Mix Radio Gran Canaria

16. Oktober 2018

Neue Erkenntnisse zu Ureinwohnern – Die Höhle bei Villaverde auf Fuerteventura war das Zentrum eines ganzen Dorfes, mit Inneneinrichtung, Dekoration und Installationen. Das ist das Ergebnis von zwei Monaten Arbeit durch das Unternehmen Arenisca. Die Archäologen sind vom Cabildo der Insel beauftragt die Höhle detailliert zu untersuchen. Ein erster Teil der Höhle ist bereits 1979 entdeckt worden, allerdings sind die Archäologen damals davon ausgegangen, eine Grabstätte der Ureinwohner gefunden zu haben. Erst seit wenigen Monaten ist klar: der Vulkanschlot ist deutlich länger, größer und tiefer als angenommen. Er diente zur Zeit der Guanchen zwischen 300 und 900 nach Christus mehreren dutzend Menschen als zu Hause. Das lassen die Fundstücke bereits erkennen. Sichergestellt haben die Archäologen bereits über 400 Säcke mit Material das im Labor auf Alter und Herkunft ausgewertet werden muss. Im Moment wird die Höhle drei dimensional aufgezeichnet. Bis dieses kulturelle Zentrum der Guanchen für die Öffentlichkeit zugänglich ist sollen noch Monate vergehen.

Lanzarote Las Palmas in vier Stunden –Die neue Schnellfähre verbindet seit gestern die beiden Inseln in Rekordzeit. Gestern feierte Fred Olsen dreimal: einmal die neue Route, dann das neue Schiff und zuletzt die Tatsache Fährverbindungen zu allen Inseln bis auf El Hierro anzubieten. 74 Kilometer pro Stunde, oder wie es auf See eigentlich heißt, 40 Knoten Höchstgeschwindigkeit macht der Betancuria Express. Die Strecke zwischen Las Palmas und Lanzarote legt die Schnellfähre in unter vier Stunden zurück. Das „High Speed Craft“ hat aber bereits neun Jahre Fähreinsatz auf dem Buckel. Von 2011 bis August 2018 ist die Fähre unter dem Namen Leonora Christina zwischen Ystad in Schweden und Bornholm verkehrt. Das 113 Meter lange Schiff kann 400 Fahrzeuge und 1.400 Passagiere transportieren. Es ist aktuell die größte Fähre die zwischen den Inseln verkehrt.

Mord in Las Palmas – Die Polizei hat in einer Wohnung in der Calle Italia im Stadtteil Alcaravaneras ein totes Ehepaar gefunden. Wegen Gewalteinwirkungen auf beiden Körpern ermittelt die Polizei wegen Mord. Bei einem der Toten handelt es sich um den Anwalt und Poeten José Rafael Hernández, zu Lebzeiten mit dem Kommunikationspreis ausgezeichnet. Die andere Tote ist seine Frau. Der Tatort war gestern weiträumig abgesperrt, die Calle Italia geschlossen. Bisher gibt es von Seiten der Polizei noch keine Stellungnahme zu dem Verbrechen, trotzdem sind die Tageszeitungen voll von Spekulationen und einem mutmaßlichen Täter. Der Tote José Rafael Hernández hat trotz seines fortgeschrittenen Alters einen Youtubekanal betrieben, im dem er regelmäßig Geschichten, Romane und Poesie präsentiert hat.

Ryanair lässt 400 Passagiere am Boden –Sie alle hatten den Brückentag genutzt, um entweder das verlängerte Wochenende in Madrid zu verbringen, oder ein paar freie Tage auf Lanzarote. Ihr Kurzurlab ist wegen eines Motorschadens unfreiwillig verlängert worden. So zumindest die offizielle Erklärung von Ryanair, nachdem die Verbindung zwischen Madrid und Lanzarote am Sonntag eingestellt worden ist. Angeboten worden ist den Betroffenen Tickets ab Mittwoch oder aber 400 Euro als Kompensation für den Ausfall. Unter den Sitzengebliebenen sind Angestellte, Beamte, Familien mit Kindern und Studenten. Die Flugtickets zwischen Madrid und Lanzarote liegen aktuell, je nach Fluggesellschaft, bei bis zu 1.000 Euro einfache Strecke. Freie Plätze gibt es bei Ryanair ab Mittwoch, allerdings nicht ausreichend um die 400 Betroffenen bereits am Mittwoch alle an ihr Ziel zu fliegen. Auch bei Iberia Express gab es am Sonntag Unstimmigkeiten: laut Pressberichten soll die Iberia Tochter auf der Strecke Madrid – Gran Canaria überbucht und 26 Passagiere einen Tag später auf einen anderen Flug umgebucht haben.

Gestiegene Zahl bei Krankenhausinfektionen – Fünf Patienten im Krankenhaus von Las Palmas sind im September positiv auf das Bakterium Clostridium difficile getestet worden. Das Stäbchenbakterium gehört zu den häufigsten Krankenhauskeimen und führt je nach Patienten und Immunsystem auch zu schlimmeren Krankheiten mit Todesfolge. Die positiv getesteten Patienten im letzten Monat in Las Palmas litten lediglich an Durchfall. Mit dem Ergebnis ist eine neue Diskussion über die Sicherheit kanarischer Krankenhäuser entbrannt. Die Ergebnisse aus September spiegeln ein Ergebnis wieder, das sich auch andere Krankenhäuser in Europa konfrontiert sehen: 5% – 10% der Krankenhauspatienten werden in Schnitt mit Keimen oder Bakterien infiziert. Das aktuelle Ergebnis stelle laut einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums keinerlei Grund zur Besorgnis dar

15. Oktober 2018

Der Herbst ist da – Es sind die Ausläufer des Tropensturms Leslie, der am Wochenende an der portugiesischen Küste für Verwüstung gesorgt hat – auf den Kanarischen Inseln sind es lediglich Wolken, Regen und kühlere Temperaturen. Trotzdem sind die Temperaturen milder als in vergleichbaren Monaten der vergangenen Jahre. Auch heute werden in den nördlichen Gebieten der Inseln vereinzelt Regenschauer erwartet, in den südlicheren Gebieten wechseln sich wolkige Abschnitte mit Sonne immer wieder ab. Vorsicht ist trotz der warmen Wassertemperatur beim Baden im Atlantik geboten: hohe Wellen und starke Unterströmungen an vielen Stränden des Archipels versetzen heute Strandaufsicht und Rettungsschwimmer in Alarmbereitschaft.

1.000 Schlangen gefangen – Die kalifornische Kettennatter ist auf Gran Canaria zu einer Plage mutiert. Ideale klimatische Voraussetzungen und keine natürlichen Feinde haben zu einem sprunghaften Anstieg dieser Schlangenart auf Gran Canaria geführt. Ursprünglich aus den USA und dem Norden Mexikos stammend ist die ungiftige Kettennatter durch Reptilienliebhaber auf der Insel illegal eingeführt worden. Seit Januar sind 1.014 Exemplare gefangen worden. Wie schnell sich diese Schlangenart vermehrt, haben jetzt Biologen aufgedeckt – sie gehen davon aus das sich die kalifornische Kettennatter bei den vorherrschenden Lebensbedingungen jedes Jahr um einen Faktor von 10 vermehrt. In den Gemeinden San Bartolome de Tirajana, Telde, Santa Brígida und Valsequillo wird aktuell mit 30.000 Exemplaren gerechnet.

Weitere minderjährige Flüchtlinge –Am Wochenende sind auf Lanzarote in der Gemeinde Haria 35 Immigranten in zwei kleinen Booten angekommen. Aktuell wird davon ausgegangen das alle Insassen aus Marokko stammen und noch nicht volljährig sind. Am Samstag haben sich Vertreter der Gemeinden von Lanzarote und Fuerteventura in Arrecife getroffen um über die aktuelle Situation zu beraten – die Zahl der mutmaßlich minderjährigen Flüchtlinge ist in den letzten Tagen auf mehr als 150 angestiegen. Während dessen steigt der Druck auf die Zentralregierung in Madrid. Von ihr wird gefordert, den Prozess zur Feststellung des tatsächlichen Alters der Flüchtlinge zu beschleunigen. Auf dem Archipel leben aktuell 309 mutmaßlich minderjährige Flüchtlinge dessen Alter bisher noch nicht medizinisch untersucht worden ist, darunter alleine auf Lanzarote 150. Mit der hohen Zahl von minderjährigen Immigranten sind die Behörden auf Lanzarote schlichtweg überfordert, es fehlt an geeigneten Einrichtungen, an Material und an qualifiziertem Personal um diese Menschen rund um die Uhr zu betreuen. Die Forderung nach Unterstützung hat bei der Zentralregierung in Madrid bisher noch keine Reaktion ausgelöst. Kritik wird auch am SIVE Radarsystem und an der Grenzschutzbehörde laut, alle Flüchtlingsboote sind in der vergangenen Woche an der Küste Lanzarotes angekommen, ohne dass es die Behörden bemerkt haben.

Speerfischer ertrunken – Auf Fuerteventura ist ein 25 Jahre alter Mann in der Nähe des Leuchtturms in der Gemeinde Tuineje ums Leben gekommen. Er war alleine mit einer Harpune im Wasser. Angehörige hatten die Behörden verständigt, nachdem es von dem jungen Mann zwei Stunden nachdem er ins Wasser gegangen war, kein Lebenszeichen gab. Zwei Männer, die zu dem Zeitpunkt ebenfalls im Wasser waren, haben den leblos im Wasser treibenden Körper gefunden. Die Sanitäter haben lediglich den Tod des 25jährigen festgestellt. Die Leiche soll forensisch untersucht werden, um die Todesursache festzustellen.

