Mix Radio Gran Canaria

27.03.2026

Mieter bekommen zwei Jahre mehr Schutz

Tausende Mieter auf den Kanarischen Inseln haben seit Mittwoch die Möglichkeit bekommen, ihren Vertrag um bis zu zwei Jahre zu verlängern, wenn er zwischen dem 22. März 2026 und dem 31. Dezember 2027 endet und die Wohnung ihr Hauptwohnsitz ist. Der Antrag muss schriftlich gestellt werden, solange das neue Staatsdekret gilt. Die bisherigen Vertragsbedingungen bleiben dabei bestehen, auch die Miete darf weiter nur begrenzt steigen. Das verschafft vielen Haushalten in einem völlig überhitzten Wohnungsmarkt erst einmal Luft. Entscheidend ist jetzt, wie schnell Betroffene reagieren. Denn die Regel gibt Schutz, aber nur für diejenigen, die die Frist tatsächlich nutzen.

Oster-Streik setzt Flughäfen unter Druck

Kurz vor dem Osterverkehr hat sich auf den kanarischen Flughäfen ein neuer Konflikt zugespitzt: Mehr als 1.500 Beschäftigte im Handling sind zu Streiks bei Menzies und Groundforce aufgerufen worden. Gestern haben die Gewerkschaften den Arbeitskampf mit niedrigen Löhnen, Streit über Zuschläge, Problemen bei Dienstplänen und zusätzlichem Druck in den Betrieben begründet. Bei Groundforce ist der Start zwar verschoben worden, die Lage bleibt aber angespannt. Selbst wenn Mindestdienste kommen, drohen Verspätungen bei Check-in, Gepäck und Abfertigung. Für Urlauber ist das die denkbar schlechteste Nachricht vor den Feiertagen. Der Streit zeigt, wie verwundbar der Flugverkehr bleibt, wenn an einer zentralen Stelle das Personal nicht mehr mitzieht.

Therese reißt zehn Millionen in Schuletats

Sechs Tage ohne regulären Präsenzunterricht und bisher rund zehn Millionen Euro Schaden: Die Bilanz der Unwetterfront Therese hat das Bildungssystem auf dem Archipel so hart getroffen wie noch kein Sturm zuvor. Gestern hat die kanarische Bildungsverwaltung mitgeteilt, dass inzwischen rund 50 Schulen und Institute Schäden gemeldet haben, besonders auf Gran Canaria und auf Teneriffa. Betroffen sind Dächer, Mauern, Zäune, Klassenräume und Sporthallen. Die Regierung will deshalb beim Staat ein Notverfahren für die Bauarbeiten beantragen, damit schneller repariert werden kann. Für Familien, Lehrkräfte und Schulen endet das Problem damit nicht. Der Unterricht läuft vielerorts wieder an, Normalität ist aber noch nicht zurück.

Junge Migranten schaffen auffallend oft den Job-Einstieg

Eine Zahl sticht heraus: 69 Prozent der jungen, ehemals unbegleiteten Migranten zwischen 18 und 23 Jahren haben Ende 2025 bereits zum Arbeitsmarkt gehört. Das hat gestern ein Bericht des spanischen Migrationsministeriums gezeigt. Bei den 16- bis 23-Jährigen lag die Sozialversicherungsquote bei 59 Prozent. Viele arbeiten in Gastronomie, Verwaltung oder Bau, ein erheblicher Teil sogar mit unbefristeten Vollzeitverträgen. Diese Daten passen nicht zu den üblichen politischen Schlagworten über angeblich gescheiterte Integration. Sie zeigen etwas anderes: Wer bleiben darf und rechtlich abgesichert ist, findet oft deutlich schneller Anschluss als viele Debatten vermuten lassen. Die Zahlen liefern damit Stoff für eine nüchternere Diskussion über Migration und Integration.

Fuerteventura landet den ersten Rotthun

Mit 333 Kilo hat Fuerteventura den ersten Rotthun der neuen Saison auf den Kanarischen Inseln an Land geholt. Gefangen haben ihn die Cousins León und Manuel Avero an Bord ihres Boots „Los Peña“, gewogen worden ist der Fisch am Mittwochabend in Gran Tarajal. Schon im vergangenen Jahr hat die Insel die Saison auf dem Archipel eröffnet. Solche Fänge sind weit mehr als eine Randnotiz für Fischerromantik. Sie stehen für Sichtbarkeit, Einkommen und Stolz in einem Sektor, der auf vielen Inseln unter massivem wirtschaftlichem Druck steht. Der erste große Fang der Saison ist deshalb immer auch ein Signal: Die traditionelle Fischerei lebt noch – und sie hat auf den Kanarischen Inseln weiterhin Gewicht.

Tías startet den großen Umbau von Puerto del Carmen

Nach Jahren der Verzögerung hat der Gemeinderat von Tías gestern den dritten Modernisierungsplan für Puerto del Carmen beschlossen. Vorgesehen sind 56 Maßnahmen, davon 43 private und 13 öffentliche. Jetzt fehlt noch die endgültige Bestätigung durch die kanarische Regierung. Die Gemeinde rechnet innerhalb von acht Jahren mit direkten Einnahmen von fast 51 Millionen Euro. Hinzu kommen neue öffentliche Flächen, touristische Sanierungen und zusätzlicher Wohnraum, teils auch für öffentliche Wohnungen. Der Beschluss ist damit ein zentraler Eingriff in die Zukunft eines der wichtigsten Tourismusorte auf Lanzarote. Für Tías geht es nicht nur um Bauprojekte. Es geht um die Frage, ob Puerto del Carmen städtebaulich endlich mit seinem wirtschaftlichen Gewicht Schritt hält.

Kanaren sichern Fährverkehr nach Armas-Verkauf ab

Die kanarische Regierung hat gestern deutlich gemacht, dass sie den Verkauf von Armas-Trasmediterránea an Baleària eng begleitet, um die Schiffsverbindungen zwischen den Inseln notfalls selbst abzusichern. Verkehrsminister Pablo Rodríguez hat im Parlament erklärt, die maritime Anbindung sei absolut zentral und könne im Ernstfall über eine gemeinwirtschaftliche Verpflichtung geschützt werden. Vor allem auf El Hierro wächst die Sorge, bei weiteren Ausfällen oder Kürzungen abgehängt zu werden. Der Eigentümerwechsel ist deshalb nicht nur eine Unternehmensnachricht. Er berührt die Daseinsvorsorge auf dem Archipel. Denn wo Fähren ausfallen, geht es nicht bloß um Reisen – sondern um Waren, Termine, medizinische Wege und am Ende um das Gefühl, nicht vom Rest der Inselwelt abgeschnitten zu sein.

Ferienwohnungsregister bringt viele Anbieter in Not

Nur rund 30 Prozent der Ferienwohnungen auf den Kanarischen Inseln haben die neue Pflicht erfüllt, ihre Reservierungen jährlich zu melden. Diese Zahl hat Tourismusministerin Jéssica de León gestern im Parlament genannt und das staatliche System scharf kritisiert. Aus Sicht der Regionalregierung schafft das neue Doppelregister Unsicherheit, weil legale Anbieter trotz regionaler Zulassung auf Plattformen verschwinden können, wenn sie die zusätzlichen staatlichen Vorgaben nicht erfüllen. Madrid will damit illegale Angebote besser kontrollieren. Auf den Inseln wächst dagegen die Sorge, dass vor allem kleine Eigentümer aus dem Markt gedrängt werden. Das Thema bleibt brisant, weil jede neue Regel in diesem Sektor sofort Folgen für Preise, Angebot und Konkurrenz auf dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt hat.

Neun Verdächtige landen nach Drogenrazzia in Haft

Nach einer großen Polizeiaktion gegen mutmaßliche Drogenwohnungen in San José und im Polígono de San Cristóbal in Las Palmas de Gran Canaria sind gestern neun von 17 Festgenommenen in Untersuchungshaft gekommen. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf organisierte Kriminalität und Drogenhandel. Nach Angaben der Ermittler soll die Gruppe über Monate Crack, Heroin und Kokain aus mehreren Wohnungen heraus verkauft haben. Zwei Beschuldigte sind unter Auflagen freigekommen, über weitere Entscheidungen war zunächst noch nicht abschließend entschieden. Für die Polizei ist das ein wichtiger Schlag gegen offene Strukturen im Straßenhandel. Für die betroffenen Viertel bleibt die größere Frage, ob damit nur ein Netzwerk getroffen worden ist – oder ob sich die Szene bald wieder neu organisiert.

Neue Millionenhilfe stärkt kanarische Biomedizin

Sieben biomedizinische Forschungsprojekte auf den Kanarischen Inseln haben gestern Fördergelder von zusammen fast 190.000 Euro erhalten. Ausgezeichnet worden sind Studien zur frühen Alzheimer-Diagnose, zu resistenten Bakterien, zu Herz-Kreislauf-Risiken, zu Diabetes, zu HIV und zu Lungenprothesen. Die Mittel kommen von der Fundación DISA. Auffällig ist, dass mehrere Projekte von vergleichsweise jungen Forschenden getragen werden. Genau das macht die Förderung für den Wissenschaftsstandort so wichtig. Gute Forschung entsteht nicht allein durch Ideen, sondern durch Zeit, Personal und verlässliche Perspektiven. Auf dem Archipel fehlt es daran oft. Solche Preise lösen das strukturelle Problem nicht, aber sie schaffen wenigstens dort Spielraum, wo ohne Geld viele Projekte gar nicht erst über die Konzeptphase hinauskommen.

Kreuzfahrten steuern stärker auf die Kanaren zu

Die Kreuzfahrtbranche hat die Kanarischen Inseln wieder stärker im Blick. Hafenverantwortliche haben gestern berichtet, dass zusätzliche Anläufe geplant oder Routen verändert werden, weil die Inseln als sicherer und stark nachgefragter Raum gelten. Die Hafenbehörde bringt das auch mit der angespannten Lage im Nahen Osten in Verbindung. Reedereien wie MSC verweisen dagegen vor allem auf die ohnehin hohe Nachfrage. Unstrittig ist: Der Markt wächst weiter. Zuletzt haben rund 3,7 Millionen Passagiere einen der Kreuzfahrthäfen auf dem Archipel genutzt. Neue Infrastruktur wie die große Terminalanlage in Las Palmas stützt diesen Trend zusätzlich. Damit festigen die Kanarischen Inseln ihre Rolle als Atlantik-Destination – mit allen wirtschaftlichen Chancen, aber auch mit den bekannten Debatten über Belastung und Nachhaltigkeit.

Gran Canaria hält weiter zehn Straßen gesperrt

Auch Tage nach Therese ist die Verkehrslage auf Gran Canaria noch nicht wieder normal: Zehn Straßen sind gestern weiterhin gesperrt geblieben, obwohl mehrere andere Strecken bereits geöffnet werden konnten. Betroffen sind unter anderem Abschnitte bei Pino Santo, Timagada, Risco Blanco, Teror, La Culata, Aríñez und Temisas. Ursache sind Unterspülungen, Abrutschungen und andere schwere Schäden an der Fahrbahn. Das Cabildo hat angekündigt, dringende Reparaturen jetzt im Eilverfahren anzustoßen. Für viele Orte im Inselinneren bedeutet das aber weiter Umwege, Verzögerungen und Unsicherheit. Gerade daran zeigt sich, wie lange ein Unwetter nachwirkt. Die Schlagzeilen verschwinden schnell – kaputte Straßen, gesperrte Wege und wirtschaftliche Folgeschäden bleiben deutlich länger.

 

26.03.2026

Spanien droht zu Ostern neues Flughafen-Chaos

Ausgerechnet zum Start in die Osterreisezeit haben Beschäftigte der Bodenabfertiger Groundforce und Menzies in Spanien neue Streiks angekündigt. Geplant sind Arbeitsniederlegungen vom 27. bis 29. März sowie weitere Ausstände vom 2. bis 6. April, betroffen sind mehr als 20 Flughäfen, darunter Madrid, Barcelona, Palma, Málaga, auf Teneriffa, auf Gran Canaria, auf Fuerteventura und auf Lanzarote. Für Reisende bedeutet das längere Schlangen, Probleme beim Check-in und bei der Gepäckabgabe sowie mögliche Ausfälle und Verspätungen. Die Lage trifft eine besonders sensible Phase, weil in vielen deutschen Bundesländern dann Osterferien sind und Spanien zu den gefragtesten Reisezielen zählt.

 

Spanien wird beim Frauenschutz zum europäischen Vorbild

Während in vielen Ländern noch über wirksamen Frauenschutz gestritten wird, hat Spanien längst ein enges Netz aus Gerichten, Polizei und Krisenhilfe aufgebaut. Nach Angaben des Gleichstellungsministeriums sind im vergangenen Jahr 48 Frauen von Partnern oder Ex-Partnern getötet worden, das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2003. Spanien arbeitet mit spezialisierten Gerichten, festen Polizeiprotokollen, Krisenzentren rund um die Uhr und digitalen Schutzsystemen für Hochrisikofälle. Das Thema bleibt gesellschaftlich hochsensibel, zugleich zeigt der Blick nach Spanien, dass konsequente Strukturen Gewalt nicht beenden, den Schutz von Betroffenen aber messbar verbessern.

 

Guardia Civil stoppt Kartenbetrüger auf Lanzarote

Mitten im Urlaub sind auf Lanzarote ältere Touristen gezielt bestohlen und kurz darauf mit ihren Bankkarten um Tausende Euro geprellt worden. Die Guardia Civil hat zwei Verdächtige festgenommen und geht von vier Diebstählen sowie vier Fällen von Kartenbetrug aus, der Schaden liegt nach bisherigen Erkenntnissen bei rund 10.000 Euro. Nach Ermittlerangaben haben die Täter ihre Opfer in belebten Bereichen rund um Puerto del Carmen in einem Moment der Unaufmerksamkeit bestohlen und die Kartendaten dann sofort weiter genutzt. Der Fall zeigt, wie professionell solche Gruppen inzwischen arbeiten, und er trifft genau jene Branche, von der die Insel lebt: den Tourismus.

 

Gran Canaria beendet die Notlage und warnt weiter vor Erdrutschen

Die akute Unwetter-Notlage auf Gran Canaria ist vorbei – gefährlich bleibt es trotzdem, vor allem auf Straßen im Inselinneren. Das Cabildo hat den Insel-Notstand nach Therese aufgehoben, zugleich aber weiter vor Erdrutschen und Steinschlägen gewarnt. Nach den letzten Angaben liefen noch 34 Stauseen über, außerdem blieben 15 Straßen gesperrt oder nur eingeschränkt nutzbar. Damit verschiebt sich die Lage von der akuten Wettergefahr zur Sicherheitsfrage im Alltag, und genau das macht diese Phase für Anwohner und Ausflügler besonders heikel.

 

Schulen öffnen wieder – nur La Gomera bleibt im Distanzmodus

Für die meisten Familien auf den betroffenen Inseln ist der Schulalltag zurückgekehrt, auf La Gomera aber hat Therese den Präsenzunterricht weiter ausgebremst. Die Bildungsbehörde hat an fast 50 Zentren Schäden oder Beeinträchtigungen registriert, besonders auf Gran Canaria und auf Teneriffa. Einzelne Schulen mussten wegen Stromausfällen, Überflutungen, beschädigter Leitungen oder unpassierbarer Zufahrten geschlossen bleiben. Die Lage zeigt, dass ein Unwetter auch dann nicht vorbei ist, wenn der Regen nachlässt, denn die Folgen treffen noch Tage später Unterricht, Betreuung und Mobilität.

 

Therese zeigt, wie unberechenbar Wetter auf den Inseln kippt

Warum ein Tief beim Abschwächen noch gefährlicher werden kann, hat Therese auf den Kanarischen Inseln eindrucksvoll gezeigt. Ein Beitrag von Televisión Canaria hat erklärt, dass ein nachlassendes Tief lokal zusätzliche Instabilität auslösen kann, statt sich einfach nur zu beruhigen. Genau deshalb ist der Regen nicht gleichmäßig gefallen, sondern punktuell und mit großer Wucht, je nach Geländeform, Luftströmung und Wolkenlage. Für das Archipel ist das eine entscheidende Erkenntnis, weil gerade auf den gebirgigen Inseln kleine meteorologische Verschiebungen sehr schnell große Folgen für Straßen, Siedlungen und Einsatzkräfte haben.

 

Polizei hebt illegale Werkstatt in Arrecife aus

In Arrecife hat die Polizei einen illegalen Werkstattbetrieb gestoppt, in dem ausländische Arbeiter unter prekären und unsicheren Bedingungen beschäftigt worden sein sollen. Bei einer Kontrolle in dem Schweißbetrieb haben die Beamten drei Menschen ohne regulären Status angetroffen, außerdem fanden sie Schlafplätze direkt im Betrieb. Zwei Verdächtige sind festgenommen worden, der Vorwurf lautet auf Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte und gegen Rechte ausländischer Staatsbürger. Der Fall ist brisant, weil er zeigt, dass Ausbeutung auf Lanzarote kein abstraktes Thema ist, sondern ganz konkret dort stattfindet, wo viele nur Sonne und Ferien sehen.

 

Las Palmas wird zur größten Schiffstankstelle Spaniens

Der Hafen von Las Palmas hat seinen wichtigsten Konkurrenten Algeciras überholt und sich an die Spitze der spanischen Schiffstreibstoff-Versorgung gesetzt. Im Februar sind in La Luz rund 224.800 Tonnen Bunkertreibstoff abgegeben worden, das waren fast 30.000 Tonnen mehr als in Algeciras. Für den Hafen ist das strategisch bedeutsam, weil Las Palmas damit seine Rolle als Versorgungsdrehscheibe im Atlantik weiter ausbaut. Sollte die Lage im Nahen Osten zusätzliche Umwege im Schiffsverkehr erzwingen, könnte dieser Standortvorteil sogar noch wichtiger werden.

 

Hotelpreise auf dem Archipel ziehen weiter an

Ferien auf den Kanarischen Inseln sind erneut teurer geworden, denn die Hotelpreise haben ihren Aufwärtstrend auch im Februar fortgesetzt. Nach den jüngsten INE-Daten lag das Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 4,5 Prozent, nachdem die Preise schon im Januar um 4,9 Prozent gestiegen waren. Gleichzeitig blieb die Auslastung mit rund 78 Prozent hoch, im Süden von Gran Canaria sogar noch darüber. Für die Branche ist das ein Stabilitätssignal, für viele Einheimische wächst dagegen der Druck, weil Urlaub auf dem eigenen Archipel zunehmend zum Luxus wird.

 

BBVA sieht die Kanaren 2026 weiter auf Wachstumskurs

Die kanarische Wirtschaft bleibt nach Einschätzung von BBVA Research auch 2026 auf Wachstumskurs und soll stärker zulegen als der spanische Durchschnitt. Das Institut rechnet für die Inseln mit einem Plus von 2,5 Prozent und verweist vor allem auf starke Dienstleistungsexporte und den anhaltenden Tourismus. Für 2027 fällt der Blick allerdings vorsichtiger aus, dann erwartet BBVA nur noch zwei Prozent Wachstum. Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Die Wirtschaft läuft, doch das Tempo dürfte nachlassen, und genau deshalb bleibt die Abhängigkeit vom Tourismus das zentrale Risiko.

 

Osterbuchungen bleiben trotz Regen und hoher Preise stark

Weder Regen noch Rekordpreise bremsen bislang die Oster-Nachfrage auf dem Archipel, denn die Hotels rechnen weiter mit sehr hoher Auslastung. In der Provinz Las Palmas liegen die Erwartungen bei rund 90 Prozent, in der Provinz Santa Cruz de Tenerife bei etwa 80 Prozent, teils mit Luft nach oben durch Last-Minute-Buchungen. Einzelne Stornierungen wegen Therese hat es zwar gegeben, insgesamt bleibt die Nachfrage aber robust. Das bestätigt einmal mehr, wie widerstandsfähig der Tourismus auf den Inseln selbst dann ist, wenn Wetter und Preise eigentlich gegen spontane Buchungen sprechen.

 

Fuerteventura stoppt Windpark in geschütztem Naturraum

Auf Fuerteventura ist ein geplanter Windpark in einem sensiblen Naturraum gestoppt worden – nach massivem Widerstand von Inselregierung und Gemeinde. Die kanarische Generaldirektion für Energie hat das Projekt Costa Calma I mit 18 Megawatt im Naturpark Jandía ausgebremst, weil es mit dem geltenden Planungsrecht kollidiert. Nach Darstellung der Behörden wären dafür auch Zufahrtswege nötig gewesen, die in diesem Schutzgebiet ausdrücklich verboten sind. Der Fall steht exemplarisch für einen Konflikt, der auf den Inseln schärfer wird: Der Ausbau erneuerbarer Energien ist politisch gewollt, stößt aber dort an Grenzen, wo Naturraum und Inselmodell bedroht sind.

25.03.2026

Gewitterrisiko hält die Inseln in Alarmbereitschaft

Noch vor Tagesanbruch hat die Aemet gestern für mehrere Inseln kräftige Schauer und örtliche Gewitter angekündigt und damit die Warnlage auf dem Archipel verlängert. Betroffen gewesen sind vor allem Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro, bevor sich das Wetter später teilweise beruhigt hat. Damit ist die Gefahr nicht vorbei. Nach Tagen mit vollgelaufenen Barrancos, gesättigten Böden und gesperrten Straßen reicht schon neuer Starkregen, um die Lage sofort wieder kippen zu lassen. Für die Bevölkerung bleibt deshalb nur eine klare Linie: Wege vermeiden, Warnhinweise beachten und Wasserläufe nicht unterschätzen.

 

Leichte Erdstöße treffen El Hierro

Auf und vor El Hierro hat das Nationale Geografische Institut gestern drei leichte Erdbeben registriert, das stärkste mit einer Magnitude von 2,9. Die Erdstöße haben sich am Morgen im Meer in Tiefen zwischen 19 und 39 Kilometern ereignet; schon am Vorabend war dort ein weiteres schwächeres Beben gemessen worden. Schäden sind bislang nicht bekannt geworden. Trotzdem bleibt jede seismische Bewegung auf El Hierro ein sensibles Thema, weil die Insel auf solche Signale besonders aufmerksam reagiert. Für die Behörden ist das zunächst ein Beobachtungsfall, für viele Menschen auf der Insel aber sofort auch ein Erinnerungspunkt an frühere vulkanische Unruhe.

 

Präsenzunterricht fällt auf drei Inseln aus

Wegen der Unwetterlage hat die kanarische Bildungsbehörde gestern den Präsenzunterricht auf Gran Canaria, Teneriffa und La Palma zunächst für den Nachmittag und anschließend auch für heute ausgesetzt. Der Unterricht läuft dort heute online weiter, weil Straßen überflutet, Barrancos angeschwollen und viele Wege unsicher geworden sind. Damit hat das Tiefdruckgebiet den Alltag jetzt voll erreicht. Es trifft nicht mehr nur Straßen und Einsatzkräfte, sondern Familien, Schulen und Betreuung direkt. Politisch wirft die Lage vor allem eine Frage auf: Warum musste die Kommunikation zur Abholung der Kinder erst nachträglich korrigiert werden, als sich die Situation bereits zugespitzt hatte?

 

Neue Lebensmittelregeln setzen Betriebe unter Druck

Ab dem 3. April müssen Hotels, Restaurants, Supermärkte und andere Betriebe auf den Kanarischen Inseln deutlich strenger gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen. Dann greifen die Vorgaben des neuen Gesetzes verbindlich, darunter Präventionspläne, Vorrang für Spenden und neue Pflichten im Umgang mit Überschüssen; bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 500.000 Euro. Inhaltlich ist das überfällig. Noch immer landet pro Kopf ein erheblicher Teil genießbarer Lebensmittel im Müll. Gleichzeitig wächst in der Branche die Kritik, weil kleinere Unternehmen zusätzliche Bürokratie, mehr Personalaufwand und Rechtsunsicherheit befürchten. Der eigentliche Hebel liegt ohnehin nicht nur in Hotels und Restaurants, sondern auch in privaten Haushalten, wo der größte Teil der Verschwendung entsteht.

 

Parlament stärkt Zimmerkräfte im Tourismus

Mit breiter Mehrheit haben sich gestern im kanarischen Parlament alle Fraktionen außer Vox darauf verständigt, höhenverstellbare Betten und motorisierte Wagen im Tourismussektor verpflichtend zu machen. Die Reform soll in das Tourismusgesetz einfließen und die körperliche Belastung der Camareras de Piso endlich spürbar senken. Das ist mehr als Symbolpolitik. Gerade in Hotels gehört körperlicher Verschleiß für viele Zimmerkräfte seit Jahren zum Berufsalltag. Dass sich das Parlament hier gegen die bekannten Kostenargumente stellt, ist politisch bemerkenswert. Widerstand kommt zwar weiter aus Teilen kleinerer Unternehmen, aber die Richtung ist klar: Arbeitsschutz bekommt erstmals wirklich Gewicht.

 

Polizei zerschlägt Drogennetz in Las Palmas

Seit dem frühen Morgen hat die Policía Nacional gestern in Las Palmas de Gran Canaria elf Wohnungen durchsucht, 17 Menschen festgenommen und nach eigenen Angaben eine Drogenstruktur in San José und im Polígono de San Cristóbal zerschlagen. Im Zentrum der Ermittlungen stehen Heroin, Crack und zwei sogenannte Narco-Pisos, die über Monate beobachtet worden sein sollen. Nach Darstellung der Polizei war die Gruppe klar organisiert, mit festen Rollen für Führung, Verkauf, Wache und Straßenkontakt. Für die betroffenen Viertel ist das ein wichtiger Schlag gegen offene Drogenkriminalität. Ob der Druck dauerhaft wirkt, hängt jetzt davon ab, ob hinter dem Einsatz nicht nur eine große Razzia, sondern auch ein echter Strukturbruch steht.

 

Tourismus warnt vor Folgen des Iran-Kriegs

Kürzere Aufenthalte, teurere Flüge und weniger Kaufkraft in Europa setzen den Tourismus auf den Kanarischen Inseln zunehmend unter Druck. Tourismusministerin Jéssica de León hat gestern im Parlament vor den wirtschaftlichen Folgen der internationalen Kriegslage gewarnt und dabei auf einen spürbaren Rückgang der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer verwiesen: von 9,3 Nächten auf rund eine Woche. Das ist für die Inseln ein Warnsignal. Denn das touristische Modell lebt nicht nur von der Zahl der Gäste, sondern vor allem davon, wie lange sie bleiben und wie viel sie ausgeben. Dass das Archipel weiter als relativ sicheres Reiseziel gilt, stabilisiert die Lage zwar, ersetzt aber keine sinkende Kaufkraft in den Herkunftsmärkten.

 

Spritentlastung geht an den Kanaren vorbei

Auf dem spanischen Festland ist Tanken seit dem Wochenende deutlich günstiger geworden, auf den Kanarischen Inseln dagegen kaum. Der Grund liegt im Steuersystem: Madrid hat die Entlastung über den IVA geregelt, auf dem Archipel gilt aber der IGIC. Genau deshalb verpufft der staatliche Anti-Krisen-Plan hier weitgehend, obwohl die Preise auch auf den Inseln durch die internationale Lage weiter steigen. Das ist politisch brisant, weil sich erneut zeigt, wie schnell landesweite Hilfspakete an der Sonderstellung der Kanaren vorbeigehen. Die Regionalregierung arbeitet zwar an eigenen Maßnahmen, ihr Spielraum bleibt aber begrenzt. Für viele Familien zählt am Ende nur das Ergebnis an der Zapfsäule – und das fällt auf dem Archipel klar schlechter aus.

