Mix Radio Gran Canaria

17. Februar 2020

Klage gegen Karnevalsveranstaltung – Die Klage gegen den Karnevalsumzug in La Vegueta in Las Palmas auf Gran Canaria beinhaltet jetzt Bilder und Videos. Es ist das andere Gesicht des Karnevals: Müll auf den Straßen, Glasscherben und ein Geruch von Urin am Tag danach. Es geht den Anwohnern nicht nur um Ruhestörung, die Überreste einer kulturellen Veranstaltung, der Uringeruch bleibt tagelang in den Straßen. Offiziell ist die Veranstaltung um 20:00 Uhr beendet. Danach sind die Ordnungskräfte nicht in der Lage, die Feiernden aus dem historischen Stadtkern der Inselhauptstadt zu entfernen. Es ist das erste Mal, dass die Anwohner gegen den Karneval eine einstweilige Verfügung vor dem obersten kanarischen Gerichtshof beantragt haben.

Mann stürzt mehrere Meter tief – Ein 44 Jahre alter Mann ist gestern mehrere Meter tief von einem Dach gefallen. Der Unfall ist in einer Werkstatt in Argana Alta in Arrecife auf Lanzarote passiert. Der Notruf ist gegen 15:30 eingegangen. Der aus Marokko stammende Mann ist vom Dach der Werkstatt sieben Meter tief auf die Straße gefallen. Den Sturz hat der 44-jährige überlebt, ist aber mit scheren Sturzverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden – er schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Stauseen in Gefahr – Acht Staubecken auf Gran Canaria haben insgesamt eine Wassermenge die nicht halb so groß ist, wie im letzten Jahr um diese Zeit. Die Betreiber haben bereits Alarm geschlagen, für die Landwirtschaft ist die Wasserversorgung auf Gran Canaria noch sechs Wochen gesichert. Der spanische Wetterdienst hat vor wenigen Tagen eine Statistik für die Kanarischen Inseln veröffentlicht, demnach es in diesem Winter bisher nur 20% der Niederschlagsmenge im Vergleich zum letzten Winter gegeben hat. Wie gravierend die Situation auf Gran Canaria ist, zeigen Vergleichswerte des Stausees La Sorrueda in den Bergen oberhalb von Maspalomas – im letzten Jahr um diese Zeit war der Stausee mit 890.000 Kubikmeter Wasser gefüllt, heute liegt die Wassermenge bei rund 240.000 Kubikmeter. Das letzte Mal als dieser Stausee durch Niederschlag gefüllt worden ist, war im März 2018, vor 24 Monaten.

Mehr grüner Strom – In zwei Jahren werden auf den Kanarischen Inseln 600 MegaWatt Strom durch regenerative Energiequellen erzeugt. In der Hauptsache ist es Windkraft, die auf dem Archipel die Emissionswerte der Energieproduktion senkt. Mit der angegeben Menge an Energie, die durch Windkraft ab 2022 zur Verfügung steht, können rund 150.000 Haushalte versorgt werden. Seit 2017 setzt die Regionalregierung intensiv auf regenerative Energieprojekte. Zum Teil sind die Windparks bereit fertiggestellt und in Betrieb, zum Teil sind sie noch im Bau. Das letzte bisher genehmigte Windkraftwerk wird 2022 in Betrieb gehen. Insgesamt haben die Kanarischen Inseln die Produktion für grünen Strom im Jahr 2022 verfünffacht.

Grüne Zone für PKWs – Die vier großen Städte auf den Kanarischen Inseln sind gerüstet für die Gesetzesänderung im Verkehr. Nach Las Palmas, Santa Cruz de Tenerife, La Laguna und Telde können Autofahrer in Zukunft nur das Zentrum mit ihrem Fahrzeug erreichen, wenn es die vorgeschriebenen Emissionswerte erfüllt. Bis auf Santa Cruz de Tenerife haben die Rathäuser in den letzten 10 Jahren auf dieses Ziel hingearbeitet. Santa Cruz hat bereits angekündigt den Verkehr bei starkem Einfluss von Calima punktuell einzuschränken.

Das Silikon Valley der blauen Wirtschaft – Der Archipel ist durch den Atlantik isoliert zum Festland. Eine Hürde, die im Fall der Ozeanographie, der Meeresforschung auch eine einzigartige Chance bietet. Diese scheint, Stand heute, genutzt worden zu sein. In der Fachwelt werden die Kanarischen Inseln als Silikon Valley der Meeresforschung gehandelt. 60.000 Personen sind in diesem Bereich beschäftigt. 2,7 Milliarden Euro werden jedes Jahr umgesetzt. Die Absolventen des Fachbereichs Ozeanographie der Universität Las Palmas werden weltweit hochgehandelt. Fischerei, Logistik, Hafenverwaltung, maritime Wartung, Tourismus und Forschung beinhaltet dieser blaue Wirtschaftszweig, sein Wirkungsraum umfasst 450.000 Quadratkilometer Atlantik. Wenn Pilotprojekte für den Meeresraum in ihre Testphase gehen, starten sie in der Regel in den Forschungsräumen der Universität Las Palmas. Kein anderer Fachbereich einer Uni verfügt aktuell über gleichwertige Bedingungen. 2.500 m² Forschungsräume, eine Offshore Plattform mit mehreren Stockwerken unterhalb der Wasseroberfläche vor der Küste und dutzende autonome Unterwasserfahrzeuge die bis auf 1.000 Meter tief tauchen. Mehr Infos dazu auch im Netz auf plocan.eu.

14. Februar 2020

Operation „Jackpot“ – In einer internationalen Polizeiaktion sind gestern 38 Männer festgenommen worden. Auch auf Fuerteventura und Gran Canaria gab es Festnahmen. Die international operierende Bande soll auf den Kanarischen Inseln Schwarzgeld aus Italien gewaschen haben. Seit 2018 sind Ermittler aus Italien und Spanien der „DellaMagliana“ auf der Spur. Auf Gran Canaria und Fuerteventura sollen dutzende Immobilien und Fahrzeug in ihrem Besitz sein.

86 Flüchtlinge in drei Booten – In Hafen von Arguineguin auf Gran Canaria sind gestern 86 Flüchtlinge vom Roten Kreuz erstversorgt worden. Die spanische Küstenwache war im Einsatz und hatte vorher mehrere Seemeilen südlich der Kanarischen Inseln die vom Afrikanischen Kontinent stammenden Männer, Frauen und Kinder an Bord geholt. Eine schwangere Frau hat auf dem Weg in den Hafen ihr Kind geboren. Insgesamt waren an Bord der drei Flüchtlingsboote 46 Männer, 28 Frauen und 12 Kinder. Während dessen steht die kanarische Regionalregierung in intensiven Gesprächen mit der Zentralregierung in Madrid zum Thema Migration. Sie fordert mehr Unterstützung im Kampf gegen illegale Migration. Es fehlt an Ermittlern um das Herkunftsland der Flüchtlinge festzustellen und das festzustellende Alter der jüngeren Migranten stellt die Ermittlungsbehörden ebenfalls vor große Probleme. Zugesagt sind von der Zentralregierung bereits finanzielle Hilfen um für neue Auffanglager zu sorgen. Es gab in den vergangenen Monaten bereits mehrere Situationen in denen z.B. Turnhallen kurzfristig belegt werden mussten um Platz für Flüchtlinge zu schaffen. Die kanarische Regionalregierung fordert ebenfalls von Madrid mehr mit den afrikanischen Küstenstaaten zusammenzuarbeiten im Kampf gegen Schleuser und illegale Migration.

Corona Virus Test negativ – Warum es zwei Wochen gedauert hat bis die Testergebnisse vorliegen, geht aus den aktuell vorliegenden Informationen nicht hervor. Fest steht, der 14 Tage lang unter Quarantäne stehende Deutsche auf La Gomera, ist nicht am Corona Virus erkrankt. Allerdings waren die beiden vorangegangenen Tests wegen Corona Virus jeweils positiv. Heute dürfen die insgesamt fünf Deutschen, die nach La Gomera in den Urlaub gefahren sind und bis gestern unter Quarantäne im Krankenhaus in San Sebastian behandelt worden sind, wieder die Rückreise antreten. Nach den aktuellen Testergebnissen gibt es bisher keinen konkreten Fall von Corona Virus auf den Kanarischen Inseln.

