Mix Radio Gran Canaria

16.07.2024

8 neue Entsalzungsanlagen – 14 Millionen Euro stellt die kanarische Regierung bereit, um insgesamt 8 neue Meerwasser Entsalzungsanalgen. Sie sollen auf Fuerteventura, Lanzarote, El Hierro, La Palma, Teneriffa und Gran Canaria errichtet werden. Diese neuen Anlagen, entwickelt vom Kanarischen Technologie-Institut, sind hocheffizient und verbrauchen deutlich weniger Strom als herkömmliche Systeme. Mit einer täglichen Produktionskapazität von insgesamt 2.500 Kubikmetern Wasser pro Anlage sollen sie die Landwirtschaft auf den Inseln unterstützen. Die Regierung reagiert damit auf die langanhaltende Trockenheit und die Forderungen der Landwirte, die Anfang des Jahres protestierten. Der Mangel an Wasser führt zu Ernteausfällen und steigenden Produktionskosten, was die Rentabilität der landwirtschaftlichen Betriebe bedroht. Die neuen Entsalzungsanlagen sollen eine nachhaltige Wasserquelle sichern und die Landwirtschaft auf den Kanaren langfristig stabilisieren.

Waldbrand auf Teneriffa – Bei Los Realejos auf Teneriffa steht ein Waldstück in Flammen. Das Feuer ist in der Nähe eines Aussichtspunktes ausgebrochen. Die Feuerwehr ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, um ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Aufgrund der Trockenheit und starker Winde herrscht aktuell eine hohe Waldbrandgefahr auf der Insel. Bereits seit Tagen gilt eine Waldbrand-Warnstufe, die offenes Feuer und Rauchen in Erholungsgebieten verbietet. Die Flammen bedrohen vor allem landwirtschaftliche Flächen und Häuser in der Region Icod El Alto.

Touristen gehen nicht mehr straffrei aus – Auf Teneriffa sind im ersten Halbjahr 400 Beschwerden über Umweltverschmutzung und Verstöße in Naturschutzgebieten gemeldet worden. Ein Drittel dieser Verstöße geht auf das Konto von Touristen, vor allem im Teide-Nationalpark. Behörden haben 141 Strafanzeigen gegen ausländische Touristen registriert, von denen 34 bereits mit Bußgeldern belegt wurden. Teneriffas Präsidentin Rosa Dávila kündigte an, dass Bußgelder künftig innerhalb weniger Tage eingezogen werden sollen. Dies sei durch optimierte Abläufe möglich, auch für Personen ohne spanische Steuernummer. Dávila betont, dass die bisherige Straffreiheit auf organisatorische Gründe zurückzuführen sei. Jetzt sei durch Digitalisierung die Möglichkeit geschaffen worden, Ordnungswidrigkeiten innerhalb von wenigen Tagen abzuschließen um Bußgelder zu kassieren.

Experten warnen vor UV Strahlung – Die Kanarischen Inseln sind aufgrund ihrer geografischen Lage einer extrem hohen ultravioletten (UV) Strahlung ausgesetzt, ähnlich wie in tropischen Regionen. Eduardo García-Ramos von der Gesundheitsbehörde warnt, dass diese Woche die UV-Werte auf Gran Canaria bei 12 und auf den anderen Inseln bei 11 liegen, was als „extremes Risiko“ gilt. Hohe UV-Strahlung kann gesundheitsschädlich sein, von DNA-Schäden und Sonnenbrand bis hin zu Augenkrankheiten und Hautkrebs. Besonders gefährdet sind Personen, die im Freien arbeiten. Die Gesundheitsbehörden empfehlen, sich mit Schutzkleidung und Sonnencreme zu schützen und die Sonne zwischen 11 und 17 Uhr zu meiden. Ein umfassender Schutzplan soll im September vorgestellt werden, um das ganze Jahr über Schutzmaßnahmen zu fördern.

Dringend Blutspenden benötigt – Im Sommer während der Urlaubszeit steigt die Anzahl der Verkehrsunfälle und medizinischen Notfälle, wodurch der Bedarf an Blutspenden zunimmt. Aruma Pírez Santana vom Institut für Blutspenden und Bluttherapie der Kanarischen Inseln (ICHH) betont, dass es besonders im Sommer schwierig ist, genügend Spender zu finden. Diese Woche hat das ICHH bereits zweimal zu dringenden Blutspenden aufgerufen. Die mobilen Einheiten des ICHH sind in verschiedenen Teilen Gran Canarias unterwegs, um Blutspenden zu erleichtern. Bei Blutknappheit werden weniger dringende Operationen verschoben. Derzeit besteht ein besonderer Bedarf an den Blutgruppen A+ und allen negativen Blutgruppen. Spender müssen zwischen 18 und 65 Jahre alt sein, über 50 kg wiegen und bei guter Gesundheit sein. Weitere Informationen und Standorte der mobilen Einheiten sind auf der Website efectodonacion.com verfügbar.

15.07.2024

Linienbus in Flammen – Gestern ist auf Gran Canaria ein Linienbus ausgebrannt. Passagiere sind bei dem Vorfall nicht verletzt worden. Der Linienbus ist auf der GC-5 bei San Roque sofort nach ausbrechen des Feuers evakuiert worden. Ausgebrochen ist das Feuer durch einen geplatzten Reifen. Die Felge des Reifens hat auf dem Autobahnbelag für intensiven Funkenflug gesorgt. Die Löschversuche der Feuerwehr konnten den Brand nicht eindämmen. Das Fahrzeug ist komplett ausgebrannt.

Neue Kreuzfahrmole in Arrecife – Die neue Kreuzfahrtmole in Arrecife auf Lanzarote soll bis Sommer 2025 fertiggestellt sein. Die Hafenbehörde von Las Palmas investiert knapp 750.000 Euro in das Projekt. Neben einem neuen Kreisverkehr und einer Kontrollstation wird auch ein großer Busparkplatz entstehen. Die Ausschreibung soll bis Herbst abgeschlossen sein, die Bauarbeiten sollen im Sommer 2025 fertiggestellt werden. Der neue Passagierterminal, die derzeit von Satocan gebaut wird, soll Anfang nächstes Jahr in Betrieb gehen. Die Verwaltung übernimmt Global Ports Canary Islands.

Drogenkurier zu schnell unterwegs – Ein 35-jähriger Mann ist bei Tamaraceite auf Gran Canaria festgenommen worden. Er hatte die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit deutlich überschritten. Nachdem der Fahrer bei der Fahrzeugkontrolle außergewöhnlich nervös aufgefallen war, durchsuchten die Beamten das Auto. Der Grund für die Nervosität lag im Kofferaum: ein halbes Kilo Kokain. Marktwert rund 60.000 Euro.

Wieder Passagierrekord auf kanarischen Flughäfen – Die Flughäfen der Kanarischen Inseln verzeichnen im Juni insgesamt 4.003.000 Passagiere. Das entspricht einem Anstieg von 10,7 % im Vergleich zum Juni 2023. Dabei sind 1,8 Millionen Passagiere von nationalen Flughäfen aus auf den Archipel geflogen, ein Anstieg von 11,8 % im Vergleich zum Vorjahr, und 2,1 Millionen auf internationalen Strecken – auch das entspricht einem Plus von 10,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die meisten Fluggäste sind auf Gando auf Gran Canaria abgefertigt worden, gefolgt Teneriffa Süd und Lanzarote.

Weniger Inflation – Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist auf den Kanarischen Inseln im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent gestiegen. Im Mai lag diese Inflationssteigerung noch bei 4,2 Prozent. Dementsprechend liegt die monatliche Basis der Inflation bei 0,3% – seit Jahresbeginn sind die Preis auf dem Archipel um 2% gestiegen. Die größten Preisesteigerungen zum Juni des Vorjahres verzeichnen Restaurants und Hotels mit einem Plus von 5,5 Prozent, Wohnkosten einschließlich Wasser, Strom, Gas und anderen Brennstoffen mit einem Anstieg von 5,1 Prozent, sowie Lebensmittel und alkoholfreie Getränke mit einem Plus von 4,4 Prozent. Alkoholische Getränke und Tabak verzeichneten einen Preisanstieg von 3,5 Prozent. Im Gegensatz dazu sanken die Preise für Bekleidung und Schuhe um 2,2 Prozent sowie für Möbel und Haushaltsartikel um 0,5 Prozent.

12.07.2024

Karneval kommt vor Gericht – Es ist eines der wichtigsten Veranstaltungen in Las Palmas und einer der größten der Welt – der Karneval von Las Palmas hat ein gerichtliches Nachspiel. Eine Gruppe von 13 Anwohnern des Hafengebiets von Las Palmas hat eine Forderung nach 650.000 Euro Schadenersatz an die Gerichte weitergeleitet. Die Anwohner klagen über Lärmbelästigung und Unannehmlichkeiten durch die Feierlichkeiten direkt vor ihren Fenstern. Das Rathaus von Las Palmas de Gran Canaria hatte die Forderung zunächst abgelehnt und darauf hingewiesen, dass  Anwohner nicht berechtigt seien, diese Ansprüche zu stellen. Auch frühere ähnliche Forderungen anderer Anwohnergruppen wurden bereits abgelehnt und befinden sich nun ebenfalls vor Gericht. Beatriz Calzada, die Präsidentin der Hafenbehörde, hatte bereits im Vorfeld der diesjährigen Feierlichkeiten betont, dass der Hafen für Karnevalsveranstaltungen nicht mehr zur Verfügung stehen werde, da Bauarbeiten in dem Bereich durchgeführt werden.

39 Grad in Las Tirajanas – Das Thermometer ist gestern an verschiedenen Orten auf über 30 Grad gestiegen – Der Topwert ist mit 39 Grad in Las Tirajanas auf Gran Canaria gemessen worden. Die vom Wetterdienst AEMET angekündigte Hitzewelle war vor allem auf Teneriffa und Gran Canaria spürbar. Auch auf dem Festland haben gestern diverse Orte Temperaturen über 30 Grad gemeldet. Neben der Hitze gab es auch starken Wind, der Spitzen von 95 km/h in La Aldea de San Nicolás und 80 km/h am Flughafen von Gran Canaria und in Arure, La Gomera, erreichte.  Aemet warnt weiterhin vor starken Winden bis zu 80 km/h und Küstenwinden bis zu 74 km/h. Betroffen sind unter anderem der Südosten Teneriffas, der Westen und Südosten Gran Canarias sowie der Anaga-Agaete-Kanal.

UD Las Palmas gegen Real Madrid – Der UD Las Palmas empfängt in der dritten Runde der Liga den amtierenden Meister Real Madrid. Zuvor trifft das Team zu Hause am 16. August auf Sevilla und spielt auswärts gegen den Aufsteiger Leganés am 25. August. Das Spiel gegen Real Madrid findet am Donnerstag, 29. August um 20.30 Uhr im Estadio de Gran Canaria statt. Fans können das Spiel live auf dem von Movistar bereitgestellten Kanal verfolgen. Erfahrungsgemäß sind vor allem diese Spiele schnell ausverkauft. Restkarten können online über den UD Las Palmas bezogen werden.

Videoüberwachung wird teurer – Das Videoüberwachungssystem in öffentlichen Bussen auf Gran Canaria wird teurer als ursprünglich geplant. 314.000 Euro waren veranschlagt für die Installation in 158 Linienbussen. Jetzt kommen nochmal 75.000 Euro dazu. Während der Vertragsausführung wurden technische Anomalien entdeckt, die nicht im ursprünglichen Vertrag vorgesehen waren. Dazu gehören die Beseitigung von „toten Winkeln“ und der Austausch von bestehenden, inkompatiblen Geräten. Das Geld für die Finanzierung stammt aus dem EU Fond NextGeneration.

