Bis zu 17 Tage Wartezeit auf Arzttermine
Auf den Kanarischen Inseln variieren die Wartezeiten für Hausarzttermine extrem: Von einem Tag in ländlichen Zentren wie Tejeda oder San Mateo bis zu 17 Tagen in Guanarteme oder Vecindario. Eine Patientin berichtet, sie habe wegen einer akuten Infektion erst nach 16 Tagen einen Termin erhalten und musste in die Notaufnahme ausweichen.
Die Überlastung betrifft besonders chronisch Kranke (z. B. Diabetiker) und akute Fälle. Die Primärversorgung leidet unter einem Dominoeffekt: Unbehandelte Fälle landen in Notaufnahmen, die bereits überlastet sind. Der aktuelle Mangel könnte aber dadurch zustande kommen dass 20 Prozent des Personals aktuell im Urlaub sind.
Hafen Las Palmas verliert an Santa Cruz de Tenerife
Der Hafen von Las Palmas verzeichnete im Juli 5 Prozent weniger Treibstoffumschlag (1,51 Mio. Tonnen) als 2025, während Santa Cruz de Tenerife ein Plus von 21,1 Prozent (459.577 Tonnen) erreichte.
Trotz des Rückgangs steigerte der Hafen von Las Palmas den Containerumschlag um 4 Prozent und den Stückgutumschlag um 0,2 Prozent. Santa Cruz verlor dagegen bei Containern und Stückgut, während es im Passagierverkehr klar vor Las Palmas liegt.
Disziplinarverfahren gegen Sportlehrer in Las Palmas wegen unangemessenen Verhaltens
Die Schule San Antonio María y Claret in Las Palmas leitete ein Disziplinarverfahren gegen einen Sportlehrer ein, dem sexuell anzügliche Gespräche mit einer vermeintlichen Minderjährigen vorgeworfen werden. Fast ein Dutzend Schülerinnen berichteten von unangemessenem Verhalten, darunter unangenehme Blicke, körperliche Berührungen und unpassende Kommentare. Der Lehrer räumte die unangemessenen Chats ein und wurde suspendiert.
Parallel laufen zwei Gerichtsverfahren: Eines gegen den Lehrer wegen sexuell anzüglicher Gespräche, ein weiteres gegen die Erstellung eines Fake-Profils wegen Nötigung. Die Schule unterstützt die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Polizei. Der Lehrer scheiterte mit einem Antrag auf Wiedereinstellung, da das Verfahren nach einem ergänzenden UFAM-Bericht wieder aufgenommen wurde.
Wolfsbarsch-Aquakulturfarm vor La Aldea: 24 Becken in 22 Meter Tiefe
Die Umweltverträglichkeitsstudie für die geplante Wolfsbarschfarm vor La Aldea de San Nicolás bescheinigt minimale Auswirkungen auf die Meeresumwelt. Die 24 schwimmenden Aufzuchtbecken sollen 22 Meter über dem Meeresboden verankert werden. Das 472 Hektar große Areal zwischen Punta Góngora und Punta de La Aldea soll ab dem 6. Jahr 5.400 Tonnen Wolfsbarsch jährlich liefern.
Clavijo fordert Sánchez zu EU-Gipfel für Randregionen auf
Der Präsident der Kanarischen Inseln, Fernando Clavijo, hat Premierminister Pedro Sánchez in einem Brief aufgefordert, vor dem EU-Ratstreffen am 15. Oktober ein Gipfeltreffen der äußersten Randregionen mit Spanien, Frankreich und Portugal zu organisieren. Ziel ist es, den Status der Kanaren als EU-Randzone im Finanzrahmen 2028–2034 zu sichern. Clavijo warnt vor einer Zentralisierung der Mittelvergabe in Madrid und fordert eine dezentrale Entscheidungshoheit.
Die Regierung bilanziert nach drei Jahren Erfolge wie 17 Prozent weniger Arbeitslose, 44.200 neue Jobs und 4.000 Sozialwohnungen im Bau. Herausforderungen bleiben Wohnungsmangel, Wasserkrisen und Energiesicherheit.
