Mix Radio Gran Canaria
27. August 2026

27.08.2026

Strandregeln werden weiterhin in La Puntilla ignoriert

Am Strandabschnitt La Puntilla von Las Canteras sorgen Verstöße gegen die geltenden Strandregeln für Ärger. Besucher beklagen vor allem Sportaktivitäten außerhalb der erlaubten Bereiche und Zeiten. Betroffen sind sowohl Aktivitäten im Sand als auch auf dem Wasser, zum Beispiel Stand-Up-Paddling.

Dabei schreibt die seit 2022 geltende Gemeindeverordnung klare Regeln vor. Auch das Rauchen ist an den Stränden von Las Canteras verboten. Trotzdem berichten Stammgäste von Zigarettenkippen im Sand und Menschen, die weiterhin rauchen. Die Kritiker sehen vor allem ein Problem bei der fehlenden Kontrolle und fordern mehr Polizeipräsenz am Strand.

Wer vertritt unbegleitete Minderjährige?

Auf den Kanarischen Inseln soll heute mit der spanischen Zentralregierung geklärt werden, wer künftig die Vertreter für unbegleitete minderjährige Migranten während der sogenannten Triagephase (der Grenzkontrollphase) ernennen muss.

Die kanarische Regierung sieht hier den Staat in der Verantwortung, da es um Grenzkontrollen und die Einreise nach Spanien geht. Hintergrund ist der neue EU-Migrationspakt, dieser sieht zwar einen  Vertreter vor, aber es ist  offenbar nicht eindeutig geregelt, wer ihn ernennen muss. Die Kanaren fordern deshalb eine klare Regelung zum Schutz der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

Streit um Tourismus-Moratorium: Regierung spart 155 Millionen Euro

Die kanarische Regierung hat sich mit mehreren Unternehmen aus der Tourismusbranche außergerichtlich auf Entschädigungszahlungen im Zusammenhang mit dem früheren Tourismus-Moratorium geeinigt. Insgesamt mussten rund 472 Millionen Euro gezahlt werden. Durch die Einigung ohne Zinszahlungen konnten jedoch rund 155,6 Millionen Euro für die öffentlichen Kassen eingespart werden.

Fünf Unternehmen, die besonders hohe Entschädigungen erhalten, akzeptierten eine sofortige Zahlung ohne die aufgelaufenen Zinsen. Mehr als 20 weitere Unternehmen wollen dagegen weiter klagen. Die Regionalregierung verteidigt die Vereinbarung und warnt gleichzeitig vor künftigen Tourismus-Moratorien, die zu hohen Entschädigungsforderungen führen könnten.

Gemeinde in La Aldea wehrt sich gegen geplante Fischfarm

In La Aldea de San Nicolás wächst der Widerstand gegen ein geplantes Aquakulturprojekt vor der Küste. Die Gemeinde will deshalb ein unabhängiges technisches Gutachten in Auftrag geben. Geplant ist eine Wolfsbarschzucht in einem ausgewiesenen Aquakulturgebiet vor der Küste von La Aldea.

Die Gemeinde befürchtet mögliche Auswirkungen auf die Umwelt, die Landschaft und die traditionelle Fischerei. Das Projekt befindet sich derzeit in der öffentlichen Konsultationsphase. Der Stadtrat möchte externe Experten hinzuziehen, um eine rechtliche und wissenschaftliche Antwort zu erarbeiten.

Energieproblem bremst Wohnungsbau auf den Kanaren 

Die Kanarischen Inseln stehen vor einem erheblichen Wohnungsmangel. Fast 40.000 Wohnungen fehlen. Neben fehlendem Bauland und mangelnden Baukapazitäten wird zunehmend auch die Energieversorgung als möglicher Engpass diskutiert.

Nach einer Analyse von BBVA Research gibt es auf den Kanaren allerdings grundsätzlich ausreichend Stromkapazität. Das ungenutzte Stromnetz könnte theoretisch sogar den Bau von rund 125.000 Wohnungen ermöglichen, etwa 75.000 davon in der Provinz Las Palmas. Das Problem ist jedoch, die vorhandene Kapazität befindet sich nicht immer dort, wo dringend neue Wohnungen gebraucht werden.