Mix Radio Gran Canaria

15.Juni 2018

Zuwenig regenerative Energie – Die kanarische Autonomie ist immer noch sehr weit von der Forderung der Europäischen Union entfernt, 32% des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energiequellen zu produzieren. Bis Ende des Jahres sollen immerhin ein Fünftel des Strombedarfs, also 20%, durch Wind- oder Sonnenenergie hergestellt werden. Damit liegt der kanarische Archipel zwar immer noch deutlich hinter den Forderungen der EU, im Vergleich einzelner Regionen in Europa aber auf einer der ersten Plätze. Grund dafür sind aber nicht die Anlagen auf den großen Inseln – das Ergebnis kommt zustande, weil El Hierro in einem groß angelegten Projekt mittlerweile in der Lage ist knapp die Hälfte des Jahresbedarfs an Energie durch Wind-, Sonne- oder Wind herzustellen.

Marihuana auf dem Weg in die Legalität – Der Wirkstoff THC soll ähnlich wie in anderen europäischen Ländern bereits geschehen, für medizinische und therapeutische Zwecke in der kanarischen Autonomie freigegeben werden. 130 Clubs und Vereinigungen auf den Kanarischen Inseln unterstützen die Forderung. Betroffene sollen mit einer kontrollierten Legalisierung nicht mehr gezwungen sein, sich in einem illegalen Markt zu bewegen – zusätzlich soll die Qualität von Marihuana durch die Legalisierung messbar werden. Laut verschiedenen Pressemeldungen ist die Mehrheit der Parlamentarier für eine Legalisierung auf Basis therapeutischer Anwendung.

Feria de Tapas Arrecife findet statt – Seit heute steht fest: die Fiesta in Arrecife auf Lanzarote am 23. Juni unter dem Motto „Feria de Tapa“. Nachdem der „Dia de Canarias“ in der Inselhauptstadt aus finanziellen Gründen gestrichen worden ist, war in den vergangenen Wochen nicht klar, ob und wann überhaupt wieder eine Veranstaltung an der Avenida Maritima stattfinden wird. Seit heute ist klar: die Feria de Tapas am 23. Juni findet in vollem Umfang statt – dutzende blaue Zelte bieten kulinarische Köstlichkeiten an, Bola Canarias im Park, Kinderprogramm am Playa de El Reducto und verschiedene Musikgruppen begleiten das Event über den Tag.

Puerto Naos erhält neue Mole – Der Hauptstadthafen soll erweitert werden. Mitte 2019 soll die neue Struktur am Duque Alba Naos fertiggestellt sein und den Kapitänen von Kreuzfahrtschiffen das Anlegen deutlich erleichtern. Die Arbeiten sollen Anfang des kommenden Jahres beginnen und acht Monate andauern. Der normale Container und Kreuzfahrtverkehr soll während der Arbeiten nicht beeinträchtig werden. In Zukunft sollen an der neuen Mole Kreuzfahrtschiffe anlegen, an der bereits vorhandenen soll weiterhin der Containerverkehr stattfinden.

Gran Tarajal im Fokus – Drei Reedereien wollen im kommenden Jahr ihre Kreuzfahrtriesen im Süden von Fuerteventura anlegen lassen. In dem Hafen, in dem nach Sturmböen und hohem Seegang mehrere Schiffe gesunken sind und Schweröl das Hafenbecken bedeckt hat. Der Hafen der unter den kanarischen Häfen als Schrottplatz der Region gilt. Mit dem Vorstoß des Tourismusamtes der Insel soll natürlich in erster Linie für mehr Tourismus gesorgt werden, aber es gibt auch einen gewollten Nebeneffekt: die Situation im Hafen von Gran Tarajal, in dem diverse Schrottschiffe vor sich dämmern, liegt in der Hand der kanarischen Hafenbehörde. Mit der Entscheidung in Zukunft Kreuzfahrtschiffe dort anlegen zu lassen, soll der Druck auf die Behörde erhöht werden,  sich der nicht mehr seetüchtigen Schiffe zu entledigen. Geplant sind im ersten Schritt mit den Reedereien für kleinere Kreuzfahrtschiffen aus Lissabon und Marseille Verträge abzuschließen, die auf dem Weg nach Marokko oder den Kapverdischen Inseln Station in Gran Tarajal machen.