Arrecife Summer Fest 2024 – Heute startet um 18:00 Uhr das Arrecife Summer Fest 2024. Sechs Stunden Live-Musik am Strand von El Reducto in der Inselhauptstadt von Lanzarote. Neben der Musik gibt es auch diverse Freizeitaktivitäten. Heute treten Javi Fajardo, Ale Ossorio, Abián Reyes und Javi Castellano auf, gefolgt von Supersonikka ab 23:00 Uhr. Morgen geht es ab 18:00 Uhr weiter mit Tatiana Delalvz, Carlos Jean, Beret und Ledes Díaz. Tagsüber finden verschiedene Workshops statt. Im Parque Islas Canarias treten bereits morgen Mittag CZ Rap, Treintytantos und Fran Baraja auf. Den Abschluss macht Efecto Pasillo um 16:30 Uhr.

11.07.2024

Keine Regelung zur Verteilung von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen – Die Autonomievertreter haben sich zwar zum Thema Einwanderung getroffen. Entschieden worden ist allerdings nichts. Das von den Kanarischen Inseln vorangetriebene Theme „minderjährige Flüchtlinge“ bleibt weiterhin in der Schwebe. Die von der Partido Popular regierten Regionen argumentierten, dass ihnen der Entwurf des Gesetzesänderungstextes erst einen Tag vor der Konferenz zugestellt worden sei und sie mehr Zeit zur Prüfung benötigen. Immerhin stimmten alle Regionen, für die Verteilung von 400 minderjährigen Migranten von den Kanarischen Inseln und aus Ceuta. Die meisten der 400 zu verteilenden Minderjährigen werden in Katalonien aufgenommen, gefolgt von Andalusien, Extremadura und Madrid. Die Region La Rioja nimmt die wenigsten Minderjährigen auf.

Hitzewelle – Jenseits der 30 Grad Marke erwarten die Metereologen die Quecksilbersäule auf den Kanarischen Inseln heute. Die Hitzewelle wird in erster Linie nur Gran Canaria und Teneriffa treffen, Lanzarote und Fuerteventura werden nur die Ausläufer spüren. Trotzdem erwarten die Meteorologen des spanischen Wetterdienstes Temperaturen um 34 Grad. Auch das Wetterphänomen „Calima“ wird die meteorologische Situation auf den Inseln beeinflussen, Alarmstufe Gelb gilt deswegen ebenfalls. Dazu weht starker und stürmischer Wind.

Nia Suardiaz und Christopher Macdonald gewinnen Wingfoil Big Air – Die beiden Gewinner des Wingfoil Big Air auf Gran Canaria heißen Nia Suardiaz und Christopher Mcdonald. Bei 30 Konten Wind in Tenefé waren die Bedingungen für die Teilnehmer ideal. Die Bewertung in dieser Disziplin erfolgt zu 70% nach der Höhe des Sprungs und zu 30% nach der Technik. Im spannenden Finale der Frauen setzte sich Nia Suardiaz knapp gegen ihre Konkurrentin Mar de Arce durch, während die Deutsche Maria Behrens den dritten Platz belegte. Bei den Männern beeindruckte Christopher Macdonald mit einem doppelten rückwärts Salto, der ihm den Sieg sicherte. Der Franzose Malo Guenole und der Deutsche Benjamin May vervollständigten das Siegerpodest.

Kinder aus sozial schwachen Familien sitzen viermal häufiger vor dem Bildschirm – Der sozioökonomische Status der Familie beeinflusst das Ausmaß der Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen erheblich. Das geht aus einem Bericht der Gasol Foundation hervor. Kinder aus einkommensschwachen Familien sind täglich 23 Minuten weniger körperlich aktiv, 70 Minuten länger vor Bildschirmen und 11,5 % seltener die mediterrane Diät befolgen. Zusammengerechnet verbringen diese Kinder vier Monate ihrer Jugend vor einem Bildschirm. Der Bericht der Gasol Foundation enthält zehn Empfehlungen zur Verbesserung der Situation benachteiligter Kinder, darunter die Förderung von gesunder Ernährung und ausreichendem Schlaf.

Olivenöl wird günstiger – Dem immer weiter steigenden Preisen für Olivenöl, setzt die spanische Regierung jetzt eine Aussetzung der Mehrwertsteuer entgegen. In den letzten Jahren haben Dürren in Spanien zu schlechten Olivenernten geführt, was die Preise für Olivenöl massiv in die Höhe getrieben hat. Um den Preisanstieg abzufedern, hat die spanische Regierung die Mehrwertsteuer auf Olivenöl gestrichen. Ab Juli wird Olivenöl als lebensnotwendiges Gut eingestuft. Diese Maßnahme soll nicht nur die Verbraucher entlasten, sondern auch den Olivensektor unterstützen. Damit gehört Olivenöl nun dauerhaft zu den steuerbefreiten Gütern wie Brot, Obst und Gemüse, deren Mehrwertsteuer normalerweise bei vier Prozent liegt, in Zeiten starker Inflation jedoch auf null Prozent gesenkt werden kann. Spanien produziert etwa 50 Prozent des weltweiten Olivenöls und hat mit rund 14 Litern pro Kopf und Jahr, zusammen mit Griechenland, den höchsten Verbrauch weltweit.

10.07.2024

Neue Entsalzungsanlage für Fuerteventuras Süden – Seit Jahren erleidet der Süden Fuerteventuras immer wieder Ausfälle der Wasserversorgung. Jetzt soll eine Entsalzungsanlage im Süden Abhilfe schaffen. Bisher muss das Süßwasser über Kilometer hinweg von der einzigen bestehenden Entsalzungsanlage bis in den Süden transportiert werden. Das marode Leitungssystem sorgt immer wieder, teilweise über Tage hinweg, für trocken Leitungen. Geplant ist eine zusätzliche Entsalzungsanlage plus einem großen Süßwasserspeicher um den Süden Fuerteventuras dauerhaft zu versorgen.

Kredit für sechs neue Flugzeuge – Binter Canarias hat sechs zusätzliche Flugzeuge für die Flotte der interinsularen Fluglinie bestellt. Damit wächst Binter Canarias auf 16 Flugzeuge an und will in Zukunft noch mehr Flugrouten von den Kanarischen Inseln zu Zielen in Europa und Afrika bedienen. Das Geld für die Bestellung kommt in Teilen von BBVA, Santander und Caixa Bank, die den Kreditrahmen für die sechs zusätzlichen Flugzeuge bieten.

Geldstrafen wegen Handgepäckgebühren – Die spanische Regierung hat Geldstrafen in Höhe von 150 Millionen Euro gegen die Fluggesellschaften Ryanair, Easyjet, Vueling und Volotea verhängt. Der Grund sind Zusatzkosten für die Mitnahme von Handgepäck, die als illegal eingestuft worden sind. Das Ministerium für Soziale Rechte und Verbraucherschutz in Madrid leitete die Sanktionsverfahren aufgrund einer Anzeige des Verbraucherschutzvereins Facua ein. Facua-Generalsekretär Rubén Sánchez bezeichnete die Strafen als historisch und lobte das Vorgehen gegen betrügerische Praktiken. Agustín Reyna vom Europäischen Verbraucherverband fordert EU-weite Standards für Handgepäckregelungen, um Verbraucher zu entlasten. Der spanische Airline-Verband ALA kritisierte die Entscheidung, da sie einem Verbot der Handgepäckgebühren gleichkomme und den Verbrauchern schade. Die betroffenen Fluggesellschaften könnten noch rechtliche Schritte gegen die Entscheidung einleiten.

Sturm- und Wellenwarnung – Der spanische Wetterdienst Aemet hat eine Unwetterwarnung für die Kanarischen Inseln ausgegeben. Nur Fuerteventura ist davon ausgenommen. Heute sind Sturmböen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde sowie Wellen von bis zu vier Metern Höhe zu erwarten. Besonders betroffen sind Teneriffa, der Osten von La Palma sowie die Küsten von La Gomera, El Hierro und Gran Canaria. Dazu werden Tageshöchsttemperaturen von über 30 Grad auf Gran Canaria und Teneriffa erwartet.

Briten weiterhin Top – In den ersten fünf Monaten des Jahres haben 6,7 Millionen Touristen die Kanarischen Inseln besucht. Ein Anstieg von 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Mai waren es innerhalb von 31 Tagen über eine Million Urlauber, ein Anstieg von 10,4 %. Mit 500.000 Touristen kam die Hälfte im Mai aus England und Irland. Deutschen Touristen sind die zweitgrößte Gruppe, gefolgt von den Franzosen. Die Gesamtausgaben der Touristen sind bis Mai auf 9,6 Milliarden Euro angestiegen, ein Zuwachs von fast 17 %.

09.07.2024

Suche nach Vermissten erfolgreich – Zwei vermisste Personen, darunter ein 10-jähriges Kind, sind auf Teneriffa durch Einsätze der Guardia Civil und der Policia Local wiedergefunden worden. Das 10-jährige Kind hatte in der Wanderregion von Playa San Juan in Guía de Isora seine Eltern verloren und sich daraufhin verirrt. Bei der zweiten Person handelt es sich um einen 50-jährigen Mann, der bereits seit Anfang Juni vermisst wird. Nach einer Vermisstenanzeige durch einen Bekannten, der den Mann weder an seinen üblichen Aufenthaltsorten noch zu Hause gesehen hatte, startete die Guardia Civil eine Suchaktion. Der Mann ist in einem verwirrten und verwahrlosten Zustand in der Gemeinde Tacoronte gefunden und zur medizinischen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden.

Einbruch aufgeklärt – In Costa Teguise hat die Polizei drei Männer im Alter zwischen 29 und 37 Jahren festgenommen. Sie stehen im Verdacht bei einem Einbruch in eine Ferienwohnung in Costa Teguise, neben anderen Wertgegenständen, ein Fahrrad im Wert von 12.000 Euro gestohlen zu haben. Der Einbruch hat sich bereits am 20.Juni ereignet. Seitdem fahndet die Polizei nach den Tätern. Durch Zeugenaussagen konnten sowohl die Täter, als auch das Fahrrad, bei dem es sich um eine Spezialanfertigung für Triathlon handelt, identifiziert werden.

Schlag gegen Drogenschmuggel – In Órzola in der Gemeinde Haría auf Lanzarote hat die Polizei zwei Männer und eine Frau festgenommen. Sie sollen im großen Stil Drogen nach Lanzarote geschmuggelt haben. In einer ersten Verhaftungswelle sind bereits sechs Personen festgesetzt worden, sie gehören zur gleichen Bande, zur der die drei Personen gehören, die gestern verhaftet worden sind. Insgesamt sind ein Kilogramm Kokain, 315 Kilogramm Haschisch, 63.000 Euro in bar, neun Fahrzeuge, zwei Boote und zwei Jetskis beschlagnahmt worden

Preis für Immobilien steigt weiter – Der Preis für gebrauchte Immobilien auf den Kanarischen Inseln ist im letzten Jahr um 15,4 % gestiegen. Das zeigt der aktuelle Preisindex von Idealista.com. 2.592 Euro pro Quadratmeter für eine gebrauchte Immobilie auf den Kanaren ist der höchste jemals verzeichnete Preis. Besonders stark stiegen die Preise in Tías auf Lanzarote gestiegen mit 26,6%, außerdem in Agüimes auf Gran Canaria und in Arrecife. In Guia de Isora und in La Orotava auf Teneriffa sind die Preise für gebrauchte Immobilien um 35% gestiegen.

Sturm- und Wellenwarnung – Der spanische Wetterdienst Aemet hat eine Unwetterwarnung für die Kanarischen Inseln ausgegeben. Nur Fuerteventura ist davon ausgenommen. Ab Mittwoch sind Sturmböen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde sowie Wellen von bis zu vier Metern Höhe zu erwarten. Besonders betroffen sind Teneriffa, der Osten von La Palma sowie die Küsten von La Gomera, El Hierro und Gran Canaria. Die Warnung gilt ab Mittwoch 17 Uhr. Der starke Wellengang wird zunächst ab 15 Uhr die zentral gelegenen Hauptinseln treffen und sich bis 20 Uhr auf die übrigen Inseln ausweiten.