 

Festnahme stoppt Einbruchsserie im Südosten

Wochenlang haben Einbrüche in Geschäfte und Fahrzeuge im Südosten von Gran Canaria für Unruhe gesorgt, jetzt sitzt der mutmaßliche Täter in Haft. Die Guardia Civil wirft ihm vor, seit Mitte Februar in Santa Lucía de Tirajana, Agüimes und Ingenio systematisch Scheiben und Türen eingeschlagen und anschließend Bargeld oder Wertgegenstände gestohlen zu haben. Identifiziert worden ist der Mann unter anderem über ein markantes Tattoo und wiederkehrende Kleidung, festgenommen nach einer koordinierten Suche mit der Policía Local. Der materielle Schaden liegt bei mehr als 6.000 Euro, die Sachschäden kommen noch hinzu. Für die betroffenen Geschäftsleute ist aber vor allem entscheidend, dass seit der Festnahme laut Guardia Civil keine Taten nach demselben Muster mehr registriert worden sind.

 

Guagua steckt auf Teneriffa in Wassermassen fest

Mitten in Puerto de la Cruz ist gestern Abend eine Guagua mit Fahrgästen in einer starken Wasserführung stecken geblieben. Der Vorfall hat sich im Stadtteil El Tejar ereignet, wo mehrere Menschen das Fahrzeug nach Augenzeugenberichten über eine Dachluke verlassen haben; auch ein Auto hinter dem Bus ist festgesetzt worden. Solche Bilder machen die Gefahr sofort greifbar. Sie zeigen, dass Starkregen nicht nur Hänge und Barrancos betrifft, sondern auch alltägliche Verkehrswege in Städten innerhalb von Minuten unpassierbar machen kann. Gerade deshalb wirkt dieser Vorfall so stark: Er steht exemplarisch für eine Lage, in der normale Wege plötzlich zu Gefahrenzonen werden.

 

Ayagaures räumt Häuser am Barranco

Nur noch wenige Zentimeter haben gestern Abend in Ayagaures gefehlt, dann wäre die Talsperre übergelaufen. Deshalb hat das Cabildo auf Gran Canaria 40 Anwohner im Bereich des Barranco vorsorglich räumen lassen, vor allem in den Häusern direkt am Wasserlauf. Die Evakuierung zeigt, wie ernst die Lage im Süden der Insel inzwischen geworden ist. Die Gefahr kommt dort längst nicht mehr nur aus dem Himmel, sondern auch aus randvollen Speichern und angeschwollenen Wasserläufen. Für die Betroffenen ist das keine Warnstufe auf dem Papier, sondern eine unmittelbare Bedrohung von Häusern, Wegen und Versorgung. Genau das macht Therese so gefährlich: Das Tiefdruckgebiet trifft auf eine Infrastruktur, die an mehreren Punkten gleichzeitig unter Druck gerät.

 

Gran Canaria erlebt die schwerste Unwetternacht

32 Talsperren übergelaufen, rund 20 Straßen gesperrt, mehrere Orte isoliert oder geräumt und dazu der Notstand auf Stufe 2 mit UME-Einsatz: Gran Canaria hat in der Nacht auf heute die bislang heftigsten Folgen des Tiefdruckgebiets Therese erlebt. Besonders betroffen gewesen sind unter anderem Bañaderos, Teile des Nordens sowie Gemeinden im Süden und im Inselinneren. Der materielle Schaden geht schon jetzt in die Millionen und dürfte am Ende deutlich höher ausfallen als zunächst geschätzt. Diese Nacht ist für die Insel ein echter Stresstest gewesen – für Straßen, Einsatzkräfte, Wasserbau und politische Koordination. Und sie legt brutal offen, wie verwundbar Gran Canaria bei stationären Starkregenlagen bleibt.

24.03.2026

Therese bremst den Flugverkehr auf Lanzarote aus

Die Sturmfront Therese hat gestern den Flugverkehr auf Lanzarote spürbar ausgebremst. Ein Flug ist gestrichen worden, acht weitere Maschinen haben auf andere Flughäfen ausweichen müssen, weil Wind und instabile Wetterbedingungen den Betrieb am Airport erschwert haben. Für Reisende hat das Verspätungen, Umleitungen und neue Unsicherheit bedeutet. Die Meldung ist relevant, weil das Unwetter damit nicht nur Straßen und Küsten getroffen hat, sondern auch eine der zentralen Lebensadern der Insel. Gerade auf Lanzarote zeigt sich daran, wie schnell Wetterlagen direkte Folgen für Tourismus, Erreichbarkeit und Alltag haben.

Karnevalsumbau kostet Wagen und Teilnehmer im Süden

Der Karneval im Süden Gran Canarias hat wegen der Unwetter-Verschiebungen spürbar an Stabilität verloren. Nachdem die große Parade in Maspalomas verlegt worden ist, haben auch Mogán und Carrizal ihre Termine ändern müssen – mit Folgen für Wagenbauer, Fahrer und Gruppen, die seit Monaten geplant hatten. In Maspalomas waren 115 Wagen vorgesehen, bisher haben rund 80 Prozent zugesagt; in Mogán sind bereits erste Wagen ausgefallen. Besonders hart hat es Teilnehmer vom spanischen Festland getroffen, die ihre Reise nicht mehr umorganisieren konnten. Damit ist aus einer Terminverschiebung ein logistischer und wirtschaftlicher Schaden geworden, der eines der wichtigsten Festereignisse im Süden sichtbar geschwächt hat.

Gran Canaria bleibt unter massivem Unwetterdruck

Zehn gesperrte Straßen, 16 Talsperren im Überlauf und mehr als tausend registrierte Vorfälle haben gestern das Ausmaß der Lage auf Gran Canaria gezeigt. Das Cabildo hat von örtlich schwer berechenbaren Starkregenzellen gesprochen, die vor allem den Süden und Südosten der Insel unter Druck gesetzt haben. Barrancos sind angeschwollen, Straßen unpassierbar geworden und einzelne Orte zeitweise nur noch eingeschränkt erreichbar gewesen. Die Insel hat damit keine gewöhnliche Schlechtwetterphase erlebt, sondern eine ernste Belastungsprobe für Infrastruktur, Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz. Weil die Instabilität noch bis in die Nacht auf Donnerstag anhalten soll, bleibt die Lage politisch wie praktisch brisant.

Abriss in Guanarteme macht Weg für neuen Boulevard frei

Ein einzelnes Haus in der Calle Vergara ist in Las Palmas de Gran Canaria plötzlich zu einem Schlüsselprojekt für den Umbau von Guanarteme geworden. Die Stadt hat den Abriss des Gebäudes vergeben, damit die Plaza de América an den geplanten Boulevard über dem Barranco de La Ballena angeschlossen werden kann. Das Haus ist seit der Pandemie verschlossen und liegt an einem Punkt, an dem die Stadt den Stadtteil öffnen und neu ordnen will. Doch genau dieser Umbau bleibt umstritten, weil frühere Eingriffe juristisch und politisch bereits Konflikte ausgelöst haben. Der Fall zeigt, wie aufgeladen Stadtentwicklung dort wird, wo Aufwertung, Verdichtung und öffentliches Interesse frontal aufeinandertreffen.

Kajakfahrt im Barranco missachtet Warnungen der Behörden

Mitten in der angespannten Unwetterlage sind gestern zwei Menschen im Barranco von La Aldea mit einem Kajak unterwegs gewesen. Das ist passiert, obwohl Cabildo und Rathaus ausdrücklich davor gewarnt hatten, sich den Wasserläufen zu nähern, weil der Pegel nach den Regenfällen von Therese jederzeit plötzlich steigen kann. Genau dieser Leichtsinn macht den Vorfall so brisant: Was spektakulär wirkt, kann in wenigen Minuten lebensgefährlich werden und Einsatzkräfte zusätzlich binden. In La Aldea haben die Regenmassen zwar auch seltene und emotionale Bilder produziert. Aber die Kajakfahrt hat die Kehrseite gezeigt – Neugier kann in einer aktiven Gefahrenlage schnell zur zusätzlichen Belastung für den Katastrophenschutz werden.

Volle Talsperren verschärfen die Lage auf Gran Canaria

Ausgerechnet der lang ersehnte Regen hat Gran Canaria an einen kritischen Punkt gebracht. Mehrere Talsperren sind nach den Niederschlägen von Therese an ihre Grenzen geraten, weitere standen kurz davor, zusätzlich Wasser in die Barrancos abzugeben. Damit ist aus einer positiven Nachricht für die Wasserversorgung zugleich ein akutes Sicherheitsproblem geworden. Wo mehrere Speicher gleichzeitig Druck aufbauen, wächst die Gefahr für tiefer gelegene Straßen, Täler und Siedlungen. Für die Insel ist das ein seltenes Bild und politisch heikel, weil Wasser sonst vor allem als Mangelthema diskutiert wird. Jetzt hat die andere Extremseite durchgeschlagen: Viel Regen bedeutet eben nicht nur Entlastung, sondern kann binnen Stunden zur Gefahr werden.

Streit um große Ökostrom-Projekte auf Lanzarote eskaliert

Die Energiewende auf Lanzarote ist stärker unter Druck geraten, weil Ecologistas en Acción große Anlagen für erneuerbare Energien ohne breite öffentliche Debatte zurückgewiesen hat. Der Konflikt dreht sich nicht um das Ziel der Dekarbonisierung, sondern um die Frage, wie viel technische Großinfrastruktur die Insel verträgt und wer darüber entscheidet. Kritiker sehen Eingriffe in Landschaft, Raumordnung und Identität, Befürworter verweisen auf Versorgungssicherheit und Klimaschutz. Genau deshalb ist das Thema so explosiv: Auf einer begrenzten Insel wird jeder Großstandort sofort sichtbar – und damit politisch angreifbar. Der Streit dürfte bleiben, weil hier Klimaargumente und Schutz der Inselgestalt direkt kollidieren.

Palestina-Mural setzt in Las Palmas ein politisches Zeichen

Mit einem neuen Mural zu Palästina hat das Zentrum von Las Palmas de Gran Canaria gestern ein unübersehbares politisches Signal bekommen. Die Arbeiten an dem Bild sind abgeschlossen worden, und genau das macht die Botschaft nun dauerhaft sichtbar im öffentlichen Raum. Das Werk ist damit mehr als Kunst an einer Wand: Es hat eine internationale Debatte direkt auf die Straße und in den Alltag der Stadt getragen. Solche Eingriffe prägen das Stadtbild und verschieben zugleich die Grenze zwischen Kultur und politischer Haltung. Relevant ist das, weil Las Palmas damit erneut zeigt, dass öffentliche Kunst hier nicht neutral bleiben will, sondern bewusst Position bezieht.

Verfassungsurteil bringt 24 Festgenommene auf freien Fuß

Nicht neue Ermittlungen, sondern ein Urteil des Verfassungsgerichts hat 24 Festgenommenen in einem mutmaßlichen Drogenverfahren die Freiheit zurückgebracht. Genau das macht den Fall so heikel: Die Entlassungen sind nicht wegen entlastender Fakten erfolgt, sondern wegen einer verfassungsrechtlichen Bewertung des Vorgehens. Damit rückt sofort die Frage in den Mittelpunkt, wie tragfähig die jurische Grundlage für Freiheitsentzug in diesem Komplex überhaupt gewesen ist. Solche Entscheidungen beschädigen regelmäßig das Vertrauen in die Sauberkeit großer Strafverfahren. Die Botschaft ist klar: Auch in schweren Verfahren kann der Staat keine Abkürzungen nehmen, wenn Grundrechte im Spiel sind.

Canarias verliert Spitzenplatz bei Trennungen und Scheidungen

Sieben Jahre lang hat Canarias die Statistik angeführt – jetzt ist dieser Spitzenplatz bei Trennungen und Scheidungen verloren gegangen. Auf den ersten Blick klingt das nach Entspannung, tatsächlich sagt die Zahl aber erst einmal nur, dass sich die Rangfolge verschoben hat. Solche Daten sind relevant, weil sie mehr erzählen als nur private Krisen: Sie spiegeln auch wirtschaftlichen Druck, Wohnkosten und soziale Belastungen. Deshalb taugt die neue Statistik nicht für vorschnellen Optimismus. Entscheidend wird sein, ob sich daraus ein stabiler Trend entwickelt oder nur eine kurze Bewegung in den Zahlen ablesbar ist.

Gericht verurteilt Mann nach Angriff auf Frau auf Gran Canaria

Mit Faustschlägen auf eine Frau loszugehen – direkt nach der Ankunft auf Gran Canaria – hat für einen Finnen jetzt mit einer Verurteilung geendet. Der Fall ist besonders hart, weil der Angriff an einem Ort begonnen hat, an dem Sicherheit selbstverständlich sein sollte: unmittelbar nach einer Reiseankunft. Für das Opfer ist das ein massiver Gewaltschock gewesen, für die Insel ein weiterer Fall, der zeigt, wie präsent Gewaltdelikte auch im touristischen Umfeld bleiben. Das Urteil hat deshalb mehr als nur strafrechtliche Bedeutung. Es setzt ein klares Signal, dass solche Übergriffe nicht bagatellisiert werden und der Schutz von Betroffenen Vorrang hat.

Cayuco erreicht Los Cristianos trotz Sturmfront Therese

Selbst Therese hat die Atlantikroute nicht gestoppt: Gestern ist ein Cayuco mit 60 Menschen an Bord in Los Cristianos angekommen. Allein diese Ankunft zeigt, wie groß die Verzweiflung auf dieser Route geblieben ist, denn die Überfahrt ist trotz Sturm, hoher See und zusätzlicher Gefahr angetreten worden. Für die Einsatzkräfte bedeutet das neue Belastung in einem Moment, in dem das Unwetter ohnehin Personal und Ressourcen bindet. Politisch verschärft der Fall die bekannte Realität auf den Kanarischen Inseln: Migration bleibt ein dauerhaftes Krisenthema, unabhängig von Wetterlage und Saison. Dass ein Boot selbst unter diesen Bedingungen ankommt, ist ein drastisches Zeichen für den Druck auf dieser Route.

 

23.03.2026

Neue Teide-Daten gehen live

Auf Teneriffa hat das Geografische Nationalinstitut neue seismische Echtzeitdaten aus einer Station bei Vilaflor freigeschaltet, nachdem es rund um das Gebiet der Cañadas del Teide zuletzt wieder Schwarmbeben gegeben hat. Bürger können die Signale nun direkt online verfolgen. Das Institut hat den Schritt als Beitrag zu mehr Transparenz dargestellt.

Neu eingebunden ist die Station bei Las Lajas. Sie liegt näher an den Zonen, in denen zuletzt hybride Beben registriert worden sind, und liefert deshalb besonders relevante Daten. Bisher waren öffentlich vor allem Werte einer älteren Station bei Montaña Guajara zugänglich.

Für Teneriffa ist das mehr als ein technischer Service. Die Öffnung soll Vertrauen schaffen, Spekulationen bremsen und die Beobachtung der vulkanischen Aktivität nachvollziehbarer machen.

 

Ferienwohnungen gehen leicht zurück

Auf den Kanarischen Inseln hat es im Februar 42.896 Ferienwohnungen gegeben und damit rund vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch die Zahl der angebotenen Betten ist gesunken. Das geht aus neuen Daten des Statistikamts Istac hervor.

Der Rückgang ändert aber nichts an der starken Konzentration auf touristische Hotspots. Vorne liegen weiter Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. Besonders hoch bleibt das Angebot in Orten wie Arona, Adeje, San Bartolomé de Tirajana, La Oliva, Yaiza und Tías.

Für die Wohnungsdebatte ist das trotzdem relevant. Die Zahl sinkt, der Druck auf den regulären Markt bleibt aber hoch. Genau deshalb bleibt das Thema politisch explosiv.

 

Tanken wird auf den Kanarischen Inseln spürbar teurer

Auf den Kanarischen Inseln sind die Kraftstoffpreise seit Ende Februar kräftig gestiegen. Benzin ist um 13 Cent pro Liter teurer geworden, Diesel sogar um 20 Cent. Ein voller Tank kostet damit inzwischen bis zu zwölf Euro mehr.

Besonders auffällig ist das Tempo. Laut Bericht haben einige Tankstellen ihre Preise sogar zweimal an einem einzigen Tag angehoben. Das schürt den Verdacht, dass die Preisweitergabe deutlich schneller läuft als die tatsächliche Beschaffung.

Für viele Menschen auf dem Archipel ist das sofort spürbar. Wer im Alltag auf das Auto angewiesen ist, zahlt die Krise direkt an der Zapfsäule.

 

La Oliva treibt Touristenabgabe voran

In La Oliva soll im April eine Touristenabgabe von 54 Cent pro Person und Nacht beschlossen werden. Die Gemeinde auf Fuerteventura wäre damit die zweite Kommune auf den Kanarischen Inseln mit einem solchen Modell. Das Rathaus rechnet mit Einnahmen von rund sechs Millionen Euro pro Jahr.

Das Geld soll nach Angaben der Gemeinde in Dienstleistungen fließen und nicht in neue Investitionen. Begründet wird der Vorstoß mit überlasteten Strukturen, wachsendem Druck auf den Wohnungsmarkt und einer Belastungsgrenze, die aus Sicht der Verantwortlichen längst erreicht ist.

Damit geht es längst nicht mehr nur um eine neue Gebühr. La Oliva macht deutlich, dass Tourismus künftig stärker an den Folgekosten beteiligt werden soll.

 

Therese löst mehr als tausend Einsätze aus

Seit Freitagabend hat Tief Therese auf den Kanarischen Inseln Starkregen, schwere Sturmböen und mehr als tausend Einsätze ausgelöst, besonders auf den westlichen Inseln und auf Gran Canaria. Die Regionalregierung hat deshalb Warnungen vor Überflutungen und Steinschlag aktiviert. Auf dem Teide sind laut Bericht extreme Böen gemessen worden.

Straßen sind gesperrt worden, einzelne Ortsteile waren zeitweise nur schwer erreichbar. Die Behörden haben außerdem davor gewarnt, aus Neugier in Barrancos oder Höhenlagen zu fahren, um Wasserfälle zu fotografieren.

Das zeigt erneut, wie schnell ein Wetterereignis auf dem Archipel zur Sicherheitslage wird. Betroffen sind Verkehr, Versorgung und Katastrophenschutz zugleich.

 

Kanaren prüfen eigene Hilfen gegen Energiekrise

Die spanische Regierung hat ein großes Antikrisenpaket vorgelegt. Auf den Kanarischen Inseln wird nun aber genau geprüft, welche Maßnahmen dort überhaupt wirken. Der Grund ist simpel: Wegen IGIC und Sonderregelungen greift die Logik des Festlands auf dem Archipel nur begrenzt.

Vor allem bei Energie und Kraftstoffen stellt sich deshalb die Frage, ob die kanarische Regierung selbst nachsteuern muss. Aus dem Transportsektor kommt bereits der Hinweis, dass bei Steuern und Abgaben eigener Spielraum vorhanden sei.

Für die Inseln ist das entscheidend. Wenn Madrid Hilfen beschließt, die an der Realität des Archipels vorbeigehen, bleibt am Ende vor allem Frust.

 

Guacimeta startet schwächer in den Sommer

Am Flughafen Lanzarote-César Manrique beginnt die Sommersaison mit weniger regulären Flügen als im vergangenen Jahr. Nach Angaben der Inselwerbung SPEL sind pro Woche rund 679 Linienflüge und knapp 94.500 Sitze vorgesehen. Das liegt unter dem Niveau von 2025.

Stark bleibt vor allem der Inlandsverkehr. Dazu kommt weiter das große Gewicht des britischen Marktes. Auch Irland, Frankreich und Deutschland bleiben wichtig, direkte Verbindungen nach Amerika oder Asien fehlen dagegen weiter.

Für Lanzarote ist das mehr als Statistik. Weniger Kapazität kann sich direkt auf Tourismus, Erreichbarkeit und wirtschaftliche Erwartungen auswirken.

 

Therese bremst Flüge und Fähren aus

Besonders hart hat Therese den Luftverkehr auf La Palma und El Hierro getroffen. Allein am Samstag sind laut Aena 33 Flüge gestrichen und sieben weitere umgeleitet worden. Die meisten Ausfälle hat es auf La Palma gegeben.

Auch der Fährverkehr ist beeinträchtigt worden. Fred Olsen hat die Verbindung zwischen Gran Canaria und Teneriffa zeitweise nicht wie üblich über Agaete fahren können und stattdessen ab Las Palmas operiert. Auf La Gomera ist zudem eine Küstenlinie weiter ausgefallen.

Für ein Inselgebiet ist das sofort spürbar. Sobald Wetter und Seegang kippen, wird aus Sturm sehr schnell ein Problem für Mobilität und Versorgung.

 

El Reducto bleibt weiter gesperrt

In Arrecife bleibt der Stadtstrand El Reducto auch mehr als fünf Monate nach dem Badeverbot weiter geschlossen. Zwar sind die technischen Arbeiten gegen neue Abwassereinleitungen abgeschlossen. Es fehlen aber noch Freigaben und Schritte mit Endesa, damit die neue Infrastruktur endgültig ans Netz gehen kann.

Erst danach sollen Gesundheitsbehörden und Wasserverantwortliche grünes Licht geben. Das Rathaus hofft auf eine Lösung bis Ende März oder Anfang April. Bis dahin bleibt das Badeverbot bestehen.

Für Arrecife ist das ein heikler Fall. Ein zentraler Strand bleibt blockiert, obwohl die Arbeiten praktisch fertig sind. Das beschädigt Vertrauen und belastet auch das Image der Hauptstadt.

 

Kanaren suchen Hebel gegen Wohnungskäufe von außen

Die kanarische Regierung lässt juristisch prüfen, ob sich der Kauf von Wohnungen durch nichtansässige Ausländer einschränken lässt. Ziel ist es, Spekulation zu bremsen und den Zugang zu Wohnraum für Bewohner zu verbessern. Dafür ist ein Brüsseler Anwaltsbüro eingeschaltet worden.

Der Vorstoß ist politisch brisant, weil er direkt an EU-Recht rührt. Die Kanaren wollen ihre Sonderstellung als ultraperiphere Region ins Feld führen, treffen dabei aber auf die Grundfreiheit des Kapitalverkehrs.

Genau darin liegt die Sprengkraft. Die Regierung macht die Eigentumsfrage nun offen zum politischen Konflikt mit Brüssel.

 

Nach Therese fließt Wasser, aber nicht überall Normalität

Nach dem Durchzug von Therese hat sich die Lage auf den Kanarischen Inseln am Sonntag schrittweise beruhigt. Auf Gran Canaria sind mehrere Speicher übergelaufen, Schulen und Universität haben den Präsenzbetrieb wieder aufgenommen. Gleichzeitig sind einzelne Straßen weiter gesperrt geblieben.

Die Behörden haben deshalb vor unnötigen Fahrten in Berge und Barrancos gewarnt. Trotz der Entspannung blieb die Gefahr durch Steinschlag und Erdrutsche in mehreren Bereichen bestehen.

Die Meldung zeigt die doppelte Realität nach dem Unwetter. Der Regen hat Wasser gebracht und Versorgung gesichert, aber die Schäden und Risiken waren damit nicht sofort verschwunden.

 

Madrid übernimmt Kanaren-Modell für schnellere Ökoprojekte

Im neuen Antikrisendekret der spanischen Regierung taucht ein Instrument auf, das die Kanaren schon früher eingesetzt haben: beschleunigte Vorrangzonen für erneuerbare Energien. Diese Flächen sollen Wind- und Solarprojekte schneller ermöglichen, ohne Umweltkriterien ganz beiseitezuschieben.

Zusätzlich enthält das Paket Sonderpunkte für den Seeverkehr und für Düngemittelhilfen, die an die Lage des Archipels angepasst werden sollen. Gerade für die Kanaren ist das wichtig, weil ihre Energieversorgung weiter stark von fossilen Brennstoffen abhängt.

Politisch ist die Pointe klar. Madrid übernimmt damit ein Modell, das auf den Inseln bereits als Antwort auf ihre besondere Lage entwickelt worden ist.

20.03.2026

Unwetter „Therese“ trifft Kanaren: Warnstufe, Ausfälle und erste Schäden
Das Sturmtief „Therese“ sorgt weiterhin für erhebliche Einschränkungen auf den Kanaren. Für vier Inseln gilt Warnstufe Orange. Laut Wetterdienst werden vor allem auf den östlichen Inseln sowie im Süden von Gran Canaria und Teneriffa sehr starke und anhaltende Regenfälle erwartet.
Mehrere Maßnahmen wurden bereits getroffen: Der Unterricht fällt teilweise aus und der gesamte Fußball-Spielbetrieb auf Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote wurde für Freitag abgesagt.

Karneval in Maspalomas verschoben
Die große Karnevalsparade in Maspalomas wird wegen der Wetterlage auf Samstag, den 28. März, verlegt. Auch weitere Veranstaltungen wurden entsprechend angepasst.

Erste Auswirkungen des Sturmtiefs „Therese“
In Telde kam es durch starke Windböen zu umgestürzten Bäumen, herabfallenden Ästen und beschädigten Straßenlaternen. Einsatzkräfte waren die ganze Nacht im Einsatz. Im Barranco de Arguineguín sind zahlreiche Anwohner derzeit von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem die Straße GC-505 durch starke Regenfälle unpassierbar wurde.

Wetterlage in Las Palmas
In der Inselhauptstadt zeigte sich der Freitag zunächst sonnig, jedoch wird im Tagesverlauf mit stärkerem Wellengang und möglichen Regenfällen gerechnet.
Die Behörden warnen vor Risiken. Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, sich ausschließlich über offizielle Kanäle zu informieren und Vorsicht walten zu lassen.

Wirtschaft: Kanaren planen Anti-Krisen-Maßnahmen
Angesichts steigender Energiepreise und internationaler Unsicherheiten arbeitet die kanarische Regierung an einem Maßnahmenpaket. Diskutiert werden unter anderem die Senkung der Mehrwertsteuer (IGIC), Zuschüsse auf Kraftstoffe (ca. 20 Cent pro Liter) und die Unterstützung für einkommensschwache Haushalte. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Folgen für Bevölkerung und Unternehmen abzufedern.

San Bartolomé de Tirajana schuldenfrei

Die Gemeinde San Bartolomé de Tirajana ist erstmals seit Jahren komplett
schuldenfrei. Nach einem Schuldenstand von über 30 Millionen Euro vor rund 15 Jahren liegt die Verschuldung nun bei null.

19.03.2026

Sturm „Therese“: Schulen auf den Kanaren schließen – Online-Unterricht angeordnet
Aufgrund des Sturms „Therese“ wird der Präsenzunterricht auf den Kanarischen Inseln am Donnerstag und Freitag weitgehend ausgesetzt. Stattdessen findet der Unterricht online statt. Bereits ab Donnerstag bleiben Schulen auf Teneriffa, La Palma, La Gomera, ElHierro und La Graciosa geschlossen. Auf Gran Canaria erfolgt die Umstellung im Laufe des Tages. Am Freitag gilt die Online-Regelung für das gesamte Archipel.
Insgesamt sind bis zu 311.000 Schülerinnen und Schüler betroffen.

Auch Kindertagesstätten, Tageszentren und die Universität La Laguna stellen den Betrieb vorübergehend ein oder wechseln in den Online-Modus. Behörden und Unternehmen wurden aufgefordert, möglichst ins Homeoffice zu wechseln, um die Mobilität zu reduzieren.
Grund sind angekündigte starke Winde, heftige Regenfälle und hoher Wellengang. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits im Verkehr sowie im Flugverkehr mit
Verspätungen und Ausfällen. Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, unnötige Wege zu vermeiden und den Sicherheitsanweisungen zu folgen.

