Das West-Nil-Virus ist auf Gran Canaria angekommen
Nach dem Nachweis des West-Nil-Virus bei drei Pferden in einem Reitzentrum in San Bartolomé de Tirajana warnt Beatriz Rodríguez, Koordinatorin der One Health Working Group der Spanischen Gesellschaft für Notfallmedizin (SEMES), dass menschliche Infektionen auf den Kanaren unvermeidlich seien.
Die Culex-Mücke, Hauptüberträger des Virus, werde durch den Klimawandel begünstigt. Überwachungssysteme für Mückenlarven wurden bereits installiert, um die Ausbreitung einzudämmen.Besonders gefährdet sind ältere, chronisch kranke Menschen, deren Zustand sich durch Hitze verschlechtert. Die Notaufnahmen verzeichnen bereits seit Mai mehr hitzebedingte Fälle – von Dehydrierung bis zu Herz-Kreislauf-Problemen.
Kanaren stabilisieren fast 10.000 Jobs im Gesundheitswesen
Die Kanarischen Inseln haben in der ersten Phase eines historischen Stabilisierungsverfahrens 9.867 Stellen im öffentlichen Gesundheitswesen unbefristet besetzt. Betroffen sind 122 Berufsgruppen, darunter 1.046 Ärzte, 2.059 Krankenschwestern und 2.204 Pflegehelfer. Gesundheitsministerin Esther Monzón bezeichnete dies als größten Prozess in der 30-jährigen Geschichte des SCS.
Telde plant nachhaltige Mobilitätswende: Autonutzung soll bis 2030 sinken
Der Stadtrat von Telde hat die öffentliche Konsultation für seinen Plan für nachhaltige urbane Mobilität gestartet. Ziel ist es, den Autoverkehr von 70 Prozent auf 55 Prozent zu reduzieren und 75 Prozent der innerstädtischen Fahrten mit Fuß-, Rad- oder ÖPNV zu bewältigen.
Der 17,68-Millionen-Euro-Plan umfasst zudem eine Ringbuslinie, zwei intermodale Bahnhöfe, 14 Park-and-Ride-Anlagen und 32 neue Be- und Entladeplätze. Der Plan strebt eine „15-Minuten-Stadt“ an, in der Dienstleistungen nah an die Bürger rücken, und setzt auf barrierefreie Fußwege.
Stadtentwicklung in Las Palmas de Gran Canaria durch Preis-Inflation blockiert
Die Stadtentwicklung von Las Palmas de Gran Canaria steht vor erheblichen Hindernissen: Im August allein wurden sechs wichtige Projekte mit einem Gesamtvolumen von 6,2 Millionen Euro für verlassen erklärt, darunter die Sanierung des Strands von Las Canteras, die Erweiterung der Universidad Popular del Cono Sur und die Fertigstellung der Fußgängerzone in der Calle Cantabria.
Bürgermeisterin Carolina Darias führt die Situation auf die gestiegenen Preise zurück, die dazu führe, dass die ausgeschriebenen Beträge schnell veraltet und für Unternehmen nicht rentabel seien.
Kanarische Inseln verlieren im Juli fast 200.000 ausländische Aufenthalte
Die Kanarischen Inseln bleiben trotz leichter Rückgänge führend bei den Apartmentübernachtungen in Spanien. Im Juli zählte der Archipel mehr als 2,5 Millionen Übernachtungen in Nicht-Hotelpensionen, was einem Rückgang von 4,57 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ausländische Besucher gingen von rund 2,16 Millionen auf knapp 1,96 Millionen zurück.
Schulstart auf den Kanaren mit Rekord-Befristungsquote
Rund 29.000 Lehrer im öffentlichen Bildungswesen der Kanarischen Inseln beginnen heute das neue Schuljahr. Dies sind 161 mehr als im Vorjahr. Doch die hohe Interimsquote bleibt das größte Problem: Im vergangenen Schuljahr lag sie bei 40 Prozent, die höchste im landesweiten Vergleich.
Hauptursachen sind die zahlreichen Pensionierungen, sowie die restriktive Vergabe von Planstellen, die den Aufbau eines stabilen Lehrkörpers erschweren.Die Bildungsbehörde betont, dass künftig ehrgeizigere Stellenausschreibungen nötig seien, um die Befristungsquote zu senken.
