Umstrittene Tourismus Vereinbarung sorgt für Kritik
Die soziale Bewegung „Canarias tiene un límite“ (die Kanarischen Inseln haben Grenzen) kritisierte die Einigung der kanarischen Regierung mit Hotelbesitzern im langjährigen Streit um 36 umstrittene Grundstücke. Die Vereinbarung sieht Entschädigungszahlungen von insgesamt rund 500 Millionen Euro vor.
Gleichzeitig sollen die Grundstücke weiterhin nach den geltenden kommunalen Bauvorschriften genutzt werden können. Damit wäre auch eine spätere Bebauung mit Hotels oder ähnlichen Einrichtungen möglich. Umweltverbände sprechen deshalb von einem „Betrug im Betrug“ und werfen der Regionalregierung vor, öffentliche Interessen nicht ausreichend geschützt zu haben.
Restmüll Anlage im Süden Gran Canarias wieder teilweise in Betrieb
Die Restmüllbehandlung Anlage im Ecoparque Sur auf Gran Canaria arbeitet nach dem Brand Anfang August wieder mit rund 70% ihrer Kapazität. Dafür hat der Inselrat vorübergehend neue Maschinen gemietet, nachdem zwei Greifer bei dem Feuer zerstört worden waren.
Die meisten Müllfahrzeuge können wieder zur Anlage in Juan Grande zurückkehren. Während des Ausfalls war ein Teil des Restmülls, unbehandelt, zur Anlage im Norden der Insel gebracht worden. Dort kam es wegen der zusätzlichen Mengen zu erheblichen Belastungen. Eine Untersuchung der kanarischen Regierung hatte zuvor aufgrund einer Gewerkschafts Beschwerde mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Abfallentsorgung geprüft.
Zehn Jahre ohne Juana Ramos: Familie beantragt Todeserklärung
Zehn Jahre nach dem Verschwinden von Juana Ramos auf Gran Canaria hat ihre Familie die gerichtliche Feststellung ihres Todes beantragt. Die damals 56-Jährige verschwand in der Nacht zum 21. August 2016, nachdem sie sich mit ihrem damaligen Partner getroffen hatte. Ihre Leiche wurde bis heute nicht gefunden.
Die Staatsanwaltschaft geht dennoch davon aus, dass Juana Ramos getötet wurde, und beschuldigt ihren damaligen Partner Miguel Ángel Ramos Quesada. Wo und wann genau die Frau starb und was mit ihrer Leiche geschah, ist weiterhin ungeklärt. Zum zehnten Jahrestag fand in Lomo Los Frailes eine Trauermesse statt.
Partielle Mondfinsternis am 28. August über den Kanaren
Die Kanarischen Inseln können Ende August erneut eine Finsternis beobachten. In den frühen Morgenstunden des kommenden Freitags, dem 28. August, wird der Mond teilweise in den Erdschatten eintreten. Der Höhepunkt wird gegen 5:13 Uhr erreicht. Dann sind rund 93% der Mondscheibe verdeckt.
Das Ereignis beginnt auf den Kanaren bereits gegen 3:25 Uhr. Anders als bei einer Sonnenfinsternis ist für die Beobachtung keine spezielle Schutzbrille notwendig. Eine Mondfinsternis entsteht, wenn der Vollmond durch den Schatten der Erde wandert. Sie ist grundsätzlich überall dort sichtbar, wo zu diesem Zeitpunkt Nacht herrscht.
Lanzarote: Drei Boote mit 245 Migranten angekommen
Auf Lanzarote sind innerhalb von acht Stunden drei Boote mit insgesamt 245 Migranten angekommen. Unter den Ankömmlingen befinden sich mindestens 30 Minderjährige und zwölf Frauen. Die meisten stammen aus Marokko, einige aus Subsahara-Afrika. Drei Menschen mussten nach ihrer Ankunft ins Krankenhaus gebracht werden, einer davon mit einem offenen Bruch am Bein.
Wegen der hohen Zahl an Ankünften musste das provisorische Aufnahmezentrum in Arrecife erweitert werden. Familien und Frauen wurden zudem in eine Einrichtung in San Bartolomé gebracht. Der Bürgermeister von Arrecife, Jonathan de León, kritisierte unterdessen die Migrationspolitik der spanischen Regierung und forderte die Rückführung der Menschen nach Marokko.