Sturm „Therese“: Verschiebung der Drag-Gala trifft Wirtschaft im Yumbo-Zentrum
Die wetterbedingte Verschiebung mehrerer Veranstaltungen des Karnevals von
Maspalomas wirkt sich bereits wirtschaftlich aus. Besonders betroffen ist das Yumbo-Zentrum, wo Bars und Restaurants für die ursprünglich geplante Drag-Gala mit einem vollen Haus gerechnet hatten.
Die Gemeinde San Bartolomé de Tirajana verlegte die Gala vom Donnerstag auf den 25. März. Weitere Veranstaltungen wurden ebenfalls verschoben. Grund sind Unwetterwarnungen mit starkem Wind, Regen und hohem Wellengang durch Sturm „Therese“.

Viele Betriebe hatten ihre Kapazitäten bereits ausgeschöpft, teils mit bis zu 100
Reservierungen. Nun besteht Unsicherheit, ob diese auf die neuen Termine
übertragen werden können. Branchenvertreter rechnen daher mit wirtschaftlichen Einbußen. Die Veranstalter betonen jedoch, dass die Sicherheit oberste Priorität habe. Die große Karnevalsparade am Wochenende soll vorerst stattfinden, eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Wasserstreit in Tejeda: Bürgermeister verteidigt Vorgehen nach Urteil des Obersten Gerichts

Nach einem Urteil des Obersten Gerichts hält Tejedas Bürgermeister Francisco Perera an der umstrittenen Wasserpolitik seiner Gemeinde fest. Es geht um den Kauf von Anteilen an der Talsperre La Cumbre, die der Wasserversorgung der lokalen Landwirtschaft dienen sollen. Das Gericht hat eine frühere Entscheidung aufgehoben und eine neue Begründung verlangt, jedoch nicht endgültig gegen die Gemeinde entschieden. Tejeda hat inzwischen rund 12 Prozent der Anteile erworben, ist aber nicht Mehrheitsaktionär. Perera betont, dass das Wasser in der Bergregion bleiben müsse und nicht wie
früher an die Küste geleitet werden solle. Ziel sei es, die Versorgung der lokalen Landwirtschaft zu sichern, da die Gemeinde keinen Zugang zu Entsalzungsanlagen habe. Der Rechtsstreit ist noch nicht abgeschlossen und wird weiter vor Gericht verhandelt.

50.000 Euro Strafe für Supermarkt in Vecindario
Die Kanarische Regierung hat gegen ein Unternehmen in Vecindario eine Geldstrafe von rund 49.000 Euro verhängt. Grund ist ein schwerer Verstoß gegen den Arbeitsschutz. Dem Supermarkt wird vorgeworfen, Arbeiten trotz akuter Gefährdung für die Beschäftigten nicht gestoppt zu haben. Die Strafe ist bereits rechtskräftig und wurde im Amtsblatt veröffentlicht. Die Behörden betonen, dass solche Maßnahmen der Sicherheit der Arbeitnehmer dienen und Verstöße konsequent geahndet werden.

18.03.2026

Wasserstreit in Tejeda neu aufgerollt

Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat den Streit um die Nutzung von Wasser in den Bergen von Gran Canaria neu entfacht. Ein früheres Urteil zugunsten der Gemeinde Tejeda wurde aufgehoben.

Konkret geht es um den Kauf von Anteilen an der Talsperre „La Cumbre“, mit denen die Gemeinde Wasser für lokale Landwirte sichern wollte. Ein Vertreter der Bewässerungsgemeinschaft hatte dagegen geklagt.

Das Gericht stellte nun klar, dass die Gemeinschaft klageberechtigt ist, und verwies den Fall zurück an die erste Instanz. Dort muss nun erneut geprüft werden, ob die Gemeinde die Anteile rechtmäßig erwerben durfte.

 


Unwetterwarnung: Tief „Therese“ bringt Sturm und hohe Wellen

Das Sturmtief „Therese“ sorgt auf den Kanaren für mehrere Tage instabiles Wetter. Erwartet werden starke Winde mit Böen bis zu 90 km/h, kräftiger Regen, Gewitter und hoher Wellengang.

Die Behörden haben Warnstufen für Wind und Küstengefahren ausgerufen. Besonders an den Küsten besteht Gefahr durch bis zu fünf Meter hohe Wellen und mögliche Überflutungen.

Der Höhepunkt des Unwetters wird am Donnerstag und Freitag erwartet. Die Bevölkerung wird zu Vorsicht aufgerufen.

 


Urteil gefährdet Karneval in Las Palmas

Ein Gerichtsurteil stellt den Karneval im Hafenbereich von Las Palmas de Gran Canaria infrage. Künftig darf die Veranstaltung dort nicht mehr stattfinden, wenn Anwohner dadurch gestört werden.

Die Stadt wurde zudem zu Entschädigungszahlungen von rund 600.000 Euro wegen Lärmbelästigung verurteilt.

Das Gericht fordert einen neuen Veranstaltungsort, der die Rechte der Anwohner besser schützt.

 


Großes Sicherheitsaufgebot beim Karneval in Maspalomas

Für den internationalen Karneval in Maspalomas (10.–22. März) hat die Polizei ein umfangreiches Sicherheitskonzept eingerichtet.

Besonders bei Großveranstaltungen wie der Drag-Gala und der großen Karnevalsparade am 21. März wird die Präsenz verstärkt.

Mehrere Polizeieinheiten sowie Rettungsdienste arbeiten zusammen, um einen sicheren Ablauf der Feierlichkeiten zu gewährleisten.

17.03.2026

Teurer Kraftstoff belastet Transportsektor
Spediteure auf den Kanaren zahlen derzeit rund 400 Euro mehr pro Monat für Treibstoff. Der Branchenverband fordert deshalb Steuervergünstigungen von bis zu 99 %, eine Unterstützung von 25 Cent pro Liter sowie 1.500 Euro pro Fahrzeug.

Sturmtief „Therese“ bringt Wetterumschwung
Nach frühlingshaften Temperaturen kündigt sich ab Mittwoch ein deutlicher Wetterwechsel an. Das Sturmtief „Therese“ bringt starke Winde (bis über 90 km/h), kräftige Regenfälle und möglicherweise Schnee auf dem Teide. Die Lage bleibt unsicher, es werden aber mehrere Tage mit instabilem Wetter erwartet.

Resistente Bakterien in wiederverwendetem Wasser
Eine Studie unter Beteiligung der Universität La Laguna zeigt: In aufbereitetem Abwasser für die Landwirtschaft wurden antibiotikaresistente Keime gefunden. Besonders betroffen ist Gran Canaria. Experten fordern strengere Kontrollen, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

160 Millionen Euro für Stadionumbau
Das Cabildo und die UD Las Palmas haben sich auf die Finanzierung der Renovierung des Estadio de Gran Canaria geeinigt. Die Kosten steigen auf 160 Millionen Euro. Davon übernimmt der Verein 60 Millionen. Das Stadion soll für die WM 2030 auf etwa 45.000 Plätze erweitert werden.

Justiz: Urlaub verlängert – Bauarbeiten gestartet
Laut einem aktuellen Beschluss dürfen Gerichtsmitarbeiter ihre Urlaubstage aus 2025 ausnahmsweise noch bis Juni 2026 nutzen. Gleichzeitig laufen Bauarbeiten am Gerichtsgebäude in Maspalomas, die rund vier Monate dauern und den Betrieb beeinträchtigen könnten.

16.03.2026​

Straßensperren und Verkehrsbehinderungen
Am Montag, 16. März, kommt es auf mehreren Straßen auf Gran Canaria zu Verkehrsbehinderungen durch Wartungsarbeiten:

GC-551 (km 9,3 – 9,9, Abschnitt Era del Cardón – Agüimes):
Vorsicht wegen Arbeiten am Straßenrand.
Die Arbeiten finden von 07:30 bis 15:00 Uhr statt.

GC-422 in San Mateo: Die Straße ist komplett gesperrt wegen der Installation neuer Sicherheitsbarrieren. Die Sperre gilt täglich von 08:00 bis 16:00 Uhr, bis die Arbeiten abgeschlossen sind.

Autofahrer werden gebeten, sich vor Fahrten über aktuelle Meldungen der Verkehrsbehörden zu informieren.

 

Ingenio fordert neuen Anschluss an die GC-1
Seit fast
30 Jahren fordert die Gemeinde Ingenio einen zusätzlichen Anschluss an die Autobahn GC-1. Derzeit gibt es nur jeweils eine Zu- und Abfahrt pro Richtung, was besonders zu Stoßzeiten regelmäßig zu langen Staus führt – teilweise bis zur Ausfahrt des Flughafens.

Bürgermeisterin Vanesa Martín fordert von der kanarischen Regierung, das bereits geplante Projekt endlich umzusetzen. Der neue Anschluss nahe El Burrero soll den Verkehr zwischen Ingenio und Carrizal entlasten und die wirtschaftliche Entwicklung der Region fördern.

 

Neues Diagnoseverfahren im Hospital Negrín
Das Universitätskrankenhaus
Doctor Negrín in Las Palmas hat eine neue Methode zur Diagnose von Blut- und Knochenmarkkrebs eingeführt. Die Technik des optischen Genom-Mappings ermöglicht eine genauere Analyse von DNA-Veränderungen bei Leukämien und anderen hämatologischen Erkrankungen.

Die Technologie wird seit Anfang 2025 eingesetzt, bereits rund 150 Proben wurden analysiert. Das Labor gilt inzwischen als wichtiges Referenzzentrum in Spanien.

 

Frühling auf den Kanaren wohl wärmer und eher trocken
Nach Prognosen des spanischen Wetterdienstes
AEMET wird der Frühling auf den Kanaren mit höherer Wahrscheinlichkeit wärmer als üblich. Experten gehen von überdurchschnittlichen warmen Temperaturen und einem trockenen Frühjahr aus.

Extremwetter wie sogenannte DANAs (Kaltlufttropfen) bleiben jedoch schwer vorherzusagen und können nicht Monate im Voraus prognostiziert werden.

13.03.2026​

Las Palmas wartet auf Entscheidung im Rennen um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2031“

Las Palmas de Gran Canaria steht an diesem Freitag vor einer wichtigen Entscheidung: Eine internationale Jury gibt bekannt, welche spanischen Städte in die nächste Runde im Wettbewerb um den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2031“ einziehen. Insgesamt neun Städte haben sich beworben.

Die Kandidatur von Las Palmas steht unter dem Motto „Rebelión de la geografía“ und umfasst mehr als 200 Kultur- und Bürgerprojekte. Unterstützt wird sie von zahlreichen Institutionen, darunter das Kanarische Parlament, die Regionalregierung und die Universität ULPGC.

Trotz interner Veränderungen im Organisationsteam konnte das Projekt weitergeführt werden. Zu den wichtigsten Vorhaben gehören die Umwandlung des ehemaligen Kinos Guanarteme und des historischen Fyffes-Gebäudes in neue Kultur- und Kreativzentren für die Stadt.

Neben Las Palmas haben auch Oviedo, Burgos, Palma de Mallorca, Toledo, Granada, Jerez, Cáceres und Potries ihre Projekte vorgestellt. Die endgültige Entscheidung über die Kulturhauptstadt 2031 soll Ende des Jahres fallen. Die ausgewählte Stadt kann neben internationaler Aufmerksamkeit auch mit EU-Fördermitteln von bis zu rund 50 Millionen Euro rechnen.

 

Schlafprobleme nehmen zu: Experten warnen vor Stress und Bildschirmlicht

Anlässlich des Weltschlaftags weist die Schlafexpertin Inmaculada Rodríguez vom Hospital Doctor Negrín auf zunehmende Schlafprobleme in der Bevölkerung hin. Hauptursachen seien Stress und die Nutzung von Bildschirmen am Abend.

Das blaue Licht von Smartphones und Computern hemmt die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Laut der Spanischen Gesellschaft für Neurologie schläft mehr als die Hälfte der Spanier weniger als die empfohlenen sieben bis neun Stunden pro Nacht.

Die Schlafambulanz des Krankenhauses verzeichnet steigende Patientenzahlen. Häufige Diagnosen sind Insomnie, Restless-Legs-Syndrom oder Schlafwandeln. Experten empfehlen, abends auf Koffein zu verzichten, Stress zu reduzieren und Bildschirmlicht möglichst zu vermeiden.

 

Ärztestreik in Kanaren wird ausgeweitet

Der Ärztegewerkschaft Semca hat angekündigt, den Streik im öffentlichen Gesundheitssystem der Kanaren auszuweiten. Neue Streiktage sind der 19. und 20. März.

Grund sei laut Gewerkschaft die fehlende Reaktion der Gesundheitsbehörden auf ihre Forderungen. Der Streik betrifft Ärzte, Fachärzte und Assistenzärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst und fällt zeitlich mit einer landesweiten Ärzte-Protestaktion vom 16. bis 20. März zusammen.

Semca warnt, dass es während der Streiktage zu Ausfällen bei Sprechstunden, Untersuchungen und Operationen kommen könnte. Gefordert werden unter anderem bessere Arbeitsbedingungen und eine eigene Verhandlungsstruktur für Ärzte.

 

Tourismus im Süden von Gran Canaria bleibt stabil

Der Süden von San Bartolomé de Tirajana – mit den Urlaubsorten Playa del Inglés, Maspalomas und Meloneras – rechnet im Mai 2026 mit rund 497.000 Touristen. Das sind leicht mehr als im Mai 2025 und entspricht einem moderaten Wachstum von etwa 0,3 Prozent.

Wichtigster Herkunftsmarkt bleibt das Vereinigte Königreich mit über 104.000 Besuchern, gefolgt von Deutschland mit knapp 59.000 Gästen. Auch Märkte wie die Niederlande, Irland, Belgien und Frankreich zeigen steigende Besucherzahlen. Besonders stark wächst der Markt aus Norwegen, während Schweden und Italien deutlich weniger Gäste erwarten lassen.

Insgesamt wird bei den internationalen Besuchern ein Anstieg von rund 3,5 Prozent erwartet. Rückläufig ist dagegen der nationale Tourismus aus Spanien, der um etwa 3,8 Prozent sinken dürfte.

Trotz dieser Entwicklung bleibt der Tourismussektor im Süden von Gran Canaria stabil. Mit fast einer halben Million Gästen in nur einem Monat bleibt vor allem der europäische Markt ein zentraler Motor für die Wirtschaft der Insel

12.03.2026

Neue Hilfen für Pflegebedürftige auf den Kanaren – bis zu 900 Euro monatlich

Die kanarische Regierung hat eine Reform des regionalen Pflegesystems beschlossen. Künftig können Menschen mit anerkanntem Pflegegrad erstmals eine finanzielle Unterstützung für persönliche Assistenz beantragen. Die monatliche Hilfe kann je nach Pflegegrad bis zu 900 Euro betragen.

Mit der Leistung können Betroffene eine Person beschäftigen, die sie im Alltag unterstützt und ihre Selbstständigkeit fördert. Bisher war diese Unterstützung in ganz Spanien möglich – mit Ausnahme der Kanarischen Inseln.

Die neuen Höchstbeträge liegen bei 436 Euro (Pflegegrad I), 577,25 Euro (Pflegegrad II) und 900 Euro (Pflegegrad III) und damit teilweise über den staatlich festgelegten Richtwerten. Ziel ist es, älteren Menschen und Menschen mit Behinderung zu ermöglichen, möglichst lange in ihrem eigenen Zuhause zu bleiben.

Zudem soll ein neuer Pflegegrad III+ für extreme Pflegebedürftigkeit eingeführt werden, etwa für Menschen mit schweren und schnell fortschreitenden Erkrankungen wie ALS. In solchen Fällen können monatliche Unterstützungen zwischen 3.200 und 9.800 Euro gewährt werden, sofern entsprechende Pflegekosten nachgewiesen werden.

Die Reform muss noch vom kanarischen Parlament bestätigt werden. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt soll sie unmittelbar in Kraft treten.

Las Palmas verhängt Geldstrafen gegen Restaurant Mirador del Atlante

Die Stadtverwaltung von Las Palmas de Gran Canaria hat gegen das Restaurant Mirador del Atlante drei Geldstrafen verhängt. Insgesamt belaufen sich die Sanktionen auf 3.300 Euro.

Grund ist unter anderem eine Überbelegung der Terrasse: Statt der erlaubten zehn Tische wurden bei einer Kontrolle im November 2025 rund 50 Tische für bis zu 150 Gäste festgestellt. Dafür wurde eine Geldstrafe von 300 Euro verhängt.

Zwei weitere schwere Verstöße betreffen nicht genehmigte Musikveranstaltungen sowie bauliche Veränderungen ohne Erlaubnis. Dafür wurden jeweils 1.500 Euro Strafe verhängt.

Die Stadt warnte zudem, dass bei weiteren Verstößen sogar der Entzug der Konzession drohen könnte.

Kanaren prüfen Maßnahmen wegen Nahost-Konflikt – Wirtschaft fordert Steuersenkungen

Die kanarische Regierung prüft Maßnahmen, um mögliche wirtschaftliche Folgen des Konflikts im Nahen Osten abzufedern. Präsident Fernando Clavijo kündigte Gespräche mit den Parlamentsfraktionen und Wirtschaftsverbänden an.

Diskutiert wird unter anderem eine Steuerentlastung bei Kraftstoffen, falls der Konflikt länger andauert. Unternehmerverbände warnen bereits vor steigenden Preisen für Rohstoffe wie Kaffee, Zucker und pflanzliche Fette.

Die Arbeitgeberorganisation fordert deshalb Steuersenkungen für Unternehmen und Haushalte, um Kaufkraft und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Papst-Besuch könnte Tourismus auf den Kanaren ankurbeln

Der geplante Besuch von Papst Leo XIV. im Juni könnte für einen spürbaren Anstieg der Besucherzahlen auf den Kanaren sorgen. Der Pontifex will am 11. Juni Gran Canaria und am 12. Juni Teneriffa besuchen.

Die Termine fallen in die touristische Nebensaison, weshalb die Hotelbranche mit zusätzlichen Buchungen und höherer Auslastung rechnet. Besonders Hotels in den touristischen Regionen im Süden der Inseln könnten profitieren.

Neben Pilgern werden auch offizielle Delegationen, Medien und Sicherheitskräfte erwartet. Branchenvertreter rechnen damit, dass die Nachfrage nach Hotels, Ferienwohnungen und Apartments kurz vor dem Besuch deutlich steigen wird.

 

11.03.2026

Benzinpreise auf den Kanaren steigen – Autofahrer spüren die Folgen

Der deutliche Anstieg der Benzin- und Dieselpreise macht sich auch auf den Kanarischen Inseln bemerkbar. An vielen Tankstellen kostet ein Liter Benzin inzwischen über 1,30 Euro, Diesel liegt bei rund 1,40 Euro pro Liter. Viele Autofahrer befürchten, dass die Preise in den kommenden Wochen weiter steigen.

Als Ursache wird unter anderem der Konflikt zwischen Iran und Israel genannt. Kritiker bezweifeln jedoch, dass dieser bereits solche Auswirkungen haben dürfte, da ein Großteil des aktuell verkauften Kraftstoffs noch aus bestehenden Reserven stammt. Viele Verbraucher fühlen sich daher benachteiligt und kritisieren, dass letztlich wieder die Arbeitnehmer und Pendler die steigenden Kosten tragen müssen.

Besonders betroffen sind Pendler und Berufsfahrer. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, muss bereits deutlich mehr für das Tanken ausgeben. Auch Lieferfahrer berichten von steigenden Kosten: Ein Fahrer gibt an, dass sein täglicher Benzinverbrauch innerhalb von zwei Wochen von etwa 7 auf 9 Euro gestiegen ist. Hochgerechnet bedeutet das rund 60 Euro Mehrkosten im Monat.

Wechselhaftes Wetter auf den Kanaren

Auch beim Wetter bleibt es auf den Inseln unbeständig. Laut der spanischen Wetterbehörde Aemet sind weiterhin Regen, Wind und zeitweise Calima möglich, wenn auch etwas schwächer als zuletzt. In den höheren Lagen Teneriffas kann es weiterhin leichte Frostwerte geben.

Für Freitag wird jedoch eine leichte bis mäßige Erwärmung der Temperaturen erwartet.

Straßenarbeiten auf Gran Canaria

Am 11. März kommt es auf mehreren Straßen auf Gran Canaria zu Verkehrsbehinderungen wegen Wartungs- und Reinigungsarbeiten. Betroffen sind unter anderem Abschnitte der GC-60, GC-2 und GC-200. Teilweise wird der Verkehr durch Ampeln oder Einweiser geregelt. Autofahrer sollten mehr Zeit einplanen.

San-Telmo-Busbahnhof in Las Palmas wird modernisiert

Die Busstation San Telmo in Las Palmas soll nach fast 40 Jahren umfassend modernisiert werden. Geplant sind unter anderem neue Decken, LED-Beleuchtung, ein neuer Bodenbelag sowie Verbesserungen bei Sicherheit und Barrierefreiheit.

Ziel der Arbeiten ist es, den stark genutzten Verkehrsknotenpunkt moderner, sicherer und übersichtlicher zu gestalten.

 

10.03.2026

Vier Festnahmen nach Drogenrazzia in Las Palmas

Vier Menschen sind gestern in Las Palmas de Gran Canaria und Arucas festgenommen worden, nachdem Ermittler einen mutmaßlichen Drogenvertrieb unter dem Deckmantel eines Cannabis-Clubs ausgehoben haben. Die Polizei und die Zollfahndung haben dabei laut Canarias7 mehr als neun Kilo Marihuana, Haschisch, hunderte Cannabis-Zigaretten, mehr als tausend Behälter mit Haschischöl, Vaporizers und rund 13.000 Euro Bargeld sichergestellt.

Der Fall ist brisant, weil er nach Einschätzung der Ermittler auf ein professionell organisiertes System hindeutet. Gesperrte Konten, fünf beschlagnahmte Fahrzeuge und die Spur zu offenbar legal wirkenden Firmen zeigen, dass es hier nicht nur um Straßenhandel geht. Der Fall steht exemplarisch für ein Problem, das Sicherheitsbehörden auf den Kanarischen Inseln schon länger beschäftigt: Kriminelle Strukturen tarnen sich zunehmend seriös.

 

Juan Ramírez mahnt mehr Verantwortung im Digitalzeitalter an

Nicht die Technik selbst, sondern ihr Missbrauch steht im Zentrum einer Warnung von Unternehmerpräsident Juan Ramírez. Der Chef des Círculo de Empresarios hat in einem Interview gesagt, Digitalisierung habe Alltag, Wirtschaft und Kommunikation in wenigen Jahren radikal verändert, zugleich werde die Geschwindigkeit digitaler Medien aber oft genutzt, um Polarisierung statt Reflexion zu fördern.

Damit trifft Ramírez einen empfindlichen Punkt. Auf den Kanarischen Inseln wie anderswo bestimmt digitale Sofort-Kommunikation längst politische Debatten, Konsum und Informationsverhalten. Seine Botschaft ist deshalb klar: Technologie eröffnet Chancen, verlangt aber Urteilsvermögen und Verantwortung. Gerade in einer Zeit, in der sich wirtschaftliche und gesellschaftliche Konflikte schnell hochschaukeln, ist das mehr als ein allgemeiner Appell.

 

Santa Cruz bereitet sich auf möglichen Vulkanausbruch vor

Während die Wissenschaft die Entwicklung rund um den Teide weiter beobachtet, hat Santa Cruz de Tenerife gestern vorsorglich eine technische Kommission eingerichtet. Bürgermeister José Manuel Bermúdez hat damit Vorbereitungen für mögliche Szenarien angestoßen, bei denen die Hauptstadt im Ernstfall Evakuierte aus anderen Gemeinden aufnehmen und Grundversorgung wie Wasser und Betreuung sichern müsste.

Noch ist das keine akute Alarmmeldung. Aber der Schritt zeigt, wie ernst die Behörden die ungewöhnliche sismovolkanische Lage auf Teneriffa nehmen. Santa Cruz bekommt damit eine Schlüsselrolle in der Notfallplanung auf der Insel. Genau das macht die Nachricht relevant: Die Stadt plant nicht nur für eine Eruption, sondern für die Folgen, die sie für Infrastruktur, Unterbringung und Versorgung hätte.

 

Zwölf Jahre Wohnsitz werden Hürde für Sozialwohnungen

Wer auf den Kanarischen Inseln künftig eine öffentliche Wohnung beantragen will, muss deutlich strengere Voraussetzungen erfüllen. Die Regionalregierung hat gestern ein neues Vergabesystem beschlossen, das das bisherige Losverfahren abschafft und stattdessen soziale, wirtschaftliche und familiäre Kriterien gewichtet. Neu ist vor allem: Erforderlich sind künftig zwölf Jahre ununterbrochener Wohnsitz auf den Inseln, bei unterbrochenem Aufenthalt sogar 15 Jahre.

Die Regierung nennt das gerechter und transparenter. Politisch ist der Kern der Reform aber heikel, weil Bedürftigkeit damit nicht allein entscheidet. Der starke Fokus auf Verwurzelung dürfte die Debatte über Zugang, Ausschluss und soziale Fairness deutlich verschärfen. Gleichzeitig werden bestimmte Gruppen stärker berücksichtigt, darunter junge Menschen, Ältere, Menschen mit Einschränkungen und Betroffene von Gewalt. Beim Wohnungsdruck auf dem Archipel ist das ein hochsensibler Umbau.

 

Streit um El Confital spitzt sich neu zu

Fast neun Jahre nach der Schließung von El Confital drängt die Stadt Las Palmas de Gran Canaria jetzt auf eine neue Klärung. Stadtrat Pedro Quevedo hat gestern angekündigt, die eigenen Messdaten mit denen von Salud Pública vergleichen lassen zu wollen, weil beide Seiten bei derselben Problemzone weiter zu gegensätzlichen Ergebnissen kommen. Die Stadt sagt, ihre Werte lägen seit zwei Jahren im Normalbereich, die Regionalbehörde hält an ihrer Vorsicht fest.

Das Problem ist längst größer als eine einzelne Badezone. Wenn zwei Institutionen mit akkreditierten Verfahren zu unterschiedlichen Bewertungen kommen, leidet das Vertrauen in Verwaltung und Gesundheitsaufsicht. Genau deshalb wächst der politische Druck. Für Las Palmas ist El Confital inzwischen auch ein Symbol für stockende Zusammenarbeit. Solange die Daten nicht gemeinsam bewertet werden, bleibt eine Wiedereröffnung in weiter Ferne.

 

Aemet warnt vor rauer See auf fünf Inseln

Gelbe Warnstufe für Küstengefahren hat gestern den Wochenstart auf mehreren Inseln geprägt. Betroffen waren laut Aemet Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro, dazu kam böiger Nordostwind. Auf Lanzarote und Fuerteventura blieb es teils wolkig, auf den größeren Inseln waren örtlich schwache Niederschläge möglich, und auf Teneriffa ist sogar Schnee in den Hochlagen nicht ausgeschlossen worden.

Solche Lagen wirken auf den ersten Blick unspektakulär, sind aber im Alltag oft heikler als viele glauben. Hoher Wellengang trifft nicht nur Badegäste, sondern auch Uferstraßen, Küstenwege und Häfen. Für das Archipel ist das eine klassische Wetterlage mit konkreten Folgen. Gerade an exponierten Küsten wird aus scheinbar stabilem Wetter schnell ein Sicherheitsrisiko.

