gegen KPMG & Co – Das spanische Arbeitsministerium hat Ermittlungen gegen die großen Beratungsunternehmen wie Deloitte, PwC, EY und KPMG aufgenommen. Es geht um Verstöße gegen die geltenden Arbeitszeitvorschriften. Zum ersten Mal überhaupt wird gegen diese weltweit operierenden Big Player im Beratungs-Business ermittelt. Bei Razzien sind Unterlagen beschlagnahmt worden um die Arbeitszeiterfassung auszuwerten. Seit 2019 sind Unternehmen dazu verpflichtet die Arbeitszeit der Angestellten zu dokumentieren. Dabei gehen die Ermittler davon aus, dass trotz Rekordgewinnen der Beratungsunternehmen die Angestellten ihre vorgeschriebene Arbeitszeit deutlich überschreiten.

Stauseen zu 50% gefüllt – Die Trockenphase ist in Spanien erstmal vorbei. Der Niederschlag der letzten vier Wochen hat die Stauseen auf dem Festland im Schnitt zu 50% gefüllt. 3.000 Hektometer Niederschlag sind insgesamt in Auffangbecken auf der iberischen Halbinsel geflossen. Umgerechnet reicht diese Menge um die Gesamtbevölkerung über acht Monate mit Leitungswasser zu versorgen. Am meisten Niederschlag gab es in den letzten vier Wochen in den Regionen Asturias, Galicia und País Vasco.

Weiterer Schlag gegen Drogenmafia – 2,5 Tonnen Kokain hat die Zollfahndung auf einem Segelboot wenige Seemeilen vor den Kanarischen Inseln beschlagnahmt. Pressemeldungen zufolge soll die Besatzung die Drogen an der kolumbianischen Küste an Bord geladen haben. Festgenommen haben die Beamten drei Kolumbianer und einen Franzosen. In den vergangenen 14 Tagen haben Drogenfahndung und Zollbehörde auf den Kanarischen Inseln insgesamt sechs Tonnen Kokain beschlagnahmt, dass für den europäischen Markt bestimmt war.

Außenbereiche bei Las Canteras müssen um 22.00 Uhr schließen – Bars, Restaurants und Cafés in den Straßen Joaquín Costa, Los Martínez de Escobar, Fernando Guanarteme um am Platz Los Betancores im Stadtviertel zwischen dem Las Canteras Strand und dem Hafen La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria müssen ihre Außenbereiche ab sofort um 22.00 Uhr schließen, 30 Minuten später müssen die Reinigungsarbeiten abgeschlossen sein. Damit reagiert das Rathaus von Las Palmas auf zwei Anzeigen wegen Inaktivität. Dutzende Anwohner haben in den letzten Monaten immer wieder die nächtliche Ruhestörung angezeigt. Passiert ist bisher nichts. Bereits am 28. Dezember hat der Senat entschieden, welche Lösung in Zukunft für Gastronomiebetriebe gelten soll.

24.01.2023

Prozess gegen Frank Hanebuth gestartet – In Madrid hat der Gerichtsprozess gegen die Hells Angels Gruppe von Mallorca begonnen. Gegen den deutschen Frank Hanebuth und weiter 46 Angeklagte aus Luxemburg, Türkei und Groß Britannien. Gegen die Gruppe war jahrelang ermittelt worden bis 46 Mitglieder bei einer spektakulären Razzia 2013 wegen Vorwürfen wie Bildung einer kriminellen Vereinigung, Zuhälterei, Drogenhandel und Bedrohung festgenommen worden sind. Vor allem sollen die Hells Angels den Bereich um den Ballermann auf Mallorca kontrolliert haben. Die Staatsanwaltschaft fordert für Frank Hanebuth 13 Jahre Haft – er war den Ermittlungen zufolge der Drahtzieher der Gruppe.

Pipeline verlängert – Die geplante Wasserstoffpipeline zwischen Barcelona und Marseille soll nach Deutschland verlängert werden. Zum 60. Jahrestags des Elysée Vertrags in Paris haben Vertreter aus Spanien, Frankreich und Deutschland ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Vergangenes Jahr gab es schon einmal eine Pipeline Diskussion: Deutschland hatte gefordert, eine bereits bestehende Pipeline von Spanien nach Frankreich fertigzustellen, um Gas zu beziehen. Dieses Vorhaben ist von Frankreich abgelehnt worden, stattdessen folgte das Angebot einer Wasserstoffpipeline von Spanien über Frankreich nach Deutschland, um in Zukunft grünen Wasserstoff zu beziehen.

Kollaps in der Notaufnahme – Die Bilder aus der Notaufnahme im Hospital Insluar in Las Palmas auf Gran Canaria zeigen heute in den Tageszeitungen erschreckende Bilder. Gestern am frühen Abend sind 114 Patienten eingeliefert worden. Die Patienten mussten in Betten auf sämtlichen Gängen der Notaufnahme verteilt werden. Die Zufahrt war von sieben Notarzt Fahrzeugen versperrt. Erfahrungsgemäß ist der Montag der Tag in der Woche, in der die meisten Patienten in Notaufnahmen eingeliefert werden. Der Tag gestern hat alle bisherigen Rekorde gebrochen.

