Mix Radio Gran Canaria

24. April 2018

2,9% Wirtschaftswachstum – Die aktuelle Bewertung von Standard &Poor´s setzt die wirtschaftliche Entwicklung der kanarischen Autonomie von „stark“ auf „sehr stark“. Sowieso läuft die wirtschaftliche Entwicklung des Archipels gut, die aktuelle Bewertung der Ratingagentur gibt dem Wirtschaftssektor aber nochmal mehr Aufwind. Keine andere spanische Autonomie hat eine so positive Bewertung der Ratingagenturen. Die Umsätze sind laut Standard &Poor´s in 2017 um 12% gestiegen im Vergleich zu 2016. Die Ratingagentur lobt in ihrem aktuellen Bericht vor allem die hohe Liquidität der Autonomie und einen ausgeglichenen Finanzhaushalt.

Canarios lieben Insekten – der aktuelle Bericht der Supermarktkette Carrefour zeigt bei Lebensmitteln auf Basis von Insekten einen positiven Trend. Eingeführt auf Gran Canaria und Teneriffa gibt es seit einigen Monaten verschiedene Produkte die Insekten enthalten. Darunter Müsliriegel, Pasta und Vorspeisen. Reich an Vitaminen und Proteinen finden die Produkte immer mehr Abnehmer. Seit Januar dieses Jahres sind Lebensmittel auf Basis von Insekten auf dem Archipel immer häufiger abverkauft worden. In den Supermärkten von Carrefour sind die Produkte in einem eigens dafür vorgesehenen und ausgezeichneten Regal ausgewiesen an dem auch entsprechende Informationen zu den neuen Produkten angeboten werden.

5,8 Tonnen CO² pro Tag – Die Insel Gran Canaria stößt durch ihre vulkanologische Vergangenheit weiterhin große Mengen an Kohlendioxid aus. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität von Las Palmas. Der CO² Ausstoß liegt etwas höher als auf den anderen Inseln. Auf einer Fläche von rund 603 km² haben die Forscher der Universität über Monate gemessen. Im Schnitt werden pro Quadratkilometer 5,8 Tonnen CO² pro Tag ausgestoßen, das entspricht einem Gesamtwert von rund 3.500 Tonnen. Zum Vergleich: Die deutsche Hauptstadt Berlin stößt pro Tag 22.000 CO² aus.

LKW rast ungebremst in Kreisverkehr –Einem Pressebericht zufolge haben bei dem Sattelschlepper die Bremsen versagt, als das tonnenschwere Fahrzeug zwischen La Asomada und Tías auf Lanzarote bergab auf den Kreisverkehr zugefahren ist. Der Fahrer des LKWs hat im Kreisverkehr die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, der LKW ist über eine Begrenzung der Straße gerast und umgekippt. Die beiden 27 und 45 Jahre alten Insassen sind bei dem Unfall verletzt worden und werden im Krankenhaus in Arrecife behandelt. Die Feuerwehr war gestern Nachmittag an der Unfallstelle im Einsatz – bei dem Unfall ist der Treibstofftank des LKWs beschädigt worden, der Inhalt hat sich am Kreisverkehr komplett entleert.

Herrenlose Fahrzeuge verschrottet – In der Inselhauptstadt von Fuerteventura werden 101 Autos in den kommenden Tagen in der Schrottpresse landen. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um in der Inselhauptstadt abgestellte Autos die zwischen Januar 2016 und Dezember 2017 von der Stadtverwaltung entfernt worden sind. In den meisten Fällen weisen die Fahrzeuge einen Unfallschaden auf der wegen der hohen Kosten nicht repariert worden ist. Die Eigentümer können gegen Bezahlung der Abschleppgebühr die Fahrzeuge auslösen, andernfalls landen die Autos auf dem Schrottplatz und werden verwertet. Im letzten Jahr sind auf Fuerteventura bereits 247 herrenlose Fahrzeuge verschrottet worden.

