Mix Radio Gran Canaria

13.05.2022

Erklärungsnot wegen fehlender Blauer Flaggen – „Alle unsere Strände sind exzellent“ – mit diesen Worten hat sich gestern der Präsident der ADEAC, zuständig für Umweltangelegenheiten und Vergabe der Banderas Azules, an die Öffentlichkeit gewandt und versucht die Wogen zu glätten. Grund sind drei fehlende Blaue Flaggen an den Stränden San Agustín, Maspalomas und Meloneras auf Gran Canaria. Das Gütesiegel Blaue Flagge hat für den Tourismus einen enormen Stellenwert und bietet Gemeinden eine solide Verhandlungsgrundlage mit Reiseveranstaltern. Es sind die Zugangsmöglichkeiten die in diesen drei Fällen nicht für eine Blaue Flagge ausreichen. Die Problematik ist bekannt, entsprechende Baugenehmigungen hat die Küstenbehörde nicht rechtzeitig freigegeben. Für die Vergabe der Blauen Flagge ist die ADEAC zuständig und überprüft jedes Jahr 35.000 Kilometer Strand in ganz Spanien.

Maskenskandal – Auf Gran Canaria breitet sich der Maskenskandal weiter aus. Die Antikorruptionsbehörde hat den Fall übernommen und ermittelt gegen das Unternehmen RR7. Der Autohändler hat vier Millionen Euro vom Gesundheitsamt kassiert für eine FFP2 Maskenbestellung die nie ausgeliefert worden ist. Die Beamten der Antikorruptionsbehörde untersuchen aber auch den Schriftverkehr zwischen dem Gesundheitsamt und RR7 und befragen die Verantwortlichen des Auftraggebers. Weil es sich um eine öffentliche Stelle handelt, gibt es bei der Auftragsvergabe besondere Vorgehensweisen. Diese scheinen im aktuellen Fall des Maskenskandals auf Gran Canaria nicht eingehalten worden zu sein. Z.B. hätte regelkonform nur die Hälfte des Auftrags bezahlt werden dürfen – die zweite Hälfte wird von öffentlichen Einrichtungen erst nach Abschluss des Auftrags bezahlt. In diesem Fall nach Lieferung der FFP2 Masken, die nie beim Gesundheitsamt angekommen sind.

Jack Ryan auf Gran Canaria – Thriller Fans und Amazon Prime Mitglieder ist Jack Ryan ein Begriff. Auch Bücherwürmern mit Affinität zu CIA und internationalen Agenten Stories ist Tom Clancy schon mal begegnet. Drei Staffeln sind bereits erfolgreich auf der Streaming-Plattform von Amazon gelaufen, in der Vierten wird Gran Canaria die Kulisse bilden. Die Dreharbeiten stehen kurz vor dem Beginn. In Arucas auf Gran Canaria stehen in den Jardines de la Marquesa dutzende LKWs der Produktionsfirmen. Auch in der Gemeinde San Bartolomé de Tirajana werden Dreharbeiten im Castillo del Romeral stattfinden. Keine Infos gibt es bisher wann der Hauptdarsteller John Krasinski auf Gran Canaria eintreffen wird.

Neue Straßenverkehrsordnung sorgt für weniger Verkehrstote – Eine erste Bilanz zur neuen Verkehrsordnung ist in Spanien veröffentlicht worden. Demnach sind die Unfälle mit Todesfolge in Spanien zwischen Mai 2021 und Dezember 2021 um 14% zurückgegangen. Die neuen Verkehrsregeln betreffen in erster Linie Innenstädte. Dort gelten seit letztem Jahr deutlich geringere Höchstgeschwindigkeiten. Auf Straßen mit nur einer Fahrspur in beiden Richtungen ohne Bürgersteig zum Beispiel 20 km/h. Die neuen Verkehrsregeln haben aber nicht nur Auswirkungen auf die Unfallbilanz. Auch die Nutzung von Fahrrädern und E-Rollern hat in Spanien in Innenstädten stark zugenommen.

So viel Kreuzfahrttouristen wie noch nie – 87.000 Kreuzfahrttouristen sind seit Januar im Hafen von Arrecife auf Lanzarote von Bord gegangen. So viele wie noch nie und 550% mehr als im ersten Quartal 2021. Gut, die Steigerung zum letzten Jahr ist keine Überraschung, aber alleine im März haben 35.000 Touristen Arrecife besucht. Auch die Warenmenge, die in Arrecife seit Jahresbeginn umgeladen worden ist, ist um 44% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen. Insgesamt sind 382.000 Tonnen von Frachtern im Hafen gelöscht worden.

12.05.2022

Maskenskandal auch auf den Kanarischen Inseln – Nachdem in Deutschland Fynn Kliemann in einem Maskenskandal verwickelt ist, beschäftigt sich auch der kanarische Fiskus mit einem ähnlichen Skandal. Allerdings geht es hier um vier Millionen Euro Steuergelder. Das kanarische Gesundheitsministerium hat am 25. Mai 2020 eine Bestellung über vier Millionen Euro unterschrieben – für eine Millionen FFP2 Masken. Auftragnehmer war RR7 United SL. Ein Unternehmen, dass sich bis dahin auf den An- und Verkauf von Autos konzentriert hat. Eine erste Lieferung hat der Zoll im Hafen von Las Palmas vernichtet, weil es sich um gefälschte FFP2 Masken gehandelt hat. Eine zweite versprochene Lieferung hat die Kanarischen Inseln nie erreicht. Jetzt ermittelt das kanarische Finanzamt gegen das Unternehmen.

Starke Reservierungszahlen für den Sommer – Der Tourismussektor blickt wegen den Reservierungszahlen optimistisch auf den Sommer. Die Zahlen werden nicht das Niveau von 2019 erreichen, sind aber dicht dran an einem der besten Jahre in der Geschichte des Tourismus auf den Kanarischen Inseln. Aber es ist nicht nur Optimismus – wegen der Inflation und der bereits vor Monaten getätigten Reservierungen stehen diverse Hotelanlagen vor einem Finanzierungsproblem. Die Versorgung und Bewirtung der Hotelgäste wird im Sommer deutlich teurer als noch zu Jahresbeginn kalkuliert. Dazu kommen deutlich gestiegene Flugpreise die die Reiseveranstalter kompensieren müssen. Bereits heute ist klar: auch wenn viele Etablissements im Sommer ausgelastet sein werden, Gewinne werden diese Monate nicht abwerfen.

58 Blaue Flaggen – Das Gütesiegel für Strände und Marinas ist auf den Kanarischen Inseln 58 Mal vergeben worden. Alleine auf Fuerteventura sind 10 Strände mit den Banderas Azules ausgezeichnet worden. Gran Canaria hat 11 Strände in diesem Jahr mit Blauer Flagge. Auf Lanzarote weht in diesem Jahr an sieben Stränden die Blaue Flagge. Außerdem erhalten die Marinas Mogán und Pasito Blanco auf Gran Canaria, Puerto Calero auf Lanzarote und der Club Nautico in Santa Cruz de Tenerife eine Blaue Flagge. Das Gesamtergebnis ist mit sechs Blauen Flaggen schlechter als letztes Jahr – 2021 wehten 64 Gütesiegel an den Stränden und Marinas des Archipels.

Alternde Gesellschaft – In Las Palmas auf Gran Canaria ist jeder vierte Bürger über 60 Jahre alt. Insgesamt knapp 100.000 Personen haben in der Inselhauptstadt die 60 überschritten. In dieser Altersgruppe zeigt sich ein deutlich höherer Frauenanteil, der mit zunehmendem Alter immer größer wird. Zwischen 60 und 64 Jahre ist der Unterschied mit 56% Frauen noch klein, zwischen 80 und 84 Jahren liegt der Unterschied bereits bei sechs zu vier, in der Altersgruppe 90 bis 94 Jahren liegt der Unterschied bereits bei 73% Frauen und 27% Männer. Dem gegenüber steht eine stark sinkende Geburtenrate – in den letzten fünf Jahren ist diese um 27% gefallen.

8.000 Photovoltaik Paneele vor Puerto del Rosario – Regenerative Energieprojekte haben es schwer auf Fuerteventura. Die Betreiber von Windkraftwerken haben bittere Erinnerungen bei diesem Thema. Den Betreibern von Photovoltaik Anlagen droht jetzt ein ähnliches Szenario. 8.000 Photovoltaik Paneele sollen rund um die Inselhauptstadt von Fuerteventura errichtet werden, die ersten Umweltschutzorganisationen auf der Insel laufen bereits Sturm – die Sonnenenergiepaneele würden das Landschaftsbild zu stark verändern. Bei den Windrädern die in der Gemeinde La Oliva errichtet worden sind, war es das gleiche Argument. Diese konnten erst nach jahrelangen Gerichtsprozessen fertig gestellt werden.

11.05.2022

Küstenwache rettet weitere 61 Flüchtlinge – Die Flüchtlingswelle vom afrikanischen Kontinent bricht nicht ab. Die spanische Küstenwache hat auch gestern wieder dutzenden Flüchtlingen das Leben gerettet. Ein völlig überladenes Festrumpfschlauchboot trieb mit 61 Flüchtlingen an Bord rund 80 Seemeilen südlich von Fuerteventura im Atlantik. Mit der Rettung war der Einsatz gestern aber noch nicht abgeschlossen. Die spanische Küstenwache sucht nach zwei weiteren Flüchtlingsbooten zwischen dem Archipel und dem afrikanischen Kontinent. Rund 120 Personen gelten bisher als vermisst.

Vermisstenmeldung – Die Polizei hat in verschiedenen sozialen Netzwerken eine Suchmeldung nach zwei Personen veröffentlicht. Ein 83-jähriger Mann und seine 59 Jahre alte Tochter sind bereits am Freitag als vermisst gemeldet worden. Sie sind in einem Toyota Corolla mit dem Kennzeichen TF 6774 BM bei Radazul auf Teneriffa das letzte Mal gesehen worden. Der Mann ist ca 1.80 groß und hat graues Haar, seine Tochter ist 1.60 groß und hat blondes Haar. Hinweise nimmt das Netzwerk SOS Desaparecidos entgegen.

Barbetreiber wegen Diskriminierung angezeigt – In Girona auf dem spanischen Festland hatte ein Barbetreiber eine außergewöhnliche Geschäftsidee: zu einem Musikabend mit DJ Mago hat der Betreiber eingeladen mit Freigetränken für das weibliche Publikum geworben. Zahlen sollten für Getränke nur Männer. Die Bar ist jetzt über den Ort Figueres hinaus im ganzen Land bekannt. Der Betreiber muss wegen Geschlechterdiskriminierung eine Geldstrafe zahlen – aber schlechte Presse ist auch Presse – das Lokal ist so gut besucht wie seit Wochen nicht mehr.