Erdbeben zwischen Teneriffa und Gran Canaria – Im Bereich um Enmedio, zwischen den beiden Inseln Teneriffa und Gran Canaria hat der Meeresgrund gebebt. Mit einer Stärke von 3,4 auf der Richterskala lag das Epizentrum des Bebens in neun Kilometer Tiefe. In den letzten 24 Stunden hat das vulkanologische Institut weitere 11 Erdbeben registriert – auf Teneriffa, La Palma und Fuerteventura.

Drei E-Busse für Arrecife – Seit 20 Jahren hat in der Hauptstadt von Lanzarote kein neuer Linienbus seinen Betrieb aufgenommen – jetzt kommen drei kleine E-Busse zur Flotte hinzu. Sie bieten Platz für rund 20 Fahrgäste und sollen die Linien Circumvalacion und die Verbindung zwischen dem Zentrum und dem Krankenhaus verstärken. Die drei neuen Modelle von Karsan España sind knapp sechs Meter lang und bieten eine Autonomie von 200 Kilometern.

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23.01.2023

iQFOil Games auf Lanzarote – Die Marina Rubicon gibt zum dritten Mal in Folge den Startschuss für die Olympia Qualifikation Paris 2024. 170 Teilnehmer von fünf Kontinenten segeln ab heute bis zum 28. Januar um olympische Punkte. Die Klasse iQFOil besteht aus einem Windsurfsegel und einem Surfbrett mit Tragfläche. Im Februar werden dann Regatten mit olympischer Wertung in den Klassen Nacra 17, 470er, 49er und 49er FX stattfinden.

Aus drei Tonnen werden 4,5 Tonnen Kokain – Der größte Kokainfund in der Geschichte der Fahnder auf den Kanarischen Inseln wird von drei auf 4,5 Tonnen erhöht. Die erste Meldung beinhaltete eine Schätzung, jetzt nachdem die Ladung des Frachters „Blume“ gewogen worden ist, ist das Ergebnis deutlich höher als ursprünglich angenommen. 150 Seemeilen von den Kanarischen Inseln entfernt hatten Zoll und Guardia Civil 15 Personen festgenommen und den Frachter beschlagnahmt. Deklariert hatte die Crew 200 Tonnen Kaffeebohnen.

Leiche bei Caleton Blanco – Der leblose Körper, der am Wochenende bei Caleton Blanco in der Gemeinde Haría auf Lanzarote angespült worden ist, stammt von einem in Seenot geratenen Segelboot. Das haben die Behörden bereits gestern bekannt gegeben. Er soll letzte Woche bei Sturm von Bord der Yacht, die vor Lanzarote in Seenot geraten ist, ins Wasser gefallen sein. Bisher ist zur Identität des Mannes nur Bekannt, dass er aus Marokko stammen soll.

Grippewelle früher als bisher – Auf den Kanarischen Inseln sind in den letzten acht Tagen deutlich mehr Menschen mit Atemwegserkrankungen behandelt worden, als es bisher um diese Zeit üblich ist. Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass die niedrigen Temperaturen der letzten Tage hauptverantwortlich für die Grippewelle sind. In der zweiten Januarwoche waren es bereits 836 Fälle pro 100.000 Einwohner, die mit Grippesymptomen und Atemwegsbeschwerden behandelt worden sind.

Fluglotsen kündigen Streiks an – Ende 2022 war es das Abfertigungspersonal, dass an spanischen Flughäfen mit Streiks gedroht hat. Jetzt wollen die Fluglotsen Ende Januar den Flugverkehr über dem spanischen Luftraum lahmlegen. Es geht um Tarifverhandlungen von rund 200 Fluglotsen, die zum Monatswechsel ihre Arbeit niederlegen wollen. Das haben die beiden großen spanischen Gewerkschaften CCOO und UGT bekannt gegeben. Geplant sind Streiks am 30. Januar und am 6. 13. 20. und 27. Februar.

20.01.2023

Kraftstoff Umsatz sinkt um 30% – Nachdem am 31. Dezember die Kraftstoff Subvention des spanischen Staates ausgelaufen ist, haben kanarische Tankstellen in den ersten 20 Tagen des neuen Jahres rund 30% weniger Umsatz gemacht. Traditionell ist der Januar ein Monat in dem im Jahresvergleich deutlich weniger Benzin und Diesel getankt wird. Trotzdem markieren die ersten 20 Januartage aber den geringsten Umsatz seit 12 Jahren. Der Preis für Kraftstoff hat sich bereits im Dezember, nachdem die Regierung das Ende der Subvention bekannt gegeben hat, auf ein stabiles Preisniveau eingependelt – zwischen 1,20 und 1,30 Euro für Benzin und 1,40 Euro für Diesel.