23. April 2018

So gut wie abgestiegen – Gegen Alavés hat sich der UD Las Palmas gestern eine 0:4 Schlappe eingefangen und die Fans um die letzte Hoffnung gebracht in der kommenden Saison in der ersten Liga zu spielen. Es war sehr still im Stadion gestern in Las Palmas, weder Fans noch Mannschaft hatten etwas entgegen zu setzen gegen einen Gegner der selbst erst zu dieser Saison aufgestiegen war. Vier Spiele gegen Eibar, Girona, Getafe und Espanyol haben die Gelb Blauen noch vor sich. 12 mögliche Punkte – aktuell fehlen sieben Punkte auf den Relegationsplatz – auf einen Nicht-Abstiegsplatz fehlen 13 Punkte.

Polizisten zu sieben Jahren Haft verurteilt – Der Vorfall über den in Las Palmas auf Gran Canaria Gericht gehalten worden ist liegt sieben Jahre zurück: ein Senegalese wird von zwei Polizisten im Centro Comercial Puerto Rico angegriffen, zusammengeschlagen und danach verhaftet. Grundlos! Wie der Richter am Obersten kanarischen Gerichtshof jetzt entschieden hat und für beide Beamte eine siebenjährige Gefängnisstrafe sowie 25.000 Euro Schmerzensgeld verhängt hat. Auf den Aufnahmen der Sicherheitskameras des Einkaufszentrums ist zu sehen wie der fliegende Händler aus Senegal mit Füssen getreten wird. Gegen das Urteil kann keine Berufung eingelegt werden.

Nass und kalt – Nur noch wenige Tage bis zum Maibeginn und das Wetter zeigt dem Archipel nicht nur seine kalte Schulter, sondern auch Regen. Sowieso ist es bereits jetzt eines der kältesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Während die Regenwolken gestern Gran Canaria heimgesucht haben, treffen die Schauer heute Lanzarote und Fuerteventura intensiv. Dazu sinken die Temperaturen von 25 bis 27 Grad in den letzten Tagen auf 18 bis 20 Grad. Die Wetterlage soll die ganze Woche, mindestens aber bis Donnerstag mit kalten Temperaturen und Regenschauern anhalten.

20.000 Kilowatt Strom gestohlen – Die aktuelle Aufstellung des Stromanbieters Endesa zeigt für das abgelaufene Jahr 2017 mehr als 2.000 Fälle von illegaler Stromversorgung auf den Kanarischen Inseln. Jede fünfte Inspektion von Stromanschlüssen förderte Unregelmäßigkeiten zu Tage. Entweder war der Stromzähler manipuliert oder aber der Anschluss ist von einem zweiten Abnehmer illegal mitbenutzt worden. Mehr als 700.000 Euro sind von Endesa wegen dieser Unregelmäßigkeiten im letzten Jahr zur Anzeige gebracht worden. Insgesamt ist die unsachgemäße Nutzung von Stromanschlüssen im letzten Jahr zurück gegangen, 7% weniger Fälle als 2016.

117 Kilogramm Haschisch in Famara – Die Patera mit 13 Flüchtlingen an Bord hatte vier Pakete Haschisch geladen. Das geht heute aus verschiedenen Pressemeldungen hervor. Das Holzboot ist am Playa El Papelillo auf den Strand gelaufen, am Ende des Famara Strandes auf Lanzarote. An Bord befanden sich neben den Paketen auch 13 Marokkaner. Neben den Flüchtlingen werden sieben weitere Personen verhört, die sich in einem Fahrzeug oberhalb des Playas El Papelillo aufgehalten haben. Polizeimeldungen zufolge sollen sie auf die Ankunft der Patera gewartet haben um die Fracht entgegen zu nehmen.