 

08.07.2024

Granca Live Fest zieht 80.000 Besucher an – Die dritte Ausgabe des Granca Live Fest endet mit einem beeindruckenden Besucherrekord von 80.000 Menschen. Das Festival, das im Estadio de Gran Canaria stattfand, hat über drei Tage mehr als 30 Stunden Live-Musik geboten. Zu den Höhepunkten haben Auftritte von Maná, Estopa und Cruz Cafuné gehört. Noch während der Veranstaltung sind 5.000 Early Bird Tickets für das Granca Live Fest im kommenden Jahr verkauft worden. Besonders gefeiert worden ist der Samstagabend mit den mexikanischen Künstlern Christian Nodal und Maná sowie den spanischen Brüdern von Estopa.

Sieger beim Slalom X am Pozo Izquierdo – Beim Gran Canaria Gloria Windsurf World Cup 2024 am Pozo Izquierdo haben gestern die die Finalrunden im Slalom X stattgefunden. Bei Wind von bis zu 30 Knoten sicherten sich die arubische Sarah-Quita Offringa den ersten Platz bei den Frauen und der Franzose Pierre Mortefon den ersten Platz bei den Männern. Auch in der U-21-Kategorie gab es spannende Rennen zwischen der Grancanaria Alexia Kiefer und der Teneriffanerin María Morales. Morgen startet der BigAir Foil Contest auf Gran Canaria.

Feuerteufel verhaftet – Ein Mann ist im Stadtteil La Escalona in Vilaflor von der Guardia Civil verhaftet worden. Er wird verdächtigt, insgesamt 15 Brände gelegt zu haben, die erhebliche Schäden an städtischer Infrastruktur, landwirtschaftlichen Flächen und Waldgebieten verursacht haben. Der Schaden wird auf 55.000 Euro geschätzt. Die Brände ereigneten sich in einem Umkreis von einem Kilometer und immer in den frühen Morgenstunden zwischen 05:45 und 06:30 Uhr, zwischen August 2023 und Juni 2024.

Beim Baden ums Leben gekommen – Eine 60-jährige Frau ist am Wochenende am Strand von Sotavento im Gemeindegebiet Pájara auf Fuerteventura ums Leben gekommen. Die Frau ist in kritischem Zustand aus dem Meer gerettet worden, nachdem sie einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte. Ein Hubschrauber des kanarischen Rettungsdienstes war erforderlich, um sie aus einer schwer zugänglichen Zone des Strandes zu bergen. Trotz der schnellen medizinischen Versorgung konnte nur noch ihr Tod bestätigt werden.

Tauchschulen unter der Lupe – Die Guardia Civil hat im April, Mai und Juni Inspektionen bei 67 Tauchschulen auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote durchgeführt. Dabei sind 39 Verstöße festgestellt und zwei Kompressoren vorübergehend stillgelegt worden. Auf Lanzarote hat die Polizei 26 administrative Verstöße aufgedeckt, darunter fehlende Genehmigungen und unzureichende Inspektionen von Flaschen und Kompressoren. Auch auf Fuerteventura und Gran Canaria sind ähnliche Verstöße registriert worden. Das Hauptziel dieser Inspektionen war es, die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sicherzustellen und die Informationen über die registrierten Tauchzentren zu aktualisieren.

05.07.2024

Haría unter den besten 100 Regionen Spaniens – National Geografic veröffentlicht heute eine Liste mit den 100 Regionen Spaniens, die es in diesem Sommer zu besichtigen gilt. Haría auf Lanzarote taucht in der Liste auf als eines der schönsten Dörfer Spaniens. Auch wegen seinem Vulkan La Corona und dem Tal der tausend Palmen. Der Künstler Cesar Manrique hat nicht umsonst Haría als Domizil gewählt. Sowohl in höheren Lagen, als auch an der Küste bietet die Gemeinde dutzende von Sehenswürdigkeiten.

ChatGPT bedroht jeden vierten Arbeitsplatz – Der Chatbot ChatGPT bedroht in Spanien jeden vierten Arbeitsplatz. Das geht aus einem aktuellen Bericht der OECD hervor. Vertreter der OECD fordern einen schnelle politische Reaktion und entsprechende Regulierung für den Einsatz von ChatGPT. Dem Bericht zufolge sind mit dem Einsatz des Dienstes der auf künstliche Intelligenz basiert und mit moderner maschineller Lerntechnologie sich ständig weiterentwickelt rund 27% der Arbeitsplätze in Spanien in Gefahr.

8 Hundestrände auf den Kanaren – Mit dem Hund einen Tag am Strand zu verbringen ist auf Fuerteventura nicht erlaubt. Kein Strand ist auf dieser Insel dafür freigegeben. Gran Canaria bietet mit Los Cuervito und Tres Peos in der Gemeinde Agüimes und der Playa de Bocabarranco bei Las Palmas immerhin drei Möglichkeiten für Herrchen und Hund. Auf Lanzarote gibt es zwei Strände die für Hunde freigegeben sind: Playa de las Coloradas in Playa Blanca und Playa de la Guacimeta in Playa Honda.

 

500 Kilo Pyrotechnik für San Lorenzo – Die Fiestas de San Lorenzo werden in Las Palmas auf Gran Canaria am 9. Und 10. August gefeiert. In rund vier Wochen macht dann am Wochenende ein riesiges Feuerwerk mit einer halben Tonne Pyrotechnik. Dafür werden am Freitagabend 9. August gegen 22.30 Uhr verschiedene Zufahrtsstraßen in die Inselhauptstadt gesperrt. Es ist das zweite Mal in Folge, dass diese traditionelle Fiesta wieder in seiner ursprünglichen Form stattfinden kann, nachdem während der Pandemie alle Feierlichkeiten eingestellt worden sind.

6000 Euro für falsch Parken – Auf Fuerteventura ist das Bußgeld für Falschparken drastisch erhöht worden. Wer sein Fahrzeug in der Natur in geschützten Zonen abstellt zahlt in Zukunft bis zu 6.000 Euro. Vor allem rund um den Cofete Strand im Süden fahren Einheimische und Touristen häufig innerhalb des Naturschutzgebietes auf unbefestigten Wegen. Diesem Verhalten soll jetzt mit den höheren Geldbußen Einhalt geboten werden.

04.07.2024

Maßnahmen gegen Kurzzeitvermieter – Die spanische Regierung verschärft Maßnahmen gegen Kurzzeitvermieter, um Wohnungsmangel und hohe Mieten zu bekämpfen. Verbraucherschutzminister Pablo Bustinduy kündigte an, dass die Regierung die Lizenzen von Anbietern auf Plattformen wie Airbnb und Booking.com überprüfen werde. Wohnungsbauministerin Isabel Rodriguez erklärte, ein Register für Ferienvermietungen sei frühestens Ende 2025 fertig. Eine Stellungnahme der betroffenen Plattformen liegt noch nicht vor. Laut Idealista sind die Mieten in Spanien im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent, in Städten wie Barcelona und Madrid sogar um 18 Prozent. Barcelona plant ein Verbot für Ferienwohnungen bis 2028. Auch auf den Kanaren und Balearen protestierten zuletzt Zehntausende gegen steigende Wohnkosten.

Granca Live Fest – Heute beginnt das Granca Live Fest im Estadio de Gran Canaria, Siete Palmas in Las Palmas. Über 30.000 Besucher werden erwartet, um Auftritte von Pedro Pastor, Pedro Capó und Robbie Williams zu genießen. Pedro Pastor eröffnet um 19 Uhr mit seinem neuen Album „Escorpiano“. Um 20 Uhr folgt Pedro Capó mit Hits wie „Calma“. Den Höhepunkt bildet Robbie Williams um 21:45 Uhr. Der Veranstalter Leo Mansito berichtet von übertroffenen Erwartungen mit mehr als 80.000 Besuchern an drei Tagen. Am Wochenende treten weitere Künstler wie Nia, Juanes und die Black Eyed Peas auf.

Briten weiterhin Top – In den ersten fünf Monaten des Jahres haben 6,7 Millionen Touristen die Kanarischen Inseln besucht. Ein Anstieg von 11 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Mai waren es innerhalb von 31 Tagen über eine Million Urlauber, ein Anstieg von 10,4 %. Mit 500.000 Touristen kam die Hälfte im Mai aus England und Irland. Deutschen Touristen sind die zweitgrößte Gruppe, gefolgt von den Franzosen. Die Gesamtausgaben der Touristen sind bis Mai auf 9,6 Milliarden Euro angestiegen, ein Zuwachs von fast 17 %.

Bericht über soziale Integration – Fake News sind auch in Spanien auf dem Vormarsch. Das unterstreicht ein aktueller Bericht zu den Themen Migration und soziale Integration. Der Vizepräsident des Forums für soziale Integration und Migration, Vladimir Paspuel, warnte vor zunehmenden rassistischen und fremdenfeindlichen Reden und betonte die Bedeutung der Aufklärung. 13,3 % der Bevölkerung in Spanien sind Ausländer, weit weniger als in den Fake News immer behauptet. Zudem belasten Ausländer das Gesundheitssystem nicht übermäßig und erhalten nicht mehr Sozialhilfe als Spanier – auch das sind Themen, die immer wieder falsch in sozialen Medien dargestellt werden. Das Forum betont, dass die Integration von Migranten keine Bedrohung für den Arbeitsmarkt darstellt, da sie meist in schlechter bezahlten Jobs arbeiten, die Spanier selbst nicht ausüben möchten. Abschließend fordert der Bericht, gegen die Diskriminierung von Asylbewerbern vorzugehen und sicherzustellen, dass sie die gleichen Arbeitsrechte wie alle anderen haben.

40.000 offene öffentliche Stellen – Der Ministerrat hat das größte öffentliche Stellenangebot in der Geschichte Spaniens genehmigt. Insgesamt sind 40.146 Stellen ausgeschrieben, davon 27.360 im freien Wettbewerb und 12.786 werden intern für bereits beschäftigte Beamte ausgeschrieben für interne Beförderungen. Neben der allgemeinen Staatsverwaltung umfassen die Stellen auch Positionen bei der Polizei, der Guardia Civil und den Streitkräften. Laut dem Ministerium für digitale Transformation und öffentliche Verwaltung schafft das öffentliche Beschäftigungsangebot 2024 netto 9.102 neue Arbeitsplätze. Auf der Webseite Boletín Oficial de Espana gibt es ein Dokument zu den ausgeschriebenen Stellen – es ist am 2. Juli veröffentlicht worden.

03.07.2024

Neue Kreuzfahrtroute – Das Kreuzfahrtunternehmen MSC Cruises bietet in der kommenden Wintersaison eine neue Route auf den Kanarischen Inseln an. Passagiere können in Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas de Gran Canaria an Bord der MSC Opera gehen. Stopps gibt es auf Lanzarote, Fuerteventura, La Gomera, La Palma und Funchal auf Madeira. Die siebennächtige Route beginnt am 3. November 2024 und endet am 23. März 2025. Insgesamt sind 21 Einschiffungen auf Gran Canaria und Teneriffa geplant. Die MSC Opera hat eine Kapazität von 2.579 Passagieren und an Bord vier Restaurants, acht Bars, ein Spa, ein Casino, eine Diskothek und ein Theater.

Migrationsrekord – Rund 300.000 Menschen aus Niger, Burkina Faso, dem Senegal und Mali suchen derzeit Zuflucht in Mauretanien. Hunger, politische Unruhen, Gewalt und Zukunftsängste treiben sie in das westafrikanische Land. Von dort aus wagen viele die gefährliche Flucht über den Atlantik auf die Kanarischen Inseln, die als eine der tödlichsten Routen der Welt gilt. Menschenrechtsorganisationen und NGOs schätzen die Zahl der Flüchtlinge unterschiedlich ein, doch es herrscht Einigkeit über die Größenordnung. Im vergangenen Jahr wurden 40.000 Migranten auf den Kanaren gezählt – ein Rekord. In diesem Jahr könnten bis zu 89.000 Menschen ankommen. Bisher haben bereits 19.000 die Inseln erreicht. Die Regionalregierung der Kanaren sieht sich angesichts der hohen Zahlen überfordert und fordert Unterstützung von der EU.