Lademöglichkeit als größte Hürde bei E-Autos – Es gibt diverse Vorteile sich für ein E-Auto auf den Kanarischen Inseln zu entscheiden. An erster Stelle stehen staatliche Subventionen in Höhe von bis zu 6.000 Euro, auch die geringeren Wartungskosten sind ein starkes Argument. Der Markt für E-Autos ist im letzten Jahr um 90% gestiegen. Die Zahl hört sich gut an, verglichen mit der tatsächlichen Verkaufszahl von 652 wird aber deutlich, dass der Umstieg auf E-Autos noch nicht begonnen hat. Die größte Hürde sind weiterhin unterschiedliche Ladestecker, die Automobilunternehmen stellen weiterhin keine einheitlichen Auflade-Möglichkeiten her. Die Regionalregierung hat einen eigenen Fonds zur Verfügung gestellt um öffentliche Ladestationen auch an privaten Mehrfamilienhäusern und Appartementkomplexen zu installieren. Die Durchführung stellt die Regierung aber vor ein Problem. Aktuell gibt es vier unterschiedliche Ladestecker für E-Autos, diese werden je nach Typ unterschiedlich mit Gleich- oder Wechselstrom versorgt. Um den jeweiligen Besitzern von E-Autos gereicht zu werden muss erst eine Adressanalyse erstellt werden um die Ladesäulen auch zielgerichtet aufzustellen. Im Gespräch ist eine Möglichkeit für Verbraucher, den Besitz eines E-Autos anzumelden, um von öffentlicher Seite eine Lademöglichkeit in der Nähe des Wohnsitzes zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Keine Menthol Zigaretten mehr ab 20. Mai – Ab dem 20. Mai gibt es in Spanien keine Menthol Zigaretten mehr im Handel. Damit setzt Spanien ein 2014 auf den Weg gebrachtes Gesetz um und hinterlässt auf dem Tabakmarkt eine Lücke von rund 15%. Rund ein Sechstel aller verkauften Zigaretten hatten 2019 auf den Kanarischen Inseln Menthol-Geschmack, auf dem spanischen Festland lag deren Anteil nur bei 3%. Von der Gesetzesänderung nicht betroffen sind Liquids für E-Zigaretten. Diese dürfen auch in Zukunft Aromen enthalten. 

13. Februar 2020

Mehr finanzielle Unterstützung für Familien – Die Regionalregierung will den Anspruch auf finanzielle Unterstützung von Familien ausweiten. Konkret geht es um den Ausweis für „Familias Numerosas“. Diesen haben bisher nur Familien mit mindestens drei Kinder erhalten. Mit dem Ausweis erhalten Familien besondere Vergünstigungen zum Beispiel bei Reisen, Bildung oder Schulmaterial. In Zukunft sollen auch Familien mit alleinerziehenden Eltern und nicht verheiratete Partner mit mehreren Kindern Anspruch auf diesen Ausweis erhalten.

Nur ein Fünftel kann ausziehen – Die Zahl der emanzipierten Jugendlichen in Spanien liegt bei 18,5%. Seit 2002 der niedrigste Wert in Spanien. Nur ein Fünftel der 16 bis 29-jährigen ist finanziell in der Lage aus dem Elternhaus auszuziehen. Im Geschlechtervergleich Frauen eher als Männer. Nur 14,8% der männlichen Jugendlichen in dieser Altersgruppe wohnt nicht mehr im Elternhaus. Grund dafür sind niedrige Löhne und hohe Mieten. Im Schnitt würden Jugendliche zwischen 16 und 29 Jahre 88,9% ihres Einkommens für Miete bezahlen, Topwert in Europa.

Cicar bietet E-Mietautos an – Die kanarische Autovermietung Cicar bietet in den kommenden Monaten 250 E-Autos in seiner Flotte zur Vermietung an. Die e-Modelle der Automarken Opel, Mercedes, Volvo, Seat, Smart, und BMW werden in den ersten Monaten zum gleichen Preis wie Modelle mit Verbrennungsmotor vermietet. Einzig die Lademöglichkeiten sind noch sehr begrenzt. An allen kanarischen Flughäfen sind Ladesäulen bereits fertiggestellt und im Einsatz, an vielen Hotels fehlen Lademöglichkeiten für E-Autos aber noch. Aktuell verfügt Lanzarote über 21 Lademöglichkeiten für e-Autos, Fuerteventura ebenfalls, auf Gran Canaria sind bereits über 100 Ladestationen verfügbar.

Finanzielle Unterstützung für Studenten – 350.000 Euro stellt das Cabildo von Lanzarote bereit um Studenten zu unterstützen, die ihren Studiengang außerhalb von Lanzarote absolvieren. Pro Studenten ist die finanzielle Hilfe auf 250 Euro begrenzt. Beantragt werden kann die Unterstützung online über die Webseite des Cabildos. http://www.cabildodelanzarote.com/ Innerhalb der kommenden zwei Monate können die notwendigen Papiere Online eingereicht werden. Ausbezahlt werden soll die finanzielle Unterstützung vor Ende des Semesters.

Mehr Kündigungen – Unternehmen auf den Kanarischen Inseln greifen wieder verstärkt auf betriebsbedingte Kündigungen zurück. Vier Jahre lang ist die Zahl der Vertragsauflösungen wegen schlechter Betriebsergebnisse gesunken, seit Januar steigt sie wieder an. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 172%. Das sogenannte ERE ermöglicht es Unternehmen Mitarbeiter kollektiv zu kündigen, sofern die Gefahr einer Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit besteht. Im gleichen Vorgang des ERE sind auch Kurzarbeit, Betriebsferien oder Kürzungen von Sonderleistungen möglich. In den letzten Monaten waren auf dem Archipel vor allem Mitarbeiter von Banco Santander, Caixabank und Vodafone betroffen. Wegen der abflauenden Konjunktur sind auf den Kanarischen Inseln im letzten Jahr knapp 1.500 Erwerbsfähige betriebsbedingt gekündigt worden.

12. Februar 2020

Streik der Ärzte abgesagt – Einen für heute geplanten Streik der Ärzte haben die beiden großen Syndikate UGT und CCOO abgesagt. Heute sollen die Gespräche mit Regierungsvertretern beginnen. Die kanarische Regierung hat Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Es geht um ein neues Versorgungssystem, in dem Ärzte zum Teil ihrer Möglichkeit beraubt werden, neben Behandlungen im öffentlichen Versorgungssystem auch privat Patienten zu behandeln. Die Ärztevereinigung auf den Kanarischen Inseln argumentiert mit einem Verlust von Fachärzten, die wegen des geplanten neuen Versorgungssystems in andere Autonomien abwandern.

Mehr als ein Drittel der Kinder von Armut bedroht – 39,8% der Kinder auf den Kanarischen Inseln ist von Armut bedroht. Das ist ein Ergebnis einer Studie, durchgeführt von der AIS Gruppe. Es gibt Regionen in Spanien, wie Extremadura, in denen das Risiko der Kinderarmut sogar bei 48% liegt. Insgesamt ist in Spanien jedes fünfte Kind von Armut bedroht. Die Zahlen sind laut Agustí Amorós, dem Leiter der Studie bei der AIS Gruppe, deswegen so alarmierend, weil sie sich trotz des Wirtschaftsaufschwungs in Spanien in den letzten vier Jahren verschlechtert haben.

Notlandung auf Lanzarote – Eine Maschine von Norwegian Air ist gestern auf Teneriffa mit Ziel Kopenhagen gestartet und wenige Minuten später auf Lanzarote notgelandet. Ein Passagier hatte während des Startvorgangs einen Herzinfarkt an Bord erlitten. Der Mann konnte an Bord erstversorgt werden und ist zur weiteren Beobachtung ins Krankenhaus nach Arrecife gebracht worden. Die Maschine von Norwegian.com konnte mit drei Stunden Verspätung in Kopenhagen landen.

Euthanasie in Spanien – Spanien ist auf dem Weg zu einem der wenigen Länder weltweit zu werden in dem ein selbstbestimmter Weg aus dem Leben legal vollzogen werden kann. Wie in Belgien, der Schweiz, Luxemburg und Niederlanden soll Menschen auch in Spanien selbst über ihr eigenes Lebensende entscheiden dürfen. In Spanien sieht der Gesetzesvorschlag eine Euthanasie vor, die im öffentlichen Gesundheitssystem festgeschrieben ist und damit für Patienten der Seguridad Social zur Grundversorgung gehört. Voraussetzung für ein geplantes Lebensende ist eine unheilbare Krankheit oder Behinderung die mit entsprechendem körperlichem oder psychischem Leiden verbunden ist ohne Chance auf Besserung. Die letzte Entscheidung darüber obliegt dem behandelnden Arzt. Gegen diese Entscheidung kann Einspruch eingelegt und eine zweite Meinung eingeholt werden. Die regierende PSOE hat den Gesetzesvorschlag ins Parlament eingebracht. Eine Entscheidung steht noch aus.