Schlangen vor Tourismuszentren – Auf Lanzarote ist an den Tourismuszentren von einer Pandemie nichts mehr zu sehen. Sowohl an den Montañas del Fuego, am Jardín de Cactus oder am Wohnhaus von Cesar Manrique warten Urlauber in Schlangen um Eintritt in die Touristen Attraktionen Lanzarotes zu erhalten. An den Tagen, an denen Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Arrecife anlegen sind die Schlangen besonders lang.

Keine Zahlenerhebung mehr zu Corona – Die Kanarische Regierung aktualisiert die Infektionszahlen nicht mehr in der zwei Jahre lang bekannten Form. Aktuelle Zahlen gibt es nur noch für die Altersgruppe 60 Plus im Zusammenhang mit Krankenhausbelegungen. Innerhalb dieser Altersgruppe sind 59.000 Personen positiv auf Corona getestet. 251 Personen über 60 Jahren werden mit einer COVID Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 15 davon auf Intensivstationen.

10.05.2022

Weitere Flüchtlinge vermisst – Gestern in den Morgenstunden hat die spanische Küstenwache 65 Seemeilen südlich von Gran Canaria ein Festrumpfschlauchboot lokalisiert. Nach Angaben der 13 Überlebenden sollen sich insgesamt mindestens 40 Flüchtlinge an Bord befunden haben, als eine große Welle das Boot zum kentern gebracht hat. 28 Flüchtlinge gelten offiziell als vermisst. Bereits am Sonntag war ein Flüchtlingsboot bei Bojador südlich von El Aajún gekentert. Dort sollen mehr als 40 Flüchtlinge ums Leben gekommen sein.

Filmfestival Lanzarote – Nach einer 2-jährigen Durststrecke präsentiert Lanzarote wieder das Filmfestival. Mehr als 1.500 Kurzfilme aus 80 Ländern liegen dem Veranstalter für das Event vom 20. bis 25. Juni vor. Gezeigt werden während des Filmfestivals die besten 54 Kurzfilme. Das Publikum erhält die Möglichkeit von QR Codes einen Film für den Publikumspreis zu nominieren. Mehr Infos zum Programm gibt es online auf https://www.festivaldecinedelanzarote.com/

Die Jagd nach blauen Flaggen – In verschiedenen Gemeinden auf den Kanarischen Inseln haben Arbeiten an den Stränden begonnen. Es geht um das Gütesiegel Blaue Flagge, das Strände in ganz Europa auszeichnet. Neben Wasserqualität werden sanitäre Anlagen, Parkplätze und Barrierefreiheit bewertet. Für den Tourismus ist die Blaue Flagge ein wichtiger Indikator für die anstehende Sommersaison. In der Gemeinde San Bartolome auf Gran Canaria werden in dieser Woche an verschiedenen Stränden Zufahrtswege bis zum Ufer über den Sand verlegt um das Baden barrierefrei zu gewährleisten. Im letzten Jahr sind auf den Kanarischen Inseln 33 blaue Flaggen für Strände vergeben worden.

200 MW durch Windkraft erzeugt – Die kanarische Autonomie hat in Sachen erneuerbare Energien einen neuen Rekord erzielt. Am 1. März sind nur durch Windkraftwerke auf Gran Canaria 202,3 Megawatt Strom erzeugt worden. So viel wie noch nie in der Geschichte der regenerativen Energiegewinnung. Damit sind auch zum ersten Mal auf Gran Canaria die Windkraftwerke an ihr Produktionsmaximum gestoßen, insgesamt könnten bei optimalen Bedingungen 234,6 Megawatt Strom erzeugt werden.

GranCa Live Fest – bereits 16.000 Tickets verkauft – Es gibt sie noch – Veranstaltungen die uns zum feiern einladen, als wenn es eine Pandemie nie gegeben hätte. Eines dieser Musikfestivals findet am 8. und 9. Juli im Fußballstadion in Las Palmas statt. Mit von der Partie sind Camilo, C.Tangana, Residente, Marc Anthony, Myke Towers, Calle 13 oder Efecto Pasillo. Es soll das größte Festival für Latin Musik in Europa werden. Pro Tag sind 35.000 Zuschauer zugelassen. Selbst in Japan sind bereits Eintrittskarten für die Musikveranstaltung gekauft worden. Der Kartenvorverkauf findet in allen Postfilialen der Kanarischen Inseln statt, online auf gclivefest.es und auf dem nationalen Ticketportal entradas.com

 

09.05.2022

Windkraftstudie mit überraschendem Ergebnis – Heute ist eine neue Studie über die Möglichkeiten von Windenergie rund um die Kanarischen Inseln veröffentlicht worden. Das Ergebnis überrascht: 15.000 Megawatt könnten durch Windkraft an den Küsten des Archipels produziert werden, 2.500 Megawatt für den Bedarf der Kanarischen Inseln, 12.500 Megawatt Energie für den Export. Dafür müssten rund 8% der Küstenabschnitte mit Windgeneratoren belegt werden. Der größten Möglichkeiten dafür bietet Fuerteventura. Notwendig dafür sind rund 9.000 Windkraftwerke verteilt vor den Küsten aller acht Inseln.

 

Hitzewelle – Die Kanarischen Inseln erleben auch heute eine Hitzewelle mit über 30 Grad. Bereits gestern sind in Tasarte 33 Grad gemessen worden. Bereits um 9.00 Uhr morgens lagen die Temperaturen gestern in San Bartolomé de Tirajana, Pajara, Tejeda, Playa Honda und Agaete jenseits der 22 Grad. Die Hitzewelle soll mindestens bis morgen Abend anhalten. Es wird empfohlen die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Der UV-Index liegt auch heute wieder zwischen neun und elf.

 

44 Flüchtlinge ertrunken – Den Versuch die Kanarischen Inseln von Afrika aus zu erreichen haben am Sonntag mindestens 44 Flüchtlinge mit dem Leben bezahlt. Es ist eine traurige Zwischenbilanz, die Suche nach weiteren Vermissten ist noch nicht abgeschlossen. 12 Überlebende konnten bisher gerettet werden. Das Flüchtlingsboot war bei Bojador in See gestochen, rund 190 Kilometer südlich von El Aaiún.

 

SPEL schreibt Tourismusbüros aus – Die „Sociedad de Promoción Exterior de Lanzarote“, kurz SPEL sucht Betreiber für die Tourismusbüros auf Lanzarote. Es handelt sich dabei um den Promoter für den Tourismus auf der Insel, zuständig auch für die weißen Würfel mit dem blauen I für Information in allen Tourismuszentren der Insel. Diese sollen neu besetzt werden. Die SPEL sucht dafür ein Subunternehmen. Insgesamt stehen dafür 424.500 Euro für die kommenden 12 Monate zur Verfügung. Sowohl in Tías als auch in Yaiza und Teguise sollen Informationszentren für Urlauber betrieben werden. Außerdem an drei Stellen in Arrecife.

 

Militärübung auf Fuerteventura – Noch bis zum 20. Mai findet auf Fuerteventura eine intensive Militärübung statt. Die Einheit MARSEC-22 probt den Ernstfall in den kommenden Tagen mehrfach für verschiedene Szenarien: einen Flugzeugabsturz, eine Schiffskollision mit einem damit verbundenen Brand und einen U-Boot Unfall mit anschließender Dekompression der Opfer. Die Übungen finden in der Gemeinde Pajara statt. Nach dem 20. Mai wird es eine weitere Militärübung vor dem Hafen von La Restinga auf El Hierro geben.

06.05.2022

Mittelstreckenraketen auf Lanzarote – In Teguise auf Lanzarote können ab sofort russische und amerikanische Mittelstreckenraketen besichtigt werden. Ausgestellt im Centro Agrotecnológico de Teguise seit gestern. Mit ihnen sollte ursprünglich ein Friedensmonument auf Lanzarote errichtet werden. 1992 sind die beiden rund 15 Meter langen Raketen auf Initiative des Künstlers Cesar Manrique zum Ende des kalten Krieges gekauft worden. Sie enthalten keinerlei explosives Material.

Flüchtlingsgipfel – Wenn sich Vertreter aus Madrid und Rabat treffen um über Lösungen zur Flüchtlingskrise zu sprechen, sollten Vertreter der Kanarischen Inseln mit am Tisch sitzen. Dieser Meinung ist die kanarische Regierung und sorgt zu Beginn des Gipfels für Diskussionen. Immerhin ist die kanarische Region mit am stärksten von Flüchtlingen aus Afrika betroffen. Heute treffen Vertreter aus Spanien und Marokko zusammen um über Lösungen zu diskutieren. Aktuell hat sich der Flüchtlingsstrom auf den Kanarischen Inseln entspannt – Im April haben rund 70% weniger Pateras und Cayucos den Archipel erreicht als noch im März.

Wasser für Felder in Teguise und Tinajo – In den beiden Gemeinden Tinajo und Teguise haben die Arbeiten am Süßwasser Netz begonnen. Vor allem die Landwirte fordern seit Jahren eine Lösung für die Bewässerung der Felder. Am Ende profitieren auch die Verbraucher – bisher sorgt die teure Bewässerung durch LKWs für teure Obst und Gemüse Preise. Im Zuge dessen ist auch eine Entsalzungsanlage bei La Santa geplant. Insgesamt werden rund 10 Millionen Euro investiert. Fertigstellungstermin ist 2023.

Videoüberwachung in Playa Honda – Neun Überwachungskameras sind in Playa Honda in der Gemeinde San Bartolome auf Lanzarote installiert worden. Sie sollen für mehr Sicherheit in der Bevölkerung sorgen und Vandalismus in diesem Teil der Gemeinde unterbinden. Überwacht werden die Aufzeichnungen in der Station der Guardia Civil in San Bartolomé. Die Kameras können ferngesteuert jeweils einen Bereich von 360 Grad überwachen. Bis Jahresende soll Playa Honda über insgesamt 18 Überwachungskameras verfügen.

Vierte COVID Impfung im Oktober – Die Gesundheitsministerien in Spanien haben die vierte Impfdosis gegen COVID für die Altersgruppe 65+ vorerst ausgesetzt. Erst im Oktober soll mit aktualisierten Impfstoffen die vierte Impfkampagne wieder starten. Die Virologen rechnen während der Sommermonate nicht mit einer weiteren Coronaviruswelle. 350.000 Risikopatienten haben in Spanien bisher eine vierte Corona Impfung erhalten.