Sommerschlussverkauf – Auf den Kanarischen Inseln hat der Sommerschlussverkauf begonnen. Die sogenannten „Rebajas“ prangen in großen Lettern in zahlreichen Schaufenstern. Der Sommerschlussverkauf, geht noch zum 31. August und sorgt sowohl für ein Umsatzplus für den Einzelhandel als auch für Nachlässe von bis zu 70% für die Verbraucher. Durch die hohe Nachfrage werden außerdem viele zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Zu Beginn des Schlussverkaufs sind etwa 2000 neue Mitarbeitende in den Geschäften und Kaufhäusern eingestellt worden, um den erwarteten Kundenandrang zu bewältigen.

Migrationskonferenz verlegt – Die spanische Zentralregierung hat auf die Forderung des Präsidenten der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, reagiert und die Konferenz zur Kindheit und Jugend um eine Woche vorverlegt. Am 10. Juli werden die autonomen Gemeinschaften in Teneriffa über die Reform des Ausländergesetzes diskutieren. Ziel ist es, einen Konsens zur Änderung von Artikel 35 zu finden, die die Verteilung von migrierten Kindern und Jugendlichen auf die autonomen Gemeinschaften verbindlich machen soll. 6.000 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge werden aktuell auf dem Archipel betreut. Dafür werden monatlich 15 Millionen Euro für die Betreuung ausgegeben, die Zentralregierung stellt dafür jährlich 50 Millionen Euro bereit – eine Finanzierungslücke von 130 Millionen Euro. Ziel ist es minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge, die auf den Kanarischen ankommen verbindlich auf andere Autonomien zu verteilen.

Wieder gewinnt ein Dunkerbeck – Liam Dunckerbeck hat in der Wave Disziplin beim Windsurf World Cup auf Gran Canaria den ersten Platz gemacht. Der Name ist Programm: Liam stammt aus einer Windsurf-Weltmeister Familie. Alle Familienmitglieder haben bereits Preise in diesem Sport gewonnen und Gran Canaria bereits vor Jahren als ihr Domizil gewählt. Der Pozo Izquerdo ist ihr Homespot. In der Master-Kategorie verteidigte der 46-jährige Brite Ben Proffitt seinen Titel, gefolgt von Michael Friedl und Valter Scotto. Heute wird das Debüt der neuen Disziplin Slalom X erwartet.

02.07.2024

Gesetz zur Urlaubsvermietung – Die kanarische Tourismusbehörde wird die Bedingungen für Ferienwohnungen für kleine Eigentümer im neuen Gesetzesentwurf zur nachhaltigen Nutzung von Ferienwohnungen flexibilisieren. Die Tourismusministerin, Jessica de León, erklärte, dass der neue Entwurf mehr als 3.000 öffentliche Stellungnahmen erhalten habe und modifiziert worden ist, im Kern bleibt das neue Gesetz aber erhalten. Zu den Änderungen gehört die Reduzierung der Mindestfläche von Ferienwohnungen auf 25 Quadratmeter, statt der ursprünglich festgelegten 39 Quadratmeter. Zudem wird die Übergangsregelung verlängert, damit Gemeinden mehr Zeit haben, Ferienwohnungsaktivitäten zu registrieren. In Zukunft soll es keine Ferienwohnungen mehr geben ohne entsprechende Planungsverfahren. Es bleibt dabei, dass 90% der Fläche für Wohnzwecke und 10% für touristische Aktivitäten genutzt werden sollen, trotz Kritik von Seiten der Gemeinden. Dies sei ein Thema, das nicht nur die Kanaren betreffe, sondern auch Städte wie Sevilla, Valencia, Barcelona oder Madrid. Der Gesetzesentwurf soll am 30. September dem Parlament vorgelegt und bis Jahresende verabschiedet werden.

Humanitäre Krise – Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, warnt vor einer humanitären Krise, falls die Änderung des Ausländergesetzes nicht bis Ende des Monats umgesetzt werde. Es geht um eine verpflichtende Verteilung von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen. Die Ressourcen auf dem Archipel sind derzeit überlastet, eine angemessene Betreuung der vielen Jugendlichen, die auf die Inseln kommen, ist an der Grenze zum Unmöglichen. Das Innenministerium rechnet mit einer „massiven Ankunft“ von Migranten an den Küsten und erwartet, dass die Zahl der Minderjährigen bis Jahresende auf 11.000 ansteigen könnte. Die endgültige Entscheidung über die Änderung des Artikels 35 des Ausländergesetzes soll auf der Sektoralen Konferenz für Kindheit und Jugend am 18. Juli in Teneriffa getroffen werden. Clavijo bemängelte, dass dieser Termin zu spät sei. Derzeit hat die Autonomieregierung 6.000 minderjährige Migranten in 80 Aufnahmeeinrichtungen untergebracht.

Consume Lanzarote – Die dritte Kampagne von „Consume Lanzarote“, unterstützt vom Handelsbereich des Cabildo und Felapyme, startet früher als angekündigt und läuft bereits diesen Sommer. Unternehmen können sich ab sofort über die Website der Initiative anmelden. Ab dem 22. Juli können Verbraucher die Guthabenkarten erwerben. Insgesamt werden 9.500 Guthabenkarten verkauft, mehr als in den Vorjahren. Jede Karte kostet 30 Euro und beinhaltet zusätzlich 30 Euro Guthaben. Um eine breite Verteilung zu gewährleisten, darf jeder Käufer maximal sechs Karten erwerben. Auch die Anzahl der Käufe pro teilnehmendem Geschäft ist begrenzt. Das Ziel ist so 570.000 Euro in die lokale Wirtschaft zu bringen. Im letzten Jahr haben 250 Geschäfte auf Lanzarote an der Aktion teilgenommen.

Neue Kampagne für nachhaltigen Tourismus – Die kanarische Tourismusbehörde hat eine innovative Sommerkampagne gestartet, die sich an umweltbewusste und respektvolle Touristen richtet. Sie zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Einzigartigkeit und Sensibilität der kanarischen Natur zu schärfen.



Die Kampagne, die von der Tourismus- und Arbeitsministerin Jéssica de León vorgestellt wurde, setzt auf eine präventive und lehrreiche Ansprache, um unangemessenes Verhalten zu vermeiden. Ein zentrales Element der Kampagne ist eine riesige Werbefläche auf der Plaza de Sol in Madrid mit dem Slogan „Islas no aptas para todos los públicos“ – zu deutsch: Inseln nicht für jedermann geeignet. Die Botschaften laden Touristen ein, die Natur zu respektieren und verantwortungsbewusst zu handeln. Mit der Kampagne soll ein Umdenken bei den Touristen angeregt werden, indem diese aufgefordert werden, die einzigartigen Ökosysteme der Inseln zu schützen. Dazu gehören auch interaktive Elemente wie ein QR-Code, der zu einer Website führt, auf der weiterführende Informationen und ein Test zu finden sind. Zusätzlich wird die Kampagne durch Plakatwerbung und Radiospots unterstützt und soll im Juli mit einem Budget von 1,5 Millionen Euro aus EU-Mitteln durchgeführt werden.

Kite Big Air auf Gran Canaria – Gran Canaria ist von der Welt-Kitesport-Vereinigung als Austragungsort für die Weltmeisterschaft in der Big-Air-Disziplin vom 9. bis 13. Juli in den Salinas de Tenefé ausgewählt worden. Dieses Event, das auch die letzte Station der Qatar Airways GKA Kite World Tour 2024 darstellt, wird die Weltmeister in den Kategorien Big Air männlich und weiblich küren. Es ist das erste Mal, dass Gran Canaria eine Weltmeisterschaft in dieser Disziplin ausrichtet. Die Veranstaltung bietet nicht nur sportliche Höhepunkte, sondern auch Aktivitäten wie die Strandreinigung am 12. Juli, um Nachhaltigkeit zu fördern. Zuschauer können das Event live vor Ort oder über die offizielle GKA-Website verfolgen.

01.07.2024

Austragungsort WM 2030 – Gran Canaria wird Teil der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 sein, die gemeinsam von Spanien, Portugal und Marokko ausgerichtet wird. Obwohl die offizielle Ankündigung noch aussteht, gilt sie als sicher. In sechs Jahren wird Gran Canaria somit das größte Sportereignis in der Geschichte der Kanarischen Inseln ausrichten. Das Stadion in Las Palmas wird für etwa 100 Millionen Euro renoviert. Spanien stellt elf Austragungsorte, Portugal drei und Marokko, dass das Finale in Casablanca in einem neuen Stadion für 115.000 Zuschauer ausrichten möchte, sechs.

Ed Sheeran spielt einziges Konzert in Spanien – Am Samstagabend hat der britische Sänger Ed Sheeran vor über 35.000 Fans im Stadion Heliodoro Rodríguez López in der Hauptstadt von Teneriffa gespielt. Es war sein einziges Konzert in Spanien. Die Tickets für das Konzert waren zum Vorverkaufsstart in wenigen Minuten ausverkauft. Sheeran hat das Konzert mit „Castle on the Hill“, gefolgt von „Shivers“ und „I’m a Mess“ begonnen. Trotz der emotionalen Herausforderungen der letzten Jahre, wie dem Tumor seiner Frau während ihrer Schwangerschaft, dem Tod seines Freundes Jamal Edwards und dem Plagiatsprozess wegen „Shape of You“, hat Sheeran seine optimistischeren Hits gespielt – getragen hat er dabei ein Trikot des CD Tenerife.

Seit Jahresbeginn 13 Kinder ertrunken – In Spanien sind seit Beginn der Badesaison bereits 13 Kinder ertrunken. Jährlich sterben über 30 Kinder in Spanien durch Ertrinken. Viele dieser Todesfälle sind durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen vermeidbar. Die meisten Badeunfälle mit Kindern unter 4 Jahren passieren in privaten Pools zwischen 15:00 und 18:00 Uhr. Die Asociación Nacional de Seguridad Infantil gibt in einer neuen Kampagne Tipps zur Vermeidung von Unfällen. Der Beste Schutz ist ständige Beaufsichtigung durch einen Erwachsenen. Die Regel 10/20: Der Aufpasser soll alle 10 Sekunden das Wasser überprüfen und die Kinder innerhalb von 20 Sekunden erreichen können. Schwimmwesten verwenden: Schwimmhilfen wie Schwimmflügel bieten keine ausreichende Sicherheit. …und die Beflaggung beachten, bei gelber oder roter Flagge am Strand kein Baden für Kinder.

Windsurf World Cup – Der Strand Playa de Pozo Izquierdo auf Gran Canaria ist noch bis 7. Juli  Mittelpunkt der 36. Gran Canaria Gloria Windsurf World Cup. Über 150 Windsurfer aus der ganzen Welt  nehmen teil, einschließlich der neuen PWA Slalom X-Weltmeisterschaft. Diese Meisterschaft kombiniert Sprünge und Slalomrennen, um den vielseitigsten Fahrer zu ermitteln. Zu den Teilnehmern gehören prominente Windsurfer wie Morgan Noireaux und Sarah Hauser. Neben den Wettkämpfen gibt es Konzerte, Windsurf-Demonstrationen und viele weitere Aktivitäten.

Neuer Einwohnerrekord auf Lanzarote – 167.300 Einwohner zählt Lanzarote in diesem Sommer in den sieben Gemeinden. Ein neuer Rekord. Im letzten Sommer zur gleichen Zeit lag die Einwohnerzahl auf Lanzarote bei 162.600. Die größte Gemeinde in Sachen Einwohner ist Arrecife mit 68.000 Meldungen, die kleinste Gemeinde Haría mit 5.800. Es herrscht weiterhin ein leichtes Übergewicht bei männlichen Bewohnern auf Lanzarote. Gemeldet sind 84.200 Männer und 83.100 Frauen.