20. April 2018

Der Nationalpark erholt sich – Gute Nachrichten kommen von den Forstarbeitern am Cumbre auf Gran Canaria – nach dem verheerenden Waldbrand sprießt und wächst die Natur wieder auf den schwarzen mit Asche bedeckten Flächen. Die Umweltbehörde rechnet trotzdem mit mindestens fünf Jahren bis die Folgen der Flammen nicht mehr zu sehen sind. Neben den Aufforstungsarbeiten am Cumbre wird auch präventiv mit Schäfern, Bauern und Einwohnern der Gemeinde gesprochen. Eine Erkenntnis des Waldbrandes: Es fehlte an Brandschneisen und die Grundstücke der Bauern waren voll mit trockenem Holz, Heu und Stroh – ein Grund warum sich die Flammen so schnell und ohne Hürden ausbreiten konnte. In Zukunft sollen Schäfer mit ihren Herden gezielt dafür sorgen, das freie Flächen abgegrast werden, bewirtschaftete Felder sollen als Schneisen dienen und auf den Grundstücken muss ein Abstand von 15 Metern zur Grundstücksgrenze frei von brennbarem Material eingehalten werden. Bei den Flammen sind mehr als 2.000 Hektar Waldfläche zerstört worden.

Mehr Festanstellungen – Die Karte die heute vom spanischen Ministerium für Arbeit veröffentlicht worden ist, zeigt in allen spanischen Autonomien in Sachen Festanstellung nach oben. In den vergangenen 12 Monaten sind in Katalonien, Madrid und Andalusien insgesamt rund 400.000 Zeitverträge in unbefristete Arbeitsverhältnisse umgewandelt worden. Auf den Kanarischen Inseln haben 50.000 Angestellte mit einem befristeten Arbeitsvertrag in den letzten 12 Monaten einen festen Arbeitsplatz erhalten. Rückblickend auf die Wirtschaftskrise, als innerhalb von einem Jahr auf dem Archipel 50.000 Arbeitsplätze verloren worden sind, entspricht das aktuelle Ergebnis einem Anstieg von 18% im Vergleich zu 2016. Im Vergleich zu 2012, der Talsohle am Arbeitsmarkt auf den Kanarischen Inseln, arbeiten heute 85% mehr Arbeitnehmer in Festanstellung.

Die Balearen als Vorbild – In Sachen Urlaubsvermietung und Touristensteuer soll Mallorca der Regionalregierung der Kanarischen Inseln als Vorbild dienen. Nach der Oberste Gerichtshof den Gesetzesvorschlag der kanarischen Regierung zur Urlaubsvermietung gekippt hat, soll jetzt das Balearische Modell für eine Regulierung auf dem Archipel herhalten. Das im November verabschiedete Gesetz sorgt auf den Balearen dafür, dass mit einem Schlag rund 35.000 Ferienwohnungen und Appartements auf 30 Internetportalen nicht mehr legal vermietet werden können. Die sogenannte Ökosteuer, die auch die kanarische Regierung einführen möchte, soll direkt in Infrastruktur und Umweltschutz fließen. Auf den Balearen beträgt sie zwischen 25 Cent und zwei Euro, je nach Kategorie der Ferienunterkunft.

Kanarische Vulkanasche auf den Pyrenäen – Sechs Jahre lang dauerte der Vulkanausbruch im Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote – von 1730 bis 1736. Teile der Vulkanasche von diesem Vulkanausbruch sind jetzt von Forschern in den Pyrenäen entdeckt worden, 2.500 Kilometer entfernt von Lanzarote. Das Ergebnis der Studie der Universität von Barcelona zeigt unter anderem das der hohe Anteil von Eisen, Phosphor, Kupfer und Chlor auf dem Waldboden der Pyrenäen, der auch im Holz des Baumbestandes nachgewiesen werden konnte, aus Lanzarote stammt. Vor allem in den Proben oberhalb von 2.000 Metern sind die Ergebnisse deutlich zu sehen. Die Studie ist im Zuge der Klimaforschung in Auftrag gegeben worden und zeigt jede Klimatische Veränderung oder Naturkatastrophe in den Holzringen der Bäume.