Kein Handyverbot an Schulen – In der kanarischen Autonomie wird es an den Bildungseinrichtungen kein Verbot von Smartphones geben. Das hat die Bildungsministerin der Autonomieregierung, Soledad Monzón, auf einer Pressekonferenz erklärt. Nachdem es an französischen Schulen ein Handyverbot gibt, hatte die Zentralregierung in Madrid die Diskussion aufgenommen. In Spanien entscheiden Bildungsfragen aber die Autonomien selbst. Für ein kollektives Smartphone Verbot an allen spanischen Schulen wäre eine Debatte notwendig, an der alle Autonomien teilnehmen. Laut Soledad Monzón ist der Zugang zu Information, Kommunikation und Technologie ein Teil der Schulausbildung – damit bleibt der Umgang den jeweiligen Bildungseinrichtungen auf dem Archipel überlassen, die im Einzelfall über ein Verbot entscheiden.

12. Oktober 2018

Sturmwarnung – Ein Kreuzfahrtschiff hat bereits in Teneriffa festgemacht und wird diesen Hafen aufgrund der ungewissen Wetterlage wegen dem Tropensturm „Leslie“ bis Montag nicht verlassen. Den Archipel erwarten am Wochenende Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometer pro Stunde. Dazu hohe Wellen an den Küsten und stellenweise Regenschauer. Der Tropensturm „Leslie“ zieht zwar an den Kanarischen Inseln, den Azoren und Madeira vorbei, trotzdem warnt der spanische Wetterdienst und empfiehlt Vorbereitungen zu treffen. Die Prognosen ändern sich tagesaktuell – eine Garantie gibt es nicht. Das Kreuzfahrtschiff MSC Divina hat seine geplante Route in die Karibik verschoben und bleibt bis Montag im Hafen auf Teneriffa. Mitten im Atlantik werden wegen „Leslie“ Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometer pro Stunde erwarten, dazu mit Wellen von bis zu 15 Meter Höhe.

Ziegen bedrohen Pflanzen – Im Naturschutzgebiet von Guguy im Südwesten von Gran Canaria schlagen Umweltschützer Alarm. Die ständig wachsende Zahl der Ziegen in diesem Gebiet stellt eine wachsende Gefahr für die geschützten Pflanzen dar. Jetzt wird über zwei Lösungen diskutiert. Zäune die vom aussterben bedrohte Pflanzenexemplare vor den Mäulern der wilden Ziegen schützen oder eine flächendeckende Sterilisation durch Medikamente an eingerichteten Futterstellen. Die Lösung durch Zäune herbeizuführen ist kostenintensiv, Medikamente stehen im Konflikt mit den Vorgaben aus Brüssel. Von dort kommt auch der politische Druck: Gran Canaria hat eine Millionensumme für das Biosphärenreservat kassiert, dementsprechend steht die Regierung auch in der Verantwortung das Gebiet und die Flora ausreichend zu schützen. Eine dritte Möglichkeit wird vom Cabildo immer wieder abgelehnt: die wildlebenden Ziegen zum Abschuss freizugeben – die Regierung befürchtet mehr Zerstörung im Naturschutzgebiet durch die Jäger, als dem Problem durch Töten Herr zu werden. Schätzungen zu Folge geht es um rund 300 Ziegen die im Naturschutzgebiet Guguy leben.

Rathaus fordert weniger Fahrzeuge auf La Graciosa – Es sollen nicht nur weniger werden, sondern auf Dauer auch nur noch elektrische Antriebe zugelassen sein. Ähnlich wie auf Wangerooge, Spiekeroog oder Baltrum – auf den Nordesseinseln haben nur die Behörden Fahrzeuge und diese einen Elektroantrieb. Auf der kleinen Insel im Norden Lanzarotes sind aktuell 296 Kraftfahrzeuge gemeldet, gleichzeitig 739 Einwohner, von denen aber nur 500 dauerhaft auf der Insel leben. Der Bürgermeister der Gemeinde Teguise, die bisher weiterhin für die Verwaltung von La Graciosa zuständig ist, hat angekündigt die Zahl der Kraftfahrzeuge drastisch zu limitieren und auf Dauer für ein Moratorium zu sorgen, dass in Zukunft nur noch elektrobetriebene Fahrzeuge auf der kleinen Insel zulässt.

Keine E-Sports Liga an Schulen – Den Vorstoß der Regierung, an kanarischen Schulen eine Liga für Videospiele einzuführen, ist im kanarischen Parlament gescheitert. Nur die Vertreter der Partei Coalición Canarias stimmten für ein entsprechendes Gesetz, sie hatten den Gesetzesentwurf eingereicht. Alle anderen Parteien haben den Entwurf abgelehnt. Eine eigene Liga für Videospiele an Schulen mache aus pädagogischer Sicht überhaupt keinen Sinn, so ein Vertreter der Partei Nueva Canarias. Rivalität bei Videospielen zu vermitteln sei nicht Aufgabe der Bildungsinstitute. Damit ist die Idee eine Liga für Videospiele an den kanarischen Schulen einzurichten zumindest in dieser Legislaturperiode gescheitert.

Internationaler Feiertag – Der 12. Oktober wird in ganz Spanien gefeiert. Der sogenannte „Día de Hispanidad“ hat seinen Namen erst seit 1920. Davor hieß dieser Feiertag „Kolumbus Tag“ oder „Tag der Rasse“. Als „Día de la Razza“ wird dieser Feiertag inoffiziell in vielen Ländern Lateinamerikas geführt. Gefeiert wird der 12. Oktober unabhängig von seiner Bezeichnung neben Spanien auch auf dem gesamten amerikanischen Kontinent, von Amerika bis Argentinien oder Chile. Aufgelehnt hat sich in verschiedenen Ländern die Bevölkerung gegen die Bezeichnung, nicht gegen den freien Tag. In Chile heißt der 12. Oktober mittlerweile „Tag der Begegnung der zwei Welten“, in Peru ist er zum „Tag der autochthonen Völker und des interkulturellen Dialogs“ umbenannt und in Argentinien trägt er den Namen „Tag des Respekts vor der kulturellen Diversität“. In Spanien soll der heutige Feiertag zwar weiterhin an das Kolonialreich erinnern, im Mittelpunkt steht aber Spaniens Einigung im 16. Jahrhundert.

11. Oktober 2018

Leslie zieht ab – Der Tropensturm, der in diesen Tagen die Kanarischen Inseln bedroht, zieht laut aktueller Meldung des spanischen Wetterdienstes AEMET in Richtung Südwesten ab. Weder die Kanarischen Inseln, noch Madeira oder die Azoren wird Leslie treffen. Der Katastrophenschutz ist weiterhin in Alarmbereitschaft. Anfang der Woche haben sich Beamte und Feuerwehr auf allen Inseln auf einen heftigen Tropensturm vorbereitet. Die Prognose der Meteorologen für Leslie sah Anfang der Woche auch noch einen Weg direkt über den Archipel vor. Wind wird es am Wochenende trotzdem geben, die Ausläufer von Leslie werden mit Windgeschwindigkeiten von bis 50 Kilometer pro Stunde auf allen Inseln zu spüren sein.

Siam Park und der politische Konflikt – Die Fakten: seit mehr als einem Jahr versucht der Betreiber von Siam Park und Loro Park auf Teneriffa auf Gran Canaria bei El Verril einen ähnlichen Wasser-Rutschen-Park zu bauen. Grünes Licht und Unterstützung hat das Projekt bereits von der Inselregierung erhalten. Der Gemeinde San Bartolome de Tirajana fehlen für einen Baubeginn immer wieder Genehmigungen und Unterschriften. Ganz offiziell hat jetzt ein Konflikt begonnen, der seit gestern auch über die Medien ausgetragen wird. Die erste Runde heißt Inselregierung gegen Gemeinde – Der Bebauungsplan für den Bereich rund El Verril fehlt seit einem Jahr. Die Zuständigkeit dafür liegt bei der Gemeinde. Gestern haben Quellen aus dem Cabildo die Zeitung Canarias7 darüber informiert, dass auch ein weiteres 10 Millionen Euro Projekt der Gruppe Lopesan an der Gemeinde San Bartolome gescheitert ist. Die Gemeindevertreter von San Bartolome de Tirajana haben zu den Aussagen des Cabildos noch keine Stellung bezogen.

Bevölkerungswachstum – Auf den Kanarischen Inseln werden laut einem Bericht des spanischen Statistikamtes im Jahr 2033 2.5 Millionen Menschen wohnen. 17,2% mehr als heute. Grund dafür wird in erster Linie Migration sein. Pro 1.000 Einwohner werden es bis 2033 168 mehr Zuwanderer als Auswanderer sein. Das entspricht rund 30.000 Bürgern mehr pro Jahr. Überhaupt steigt die Bevölkerungszahl in Spanien in den kommenden Jahren bis 2033 auf 49 Millionen an. Ein Viertel wird über 65 Jahre alt sein. Auch Spanienweit ist es die Migration, die für den Bevölkerungszuwachs in erster Linie verantwortlich ist. Die Geburtenrate ist auch in Spanien rückläufig und wird es laut den Hochrechnungen des spanischen Statistikamtes auch in den kommenden Jahren bleiben.

Trick-Film-Festival – Auf Lanzarote wird das 13. Kinofestival für Zeichentrickfilme vom 25. bis 31. Oktober stattfinden. Im Theater „El Salinero“ in Arrecife werden in dieser Zeit neben Vorführungen ausgezeichneter Filme auch Workshops und Aktivitäten für Kinder stattfinden. Ein ausführliches Programm gibt es auf der offziellen Webseite https://www.animayo.com/?accion=lanzarote_2018. Über die Webseite können auch die Karten für die einzelnen Veranstaltungen bestellt werden. Das Festival findet außerdem in Madrid, Barcelona und Gran Canaria statt. Für Las Palmas gibt es aktuell noch keine Karten zu kaufen, das Zeichentrickfestival soll in der Inselhauptstadt im Mai 2019 veranstaltet werden.