28.06.2024

Hunderte Tote durch Hitzewellen – Die Vereinigung der Ärzte auf den Kanarischen Inseln hat eine Studie im Zusammenhang mit Hitze und den gesundheitlichen Folgen veröffentlicht. Demnach sind auf den Kanarischen Inseln 2023 mehr als 200 Personen aufgrund von heißen Temperaturen gestorben. Dabei unterscheiden die Autoren zwischen zwei Risikogruppen. Die meisten Tote wegen Hitze sind unter Risikogruppen mit gesundheitlicher Vorerkrankung zu finden –sie machen innerhalb der Studie 90% der Toten aus. 10% sind Menschen, die wegen ihrer Tätigkeit bei starker Hitze gefährdet sind – z.B. Landwirte. Ab einer Außentemperatur von 35 Grad bezeichnen die Ärzte die Situation als lebensbedrohlich. Ab einem längeren Aufenthalt bei Temperaturen von 40.5 Grad leidet zusätzlich das zentrale Nervensystem. Bei Hitzewellen mahnt auch immer das kanarische Gesundheitsministerium die Mittagsstunden in der Sonne zu meiden und Sport, wenn überhaupt, auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verschieben.

Nur 35% der Gebäude barrierefrei – In Sachen Barrierefreiheit hinkt die kanarische Autonomie im nationalen Vergleich noch hinterher. Nur 35% der öffentlichen Gebäude verfügen über einen Fahrstuhl. Auch in vielen Wohngebäuden gibt es nur einen Zugang über Treppen zu höheren Stockwerken. Damit aber noch nicht genug. Auch der Hauseingang ist in vielen Gebäuden nur über eine kleine Treppe erreichbar oder die Briefkästen sind auf einer Höhe angebracht, die für Rollstuhlfahrer unerreichbar ist. Bei öffentlichen Gebäuden soll ein Gesetz Abhilfe schaffen, bei Wohngebäuden mit Eigentümergemeinschaft wird sich an dieser Situation auch in den kommenden Jahren nur etwas ändern, wenn es zu Einigungen unter den Besitzern kommt. Die Kosten für barrierefreie Aufzüge liegen je nach Anzahl der Parteien bei 2.000 bis 6.000 Euro pro Wohnung.

Studie zur Rifferhaltung – Der Hauptstadtstrand von Las Palmas auf Gran existiert in erster Linie wegen dem vorgelagerten Riff. Satellitenaufnahmen zeigen allerdings deutlich, wie stark sich die natürliche Barriere vor dem Strand auf dem Rückzug befindet. Jetzt beschäftigt sich eine Expertenkommission mit der Erosion des Riffs. Der Rückgang ist weniger durch den Menschen verursacht, als durch die Natur. Trotzdem wird er dramatische Auswirkungen auf den Strandverlauf haben, dessen sind sich die Experten sicher. Unter anderem soll geprüft werden, ob eine künstliche Barriere noch vor dem Riff, die Erosion aufhalten kann.

Neuer Inselbewohner entdeckt – Sie heißt auf lateinisch Lissachatina fulica und wird bis zu 20 cm groß. Eigentlich kommt sie bisher nur im Osten Afrikas vor und ist auch unter dem Namen „Große Achatschnecke“ bekannt. Sie ist jetzt im Anaga Gebirge auf Teneriffa entdeckt worden. Auf einer Liste der 100 gefährlichsten nicht endemischen Lebewesen taucht die Große Achatschnecke ebenfalls auf. Die Naturschutzbehörde hat bereits in einer Pressemitteilung die Bevölkerung aufgefordert, bei einer Sichtung umgehend die Behörden zu informieren. Eingeschleppt worden ist diese Schneckenart vermutlich, ähnlich wie die kalifornische Kettennatter durch exotische Tierliebhaber.

Neuer Bildungspakt – Die Bildungsministerin Natalia Álvarez fordert für die Kanarischen Inseln einen neuen Pakt im Bildungssystem. An erster Stelle: 5% des Bruttoinlandsprodukts sollen in Zukunft in den Bildungsbereich fließen. Die ambitionierte Forderung des Bildungsministeriums hat mehr Lehrkräfte im Konzept und soll in Zukunft für weniger Schulabbrecher sorgen. Außerdem sollen mehr Plätze für Kinder von 0 bis 3 Jahren angeboten werden. Insgesamt enthält der neue Bildungspakt mehr als 100 Punkte, wie das kanarische Bildungssystem reformiert werden soll.

27.06.2024

Urlaubsvermietung für Wohnungsknappheit verantwortlich – Die spanische Regierung und lokale Behörden haben Vermieter von Ferienwohnungen als Hauptursache für die Wohnungsknappheit identifiziert.  Pájara auf Fuerteventura ist die erste Gemeinde die darauf reagiert. In Bereichen mit Baugrundstücken ist die Umwandlung von Neubauten in Ferienwohnungen bereits gesetzlich nicht mehr möglich. Weitere Gemeinden könnten folgen. Die kanarische Regierung plant noch in diesem Jahr ein Gesetz zur Regulierung der touristischen Nutzung von Wohnungen innerhalb von Mehrfamilienhäusern. Die spanische Regierung will das Wohnungseigentumsgesetz ändern, um die Vermietung von Ferienwohnungen als wirtschaftliche Tätigkeit einzustufen und Eigentümergemeinschaften Mitspracherecht zu geben. Die Stadt Barcelona plant Schritte, die noch weiter gehen – bis 2029 soll es im Stadtgebiet überhaupt keine Ferienwohnungen mehr geben.

Geldstrafen wegen Handgepäckgebühren – Die spanische Regierung hat Geldstrafen in Höhe von 150 Millionen Euro gegen die Fluggesellschaften Ryanair, Easyjet, Vueling und Volotea verhängt. Der Grund sind Zusatzkosten für die Mitnahme von Handgepäck, die als illegal eingestuft worden sind. Das Ministerium für Soziale Rechte und Verbraucherschutz in Madrid leitete die Sanktionsverfahren aufgrund einer Anzeige des Verbraucherschutzvereins Facua ein. Facua-Generalsekretär Rubén Sánchez bezeichnete die Strafen als historisch und lobte das Vorgehen gegen betrügerische Praktiken. Agustín Reyna vom Europäischen Verbraucherverband fordert EU-weite Standards für Handgepäckregelungen, um Verbraucher zu entlasten. Der spanische Airline-Verband ALA kritisierte die Entscheidung, da sie einem Verbot der Handgepäckgebühren gleichkomme und den Verbrauchern schade. Die betroffenen Fluggesellschaften könnten noch rechtliche Schritte gegen die Entscheidung einleiten.

Mädchen nach Sturz in Brunnen gerettet – Bei Yaiza auf Lanzarote ist gestern ein junges Mädchen in einen sogenannten Pozo gefallen. Der Brunnen war nicht gesichert und mehrere Meter tief. Als die alarmierten Rettungskräfte vor Ort eintrafen, hatte ein Anwohner bereits die Rettung des Kindes alleine vorgenommen. Das Mädchen ist vor Ort von Sanitätern untersucht worden, sie hat sich bei dem Sturz nur Schürfwunden zugezogen. Das Loch des Brunnens ist verschlossen worden.

APP für Strandwahl ab sofort verfügbar – Die Strände von Las Palmas de Gran Canaria haben jetzt eine eigene App namens LPA Beach. Die App bietet nützliche Informationen zu den Stränden Las Canteras, La Laja und Las Alcaravaneras. Die Anwendung zeigt die Distanz zum Strand, aktuelle und prognostizierte Belegung sowie die Wellenhöhe. Routen zu den einzelnen Abschnitten und Informationen zu Gezeiten und Sandverhältnissen sind ebenfalls verfügbar. Die Daten werden von 09:00 bis 21:00 Uhr erfasst, da die Kameras an den Stränden keine Nachtsichtfunktion haben. Die App ist zweisprachig und laut Pedro Quevedo, Stadtrat für Ciudad de Mar, positioniert sie Las Palmas de Gran Canaria an der Spitze Spaniens in der Nutzung und Verwaltung von Küstengebieten. Sechs Videometrie-Stationen sind für die App installiert worden, vier in Las Canteras, eine in La Laja und eine in Las Alcaravaneras. Mit den erfassten Daten erfahren Nutzer der App in Echtzeit wie viele Personen sich in den einzelnen Strandabschnitten aufhalten.

Suchen nach Lehrkräften geht weiter – An dem Ausschreibungsverfahren für Lehrkräfte haben auf den Kanarischen Inseln nur rund 40% teilgenommen. 27.000 Personen hatten sich dafür angemeldet. An den Prüfungen haben nur 10.245 Personen teilgenommen. Die niedrige Teilnahme könnte laut der Direktorin für Personalwesen, Mónica Ramírez, auf die langen Vorlaufzeiten und bereits bestehende Beschäftigungen der angemeldeten Personen zurückzuführen sein. Die häufig erfolglose Suche nach Wohnraum spielt in diesem Fall aber auch eine nicht unwesentliche Rolle. Die ersten Ergebnisse werden am 1. Juli veröffentlicht, die endgültigen Bewertungen folgen bis zum 31. Juli.

26.06.2024

Olivenöl wird günstiger – Dem immer weiter steigenden Preisen für Olivenöl, setzt die spanische Regierung jetzt eine Aussetzung der Mehrwertsteuer entgegen. In den letzten Jahren haben Dürren in Spanien zu schlechten Olivenernten geführt, was die Preise für Olivenöl massiv in die Höhe getrieben hat. Um den Preisanstieg abzufedern, hat die spanische Regierung die Mehrwertsteuer auf Olivenöl gestrichen. Ab Juli wird Olivenöl als lebensnotwendiges Gut eingestuft. Diese Maßnahme soll nicht nur die Verbraucher entlasten, sondern auch den Olivensektor unterstützen. Damit gehört Olivenöl nun dauerhaft zu den steuerbefreiten Gütern wie Brot, Obst und Gemüse, deren Mehrwertsteuer normalerweise bei vier Prozent liegt, in Zeiten starker Inflation jedoch auf null Prozent gesenkt werden kann. Spanien produziert etwa 50 Prozent des weltweiten Olivenöls und hat mit rund 14 Litern pro Kopf und Jahr, zusammen mit Griechenland, den höchsten Verbrauch weltweit.

Knapp 50 Millionen für die Wissenschaft – Spanien investiert in die Himmelsforschung auf den Kanarischen Inseln. Eine neue Vereinbarung sichert bis 2030 insgesamt 42,3 Millionen Euro für das Gran Telescopio de Canarias – Grantecan. Allein für 2024 sind 5,6 Millionen Euro vorgesehen. Wissenschaftsministerin Diana Morant betonte die Bedeutung dieser Zusammenarbeit. Das Grantecan, das größte optische und Infrarot-Teleskop der Welt, hat bereits bedeutende wissenschaftliche Entdeckungen ermöglicht. Dazu gehören die Erforschung der entferntesten Galaxie und der Nachweis der beschleunigten Expansion des Universums.

 

Das Institut für Astrophysik der Kanarischen Inseln spielt eine zentrale Rolle in der globalen astronomischen Forschung und Bildung. 5 Milliarden Euro für regenerative Energie – Die spanische Regierung hat angekündigt, dass sie in den nächsten fünf Jahren 5 Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren wird. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Abhängigkeit des Landes von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Klimaziele der Europäischen Union zu erreichen. Der Großteil der Investitionen wird in Solar- und Windkraftprojekte fließen, wobei auch die Entwicklung neuer Technologien gefördert werden soll. Die Regierung plant zudem, Anreize für private Haushalte und Unternehmen zu schaffen, um deren Energieverbrauch nachhaltiger zu gestalten.

117 Menschen beantragen Sterbehilfe – Seitdem vor gut drei Jahren das Sterbehilfegesetz in Spanien in Kraft getreten ist, haben 117 Menschen auf den Kanarischen Inseln einen Antrag auf Sterbehilfe gestellt. Das Durchschnittsalter der Personen, die Sterbehilfe in Anspruch genommen haben, lag bei 67 Jahren, wobei die jüngste Person 41 und die älteste 89 Jahre alt war. Alle genehmigten Anträge betrafen Personen mit schweren und unheilbaren oder chronischen und behindernden Krankheiten. Neurodegenerative Erkrankungen und Krebs im Endstadium waren die häufigsten Ursachen. Sterbehilfe kann in Krankenhäusern, privaten oder subventionierten Gesundheitszentren sowie in den Häusern der Patienten durchgeführt werden.