Las Palmas setzt auf Verkehrsberuhigung – Insgesamt plant die Stadtverwaltung 10 Straßen im Zentrum in Fußgängerzonen zu verwandeln. Begonnen wird mit Mesa y López – folgen sollen Mas de Gaminde, Manuel González Martín, Barcelona, Concepción Arenal, Ruiz de Alda, Rafael Almeida und Pizarro sollen folgen. Das Rathaus von Las Palmas ist auf der Suche nach 5,5 Millionen Euro Investitionskosten, die für die Umgestaltung notwendig sind. Am Ende soll das Stadtzentrum von Las Palmas nur noch von der neuen Buslinie MetroGuagua befahren werden. Links und rechts vom Fahrstreifen laden begrünte breite Fußgängerzonen zum flanieren ein. Geplant ist bis Anfang 2019 die Umgestaltung abgeschlossen zu haben.

19. April 2018

Teneriffa fordert zweiten Terminal – Der Reina Sofia Flughafen im Süden soll deutlich vergrößert werden. Durch die Zusammenlegung der beiden bestehenden Gebäude kann der stark gestiegene Flugverkehr mit seinen Folgen nicht komplett aufgefangen werden. Nur durch einen zusätzlichen Terminal wird der Flughafen den Anforderungen für die Zukunft gerecht. So steht es in dem Dokument für die Regulierung der kanarischen Flughäfen. Das Dokument wird sowohl von der kanarischen Regierung als auch vom spanischen Flughafenbetreiber AENA unterstützt. Im kommenden Jahr wird der Reina Sofia Flughafen 40 Jahre alt. Die notwendigen Ausbauarbeiten sollen Ende 2018 beginnen.

La Atalayita soll zum Besucherzentrum umgewandelt werden – Die Siedlung in der Gemeinde Antigua auf Fuerteventura stammt wohl aus dem 14. – 15. Jahrhundert. Erste Ausgrabungen in den 70er Jahren haben dieses Alter ergeben. Genaues wissen die Archäologen aber noch nicht. Jetzt investiert die Inselregierung 50.000 Euro um die Ausgrabungsarbeiten fortzusetzen. Außerdem soll mit dem Geld ein Besucherzentrum errichtet werden. Touristen sollen die Möglichkeit erhalten den Archäologen bei weiteren Ausgrabungen zu zusehen. Die kleine Steinsiedlung La Atalayita soll Guanchen in der Zeit der Eroberer als Rückzugsort gedient haben.

Neuer Wanderweg zu den Fußabdrücken von Tindaya – Seit 2013 können die in den Fels geschlagenen Fußabdrücke am Berg Tindaya auf Fuerteventura nicht mehr besichtigt werden. Wann genau die Fußabdrücke in den Stein geschlagen worden sind, ist bis heute nicht gänzlich geklärt. Auch über ihre Bedeutung streiten sich die Experten. Ihre Deutung reicht von Schutz gegen Böse Götter, über Fruchtbarkeitssymbole bis hin zu einem Platz an den Recht gesprochen worden ist. Die Inselregierung will jetzt mit rund 200.000 Euro einen offiziellen Wanderweg errichten, der in Zukunft geführten Touristengruppen die Möglichkeit bietet ein prähistorisches Stück Fuerteventuras zu besichtigen. Der Wanderweg auf den Gipfel von Tindaya soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.

Wenn die Wirtschaft schneller wächst als die Bevölkerung – Fuerteventuras Bevölkerung lag 1982 bei einer Zahl von 21.000 Einwohnern. 35 Jahre später ist die Einwohnerzahl Fuerteventuras auf über 100.000 angestiegen. In keiner anderen spanischen Autonomie gibt es vergleichbare Ergebnisse. Diese Vervierfachung der Bevölkerung ist bedingt durch einen Tourismus der von 600.000 Touristen im Jahr 1993 auf 3,4 Millionen im Jahr 2016 angestiegen ist. Sowohl für die steigende Bevölkerung als auch für die steigende Zahl der Touristen musste Infrastruktur geschaffen werden, Airport, Hafen, Straßen, Schulen, Gesundheitszentren und Wohnungen. Nirgendwo sonst in Spanien hat sich Bevölkerung innerhalb von acht Jahren verdoppelt, von 2000 bis 2008. Die Bilanz heute fällt mit den enormen Aufgaben die die Inselregierung zu bewältigen heute positiv aus.