Zigaretten und Kaffeepause werden abgezogen – Das Oberste Gericht in Spanien hat eine Entscheidung zum Thema Zigaretten- und Kaffeepause getroffen. Gegen das Urteil kann keine Revision eingelegt werden, es ist ab sofort gültig. Die Kaffee- und Zigarettenpause wird von der Arbeitszeit abgezogen, Arbeitnehmer müssen sich während dieser Minuten im Zeiterfassungssystem abmelden und danach wieder zum Arbeiten anmelden. Im gleichen Urteil werden angefallene Überstunden geregelt. Diese können nur geltend gemacht werden, wenn sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber Überstunden vorher genehmigt haben. Kein Anspruch auf Vergütung durch den Arbeitgeber besteht bei Überstunden, die ohne Genehmigung durchgeführt werden. Das Verfahren ist im Oktober letztes Jahr von einem spanischen Unternehmen angestrengt worden, nachdem es wegen dem neu eingeführten Zeiterfassungssystems zu Unstimmigkeiten mit einer Gewerkschaft gekommen ist.

11. Februar 2020

Las Palmas Top in Sachen Immobilienpreise – Las Canteras gehört zu den teuersten Pflastern in Sachen Immobilien in Spanien. Teurer als Sevilla, Pamplona oder Salamanca. Nur noch in Madrid, Barcelona oder San Sebastian ist der Quadratmeterpreis teurer. Objekte an der ersten Linie zum Canteras Strand in Las Palmas kosten im Schnitt 4.550 Euro den m². Ein Appartement mit einer Fläche von 45 m² wird für 205.000 Euro gehandelt. TecniCasa hat die Immobilienpreise in Spanien analysiert – außerhalb der Inselhauptstadt von Gran Canaria liegen die Immobilienpreise deutlich niedriger. In Telde kostet der m² im Schnitt 1.800 Euro, an der Rambla Pedro Lezcano liegt er nur noch bei 1.020 Euro.

Kollaps in der Notaufnahme – Jedes Jahr zum Karneval kollabiert die Notaufnahme im Krankenhaus von Las Palmas auf Gran Canaria. 400 Patienten warten nach diesem Wochenende in Boxen oder auf dem Gang der Notaufnahme auf einen freien Platz in einer der Stationen des Krankenhauses. Am Samstag, Sonntag und Montag sind im Schnitt pro Tag bis zu 300 Patienten in der Notaufnahme behandelt worden. An diesem Wochenende waren es aber nicht nur die klassischen Fälle, die bei Großveranstaltungen immer auftreten, wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Ohnmacht, Schwächeanfälle oder kleinere Verletzungen. Die Grippeepidemie hat für zusätzlichen Andrang in der Notaufnahme geführt. Hoffnung macht die Wetterlage: wegen der warmen Temperaturen durch den Einfluss von Calima hoffen die Krankenhäuser auf eine Stabilisierung bei der Zahl der Grippekranken auf dem Archipel.

Selfie mit Todesfolge – Zwei Tote und eine Verletze ist die Bilanz eines Selfies bei Betancuria auf Fuerteventura. Eine deutsche Reisegruppe ist an der Küste bei Playa Aguas Verde von einer Welle mitgerissen worden und an den Felsen verunglückt. Eine 36 Jahre alte Frau schwebt weiterhin in Lebensgefahr und wird im Krankenhaus behandelt. Zwei Männer im Alter von 28 und 40 Jahren sind bei der Aktion ums Leben gekommen. Die Rettungsaktion ist gestern durch die schwer zugängliche Lage und den aufgewühlten Atlantik erschwert worden. Für die beiden deutschen Touristen kam jede Hilfe zu spät. Die Frau konnte sich trotz ihrer schweren Verletzungen ans Ufer retten.

Urteil gegen Lohndumping – Beschäftigte von Zeitarbeitsunternehmen erhalten den gleichen Lohn wie Festangestellte. Zu diesem Urteil ist das Oberste Gericht in Las Palmas auf Gran Canaria gekommen, nachdem verschiedene Zeitarbeitsunternehmen zusammen mit den beiden großen Syndikaten CCOO und UGT geklagt hatten. Betroffen sind vor allem Beschäftigte im Hotelsektor.  In diesem Wirtschaftsbereich arbeiten die meisten Beschäftigten der Zeitarbeitsunternehmen. Konjunktur- und Saisonbedingt greifen Hotel- und Restaurantbetriebe jedes Jahr auf tausende Beschäftigte der Zeitarbeitsunternehmen zurück und haben bisher in den meisten Fällen deutlich weniger bezahlt als für festangestellte Mitarbeiter. Das Gericht begründet sein Urteil mit dem Prinzip der Gleichheit und legt eine tarifbedingte Bezahlung für die Betroffenen fest. Das Urteil gegen Lohndumping ist sofort umzusetzen unabhängig welche Vereinbarung zwischen den Zeitarbeitsunternehmen und den Hotelbetrieben bisher gültig war.

Flüchtlingstragödie vor El Hierro – Die Zahl der Flüchtlingsboote vom afrikanischen Kontinent bricht nicht ab, jetzt erleben die Kanarischen Inseln die erste Flüchtlingstragödie des Jahres. Ob die Patera mit 20 Personen an Bord überhaupt die Kanarischen Inseln erreicht hätte ist unwahrscheinlich. Ein Frachter hat 800 Kilometer südlich von El Hierro das Flüchtlingsboot entdeckt. Ein Mann war du diesem Zeitpunkt bereits tot. Eine Frau ist in lebensgefährlichem Zustand mit einem Rettungshelikopter in Krankenhaus nach Teneriffa geflogen worden. Sie hat die Überfahrt ebenfalls nicht überlebt. Die Besatzung eines marokkanischen Fischkutters hatte S.O.S gefunkt und um Hilfe gebeten. Zwei Frachter in der Nähe haben die Flüchtlinge an Bord genommen. Die Flüchtlinge müssen seit mindestens sieben Tagen unterwegs gewesen sein. 11 Flüchtlinge sind weiterhin an Bord eines Frachters mit Ziel Las Palmas, acht Personen sind auf dem Luftweg auf kanarische Krankenhäuser verteilt worden, sie litten an Dehydrierung und Unterkühlung.

10. Februar 2020

Der erste Super-Luna – Der erste Supermond in diesem Jahr war groß angekündigt – seine Präsentation aber wegen dem intensiven Calima Einfluss auf den Kanarischen Inseln nicht so gut sichtbar wie angekündigt. Gestern Morgen gegen 6:30 Uhr hatte der Vollmond auf seiner Laufbahn die geringste Distanz zur Erde. Weil der direkte Vergleich fehlt wird der Supermond nicht immer als deutlich größer wahrgenommen als ein ganz normaler Vollmond, beim Tidenunterschied ist dieses Phänomen aber sehr wohl sichtbar. Der Höhenunterschied zwischen dem Tiefstand der Ebbe und dem Höchststand der Flut liegt auf den Kanarischen Inseln heute bei rund 320 Zentimetern.

Deutlich mehr Arbeitnehmer aus dem Ausland – Auf Lanzarote steigt die Zahl der Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund weiter an. Ähnliches ist auch auf den anderen Inseln zu beobachten, auf Lanzarote gibt es in diesem Fall aber eine aktuelle Hochrechnung, weswegen wir diese Insel als belastbares Beispiel heranziehen. In 13 Jahren soll der Anteil der Arbeitnehmer aus dem Ausland bei 38% liegen. Die Zahl der Einwohner bei 192.792. Aus der Studie geht nicht hervor woher die zusätzlichen Einwohner kommen, nur die Altersstruktur wird veröffentlicht: sie liegt zwischen 30 und 54 Jahren. Das Ergebnis deckt sich Prozentual mit der gestiegenen Bevölkerungszahl aus den letzten fünf Jahren und resultiert neben Zuwanderung auch auf Basis einer immer älter werdenden Bevölkerung.

