Mix Radio Gran Canaria
1. Oktober 2026

01.10.2026

Hitze bleibt Problem in kanarischen Schulen

Bildungsminister Poli Suárez räumt ein, dass die Anpassung der Schulen an steigende Temperaturen noch nicht abgeschlossen ist. Nach zwei Hitzewellen im September mussten auf Fuerteventura und in neun Gemeinden Gran Canarias zeitweise Präsenzunterricht ausfallen. Familien fordern weiterhin bessere Bedingungen und haben unter anderem am IES El Doctoral in Santa Lucía de Tirajana protestiert.

Die Regierung verweist auf Fortschritte der vergangenen drei Jahre. Mit zusätzlichen Mitteln sollen weitere Bildungszentren verbessert werden. Suárez betont allerdings, dass noch nicht alle Schulen erreicht wurden.

Landwirtschaftliches Abbrennen auf Gran Canaria wieder erlaubt

Mit dem Ende der Hochrisikoperiode für Waldbrände beginnt am 1. Oktober die Saison mit mittlerem Risiko. Damit dürfen landwirtschaftliche Flächen wieder kontrolliert abgebrannt werden, um Schnittreste und Stoppeln zu beseitigen.

Die Behörden erinnern weiterhin an strenge Sicherheitsvorkehrungen. Auch kontrollierte Brände durch Fachpersonal des Cabildo können wieder aufgenommen werden.

Unfall auf der GC-2 sorgt für massive Verkehrsbehinderungen

Auf der GC-2 in Las Palmas de Gran Canaria sorgt ein Unfall am frühen Donnerstagmorgen für massive Verkehrsbehinderungen. Ein Auto kam am Kreisverkehr Las Américas von der Straße ab, wobei ein Teil des Fahrzeugs über der Fahrbahn hing und auf die GC-2 zu stürzen drohte. Die Straße musste deshalb vorübergehend gesperrt werden. Die dadurch entstandenen Staus reichen inzwischen bis Arucas und betreffen auch die GC-23. Feuerwehr und Polizei sicherten das Fahrzeug. Verletzte wurden nicht gemeldet.

Präsident des Immobilienverwalterverbands warnt

Rafael Tarajano, Präsident des kanarischen Immobilienverwalterverbands Acegi, berichtet, dass sogenannte „Geierfonds“ auf den Kanarischen Inseln inzwischen kaum noch Wohnungen ankaufen. Stattdessen sind sie zunehmend damit beschäftigt, ihre bestehenden Immobilienbestände wieder zu verkaufen. Er sieht darin eine Folge der stark gestiegenen Immobilienpreise und hält die derzeitige Debatte über Zwangsräumungen und große Immobilieninvestoren für teilweise irreführend.

Die angespannte Wohnsituation auf den Inseln führt Tarajano vor allem auf einen „Mangel an Wohnraum“ zurück. Seiner Ansicht nach müsse deutlich mehr gebaut werden.

Regierung öffnet Tür für neue Aquakulturgebiete

Die Kanarenregierung will den Aquakulturplan PROAC überprüfen und dabei Meeresfarm-Gebiete vergrößern, verkleinern oder entfernen, wie Minister Alejandro Narvay Quintero ankündigte. Aquakultur sei wirtschaftlich wichtig, aber nur ohne ökologische oder soziale Schäden.

Umstritten bleibt eine geplante Fischfarm an der Westküste Gran Canarias. La Aldea de San Nicolás und das Cabildo lehnen das Projekt ab. Aktuell läuft die öffentliche Informationsphase, anschließend soll die Umweltverträglichkeitsprüfung beginnen.

 

AEMET kündigt erste Regenfälle an

Die spanische Wetterbehörde Aemet kündigt für die Kanarischen Inseln die ersten Regenfälle des Herbstes an. Bereits am Donnerstag, 1. Oktober, wird vor allem auf La Palma sowie an den Nordhängen der Berginseln mit leichtem bis mäßigem, teils anhaltendem Regen gerechnet.

Wetterexperten warnen zudem vor der möglichen Entwicklung einer sogenannten „DANA“, eines Höhentiefs, die sich zu einem stärkeren Herbststurm entwickeln könnte.