Neuer Hotelriese in Spanien – Barceló und NH Hoteles werden zur größten Hotelkette Spaniens. Das melden heute verschiedene Presseportale. Das familiengeführte Börsenunternehmen Barceló strebt dabei eine Beteiligung von 60% an NH Hoteles an. Die Börsenkurse beider Unternehmen reagierten dementsprechend positiv und mussten zwischenzeitlich ausgesetzt werden. Der Zusammenschluss würde mit insgesamt 600 Hotels in Spanien und einem Umsatz von rund 3,7 Milliarden Euro den größten Hotelriesen hervorbringen und den Branchenprimus Melia auf Platz zwei verweisen.

18. April 2018

Papas arrugadas und Mojo auf Platz eins – Einem Ergebnis des Internetportals Tripadvisor zufolge liegt die kanarische Küche bei Urlaubern an erster Stelle. Auch Spanienweit liegen kanarische Restaurants bei den Bewertungen ganz vorne. Im Schnitt erhalten Küche und Service auf den Kanarischen Inseln 4,28 von möglichen fünf Punkten. In Andalusien und den Balearen liegt die Bewertung bei 4,25 von fünf und in Valencia bei 4,21. Dieses Ergebnis ist insofern erstaunlich, weil in Spanien die kanarische Küche eigentlich im Vergleich zum Baskenland oder Katalonien als limitiert dargestellt wird. Bei Tripadvisor erhalten aber die Restaurants aus dem Pais Vasco nur 4,17 Punkte, Katalonien liegt mit 4,15 Punkten noch dahinter. Vergleicht man bei dem Ergebnis die einzelnen Nationen wird das Ergebnis deutlicher: Während Russen, Engländer, Deutsche und Österreicher der kanarischen Küche Werte von bis zu 4,33 geben, erhalten die kanarischen Gerichte von den Spaniern selber nur eine Wertung von 3,99 Punkten.

Spanier werden immer dicker – Das ist das Ergebnis in Spanien zum Tag gegen Fettleibigkeit. Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich die Zahl der Menschen mit Übergewicht in Spanien verdoppelt. 53% der spanischen Bevölkerung leidet an zu vielen Kilos am Körper. Bei den Kosten des Gesundheitssystems liegt der Faktor Übergewicht bei 7%. In dem Ergebnis tauchen nur die Menschen auf, die nicht aus krankheitsbedingten Ursachen zu dick sind. Mehr als ein Drittel der spanischen Bevölkerung ist deutlich über dem Normalgewicht und 17% leiden unter Fettleibigkeit. Auch bei den Kindern in Spanien ist das Ergebnis alarmierend: knapp 36% der unter 18-jährigen leiden unter Übergewicht oder Fettleibigkeit.