Windgeneratoren werden gebaut – Bei Puerto del Rosario auf Fuerteventura werden 11 Windräder für die Stromversorgung der Insel gebaut. Die Autonomieregierung hat dafür grünes Licht gegeben. Ein Einspruch dagegen ist nicht mehr möglich. Die in Auftrag gegebene Studie hat sowohl die Beeinträchtigung der Natur untersucht, als auch den möglichen Schaden und die Belästigung für die Anwohner. Die 100 Meter hohen Windgeneratoren haben einen Durchmesser von 132 Metern und werden insgesamt bis zu 36,3 Megawatt Strom produzieren. Baubeginn ist Anfang 2019

10. Oktober 2018

Tropensturm Leslie biegt nach Süden ab – Ursprünglich sollten den Berechnungen der Meteorologen des spanischen Wetterdienstes zufolge, 40 Knoten Sturm und intensive Regenschauer den Archipel treffen. Gestern zeigten die Prognosen Leslie am Wochenende eher im Norden der Kanarischen Inseln bei Madeira und den Azoren. Heute zeigt das Wettermodell fürs Wochenende einen Tropensturm der sich am Samstag im Nordwesten von La Palma befinden wird und am Sonntag im Südwesten von El Hierro. Den Archipel erwarten am Wochenende lediglich Wolken und nur leichte vereinzelte Schauer. Auch die Azoren und Madeira bleiben von Leslie verschont. Dafür bilden sich aktuell im Westen der Kapverdischen Inseln ein weiterer Tropensturm und ein Hurrikan. Die Meteorologen haben ihnen die Namen Nadine und Michael gegeben. Bei beiden Wetterphänomenen kann noch keine Prognose abgegeben werden in welche Richtung sie über den Atlantik ziehen.

Siam Park auf der Kippe – Ob auf dem Grundstück bei El Verril im Süden Gran Canarias jemals ein vergleichbarer Wasser-Rutschen-Park wie auf Teneriffa errichtet wird ist heute, ein Jahr nachdem Wolfgang Kissling die Lizenz für das Projekt erhalten hat, mehr als ungewiss. Er selber sagt in einem Interview mit der Tageszeitung Canarias7, er habe den Enthusiasmus verloren. Seit 12 Monaten verschiebt sich der Baubeginn immer wieder aus bürokratischen Gründen. Wolfgang Kissling nennt sie „Bürokratische Hürden“ und sieht sich als Opfer in einem politischen Kompetenzkonflikt zwischen Gemeinde und Inselregierung. Konkret fehlt aktuell in dem Antrag für den Siam Park wieder ein Dokument, das nachgereicht werden kann. Wolfang Kissling ist sich aber nach eigener Aussage nicht sicher ob er mit 81 Jahren, sieben Jahre nachdem er die Idee für den Wasser-Rutschen-Park umsetzten wollte, beim Baubeginn überhaupt noch am Leben ist.

Humanitärer Notstand – Abseits von Strandpromenade, Liegestühlen und Sonnenschirmen sieht sich die Inselregierung von Lanzarote mit einem humanitären Notstand konfrontiert: mehr als 100 unbegleitet minderjährige Flüchtlinge sind in den vergangenen Wochen in Booten auf die Insel gelangt. Es fehlt an Unterkünften, Personal und Material um die Kinder zu versorgen und zu betreuen. Die Regierung hat deswegen den humanitären Notstand ausgerufen. Ein Prozess der drei Monate andauert und der Regierung die Möglichkeit gibt auf Ressourcen von anderen Inseln zurückzugreifen. Diese Entscheidung hat der Inselpräsident Pedro San Gines gewählt, nachdem das spanische Verteidigungsministerium eine vorläufige Unterbringung in der Kaserne in Arrecife abgelehnt hat. Aktuell werden die Flüchtlingskinder in La Santa, in Máguez in der Herberge und in zwei Sozialwohnungen in Arrecife untergebracht. Weitere Flüchtlingskinder sind in Zelten in Yaiza untergebracht. Erst wenn die Minderjährigen über einen Vormund verfügen, können sie begleitet auf anderen Inseln untergebracht werden. Auch dafür fehlt Lanzarote das notwendige Personal um diesen Vorgang zu beschleunigen.

Mehr Erbeben zwischen Teneriffa und Gran Canaria – 78 Erdbewegungen haben die Sensoren des vulkanologischen Instituts seit Sonntag zwischen den beiden Inseln registriert. Alle Beben hatten ihr Epizentrum in einer Tiefe zwischen 10 und 20 Kilometern. Alleine in den vergangenen 24 Stunden hat der Meeresgrund 14 Mal gebebt. Eine Gefahr geht von den Beben nicht aus, die Forscher allerdings sind alarmiert und beobachten den Bereich auf dem Meeresgrund mit steigendem Interesse. Bisher ist nicht klar ob sich auf rund 4.000 Meter Tiefe am Meeresgrund zwischen Teneriffa und Gran Canaria ein neuer Unterwasservulkan bildet.

Iberia Express mit zusätzlichen Verbindungen – Von Lanzarote aus wird das Tochterunternehmen von Iberia ab dem 29. Oktober viermal pro Woche Guacimeta und Barajas verbinden. Mittwoch, donnerstags, freitags und sonntags verbindet Iberia Express Madrid mit Lanzarote vorläufig bis zum Ende des Winterflugplans am 31. März 2019 mit Flügen um 21.10 Uhr ab Guacimeta. Zusätzlich fliegt Iberia Express montags, donnerstags, freitags und samstags um 7.00 Uhr von Lanzarote in die spanische Hauptstadt. Die täglichen Flüge zwischen Madrid und Lanzarote die um 11.25 Uhr in Madrid, bzw. um 13.35 Uhr in Lanzarote starten sind davon nicht betroffen.

09. Oktober 2018

30 Minuten weniger für Beamte – Ab sofort gilt auf den Kanarischen Inseln die 37,5 Stunden Woche für Beamte. Damit zieht die kanarische Autonomie mit anderen Regionen in Spanien gleich. Auf dem Festland arbeiten die sogenannten „Funcionarios“ bereits in diesem Wochenrhythmus. Die Stundenzahl war von der Zentralregierung zu Beginn der Wirtschaftskrise in Spanien auf 40 Stunden aufgestockt worden. Die aktuelle Entscheidung ist nicht endgültig und kann jeder Zeit von der Regionalregierung wieder zurückgenommen werden.

Spanien Hauptziel für Flüchtlinge – Während die Zahl der Migranten an den italienischen Küsten sinkt, sind bis Ende September24.000 Menschen über Nordafrika an den spanischen Küsten angekommen. Das ist das Ergebnis eines Berichtes der Internationalen Organisation für Migration, kurz IOM. Zusätzlich haben rund 3.000 Personen versucht über die Enklaven Ceuta und Melilla einzureisen. In Italien sind seit Jahresbeginn 80% weniger Flüchtlinge angekommen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Immigranten, die Europa über das Mittelmeer erreicht haben, ist stark gesunken. 2016 waren es 241.000, 2017 noch 110.000 – in den ersten sechs Monaten dieses Jahres liegt die Zahl bei knapp 18.000. Die Kanarischen Inseln tauchen in dem Bericht der IOM nicht auf. Der Archipel gilt trotz seiner Nähe zum afrikanischen Kontinent erst seit diesem Monat als primäre Migrationsroute.

Delfine vergeben Namen für Freunde – Die Studie ist heute in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht worden. An ihr haben auch kanarische Forscher der Fakultät für Meeresbiologie mitgearbeitet. Untersucht worden ist über einen Zeitraum von drei Jahren das Sozialverhalten von Delfinen. Männliche Exemplare vergeben für ihre langjährigen Gefährten Namen um sie von möglichen Gegenspielern zu unterscheiden.  Durch die Namensunterscheidung sind Delfingruppen in der Lage zum Beispiel gemeinsam zu Jagen. Während der Studie sind mehrere Dutzend Delfine einer Delfinschule mit Mikrofonen ausgestattet worden.

Hispasat mit neuer Internetkampagne – Der Multiplayer beruft sich auf eine Studie des Ministeriums für Energie, Tourismus und Ausbau Digital: 33% der kanarischen Haushalte verfügen nicht über schnelles Internet, in 17% der Haushalte liegt die Geschwindigkeit der Internetverbindung bei unter 10 Mega. Das Ergebnis ist sehr weit von der Prognose von Movistar entfernt, die 2016 das Ziel Ende 2018 ausgegeben haben um die Kanarischen Inseln mit Glasfaser zu versorgen. Zusammen mit Eurona macht sich Hispasat eine staatliche Subvention zu Nutze und bietet ab sofort schnelles Internet mit bis zu 50 Mega Up und Download über Satellitenverbindung an. Bis zu 400 Euro zahlt der spanische Staat für schnelles Internet in ländlichen Gebieten. Die Preise bewegen sich auf der Website von Eurona von 15 Euro bis hin zu 80 Euro monatlich, je nach Geschwindigkeit. Bisher konnte Eurona mit seinen Satellitenverbindungen 15.000 Canarios überzeugen.