05.05.2022

Pegasus Thema bei der Regionalregierung – Im Zuge des Ukraine Konflikts hat die Regionalregierung ihre Systeme auf Cyberangriffe überprüfen lassen. Ergebnis: die Systeme sind mehr als ausreichend gegen Cyberangriffe geschützt – die Pegasus Software bei Mobilgeräten auf den Kanarischen Inseln kein Thema. Sorgen bereitet allerdings ein Bericht der britischen Tageszeitung The Guardian, aus dem hervorgeht, dass Marokko rund 200 spanische Mobilgeräte ausspioniert hat. Auf Regierungsebene agiert das Schutzsystem „Mobile Device Management“, dass Mitgliedern der Regierung eine einwandfreie und geschützte Nutzung ihrer Geräte garantiert.

48 Lokale stellen Antrag für Außenbereich Nutzung – Die sogenannten Terrazas Express sind weiterhin Thema in Las Palmas auf Gran Canaria. Ursprünglich als Unterstützung während der Pandemie eingerichtet, soll jetzt überprüft werden ob Cafes, Bars und Restaurants auch in Zukunft den Außenbereich für die Bewirtung nutzen können. Während Hygiene- und Abstandsregeln im letzten galten, haben in Las Palmas 815 Lokale einen Antrag auf Nutzung des Außenbereiches gestellt. Aktuell sind für die dauerhafte Nutzung 48 Anträge beim Rathaus eingegangen.

Die Skandinavier kehren zurück – Gute Nachrichten für Fuerteventura. Der Reiseveranstalter VING hat für die Wintersaison eine dauerhafte wöchentliche Flugverbindung zwischen Stockholm und Fuerteventura angekündigt. Ab der kommenden Sommersaison soll es dann auch von Helsinki und Kopenhagen eine wöchentliche Verbindung nach Fuerteventura geben. Möglich geworden ist dieser Erfolg durch die intensiven Bemühungen des Tourismusministeriums der Insel. Laut der zuständigen Ministerin Jessica de Léon hat es bereits seit Jahresbeginn Gespräche mit VING gegeben.

Flagge vom Roque Nublo entfernt – Die kanarische Flagge weht nicht mehr am Roque Nublo auf Gran Canaria. Im Auftrag des Cabildos ist ein Team aus drei Experten auf den 1.800 Meter hohen Gipfel geklettert und hat die Fahne entfernt. Der Vorfall zieht Ermittlungen nach sich. Der gesamte Bereich steht unter Naturschutz. Unbekannte hatten ohne Klettergenehmigung die kanarische Flagge auf dem Gipfel montiert.

Arbeiten bei Chira Soria beginnen – Es ist das größte regenerative Energie-Gewinnungs-Projekt der Kanarischen Inseln: eine Symbiose aus Wind und Wasserkraft. An windreichen Tagen wird mit dem Energieüberschuss Meerwasser in die Staubecken gepumpt. An windarmen Tagen betreibt das Wasser in den Stauseen Turbinen um die fehlende Energie auszugleichen. Auf El Hierro sorgt das gleiche Projekt seit Jahren dafür, dass keine fossile Energie zur Energiegewinnung notwendig ist. Auf Gran Canaria wird Chira Soria nicht ausreichen um die Insel komplett und dauerhaft mit regenerativer Energie zu versorgen. Zumindest aber soll nach Fertigstellung 60% weniger CO2 für die Energiegewinnung produziert werden.

04.05.2022

Taxitarif steigt um 14% – Es war absehbar und ist nachvollziehbar: Taxifahren wird, wie alles andere auch, was in irgendeiner Form mit Hilfe von Energie produziert wird, teurer. Für die ersten 1.032 gefahrenen Meter werden ab sofort 2,40€ berechnet. Bisher lag der Preis bei 2,60€ für die ersten 500 Meter. Das ist erstmal günstiger! Danach werden aber pro Kilometer statt 70 Cent ab sofort 80 Cent berechnet. Die Stunde Wartezeit kostet statt 14,50€ 16 Euro. Trotz der gestiegenen Tarife bleibt die Provinz Gran Canaria unter den günstigsten in ganz Spanien.

Teguerey gewinnt Olivenöl Wettbewerb – Das beste Olivenöl der Kanarischen Inseln kommt von Teguerey auf Fuerteventura. 21 Hersteller haben an dem Wettbewerb teilgenommen. Davon kommen fünf von Fuerteventura. Das mit Gold ausgezeichnete Olivenöl stammt aus der Gemeinde Tuineje. Dort betreibt der Gran Canario Luis Hernández Santana auf 85.000 m² und mit 2.500 Olivenbäumen eine Olivenfarm.

Iberia Express steigert Flüge um 30% – Die Iberia Tochter Iberia Express wird die Flugverbindungen zwischen Madrid und Lanzarote um 30% steigern. Das ist das Ergebnis aus Gesprächen, die auf der Tourismusmesse FITUR in Madrid begonnen haben und jetzt abgeschlossen sind. Die FITUR in Madrid gehört zusammen mit der World Travel Market in London und der ITB in Berlin zu den wichtigsten Tourismusmessen für den Tourismus auf den Kanarischen Inseln. Ab April fliegt Iberia Express wieder täglich zwischen Lanzarote und Madrid.

GranCa Live Fest – bereits 16.000 Tickets verkauft – Es gibt sie noch – Veranstaltungen die uns zum feiern einladen, als wenn es eine Pandemie nie gegeben hätte. Eines dieser Musikfestivals findet am 8. und 9. Juli im Fußballstadion in Las Palmas statt. Mit von der Partie sind Camilo, C.Tangana, Residente, Marc Anthony, Myke Towers, Calle 13 oder Efecto Pasillo. Es soll das größte Festival für Latin Musik in Europa werden. Pro Tag sind 35.000 Zuschauer zugelassen. Selbst in Japan sind bereits Eintrittskarten für die Musikveranstaltung gekauft worden. Der Kartenvorverkauf findet in allen Postfilialen der Kanarischen Inseln statt, online auf gclivefest.es und auf dem nationalen Ticketportal entradas.com

E-Roller nur noch mit Helm – Seit April ist eine neue Straßenverkehrsordnung in Spanien in Kraft. Sie beinhaltet eine gravierende Veränderung für Nutzer von E-Rollern und Betreiber von Mietunternehmen wie Wind. Ab sofort wird die Nutzung von E-Rollern ohne Helm mit 200 Euro Bußgeld geahndet. Mietunternehmen wie Wind, die ihre E-Roller per Smartphone App verleihen, müssen gewährleisten, dass jeder E-Roller über eine entsprechende, universale Schutzausrüstung verfügt. In den letzten drei Jahren sind in Spanien 1.300 Personen mit E-Rollern im Straßenverkehr verunglückt, 16 Personen sind dabei ums Leben gekommen.

03.05.2022

Auf den Spuren des Regimes – Spanien sieht sich immer wieder mit der Regime Vergangenheit konfrontiert. Besonders auf den Kanarischen Inseln ist der Verbleib von hunderten Menschen, die in der Franco Zeit verschwunden sind ungeklärt. Jetzt suchen zum ersten Mal Archäologen bei Jinamar auf Gran Canaria in einem Vulkanschlot nach menschlichen Überresten. Die Stelle am Eingang sieht aus wie aus einem Kinothriller – sie bietet alles was Forensiker benötigen um Spuren zu sichern. Der Vulkanschlot bei Jinamar soll während der Franco Zeit eine von mehreren Stellen gewesen sein, in dem Leichen von Regimegegner versteckt worden sind.

20 Flüchtlinge geflohen – Aus einem Zentrum für illegale Einwanderung sind 20 Personen geflohen. Das meldet heute die Presseagentur EFE und beruft sich auf Polizeiquellen. 11 der flüchtigen Personen sind bereits wieder im Gewahrsam der Polizei, nach neun weiteren wird noch gefahndet. Der Vorfall hat sich im Auffanglager Barranco Seco bei Las Palmas ereignet.

40% weniger Verkehrsunfälle – In und um Las Palmas auf Gran Canaria hat sich die Zahl der Verkehrsunfälle im letzten Jahr um 40% reduziert. 2.310 Verkehrsunfälle sind im letzten Jahr in der Inselhauptstadt registriert worden. Knapp 2.000 weniger als im Jahr davor. Dieses Ergebnis ist laut dem Rathaus in erster Linie auf mehr Kontrollen und bessere Verkehrsführung in den Straßen von Las Palmas zurückzuführen. Die Zahlen sind im Zuge der Eröffnung des neuen Verkehrsparks präsentiert worden. Auf der Anlage werden Jugendliche mit Hilfe von Fahrrädern und Go-Karts an eine regelkonforme Verkehrsteilnahme sensibilisiert.

Straßeninstandsetzung mit Hürden – In Arrecife auf Lanzarote steht ausreichend Geld für die Instandsetzung der Straßen zur Verfügung. Das Problem: es gibt bisher kein Unternehmen das für neuen Straßenbelag sorgen könnte. Auf die öffentlichen Ausschreibungen hat sich bisher kein Unternehmen gemeldet. 500.000 Euro stehen für neuen Asphalt in Arrecife seit Jahresbeginn zur Verfügung um Schlaglöcher und andere Straßenschäden zu beseitigen.

Verbleib von Express Terrassen weiterhin ungeklärt – Beim Thema „Terrazas exprés“ ist sich die Regierung weiterhin uneinig. Eingerichtet für den Gastronomiesektor, um während der Pandemie auch kleineren Lokalen die Möglichkeit zu geben Gäste zu bewirten, sollten diese eigentlich jetzt wieder abgeschafft werden. Dagegen sträuben sich aber dutzende Bars und Cafés in der Inselhauptstadt von Las Palmas. Sie fürchten auch jetzt wieder mit dem Verlust vieler Gäste, die sich an den Kaffee unter freiem Himmel bereits gewöhnt haben. Aber auch innerhalb der Regierung sind sich die Vertreter uneinig. Im Gespräch ist jetzt auch eine Möglichkeit die zusätzlichen Geschäftsflächen grundsätzlich zu legalisieren. 

28.04.2022

 

Auch in Spanien Streit um Gas – In Spanien bahnt sich auch ein Konflikt wegen der Energieversorgung an. Die Protagonisten sind in diesem Fall aber Algerien und Marokko. 40% der Gasversorgung in Spanien wird über Tiefwasserpipelines aus Algerien gesichert. Wegen des Konflikts um die Westsahara hat Algerien bereits im November die Gaslieferung nach Marokko eingestellt. Nachdem Madrid jetzt dem Hilferuf aus Marokko nachkommen will und im Gegenzug eine Regulierung des Flüchtlingsstroms von Marokko fordert, soll das aus Algerien nach Spanien gelieferte Gas zum Teil weiter nach Marokko geliefert werden. Diesen Vorstoß hat die Regierung in Algerien jetzt kommentiert und angedroht auch Spanien von der Gaslieferung auszuschließen.