Bevölkerungswachstum – Auf den Kanarischen Inseln werden laut einem Bericht des spanischen Statistikamtes im Jahr 2033 2.5 Millionen Menschen wohnen. 17,2% mehr als heute. Grund dafür wird in erster Linie Migration sein. Pro 1.000 Einwohner werden es bis 2033 168 mehr Zuwanderer als Auswanderer sein. Das entspricht rund 30.000 Bürgern mehr pro Jahr. Überhaupt steigt die Bevölkerungszahl in Spanien in den kommenden Jahren bis 2033 auf 49 Millionen an. Ein Viertel wird über 65 Jahre alt sein. Auch Spanienweit ist es die Migration, die für den Bevölkerungszuwachs in erster Linie verantwortlich ist. Die Geburtenrate ist auch in Spanien rückläufig und wird es laut den Hochrechnungen des spanischen Statistikamtes auch in den kommenden Jahren bleiben.

25.06.2024

Hafen von La Luz beim Bunkering Top – Der Hafen von La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria hat sich im Mai zum führenden spanischen Hafen in Sachen Bunkering etabliert und damit Algeciras, die bisher größte nationale Schiffs-Tankstelle, übertroffen. Die Krise im Roten Meer hat dazu geführt, dass La Luz eine bedeutendere Rolle beim Betanken von Schiffen einnimmt, die auf ihren Routen nach Asien über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet werden. Bereits seit Monaten haben die vier großen Unternehmen, die in La Luz tätig sind, ihren Schlepperservice verstärkt, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Laut den neuesten Daten von Puertos del Estado hat der Hafen von Las Palmas im vergangenen Monat 282.000 Tonnen Kraftstoff verteilt, was einem Anstieg von 46% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Dreamland kürzt Budget – Ein Viertel seines Gesamtbudgets wird das Projekt Dreamland auf Gran Canaria für den Bau und die Ausstattung des Hauptgebäudes verwenden – 33 Millionen Euro. Das entspricht einem Viertel des Gesamtbudgets. Das modifizierte Projekt des audiovisuellen Filmstudios, das auf einer Fläche von 100.000 Quadratmetern errichten werden soll, befindet sich derzeit in der Ausschreibungsphase. Nach Abschluss der Erschließungsarbeiten soll das Dreamland innerhalb von vier Jahren fertiggestellt sein. Prognostiziert sind durch die verschiedenen Geschäftszweige des Projekts Einnahmen von bis zu 450 Millionen Euro in den ersten 10 Jahren.

4,5 Tonnen Müll in einer Nacht – 4,5 Tonnen Müll haben Mitarbeiter der Stadtreinigung nach der Noche de San Juan in Las Palmas auf Gran Canaria eingesammelt. Teilgenommen an den Feierlichkeiten, die mit einem Feuerwerk erst in der Nacht zum Sonntag beendet worden sind haben etwa 60.000 Personen. 112 Personen und 32 Reinigungsfahrzeuge waren danach bis in die Morgenstunden im Einsatz.

Wieder Hai gesichtet – Eine Woche nach der Aufregung über Haie in der Nähe der Küsten von Gran Canaria, die zur Schließung der Strände Melenara, Salinetas und San Agustín geführt hat, ist am Samstag erneut ein Hai gesichtet worden. Diesmal ereignete sich der Vorfall in der Nähe der Felsen von Clavellinas in der Nähe von Playa de Salinetas. Ein Mann konnte den Hai auf Video festhalten. Darin ist die Rückenflosse des Tieres zu sehen, die in der Nähe einer Boje zwischen Salinetas und Melenara aus dem Wasser ragt. Bisher gibt es keine präventiven Maßnahmen, weil die Hai Sichtung nicht in Strandnähe war.

Umbauarbeiten an Radar auf Lanzarote – Die charakteristische Silhouette des militärischen Radars Peñas del Chache im Norden von Lanzarote, wird sich in den kommenden Monaten aufgrund eines umfangreichen Modernisierungsprojekts erheblich verändern. In der zweiten Jahreshälfte soll ein neuer Radar sowie eine dazugehörige Schutzhülle installiert werden. Der neue Himmelüberwachungsequipment soll ab 2025 einsatzbereit sein. Laut General Francisco Javier Vidal, dem Chef des Kanarischen Luftkommandos, ist eine Investition von 12 Millionen Euro vorgesehen. Diese Maßnahme ist Teil eines größeren Projekts des Verteidigungsministeriums, bei dem an mehreren strategischen Standorten in ganz Spanien die alten RAT-31 Radare von Alenia durch moderne, in Spanien gefertigte LANZA-Radare von Indra ersetzt werden. Die neune Radargeräte können eine Vielzahl von Flugobjekten, einschließlich ballistischer Raketen, über große Entfernungen erkennen und erfüllen alle Anforderungen der NATO. Sie sind Teil des Integrierten Luft- und Raketenabwehrsystems der Allianz und tragen zum Schutz des europäischen Kontinents bei.

21.06.2024

Tourismus fordert mehr Rechtssicherheit – Der Tourismussektor auf Gran Canaria fordert mehr rechtliche Sicherheit von den öffentlichen Verwaltungen und warnt vor möglichen Schäden durch die Bürgerproteste wie am 20. April. Diese Forderungen wurden bei der Hotelier Debate in Meloneras diskutiert. Vertreter der Branche haben auf dem Kongress die Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft der Kanaren geäußert und Sorgen sich über die wachsende Unzufriedenheit der Bevölkerung, die zu einer Tourismusfeindlichkeit führen könnte. Sie forderten zudem Maßnahmen gegen die negativen Auswirkungen von Ferienwohnungen und mehr politische Unterstützung für nachhaltige Entwicklung und Digitalisierung im Tourismussektor. Kein Thema auf dem Kongress waren niedrige Löhne der Angestellten im Vergleich zu hohen Gewinnspannen der Hotels.

Drei Männer wegen Mord festgenommen – Die Guardia Civil hat drei Personen im Zusammenhang mit dem Verschwinden und Mord eines belgischen Ehepaars auf Teneriffa festgenommen. Bei den Opfern handelt es sich um den 71 Jahre alten Marc F. und die 66 Jahre alte Laura G. Lauras Leiche ist an der Küste von Arico gefunden worden, mit einer Plastiktüte um den Kopf. Zwei Verdächtige sind deswegen in Belgien und einer auf Teneriffa festgenommen worden. Die Ermittlungen laufen weiter, das Motiv zur Tat ist noch nicht bekannt.

19-jähriger weiterhin vermisst – Die Suche nach dem 19-jährigen Briten Jay Dean Slater, der seit Montag auf Teneriffa vermisst wird, geht weiter. Die Guardia Civil setzt dabei auch Hubschrauber und Drohnen ein. Slater war für ein Musikfestival nach Teneriffa gereist und wollte in der Masca Schlucht wandern. Seine Mutter und sein Bruder sind mittlerweile vor Ort, um bei der Suche zu helfen. Die Organisation SOS Desaparecidos stuft den Fall als hochgradig gefährlich ein und hat neue Informationen zu seiner Kleidung veröffentlicht. Auch britische Medien berichten intensiv über das Verschwinden, und Slaters Mutter hat in einem Interview im spanischen Fernsehen um Unterstützung gebeten. Bisher ist nicht klar ob Jay Slater überhaupt zum Wandern nach Masca gekommen ist oder ob er bereits vorher verschwunden ist.

Covid Quote verdreifacht – Die Kanarischen Inseln verzeichnen im Vergleich der Autonomien weiterhin die höchste Inzidenzrate akuter Atemwegsinfektionen in Spanien. Zwischen dem 3. und 9. Juni sind 768 Fälle pro 100.000 Einwohner registriert worden, ein Anstieg von 83 Fällen im Vergleich zur Vorwoche. Der Anstieg wird auf eine Zunahme der Covid-Infektionen zurückgeführt, die jetzt 12 % bis 15 % der Atemwegsinfektionen ausmachen. Trotz des Anstiegs verläuft die Krankheit mild, es gibt keine Covid-Patienten auf den Intensivstationen. Auch der Absatz von Covid-Tests steigt seit Wochen stetig an.

Niedrigster Durchschnittslohn – Die Kanarischen Inseln gehören weiterhin zu den Regionen mit den niedrigsten Gehältern in Spanien. Laut den neuesten Daten des Nationalen Statistikinstituts lag das durchschnittliche Jahresgehalt 2022 bei 23.096,92 Euro. Nur Extremadura schnitt schlechter ab. Der nationale Durchschnitt lag bei 27.000 Euro, wobei Männer deutlich mehr verdient haben als Frauen. Die höchsten Gehälter wurden im Baskenland, Madrid und Navarra erzielt. Die Reform des Arbeitsrechts hat den Anteil der befristeten Arbeitsverträge gesenkt und zu höheren Durchschnittsgehältern geführt. Im Energiesektor sind die höchsten, im Gastgewerbe die niedrigsten Gehälter gezahlt worden. Bildung und Berufserfahrung spielen eine wesentliche Rolle bei der Gehaltsentwicklung.

19.06.2024

Loro Parque fordert 122 Millionen Schadensersatz – Nach dem endgültigen Scheitern des Siam Parque Projekts auf Gran Canaria fordert das Unternehmen Loro Parque SA 122 Mio Euro Schadensersatz vom Cabildo Gran Canarias. Die Forderung bezieht sich auf die Verantwortung des Cabildos für das Scheitern des geplanten Wasser- und Freizeitparks Siam Park in El Veril, San Bartolomé de Tirajana. Der Hauptgrund für die Anullierung des Projektes war das Fehlen eines Berichts der hydrologischen Verwaltung über die Wasserressourcen. Loro Parque argumentiert, dass das Cabildo und andere beteiligte Verwaltungen fahrlässig gehandelt hätten, indem sie den erforderlichen Bericht nicht vorgelegt hätten, was zur Annullierung des Projektes geführt haben soll. Seit Jahren versuchen die Kisslings einen äquivalenten Wasserpark wie auf Teneriffa auf Gran Canaria zu errichten. Nach dem endgültigen aus steht jetzt ein jahrelanger Rechtsstreit mit dem Cabildo an.

Windsurf World Cup – Der Strand Playa de Pozo Izquierdo auf Gran Canaria wird vom 29. Juni bis 7. Juli zum Mittelpunkt der 36. Gran Canaria Gloria Windsurf World Cup. Über 150 Windsurfer aus der ganzen Welt  nehmen teil, einschließlich der neuen PWA Slalom X-Weltmeisterschaft. Diese Meisterschaft kombiniert Sprünge und Slalomrennen, um den vielseitigsten Fahrer zu ermitteln. Zu den Teilnehmern gehören prominente Windsurfer wie Morgan Noireaux und Sarah Hauser. Neben den Wettkämpfen gibt es Konzerte, Windsurf-Demonstrationen und viele weitere Aktivitäten.

Mehr Kokain am Steuer – Der Kokainkonsum in Spanien hat stark zugenommen. Das zeigt eine Studie des ‚European Monitoring Center for Drugs and Drugs Addiction‘. Spanien ist nach dem Vereinigten Königreich das Land mit dem höchsten Kokainkonsum in Europa. Im letzten Jahr hatten 13% der bei Verkehrsunfällen verstorbenen Fahrer positive Ergebnisse auf Kokain, insgesamt ist bei der Hälfte der verstorbenen Fahrer Drogenkonsum festgestellt worden. Die typischen Konsumenten sind Männer im Alter von 35 bis 54 Jahren, die oft nachts, im Sommer und an Wochenenden mit Autos oder Motorrädern unterwegs waren. Die Studie zeigt auch: 52% der von der Guardia Civil durchgeführten Drogentests im letzten Jahr 2023 waren positiv, Kokain ist in 19% der Fälle nachgewiesen worden.

Falsche Ärztin zu 30 Jahren Haft verurteilt – Gloria E. hat 37 Frauen auf Gran Canaria Silikon statt Hyaluronsäure gespritzt. Jetzt ist die falsche Ärztin wegen unbefugter Berufsausübung und 20-facher Körperverletzung zu 200.000 Euro Geldtrafe und 30 Jahre Haft verurteilt worden. Gloria E. hatte sich in der Zeit zwischen 2016 und 2019 als Ärztin ausgegeben und Frauen Silikon in die Lippen gespritzt.