 

Doku rückt Touristifizierungs-Konflikt auf Gran Canaria ins Rampenlicht

Mit dem Dokumentarfilm „La hora robada“ hat der Streit über Touristifizierung und Verdrängung auf Gran Canaria jetzt neue Öffentlichkeit bekommen. Das Projekt greift die Kritik von Initiativen wie Derecho al Techo, Guanarteme se Mueve oder Las Kellys auf und zeigt, wie Wohnungsnot, steigende Mieten und sozialer Druck mit dem aktuellen Tourismusmodell verknüpft werden. Der Film ist bereits auf Gran Canaria und in Galicien gezeigt worden.

Die eigentliche Sprengkraft liegt in der politischen Wirkung. Was bisher oft als lokale Protestszene abgetan worden ist, erreicht nun auch Publikum außerhalb des Archipels. Der Konflikt um Wohnraum, soziale Teilhabe und Wachstum wird dadurch sichtbarer und schärfer. Für die Kanaren ist das relevant, weil die Frage immer lauter wird, ob touristischer Erfolg noch Wohlstand für viele schafft oder vor allem Verdrängung produziert.

 

Russische Gastanker sorgen vor den Kanaren für Sicherheitsfragen

Drei russische Gastanker der sogenannten Geisterflotte haben sich nach Angaben eines Experten zuletzt in Gewässern nahe der Kanarischen Inseln bewegt. Einer lag demnach nördlich von Gran Canaria an der Grenze spanischer Hoheitsgewässer, ein anderer trieb seit Tagen südlich von Teneriffa. Einer der genannten Tanker soll auf Sanktionslisten der USA, Großbritanniens und der Europäischen Union stehen.

Damit bekommt die Lage vor dem Archipel eine sicherheitspolitische Dimension. Es geht nicht nur um Schiffsbewegungen, sondern um Kontrolle, Überwachung und mögliche geopolitische Risiken. Wenn sanktionierte oder politisch sensible Einheiten in der Nähe der Inseln operieren, stellt sich zwangsläufig die Frage nach maritimer Präsenz und Reaktionsfähigkeit Spaniens. Die Kanaren liegen damit plötzlich näher an einem internationalen Krisenraum, als vielen lieb sein dürfte.

 

Krebs bleibt auf Lanzarote häufigste Todesursache

902 Menschen sind 2024 auf Lanzarote und La Graciosa gestorben, und erneut haben Tumorerkrankungen die Statistik angeführt. Nach Daten des Centro de Datos des Cabildo auf Basis von Istac-Zahlen sind 295 Todesfälle auf Krebs zurückgeführt worden, gefolgt von 218 durch Herzerkrankungen. Auffällig ist zudem der deutliche Anstieg bei psychischen Erkrankungen und Leiden des Atmungssystems.

Diese Zahlen sind mehr als Statistik. Sie zeigen, wo Gesundheitspolitik und Versorgung besonders gefordert sind. Wenn Krebs weiter die häufigste Todesursache bleibt und zugleich psychische sowie respiratorische Leiden zunehmen, wächst der Druck auf Prävention, Früherkennung und Pflege. Für Lanzarote und La Graciosa ist das eine klare Warnung: Die Gesundheitslage verändert sich, und darauf muss die öffentliche Infrastruktur reagieren.

 

Das Cabildo sichert neue Pflegeplätze in Arrecife und Tinajo

Knapp fünf Millionen Euro investiert das Cabildo von Lanzarote in vier Gebäude, um das soziale und pflegerische Angebot auszubauen. Gestern ist unter anderem der Kauf der früheren ONCE-Zentrale in Arrecife beschlossen worden. Das Gebäude soll für Menschen mit Abhängigkeit oder Behinderung umgebaut werden. Hinzu kommen zwei weitere Immobilien in Arrecife und ein Objekt in Tinajo, mit denen zusätzliche Wohn- und Tagesplätze geschaffen werden sollen.

Der politische Wert dieser Entscheidung ist erheblich, weil auf Lanzarote seit langem mehr Plätze für Pflege, Betreuung und Wohnen mit Unterstützung gebraucht werden. Noch steht vor der Nutzung der Umbau. Aber aus Ankündigungen werden jetzt konkrete Immobilien und damit greifbare Infrastruktur. Das Cabildo sendet damit das Signal, dass soziale Versorgung nicht länger nur verwaltet, sondern ausgebaut werden soll.

 

Teguise stockt sein Taxiangebot deutlich auf

Sechs neue Taxilizenzen sollen in Teguise vergeben werden, und seit gestern läuft dafür offiziell das Verfahren. Die Gemeinde hat die Grundlagen veröffentlicht, bis Mitte April können sie eingesehen werden. Wenn alles planmäßig verläuft, steigt die Zahl der Lizenzen später von bisher 37 auf dann 45. Die endgültige Entscheidung wird zur Jahresmitte erwartet.

Auf den ersten Blick ist das eine technische Verwaltungsnachricht. Tatsächlich geht es aber um Mobilität im Alltag und um die Anpassung an ein wachsendes Gemeindegebiet. Mehr Lizenzen sollen das Angebot an die aktuelle Nachfrage anpassen und dem Sektor mehr Stabilität geben. Ob das am Ende auch spürbar bessere Verfügbarkeit bringt, wird sich erst zeigen. Der Bedarf jedenfalls ist offenkundig.

 

Dertour sondiert neue Hotelprojekte auch auf Lanzarote

Deutschlands zweitgrößter Reiseveranstalter Dertour hat nach einer Rundreise über das Archipel neue Hotelchancen auf den Kanarischen Inseln ins Auge gefasst. Nach Angaben aus der Branche sieht der Konzern neben Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa auch Lanzarote als attraktiven Standort. Dertour-Chef Christoph Debus hat betont, die Kanaren seien wegen ihres Ganzjahresgeschäfts ein besonders wichtiger Markt.

Wirtschaftlich ist das eine starke Nachricht für den Tourismussektor. Gleichzeitig verschärft sie aber genau die Debatte, die auf den Inseln schon läuft. Neue Hotelprojekte bedeuten Investitionen, Jobs und Sichtbarkeit, sie erhöhen jedoch auch den Druck auf Flächen, Infrastruktur und Wohnraum. Damit steht diese Meldung exemplarisch für das Grunddilemma des Archipels: Wachstum bleibt attraktiv, wird gesellschaftlich aber immer umstrittener.

09.03.2026

Clavijo stellt sich im Parlament der Debatte über den Zustand der Kanaren

Am Dienstag hat sich Kanarenpräsident Fernando Clavijo im Regionalparlament der Debatte über den Zustand der Autonomie gestellt. Drei Jahre nach Beginn der Legislatur hat seine Regierung zwar stabile Wirtschaftsdaten präsentiert, doch gleichzeitig bleibt die soziale Lage auf dem Archipel angespannt.

Die Wirtschaft wächst dank Tourismus weiterhin stärker als im spanischen Durchschnitt. Dennoch lebt laut Sozialbericht Foessa etwa ein Viertel der Bevölkerung in Armut, und die Durchschnittslöhne liegen weiterhin deutlich unter dem nationalen Niveau.

Der politische Streit konzentriert sich deshalb vor allem auf Wohnungsnot, niedrige Einkommen und die Situation in Gesundheits- und Bildungssystem. Die Opposition wirft der Regierung vor, wirtschaftliches Wachstum bisher nicht ausreichend in soziale Verbesserungen umzusetzen.

Neugeborenes stirbt auf Migrantenboot vor Senegal auf Atlantikroute

Vor der Küste Senegals hat die Marine ein Migrantenboot mit rund 140 Menschen an Bord entdeckt, das sich auf der Atlantikroute Richtung Kanarische Inseln befand. Dabei ist ein Neugeborenes gestorben, das während der elf Tage dauernden Überfahrt ums Leben gekommen ist.

Die Überlebenden wurden nach der Rettung an Land gebracht und medizinisch versorgt. Der Leichnam des Kindes wurde ebenfalls geborgen und den zuständigen Behörden übergeben.

Die Atlantikroute gilt weiterhin als eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt. Laut Internationaler Organisation für Migration sind allein in diesem Jahr bereits rund 160 Menschen beim Versuch gestorben oder verschwunden, Europa über den Atlantik zu erreichen.

Gericht entlässt Verdächtige der Drogenoperation „Sombra Negra“

Die Audiencia Nacional hat mehrere Beschuldigte aus dem kanarischen Teil der groß angelegten Anti-Drogen-Operation „Sombra Negra“ aus der Untersuchungshaft entlassen. Grundlage der Entscheidung ist eine neue Rechtsprechung des spanischen Verfassungsgerichts.

Die Richter haben festgestellt, dass Verteidiger vor der Anordnung der Untersuchungshaft nicht ausreichend Zugang zu den Ermittlungsakten hatten. Dadurch sei das Recht auf Verteidigung verletzt worden.

Die Beschuldigten bleiben zwar unter Auflagen wie Meldepflicht und Ausreiseverbot auf freiem Fuß. Die Ermittlungen gegen das Netzwerk, das tonnenweise Kokain über den Atlantik transportiert haben soll, laufen jedoch weiter.

Mehr als 270 Mikroerdbeben unter dem Teide registriert

Unter dem Teide auf Teneriffa haben Wissenschaftler innerhalb von weniger als 24 Stunden insgesamt 272 Mikroerdbeben registriert. Das hat das Instituto Geográfico Nacional bestätigt.

Die Beben erreichten maximal eine Stärke von etwa 1,6 und lagen in Tiefen zwischen acht und sechzehn Kilometern. Sie konzentrieren sich vor allem im Bereich von Las Cañadas im Nationalpark.

Experten betonen jedoch, dass diese Aktivität derzeit kein Hinweis auf eine bevorstehende Eruption ist. Der Vulkanstatus bleibt weiterhin auf Grün, dennoch wird die Entwicklung rund um den Teide permanent überwacht.

Hospital Doctor Negrín gehört zu Spaniens besten Krankenhäusern

Das Universitätskrankenhaus Doctor Negrín auf Gran Canaria hat es in die Liste der hundert besten Krankenhäuser Spaniens geschafft. Das zeigt das internationale Ranking „World’s Best Hospitals 2026“.

Die Rangliste wird von der Zeitschrift Newsweek gemeinsam mit dem Analyseunternehmen Statista erstellt. Bewertet werden medizinische Qualität, Empfehlungen von Ärzten und die Zufriedenheit der Patienten.

Das Krankenhaus belegt Platz 89 und ist das einzige öffentliche Krankenhaus auf den Kanarischen Inseln in dieser Liste. Damit bestätigt sich die Rolle des Zentrums als wichtiges Referenzkrankenhaus für spezialisierte Behandlungen auf dem Archipel.

AEMET-Beschäftigte protestieren gegen Personalmangel auf Gran Canaria

Mitarbeiter der staatlichen Wetterbehörde AEMET haben auf Gran Canaria gegen Personalmangel und Arbeitsbedingungen protestiert. Gleichzeitig fanden ähnliche Aktionen auch in mehreren Städten auf dem spanischen Festland statt.

Nach Angaben der Gewerkschaften hat die Behörde in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 40 Prozent ihrer Belegschaft verloren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Wetterwarnungen und Klimabeobachtung deutlich.

Die Beschäftigten fordern deshalb mehr Personal sowie bessere Bezahlung für Nacht- und Feiertagsdienste. Sollten Gespräche mit der Regierung ohne Ergebnis bleiben, schließen die Gewerkschaften weitere Proteste nicht aus.

Tausende demonstrieren auf Gran Canaria zum Weltfrauentag

Rund 4.000 Menschen haben am Sonntag in Las Palmas de Gran Canaria zum Internationalen Frauentag demonstriert. Die Kundgebung startete im Parque de San Telmo und führte durch die Altstadt bis zur Plaza de Santa Ana.

Organisiert wurde die Demonstration von feministischen Organisationen und sozialen Gruppen. Viele Teilnehmer forderten stärkeren Schutz vor Gewalt gegen Frauen sowie mehr Gleichstellung im Arbeitsleben.

Auffällig war in diesem Jahr eine größere Beteiligung von Männern an der Demonstration. Aktivisten sehen darin ein Zeichen dafür, dass Gleichstellung zunehmend als gesamtgesellschaftliches Thema verstanden wird.

Polisario warnt auf Gran Canaria vor geopolitischen Spannungen mit Marokko

Der Vertreter der Frente Polisario in Spanien, Abdulah Arabi, hat auf Gran Canaria vor geopolitischen Spannungen im Umfeld der Kanarischen Inseln gewarnt. Anlass ist der fünfzigste Jahrestag der Ausrufung der Demokratischen Arabischen Republik Sahara.

Arabi kritisierte insbesondere die Unterstützung Spaniens für den marokkanischen Autonomieplan für die Westsahara. Aus Sicht der Polisario müsse weiterhin ein Referendum über die Selbstbestimmung stattfinden.

Der Konflikt um die Westsahara prägt seit Jahrzehnten die Beziehungen zwischen Spanien und Marokko. Für die Kanarischen Inseln bleibt die Entwicklung im nordwestafrikanischen Raum deshalb ein wichtiges geopolitisches Thema.

Baustopp für Einkaufszentrum an der Strandpromenade von Costa Teguise

Das neue Einkaufszentrum an der Strandpromenade von Costa Teguise auf Lanzarote steht vor erheblichen Problemen. Die Gemeinde Teguise hat Teile der Bauarbeiten vorläufig stoppen lassen.

Nach einem technischen Bericht wurde offenbar mehr Fläche gebaut als ursprünglich genehmigt. Besonders mehrere Terrassen sollen über die zulässige Bebauungsgrenze hinausgehen.

Der Betreiber muss nun Änderungen vornehmen und eine neue Genehmigung beantragen. Die geplante Eröffnung des rund 50 Millionen Euro teuren Projekts bleibt deshalb vorerst ungewiss.

Lastwagen rollt im Hafen von Las Palmas ins Meer

Im Hafen von Las Palmas ist ein Lastwagen am Samstagmorgen direkt ins Hafenbecken gerollt. Der Vorfall ereignete sich an der Terminal der Reederei Naviera Armas Trasmediterránea.

Nach ersten Angaben befand sich niemand im Fahrzeug. Vermutlich hatte der Fahrer den Lkw ohne angezogene Handbremse abgestellt, während gleichzeitig starke Windböen über das Hafengelände zogen.

Taucher konnten das Fahrzeug später sichern und aus dem Wasser bergen. Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt.

Mann stirbt nach Sturz von Klippen bei Ajuy auf Fuerteventura

Auf Fuerteventura ist ein Mann nach einem Sturz von einer Klippenzone bei Ajuy ums Leben gekommen. Der Notruf ging am Freitagnachmittag beim kanarischen Rettungsdienst ein.

Ein Rettungshubschrauber des Grupo de Emergencias y Salvamento entdeckte den Mann im Meer und brachte ihn zum Krankenhaus. Während des Transports befand er sich bereits im Herz-Kreislauf-Stillstand.

Trotz intensiver Reanimationsmaßnahmen konnte sein Leben nicht gerettet werden. Feuerwehr, Guardia Civil und medizinische Einsatzkräfte waren an dem Rettungseinsatz beteiligt.

Polizei muss Guardia Civil für Drogentest anfordern

Bei einer Verkehrskontrolle in Las Palmas de Gran Canaria musste die Policía Local Unterstützung der Guardia Civil anfordern. Grund war, dass die zuständige Einheit nicht über die erforderliche Zertifizierung für Drogentests verfügte.

Beamte hatten einen Fahrer kontrolliert, bei dem deutlicher Cannabisgeruch aus dem Fahrzeug wahrnehmbar war. Der Test wurde schließlich von der Guardia Civil durchgeführt.

Das Ergebnis fiel positiv auf Marihuana aus. Die Polizeigewerkschaft CSIF sieht darin ein Zeichen für strukturelle Ausbildungs- und Personalprobleme innerhalb der lokalen Polizei.

05.03.2026

House-of-the-Dragon-Dreh bringt Millionenprojekt nach Gran Canaria

Seit Ende Februar hat ein internationales Filmteam Vorbereitungen für den Dreh der Serie „House of the Dragon“ auf Gran Canaria begonnen. Gedreht wird an der Presa de Las Niñas in der Gemeinde Tejeda, wo Kulissen im mittelalterlichen Stil aufgebaut worden sind. Die Produktion wird voraussichtlich bis Mitte Mai auf der Insel arbeiten. Laut Umfeld des Cabildo bringt das Projekt rund 20 Millionen Euro Wirtschaftseffekt. Gleichzeitig entstehen etwa 250 bis 300 Jobs für Techniker, Dienstleister und Statisten. Für die Filmstrategie der Insel ist das ein weiterer Beleg: Internationale Serienproduktionen stärken Gran Canarias Rolle als Drehort.

Schlepper-Fluchtversuch im Hafen von Las Palmas endet mit Polizeieinsatz

Im Hafen von Las Palmas hat ein Schlepper versucht, ohne Genehmigung auszulaufen, obwohl eine Inspektion noch offen war. Die Capitanía Marítima hat das Schiff stoppen lassen, unterstützt von Guardia Civil und Rettungskräften auf See. Das Schiff wurde anschließend wieder in den Hafen zurückgebracht. Behörden haben ein Sanktionsverfahren eingeleitet. Der Vorfall zeigt, wie streng Sicherheitsregeln in einem der wichtigsten Atlantikhäfen überwacht werden. Für die Hafenwirtschaft ist das entscheidend, weil Kontrolle und Sicherheit zentrale Voraussetzungen für internationalen Schiffsverkehr sind.

Regierung korrigiert Ferienwohnungs-Gesetz über neues Baugesetz

Die kanarische Regierung hat Änderungen am Gesetz über Ferienwohnungen vorbereitet, nachdem mehrere Punkte politisch umstritten geblieben waren. Die Anpassungen sollen über ein Gesetz zur Beschleunigung von Baugenehmigungen in das Parlament eingebracht werden. Ziel ist eine klarere Regelung für touristische Vermietung von Wohnungen. Verbände der Ferienvermieter kritisieren weiterhin Eingriffe in Eigentumsrechte. Die Regierung betont dagegen die Notwendigkeit einer regulierten Nutzung. Die endgültige Entscheidung wird das Parlament voraussichtlich vor dem Sommer treffen – mit direkten Folgen für Wohnungsmarkt und Tourismus auf dem Archipel.

Arrecife stellt Elektro-Guaguas vor und plant Solarstrom für Busflotte

Gestern hat die Stadt Arrecife auf Lanzarote vier neue Elektro-Guaguas präsentiert und in den Linienbetrieb aufgenommen. Die Busse sind 2025 angeschafft worden und haben rund zwei Millionen Euro gekostet. Parallel plant die Stadt eine Solaranlage für die Busgarage. Damit soll die Flotte künftig mit eigener Energie geladen werden. Die Fahrzeuge bieten Platz für etwa 75 Fahrgäste und sind barrierefrei. Ziel ist es, Dieselbusse Schritt für Schritt aus dem Stadtverkehr zu ersetzen. Für Arrecife ist das ein wichtiger Schritt in Richtung klimafreundlicher Mobilität.

Studie zeigt: Frauen pausieren häufiger ihr Leben für Pflegearbeit

Eine Analyse hat gezeigt, dass Frauen deutlich häufiger ihre Arbeit oder Karriere unterbrechen, um Angehörige zu pflegen. Diese sogenannte Care-Arbeit betrifft vor allem Frauen im mittleren Alter. Sie tragen weiterhin den größten Teil der familiären Betreuung von Kindern oder älteren Menschen. Fachleute sehen darin ein strukturelles Problem moderner Arbeitsgesellschaften. Die Belastung wirkt sich auf Einkommen, Karriere und Gesundheit aus. Deshalb wächst der politische Druck, Pflegeangebote auszubauen und Arbeit flexibler zu organisieren.

Angriffe auf medizinisches Personal auf dem Archipel seltener angezeigt

Die Policía Nacional hat gestern ihren Bericht über Angriffe auf medizinisches Personal im Jahr 2025 vorgestellt. Auf den Kanarischen Inseln sind 19 Anzeigen registriert worden. Das sind weniger Fälle als im Jahr zuvor, während die Zahl in ganz Spanien gestiegen ist. Die meisten Vorfälle passieren montags oder dienstags und häufig gegen Mittag. Ärzte melden weiterhin die meisten Angriffe, gefolgt vom Pflegepersonal. Behörden setzen stärker auf Prävention und Schulungen. Ziel ist es, medizinisches Personal besser vor Gewalt zu schützen.

Berufsschüler bauen Boot zur Wasser-Ambulanz für Gambia um

Am Berufsbildungszentrum IES Ana Luisa Benítez in Las Palmas haben Schüler ein ausgedientes Boot repariert, um es als Wasser-Ambulanz nach Gambia zu schicken. Das Projekt verbindet Ausbildung mit internationaler Entwicklungsarbeit. Das Boot soll künftig Patienten über den Fluss zwischen Barra und Banjul transportieren. Dort sind Krankenhäuser oft nur schwer erreichbar. Die Wasser-Ambulanz verkürzt Transportzeiten deutlich und kann im Notfall Leben retten. Für die Schüler ist das gleichzeitig praktische Ausbildung und ein konkreter Beitrag zu internationaler Hilfe.

La Aldea wird Treffpunkt für Europas Käseproduzenten

Am Wochenende findet in La Aldea de San Nicolás auf Gran Canaria die Europäische Käsemesse statt. Rund 30 Käsereien aus den Kanaren, Spanien und anderen europäischen Regionen nehmen teil. Besucher können Produkte verkosten und Produzenten kennenlernen. Neben der Gastronomie gibt es Kulturprogramm und Live-Musik. Die Veranstaltung stärkt den Primärsektor und macht lokale Produkte sichtbarer. Im vergangenen Jahr hat die Messe mehr als 35.000 Besucher angezogen. Damit wird sie zu einem wichtigen Ereignis für ländlichen Tourismus auf der Insel.

Maspalomas startet große Deutschland-Kampagne auf der ITB Berlin

Auf der Tourismusmesse ITB in Berlin hat Maspalomas eine neue Werbekampagne für den deutschen Markt gestartet. Die digitale Aktion läuft bis Mitte März und richtet sich an Reisende zwischen 30 und 60 Jahren. Geplant sind mehr als 3,6 Millionen Video-Kontakte in deutschen Städten mit Flugverbindungen nach Gran Canaria. Ergänzt wird die Kampagne durch eine kreative Straßenaktion in Berlin. Deutschland bleibt einer der wichtigsten Herkunftsmärkte für Gran Canaria. Deshalb investiert die Tourismusstrategie gezielt in Sichtbarkeit und langfristige Besucherbindung.

Loro Parque wirbt in Berlin für nachhaltigen Qualitätstourismus

Auf der ITB Berlin hat der Freizeitkonzern Loro Parque seine Strategie für nachhaltigen Tourismus vorgestellt. Das Unternehmen zählt jährlich mehr als 3,5 Millionen Besucher in seinen Parks. Gespräche mit Reiseveranstaltern und Airlines sollen den deutschen Markt weiter stärken. Gleichzeitig betont der Konzern seine Rolle im Naturschutz. Dazu gehört auch eine Initiative zum Schutz der Biodiversität in der Region Makaronesien. Für die Kanaren bleibt entscheidend, dass Tourismus Wachstum mit Natur- und Artenschutz verbindet.

Brand in Garagenanlage von Escaleritas – Polizei nimmt Verdächtigen fest

Gestern hat die Policía Local in Las Palmas de Gran Canaria einen 19-jährigen Mann festgenommen. In einer Garage im Stadtteil Escaleritas war zuvor ein Brand ausgebrochen. Feuerwehrkräfte haben die Flammen schnell gelöscht, bevor Fahrzeuge beschädigt wurden. Nach ersten Angaben hatte der Mann Papier mit einem Feuerzeug angezündet. Die Polizei entdeckte ihn im Gebäude und nahm ihn fest. Jetzt ermittelt die Justiz wegen möglicher Brandstiftung.

Aemet beendet Warnstufen – Wetter bleibt wechselhaft auf dem Archipel

Die staatliche Wetteragentur Aemet hat gestern die Warnstufen auf den Kanarischen Inseln beendet. Zuvor hatten Regen, Calima und starke Winde mehrere Inseln beeinflusst. Besonders in höheren Lagen auf Teneriffa bestand Frostgefahr. Für die kommenden Tage erwartet die Aemet weiterhin wechselhaftes Wetter. Auf den östlichen Inseln sind zeitweise Wolken und vereinzelte Schauer möglich. Insgesamt bleibt die Lage stabil, auch wenn einzelne Wetterphänomene weiter auftreten können.

04.03.2026​​

Transgrancanaria startet – tausende Läufer auf Gran Canaria unterwegs

Auf Gran Canaria ist heute früh der Ultratrail Transgrancanaria gestartet. Tausende Läuferinnen und Läufer aus zahlreichen Ländern haben sich zur Stunde auf die langen Strecken durch das Inselinnere begeben. Der Wettbewerb zählt zu den bekanntesten Ultratrails Europas und führt über anspruchsvolle Routen durch Berge, Täler und Küstenabschnitte der Insel. Besonders spektakulär ist die Königsdistanz über mehr als hundert Kilometer, die quer durch das Gebirge der Insel verläuft. Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem internationalen Sportereignis entwickelt. Für Gran Canaria bedeutet das Rennen nicht nur sportliche Aufmerksamkeit, sondern auch einen wichtigen Impuls für Tourismus und internationale Sichtbarkeit.

 

Gericht spricht Marinero frei – Staat zahlt 74.000 Euro Entschädigung

Ein Gericht auf Gran Canaria hat einen Marinero endgültig von einem Vorwurf des Drogenschmuggels freigesprochen. Der Mann war zuvor zu Unrecht beschuldigt worden, an einem internationalen Drogentransport beteiligt gewesen zu sein. Nach dem Freispruch hat die Justiz ihm nun eine Entschädigung von rund 74.000 Euro zugesprochen. Das Gericht hat damit anerkannt, dass der Betroffene durch das Verfahren erheblichen persönlichen und beruflichen Schaden erlitten hat. Der Fall zeigt, wie schwerwiegend die Folgen falscher Beschuldigungen sein können. Gleichzeitig unterstreicht die Entscheidung, dass die Justiz verpflichtet ist, Fehler zu korrigieren und Betroffene angemessen zu entschädigen.

 

Arbeitsmarkt auf den Kanarischen Inseln wächst um 4.000 Jobs im Februar

Auf den Kanarischen Inseln hat sich der Arbeitsmarkt im Februar weiter verbessert. Die Sozialversicherung hat rund 4.000 neue Beschäftigte registriert, wodurch die Zahl der Arbeitnehmer auf mehr als 959.000 gestiegen ist. Besonders stark ist der Zuwachs im Dienstleistungssektor ausgefallen, vor allem im Bildungsbereich und in der öffentlichen Verwaltung. Auch die Gastronomie hat zusätzliche Stellen geschaffen, unterstützt durch die weiterhin starke Tourismussaison. Gleichzeitig ist die Zahl der Arbeitslosen leicht gesunken und liegt nun bei rund 145.000 Menschen. Damit entwickelt sich der Arbeitsmarkt auf dem Archipel derzeit günstiger als im übrigen Spanien, wo die Arbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum leicht gestiegen ist.

 

Vulkanopfer von La Palma warnen Teneriffa vor neuen Fehlern

Mehrere Opferverbände des Vulkanausbruchs auf La Palma haben Teneriffa zu besserer Vorbereitung auf mögliche vulkanische Risiken aufgerufen. Acht Organisationen von Betroffenen haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht und ihre Erfahrungen aus der Katastrophe von 2021 zusammengefasst. Sie fordern mehr Transparenz bei wissenschaftlichen Informationen und eine stärkere Vorbereitung der Bevölkerung auf mögliche Evakuierungen. Nach ihrer Einschätzung habe es beim Ausbruch des Tajogaite damals zu wenig Prävention und zu späte Warnungen gegeben. Die Verbände betonen, dass die aktuellen seismischen Entwicklungen auf Teneriffa ernst genommen werden sollten. Ziel sei eine Kultur der Vorsorge, damit sich Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholen.

