Mix Radio Gran Canaria

21. September 2018

Übergriff im Krankenhaus – Dieses Mal hat eine Frau eine Ärztin im Warteraum des Krankenhauses von Puerto del Rosario angegriffen. Der Vorfall soll sich in der Nacht vom 28. August ereignet haben, ist aber erst gestern publik geworden. Dem Bericht zufolge soll sich die Frau mit beleidigenden Worten auf die Ärztin gestürzt, sie gegen eine Wand geschleudert und ihr ins Gesicht geschlagen haben. Auf Fuerteventura ist es bereits der zweite Übergriff in diesem Jahr, auch von anderen Inseln gibt es immer Nachrichten von Beschimpfungen oder körperlichen Übergriffen gegen Ärzte oder Krankenschwestern.

Fahrräder für alle – Der Fahrradverleih Service Citicleta in Las Palmas auf Gran Canaria wird zum ersten SmartVerleiher weltweit, der neben normalen Fahrrädern an den mehr als 20 Verleihstationen in der Stadt, auch Fahrräder für Menschen mit Gehbehinderung anbietet. Die mit den Armen angetrieben Dreiräder verfügen genauso wie die Fahrräder über einen mobilen Chipsatz mit GPS und Mobilfunkverbindung und können per Smartphone ausgeliehen werden. Zugriff und Abrechnung erfolgt über eine kostenlose APP. Citicleta ist ein öffentliches Unternehmen des Cabildos von Gran Canaria und verfügt in Las Palmas auf Gran Canaria über mehr als 20 Fahrradverleihstationen die rund um die Uhr erreichbar sind.

Heißer Herbstanfang – Der spanische Wetterdienst hat seine Prognose für den Herbst präsentiert und den Sommer analysiert. In Spanien war es weder der heißeste, noch der trockenste Sommer. Zudem gab es nur eine Hitzewarnung. Im letzten Jahr stand die Wetterampel des spanischen Wetterdienstes fünfmal auf Orange, 2016 viermal. Dafür war der Sommer in diesem Jahr länger. Ein Phänomen das laut den Meteorologen auch in den kommenden Jahren anhalten wird. Sie rechnen mit bis zu neun Tagen mehr Sommer pro Dekade. Das entspricht einem Tag länger Sommer pro Jahr. Der Herbst beginnt laut Kalender an diesem Sonntag und wird auf den Kanarischen Inseln kaum Änderungen bringen. Das Thermometer bleibt oberhalb der 27 Grad Marke und auch der Nordostpassat lässt auf sich warten.

Beben zwischen Gran Canaria und Fuerteventura – Heute Nacht um 4.30 Uhr hat der Meeresgrund zwischen den beiden Inseln gebebt. Der Ausschlag auf der Richterskala lag bei 2,7. Das Beben ereignete sich in einer Tiefe von rund sieben Kilometern. Diese Art der Erdbewegungen ist für den Kanal zwischen Gran Canaria und Teneriffa normal, für den Bereich zwischen Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura eher ungewöhnlich. Trotzdem stellt auch dieses Beben der Mitteilung des vulkanologischen Instituts zufolge keinerlei Gefahr für die Bevölkerung dar.

Kampf gegen AirBnB – Madrid, Barcelona, Bilbao, San Sebastian, Palma, Santa Cruz auf Teneriffa oder Las Palmas auf Gran Canaria – die Städteverwaltungen reagieren auf den zum Teil verzehnfachten Besucherstrom aus dem Ausland und nehmen den Marktführer AirBnB aufs Korn. In den Zentren soll der Anteil von an Touristen vermieteten Wohnungen stark begrenzt werden. Politiker und Initiativen weisen darauf hin, dass sich wegen der gestiegenen Mieten, auch für Geschäfte, die sozialen Strukturen in ihren Vierteln immer mehr geändert haben soll. Jetzt hat sich das spanische Kartellamt eingeschaltet. Mit Unterstützung aus der Politik sollen Wege gefunden werden, die stark gestiegenen Mieten in Spaniens Großstädten zu regulieren. Zum Teil sind in Madrid und Barcelona die Mieten in den vergangenen vier Jahren um 40% gestiegen.

20. September 2018

Drei Bade Tote in 24 Stunden – Eine 70 Jahre alte Frau in einem Schwimmbad in Puerto Rico auf Gran Canaria, ein 60-jähriger ebenfalls auf Gran Canaria und ein tödlicher Badeunfall auf Lanzarote. Das Opfer war ebenfalls 60 Jahre alt. Die Plattform „Canarias, 1.500 Kilometer Küste“ erklärt die Unfälle nicht mit fehlenden Sicherheitsmaßnahmen. Sowohl an dem Hotelpool in Puerto Rico, als auch an den beiden Stränden auf Gran Canaria und Lanzarote arbeiten Rettungsschwimmer. Vielmehr geht es den Betreibern um eine fehlende Sicherheitskultur der Badegäste. Neun von zehn Tote beim Baden sind Ausländer, 90% davon zwischen 60 und 75 Jahre alt. Im aktuellen Fall am Playa Pirata auf Gran Canaria hat sich ein holländisches Ehepaar zu weit von der Küste entfernt, wurde von der Strömung erfasst und konnte nicht mehr aus eigener Kraft zurück ans Ufer gelangen. Der Mann hat den Ausflug mit dem Leben bezahlt, seine Frau musste im Krankenhaus behandelt werden. Seit Jahresbeginn sind in der kanarischen Autonomie 32 Menschen im Meer ums Leben gekommen.

Erdbeben zwischen Gran Canaria und Teneriffa – 2,5 auf der Richterskala haben die Experten des vulkanologischen Instituts gestern Mittag auf den Sensoren abgelesen. Bereits am 9. und am 10. September hat der Meeresgrund zwischen den beiden Inseln mit einer Stärke von 3,0 und 3,1 gebebt. Das Beben gestern ist von der Bevölkerung nicht bemerkt worden. Dieses aktuelle Beben und auch die vergangenen in diesem Monat stellen keinerlei Gefahr für die Bevölkerung dar.

Reichensteuer – Ginge es nach den Vorstellungen der Partei Podemos, gäbe es nach den nächsten Wahlen auf den Kanarischen Inseln eine neue Steuer für Jahreseinkommen über 150.000 Euro. Damit würden laut einer Kalkulation des spanischen Finanzamtes rund 400 Millionen Euro mehr pro Jahr im spanischen Haushalt landen. Betroffen von dem Plan, eine Reichensteuer einzuführen, sind 91.000 Personen in Spanien, auf den Kanarischen Inseln sind es 2.800. Das aktuelle Steuersystem sieht für Kapitalerträge, egal in welcher Höhe, eine maximale Steuerlast von 23% in Spanien vor. Für die Partei Podemos deutlich zu wenig im Vergleich zum Otto Normalverbraucher, der auf sein monatliches Einkommen genauso viel an den Staat abführt.

Neue Flüchtlingswelle – Für Spanien ist die afrikanische Küste in Sachen Flüchtlinge nicht mehr der Hotspot – aktuell kommen mehr Flüchtlinge aus Venezuela, als aus Afrika ins Land. Allerdings sind es Flüchtlinge auf hohem Niveau, nur die Reichen können sich eine Flucht aus dem krisengeschütteltem Venezuela leisten. 43.000 Menschen sind in diesem Jahr bisher aus Venezuela geflüchtet. 7.000 Wohnungen und Häuser sollen seit Januar alleine im Nobelviertel Salamanca in Madrid von den superreichen Flüchtlingen aus Venezuela gekauft worden. Die Zeitung „El Mundo“ schreibt: „Madrid ist für Caracas das, was Miami für Havanna ist“. Etliche Venezolaner haben einen spanischen Pass, was ihre Einreise unkompliziert macht. Andere sind Fachkräfte, die von spanischen Firmen engagiert werden ‑ auch sie kommen problemlos ins Land. Rund 13.000 Menschen aus Venezuela haben in diesem Jahr in Spanien Asyl beantragt. Oft sind es politisch Verfolgte: Politiker der Opposition, Professoren, kritische Journalisten. Die Migration von Venezolanern nach Spanien verläuft eher lautlos. Doch die offiziellen Zahlen belegen, dass zurzeit deutlich mehr Menschen aus Venezuela nach Spanien kommen als aus Afrika ‑ in diesem Jahr waren es bereits fast doppelt so viele.

Historisches Hoch bei Löhnen und Gehältern – Durchschnittlich werden in der kanarischen Autonomie 1.427 Euro monatlich verdient. So viel wie noch nie und 18 Euro mehr als im letzten Jahr monatlich. Von der Regionalpolitik wird die Lohentwicklung gefeiert, die Entwicklung ist positiv, arbeitende Bürger haben auf dem Archipel mehr Geld in der Tasche. Richtig ist aber auch, dass die kanarische Autonomie zusammen mit Extremadura, Ceuta und Melia den geringsten Durchschnittslohn vorzuweisen hat. Die Entwicklung auf den Kanarischen Inseln ist nicht außergewöhnlich, auch in allen anderen spanischen Autonomien sind die Löhne und Gehälter gestiegen. Zum Teil um bis zu 5% im Vergleich zum Vorjahr. Im Baskenland oder Madrid liegt das durchschnittliche Einkommen bei 1.874 Euro. 450 Euro mehr monatlich als auf dem Archipel.

19. September 2018

Arbeit ja, Wohnung nein – Die aktuelle Wohnungssituation auf den Kanarischen Inseln und das weiterhin fehlende Gesetz zur Regulierung der Ferienvermietung führt in einigen Regionen der Autonomie zu gravierenden Situationen. In der Theorie kostet ein Zimmer mit 12 m² möbliert 263 Euro. Allerdings gibt es keine freien Zimmer, auch keine freien Appartements und auch sonst gleicht die Suche nach Mietobjekten auf den Kanarischen Inseln eher einer Odyssee als eine lösbare Aufgabe, immer mehr Mietobjekte werden in Ferienwohnungen umgewandelt. Dabei sind die Mieten auf den Kanarischen Inseln sowieso um 17% in diesem Jahr gestiegen. Sowohl Caritas, als auch das Rote Kreuz und die sozialen Einrichtungen in den Gemeinden melden immer mehr Bürger, die verzweifelt nach Wohnraum suchen. Parallel entwickelt sich die Szene der Hausbesetzer von einer Punker- und Hippie-Bewegung in die Mitte der Gesellschaft: immer wieder sind unter den Okupas Arbeiter und Angestellt, die trotz einer geregelten Arbeit keine Mietwohnung finden.

Thomas Cook und EasyJet mit mehr Verbindungen – Trotz des möglichen Brexits stocken sowohl Thomas Cook als auch EasyJet ihre Flugverbindungen zwischen Großbritannien und den Kanarischen Inseln in der Wintersaison auf. 48 Flüge pro Woche von verschiedenen britischen und irischen Flughäfen nach Teneriffa, Gran Canaria, La Palmas, Lanzarote und Fuerteventura bietet EasyJet ab Oktober auf. Thomas Cook bietet in der Wintersaison 2,3 Millionen Flugtickets von England zum Archipel. Gute Nachrichten kommen auch von Eurowings: Von Deutschland und Österreich wird das Flugangebot zum Archipel ab Oktober um 74% gesteigert, im Vergleich zur letzten Wintersaison.

Big Brother gegen illegale Müllplätze – Die kanarische Umweltschutzbehörde verwendet in einem Pilotprojekt auf Gran Canaria eine Software, die in der Lage ist auf hochauflösenden Landschaftsaufnahmen illegale Müllplätze zu identifizieren. Im kommenden Jahr soll die Software auf allen anderen Inseln eingesetzt werden. Die Big Brother Software gegen illegalen Müll ist lernfähig und wird von den Inspektoren immer wieder mit neuen Parametern gefüttert, die das System bisher nicht als Müll identifiziert hat. Die aktuellen Ergebnisse auf Gran Canaria zeigen eine Trefferquote von 95% bei illegalen Müllplätzen von unter 30m² Größe. Im kommenden Jahr soll das System mit einer Trefferquote von 97% auf allen Inseln eingesetzt werden. Mit der Softwareunterstützung sind die Mitarbeiter der Umweltschutzbehörde schneller in der Lage Veränderungen in der Natur der Kanarischen Inseln zu lokalisieren.

Zwei Männer ertrunken – Am Playa del Reducto in Arrecife auf Lanzarote haben Rettungsschwimmer gestern einen leblosen Körper aus dem Wasser geborgen. Sofort eingeleitete Reanimierungsversuche hatten keinen Erfolg. Der 78-Jahre alte Mann soll einen Herzinfarkt im Wasser erlitten haben. Am Playa del Pirata, zwischen San Augustin und Tarajalillo haben Rettungsschwimmer eine Frau und einen Mann rund 200 Meter von der Küste entfernt gerettet. Wegen der starken Strömung konnten beide nicht aus eigener Kraft ans Ufer zurück. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, die Frau musste mit Kreislaufproblemen im Krankenhaus behandelt werden.

Plagiatsvorwürfe gegen Ministerpräsident Sanchez –Korruptionsskandale und erschwindelte Magistertitel haben die konservative Regierung in Spanien zu Fall gebracht. Pedro Sanchez wird seitdem als Hoffnungsträger der europäischen Sozialdemokraten gefeiert. Jetzt haben die Konservativen in der Opposition den Werdegang von Pedro Sanchez unter die Lupe genommen und sind Medienberichten zufolge fündig geworden. Ein Fünftel seiner Dissertation in Volkswirtschaft soll ohne Quellenangabe kopiert worden sein, der Rest des Textes soll so dünn und formal mangelhaft sein, dass es für einen Universitätstitel nicht ausreichend würde. Seinen Doktortitel soll Sanchez einer Gruppe aus Prüfern zu verdanken haben, die seiner Partei PSOE nahesteht. Sollte Sanchez über seine Vergangenheit stolpern, wären Neuwahlen wahrscheinlicher als eine weiter Minderheitsregierung in Spanien.