14.Juni 2018

Agaete bekommt ein Referendum – Über die geplante größere Hafenmole in Agaete auf Gran Canaria mit Anlegemöglichkeiten für zwei Fähren und ein Kreuzfahrtschiff gleichzeitig soll in der Gemeinde abgestimmt werden. Dieses Volksbegehren unterstützt auch die Regionalregierung wie heute der Tageszeitung Canarias7 zu entnehmen ist. Der Bürgermister hatte eine solche Abstimmung gefordert war aber damit vor der Inselregierung Gran Canarias gescheitert. Der Hafen Las Nieves wird im Moment zu 30% ausgelastet, neben der Fähre die zwischen Santa Cruz auf Teneriffa und Agaete mehrmals täglich verkehrt gibt es kaum Boote im Hafen. Die Erweiterung soll mit Fördergeldern aus der Europäischen Union erfolgen und die Fläche des Hafens um rund 200% erweitern. Jetzt soll die Bevölkerung darüber abstimmen, ob der Hafen Las Nieves erweitert wird oder nicht.

Freestyle Pro auf Fuerteventura – “The Place tobe” ist zwischen dem 27. Juni und dem 30. Juni für Windsurffans Pájaraim Süden Fuerteventura. Zur European Freestyle Pro Tour 2018 werden sich die besten Sportler in dieser Wassersportart die Klinke in die Hand geben. Sowieso gilt die Region rund um Pájara als eine der besten in Europa um diesen Sport zu praktizieren. Der Stop der Tour auf Fuerteventura ist einer Wichtigsten auf der European Freestyle Pro Tour. Steven Van Broechoven und YentekCaers, Tony Frans de Bonaire oder Mattia Fabrizi aus Italien Adam Sims sind nur einige wenige Namen von Pros aus dieser Szene die sich vom 27. Juni bis 30. Juni in Pájara die Klinke in die Hand geben werden. Während für die Profis der Sieg im Mittelpunkt steht, rückt er für die Fans eher in den Hintergrund –Pájara ist an diesen Tagen Tag und Nacht der Partymittelpunkt der Insel, mit Musik, Bars und Stimmung am Strand und vielen Attraktionen für Groß und Klein.

Erdbeben bei El Hierro – Heute Nacht hat die Erde der kleinsten Kanareninsel so stark gebebt wie schon seit Jahren nicht mehr. Mit 3,5 auf der Richterskala waren die Erdbewegungen auf der Insel auch von der Bevölkerung spürbar. Erst gestern Nach hatte ein Beben mit einer Stärke von 3,3 die Sensoren ausschlagen lassen. Beide Beben stellen laut einer Presseerklärung des Geografischen Instituts keine Gefahr dar und bewegen sich innerhalb der Normalitätsgrenzen. Zwischen Gran Canaria und Teneriffa hat die Erde auf dem Meeresgrund innerhalb der letzten 72 Stunden 200 Mal gebebt. Diese sogenannten Schwarmbeben gehören für die Experten zu einem Archipel vulkanischem Ursprungs und sind kein Grund zur Besorgnis.

Marihuana Pflanzen beschlagnahmt – In Arucas auf Gran Canaria hat die Polizei in einem Wohnhaus rund 30 Marihuana Bäumchen sichergestellt. Der 65 Jahre alte Besitzer hat die kleine Plantage als Eigenbedarf deklariert. Beschlagnahmt haben die Beamten neben 27 verbotenen Pflanzen auch mehr als 500 Gramm getrocknetes Marihuana und hunderte Samen. Einem Artikel der Tageszeitung Canarias7 zu Folge, hatte ein Nachbar den Vorfall angezeigt, nachdem er sich über Wochen hinweg über den intensiven Geruch der Pflanzen beschwert hatte.

Immobilienmarkt auf Topniveau –Das Niveau von 2007 hat der Immobilienmarkt auf den Kanarischen Inseln noch nicht wieder erreicht, er ist aber auf dem besten Weg dorthin. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Verkäufe im April um 25% gestiegen. 2.200 Objekte haben auf dem Archipel im April ihren Besitzer gewechselt. Insgesamt bewegt sich auf dem Immobilienmarkt aktuell deutlich mehr als noch vor einem Jahr – besonders gefragt sind auf den Kanarischen Inseln Fincas mit großen Grundstücken oder Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung. Im April haben Spanienweit mehr als 42.000 Objekte den Besitzer gewechselt.