Gesundheitssystem überlastet – Bis zu 10 Tage müssen Bürger auf den Kanarischen Inseln auf einen Termin beim sogenannten Medico de Cabezera warten, ihrem Hausarzt beim zuständigen Centro de Salud in ihrer Gemeinde. Dem gegenüber stehen pro Arzt im kanarischen Gesundheitssystem 1.500 Patiententermine pro Monat. 2019, vor Beginn der Pandemie, lag sowohl die Wartezeit auf einen Termin, als auch die Zahl der Patiententermine pro Arzt um die Hälfte niedriger als es heute der Fall ist. In so gut wie allen Bereichen des kanarischen Gesundheitssystems liegt die Wartezeit mehr als doppelt so hoch wie vor vier Jahren, auch bei medizinischen Notfällen droht an vielen Krankenhäusern der Kollaps.

Alarmstufe Gelb und Frost – Bis auf El Hierro gilt heute und morgen an allen Küstenabschnitten Alarmstufe Gelb wegen hoher Wellen und Sturmböen. Die Wetterlage hat bereits in dieser Nacht zum ersten Mal in diesem Jahr auf Teneriffa und La Palma zu Frost geführt. Vor allem in höheren Lagen auf diesen beiden Inseln ist auch tagsüber mit glatten Straßen zu rechnen. Laut den Prognosen des spanischen Wetterdienstes AEMET ist bereits am Sonntag Schluss mit Wolken und Temperaturen unter null – dann soll Calima wieder für Temperaturen oberhalb der 20 Grad Marke sorgen.

Aus für Fischzucht bei Playa Quemada – Die politische Entscheidung auf Lanzarote die Fischzucht bei Playa Quemada zu beenden, sorgt für die Kündigung von 50 Angestellten und das Ende für einen gesamten Wirtschaftssektor auf Lanzarote, der auf anderen kanarischen Inseln weiterhin floriert. Es ist Zündstoff in der Entscheidung, die laut den Betroffenen auf keinerlei belastbarer Basis getroffen worden ist. Während sich die Inselregierung auf Untersuchungen stützt, die eine Verunreinigung des Meeresgrundes bei Playa Quemada feststellt, hat das betroffenen Unternehmen unabhängige Studien vorgelegt die das Gegenteil beweisen. 22 Jahre lang sind vor Playa Quemada Lubinen und Doraden gezüchtet worden. Ein Wirtschaftssektor der auf anderen Kanarischen Inseln weiterhin floriert.

Frachter Blume mit drei Tonnen Kokain sichergestellt – Der unter der Flagge der ehemaligen deutschen Kolonie Togo fahrende Frachter „Blume“ geht in die Geschichte der kanarischen Drogenfahnder ein. Noch nie haben Fahnder so viel Kokain sichergestellt wie gestern im Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa. Boote der Guardia Civil und der Zollbehörde haben den Frachter in den Hafen von Teneriffas Inselhauptstadt begleitet, nachdem Fahnder das Schiff auf hoher See durchsucht und 15 Besatzungsmitglieder festgenommen haben. Bisher gibt es noch keine Informationen darüber wo die Drogen auf den Frachter geladen worden sind, noch welchen Zielhafen das Schiff hatte.

18.01.2023

Fluglotsen kündigen Streiks an – Ende 2022 war es das Abfertigungspersonal, dass an spanischen Flughäfen mit Streiks gedroht hat. Jetzt wollen die Fluglotsen Ende Januar den Flugverkehr über dem spanischen Luftraum lahmlegen. Es geht um Tarifverhandlungen von rund 200 Fluglotsen, die zum Monatswechsel ihre Arbeit niederlegen wollen. Das haben die beiden großen spanischen Gewerkschaften CCOO und UGT bekannt gegeben. Geplant sind Streiks am 30. Januar und am 6. 13. 20. und 27. Februar.

Alarmstufe Gelb wegen hohen Wellen – Die Fährgesellschaft Lineas Romero hat ihren Fährbetrieb bereits eingestellt. Weitere Verbindungen zwischen den Inseln könnten Folgen. Grund sind meterhohe Wellen an den Küsten. Der spanische Wetterdienst hat Alarmstufe Gelb für heute und morgen ausgegeben. Die Windböen erreichen heute und morgen Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern. Besonders an felsigen Küstenabschnitten herrscht wegen der meterhohen Wellen Lebensgefahr.

3.241 seismische Bewegungen in 2022 registriert – Das vulkanologische Institut hat auf den Kanarischen Inseln im letzten Jahr 3.241 Erdbewegungen registriert. 60% davon rund um die Insel La Palma. Dort hängen die Erdbeben mit dem kürzlich ausgebrochenen Vulkan zusammen. Das zweite Epizentren mit hunderten seismischen Bewegungen liegt zwischen Gran Canaria und Teneriffa auf dem Meeresgrund. 2021 waren es noch insgesamt 10.000 seismische Bewegungen, die wegen des aktiven Vulkanausbruchs auf La Palma registriert worden sind. Das vulkanologische Institut betreibt insgesamt mehr als 2.000 Sensoren in Echtzeit auf den Kanarischen Inseln um die Bevölkerung vor möglichen Gefahren frühzeitig warnen zu können.