Schildlausproduktion wird subventioniert – Der Farbstoff Karmin wurde über mehr als hundert Jahre auf den Kanarischen Inseln produziert. Dafür ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts die Cochenille Schildlaus kultiviert worden. Riesige Opuntien Felder zeugen in vielen Teilen der Kanarischen Inseln noch von der heute nicht mehr existenten Produktion. Auf Lanzarote ist der Kaktusgarten diesem Teil der Geschichte der Kanarischen Inseln gewidmet. Für ein Kilogramm Karmin Farbstoff werden 100.000 weibliche Schildläuse getrocknet und unter Zusatz von Schwefelsäure verkocht. Dieser Sektor soll jetzt mit Hilfe von Subventionen aus der EU wiederbelebt werden. Mit Unterstützung der Regionalregierung, die dafür der Karminproduktion das Siegel des geschützten Kulturgutes der Kanaren verliehen hat. Bis in die 60er Jahre sind mit dem Farbstoff Kleidung, Lippenstifte und Nationalflaggen eingefärbt worden.

08. Oktober 2018

Mehr Reisen zum Festland – Der neue, höhere Residenten Rabatt von Flug- und Schiffsreisen hat zu mehr Bewegung zwischen dem Archipel und dem spanischen Festland geführt. Ein Drittel mehr Flugtickets zwischen den Kanarischen Inseln und Flughäfen auf dem Festland sind alleine im August verkauft worden. Das entspricht einem Anstieg von 35% im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat. Auch der Ticketverkauf zwischen den Inseln ist gestiegen. Ein Fünftel mehr interinsulare Tickets sind im letzten Monat im Vergleich zu September 2017 verkauft worden.

Mehr Verkehrstote – In der Statistik des Verkehrsministeriums 2018 fehlen noch drei Monate, trotzdem ist die Zahl der Menschen die im Straßenverkehr ihr Leben verloren haben höher als im gesamten letzten Jahr. Auf den Straßen der Kanarischen Inseln sind im letzten Jahr 27 Personen ums Leben gekommen. Von Januar bis September sind es bereits 28. Es ist das erste Mal seit 2004, das die Zahl der Verkehrstoten in der kanarischen Autonomie wieder steigt. Über zwölf Jahre hinweg ist diese Zahl kontinuierlich gesunken. Auch Spanienweit ist die Zahl der Toten auf Spaniens Straßen gestiegen, zwölf Verkehrstote mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Damit landet Spanien in der EU Statistik in Sachen Sicherheit auf Platz acht, im letzten Jahr belegte Spanien noch Platz vier.

Tropensturm nimmt Kurs auf Kanarische Inseln – Er heißt „Leslie“ und befindet sich aktuell im Nordwesten des Archipels, mitten im Atlantik. Der spanische Wetterdienst rechnet mit zwei bis drei Tagen bis dieses Wetterphänomen die Kanarischen Inseln erreicht. Es wird mit bis zu 40 Knoten Windgeschwindigkeit gerechnet und mit bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Dazu muss vor allem an den südlichen und südwestlichen Küstenabschnitten mit hohem Wellengang gerechnet werden. Eine Wetterwarnstufe hat der spanische Wetterdienst noch nicht ausgegeben. Diese soll morgen publiziert werden, wenn die Prognose für „Leslie“ exakter getroffen werden kann.

Flüchtlingsboot bei Haría – Es ist die siebte Patera in diesem Monat auf Lanzarote. Gestern gegen 11:30 Uhr hat ein fünf Meter langes Holzboot mit rund 20 Flüchtlingen den Playa de las Escamas in der Gemeinde Haría auf Lanzarote erreicht. Bisher konnte die Guardia Civil vier Flüchtlinge aus Afrika zur medizinischen Versorgung zum Roten Kreuz bringen. Gefahndet wird nach weiteren 16 bis 18 Personen. Eine genaue Zahl ist noch nicht bekannt. Auch dieses fünf Meter lange Flüchtlingsboot hat unbemerkt vom SIVE Radarsystem Lanzarote erreicht. Anwohner hatten die Polizei verständigt, als die Flüchtlinge das Boot bereits verlassen hatten. Am Wochenende hat die spanische Küstenwache vor der Mittelmeerküste insgesamt mehr knapp 1.200 Bootsflüchtlinge gerettet.

Sonnensteuer wird abgeschafft – Steigende Strompreise und ständig wachsende Energiearmut sorgen für wachsenden Druck auf die Regierung – es droht den Haushalten in Spanien ein kostenintensiver Energiewinter. Jetzt soll die vom ehemaligen Ministerpräsidenten Manuel Rajoy eingeführte Sonnensteuer, mit der sich die spanische Regierung bei internationalen Experten lächerlich gemacht hat, wieder abgeschafft werden. Diese Steuer funktionierte in etwa so, als ob der Staat Steuern auf Obst und Gemüse erhebt, das man im eigenen Garten angebaut hat. Die Ministerin für den ökologischen Übergang, Teresa Ribera, macht noch eine weitere Rückständigkeit Spaniens aus: Lediglich rund 1.000 Anlagen produzieren im sonnenreichsten Land Europas Strom, in Deutschland sind es mehr als eine Million. Mit der Abschaffung der Sonnensteuer sollen Betreiber von kleineren Photovoltaik Anlagen auch von sämtlichen Einspeisegebühren befreit werden. Der Strompreis in Spanien ist aktuell der höchste in der EU.

05. Oktober 2018

30 Minuten weniger für Beamte – Ab sofort gilt auf den Kanarischen Inseln die 37,5 Stunden Woche für Beamte. Damit zieht die kanarische Autonomie mit anderen Regionen in Spanien gleich. Auf dem Festland arbeiten die sogenannten „Funcionarios“ bereits in diesem Wochenrhythmus. Die Stundenzahl war von der Zentralregierung zu Beginn der Wirtschaftskrise in Spanien auf 40 Stunden aufgestockt worden. Die aktuelle Entscheidung ist nicht endgültig und kann jeder Zeit von der Regionalregierung wieder zurückgenommen werden.

Spanien Hauptziel für Flüchtlinge – Während die Zahl der Migranten an den italienischen Küsten sinkt, sind bis Ende September24.000 Menschen über Nordafrika an den spanischen Küsten angekommen. Das ist das Ergebnis eines Berichtes der Internationalen Organisation für Migration, kurz IOM. Zusätzlich haben rund 3.000 Personen versucht über die Enklaven Ceuta und Melilla einzureisen. In Italien sind seit Jahresbeginn 80% weniger Flüchtlinge angekommen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Immigranten, die Europa über das Mittelmeer erreicht haben, ist stark gesunken. 2016 waren es 241.000, 2017 noch 110.000 – in den ersten sechs Monaten dieses Jahres liegt die Zahl bei knapp 18.000. Die Kanarischen Inseln tauchen in dem Bericht der IOM nicht auf. Der Archipel gilt trotz seiner Nähe zum afrikanischen Kontinent erst seit diesem Monat als primäre Migrationsroute.

Delfine vergeben Namen für Freunde – Die Studie ist heute in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht worden. An ihr haben auch kanarische Forscher der Fakultät für Meeresbiologie mitgearbeitet. Untersucht worden ist über einen Zeitraum von drei Jahren das Sozialverhalten von Delfinen. Männliche Exemplare vergeben für ihre langjährigen Gefährten Namen um sie von möglichen Gegenspielern zu unterscheiden.  Durch die Namensunterscheidung sind Delfingruppen in der Lage zum Beispiel gemeinsam zu Jagen. Während der Studie sind mehrere Dutzend Delfine einer Delfinschule mit Mikrofonen ausgestattet worden.

Hispasat mit neuer Internetkampagne – Der Multiplayer beruft sich auf eine Studie des Ministeriums für Energie, Tourismus und Ausbau Digital: 33% der kanarischen Haushalte verfügen nicht über schnelles Internet, in 17% der Haushalte liegt die Geschwindigkeit der Internetverbindung bei unter 10 Mega. Das Ergebnis ist sehr weit von der Prognose von Movistar entfernt, die 2016 das Ziel Ende 2018 ausgegeben haben um die Kanarischen Inseln mit Glasfaser zu versorgen. Zusammen mit Eurona macht sich Hispasat eine staatliche Subvention zu Nutze und bietet ab sofort schnelles Internet mit bis zu 50 Mega Up und Download über Satellitenverbindung an. Bis zu 400 Euro zahlt der spanische Staat für schnelles Internet in ländlichen Gebieten. Die Preise bewegen sich auf der Website von Eurona von 15 Euro bis hin zu 80 Euro monatlich, je nach Geschwindigkeit. Bisher konnte Eurona mit seinen Satellitenverbindungen 15.000 Canarios überzeugen.

Schildlausproduktion wird subventioniert – Der Farbstoff Karmin wurde über mehr als hundert Jahre auf den Kanarischen Inseln produziert. Dafür ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts die Cochenille Schildlaus kultiviert worden. Riesige Opuntien Felder zeugen in vielen Teilen der Kanarischen Inseln noch von der heute nicht mehr existenten Produktion. Auf Lanzarote ist der Kaktusgarten diesem Teil der Geschichte der Kanarischen Inseln gewidmet. Für ein Kilogramm Karmin Farbstoff werden 100.000 weibliche Schildläuse getrocknet und unter Zusatz von Schwefelsäure verkocht. Dieser Sektor soll jetzt mit Hilfe von Subventionen aus der EU wiederbelebt werden. Mit Unterstützung der Regionalregierung, die dafür der Karminproduktion das Siegel des geschützten Kulturgutes der Kanaren verliehen hat. Bis in die 60er Jahre sind mit dem Farbstoff Kleidung, Lippenstifte und Nationalflaggen eingefärbt worden.