Parkplatzkollaps am Flughafen – Bereits hunderte Meter vor den Flughafengebäuden von Guacimeta auf Lanzarote ist der Straßenrand auf beiden Seiten mit Fahrzeugen zugestellt. In erster Linie sind es PKWs von Arbeitern und Angestellten, die die monatliche Gebühr für einen offiziellen Parkplatz nicht entrichten wollen oder können. Zwischen 25 Euro und 75 Euro ruft der Flughafenbetreiber für ein Monatsparkticket auf. Kostenlose Parkplätze gibt es am Flughafen von Lanzarote nicht, die Zufahrt mit dem Fahrrad führt über eine zweispurige Schnellstraße. Jetzt hat sich die Inselregierung zusammen mit der Gemeinde San Bartolome in den Fall eingeschaltet und versucht mit dem Flughafenbetreiber AENA eine Lösung zu finden. In einem ersten Schritt soll versucht werden einen Teil des Parkplatzes für Mitarbeiter kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Auf den Spuren der Vermissten – Rund zehn Jahre nachdem in Spanien ein Gesetz zur Suche nach den Opfern und der Beseitigung von Namen der Unterstützer des Franco Regimes erlassen worden ist, bewegt sich die kanarische Regierung finanziell in eine Richtung, die längst überfällig ist. Ganz offiziell und mit finanzieller Unterstützung durch die Regierung soll die Suche nach den bis heute vermissten Opfern des Militärregimes durchgeführt werden. Gleichzeitig sollen alle Straßennamen und Plätze die immer noch Namen aus der Franco Zeit tragen umbenannt werden. Spanienweit ist die Geschichte von rund 114.000 Personen, die in der Zeit des Militärregimes von 1939 bis 19975 verschwunden sind, unaufgeklärt. Schätzungen zufolge sollen in der Regimezeit auf den Kanarischen Inseln mindestens 3.000 Personen ermordet worden sein, von mehr als 300 fehlt bis heute jede Spur.

Durchschnittslohn auf den Kanarischen Inseln am geringsten – 1.627 Euro verdienen Arbeitnehmer auf dem Archipel im Durchschnitt. 200 Euro weniger als im Gesamtergebnis Spaniens und 600 Euro weniger als zum Beispiel im Baskenland oder Madrid. Insgesamt ist das Lohnverhältnis in Spanien im Vergleich der letzten Jahre rückläufig – im Vergleich zu 2015 verdienen Arbeitnehmer aktuell rund 0.8% weniger. Weiterhin ist es der Bankensektor der die höchsten Gehälter bezahlt. Direkt danach kommt die öffentliche Hand: Im Durchschnitt verdienen Angestellte im öffentlichen Dienst 2.600 Euro, 1.000 mehr als Angestellte im privaten Bereich in Spanien.

17. April 2018

Schlechte medizinische Versorgung – Das Gesundheitssystem auf den Kanarischen Inseln ist im Vergleich der spanischen Autonomien nicht nur das schlechteste sondern auch seine Finanzierung ist die geringste im Spanienweiten Vergleich. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die das Gesundheitssystem in allen spanischen Autonomien verglichen und Punkte vergeben hat. Die Region Navarra hat für ihr Gesundheitssystem 90 Punkte erhalten, Topwert in Spanien – die Autonomie der Kanarischen Inseln hat 41 Punkte erhalten und fällt damit auf den letzten Platz. Bei der Finanzierung investiert die Regionalregierung des Archipels 40% ihres Haushaltsbudgets in die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Zum Vergleich: die Regionalregierung der Autonomie Murcia investiert in die medizinische Versorgung knapp 70% ihres Haushaltes. Selbst die Region Valencia, die pro Kopf und Einwohner das geringste Haushaltsbudget Spaniens zur Verfügung hat, lässt trotzdem 60% ihrer Gelder in das Gesundheitssystem fließen. Dem Bericht zufolge ist es aber weniger die Investitionssumme die zu so einem schlechten Ergebnis führt. Immerhin fließen im Schnitt pro Patient 1.300 Euro in die medizinische Versorgung – eher ist es die Verteilung der Gelder die die kanarische Autonomie in Sachen Gesundheitsversorgung ans Ende der spanischen Autonomien setzt.