Norweger gerettet – Trotz roter Flagge am Strand hat ein norwegischer Urlauber gestern bei Agaete die Mittagsstunden für eine Schnorchel Session im Atlantik genutzt. Wenig später waren Taucher, Fischer und Rettungskräfte im Einsatz um den Mann wieder zurück ans Ufer zu holen. Die Strömungsverhältnisse hatten es dem Urlauber aus Norwegen unmöglich gemacht aus eigener Kraft wieder zurück ans Ufer zu gelangen. Er ist stark unterkühlt aber ansonsten unverletzt ins Krankenhaus zu weiteren Behandlungen gebracht worden.

Meeresgrund vor La Palma wird erforscht – Wer sich am 18. Februar bei Tazacorte auf La Palma befindet, kann im Hafen ein Forschungs-U-Boot besichtigen und Fragen an die Crew der Ángeles Alvariño stellen. Die Besatzung ist für das ozeanografische Institut tätig und soll den Meeresgrund vor La Palma auf einer Tiefe von 300 Metern auf Veränderungen durch den Vulkanausbruch untersuchen. Außerdem kann das U-Boot besichtigt werden. Nach dem 18. Februar sollen dann die Tauchgänge starten. Das U-Boot fasst bis zu drei Besatzungsmitglieder und bietet Möglichkeiten Proben zu nehmen und detaillierte Fotos vom Meeresgrund zu machen.

18.01.2023

Erdbeben auf Teneriffa – 11 Mal hat die Erde gestern Abend auf Teneriffa gebebt. Die seismischen Ausschläge sind bei Arico im Süden der Insel registriert worden, in einer Tiefe von drei bis sechs Kilometern lag das jeweilige Epizentrum. Von den Beben mit einer maximalen Stärke von 1,4 auf der Richterskala geht keinerlei Gefahr für die Bevölkerung aus und gehört auf einem Archipel vulkanischem Ursprungs zur Normalität.

Neue Schutzgebiete auf Gran Canaria gefordert – Auf Gran Canaria sollen weitere Schutzgebiete entstehen. Im Gespräch ist den Bereich um Arinaga, den Montaña de Arinaga und El Cabrón zusammenzulegen und einen großen Naturschutzbereich zu errichten. Bisher gibt es auf Gran Canaria sechs Zonen die unter Naturschutz stehen: El Brezal, Azuaje, Los Tilos de Moya, Los Marteles, Las Dunas de Maspalomas und Guguy. Die neue Schutzzone beinhaltet sowohl einen großen Bereich an Land als auch einen Küstenabschnitt bei Arinaga. Zwischen dem Industriegebiet und dem Flughafen von Gran Canaria wird auch der Playa de Vargas dann unter Schutz gestellt.

140.000 Fahrzeuge auf Lanzarote – Der Fuhrpark auf Lanzarote ist auf 136.787 Fahrzeuge angewachsen. E-Autos sucht man unter den Kraftahrzeugen mit der Lupe – nur 0,45% aller Fahrzeuge auf der Insel werden elektrisch betrieben. Dabei steigt die Zahl der Kraftfahrzeuge auf Lanzarote jeden Monat um rund 400 Fahrzeuge. Zwei Drittel sind Benzin getrieben, ein Drittel sind Dieselfahrzeuge. Zwei von Drei Kraftfahrzeugen sind PKWs, der Rest verteilt sich auf LKWs und Busse.

Neues Visum für digitale Nomaden – Spanien will mit einem neuen Visum die Wirtschaft ankurbeln. In Zukunft dürfen Ausländerinnen und Ausländer länger legal in Spanien arbeiten. Wer ortsunabhängig arbeitet und in den letzten vier Jahren nicht in Spanien gemeldet war, kann ein Sondervisum beantragen. Bis zu fünf Jahre soll es dann digitalen Nomaden möglich sein, in Spanien ihrer Tätigkeit nachzugehen, der Steuersatz ist in den ersten vier Jahren auf 15% begrenzt. Für das Visum müssen entsprechende Voraussetzungen erfüllt werden. Die genauen Anforderungen sollen noch von der Regierung festgelegt werden. Unter anderem ist die Rede von einem monatlichen Mindestverdienst von 2.000 Euro.

Neuer Energie Hub Spanien – Spanien will der wichtigste Hersteller von E-Autos und Batterien werden. Dafür buhlt die Regierung auch bei deutschen Autoherstellern – mit Erfolg: Volkswagen baut zwischen Valencia und Tarragona für mehr als drei Milliarden Euro ein Batteriezellenwerk. 3.500 Mitarbeiter sollen ab 2026 dort beschäftigt werden. Bei Zulieferern sollen bis zu 12.000 Arbeitsplätze entstehen. Die Batteriefabrik ist die größte Industrieinvestition der letzten 50 Jahre in der Region Valencias – nach Fertigstellung wird Spanien zu den größten Herstellern der E-Mobilität in Europa gehören.