04. Oktober 2018

Die neue Flüchtlingsroute heißt „Kanarische Inseln“ – Die Autonomieregierung hat gestern reagiert und in einer Mitteilung an die Presse erklärt, vorbereitet zu sein. Damit sind die Kanarischen Inseln auch von offizieller Seite das Ziel von Schleppern aus Afrika. Vor allem wegen der intensiven Überwachung des Mittelmeerraums weichen die Schleuser auf andere Routen aus. Richtig ist, dass die kanarische Autonomie in Sachen Flüchtlinge auf jahrelange Erfahrung zurückgreift. 20.000 Migranten aus Afrika zählte der Archipel im Jahr 2006. Heute verlässt sich die Regierung in ihrer Pressemitteilung auf das SIVE Radarsystem, das alle Bewegungen kilometerweit vor den Küsten der Inseln überwacht. Allerdings haben die letzten Wochen auch gezeigt, dass vor allem kleinere Flüchtlingsboote und Festrumpfschlauchboote immer wieder vom SIVE Radarsystem nicht erkannt werden. Alle Flüchtlingsboote die in den letzten Tagen Lanzarote erreicht haben, sind erst von Anwohnern gemeldet worden, als sie die Küste bereits erreicht haben. Seit Jahresbeginn sind auf den Kanarischen Inseln 1.700 Flüchtlinge aus Afrika über den Atlantik angekommen. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum letzten Jahr. Vor allem in den letzten vier Monaten ist der Anstieg signifikant. Von Januar bis Mai sind rund 300 Migranten aus Afrika an den Küsten des Archipels angekommen, seit Juni waren es mehr als 1.400.

Hund tötet Baby – Auf einer Finca bei Fasnia auf Teneriffa hat ein belgischer Schäferhund ein 20 Tage altes Baby tödlich verletzt. Bisher sind die Umstände die zum Tod des Neugeborenen geführt haben noch nicht gänzlich geklärt. Das Baby soll bei seinem Vater im Arm gehalten worden sein, als der Hund hochgesprungen ist und dem 20 Tage alten Neugeborenen eine tödliche Kopfverletzung beigebracht hat. Das Tier soll seit mehreren Jahren bei der Familie leben und hat bisher keinerlei Aggression gegen Menschen gezeigt. Pressemeldungen zufolge soll sich die Ankunft des Notarztes mehr als 60 Minuten verzögert haben. Auch dieser Vorfall wird von der Polizei untersucht.

Ungewöhnliche Stellenausschreibung – Die Policia Local in Las Palmas auf Gran Canaria sucht einen Schießtrainer. Der bisherige Trainer hat sich auf unbestimmte Zeit krankgemeldet. Das Thema „Schießtraining“ begleitet die Beamten bereits seit Beginn des Sommers, als der Schießplatz wegen fehlender Mietzahlungen geschlossen worden ist. Das Rathaus von Las Palmas war mehrere Monate mit der Miete im Rückstand. Von den drei Beamten die für die Waffenkammer und den Schießplatz zuständig sind, ist nur ein Beamter im aktiven Dienst. Zweimal pro Jahr muss jeder Beamter laut Stellenbeschreibung ein Schießtraining absolvieren, sofern er im Dienst eine Waffe führen muss.

Dschihadisten Ring gesprengt – In einer landesweiten Polizeiaktion sind in spanischen Gefängnissen 25 Personen verhört worden, die für die Radikalisierung von Häftlingen verantwortlich sein sollen. In der Justizvollzugsanstalt von Las Palmas auf Gran Canaria soll ein Häftling für die Dschihadisten gearbeitet und versucht haben Häftlinge für den Terror zu rekrutieren. Nach den Anschlägen von Osny in Frankreich 2016 und in Lüttich in Belgien 2018 ermittelt auch die spanische Polizei verstärkt in den Gefängnissen. Bei beiden Taten sollen die Attentäter mehrjährige Haftstrafen abgesessen und sich im Gefängnis radikalisiert haben. Die Gruppe soll mit Briefen und einem Geheimcode zwischen den Justizvollzugsanstalten in Spanien kommuniziert haben.

Fußballnationalmannschaft auf Gran Canaria – Nach elf Jahren wird „La Bestia roja“ wieder ein Spiel in Las Palmas auf Gran Canaria bestreiten. Der spanische Fußballverband hat bekannt gegeben, das Spiel gegen Bosnien am 21. November im Fußballstadion von Las Palmas auszutragen. Damit kehrt die spanische Fußballnationalmannschaft an einen Ort zurück, an der Spanien gegen internationale Gegner noch nie verloren hat. Das letzte Spiel fand in Las Palmas gegen Irland 2007 statt. Unter dem Trainer der goldenen Ära Spaniens Luis Aragones gewann Spanien auch dieses Spiel mit 1:0.

03. Oktober 2018

Sieben Tage ohne Motor im Atlantik – Die Geschichte der 22 Flüchtlinge, die gestern von der Küstenwache 15 Kilometer nördlich von Gran Canaria gerettet worden sind, gleicht einem Alptraum. Ein Frachter hatte die Patera bereits am Montag der Küstenwache gemeldet, als das Flüchtlingsboot noch 90 Kilometer nördlich von Gran Canaria unterwegs war. Die Insel Lanzarote, deutlich näher am afrikanischen Kontinent haben die Flüchtlinge einfach verpasst. Darauf folgten ein Motorschaden und das zur Neige gehende Trinkwasser. Gestern konnten alle 22 Flüchtlinge im Hafen von Las Palmas vom Roten Kreuz erstversorgt werden. Auf Lanzarote hat Emerlan gelbe Notunterkünfte errichtet. Die aufblasbaren Zelte sollen bis auf weiteres 19 minderjährigen Flüchtlingen eine Schlafmöglichkeit bieten. Bisher gibt es keine Einrichtung auf der Insel, die über entsprechendes Personal verfügt, unbegleitete Flüchtlinge zu versorgen.

Modell zur Polschmelze – Das Projekt „Sea Level Rise“ zeigt wie der kanarische Archipel aussehen wird, wenn das Eis am Nord- und Südpol komplett schmelzen würde. Die Vertreter des Projektes sind Geologen und Ozeanologen. Sie haben auf Basis von Klimawandel und Erwärmung des Globus eine neue Meereshöhe errechnet, die 65 Meter über dem aktuellen Meeresspiegel liegt. Vorausgesetzt alles Eis auf beiden Polen wäre geschmolzen. Das Video zeigt wie stark die Küstengebiete der Kanarischen Inseln davon betroffen wären. Auch die Küste am afrikanischen Kontinent wäre kilometerweit unterhalb des Meeresspiegels. Das Video haben wir auf unserer Website gepostet. https://youtu.be/r7Pn5Hvr3r4

20 Meter langer Blauwal – Der 20 Meter lange Meeressäuger war selbst vom Ufer aus in Puerto del Carmen auf Lanzarote sichtbar. Rund 500 Meter von der Küste entfernt ist der Blauwal kurz zum Luft holen aufgetaucht. Das Video ist heute auf allen Online Medien der kanarischen Tageszeitungen publiziert. Ein entsprechender Link zum Video ist auch auf unserer Website publiziert. Die kanarischen Gewässer sind bekannt für Blauwale, insgesamt leben hier mehr als 30 unterschiedliche Arten von Meeressäugern. Einen Blauwal in dieser Größe zu sichten und auf Video fest zu halten ist allerdings äußerst selten. https://youtu.be/lyeiCQehT3E

Islote de Fermina wird wieder geöffnet – Direkt neben dem Gran Hotel in Arrecife auf Lanzarote sorgt ein großes Stahltor seit Jahren dafür, die Öffentlichkeit vom Zugang zum Riff fernzuhalten. Damit soll ab nächstem Jahr Schluss sein. Seit dem 4. September verfügt das Rathaus über einen Beschluss der Küstenbehörde, der es ermöglicht die bereits bestehende Infrastruktur wieder in Stand zu setzten. 1,3 Millionen Euro sollen dafür ab Januar zur Verfügung stehen. Wassersport, Restaurant, Museum und Bademöglichkeiten sind in dem Projekt beinhaltet. Ursprünglich in den 70. Jahren noch von Cesar Manrique geplant, sollte aus dem Riff ein Naherholungsgebiet werden. Die Fertigstellung ist aber wegen Kompetenzgerangel mit der spanischen Küstenbehörde nie erfolgt, die bereits errichteten Installationen verwittern seit Jahrzehnten, der Zugang ist für die Öffentlichkeit nicht möglich. Anfang 2019 soll Arrecife über eine neue Attraktion verfügen, auf die viele Bürger bereits seit Jahren warten.

Der größte Katamaran der Welt – Streng genommen hat die Reederei Fred Olsen den größten Trimaran gebaut, öffentlich angeworben wird der Betancuria Express aber als größter Katamaran der Welt. Eingesetzt werden soll die 115 Meter lange Fähre zwischen Morro Jable auf Fuerteventura und Las Palmas auf Gran Canaria. Gebaut worden ist das rund 40 Knoten schnelle Schiff in Australien und war von Fred Olsen ursprünglich für das baltische Meer geplant, soll aber jetzt zwischen Morro Jable und Las Palmas eingesetzt werden. 350 Autos haben im Bauch der Fähre Platz, 1.600 Passagiere kann die Fähre maximal transportieren. Ab November bietet Fred Olsen auch eine neue Verbindung von Las Palmas nach Arrecife auf Lanzarote an. Zweimal pro Tag verbindet Fred Olsen dann die beiden Inselhauptstädte mit seinen Schnellfähren innerhalb von drei Stunden und 40 Minuten

02. Oktober 2018

02. Oktober 2018

Gesundheitswesen bekommt schlechte Bewertung – Einem Bericht des FADSP zufolge, schneiden die kanarische Autonomie, Katalonien und Valencia in Sachen öffentliche Gesundheitsversorgung in Spanien am schlechtesten ab. Mangelnde Investitionsbereitschaft und hohe Privatisierung seien die Ursachen für das Ergebnis. Neben anderen Mängeln ist in dem Bericht die lange Wartezeit aufgeführt, die für Patienten mit Operationstermin oder Facharzttermin gilt. Diese Zeitspanne liegt bei 177 Tagen durchschnittlich. In anderen spanischen Regionen wie dem Baskenland, Navarra oder Aragonien liegt die Wartezeit durchschnittlich bei einem Drittel. Der Bericht bewertet aber auch insgesamt das öffentliche Gesundheitssystem im Jahresvergleich schlecht – seit 2009 sind in den einzelnen Regionen in Spanien zwischen 15 und 21 Milliarden Euro eingespart worden, anstatt zu investieren.