Lanzarote beantragt Zona Touristica Saturada – Die Inselregierung von Lanzarote beantragt als erste der acht Inseln „Zona Touristica Saturada“ – übersetzt heißt das so viel wie „gesättigte Zone“ und hat für Investoren weitreichende Folgen. Zwar können bereits genehmigte Projekte wie das sich im Bau befindende Hotel in Playa Blanca mit 1.400 Betten noch fertiggestellt werden, zukünftige Hotel oder Appartementanlagen haben dagegen keine Chance mehr auf Realisierung. War die Genehmigung bisher unter der Verantwortung einzelner Gemeinden wandert mit der Gültigkeit der „Zona Touristica Saturada“ diese Entscheidung an die Inselregierung. Lanzarote gilt seit dem enormen politischen Einfluss des Künstlers Cesar Manrique in den 70ern und 80ern als die Insel der Kanaren, die im Tourismus am stärksten auf Nachhaltigkeit setzt.

18.06.2024

140.00 Fahrzeuge auf Lanzarote – Auf Lanzarote sind aktuell 142.123 Kraftfahrzeuge gemeldet. Also kommt auf fast jeden Bürger, egal wie alt, ein Kraftfahrzeug. 2019 lag die Bevölkerungszahl auf Lanzarote bei 160.000. Die aktualisierte Zahl der Kraftfahrzeuge entspricht auf Lanzarote einem neuen Rekord. Alleine in Arrecife sind 50.000 Fahrzeuge gemeldet. In den Gemeinden San Bartolome, Teguise und Tias zwischen 20.000 und 23.000.

Universität Las Palmas schlecht bewertet – Die spanische Stiftung für Wissen und Entwicklung bewertet jedes Jahr spanische Universitäten. Las Palmas schneidet in diesem Jahr dabei noch schlechter ab als 2023. In 36 Kriterien erhält die Universität auf Gran Canaria 20 rote Punkte. Topwerte dagegen gibt es für die Studiengänge Betriebswirtschaft, Geologie, Lehramt und Journalismus. Die besten Unis finden Anwärter auf einen Studiengang in diesem Jahr in den Autonomien Cataluña, Navarra und País Vasco.

1.400 Einsatzkräfte für Waldbrandsaison – Die kanarische Autonomie verfügt in diesem Sommer über 1.400 Einsatzkräfte, 160 Einsatzfahrzeuge und 18 Löschhubschrauber und Löschflugzeuge im Kampf gegen mögliche Waldbrände. In diesem Sommer kommen noch mehr Drohnen zum Einsatz um präventiv und gezielt die Löscheinsätze zu koordinieren. Spätestens Ende Juni ist mit einer entsprechenden Vorwarnstufe zu rechnen. Dann sind Grillplätze in Waldgebieten geschlossen und offene Feuer untersagt. 

Armut steigt weiter – Mit einem neuen Bericht zeigt die Caritas auf den Kanarischen Inseln einen weiteren Anstieg der Armut auf. Die aktuelle Situation ist so brisant, dass die Organisation nicht mehr alles Menschen betreuen kann. Die finanzielle Lücke beträgt laut dem Bericht 1,2 Millionen Euro. Die Zahl der obdachlosen Menschen ist auf den Kanarischen Inseln von 1.440 2019 auf rund 2.500 in diesem Jahr angestiegen. Die Inflation hat dazu beigetragen, dass selbst Personen mit einer festen Arbeit unterhalb der Armutsgrenze gerutscht sind – am stärksten betroffen davon sind alleinerziehende Frauen mit Kindern.

Strom aus Timanfaya National Park – Strom durch natürliche Ressourcen erzeugen, ohne dem Planeten zu schaden, ohne Verschleißteile und dazu dauerhaft wartungsfrei – hört sich traumhaft an? Diesen Traum haben Studenten der Universität von Pamplona auf Lanzarote im Timanfaya Nationalpark Wirklichkeit werden lassen. Wer jetzt an ein großes Energiekraftwerk denkt, wird enttäuscht sein. Die Anlage ist wegen fehlender beweglicher Teile nur etwa zwei Meter lang und wird im Boden versenkt – Wasser in dafür installierten Röhren wird durch die Erdwärme erhitzt und transportiert die Wärme zu den thermoelektrischen Modulen am Ende der Anlage aus der dann Strom erzeugt wird. 426 Grad messen die Studenten im Timanfaya Nationalpark in zwei Metern Tiefe. Mit diesem kleinen Prototyp erzeugt die Forschungsgruppe aus Pamplona ausreichend Strom für einen vierköpfigen Haushalt – das entspricht fünfmal mehr Energie als mit einer vergleichbaren Photovoltaik Anlage.

17.06.2024

Haisichtung auf Gran Canaria – Drei Strände auf Gran Canaria sind gestern aufgrund von Hai-Sichtungen für Badegäste gesperrt worden. Bereits am Mittag die Strände Melenara und Salinetas in Telde als Vorsichtsmaßnahmen geschlossen worden. Am Nachmittag, kurz nach 15 Uhr, wurde auch der Strand von San Agustín in San Bartolomé de Tirajana gesperrt. José Carlos Áñamo, der Rettungsbeauftragte des südlichen Gemeindebezirks, berichtet, dass ein Anwohner den Hai vom Balkon seines Appartements in San Agustín aus gesehen hat. Danach hatten auch Mitarbeiter des Roten Kreuzes  die Sichtung bestätigt. Präventiv hat die Gemeinde beschlossen, das Baden in dieser Bucht zu verbieten. Es ist unklar, ob der in San Agustín gesichtete Hai derselbe ist, der bereits die Badegäste an den beiden Stränden in Telde alarmiert hat und seit Samstagnachmittag die Küste dieses Bezirks unsicher macht. Die örtliche Drohneneinheit der Polizei von Telde konnte jedoch bestätigen, dass am Nachmittag ein zweiter Hai, diesmal ein Hammerhai, am Strand von Melenara gesichtet wurde.

Besucherrekord in Las Palmas – Die Hotel- und Appartmentvereinigung von Las Palmas auf Gran Canaria, Ahelpa, rechnet diesen Sommer mit einem Rekord in der Inselhauptstadt. Der Präsident der Vereinigung, Juan Francisco de Vega, berichtet von einem 30-prozentigen Anstieg der Übernachtungsreservierungen im Vergleich zum Vorjahr. Ein Faktor, der die Besucherzahlen negativ beeinflusst, sind die hohen Flugkosten von der spanischen Halbinsel zu den Kanarischen Inseln. Dennoch verzeichnet die Stadt Las Palmas in den letzten drei Jahren einen deutlichen Anstieg des Städtetourismus, insbesondere durch die Ausrichtung von Kongressen.

American Star verfilmt – Das berühmteste Schiffswrack von Fuerteventura, das des Transatlantikliners American Star, das am 8. Januar 1994 bei Sonnenaufgang am Strand von Garcey auflief, wird in einem Film zu sehen sein. Die Premiere findet am 20. Juni um 20:00 Uhr im Yelmo Cineplex in El Castillo auf Fuerteventura statt. Der Film wird in Originalversion mit spanischen Untertiteln gezeigt. Ian McShane, bekannt aus „Deadwood“ und „John Wick“, spielt die Hauptrolle in „American Star“. Der Film erzählt die Geschichte eines Profikillers auf seiner letzten Mission. Neben der Vorführung am 20. Juni, gefolgt von einem Pressetermin mit dem Regisseur Gonzalo López-Gallego, gibt es eine weitere Aufführung am 27. Juni zur gleichen Zeit. Die Eintrittskarten für beide Veranstaltungen sind kostenlos und ab über die Plattform ecoentradas.com erhältlich. Der Spielfilm ist an verschiedenen Orten wie Corralejo, Playa del Garcey und Lajares gedreht worden. Seit dem Schiffsunglück im Januar 1994 in Garcey hat das ehemalige Passagierschiff erst den Naturgewalten der Nordsee, dann Plünderern und Neugierigen getrotzt, inspirierte eine internationale Fotoausstellung und ein Lied, wurde zur Dekoration eines Cafés und vor allem zum Stoff zahlreicher Artikel und Webseiten über Schiffswracks.

E-Auto ausgebrannt – Am Samstagabend ist ein E-Auto in Playa Blanca in Brand geraten. Der Vorfall hat sich auf der Calle Maciot, in der Nähe des Hotels Lanzarote Princess ereignet. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte die Notabschaltung des Fahrzeugs aktivieren und den Brand löschen. Jetzt laufen die Ermittlungen um die Brandursache zu finden. Bisher ist nicht bekannt um welches Fabrikat oder Modell es sich bei dem E-Auto handelt.

Mülltrennung bereits am Strand – Fuerteventura hat geschafft was an vielen anderen kanarischen Stränden weiterhin fehlt: Mülltrennung! Für 40.000 Euro hat das Cabildo an den Stränden von Morro Jable, El Saladar und Costa Calma in Pájara; Gran Tarajal, Las Playitas, Giniginámar und Tarajalejo in Tuineje; La Guirra und Pozo Negro in Antigua; La Galera, Grandes Playas und El Cotillo in La Oliva; sowie Playa Blanca in Puerto del Rosario sogenannte Müllinseln errichtet. Insgesamt 41 dieses Sammelpunkte gibt es an den Küsten Fuerteventuras in denen Besucher grüne, gelbe und blaue Behälter vorfinden um ihren Müll zu trennen.

14.06.2024

Balkan Kartell zerschlagen – Die Guardia Civil hat in einer internationalen Operation das Balkan-Kartell in Afrika zerschlagen, das für die Hälfte des Kokains verantwortlich ist, das aus Südamerika nach Europa gelangt. Innnerhalb der „Operation Adriatica“ sind in vier Jahren 40 Personen festgenommen worden, darunter 13 in Spanien, und acht Tonnen Kokain sichergestellt worden. Auch 12,5 Millionen Euro und Waffen wurden beschlagnahmt. Das Kartell hatte die Kanarischen Inseln als logisitsches Zentrum für den Kokainschmuggel benutzt. Als Tor zu Europa sind die Drogen aus Afrika oder Südamerika auf den Archipel transportiert und von hier weiterverteilt worden. Laut dem Polizeibericht soll dass das Kartell mit der Razzia vollständig lahmgelegt worden sein. Die Ermittlungen begannen 2020 und umfassten intensive internationale Zusammenarbeit.

Frau befreit – Die Lokalpolizei von La Laguna auf Teneriffa hat eine Frau befreit, die laut eigener Aussage einen Monat lang von einem Mann festgehalten wurde. Eine Nachbarin hatte die Polizei alarmiert, nachdem sie Hilferufe auf Zetteln erhalten hatte. Die Polizeiaktion fand am Dienstag in einem Haus in Tejina statt, wie die Lokalpolizei auf ihren sozialen Medien berichtet. Laut der Frau wurde sie während dieser Zeit auch misshandelt. Das Opfer hat angegeben, dass ihr bei ihrer Ankunft vor vier Wochen ihr Pass abgenommen worden ist und sie seitdem in ihr Zimmer eingeschlossen war. Der mutmaßliche Täter ist bei der Aktion festgenommen worden.

Administrative Gewalt gegen Migranten – Drei Bürgerinitiativen aus den spanischen Regionen Kanarische Inseln, Ceuta und Melilla prangern Missstände im Umgang mit Migranten an. In einem gestern veröffentlichten Bericht unter dem Titel ‚Burorrepresión en la frontera sur de Europa‘ kritisieren No Name Kitchen aus Ceuta, Solidarity Wheels aus Melilla und El Taller aus Gran Canaria die systematische Verletzung der Migrantenrechte durch bürokratische Hürden. Der Bericht, der auf zahlreichen Zeugenaussagen von Migranten aus den letzten drei Jahren basiert, beschreibt verschiedene Praktiken, die als „administrative Gewalt“ gegen Ausländer bezeichnet werden. Zu den angeprangerten Missständen zählen die mangelnde Information über Rechte und Asylverfahren sowie die Erschwerung der Registrierung in den Städten, was den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen erheblich behindert. Besondere Sorge bereitet den Organisationen die Situation minderjähriger Migranten, die oft ohne ausreichende Dokumentation volljährig werden und dadurch in die Illegalität und auf die Straße gedrängt werden. Während in Ceuta und Melilla Fortschritte bei der Erteilung von Aufenthaltserlaubnissen für junge Migranten verzeichnet wurden, verschärft sich dieses Problem auf Gran Canaria zunehmend. Die Bürgerinitiativen mahnen, dass die derzeitigen Praktiken gegen nationale, europäische und internationale Normen zum Schutz von Migranten und insbesondere von Kindern verstoßen.

