Acht Familien in Las Palmas von Zwangsräumung bedroht
Acht Familien in Las Palmas de Gran Canaria droht erneut die Zwangsräumung aus Wohnungen der staatlichen Gesellschaft SAREB. Die Initiative „Derecho al Techo“ ruft für Mittwoch, den 7. Oktober, um 8 Uhr zu einer Protestaktion in der Nicolás-Estevanez-Straße auf. Die Räumungen sind für 10 Uhr angesetzt.
Die Organisation kritisiert, dass eine frühere Zusage von SAREB für eine soziale Lösung nicht umgesetzt worden sei. Sie fordert bezahlbaren Wohnraum und ein Eingreifen der Behörden. Die Initiative will die Räumungen verhindern und kündigt weitere Aktionen gegen Zwangsräumungen an.
Clavijo: Kanaren wollen bis zur Wahl weiterarbeiten
Die Regierung der Kanarischen Inseln will trotz der vorgezogenen Parlamentswahl ihre politischen Vorhaben weiterverfolgen. Präsident Fernando Clavijo betonte, dass bis zum 29. November noch 55 Tage blieben, um offene Themen anzugehen. Dazu gehören die Hilfen für La Palma, die Verwaltung der Flughäfen und mögliche Einschränkungen beim Immobilienkauf durch ausländische Nichtresidenten.
Regierungssprecher Alfonso Cabello erklärte, der Ministerrat könne bis zum Amtsantritt der neuen Regierung weiter Entscheidungen treffen. Dazu zählen mögliche 200 Millionen Euro Hilfen für La Palma und eine geplante Steuersenkung für die Inselbewohner. Clavijo kündigte an, bis zum letzten Tag weiterzuarbeiten, und forderte einen sachlichen und respektvollen Wahlkampf.
Zusätzliche Lehrkräfte helfen schwer erkrankten Schülern beim Schulstart
Auf den Kanarischen Inseln sollen zusätzliche Lehrkräfte schwer erkrankte Schüler bei der Rückkehr in den Schulalltag unterstützen. Das Bildungsministerium will damit die schrittweise Wiederaufnahme des Unterrichts nach Krankenhausaufenthalten oder längeren Fehlzeiten erleichtern.
Für jeden Schüler wird ein individueller Wiedereingliederungsplan erstellt. Schule, Lehrkräfte, Beratung und Familie stimmen die Maßnahmen gemeinsam ab. Die Unterstützung wird regelmäßig überprüft und angepasst.
Remineralisierungsanlagen aus La Palma kommen nach La Aldea
Die Regierung der Kanarischen Inseln will acht Remineralisierungsbecken aus Puerto Naos nach La Aldea de San Nicolás verlegen. Die Anlagen waren 2021 nach dem Vulkanausbruch auf La Palma zur Versorgung mit Wasser eingesetzt worden. In La Aldea sollen sie künftig die Entsalzungsanlage bei der Aufbereitung des Wassers unterstützen.
Für den Transfer wollen die Regionalregierung und der Inselwasserrat eine Vereinbarung schließen. Bis die Anlagen in Betrieb gehen können, dürfte jedoch mindestens ein Jahr vergehen. Zunächst müssen das Gelände vorbereitet und die Becken transportiert werden.
Die „kanarische Tomate“-Falle im Supermarkt
In kanarischen Supermärkten werden Tomaten als „kanarisch“ angeboten, obwohl sie teilweise aus Portugal, den Niederlanden, Polen oder Marokko stammen. Die Praxis ist derzeit nicht illegal, da die geschützte geografische Angabe für kanarische Tomaten noch nicht anerkannt ist. Das soll sich voraussichtlich in einigen Monaten ändern. Jährlich gelangen schätzungsweise 11 bis 12 Millionen Kilo Tomaten von außerhalb auf die Inseln.
Die kanarische Tomatenproduktion ist zugleich stark zurückgegangen. Rund 80 Prozent der kanarischen Tomaten werden exportiert. Besonders wichtig bleibt der europäische Markt, wobei der Brexit den Export nach Großbritannien erschwert hat.