18. September 2018

Blutspendemobil unterwegs – Auf Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa sind ab nächstem Montag wieder die Blutspendemobile des kanarischen Gesundheitssystem unterwegs. Auf Gran Canaria kann in Las Palmas, Santa Lucía de Tirajana und in Telde Blut gespendet werden. Auf Fuerteventura parkt das Blutspendemobil direkt neben dem Centro Comercial Las Rotondas nächsten Mittwoch, Donnerstag und Freitag. Auf Lanzarote ist das Blutspendemobil nächste Woche nicht unterwegs, hier kann Blut im Krankenhaus von Arrecife gespendet werden. Die genauen Zeiten für Gran Canaria und Fuerteventura sind auf der Website der kanarischen Regierung publiziert: http://www3.gobiernodecanarias.org/sanidad/ichh/colectasi.asp

Parador Cruz de Tejeda wieder geöffnet –Genau ein Jahr nach dem Waldbrand auf Gran Canaria sind gestern wieder die ersten Gäste in das Berghotel eingezogen. Der Brand hatte 15 Zimmer beschädigt, 10 Hotelzimmer mussten komplett renoviert werden. Für den Herbst liegen die Buchungen an den Wochenenden bereits bei 90%. Vor allem für Firmenveranstaltungen und Hochzeiten wird der Parador Cruz de Tejeda gerne gebucht. Es sind in erster Linie Gran Canarios die in den Bergen Gran Canarias gerne übernachten, gefolgt von Skandinaviern und Deutschen. Gebucht werden kann der Parador von Gran Canaria, genauso wie alle anderen Berghotels der anderen Inseln über parador.es

Immer mehr Obdachlose – Der Bericht der Caritas in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium zeigt auf dem Archipel eine klare Tendenz: die Zahl der Menschen, die auf der Straße übernachten, steigt in den Inselhauptstädten ständig weiter an. Besonders in Las Palmas auf Gran Canaria ist die Situation besorgniserregend, so ein Sprecher der Caritas. Gemeldet sind 176 Personen, die ihr Leben auf der Straße der Inselhauptstadt von Gran Canaria verbringen, dazu kommen mindestens doppelt so viele, die nicht gemeldet sind. Darunter auch Mütter mit Kindern.

Die Verlierer heißen LowCost – Neun von 10 Touristen die der Archipel im August verloren hat, fallen auf die Flugdiscounter um Ryanair und EasyJet zurück. 481.000 Urlauber kamen im August mit Flugdiscountern auf die Insel, 11% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei den traditionellen Fluggesellschaften liegt der Rückgang im August im Vergleich zum Vorjahresmonat nur bei 1%. Den Rückgang der Touristen im August auf den Kanarischen Inseln führen die Experten neben wachsenden Konkurrenzmärkten wie Tunesien, Türkei und Ägypten aber auch auf die meteorologische Entwicklung in Europa zurück. Dieser Sommer war auch im Norden so sonnig und warm, dass viele Briten und Deutsche andere Urlaubsziele gewählt haben.

Neue Kreuzfahrtmole – Die Arbeiten sollen in Puerto Los Marmoles in Arrecife auf Lanzarote noch in diesem Jahr beginnen. Geprüft werden zur Stunde zwei Angebot über einen Betrag von rund einer Millionen Euro. Das Projekt ist bereits im Januar von der Hafenbehörde genehmigt worden. Die bereits bestehende Kreuzfahrtmole soll in Los Marmoles zum Meer hin verlängert werden, um auch Kreuzfahrtriesen mit einer Länge von mehr als 260 Metern die Möglichkeit zum anlegen zu geben. Nach Baubeginn soll die neue, längere Mole innerhalb von drei Monaten fertiggestellt sein.

17. September 2018

Gestiegene Zahl bei Krankenhausinfektionen – Fünf Patienten im Krankenhaus von Las Palmas sind im August positiv auf das Bakterium Clostridium difficile getestet worden. Das Stäbchenbakterium gehört zu den häufigsten Krankenhauskeimen und führt je nach Patienten und Immunsystem auch zu schlimmeren Krankheiten mit Todesfolge. Die positiv getesteten Patienten im letzten Monat in Las Palmas litten lediglich an Durchfall. Mit dem Ergebnis ist eine neue Diskussion über die Sicherheit kanarischer Krankenhäuser entbrannt. Die Ergebnisse aus August spiegeln ein Ergebnis wieder, das sich auch andere Krankenhäuser in Europa konfrontiert sehen: 5% – 10% der Krankenhauspatienten werden in Schnitt mit Keimen oder Bakterien infiziert. Das aktuelle Ergebnis stelle laut einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums keinerlei Grund zur Besorgnis dar.

1.5 Milliarden fehlen für den Zug – 57 Kilometer Schienentrasse und 11 Stationen. Die Zugverbindung soll von Las Palmas auf der Ostseite von Gran Canaria bis nach Mogan verlaufen. Für die Realisierung des Projektes fehlen 1.5 Milliarden Euro. Die Idee, von Mogan bis nach Las Palmas, bequem sitzend 40 Minuten zu benötigen hört sich gut an – Realität werden wird sie nach aktuellem Stand aber nie. Die finanzielle Hürde ist einfach zu hoch. Seit 2007 steht das Projekt, eine entsprechende Machbarkeitsstudie war 20 Millionen Euro teuer. Vor 11 Jahren wollten die beiden Politiker Rodriguez und Pérez mit dem Projekt 2015 beginnen.

Sinkende Erwartungen im Tourismus – Nur jeder Dritte Hotelbetreiber erwartet ein besseres Ergebnis als im letzten Sommer. Das geht heute aus einem Beitrag von Canarias7 hervor. Es sind die schlechtesten Prognosen seit 2012. Wobei der Tourismus seit dem auch einen Rekord nach dem anderen gebrochen hat. Der Umsatz pro Bett hat auf den Kanarischen Inseln im Gesamtvergleich bereits seit Jahresbeginn leicht abgenommen. Um 3% im Vergleich zum Vorjahr. Ursache dafür sind eingefrorene Preis und weniger Auslastung.

Riesen Kürbis auf Fuerteventura – Mit 117 Kilogramm Gewicht hat Francisco Estupiñán De la Cruz bei Antigua auf Fuerteventura in diesem Jahr den größten Kürbis des Archipels geerntet. Mit einem Umfang von mehr als zwei Metern und einer Höhe von über einem Meter musste die ganze Familie helfen um die Frucht zu verladen. Für einen kanarischen Weltrekord fehlen dem Riesenkürbis allerdings noch gut 900 Kilogramm. Joel Holland aus Seattle im Bundesstaat Washington in den USA hat einen rund fünf Meter großen und 1.071 Kilogramm schweren Kürbis letzten Herbst geerntet und 16.500 Dollar Preisgeld abgeräumt.

Küstenwache rettet 29 Flüchtlinge – Die Patera ist von einem Überwachungsflugzeug der Küstenwache am Samstag im Norden von Lanzarote gesichtet worden. Das kleine Holzboot war völlig überladen, an Bord Männer, Frauen und 13 Kinder. Ein Boot der Küstenwache hat alle Flüchtlinge wohlbehalten von Bord der Patera geholt und in den Hafen von Arrecife auf Lanzarote gebracht. Laut einem Polizeibericht sollen alle Migranten aus Marokko stammen. Sie sind von Mitarbeitern des Roten Kreuzes erstversorgt worden.

14. September 2018

Keine E-Sports Liga an Schulen – Den Vorstoß der Regierung, an kanarischen Schulen eine Liga für Videospiele einzuführen, ist im kanarischen Parlament gescheitert. Nur die Vertreter der Partei Coalición Canarias stimmten für ein entsprechendes Gesetz, sie hatten den Gesetzesentwurf eingereicht. Alle anderen Parteien haben den Entwurf abgelehnt. Eine eigene Liga für Videospiele an Schulen mache aus pädagogischer Sicht überhaupt keinen Sinn, so ein Vertreter der Partei Nueva Canarias. Rivalität bei Videospielen zu vermitteln sei nicht Aufgabe der Bildungsinstitute. Damit ist die Idee eine Liga für Videospiele an den kanarischen Schulen einzurichten zumindest in dieser Legislaturperiode gescheitert.

Einigung beim Naturschutzgebiet Güigüi – Die Inselregierung von Gran Canaria hat sich mit dem bisherigen Eigentümer des Grundstücks an der Westküste der Insel auf einen Kaufpreis von drei Millionen Euro geeinigt. Damit ist das Biosphärenreservat auf Gran Canaria zwischen Los Caserones im Norden und dem Playa de Tasarte komplett. Damit verfügt Gran Canaria über mehr als 100.000 Hektar Naturschutzgebiet, sowohl zu Land als auch im Wasser. In den Gemeinden Agaete, La Aldea de San Nicolás, Artenara, Mogán, San Bartolome de Tirajana, Tejeda und Vega de San Mateo, die alle innerhalb des als Biosphärenreservat deklarierten Gebietes liegen, beherbergen die Artenvielfalt der Natur Gran Canarias. Den letzten Teil des Güigüi Naturparks hat die Regierung jetzt in monatelangen Verhandlungen für den festgesetzten Kaufpreis von drei Millionen Euro gekauft.

Adios Calima – Das Wetterphänomen zeiht weiter und bringt dem Archipel wieder entspannte Sommertemperaturen, vor allem aber wieder klare Sicht. Diese war wegen des hohen Feinstaubanteils in der Luft stark gesunken, auf Gran Canaria lag die Sicht bei rund 2.000 Metern. Auf den Satellitenbildern des spanischen Wetterdienstes war die Dunstglocke über den Kanarischen Inseln deutlich erkennbar. Damit ist ab heute Schluss, vorerst zumindest. Die Tageshöchstwerte liegen bei 28 Grad heute.

Wonder Woman steht auf kanarische Küche – Die Ehre hatte da Restaurant La Marquesina in Corralejo auf Fuerteventura. Gal Gadot und Chris Pine, die Hauptdarsteller im zweiten Teil des Blockbusters, haben gestern diese Küche gewählt um die kulinarischen Köstlichkeiten der kanarischen Inseln zu probieren. Dementsprechend groß war das Medienaufgebot in Corralejo rund um die Avenida Maritima. Die Dreharbeiten in den Dünen von Fuerteventura gehen auch heute weiter, der Bereich ist für die Öffentlichkeit großräumig abgesperrt.

Wieder Patera abgefangen – Vor Lanzarote hat die Küstenwache ein Flüchtlingsboot mit 17 Immigranten an Bord gestoppt. Der Einsatz hat in um Mitternacht stattgefunden. An Bord des Holzbootes waren auch zwei Frauen und sechs Kinder. Das Flüchtlingsboot ist vor der Nordküste Lanzarotes von einem Aufklärungsflugzeug der Küstenwache entdeckt worden, ein Schiff der Küstenwache hat die Flüchtlinge nach Arrecife gebracht. Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben die Flüchtlinge erstversorgt.

13. September 2018

Bioprodukte gewinnen an Akzeptanz – 9 von 10 Canarios wollen mehr Bioprodukte im Alltag konsumieren. Das ist das Ergebnis von Barometer Honest, einer Studie durchgeführt von InstitutoSondea. Allerdings weiß die Hälfte der Befragten nicht wie sie ihre Ernährung verändern können. Dabei spielen der höhere Preis, der Zugang zu nachhaltigen Produkten und Schwierigkeiten bei der Unterscheidung zwischen Bio und nicht Bio eine Rolle. 75% der Befragten fühlt sich nicht ausreichend informiert zum Thema „Gesunde Ernährung“. Dabei unterschieden sich die Ergebnisse der Umfrage zwischen der kanarischen Autonomie und anderen Regionen in Spanien kaum. Immerhin werden von rund 60% der Bevölkerung in Spanien bereits mehrfach pro Woche Bioprodukte verwendet.

Spanien Hauptziel für Flüchtlinge – Während die Zahl der Migranten an den italienischen Küsten sinkt, sind bis Ende August 18.000 Menschen über Nordafrika an den spanischen Küsten angekommen. Das ist das Ergebnis eines Berichtes der Internationalen Organisation für Migration, kurz IOM. Zusätzlich haben rund 3.000 Personen versucht über die Enklaven Ceuta und Melilla einzureisen. In Italien sind seit Jahresbeginn 80% weniger Flüchtlinge angekommen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Immigranten, die Europa über das Mittelmeer erreicht haben, ist stark gesunken. 2016 waren es 241.000, 2017 noch 110.000 – in den ersten acht Monaten dieses Jahres liegt die Zahl bei knapp 18.000. Die Kanarischen Inseln tauchen in dem Bericht der IOM nicht auf. Der Archipel gilt trotz seiner Nähe zum afrikanischen Kontinent auch weiterhin nicht als primäre Migrationsroute.

La Palma führt braune Tonne ein – Am ersten Tag der Biomülltonne sind in den Gemeinden Los Llanos und Tazacorte bereits rund 200 Kilogramm von verwertbaren Lebensmittelresten deponiert worden. Bereits im Dezember letztes Jahr sind die Vorbereitungen für einen Gemeinschaftskompost auf der Insel getroffen worden. Mittelfristig soll die braune Tonne in allen Gemeinden der Insel eingeführt werden. Ein Pilotprojekt in Spanien. Die Bioabfälle, darunter fallen Essensreste, Schnittblumen, Korken, Schalen, Teebeutel oder ähnliches, werden zweimal pro Woche entsorgt. Der daraus gewonnen Kompost soll den Landwirten der Insel als Dünger zur Verfügung gestellt werden.

Rathaus fordert weniger Fahrzeuge auf La Graciosa – Es sollen nicht nur weniger werden, sondern auf Dauer auch nur noch elektrische Antriebe zugelassen sein. Ähnlich wie auf Wangerooge, Spiekeroog oder Baltrum – auf den Nordesseinseln haben nur die Behörden Fahrzeuge und diese einen Elektroantrieb. Auf der kleinen Insel im Norden Lanzarotes sind aktuell 296 Kraftfahrzeuge gemeldet, gleichzeitig 739 Einwohner, von denen aber nur 500 dauerhaft auf der Insel leben. Der Bürgermeister der Gemeinde Teguise, die bisher weiterhin für die Verwaltung von La Graciosa zuständig ist, hat angekündigt die Zahl der Kraftfahrzeuge drastisch zu limitieren und auf Dauer für ein Moratorium zu sorgen, das in Zukunft nur noch elektrobetriebene Fahrzeuge auf der kleinen Insel zulässt.

Keine Erdölbohrungen mehr – die aktuelle Zentralregierung in Madrid bereitet einen neuen Gesetzesvorschlag zu, der keine Bohrungen auf dem Meeresgrund mehr zulässt. Ein Szenario wie es die Kanarischen Inseln 2014 erlebt haben, als REPSOL den Meeresgrund zwischen Lanzarote, Fuerteventura und Marokko perforiert hat, ist dann nicht mehr möglich. Bisher ist nicht bekannt wann das Gesetz in Kraft treten soll. Inhaltlich soll es aber die Bohrungen in spanischen Gewässern grundsätzlich zum Schutz der Fauna verbieten. Vor 14 Monaten sind die Bohrgenehmigungen für Repsol für die Planquadrate 1 – 9 vor den Kanarischen Inseln abgelaufen. Im BoletinOficial de Espana stand im Juli 2017 das das spanische Mineralölunternehmen keine neuen Bohrgenehmigungen beantragen wird.