80 Kilogramm Kokain beschlagnahmt – Im Hafen von La Luz auf Gran Canaria haben Sicherheitskräfte die Besatzung eines Bootes aus Paranagua festgesetzt. Im Rumpf des aus Brasilien stammenden Schiffes sind mehrere Pakete mit Kokain beschlagnahmt worden. Marktwert der insgesamt 80 Kilo Kokain rund 3,5 Millionen Euro. Der rund 60 Meter lange Frachter sollte in La Luz nur auftanken und Waren an Bord nehmen um in Huelva, auf dem spanischen Festland, seine Fracht zu entladen.

341 Sonnenstunden pro Monat – Las Palmas auf Gran Canaria findet sich unter den 10 europäischen Städten mit den meisten Sonnenstunden wieder. Wo die herkommen fragt sich Otto-Normal-Verbraucher vergeblich, gefühlt ist es in Las Palmas doch eigentlich immer bewölkt. Laut dem Portal für Wettervorhersagen, World Weather Online, genießt Las Palmas pro Monat 341 Sonnenstunden. Auf Platz 1 liegt Alicante, gefolgt von Catania auf Sizilien und Messina. Kenner der Kanarischen Inseln würden bei dieser Meldung sofort Einspruch einlegen – mit Recht! Die Ursache für den Spitzenplatz von Las Palmas bei World Weather Online kommt nur zustande, weil keine andere kanarische Stadt in dem Ranking auftaucht. Bei der 1996 aufgestellten Statistik mit dem besten Klima der Welt gehen aber alle Canarios konform – hier liegen die Kanarischen Inseln auf dem ersten Platz.

Straßenarbeiten bei Los Hervideros – Der Touristenmagnet Los Hervideros im Süden von Lanzarote wird bald nur noch zu Fuß oder mit Rad zu erreichen sein. An der Lavaküste tummeln sich tagsüber mehrere tausend Touristen jeden Tag. Jetzt hat die Gemeinde Yaiza Straßenarbeiten angekündigt, um den an mehreren Stellen beschädigten Asphalt auszubessern. In diesem Zuge soll die Straße auch neu befestigt und an neuralgischen Punkten mit Leitplanken versehen werden. Die Straßenarbeiten betreffen die gesamte Strecke Salina de Janubio – Los Hervideros – El Golfo.

27.04.2022

Wiederaufbau des Stromnetzes auf La Palma kostet 10 Millionen Euro – 440 Millionen Euro fließen nach La Palma für den Wiederaufbau – alleine 10 Millionen davon kostet der Wiederaufbau des Stromnetztes. Durch den Vulkanausbruch sind auf der Insel insgesamt 136 Kilometer Stromleitungen zerstört worden. Die Bewohner in den betroffenen Gebieten waren wochenlang ohne Stromversorgung. 2.200 Schalkästen müssen neu installiert werden.

Angst und Schrecken auf dem Flug Iberia Express 3827 – Auf dem Flughafen Gando auf Gran Canaria haben die Piloten des Fluges Iberia Express 3827 für bleiche Gesichter unter den Passagieren der vollbesetzten Maschine gesorgt. Sie haben den Startvorgang mit einer Vollbremsung beendet, nachdem der Fluglotse im Tower den Startvorgang per Funk abgebrochen hat. Die Maschine ist wenige Minuten später ohne weitere Erklärung an die Passagiere abgehoben und nach Madrid geflogen. Betroffene Passagiere haben sich nach der Landung in Madrid über soziale Netzwerke über Informationspolitik der Besatzung beschwert. Aus einer Pressemitteilung von Iberia geht hervor, dass die Vollbremsung nach einem Startabbruch des Towers erfolgt ist und sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigt. Warum diese Information nicht sofort durch die Bordbesatzung an die Passagiere erfolgt ist, wird nicht erklärt.

Neue Flüchtlingswelle sorgt bereits in der ersten Woche für Tragödien – Eine tote Frau und 24 Vermisste Flüchtlinge – das ist die Bilanz von gestern innerhalb der nächsten Flüchtlingswelle die auf die Kanarischen Inseln zurollt. Verschiedene Hilfsorganisationen an der afrikanischen Küste hatten bereits Anfang letzter Woche davor gewarnt. Bereits gestern sind 80 Flüchtlinge in zwei Festrumpfschlauchbooten südlich von Fuerteventura gerettet und nach Morro Jable gebracht worden.

Neue E-Bike Stationen in Las Palmas – Der Fahrradverleiher Sitycleta wird 20 zusätzliche E-Bike Stationen in der Innenstadt von Las Palmas installieren. Bereits jetzt hat der Fahrradverleiher 7% seiner gesamten Fahrradflotte mit elektrischem Antrieb versehen. Mit den 20 neuen Ausleihstationen kommen weitere 200 Fahrräder hinzu. Der Service wird seit Jahren erfolgreich von Residenten und Touristen genutzt. Per App können Fahrräder an einer Station ausgeliehen werden und an einer anderen wieder abgegeben werden. Über die App können sich die Nutzer in Echtzeit über die Verfügbarkeit von Fahrrädern an der gewünschten Station informieren.

26.04.2022

‚Aleksandr Mironenko‘ liegt im Hafen von La Luz – Die Entscheidung des spanischen Innenministeriums, dem russischen Fischtrawler ‚Aleksandr Mironenko‘ die Einfahrt in den Hafen von Las Palmas zu genehmigen sorgt europaweit für Unverständnis. Es handelt sich laut politischen Vertretern um eine Gesetzeslücke, die jetzt in Madrid schnellstens geschlossen werden soll, um in Zukunft auch der russischen Fischerei keine Möglichkeit mehr zu geben, europäische Häfen anzusteuern.

441 Millionen Euro für La Palma – Die finanziellen Hilfen für die vom Vulkanausbruch geschädigten Personen auf La Palma steigt auf 441 Millionen Euro. Von insgesamt 6.532 Anträgen auf finanzielle Unterstützung sind bereits 5.912 genehmigt und ausbezahlt. Das entspricht rund 90% der eingegangenen Anträge. Der größte Teil der finanziellen Hilfen geht an Privatpersonen, die mit dem Geld ihre von Lava beschädigten Eigenheime wieder aufbauen oder in Stand setzen.

Jugendlicher stürzt von Felsküste – An der Felsküste westlich von Puerto del Carmen auf Lanzarote waren gestern Beamte des Katastrophenschutzes, der Polizei und der Feuerwehr im Einsatz. Grund war der Sturz eines Jugendlichen von den Felsen oberhalb der Uferlinie. Bisher ist noch nicht geklärt ob der Junge abgerutscht und gefallen ist oder ob er von der Felskante ins Wasser springen wollte und dabei auf die Felsen geprallt ist. Der Jugendliche wird im kritischen Zustand im Krankenhaus in Arrecife behandelt. Der Unfall hat sich an einer schwer zugänglichen Stelle ereignet, die Bergung des Unfallopfers hat mehr als 90 Minuten gedauert.


80 Migranten südlich von Fuerteventura gerettet – 59 Männer, 17 Frauen und vier Kinder sind heute Nacht aus zwei Festrumpfschlauchbooten südlich von Fuerteventura gerettet worden. Ein Überwachungsflugzeug der Küstenwache hatte die beiden Flüchtlingsboote lokalisiert. Die Flüchtlinge sind nach Morro Jable gebracht und von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden. Die Küstenwache sucht in der Zwischenzeit nach einem weiteren Flüchtlingsboot, dass mit 68 Flüchtlingen von El Aaún an der marokkanischen Küste aus Kurs auf die Kanarische Inseln genommen hat.

So viel Kreuzfahrttouristen wie noch nie – 87.000 Kreuzfahrttouristen sind seit Januar im Hafen von Arrecife auf Lanzarote von Bord gegangen. So viele wie noch nie und 550% mehr als im ersten Quartal 2021. Gut, die Steigerung zum letzten Jahr ist keine Überraschung, aber alleine im März haben 35.000 Touristen Arrecife besucht. Auch die Warenmenge, die in Arrecife seit Jahresbeginn umgeladen worden ist, ist um 44% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen. Insgesamt sind 382.000 Tonnen von Frachtern im Hafen gelöscht worden.

25.04.2022

Steigende Beiträge für Selbständige – Das spanische Innenministerium hat jetzt sogenannte Autonomos im Fokus, also auf eigene Rechnung arbeitende Personen. Deren Beiträge sollen in den kommenden Jahren
drastisch steigen. Es geht um Selbständige die monatlich mehr als 1.700 Euro in Rechnung stellen. Diejenigen die weniger verdienen sollen auch weniger monatlich für die Sozialversicherung zahlen. Höher verdienende Selbstständige werden in den kommenden Jahren ordentlich zur Kasse gebeten. Die Rede ist von
bis zu 1.123 Euro für Selbständige die mehr als 3.190 Euro im Monat in Rechnung stellen. Die Beiträge sollen in den kommenden Jahren stetig angehoben werden.
Bereits 2025 sollen sich die monatlichen Beiträge an den Einnahmen orientieren.

Russischer Fischtrawler vor La Luz – Die «Aleksandr
Mironenko» sorgt auf den Kanarischen Inseln und in Madrid für politischen
Zündstoff. Der russische Fischtrawler liegt bereits seit Freitag vor dem Hafen La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria. Die Besatzung hat um eine Anlegegenehmigung gebeten. Laut dem Embargo dürfen innerhalb Europas keinerlei russische Schiffe in Häfen einlaufen. Jetzt argumentiert die Hafenbehörde aber, das Embargo würde weder die Fischerei, noch deren Boote oder deren Besatzungen betreffen. Zwei russische Frachter liegen in La Luz seit Beginn des Embargos, die beiden Besatzungen können weder Auftanken noch be- oder entladen. Mit der «Aleksandr Mironenko» wird jetzt der erste Fall eines russischen Fischtrawlers juristisch geprüft.

Jugendlicher unverletzt bei El Puertillo geborgen – Die
Küstenwache hat gestern mit Hilfe eines Helikopters einen Jugendlichen bei Arucas auf Gran Canaria aus dem Atlantik geholt. Vom Ufer aus hatten Zeugen die
Küstenwache verständigt, nachdem sie eine Person im Wasser vergeblich gegen die Strömung ankämpfend beobachtet haben. Der Junge konnte unverletzt an Bord des Hubschraubers geholt und am Ufer abgesetzt werden.

