Mix Radio Gran Canaria
11. Juni 2026

11.06.2026

Badeunfall am Playa de Maspalomas

An der Playa de Maspalomas ist am Mittwochnachmittag eine etwa 50-jährige Frau nach einem schweren Badeunfall in kritischem Zustand per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden.

Rettungsschwimmer des Roten Kreuzes konnten die Frau zunächst reanimieren. Anschließend übernahm der Rettungsdienst die weitere Versorgung und stabilisierte die Patientin. Sie wurde danach mit einem Rettungshubschrauber in das Universitätskrankenhaus Insular auf Gran Canaria gebracht.

Straßensanierung in Moya geplant

Die Gemeinde Moya plant die Sanierung von neun Straßen im Gemeindegebiet. Für das Projekt stehen rund 300.000 Euro zur Verfügung, finanziert vom Cabildo von Gran Canaria. Neben neuen Asphaltdecken werden teilweise auch Abwasserleitungen erneuert sowie Fahrbahnmarkierungen und Fußgängerüberwege verbessert. Die Arbeiten sollen innerhalb von fünf Monaten abgeschlossen werden.

Zusätzlich sind im Ortsteil El Frontón weitere Straßenbauarbeiten geplant. Dort soll die Camino La Cañada für rund 66.000 Euro saniert werden. Unternehmen können ihre Angebote für beide Projekte noch bis zum 16. Juni einreichen.

Kosten der Papst Reise

Die Reise von Papst Leo XIV. nach Spanien kostet laut katholischer Kirche rund 25 Millionen Euro. Knapp die Hälfte davon finanzieren private Unternehmen, die dafür steuerliche Vergünstigungen erhalten. 48 Firmen und Stiftungen tragen rund zwölf Millionen Euro bei. Je nach Höhe ihrer Spende erhalten Förderer exklusive Vorteile, etwa Treffen mit dem Papst oder bevorzugte Plätze bei Veranstaltungen.

Auf den Kanaren unterstützen mehr als 40 Unternehmen den Papstbesuch auf Gran Canaria. Die größten Geldgeber sind jedoch die öffentlichen Institutionen: Die kanarische Regierung stellt zwei Millionen Euro bereit, die Inselregierungen von Gran Canaria und Teneriffa jeweils 500.000 Euro. Hinzu kommen Spenden aus der Bevölkerung sowie Sachleistungen wie Fahrzeuge, Hotelrabatte und Verpflegung.

Unzufriedenheit der Bewohner in Las Palmas

Im Stadtteil El Salto del Negro in Las Palmas de Gran Canaria wächst die Unzufriedenheit der Anwohner. Sie berichten über Schlamm und starken Schmutz entlang der Hauptzufahrtsstraße – vom Bereich Hoya de la Plata bis hinauf zur Deponie im Viertel. In einigen Abschnitten komme es zudem zu unangenehmen Gerüchen. Die Bewohner kritisieren, dass trotz wiederholter Beschwerden bislang keine Maßnahmen ergriffen wurden. Bereits zuvor hatten sie über frei laufende Hähne und Hühner sowie Ratten im Viertel geklagt.

Nun verschärfe sich die Situation durch verschmutzte Straßen und beschädigte Gehwege. Steinschläge und Geröll behinderten teilweise sogar den Fußverkehr. Viele Anwohner sprechen von einem anhaltenden Zustand der Vernachlässigung und fordern eine schnelle Reinigung und Instandsetzung des Viertels.

Einführung von Pfand in Spanien

In Spanien soll ab Mitte August ein neues Pfandsystem nach dem Modell des sogenannten SDDR eingeführt werden, ähnlich wie bereits in Ländern wie Portugal oder Dänemark. Geplant ist ein Pfand von etwa zehn Cent auf Getränkeverpackungen wie Dosen und Plastikflaschen. Beim Kauf wird dieser Betrag zusätzlich bezahlt und bei der Rückgabe der leeren Verpackung erstattet.

Ziel des Systems ist es, die Recyclingquote deutlich zu erhöhen und das Prinzip „Flasche zu Flasche“ zu fördern. Bis 2029 sollen laut Vorgaben bis zu 90 Prozent der Verpackungen zurückgeführt werden. Parallel dazu sieht die EU strengere Regeln für Einwegprodukte vor, unter anderem für bestimmte Portionsverpackungen in der Gastronomie, die langfristig ersetzt werden sollen.