Gran Canaria hat eine neue Karnevalskönigin – Chari Alvarado ist die neue Queen des Karnevals auf Gran Canaria. Gestern Abend ist die aus Las Palmas stammende Teilnehmerin in ihrem Kostüm gestaltet von Kevin und Enrique Rodriguez zur Reine de Carnaval Gran Canaria 2020 gewählt worden. Der Karneval auf den Kanarischen Inseln zählt zum zweitgrößten Karneval weltweit nach Rio de Janeiro und bietet je nach Insel Veranstaltungen die ganze Stadien füllen. Mehr zu den Umzügen und Galas und entsprechende Veranstaltungstermine sind auf den Internetseiten der jeweiligen Gemeinde veröffentlicht.

Weniger Flugverbindungen – Die großen europäischen Fluggesellschaften bremsen ihre Erwartungen für das laufenden Jahr und haben für den Archipel Reduzierungen beim Flugangebot angekündigt. Grund dafür ist der Austritt Groß Britanniens aus der EU und die Konkurrenzregionen im Tourismus wie Türkei, Ägypten, Tunesien und Griechenland. 4% weniger europäische Flugverbindungen und 5,6% weniger Flugverbindungen vom spanischen Festland – das ist aktuelle Bilanz. Ryanair, führender Flugdiscounter auf dem Archipel mit 6,5 Millionen Passagieren im letzten Jahr, wird mehrere Maschinen, die auf dem Archipel stationiert sind, abziehen. Insgesamt fällt der Rückgang von Flugverbindung aber deutlich geringer aus als von Experten erwartet.

Illegaler Stromkonsum – In 173 Fällen sind im letzten Jahr vom Stromerzeuger Endesa auf Fuerteventura Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Eine Million Kilowattstunden Strom sind alleine auf Fuerteventura durch Manipulation der Stromzähler oder durch illegale Stromverbindungen vor den Stromzählern entstanden. 2.234 Fälle gab es im letzten Jahr insgesamt auf dem Archipel, bei denen Endesa wegen illegalem Energiebezug tätig geworden ist. Strom illegal beziehen ist auf dem Archipel gang und gäbe: Im letzten Jahr sind bei 40% der durchgeführten Kontrollen Unregelmäßigkeiten festgestellt worden.

06. Februar 2020

Sinkende Bevölkerungszahl – Trotz steigender Migration schrumpft die Bevölkerungszahl auf den Kanarischen Inseln. 1.827 Todesfälle mehr als Geburten. 6.999 Babys sind seit Jahresbeginn auf den Kanarischen Inseln geboren worden – Todesanzeigen gab es seit Januar 8.826. Die Differenz von 1.827 fängt auch die Migration nicht auf. Spanienweit ist der Trend in den einzelnen Autonomien sehr unterschiedlich: in Madrid steigt die Bevölkerungszahl wie auch auf den Balearen oder in Murcia. In Galizien, Castilla y Léon oder Valencia sinkt sie in ähnlichem Maße wie auf dem Archipel.

Ausländeranteil auf dem Arbeitsmarkt so hoch wie nie – Aktuell arbeiten im Hotel- und Gastronomiegewerbe auf den Kanarischen Inseln 38% Ausländer. Das ist das aktuelle Ergebnis der Seguridad Social. Insgesamt sind aktuell auf dem Archipel 804.000 Personen in einem Arbeitsverhältnis, 100.000 davon verfügen über keinen spanischen Pass. Knapp die Hälfte stammt ursprünglich nicht aus der EU. Den größten Teil der aktuell beschäftigten Ausländer machen Italiener, Briten und Deutsche aus.

400 Neuwagen pro Monat – Auf Lanzarote sind aktuell 129.200 Fahrzeuge gemeldet. Umgelegt auf die Einwohnerzahl der Insel hätte theoretisch selbst fast jedes Kind die Möglichkeit mit einem eigenen Auto zu fahren. Die Zahl der neuangemeldeten Fahrzeuge steigt jeden Monat um 400 Autos. Das aktuelle Ergebnis beinhaltet 88.000 Pkws, 30.000 Arbeitsfahrzeuge wie LKWs oder Kleinbusse, 340 Busse und 7.000 Motorräder. Noch im ersten Quartal dieses Jahres rechnet die Verkehrsbehörde mit mehr als 130.000 angemeldeten Fahrzeugen. Die Einwohnerzahl beträgt im Vergleich dazu aktuell 149.000.

66.000 Kinder warten auf psychische Hilfe – Die Diagnose ist bereits getroffen, aber es fehlt auf den Kanarischen Inseln qualifiziertes Personal und Krankenhausbetten für minderjährige Patienten mit psychischen Störungen oder mentalen Krankheiten. 90 Tage warten Kinder mit entsprechenden Symptomen auf einen Termin beim Spezialisten. Insgesamt stehen auf der Warteliste 66.300 Kinder, die dringend entsprechende Behandlungen benötigen. Das sich an dieser Situation etwas ändert, ist bis 2022 unwahrscheinlich. Erst in drei Jahren sollen auf Gran Canaria und Teneriffa jeweils eine eigene Abteilung in den beiden Krankenhäusern eingerichtet werden, um psychische Erkrankungen bei Kindern fachgerecht behandeln zu können.

Kanaren Balearen direkt – Binter Canarias wird auch dieses Jahr die beiden spanischen Inselgruppen direkt miteinander verbinden. Vier Mal pro Woche bietet Binter Flugverbindungen nach Palma de Mallorca an: zweimal von Teneriffa und zweimal von Gran Canaria fliegen CRJ1000 Maschinen mit 100 Sitzplätzen nach Mallorca und zurück. Die Flugzeit beträgt zwei Stunden. Flugtickets gibt es für kanarische Residenten bereits ab 42 Euro einfache Strecke.

04. Februar 2020

Karneval bekommt Gegner – Der Karneval auf den Kanarischen Inseln ist der zweitgrößte der Welt nach Rio de Janeiro. Als fester Bestandteil der kanarischen Kultur hat er aber nicht nur Befürworter. Eine Anwohnergemeinschaft von Triana und San Telmo in Las Palmas auf Gran Canaria hat gegen den Faschingsumzug geklagt. Die Gegner wollen den Umzug nicht mehr im historischen Stadtkern von Las Palmas sehen. An den Tagen des 15. Februars, sowie dem 22. und dem 24. Februar werden an den geplanten Umzügen so viele Menschen teilnehmen, dass die Sicherheit in den engen Gassen des historischen Stadtkerns nicht mehr gewährleistet werden kann, so die Argumentation der Anwohnergemeinschaft. Auch gegen die Fiesta Polvos de Talco, an der traditionell haufenweise weißer Puder durch die Straßen fliegt, wird geklagt. Die Klage soll noch in dieser Woche geprüft werden, dann steht fest ob eine einstweilige Verfügung gegen die Veranstaltungen überhaupt möglich ist.

Notlandung nach fünf Stunden – Wegen eines Defektes an einer AirCanada Maschine von Madrid nach Toronto ist es gestern zu Verzögerungen im gesamten spanischen Luftraum gekommen. Die Maschine mit der Flugnummer AK837 ist gestern gegen 14.33 Uhr in Madrid gestartet. 30 Minuten später hat die Besatzung einen Defekt an einem der 10 Reifen des Fahrwerks festgestellt und einen möglichen Defekt an einem der Triebwerke. Danach war die Maschine knapp fünf Stunden mit 180 Passagieren im Luftraum von Madrid unterwegs um Kerosin zu verbrennen und die Maschine für die Notlandung leichter zu machen. Gegen 18:07 war dann eine Landebahn auf dem Flughafen in Madrid für die Notlandung gesperrt. 16 Löschfahrzeuge und dutzende Feuerwehrleute rund um die Landebahn mussten nicht eingreifen. Die Boing 767-300 konnte ohne weitere Zwischenfälle landen. Keiner der 180 Passagiere musste medizinisch versorgt werden.

Sturmwarnung – Für den westlichen Teil des Archipels hat der spanische Wetterdienst eine Sturmwarnung veröffentlicht. Die Meteorologen von AEMET prognostizieren für Teneriffa, El Hierro und La Gomera Windböen bis zu einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Für die anderen Inseln gibt es keine Wetterwarnung. Rund um Teneriffa, La Gomera und El Hierro muss auch mit hohem Wellengang gerechnet werden. Die aktuelle Wetterwarnstufe Gelb gilt mindestens bis morgen Abend.