12. September 2018

28 Gemeinden erfüllen Transparenzgesetz – Drei Jahre nach Einführung des neuen Gesetztes für mehr Transparenz erfüllen auf Gran Canaria lediglich sieben Gemeinden die Voraussetzungen, auf Teneriffa sind es immerhin 21 Gemeinden, die mindestens fünf von 10 möglichen Punkten in Sachen Transparenz erhalten haben. Mit dem neuen Gesetz ist eine eigene Kommission eingerichtet worden, die die Fortschritte unabhängig bewertet. Am wenigsten Transparenz herrscht weiterhin bei öffentlichen Bauprojekten, bei finanziellen Hilfen und Subventionen und bei der Organisation von internen Abläufen. Den aktuellen Bericht mit allen Details hat die Kommission auf ihrer Website zur Verfügung gestellt. http://transparenciacanarias.org/informeanual2016/

So viele Festanstellungen wie noch nie – 771.000 Canarios verfügen über einen dauerhaften Arbeitsvertrag, die Zahl der nur als Teilzeit Beschäftigten ist auf 13% zurück gegangen. Damit hat die kanarische Autonomie nicht nur einen historischen Erfolg zu verbuchen, sondern liegt auch im Spanienweiten Vergleich an erster Stelle. Noch nie hatten sovielCanarios eine Festanstellung. Handlungsbedarf sehen die Gewerkschaften aber beim Lohn – nirgendwo in Spanien werden Arbeitskräfte so schlecht bezahlt wie auf den Kanarischen Inseln.

Geldstrafe aus Brüssel – Zur Kasse gebeten wird die Inselregierung von Teneriffa wegen fehlender Kläranlagen. 5,8 Millionen Euro muss die Regierung aus Santa Cruz nach Brüssel überweisen, weil die beiden geplanten Kläranlagen bei Valle Guerra und Güimar nicht fertig gestellt sind. Geplant waren beide Projekte für 2017, jetzt sollen die Analgen erst 2019 ihren Betrieb aufnehmen können.

Neue Fährverbindung nach Huelva – Zwischen der Hafenstadt in Andalusien und den Kanarischen Inseln hat FRS eine Fährverbindung eingerichtet. Jeweils Donnerstag fährt die Fähre von Teneriffa über Gran Canaria und Lanzarote nach Huelva, am Samstag von Huelva aus zurück zu den Kanarischen Inseln. Die Förde Reederei Seetouristik, kurz FRS, blickt in Deutschland auf mehr als 150 Jahre Schifffahrtsgeschichte zurück. Mittlerweile betreibt die GmbH weltweit 64 Fährverbindungen. Mit Residenten Rabatt kostet eine Hin- und Rückfahrt für eine Person mit Pkw 410 Euro.

Gegen Windkraft auf Fuerteventura – Die Proteste gegen Erdölbohrungen vor den Kanarischen Inseln sind noch nicht lange her, immer wieder sind die Aufkleber „No al Petróleo“ auf Autos noch zu sehen. Gegen regenerative Energiequellen formiert sich jetzt auf Fuerteventura aber eine ähnliche Bewegung. Ihnen sind die Windkraftwerke zu hoch, das Bild der Insel wird zerstört. Geplant sind 11 Windkraftwerke mit einer Höhe von 150 Metern. Ähnliche Windräder stehen bereits auf Gran Canaria und Lanzarote. Auf Fuerteventura könnte es noch dauern, bis die Windräder stehen. In der Vergangenheit sind bereits die Hochspannungsleitungen von RedElectrica an den Gegnern gescheitert. Ähnliches droht jetzt auch den Windgeneratoren. Die Initiative sieht Vögel in Gefahr, die Kinobranche würde wegen der Windräder weniger Filme auf der Insel drehen und der Tourismus ist ebenfalls von den Windkraftwerken betroffen. Wegen der flachen Topografie Fuerteventuras sind die Generatoren von allen Seiten sichtbar.

11. September 2018

Überwachung aus der Luft – Die Polizei in Las Palmas testet den Einsatz von Drohnen für die Verkehrs- und Tatortüberwachung. Einen Monat nachdem die Guardia Civil im Norden von Gran Canaria Drohnen zur Überwachung der Küste einsetzt, ziehen die Beamten aus der Inselhauptstadt nach. In Las Palmas sind die Drohnen mit Kameras ausgestattet. Die Bilder sollen den Beamten bei Verkehrseinsätzen, Großveranstaltungen und Notfällen helfen, sich schnell ein umfassendes Bild zur Situation zu verschaffen. Für den Einsatz der Drohnenhaben 68 Beamte Weiterbildungsmaßnahmen besucht. In Spanien werden für den Einsatz oder die Verwendung einer Drohne, je nach Größe, Reichweite und Gewicht, entsprechende Papiere von der Flugsicherheit gefordert. Privatpersonen die eine Drohne verwenden wollen, können sich auf der Webseite http://www.policiacanaria.com/noticias/%C2%BFtienes-un-nuevo-drone-estas-son-las-reglas-que-debes-respetar informieren.

Kein Handyverbot an Schulen – In der kanarischen Autonomie wird es an den Bildungseinrichtungen kein Verbot von Smartphones geben. Das hat die Bildungsministerin der Autonomieregierung, Soledad Monzón, auf einer Pressekonferenz erklärt. Nachdem es an französischen Schulen ein Handyverbot gibt, hatte die Zentralregierung in Madrid die Diskussion aufgenommen. In Spanien entscheiden Bildungsfragen aber die Autonomien selbst. Für ein kollektives Smartphone Verbot an allen spanischen Schulen wäre eine Debatte notwendig, an der alle Autonomien teilnehmen. Laut Soledad Monzón ist der Zugang zu Information, Kommunikation und Technologie ein Teil der Schulausbildung – damit bleibt der Umgang den jeweiligen Bildungseinrichtungen auf dem Archipel überlassen, die im Einzelfall über ein Verbot entscheiden.

Zwei Beben vor Lanzarote – Mit 3,1 auf der Richterskala hat der Meeresgrund östlich von Lanzarote und Fuerteventura in der Nacht von Sonntag auf Montag zweimal gebebt. Für die Experten des vulkanologischen Instituts stellen auch diese Erdbeben keinerlei Gefahr für die Bevölkerung dar. Seit dem 2. September haben die Sensoren, die rund um den Archipel ihren Dienst verrichten, 200 Mal ausgeschlagen. Allerdings nur mit einem Wert von unter 1,0 auf der Richterskala. Lediglich 12 Mal haben die Sensoren einen Wert von über 1,5 angezeigt. Für einen Archipel vulkanischen Ursprungs gehören diese Ergebnisse zur Normalität.

Flüchtlingsboot abgefangen – Der Einsatz von spanischen Sicherheitsbeamten an der mauretanischen Küste zeigt Wirkung. Zusammen mit mauretanischen Sicherheitskräften ist ein Flüchtlingsboot mit 41 Personen gestoppt worden. Die Insassen stammen einem Polizeibericht zufolge alle aus Senegal und hatten als Ziel Kanarische Inseln angegeben. Seit Julie arbeiten spanische und mauretanische Sicherheitskräfte zusammen an der Nordküste Mauretaniens im Kampf gegen Schleuserbanden und illegale Immigration.

Mehr Autonomie für Katalonien –Ministerpräsident Pedro Sanchez will ein neues, offizielles Referendum in der Region um Barcelona abhalten. Allerdings nicht über eine Loslösung Kataloniens von Spanien, sondern über mehr Autonomie. Der Vorstoß hat nicht nur Befürworter – Kritiker werfen Pedro Sanchez vor die Uhr zurück drehen zu wollen. Es gab bereits 2006 ein ähnliches Referendum über mehr Selbstbestimmung. Damals stimmten 73% der Katalanen dafür. Gegen den reformierten Autonomiestatus Kataloniens wurde aber vier Jahre später von Manuel Rajoy und der Partido Popular mit Erfolg geklagt. Im Oktober 2017 stimmten dann 43% der Wahlberechtigten in Katalonien trotz Verbot aus Madrid und zum Teil unter Polizeigewalt für eine Unabhängigkeit Spaniens. Am 11. September, dem katalanischen Feiertag, werden in Barcelona wieder Kundgebungen für eine spanische Unabhängigkeit erwartet.

10. September 2018

272.000 kehren an die Schulbank zurück – Insgesamt sind es rund 5.000 Schüler weniger auf den Kanarischen Inseln. Ein Rückgang, der sich seit vier Schuljahren auf dem Archipel bemerkbar macht. Bis Mittwoch kehren Spanienweit alle Schüller wieder zurück an die Schulbänke. Auf den Kanarischen Inseln beginnt das Schuljahr offiziell am 12. September. Bis zu 1.200 Euro kostet der Unterrichtsbeginn pro Kind. Schulmaterial, Bücher, Uniform müssen von den Eltern weiterhin aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

Weniger Konsum – Auf den Kanarischen Inseln ist es der Einzelhandel, der erste Signale für einen Rückgang des Wirtschaftswachstums erkennt. Der Sommerschlussverkauf ist mit einem Rückgang von 1,6% im Vergleich zum Vorjahr beendet worden und konnte mit diesem Ergebnis die Erwartungen überhaupt nicht erfüllen. Gerechnet hat der Einzelhandel mit einem Zuwachs von 3%. Seit 2014 ist der Umsatz im Einzelhandel jedes Jahr um zum Teil mehr als 8% gewachsen. Pessimismus herrscht nicht, das Jahr hat noch mehr als drei Monate, das Weihnachtsgeschäft beginnt erst Ende Oktober, klar ist aber bereits heute, dass sich das Wirtschaftswachstum in der Kanarischen Autonomie im Vergleich zu den letzten Jahren verlangsamt hat.

Wasserkraftwerk Chira y Soria – Auf dem Papier existieren die Wasserturbinen bereits, die auf Gran Canaria für grünen Strom sorgen sollen. Fertiggestellt werden soll es noch im 21. Jahrhundert. Konkreter wird die Inselregierung nicht. Seit sechs Jahren wird der Baubeginn immer wieder verschoben. Der Grund dafür wird zwischen den Ministerien und Unternehmen hin und her verschoben. Aktuell wartet der spanische Stromanbieter „Red Electrica Española” auf eine Umweltanalyse der kanarischen Autonomieregierung. Das System soll, ähnlich wie auf El Hierro, Strom durch herabfließendes Wasser zwischen den beiden Stauseen Chira und Soria produzieren. In den energiearmen Nachtstunden soll das Wasser durch Windenergie wieder in den höher gelegenen Stausee Chira gepumpt werden. Seit 2011 wartet das Projekt auf seinen Baubeginn.

Ryanair streicht Flugverbindungen – Der irische Flugdiscounter wird ab Ende Oktober auf Lanzarote die Abendflüge nach Madrid, Santiago, Sevilla und Valencia einstellen. Flugverbindungen nach Santander und Zaragoza werden ganz eingestellt. Bisher gibt es keine Informationen von Ryanair zu der Entscheidung. Frühestens ab März 2019 könnte es wieder eine Veränderung bei den Flugverbindungen von Ryanair geben. Ob es über die Weihnachtsfeiertage zusätzlich Flugkontingente von Ryanair zwischen dem Festland und Lanzarote geben wird ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Helfer gesucht – Für den Ironman 70.3 auf Lanzarote fehlen dem Veranstalter noch hunderte Unterstützer. Der Triathlon findet am 6. Oktober statt. Zusammen mit dem Sportministerium der Inselregierung wird bis zum 3. Oktober nach Helfern gesucht. Die Anmeldung erfolgt entweder direkt Online auf der Webseite ironman703lanzrote.com oder per Mail an info@ironmanlanzarote.com. Mindestalter 16 Jahre.

07. September 2018

Romeria des Jahres – Die Fiesta del Pino ist aus kulturellen und religiösen Gründen heute Abend auf Gran Canaria die Veranstaltung des Jahres. Es gibt viele Attribute die im Züge dieser Veranstaltung zu hören sind: Tradition, Kultur, Solidarität, Ethnographie, Folklore, Musik und Glaube. Die Romeria Virgen del Pino bringt immer noch so viele Menschen auf die Straße wie keine andere auf den Kanarischen Inseln. Heute Abend treten in Teror 22 Musikgruppen auf. Seit rund 50 Jahren ist die Romeria de Teror auch von touristischem Interesse. Alle 14 Gemeinden der Inseln sind musikalisch vertreten, ebenso gibt es von jeder Insel eine Musikgruppe die an der Romeria del Pino teilnimmt. Selbst die Kamele aus Lanzarote sind heute in Teror. Mehr Infos zum Programm gibt es auf fiestadelpino.es

Unabhängigkeitsbestrebung schwemmt Unternehmen auf den Archipel – 140 Millionen Euro Umsatz haben auf den Kanarischen Inseln Firmen gemacht, die früher ihre Rechnungen aus der katalanischen Region gestellt haben. Innerhalb der letzten sechs Monate haben 40 Unternehmen ihren Sitz aus Barcelona und Umgebung auf den Archipel verlegt. Insgesamt sind aus Katalonien seit Beginn der Abstimmung für die Unabhängigkeit von Spanien 2.300 Unternehmen in andere spanische Regionen abgewandert. Laut dem spanischen Unternehmensindex haben in diesem Jahr 35% der katalanischen Unternehmen ihre Firmenadresse mit einer Adresse außerhalb der katalanischen Autonomie ersetzt.

Beach Inspektor zeichnet Cofete aus – Das Portal ist vergleichbar mit booking.com oder AirBnB, konzentriert sich aber in erster Linie auf den Traumstrand zum Hotel und nicht umgekehrt. Auf Beach-Inspector.com werden Strände bewertet und ausgezeichnet. Cofete im Südwesten von Fuerteventura hat es neben Manda Bay in Kenia, Semeti Beach in Indonesien oder Pai Plong in Thailand unter die 10 schönsten Strände weltweit geschafft. Hotels in der Nähe Fehlanzeige! Rund 1,5 Stunden Fahrt über Schotterpisten entfernt sind die nächsten Hotels auf Fuerteventura. Dafür gibt es auf der Insel auch kaum einen anderen Strand der so naturbelassen ist wie Cofete.

Autonomer Elektroantrieb in Timanfaya – In den Bussen, die Touristen durch den Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote in Zukunft fahren werden, sitzen keine Fahrer mehr am Steuer. Zusammen mit dem spanischen Institut für Luft und Raumfahrtechnik sollen für ein Projektvolumen von 1,2 Millionen Euro autonome Elektrobusse Touristen durch die Feuerberge bringen. Geplant ist ab 2020 keine kraftstoffbetriebenen Busse mehr im Nationalpark auf Lanzarote einzusetzen. Gesetzlich vorgeschrieben ist aber auch in diesen batteriebetrieben und autonomen Fahrzeugen ein Fahrer, der allerdings nur im Notfall eingreifen wird.