Sand für Puerto del Carmen – Allen Protesten der Umweltschützer zum Trotz werden die Strände in der Gemeinde Tías auf Lanzarote mit Sand vom Meeresgrund aufgeschüttet. Eine entsprechende Studie ist von der Regierung so gut wie abgesegnet. Aus der Studie geht hervor, dass vom Hafen in Puerto del Carmen bis zum Flughafen vorgelagert auf dem Meeresgrund aussreichend Sand zur Verfügung steht, um die Strände der Gemeinde Tías wieder aufzuschütten. Umweltschützer kritisieren nicht nur auf Lanzarote dieses Vorhaben, sie sind der Meinung dieses Vorhaben schädigt die Fauna nachhaltig. Bisher ist der Sand für die Strände in Tías mit LKWs angefahren und verteilt worden. In Zukunft soll der Sand den die Wellen des Atlantiks auswaschen vom Meeresgrund zurückgeholt werden.

El Matorral kostet 150.000 Euro pro Jahr – Das Zentrum für illegale Immigration auf Fuerteventura steht seit rund fünf Jahren leer. Seitdem Urteil des Obersten Gerichtshofes wegen Verletzung der Menschenrechte sind in dem Auffanglager keine Immigranten mehr untergebracht. Trotzdem fließen monatlich rund 12.500 Euro an ein Unternehmen für Reinigung, Wartung und Verpflegung. Zusammengerechnet sind seit 2012 mehr als eine halbe Million Euro Steuergelder in einen Service geflossen, der seit fünf Jahren nicht mehr benötigt wird. Veröffentlich hat den Vorfall die Internetzeitung „El Confidencial“.

Weitere Gräber von Ureinwohnern entdeckt. Am Pozo Izquerdo in der Gemeinde Santa Lucia de Tirajana auf Gran Canaria gibt es aktuell nicht nur Windsufer zu sehen. 80 cm unterhalb der Erdoberfläche sind zwei Gräber gefunden worden, die menschlichen Überreste sollen ersten Informationen zu Folge von Ureinwohnern der Kanarischen Inseln stammen. Bei den gut erhaltenen Skeletten soll es sich um einen ca. 1,50 großen Mann und eine ca. 1,60 große Frau handeln. Die Ausgrabungsarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Fundstücke sollen im kanarischen Museum in Las Palmas ausgestellt werden.

Spanier am spendabelsten – Es ist weniger das Trinkgeld, für das spanische Urlauber bekannt sind. Vielmehr ist es der durchschnittliche Tagesumsatz mit dem sich die Spanier im Europaweiten Ländervergleich auf den Kanarischen Inseln nach Jahren wieder auf den ersten Platz katapultiert haben. Knapp 50 Euro pro Tag haben spanische Touristen auf den Kanarischen Inseln in den ersten vier Monaten dieses Jahres ausgegeben. 15 Euro mehr als der Durchschnittstourist und rund 20 Euro mehr als zum Beispiel deutsche Urlauber. Bei der aktuellen Zahlenerhebung liegen die Deutschen sowieso an letzter Stelle. Keine andere Urlaubsnation hat in den ersten vier Monaten auf dem Archipel so wenig Geld pro Tag ausgegeben wie Deutschland. Aber die Briten waren mit rund drei Euro mehr pro Tag auch nicht viel spendabler. Rechnet man die Buchungskosten im Heimatland zusammen mit den Ausgaben im Urlaubsgebiet sind es Touristen aus den skandinavischen Ländern die von Januar bis Dezember mit 110 Euro pro Tag für den größten Umsatz pro Person gesorgt haben.

16. April 2018

Hospital Insular erhält neuen Eigentümer – Das alte Krankenhaus in der Nähe des Hafens in Arrecife auf Lanzarote geht in den Besitz der Regionalregierung über. Damit sind jahrelange Verhandlungen zwischen der Insel- und der Regionalregierung beendet. Die rund 160 Mitarbeiter sollen in Zukunft über das Gesundheitsministerium beschäftigt werden, Kündigungen stehen nicht an. Pressemeldungen zufolge soll der Übergabeprozess bis April 2018 abgeschlossen sein. In Zukunft wird das Hospital Insular in ein Centro de Salud umgewandelt und vom Servicio Canario de Salud betrieben.