Erdbeben auf El Hierro und Teneriffa – Vier Erdbeben mit der einer Stärke zwischen 2,5 und 3 auf der Richterskala sind gestern auf Teneriffa und El Hierro gemessen worden. Die Epizentren lagen in einer Tiefe zwischen 17.000 und 21.000 Metern. Nur ein Beben mit einer Stärke von 2,5 hatte ein Epizentrum in viertausend Meter Tiefe und ist von Teilen der Bevölkerung auch wahrgenommen worden. Wie bei allen bisherigen Beben besteht keinerlei Gefahr für die Bevölkerung – leichte Erdbewegungen gehören zur Normalität auf einem Archipel vulkanischen Ursprungs.

Weitere Flüchtlingsboote – Vor der Küste von Gran Tarajal auf Fuerteventura hat die spanische Küstenwache ein völlig überfülltes Boot mit 60 Flüchtlingen an Bord entdeckt. Unter ihnen 20 Frauen und fünf Minderjährige. Einer der Flüchtlinge an Bord hatte per Smartphone einen Notruf abgesetzt und die spanischen Behörden verständigt. Noch in der Nacht ist eine weitere Patera am Caleta de Famara auf Lanzarote angekommen. An Bord sollen einem Polizeibericht zufolge mindestens 10 Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent gewesen sein. Nach ihnen fahndet die Polizei.

03. Februar 2020

Sechs tödliche Badeunfälle im Januar – Sechs Personen sind im Januar auf den Kanarischen Inseln beim Baden im Atlantik ums Leben gekommen. Das meldet heute der Verband „Canarias, 1.500 Kilometros de Costa“. In den meisten Fällen sind diese Unfälle bei Roter Flagge am Strand passiert. Zu den sechs Todesfällen kommen neun Badeunfälle ohne tödlichen Verlauf. Die Hälfte der Ertrunkenen stammt aus dem Ausland und ist während ihres Urlaubs ums Leben gekommen, zwei aus Deutschland und eine Schwedin. Zwischen 2015 und 2019 sind auf dem Archipel beim Baden 258 Touristen aus dem Ausland ums Leben gekommen.

Coronavirus auf La Gomera – Die sechs deutschen Touristen, die mit Verdacht auf Corona Virus im Krankenhaus von San Sebastian behandelt werden, sind in einem guten gesundheitlichen Zustand. Bei keinem von ihnen konnte bisher eine schlimmere Erkrankung festgestellt werden. Alle sechs leiden unter leichten Grippesymptomen. Das kanarische Gesundheitsamt hat rund 20 weitere Personen, die Kontakt mit der deutschen Reisegruppe hatte, bereits ermittelt und ebenfalls untersucht. Darunter Passagiere auf der Überfahrt mit der Fähre, der Vermieter des Ferienhauses in Hermigua und ein Kellner. Bei keinem dieser Personen konnte der Corona Virus identifiziert werden. Die betroffene deutsche Reisegruppe wird bis auf weiteres in einem abgeschlossenen Teil des Krankhauses in San Sebastian behandelt. Weitere Fälle des Corona Virus sind auf den Kanarischen Inseln nicht bekannt.

Weitere Flüchtlingsboote vor Gran Canaria – Im Süden von Maspalomas auf Gran Canaria hat die Küstenwache zwei weitere Flüchtlingsboote lokalisiert. Insgesamt befanden sich 54 Personen vom afrikanischen Kontinent an Bord dieser beiden Pateras. Gestern Abend gegen 22.30 Uhr sind die Flüchtlinge im Hafen von Arguineguin angekommen und von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden unter ihnen befinden sich 12 Minderjährige ohne Begleitung ihrer Eltern.

Fähre rammt Mole – Eine Fähre der Reederei Fred Olsen hat gestern die Mole in Playa Blanca auf Lanzarote gerammt. Bei dem Unfall sind drei Frauen leicht verletzt worden. Alle drei Opfer sind im Krankenhaus behandelt worden. Bisher sind die Umstände die zum Unfall geführt haben noch ungeklärt, die Reederei hat sich dazu noch nicht geäußert. Die Fähre verkehrt auf der Strecke Playa Blanca – Corralejo täglich mehrfach.

Ryanair streicht weitere Verbindungen – Der irische Flugdiscounter Ryanair streicht weitere Verbindungen von Lanzarote zum spanischen Festland. Die Flugverbindung nach Santiago de Compostela wird am 25. März eingestellt. Valencia und Sevilla werden von Guacimeta ebenfalls nicht mehr angeflogen. Damit verfügt Ryanair in der aktuellen Wintersaison von Lanzarote aus nur noch Madrid als einziges Flugziel.

31. Januar 2020

Verdacht auf Coronavirus – Auf La Gomera ist ein Ferienhaus in Hermigua evakuiert worden. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes in Schutzkleidung untersuchen das Gebäude, die beiden deutschen Touristen sind mit Krankheits-Symptomen die des Coronavirus ähneln ins Krankenhaus nach San Sebastian gebracht worden und werden dort unter Quarantäne behandelt. Beide sollen vor ihrer Reise Kontakt mit einer Person gehabt haben, die an dem Coronavirus erkrankt ist. Bisher ist es nur ein Verdacht, die Untersuchungsergebnisse stehen noch nicht fest. Der Chef für Epidemiologie des kanarischen Gesundheitsministerium hat bereits auf den Vorfall reagiert und beruhigende Worte gefunden. Das kanarische Gesundheitssystem sei bestens vorbereitet, sollte es zu einer vermehrten Ansteckung durch das Coronavirus kommen.

Wieder ein Flüchtlingsboot vor Gran Canaria – Täglich werden in den letzten Wochen Flüchtlingsboote vor den Kanarischen Inseln gesichtet. Am Mittwoch sind mehr als 60 Flüchtlinge in Gran Tarajal versorgt worden. Gestern ist eine weitere Patera südlich von Gran Canaria gesichtet worden. An Bord befanden sich 33 Personen vom afrikanischen Kontinent, darunter 19 Frauen und fünf Minderjährige. Die Flüchtlingszahlen sind mit vergangenen Flüchtlingswellen zwar nicht vergleichbar. Für die kanarische Regierung reicht die Zahl allerdings aus um auf ein Handeln der Zentralregierung zu drängen. Die Flüchtlingslager auf den Kanarischen Inseln sind so gut wie gefüllt. Jedes weitere Boot sorgt zwangsläufig für unmenschliche Verhältnisse in den Auffanglagern. Keine Lösung gibt es bisher für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – sie können nicht in ihr Ursprungsland zurückgeschickt werden, ein Programm zur Eingliederung in die Gesellschaft steht noch aus.

Weniger Übergewicht, weniger Krebserkrankungen – Die Message der kanarischen Onkologen ist deutlich: wer sich gesünder ernährt, senkt das Risiko einer Krebserkrankung deutlich. Auch die Gefahr von Diabetes und Bluthochdruck wird durch Übergewicht oder Fettleibigkeit stark erhöht. Onkologen auf dem Archipel zeigen besorgt über die aktuelle Situation und haben eine Pressemitteilung veröffentlicht. 18% der Kinder und 22% der Erwachsenen auf dem Archipel leiden demnach an Fettleibigkeit, Topwert in Spanien. Zum Welttag gegen Krebs am 4. Februar, geht aus der Pressemitteilung der WHO hervor, dass 40% der Krebserkrankungen vermieden werden können, wenn auf den Konsum von Tabak verzichtet, Sport getrieben und sich gesund ernährt wird.

Dreckiges Wasser – Das Wasser rund um die Kanarischen Inseln ist von der Qualität eines Biosphärenreservats sehr weit entfernt. Das bringt eine Studie über das Leben der Meeressäuger im Atlantik zu Tage, erstellt von der SECAC. Der Anteil an organischer und chemischer Wasserverschmutzung ist besonders für Meeressäuger gefährlich, der Anteil an Mikroplastik ist rund um die Kanarischen Inseln ebenfalls so hoch wie kaum in einer anderen Region im Atlantik. Das aktuelle Ergebnis ist unter anderem deswegen so alarmierend, weil die Schadstoffe im Wasser das Immunsystem von Delfinen und Walen schwächt und ihre Fortpflanzung beeinflusst. Nur gesunde Tiere sind bereit sich fortzupflanzen. Innerhalb der Studie sind 64 Lebensräume von Delfinen und Walen innerhalb des Atlantiks untersucht worden.