Deutscher gerettet – In der Gemeinde Güimar auf Teneriffa ist ein 48 Jahre alter Deutscher beim Wandern mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Der Urlauber war auf dem Wanderweg „Ventanas de Güimar“ unterwegs, dem alten Wasserversorgungssystem der Gemeinde. Bisher ist noch nicht klar, wie schwer der Mann verletzt worden ist. Der 48-jährige soll mehrere Meter tief gefallen sein. Eine Rettungsmannschaft konnte mit Hilfe eines Helikopters den Deutschen bergen und zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus fliegen.

Einzelhandel alarmiert – Der Verlust beträgt im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat lediglich 1,1%. Trotzdem ist der Verband der Einzelhändler auf den Kanarischen Inseln alarmiert und warnen bereits jetzt vor dem Ende der positiven Konjunkturkurve. Vor allem betroffen sind kleine und mittelständische Unternehmen – sie verzeichnen einen Umsatzverlust im Vergleich zum Vorjahresmonat von bis zu 1,3%. Es ist die erste negative Bilanz seit 2012, seit fünf Jahren waren die Ergebnisse immer besser als im Jahr zuvor. Unklar sind für den Verband der Einzelhändler die Ursachen für den Umsatzrückgang: meteorologische Einflüsse wie ein lange anhaltender Sommer werden genannt, die sich immer weiter ausbreitenden Handelsketten oder die stark zurückgegangene Kaufbereitschaft der Kunden sind nur drei Faktoren die Einfluss auf das Ergebnis haben könnten.

Zwei Pateras auf Lanzarote – Am Strand von La Garita in der Gemeinde Haría und am Strand von Famara in der Gemeinde Teguise sind gestern Flüchtlingsboote angekommen. Bisher konnte die Polizei 10 Flüchtlinge zur Erstversorgung zum Roten Kreuz bringen, nach rund 30 Personen wird auf Lanzarote gefahndet. Bisher ist die genaue Anzahl der Flüchtlinge die in den beiden Booten an den Stränden auf Lanzarote angekommen sind unklar. Insgesamt sprechen verschiedene Quellen von mindestens 20 Personen und maximal 40 Personen. Zwischen Orzola und La Graciosa ist gestern Abend eine weiteres Flüchtlingsschiff gesichtet worden.

Teure Parkgebühren – Die Flughäfen der Kanarischen Inseln sind in Sachen Parken so teuer wie kaum ein anderer Parkplatz in Spanien. Wer sein Auto eine Woche auf einem Flughafen parken möchte, zahlt auf Fuerteventura und La Palma 67 Euro. Auf Lanzarote sind 72,40 Euro fällig. 85 Euro müssen für eine Woche Parken auf Teneriffa und Gran Canaria bezahlt werden. Es gibt in Spanien nur noch einen Flughafen der mehr Gebühren für eine Woche Parken aufruft: auf Ibiza 92,50 Euro. Zum Vergleich: am Flughafen auf Mallorca sind lediglich 44 Euro für eine Woche Parken fällig.

Gesundheitswesen bekommt schlechte Bewertung – Einem Bericht des FADSP zufolge, schneiden die kanarische Autonomie, Katalonien und Valencia in Sachen öffentliche Gesundheitsversorgung in Spanien am schlechtesten ab. Mangelnde Investitionsbereitschaft und hohe Privatisierung seien die Ursachen für das Ergebnis. Neben anderen Mängeln ist in dem Bericht die lange Wartezeit aufgeführt, die für Patienten mit Operationstermin oder Facharzttermin gilt. Diese Zeitspanne liegt bei 177 Tagen durchschnittlich. In anderen spanischen Regionen wie dem Baskenland, Navarra oder Aragonien liegt die Wartezeit durchschnittlich bei einem Drittel. Der Bericht bewertet aber auch insgesamt das öffentliche Gesundheitssystem im Jahresvergleich schlecht – seit 2009 sind in den einzelnen Regionen in Spanien zwischen 15 und 21 Milliarden Euro eingespart worden, anstatt zu investieren.

Deutscher gerettet – In der Gemeinde Güimar auf Teneriffa ist ein 48 Jahre alter Deutscher beim Wandern mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Der Urlauber war auf dem Wanderweg „Ventanas de Güimar“ unterwegs, dem alten Wasserversorgungssystem der Gemeinde. Bisher ist noch nicht klar, wie schwer der Mann verletzt worden ist. Der 48-jährige soll mehrere Meter tief gefallen sein. Eine Rettungsmannschaft konnte mit Hilfe eines Helikopters den Deutschen bergen und zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus fliegen.

Einzelhandel alarmiert – Der Verlust beträgt im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat lediglich 1,1%. Trotzdem ist der Verband der Einzelhändler auf den Kanarischen Inseln alarmiert und warnen bereits jetzt vor dem Ende der positiven Konjunkturkurve. Vor allem betroffen sind kleine und mittelständische Unternehmen – sie verzeichnen einen Umsatzverlust im Vergleich zum Vorjahresmonat von bis zu 1,3%. Es ist die erste negative Bilanz seit 2012, seit fünf Jahren waren die Ergebnisse immer besser als im Jahr zuvor. Unklar sind für den Verband der Einzelhändler die Ursachen für den Umsatzrückgang: meteorologische Einflüsse wie ein lange anhaltender Sommer werden genannt, die sich immer weiter ausbreitenden Handelsketten oder die stark zurückgegangene Kaufbereitschaft der Kunden sind nur drei Faktoren die Einfluss auf das Ergebnis haben könnten.

Zwei Pateras auf Lanzarote – Am Strand von La Garita in der Gemeinde Haría und am Strand von Famara in der Gemeinde Teguise sind gestern Flüchtlingsboote angekommen. Bisher konnte die Polizei 10 Flüchtlinge zur Erstversorgung zum Roten Kreuz bringen, nach rund 30 Personen wird auf Lanzarote gefahndet. Bisher ist die genaue Anzahl der Flüchtlinge die in den beiden Booten an den Stränden auf Lanzarote angekommen sind unklar. Insgesamt sprechen verschiedene Quellen von mindestens 20 Personen und maximal 40 Personen. Zwischen Orzola und La Graciosa ist gestern Abend eine weiteres Flüchtlingsschiff gesichtet worden.

Teure Parkgebühren – Die Flughäfen der Kanarischen Inseln sind in Sachen Parken so teuer wie kaum ein anderer Parkplatz in Spanien. Wer sein Auto eine Woche auf einem Flughafen parken möchte, zahlt auf Fuerteventura und La Palma 67 Euro. Auf Lanzarote sind 72,40 Euro fällig. 85 Euro müssen für eine Woche Parken auf Teneriffa und Gran Canaria bezahlt werden. Es gibt in Spanien nur noch einen Flughafen der mehr Gebühren für eine Woche Parken aufruft: auf Ibiza 92,50 Euro. Zum Vergleich: am Flughafen auf Mallorca sind lediglich 44 Euro für eine Woche Parken fällig.

01. Oktober 2018

Besitzerwechsel beim Centro Comercial El Muelle – Es ist mit Abstand das größte Einkaufszentrum in Las Palmas auf Gran Canaria. Direkt neben dem Aquarium Poema del Mar hat es seit rund 10 Jahren geöffnet. Seitdem haben drei Eigentümer versucht mit dem Einkaufszentrum Gewinn zu machen. Zwischenzeitlich wurde das Centro Comercial aufgrund der hohen Verluste geschlossen. Nachdem die Bank BBVA ein Jahr lang vergeblich versucht hat, das Objekt für 13.000 Millionen Euro zu verkaufen, hat es jetzt ein amerikanischer Finanzfonds übernommen. BBVA hat an Cerberus Capital Management 80% seiner gesamten Immobilienobjekte veräußert, darunter auch das Centro Comercial El Muelle. Auf Basis der ständig steigenden Besucher- und Umsatzzahlen soll das Centro Comercial El Muelle bis auf weiteres nicht veräußert werden, sondern von Diveria, einem Tochterunternehmen von Cerberus, gehalten werden.

40 Tonnen Müll eingesammelt – Von der Inselregierung Lanzarotes finanziert, haben die Mitarbeiter eines Beschätigungsprojektes an der Küste in der Gemeinde Haría 40 Tonnen Strandgut gesammelt und entsorgt. Zwischen Arrieta, Punta Mujeres und Órzola haben rund 50 befristet Angestellte des Cabildos das Ufer nach Müll abgesucht. Außerdem den Küstenstreifen nach nicht endemischen Pflanzen untersucht. Das Beschäftigungsprogramm der Inselregierung soll in anderen Gemeinden Lanzarotes fortgesetzt werden.

Großeinsatz der Küstenwache – Am Wochenende hat die spanische Küstenwache 675 Migranten vor dem sicheren Tod bewahrt. Insgesamt sind im Alborán Meer, dem westlichsten Teil des Mittelmeers, 10 Pateras gesichtet worden. An Bord der kleinen, völlig überfüllten Holz- oder Festrumpfschlauchboote, befanden sich insgesamt 675 Migranten aus Afrika. Drei Schiffe der Küstenwache waren im Einsatz und haben alle Migranten nach Motril bei Granada oder Almeria gebracht, wo sie vom Roten Kreuz erstversorgt worden sind.