17.01.2023

Inflation kostet Familien 2.300 Euro pro Jahr – Wohnraum, Lebensmittel und Transport machen den größten Kostenfaktor der aktuellen Inflationswelle in kanarischen Familien aus. Zu diesem Ergebnis kommt die Gewerkschaft CCOO in einer landesweiten Studie. Während die Preissteigerungen auf dem Archipel rund 10% ausmachen, sind Löhne und Gehälter nur um durchschnittlich 2% gestiegen. In diesem Jahr kommen laut der Studie 2.343,20€ mehr Kosten auf Familien auf den Kanarischen Inseln zu. Damit fehlt Geld für andere Konsumgüter wie Kleidung und Schuhe, Kommunikation, Gastronomie und Urlaub. Diese Wirtschaftssektoren werden laut der Studie den Konsumrückgang in diesem Jahr ebenfalls beim Umsatz spüren.

Endlich Schnee – Der spanische Wetterdienst senkt die Schneefallgrenze für die Kanarischen Inseln auf 2.000 Meter. Damit könnten in den kommenden Tagen auf Gran Canaria, La Palma und Teneriffa die höchsten Erhebungen mit Schnee bedeckt werden. Grund dafür ist die aktuelle Wetterkonstellation, die vor allem für Teneriffa und La Palma bis Freitag immer wieder intensiven Niederschlag vorsieht.

Isabel Pantoja präsentiert Fernsehsendung – Die andalusische Sängerin Isabel Pantoja ist aktuell wieder in den sozialen Netzwerken präsent – immer mit kanarischen Hintergründen. Grund ist die Fernsehsendung „1 hora menos“. Zusammen mit der Produktionsfirma Videoreport Canaria tourt Isabel Pantoja aktuell über die Kanarischen Inseln und dreht zu Land und zu Wasser Werbeclips für die Sendung. Die andalusische Sängerin hatte diverse Hits auf dem spanischsprachigen Musikmarkt, saß wegen Geldwäsche zwischen 2014 und 2016 18 Monate in Haft und veröffentliche nach ihrer Entlassung noch im selben Jahr wieder einen spanischen Tophit mit „Haste que se apague el sol“.

Verbindungsstraße vor Wiedereröffnung – 14 Monate lang war die Verbindungsstraße zwischen Nazaret und dem Complejo de Teguise auf Lanzarote wegen Straßenarbeiten gesperrt. Jetzt soll am kommenden Wochenende der Verkehr wieder fließen. Für 3,5 Millionen Euro ist der gesamte Straßenbelag auf dieser Strecke erneuert worden – zusätzlich verläuft jetzt auch eine Drainage entlang der Straße, um Regenwasser zügig abzuleiten. Eineinhalb Jahre lang mussten Anwohner kilometerlange Umwege in Kauf nehmen, um ans Ziel zu gelangen. Ab Montag ist die LZ-408 wieder befahrbar.

Hollywood auf Fuerteventura – Dreamland heißt das ambitionierte und größte Filmstudioprojekt Europas und es soll auf Fuerteventura verwirklicht werden. Auf knapp 10.000 m² soll am Fuß des Nationalparks Dunas de Corralejo ein Filmpark entstehen, der alles beinhaltet was Produktionsfirmen benötigen um Blockbuster zu produzieren. Darunter unter anderem ein Wassertank mit einer Tiefe von über 15 Metern und einer Fläche von 1.600 m². Neben der Produktion von Filmen sollen Ausbildungsplätze und Forschungslabore entstehen um virtuelle Realität und 3D Technik zu entwickeln. Dazu gibt es ein 13-minütiges Video, in dem die Anlagen des Dreamland Parks vorgestellt werden, im Internet zu sehen.

16.01.2023

Anklage gegen Carles Puigdemont fallengelassen – Der Fall Puigdemont hatte 2017 die ganze EU beschäftigt. Ein Polizei Einsatz in Deutschland, ein Auslieferungsverfahren gegen Belgien, monatelange Diskussionen zwischen den Ministern verschiedener EU-Länder. Seit heute muss sich der katalanische Seperatistenführer Puigdemont nicht mehr wegen des Vorwurfs der Rebellion in Spanien verantworten. Das der ehemalige Präsident Kataloniens aus seinem Exil in Belgien zurückkehrt gilt trotzdem als unwahrscheinlich. Eine Anklage in Spanien wegen Veruntreuung und Ungehorsam ist weiterhin möglich. Puigdemont ist seit 2019 Abgeordneter des EU-Parlaments.

Zehntausende protestieren für bessere Arbeitsbedingungen – In Spaniens Hauptstadt haben am Wochenende zahntausende Angestellte des Gesundheitswesens für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Die Proteste richten sich gegen die konservative Regionalregierung. Die Demonstranten werfen ihr vor, das Gesundheitswesen kaputtzusparen und verstärkt auf private Dienstleister zu setzen. Seit der Corona Pandemie steht das Gesundheitswesen in Madrid in der Kritik – verantwortlich für Personalmangel in Krankenhäusern und Gesundheitszentren soll die Regionalregierung mit ihren Sparmaßnahmen sein.