42 Personen bei illegalem Autorennen festgenommen – Bei einem Schlag gegen illegale Autorennen hat die Polizei auf Gran Canaria 42 Personen festgenommen. Im Einsatz waren mehr als 50 Beamte, die Aktion war von
langer Hand geplant. 40 Fahrzeuge sind beschlagnahmt worden. In der Nacht von Samstag auf Sonntag schlugen die Einsatzkräfte in der Gemeinde Telde auf Gran
Canaria zu. Bei dieser Aktion konnte ein illegales Autorennen verhindert werden: Die Teilnehmer wollten in Gruppen von jeweils sieben Fahrzeugen auf der
GC-1 auf einer Strecke von sechs Kilometern ein Ausscheidungsrennen organisieren. Die Polizei ermittelt seit drei Monaten wegen organisierter illegaler Autorennen auf Gran Canaria.

22.04.2022

Flugtickets werden um bis zu 40% teurer – Selbst mit Residenten Rabatt zahlen Canarios im Sommer für einen Hin- und Rückflug aufs spanische Festland bis zu 200 Euro. Spanische Fluggesellschaften haben begonnen die gestiegenen Kerosinpreise an ihre Fluggäste weiterzugeben. Konkret rufen Iberia, Binter oder Air Europa im Juli von Teneriffa oder Gran Canaria nach Madrid Flugpreise von bis zu 780 Euro auf, mit dem Residenten Rabatt von 75% zahlen kanarische Einwohner für eine Flugreise bis zu 180 Euro. Zum Vergleich: 2019 lag der Durchschnittspreis für eine Flugreise aufs Festland mit Residenten Rabatt bei 45 Euro.
Steigende Bevölkerungszahl – Auf den Kanarischen Inseln leben aktuell 3.468 Personen mehr als 2021. Das geht aus einer aktuellen Zahlenerhebung des Nationalen Statistikinstituts hervor. Insgesamt ist die Einwohnerzahl in Spanien in den letzten 12 Monaten angestiegen, die Kanarischen Inseln belegen im Vergleich der Autonomien mit einem Anstieg von 0,2% Platz acht. In den beiden Provinzen Santa Cruz und Las Palmas leben insgesamt 287.458 Personen mit einem nicht-spanischen Pass. Den größten Ausländeranteil machen mit 50.000 Personen Italiener aus.
Keine Express Terrassen mehr – In der Pandemie wurden die sogenannten „Terrazas Exprés“ von den Gemeinden genehmigt, um dem stark gebeutelten Gastronomiesektor unter die Arme zu greifen. Durch Hygiene- und Abstandsregeln konnten die Innenräume vieler Bars und Cafés nicht mehr betrieben werden. Die „Terrazas Exprés“ machten ein Überleben dieser Betriebe überhaupt möglich, ohne langes Genehmigungsverfahren mit dutzenden Anträgen. Bisher halten sich die Verantwortlichen in den Gemeinden mit einem konkreten Datum noch bedeckt, es wird von wenigen Monaten gesprochen. Definitiv ist aber ein Ende der Außenbestuhlung auf Bürgersteigen spätestens im August. 
Neuordnung Caleta Famara – Es ist der größte und längste Strand auf Lanzarote und er ist bedroht – das Naturschutzgebiet Caleta de Famara gehört zum unter Schutz stehenden Chinijo Archipel und leidet unter der ständig viel zu großen Zahl von Fahrzeugen, Strandbesuchern, Surf- und Kiteschulen. Jetzt soll eine Lösung gefunden werden. Für den gesamten Küstenabschnitt von San Juan südlich von Famara bis zum Nordende des Strandes. Eingeladen um das Ökosystem zu retten sind alle die von diesem Abschnitt Natur auf Lanzarote profitieren, also auch Surfschulen, Gastronomie, Ferienvermietung. Gemeinsam soll eine Lösung gefunden werden, die in die Agenda 2030 mit einfließt. Angedacht sind private und öffentliche Angestellte die dauerhaft die Durchsetzung neuer Verhaltensregeln im Naturschutzgebiet überwachen.

Schnelles Internet für die achte Insel – In Pedro Barba und Caleta de Sebo auf La Graciosa soll es spätestens ab Oktober schnelles Internet geben. Dafür wird eine Glasfaserleitung von Lanzarote auf dem Meeresgrund nach La Graciosa gelegt. Für das Projekt stehen eine Million Euro zur Verfügung. Die Ausschreibung dafür ist bereits veröffentlicht. Geplant ist die gleiche Vorgehensweise wie auf den anderen Inseln auch: Kunden auf La Graciosa können in Zukunft, wie alle anderen Bürger auch, ihren Provider für schnelles Internet frei wählen. Bisher war das Internet auf der Insel nur eingeschränkt nutzbar und deutlich langsamer als mobile Verbindungen mit 4G.

21.04.2022

Erdölsuche erfolglos – Die Suche nach Erdöl oder Erdgas auf dem Meeresgrund zwischen den Kanarischen Inseln und der afrikanischen Küste ist nicht rentabel. Das zeigt das Ergebnis der marokkanischen Regierung nach 22 Jahren und 67 Probebohrungen. Das zuständige Ministerium hat eine entsprechende Statistik veröffentlicht. Demnach sind bei 40 von 67 Bohrungen Erdgas- oder Erdölvorkommen gefunden worden. Die Menge war allerdings immer so gering, dass ein Abbau nicht rentabel ist. Spanien hat bereits ein entsprechendes Gesetz verabschiedet, dass Bohrungen auf dem Meeresgrund in nationalen Gewässern grundsätzlich untersagt.
Auch in Spanien Salmonellen Erkrankungen wegen Kinder Schokolade – Der Salmonellen Skandal im Zusammenhang mit Produkten von Kinder Schokolade hat Spanien erreicht. Ein Kind muss wegen einer Salmonellen Erkrankung behandelt werden. Zwei weitere Fälle werden noch untersucht. Am stärksten betroffen von den verunreinigten Produkten ist Groß Britannien mit 85 Salmonellen Fällen. Insgesamt müssen in Europa wegen den Produkten von Kinder Schokolade 158 Kinder behandelt werden.
Walhai tot auf Lobos – Auf der Insel Lobos zwischen Fuerteventura und Lanzarote ist der Kadaver eines Walhais angespült worden. Der acht Meter lange Fisch kann nicht geborgen werden – das tote Tier ist bei Lagunitas gestrandet, einem Bereich der es unmöglich macht mit schwerem Gerät anzurücken. Der Kadaver soll dort liegen bleiben und verwesen. Ob der Tod des Walhais im Zusammenhang mit der Kollision steht, die der Kapitän einer Fred Olsen Fähre in der Osterwoche gemeldet hat, wird noch untersucht.
Viel Leben durch Vulkanausbruch auf La Palma – Während der Vulkanausbruch auf La Palma auf der Insel für Schicksalsschläge und Tragödien gesorgt hat, ist unter der Insel auf dem Meeresgrund ein regelrechtes Paradies entstanden. Die Meeresbiologen der Universität von Las Palmas bestätigen rund die neu entstandenen Riffe durch die ins Meer gelaufene Lava 28 neue Arten von Meeresbewohnern, darunter Pulpos, Meros, Cabrillas und Viejas. Fische und Kopffüßer, die vor allem für die lokale Fischerei von großem Interesse sind. 
Aus Coronas Playas wird Radisson Blu Ressort – Aus der geplanten Teil-Neueröffnung des Radisson Blu Ressort Hotels in Costa Teguise auf Lanzarote im August wird erstmals nichts – das haben die Betreiber gestern auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Dafür soll ab November das gesamte Hotel in Betrieb gehen mit 30% mehr Belegschaft als das ursprüngliche Coronas Playas hatte. 10 Millionen Euro hat der Umbau bisher gekostet – ab November erwartet die Gäste ein Luxus Resort mit 229 Zimmern.

20.04.2022

Preissteigerungen von bis zu 20% – Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Lieferengpässe und Preissteigerungen sind jetzt auch auf den Kanarischen Inseln angekommen. In den Supermärkten werden lokale Produkte um 7% bis 8% teurer, Produkte die vom Festland oder anderen europäischen Ländern importiert werden, erleben eine Preissteigerung von bis zu 20%. Haushaltsgeräte und andere elektrische Geräte können bis zu 45% teurer werden. Hauptgrund dafür sind die gestiegenen Transportkosten: ein Überseecontainer hat von Asien bis auf die Kanarischen Inseln 2019 noch 1.500 Dollar gekostet, heute sind für den gleichen Transportweg bis zu 18.000 Dollar fällig. 

Präventive Waldbrände auf Gran Canaria – Von den Rauchsäulen, die in diesen Tagen aus den bewaldeten Zonen in den Gemeinden Tamadaba bis Los Marteles aufsteigen, geht keine Gefahr aus. Ganz im Gegenteil – die gelegten Feuer sollen die Gefahr von unkontrollierten Waldbränden in den Sommermonaten verringern. Dafür ist der Katastrophenschutz in diesen Tagen unterwegs und errichtet Brandschneisen. Eine Methode die auf den Inseln bereits seit 2001 erfolgreich immer in den Frühjahrsmonaten durchgeführt wird. In diesem Jahr sind die Einsatzkräfte allerdings wegen der langanhaltenden Feuchtigkeit später unterwegs beim Feuerlegen als in den letzten Jahren.

Deutsche fast ertrunken – In der Gemeinde San Bartolome de Tirajana ist gestern eine deutsche Urlauberin ohnmächtig aus dem Meer geholt worden. Sie wird im Krankenhaus behandelt, sie schwebt weiterhin in Lebensgefahr. Bei dem Unfall musste eine weitere Person aus dem Wasser gerettet werden, die der Frau zu Hilfe geeilt ist. Grundsätzlich gilt beim Baden auf den Kanarischen Inseln Vorsicht walten zu lassen und nur an bewachten Stränden ins Wasser zu gehen. 

Warnung vor Phishing bei der Steuererklärung – Das spanische Finanzamt warnt auf seinem Twitteraccount vor Cyberkriminellen bei der Steuererklärung. Auf dem Portal des Kurznachrichtendienstes sind einige Beispiele veröffentlich wie die Täter beim sogenannten Phishing vorgehen. Dabei werden die Opfer auf Internetseiten geleitet, die dem Portal des Finanzamtes zum Verwechseln ähnlichsehen und aufgefordert eine Datei herunterzuladen. Betroffene können sich an das Büro für Cyberkriminalität wenden, auf osi.es.

