Mix Radio Gran Canaria
15. Juni 2026

15.06.2026

Tausende Stimmen auf den Kanarischen Inseln fordern inklusive Bildung mit ausreichenden Ressourcen

In Las Palmas de Gran Canaria, Santa Cruz de Tenerife, Arrecife und Puerto del Rosario fanden am Sonntag zeitgleich Demonstrationen für ein inklusiveres und besser ausgestattetes öffentliches Bildungssystem statt.

Die von der Plattform der Kanarischen Inseln für inklusive Bildung organisierte und von Studenten- und Lehrerverbänden, Behindertenorganisationen sowie weiteren sozialen und politischen Gruppen unterstützte Mobilisierung endete mit der Verlesung eines Manifests. Darin wurden die Defizite des Bildungssystems kritisiert und ein sofortiges Handeln der Regionalregierung gefordert.

Unter Slogans wie „Echte Inklusion jetzt“ und „Rechte werden nicht beschnitten“ versammelten sich Hunderte Familien, Bildungsfachkräfte und Bürger, um auf die Situation von Schülern mit besonderen Bildungsbedürfnissen aufmerksam zu machen.

Die Organisatoren betonten, dass inklusive Bildung nicht nur ein Schlagwort bleiben dürfe. Die Gewährleistung ausreichender Unterstützung für alle Schüler sei eine gesetzliche Verpflichtung. „Inklusion ist keine Frage des guten Willens. Inklusion ist eine Verpflichtung“, erklärten sie.


115 neue Sozialwohnungen in Escaleritas geplant

Der Stadtrat von Las Palmas de Gran Canaria fördert den Bau von 115 neuen, subventionierten Wohnungen zwischen Escaleritas und La Minilla. Die Generaldirektion für Stadtplanung und Wohnungsbau hat das Projekt genehmigt und den entsprechenden Vertrag freigegeben.

Das Baugrundstück umfasst 3.714 Quadratmeter. Die geltenden Vorschriften erlauben eine Bebauung von 50 Prozent der Fläche sowie eine maximale Gebäudehöhe von acht Stockwerken.

Neben neuen Wohnbauprojekten hat der Stadtrat die Regierung der Kanarischen Inseln aufgefordert, Las Palmas de Gran Canaria als „Wohnungsnotzone“ einzustufen. Ziel ist eine Regulierung des Mietmarktes durch Mietobergrenzen. Eine Antwort der Regionalregierung steht bislang aus.


Staat fordert zusätzliche Studien für Hafenausbau in Arinaga

Im Rahmen des Hafenerweiterungsprojekts von Arinaga verlangt die Schifffahrtsbehörde zusätzliche Untersuchungen. Die Verringerung des Manövrierraums und starke Winde würden das betriebliche Risiko deutlich erhöhen.

Die Hafenbehörde von Las Palmas muss daher die Umweltverträglichkeitsprüfung um aktualisierte Manövrierfähigkeitsstudien mit Simulationen, eine Überprüfung der Bathymetrie und verfügbaren Tiefgänge sowie einen aktuellen Bericht des Lotsendienstes ergänzen.

Zudem fordert das Ministerium eine detaillierte Bewertung der Auswirkungen auf die Aquakulturanlage GC-6, einschließlich realistischer Manövrierungsmodelle, Schutzmaßnahmen gegen Beeinträchtigungen, sicherer Schifffahrtskorridore mit Mindestabständen sowie Korrekturmaßnahmen für Bau- und Betriebsphase.


Frau wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Die sechste Kammer des Provinzgerichts von Las Palmas verhandelt am Donnerstag den Fall einer Kolumbianerin, der vorgeworfen wird, im November 2022 in Santa Lucía de Tirajana versucht zu haben, einen Mann zu töten. Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre Haft wegen versuchten Totschlags.

Nach Angaben der Anklage gerieten die Frau und das Opfer am 15. November 2022 gegen 2 Uhr morgens in einem Wohnhaus in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll die Angeklagte ein großes Küchenmesser geholt und dem Mann in die Brust gestochen haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Tat mit Tötungsabsicht begangen wurde, auch wenn sie letztlich scheiterte.

Zusätzlich zur Haftstrafe werden ein Annäherungs- und Kontaktverbot von 1.000 Metern beantragt. Diese Maßnahmen sollen drei Jahre über die verhängte Haftstrafe hinaus gelten.