Zusätzliche Windräder bei Zonzamas – Der dritte Windgeneratoren Park bei Zonzamas auf Lanzarote soll bis Ende 2023 fertiggestellt sein. Die beiden Windgeneratoren Parks Arrecife und Teguise I sind bereits in der Nähe in Betrieb. Südwestlich davon sollen weitere vier Windgeneratoren errichtet werden. 120 Meter hoch und mit einem Durchmesser von 70 Metern der Rotoren sollen diese vier Generatoren in Zukunft weitere 28 Megawatt Strom liefern. Das entspricht rund 1,5 Millionen Euro Umsatz mit emissionsfreier Energie für Lanzarote.

Sieben Wanderer gerettet – Auf Gran Canaria und Teneriffa sind am Wochenende sieben Wanderer gerettet worden. Bei Santa Cruz de Tenerife ist ein Wanderer schwer gestürzt und musste mit einem Rettungshelikopter aus einem Barranco bei Santa Cruz geborgen werden. Vier weitere Wanderer hatten sich bei Agaete auf Gran Canaria in den Vulkanbergen verirrt und sind kurz vor Sonnenuntergang mit einem Rettungshelikopter nach Agaete geflogen worden. An der Küste bei Santiago del Teide auf Teneriffa musste eine Gruppe von vier Wanderern ebenfalls mit einem Helikopter gerettet werden, nachdem sie sich auf ihrer Wanderung verschätzt hatten und nicht mehr aus eigener Kraft vor der Dunkelheit zu ihren Fahrzeugen zurückgefunden hatten.

134 Sozialwohnungen bei Maneje – Grünes Licht hat die Regionalregierung für 134 Sozialwohnungen in Maneje bei Arrecife auf Lanzarote gegeben. Es sind die ersten Sozialwohnungen seit 23 Jahren auf Lanzarote. Für weitere geplante 61 Wohnungen fehlt noch die Lizenz. Insgesamt sollen bei Maneje 201 Wohnungen entstehen, die von sozial schwache Familien beantragt werden können. Die Wohnungen werden dauerhaft vermietet. Der Mietzins dient gleichzeitig aber auch als Anzahlung, sodass die Mieter ihre Wohnungen auf Dauer abbezahlen können um später Eigentümer zu werden.

13.01.2023

Madrid will EU- Strommarkt reformieren – In Europa wird der Strompreis vom Gaspreis diktiert. Das will Madrid jetzt ändern und hat dazu einen ersten Vorschlag in Brüssel präsentiert. Hintergrund ist das aktuelle Design des europäischen Strommarktes, dass vor 30 Jahren entwickelt worden ist und weder regenerative Energiequellen berücksichtigt, noch Möglichkeiten bietet auf Preisschwankungen zu reagieren. Zusammengefasst in einem Satz: in Zukunft soll der Gaspreis vom Strompreis entkoppelt werden. Statt auf einem Spotmarkt werden Terminverträge mit langen Laufzeiten in dem spanischen Vorschlag die Preise für Energie dauerhaft stabil halten, unterschiedliche Energieformen erhalten die Möglichkeit unterschiedlich berechnet zu werden.

Fluss Tajo entzweit politische Lage – Landwirte in Spanien demonstrieren wegen einer geplanten Wasserrationierung. Der Fluss Tajo ist rund 1000 Kilometer lang und mündet bei Lissabon in den Atlantik. Aus ihm werden tausende von Feldern in Spanien mit Wasser versorgt. Der Tajo Plan der Regierung sieht bis 2027 vor, eine Mindestdurchflussmenge zu garantieren um Flora und Fauna am Fluss und am Ufer zu erhalten. Damit stehen sich Umweltschützer und Arbeitsmarktvertreter im Streit gegenüber. Eine Studie der Universität von Alicante kommt zu dem Ergebnis, dass der Plan zum Schutz der Umwelt gleichzeitig den Verlust von rund 27.500 Hektar bestellter Fläche zur Folge hat. Damit sind mehr als 15.000 Arbeitsplätze gefährdet.

Verschärfte Maßnahmen für mehr Frauenschutz – Im Dezember sind elf Frauen durch ihre Partner oder Ex-Partner ums Leben gekommen – der höchste Wert in Spanien seit fünf Jahren. Seit Jahresbeginn gab es bereits drei Frauentötungen. Spanien gilt beim Kampf gegen Frauen als progressivstes Land in der EU – allerdings sind die aktuellen Todeszahlen die höchsten, nach acht Jahren rückläufiger Gewalt gegen Frauen. Jetzt reagiert die Staatsanwaltschaft und räumt den Behörden weitere weitreichende Befugnisse im Kampf gegen Frauentötungen ein. Selbst wenn keine Anzeige erstattet worden ist sollen ausreichende Indizien ab sofort für Ermittlungen ausreichen.