Megakino auf Teneriffa – Rambo V und War Pigs werden rund um den Teide gedreht. Das ist heute aus verschiedenen Pressemeldungen zu entnehmen. Die Dreharbeiten sollen bereits im Oktober beginnen. Für Rambo V leiht Teneriffa seine Kulisse einem Szenario in dem Sylvester Stallone gegen ein mexikanisches Drogenkartell in den Krieg zieht. In War Pigs stellen sich Mel Gibson und Colin Farrell als ehemalige Marines dem Bösen in den Weg. Die Inselregierung rechnet mit Einnahmen von rund 500.000 Euro täglich, die Dreharbeiten sollen insgesamt 30 Tage pro Blockbuster andauern. Als die Bourne Identität auf Teneriffa gedreht worden ist, sind 1.000 Personen von der Insel für die Produktion beschäftigt worden. Für die beiden neuen Kinostreifen wird mit der doppelten Zahl gerechnet.

06. September 2018

Dreharbeiten auf Fuerteventura – Bergfest bei Sur Film Producciones – rund die Hälfte der Szenen die für den Film „Wonderwoman“ benötigt werden, sind bereits produziert. Es fehlen noch 700 Stunts und Bewegungen für die Fertigstellung des zweiten Teils. Die Dünen von Fuerteventura bleiben bis dahin gesperrt. Die rund 70 Meter hohen Stuntkräne, die für die Dreharbeiten benötigt werden sind von weithin sichtbar. Möglich ist ein weiteres Casting durch Sur Film Pruducciones und Warner Bros auf Fuerteventura. Bisher unbestätigten Meldungen zufolge sollen noch Szenen mit Statisten von Fuerteventura gedreht werden.

Sterbliche Überreste bei Zárate – Westlich des Campus auf Gran Canaria hat ein Hund einen Leichnam ausgegraben. Einem Polizeibericht zufolge muss der menschliche Körper bereits seit Wochen oberhalb der Calle Doctor Sventeniusgelegen haben. Bisher gibt es keinerlei Information über die Identität des Toten. Die Stelle ist von der Polizei abgesperrt worden. Der Leichnam soll forensisch untersucht werden. 

Toyota ruft 583 Fahrzeuge zurück – Modelle der Baureihe PRIUS, PHV und C-HR erhalten im Zuge einer Rückrufaktion neue Kabelbäume. Der in den Fahrzeugen verbaute Kabelstrang kann während der Fahrt mit einem elektrischen Verbindungspunkt in Kontakt kommen und einen Kurzschluss oder sogar einen Brand auslösen. Auf den Kanarischen Inseln sind rund 600 Fahrzeuge von der Rückrufaktion betroffen, Spanienweit sind es mehr als 21.000 Autos.

Spanier bewegen sich zu wenig – Die Weltgesundheitsorganisation stellt Spanien ein schlechtes Zeugnis aus: Ein Viertel der Bevölkerung bewegt sich nicht ausreichend genug um gesund zu bleiben. Beim Geschlechtervergleich sind es die Frauen, die mit einem Anteil von 30% zu wenig Sport treiben. Bei den Männern sind es immerhin noch 22% die sich für einen gesunden Körper zu wenig bewegen. 150 Minuten Sport mit leicht erhöhter Herzfrequenz empfiehlt die Weltgesundheits-organisation in ihrem gestern veröffentlichten Bericht. Ein weiteres Ergebnis: der Einzug von Smartphones und Tablets hat sich bis heute negativ auf die sportliche Motivation in der Bevölkerung ausgewirkt.

Easyjet mit zusätzlichen Verbindungen – Ab Oktober fliegt der Flugdiscounter von Lanzarote nach Paris, Mailand, London, Liverpool, Basel, Belfast, Bristol und Amsterdam. Außerdem werden Venedig, Manchester und Berlin angeflogen. Gestrichen wird ab Oktober die Flugverbindung nach Hamburg. Damit fliegt Easyjet ab Oktober wöchentlich von 35 europäischen Airports nach Guacimeta, 28.000 Flugtickets pro Monat. Eine Verbindung von Lanzarote nach Madrid wird es für EasyJet auch in der kommenden Wintersaison nicht geben. Aus Kostengründen wird Barajas vom Flugdiscounter aktuell nicht mehr angeflogen.

05. September 2018

300.000 Arbeitslose mehr – Seit Montag sind in Spanien rund 300.000 Erwerbsfähige wieder auf Jobsuche. Sie haben im Zuge der Saison ihren Job verloren oder ihr befristeter Arbeitsvertrag ist ausgelaufen. Dieser Rückgang auf dem Arbeitsmarkt ist in Spanien saisonal bedingt und tritt jedes Jahr zum Ende des Monats August auf. So stark wie in diesem Jahr war die Änderung auf dem Arbeitsmarkt allerdings noch nie. Aktuell sind in Spanien 18.800.000 Erwerbsfähige als Beschäftigt gemeldet.

Riesiger Buckelwal vor Teneriffa – Der Unterwasserfotograf Sergio Hernandez hat rund 500 Meter vor der Küste am Berg von Guaza im Süden der Insel eine 15 Meter langer Buckelwal mit einem Buckelwal Jungen dokumentiert. Die Bilder hat heute die Tageszeitung Canarias7 veröffentlicht. Das diese Spezies der Meeressäuger sich so nah von der Küste entfernt aufhält ist äußerst ungewöhnlich. Vor den Kanarischen Inseln konnten bisher 27 verschieden Wal- und Delfinarten nachgewiesen werden. Das Gebiet zwischen Teneriffa, La Palma und La Gomera gilt unter Experten weiterhin als der Bereich mit den häufigsten Walsichtungen.

Verfolgungsjagd auf Lanzarote – In der Calle Triana hat die Polizei gestern zwei Jugendliche festgenommen. Zuvor lieferten sich die mutmaßlichen Täter eines Raubüberfalls ein Straßenrennen mit der Polizei. Sechs Autos sind zum Teil stark beschädigt worden, bevor der grüne Opel Astra gegen ein siebtes Fahrzeug geprallt ist und sich überschlagen hat. Die Calle Triana war gestern kurzzeitig gesperrt. Beide Täter konnten unverletzt in Gewahrsam genommen werden.

Fußballnationalmannschaft auf Gran Canaria – Nach elf Jahren wird „La Bestia roja“ wieder ein Spiel in Las Palmas auf Gran Canaria bestreiten. Der spanische Fußballverband hat gestern Nachmittag bekannt gegeben, das Spiel gegen Bosnien am 21. November im Fußballstadion von Las Palmas auszutragen. Damit kehrt die spanische Fußballnationalmannschaft an einen Ort zurück, an der Spanien gegen internationale Gegner noch nie verloren hat. Das letzte Spiel fand in Las Palmas gegen Irland 2007 statt. Unter dem Trainer der goldenen Ära Spaniens Luis Aragones gewann Spanien auch dieses Spiel mit 1:0.

Kampf gegen AirBnB – Madrid, Barcelona, Bilbao, San Sebastian, Palma, Santa Cruz auf Teneriffa oder Las Palmas auf Gran Canaria – die Städteverwaltungen reagieren auf den zum Teil verzehnfachten Besucherstrom aus dem Ausland und nehmen den Marktführer AirBnB aufs Korn. In den Zentren soll der Anteil von an Touristen vermieteten Wohnungen stark begrenzt werden. Politiker und Initiativen weisen darauf hin, dass sich wegen der gestiegenen Mieten, auch für Geschäfte, die sozialen Strukturen in ihren Vierteln immer mehr geändert haben soll. Jetzt hat sich das spanische Kartellamt eingeschaltet. Mit Unterstützung aus der Politik sollen Wege gefunden werden, die stark gestiegenen Mieten in Spaniens Großstädten zu regulieren. Zum Teil sind in Madrid und Barcelona die Mieten in den vergangenen vier Jahren um 40% gestiegen.

04. September 2018

Abschaffung der Sommerzeit – Während mehr als die Hälfte der Europäer in Zukunft die Uhr nicht mehr vor und zurückstellen will, ist der Präsident der Kanarischen Inseln vielmehr daran interessiert die 60 Minuten Differenz zum spanischen Festland in jedem Fall bei zu behalten. Die spanische Regierung hat eine eigene Expertenkommission eingerichtet um über die Vor- und Nachteile einer dauerhaften Zeitumstellung zu beraten, auch ein Vertreter der Kanarischen Inseln ist Mitglied in der Kommission. Denkbar wäre auch die kanarische Zeit für ganz Spanien. In jedem Fall wird die Entscheidung frühestens nach den Europawahlen im Mai 2019 fallen.

Flüchtlingsboot am Papagayo Strand – Die Besatzung eines Motorbootes hat bei Playa Blanca auf Lanzarote rund 20 Flüchtlinge beobachtet, wie sie zwischen Papagayo und Puntagorda aus einem kleinen Holzboot gestiegen sind. Drei Personen konnten von der Polizei zum Roten Kreuz gebracht werden nach 17 weiteren wird seit gestern gesucht.

Der größte Katamaran der Welt – Streng genommen hat die Reederei Fred Olsen den größten Trimaran gebaut, öffentlich angeworben wird der Betancuria Express aber als größter Katamaran der Welt. Eingesetzt werden soll die 115 Meter lange Fähre zwischen Morro Jable auf Fuerteventura und Las Palmas auf Gran Canaria. Gebaut worden ist das rund 40 Knoten schnelle Schiff in Australien und war von Fred Olsen ursprünglich für das baltische Meer geplant, soll aber jetzt zwischen Morro Jable und Las Palmas eingesetzt werden. 350 Autos haben im Bauch der Fähre Platz, 1.600 Passagiere kann die Fähre maximal transportieren. Ab November bietet Fred Olsen auch eine neue Verbindung von Las Palmas nach Arrecife auf Lanzarote an. Zweimal pro Tag verbindet Fred Olsen dann die beiden Inselhauptstädte mit seinen Schnellfähren innerhalb von drei Stunden und 40 Minuten.

Weniger Appartementbuchungen – 2,1 Millionen Übernachtungen sind im letzten Monat auf den Kanarischen Inseln gebucht worden. Das entspricht einem Rückgang von rund 11% im Vergleicht zum gleichen Vorjahresmonat. Gebucht worden sind die Appartements im Schnitt für eine Dauer von 7,16 Tagen. In Sachen Campingurlaub ist die Autonomie Katalonien weiterhin führend im Spanienweiten Vergleicht, nirgendwo sonst in Spanien werden mehr Wohnwagen, Wohnmobile oder Zelte für den Urlaub genutzt. Weiterhin steigend ist auch die Zahl der Übernachtungen in sogenannten Albergues – die Jugendherbergen in Spanien sind so stark frequentiert wie nie.

Mehr Passagiere als im letzten Jahr – Im August sind auf den fünf internationalen Airports der Kanarischen Inseln 2% mehr Urlauber gelandet als im gleichen Vorjahresmonat. 3.9 Millionen Passagiere sind auf Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, Fuerteventura und Lanzarote abgefertigt worden. Weiterhin werden die beiden Flughäfen Gran Canaria und Teneriffa am intensivsten frequentiert. Auf Lanzarote sind im letzten Monat rund 670.000 Passagiere abgefertigt worden, auf Fuerteventura waren es 560.000. Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Urlauber auf dem Archipel im Vergleich zum letzten Jahr auf 26 Millionen gestiegen, 4,3% mehr als im letzten Jahr.

03. September 2018

33 tödliche Badeunfälle – Seit Jahresbeginn gab es an den rund 1500 Kilometer Küste der kanarischen Autonomie 116 Badeunfälle, 33 davon endeten tödlich. Im gleichen Zeitraum im letzten Jahr waren es 57 Tote. Ein Rückgang von 37%. Auch aus dieser aktuellen Statistik gehen Touristen aus dem Ausland als die größte Risikogruppe hervor. Knapp 80% der Badetoten stammen aus europäischen Ländern wie Deutschland, Groß Britannien, Norwegen, Schweden, Polen oder Italien. Die Risikogruppe ist zwischen 60 und 75 Jahre alt, die Unfälle passieren immer nachmittags und rund 20 Meter vom Ufer entfernt. Vertreter der Regionalregierung wollen zusammen mit dem Verband der Rettungsschwimmer auf die aktuellen Ergebnisse reagieren und eine Kampagne speziell für den Tourismussektor erarbeiten.

18 Milliarden in sechs Monaten – Umgesetzt hat der größte Wirtschaftsmotor Spaniens seit Januar so viel Geld wie noch nie – 17,99 Milliarden Euro seit Jahresbeginn entspricht einem Plus im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum von 2,8%. Mehr als 37 Millionen Urlauber sind seit Januar nach Spanien gereist. Auch das entspricht einem neuen Rekord: 1,8% mehr Touristen aus dem Ausland als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auf dem Höhepunkt eines historischen Erfolges gibt es erste Warnungen: das Ergebnis aus diesem Jahr wird im nächsten Jahr durch Konkurrenzmärkte wie Türkei, Ägypten, Tunesien und Griechenland getrübt. Warnungen der Experten gab es allerdings bereits im letzten Jahr.

Straßenarbeiten in Arrecife – In der Inselhauptstadt von Lanzarote herrscht bei vielen Einzelhändlern aktuell notorische Unzufriedenheit: Wegen der Straßenarbeiten in der Calle Antonio Porlier y Sopranis und in der Calle Hermanos Zerolo ist der Umsatz eingebrochen. Dazu wird der Fertigstellungstermin immer weiter in die Zukunft verschoben. Aktuell kommt aus dem Rathaus von Arrecife lediglich noch die Jahreszeit Herbst als Information für ein mögliches Ende der Arbeiten – geplant und bekannt gegeben war zu Beginn der Arbeiten der 31. August. Die Möglichkeit zumindest die beiden Gehsteige in beiden Straßen wieder zu öffnen hat das Rathaus aus Sicherheitsgründen abgelehnt.

Keine Kippen mehr am Strand – In Lloret de Mar ist das Rauchen bereits verboten, der Stadtstrand von Las Palmas de Gran Canaria soll ab dem nächsten Sommer 2019 rauchfrei werden, und auf Teneriffa wird über ein Verbot abgestimmt – und eigentlich geht es nicht um den Qualm. Vielmehr sind es die Zigarettenstummel im Sand die dazu geführt haben, dass es in der Region Galizien keinerlei öffentliche Strände mehr gibt an denen geraucht werden darf. Ähnlich gehandhabt werden soll es in Zukunft auch an kanarischen Stränden: wer raucht oder Kippen in den Sand wirft muss mit einer Geldstrafe rechnen. Am Las Canteras Strand in Las Palmas auf Gran Canaria sind ab dem kommenden Jahr für Rauchen am Strand 300 Euro fällig.

