Mix Radio Gran Canaria
3. September 2026

03.09.2026

Kanaren zeigen Solidarität mit Ceuta und fordern Rücktritt von Sánchez

Tausende Menschen sind am Mittwoch auf den Kanaren auf die Straße gegangen, um ihre Solidarität mit den Bewohnern von Ceuta zu zeigen. Nach dem Einströmen von über 70.000 Migranten aus Marokko seit dem 30. Juli fordern die Demonstranten sofortige Lösungen der Zentralregierung. In Las Palmas de Gran Canaria versammelten sich laut offiziellen Schätzungen 7.000 bis 8.000 Menschen auf der Plaza de Santa Ana. Weitere Proteste fanden auf Teneriffa, Fuerteventura, Lanzarote statt.

 Der kanarische Volkspartei-Chef und Vizepräsident der Regionalregierung, Manuel Domínguez, kritisierte, Spanien dürfe kein „Land der offenen Tür“ sein, und forderte geschützte Grenzen sowie Neuwahlen, sollte die Regierung nicht handeln. 

ULPGC-Professor Juan Antonio Peña Quintana gestorben

Die akademische Welt trauert um Juan Antonio Peña Quintana, der im Alter von 75 Jahren verstorben ist. Der 1950 in Teror geborene Wirtschaftsingenieur mit Spezialisierung auf Chemie war Direktor der Escuela Técnica Superior de Ingenieros Industriales de Las Palmas, Mitglied des Verwaltungsrats der Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) und leitete die Universitätsresidenzen. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und betreute Doktoranden weltweit.

Krankenhäuser von Las Palmas treiben chirurgische Wartelisten auf den Kanaren nach oben

Die chirurgischen Wartelisten auf den Kanarischen Inseln sind im vergangenen Jahr um 19 Prozent gestiegen. Insgesamt warten inzwischen 34.383 Menschen auf eine Operation. Besonders stark betroffen ist der Insel-Mütter-Kind-Komplex auf Gran Canaria: Dort warten 9.586 Patienten, 1.664 mehr als vor einem Jahr. Damit hat der Komplex das Universitätskrankenhaus auf Teneriffa als Spitzenreiter verdrängt.

Auch bei den Facharztterminen gibt es einen großen Stau. 158.358 Menschen warten derzeit auf einen Termin, besonders lange in der Augenheilkunde, Dermatologie und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.

Cayuco mit fünf Toten südlich der Kanaren gerettet

Salvamento Marítimo hat südlich der Kanarischen Inseln ein Cayuco mit 44 Männern und einer Frau an Bord in Sicherheit gebracht. Auf dem Boot befanden sich fünf Leichen, die aufgrund der schlechten Seebedingungen nicht geborgen werden konnten. Das Boot war 26 Tage auf See gewesen, und es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch höher ausfällt.

Mehr als drei Tonnen Kokain beschlagnahmt

Zwei großangelegte Anti-Drogen-Operationen in den kanarischen Gewässern haben diese Woche mehr als drei Tonnen Kokain sichergestellt. Die Nationalpolizei und die Guardia Civil setzten einen Schlepper unter panamaischer und gibraltarischer Flagge fest, der auf dem Weg nach Marokko war. Sie fingen ein weiteres Schiff mit 3.361,32 Kilogramm Kokain in 139 Ballen ab. 

Die Verfolgungsjagd endete mit einer Kollision und einem Schusswechsel, bei dem mehrere Besatzungsmitglieder verletzt wurden. Die acht Festgenommenen albanischer und philippinischer Staatsangehörigkeit wurden nach Gran Canaria gebracht und warten auf ihre Gerichtsverhandlung.

Rattenplage sorgt für Ärger in Barrio Atlántico 

Die Nachbarschaftsvereinigung La Ballena-Barrio Atlántico in Las Palmas de Gran Canaria schlägt Alarm über eine Rattenplage, die durch die Erdarbeiten zur Anlage des Grünen Korridors ausgelöst worden sei. Die Traktorarbeiten hätten die Nagetiere aufgeschreckt, die nun sogar über Fenster in die Häuser eindringen würden. Anwohner teilen Videos der Situation und fordern dringende Maßnahmen.