Jardines Sinfónicos startet morgen – Auf Lanzarote startet morgen eine neue Konzertreihe in den Kaktusgärten bei Guatiza. Der Pianist Ernesto Alemán wird die Jardines Sinfónicos morgen mit eigenen Kompositionen eröffnen. Danach werden bis Mai an jedem zweiten Samstag weitere Konzerte folgen. Am 11. Februar ist der Auftritt von Christopher Pérez geplant. Die Konzertreihe findet zu den üblichen Öffnungszeiten statt. Konzertkarten sind nicht notwendig – Jeder Besucher der Kaktusgärten erhält die Möglichkeit während des Besuchs die musikalische Präsentation zu genießen.

Gran Canario will Spanien beim Eurovision Song Contest vertreten – José Otero ist die kanarische Antwort auf den Eurovision Song Contest. Zumindest ist er selbst der Meinung, dass er der Richtige dafür ist. Die Streaming Zahlen bei Spotify sind überschaubar, mit seinem aktuellen Song Inviernos en Marte hat er immerhin schon die 10.000 Abrufe erreicht. Rund 250.000 Abonnenten folgen ihm auf der Streaming-Plattform. Zwischen dem 31. Januar und dem 4. Februar entscheidet sich in Spanien wer das Land beim Eurovision Song Contest 2023 vertreten wird.

12.01.2023

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Nachfrage nach Ferienappartements weiterhin hoch – Über den Jahreswechsel war die Nachfrage nach Ferienappartements auf den Kanarischen Inseln hoch – insgesamt eine Auslastung von 80%. Tendenziell ist dieses Ergebnis im Vergleich zur Hotelauslastung gegenläufig und besser als 2021 zur gleichen Zeit. Ein Viertel der Personen, die ein Ferienappartement auf dem Archipel gemietet haben, sind Remote Worker und bleiben mindestens sechs Wochen oder länger – aber auch sonst scheint der Trend der Urlauber in diese Richtung zu gehen: individuell eine Auszeit in der Sonne zu organisieren, ohne Menschenansammlungen und mit voller Hygienekontrolle. Im Vergleich zu 2021 ist der Sektor mit der Auslastung und Nachfrage für die kommenden Monate sehr zufrieden.

Kein Schnee auf dem Teide – Normalerweise gab es in den letzten Jahren um diese Zeit immer einen Zuckerhut auf dem höchsten Berg Spaniens – aktuell liegt auf dem Teide auf Teneriffa kein Schnee. Auch der Roque Nublo auf La Palma oder die höchsten Erhebungen auf Gran Canaria haben weder zum Ende 2022 noch in diesen Tagen Schneeflocken oder Hagelkörner gesehen. Die Durchschnittstemperatur liegt auch auf den Kanarischen Inseln über den Durchschnittswerten in Europa in diesem Winter im Vergleich zu den letzten Jahren.

Las Palmas Kandidat fürs Welt Surf Erbe – Der Hauptstadtstrand auf Gran Canaria – besser gesagt die Bahia de El Confital – war in der engeren Auswahl zum Welt Surf Erbe der Organisation „Save The Waves Coalition“. Die Organisation setzt sich für den Erhalt der Wellen rund um den Globus ein. Darunter fallen bisher 11 Strände weltweit wie z.B. Bahía de todos Santos in Mexiko oder Ericeira in Portugal. Auch Strände in Australien oder in den USA erhalten Unterstützung durch die „Save The Waves Coalition“. In die engere Auswahl geschafft hat es die Bucht von Las Palmas in diesem Jahr nicht. Der Antrag ist zu spät bei der Organisation eingegangen. Im nächsten Jahr will es Las Palmas nochmal versuchen um Teil des weltweiten Netzwerkes von Save the Waves zu werden.

Hausrat gehört auf Punto Limpios – Für alles was über den normalen Hausmüll hinaus weggeworfen werden soll, stehen in den Gemeinden die Puntos Limpios zur Verfügung – vergleichbar mit den in Deutschland bekannten Wertstoffhöfen. Um die Bürger der Gemeinden auf den Kanarischen Inseln dafür weiter zu sensibilisieren sind die Bußgelder jetzt nochmal drastisch erhöht worden. Für einen Kühlschrank oder eine Therme, die neben Hausmüllcontainer abgestellt wird, werden bis zu 3.000 Euro fällig. Motoröl oder andere chemische Flüssigkeiten, die nicht ordnungsgerecht entsorgt werden, können mit bis zu 6.000 Euro Bußgeld geahndet werden. Der neue Bußgeldkatalog sieht Geldstrafen von bis zu 60.000 Euro vor, für Verstöße gegen die allgemein gültige Müllentsorgung.

