Mix Radio Gran Canaria
11. August 2026

11.08.2026

Grünes Licht für Sozial- und Gesundheitszentrum Taliarte Nuevo

Das Verwaltungsgericht des Cabildo von Gran Canaria hat die Sonderberufung gegen die Vergabe des Managementvertrags für das neue Sozial- und Gesundheitszentrum Taliarte Nuevo abgewiesen. Damit kann das Unternehmen ICOT den Betrieb im September 2026 aufnehmen. Der Vertrag war zuvor durch eine Beschwerde der Firma Avericum SLU blockiert worden, die aufgrund fehlender Solvenznachweise ausgeschlossen worden war.

Das Zentrum bietet 120 öffentliche Betreuungsplätze in zwei vierstöckigen Gebäuden mit Einzel- und Doppelzimmern sowie Meerblick. Mit 105 Mitarbeitern wird es pflegebedürftige Personen versorgen. Nach Jahren der Verzögerungen steht die Eröffnung nun kurz bevor.

Schleuserring auf Gran Canaria zerschlagen: Minderjährige vor sexueller Ausbeutung gerettet

Die Guardia Civil hat auf Gran Canaria ein kriminelles Netzwerk zerschlagen, das unbegleitete Minderjährige aus Subsahara-Afrika aus Schutzeinrichtungen entführte, um sie auf die Iberische Halbinsel und nach Frankreich zu bringen – teilweise zur sexuellen Ausbeutung. Bei der Operation „Jabany“ wurden zwei Opfer befreit und die Flucht von vier weiteren Minderjährigen verhindert. Fünf Personen, darunter ein Minderjähriger, wurden festgenommen.

Die Organisation nutzte die Schutzbedürftigkeit der Jugendlichen aus, versorgte sie mit gefälschten Dokumenten und organisierte ihre Reise per Flugzeug. Die Ermittlungen begannen nach dem Fall einer Minderjährigen, die mit dem Versprechen einer Arbeitsstelle aus einer Schutzeinrichtung gelockt wurde.

Sonnenfinsternis auf Gran Canaria: Am besten von der Küste aus beobachten

Der Inselrat von Gran Canaria rät, die partielle Sonnenfinsternis am 12. August von der Küste oder Orten mit freier Westsicht aus zu beobachten, um unnötige Reisen in Waldgebiete wie Tamadaba oder die Region um Cruz de Tejeda zu vermeiden. Diese Gebiete sind besonders brandgefährdet.

Alternativ können städtische Zentren oder das Elder Museum in Tejeda als sichere Beobachtungspunkte genutzt werden. Der Inselrat betont, dass die meisten Waldbrände durch menschliches Handeln verursacht werden und daher sollte die Natur geschützt und die Sicherheit aller an erster Stelle stehen.

Lkw-Fahrer fordern Subventionen: Ohne Hilfe steigen Lebenshaltungskosten

Die steigenden Kraftstoffpreise belasten den Transportsektor auf den Kanarischen Inseln schwer: Eine Tankfüllung kostet Lkw-Fahrer 150 Euro mehr als vor einem Jahr. Benzin stieg um 15 Cent, Diesel um 20 Cent pro Liter – Da Treibstoff 50 Prozent der Betriebskosten ausmacht, müssen Unternehmen die Mehrkosten an Vertriebsketten weitergeben, was Lebensmittel, Wasser und Strom verteuert.

Der Verband der Transportunternehmen (FET) fordert staatliche Subventionen, da der aktuelle Hundertprozentige Steuererlass nicht ausreicht. FET-Präsident Agustín Espino betont, dass die Preise seit Beginn des Iran-Krieges um 20 bis 45 Prozent stiegen. Ohne finanzielle Unterstützung drohe die Weitergabe der Kosten an Verbraucher oder gar der Zusammenbruch von Transportbetrieben.

Tourismus auf den Kanaren: Rückgang um 4,7 Prozent

Die Kanarischen Inseln verzeichneten im Juni 4,7 Prozent weniger Touristen als im Vorjahr, was auf steigende Pauschalreisepreise (+20 Prozent) durch höhere Ölpreise und die Wirtschaftskrise in Deutschland zurückzuführen ist. Tourismusministerin Jessica de León betont, dass die Kaufkraft europäischer Familien sinkt und Buchungen kurzfristiger erfolgen. 

Für den Winter erwartet die Regierung eine Erholung, da die Kanaren als „Winterrefugium“ beliebt bleiben. Allerdings wird ein Rückgang von 5 Prozent für den Festlandmarkt prognostiziert.