90 statt 100 km/h – Spanien hat auf vielen größeren Landstraßen eine Senkung des Tempolimits von 100 auf 90 km/h eingeführt. Landesweit sind deswegen auf rund 7.000 Straßenkilometern mehr als 2.700 Verkehrsschilder ausgetauscht. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle zu verringern. 80 Prozent der Unfälle mit tödlichem Ausgang sind in den vergangenen fünf Jahren in Spanien auf Landstraßen registriert worden. Die Zahl der jährlichen Verkehrstoten pro eine Million Einwohner liegt landesweit bei 39. Diese Quote will Spanien senken. Vorbild in der EU ist Schweden mit 25 Verkehrstoten auf eine Million Einwohner. In dem skandinavischen Land gilt Tempo 70 auf Landstraßen.

30. Januar 2020

Kritik der Fluglinien – Die Vereinigung der Fluglinien in Spanien, kurz ALA, übt heftige Kritik an dem Vorstoß der kanarischen Regierung eine Preisbremse für Flugtickets einzuführen. Auch die Autonomien Baleares, Ceuta und Melilla fordern eine ähnliche Deckelung der Flugtickets zwischen dem spanischen Festland und den Autonomien. Die ALA droht mit einer Einschränkung des Flugangebots, sollte von Seiten der Politik eine entsprechende Preisbremse eingeführt werden. Die Diskussion hält bereits seit Wochen an – die Flugpreise sollen seit Einführung des 75% Residenten Rabatts im Vergleich zu vor der Einführung deutlich teurer geworden sein. Entsprechende Statistiken präsentiert von den Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zeigen das Gegenteil. Seit Einführung 2018 ist die Zahl der Flugverbindungen auf die Kanarischen Inseln deutlich angestiegen, die Zahl der Passagiere die mit Residenten Rabatt fliegen auch. Trotzdem sieht die Politik Notwendigkeit zum Handeln um den Preis für nationale Flugtickets dauerhaft zu bremsen.

Todesursache eines Obdachlosen wird untersucht – In der Gemeinde San Bartolome de Tirajana ist bei Bauarbeiten am Centro Comercial Sonnenland die Leiche eines Mannes gefunden worden. Der Tote soll mittleren Alters sein und aus dem Ausland stammen. Bauarbeiter sind auf die Leiche aufmerksam geworden als sie die Arbeiten an der Baustelle gestern aufgenommen haben. Auf der Baustelle sollen mehrere Obdachlose einen Unterschlupf gefunden haben. Einem Polizeibericht zu Folge sind Ermittlungen aufgenommen worden, weil an der Leiche Spuren von Gewalt gefunden worden sind. Die Ermittler gehen davon aus das der bisher nicht identifizierte Mann durch Gewalt Fremdeinwirkung ums Leben gekommen ist.

Täter verletzt bei Flucht Polizeibeamten schwer – In Telde auf Gran Canaria ist ein Polizeibeamter schwer verletzt worden. Der Beamte hat mit seinem Kollegen einen flüchtigen Täter verfolgt. Als dieser sich in seinem Auto in Parklücke verstecken wollte, sind die Beamten auf den Täter aufmerksam geworden. Bei einem erneuten Fluchtversuch mit dem gestohlenen Fahrzeug ist einer der beiden Beamten überfahren worden. Der Täter konnte wenig später überwältigt und festgenommen werden. Das Opfer liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen auf der Unfallstation im Krankenhaus in Las Palmas auf Gran Canaria.

Zwei Polizeibeamte retten im Urlaub 60-jährigen aus meterhohen Wellen – Zwei Polizeibeamte aus Melilla haben während ihres Urlaubs auf Gran Canaria einen 60-jährigen vor dem sicheren Tod bewahrt. Der Mann ist am Strand von Sardina in der Gemeinde Galdar von den meterhohen Wellen über die Felsen gerissen worden. Danach trieb der Körper des Mannes leblos im Wasser, mit schweren Kopfverletzungen. Die beiden Beamten in Civil haben den Vorfall vom Strand aus beobachtet und konnten den leblosen Körper Sekunden später erreichen und am Strand wiederbeleben. Sein Zustand ist nach einer kurzen Behandlung im Krankenhaus stabil.

56 Flüchtlinge in Gran Tarajal – Die spanische Küstenwache hat im Süden Fuerteventuras 56 Flüchtlinge an Bord genommen. Die Patera war sechs Seemeilen südlich von Gran Tarajal entdeckt worden. An Bord befanden sich 46 Männer, acht Frauen und nach ersten Angaben zwei Minderjährige ohne Begleitung ihrer Eltern. Ein Flüchtling musste im Krankenhaus behandelt werden, alle anderen sind im Hafen von Mitarbeitern des Roten Kreuze erstversorgt worden.

29. Januar 2020

Weniger Arbeitslose – Die Zahl der erwerbsfähigen Personen auf Jobsuche hat im letzten Jahresquartal 2019 um 9,24% im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2018 abgenommen. Ein Rückgang der sich im Vergleich zu anderen Autonomien in Spanien durchaus sehen lassen kann. In Zahlen ausgedrückt sind es 22.100 Personen die von Oktober bis Dezember auf dem Archipel einen Job gefunden haben. Trotzdem ist die Arbeitslosenquote auf den Kanarischen Inseln mit 18,7% immer noch eine der höchsten in Spanien. Spanienweit sind aktuell 19,9 Millionen Menschen beschäftigt, der beste Wert seit elf Jahren.

Durchschnittrente steigt um 1,2% – Im Schnitt erhalten Rentner auf den Kanarischen Inseln 914 Euro pro Monat – 1,2% mehr als letztes Jahr. 330.318 Personen erhalten aktuell auf dem Archipel diese Form der Altersversorgung. Dabei wird in Spanien zwischen altersbedingter Rente, Witwenrente, Arbeitsunfähigkeit und familienbedingte Rente unterschieden. Der monatliche Betrag der altersbedingten Rente liegt auf dem Archipel aktuell im Schnitt bei 1.144 Euro monatlich. Dieser Betrag schwangt sehr stark zwischen den einzelnen spanischen Autonomien. Im Baskenland liegt die altersbedingte Rente aktuell bei 1.223 Euro, 5,9% mehr als noch 2019.

Vier Erdbeben in 30 Minuten – Vor El Hierro hat gestern die Erde mehrmals in kurzer Zeit gebebt. Die Epizentren lagen alle rund um den Unterwasservulkan „El Discreto“, der bereits 2012 ausgebrochen war. Das stärkste der vier Beben hatte eine Stärke von 3,3 auf der Richterskala. Von allen Beben geht keinerlei Gefahr für die Bevölkerung aus, sie stellen laut dem vulkanologischen Institut Normalität auf einem Archipel mit vulkanischem Ursprung dar.

Zwei tödliche Sportunfälle – Ein Gleitschirmpilot ist tödlich auf Lanzarote bei Playa Blanca in der Gemeinde Yaiza tödlich verunglückt. Polizeiangaben zu Folge hat das Opfer zwischen den beiden Stränden Arena und Pozo die Kontrolle über seinen Schirm verloren und ist abgestürzt. Ein Rettungshelikopter mit drei Sanitätern an Bord ist zur schwer zugänglichen Unfallstelle geflogen um den 40-jährigen erst zu versorgen. Für den Mann kam aber jede Hilfe zu spät. Bei Agüimes auf Gran Canaria ist gestern Morgen eine 55 Jahre alte Frau beim Tauchen ums Leben gekommen. Die Touristin aus Schweden ist nach einem Tauchgang mit Schwindel aus Wasser gekommen und am Strand ohnmächtig zusammengebrochen. Sie ist von anderen Tauchern und wenig später auch von Sanitätern vergeblich versucht worden zu reanimieren.

Weniger Wirtschaftswachstum – Die Kanarischen Inseln erwarten im ersten Jahresquartal deutlich weniger Wirtschaftswachstum als ursprünglich angenommen. Die Bank BBVA hat ihre Wirtschaftsprognose um 5 Dezimalstellen auf 1,1% nach unten korrigiert. Der spanische Durchschnitt beim Bruttoinlandsprodukt liegt bei 1,6%. Von einer bevorstehenden Rezession spricht bei BBVA aber niemand. Bereits Ende 2020 liegt das Wirtschaftswachstum für den Archipel bereits wieder bei 1,8%. Die aktuelle Korrektur von BBVA ist in erster Linie auf die Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook zurück zu führen.

