Kanarische Inseln koordinieren Hilfe für Venezuela nach Erdbeben
Die Regierung der Kanarischen Inseln koordiniert gemeinsam mit 22 kanarischen Vereinigungen in Venezuela die Hilfe nach dem Erdbeben im Land. Bei einer Sondersitzung wurde über mögliche medizinische, soziale und materielle Unterstützung beraten. Besonders die Regionen Caracas und La Guaira standen im Zentrum der Sitzung.
Ab dem heutigen Freitag sollen in den betroffenen Regionen Hilfsprogramme starten. Geplant sind der Betrieb einer Klinik sowie die Bereitstellung von Medikamenten und Lebensmitteln. Zudem steht die Regionalregierung im engen Kontakt mit dem spanischen Außenministerium und bietet weitere Unterstützung bei Hilfslieferungen an. In Venezuela leben rund 55.000 Menschen kanarischer Herkunft. Die venezolanische Gemeinde umfasst auf den Kanarischen Inseln rund 90.000 Personen.
Kanarische Inseln erhalten 237 Millionen Euro zusätzlich für Pflegebedürftige
Die Kanarischen Inseln erhalten vom spanischen Staat zwischen 2026 und 2027 zusätzliche 237 Millionen Euro für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Grundlage der Berechnung sind die derzeit rund 73.850 anerkannten Pflegebedürftigen im Archipel.
Nach Angaben der spanischen Regierung steigen die staatlichen Zuschüsse um 79 Millionen Euro im Jahr 2026 und um weitere 158 Millionen Euro im Jahr 2027. Damit belaufen sich die staatlichen Mittel für die Pflege auf den Kanaren auf mehr als 228 Millionen Euro im Jahr 2026 und über 307 Millionen Euro im Jahr 2027.
Die zusätzlichen Gelder sind Teil eines vom Ministerrat verabschiedeten Gesetzes, mit dem die Finanzierung der Pflege in ganz Spanien deutlich erhöht wird. Besonders stark steigen dabei die Zuschüsse für Menschen mit hohem und schwerem Pflegebedarf. Die Erhöhung der Mittel tritt ab dem 1.Juli in Kraft.
77 Küstengemeinden kritisieren staatliche Küstenpolitik
Die 77 Küstengemeinden der Kanarischen Inseln werfen der spanischen Zentralregierung vor, ihre Entwicklung durch restriktive Entscheidungen im Küstenmanagement zu behindern. Gemeinsam mit der Regionalregierung und dem Gemeindeverband FECAM wollen sie sich für ein neues Küstengesetz einsetzen und eine stärkere Mitbestimmung der Kanaren erreichen. Thema ist unter anderem eine Konferenz Ende Juni in Santa Cruz de Tenerife, bei der über die Zukunft des Küsten- und Meeresraummanagements beraten wird.
600 Jugendliche beim ersten Jugendtreffen auf Gran Canaria
Rund 600 Jugendliche aus allen 21 Gemeinden Gran Canarias haben am ersten „Gran Canaria Joven“-Treffen in Holiday World Maspalomas teilgenommen. Die vom Inselrat organisierte und finanzierte Veranstaltung bot den 14- bis 30-Jährigen zahlreiche Freizeitangebote, Attraktionen, Workshops sowie eine große Schaumparty. Ziel der kostenlosen Veranstaltung war es, junge Menschen aus der ganzen Insel zusammenzubringen und den Austausch untereinander zu fördern.
Ehemaliger Bürgermeister auf Fuerteventura tritt Haftstrafe an
Der frühere Bürgermeister von La Oliva auf Fuerteventura, Domingo González Arroyo, ist im Alter von 86 Jahren wegen Steuerhinterziehung inhaftiert worden. Der ehemalige Politiker trat seine eineinhalbjährige Haftstrafe freiwillig im Gefängnis von Tahiche auf Lanzarote an. Sein Antrag auf Aussetzung der Haftstrafe wurde vom Gericht abgelehnt, da er die gegen ihn verhängte Geldstrafe in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro nicht bezahlt hatte.