Canario veröffentlicht Dokumentation – Rafael Herrero Massieu stammt aus Las Palmas auf Gran Canaria und ist Unterwasserfotograf. Aktuell feiert Massieu den größten Erfolg seiner Berufslaufbahn: BBC, National Geographic und CanalXplora Canada haben seine Dokumentation veröffentlicht. Die Videos zeigen das andere Bild der Kanarischen Inseln, unterhalb des Meeresspiegels. Zusammen mit seinem Team von Aguawork hat Herrero Bilder und Meereslebewesen in einer spektakulären Umgebung eingefangen. Fünf Minuten der Dokumentation sind auf YouTube veröffentlicht. Einen entsprechenden Link dazu finden sie auch auf unserer Internetseite. https://vimeo.com/aquawork

Neu Immigrationsroute Marokko – verschiedenen Presseportalen zufolge hat sich die Mittelmeerküste von Marokko zur neuen Flüchtlingsroute nach Europa entwickelt. Während Italien mit Zahlungen in Millionenhöhe an Libyen die Flüchtlingszahlen weitestgehend eingeschränkt hat, legen immer mehr Boote von Marokko aus nach Spanien ab. An einem Tag sind bis zu 600 Flüchtlinge auf hoher See zwischen der marokkanischen und der spanischen Küste gerettet worden. Den Berichten zufolge spielt auch hier Geld die entscheidende Rolle. Die spanische Regierung hat zwar einen Flüchtlingsdeal mit der marokkanischen Regierung, die Schlepper zahlen aber offenbar deutlich mehr. Eine geplante Reise mit Flug von Guinea nach Casablanca und Bootsfahrt nach Europa wird für rund 5000 Euro angeboten. Auch aus Algerien soll es Angebote der Schlepper für das Ziel Spanien geben. Bisher gibt es laut den Berichten kaum bezahlte Routen der Schlepper über den Atlantik zu den Kanarischen Inseln. Sie konzentrieren sich auf die Küsten der spanischen Autonomien Cartagena, Murcia, Almeria und die Balearen.

Speicheltest bei Verkehrskontrollen – Die Lokalpolizei in der Gemeinde Mogan auf Gran Canaria verfügt ab sofort über die Möglichkeit Autofahrer während der Verkehrskontrolle auf den Konsum von Drogen zu testen. 120.000 Euro sind in den vergangenen Monaten in die Ausrüstung der PoliciaLocal geflossen. Unter anderem auch in den mobil einsetzbaren Speicheltester. Dabei steht die Prävention und Sicherheit im Vordergrund. Mit dem Gerät, das bisher nur in zwei weiteren Gemeinden auf den Kanarischen Inseln im Einsatz ist, wird mit Hilfe einer Speichelprobe innerhalb von 60 Sekunden der Konsum von Drogen festgestellt. Wer den Speicheltest verweigert, wird von den Beamten zum stationären Dorgentest ins nächstgelegene Centro de Salud begleitet.

Canarios bei PISA Studie hinter dem Landesdurchschnitt – Überprüft worden ist weltweit die Fähigkeit von Schülern Probleme in der Gruppe zu lösen. Bei den Ergebnissen schneiden die kanarischen Schüler im Spanienweiten Vergleich schlecht ab, nur noch in den Autonomien Extremadura und Andalusien gibt es schlechtere Ergebnisse bei der Problemlösung in der Gruppe. Für die Pisa Studie sind Schüler im Alter von 15 Jahren herangezogen worden. Sie mussten Problemaufgaben versuchen gemeinsam im Team zu lösen. Spanische Schüler erhielten dabei im Schnitt ein Ergebnis von 496 Punkten. Die beste spanische Autonomie ist Madrid mit 519 Punkten, die Schüler der Kanarischen Inseln erreichten 484 Punkte. Dabei zeigten sich Mädchen deutlich teamfähiger als Jungs – 515 Punkte erreichen spanische Schülerinnen bei der Bewältigung von Problemen in der Gruppe, spanische Schüler erreichten ein Ergebnis von 485.