Teuerster Warenkorb Spaniens – Der Gang zum Supermarkt kostet in Las Palmas auf Gran Canaria so viel wie in keiner anderen spanischen Stadt. Laut dem Vergleichsportal kelisto.es sind pro Kopf und Jahr in Las Palmas 4.770 Euro für Lebensmittel notwendig. Mit diesem Ergebnis löst Las Palmas die Insel Lanzarote ab, die jahrelang auf Platz 1 in Sachen Preise für Lebensmittel war. Santa Cruz de Tenerife liegt dem Ergebnis von kelisto zufolge auf Platz acht im spanienweiten Vergleich. Weiterhin auf dem ersten Platz liegt Las Palmas in Sachen Transport. Öffentliche Verkehrsmittel und Kraftsoff sind so günstig wie in keiner anderen spanischen Stadt.

31. August 2018

Reichensteuer – Ginge es nach den Vorstellungen der Partei Podemos, gäbe es nach den nächsten Wahlen auf den Kanarischen Inseln eine neue Steuer für Jahreseinkommen über 150.000 Euro. Damit würden laut einer Kalkulation des spanischen Finanzamtes rund 400 Millionen Euro mehr pro Jahr im spanischen Haushalt landen. Betroffen von dem Plan, eine Reichensteuer einzuführen, sind 91.000 Personen in Spanien, auf den Kanarischen Inseln sind es 2.800. Das aktuelle Steuersystem sieht für Kapitalerträge, egal in welcher Höhe, eine maximale Steuerlast von 23% in Spanien vor. Für die Partei Podemos deutlich zu wenig im Vergleich zum Otto Normalverbraucher, der auf sein monatliches Einkommen genauso viel an den Staat abführt.

Inselregierung kauft Güigüí –Das unter Naturschutzstehende Gebiet an der Westküste von Gran Canaria soll noch vor 2019 vom Cabildo von Gran Canaria aufgekauft werden. Obwohl Käufer und Verkäufer mit ihren Preisvorstellungen noch sehr weit auseinanderliegen, sollen die 3.000 Hektar Natur mit einem beeindruckenden Strand an der Küste, in ein Biosphärenreservat umgewandelt werden. Zwischen Tiasartico, Casas Blancas und Los Caserones ist die Natur nur noch zu Fuß oder aus der Luft zu erreichen. Mehr als 40 endemische Pflanzen und gut 20 Tierarten leben bereits jetzt schon im Naturschutzgebiet von Güigüí. Sein Eigentümer hat eine Preisvorstellung von sechs Millionen Euro, das Naturschutzministerium schätzt die 3.000 Hektar Natur auf drei Millionen Euro.

Strom wird teurer – Seit vier Monaten steigt der Preis pro Kilowattstunde auf den Kanarischen Inseln an. Aktuell ist die durchschnittliche Stromrechnung auf dem Archipel um 11% teurer als im März. Die Preiserhöhung ist in Spanien auf die gestiegenen Preise der fossilen Brennstoffe zurück zu führen. Steigen die Preise von Öl und Gas, steigt in Spanien wenige Monate später auch der Strompreis. Im Schnitt lag der monatliche Strompreis für einen Familienhaushalt im letzten Jahr pro Monat bei 55,74 Euro, im Juli dieses Jahres sind 61,83 Euro abgerechnet worden.

Bintazos nach Lissabon, Madeira und Sal – Die kanarische Fluggesellschaft bietet noch bis Samstag günstige Flugangebote nach Portugal und auf die Kapverdischen Inseln an. Ab 85,50 Euro werden die Tickets angeboten, Hin und Rückflug inklusive. Das Angebot betrifft nur Lissabon, Madeira und Sal. Die Tickets können entweder direkt über die Webseite bintercanarias.com gekauft werden oder telefonisch unter 902 391 392. Das Angebot endet morgen Abend um 0.00 Uhr.

Neue Flüchtlingswelle – Für Spanien ist die afrikanische Küste in Sachen Flüchtlinge nicht mehr der Hotspot – aktuell kommen mehr Flüchtlinge aus Venezuela, als aus Afrika ins Land. Allerdings sind es Flüchtlinge auf hohem Niveau, nur die Reichen können sich eine Flucht aus dem krisengeschütteltem Venezuela leisten. 43.000 Menschen sind in diesem Jahr bisher aus Venezuela geflüchtet. 7.000 Wohnungen und Häuser sollen seit Januar alleine im Nobelviertel Salamanca in Madrid von den superreichen Flüchtlingen aus Venezuela gekauft worden. Die Zeitung „El Mundo“ schreibt: „Madrid ist für Caracas das, was Miami für Havanna ist“. Etliche Venezolaner haben einen spanischen Pass, was ihre Einreise unkompliziert macht. Andere sind Fachkräfte, die von spanischen Firmen engagiert werden ‑ auch sie kommen problemlos ins Land. Rund 13.000 Menschen aus Venezuela haben in diesem Jahr in Spanien Asyl beantragt. Oft sind es politisch Verfolgte: Politiker der Opposition, Professoren, kritische Journalisten.Die Migration von Venezolanern nach Spanien verläuft eher lautlos. Doch die offiziellen Zahlen belegen, dass zurzeit deutlich mehr Menschen aus Venezuela nach Spanien kommen als aus Afrika ‑ in diesem Jahr waren es bereits fast doppelt so viele.

30. August 2018

Keine Hafenerweiterung in Agaete – Das Rathaus der Gemeinde von Agaete auf Gran Canaria hat die geplante Vergrößerung der Mole im Hafen abgelehnt. Vorrausgegangen war eine Umfrage in der Bevölkerung. Geplant hatte die Regionalregierung eine Erweiterung der Hafenmole um Kreuzfahrtschiffen die Möglichkeit zu geben im Hafen von Agaete anzulegen. Die Gemeinde hatte daraufhin im April Einspruch eingelegt und ein Volksbegehren eingeleitet. Mehr als zwei Drittel der Einwohner in der Gemeinde haben bei der Abstimmung gegen einen größeren Hafen gestimmt.

Menschliche Knochen entdeckt – Bei Ausgrabungsarbeiten in Las Palmas auf Gran Canaria haben Archäologen menschliche Überreste von einer Frau und einem Kind gefunden. Pressemeldungen zufolge sollen die Knochen aus dem 16. bis 17. Jahrhundert stammen. Also aus der Epoche als der holländische Pirat Van der Does das Castillo de la Luz in Las Palmas kommandierte. Die Ausgrabungsarbeiten finden wenige Meter von der Burgmauer entfernt statt. Die Knochen könnten von den Ureinwohnern der Kanarischen Inseln stammen. Die Guanchen sind in dieser Epoche von den spanischen Eroberern verfolgt, gefangen und ermordet worden. Die Knochen sind zur exakten Analyse ins Labor gebracht worden. Ein Ergebnis soll in drei Wochen vorliegen.

Einkaufszentrum in Flammen – Gebrannt hat es gestern Nachmittag im Stadtviertel Las Perreras in Las Palmas auf Gran Canaria. Den Notruf hat ein Anwohner ausgelöst, nachdem aus dem seit Jahren leerstehenden Einkaufszentrum Tamarana Flammen geschlagen sind. Die anliegenden Straßenzüge sind von den Einsatzkräften gestern Nachmittag evakuiert worden. Die Rauchentwicklung war so stark, dass für die Anwohner Lebensgefahr bestanden hat. Zudem bestand Explosionsgefahr, weil die Tankstelle auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums weiterhin in Betrieb ist. Vier Stunden benötigte die Feuerwehr um den Brand zu löschen. Spekuliert wird über die Brandursache: die Polizei ermittelt. In dem seit 2012 leerstehenden Einkaufszentrum hielten sich bis gestern Nachmittag immer wieder Obdachlose auf.

Schlag gegen Schleuser auf den Kanarischen Inseln – Spanische und mauretanische Sicherheitskräfte haben an einem schwer zugänglichen Strand im Norden Mauretanien einen Schleuserring ausgehoben, der seit 2008 Cayucos voll mit Flüchtlingen auf die Kanarischen Inseln geschickt haben soll. Bei der Aktion sind dutzende Holzboote, Außenbordmotoren, Trinkwasserkanister und Kraftstoff sichergestellt worden. Vier Personen sitzen in Untersuchungshaft, nach weiteren acht wird gefahndet.

Geflüchteter Häftling festgenommen – Durchatmen auf Lanzarote – Der seit zwei Tagen flüchtige Häftling sitzt wieder in seiner Zelle. Der 32-jährige war am Montag aus dem Gefängnis in Tahiche ausgebrochen. Wie der mehr als 30 Mal verhaftete Schwerverbrecher aus der Haftanstalt gelangen konnte ist bisher nicht bekannt. Innerhalb von zwei Tagen hat Alejandro P. ein Restaurant überfallen, 4.500 Euro erbeutet und sich mit der Guardia Civil in einem gestohlenen Fahrzeug eine Verfolgungsjagd in Costa Teguise geliefert, die für den Häftling in einer Hauswand endete. Alejandro P. sitzt seit gestern Nachmittag wieder in der Haftanstalt in Tahiche.

29. August 2018

Alarmstufe Gelb wegen hohen Wellen – Betroffen sind von der Warnung der Meteorologen Teneriffa und Gran Canaria. Im Kanal zwischen Anaga und Agaete soll es heute mit Windstärke sieben bis acht aus Nordosten so stark wehen, dass an den Küsten bis zu drei Meter hohe Wellen brechen. Alarmstufe Gelb gilt in diesem Bereich bis heute Abend. Im Süden der beiden Inseln gibt es keine Wetterwarnung.

Historisches Hoch bei Löhnen und Gehältern – Durchschnittlich werden in der kanarischen Autonomie 1.427 Euro monatlich verdient. So viel wie noch nie und 18 Euro mehr als im letzten Jahr monatlich. Von der Regionalpolitik wird die Lohentwicklung gefeiert, die Entwicklung ist positiv, arbeitende Bürger haben auf dem Archipel mehr Geld in der Tasche. Richtig ist aber auch, dass die kanarische Autonomie zusammen mit Extremadura, Ceuta und Melia den geringsten Durchschnittslohn vorzuweisen hat. Die Entwicklung auf den Kanarischen Inseln ist nicht außergewöhnlich, auch in allen anderen spanischen Autonomien sind die Löhne und Gehälter gestiegen. Zum Teil um bis zu 5% im Vergleich zum Vorjahr. Im Baskenland oder Madrid liegt das durchschnittliche Einkommen bei 1.874 Euro. 450 Euro mehr monatlich als auf dem Archipel.

Der einsame Kampf gegen die Flammen – Das Bild, dass heute durch die sozialen Netzwerke kursiert, zeigt einen einzigen Feuerwehrmann vor 26 brennenden Autos. Entstanden ist es in Jinamar auf Gran Canaria, in der Nähe des Einkaufszentrums El Mirador. Dort haben Unbekannt auf einem Parkplatz Feuer gelegt und 26 Fahrzeuge zerstört. Die Polizei ermittelt gegen Unbekannt und wertet Videoaufnahmen aus. Der Vorfall in Jinamar zeigt hinter den Kulissen aber eine dramatische Situation. Der Notruf ist bei der Leitzentrale wenige Minuten nachdem die Flammen ausgebrochen sind eingegangen. In Jinamar gab es gestern Nacht nur einen Feuerwehrmann. Unterstützung aus Arinaga hat es rund 40 Minuten später mit drei weiteren Feuerwehrleuten gegeben. Aktuell gibt es in den Gemeinden Telde, Agüimes, Ingenio und Santa Lucia lediglich acht Feuerwehrleute. Insgesamt sind in den vier Gemeinden mehr als 250.000 Einwohner gemeldet. Gleichzeitig gilt auf der Insel die höchste Waldbrandgefahrenstufe die ein schnelles und intensives Eingreifen fordert, bevor sich die Flammen ausgebreitet haben. Die Gewerkschaft fordert seit Monaten mehr Geld und mindestens 50 Feuerwehrleute pro Tag für die vier Gemeinden.

Polizei warnt vor präparierten Würsten – Auf ihrer Facebookseite sensibilisiert die Policia Nacional Hundebesitzer vor mit Nägeln durch setzten Fleischwaren in öffentlichen Parks. Dem Artikel zufolge gibt es bereits erste Fälle von verletzten Tieren, die in Parks in Oviedo und Pamplona Würste mit Nägeln verzehrt haben. Dabei sollen auch Hunde verendet sein. Die Policia Nacional warnt in dem Beitrag Hundebesitzer davor, ihre Tiere unangeleint durch Parks streifen zu lassen und bitte jeglichen Verdacht sofort unter 091 zu melden.

Erdbeben auf El Hierro – Gestern Nacht gegen 2:00 Uhr lag das Epizentrum in der Gemeinde Frontera in einer Tiefe von 15 Kilometern. Die Richterskala hat einen Wert von 2,4 angezeigt. Notrufe deswegen sind bei der Notrufleitstelle nicht eingegangen. Im August hat das nationale geologische Institut auf El Hierro insgesamt 30 Beben registriert. Das stärkste Beben hatte einen Wert von 2,9. Weder dieses Erbeben noch ein anderes in diesem Monat stellt eine Gefahr für die Bevölkerung dar.

27. August 2018

Delfine schützen Walmutter und ihr Baby – Ein 5-minütiges Video zeigt das Sozialverhalten einer Gruppe von Delfinen. Publiziert hat es die kanarische Tageszeitung Canaria7.es. Auf der Aufnahme ist ein Buckelwalweibchen mit ihrem wenige Wochen alten Baby zu sehen, dass von fünf Buckelwalmännchen angegriffen wird. Eine Delfinschule kommt dem Meeressäuger zu Hilfe und beschützt es vor angriffslustigen Männchen. Zu sehen ist das Video auf der Titelseite von Canarias7.es.

Historischer Schlag gegen Drogenmafia – 31 Personen hat die National Polizei auf den Kanarischen Inseln in einer groß angelegten Operation gegen den Drogenhandel festgenommen. Die Gruppe soll pro Jahr rund 10 Tonnen Haschisch auf die Kanarischen Inseln gebracht und hier verteilt haben. Für den Drogenhandel innerhalb der Inseln ist ein Paketlieferdienst benutzt worden. Die Polizei ermittelt seit zwei Jahren gegen die Gruppe, nachdem die Beamten in einem Mordfall auf den Drogenring aufmerksam geworden sind. Bei der Polizeiaktion sind neben drei Tonnen Haschisch auch 100.000 Euro in Bargeld sichergestellt worden. 28 Personen sitzen in Untersuchungshaft.

