Mix Radio Gran Canaria
11. September 2026

11.09.2026

Alligator auf Abwegen in Las Palmas de Gran Canaria

In den frühen Morgenstunden des Donnerstags sorgte ein Alligator für Aufsehen in La Isleta, als er die Faro-Straße entlang wanderte. Anwohner alarmierten gegen 1:00 Uhr die Polizei, die die Straße sperrte und den Naturschutzdienst Seprona hinzu zog, da ihr die Ausrüstung zum Einfangen fehlte. 

Das Tier versteckte sich unter einem Auto und blieb regungslos. Nach dem Einsatz wurde die Straße wieder freigegeben. Der Alligator konnte unverletzt gerettet werden. Die Herkunft des Reptils ist unklar, möglicherweise stammt es aus Privathaltung. Erst vor 20 Tagen hatte eine Ente die Avenida Marítima blockiert. 

Marokko warnt Spanien vor „wiederkehrenden Spannungen“ und greift PP an

Marokko bestreitet jede Beteiligung an der Ceuta-Krise  vom 30.–31. Juli und kritisiert die spanische Justiz für Ermittlungen gegen Rabat. In einer seltenen offiziellen Erklärung warnt das marokkanische Außenministerium vor einer „strategischen Blindheit“, die die Nachbarschaft in „chronisches Misstrauen“ verwandeln könnte. Der Volkspartei PP wird „irrationale und populistische Eskalation“ vorgeworfen.

Marokko fragt Spanien direkt: „Warum Anschuldigungen ohne Beweise?“ und fordert die Rückführung aller Migranten, auch Minderjähriger. Die Zusammenarbeit in Sicherheit, Migration und Wirtschaft werde durch „innenpolitische Instrumentalisierung“ gefährdet. Rabat lehnt es ab, zum „Sündenbock“ für spanische Wahlkämpfe zu werden. Geheimdienstberichte und Gerichtsermittlungen deuten jedoch auf marokkanische Passivität oder sogar Beteiligung hin.

Neue EU-Strategie für äußerste Randregionen

Die Europäische Kommission hat eine neue Strategie für Regionen in äußerster Randlage verabschiedet, um EU-Regeln an deren Besonderheiten anzupassen. Das Maßnahmenpaket sieht Anpassungen in Landwirtschaft, Verkehr, Migration und Steuern vor. Ziel ist es, Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und soziale Gerechtigkeit zu stärken.

EU-Migrationspakt könnte Druck auf Kanaren erhöhen

Fernando Clavijo, der Präsident der Kanarischen Inseln, kritisiert die „nachlässige und gleichgültige“ Haltung der spanischen Regierung in der Ceuta-Krise und warnt vor dem neuen EU-Migrationspakt. Dieser könnte den Druck auf Grenzregionen wie die Kanaren verschärfen. Der Pakt sehe vor, Migranten bis zu sechs Monate in Grenzgebieten festzuhalten. 

Tourist verhindert Waldbrand am Roque Nublo 

Ein Tourist vom spanischen Festland entdeckte am Dienstagabend ein kleines Feuer am Fuß des Roque Nublo und alarmierte die Feuerwehr. Die Waldbrandbekämpfer löschten die Flammen schnell und sperrten das Gebiet ab. Der Tourist vermutet, dass zwei brennende Wachskerzen auf Kiefernnadeln den Brand ausgelöst haben.

Ein Autofahrer hatte zuvor versucht, mit barfuß und ohne Hemd eine Brandschneise zu schlagen, konnte aber keinen Notruf absetzen. Die Feuerwehr bestätigte eine verbrannte Fläche von etwa fünf Metern im Kiefernwald.

Verkehrstote auf den Kanaren sinken um 40 Prozent im Sommer 2026

Auf den Kanarischen Inseln starben im Juli und August 2026 nur 7 Menschen im Straßenverkehr. Das sind vier weniger als 2025. Damit liegt die sommerliche Sterblichkeitsrate bei 0,58 pro 100.000 Fahrer. Seit Jahresbeginn gab es 52 Verkehrstote. Hauptunfallursache bleibt das Abkommen von der Fahrbahn, gefolgt von Frontalzusammenstößen.

Im Gegensatz zum Rest Spaniens verzeichnen die Kanaren einen deutlichen Rückgang. Motorradfahrer profitieren besonders, während Fußgänger und Radfahrer häufiger betroffen sind.