28. Januar 2020

Keine Preissteigerungen bei Flugtickets – Anders als immer wieder kritisiert sind die Preise für Flugtickets sowohl zwischen den Inseln, als auch vom Festland zu den Kanarischen Inseln wegen des höheren Residenten Rabatts nicht teurer geworden. Das haben sowohl Reiseagenturen als auch die Fluglinien bekannt gegeben und stützen diese Aussage auf belastbare Statistiken. Preissteigerungen zur Osterwoche oder während der Schulferien seien genauso normal wie höhere Flugpreise bei kurzfristigen Buchungen. Günstige Ticketpreise sind bei acht- bis zwölfwöchiger Buchung im Voraus verfügbar und mit 75% Residenten Rabatt auch deutlich günstiger als vor Juli 2018 als der Rabatt für Residenten bei 50% lag. Diese Angaben sind sowohl von Promotur als auch vom kanarischen Tourismusministerium bestätigt. Im letzten Jahr sind 200.000 Personen mehr als 2018 mit dem erhöhten Residenten Rabatt vom spanischen Festland auf die Kanarischen Inseln geflogen.

10 Berufe mit der größten Nachfrage – Adecco stellt die auf den Kanarischen Inseln am meisten gesuchte Berufe ins Netz. Auf Platz 1 liegt der Nachfrage im Tourismus geschuldet Kellner oder Kellnerin und Assistent im Servicebereich. Danach folgt Rezeptionist. Auf Platz drei bei den am häufigsten gesuchten Berufen auf dem Archipel liegt der Verkäufer gefolgt vom Promotor, meistens Freelancer, die für eine Marke Public Relation in Centros Comerciales oder auf der Straße betreiben. Auf Platz 5 der am häufigsten gesuchten Arbeitskräfte liegt der Reinigungssektor. Auf dem sechsten Platz sind es Mitarbeiter für den Dienstleistungsbereich, ganz speziell Mitarbeiter für Call Center, aber auch im Transport, Logistik oder Verkehr. Danach wird auch in der Teleberatung auf dem Archipel immer wieder nach qualifiziertem Personal gesucht. Auf Platz folgen Facharbeiter die speziell in bestimmten Bereichen wie Kosmetik, Ernährung, Smartphone oder TV und Audio ausgebildet sind. Weniger Nachfrage, aber immerhin noch auf Platz 9 der am häufigsten gesuchten Fachkräfte auf den Kanarischen Inseln, besteht bei Fachpersonal für die Fracht- und Gepäckabfertigung an den Flughäfen. Auf Platz 10 der Rangliste von Acciona liegen 2020 Fachleute für den E-Comerce Handel. Obwohl die kanarischen Inseln in einer steuerbegünstigen Zone liegen und der Zoll immer wieder eine Hürde für den Online Handel darstellt, ist dieser Wirtschaftszweig in den letzten Jahren stetig gewachsen.

Flüchtlingsboot vor La Santa – 17 Flüchtlinge sind gestern im Hafen von La Santa, in der Gemeinde Tinajo auf Lanzarote angekommen. Das Holzboot hat gegen 10.00 Uhr vormittags, ohne dass es vom SIVE Radarsystem lokalisiert worden ist, an der Mole im kleinen Fischerhafen angelegt. Unter den Insassen sind laut Polizeiangaben 12 Minderjährige. Ein Flüchtling musste wegen Dehydrierung ins Krankenhaus nach Arrecife gebracht werden, alle anderen Flüchtlinge sind in gutem gesundheitlichem Zustand. Seit Jahresbeginn steigt mit diesem Flüchtlingsboot die Zahl der Flüchtlinge vom afrikanischen Kontinent auf den Kanarischen Inseln auf 540 Personen an.

Binter mit größtem Bintazo Angebot seit Jahren – Binter Canarias bietet bis zum 10. Februar Flüge zu nationalen und internationalen Flugzielen ab 30,70 Euro an. Unter den Flugzielen befinden sich Vigo, Mallorca, Zaragoza, Pamplona, Madeira, Casablanca, Marrakesch, Agadir, Dakar, Banjul und Isla de Sal. Die Preise gelten für Flugziele zwischen dem 1. März und 30. Juni. Das Angebot gilt für Hin- und Rückflüge – einzelne Strecken sind nicht im Bintazo Angebot enthalten. Gebucht werden kann sowohl Online als auch telefonisch oder über die App von Binter Canarias.

400 Ladestellen für e-Autos – Der Energieversorger Endesa kooperiert mit dem Parkraumbewirtschafter Saba, um auf dessen Parkflächen bis zu 400 Ladepunkte für e-Autos zu installieren. Die ersten 144 der 22-kW-Ladepunkte sind bereits in 36 Parkhäusern in 14 spanischen Städten in Betrieb genommen worden. Darunter in Madrid, Barcelona, A Coruña, Alicante, Marbella und Pamplona. Die neue Vereinbarung ist Teil des von Endesa im November 2018 vorgelegten Plans, bis zum Jahr 2023 in Spanien über 8.500 öffentliche Ladepunkte sowie mehr als 100.000 Ladepunkte an Wohn- und Firmenparkplätzen aufzubauen. Das Unternehmen, das sich mehrheitlich im Besitz des italienischen Energiekonzerns Enel befindet, bezeichnet das Vorhaben selbst als den „mit Abstand ambitioniertesten Plan zur Förderung der Elektromobilität in ganz Spanien“.

27. Januar 2020

Zwei Millionen Briten bringt Jet2.com – Zwei Millionen Briten kommen in diesem Jahr alleine durch die Fluggesellschaft Jet2.com auf die Kanarischen Inseln. Das sind für Jet2.com fast eine halbe Million mehr Touristen als noch 2019. Auf der Tourismus Messe Fitur in Madrid sind entsprechende Gespräche mit den Verantwortlichen positiv verlaufen. Jet2.com profitiert von der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook und der damit verbundenen Nachfrage. 22% des gesamten Geschäftsvolumens von Jet2.com machen Flüge auf die Kanarischen Inseln aus. In diesem Jahr wird dieser Anteil weiter steigen. Insgesamt war der Auftritt der Kanarischen Inseln auf der Fitur ein Erfolg auf der ganzen Linie. 1.200 Repräsentanten von 600 Unternehmen haben für die Kanarischen Inseln auf der Fitur Gespräche geführt und Verträge abgeschlossen.

Gleitschirmflieger abgestürzt – Bei Orzola auf Lanzarote ist gestern ein Gleitschirmpilot abgestürzt. Der Unfall hat sich am Strand bei Orzola ereignet, der 33 Jahre alte Pilot bei dem Absturz nur leicht verletzt worden. Notarzt und Polizei sind zur Unfallstelle gerufen worden. Das Unfallopfer ist am Strand erstversorgt und mit einem Krankenwagen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Arrecife gebracht worden. Sein Zustand ist stabil.

Keine Menthol Zigaretten mehr ab 20. Mai – Ab dem 20. Mai gibt es in Spanien keine Menthol Zigaretten mehr im Handel. Damit setzt Spanien ein 2014 auf den Weg gebrachtes Gesetz um und hinterlassen auf dem Tabakmarkt eine Lücke von rund 15%. Rund ein Sechstel aller verkauften Zigaretten hatten 2019 auf den Kanarischen Inseln Menthol-Geschmack, auf dem spanischen Festland lag deren Anteil nur bei 3%. Von der Gesetzesänderung nicht betroffen sind Liquids für E-Zigaretten. Diese dürfen auch in Zukunft Aromen enthalten. 

Flüchtlingsboot vor Fuerteventura – Vor Gran Tarajal auf Fuerteventura ist gestern ein Boot mit 64 Flüchtlingen gesichtet worden. Noch in der Nacht sind 45 Männer, 15 Frauen und vier Minderjährige von der spanischen Küstenwache in den Hafen von Gran Tarajal gebracht worden. Bisher ist noch nicht bekannt ob sich unter den Flüchtlingen noch weitere Minderjährige befinden. Auch ist noch ungeklärt woher die 64 Männer, Frauen und Kinder stammen. Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben die Flüchtlinge erstversorgt, alle befinden sich in einem guten gesundheitlichen Zustand.