Schwarzer statt blauer Flagge – Die Umweltschutz-Gruppe „Ecologistas en Acción“ hat auch in diesem Jahr die „Schwarze Flagge“ an besonders umweltschädliche Bereiche in Spanien verliehen. Insgesamt wurden 48 „Schwarze Flaggen“ vergeben, unter anderem für Städtebauprojekte, die Küsten gefährden, und für die Einleitung von Abwasser ins Meer. Auf den Kanarischen Inseln wurden mehrere umweltschädliche Stellen identifiziert. Darunter zwei Hotels auf Fuerteventura, zwei auf Teneriffa und eine Appartementanlage auf El Hierro. Auch Regionen wie Murcia, Galicien und die Valencianische Gemeinschaft erhielten Auszeichnungen für problematische Bereiche. Beispiele sind die Bucht von Portmán und das Mar Menor in Murcia sowie die Stadtverwaltung von Cangas in Galicien. Besonders hervorgehoben wurden die drei Schornsteine von Sant Adrià del Besós in Barcelona und verschiedene Strände auf den Balearen wie Talamanca und Cala Xarraca. In Asturien und Andalusien wurden ebenfalls mehrere Orte wegen Verschmutzung und schlechter Verwaltung kritisiert, insbesondere durch Plastikmüll. Die Umweltschützer betonen die Dringlichkeit einer reduzierten Kunststoffproduktion und einer verbesserten Gesetzgebung, um zukünftige Umweltkatastrophen zu verhindern und die Küsten Spaniens zu bewahren.

Walbrandgefahr – Für alle Inseln gilt besondere Vorsicht mit offenem Feuer, das Wegwerfen von brennenden Zigaretten ist untersagt. Die öffentlichen Grillplätze sind zwar weiterhin geöffnet. Diese sollen erst im kommenden Monat wg der erhöhten Waldbrandgefahr geschlossen werden. Bisher hat die Regionalregierung noch keine Warnstufe ausgegeben. Wie schnell sich Brände ausbreiten können hat sich gestern wieder bei einem Brand in Telde auf Gran Canaria gezeigt, als in einem Wohnhaus ein Feuer ausgebrochen ist. Nachdem die Flammen auch den angrenzenden Hang erreicht haben, musste ein Löschhelikopter zum Einsatzort gerufen werden, weil der Flächenbrand sich in schwer zugänglichem Gelände ausgebreitet hatte.

13.06.2024

Gemeineden gegen neues Gesetz zur Urlaubsvermietung – Nach Airbnb kritisieren auch mehrere kanarische Gemeinden das neue geplante Gesetz zur Neuregelung von Ferienwohnungen. Darunter auch die Mogan auf Gran Canaria. Die Regionalregierung plant, nur 10% des vorhandenen Wohnraums für die Urlaubsvermietung freizugeben. Kritiker bezweifeln, ob dieser Vorstoß überhaupt legal ist. Die spanische Verfassung und auch das Autonomigesetz legt die Verantwortung für Grund und Boden in den Gestaltungsfreiraum der Gemeinden. Das neue Gesetz der Regionalregierung soll das Problem der Wohnungsnot lösen. Dem gegenüber eine andere Zahl: laut Statistiken des Nationalen Instituts für Statistik (INE) gibt es auf den Kanarischen Inseln 200.000 leerstehende Wohnungen, nicht weder vermietet noch für Urlaubsvermietung zur Verfügung stehen.

Starkes Wirtschaftswachstum – Die Kanarischen Inseln gehören in diesem Jahr im Vergleich der spanischen Autonomien zu den Regionen mit dem stärksten Wirtschaftswachstum, zusammen mit Madrid und den Balearen. Regionen wie das Baskenland oder Katalonien, in der Vergangenheit immer die wirtschaftsstärksten Autonomien in Spanien, schwächeln in diesem Jahr. Grund für das starke Wachstum auf den Kanaren und den Balearen ist in erster Linie der Tourismussektor, der eine noch nie dagewesene Nachfrage aus ganz Europa aufweist. Auf den Kanarischen Inseln ist das Brutto Inlandsprodukt seit Jahresbeginn um 5,9% bzw. um 5,7% gestiegen. Doppelt so stark wie der nationale Durchschnitt.

Die Sommerflugsaison 2024 am Flughafen Lanzarote César Manrique wird mit einem neuen Rekord in die Geschichte eingehen: 652 reguläre Flüge pro Woche und einer erweiterten Reichweite im Vergleich zum Vorjahr. Mindestens 253 interinsulare Verbindungen und 101 Flüge aufs Festland pro Woche. Außerdem über 92.500 Plätze pro Woche für Direktflüge zu 16 europäischen Ländern. 185 Flüge pro Woche nach Groß Britannien, 40 direkte Verbindungen pro Woche nach Irland. Noch nie hat es in einer Sommersaison so viele Flugverbindungen auf dem Cesar Manrique Flughafen gegeben.

Arbeitskräftemangel – Der Gastgewerbesektor auf den Kanarischen Inseln steht – wie viele andere auf den Inseln – ständig vor einem ernsten Problem: dem Mangel an qualifiziertem Personal für die ausgeschriebenen Stellen. In einem Arbeitsmarkt mit Vollbeschäftigung – einer Arbeitslosenquote von 8% – ist es verständlich, dass keine Arbeitskräfte verfügbar sind. Aber bei einer Arbeitslosenquote von 16,1%, wie es auf den Kanarischen Inseln der Fall ist, und insgesamt 196.400 Personen auf den Arbeitslosenlisten, ist es schwer nachvollziehbar, warum Personal fehlt. In der Gastronomie liegt die Zahl der Arbeitslosen laut Obecan bei 24.880 Personen. Die Diskrepanz zwischen der Nachfrage nach Arbeitskräften in der Gastronomie und dem Arbeitskräfteangebot ist noch schwerer nachzuvollziehen, denn das gesuchte Profil ist in den meisten Fällen nicht mit einer übermäßig hohen Qualifikation verbunden. Hinter diesem „Vakuum“ gibt es mehrere Gründe. Einerseits fehlt es an Wohnraum und Unterkünften, andererseits ist der Schichtdienst, innerhalb diesem auch an Wochenenden und nachts gearbeitet wird für viele Arbeitnehmer mit Kindern nicht umsetzbar. Ein weiteres Problem ist die schlechte öffentliche Verkehrsanbindung in einigen Gebieten, mit wenigen Bussen und Fahrplänen zu den touristischen Gebieten.

Liegestühle per APP reservieren – Seinen Liegestuhl per App reservieren. Das bietet ab sofort das Unternehmen Mogán Gestión Muncipal S.L in der Gemeinde Mogán auf Gran Canaria an. Mogán Gestión Muncipal S.L ist bisher als Dienstleister für Steuereintreibung, Strand- und Parkplatzverwaltung bekannt. An den Stränden Las Marañuelas, Costa Alegre, El Perchel, Aquamarina, Patalavaca, Puerto Rico, Taurito und Playa de Mogán werden in Zukunft Liegestühle per QR-Code vermietet. Die Reservierung erfolgt bequem von zu Hause aus, mit einem Lageplan kann jeder Handynutzer sich seinen Sonnenschirm und Strandliege reservieren.

12.06.2024

Steigende Mieten – In Spanien sind die Mieten weiter angestiegen, aber nicht überall. Es gibt Regionen wie Murcia, Baskenland oder Navarra in denen die Mieten im Durchschnitt auch um rund 10% günstiger geworden sind. Davon sind die Kanarischen Inseln sehr weit entfernt. Rund 30% mehr kostet der m² der Mietwohnungen im Durchschnitt, im Vergleich zu gleichen Vorjahreszeitraum. Das entspricht im Vergleich der Autonomien dem stärksten Anstieg. Besonders betroffen sind nicht nur zentrale Stadtteile, sondern auch Randbezirke und nahegelegene Gemeinden. Die Balearen bleiben mit 17,55 Euro pro Quadratmeter die teuerste Region, während La Rioja mit 4,46 Euro die günstigste ist.

2,7 Tonnen Kokain – In einer gemeinsamen Operation haben die spanische Nationalpolizei, die DEA und die französischen Zollbehörden DNRED einen Fischerkutter südlich der Kanarischen Inseln abgefangen. Das Schiff hat 2,7 Tonnen Kokain transportiert. Zehn Besatzungsmitglieder, zugehörig zu einem venezolanischen Drogenkartell, sitzen in Untersuchungshaft. Die Operation mit dem Codenamen „Atunero“ hat zu Jahresbeginn begonnen, als die spanische Polizei zusammen mit der DEA eine kriminelle Organisation in Venezuela untersucht hat, die große Mengen Kokain mit Fischerbooten nach Europa transportiert haben soll. Im März ist ein Boot von Südamerika bis kurz vor die Kanarischen Inseln verfolgt worden. Mit Schnellbooten wollten die Schmuggler die Drogen 250 Seemeilen vor Teneriffa aufnehmen und verteilen. Wegen logistischer Probleme musste der Kutter umkehren. Mit Hilfe der französischen Drogenfahnder konnte der Fischkutter abgefangen und durchsucht werden.

Brennendes Fahrzeug am Campus – Auf dem Universitätsgelände Tafira in Las Palmas auf Gran Canaria ist gestern ein Fahrzeug in Brand geraten. Es war direkt am Gebäude für Informationstechnik geparkt. Die Rauchsäule war mehrere Kilometer weit zu sehen. Die Behörden haben bereits Entwarnung gegeben – ein Anschlag wird ausgeschlossen. Die Polizei hat die betroffene Straße über mehrere Stunden gesperrt. Der Brand war gestern gegen Mittag gelöscht.

Famara als bester Strand nominiert – Lanzarote hat erneut die Chance, den Titel des besten Strandes in Spanien zu gewinnen. Nach der Auszeichnung von Papagayo im Jahr 2019 steht nun die Playa de Famara im Fokus. Die Leser der renommierten Zeitschrift Condé Nast Traveler können jährlich ihre Favoriten wählen, und Famara ist als Kandidat für die Kanarischen Inseln ausgewählt. Bekannt für seine hervorragenden Surfbedingungen für Anfänger und Fortgeschrittene und beeindruckenden Sonnenuntergänge, gilt der sechs Kilometer lange Playa de Famara als perfekter Ort für Wassersportarten. Neben Famara treten weitere Strände wie Valdevaqueros in Cádiz und Cala Saona auf Formentera an. Die Abstimmung läuft bis zum 23. Juni.

Korruption auf den Inseln Top! – Viele haben es geahnt, einige bereits erlebt: Ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Instituts für angewandte Regional- und Wirtschaftsforschung der Universität Barcelona zeigt, dass die Kanarischen Inseln die Region in Spanien mit den meisten Korruptionsfällen ist. Mehr als zwei Drittel der Kommunen waren oder sind in Korruptionsfälle verwickelt. Das entspricht 61 von 88 Gemeinden. Darauf folgen die Region Murcia mit 68,9 % und die Balearen mit 52,2 %. In den letzten 20 Jahren wurden in Spanien insgesamt 3.743 Korruptionsfälle von der Presse aufgedeckt, von denen 85,2 % auf kommunaler Ebene stattgefunden haben. Diese Fälle betreffen hauptsächlich Bürgermeister und Stadträte und sind oft mit Stadtplanung, Veruntreuung öffentlicher Gelder und manipulierten Ausschreibungen verbunden.

04.07.2024

03.07.2024