Gesundheitsbehörden geben Tipps für Papstbesuch
Das Gesundheitsministerium hat anlässlich des Besuchs von Papst Leo XIV. auf Gran Canaria und Teneriffa fünf Empfehlungen veröffentlicht, um Ohnmachtsanfälle und gesundheitliche Notfälle zu vermeiden.
Bürger werden dazu aufgerufen, ausreichend Wasser zu trinken, leichte Kost zu bevorzugen und auf Alkohol, koffeinhaltige Getränke sowie zuckerhaltige Limonaden zu verzichten. Für längere Aufenthalte im Freien raten die Behörden zu leichter, atmungsaktiver Kleidung, einer Jacke für die Abendstunden, einem Regenschirm als Sonnenschutz sowie bequemen, eingelaufene Schuhe.
Zum Schutz vor Hitze und Sonneneinstrahlung sollten Besucher Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50+, eine Kopfbedeckung und eine UV-Schutzbrille verwenden. Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Herzkrankheiten werden gebeten, ihre Medikamente einschließlich Reserven, die Krankenversicherungskarte sowie eine Kopie ihres aktuellen Arztberichts mitzuführen. Ziel der Maßnahmen ist es, gesundheitliche Zwischenfälle während der Großveranstaltungen zu
verhindern.
Studie warnt vor zunehmender Wasserknappheit
Eine Studie der Universität La Laguna prognostiziert für die Kanarischen Inseln einen deutlichen Rückgang der natürlichen Wasserressourcen im Laufe des Jahrhunderts. Ursachen sind steigende Temperaturen, höhere Verdunstung und gleichbleibende oder sinkende Niederschläge.
Besonders betroffen sind die westlichen Inseln, während für Gran Canaria langfristig eine nahezu vollständige Erschöpfung der heute noch vorhandenen natürlichen Wasserreserven vorhergesagt wird. Auch auf Fuerteventura und Lanzarote dürfte sich die bereits bestehende Wasserknappheit weiter verschärfen.
Die Forscher empfehlen einen Ausbau der Meerwasserentsalzung mit erneuerbaren Energien, effizientere Bewässerungssysteme sowie eine nachhaltige Wasserplanung für Tourismus und Landwirtschaft, um den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken.
Schließung des Flughafens Coventry beendet historische Verbindung
Mit der geplanten Schließung des historischen Flughafens Coventry am 11. Juni 2026 endet eine jahrzehntelange Verbindung zwischen den britischen Midlands und dem Süden Gran Canarias. Seit den 1960er Jahren nutzten zahlreiche Urlauber den Flughafen für Reisen nach Maspalomas und Playa del Inglés, wodurch der Tourismus auf der Insel maßgeblich gefördert wurde.
Die Schließung symbolisiert nach Ansicht von Tourismusvertretern das Ende einer Ära des britischen Pauschaltourismus. Dieser hatte wesentlich zur Entwicklung der Ferienregionen Playa del Inglés beigetragen. Gleichzeitig bleibt das Luftfahrterbe des Flughafens durch das Midlands Air Museum erhalten.
Wohnungspreise auf den Kanaren steigen weiter deutlich
Die Immobilienpreise auf den Kanarischen Inseln sind im letzten Jahr um 10,7 Prozent gestiegen. Dadurch kostet eine durchschnittliche 90-Quadratmeter-Wohnung heute rund 20.000 Euro mehr als Anfang 2025 und liegt nun bei knapp 195.000 Euro.
Experten sehen die Kanaren weiterhin als eine der am stärksten von der Wohnungskrise betroffenen Regionen Spaniens. Ursachen sind unter anderem Bevölkerungswachstum, Wohnungsmangel, der starke Tourismus und eine Nachfrage, die das Angebot deutlich übersteigt.
Und den nächsten zehn Jahren könnten auf den Inseln rund 145.000 neue Haushalte entstehen. Ohne einen deutlichen Ausbau des Wohnungsangebots dürfte sich der Druck auf dem Immobilienmarkt weiter verschärfen.
