Heiße Tropennacht auf Gran Canaria
Gran Canaria hat die heißeste Nacht Spaniens erlebt: In Agüimes wurden um Mitternacht noch 35,8 Grad gemessen – der höchste Wert des Landes. Auch in Tasarte wurden nachts noch 34,4 Grad registriert. In Fuerteventura zeigte das Thermometer in Pájara 34,8 Grad.
Für Gran Canaria gilt seit Montagvormittag die höchste Hitzewarnstufe (Rot). In den Gipfellagen sowie im Osten, Süden und Westen der Insel werden Temperaturen von über 40 Grad erwartet. Gleichzeitig besteht erhöhte Waldbrandgefahr. Auf den übrigen Kanaren gelten ebenfalls Hitzewarnungen, wenn auch auf niedrigerem Niveau.
GC-3 Richtung Norden für 15 Tage gesperrt
Autofahrer auf Gran Canaria müssen sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen: Die Stadtautobahn GC-3 ist seit Sonntag zwischen Barranco Seco und La Paterna in Fahrtrichtung Norden vollständig gesperrt. Grund sind Sanierungsarbeiten am Guiniguada-Viadukt. Die Sperrung soll rund 15 Tage dauern.
Der Verkehr wird über die GC-31 und die Avenida Marítima zum Julio-Luengo-Tunnel umgeleitet. Ab Mitte August wird die Nordfahrbahn wieder geöffnet, anschließend folgt für weitere zwei Wochen die Sperrung der Gegenrichtung. Die Behörden rechnen während der Bauarbeiten mit erheblichen Staus und empfehlen Autofahrern, mehr Zeit einzuplanen und möglichst die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen.
Bundesheer patrouilliert ab Montag auf Gran Canaria
Ab Montag verstärkt das spanische Heer seine Präsenz auf Gran Canaria. Soldaten des Infanterieregiments „Canarias“ Nr. 50 werden sowohl zu Fuß als auch mit Fahrzeugen auf der Insel unterwegs sein. Ziel ist es, die Überwachung zu verstärken, abschreckend zu wirken und die Sicherheit in den unter spanischer Hoheit stehenden Gebieten zu gewährleisten.
Die Patrouillen sind Teil der sogenannten ständigen Operationen der spanischen Streitkräfte und finden bereits in Friedenszeiten statt. Nach Angaben des Militärs dienen sie neben der Überwachung auch dazu, das Gelände besser kennenzulernen und die Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften, den Behörden und der Bevölkerung zu stärken.
Neue Entwicklungen im Fall Valka
Im Korruptionsverfahren „Fall Valka“ hat ein Bericht der spanischen Guardia Civil schwere Unregelmäßigkeiten bei der Wasserversorgung der Stadt Las Palmas de Gran Canaria aufgedeckt. Demnach soll zwischen 2015 und 2020 deutlich mehr Wasser abgerechnet worden sein, als tatsächlich geliefert wurde. Der mutmaßliche Schaden für die Stadtkasse wird auf rund 1,1 Millionen Euro geschätzt.
Die Ermittler sehen Anhaltspunkte dafür, dass mehrere Beteiligte – darunter ein Unternehmer, der ehemalige Leiter der städtischen Abteilung für Parks und Gärten sowie eine frühere Stadträtin – strafrechtlich verantwortlich sein könnten. Aufgrund der Schwere der Vorwürfe wurde das Verfahren inzwischen zu einem umfangreichen Strafverfahren ausgeweitet.
Tödliche Wasserunfälle nehmen auf den Kanaren zu
Auf den Kanarischen Inseln sind zwischen Januar und Juli 39 Menschen ertrunken – das sind rund 30 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt verzeichnete die Organisation „Canarias, 1500 Km de Costa“ 129 Wasserunfälle, darunter 39 Todesfälle sowie zahlreiche Schwerverletzte und Rettungseinsätze.
Besonders alarmierend: Mehr als die Hälfte der Todesopfer ging trotz aktiver Warnungen vor gefährlichen Meeresbedingungen ins Wasser. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich an Stränden, wobei Teneriffa mit 15 Todesfällen die Statistik anführt. Die Organisation appelliert eindringlich an Einheimische und Urlauber, Warnflaggen und Sicherheitshinweise ernst zu nehmen. Bei starkem Wellengang oder gefährlichen Strömungen sollte auf das Baden unbedingt verzichtet werden.
