Mix Radio Gran Canaria
17. September 2026

17.09.2026

Polizeiinspektor belässt Drogenhändler im Unklaren

In Las Palmas begann am Mittwoch der Prozess gegen zehn mutmaßliche Mitglieder einer Drogenbande, die zwischen den Kanarischen Inseln und dem spanischen Festland Haschisch und Kokain transportierte. Der Chefinspektor der Udyco-Einheit gestand, einen inhaftierten Häftling angewiesen zu haben, vorzugeben, dass Drogenlieferungen aufgrund von Karnevalsterminen verzögert seien, um die Überwachung nicht zu gefährden. Fünf der Angeklagten verhandeln derzeit über eine Vereinbarung mit der Anti-Drogen-Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen von bis zu neun Jahren sowie hohe Geldstrafen für die Rädelsführer und weitere Beteiligte. 

Taxi-Etiketten verzögern sich am Flughafen Gran Canaria

Die Installation der RFID-Etiketten für Taxis ohne Lizenzen aus Telde und Ingenio verzögert sich, da die letzte Charge defekt war. Eine Ersatzlieferung soll am Freitag im Stadion-Anhang montiert werden. Das kostenlose System des Cabildo ermöglicht die Kontrolle von Abholgenehmigungen am Flughafen.

Bisher wurden etwa 800 von geplanten 1.000 Taxis ausgestattet. Das Kontrollsystem soll sicherstellen, dass nur Taxis mit gültigen Genehmigungen Passagiere abholen dürfen.

Inflation bremst Anstieg Kanarische Gehälter

Trotz eines nominalen Anstiegs der Gehälter um 2,9 Prozent auf den Kanarischen Inseln im Jahr 2025 blieb die reale Kaufkraft aufgrund der Inflation nur minimal um 0,8 Prozent höher. Im spanischen Durchschnitt stieg das Gehalt um 3,4 Prozent auf 2.055 Euro monatlich, doch die reale Kaufkraft verbesserte sich nur um 0,7 Prozent.

Die Kanarischen Inseln gehören zu den Regionen mit den niedrigsten Gehältern, wobei der Mindestlohn hier 80,4 Prozent des Durchschnittsgehalts ausmacht. 

Verkehrschaos in Las Palmas: Drei Unfälle, vier Verletzte

Ein besonders ereignisreicher Tag belastete den Verkehr in Las Palmas de Gran Canaria. Ein Lastwagen überschlug sich auf der GC-1 in Höhe des Aquariums Poema del Mar. Der Fahrer wurde schwer verletzt, im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Nur wenige Stunden später wurde eine 83-jährige Frau in der Calle León y Castillo überfahren und schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Ein weiterer Unfall ereignete sich auf der GC-1, wo zwei Rollerfahrer auf dem Radweg kollidierten und mittelschwer verletzt wurden. Alle vier Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Unfälle erforderten den Einsatz zahlreicher Rettungskräfte und Sicherheitsbehörden.

EU-Migrationspakt sorgt für Diskussionen auf den Kanaren 

Die kanarische Regierung kritisiert, dass die EU auf die Krise in Ceuta nicht als Gemeinschaft reagiert habe. „Es gab keine europäische Antwort“, so der stellvertretende Ministerpräsident Octavio Caraballos. Die Gewalt an den EU-Grenzen zeige das Scheitern des Pakts. Nun fordert die Region, dass im ersten PEMA-Bericht die Regionen in äußerster Randlage stärker einbezogen werden.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte zwar, dass „Ceuta Europa ist“ und die EU an der Seite Spaniens stehe. Doch die aktuellen PEMA-Regeln verlängern Asylverfahren auf bis zu sechs Monate eine zusätzliche Belastung für die Kanaren.

Über 100 hitzebedingte Todesfälle auf den Kanarischen Inseln 

Laut dem MoMo-System des Gesundheitsinstituts Carlos III könnten die hohen Temperaturen auf den Kanarischen Inseln seit Juni bereits 108 Todesfälle verursacht haben, davon 103 in der Altersgruppe über 65 Jahre. Allein zwischen dem 1. und 15. September wurden 19 hitzebedingte Todesfälle registriert, wobei der August mit 80 Fällen der tödlichste Monat war.