13.Juni 2018

Cirque de Soleil und Maspalomas – Die Gemeinde auf Gran Canaria hat sich über Monate um die Show bemüht – mit Erfolg. Die Tanz-, Musik-, Akrobatikshow wird im nächsten Jahr auf Gran Canaria gastieren. Über mehrere Wochen sollen in Meloneras, dem Mittelpunkt von Tourismus mit internationalen Gästen auf Gran Canaria, mehrere Shows angeboten werden. Alleine das genaue Datum steht noch nicht fest. Der Circo de Soleil hat mit seinem weißen Zelt bereits in 400 Städten halt gemacht und ist über fünf Kontinente gereist. Die Shows sind in der Regel ausverkauft. Auf Gran Canaria soll das Zelt auf dem Gelände von ExpoMeloneras aufgebaut werden.

Snoop Dogg auf Gran Canaria – Die Veranstalter sind spät dran für ein Konzert das am 25. August bereits auf Gran Canaria stattfinden soll. Sowohl auf seiner Facebookseite als auch in den Tageszeitungen hat der Eventveranstalter DN7 Events diese Infos heute publiziert. Snoop Dogg soll beim Festival am 25. August Headliner werden, ihm sollen noch weitere 24 internationale Musikakts folgen. Aktuell ist weder bekannt wo das Musikfestival auf Gran Canaria stattfinden soll, noch was die Tickets kosten.

Plastik bedroht das Chinijo Archipel – Der WWF schlägt Alarm und meldet 20.000 Kilogramm eingesammelten Plastikmüll innerhalb der vergangenen 20 Jahre im letzten Naturparadies der Kanarischen Inseln. Das 462 Quadratkilometer große Gebiet ist deutlich größer als die Region der Kanarischen Inseln. Der Naturpark erstreckt sich Alegranza im Norden bist an die Küste von Lanzarote. 20 Tonnen haben Mitarbeiter des WWF an den Küsten dieses Naturschutzgebietes gesammelt, im Meer schwimmt eine deutlich größere Menge. Davon alleine 15 Tonnen auf der unbewohnten Insel Alegranza. Die gesammelte Menge von Plastik ist immer noch kein Vergleich mit den Zonen im Mittelmeer wo bis zu 150 Tonnen Plastikmüll an den Küsten anfallen, trotzdem sind sie alarmierend. Laut dem WWF sind nicht nur die Meeresbewohner in Lebensgefahr, das Mikroplastik wird auch immer häufiger in Lebensmittel gefunden und bildet damit auch eine Gefahr für den Menschen.

Aquarius wird zum Symbol – Die Kanarischen Inseln werden auch Flüchtlinge von der vor Italien liegenden Aquarius aufnehmen. Das hat der Präsident des Archipels, Fernando Clavijo, gestern auf einer Pressekonferenz mitgeteilt. Wie viele Flüchtlinge der Archipel aufnehmen wird ließ Clavijo zunächst offen, es sollen aber alle spanischen Autonomien mit einbezogen werden.  Ein solidarischer Beitrag, der wohl erst zustande gekommen ist, nachdem die neue italienische Regierung dem Flüchtlingsschiff mit 629 Flüchtlingen die Zufahrt verwehrt hat. Die spanische Regierung hat sich entschieden 500 Flüchtlinge aufzunehmen und mit Kritik an der italienischen Entscheidung nicht gespart. Gelobt worden sind die Italiener in den letzten Jahren, als sie alle Flüchtlinge aufgenommen haben allerdings auch nicht. Das Rettungsschiff Aquarius, seine Crew und die sich an Bord befindenden Flüchtlinge haben sich ungewollt zum Symbol für die europäische Unfähigkeit entwickelt ein Problem gemeinsam zu lösen. Frankreich hat gestern die Aufnahme von 129 Flüchtlingen die sich auf der Aquarius befinden abgelehnt. Man wolle keinen Präzedenzfall schaffen.