Sturm Gloria fordert 12 Leben – Für den spanischen Ministerpräsidenten ist die Ursache für den Sturm Gloria, der tagelang die Küste auf dem spanischen Festland verwüstet hat, im Klimawandel zu finden. Pedro Sanchez hat gestern den Familien der zwölf Todesopfer, die der Sturm gefordert hat, seine uneingeschränkte Solidarität ausgesprochen. An einem Tag fiel an einigen Orten in Spanien mehr Regen als im gesamten Jahr zu erwarten ist. Eine aktuelle Studie, erstellt von 600 Wissenschaftlern, zeigt für den Süden Spaniens einen Anstieg von bis zu 20% bei Wetterphänomenen ähnlichen Ausmaßes. Gestern war Eisregen, Sturm und heftiger Niederschlag die Ursache für massiven Wellengang, beschädigte Gebäude und überflutete Straßen. In einigen Orten mussten Häuser evakuiert und Menschen in Sicherheit gebracht werden.

3. Januar 2020

Sternschnuppenregen – Die Zeit um auf den Kanarischen Inseln viele Wünsche in den Himmel zu schicken, ist morgen Nacht. Bei klarem Nachthimmel sollen morgen bis zu 200 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein. Grund ist der jährlich in der ersten Januarwoche wiederkehrende Quadrantiden Schwarm. In diesem Jahr soll der Sternschnuppenregen besonders intensiv sein. Wer nicht die ganze Nacht aufbleiben möchte, kann morgen früh gegen 6.30 Uhr den Höhepunkt des Sternschnuppenregens beobachten. Eine weitere Möglichkeit gibt es im Internet auf http://sky-live.tv/. Dort können nachträglich Videoaufnahmen abgerufen werden.

Strom wird ständig teurer – Die Stromrechnung in Spanien wird ständig teurer. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des spanischen Verbraucherschutzes FACUA. Seit 15 Jahren zeigen die Stromtarife in den Himmel. Ein durchschnittlicher Stromanschluss in einem Haus mit Familie mit zwei Kindern hat im Jahr 2004 pro Jahr 529 Euro gekostet, in diesem Jahr werden vom Stromanbieter 853 Euro berechnet. Dieser Trend steht im krassen Gegensatz zum Verbrauchsverhalten und der Produktentwicklung: A+++ Geräte in der Küche, LEDs für die Beleuchtung, smarte Steuerung bei der Energieversorgung. Den Löwenanteil bei der ständigen Preissteigerung machen indirekte Steuern bei Energieversorgung aus. Dieser Anteil liegt aktuell bei über 30%.

Immer mehr Schulabgänger – 21% der 18 bis 24-jährigen auf den Kanarischen Inseln haben die Schule ohne Abschluss verlassen. Das sind aktuell 3,5% mehr als im letzten Jahr. Damit reiht sich der Archipel zu den Regionen Balearen, Extremadura, Murcia und Andalusien. Spanische Autonomien, in den die Quote der Schulabbrecher bei über 20% liegt. Die Gründe sind vielschichtig, einer wird aber immer häufiger genannt: Arbeiten um sein eigenes Geld zu verdienen. Im Geschlechtervergleich sind es mit knapp 24% deutlich mehr Männer als Frauen, die nach der gesetzlich vorgeschriebenen Schulpflicht einen Job suchen.

Weniger Übergewicht, weniger Krebserkrankungen – Die Message der kanarischen Onkologen ist deutlich: wer sich gesünder ernährt, senkt das Risiko einer Krebserkrankung deutlich. Auch die Gefahr von Diabetes und Bluthochdruck wird durch Übergewicht oder Fettleibigkeit stark erhöht. Onkologen auf dem Archipel zeigen besorgt über die aktuelle Situation und haben eine Pressemitteilung veröffentlicht. 18% der Kinder und 22% der Erwachsenen auf dem Archipel leiden demnach an Fettleibigkeit, Topwert in Spanien. Am Welttag gegen Krebs, geht aus der Pressemitteilung der WHO hervor, dass 40% der Krebserkrankungen vermieden werden können, wenn auf den Konsum von Tabak verzichtet, Sport getrieben und sich gesund ernährt wird.

Olympisches Schwimmbecken in Arrecife – In der Ciudad Deportiva in der Inselhauptstadt von Lanzarote soll eines der modernsten olympischen Becken entstehen. Finanziert für rund sechs Millionen Euro aus eigenen und aus Mitteln der FDCAN, der Behörde für kanarische Infrastrukturmaßnahmen. Gestern sind die Pläne und das Modell für die Maßnahme präsentiert worden. Geplant ist auf der Fläche der Padel Plätze und des angrenzenden Hartplatzes ein 50 Meter langes Schwimmbecken. Auf der Längsseite des Beckens sollen Räumlichkeiten mit Umkleidekabinen und Toiletten entstehen. Geplant ist die Fertigstellung des Bauprojektes für das Jahr 2021.

2. Januar 2020

Flüchtlingskrise – Das Jahr hat beim Thema Flüchtlinge mit einem Boot am Strand von Famara auf Lanzarote und einem Boot auf La Graciosa begonnen. Insgesamt mehr als 60 Flüchtlinge sind vom Roten Kreuz erstversorgt worden. Unter ihnen sollen viele Minderjährige sein, die leichteste Möglichkeit von den spanischen Behörden nicht ins Heimatland abgeschoben zu werden. Auf Gran Canaria sind bei Arguineguin dutzende Flüchtlingsboote in Flammen aufgegangen. Unbekannte haben in der Silvesternacht in den Holzbooten Feuer gelegt. Zweieinhalb Stunden haben Einsatzkräfte der Feuerwehr versucht die Flammen an den Flüchtlingsbooten zu löschen.

3,9 Tonnen Müll – In der Silvesternacht sind in Las Palmas auf Gran Canaria 3,9 Tonnen Müll angefallen. Zwischen 5.00 Uhr morgens und 12.00 Uhr mittags waren in der Inselhauptstadt von Gran Canaria 93 Mitarbeiter mit 32 Fahrzeugen im Einsatz um die Straßen von den Auswirkungen der Partynacht zu befreien. 120.000 Liter Wasser waren notwendig um den Bereich der Innenstadt wieder sauber zu machen. Einen ähnlichen Einsatz erwarten die Reinigungskräfte in der Nacht vom 5. Januar auf den 6. Januar.

Fünf Brückentage in 2020 – Das Kalenderjahr 2020 enthält 12 nationale Feiertage genauso wie 2019 – acht davon werden in allen spanischen Autonomien gefeiert. Fünf davon fallen entweder auf einen Montag oder einen Freitag. Der erste Brückentag ist der 6. Januar. Das nächste verlängerte Wochenende gibt es am 10. April, sowie um den 1. Mai, den 12. Oktober und den 25. Dezember. Weitere Brückentage gibt es in den verschiedenen Autonomien bei Feiertagen die auf einen Sonntag fallen. In diesen Fällen können die Autonomien selbst entscheiden, ob der freie Tag auf den folgenden Montag geschoben wird oder bereits am Freitag davor frei gemacht wird.

Kreuzfahrttourismus Top – 28 Kreuzfahrtschiffe legen im Januar im Hafen von Arrecife auf Lanzarote an. So viele wie noch nie in einem Januar. Erwartet werden 165.000 Kreuzfahrttouristen zwischen den beiden Molen, Los Marmoles und Naos. In den ersten 91 Tagen des Jahres 2020 werden in Arrecife 79 Anlegemanöver von Kreuzfahrttouristen erwartet. Die Reiseveranstalter gehen bis März von 80% Auslastung auf den Schiffen aus die rund um die Kanarischen Inseln verkehren.

Klagen gegen Vermieter – 32% der Mieter auf den Kanarischen Inseln hat gegen seine Vermieter Klage wegen zu hoher Miete eingereicht. Das zeigt eine Studie des Versicherers Linea Directa. 70% der Mieter beschweren sich in der Studie wegen dem Zustand des Mietobjektes. Dabei reichen die Beschwerden von defekten Geräten wie Kühlschränke oder Küchengeräten, die vom Vermieter nicht ausgetauscht werden bis hin zu Schwarzgeld oder nicht zurückbezahlter Kaution. Häufig beschweren sich Mieter auch über den allgemeinen Zustand des Mietobjektes. Weiterhin hoch ist die Zahl der Mieter in der Kanarischen Autonomie im Vergleich zu anderen Regionen in Spanien. Jeder zweite lebt auf den Kanarischen Inseln in einem Mietobjekt. Bei der Frage nach den Schuldigen antworten 58% der Befragten Mieter mit der Regierung, die keine Mietpreisbremse im Gesetz verankert, 39% vermuten die Ursache in der Ferienvermietung.