Maskenpflicht beendet – Ab heute sind die spanischen Autonomien selbst verantwortlich, wie mit dem Mund- und Nasenschutz umgegangen wird. Auf den Kanarischen Inseln ist der Mundschutz weiterhin Pflicht im öffentlichen Nahverkehr, in Taxis, in Krankenhäusern und Alten- und Pflegeeinrichtungen – außerdem auf Fähren und in Flugzeugen. Nicht mehr obligatorisch ist die Maske in allen anderen Bereichen, sie wird aber weiterhin empfohlen. So z.B. in Supermärkten, Einkaufspassagen, Kino oder Theater. Am Arbeitsplatz entscheidet die jeweils zuständige Gewerkschaft, ob auch nach dem 20. April ein Mund- und Nasenschutz getragen werden muss. 

19.04.2022

Garajonay Nationalpark auf 2-Euro Münze – Der Garajonay Nationalpark auf La Gomera ist jetzt auf einer Million spanischer 2-Euro Münzen abgebildet. Abgeholt werden können die sicherlich schnell vergriffenen Münzen mit einem Wahrzeichen der Kanarischen Inseln bei jeder Filiale der Banco de España. Maximal kann eine Rolle mit 25 Münzen pro Person ausgegeben werden. Der Garajonay Nationalpark auf La Gomera gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Maskenpflicht wird abgeschafft – Heute wird auf der spanischen Ministerkonferenz über die Maskenpflicht abgestimmt. Bereits jetzt gilt als sicher, dass der Mund- und Nasenschutz nicht mehr obligatorisch in Spanien getragen werden muss. Seit dem 9. Februar ist die Maskenpflicht unter freiem Himmel bereits abgeschafft, jetzt sollen geschlossene Räume wie z.B. Supermärkte dazu kommen – nach einem Zeitraum von fast 24 Monaten. Klar ist, dass diese Entscheidung keine definitive sein wird, je nach Inzidenz und Pandemieverlauf kann die Maskenpflicht auch später im Jahr wieder eingeführt werden.

Nach Calima kommt Regen – Den letzten Tag der Osterwoche hat das Wetterphänomen Calima mit 30 Grad Höchstwerten eingeläutet. Heute soll Regen den Calima auf den Kanarischen Inseln ablösen. In Agaete auf Gran Canaria sind gestern 31,5 Grad gemessen worden. Heute wird auf allen Inseln immer wieder mit leichtem Niederschlag gerechnet. Dazu warnt der spanische Wetterdienst vor Sturmböen und hohen Wellen an den Küsten. 
Selbstmord im Jugendarrest – Im Jugendarrest bei Valle Tabares auf Gran Canaria hat sich ein Jugendlicher heute Nacht das Leben genommen. Bisher ist nichts Näheres zu der Tragödie bekannt – nur so viel: der Minderjährige stammt aus Fuerteventura. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen in dem Fall aufgenommen und Untersucht ob die Aufsichtspflicht in dem Zentrum für Minderjährige Straftäter verletzt worden ist.

Ironman Lanzarote schließt Anmeldung – Noch bis zum 1. Mai kann sich für den Triathlon „Ironman Lanzarote“ angemeldet werden. Bisher haben sich 1.251 Sportler für das größte internationale Sportevent der Kanaren angemeldet. Bei dem Sportevent sind 45 Plätze für das Finale auf Hawaii zu vergeben. Die Strecken im Wasser, fürs Radrennen und für den Marathon verlaufen wie gewohnt in Puerto del Carmen und zwischen Puerto del Carmen, Mirador del Rio, Timanfaya und La Geria.

25.03.2022

Bis auf eine alle Corona Maßnahmen abgeschafft – Die Maskenpflicht in Innenräumen bleibt noch bestehen, darüber entscheidet die Zentralregierung. Ansonsten sind ab morgen alle Corona-Maßnahmen auf den Kanarischen Inseln abgeschafft. Grund ist die Omikron Variante des Virus. Sie wird mittlerweile in mehr als 85% aller positiven Tests nachgewiesen, sorgt aber in den allermeisten Fällen nicht für einen schweren Krankheitsverlauf. Ab morgen spielt die sieben und 14 Tage Inzidenz in der Bewertung der Pandemielage keine Rolle mehr. Für eine Veränderung der Warnstufe ist ab Samstag nur noch die Krankenhausauslastung entscheidend. Ab Montag gelten neue Warnstufen – sie beginnen bei 0 – bisher waren die Warnstufen von eins bis vier gestaffelt.

Olivenernte in Aguimes vernichtet – Die Anwendung eines Insektizids in der Gemeinde Agüimes auf Gran Canaria hat die Olivenernte und die damit verbundene Olivenölproduktion vernichtet. Den Ermittlungen zufolge hat ein Olivenbauer in der Gemeinde ein Insektenvernichtungsmittel versprüht, dessen Wirkstoff seit 2020 verboten ist. Nachgewiesen worden ist die verbotene Substanz im produzierten Olivenöl. Weil alle Olivenbauern der Gemeinde die Oliven im Kollektiv pressen, um die Produktionskosten niedrig zu halten, muss jetzt die gesamte Ölproduktion der Gemeinde vernichtet werden. Das betrifft insgesamt 18 Tonnen Oliven und 2.000 Liter Olivenöl.

La Palma im Halbfinale – La Palma war in diesem Jahr bereits weltweit auf so gut wie allen Nachrichtenkanälen zu sehen. Wegen des Vulkanausbruchs war die Insel zu Jahresbeginn immer wieder Gesprächsthema. Jetzt kämpft die Insel im Halbfinale des NASA Fotowettbewerbs. Seit dem 1. März können Besucher der Webseite https://earthobservatory.nasa.gov/tournament-earth über ihren Favoriten der Satelliten Fotos abstimmen. Am 5. April wird über den Gewinner abgestimmt. Im Rennen sind noch vier Fotos: die Kalahari Wüste mit dem Orange River, der Wolkenhimmel über Sumatra, das Weddellmeer des Südlichen Ozeans am antarktischen Kontinent und das Foto des aktiven Vulkans auf La Palma.

Subventionen für E-Antriebe – Käufer von E-Motorrädern, E-Bikes oder E-Rollern können auf Gran Canaria bis zu 1.000 Euro von der Inselregierung abgreifen. Der Subventionsfonds ist mit 100.000 Euro bestückt und soll Residenten der Insel für nachhaltige Mobilität sensibilisieren. Bis zu 1.000 Euro gibt es für den Kauf eines neuen oder gebrauchten E-Motorades, bis zu 600 Euro Subvention sind für den Kauf eines E-Bikes fällig, für einen E-Roller gibt es 400 Euro Unterstützung. Unter den Antragsstellern werden die Subventionen verlost, eingereicht werden können die Anträge mit Kaufvertrag bis zum 31. Dezember.

LKW Streik am Montag – Zu Wochenbeginn werden LKWs auf Gran Canaria die Zufahrtsstraßen zur Inselhauptstadt versperren. Grund für den Streik sind gestiegene Energiekosten. Spanienweit ist der Transportsektor auf den Barrikaden. Auf den Kanarischen Inseln sind deswegen auch bereits in den Supermärkten verschiedene Produkte vergriffen. Seit rund einer Woche ist der Lieferverkehr zwischen dem spanischen Festland und den Kanarischen Inseln ausgedünnt. Frachter vom spanischen Festland, die in den beiden Containerhäfen von Teneriffa und Gran Canaria entladen werden, haben im Moment nur noch 25% ihrer Gesamtkapazität mit Containern geladen. Der Transportsektor fordert seit Tagen schnelle und umfangreiche Hilfen vom Staat wegen der gestiegenen Kraftstoffpreise.

24.03.2022

.Alternde Gesellschaft – In Las Palmas auf Gran Canaria ist jeder vierte Bürger über 60 Jahre alt. Insgesamt knapp 100.000 Personen haben in der Inselhauptstadt die 60 überschritten. In dieser Altersgruppe zeigt sich ein deutlich höherer Frauenanteil, der mit zunehmendem Alter immer größer wird. Zwischen 60 und 64 Jahre ist der Unterschied mit 56% Frauen noch klein, zwischen 80 und 84 Jahren liegt der Unterschied bereits bei sechs zu vier, in der Altersgruppe 90 bis 94 Jahren liegt der Unterschied bereits bei 73% Frauen und 27% Männer. Dem gegenüber steht eine stark sinkende Geburtenrate – in den letzten fünf Jahren ist diese um 27% gefallen.

Rauchfrei und FKK – In der Provinz Las Palmas wird es eine neue Strandverordnung geben. Sie ist bereits formuliert, in Kraft getreten ist sie noch nicht. So soll an allen Stränden der Provinz Rauchverbot gelten, also auch auf Fuerteventura und Lanzarote. Strände die keine Sichtverbindung zu urbanen Zonen haben erhalten, sofern groß genug, einen FKK-Bereich. Angeln am Strand soll in Zukunft nur noch zwischen 20.00 Uhr und 9.00 Uhr im Sommer erlaubt sein. Zwischen 31. Oktober und 31. Mai den ganzen Tag über. Die neue Verordnung erhält nicht nur Zuspruch, einigen politischen Vertretern fehlen Themen wie Barrierefreiheit und eine Regelung zur Vermeidung von Plastik am Strand.

Jack Ryan auf Gran Canaria – Thriller Fans und Amazon Prime Mitglieder ist Jack Ryan ein Begriff. Auch Bücherwürmern mit Affinität zu CIA und internationalen Agenten Stories ist Tom Clancy schonmal begegnet. Drei Staffeln sind bereits erfolgreich auf der Streaming-Plattform von Amazon gelaufen, in der Vierten wird Gran Canaria die Kulisse bilden. Ab Mai sollen die Dreharbeiten auf den Kanaren beginnen, nicht nur in Las Palmas sondern auch in anderen Gemeinden der Insel. Mit dabei sind dann neben dem Hauptdarsteller John Krasinski auch Wendell Pierce, Michael Kelly oder Naomi Rapace.

Playa Blanca ab Sommer mit drei Schwimmbecken – Drei Becken, Umkleidekabinen, Sportplätze und Physiotherapie – ab Sommer 2022 kann die Gemeinde Yaiza in Sachen Schwimmbad mit Arrecife konkurrieren. Dann soll die neue Einrichtung in Playa Blanca fertiggestellt sein. Ein 25 Meter Becken mit acht Bahnen und zwei kleinen Becken enthält das Gebäude, das sich noch im Bau befindet, spätestens im August aber für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Davor bietet ein Parkplatz für 200 Fahrzeuge Platz. Noch im ersten Quartal 2022 soll die Ausschreibung für den Betrieb des Schwimmbades erfolgen.