 

Studie zeigt: Junge wollen lieber gründen als angestellt arbeiten

Eine neue Studie über Jugendliche in Spanien zeigt einen deutlichen Wandel bei den Berufswünschen der Generation Z. Mehr als ein Drittel der Befragten möchte später ein eigenes Unternehmen gründen und lieber selbstständig arbeiten. Nur ein kleiner Teil der jungen Menschen sieht seine Zukunft noch in einer klassischen Anstellung in einem Unternehmen. Gleichzeitig geben viele an, dass sie den Arbeitsmarkt insgesamt skeptischer einschätzen als frühere Generationen. Dennoch glauben zwei Drittel, nach ihrem Abschluss relativ schnell eine Stelle zu finden. Der Trend zeigt eine zunehmende Orientierung an Selbstständigkeit und unternehmerischen Projekten. Für Wirtschaft und Arbeitsmarkt bedeutet das langfristig tiefgreifende Veränderungen.

 

Canarias führt Spanien bei Frauen in Führungspositionen an

Auf den Kanarischen Inseln arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen in Führungspositionen. Laut einer aktuellen Studie liegt ihr Anteil in den Unternehmen bei mehr als 42 Prozent und damit deutlich über dem spanischen Durchschnitt. Auch der Anteil weiblicher Geschäftsführerinnen ist mit rund 27 Prozent höher als im restlichen Land. Gleichzeitig bleibt die Zahl der Frauen unter den Unternehmenspartnern weiterhin niedrig. Wirtschaftsexperten sehen in den Zahlen dennoch einen wichtigen Fortschritt für die Gleichstellung im Management. Viele Unternehmen auf dem Archipel bauen ihre Programme für Diversität und Gleichstellung weiter aus. Das stärkt langfristig die Rolle von Frauen in den wirtschaftlichen Entscheidungsstrukturen.

 

Sommerflugplan bringt Lanzarote zehn Direktziele auf das Festland

Der Flughafen Lanzarote erhält im kommenden Sommer deutlich mehr Direktverbindungen zum spanischen Festland. Insgesamt sind Verbindungen zu zehn Städten geplant, darunter Madrid, Barcelona, Bilbao und Málaga. Mehrere Fluggesellschaften werden diese Strecken bedienen, darunter Ryanair, Vueling, Iberia Express, Air Europa und erstmals auch Binter. Besonders häufig sollen Flüge nach Madrid und Barcelona angeboten werden. Auch Verbindungen nach Alicante, Valencia, Sevilla und Santiago de Compostela bleiben im Programm. Die neue Strecke nach Cantabria stellt dabei eine Premiere für Binter von Lanzarote aus dar. Die zusätzlichen Verbindungen stärken die touristische Anbindung der Insel und erleichtern gleichzeitig Reisen zwischen dem Archipel und dem Festland.

03.03.2026​

Vorwarnstufe wegen Schneefalls in Höhenlagen aktiviert

Das Gobierno de Canarias hat ab Dienstag 0 Uhr auf Teneriffa, La Palma und Gran Canaria eine Vorwarnstufe wegen angekündigter Schneefälle ab etwa 1.700 Metern aktiviert, nachdem AEMET entsprechende Niederschläge prognostiziert hat, um Gefahren für Verkehr und Bevölkerung zu reduzieren. In den Gipfellagen auf Teneriffa sind bis zu zwei Zentimeter Neuschnee erwartet worden. Die Entscheidung ist im Rahmen des Notfallplans PEFMA getroffen worden.
Die Wetterlage bleibt instabil. Starker Wind und sinkende Temperaturen erhöhen das Risiko. Besonders exponierte Straßen sind betroffen. Behörden raten von unnötigen Fahrten in Höhenlagen ab.

 

Selbstständige protestieren auf mehreren Inseln

Hunderte Selbstständige haben am Montag in Las Palmas de Gran Canaria sowie zeitgleich auf Lanzarote, Fuerteventura und Teneriffa demonstriert, um gegen steigende Beiträge, wachsende Bürokratie und fehlende soziale Absicherung zu protestieren, und haben dabei zentrale Straßen blockiert. Die Kundgebungen sind bis zur Delegación del Gobierno geführt worden.
Die Organisatoren sprechen von fast 40 beteiligten Städten landesweit. Viele Kleinbetriebe fühlen sich wirtschaftlich unter Druck. Reformforderungen werden lauter. Der politische Druck steigt.

 

Telde erhebt schwere Vorwürfe gegen Regierung

Die Stadt Telde hat dem Gobierno de Canarias vorgeworfen, bei Umweltproblemen vor der Küste intransparent gehandelt zu haben, und hat vollständige Akteneinsicht zu möglichen Verschmutzungen und Aquakultur-Anlagen verlangt, nachdem entsprechende Berichte öffentlich geworden sind. Die Kritik ist offiziell formuliert worden.
Der Konflikt betrifft Umweltkontrolle und staatliche Aufsicht. Für Küstengemeinden steht Vertrauen auf dem Spiel. Politisch ist das brisant. Eine Lösung ist offen.

 

Erdbeben erschüttert Agaete am frühen Morgen

Ein Erdbeben der Stärke 1,5 hat am Montag um 5.04 Uhr Agaete auf Gran Canaria in nur einem Kilometer Tiefe erschüttert und ist vom Instituto Geográfico Nacional registriert worden, wodurch mehrere Anwohner das Zittern wahrgenommen haben. Schäden sind nicht gemeldet worden.
Die Region im Nordwesten von Gran Canaria gilt als seismisch aktiv. Kleinere Beben treten dort regelmäßig auf. Experten bewerten die Aktivität als geologisch normal. Aufmerksamkeit entsteht dennoch.

 

44,5 Millionen Euro für Negrín-Reinigung beschlossen

Das Gobierno de Canarias hat am Montag 44,5 Millionen Euro für einen neuen Reinigungs-, Desinfektions- und Entsorgungsvertrag des Hospital Doctor Negrín auf Gran Canaria bis 2030 bewilligt, um hohe Hygienestandards bei steigender Auslastung sicherzustellen. Der Vertrag umfasst mehrere angeschlossene Einrichtungen.
Es handelt sich um einen der größten Dienstleistungsverträge im öffentlichen Gesundheitswesen auf dem Archipel. Infektionsprävention hat zentrale Bedeutung. Die Investition stärkt die Infrastruktur nachhaltig.

 

Wanderin nach Sturz auf Lanzarote gerettet

Eine 62-jährige Frau ist am Montag um 13.14 Uhr in der Caldera Blanca in Tinajo auf Lanzarote gestürzt und ist in unwegsamem Gelände per Rettungshubschrauber des GES geborgen sowie mit einem mittelschweren Trauma ins Hospital Doctor José Molina Orosa gebracht worden. Der Notruf ist über das Cecoe 112 eingegangen.
Der Vorfall verdeutlicht die Risiken beliebter Wandergebiete. Gerade bei wechselhaftem Wetter steigt die Unfallgefahr. Gute Vorbereitung bleibt entscheidend. Rettungskräfte mahnen zur Vorsicht.

 

Kanaren werben auf ITB um deutschen Markt

Die Kanarischen Inseln haben ihre Teilnahme an der ITB Berlin begonnen und sind mit Delegationen angereist, um den deutschen Reisemarkt zu sichern und neue Partnerschaften für kommende Saisons aufzubauen. Gesprächstermine mit Veranstaltern sind vereinbart worden.
Deutschland bleibt einer der wichtigsten Quellmärkte für das Archipel. Wettbewerb im Mittelmeerraum nimmt zu. Marktpflege ist strategisch entscheidend. Die Branche steht unter Erwartungsdruck.

 

100-Millionen-Hotel entsteht in Corralejo

Die Hotelkette Anjoca hat 100 Millionen Euro in das neue Vier-Sterne-Hotel Elba Corralejo in La Oliva auf Fuerteventura investiert, das im Winter 2026 eröffnen soll und 478 Zimmer mit 956 Betten umfassen wird, nachdem die Bauarbeiten weitgehend abgeschlossen worden sind. Rund 400 direkte Arbeitsplätze sind angekündigt worden.
Das Projekt zählt zu den größten Hotelentwicklungen im Norden der Insel. Tourismus bleibt der zentrale Wirtschaftsmotor. Gleichzeitig wächst die Debatte über Infrastruktur und Flächennutzung.

 

Verkehrstote bleiben auf hohem Niveau

Aktuelle Daten der Dirección General de Tráfico haben gezeigt, dass die Zahl der Verkehrstoten auf den Kanarischen Inseln weiterhin hoch geblieben ist, nachdem in den vergangenen Wochen mehrere tödliche Unfälle registriert worden sind. Betroffen sind mehrere Inseln.
Im Vergleich zum landesweiten Trend wirkt die Entwicklung besorgniserregend. Geschwindigkeit und Verkehrsdichte gelten als Risikofaktoren. Behörden stehen unter Handlungsdruck. Verkehrssicherheit bleibt Daueraufgabe.

 

Hohe Mieten treiben viele in Eigentum

Eine Studie von Funcas hat ergeben, dass unbezahlbare Mieten inzwischen der wichtigste Grund für den Kauf einer Immobilie geworden sind, nachdem die Mietpreise in fünf Jahren um rund 46 Prozent gestiegen sind, wodurch viele Haushalte den Schritt ins Eigentum erwogen haben.
Auch auf dem Archipel verschärft sich der Druck, besonders in touristischen Regionen. Experten sehen keine klassische Immobilienblase. Die Preisspannungen bleiben jedoch hoch. Wohnen wird zur sozialen Kernfrage.

02.03.2026

EU fordert mehr Rettung auf der Atlantikroute

Eine Delegation des Europäischen Parlaments hat nach ihrem Besuch auf den Kanarischen Inseln im September eine deutliche Ausweitung der Such- und Rettungskapazitäten auf der Atlantikroute gefordert. Die Abgeordneten haben die Strecke als besonders gefährlich eingestuft und eine stärkere Koordination durch Frontex sowie mehr europäische Beteiligung verlangt. Zudem haben sie bessere Aufnahmebedingungen auf dem Archipel angemahnt.

Die Botschaft ist klar: Die Kanarischen Inseln tragen weiterhin einen überproportionalen Teil der Verantwortung an der EU-Außengrenze. Solange Rettung, Verteilung und Rückführung nicht gemeinsam organisiert werden, bleibt die Atlantikroute ein politischer Dauerbrenner. Migration ist hier kein Randthema – sie ist tägliche Realität mit humanitären und sicherheitspolitischen Folgen.

 

13 Tote im Meer – Warnungen ignoriert

Auf dem Archipel sind in den ersten beiden Monaten dieses Jahres 13 Menschen ertrunken. Die meisten Todesfälle haben sich während aktiver Warnlagen wegen gefährlicher Küstenbedingungen ereignet. Insgesamt sind 40 Wasserunfälle registriert worden – deutlich mehr als im Vorjahr.

92 Prozent der Opfer sind trotz behördlicher Vorwarnungen ins Meer gegangen. Das Problem liegt damit nicht im Informationssystem, sondern im Verhalten. Warnstufen werden veröffentlicht, Rettungskräfte stehen bereit – doch sie können nur reagieren, wenn Regeln ernst genommen werden. Die Zahlen zeigen ein strukturelles Sicherheitsproblem entlang der Küsten.

 

4,1-Beben erschüttert Inseln

Zwischen Teneriffa und Gran Canaria hat sich am Donnerstag um 12.26 Uhr ein Erdbeben der Stärke 4,1 ereignet. Das Beben ist im Bereich des Unterwasservulkans Enmedio in rund zehn Kilometern Tiefe registriert und auf beiden Inseln deutlich gespürt worden. Es ist das stärkste gemessene Ereignis der vergangenen Jahre auf dem Archipel gewesen.

Nach Einschätzung des Instituto Geográfico Nacional steht das Beben nicht im Zusammenhang mit der erhöhten Mikroseismik am Teide. Die Zone zwischen beiden Inseln gilt als tektonisch aktiv und produziert jedes Jahr hunderte Erschütterungen. Dennoch erhöht jedes spürbare Ereignis die Nervosität in der Bevölkerung – besonders in einer Phase verstärkter Beobachtung rund um den Teide.

 

Seismische Schwärme am Teide nehmen zu

Seit dem 7. Februar haben sich westlich der Cañadas del Teide sieben seismische Schwärme ereignet. Das wissenschaftliche Komitee des Pevolca hat tausende Mikrobeben in Tiefen zwischen sieben und neun Kilometern registriert und mehrere kurzfristige Lagebesprechungen abgehalten. Veränderungen in der Bodenverformung sind nicht festgestellt worden, die Gasemission ist zuletzt sogar zurückgegangen.

Eine unmittelbare Ausbruchsgefahr besteht nach derzeitiger Einschätzung nicht. Dennoch nimmt die anomale Aktivität seit Jahren schrittweise zu. Das bedeutet: keine Panik – aber erhöhte Aufmerksamkeit. Die vulkanische Überwachung auf Teneriffa bleibt intensiv, weil kleine Veränderungen in einem sensiblen System früh erkannt werden müssen.

 

Jury spricht Mann nach tödlichem Sturz schuldig

In Las Palmas hat eine Jury einen Mann wegen Totschlags schuldig gesprochen, nachdem er 2023 in Costa Teguise einen anderen Mann von einer vier Meter hohen Terrasse gestoßen hat. Das Opfer ist an schweren Kopfverletzungen gestorben. Die Geschworenen haben keine gezielte Tötungsabsicht festgestellt, aber ein bewusstes Inkaufnehmen des tödlichen Risikos anerkannt.

Dem Angeklagten drohen nun 13 bis 15 Jahre Haft. Der Fall zeigt, wie schnell eine eskalierende Auseinandersetzung im Nachtleben tödlich endet. Alkohol, Streit, Kontrollverlust – das Muster ist bekannt. Die Konsequenzen bleiben endgültig.

 

10-Jahres-Regel für Sozialwohnungen umstritten

Der Consejo Consultivo hat den geplanten Erlass der Kanarischen Regierung zur Vergabe von Sozialwohnungen geprüft und die Erhöhung der Mindestaufenthaltsdauer auf zehn Jahre als möglicherweise unverhältnismäßig bewertet. Bisher sind sieben Jahre Voraussetzung gewesen. Zusätzlich soll die Bindung an den jeweiligen Wohnort deutlich verlängert werden.

Die Regierung begründet die Verschärfung mit wachsendem Bevölkerungsdruck und knappen Ressourcen. Das Gutachten warnt vor rechtlichen Risiken und mangelnder Verhältnismäßigkeit. Der Konflikt ist politisch brisant: Sozialer Schutz trifft auf Freizügigkeit – und Wohnraum bleibt eines der schärfsten Spannungsfelder auf dem Archipel.

 

Ryanair startet ohne 89 Passagiere

Am Mittwoch haben 89 Passagiere eines Ryanair-Flugs nach Bristol den Flughafen César Manrique auf Lanzarote nicht verlassen können. Verzögerungen bei der Passkontrolle für Nicht-Schengen-Reisende haben dazu geführt, dass das Flugzeug ohne sie gestartet ist. Das Gepäck der Betroffenen ist wieder ausgeladen worden, der Flug ist mit Verspätung abgegangen.

Der Vorfall ist kein Einzelfall. Engpässe bei Drittstaatenflügen sind seit Monaten bekannt. Für einen tourismusabhängigen Standort ist das mehr als eine Panne – es ist ein strukturelles Problem bei Personal, Organisation und Kapazitätsplanung.

 

Sturm trifft Lanzarote mit Böen bis 87 km/h

Am Samstag haben Böen von bis zu 87 Stundenkilometern auf Lanzarote zahlreiche Einsätze des Consorcio de Seguridad y Emergencias ausgelöst. In Arrecife, Tías, Teguise und auf La Graciosa sind Äste abgebrochen, Fassadenteile herabgestürzt und Sicherungen an Gebäuden beschädigt worden. Vor der Nord- und Westküste sind Wellen von bis zu vier Metern gemessen worden.

Die Vorwarnstufe wegen Wind bleibt aktiv. Das größte Risiko liegt nicht auf den Straßen, sondern im Meer. Solche Lagen zeigen, wie schnell Infrastruktur und Küstenbereiche an ihre Belastungsgrenze geraten. Wetter ist auf dem Archipel kein Nebenschauplatz – es ist ein Sicherheitsfaktor.

 

Playa Blanca wartet weiter auf Schengen-Freigabe

In Yaiza hat der Bürgermeister erneut Druck auf Puertos Canarios ausgeübt, um den Hafen von Playa Blanca als Schengen-Hafen ausweisen zu lassen. Ohne diese Einstufung können Boutique-Kreuzfahrtschiffe nicht regulär anlegen, obwohl die Infrastruktur im neuen Hafen vorhanden ist. Gespräche mit der Regionalregierung sind eingefordert worden.

Für den Süden von Lanzarote geht es um zusätzliche Wertschöpfung im Tourismus. Solange die formale Freigabe ausbleibt, bleiben wirtschaftliche Chancen ungenutzt. Politische Ankündigungen stehen im Raum – operative Entscheidungen fehlen.

 

Karneval endet mit Verzögerung

In Las Palmas de Gran Canaria haben rund 25.000 Menschen das traditionelle Begräbnis der Sardine gefeiert. Ein Versicherungsproblem hat den Start des Umzugs um fast eine Stunde verzögert, weil die Absicherung der teilnehmenden Gruppen kurzfristig geklärt werden musste. Die fünf Meter lange Figur ist schließlich am Strand von Las Canteras unter großem Feuerwerk verbrannt worden.

Der Karneval ist nicht nur Folklore, sondern ein wirtschaftlicher Faktor für die Stadt. Gerade deshalb wiegen organisatorische Pannen schwerer, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Großveranstaltungen brauchen professionelle Abläufe – nicht Improvisation in letzter Minute.

 

Polizei nimmt Mann nach Gewalttat fest

In Arrecife hat die Policía Local am 24. Februar einen 32-jährigen Mann wegen mutmaßlicher Gewalt gegen seine Partnerin festgenommen. Die Einsatzkräfte sind nach einem Notruf ausgerückt und haben sichtbare Verletzungen festgestellt. Während der Überprüfung ist zudem bekannt geworden, dass gegen den Mann eine gültige Ausweisungsverfügung bestanden hat.

Der Fall zeigt, dass häusliche Gewalt kein Randphänomen ist, sondern alltägliche Realität. Schutzmechanismen greifen nur, wenn Hinweise ernst genommen und Verfahren konsequent umgesetzt werden. Prävention, schnelle Intervention und klare strafrechtliche Folgen bleiben entscheidend, um Wiederholungstaten zu verhindern.

 

Flughafen Lanzarote bleibt strukturelles Nadelöhr

Bereits im Vorjahr haben zeitgleiche Drittstaatenflüge am Flughafen César Manrique auf Lanzarote zu massiven Engpässen bei der Passkontrolle geführt. Auch in diesem Jahr sind wieder lange Warteschlangen entstanden, die Abfertigungen verzögert und Anschlussflüge gefährdet haben. Mehrere Vorfälle sind dokumentiert worden, bei denen Passagiere Flüge nicht erreicht haben.

Mit dem schrittweisen Start des europäischen Ein- und Ausreisesystems droht zusätzlicher Druck auf die Abläufe. Wenn Personal, Technik und Organisation nicht angepasst werden, bleibt der Flughafen ein strukturelles Nadelöhr. Für einen Standort, der vom Tourismus lebt, ist das kein Detail – sondern ein strategisches Risiko.

27.02.2026

Canódromo: Abriss der Türme rückt näher

Nach über zwei Jahrzehnten juristischer Auseinandersetzungen scheint das Ende der umstrittenen Canódromo-Bauten im Stadtteil Schamann in Sicht. Die zwei unvollendeten Türme, 14 Stockwerke hoch, sollten ursprünglich Wohnraum und Parkplätze bieten. Nach Protesten der Nachbarschaft und mehreren Gerichtsurteilen könnte nun die endgültige Entscheidung über ihren Abriss fallen. Noch steht ein Revisionsverfahren aus, doch Experten rechnen mit einem Urteil bis spätestens Anfang 2025. Dann würde nur noch der politische Wille über die Umsetzung entscheiden. Die Bewohner hoffen, dass der Platz in Zukunft neu gestaltet und für die Nachbarschaft nutzbar gemacht wird – als Park oder kultureller Treffpunkt.

Schauspieler William Levy in Florida verhaftet

Der kubanisch-amerikanische Schauspieler William Levy wurde am Montagabend in Weston, Florida, von der Polizei festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, in betrunkenem Zustand für öffentliche Unruhe gesorgt und unbefugt Privatgelände betreten zu haben. Die Behörden halten ihn derzeit in Untersuchungshaft. Seine Verhaftung sorgte für Aufsehen, da Levy durch Serien wie *Café con aroma de mujer* international bekannt wurde. Die Polizei veröffentlichte bereits ein Fahndungsfoto des Schauspielers. Über die genauen Umstände der Tat liegen derzeit noch keine offiziellen Angaben vor. Levy, der 2024 von seiner langjährigen Partnerin Elizabeth Gutiérrez getrennt wurde, hat zwei Kinder und lebt überwiegend in den USA.

Internetbetrug: Guardia Civil ermittelt gegen „Creators Alliance“

Die Guardia Civil untersucht aktuell eine mögliche Internetbetrugsmasche, die über die Plattform „Creators Alliance“ durchgeführt wurde. Unter dem Namen „Operación Morghulis“ werden mehrere Anzeigen untersucht, die auf ein identisches Betrugsmuster hindeuten. Die Opfer, hauptsächlich aus Santa Lucía de Tirajana, investierten zwischen 800 und 2.400 Euro, nachdem ihnen Einkommen durch einfache Online-Aufgaben versprochen worden war. Die Plattform nutzte gezielt soziale Medien zur Rekrutierung neuer Nutzer und veranstaltete sogar Info-Veranstaltungen in Schulen. Die Ermittler gehen davon aus, dass es noch weitere, bislang unbekannte Geschädigte geben könnte. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise und warnt vor ähnlichen Angeboten im Netz.

Vegueta: Prozession am Mittwoch ohne Cirineo-Figur

Die traditionelle Prozession der Hermandad del Santo Encuentro in Vegueta wird dieses Jahr ohne die bekannte Figur des Cirineo stattfinden. Die Skulptur – eine von fünf kunstvollen Figuren des Umzugs – bedarf dringend einer Restaurierung. Auch die Christusfigur, die das zentrale Bildnis darstellt, zeigt altersbedingte Schäden. Bereits im Vorjahr wurde der Prozessionsweg angepasst, um Kopfsteinpflaster und Erschütterungen zu vermeiden. Der Brudermeister José Manuel Olivares betonte, dass der Schutz des kulturellen Erbes über kurzfristige Präsentation gehe. Der Verzicht habe Bewegung in die Restaurierung gebracht, die nun in Planung ist. Ziel sei es, die Werke des berühmten Bildhauers Luján Pérez auch zukünftigen Generationen zu erhalten.

26.02.2026

Kliniken schlagen Alarm – Operationen wegen Bettenmangels gestoppt

Überfüllte Flure und verschobene Operationen haben in dieser Woche das Hospital Insular auf Gran Canaria geprägt, weil Betten gefehlt und die hohe Nachfrage die Kapazitäten überlastet hat. Mehrere Eingriffe sind abgesagt worden, darunter bereits Anfang Februar auch eine Krebsoperation. Angehörige haben von stundenlangen Wartezeiten und fehlenden Sitzmöglichkeiten berichtet.

Die Klinikleitung verweist auf Notfallpläne und außergewöhnliche Belastung, doch Pflegevertreter sprechen von einem strukturellen Problem. Auch im Doctor Negrín ist die Situation angespannt gewesen. Die aktuelle Lage zeigt, dass das System keine Reserven mehr hat.

Fast die Hälfte des Einkommens frisst der Alltag auf

1.028 Euro pro Monat haben Haushalte auf dem Archipel 2025 für Wohnen, Lebensmittel und Energie ausgegeben. Damit sind 43,6 Prozent des Einkommens für Grundkosten gebunden gewesen – so viel wie seit drei Jahren nicht mehr. Besonders stark gestiegen ist die Lebensmittelrechnung.

Zwar liegt der Gesamtbetrag unter dem Landesdurchschnitt, doch die relative Belastung bleibt hoch. Wer nur vom Mindestlohn lebt, hat faktisch keinen Spielraum mehr. Sparen bedeutet inzwischen Verzicht im Alltag.

Medikamentenmangel trifft chronisch Kranke auf dem Archipel

Lieferengpässe haben 2025 Tausende Patienten auf dem Archipel betroffen, weil Diabetespräparate wie Ozempic sowie bestimmte Antibiotika und Thrombosemittel nicht verfügbar gewesen sind. Landesweit sind pro Quartal mehr als 5.000 Arzneimittel mit Engpässen gemeldet worden – acht Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Ursachen liegen in strukturellen Schwächen internationaler Lieferketten. Für chronisch Kranke bedeutet das Unsicherheit bei der Therapie. Apotheken versuchen umzudisponieren, doch Versorgungslücken bleiben ein Risiko.

Steuerfahnder nehmen Bargeld und Ferienwohnungen ins Visier

Mit sofortiger Wirkung hat die kanarische Steuerbehörde ihren neuen Kontrollplan aktiviert und verschärfte Prüfungen angekündigt. Ins Visier geraten hohe Bargeldzahlungen, nicht korrekt versteuerte Ferienwohnungen sowie mutmaßlich manipulierte Rechnungen.

Kontrolliert werden IGIC-Abrechnungen, Luxusgüter und auffällige Vermögensverhältnisse. Ziel ist es, Schattenwirtschaft zurückzudrängen und Steuereinnahmen zu sichern. Besonders die touristische Vermietung dürfte stärker unter Beobachtung stehen.

Nach Skandal übernimmt neue Chefin das Wohnungsinstitut

Nach dem Rücktritt ihres wegen eines Sexualdelikts angeklagten Vorgängers hat Pino de León in Santa Cruz de Tenerife die Leitung des Instituto Canario de la Vivienda übernommen. Die Amtsübergabe ist offiziell vollzogen worden.

Sie übernimmt in einer Phase massiven Wohnraummangels. Der Druck auf die Politik wächst, weil bezahlbare Wohnungen fehlen und Mieten steigen. Entscheidend wird sein, ob der öffentliche Wohnungsbau spürbar beschleunigt wird.

Papst-Besuch bringt das Archipel international ins Rampenlicht

Am 11. und 12. Juni hat Papst León XIV einen Besuch auf Teneriffa und Gran Canaria angekündigt. Erwartet werden mehr als 50.000 Gläubige. Als Veranstaltungsorte prüft das Bistum derzeit das Estadio de Gran Canaria oder den Parque Santa Catalina.

Es ist der erste Papstbesuch auf dem Archipel. Politisch rückt dabei vor allem das Migrationsthema in den Fokus. Die logistischen Vorbereitungen laufen bereits, auch internationale Medien werden erwartet.

24 Jahre Stillstand – jetzt entstehen 210 neue Häuser

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Blockade hat der Gemeinderat von San Bartolomé de Tirajana den Bebauungsplan für El Tablero endgültig beschlossen. Geplant sind 210 private Wohnhäuser sowie Flächen für Sport, Soziales und Handel. Die Investition liegt bei über fünf Millionen Euro.

Bevor gebaut wird, müssen jedoch Infrastruktur und Erschließung umgesetzt werden. Das Projekt kann langfristig Wohnraum schaffen, kurzfristig entlastet es den Markt jedoch nicht. Der Bedarf bleibt deutlich größer.