Lanzarote hat 57 Millionen Euro Schulden – Das Jahr haben die sieben Gemeinden der Insel mit einem öffentlichen Schuldenberg von knapp 60 Millionen Euro begonnen. Teguise ist auf Lanzarote die Gemeinde mit den meisten Schulden – die ehemalige Inselhauptstadt hat pro Einwohner ein Defizit von 651 Euro. Gefolgt von San Bartolome mit 517 Euro pro Person. Auch Tías und Yaiza weisen ein finanzielles Defizit auf. In Arrecife liegt der Schuldenberg pro Einwohner bei 180 Euro. Als einzige Gemeinde auf Lanzarote ist es auch in diesem Jahr wieder Haria das schwarze Zahlen meldet, drei Euro plus pro Einwohner.

Schutzmaßnahmen für die Dünen von Maspalomas –Sie stellen ohne Frage die wichtigste Touristenattraktion von Gran Canaria dar und drohen zu Verschwinden: Jedes Jahr wird der Rückgang protokolliert, jetzt werden erste Gegenmaßnahmen eingeleitet. Für rund 100.000 Euro Investitionskosten werden die unter Naturschutz stehenden Dünen mit Pollern vor unbefugtem Zutritt geschützt. Insgesamt sollen auf einer Länge von 3.000 Metern 1.000 Holzpflöcke einzementiert werden. In Zusammenarbeit mit Hotels und Reiseveranstaltern sollen Touristen bereits bei ihrer Anreise über die Sensibilität des Naturwunders informiert werden. Bis Ende September werden außerdem 60.000 Kubikmeter Sand bei Punta del Bajeta abgetragen und auf der Nordseite der Dünen angeschüttet um der Erosion entgegen zu wirken.

Warenkorb wieder teurer –Vor rund einem Jahr lagen die Preise für Lebensmittel auf Lanzarote unterhalb des Durchschnittspreises der Kanarischen Inseln. Aktuell zahlen die Verbraucher auf der Vulkaninsel wieder deutlich mehr für den Warenkorb als auf anderen Inseln des Archipels. Vor allem für Gemüse, Früchte und Milchprodukte muss in diesem Jahr tiefer in die Tasche gegriffen werden – der Unterschied bei diesen Produkten liegt bei rund 7%. Auch bei Getränken und Hygieneartikeln liegen die Preise auf Lanzarote deutlich über den Preisen auf Gran Canaria und Teneriffa. Nur noch auf El Hierro und La Gomera wird für diese Produkte mehr bezahlt.

24. August 2018

Zwei weitere Pateras – Die beiden Flüchtlingsboote sind gestern an der Küste von Lanzarote angekommen. Das erste Holzboot hat den Playa de las Malvas in der Gemeinde Tinajo gegen 9.00 Uhr am Vormittag erreicht. Bisher konnte die Polizei sechs Flüchtlinge zur ärztlichen Versorgung zum Roten Kreuz bringen. Das zweite Flüchtlingsboot ist am Playa de los Cocoteros angekommen. Wie viele Flüchtlinge in diesem Boot waren ist bisher noch nicht bekannt. In dieser Woche sind auf Lanzarote bisher insgesamt fünf Flüchtlingsboote angekommen.

Der Alptraum der illegalen Fischer – Seit rund sechs Monaten setzt die Umweltschutzbehörde Drohnen zur Überwachung der Küsten ein, um die illegale Fischerei einzudämmen. Der Erfolg ist so groß, dass in den kommenden Monaten weitere Drohnen zur Überwachung eingesetzt werden. Vor allem im Kampf gegen illegalen Fisch- und Meeresfrüchtefang sind die unbesetzten Flugobjekte erfolgreich. Die Livebilder werden in der Zentrale ausgewertet und den Einsatzkräften exakte GPS Daten übermittelt. Aber auch für die Überwachung von geschützten Schildkröten, Umwelt- und Wasserverschmutzung und die Suche nach Vermissten sind die Flugobjekte ideal einsetzbar und benötigen wenig Personal und Kostenaufwand.

Noch mehr Algenteppiche – Nachdem gestern vor Santiago de Teide auf Teneriffa zwei große Flecken im Meer entdeckt worden sind, gibt es seit heute auch Algenteppiche vor El Hierro und La Palma. Auch vor Teneriffa sind weitere Algenvorkommen entdeckt worden. Bisher sind keine Strände gesperrt. Die Mikroalgen befinden sich noch mehrere Kilometer von der Küste entfernt. Bisher ist noch nicht klar, ob das aktuell eingesetzte Boot von Ocean Tech ausreicht um das Wasser von den Algen zu säubern oder ob noch mehr Boote zur Algenreinigung aus Cádiz geordert werden.

Zuwenig regenerative Energie – Die kanarische Autonomie ist immer noch sehr weit von der Forderung der Europäischen Union entfernt, 32% des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu produzieren. Bis Ende des Jahres sollen immerhin ein Fünftel des Strombedarfs, also 20%, durch Wind- oder Sonnenenergie hergestellt werden. Damit liegt der kanarische Archipel zwar immer noch deutlich hinter den Forderungen der EU, im Vergleich einzelner Regionen in Europa aber auf einer der ersten Plätze. Grund dafür sind aber nicht die Anlagen auf den großen Inseln – das Ergebnis kommt zustande, weil El Hierro in einem groß angelegten Projekt mittlerweile in der Lage ist knapp die Hälfte des Jahresbedarfs an Energie durch Wind-, Sonne- oder Wind herzustellen.

Marihuana auf dem Weg in die Legalität – Der Wirkstoff THC soll ähnlich wie in anderen europäischen Ländern bereits geschehen, für medizinische und therapeutische Zwecke in der kanarischen Autonomie freigegeben werden. 130 Clubs und Vereinigungen auf den Kanarischen Inseln unterstützen die Forderung. Betroffene sollen mit einer kontrollierten Legalisierung nicht mehr gezwungen sein, sich in einem illegalen Markt zu bewegen – zusätzlich soll die Qualität von Marihuana durch die Legalisierung messbar werden. Laut verschiedenen Pressemeldungen ist die Mehrheit der Parlamentarier für eine Legalisierung auf Basis therapeutischer Anwendung.

23. August 2018

3.000 Euro Geldstrafe – Die Watertaxis, die von Corralejo Touristen auf die kleine Insel Lobos zwischen Fuerteventura und Lanzarote bringen stehen aktuell im Fokus der Behörden. Es geht um neun Unternehmen und rund 100 Mitarbeiter, deren Arbeitsplatz seit gestern in Gefahr ist. Während einerseits eine gültige Genehmigung existiert, mit der die Festrumpfschlauchboote zwischen Corralejo und El Puertito verkehren können und Touristen transportieren dürfen. Das Anlegen soll der Küstenschutzbehörde darin aber nicht enthalten sein und hat deswegen diverse Unternehmen bereits gestern mit 3.000 Euro Geldbußen belegt. Insgesamt gibt es 18 Verfahren wegen Verletzung des Küstenschutzgesetztes.

Mikroalgen vor Teneriffa – Vor Santiago del Teide haben Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zwei Algenteppiche entdeckt. Die Mikroalgen sind aber noch weit entfernt von der Küste und den Stränden. Ein Badeverbot in diesem Bereich ist bisher nicht notwendig. Es sind Proben entnommen worden um sie im Institut für Meeresalgen untersuchen zu lassen. Ein Spezialboot der Firma Ocean Cleaner ist auf dem Weg nach Teneriffa um das Wasser von den Mikroalgen zu reinigen. Das Unternehmen aus Cádiz ist spezialisiert auf die Reinigung von Meerwasser. Die Spezialboote sind neben der Entfernung von Mikroalgen auch in der Lage Müll oder Öl aus dem Atlantik zu absorbieren. Ein Schiff mit OC-Tech Technologie soll dauerhaft auf Teneriffa stationiert sein.

Es wird heiß – Ab morgen sollen die Tageshöchstwerte auf bis zu 34 Grad ansteigen. Das haben die Meteorologen des spanischen Wetterdienstes bekannt gegeben, eine Reaktion aus dem kanarischen Gesundheitsministerium folgte prompt: morgen und am Samstag besteht wegen der Hitze Gefahr für die eigene Gesundheit. Besonders betroffen sind auf Gran Canaria die Gemeinden Tejeda, Agüimes, La Aldea, Artenara, Ingenio, Mogán, San Bartolomé de Tirajana und Valsequillo. Sportliche Aktivitäten sollen wegen der heißen Temperaturen und des hohen Ozonwertes auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verschoben werden. Zudem wird empfohlen ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Bisher besteht für die kommenden zwei Tage wegen Hitze Alarmstufe Gelb.

Drei Flüchtlingsboote innerhalb von 24 Stunden – Das erste Boot ist auf Lanzarote am Strand von Famara angekommen. An Bord befanden sich 23 Flüchtlinge. Das Zweite ist wenige Stunden später in der Gemeinde Haria auf Lanzarote angekommen und ein drittes Flüchtlingsboot hat die Küste von Arrecife auf Lanzarote gestern gegen 14.00 Uhr erreicht. Die Polizei fahndet weiterhin nach mehr als zehn Flüchtlingen, bisher konnten 23 Männer, Frauen und Kinder von den Beamten zum Roten Kreuz gebracht werden. Wieviel Flüchtlinge in den insgesamt drei Booten die Küste von Lanzarote erreicht haben ist nicht bekannt.

Erdbeben zwischen Teneriffa und Gran Canaria – Die Geologen des Vulkanologischen Instituts haben einen Wert von 2,6 auf ihren Instrumenten abgelesen. Das Beben hat heute Nacht um 22:58 in einer Tiefe von 11 Kilometern stattgefunden. Mehrere Sensoren auf dem Meeresgrund haben Erdbewegungen aufgezeichnet. Von der Bevölkerung ist das Beben nicht wahrgenommen worden, weder auf Teneriffa noch auf Gran Canaria. Auch dieses Beben stellt keinerlei Gefahr für die Bevölkerung dar. Auf der Webseite Geografischen Instituts sind Informationen publiziert, was im Falle eines Erdbebens zu tun ist. Mehr Infos auf http://www.ign.es/web/resources/sismologia/qhacer/qhacer.html

22. August 2018

Blutspende Mobil unterwegs – Ab kommender Woche sind die Fahrzeuge des Gesundheitsamtes wieder auf Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura unterwegs. Auf Gran Canaria ist das Blutspendemobil ab Montag in Las Palmas, Telde und Agaete unterwegs. Auf Lanzarote kann in den Gemeinden Arrecife, Yaiza und Teguise Blut gespendet werden. Auf Fuerteventura ist Blutspenden im Krankenhaus von Puerto del Rosario möglich. Die genauen Zeiten und Orte können über das Internet abgefragt werden.

http://www3.gobiernodecanarias.org/sanidad/ichh/colectasi.asp

Teneriffa 360 Grad – In Zusammenarbeit mit Google Maps hat das Cabildo von Teneriffa einen multimedialen Vogelflug über Teneriffa erstellt, der die Bilder der Insel individuell und interaktiv abrufbar macht. Alleine 10 Millionen Besucher wollten bisher das Video zum Aufstieg auf den Teide sehen, 1,4 Millionen Besucher haben auf die Bilder des Siam Parks geklickt. Erreichbar sind die Bilder und Videoaufnahmen aus der Vogelperspektive über https://www.webtenerife.com/galeria-multimedia/360/

Teure Parkgebühren – Die Flughäfen der Kanarischen Inseln sind in Sachen Parken so teuer wie kaum ein anderer Parkplatz in Spanien. Wer sein Auto eine Woche auf einem Flughafen parken möchte, zahlt auf Fuerteventura und La Palma 67 Euro. Auf Lanzarote sind 72,40 Euro fällig. 85 Euro müssen für eine Woche Parken auf Teneriffa und Gran Canaria bezahlt werden. Es gibt in Spanien nur noch einen Flughafen der mehr Gebühren für eine Woche Parken aufruft: auf Ibiza 92,50 Euro. Zum Vergleich: am Flughafen auf Mallorca sind lediglich 44 Euro für eine Woche Parken fällig.

Mehr Flugtickets – Das Tourismusministerium der Kanarischen Inseln hat eine deutliche Steigerung der Flugkapazitäten für die Wintersaison bekannt gegeben. 230.000 Flugtickets mehr vom spanischen Festland, 500.000 Flugtickets mehr von verschiedenen europäischen Flughäfen zu den Kanarischen Inseln. Das entspricht einer Steigerung von knapp 10% im Vergleich zur Wintersaison 2017/2018. Vor allem die neue Fluggesellschaft Laudamotion und EuroWings haben ihre Kapazitäten für die Wintersaison deutlich erhöht: 12,6% mehr Flugkapazitäten haben diese beiden Fluglinien ab Oktober geplant.

Die Gefahr durch Pyromanen – Erst vor rund 12 Monaten hat es auf Gran Canaria lichterloh gebrannt – das Feuer war provoziert. Auf Teneriffa ist der letzte Waldbrand erst vier Monate her. Dieser Brand ist ebenfalls von Menschenhand gelegt worden. Auf La Palma ist es zwei Jahre her, als ein deutscher Hippie eines der größten Feuer in der Geschichte der Insel gelegt hat. Die Waldbrandgefahr ist auf den Inseln aktuell auf der höchsten Gefahrenstufe. Alle Inselregierungen versuchen mit regelmäßigen Pressemitteilungen die Bevölkerung für die Gefahr zu sensibilisieren. Offene Feuer sind aktuell untersagt, das Wegwerfen von brennenden Zigaretten wird mit Bußgeld geahndet, die öffentlichen Grillplätze sind nur noch auf Lanzarote und Fuerteventura geöffnet. Laut einer Studie des WWF sind in den vergangenen Jahren 96% der Brände durch den Menschen ausgelöst worden, 55% davon wurden provoziert, 23% waren Unfälle.

Gran Canaria und Lanzarote brechen erneut Rekord – Trotz der erneut erstarkten Konkurrenzmärkte Türkei und Ägypten sind die Ergebnisse auf diesen beiden Inseln besser als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auf Teneriffa und Fuerteventura macht sie die neue Konkurrenzsituation bemerkbar. Der größte Verlierer ist der britische Markt. Auf Teneriffa sind seit Jahresbeginn 80.000 Touristen weniger angekommen, 55.000 Briten. Auf Fuerteventura haben seit Jahresbeginn rund 44.000 Touristen weniger als im letzten Jahr Urlaub gemacht. Auf Gran Canaria sind es die Deutschen die mit 28.000 Urlaubern mehr als im letzten Jahr die Verluste aus anderen europäischen Ländern kompensieren. Auch auf Lanzarote ist es mit 6.000 Urlaubern mehr der deutsche Markt, der für ein Plus im Tourismus und einen neuen Rekord sorgt.

21. August 2018

Überfall bei Tamaraceite – Auf Gran Canaria hat ein 18-jähriger eine Pizzeria überfallen, drei Mitarbeiter mit einem Messer verletzt und die Tageseinnahmen gestohlen. Kunden und Anwohner konnten den Täter überwältigen und der Polizei übergeben, die drei verletzten Mitarbeiter schweben nicht mehr in Lebensgefahr. Für den Tatzeitpunkt hat der 18-jährige den Abend gewählt, als das Lokal voll besetzt mit Kunden war.