100.000 Bewerbungen für 6.700 Stellen im öffentlichen Dienst – Den Wunsch auf einen krisensicheren Arbeitsplatz hegen in Spanien tausende Bürger. Sie bewerben sich für insgesamt 6.739 Stellen im öffentlichen Dienst. Im Februar findet unter mehr als 100.000 Bewerbungen ein Auswahlverfahren statt. Unter den zu besetzenden Stellen sind Tätigkeiten wie Polizist oder Feuerwehrmann, aber auch administrative Tätigkeiten für den spanischen Staat, die kanarische Autonomiebehörde oder das Finanzamt. In den kommenden Monaten finden weitere Ausschreibungen für öffentliche Arbeitsplätze statt. Insgesamt werden auf den Kanarischen Inseln noch in diesem Jahr 11.000 Stellen als Beamter vergeben. Mehr Infos im Netz auf https://www.inap.es/

11.01.2023

Erstes Filmstudio auf Gran Canaria – Mehrere Blockbuster sind in den letzten Jahren auf den Kanarischen Inseln gedreht worden – entweder komplett oder zu mindestens Teile des Films. Seit Jahresbeginn bietet Gran Canaria bei Las Palmas die ersten beiden großen Filmstudios mit einer Fläche von knapp 4.000 m². Zwei Filmstudios bieten mit der neusten Technik und Infrastruktur alles was Producer und Regisseure heute fordern um einen Blockbuster zu drehen, dazu bieten die Kanarischen Inseln konzentriert auf acht Inseln vielfältige Kulissen und mit ihrem Klima eine Produktionsgarantie wie kaum eine andere Region in der Welt. 58 Filmproduktionen und 90 Werbespots sind im letzten Jahr auf Gran Canaria gedreht worden – Investitionssumme insgesamt 100 Millionen Euro.

Vorpandemieniveau fast erreicht – In Sachen Tourismus stehen die Zeichen auf dem Archipel positiv – 2022 haben fast so viele Touristen vom spanischen Festland oder anderen EU-Ländern ihren Urlaub auf den Kanarischen Inseln verbracht wie 2019 vor Beginn der Pandemie. Das Ergebnis liegt 2022 nur 5% unter dem Vorpandemieniveau. 12,6 Millionen Urlauber in 2022 stimmt den Sektor positiv, vor allem in Bezug auf die gestiegenen Preise, die im Verhältnis zur Inflation ein deutliches Plus beim Umsatz hinterlassen. Vom bisherigen Touristenrekord aus 2017 sind die aktuellen Zahlen allerdings noch ein deutliches Stück entfernt. Vor fünf Jahren lag das Ergebnis bei 14,4 Millionen Urlaubern.

Enteignungen wegen regenerativem Energiekraftwerk – Für das grüne Energiekraftwerk bei Chira y Soria werden 140 Eigentümer in den beiden Gemeinden San Bartolomé de Tirajana und Mogán enteignet. Die Besitzer der 140 Grundstücke zwischen den beiden geplanten Stauseen werden zwischen Februar und März zu Informationsveranstaltungen geladen. Die Enteignungen betreffen 79 Privatpersonen und 51 Unternehmen. Sie alle werden den Marktwert ihrer Grundstücke im Zuge der Enteignungen erhalten. Die Maßnahme ist notwendig um auf Gran Canaria das erste Hydroelektrische Energiekraftwerk zu erreichten – Bei überschüssiger Windenergie wird Meerwasser in die beiden Stauseen gepumpt, wenn die Windenergie nicht ausreicht, treibt das Wasser in den Stauseen zusätzlich Turbinen an, wenn es aus den Stauseen zurück ins Meer läuft.

Ein Toter und zwei Schwerverletzte wegen hohen Wellen – In den natürlichen Schwimmbecken bei Agaete auf Gran Canaria ist gestern die Leiche eines Mannes geborgen worden. Bisher steht die Todesursache noch nicht fest – die Sicherheitskräfte gehen aber davon aus, dass sich der Mann bei starkem Wellengang an den Felsen tödlich verletzt hat. Ein Urlauberpaar wird auf Gran Canaria im Krankenhaus behandelt, nachdem sie an der Küste bei Galdar von hohen Wellen überrascht worden sind. Gegen 17:20 wollten die beiden 28 und 32 Jahre alten Urlauber beim Leuchtturm Faro de Sardina Fotos machen, als eine ganze Serie hoher Wellen die beiden über die Vulkanfelsen ins Meer gerissen hat. Beide Touristen sind bei dem Unfall schwer verletzt worden.

Lag-Omar steht zum Kauf – Das ehemalige Domizil des Schauspielers Omar Sharif in Nazaret auf Lanzarote steht zum Verkauf. Angeboten wird auf der Immobilienwebseite izarealitiy der gesamte Komplex inklusive Restaurant, Bar, Appartements und Wohngebäude. Kaufpreis 7,5 Millionen Euro. Gerüchten zufolge soll Omar Sharif die Anlage, geschaffen vom Künstler Cesar Manrique, bei einem Kartenspiel verzockt haben. Der Komplex wird in jedem Reiseführer über die Insel Lanzarote erwähnt und gilt als Touristenmagnet, Ausflugsziel und Veranstaltungsort.