Flughäfen sollen 20 Jahre früher klimaneutral werden

Bis 2030 will Aena die Flughäfen auf dem Archipel auf Netto-Null-Emissionen umstellen. Der Stromverbrauch ist bereits seit 2020 vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt worden. Geplant sind zusätzliche Photovoltaikanlagen, E-Fahrzeuge und nachhaltiger Flugkraftstoff.

Ziel ist es, deutlich vor dem globalen Branchenziel klimaneutral zu werden. Für das Archipel ist das auch ein wirtschaftliches Signal, weil Tourismus und Nachhaltigkeit enger verknüpft werden.

65 neue Jobs – kleiner Impuls für den Arbeitsmarkt

65 neue Stellen hat Decathlon auf Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote ausgeschrieben. Gesucht werden Verkäuferinnen, Verkäufer sowie Teamleitungen. Die Einstellungsrunde ist in dieser Woche gestartet worden.

Für den regionalen Arbeitsmarkt ist das ein zusätzlicher Impuls, wenn auch in begrenztem Umfang. Die Expansion zeigt, dass der Konsum im Sportbereich stabil bleibt.

Norwegens König bleibt krank auf Teneriffa

Wegen einer Infektion und Dehydrierung ist Norwegens König Harald V. auf Teneriffa im Krankenhaus behandelt worden. Königin Sonia hat ihn besucht, ein Arzt aus Norwegen ist angereist.

Laut norwegischem Königshaus ist sein Zustand stabil. Der Monarch hatte sich privat auf der Insel aufgehalten. Der Fall sorgt international für Aufmerksamkeit.

Heuschreckenschwarm sorgt für Nervosität auf Lanzarote

Hunderte Heuschrecken sind am Dienstag in Famara auf Lanzarote gesichtet worden. Das Cabildo hat bestätigt, dass es sich um einen einzelnen Schwarm erwachsener Tiere gehandelt hat.

Weil die Tiere am Ende ihres Lebenszyklus stehen, gilt das Risiko für die Landwirtschaft als begrenzt. Dennoch bleibt die Lage unter Beobachtung, da feuchte Bedingungen eine Vermehrung begünstigen könnten.

Überlastung in Notaufnahmen wird zum Dauerzustand

Nicht nur im Insular, auch im Doctor Negrín auf Gran Canaria haben Patienten in provisorischen Bereichen gewartet, weil Betten gefehlt und Stationen überfüllt gewesen sind. Teilweise sind Räume außerhalb der Notaufnahme genutzt worden.

Gewerkschaften sprechen von einem Dauerzustand und fordern strukturelle Lösungen. Die aktuelle Belastung zeigt, dass das System an seine Grenzen gestoßen ist.

25.02.2026

Heuschrecken fallen mit der Calima ein

Mitten durch die gelbliche Staubwand der Calima sind gestern afrikanische Wüstenheuschrecken auf Lanzarote und Teneriffa eingefallen – sichtbar bei Famara, gesichtet bis nach Tacoronte. Das Cabildo hat den Schwarm lokalisiert und eine mindestens 48-stündige Beobachtung eingeleitet.

Jetzt entscheidet sich, ob es sich um harmlose Alt-Tiere oder um gefräßige Jungtiere handelt. Für Menschen besteht kein Gesundheitsrisiko. Für Weinbau und Landwirtschaft kann die Lage jedoch wirtschaftlich heikel werden. 2004 hat eine ähnliche Plage Millionen Tiere umfasst und massive Schäden verursacht. Die Bilder wecken Erinnerungen.

 

Tourismusboom gerät ins Wanken

Vier Jahre Dauerboom sind gestern offiziell ins Wanken geraten: Die größten Tourismusunternehmen auf dem Archipel haben erstmals einen Rückgang für 2026 eingeräumt. Excelcan erwartet weniger Gäste und weniger Übernachtungen nach dem Rekordjahr 2025.

Die Preise steigen weiter – aber nur noch im Rahmen der Inflation. Konkurrenzziele in Nordafrika gewinnen an Attraktivität. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel ungelöst, verschärft durch Wohnungsnot auf mehreren Inseln. Der wichtigste Wirtschaftsmotor verliert Tempo. Das ist kein Absturz – aber ein klares Warnsignal.

 

IGIC für Grundprodukte fällt auf null

Angesichts steigender Supermarktrechnungen hat die kanarische Regierung gestern den IGIC für 45 Grundprodukte auf null gesetzt – darunter Milch, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch. Der Beschluss ist im Parlament vorgestellt worden.

Die Maßnahme soll Haushalte auf dem Archipel entlasten, besonders auf den nicht-kapitalen Inseln. Ohne steuerliche Sonderregelungen lägen Preisunterschiede zum Festland deutlich höher. Ein neues Observatorium soll Preisentwicklungen zwischen Inseln transparenter machen. Ob die Entlastung spürbar ankommt, wird sich im Alltag zeigen.

 

Notaufnahmen arbeiten am Limit

Auf Krankenhausfluren, vor Aufzügen und in provisorischen Räumen sind gestern auf Gran Canaria hunderte Patienten untergebracht worden, während die Pflegegewerkschaft Satse von strukturellem Kollaps gesprochen hat. Betroffen sind das Insular und das Doctor Negrín.

Täglich werden dort rund 300 Menschen versorgt. Intimsphäre fehlt, teils auch der Zugang zu Toiletten. Ursache sind Personalmangel und fehlende Bettenkapazitäten. Das Problem ist nicht neu – aber es ist inzwischen Dauerzustand. Das Gesundheitssystem steht sichtbar unter Druck.

 

Initiative warnt vor Gesundheits-Schieflage

Mehr Menschen, mehr Touristen – aber kaum mehr Krankenhausbetten: Diese Rechnung ist gestern von der Initiative „Canarias tiene un límite“ öffentlich gemacht worden. Seit den 1990er Jahren ist die Bevölkerung um 40 Prozent gewachsen, touristische Betten sogar um 65 Prozent.

Die Zahl öffentlicher Krankenhausbetten ist dagegen nur minimal gestiegen. Rechnerisch kommen heute mehr als tausend touristische Betten auf ein einziges Krankenhausbett. Die Initiative sieht darin ein politisches Versäumnis über Jahrzehnte. Das Thema ist längst strukturell – nicht konjunkturell.

 

Fünfter Erdbebenschwarm unter dem Teide

Binnen nur 32 Stunden hat es tief unter dem Teide mehr als 6.500 Mal gebebt – der fünfte Schwarm allein in diesem Monat. Das Instituto Geográfico Nacional hat die Ereignisse in rund acht Kilometern Tiefe registriert.

Ein neues automatisches Auswertungssystem erfasst deutlich mehr Signale als früher. Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Eruption gibt es nicht. Dennoch zeigt die Häufung, dass das vulkanische System aktiv bleibt. Wachsamkeit ist Routine – Entwarnung ist keine.

 

Prozess gegen Polizisten in Las Palmas

Vor Gericht in Las Palmas ist gestern ein Polizist angeklagt worden, dem Misshandlungen im Aufnahmezentrum für Migranten auf Lanzarote vorgeworfen worden sind. Interne Ermittler hatten Hinweise eigener Kollegen als strafrechtlich relevant eingestuft.

Die Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft und ein langjähriges Berufsverbot. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Der Fall berührt Vertrauen in staatliche Kontrolle auf dem Archipel. Transparenz wird hier zum Maßstab.

 

Große Haschisch-Sicherstellung in Arrecife

Fast eine Tonne Haschisch ist gestern im Hafen von Los Mármoles auf Lanzarote sichergestellt worden – versteckt in einem Transporter auf dem Weg nach Gran Canaria. 988 Kilogramm sind beschlagnahmt worden.

Der geschätzte Marktwert liegt bei über 1,6 Millionen Euro. Der 55-jährige Fahrer sitzt in Untersuchungshaft. Der Fund zählt zu den größeren Sicherstellungen der letzten Monate. Die Insel bleibt Transitpunkt im Drogennetz zwischen Afrika und Europa.

 

Kreuzfahrt-Rekord trifft auf Warenrückgang

Rekordzahlen bei Kreuzfahrern sind im Januar in Arrecife verzeichnet worden, während der Warenumschlag im selben Zeitraum deutlich gesunken ist. Mehr als 111.700 Kreuzfahrtgäste sind angekommen – ein Plus von über 21 Prozent.

Gleichzeitig ist der Güterverkehr zweistellig zurückgegangen. Der Hafen verschiebt sein wirtschaftliches Gewicht zunehmend Richtung Tourismus. Wachstum ist sichtbar – aber einseitig. Stabilität sieht anders aus.

 

Yaiza verdichtet Papagayo-Zufahrten

Sieben Kilometer Zufahrtswege zu Papagayo sind diese Woche von der Gemeinde Yaiza neu verdichtet worden, nachdem Regen und Dauerverkehr massive Schäden hinterlassen hatten. Schwere Maschinen sind eingesetzt worden.

Gleichzeitig hat Bürgermeister Óscar Noda das Cabildo aufgefordert, seine Zuständigkeit für das Schutzgebiet Los Ajaches wahrzunehmen. Hohe Besucherzahlen bedeuten hohe Belastung. Wer Verantwortung trägt, ist juristisch klar – politisch offenbar noch umstritten.

 

Princess wirbt um neues Personal

Mit offenen Türen und Frühstück hat die Hotelkette Princess gestern auf Fuerteventura um neue Mitarbeiter geworben. Gesucht werden Kräfte für Rezeption, Küche, Gastronomie und Housekeeping in zwei Häusern in Pájara.

Trotz erwarteter Nachfragedelle bleibt der Personalbedarf hoch. Der Fachkräftemangel ist strukturell und wird durch Wohnungsprobleme verschärft. Der Tourismus braucht Arbeitskräfte – findet sie aber immer schwerer.

 

Proteste nach tödlicher Gewalttat auf Teneriffa

Nach der Tötung eines zehnjährigen Jungen in Arona auf Teneriffa sind gestern auf Gran Canaria Proteste organisiert worden, bei denen der Politik Versäumnisse im Gewaltschutz vorgeworfen worden sind. Der Vater ist als Täter identifiziert worden, die Mutter liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

Die Red Feminista fordert, Gewalt gegen Frauen und Kinder zur politischen Priorität zu machen. Sie kritisiert Kürzungen und fehlende Führung. Der Fall erschüttert das Archipel. Prävention ist keine Symbolpolitik – sie entscheidet über Leben.

24.02.2026

Rekordjobs – doch die soziale Kluft wächst   

Die Kanarischen Inseln haben 2025 so viele Beschäftigte wie seit Jahren nicht mehr verzeichnet. Gleichzeitig haben zehntausende Haushalte weiter als sozial gefährdet gegolten.
Der Arbeitsmarkt ist gewachsen – die Unsicherheit vieler Familien bleibt.
Ein großer Teil der neuen Stellen ist saisonabhängig oder niedrig entlohnt gewesen.
Wer arbeitet, lebt nicht automatisch stabil.
Der wirtschaftliche Aufschwung ist real – doch er kommt nicht bei allen an.

Der Calima belastet das Archipel massiv

Der Calima hat am Dienstag vor allem die südlichen Regionen von Gran Canaria stark getroffen. Die Feinstaubwerte sind deutlich gestiegen.
Sicht schlecht, Atemwege gereizt, körperliche Belastung spürbar.
Für Asthmatiker, Kinder und ältere Menschen ist das kein harmloses Wetterphänomen.
Warnhinweise sind ausgesprochen worden.
Wenn solche Lagen häufiger auftreten, stellt sich die Frage nach wirksameren Schutzmaßnahmen.

Bus-Brand trifft Lanzarotes Nahverkehr empfindlich

In Arrecife hat am Sonntagabend ein Feuer eine Halle von Lanzarote Bus erfasst. Mehrere Guaguas sind beschädigt worden.
Verletzt worden ist niemand.
Der Schaden wirkt sich dennoch direkt auf den Alltag aus.
Jeder fehlende Bus bedeutet Engpässe für Schüler, Pendler und Betriebe.
Der Vorfall zeigt, wie sensibel die Infrastruktur auf der Insel ist.

Beben vor Lanzarote sorgt für spürbare Unruhe

Westlich von Lanzarote ist in der Nacht ein Beben der Stärke 2,7 registriert worden. Das Epizentrum hat vor der Küste gelegen.
Die Magnitude gilt als moderat.
Dennoch lösen solche Meldungen sofort Aufmerksamkeit aus.
Das Überwachungssystem hat regulär gearbeitet, die Vulkanampel steht weiter auf Grün.
Entscheidend bleibt, Informationen transparent und sachlich einzuordnen.

ZEC erreicht Rekordmarke – Qualität bleibt entscheidend

Die Sonderwirtschaftszone ZEC hat 2025 mehr als 12.500 Arbeitsplätze erreicht. Auch die Zahl der registrierten Unternehmen ist gestiegen.
Das ist ein Höchststand.
Doch die entscheidende Frage lautet: Wie nachhaltig sind diese Jobs?
Langfristige Wertschöpfung auf dem Archipel ist wichtiger als kurzfristige Statistik.
Die Entwicklung wird sich erst in den kommenden Jahren bewähren müssen.

57.000 Haushalte auf Lanzarote gelten als gefährdet

Auf Lanzarote haben mehr als 57.000 Haushalte Hinweise auf soziale Ausgrenzung gezeigt. Hohe Mieten und instabile Einkommen sind zentrale Ursachen gewesen.
Das steht im deutlichen Kontrast zu positiven Wirtschaftskennzahlen.
Viele Menschen arbeiten – und geraten trotzdem finanziell unter Druck.
Soziale Stabilität hängt nicht nur von Beschäftigung ab.
Sie hängt davon ab, ob Einkommen und Lebenshaltungskosten zusammenpassen.

Höhenluft-Hotel setzt auf exklusiven Sporttourismus

Ein Hotel in Amadores auf Gran Canaria hat Apartments mit Hypoxie-Systemen eröffnet. Damit wird Höhentraining simuliert.
Zielgruppe sind ambitionierte Radsportler.
Das Konzept setzt auf Spezialisierung statt Massentourismus.
Der Ansatz zielt auf zahlungskräftige Nischenmärkte.
Ob diese Strategie dauerhaft erfolgreich ist, wird die Nachfrage zeigen.

Quemao Class bringt internationale Surf-Elite nach La Santa

In La Santa hat die Quemao Class ihre Sieger gekürt. Conor Donegan und David Pérez haben die Titel gewonnen.
Das Event hat internationale Aufmerksamkeit erzeugt.
Für Tinajo bedeutet das Gäste in der Nebensaison und zusätzliche Umsätze.
Extremsport ist hier längst wirtschaftlicher Faktor.
Die Herausforderung bleibt, diese Dynamik nachhaltig zu sichern.

17-Jähriger aus Zonzamas steht im Koch-Finale

Ein Schüler vom CIFP Zonzamas hat das Finale eines nationalen Spitzenkoch-Wettbewerbs erreicht. Er ist 17 Jahre alt.
Er ist der einzige Finalist von den Kanarischen Inseln.
Das zeigt die Qualität der beruflichen Ausbildung auf Lanzarote.
Gleichzeitig stellt sich die Frage nach langfristigen Perspektiven.
Talent entscheidet – aber Zukunft entsteht durch Rahmenbedingungen.

Teguise eröffnet Prüfverfahren zu neuem Zentrum

Das Rathaus von Teguise hat ein Prüfverfahren zur Situation eines neuen Zentrums eingeleitet. Es geht um rechtliche und strukturelle Fragen.
Die Entscheidung hat politische Bedeutung.
Sie betrifft Verwaltung, Nutzung und mögliche Auswirkungen auf die Gemeinde.
Kommunalpolitik auf Lanzarote bleibt damit sensibel.
Transparente Entscheidungen werden hier besonders wichtig sein.

Bewährungsstrafe gegen Fußballspieler verhängt

Ein Gericht hat gegen einen Fußballspieler drei Jahre Haft auf Bewährung sowie eine Geldstrafe verhängt.
Das Urteil ist nach einem Vorfall außerhalb des Spielfelds gesprochen worden.
Sportlicher Status hat keine Sonderrolle gespielt.
Der Fall zieht auch disziplinarische Konsequenzen nach sich.
Die Signalwirkung ist eindeutig: Verantwortung gilt unabhängig vom Bekanntheitsgrad.

Nachhaltigkeitsplan auf Gran Canaria abgeschlossen

Auf Gran Canaria hat das Cabildo den ersten Nachhaltigkeitsplan für das Welterbe und die Biosphären-Reserve vollständig umgesetzt. Insgesamt sind 3,88 Millionen Euro geflossen.
Über 176 Kilometer der Fernwanderwege GR-138 und GR-139 sind erneuert, besser ausgeschildert und von invasiven Pflanzen befreit worden. Traditionelle Wege sind wiederhergestellt worden.
Zugänge zu Orten wie Lugarejos und Barranco Hondo sind verbessert, archäologische Höhlen gesichert und ein Parkplatz landschaftlich integriert worden.
Das frühere Museo de las Tradiciones dient nun als Managementzentrum des Kulturlandschaftsraums, auch der Besucherpunkt Degollada de Becerra ist modernisiert worden.
Der Plan ist abgeschlossen – jetzt entscheidet sich, ob nachhaltiger Schutz und touristische Nutzung dauerhaft im Gleichgewicht bleiben.

23.02.2026

Ausbeutungsverdacht bringt Lokalpolitiker massiv unter Druck

Auf Gran Canaria haben Ermittler einen bekannten Lokalpolitiker ins Visier genommen, nachdem mehrere minderjährige Migranten ausgesagt haben, sie hätten auf seiner Finca gearbeitet. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob Schutzbefohlene gegen Bezahlung eingesetzt oder systematisch ausgenutzt worden sind. Wenn sich das bestätigt, geht es nicht um Formalitäten, sondern um den möglichen Missbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses gegenüber besonders verletzlichen Jugendlichen. Ein Mandat bedeutet Verantwortung – kein Freifahrtschein. Politisch steht hier mehr auf dem Spiel als ein einzelner Name. Es geht um Glaubwürdigkeit, Kontrolle und die Frage, ob Macht auf der Insel ausreichend überwacht wird.

Bewaffneter Überfall erschüttert Einkaufszone auf Gran Canaria

In San Fernando auf Gran Canaria haben drei maskierte Täter einen Spiele-Salon überfallen, Mitarbeitende mit Messern bedroht und Bargeld in fünfstelliger Höhe erbeutet. Die Männer sind geflüchtet, die Polizei fahndet. Der Angriff hat sich mitten im laufenden Betrieb ereignet – in einer Zone, die täglich von Einheimischen und Touristen frequentiert wird. Solche Taten sind kein Randereignis. Sie greifen direkt das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum an. Und genau dieses Sicherheitsgefühl ist für Handel und Tourismus ein entscheidender Standortfaktor. Wenn Gewalt normalisiert wird, verliert die Insel mehr als nur Geld.

EU-Klimaregeln setzen Kanaren unter Versorgungsdruck

Neue Analysen zum europäischen Emissionshandel haben gezeigt, dass Reedereien Container-Routen verlagern könnten, um zusätzliche CO₂-Abgaben zu umgehen. Für die Kanarischen Inseln ist das hochsensibel, weil das Archipel vollständig vom Seeverkehr abhängig ist. Wenn Linien ausgedünnt oder verteuert werden, steigen Preise im Supermarkt und auf der Baustelle. Das ist keine abstrakte Brüsseler Regulierung, sondern eine direkte Frage der Versorgungssicherheit. Klimaschutz ist politisch gewollt – aber wenn Regeln dazu führen, dass Verkehr einfach in Nicht-EU-Häfen ausweicht, entsteht ein Wettbewerbsproblem. Und Inselregionen zahlen am Ende den Preis.

Calima legt das Archipel lahm – Gesundheitsrisiko steigt

Auf den Kanarischen Inseln hat eine massive Calima für extreme Sichtbehinderungen, hohe Temperaturen und stark belastete Luft gesorgt. Die Regierung hat die Vorwarnstufe aufrechterhalten und empfiehlt, körperliche Anstrengung im Freien zu vermeiden. Was für manche nach „Sommergefühl“ aussieht, ist gesundheitlich riskant – besonders für Kinder, ältere Menschen und Asthmatiker. Feinstaub kennt keine Ferien. Die wiederkehrenden Staubepisoden zeigen, wie verwundbar das Archipel klimatisch ist. Wer das als Wetter-Laune abtut, unterschätzt ein strukturelles Problem.

Frau stirbt im Meer – tödliche Strömungen bleiben Dauerproblem

Auf Fuerteventura haben Rettungskräfte eine 55-jährige Frau nach einem Badeunfall aus dem Wasser gezogen und reanimiert. Trotz aller Maßnahmen ist sie gestorben. Wieder ist das Meer stärker gewesen als jede Warnung. Strömungen, Unterwasserströmungen und scheinbar harmlose Brandung werden immer wieder unterschätzt. Die Statistik der tödlichen Badeunfälle auf dem Archipel ist seit Jahren alarmierend. Jede neue Tragödie stellt dieselbe Frage: Reichen Warnsysteme und Aufklärung – oder wird Gefahr weiterhin verdrängt?

Vermisster junger Mann – neue Spur verschärft die Lage auf La Palma

Auf La Palma haben Einsatzkräfte bei der Suche nach einem 20-jährigen Mann mit Autismus persönliche Gegenstände nahe der Küste gefunden. Das Suchgebiet ist daraufhin neu ausgerichtet worden. Polizei, Freiwillige und Angehörige arbeiten unter Hochdruck. Jeder Fund ist Hoffnung und Alarm zugleich. Der Fall zeigt brutal, wie schnell verletzliche Menschen aus dem Schutzsystem fallen können. Und er zeigt auch, wie abhängig Familien in solchen Situationen von funktionierenden Rettungsstrukturen sind.

Vater und Kind aus Brandung gerettet – Sekunden entscheiden

Vor der Küste von Santiago del Teide hat ein Rettungshubschrauber einen Mann und ein achtjähriges Kind aus dem Meer geborgen. Beide haben leichte Verletzungen erlitten und sind medizinisch versorgt worden. Der Zwischenfall hätte anders enden können. Brandung wirkt oft harmlos – bis sie es nicht mehr ist. Dass die Luftrettung rechtzeitig vor Ort war, hat hier vermutlich Schlimmeres verhindert. Auf den Inseln entscheidet häufig Geschwindigkeit über Leben und Tod.

Papstbesuch wird geprüft – logistischer Kraftakt droht

Die Diözese Canarias hat bestätigt, dass eine Delegation aus dem Vatikan auf das Archipel kommt, um eine mögliche Papstreise vorzubereiten. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest. Sollte es dazu kommen, wäre das eines der größten religiösen Großereignisse der vergangenen Jahrzehnte auf den Kanarischen Inseln. Sicherheit, Verkehrslenkung, Infrastruktur – alles müsste neu gedacht werden. Ein Papstbesuch ist kein symbolischer Akt. Er ist ein organisatorischer Stresstest für eine ganze Region.

Beben unter Teneriffa – Behörden bleiben bei Grün

Auf Teneriffa haben Messstationen erneut seismische Aktivität registriert. Fachleute haben betont, dass der Vulkanstatus weiterhin auf Grün steht und keine kurzfristige Eruption erwartet wird. Dennoch erinnern die Daten daran, dass die Insel vulkanischen Ursprungs ist – und bleibt. Transparenz ist richtig. Verharmlosung wäre falsch. Wachsamkeit ist keine Panikmache, sondern Pflicht.

Bürgerprotest gegen Einkaufszentrum – Wachstum stößt an Grenzen

In Costa Teguise haben Anwohner öffentlich gefordert, ein geplantes Einkaufszentrum zu stoppen. Sie befürchten mehr Verkehr, zusätzlichen Flächendruck und weitere Belastungen für Infrastruktur. Der Konflikt steht exemplarisch für ein Grundproblem auf Lanzarote: Wachstum kollidiert zunehmend mit Lebensqualität. Investoren argumentieren mit Arbeitsplätzen – Anwohner mit Überlastung. Die Gemeinde muss entscheiden, wessen Interessen schwerer wiegen.

Schatten gegen Hitze – Kommunen reagieren auf Klimarealität

Auf Lanzarote hat die Gemeinde Tías mehrere Spielplätze mit festen Beschattungen ausgestattet. Ziel ist es, Kinder vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen. Dass solche Maßnahmen inzwischen notwendig sind, zeigt die Realität steigender Temperaturen. Hitze ist kein Ausnahmezustand mehr, sondern Normalität. Kommunale Infrastruktur muss darauf reagieren – dauerhaft, nicht punktuell.

Neue Polizeidrohne – Sicherheit bekommt mehr Technik

Auf Fuerteventura hat die Policía Local in Betancuria eine Drohne in Dienst gestellt, um Einsätze schneller zu koordinieren und abgelegene Bereiche zu überwachen. Moderne Technik kann helfen, Reaktionszeiten zu verkürzen. Gleichzeitig wächst mit jeder neuen Überwachungstechnologie die Verantwortung für klare Regeln. Sicherheit darf effizient sein – aber sie darf nicht unkontrolliert werden.

20.02.2026

Tourismus im Süden Gran Canarias: Andreas Rüttgers verlässt Schauinsland nach 32 Jahren

Im Tourismussektor im Süden von Gran Canaria endet eine Ära: Andreas Rüttgers, langjähriger Tourismuseinkäufer und Produktstratege des deutschen Reiseveranstalters Schauinsland-Reisen, scheidet nach 32 Jahren aus dem Unternehmen aus.

Rüttgers galt als zentrale Figur für die enge Zusammenarbeit zwischen dem Veranstalter aus Duisburg und den Hotelbetrieben in Playa del Inglés, Maspalomas und Meloneras. Über Jahrzehnte steuerte er maßgeblich, welche Häuser mit deutschen Gästen ausgelastet wurden, und pflegte einen direkten Draht zu Hoteliers in San Bartolomé de Tirajana und Mogán.

Das Unternehmen bezeichnete die Trennung als „einvernehmlich und vertrauensvoll“. Hintergrund ist eine Umstrukturierung innerhalb der Eigentümerfamilie Kassner. In der Branche stellt sich nun die Frage, wie sich die strategische Ausrichtung des wichtigen deutschen Partners für den Süden der Insel künftig entwickeln wird.

Lopesan-Chef kritisiert Ferienvermietung und Bürokratie

Der Geschäftsführer der Lopesan Hotel Group, José Alba, hat die Ferienvermietung in scharfen Worten kritisiert. Hinter dem Bild vom „kleinen privaten Vermieter“ stünden vielfach professionelle Strukturen, die rechtliche Grauzonen nutzten und unlauteren Wettbewerb betrieben, so Alba.

Zudem beklagte er die langwierigen Genehmigungsverfahren auf Gran Canaria. Als Beispiel nannte er ein seit 2009 geplantes Projekt in San Bartolomé de Tirajana, das trotz mehrfacher Anpassungen nicht umgesetzt wurde. Investoren würden zunehmend Standorte mit schnelleren Verfahren – etwa in der Karibik – bevorzugen.

Gleichzeitig betonte Alba das Vertrauen in die Stärke des Tourismus als wichtigsten Wirtschaftsmotor der Insel.

Königin Sofía erhält „Premio Gorila“ in Las Palmas

Die ehemalige spanische Königin Sofía von Spanien ist im Aquarium Poema del Mar in Las Palmas mit dem „Premio Gorila“ ausgezeichnet worden. Der Preis wird von der Loro Parque Fundación für besonderes Engagement im Natur- und Artenschutz verliehen.