130.000 Fahrzeuge auf Lanzarote – Auf der nordöstlichsten Insel des Archipels gibt es aktuell fast so viele Fahrzeuge wie Einwohner. 2017 hat die letzte Zahlenerhebung eine Einwohnerzahl von 147.000 auf Lanzarote ergeben, die Zahl der Fahrzeuge ist in diesem Jahr um 3.000 auf 128.000 gestiegen. Auf keiner anderen Insel des Archipels liegt die Zahl der Fahrzeuge im Zusammenhang mit der Bevölkerungszahl ähnlich hoch. Die Gesamtzahl der Kraftfahrzeuge setzt sich auf Lanzarote aus 87.000 Autos, 30.000 Kleinbussen und Lkws, 7.000 Motorädern und 342 Bussen zusammen. Dazu kommen rund 3.000 Spezialfahrzeuge und Traktoren für die Landwirtschaft.

2.100 Marihuana Pflanzen beschlagnahmt –Die Policia Nacional hat auf Lanzarote in der Gemeinde Tías fünf Männer vorläufig festgenommen. Auf einer Finca in der Gemeinde sind von den Beamten 2.159 Marihuana Pflanzen in unterschiedlichen Größen sichergestellt worden. Auf die Plantage sind die Beamten laut Presseberichten durch Informationen von Bürgern aufmerksam geworden. Unter den Festgenommenen sind Deutsche und Briten sowie Staatsbürger aus Venezuela und Uruguay. Bisher nicht bestätigt, ob die Plantage für einen Marihuana Club auf der Insel produziert hat. Der Kauf und der Genuss von Marihuana sind laut spanischem Gesetz in den Clubs legal, die Produktion dafür aber weiterhin gesetzeswidrig.

28. September 2018

Fuerteventura öffnet Straße durch die Dünen – Es sind die 12 Kilometer Asphalt über die im Sommer auf den Kanarischen Inseln am häufigsten diskutiert wurde. Die Gemeinde La Oliva hat zusammen mit anderen Parteien vor dem Cabildo von Fuerteventura eine Öffnung der Straße von Corralejo durch die Dünen erreicht und eine neue Studie in Auftrag gegeben. Der Verkehr soll durch das Naturschutzgebiet weiterhin erlaubt sein, gleichzeitig soll mit der Studie Möglichkeiten gefunden werden die Dünen zu erhalten. Über Monate hinweg war eine Besichtigung der Dünen von Corralejo nur zu Fuß möglich. Die Straße durch die Dünen soll am 6. Oktober wieder geöffnet werden.

Steigende Strompreise – Ab heute kostet die Kilowattstunde Strom auf den Kanarischen Inseln 75,92 Euro. Das entspricht mit nur einem Cent weniger fast dem höchsten Strompreis in diesem Jahr. Am 19. August lag die Kilowattstunde auf dem Archipel bei 75,93 Euro. Zwischen gestern und heute liegen in Sachen Strompreis 2,80 Euro oder 3,8%. In diesem aktuellen Fall hat der gestiegene Strompreis nicht nur mit den Preisen der fossilen Brennstoffe zu tun. Es ist der CO2 Ausstoß, der pro Tonne in diesem Jahr 16,30 Euro, im letzten Jahr haben die Stromproduzenten für ihren CO2 Ausstoß noch 5,10 Euro bezahlt. Zudem musste in diesem Monat wegen weniger Strom durch Windkraft, mehr durch fossile Brennstoffe produziert werden.

Ryanair streicht Flüge – Drei Maschinen auf Gran Canaria bleiben wegen des Streiks des Kabinenpersonal heute auf dem Boden. Alle anderen rund 90 Flüge werden von den Kanarischen Inseln aus planmäßig durchgeführt. Noch bevor das Verkehrsministerium den sogenannten „Servicio Minimo“ eingefordert hat, hat Ryanair, ähnlich wie bei den beiden Streiks zuvor, 150 Flüge für heute gestrichen. Alle Passagiere sind informiert, umgebucht oder ausbezahlt worden. Der Streik und die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und mehr Geld des Kabinenpersonals von Ryanair geht heute in die dritte Runde – bereits im Juli sind hunderte Flüge ausgefallen. Laut einer Pressemitteilung von Ryanair soll bis Ende des Jahres eine Einigung erzielt werden.

28 Migranten festgenommen – Bei Caleton Blanco in der Gemeinde Haría auf Lanzarote hat die Polizei 28 Männer in Gewahrsam genommen. Sie sollen laut Zeugenaussagen mit einem sechs Meter langen Holzboot die Küste erreicht haben. Keiner der Männer konnte sich ausweisen. Ein Fischer hat gestern gegen 8.30 Uhr am Vormittag die Polizei verständigt, nachdem er das vollbesetzte Holzboot beobachtet hat, wie es die Küste erreichte. Ob sich unter den 28 Männern auch Minderjährige befinden, ist bisher nicht bekannt.

Gastronomiesterben hat ein Ende – Die Zahl der Restaurants und Bars ist auf Lanzarote auf 2.832 angestiegen. Damit gibt es aktuell auf Lanzarote pro 51 Einwohner einen Gastronomiebetrieb. Rund 100 mehr als noch vor einem Jahr. 1.793 Bars und 992 Restaurants waren Ende 2016 angemeldet – die meisten davon in der Gemeinde Tías. Ein Drittel der Gastronomie der Insel ist rund um Puerto del Carmen angesiedelt. Die geringste Zahl an Gastronomiebetrieben ist in der Gemeinde Tinajo gemeldet – 58 oder ein Betrieb pro 103 Einwohner.

27. September 2018

Weniger Geburten – Im Jahresvergleich sind auf den Kanarischen Inseln in diesem Jahr weniger Babys geboren worden als in 2017. Von Januar bis August ist die Zahl der Neugeborenen auf 7.617 gesunken. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 8%. Die Statistik des Nationalen Statistik Instituts setzt die Zahl der Neugeborenen im Gegensatz zu den Todesfällen. Zusammen mit den Personen die sich in diesem Jahr als Einwohner auf den Kanarischen Inseln neu angemeldet haben, ergibt sich aus dem Ergebnis der Statistik eine sinkende Bevölkerungszahl. Die ist in den letzten Jahren im Schnitt um rund 700 Bürger pro Jahr gesunken.

Zufriedene Canarios – Eine repräsentative Studie von Cofidis hat die Zufriedenheit der Spanier untersucht. Canarios sind dem Ergebnis zufolge im Vergleich mit anderen Autonomien die Zufriedensten. Dieses Gefühl ist im Vergleich zum letzten Jahr bei Einwohnern der Kanarischen Inseln sogar noch gestiegen. Im letzten Jahr erreichte das Ergebnis in der kanarischen Autonomie 64 von 100 Punkten, in diesem Jahr liegt der Wert bei 67 Punkten in Sachen Zufriedenheit. Der spanische Durchschnitt liegt in Sachen Wohlgefühl nur bei 56 von 100 Punkten. Im Zuge der Studie ist auch nach den Visionen und Träumen der Canarios gefragt worden. Unter den Top10 finden sich Hauskauf, Fremdsprachen und bessere Ernährung wieder. Ein Viertel der Befragten hat angegeben gerne das Rauchen aufzuhören.

Historische Erkenntnisse zur Bevölkerung von El Hierro – Forscher der Universität von Las Palmas und der Universität País Vasco haben 61 DNA Proben aus einer Grabstätte bei Cueva de Punta Azul auf El Hierro untersucht. Den Ergebnissen zufolge ist die kleinste Kanareninsel einmalig von einem Berberstamm aus Nordafrika bevölkert worden, der dann völlig isoliert bis zur Zeit der spanischen Eroberer auf El Hierro gelebt hat. Die These der Forscher wird mit den Strömungsverhältnissen im Atlantik und den vorherrschenden Winden untermauert, die das Erreichen der westlichsten Insel des Archipels in der Zeitrechnung vor Christus äußerst schwierig gemacht haben. Bei der Studie sind 61 von 127 menschlichen Überresten untersucht worden, die im 17. Jahrhundert bei Cueva de Punta Azul auf El Hierro vergraben worden sind. Alle untersuchten DNA Proben weisen Haplogruppen eines Y-Chromosoms auf, das von Bevölkerungsgruppen aus Nordafrika und der Sahara stammt.

Automatisches Windkraftwerk vor Arinaga – Vor der Ostküste von Gran Canaria wird ein sich selbst installierendes Windkraftwerk seinen Dienst aufnehmen. Das Windrad ist ein absolutes Novum auf dem Markt der regenerativen Energiequellen. Es benötigt weder teure Installationsarbeiten auf dem Meeresgrund um es zu verankern, noch größere Montierarbeiten an Land. Das Windkraftwerk verfügt über einen Teleskopturm der bereits fertig montiert angeliefert wird und an dem nur noch der Windgenerator mit den Flügeln montiert werden muss. Auf bis zu 30 Meter Höhe kann das Windkraftwerk ausgefahren werden. Je nach Windstärke reguliert der Turm seine Höhe automatisch. Die Energieleistung gibt das Unternehmen Esteyco mit 5 Megawatt an. Im Oktober soll das modernste Windkraftwerk weltweit vor Gran Canaria seinen Dienst aufnehmen.