Sommer light – Die Temperaturen in diesem Sommer auf den Kanarischen Inseln sind kein Vergleich zu den letzten. Das zeigt vor allem eine erste Statistik des Gesundheitsamtes: nur 25 Personen sind in diesem Jahr wegen Hitze und den Folgen behandelt worden. Hitzealarm hat es in diesem Jahr bisher einen gegeben, lediglich einen Tag lang. Im letzten Jahr gab es an sechs Tagen Hitzealarm auf dem Archipel mit Temperaturen jenseits der 40 Grad Marke.

14.000 Euro in Costa Teguise gestohlen –Die beiden Täter haben vermummt und mit einer vorgehaltenen Pistole den Geldkurier des Agua Parks auf Lanzarote überfallen. Gegen 8.00 Uhr morgens, als der Kurier die Tageseinnahmen des vergangenen Sonntags zur Bank bringen wollte, lauerten ihm die Täter wenige Meter von seinem Fahrzeug entfernt auf. Bereits gestern Nachmittag konnten Beamte der Policia Nacional die beiden 35 und 19 Jahre alten Täter in Arrecife festnehmen.

Mole bei Lobos soll reformiert werden – Alle Tourismusunternehmen, die Fahrten zwischen Fuerteventura oder Lanzarote zur kleinen Insel Lobos anbieten, fordern an der kleinen Mole bauliche Veränderungen. Der Ein- und Ausstieg in oder aus den Festrumpfschlauchbooten ist für Touristen gefährlich. Normen die die Sicherheit gewährleisten gibt es keine. Genau diese fordern jetzt aber die Tourismusunternehmen um Unfälle zu vermeiden. Bisher führt an der Mole auf Lobos lediglich eine Treppe ins Meer, ein Anlegen ist aktuell nicht möglich.

Mann auf El Hierro ertrunken – Die Küstenwache hat mit Hilfe eines Helikopters einen Mann bei Punta de la Sal aus dem Wasser geborgen. Presseberichten zufolge ist der 62jährige von den Felsen gefallen und ertrunken. Sofort eingeleitete Reanimierungsversuche hatten keinen Erfolg. Seit Jahresbeginn sind an den 1.500 Kilometer Küste der Kanarischen Inseln 32 Menschen im Wasser ums Leben gekommen.

17. August 2018

Dreiviertel Verfügen über einen 10 Mega Internetanschluss – Einem Bericht des Industrieministeriums zufolge verfügen gut 75% der kanarischen Haushalte über einen Breitbandinternetanschluss mit einer Geschwindigkeit von mindestens 10 Megabyte pro Sekunde. Das ist für den Archipel ein starkes Ergebnis, allerdings liegt die nationale Auslastung bei 88%. In den Gemeinden Madrid, La Rioja und Mellila verfügen sogar 95% bis 98% über einen schnellen Internetzugang. In den letzten 18 Monaten hat die kanarische Autonomieregierung für das aktuelle Ergebnis vor allem in 3G, 4G und WiFi Technik investiert. Mit den mobilen Internetverbindungen verfügen jetzt vor allem in ländlicheren Bereichen des Archipels viele Haushalte über einen schnellen Internetzugang.

Zwei regenerative Energieparks – Die Arbeiten bei La Tablada und La Moralito auf Fuerteventura sind in vollem Gange. Die beiden privaten Investitionen für die beiden Windparks in der Gemeinde Tuineje belaufen sich auf insgesamt 16 Millionen Euro. Mit sieben Windrädern soll nach Fertigstellung 15,6 MegaWatt Strom produziert werden. Geplant sind die beiden Windparks bereits seit 2007. Beide Projekte sind leicht modifiziert worden und beinhalten jetzt pro Windpark jeweils zwei Windräder weniger. Wegen der modernisierten Technologie sind jetzt für die gleiche produzierte Energie weniger Windräder notwendig.

Neugestaltung El Golfo – Das kleine Fischerdorf an der Küste des Nationalparks Timanfaya auf Lanzarote soll zum touristischen Zentrum umgestaltet werden. Mit dem Projekt beauftragt ist der Künstler Ildelfonso Aguilar. Erst kürzlich als „Hijo Adoptivo de la Isla“ ausgezeichnet. Geplant ist, soweit bereits jetzt bekannt, den Zugang zum Charco de Clico, der grünen Lagune, von der Nordseite her umzugestalten. Bisher wird meistens die Südseite benutzt, weil der Zugang von dort besser ausgebaut ist. Mit einer Investition von rund 600.000 Euro soll ein Tunnel vom Fischerdorf El Golfo aus zur grünen Lagune entstehen.

Tonnenweise Schwefel ins Wasser gepumpt – El Discreto hat in seiner aktiven Phase rund drei Millionen Tonnen Schwefel in den Atlantik gespült. Das hat die Forschungszeitschrift „Earth and Planetary Science Letters“ in ihrer aktuellen Ausgabe veröffentlicht und beruft sich auf Ergebnisse von Vulkanologen aus Deutschland, Amerika und Kanada. Gemeinsam mit dem hohen CO2 Ausstoß ist der PH-Wert rund um den Vulkan vor La Restinga auf El Hierro während der aktiven Zeit um 20% über den normalen Wert gestiegen. Der Vulkan vor La Restinga hatte in wenigen Wochen eine Höhe von über 200 Metern erreicht und hat durch den Ausstoß den Atlantik grün eingefärbt. Die grüne Fahne im Wasser war so groß, das sie selbst auf Satellitenaufnahmen der NASA noch gut zu sehen war.

Flugverkehr steigt um 10% – Im Schnitt sind im letzten Jahr pro Tag im kanarischen Luftraum 850 Maschinen gezählt worden. Das entspricht einem Anstieg von 10,7%. Nicht alle hatten als Ziel die Kanarischen Inseln. Trotzdem bedeutet das Ergebnis mehr Arbeit für die Flugleitzentralen bei der Koordinierung der Maschinen. Vor allem bei Flugzeugen aus dem Ausland ist der Anstieg signifikant. Der nationale Flugverkehr ist im Vergleich dazu kaum gewachsen. Wie stark der spanische Flugverkehr im letzten Jahr angezogen hat, zeigt ein  anderes europäisches Ergebnis: Europaweit hat der Flugverkehr lediglich um 2,7% zugenommen

16. August 2018

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Automatisches Windkraftwerk vor Arinaga – Vor der Ostküste von Gran Canaria wird ein sich selbst installierendes Windkraftwerk seinen Dienst aufnehmen. Das Windrad ist ein absolutes Novum auf dem Mark der regenerativen Energiequellen. Es benötigt weder teure Installationsarbeiten auf dem Meeresgrund um es zu verankern, noch größere Montierarbeiten an Land. Das Windkraftwerk verfügt über einen Teleskopturm der bereits fertig montiert angeliefert wird und an dem nur noch der Windgenerator mit den Flügeln montiert werden muss. Auf bis zu 30 Meter Höhe kann das Windkraftwerk ausgefahren werden. Je nach Windstärke reguliert der Turm seine Höhe automatisch. Die Energieleistung gibt das Unternehmen Esteyco mit 5 MegaWatt an. Im Oktober soll das modernste Windkraftwerk weltweit vor Gran Canaria seinen Dienst aufnehmen.

 

Atlantis vor Gran Canaria – Nach dem Skulpturenpark von Jason deCaires Taylor vor Playa Blanca auf Lanzarote verfügt jetzt auch Gran Canaria über ein Unterwassermuseum. Vor Mogán ist auf einer Fläche von rund 3000m² das versunkene Atlantis entstanden. 100 Meter vom Ufer entfernt sind Nachbildungen von griechischen Säulen, Bögen, Figuren und Knochen von Walen und Fischen versenkt worden. 150 Meter lang und 20 Meter breit ist die neue Touristenattraktion zu der, wie auch auf Lanzarote, Tauchausflüge organisiert werden. Ursprünglich war auch geplant, ein Schiffswrack an der Stelle zu versenken. Diese Idee hatte aber die Küstenbehörde unterbunden. Der neue Unterwasserpark trägt den Namen Atlantis.

 

Spaniens geraubt Kinder – In einem Beitrag der ARD berichten spanische und deutsche Journalisten über eine politische Säuberung, die in den 30 Jahren zur Regime Zeit in Spanien begann und sich über Jahrzehnte hingezogen hat. Betroffen sein sollen rund 300.000 Kinder. Dem Bericht und Zeugen zufolge soll sich der Verkauf von Neugeborenen bis in die 90er Jahre hingezogen haben. Weiterhin sind tausende Fälle der „bebes robados“ noch nicht aufgeklärt. Laut dem Rechtsanwalt José Luis Pena, der 156 Mandate alleine in Madrid vertritt, haben an den gestohlenen Kindern, Ärzte, Krankenschwestern und Kliniken Geld verdient. Die Aufklärung ist schwierig und zieht sich bereits über Jahrzehnte hin, weil geschwiegen wird, Unterlagen nicht herausgegeben werden oder vernichtet worden sind. Den aktuellen Beitrag der ARD, der gestern Abend gesendet worden ist, kann über die Mediathek abgerufen werden.

 

Touristen aus Russland – Sie gelten für die kanarische Autonomie als die Hoffnung im Tourismus. Spendierfreudig und mit hohen pro Kopf Ausgaben im Urlaub. Aktuelle Zahlen zeigen aber, dass diese Aussagen keine Substanz haben. Theoretisch bietet der russische Markt ein enormes Potential. Die Wirklichkeit zeigt aber, dass seit Jahresbeginn nur rund 100.000 Russen auf den Kanarischen Inseln Urlaub gemacht haben, 79.000 haben ihre freien Tage auf Teneriffa verbracht. Insgesamt machen neun von zehn russischen Urlaubern im Süden der Insel mit dem höchsten Berg Spaniens. Nur jeder Zehnte wählt eine andere Insel. Insgesamt machen in diesem Jahr Touristen aus Russland nur 1% des Gesamtergebnisses aus.

 

Islote der Fermina wird zum neuen Wassersportzentrum – Am Charco in Arrecife auf Lanzarote hat sich in den letzten Jahren viel getan. Häuser sind renoviert worden, Restaurants und Kaffees haben auf der Ostseite des Charcos in der Inselhauptstadt zum neuen Treffpunkt für Jung und Alt gemacht. Blickt man von dort über den Charco ins Zentrum sieht man weiterhin auf seit Jahren verlassene Gebäude mit in die Jahre gekommene Fassaden. Ein leer stehendes Gebäude soll in Zukunft zum Wassersportzentrum am Charco werden. Auch das Islote de Fermina steht seit Jahren ungenutzt leer. Das Centro de Arte, Cultura y Tourismo wird zusammen mit dem Rathaus von Arrecife und dem Cabildo von Lanzarote bis 2019 an dieser Stelle ein Kaffee, ein Museum für neue Technologien und ein Kayak und SUP Zentrum errichten.

15. August 2018

Weniger Geburten – Im Jahresvergleich sind auf den Kanarischen Inseln in diesem Jahr weniger Babys geboren worden als in 2015. Von Januar bis Juli ist die Zahl der Neugeborenen auf 7.617 gesunken. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 8%. Die Statistik des Nationalen Statistik Instituts setzt die Zahl der Neugeborenen im Gegensatz zu den Todesfällen. Zusammen mit den Personen die sich in diesem Jahr als Einwohner auf den Kanarischen Inseln neu angemeldet haben, ergibt sich aus dem Ergebnis der Statistik eine sinkende Bevölkerungszahl. Die ist in den letzten Jahren im Schnitt um rund 700 Bürger pro Jahr gesunken.

 

Zufriedene Canarios – Eine repräsentative Studie von Cofidis hat die Zufriedenheit der Spanier untersucht. Canarios sind dem Ergebnis zufolge im Vergleich mit anderen Autonomien die Zufriedensten. Dieses Gefühl ist im Vergleich zum letzten Jahr bei Einwohnern der Kanarischen Inseln sogar noch gestiegen. Im letzten Jahr erreichte das Ergebnis in der kanarischen Autonomie 64 von 100 Punkten, in diesem Jahr liegt der Wert bei 67 Punkten in Sachen Zufriedenheit. Der spanische Durchschnitt liegt in Sachen Wohlgefühl nur bei 56 von 100 Punkten. Im Zuge der Studie ist auch nach den Visionen und Träumen der Canarios gefragt worden. Unter den Top10 finden sich Hauskauf, Fremdsprachen und bessere Ernährung wieder. Ein Viertel der Befragten hat angegeben gerne das Rauchen aufzuhören.

 

Historische Erkenntnisse zur Bevölkerung von El Hierro – Forscher der Universität von Las Palmas und der Universität País Vasco haben 61 DNA Proben aus einer Grabstätte bei Cueva de Punta Azul auf El Hierro untersucht. Den Ergebnissen zufolge ist die kleinste Kanareninsel einmalig von einem Berberstamm aus Nordafrika bevölkert worden, der dann völlig isoliert bis zur Zeit der spanischen Eroberer auf El Hierro gelebt hat. Die These der Forscher wird mit den Strömungsverhältnissen im Atlantik und den vorherrschenden Winden untermauert, die das Erreichen der westlichsten Insel des Archipels in der Zeitrechnung vor Christus äußerst schwierig gemacht haben. Bei der Studie sind 61 von 127 menschlichen Überresten untersucht worden, die im 17. Jahrhundert bei Cueva de Punta Azul auf El Hierro vergraben worden sind. Alle untersuchten DNA Proben weisen Haplogruppen eines Y-Chromosoms auf, das von Bevölkerungsgruppen aus Nordafrika und der Sahara stammt.

 

J.J. Luna öffnet Büro in Arrecife – Der bekannte US-amerikanische Buchautor für Sicherheitsfragen hat eine Dependance auf Lanzarote. Mit der Adresse auf den Kanarischen Inseln hilft er Kunden buchstäblich von der Bildfläche zu verschwinden. Ganz legal wie der Sicherheitsexperte in Interviews im Wall Street Journal oder im Playboy immer wieder betont hat. Klienten bietet er mit der Geschäftsadresse in Arrecife auf Lanzarote völlige Anonymität. Der gesamte Briefverkehr seiner Kunden läuft von Lanzarote über ein weiteres Büro in Alaska und von dort erst zur geheimen Privatadresse. An der Geschäftsadresse in Arrecife wird immer nur der Briefkasten entleert. Die Post wird gescannt und per Email versendet, reagiert der Kunde über 45 Tage nicht darauf, werden die Dokumente vernichtet. Andernfalls über den Postweg über Alaska verschickt. Für diesen Service wirbt Luna auf seiner Internetseite jjluna.com

 

60 Container für Kleingeräte – Die Inselregierung von Lanzarote reagiert auf die Müllsituation rund um die Container. Defekte Elektrogeräte gehören eigentlich auf die Recyclingstationen oder auch Punto Limpios. Das das vielen Bürgern zu mühsam ist, zeigt das Bild rund um die Müllcontainer auf der Insel. Immer wieder stehen ausrangierte Microwellen, Fernseher oder Computer neben den Abfallbehältern. In Zukunft gibt es an den Müllcontainern auf der Insel noch zusätzliche Behälter für defekte oder ausgemusterte kleine Elektrogeräte um den Müll besser zu trennen und das Stadtbild sauberer zu halten.

