Mix Radio Gran Canaria
20. August 2026

20.08.2026

Demografischer Wandel: Kanaren stehen vor Arbeitskräftemangel

Ab 2030 werden die Kanarischen Inseln eine ihrer größten Herausforderungen bewältigen müssen: Über 41.600 Menschen im erwerbsfähigen Alter werden in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wächst die Zahl der über 64-Jährigen auf 183.000 an. Für Unternehmen bedeutet das: Fachkräftemangel, Besetzungsprobleme und Verlust von Erfahrungen und Wissen.

Die Analyse der Adecco Foundation könnte ein möglicher Ansatz für die Inklusion sein. Gefordert sind Maßnahmen wie: Mobilisierung erfahrener Fachkräfte (über 55 Jahre), Beseitigung von Beschäftigungshemmnissen für Menschen mit Behinderungen und gezielte Weiterbildung und geordnete Migration, um den Bedarf des Arbeitsmarktes zu decken.

Erster Fall des West-Nil-Virus auf den Kanaren bestätigt

Das West-Nil-Virus wurde erstmals auf den Kanarischen Inseln nachgewiesen, bei einem Pferd auf einem Hof in San Bartolomé de Tirajana. Der Ausbruch wurde am 18. August 2026 vom Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (MAPA) bestätigt.

Das Virus wird hauptsächlich durch Stechmücken der Gattung Culex übertragen. Während die Infektion bei den meisten Tieren und Menschen symptomlos verläuft, kann ein kleiner Teil schwere neurologische Erkrankungen entwickeln. Pferde und Menschen gelten als epidemiologische Sackgassen, da sie das Virus nicht weitergeben können. Die Behörden betonen die Bedeutung von Überwachungssystemen, um die Verbreitung frühzeitig zu erkennen. In Spanien werden bereits Proben von Pferden, Vögeln und Mücken analysiert, um präventive Maßnahmen einzuleiten.

Melenara-Promenade soll rechtzeitig fertig werden

Die Arbeiten an der Melenara-Promenade in Telde werden pünktlich zu den Feierlichkeiten zum Schutzpatron abgeschlossen. Bürgermeister Juan Antonio Peña bestätigte, dass das Unternehmen Urban2020 SL voraussichtlich am Donnerstag einen Großteil der fertigen Abschnitte übergeben wird. Auch der Aufbau der Strandbars für die Feierlichkeiten, die am 21. August beginnen, soll noch in dieser Woche starten.

Ursprünglich hatten die Organisatoren mit einem Abbruch der Feierlichkeiten gedroht, falls die Bauarbeiten nicht rechtzeitig abgeschlossen würden. Durch eine Einigung zwischen Festivalkomitee, Stadtrat und Bauunternehmen konnte dies jedoch verhindert werden. Geplant sind 15 Strandbars entlang der Promenade.

Rekordzahl an Erdbeben auf Teneriffa: 641 Beben im Juli registriert

Auf Teneriffa hat das Nationale Geographische Institut (IGN) im Juli 641 Erdbeben im Inselinneren verzeichnet, fast so viele wie im gesamten Jahr 2025. Besonders betroffen war das Gebiet Las Cañadas del Teide, wo allein 611 Erschütterungen gemessen wurden. Zwischen dem 22. und 24. Juli registrierte das IGN sogar einen intensiven Schwarm kleinerer Beben.

Itahiza Domínguez, Direktor des IGN auf den Kanaren, erklärt den Anstieg mit zwei Faktoren: verbesserte Nachweismethoden für sehr schwache Beben und etwas stärkere Magnituden in den jüngsten Schwärmen. Viele der im Februar registrierten Erschütterungen waren zuvor zu schwach, um lokalisiert zu werden. Im Juli überschritten jedoch einige diese Schwelle und konnten in den seismischen Katalog aufgenommen werden. Die meisten Beben wiesen eine Stärke zwischen 0,2 und 1,9 auf und hatten eine maximalen Tiefe von 25 Kilometern. 

Valka-Fall: Gericht bestätigt Arbeit von Richter und Antikorruptionsstaatsanwalt

Das Provinzgericht Las Palmas hat die Berufungen der Beschuldigten Felipe Guerra und José Manuel Setién im Valka-Fall zurückgewiesen. Damit wird die bisherige Arbeit von Richter Rafael Passaro und Antikorruptionsstaatsanwalt Javier Ródenas bestätigt.

Im Mittelpunkt des Falls steht ein mutmaßliches Korruptionssystem innerhalb der städtischen Entwicklungsgesellschaft Geursa. Felipe Guerra hatte gegen die Durchsuchung seiner Büroräume gewehrt. Das Gericht wies seine Argumente zurück: „Der Durchsuchungsbefehl Umfang war klar und umfasste auch angrenzende Räumlichkeiten.“