Mix Radio Gran Canaria
5. September 2026

05.09.2026

AEMET warnt vor Hitze, Stürmen und Dunst auf den Kanaren

Die Kanarischen Inseln erwarten ein turbulentes Wochenende: Die Wetterbehörde AEMET hat gelbe Warnungen vor Hitze mit bis 35 °C in Tejeda und Südwesten Gran Canarias, starken Windböen und Gewittern herausgegeben. Zudem hält sich Dunst hartnäckig.

Am Samstag und Sonntag herrsche schwüle Nächte mit Temperaturen über 25 °C. Zudem kann es auch lokal zu vereinzelten Gewittern kommen.

Waldbrand- und Hitzewarnung für Gran Canaria und Teneriffa 

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat für Gran Canaria und Teneriffa ab Samstag, 5. September, 10:00 Uhr, eine Waldbrandwarnung ausgerufen. Gleichzeitig gilt eine Vorwarnung für die anderen westlichen Inseln.

Zusätzlich herrsche geringe Luftfeuchtigkeit und starke Passatwinde mit Böen, die die Brandgefahr erhöhen. Blitzeinschläge durch mögliche Gewitter könnten bis Samstagvormittag Waldgebiete gefährden. Die Generaldirektion für Katastrophenschutz rät, Reisen und Pilgerfahrten (z. B. El Pino-Fest) in den kühlsten Stunden zu planen, ausreichend zu trinken und Risikopersonen zu schützen.

Agaete von zehn Erdbeben innerhalb weniger Stunden erschüttert

In Agaete registrierte das Nationale Geographische Institut (IGN) von Donnerstagmittag bis Freitagfrüh eine Erdbebenserie mit zehn Beben. Die beiden stärksten mit einer Magnitude von 2,1 und 1,9 waren im Stadtzentrum und im Agaete-Tal schwach spürbar. Alle Beben lagen in Tiefen zwischen 1 und 10 Kilometern.

Die seismische Aktivität ist in der Region häufig: In den letzten drei Monaten gab es rund 20 Beben. Das stärkste 2025 mit einer Magnitude 2,9 war im Nordosten Gran Canarias mäßig spürbar. Die aktuelle Serie gilt als normale tektonische Aktivität und sei keine Anzeichen für eine Magmabewegung.

Kanaren kritisieren Sánchez Pläne für Ceuta als „politischen Trick“

Der Sprecher der kanarischen Regierung, Alfonso Cabello, wirft Premierminister Pedro Sánchez vor, mit der Forderung, Ceuta zur äußersten Region zu erklären, nur „politische Effekte“ zu erzielen. Die EU-Entscheidung liege nicht in spanischer Hand, und die Einstufung löse keine akuten Probleme wie geschlossene Geschäfte oder Obdachlosigkeit in Ceuta. Statt „Improvisation“ brauche es konkrete Antworten auf die Migrationskrise, die seit über einem Monat anhalte.

Telde gibt über 100.000 € für Ersatz von vandalismusgeschädigten Containern aus

Der Stadtrat von Telde stellt mehr als 100.000 € bereit, um durch Vandalismus zerstörte Container zu ersetzen. Allein in diesem Jahr wurden bereits 64 Behälter in verschiedenen Stadtteilen beschädigt, der jüngste Fall ereignete sich am 30. August. 

Leitungswasser auf den Kanaren: „Chlor-Geschmack bedeutet nicht schlechte Qualität“

Ana Rodríguez, Apothekerin und Wasserqualitäts-Expertin, räumt mit Mythen über Leitungswasser auf den Kanaren auf: „Nur weil es nach Chlor schmeckt, ist es nicht schlecht.“ Chlor diene der Desinfektion und sei in kontrollierter Konzentration unbedenklich. Die Wasserqualität habe sich durch Investitionen in Entsalzung, Versickerung und Brunnen deutlich verbessert. „Leitungswasser ist heute einwandfrei trinkbar – und tausendmal besser als Flaschenwasser“, betont Rodríguez.