Mix Radio Gran Canaria
1. Juli 2026

01.07.2026

97-Jährige ist älteste Studentin der Kanarischen Inseln

Mit 97 Jahren gilt Carmen Vega aus Santa Lucía de Tirajana als älteste Teilnehmerin der Erwachsenenbildung auf den Kanarischen Inseln. Als Kind musste sie ihren Traum, Lehrerin zu werden, wegen der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse aufgeben und stattdessen auf dem elterlichen Bauernhof mitarbeiten. 

Heute besucht sie regelmäßig das Erwachsenenbildungszentrum (CEPA) in Santa Lucía und erfüllt sich damit ihren lang gehegten Wunsch zu lernen. Die 97-Jährige möchte auch andere ältere Menschen ermutigen, neugierig zu bleiben und neue Dinge zu lernen. 

Anwohner von Almatriche fordern mehr Verkehrssicherheit

Nach mehreren Unfällen auf der GC-310 fordern Anwohner des Stadtteils Almatriche in Las Palmas de Gran Canaria zusätzliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Besonders ältere Menschen seien auf der Straße gefährdet. Anlass der erneuten Forderungen ist ein 94-jähriger Mann, der vergangene Woche bereits zum zweiten Mal auf einem Fußgängerüberweg von einem Fahrzeug erfasst wurde. 

Die Bürgerinitiative des Viertels verlangt unter anderem Bremsschwellen, da die geltende Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h nach eigenen Angaben häufig missachtet werde. Langfristig wird zudem eine umfassende Umgestaltung der Straße gefordert.

Steuerschulden auf den Kanaren deutlich gestiegen

Die Steuerschulden auf den Kanarischen Inseln sind innerhalb eines Jahres um mehr als 60 Millionen Euro auf insgesamt 317,4 Millionen Euro gestiegen. Zwar sank die Zahl der Schuldner von 139 auf 134 Unternehmen, dennoch wuchs die Gesamtschuld deutlich. Neu auf der Liste der größten Steuerschuldner stehen unter anderem Julitex, Habitats El Duque, Inversiones Las Teresitas und Bahía Spa Fuerteventura.

Notaufnahme des Universitätsklinikums Doctor Negrín eingeschränkt

Die Notaufnahme des Universitätsklinikums Doctor Negrín ist mit Beginn des Sommers durch laufende Erweiterungsarbeiten vorübergehend eingeschränkt. Patienten werden zeitweise in Ausweichbereichen und Fluren untergebracht, da Teile der Notaufnahme umgebaut werden.

Mit dem Ausbau soll die Kapazität der Notaufnahme bis Ende des Jahres um 47 zusätzliche Behandlungsplätze auf insgesamt 157 erhöht werden. Dafür investiert die kanarische Gesundheitsverwaltung rund 790.000 Euro. Ziel ist es, der steigenden Zahl an Notfallpatienten künftig besser gerecht zu werden. Nach Angaben der Klinik werden derzeit täglich rund 300 Patienten behandelt. 

Kanarische Inseln befürchten mehr unbegleitete minderjährige Migranten

Die Regierung der Kanarischen Inseln befürchtet, dass die neuen europäischen Migrationsregelungen zu einem Anstieg unbegleiteter minderjähriger Migranten führen könnten. Hintergrund ist die erste Massenrückführung erwachsener Migranten von El Hierro seit Inkrafttreten des EU-Migrationspakts. Sozialministerin Candelaria Delgado warnt, dass dadurch künftig mehr Minderjährige allein die Überfahrt antreten könnten.

Zugleich begrüßte die Regionalregierung die Verlängerung der Verteilung minderjähriger Migranten auf andere spanische Regionen. Derzeit stehen auf den Kanarischen Inseln rund 70 Einrichtungen für unbegleitete Minderjährige zur Verfügung. Die Regierung betont, langfristig müsse die Migration durch bessere Perspektiven in den Herkunftsländern und sichere Migrationswege reduziert werden.