Bei der feierlichen Zeremonie würdigten Vertreter aus Politik und Wissenschaft ihr jahrzehntelanges Engagement für Biodiversität und Meeresschutz. Die Stiftung unterstützt nach eigenen Angaben weltweit zahlreiche Artenschutzprojekte.

Wetter: Kräftiger Wind und etwas höhere Temperaturen

Der spanische Wetterdienst Agencia Estatal de Meteorología (Aemet) kündigt für Freitag auf den Kanarischen Inseln überwiegend sonniges Wetter mit mäßigem bis teils starkem Nordostwind an. In exponierten Lagen sind örtlich starke Böen möglich.

Die Temperaturen steigen leicht an. In Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife werden Höchstwerte um 20 bis 21 Grad erwartet. Auf See ist mit starkem Wellengang zu rechnen.

19.02.2026

Neue Container für Textilien und Altspeiseöl

Die Gemeinde San Bartolomé de Tirajana installiert derzeit 82 neue Sammelcontainer für Textilien und gebrauchtes Pflanzenöl. 50 Textilcontainer (je 3.000 Liter) und 32 Ölcontainer (je 900 Liter) werden schrittweise im gesamten Gemeindegebiet aufgestellt.

Damit können jährlich rund 112 Tonnen Textilien und 1,7 Tonnen Altspeiseöl gesammelt werden. Die Behälter sind mit Füllstandssensoren ausgestattet, um die Leerung effizienter zu planen.

Grundlage ist ein bis 2028 laufender Vertrag mit dem Unternehmen Ecatar Canarias S.L.U. über rund 400.000 Euro. Das als sozialer Vergabeauftrag konzipierte Projekt schafft zudem Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung oder in schwierigen Lebenslagen.

Parallel modernisiert die Gemeinde die Abfallentsorgung weiter, unter anderem mit 560 neuen Containern für Leichtverpackungen und Papier sowie zusätzlichen Reinigungsmaßnahmen.

Kritik an geplanten Flughafen-Gebührenerhöhungen

Der Flughafenbetreiber Aena plant im Rahmen des Regulierungsdokuments DORA III (2027–2031) eine jährliche Erhöhung der Flughafengebühren um 3,8 Prozent. Das entspricht 43 Cent pro Passagier und Strecke. Für die Kanaren sind weiterhin Vergünstigungen vorgesehen.

Tourismusverbände und Fluggesellschaften befürchten jedoch Wettbewerbsnachteile für die Inseln. Aena verweist dagegen auf Investitionen von rund 13 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren und hält die Erhöhung für vertretbar.

 

Ruhiges Wetter am Donnerstag

Nach Angaben der Agencia Estatal de Meteorología (Aemet) bleibt das Wetter auf den Kanaren am Donnerstag überwiegend stabil. Es gibt kaum Temperaturänderungen, zeitweise Wolken im Norden der höher gelegenen Inseln sowie stellenweise kräftigen Nordostwind. Auf Teneriffa und La Palma kann es vorübergehend zu leichter Calima kommen.

Deutlicher Rückgang der Geburten

Die Geburtenrate auf den Kanaren ist in den vergangenen zehn Jahren um 27 Prozent gesunken – von 44 auf aktuell 32 Geburten pro Tag. Laut dem Instituto Nacional de Estadística wurden zuletzt 11.672 Neugeborene registriert (–0,2 %). Gleichzeitig stiegen die Todesfälle um 5,9 Prozent auf 18.709.

Das natürliche Bevölkerungswachstum bleibt damit negativ. Ein Bevölkerungsplus ergibt sich vor allem durch Zuwanderung.

Gala Drag Queen 2026 live

An diesem Freitag findet im Parque de Santa Catalina die Gala Drag Queen 2026 statt. Zwölf Finalisten kämpfen ab 21:00 Uhr um die Krone. Die Veranstaltung, die ihr 50-jähriges Bestehen feiert, wird live übertragen.

18.02.2026

Lilium erhält Sol im Guía Repsol 2026

Mit einem Sol im Guía Repsol ist das Restaurant Lilium gestern ausgezeichnet worden. Die Jury hat Küche, Produktqualität und Konzept bewertet. Für Lanzarote bedeutet das zusätzliche nationale Aufmerksamkeit im Wettbewerb um anspruchsvolle Gäste. Hochwertige Gastronomie gilt als wichtiger Faktor für Wertschöpfung und Image.

Lanzarote setzt künftig stärker auf Aktivurlaub

Weg vom reinen Volumenwachstum: Lanzarote richtet seine Tourismusstrategie stärker auf Radfahrer und Wanderer aus. Die Verantwortlichen haben dafür in dieser Woche eine neue Ausrichtung vorgestellt. Ziel ist eine stabilere Auslastung über das gesamte Jahr hinweg. Aktivtourismus bringt planbare Einnahmen, erhöht aber auch den Druck auf Infrastruktur und Naturräume.

Teguise baut Strandrettung aus

Mehr Präsenz an der Küste: Teguise hat zusätzliche Rettungsposten und erhöhte Wachtürme eingerichtet. Hintergrund ist das steigende Besucheraufkommen in Ferienzeiten. Kürzere Reaktionszeiten sollen die Sicherheit für Badegäste verbessern. Die Gemeinde nimmt dafür dauerhaft höhere Personalkosten in Kauf.

Über 300 Mikro-Beben am Teide gemessen

Mehr als 300 schwache Erschütterungen sind gestern rund um den Teide registriert worden. Nach Angaben der zuständigen Stellen gibt es derzeit keine Hinweise auf eine bevorstehende Eruption. Seismische Schwärme sind auf dem Archipel nicht ungewöhnlich, werden jedoch eng überwacht. Die Behörden setzen auf transparente Information, um Spekulationen zu vermeiden.

Papst besucht das Archipel im Juni

Im Juni wird Papst Leo XIV das Archipel besuchen. Der Vatikan hat den Termin gestern bestätigt. Geplant sind Begegnungen mit Gläubigen und Gespräche zur Migrationslage. Ein solcher Besuch erfordert umfangreiche Sicherheits- und Organisationsmaßnahmen und rückt das Archipel international in den Fokus.

Mindestlohn steigt auf 1.221 Euro

Ab sofort gilt in Spanien ein höherer gesetzlicher Mindestlohn. Die Regierung hat gestern eine Anhebung auf 1.221 Euro brutto in 14 Zahlungen beschlossen. Für viele Beschäftigte bedeutet das ein spürbares Einkommensplus. Unternehmen mit geringen Margen sehen dagegen steigende Personalkosten und zusätzlichen wirtschaftlichen Druck.

15.000 Euro Strafe nach Flugumleitung

15.000 Euro Schadenersatz muss ein Ryanair-Passagier zahlen. Ein Gericht hat ihn gestern verurteilt, nachdem sein Verhalten eine Umleitung eines Fluges mit Ziel Lanzarote ausgelöst hatte. Die Airline verfolgt eine konsequente Linie gegen Störungen an Bord. Der Fall gilt als deutliches Signal an andere Reisende.

Mann versucht Polizisten zu entwaffnen

Während des Karnevals hat ein Mann in Las Palmas de Gran Canaria versucht, einem Polizisten die Dienstwaffe zu entreißen. Die Beamten konnten die Situation schnell unter Kontrolle bringen. Nach ersten Angaben wurde niemand schwer verletzt. Der Vorfall unterstreicht die erhöhte Sicherheitsanforderung bei Großveranstaltungen.

Beschwerden über Karnevalslärm nehmen zu

In mehreren Stadtteilen von Las Palmas haben sich die Beschwerden über nächtlichen Karnevalslärm erneut gehäuft. Messungen und Anzeigen beschäftigen die Behörden. Der Konflikt zwischen Veranstaltungsinteressen und Wohnruhe bleibt bestehen. Ohne klare Durchsetzung von Auflagen dürfte die Debatte weiter anhalten.

Hohe Künstlergagen sorgen für Diskussionen

Im Umfeld des Karnevals werden erneut hohe Künstlerhonorare diskutiert. Bekannt gewordene Vertragszahlen haben politische Kritik ausgelöst. Befürworter verweisen auf wirtschaftliche Effekte durch Großveranstaltungen. Kritiker stellen die Ausgaben angesichts sozialer Herausforderungen infrage.

Kinderumzug zieht tausende Familien an

Tausende Familien haben gestern am Kinderumzug in Las Palmas teilgenommen. Die Veranstaltung gilt als besonders friedlicher Bestandteil des Karnevalsprogramms. Handel und Gastronomie profitieren von der hohen Besucherzahl. Nach Angaben der Stadt verlief der Umzug ohne größere Zwischenfälle.

Calima-Warnungen werden aufgehoben

Mehrere Warnhinweise wegen Calima sind gestern aufgehoben worden. Sicht und Luftqualität haben sich deutlich verbessert. Für Verkehr, Tourismus und Veranstaltungen bedeutet das spürbare Entlastung. Gesundheitsbehörden empfehlen empfindlichen Personen dennoch Vorsicht bei möglichen Restbelastungen.

17.02.2026

Sprengkörper-Wurf bei Karneval sorgt für Großeinsatz

Am Wochenende hat ein 24-Jähriger bei den Karnevalsfeiern in Las Palmas de Gran Canaria selbstgebaute Sprengkörper aus einem Wohnungsfenster auf die Straße geworfen. Die Polizei hat ihn festgenommen, ein Passant ist leicht verletzt worden. Spezialkräfte haben die Wohnung durchsucht und weiteres Material sichergestellt. Der Mann soll sich über den Lärm der Feiernden geärgert haben. Der Vorfall verschärft die Sicherheitsdebatte rund um Großveranstaltungen auf den Kanarischen Inseln.

Ärztestreik dämpft Klinikbetrieb auf dem Archipel

Gestern haben sich zahlreiche Ärztinnen und Ärzte auf den Kanarischen Inseln am landesweiten Streik beteiligt und planbare Behandlungen ausgesetzt. Notdienste haben die Versorgung sichergestellt, viele Termine sind verschoben worden. Hintergrund ist der Protest gegen das neue Berufsstatut im staatlichen Gesundheitssystem. Die Gewerkschaften fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Mitsprache. Für Patientinnen und Patienten bleibt die Lage angespannt.

Migration auf die Kanaren geht drastisch zurück

Im vergangenen Jahr sind die irregulären Ankünfte auf den Kanarischen Inseln um 82 Prozent zurückgegangen. Die aktuellen Zahlen sind von den zuständigen Behörden veröffentlicht worden. Als Gründe gelten verstärkte Kontrollen und veränderte Routen über den Atlantik. Trotz des deutlichen Rückgangs bleibt die humanitäre Versorgung ein sensibles Thema. Politisch wird weiter über langfristige Lösungen diskutiert.

500.000 Euro für junge Frauen auf Gran Canaria

Das Cabildo von Gran Canaria hat 500.000 Euro für ein Förderprogramm zur Unterstützung junger Frauen beschlossen. Mit den Mitteln sollen Mietzuschüsse und berufliche Qualifizierungen finanziert werden. Ziel ist es, den Schritt in die wirtschaftliche Eigenständigkeit zu erleichtern. Hintergrund sind steigende Wohnkosten und niedrige Einstiegsgehälter. Sozialpolitisch setzt das Cabildo damit ein klares Zeichen.

Erste Flüssigbiopsien stärken Krebsdiagnostik

Vor wenigen Tagen hat das Hospital Insular auf Gran Canaria erstmals Flüssigbiopsien eingesetzt. Über eine einfache Blutprobe lassen sich Tumorbestandteile erkennen, ohne einen invasiven Eingriff vornehmen zu müssen. Die Klinik erweitert damit ihr onkologisches Angebot deutlich. Für Betroffene verkürzen sich Wege und Wartezeiten. Medizinisch gewinnt das Archipel an Profil im Bereich moderner Krebsdiagnostik.

Wasserdebatte auf Lanzarote eskaliert politisch

In Haría hat Bürgermeister Alfredo Villalba das Wasserkonsortium auf Lanzarote scharf kritisiert und Missmanagement vorgeworfen. Er hat erklärt, es sei unverständlich, dass Bürger für schlechte Verwaltung zahlen müssten. Hintergrund sind anhaltende Diskussionen über Kosten und Versorgungssicherheit. Die Wasserversorgung bleibt auf der Insel ein sensibles Dauerthema. Politisch dürfte der Druck auf das Konsortium weiter steigen.

93 Prozent der Hausangestellten sind Frauen

Eine aktuelle Auswertung hat gezeigt, dass 93 Prozent der Beschäftigten im häuslichen Dienstleistungssektor auf den Kanarischen Inseln Frauen sind. Der Bereich ist häufig von niedrigen Löhnen und unsicheren Arbeitsbedingungen geprägt. Gewerkschaften fordern stärkere Kontrollen und bessere Absicherung. Die Zahlen machen eine deutliche Geschlechterungleichheit sichtbar. Sozialpolitisch wächst damit der Reformdruck.

DISA treibt Geothermie voran

Der Direktor von DISA Renovables hat angekündigt, verstärkt auf Geothermie auf den Kanarischen Inseln zu setzen. Das Unternehmen prüft neue Projekte zur Diversifizierung der Energieversorgung. Ziel ist es, die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu senken. Geothermie gilt als konstante und planbare Energiequelle. Energiepolitisch gewinnt das Thema damit strategische Bedeutung.

Energydrink-Werbung für Minderjährige vor dem Aus

Mehrere Abgeordnete haben im Parlament eine Initiative eingebracht, um Werbung für Energydrinks bei unter 16-Jährigen zu verbieten. Die Vorlage ist in den zuständigen Ausschüssen beraten worden. Hintergrund sind gesundheitliche Risiken wie Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Probleme. Die Debatte fügt sich in eine breitere Strategie zum Schutz Minderjähriger ein. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Allianz fordert mehr Geld für Universitäten

Eine parteiübergreifende Allianz hat im Parlament mehr Unterstützung für Universitäten gefordert. Die Initiatoren haben erklärt, Forschung und Lehre dürften nicht weiter an Priorität verlieren. Gefordert werden höhere Investitionen und bessere Rahmenbedingungen. Die Hochschulen stehen im Wettbewerb mit internationalen Standorten. Bildungspolitisch gewinnt das Thema neue Dynamik.

Lanzarote sucht neue Werbestrategie

Die Tourismuszentren auf Lanzarote haben ein Verfahren zur Suche nach einer neuen Werbeagentur gestartet. Ziel ist es, die mediale Präsenz national und international auszubauen. Hintergrund ist der zunehmende Wettbewerb im Tourismussektor. Mit professioneller Kommunikation sollen Besucherzahlen stabilisiert werden. Wirtschaftlich ist das ein strategischer Schritt für die Insel.

Murillo-Gemälde kommen öffentlich ins Museum

Die kanarische Regierung hat angekündigt, mehrere Gemälde unter anderem von Bartolomé Esteban Murillo öffentlich auszustellen. Die Werke sind als Begleichung von Steuerschulden in staatlichen Besitz übergegangen. Gezeigt werden sie künftig in kulturellen Einrichtungen auf dem Archipel. Damit verbindet die Regierung Kulturpolitik mit fiskalischer Regulierung. Für den Kulturtourismus eröffnet sich neues Potenzial.

16.02.2026

Ärzte auf den Kanarischen Inseln treten in den Streik

Rund 6.000 Ärztinnen und Ärzte haben diese Woche auf den Kanarischen Inseln zum Streik aufgerufen, weil sie bessere Arbeitsbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen fordern. Betroffen sind vor allem Ambulanzen und planbare Eingriffe in Krankenhäusern auf dem Archipel. Die Gewerkschaften sprechen von chronischer Überlastung und fehlendem Personal.
Der Ausstand trifft ein System, das seit Jahren unter Druck steht. Lange Wartezeiten und volle Notaufnahmen sind vielerorts Alltag. Sollte es keine Einigung geben, drohen weitere Streiktage – mit spürbaren Folgen für Patientinnen und Patienten.

Frau wird nach Herzstillstand am Strand reanimiert

Gestern hat eine Frau am Strand von Meloneras auf Gran Canaria einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten und ist von Rettungskräften erfolgreich reanimiert worden. Badegäste haben sofort die 112 alarmiert, Notärzte brachten sie in kritischem Zustand ins Krankenhaus.
Der Vorfall zeigt, wie entscheidend schnelle Hilfe an touristisch stark frequentierten Stränden ist. Minuten entscheiden über Leben und Tod. Die Behörden erinnern daran, Notfälle umgehend zu melden und Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen.

Container-Wohnung auf Fuerteventura wird versiegelt

Die Polizei hat auf Fuerteventura eine als Wohnung genutzte Containeranlage versiegelt, weil sie ohne Genehmigung errichtet und dauerhaft bewohnt worden ist. Die Unterkunft befand sich auf einem Privatgrundstück.
Der Fall steht exemplarisch für die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Steigende Mieten und fehlende Angebote treiben Menschen in provisorische Lösungen. Die Behörden kündigen an, illegale Bauten konsequent zu prüfen – gleichzeitig wächst der politische Druck, mehr legalen Wohnraum zu schaffen.

Bevölkerung auf den Kanarischen Inseln wächst deutlich

Die Bevölkerung auf den Kanarischen Inseln ist im vergangenen Jahr um 13.868 Menschen gewachsen, vor allem durch Zuzug aus dem Ausland. Das zeigen aktuelle Registerdaten. Besonders auf Gran Canaria und Teneriffa sind die Zahlen gestiegen.
Das Wachstum stabilisiert den Arbeitsmarkt und stärkt den Konsum. Gleichzeitig verschärft es den Druck auf Wohnraum, Schulen und Gesundheitsversorgung. Kommunen stehen vor der Aufgabe, Infrastruktur schneller auszubauen als bisher.

Mann soll Frau zwei Jahre lang missbraucht haben

Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der eine Frau über zwei Jahre hinweg festgehalten und sexuell missbraucht haben soll. Die Ermittlungen laufen wegen schwerer Gewalt- und Sexualdelikte.
Der Fall hat landesweit Entsetzen ausgelöst. Gewalt im privaten Umfeld bleibt ein drängendes Problem auf dem Archipel. Beratungsstellen betonen, dass Hinweise aus dem Umfeld oft entscheidend sind, um Betroffenen frühzeitig zu helfen.

Kinder-Karneval legt Verkehr in Las Palmas lahm

Heute hat die Kinder-Karnevalsparade in Las Palmas de Gran Canaria umfangreiche Straßensperrungen ausgelöst. Die Stadtverwaltung hat Umleitungen eingerichtet und zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt.
Der Karneval ist wirtschaftlich bedeutsam für Gastronomie, Hotellerie und Handel. Gleichzeitig belastet er den innerstädtischen Verkehr massiv. Besucher werden gebeten, auf öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen.

Schiedsrichter nach Jugendspiel attackiert

Bei einem Jugend-Basketballspiel auf Fuerteventura haben mehrere Personen einen Schiedsrichter angegriffen und beleidigt. Der Vorfall hat sich am Wochenende in einer Sporthalle ereignet.
Der Verband hat die Attacke scharf verurteilt und prüft Sanktionen. Gewalt im Amateurbereich beschädigt das Ehrenamt und schreckt Nachwuchs ab. Vereine fordern mehr Respekt und klare Sicherheitskonzepte.

Zwei Guaguas stoßen auf Lanzarote zusammen

Gestern sind auf Lanzarote zwei Guaguas zusammengestoßen, mehrere Fahrgäste sind leicht verletzt worden. Rettungsdienste waren im Großeinsatz, die Straße wurde zeitweise gesperrt.
Die Ermittler untersuchen nun die Unfallursache. Der Vorfall sorgt erneut für Diskussionen über Verkehrssicherheit und Belastung im öffentlichen Nahverkehr auf der Insel.

Steuerinspektoren bremsen Reformpläne

Inspektoren der Steuerbehörde haben Reformideen für bestimmte Sonderregelungen auf dem Archipel als kaum umsetzbar eingestuft. Hintergrund ist eine politische Debatte über Anpassungen im regionalen Steuersystem.
Die Einschätzung könnte geplante Änderungen deutlich verzögern. Für Unternehmen und Investoren bleibt steuerliche Planungssicherheit ein zentraler Faktor im Wettbewerb mit dem Festland.

Calima treibt Temperaturen nach oben

Eine Calima hat auf den Kanarischen Inseln Saharastaub gebracht und die Temperaturen spürbar steigen lassen. Der staatliche Wetterdienst meldet Werte über dem saisonalen Durchschnitt.
Für Menschen mit Atemwegserkrankungen bedeutet die Staubbelastung eine zusätzliche Herausforderung. Experten raten, körperliche Anstrengung im Freien zu reduzieren und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Wirtschaft startet mit zweistelligem Plus ins Jahr

Die Wirtschaft auf dem Archipel ist mit zweistelligen Wachstumsraten ins Jahr gestartet, getragen vor allem vom Tourismus und vom Dienstleistungssektor. Neue Daten zeigen einen dynamischen Jahresauftakt.
Das Wachstum stärkt Beschäftigung und Steuereinnahmen. Gleichzeitig bleibt offen, wie stabil dieser Trend bei steigenden Lebenshaltungskosten und globalen Unsicherheiten ist.

Ärzte auf den Kanarischen Inseln treten in den Streik

Rund 6.000 Ärztinnen und Ärzte haben diese Woche auf den Kanarischen Inseln die Arbeit niedergelegt, um mehr Personal und strukturelle Reformen zu erreichen. Der Streik betrifft Kliniken und Gesundheitszentren auf dem Archipel.
Die Auseinandersetzung trifft den Kern der öffentlichen Daseinsvorsorge. Ohne politische Lösung drohen längere Wartezeiten und weitere Protestaktionen. Für viele Patientinnen und Patienten steht damit die Versorgungssicherheit auf dem Spiel.

13.02.2026

Kanaren wachsen stark – Zuzug prägt Bevölkerungsstruktur

13.868 zusätzliche Einwohner in nur einem Jahr – die Kanaren sind deutlich gewachsen. Fast jede vierte Person auf dem Archipel ist inzwischen im Ausland geboren worden. Der Zuwachs verteilt sich auf mehrere Inseln und hat die Gesamtbevölkerung weiter steigen lassen. Damit erhöhen sich Anforderungen an Wohnraum, Schulen und Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig stabilisiert der Zuzug den Arbeitsmarkt und wirkt dem demografischen Rückgang entgegen.

Richter prüft Haft im Fall „Valka“

Im Fall „Valka“ verschärft sich die juristische Lage. Ein Richter hat die Vorführung mehrerer Beschuldigter mit Blick auf mögliche Untersuchungshaft angeordnet. Betroffen ist auch die frühere Stadträtin Inmaculada Medina in Las Palmas de Gran Canaria. Im Kern geht es um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Verfahren. Das Verfahren rückt Transparenz und Kontrolle kommunaler Abläufe erneut in den Mittelpunkt der politischen Debatte.

Lanzarote erhöht Wasserpreise deutlich

Wasser wird spürbar teurer. Auf Lanzarote steigen die Tarife um 15 Prozent. Der zuständige Wasserkonsorcio hat die Maßnahme mit wirtschaftlichen Zwängen und strukturellen Defiziten begründet. Die Entscheidung betrifft Haushalte ebenso wie Unternehmen. Da Wasser zur Grundversorgung zählt, wirkt sich jede Preisanpassung unmittelbar auf die monatlichen Ausgaben aus.

Polizei fasst mutmaßlichen Serien-Autodieb

Vier Autos in kurzer Zeit – dann erfolgte die Festnahme. In Ingenio ist ein Mann beim mutmaßlichen Aufbruch mehrerer Fahrzeuge überrascht worden. Nach Ermittlerangaben soll er versucht haben, insgesamt vier Autos zu öffnen. Der Zugriff erfolgte direkt am Tatort. Der Fall unterstreicht die Bedeutung schneller Polizeireaktionen in Wohngebieten.

Hund verletzt Schwangere in Telde

Ein Hund greift an, eine Schwangere wird verletzt. In Telde ist ein Spaziergang eskaliert. Die Frau hat Verletzungen erlitten, ihr Haustier befindet sich in ernstem Zustand. Die Behörden prüfen nun Halterverantwortung und mögliche Verstöße. Der Vorfall hat die Diskussion über Leinenpflicht und Sicherheitsvorschriften neu entfacht.

Teneriffa probt Vulkan-Notfall in Guía de Isora

Alarmprobe auf Teneriffa: Ein möglicher Vulkanausbruch wird in Guía de Isora simuliert. Das Cabildo hat eine Übung angekündigt, um Abläufe zwischen Einsatzkräften und Verwaltung zu testen. Der Bürgermeister äußerte Kritik an der Informationsweitergabe im Vorfeld. Solche Szenarien sind Teil der langfristigen Krisenvorsorge auf einer vulkanisch aktiven Insel.

Baugenehmigungen steigen – Wohnungsmarkt bleibt angespannt

Mehr genehmigte Wohnungen – aber keine Entspannung. Rund 4.700 Neubauten sind im vergangenen Jahr auf den Kanarischen Inseln freigegeben worden. Trotz des Anstiegs wächst die Zahl neuer Haushalte schneller als das Angebot. Mieten und Kaufpreise bleiben daher unter Druck. Der strukturelle Engpass im Wohnungsbau zählt weiterhin zu den drängendsten sozialen Themen auf dem Archipel.

Gran Canaria dominiert die Blaue Wirtschaft

Eine Insel zieht den Sektor an: Gran Canaria erwirtschaftet mehr als die Hälfte der maritimen Leistung der Kanaren. Hafenbetrieb, Logistik und maritime Dienstleistungen bilden das Rückgrat dieser sogenannten Blauen Wirtschaft. Der Bereich schafft Arbeitsplätze und generiert hohe Wertschöpfung. Damit bleibt Gran Canaria ein zentrales wirtschaftliches Kraftzentrum auf dem Archipel.

Aemet warnt vor Wind zum Karnevalsauftakt

Pünktlich zum Karnevalswochenende dreht der Wind auf. Die staatliche Wetteragentur Aemet hat Warnungen für mehrere Inseln ausgesprochen. Betroffen sind vor allem Höhenlagen und exponierte Bereiche. Böen können zeitweise deutlich stärker ausfallen. Veranstalter prüfen Sicherheitsmaßnahmen für Bühnen und Infrastruktur.

Regierung ruft Vorwarnstufe wegen Wind aus

Vorsorglich reagiert die kanarische Regierung auf die angekündigte Wetterlage. Für das gesamte Archipel ist eine Vorwarnstufe wegen starker Winde ausgerufen worden. Die Maßnahme ergänzt die Warnungen der Aemet. Kommunen bereiten präventive Schritte vor, um Risiken im Verkehr und bei Veranstaltungen zu reduzieren. Ziel ist es, mögliche Schäden frühzeitig zu begrenzen. 

12.02.2026

Mann in Las Canteras stirbt laut Autopsie vermutlich natürlich

Auf Gran Canaria ist am Montag ein Mann am Strand Las Canteras tot gefunden worden. Die vorläufige Autopsie hat auf einen natürlichen Tod hingedeutet, die Ermittler haben den Fall dennoch geprüft. Die Polizei hat die Umstände gesichert und Zeugenangaben ausgewertet. Für die Öffentlichkeit ist wichtig: Solche Funde werden routinemäßig wie Verdachtsfälle behandelt, bis die Rechtsmedizin Klarheit schafft. Das schafft Transparenz – und verhindert voreilige Spekulationen.