Touristen aus Russland – Sie gelten für die kanarische Autonomie als die Hoffnung im Tourismus. Spendierfreudig und mit hohen pro Kopf Ausgaben im Urlaub. Aktuelle Zahlen zeigen aber, dass diese Aussagen keine Substanz haben. Theoretisch bietet der russische Markt ein enormes Potential. Die Wirklichkeit zeigt aber, dass seit Jahresbeginn nur rund 100.000 Russen auf den Kanarischen Inseln Urlaub gemacht haben, 79.000 haben ihre freien Tage auf Teneriffa verbracht. Insgesamt machen neun von zehn russischen Urlaubern im Süden der Insel mit dem höchsten Berg Spaniens. Nur jeder Zehnte wählt eine andere Insel. Insgesamt machen in diesem Jahr Touristen aus Russland nur 1% des Gesamtergebnisses aus.

Neugestaltung El Golfo – Das kleine Fischerdorf an der Küste des Nationalparks Timanfaya auf Lanzarote soll zum touristischen Zentrum umgestaltet werden. Mit dem Projekt beauftragt ist der Künstler Ildelfonso Aguilar. Erst kürzlich als „Hijo Adoptivo de la Isla“ ausgezeichnet. Geplant ist, soweit bereits jetzt bekannt, den Zugang zum Charco de Clico, der grünen Lagune, von der Nordseite her umzugestalten. Bisher wird meistens die Südseite benutzt, weil der Zugang von dort besser ausgebaut ist. Mit einer Investition von rund 600.000 Euro soll ein Tunnel vom Fischerdorf El Golfo aus zur grünen Lagune entstehen.

26. September 2018

Weniger Übernachtungen – Die Zahl der Hotelübernachtungen ist auf den Kanarischen Inseln im August um 2,3% gesunken im Vergleich zum gleichen Monat im letzten Jahr. 6,8 Millionen Übernachtungen sind im letzten Monat registriert worden. Spanienweit waren es im August 46.3 Millionen Übernachtungen. Der Rückgang bei den Übernachtungen liegt landesweit bei rund 2% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dagegen ist der Umsatz nicht zurückgegangen. Gestiegen Hotelpreise seit Jahresbeginn in Spanien zwischen 2,4% und 6,5% je nach Kategorie und Etablissement haben seit Jahresbeginn mehr Geld in die Kassen im Hotelsektor gespült als im letzten Jahr.

E-Autos für die Regierung – Laut der Sprecherin der Autonomieregierung, Rosa Dávila, soll der Regierungsfuhrpark bereits ab diesem Jahr mit E- oder Hybridautos ersetzt werden. Dafür ist ein Budget von einer Millionen Euro im Haushaltsplan für 2019 veranschlagt. Damit will die Regierung einen ersten Schritt in Richtung 2030 machen. In 12 Jahren soll der CO2 Ausstoß auf den Inseln um 40% reduziert sein und jedes vierte Fahrzeug einen Elektro Antrieb besitzen.

Topregion für Trennungen – Im Ranking liegt die kanarische Autonomie im Spanienweiten Vergleich bei den Scheidungen an erster Stelle. Im letzten Jahr trennten sich pro 1.000 Einwohner 2,5 verheiratete Paare. Die Statistik des Nationalen Statistikinstituts zeigt auf den Kanarischen Inseln bei der Anzahl der Scheidungen zwischen 2016 und 2017 einen Anstieg von 2,6%. Damit liegt der Archipel an erster Stelle. Zum Vergleich: Die Region Castilla y León liegt mit einer Zahl von 1,7 pro 1.000 Einwohner an letzter Stelle in Sachen Scheidungen. Knapp 50% der Paare die sich im letzten Jahr auf dem Archipel geschieden haben blicken auf mehr als 20 Jahre Ehe zurück. Nur 13% der Scheidungen ging eine Ehe von weniger als 10 Jahren voran.

Ryanair bleibt wieder am Boden – Für Freitag haben Piloten und Kabinenpersonal des irischen Flugdiscounter einen weiteren Streik angekündigt. Es geht weiterhin um Geld und Arbeitsbedingungen. Bisher konnten sich beide Seiten nicht einigen. Der Streit zwischen Ryanair und seinen Angestellten geht bereits in den vierten Monat. Garantieren muss Ryanair in Spanien auf allen Flugrouten den sogenannten „Servicio Minimo“. Das bedeutet nach Vorgabe des Verkehrsministeriums Formento auf jeder Flugroute in Spanien 59% des vorgegebenen Transportservices. Auf Flugrouten zu den Balearen und Kanaren muss Ryanair 100% Transportservice während des Streiks garantieren. Dementsprechend geht das Ministerium heute davon aus, dass es bei Flügen von den Kanarischen Inseln zum spanischen Festland zu keinen Ausfällen am Freitag kommen wird.

Notlandung auf Gando – Eine Maschine der TAM Airline, die zwischen Sao Paulo in Brasilien und Mailand in Italien unterwegs war, musste auf Gran Canaria notlanden. Grund für den nicht geplanten Zwischenstopp war ein Problem in der Elektronik der Boing 767. Der Fehler ist nach acht Stunden Flug aufgetreten, als die Maschine in einer Höhe von 10.000 Metern über Agadir geflogen ist. Die Maschine ist gegen 12.00 Uhr gestern gelandet und konnte ihren Flug zwei Stunden später nach Mailand fortsetzen. 

25. September 2018

150.000 Arbeitsplätze – Im Tourismussektor arbeiten auf dem Archipel so viele Menschen wie noch nie. Im Vergleich zu den Jahren vor der Wirtschaftskrise gibt es aktuell deutlich mehr Arbeitsplätze im größten Wirtschaftsmotor der Kanarischen Inseln. Obwohl dieses Jahr bereits einen Rückgang bei den Übernachtungen verzeichnet im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Auch die Investitionen im Hotelsektor zeigen mit 2,2% weniger im August wieder nach unten. Dem Bericht des Zeitarbeitsunternehmen Randstad zufolge, drohen dem Tourismussektor ab 2019 wieder Entlassungen. Bereits jetzt gibt es bei den Buchungen fürs kommende Jahr nicht die gleichen Ergebnisse wie in den vergangenen Jahren.

Es wird kühler – Allerdings auf hohem Niveau. Die Meteorologen des spanischen Wetterdienstes prognostizieren für den Archipel bereits heute sinkende Temperaturen. Mit 36 Grad Tageshöchstwerten ist nicht mehr zu rechnen. Gestern hat Tasarte im Westen Gran Canarias den Hitzerekord mit 37 Grad gebrochen. Auch auf Fuerteventura und Lanzarote lagen die Temperaturen tagsüber zum Teil über 33 Grad. Die hohen Temperaturen sind nach Aussagen der Meteorologen des spanischen Wetterdienstes für den Herbst auf dem Archipel unüblich, im Zusammenspiel mit dem Wetterphänomen Calima aber möglich. Wie verrückt das Wetter auch auf dem Archipel spielt zeigt ein weiteres Phänomen: der Teide auf Teneriffa, mit knapp 4.000 Metern der höchste Berg in Spanien, war gestern schneebedeckt. Trotz Calima in tieferen Lagen, sind die Hagelkörner rund um den Gipfel liegengeblieben.

Hohe Anzahl von Übergewichtigen – In der kanarischen Autonomie wird weniger geraucht, weniger Menschen sterben an Herzinfarkten oder Diabetes, die Zahl der Übergewichtigen auf den Kanarischen Inseln liegt aber weiterhin bei 17%. Knapp ein Fünftel der Bevölkerung auf dem Archipel bringt viel zu viel Kilos auf die Waage und dieser Zustand beginnt laut einem Bericht des kanarischen Gesundheitsamtes bereits im Kindesalter. Obwohl weniger Menschen an Diabetes sterben ist die Zahl der an Diabetes erkrankten Patienten in den vergangenen 15 Jahren auf dem Archipel um 4% gestiegen. Dieses Phänomen führt das Gesundheitsministerium auf die Ernährung zurück. Weniger Zucker, weniger Fleisch – mehr Gemüse und Obst ist die klare Empfehlung für eine gesunde und bewusste Ernährung. Aktuell leiden 9,2% der kanarischen Bevölkerung an Diabetes.

Feuer in Haría – Der Brand in der Gemeinde auf Lanzarote war provoziert. Die Feuerwehr hat die Flammen gelöscht, nachdem das Feuer rund 5.000 m² Natur verbrannt hat. Vernichtet haben die Flammen trockene Büsche und Sträucher, Palmen sind von dem Feuer nicht bedroht worden. Die Rauchentwicklung war enorm, das Feuer war über Kilometer hinweg lokalisierbar. Auf dem Archipel gilt weiterhin die höchste Waldbrandgefahrenstufe. Das Wegwerfen von brennenden Zigaretten wird mit Bußgeld geahndet.

Madrid segnet neues Statut der kanarischen Autonomie ab – Die neue Regionalverfassung ist in Madrid abgesegnet worden und soll noch bis zur den Regionalwahlen im kommenden Jahr im kanarischen Parlament beschlossen werden. Die wichtigsten Punkte im neuen Statut sind die Trennung des Regionen Finanzausgleichs vom Finanzierungssystem der Autonomie und die Abschaffung der Immunität der Abgeordneten. Auch wird die Gewichtung der Stimmen verändert. Bisher konnte eine kleine Partei der kleineren Inseln wie El Hierro oder La Gomera mit lediglich 5.000 Stimmen ins Parlament einziehen, während 50.000 Stimmen einer großen Partei dafür nicht ausgereicht haben. Hier wird eine Modifikation vorgenommen. Als erste Region in Spanien schaffen die Kanarischen Inseln die Immunität der Abgeordneten ab. Außerdem wird La Graciosa, bisher unter der Verwaltung von Teguise auf Lanzarote, als achte Insel aufgenommen.