8.000 Photovoltaik Paneele vor Puerto del Rosario – Regenerative Energieprojekte haben es schwer auf Fuerteventura. Die Betreiber von Windkraftwerken haben bittere Erinnerungen bei diesem Thema. Den Betreibern von Photovoltaik Anlagen droht jetzt ein ähnliches Szenario. 8.000 Photovoltaik Paneele sollen rund um die Inselhauptstadt von Fuerteventura errichtet werden, die ersten Umweltschutzorganisationen auf der Insel laufen bereits Sturm – die Sonnenenergiepaneele würden das Landschaftsbild zu stark verändern. Bei den Windrädern die in der Gemeinde La Oliva errichtet worden sind, war es das gleiche Argument. Diese konnten erst nach jahrelangen Gerichtsprozessen fertig gestellt werden.

23.03.2022

Regeln werden heute gestrichen – Acht Corona Auflagen werden heute von der Regionalregierung gestrichen. Darunter die limitierte Gästezahl in Außen- und Innenbereichen in der Gastronomie und bei kulturellen Veranstaltungen. Sport ist ohne Einschränkungen wieder möglich, unabhängig wo und mit vielen Teilnehmern. Schulen und Jungendvereine können wieder Ausflüge organisieren, auch Übernachtungen in den Jugendherbergen sind wieder erlaubt. Außerdem werden die Campingplätze wieder geöffnet. Über den Kurznachrichtendienst Twitter teilt die Regionalregierung mit: diese Lockerung der Maßnahmen bedeuten kein Ende der Pandemie und können wieder verstärkt werden, sobald sich die Pandemiesituation negativ verändert.

Wieder Regen zum Wochenende – Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsbeginn prognostiziert der spanische Wetterdienst fürs Wochenende intensiven Niederschlag und verhängt Wetterwarnstufe Orange. Lanzarote und Fuerteventura sollen von dem zu erwartenden Wettertief besonders betroffen sein. Neben intensivem Niederschlag wird auch mit Sturmböen gerechnet.

Die Jagd nach blauen Flaggen – In verschiedenen Gemeinden auf den Kanarischen Inseln haben Arbeiten an den Stränden begonnen. Es geht um das Gütesiegel Blaue Flagge, das Strände in ganz Europa auszeichnet. Neben Wasserqualität werden sanitäre Anlagen, Parkplätze und Barrierefreiheit bewertet. Für den Tourismus ist die Blaue Flagge ein wichtiger Indikator für die anstehende Sommersaison. In der Gemeinde San Bartolome auf Gran Canaria werden in dieser Woche an verschiedenen Stränden Zufahrtswege bis zum Ufer über den Sand verlegt um das Baden barrierefrei zu gewährleisten. Im letzten Jahr sind auf den Kanarischen Inseln 33 blaue Flaggen für Strände vergeben worden.

Drei russische Frachter im Hafen – Im Hafen La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria liegen drei russische Frachter. Im Zuge der auf EU-Ebene getroffenen Sanktionen darf ihre Ladung weder gelöscht werden, noch die Frachter aufgetankt werden. Auch die Besatzungen können die Frachter nicht verlassen. Es sind Entscheidungen auf oberster politischer Ebene, die im Detail und vor Ort die Behörden im Dunklen lassen, wie sie in diesem Fall entscheiden sollen. Madrid ist informiert worden, die Zentralregierung soll entscheiden wie in dem Fall der drei russischen Frachter in La Luz verfahren werden soll.

200 MW durch Windkraft erzeugt – Die kanarische Autonomie hat in Sachen erneuerbare Energien einen neuen Rekord erzielt. Am 1. März sind nur durch Windkraftwerke auf Gran Canaria 202,3 Megawatt Strom erzeugt worden. So viel wie noch nie in der Geschichte der regenerativen Energiegewinnung. Damit sind auch zum ersten Mal auf Gran Canaria die Windkraftwerke an ihr Produktionsmaximum gestoßen, insgesamt könnten bei optimalen Bedingungen 234,6 Megawatt Strom erzeugt werden.

 

22.03.2022

GranCa Live Fest – bereits 16.000 Tickets verkauft – Es gibt sie noch – Veranstaltungen die uns zum feiern einladen, als wenn es eine Pandemie nie gegeben hätte. Eines dieser Musikfestivals findet am 8. und 9. Juli im Fußballstadion in Las Palmas statt. Mit von der Partie sind Camilo, C.Tangana, Residente, Marc Anthony, Myke Towers, Calle 13 oder Efecto Pasillo. Es soll das größte Festival für Latin Musik in Europa werden. Pro Tag sind 35.000 Zuschauer zugelassen. Selbst in Japan sind bereits Eintrittskarten für die Musikveranstaltung gekauft worden. Der Kartenvorverkauf findet in allen Postfilialen der Kanarischen Inseln statt, online auf gclivefest.es und auf dem nationalen Ticketportal entradas.com

Karneval in zwei Etappen – Am 20.März hat der Karneval in Las Palmas sein Ende gefunden, beendet ist deswegen noch nicht. Wegen der Pandemie gibt es in diesem Jahr den Karneval in zwei Etappen. Am 2. Juli geht es mit der Cabalgata in Santa Catalina und dem Faschingsumzug weiter. Die Verbrennung der Sardine ist für den 3. Juli abends geplant. Sie läutet immer ein Ende der Karnevalssaison ein. Das Motto für den 2. Juli steht noch nicht fest – drei Themen stehen noch zur Auswahl: Studio 54, die Zukunft oder Karnevalsträume.

Ukrainekrise beeinflusst Flugverbindungen – Trotz der Entfernung des Archipels zum Kriegsgebiet in der Ukraine, beeinflusst die russische Invasion auch den Flugverkehr auf den Kanarischen Inseln. Es wird mehr Gabelflüge und weniger Direktflüge geben als ursprünglich für die Sommermonate geplant. Insgesamt gibt es im Vergleich zur den letzten beiden Sommerperioden mehr Flugverbindungen. Heute geht das Tourismusministerium davon aus, das es auf Basis der Gabelflüge auch mehr Möglichkeiten geben wird, die Kanarischen Inseln auf dem Luftweg zu erreichen. Vom Cesar-Manrique-Flughafen auf Lanzarote können in dieser Sommersaison 14 europäische Ziele direkt angeflogen werden. Darunter Deutschland, Groß Britannien, Österreich, Schweiz, Belgien, Dänemark oder Polen. Keine Direktverbindungen gibt es nach Portugal, Finnland, Schweden oder Norwegen.

E-Roller nur noch mit Helm – Seit gestern ist eine neue Straßenverkehrsordnung in Spanien in Kraft. Sie beinhaltet eine gravierende Veränderung für Nutzer von E-Rollern und Betreiber von Mietunternehmen wie Wind. Ab sofort wird die Nutzung von E-Rollern ohne Helm mit 200 Euro Bußgeld geahndet. Mietunternehmen wie Wind, die ihre E-Roller per Smartphone App verleihen, müssen gewährleisten, dass jeder E-Roller über eine entsprechende, universale Schutzausrüstung verfügt. In den letzten drei Jahren sind in Spanien 1.300 Personen mit E-Rollern im Straßenverkehr verunglückt, 16 Personen sind dabei ums Leben gekommen.

Lieferengpass wegen Streik der Transportunternehmen – Wegen gestiegener Spritpreise streiken in Spanien tausende Transport- und Speditionsunternehmen. Die Folgen sind an kanarischen Häfen bereits spürbar. Zu Wochenbeginn sind 70% weniger Lebensmittel verladen worden, am vergangenen Donnerstag sind überhaupt keine Lebensmittelcontainer eingegangen. Davon betroffen sind bisher Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch – also verderbliche Lebensmittel. Im Gespräch ist jetzt ein Eingreifen der Armee um Lebensmittellieferungen zu gewährleisten. Weil zu wenige Container die Häfen von Cádiz oder Barcelona erreichen, verschiffen Frachter mit Ziel Kanarische Inseln aktuell nur noch 50 Überseecontainer, der normale Mittelwert liegt bei 150 Container pro Frachter.

 

21.03.2022

11,1 Millionen für San Bartolomé – Für die vier Strände in der Bahia de Ingels in der Gemeinde San Bartolomé auf Gran Canaria werden 1.450 Sonnenliegen und 700 Sonnenschirme aufgestellt. Zum Teil ist das bereits passiert, die noch fehlenden werden in dieser Woche platziert. 11,1 Millionen Euro werden über eine Vertragslaufzeit von vier Jahren in die Gemeindekasse gespült. Der Auftragsnehmer stellt dafür 41 Mitarbeiter ein und tauscht pro Jahr 500 Sonnenliegen und 200 Sonnenschirme aus. Der Preis setzt sich aus einer eigenen Kalkulation zusammen, die die Gemeinde nach Öffnen der Strände selbst erarbeitet hat – vor fünf Monaten konnte San Bartolomé innerhalb von einem Monat 90.000 Euro durch Vermietung von Sonnenliegen und Sonnenschirmen am Strand einnehmen.

Neue Straßenverkehrsregeln ab heute – Ab heute gelten in Spanien neue, schärfere Verkehrsregeln. Sie sehen besonders den Schutz von Fahrradfahrern im Straßenverkehr vor. Bis zu 700 Euro und 10 Punkte sind fällig, wenn beim Überholen eines Fahrradfahrers der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten wird oder beim Überholen eine durchgezogene Fahrbahnbegrenzung überfahren wird. Die maximale Geschwindigkeit zum Überholen von Fahrradfahrern liegt bei 20 km/h. Auch für Fahrer von Tretrollern sieht der neue Bußgeldkatalog Strafen vor. Die Nutzung des Mobiltelefons oder das Tragen von Kopfhörern wird für Fahrer von Tret- oder E-Rollern sanktioniert. Wer ohne Sicherheitsgurt in Auto fährt verliert ab sofort vier Punkte.

Coronakurve zeigt nach unten – Die Fallzahlen der sechsten Welle fallen auch heute weiter – der R(t) Wert sinkt auf 0,95. Heute werden in Krankenhäusern auf dem Archipel 289 Personen wegen COVID behandelt, 32 davon auf Intensivstationen. In kanarischen Krankenhäusern sind heute 1.502 Betten nicht belegt – behandelt werden heute stationär insgesamt rund 4.300 Personen. Damit sind rund 34% der Krankenhausbetten nicht belegt.

Flüchtlingslager in Arrecife – Gegenüber der Nationalpolizei in Arrecife auf Lanzarote entsteht ein Flüchtlingslager aus weißen Zelten. Es soll die Industriehallen zwischen Puerto Marmoles und der Süßwasseranlage ablösen und Ende des Monats in Betrieb genommen werden. Die Anlage bietet Platz für maximal 300 Flüchtlinge. Aus Regierungskreisen wird das Zeltlager mit den Worten rechtfertigt: „Arrecife soll nicht das neue Arguineguin werden.“ Im Süden Gran Canarias mussten Flüchtlinge auf der Mole unter freiem Himmel schlafen, weil die Behörden mit der hohen Zahl an Flüchtlingen völlig überfordert waren. Im Norden Lanzarotes soll außerdem eine feste Patrouille von Guardia Civil Beamten operieren um die Küste zu überwachen. So soll schnell auf Flüchtlingsboote, aber auch auf illegale Drogenlieferungen reagiert werden.