Guagua erfasst Mann auf Lanzarote – Verletzter ist schwer verletzt

Auf Lanzarote ist am Dienstagnachmittag ein 50-Jähriger in Tías von einer Guagua erfasst und schwer verletzt worden. Der Rettungsdienst hat ihn vor Ort stabilisiert und in einer medizinischen Ambulanz ins Hospital Doctor José Molina Orosa gebracht; die Polizei hat den Unfall aufgenommen. Das passierte nach Angaben der Notfallkoordination an der Avenida Las Playas. Solche Unfälle zeigen, wie schnell touristisch stark befahrene Straßen zur Gefahrenzone werden. Entscheidend ist jetzt die Rekonstruktion: Sicht, Geschwindigkeit, Querung – und ob zusätzliche Sicherungen nötig sind.

Regen füllt Gran-Canaria-Presas – das Cabildo sichert Bewässerung

Auf Gran Canaria haben die letzten Regenfälle die Wasserreserven in den Presas deutlich erhöht. Das Cabildo hat mitgeteilt, dass die Bewässerung für 2026 und 2027 damit gesichert sei. Mehr Wasser im Speicher bedeutet für die Landwirtschaft Planungssicherheit – und senkt den Druck in der Trockenzeit. Gleichzeitig bleibt klar: Ein paar gute Wochen ersetzen keine langfristige Wasserstrategie. Für das Archipel ist das ein Kernpunkt, weil Klimaextreme die Schwankungen verstärken.

Arrecife meldet mehr Busnutzer – Stadtverkehr wächst weiter

Auf Lanzarote hat Arrecife im Stadtbusverkehr weiter zugelegt: 2025 sind nach Angaben aus der Stadtberichterstattung rund 582.000 Fahrgäste gezählt worden, etwa vier Prozent mehr als im Jahr davor. Das entspricht grob 1.600 Nutzern pro Tag und zeigt, dass der öffentliche Verkehr in der Hauptstadt an Bedeutung gewinnt. Das entlastet Straßen, hilft bei Parkplatzdruck und macht Wege für Beschäftigte und Schüler planbarer. Entscheidend ist jetzt die Qualität: Taktung, Anschlüsse und Zuverlässigkeit – sonst kippt der Trend schnell wieder.

AEMET setzt Windwarnung – Karnevalsstart läuft unter Gelb

Auf Teneriffa und Gran Canaria hat die AEMET für Freitag eine gelbe Windwarnung angekündigt – pünktlich zum Start des Karnevals auf der Straße. Erwartet worden sind zeitweise starke Böen, besonders in exponierten Lagen und in den Höhen. Die Meteorologen haben zudem kühleres Wetter im Inselinneren beschrieben; Regen bleibt eher die Ausnahme und – wenn überhaupt – schwach. Für Veranstalter heißt das: Absperrungen, Bühnenaufbauten und Umzüge müssen windfest geplant werden. Und für Besucher gilt: Karneval ja – aber mit Blick auf Warnhinweise.

Kanaren planen Kostenbescheide – riskante Rettungen sollen bezahlt werden

Auf den Kanarischen Inseln hat die Regierung angekündigt, dass eine neue Zivilschutz- und Notfallgesetzgebung Rettungseinsätze bei klarer Fahrlässigkeit kostenpflichtig machen soll. Genannt worden sind Beispiele wie Baden bei roter Flagge oder Betreten gesperrter Küstenbereiche trotz Warnungen. Als Größenordnung ist etwa eine Helikopterstunde mit rund 2.000 Euro erwähnt worden. Das ist ein harter Schritt, aber nachvollziehbar: Wer Warnungen ignoriert, bindet knappe Rettungsmittel. Gleichzeitig muss das System sauber bleiben – mit klaren Regeln, Beweisen und nachvollziehbaren Bescheiden, damit es nicht willkürlich wirkt.

Wohnraummangel bremst Jobs – Unternehmer schlagen Alarm auf dem Archipel

Auf dem Archipel hat die Unternehmerseite vor einem strukturellen Wohnungsdefizit gewarnt: Laut einem Bericht unter Verweis auf die CEOE Tenerife fehlen rund 37.600 Wohnungen. Das ist nicht nur Sozialpolitik, sondern inzwischen ein Standortproblem: Firmen finden Personal, aber Beschäftigte finden keinen bezahlbaren Wohnraum. Der Effekt ist wirtschaftlich brutal: Stellen bleiben offen, Dienstleistungen werden teurer, und junge Leute werden verdrängt. Politisch bleibt damit nur eine ehrliche Priorität: bauen, bauen, bauen – und zwar bezahlbar, schnell und mit Regeln gegen spekulative Verknappung.

Adeje setzt Luxuspreis – Fañabé Alto wird teuerstes Viertel der Kanaren

Auf Teneriffa hat ein Fotocasa-Index Adeje an die Spitze der teuersten Wohnlagen auf den Kanaren gesetzt. Für Playa Fañabé Alto ist ein Durchschnittspreis von 6.578 Euro pro Quadratmeter genannt worden – mehr als doppelt so viel wie der Spanien-Schnitt von 2.879 Euro pro Quadratmeter. Weitere Top-Lagen liegen ebenfalls im Süden der Insel, während auf Gran Canaria einzelne Viertel besonders stark zugelegt haben. Das ist mehr als eine Statistik: Es treibt den Abstand zwischen touristischen Premiumzonen und dem Alltag der Einheimischen. Wenn Wohnen zur Luxusware wird, kippt soziale Stabilität – und am Ende leidet auch der Arbeitsmarkt.

Kanaren gehen zur Berlinale – 40 Profis werben um Produktionen

Auf internationaler Bühne ist die kanarische Filmwirtschaft zur Berlinale und vor allem zum European Film Market präsent. Genannt worden sind mehr als 40 Fachleute aus den Inseln sowie drei Projekte in wichtigen Markt-Sektionen; organisiert wird die Präsenz über Canary Islands Film. Laut PROEXCA sind rund 60 Meetings mit interessierten Produktionsfirmen vereinbart worden. Das ist wirtschaftlich relevant, weil Drehs auf den Inseln Jobs und lokale Aufträge bringen – von Technik bis Hotellerie. Entscheidend ist, dass aus Kontakten konkrete Verträge werden.

Quevedo veröffentlicht „Ni Borracho“ – Karnevalssong setzt Akzent

Der Kanaren-Künstler Quevedo hat mit „Ni Borracho“ eine neue Single veröffentlicht und sie klar als Karnevals-Signal positioniert. Berichtet worden ist ein merengue-artiger Sound und ein starker Bezug zu den Feiern auf den Inseln. Für die Kultur- und Eventwirtschaft ist das mehr als Pop: Solche Releases wirken wie Werbung in eigener Sache – gerade in der Saison, in der Karneval Bilder und Reichweite liefert. Gleichzeitig zeigt es, wie stark kanarische Identität in aktuellen Mainstream-Produktionen präsent ist. Das hilft dem Markenbild der Inseln – sofern es nicht zur reinen Folklore-Kulisse verkommt.

Atlantikroute bleibt tödlich – Gewalt und Tod auf dem Weg zu den Inseln

Zur Atlantikroute Richtung Kanaren ist zuletzt erneut auf Gewalt, Todesfälle und die Risiken der Überfahrt hingewiesen worden. Ein DW-Beitrag hat die Route als besonders gefährlich beschrieben; parallel haben Berichte und Zahlen von Hilfsorganisationen und Medien die hohe Zahl von Todesopfern auf der Atlantikpassage thematisiert. Das Problem bleibt politisch ungelöst: Abschreckung stoppt die Boote nicht, sie macht sie oft nur unsichtbarer. Was hilft, sind realistische Maßnahmen – bessere Seenotrettungskoordination, legale Zugänge und harte Ermittlungen gegen Schleusernetzwerke. Solange das nicht greift, bleibt jede Meldung darüber ein wiederkehrendes Alarmsignal.

Valka-Ermittlungen gehen weiter – neue Vorwürfe im Umfeld der Stadt

In Las Palmas de Gran Canaria bleibt der „Fall Valka“ ein großes Korruptionsthema in der Kommunalpolitik. Berichtet worden ist, dass ein Richter in dem Komplex gegen eine Stadträtin Ermittlungen wegen vier mutmaßlicher Delikte geführt hat; weitere Schritte und Termine sind in den vergangenen Wochen diskutiert worden. Für die Stadt ist das toxisch: Es trifft Vertrauen in Vergaben und Verwaltung – und blockiert politische Handlungsfähigkeit. Entscheidend ist jetzt, dass Verfahren transparent, schnell und sauber geführt werden. Alles andere lässt Raum für Verdacht – und der ist politisch oft zerstörerischer als jedes Urteil.

10.02.2026

Großrazzia Sombra Negra legt internationales Drogennetz offen

Im Rahmen der Operation „Sombra Negra“ hat die Policía Nacional zwischen Herbst 2024 und Anfang 2025 ein weit verzweigtes Drogennetz aufgedeckt, das auch auf den Kanarischen Inseln aktiv gewesen ist. Die Ermittler haben 105 Verdächtige festgenommen und mehr als 57 Tonnen Kokain sichergestellt oder zugeordnet. Auf dem Archipel nutzte die Gruppe unter anderem Umschlagpunkte auf See, Hochgeschwindigkeitsboote und logistische Stützpunkte. Die Behörden werten den Schlag als einen der größten Erfolge im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel in Spanien.

Parapentist nach Unfall am Hafen von Puerto de la Cruz tot geborgen

Nach mehreren Tagen Suche haben Einsatzkräfte am Freitag den Leichnam eines verunglückten Parapentisten am Hafen von Puerto de la Cruz geborgen. Der Unfall hatte sich am Mittwoch im Bereich der Hafenmole ereignet, eine Bergung war wegen starken Seegangs zunächst nicht möglich gewesen. Feuerwehr, Guardia Civil und Cruz Roja waren an dem Einsatz beteiligt. Der Fall verdeutlicht erneut die hohen Risiken bei Luftsportarten in Küstennähe bei schwierigen Wetterbedingungen.

RTVC kürzt Nachrichtensendungen und baut Unterhaltung aus

Der öffentlich-rechtliche Sender RTVC hat die Dauer seiner Nachrichtensendungen reduziert und das Unterhaltungsangebot ausgeweitet. Die Maßnahme ist Teil einer programmstrategischen Neuausrichtung, mit der Reichweite und Zuschauerbindung gesteigert werden sollen. Kritiker sehen den Informationsauftrag geschwächt, der Sender verweist auf veränderte Nutzungsgewohnheiten. Die Entscheidung hat eine medienpolitische Debatte auf dem Archipel ausgelöst.

Kirchenverband kritisiert staatliche Kondom-Kampagne zum Karneval

Eine christliche Vereinigung hat die kanarische Regierung wegen einer Kondom-Aufklärungskampagne zum Karneval scharf kritisiert. Die Aktion überschreite moralische Grenzen und sei unangemessen, heißt es in der Stellungnahme. Das Gesundheitsressort hat die Kampagne als notwendige Präventionsmaßnahme gegen sexuell übertragbare Krankheiten verteidigt. Der Konflikt macht den Spannungsbogen zwischen religiösen Positionen und staatlicher Gesundheitspolitik deutlich.

Lanzarote verzeichnet weiter steigende Besucherzahlen

Lanzarote hat auch im vergangenen Jahr erneut mehr Gäste empfangen. Nach Angaben des Inselpräsidenten ist das Wachstum bewusst gesteuert worden, um Massentourismus zu vermeiden. Die Insel setzt weiterhin auf Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstrategien. Die Entwicklung gilt als Referenzmodell für die Tourismusdebatte auf den Kanarischen Inseln.

Gran Canaria präsentiert Konzept für neuen Strommarkt

Auf Gran Canaria ist ein Konzept vorgestellt worden, das den Strommarkt auf dem Archipel grundlegend verändern soll. Ziel ist es, erneuerbare Energien stärker einzubinden und fossile Abhängigkeiten zu reduzieren. Vorgesehen sind neue Marktmechanismen und eine bessere Abstimmung zwischen den Inseln. Fachleute sehen darin einen möglichen Wendepunkt für die Energiepolitik auf den Kanarischen Inseln.

das Cabildo fordert gemeinsamen Strommarkt auf dem Archipel

Das Cabildo von Gran Canaria hat einen einheitlichen Strommarkt für alle Kanarischen Inseln gefordert. Die bisherige Insellösung gilt als teuer und ineffizient. Ein gemeinsames System soll Versorgungssicherheit erhöhen und Stromkosten senken. Die Forderung richtet sich an Regional- und Zentralregierung und hat strategische Bedeutung für die Energiezukunft des Archipels.

Studie zeigt regionale Unterschiede beim Fischkonsum

Eine aktuelle Studie hat deutliche Unterschiede beim Fischkonsum in Spanien aufgezeigt. Küstenregionen liegen klar über dem Landesdurchschnitt, während der Verbrauch im Landesinneren deutlich geringer ausfällt. Für die Kanarischen Inseln bestätigt die Untersuchung die hohe Bedeutung von Fisch für Ernährung und lokale Wirtschaft. Die Ergebnisse sind auch für Gesundheits- und Nachhaltigkeitsdebatten relevant.

Rettungseinsatz in Marina Arrecife endet glimpflich

In der Marina von Arrecife haben Einsatzkräfte einen medizinischen Notfall an Bord einer Yacht versorgt. Der Patient ist aus dem Innenraum des Bootes geborgen und an den Rettungsdienst übergeben worden. Feuerwehr und medizinische Dienste waren beteiligt. Der Einsatz ist ohne weitere Zwischenfälle verlaufen.

09.02.2026

Justiz ermittelt wegen möglicher Unterschriftenfälschung bei Wohnprojekt

Ein geplanter Wohnkomplex mit 468 Wohnungen bringt die Justiz in Bewegung. In Las Palmas de Gran Canaria wird geprüft, ob die Nutzung mehrerer Grundstücke mit der gefälschten Unterschrift einer 83-jährigen Frau mit schwerem kognitivem Abbau übertragen worden ist. Der Sohn der Betroffenen hat Anzeige gegen seinen Bruder und eine Anwältin erstattet. Er wirft ihnen vor, die Schutzlosigkeit der Mutter ausgenutzt zu haben. Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte das gesamte Bauprojekt in Guanarteme ins Wanken geraten.

Erwachsenenbildung auf den Kanarischen Inseln gewinnt deutlich an Zulauf

Immer mehr Menschen holen auf den Kanarischen Inseln Schulabschlüsse im Erwachsenenalter nach. In den vergangenen vier Schuljahren sind die Anmeldungen um rund acht Prozent auf mehr als 16.500 Teilnehmende gestiegen. Die Bildungsverwaltung hat das Angebot ausgeweitet und zusätzliche Beratung sowie Sprachförderung eingeführt. Besonders viele Lernende kommen aus Lateinamerika, um Abschlüsse nachzuholen oder anerkennen zu lassen. Künftig soll auch ein neues Bildungsgesetz die Erwachsenenbildung stärker absichern.

Ruhiges Wetter auf den Kanarischen Inseln – kaum Wolken, mäßiger Wind

Nach den vergangenen Wochen zeigt sich das Wetter auf den Inseln von seiner ruhigen Seite. Zum Wochenbeginn bleibt es meist heiter oder nur leicht bewölkt, mit einzelnen Wolkenfeldern im Norden und Westen. Die Temperaturen verändern sich kaum und liegen bei rund 21 bis 22 Grad. Der Wind weht überwiegend aus Nord bis Nordwest, schwach bis mäßig. Auch auf See bleiben die Bedingungen ruhig.

Kanaren haben Spaniens schlechteste Energieeffizienz bei Wohngebäuden

Mehr als jede zweite Wohnung auf den Kanarischen Inseln fällt durch die schlechteste Energieklasse. Über 60 Prozent der zertifizierten Gebäude erhalten die Kategorie G bei Energieverbrauch und CO₂-Emissionen – viermal so viel wie im spanischen Durchschnitt. Das ist besonders auffällig, weil der Wohnungsbestand vergleichsweise jung ist. Mängel bei Dämmung und Klimatisierung belasten viele Haushalte. Rund ein Viertel kann Wohnungen weder ausreichend heizen noch kühlen.

Diagnostik-Stau am Universitätsklinikum Teneriffa verschärft Wartezeiten

Wer auf Teneriffa eine Untersuchung braucht, muss oft sehr lange warten. Am Universitätsklinikum haben sich die Wartezeiten für Diagnostik wie Endoskopien, Ultraschall oder CTs deutlich verlängert. Besonders groß ist der Rückstand bei Mammografien im Vergleich zu anderen Kliniken. Das Nadelöhr liegt nicht im OP-Bereich, sondern davor. Für viele Patientinnen und Patienten verzögert sich damit die gesamte Behandlung.

Ciguatera-Vergiftung bricht Muster – Gift auch in kleinem Fisch

Ein ungewöhnlicher Vergiftungsfall stellt bisherige Annahmen infrage. Auf den Kanarischen Inseln haben sich Menschen nach dem Verzehr eines vergleichsweise kleinen Fisches mit dem Ciguatera-Gift infiziert. Bislang galten vor allem große Raubfische als Risiko. Der betroffene Fisch kam über den regulären Handel in Umlauf. Gesundheitsbehörden müssen ihre Kontrollen nun breiter ansetzen.

Solar-Teleskop könnte La Palma langfristig Millionen bringen

Ein europäisches Großprojekt könnte La Palma wirtschaftlich über Jahrzehnte prägen. Ein geplantes Solar-Teleskop würde nicht nur beim Bau, sondern auch im laufenden Betrieb hohe Investitionen auf die Insel bringen. Allein jährlich könnten rund zwölf Millionen Euro in die regionale Wirtschaft fließen. Hinzu kämen hochqualifizierte Arbeitsplätze und internationale Sichtbarkeit. Ob La Palma den Zuschlag erhält, ist politisch noch offen.

Polizei-Auswahlverfahren bleibt umstritten – Regierung hält an Gremium fest

Trotz anhaltender Kritik hält die kanarische Regierung an einem umstrittenen Auswahlverfahren für neue Polizeikräfte fest. Bewerber hatten wegen möglicher Befangenheit Einspruch eingelegt, dieser wurde erneut zurückgewiesen. Zusätzlich sorgt eine bekannte Tonaufnahme für Misstrauen. Kritiker sehen ein strukturelles Problem. Der Streit belastet das Vertrauen in das gesamte Verfahren.

Vulkanhilfen auf La Palma bleiben trotz Kritik weiter intransparent

Rund 340 Millionen Euro an Vulkanhilfen – aber keine Namen. Die Regionalregierung veröffentlicht weiterhin nicht, welche Privatpersonen die Gelder erhalten haben. Trotz Forderungen der Transparenzbeauftragten verweist sie auf Datenschutz. Unternehmen werden genannt, Privatpersonen nicht. Der Konflikt zwischen Kontrolle und Privatsphäre bleibt ungelöst.

Deutsche Wanderin auf Lanzarote nach Sturz per Hubschrauber gerettet

Ein Wanderausflug ist auf Lanzarote mit einem Rettungseinsatz geendet. Eine 70-jährige Deutsche ist in einem Barranco gestürzt und verletzt worden. Einsatzkräfte versorgten sie in schwer zugänglichem Gelände. Wegen einer vermuteten Fußverletzung wurde sie per Hubschrauber ausgeflogen. Anschließend kam sie ins Krankenhaus.

06.02.2026

Consultivo kritisiert Pläne zu Cabildo-Gehältern als verfassungswidrig

Der Kanarische Beratungsrat hat am Dienstag beanstandet, dass das Cabildo künftig seine Gehälter praktisch selbst festlegen soll. Auf den Kanarischen Inseln betrifft das die geplante Reform des Cabildo-Gesetzes – sie soll nach Auffassung des Consultivo nicht am staatlichen Gehaltsdeckel vorbeigehen. Der Hinweis zielte darauf, dass ein regionales Gesetz Bundesnormen nicht aushebeln kann. Politisch ist das brisant: Die Cabildos fordern mehr Autonomie – zugleich geht es um Vertrauen in die Institutionen.

Telde fordert wegen neuer Hinweise auf Küsten-Verschmutzung schnelles Eingreifen

Die Stadt Telde hat am Mittwoch neue Hinweise auf mögliche Verschmutzung an der Küste gemeldet und hat von Salud Pública ein dringendes Eingreifen verlangt. Auf Gran Canaria ging es laut Bericht um Beobachtungen, die Zweifel an der Wasserqualität nähren und deshalb geprüft werden sollen. Die Stadt hat angekündigt, den Druck zu erhöhen, bis die Ursache geklärt ist. Für Anwohner und Badegäste ist das unmittelbar relevant – schon ein Verdachtsfall kann Vertrauen und Nutzung der Küste beschädigen.

Kanarische Inseln stehen wegen hoher Wellen unter Küstenalarm

Die Kanarische Regierung hat am Donnerstag ab 15 Uhr Küstenalarm ausgerufen, weil sich der Seegang deutlich verschlechtert hat. Auf den Kanarischen Inseln sind vor allem Nord- und Westküsten betroffen; als Richtwert wurden Wellen von etwa vier bis fünf Metern genannt. Behörden raten, Brandungszonen zu meiden und Absperrungen ernst zu nehmen. Das ist mehr als Routine: Bei solchen Lagen steigt das Risiko von Unfällen an Promenaden, natürlichen Pools und Hafenanlagen spürbar.

Regel-Urteil aus Madrid zwingt Puertos Canarios zu neuen Vergabekriterien

Der Oberste Gerichtshof hat am 21. Januar Vorgaben für Puertos Canarios kassiert und hat damit die Vergabe eines Ingenieurauftrags auf La Gomera neu vermessen. Konkret ging es um den Hafen Playa de Santiago: In den Ausschreibungsregeln hat bislang der Preis stärker gezählt als die Qualität. Das Gericht hat klargestellt, dass Ingenieurleistungen „intellektuelle Leistungen“ sind und deshalb Qualitätskriterien mindestens die Mehrheit der Bewertung ausmachen müssen. Für die Praxis bedeutet das: Öffentliche Aufträge auf dem Archipel werden stärker über fachliche Qualität entschieden – nicht über den billigsten Anbieter.

Armutsrisiko bleibt auf den Kanarischen Inseln trotz Tourismushoch sehr hoch

Trotz Rekordwerten im Tourismus hat sich das Armuts- und Ausgrenzungsrisiko auf den Kanarischen Inseln kaum entspannt. Ein neuer Bericht bezifferte den Anteil der Bevölkerung im Risiko weiterhin bei rund einem Drittel – und ordnete die Inseln damit weiter unter die schwächsten Regionen Spaniens ein. Besonders problematisch ist die Kluft zwischen Wachstumsbranchen und Lebensrealität: Wenn Mieten und Grundkosten steigen, kommt Wohlstand nicht automatisch bei Haushalten an. Für die Politik ist das ein Alarmsignal, weil soziale Stabilität nicht mit Besucherzahlen wächst.

Jeder Zweite kann auf den Kanarischen Inseln keinen Notfallbetrag stemmen

Fast die Hälfte der Menschen auf den Kanarischen Inseln hat 2025 keinen finanziellen Puffer für eine unerwartete Ausgabe gehabt. Das hat die Erhebung zu Lebensbedingungen gezeigt – und damit ein klares Warnsignal gesendet: Selbst bei Arbeit und Einkommen bleibt vielen kaum Reserve. Solche Zahlen sind im Alltag hart spürbar, weil jede Autoreparatur oder Arztrechnung zur Krise werden kann. Sozialpolitisch erhöht das den Druck auf Hilfssysteme – und macht die Diskussion über Löhne, Mieten und Transfers noch schärfer.

2025 fällt die Bananenernte auf den zweitniedrigsten Stand seit 25 Jahren

Die kanarische Landwirtschaft hat 2025 insgesamt 374 Millionen Kilo Bananen produziert und hat damit einen der schwächsten Werte der letzten 25 Jahre erreicht. Der Rückgang trifft eine Schlüsselbranche, die auf vielen Inseln Arbeitsplätze und Einkommen trägt. Wenn weniger Ware vom Feld kommt, steigen für Betriebe die Stückkosten – und das verschärft den Konkurrenzdruck im Handel. Für Verbraucher ist das indirekt relevant: Weniger Angebot und höhere Kosten können die Preislage beeinflussen, selbst wenn der Markt stark reguliert ist.

Guardia Civil geht auf Fuerteventura gegen illegale Häuser im Außenbereich vor

Auf Fuerteventura hat die Guardia Civil – über den SEPRONA – gegen mutmaßlich illegale Wohnbauten auf ländlichem Boden ermittelt. Im Norden der Insel stand besonders die Gemeinde La Oliva im Fokus; es ging laut Bericht um Häuser auf rustikalem Gelände, das für Wohnen nicht vorgesehen ist. Die Behörden haben dabei dokumentiert und gesichert, was gebaut worden ist und wem es zugeordnet wird. Das Thema ist politisch heikel, weil es zugleich um Umweltschutz, Wohnungsnot und Gleichbehandlung geht: Wer legal baut, erwartet klare Grenzen.

Tenerife und La Gomera werden per Tiefsee-Stromkabel enger verbunden

Seit Donnerstag hat ein neues Untersee-Stromkabel Tenerife und La Gomera direkt verbunden. Die Verbindung verläuft über rund 36 Kilometer und hat sich bis auf etwa 1.145 Meter Tiefe abgesenkt; laut Inselinstitutionen und Medien soll das die Versorgungssicherheit deutlich erhöhen. Der Effekt ist praktisch: Weniger Insellösung, weniger Risiko für großflächige Ausfälle – und bessere Chancen, erneuerbare Energie auf La Gomera nicht ungenutzt zu lassen. Das ist Infrastrukturpolitik in Reinform: teuer, technisch anspruchsvoll, aber im Alltag sofort spürbar, wenn das Licht anbleibt.

In Arinaga rücken 824 neue Wohnungen und ein Schulprojekt näher

In Arinaga hat die lokale Politik am Donnerstag grünes Licht für ein großes Baupaket gegeben, das 824 Wohnungen und auch ein Schulprojekt umfasst. Nach dem veröffentlichten Hinweis soll damit neuer Wohnraum entstehen, der in der Region seit Jahren fehlt. Entscheidend wird jetzt, wie schnell Planung, Erschließung und Bau tatsächlich vorankommen – denn Ankündigungen lösen keine Wohnungsnot. Wenn das Projekt zügig umgesetzt wird, kann es Druck vom Mietmarkt nehmen; wenn nicht, bleibt es ein politischer Satz ohne Wirkung.

Konsulate auf den Kanarischen Inseln melden Andrang wegen Regularisierungsplänen

In den Konsulaten auf den Kanarischen Inseln hat es in diesen Tagen einen starken Andrang zu Regularisierungsfragen gegeben. Hintergrund sind Pläne und Debatten über neue Verfahren zur Legalisierung von Aufenthalten, die viele Betroffene schnell klären wollen. Behörden und Beratungsstellen berichten, dass Nachfragen sprunghaft steigen und Systeme dadurch unter Druck geraten. Für die Inseln ist das ein sensibles Thema: Migration ist Alltag – aber Verwaltungskapazitäten entscheiden, ob Verfahren fair und zügig laufen.

Bibliothek in Las Palmas bekommt durch Erweiterungspläne mehr Platz

Das Cabildo auf Gran Canaria hat die Erweiterung der Biblioteca Insular vorangetrieben und hat dafür zusätzliche Flächen eingeplant, um mehr Raum für Nutzung und Programm zu schaffen. Nach Angaben des Cabildo geht es um rund 700 Quadratmeter zusätzliche Fläche durch ein benachbartes Gebäude. Die Bibliothek soll damit Angebote ausweiten und Engpässe im laufenden Betrieb reduzieren. Kulturpolitik ist hier konkret: Mehr Platz bedeutet mehr Veranstaltungen, bessere Arbeitszonen – und ein sichtbares Signal, dass öffentliche Infrastruktur nicht nur aus Straßen und Kabeln besteht.