Mix Radio Gran Canaria
13. August 2026

13.08.2026

Besorgnis über marokkanisches Militärtestzentrum nahe Lanzarote

Die Kanarische Koalition (CC) zeigt sich besorgt über das neue afrikanische multidimensionale Ausbildungs- und Experimentierzentrum (AMTEC) in Tan-Tan (Marokko), nur 200 km von Lanzarote entfernt. Dort fanden bereits Schießübungen mit Marschflugkörpern statt. Die Abgeordnete Cristina Valido fragt die spanische Regierung, ob sie über die Aktivitäten informiert war und ob diese die Sicherheit des Archipels gefährden könnten.

AMTEC entsteht aus einer militärischen Kooperation zwischen Marokko und den USA, die seit 2020 enger wird. Das Zentrum soll bis 2030 vollständig ausgebaut sein, doch das Übungsgelände ist bereits aktiv. Die CC fordert Transparenz und betont, dass die Kanaren als äußerste EU-Region über solche Aktivitäten in der Nähe informiert werden müssten. 

Marokkanische Souveränitätsansprüche auf Ceuta und Melilla sowie Militarisierung sorgen für Unruhe

Marokko fordert offen die Souveränität über Ceuta und Melilla und baut gleichzeitig seine militärische Präsenz mit US-Unterstützung aus. Die Regierung von Melilla wies die Ansprüche zurück und betonte die 530-jährige spanische Zugehörigkeit der Städte. Vizepräsident Miguel Marín unterstrich: „Melilla ist Spanien – und wird es bleiben.“

Gleichzeitig kritisiert Marokko Spaniens Regularisierung irregulärer Migranten und droht mit der Aussetzung des Auslieferungsabkommens. Die Militarisierung Marokkos, gestützt durch die USA, verschärft die Spannungen. 

Über 20 Gruppen fordern Stopp der Stadion-Renovierung auf Gran Canaria

Mehr als 20 soziale, gewerkschaftliche und politische Organisationen reichen am heutigen Donnerstag im Cabildo ein Dokument ein, das den sofortigen Rückzug der Ausschreibung für die 234-Millionen-Euro-Renovierung des Gran-Canaria-Stadions fordert. Sie kritisieren, dass die Kostenexplosion in einer Zeit der Wohnungskrise unangemessen sei und fordern eine gesellschaftliche Debatte über Prioritäten: Wohnungsbau, Gesundheit und Bildung sollten Vorrang vor der WM 2030 haben.

Fünf Festnahmen in Ingenio wegen Drogenhandels und Geldwäsche

Die Nationalpolizei hat in Ingenio fünf Personen festgenommen, die mutmaßlich in Drogenhandel und Geldwäsche verwickelt sind. Bei der Operation „Hardy“ beschlagnahmten die Beamten 107 Gramm Kokain, 50 Gramm Haschisch, 28.305 Euro Bargeld, einen Revolver mit fünf Patronen, zwei Fahrzeuge sowie Ausrüstung zur Drogenherstellung und -verteilung.

Asocelpa kritisiert die Gebührenerhöhung der Hafenbehörde von Las Palmas

Der Verband der Schifffahrtsagenten Asocelpa wirft der Hafenbehörde von Las Palmas vor, mit der Erhöhung der Liegegebühren um bis zu 30 Prozent nicht die Verbraucher, sondern den Monopolisten Sepcan zu begünstigen. Sepcan habe bereits 14,88 Prozent Nettogewinn für 2025 prognostiziert – eine garantierte Marge von 10 Prozent sei daher unnötig. Die Kostensteigerung werde sich auf Logistik und Endpreise auswirken, warnt Asocelpa.

Die Berechnungsmethode der Hafenbehörde wird als intransparent kritisiert: Sie basiere auf Gesamtressourcen statt auf Mindeststandards und benachteilige Reeder. Asocelpa fordert einen Dialog, um verhältnismäßige, wettbewerbsorientierte Tarife zu vereinbaren. Denn die vorübergehende Verkehrszunahme im Hafen sei auf Umleitungen durch die Straße von Hormus zurückzuführen.