Mix Radio Gran Canaria
14. September 2026

14.09.2026

Mehr als 390.000 Genvarianten entdeckt

Eine Studie identifizierte mehr als 390.000 genetische Varianten bei 920 Inselbewohnern auf den Kanarischen Inseln. Davon sind 15 Prozent neu. Der genetische Katalog der Kanaren soll Diagnosen verbessern und zeigt die europäisch-nordafrikanische Abstammung der Bevölkerung.

Klinische Bedeutung haben 2.000 Varianten, die potenziell mit Herz-, Nerven- und Stoffwechselerkrankungen zusammenhängen könnten. Das Forschungsprojekt stärkt die personalisierte Medizin auf den Kanaren.

Kanarische Studentin in Mexiko ermordet

Die 21-jährige Claudia Tacoronte Aguilera aus Gran Canaria wurde während eines Austauschsemesters im Bundesstaat Morelos in Mexiko getötet. Die Staatsanwaltschaft prüft aktuell, ob es sich um einen Femizid handelt.

Die Universität Granada verurteilte den Mord und rief zu einer Schweigeminute auf. Die mexikanischen Behörden arbeiten mit dem spanischen Konsulat zusammen, um die Familie zu unterstützen.

Steuereinnahmen der Kanaren auf Rekordniveau

Die Regierung der Kanarischen Inseln verzeichnete 2026 2,065 Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Das ist ein Rekord, aber mit einem verlangsamtem Wachstum. Fünf Steuern bremsen die Entwicklung, darunter die Erbschaftssteuer und die Kraftstoffsteuer.

Evangelikale Kirchen in Las Palmas wachsen

Seit 2010 hat sich die Zahl der evangelikalen Gemeinden in Las Palmas auf 37 verdoppelt. Treibende Kräfte sind Einwanderung vor allem aus Lateinamerika, Rumänien, Korea und der Wunsch nach Gemeinschaft.

Die Gemeinden bieten mehr als Sonntaggottesdienste: Hauskreise, Bibelstudien und soziale Aktivitäten stärken den Zusammenhalt. Trotz Fortschritten kämpfen Evangelikale noch mit Vorurteilen.

Frühwarnung vor Sahara-Dunst und Hitze auf den Kanaren
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat eine Frühwarnung für Dunst und Sahara-Staub ab Montag, 00:00 Uhr, ausgerufen. Besonders betroffen sind Lanzarote und Fuerteventura. In höheren Lagen anderer Inseln kann es zu sehr ungünstiger Luftqualität kommen.

Staatsanwaltschaft fordert 11 Monate Haft für Brandstifter in Tamadaba 

Die Staatsanwaltschaft Las Palmas wirft José Antonio(69) vor, am 19. Juli 2022 im Agaete-Tal, in der Nähe des Tamadaba-Kiefernwalds, zwei Brände gelegt zu haben. Der nicht vorbestrafte Angeklagte zündete trockenes Gras und Vegetation an, wurde von Anwohnern gestoppt und festgehalten, bis die Polizei eintraf. Die Staatsanwaltschaft fordert 11 Monate und 29 Tage Haft, verweist aber auf verminderte Schuldfähigkeit wegen wahnhafter Störung und Pyromanie.

Der Brand ereignete sich bei 33 °C und starkem Wind während einer Waldbrandwarnung für mehrere Inseln. Die Feuerwehr verhinderte eine Ausbreitung auf den Kiefernwald. Der Angeklagte lebte in einer Höhle nahe des Tatorts und wurde nach der Festnahme psychiatrisch in das Krankenhaus Negrín eingewiesen.