Mix Radio Gran Canaria
30. Juni 2026

30.06.2026

Hitzewelle erhöht Waldbrandgefahr auf den Kanaren

Eine außergewöhnliche Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 37 Grad hat die kanarischen Behörden veranlasst, die Waldbrandwarnstufe zu erhöhen. Besonders betroffen ist Gran Canaria, wo neben extremer Hitze auch starke Winde, geringe Luftfeuchtigkeit und Calima die Brandgefahr deutlich steigern. Die Bevölkerung wird aufgefordert, jegliche Aktivitäten zu vermeiden, die Brände auslösen könnten, und sich während der heißesten Tagesstunden vor der Sonne zu schützen. Ein kleiner Waldbrand bei Tejeda konnte in der Nacht bereits schnell unter Kontrolle gebracht und stabilisiert werden, bleibt jedoch unter Beobachtung.

Leichtes Erdbeben zwischen Gran Canaria und Fuerteventura

In der Nacht zum Dienstag hat sich zwischen Gran Canaria und Fuerteventura ein Erdbeben der Stärke 3,9 ereignet. Das Epizentrum lag im Atlantik, der Erdstoß wurde in zahlreichen Orten auf Gran Canaria sowie teilweise auf Fuerteventura und Teneriffa gespürt. Nach Angaben des spanischen Geografischen Instituts (IGN) wurden weder Verletzte noch Sachschäden gemeldet. Experten betonen, dass solche Erdbeben im Kanarischen Archipel aufgrund seiner vulkanischen Geologie nicht ungewöhnlich sind und derzeit kein Hinweis auf eine erhöhte vulkanische Aktivität besteht.

Kanaren fordern mehr Transparenz bei Umsetzung des EU-Migrationspakts

Die kanarische Regierung drängt die spanische Zentralregierung erneut auf mehr Informationen zur Umsetzung des neuen EU-Migrations- und Asylpakts. Sie kritisiert, dass die autonomen Regionen bislang nicht ausreichend in die Planungen einbezogen wurden, obwohl die neuen Regelungen erhebliche Auswirkungen auf Grenzregionen wie die Kanaren haben. Die Regionalregierung befürchtet eine längere Aufenthaltsdauer von Migranten auf den Inseln, eine stärkere Belastung der Aufnahmeeinrichtungen sowie unklare Zuständigkeiten und fordert deshalb mehr Transparenz, Mitspracherecht und eine bessere Koordination zwischen Madrid, den Regionen und der EU.

Gemeinde Ingenio weist Vorwürfe zur Betreuung eines Opfers häuslicher Gewalt zurück

Die Gemeinde Ingenio hat Vorwürfe zurückgewiesen, im Fall einer Betroffenen von geschlechtsspezifischer Gewalt unzureichend gehandelt zu haben. Nach Angaben der Stadtverwaltung seien die zuständigen Sozialdienste und Fachstellen von Beginn an aktiv gewesen und hätten die Betroffene entsprechend der geltenden Protokolle begleitet und unterstützt. Die Gemeinde betont, dass sie den Schutz von Opfern sehr ernst nehme und alle verfügbaren Hilfs- und Betreuungsmaßnahmen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten umgesetzt habe. Zudem kündigte sie an, weiterhin eng mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten, um den Opferschutz sicherzustellen.

Coalición Canaria setzt auf Bündnis mit früheren Gegnern

Die Coalición Canaria (CC) will in Maspalomas gemeinsam mit Primero Canarias (Prica) zu den nächsten Kommunalwahlen antreten – obwohl Prica 2019 maßgeblich zum Bruch der damaligen Koalition beitrug. Mit dem Bündnis soll das nationalistische Lager gestärkt werden. Innerhalb der Partei stößt die Entscheidung jedoch auf Kritik, da viele Mitglieder den früheren Konflikt nicht vergessen haben.

Drogenverkaufsstelle in Maspalomas zerschlagen

Die spanische Nationalpolizei hat in Maspalomas eine Drogenverkaufsstelle ausgehoben und zwei Männer sowie eine Frau festgenommen. Bei der Durchsuchung wurden mehr als 250 Gramm verschiedener Drogen – darunter Kokain, Methamphetamin, Ketamin und Tusi –, rund 4.000 Euro Bargeld sowie Verpackungsmaterial und Präzisionswaagen sichergestellt. Der mutmaßliche Haupttäter befindet sich in Untersuchungshaft.