14. August 2018

Mehr Passagiere als im letzten Jahr – Im Juli sind auf den fünf internationalen Airports der Kanarischen Inseln 2% mehr Urlauber gelandet als im gleichen Vorjahresmonat. 3.9 Millionen Passagiere sind auf Gran Canaria, Teneriffa, La Palma, Fuerteventura und Lanzarote abgefertigt worden. Weiterhin werden die beiden Flughäfen Gran Canaria und Teneriffa am intensivsten frequentiert. Auf Lanzarote sind im letzten Monat rund 670.000 Passagiere abgefertigt worden, auf Fuerteventura waren es 560.000. Seit Jahresbeginn ist die Zahl der Urlauber auf dem Archipel im Vergleich zum letzten Jahr auf 26 Millionen gestiegen, 4,3% mehr als im letzten Jahr.

2,5 Tonnen Kokain in Las Palmas – Die Drogenpakete sind auf der Hafenmole für Pressefotografen aufgestellt worden. Rund 100 wasserdicht verpackte Behältnisse hatte die Spezialeinheit der Guardia Civil auf der „Titan Tercero“ beschlagnahmt. Gegen die Besatzung wird seit 18 Monaten ermittelt, der Kurs des Frachters seitdem observiert. Pressemeldungen zufolge hatten die Drogenfahnder wegen der schweren See große Schwierigkeiten das Schiff zu stoppen. Erst als die Motoren der „Titan Tercero“ wegen einem Motorschaden das Schiff manövrierunfähig gemacht haben, gelang den Beamten der Zugriff. Insgesamt sind bei dem Schlag gegen die Drogenmafia 25 Personen festgenommen worden.

Mikroklima Kanarische Inseln – Wie sehr sich das Wetter auf dem Archipel zu anderen Gegenden in Europa unterscheidet lässt sich aktuell auf Gran Canaria sehr gut beschreiben: 34 Grad auf der einen Seite der Insel, Regenschauer, Blitz und Gewitter auf der anderen Seite. Dazwischen liegen weniger als 30 Kilometer. Während im Süden, Osten und Westen der Insel Sonnen und Temperaturen von über 30 Grad dominieren, liegen im Norden dichte Wolken in Verbindung mit intensivem Niederschlag. Die Unwetterwarnung hat der spanische Wetterdienst für Gran Canaria wieder aufgehoben. Heute gibt es im Norden nur noch sehr leichte Schauer.

Keine Autos in den Dünen – Was die Naturschützer auf Fuerteventura als Erfolg feiern, droht dem Tourismus auf der Insel vor die Füße zu fallen. Die FV-1a, die von Corralejo durch die weißen Dünen nach Puerto del Rosario führt, ist gesperrt. Wer die Dünen sehen will muss zu Fuß mehrere Kilometer weit laufen. In Publikationen im Internet, in Reisebroschüren und Katalogen wird mit den Bildern der Dünen geworben, erreichbar sind sie auf der Insel aktuell aber nur zu Fuß. Parkplätze sind noch nicht eingerichtet, so dass die Wegstrecke in den meisten Fällen sogar noch länger wird. Auch gestern wandelnden Kolonnen von Touristen und Surfern um den Strand zu erreichen. Bis zu vier Kilometer auf einer verlassenen Asphaltstraße.

Feuer im Krankenhaus gelöscht – Gestern Abend gegen 21.00 ist im Krankenhaus von Las Palmas auf Gran Canaria ein Feuer ausgebrochen. Bisher ist noch nicht bekannt ob Menschen verletzt worden sind. Der Brand ist in der Ambulanz der Kinderstation entstanden. Eine Frau ist vorläufig festgenommen worden. Sie wird verdächtigt das Feuer vorsätzlich gelegt zu haben. Die 51-jährige soll an einer Sauerstofflasche mit einem Feuerzeug entzündet haben, weil sie zu lange warten musste. Die Sauerstoffflasche ist explodiert und hat einen Teil der Notfallstation zerstört. 49 Feuerwehrleute hatten die ganze Nacht versucht die Flammen daran zu hindern sich auf weitere Stationen auszubreiten.

13. August 2018

Himmelstränen – Gestern Nacht war das Epizentrum des Perseidenhimmels über den Kanarischen Inseln besonders gut zu sehen. Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde prophezeiten die Meterologen, am Ende waren es dann immerhin noch eine Sternschnuppe pro Minute. Das Himmelspektakel ist noch nicht vorbei, auch in den kommenden Nächten werden bei guter Sicht noch viele Sternschnuppen zu sehen sein. Eine ganz besonderer Ort um die Tränen des Himmels zu beobachten gibt es auf Gran Canaria: Auf dem Campingplatz „El Garañón“ organisiert AstroEduca für kleine Gruppen organisierte Events zu den Perseiden Regen.

Ryanair fordert Dialog – Nachdem am Freitag wieder 400 Flüge in ganz Europa ausgefallen sind, fordert die Firmenleitung Gespräche und deklariert den aktuellen Streik der Piloten als illegal. 67.000 Passagiere konnten am Freitag nicht fliegen, ihnen allen steht eine finanzielle Kompensation zu. Erst im letzten Monat hatte ein Streik des Kabinenpersonals für die Streichung von 600 Flügen gesorgt. Heute soll bei Ryaniar wieder alles normal verlaufen. Trotzdem sind Passagiere mit Flugtickets für einen Ryanair Flug angehalten sich frühzeitig über eventuelle Änderungen zu informieren.

Mann ertrunken – Am Strand von Puerto Rico in der Gemeinde Mogán auf Gran Canaria ist gestern ein Mann ums Leben gekommen. Badegäste hatten den leblos im Wasser treibenden Körper an Land gezogen und den Rettungsdienst verständigt. 45 Minuten lang haben die Sanitäter versucht den Mann wieder zu beleben. Das Opfer ist zwischen 50 und 60 Jahre alt, die Nationalität ist nicht bekannt. Es soll sich um einen Urlauber handeln.

Nach der Hitze kommt Regen und Sturm – Der spanische Wetterdienst hat nach den heißen Tagen für die Kanarischen Inseln eine Unwetterwarnung ausgegeben. Am intensivsten trifft das Wettertief die Insel Teneriffa, dort sind intensive Regenschauer möglich. Auf Gran Canaria bleibt es im Süden trocken und wolkenlos, im Norden herrscht morgen dichte Bewölkung mit kühlen Temperaturen. Auf Lanzarote und Fuerteventura sorgt der Einfluss von Kalima für eine entspannte Wetterlage. Wolken, Wind und Temperaturen von bis zu 30 Grad morgen.

Zwergpottwal vor Fuerteventura – Zwischen Tarajalejo und La Lajita ist ein toter Meeressäuger an die Küste gespült worden. Anwohner hatten den Notruf verständigt nachdem sie das rund 400 Kilogramm schwere Tier im Wasser treibend entdeckt haben. Tierärzte der Meeresbiologischen Universität von Las Palmas haben den Kadaver geborgen um ihn an ihn im Labor auf die Todesursache zu untersuchen.

2. August 2018

6,7 Millionen Touristen – Seit Januar haben 2,1% weniger Personen Urlaub auf dem Archipel gemacht als im gleichen Zeitraum im letzten Jahr. Das ist das Ergebnis von Frontur in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Statistikinstitut. Dieser Rückgang auf den Kanarischen Inseln ist im Vergleich zu anderen Urlaubsregionen wie Valencia oder Malaga noch sehr Gering. Die kanarische Autonomie liegt in Sachen Tourismus in Spanien an zweiter Stelle, nur noch in Katalonien haben seit Januar mehr Touristen Urlaub gemacht. Vergleicht man nur die Touristen aus dem europäischen Ausland ist seit Januar weiterhin ein Anstieg im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Großbritannien und Deutschland sind dabei weiterhin die größten Märkte für Spanien in Sachen Tourismus.

Hitzewelle – Ab morgen steigen die Temperaturen auch auf den Kanarischen Inseln auf über 34 Grad. Damit erreicht die Hitzewelle, die auf dem spanischen Festland bereits seit Tagen für heiße Temperaturen sorgt, auch den Archipel und hält mindestens bis Sonntag an. Während die Werte in Andalusien und Extremadura bereits die 40 Grad Marke erreicht haben, sollen die Temperaturen auf den Kanarischen Inseln lediglich 35 Grad maximal erreichen. Besonders in höheren Lagen von Gran Canaria und Teneriffa soll es bis Sonntagabend besonders heiß werden. Ab Montag bewegen sich die Tageshöchstwerte dann wieder um 27 Grad.

Neues Nahverkehrsticket – Das bisherige Studententicket verliert auf Gran Canaria ab dem 30. August seine Gültigkeit. Ab dem 1. September können alle unter 29-jährigen für 28 Euro im Monat das gesamte öffentliche Verkehrsnetz nutzen. Das Ticket kann nicht übertragen werden und wird monatlich vom Benutzer aufgeladen. Beantragt werden kann die neue Fahrkarte „Gran Canaria Joven“ in San Telmo an der zentralen Busstation, am Intercambiador in Santa Catalina oder Online https://www.guaguasglobal.com/solicitud-tarjetas/

Weniger Touristen, mehr Umsatz – Seit Januar haben 150.000 Touristen weniger Urlaub auf den Kanarischen Inseln gemacht. Das entspricht einem Rückgang von 2,1%. Trotzdem ist der Umsatz im Tourismus, im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 2,6% gestiegen. Alleine im Monat Juni sind auf den Kanarischen Inseln eine Millionen Urlauber gelandet. 33.000 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Ausgegeben worden sind für den Urlaub in diesem Zeitraum aber 1,17 Milliarden Euro, ein Anstieg von 5,3% beim Umsatz. Dieses Umsatzplus ist nicht nur auf die höheren Flugpreise wegen teurerem Kraftstoff zurückzuführen – ein Großteil der Übernachtungs- und Verpflegungskosten sind bereits im letzten Jahr mit den Reiseveranstaltern verhandelt worden, als die Konkurrenzmärkte Ägypten und Türkei noch nicht mitgeboten haben. Es ist deswegen davon auszugehen das erst im nächsten Jahr der Umsatz im Tourismusauf den Kanarischen Inseln einbrechen wird.

Erdbeben vor Lanzarote – Auf Höhe von El Golfo hat die Erde gestern auf dem Meeresgrund gebebt. Das Epizentrum lag rund 40 Kilometer entfernt von der Küste in einer Tiefe von 12 Kilometern. Das Beben hatte eine Stärke von 2,9 auf der Richterskala. Mehr Infos dazu und zu weiteren Erdbewegungen rund um den Archipel gibt es auf Twitter https://twitter.com/IGN_Sismologia

1. August 2018

Weniger Appartementbuchungen – 2,1 Millionen Übernachtungen sind im letzten Monat auf den Kanarischen Inseln gebucht worden. Das entspricht einem Rückgang von rund 11% im Vergleicht zum gleichen Vorjahresmonat. Gebucht worden sind die Appartements im Schnitt für eine Dauer von 7,16 Tagen. In Sachen Campingurlaub ist die Autonomie Katalonien weiterhin führend im Spanienweiten Vergleicht, nirgendwo sonst in Spanien werden mehr Wohnwagen, Wohnmobile oder Zelte für den Urlaub genutzt. Weiterhin steigend ist auch die Zahl der Übernachtungen in sogenannten Albergues – die Jugendherbergen in Spanien sind so stark frequentiert wie nie.

Rauchen am Strand verboten – Seit heute wird über ein allgemeines Rauchverbot am Las Canteras Strand in Las Palmas auf Gran Canaria debattiert. Im Zuge neuer Verhaltensregeln soll auch das Fischen und das Joggen am rund vier Kilometer langen Hauptstadtstrand von Las Palmas auf Gran Canaria reglementiert werden. Dazu können sich die Bürger in einem Online Voting äußern. Auf der Website tudecides.laspalmasgc.es kann in der Zeit zwischen dem 10. September und dem 10. Oktober über die Punkte Rauchen, Fischen und Joggen am Strand abgestimmt werden.

Cabildo auf der Suche nach Grundstücken – Die Inselregierung von Gran Canaria ist auf der Suche nach Fincas Rurales um die Aufforstung voranzutreiben. Geplant hat die Inselregierung eine Fläche von insgesamt 8.000 Hektar mit Bäumen zu bepflanzen. Dafür stehen aktuell vier Millionen Euro zur Verfügung, weitere neun Millionen Euro sollen im kommenden Jahr aus dem Haushaltsbudget zur Verfügung gestellt werden. Gekauft werden die Grundstücke für 30 Cent pro m² für unerschlossenen Boden, für erschlossene Grundstücke mit Gebäuden zahlt das Cabildo bis zu 100 Euro pro m².

Sechs Michelin Sterne auf den Kanarischen Inseln – Auf Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria gibt es gute bis sehr gute Restaurants – Sterne hat aktuell keines von ihnen. Bis nach Teneriffa geht die Suche nach Michelin Sternen bis Gourmets fündig werden. Auf der Insel mit dem höchsten Berg Spaniens gibt es dann aber insgesamt sechs. Das Abama Hotel verfügt aktuell in insgesamt zwei Restaurants über drei Michelin Sterne, das Rincon de Juan Carlos bei Los Gigantes hat einen Michelin Stern und das Kazan in Santa Cruz sowie das Nub in La Laguna auch jeweils einen.

Neues Seniorenheim auf Lanzarote – Die Inselregierung wird bei Tahiche in der Gemeinde Teguise ein neues Heim für Senioren errichten. Das Zentrum soll über 180 Plätze verfügen und mit einem Budget von 18 Millionen Euro fertig gestellt werden. Die Ausschreibung für das Projekt soll Ende August beginnen. Auf einer Fläche von insgesamt 12.000 m² sollen Zimmer, Aufenthaltsräume und Behandlungsmöglichkeiten geschaffen werden. Auf dem Grundstück mit einer Größe von drei Hektar sollen Gartenanlage und Terrassen entstehen. Nach Fertigstellung – geplant dafür ist das Jahr 2020 – soll die Konzession für den Betrieb des Zentrums auf 30 Jahre vergeben werden.