Kindergeld geplant – In Spanien soll es in Zukunft Kindergeld geben. Die Rede ist von einer Zahlung zwischen 100 und 125 Euro für jedes Neugeborene. Der neue Gesetzesvorschlag enthält auch eine längere Elternzeit von insgesamt sechs Monaten und einen Schutz des Arbeitsplatzes zwischen acht bis zwölf Monaten. Bisher gibt es nur einen Gesetzesvorschlag über den im Parlament noch abgestimmt werden muss.

18.03.2022

30% leben unterhalb der Armutsgrenze – Die neue Studie von FOESSA Cáritas Española weißt für die Kanarischen Inseln 630.000 Personen aus, die von Armut bedroht sind. Das entspricht rund 30% der Gesamtbevölkerung und ist höher als noch vor einem Jahr. Um rund 15% ist die Zahl unter Kindern angestiegen, die in sozial schwachen Umfeldern aufwachsen. Im Vergleich der spanischen Autonomien belegen die Kanarischen Inseln einen der letzten Plätze – 11,3% der spanischen Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze, auf den Kanarischen Inseln sind es der Studie zufolge 19,6%.

Keine Änderungen der Coronawarnstufen – Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro bleiben auf Corona Warnstufe III, für Lanzarote und Fuerteventura gilt weiterhin Corona Warnstufe II. Das sich daran gestern beim Treffen der Inselregierungen nichts verändert, liegt vor allem an der Belastung für Krankenhäuser. Hier verläuft die Bettenbelegung in der Statistik horizontal, 10% der Intensiv Betten sind weiterhin von Corona Patienten belegt. Der Verlauf der letzten drei Wochen zeigt auch bei den beiden Inzidenzwerten von sieben und vierzehn Tagen kaum Veränderungen. Aktuell hat die Virusvariante Ómikron BA2 die BA1 Variante fast komplett abgelöst – bei gut 80% der positiven Tests wird die BA2 Variante nachgewiesen.

Calima wieder ab heute – Vor allem die östlichen Inseln des Archipels wird heute und am Wochenende vom Wetterphänomen Calima betroffen sein – neben silbergrauem Himmel und hohem Feinstaubanteil hält der Calima dieses Mal aber auch Regen bereit. Steigende Temperaturen sind am Wochenende nicht zu erwarten, es bleibt kühl und windig. Erst am Montag prognostiziert der spanische Wetterdienst wieder mehr Sonne und steigende Temperaturen.

Hackerangriff auf Gran Canaria – Unbekannte haben sich ins Archiv der Gemeinde San Bartolomé auf Gran Canaria gehackt. Der Hackerangriff ist laut den Ermittlern aus Bosnien Herzegowina erfolgt und hat 18% der gespeicherten Daten im Gemeindearchiv verschlüsselt. Die Hacker fordern 60.000 Euro für die Wiederherstellung. Es ist der erste Hackerangriff in dieser Dimension auf eine Behörde auf den Kanarischen Inseln. Bisher ist noch ungeklärt wie der Virus ins System des Rathauses gelangen konnte.

Mehrwertsteuer für Internetbestellungen – Der Einzelhandel fordert auf den Kanarischen Inseln die Mehrwertsteuer für Bestellungen unter 150 Euro aus dem Internet zu berechnen. Bestellungen unter diesem Betrag sind bisher von der sogenannten IGIC ausgenommen. Seit Juli 2021 wird europaweit die Mehrwertsteuer bei Bestellungen aus dem Internet im Zielland berechnet, auf dem spanischen Festland wird diese Gesetzesänderung bereits umgesetzt. Der Einzelhandel auf den Kanarischen Inseln sieht eine Bevorteilung der Konkurrenz aus dem Internet und fordert mit der Mehrwertsteuer für Bestellungen unter 150 Euro Chancengleichheit.

17.03.2022

Kurzarbeit wegen steigender Rohstoffpreise wieder Thema – Der Bausektor auf den Kanarischen Inseln schlägt wegen gestiegener Preise Alarm und fordert öffentliche Ausschreibungen und bereits vergebene Aufträge anzupassen. Sonst drohen vielen Bauunternehmen Kurzarbeit oder Insolvenz. Sowieso sind wegen der Pandemie die Rohstoffpreise gestiegen. Die Situation ist durch die Krise in der Ukraine noch gravierender geworden, jetzt spielen neben Rohstoffpreisen auch die gestiegenen Energiekosten eine Rolle. Der Sprecher der Vereinigung der Bauunternehmen AECP, Maria de Salud Gil, spricht von Fehlbeträgen um 40% der ursprünglich kalkulierten Kostenvoranschläge.

Reisefreiheit zwischen Autonomien – Ab sofort ist bei Flugreisen innerhalb Spaniens kein Impfnachweis oder der Nachweis einer überstandenen Coronaerkrankung notwendig. Das hat das spanische Gesundheitsamt entschieden und vom Flughafenbetreiber AENA gefordert, die neue Bestimmung umzusetzen. Damit sind verschiedene kleinere Flughäfen wie zum Beispiel Lanzarote vor eine neue Aufgabe gestellt. In Guacimeta könnten jetzt auch nationale Flüge auf dem Terminal II abgefertigt werden. Bisher werden dort nur interinsulare Flüge abgefertigt.

Verkehrsunfall mit Todesfolge – Am Kreisverkehr zur Marina Rubicon in Playa Blanca auf Lanzarote ist es gestern zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Bisher ist der Unfallhergang, an dem nur ein Fahrzeug beteiligt war, noch ungeklärt. Klar ist, dass sich in dem Opel Astra sechs Personen zwischen 19 und 26 Jahre befanden. Ein Insasse ist bei dem Unfall ums Leben gekommen. Der Opel Astra ist mit hoher Geschwindigkeit auf die Verkehrsinsel geprallt.

Impfquote bei 84% – In Spanien sind 84% der Bevölkerung doppelt gegen das Coronavirus geimpft. Auf den Kanarischen Inseln liegt die Impfquote bei 79,9%. Die Daten werden immer freitags aktualisiert. Die sogenannte Booster Kampagne wird von der Bevölkerung in Spanien nicht so angenommen wie die normale Impfkampagne. Immerhin hat bereits gut die Hälfte der Bevölkerung auf den Kanarischen Inseln bereits die dritte Dosis erhalten. Im Vergleich der EU-Länder liegt in Spanien in Sachen Corona Impfung auf den ersten Plätzen.

Telefonzellen werden abgebaut – 88% der spanischen Bevölkerung hat noch nie eine öffentliche Telefonzelle benutzt. Grund genug für die Telefongesellschaft Telefónica in den kommenden Monaten rund 15.000 öffentliche Fernsprecher abzubauen. Damit geht eine Ära zu Ende. Die erste öffentliche Telefonzelle ist in Spanien 1928 in Betrieb genommen worden – im Florida Park in Madrid. Die letzte Telefonzelle ist 2019 in Betrieb gegangen. Im Durchschnitt wird jede öffentliche Telefonzelle in Spanien nur einmal pro Woche genutzt.

16.03.2022

Tejeda unter weißer Decke – Das Ausflugsziel auf Gran Canaria heißt in diesen Tagen besonders für junge Familien mit Kindern Tejeda. Dort bekommt das sonnenverwöhnte Herz der Canarios Schnee zu sehen. Unter den Spaziergängern sind vor allem Kinder die zum ersten Mal in ihrem Leben Kontakt mit der Winterpracht bekommen, Schlittenfahren inklusive. Es hat rund um die Gemeinde in den Bergen von Gran Canaria intensiv geschneit. Bisher gab es laut der Verkehrszentrale auch keinerlei Zwischenfälle auf den Straßen rund um Tejeda, trotz ausschließlich Sommerbereifung. Nur vom Roten Kreuz kam eine Empfehlung: Viele der Besucher seien für ihren Spaziergang viel zu kalt angezogen gewesen.

Wieder steigende Coronazahlen – Das Pandemiethema ist auch wegen der Ukraine Krise in den Nachrichten in den Hintergrund gerückt. Auf den Kanarischen Inseln betrifft das Thema aber wieder mehr und mehr die Krankenhäuser. Die Zahlen steigen wieder an. Heute sind mehr als die Hälfte der Intensivbetten in Krankenhäusern belegt, ein Viertel von Coronapatienten. Von insgesamt 3.888 Krankenhausbetten sind heute 1.160 nicht belegt. Die Omikron Variante des Coronavirus BA.2 wird mittlerweile in 75% aller positiven Tests nachgewiesen. Die 7-Tage Inzidenz auf den Kanarischen Inseln liegt heute mit 421,06 an dritter Stelle in Spanien und übersteigt die durchschnittliche Inzidenz in Spanien um mehr als das Doppelte.

Erster Trailer zu The Mother – Der Blockbuster The Mother mit Hauptdarstellerin Jennifer Lopez erhält einen ersten Trailer im Internet. Der Film, von Netflix produziert, wird fast ausschließlich auf Gran Canaria gedreht. Die Dreharbeiten mussten ausgesetzt werden, nachdem es innerhalb des Produktionsteams positive Coronatests gab. Seit Anfang März wird in und um Las Palmas weitergedreht. Kinostart ist Ende 2022 in Kinos in ganz Europa.

Teguerey gewinnt Olivenöl Wettbewerb – Das beste Olivenöl der Kanarischen Inseln kommt von Teguerey auf Fuerteventura. 21 Hersteller haben an dem Wettbewerb teilgenommen. Davon kommen fünf von Fuerteventura. Das mit Gold ausgezeichnete Olivenöl stammt aus der Gemeinde Tuineje. Dort betreibt der Gran Canario Luis Hernández Santana auf 85.000 m² und mit 2.500 Olivenbäumen eine Olivenfarm.

Iberia Express steigert Flüge um 30% – Die Iberia Tochter Iberia Express wird die Flugverbindungen zwischen Madrid und Lanzarote um 30% steigern. Das ist das Ergebnis aus Gesprächen, die auf der Tourismusmesse FITUR in Madrid begonnen haben und jetzt abgeschlossen sind. Die FITUR in Madrid gehört zusammen mit der World Travel Market in London und der ITB in Berlin zu den wichtigsten Tourismusmessen für den Tourismus auf den Kanarischen Inseln. Ab April fliegt Iberia Express wieder täglich zwischen Lanzarote und Madrid.

 

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