Mix Radio Gran Canaria
14. August 2026

14.08.2026

75 Prozent der Kanarier verreisen diesen Sommer sparsam

1,53 Millionen Kanarier machten 2025 Urlaub, trotz steigender Preise. 57 Prozent blieben auf dem Archipel, 38,4 Prozent übernachteten bei Familie oder Freunden, um Kosten zu sparen. Die durchschnittlichen Ausgaben lagen bei 1.130 €, wobei 48,1 Prozent der Reisenden zwischen 35 und 45 Jahre alt waren und ein Budget von 750 € für Kurztrips hatten.

Bei Auslandsreisen bevorzugten die Kanarier Städtereisen (36,7 %) vor dem Strandurlaub (33,6 %). Beliebte Ziele waren Italien, Portugal, Marokko und Tunesien. 93 Prozent der Reisen fanden innerhalb Spaniens statt, vor allem nach Madrid, Andalusien und Galicien. Der Juli (38,8 %) war der beliebteste Reisemonat, gefolgt von August (30,4 %).

Südrichtung des Guiniguada-Viadukt öffnet erst nächste Woche

Die Abdichtungsarbeiten am südlichen Abschnitt des Guiniguada-Viadukts (GC-3) dauern länger als geplant. Aufgrund der längeren, gekrümmten Fahrbahn wird die Wiedereröffnung voraussichtlich erst in der kommenden Woche erfolgen – nicht wie ursprünglich für den 23. August vorgesehen. Die komplexe Bauweise erschwert die Asphaltierung, die in mehreren Schritten erfolgt.

Das 2,2-Millionen-Euro-Projekt von Lopesan Asfaltos umfasst die Abdichtung von 18.000 m² Brückenfläche, den Austausch von Dehnungsfugen und die Erneuerung der Sicherheitsbarrieren. Die Maßnahmen sollen die Sicherheit und Langlebigkeit der stark frequentierten Infrastruktur (über 130.000 Fahrzeuge täglich) gewährleisten.

Kanarische Inseln wehren sich gegen Pflicht zur Ernennung von Migrantenkinder-Ombudsmannes

Die Regierung der Kanarischen Inseln lehnt es ab, die Zuständigkeit für die Ernennung von Rechtsbeiständen für unbegleitete Migrantenkinder zu übernehmen. Sozialministerin Candelaria Delgado betont: „Das ist nicht unsere Verantwortung – und wir werden sie nicht übernehmen.“ Die Inselregierung droht mit einer Klage, falls der Staat die Kompetenz auf die autonome Gemeinschaft überträgt, und fordert eine landeseinheitliche Regelung in der Interministeriellen Einwanderungskommission.

Gleichzeitig warnt die Generaldirektorin für Kinder- und Familienschutz, Sandra Rodríguez, vor der „außergewöhnlichen Lage“ in Ceuta, wo 1.700 bis 3.000 unbegleitete Minderjährige registriert wurden. Die Kanaren fordern sofortige Maßnahmen des Staates, darunter eine außerordentliche Finanzierung von 25 Millionen Euro, um die Krise zu bewältigen – ohne auf den Migrationsnotfallplan zu warten. 

Spaniens erste schwimmende Windkraftanlage vor Gran Canaria genehmigt

Das Ministerium für ökologischen Wandel hat Esteyco SA die Genehmigung für Spaniens erste schwimmende Offshore-Windkraftanlage erteilt. Der 6-MW-Prototyp „Wheel“ wird im Hafen von La Luz montiert und auf der Testplattform zwischen Las Palmas und Telde installiert. Die Anlage besteht aus einer zweiflügeligen Turbine und einer schwimmenden Struktur aus Betontanks, die mit Seilen verbunden sind.

Das 30-Millionen-Euro-Projekt wird von einem internationalen Konsortium unter Führung von Esteyco umgesetzt und soll 2027 in 100 Meter tiefen Gewässern in Betrieb gehen. Über 20 kanarische Unternehmen sind beteiligt. Die Technologie zielt auf geringeren Materialverbrauch und CO₂-Fußabdruck ab und markiert einen Meilenstein für Spaniens Offshore-Windenergie.

Inflation auf den Kanaren steigt auf 3,4 % – Juli-Preise dämpfen Anstieg

Die Inflation auf den Kanarischen Inseln kletterte im Juli auf 3,4 % – höher als erwartet und über dem Jahresbeginn. Saisonale Schlussverkäufe dämpften den Anstieg: Bekleidung und Möbel verbilligten sich, während Lebensmittel und Transportkosten kurzfristig sanken. Freizeit und Wohnen/Energie trieben die Teuerung jedoch an. Der Arbeitgeberverband CCE warnt vor Folgewirkungen und fordert genaue Beobachtung der Preisentwicklung.

Ausschreibung für Straßenreinigung in Gáldar scheitert

Die Ausschreibung für die Straßenreinigung in Gáldar blieb erfolglos, da kein Unternehmen ein Angebot abgab. Der Auftrag umfasst die Reinigung von 90 km Straßen, Stränden und Parkplätzen sowie die Bewältigung von Sonderfällen. Für die Ausschreibung war ein Budget von 4,21 Millionen Euro für eine fünfjährige Laufzeit vorgesehen.