Gran Canario gewinnt Tenerife Blue Trail – Yeray Durán hat zum zweiten Mal das Mammutrennen auf Teneriffa gewonnen. Durán erreichte als erster nach 102 Kilometern Querfeldeinlaufen das Ziel. 10 Tage lange hatte sich der Gran Canario im höchsten Dorf Spaniens, in Vilaflor, auf das kräftezehrende Rennen vorbereitet. Dabei hatte Yeray auf der Strecke soviel Vorsprung das er sich Verlaufen konnte. Bei La Rambleta auf einer Höhe von rund 3.400 Metern verlor Durán fünf Minuten, als er falsch abgebogen war. Jetzt bereitet sich der Gran Canario auf den Ultra Trail Mont Blanc vor.

12.Juni 2018

Hausexplosion war provoziert – Der Tod einer 40 Jahre alten Frau in Las Palmas auf Gran Canaria war kein Unfall. Zu diesem Ergebnis kommen die Ermittler nach tagelanger Untersuchung des Tatorts. Am Freitag hatte in der Calle Felicidad im Stadtteil La Matula in Las Palmas eine heftige Explosion eine Wohnung verwüstet und die Bewohnerin so schwer verletzt, dass sie wenige Stunden später im Krankenhaus diesen Verletzungen erlegen ist. Auch ihr Exmann ist bei der von ihm provozierten Explosion schwer verletzt worden. Er hat mit schweren Verbrennungen die Explosion überlebt.

Gegen neue Hafenmole – Der Puerto de las Nieves im Nordwesten Gran Canaria soll eine neue Mole erhalten. Auf dem Papier, die Pläne sind bereits bei den entsprechenden Behörden wegen der Finanzierung eingereicht, ragt die neue Mole doppelt so weit ins Meer, im Vergleich zur alten Hafenmole. Kreuzfahrtschiffe soll in Zukunft auch in Agaete die Möglichkeit gegeben werden, anzulegen. Der neue Hafen hat die Kapazität für zwei Fähren gleichzeitig und ein Kreuzfahrtschiff mit einer Länger von 300 Metern. Jetzt überprüfen Umweltschützer das Projekt und erhalten zusätzlich Unterstützung aus der Gemeinde. Dem Bürgermeister von Agaete ist von der Regionalregierung eine Umfrage verweigert worden. Er wollte im November seine Bürger befragen, ob sie mit der Erweiterung des Hafens einverstanden sind. Die Umweltschützer zweifeln an dem Projekt, der Hafen wird in seiner aktuellen Größe nur zu 30% ausgelastet. Die Erweiterung soll 44 Millionen Euro kosten. Geld das zu einem Großen Teil von der EU kommen soll. Die Europäische Union hat in Spanien 465 Millionen Euro in den letzten Jahren investiert. Davon sind 394 Millionen Euro in Projekte geflossen die bis heute nicht genutzt oder nicht ausgelastet sind.

30 Minuten weniger für Beamte – Seit Montag gilt auf den Kanarischen Inseln die 37,5 Stunden Woche für Beamte. Damit zieht die kanarische Autonomie mit anderen Regionen in Spanien gleich. Auf dem Festland arbeiten die sogenannten „Funcionarios“ bereits in diesem Wochenrhythmus. Die Stundenzahl war von der Zentralregierung zu Beginn der Wirtschaftskrise in Spanien auf 40 Stunden aufgestockt worden. Die aktuelle Entscheidung ist nicht endgültig und kann jeder Zeit von der Regionalregierung wieder zurückgenommen werden.

Todesfahrer auf freiem Fuß – Der Untersuchungsrichter hat für den Mann, der am Samstag mit seinem Auto bei Tiagua auf Lanzarote einen Mann überfahren hat und geflohen ist, keine Untersuchungshaft beantragt. Das 45 Jahre alte Opfer ist im Krankenhaus an den Folgen des Unfalls gestorben. Die Polizei konnte nur wenige Stunden nach dem Unfall Täter und Fahrzeug ermitteln. Bei einer Alkohol- und Drogenkontrolle war der Fahrer in beiden Fällen positiv getestet worden.

Reservierungen nach Absage gecancelt – Das Festival de Música ist wegen bürokratischen Hürden abgesagt worden. Die Folgen daraus sind rund eine Millionen Euro wert. 80% der Reservierungen für Hotels und Appartements in und um El Cotillo, wo das Festival seit Jahren stattfindet, sind gecancelt worden. Das Festival „Fuerteventura en Música“ findet seit 2004 jedes Jahr bei El Cotillo statt. In diesem Jahr musste die Inselregierung das Event absagen. Eine Gesetzesänderung verbietet der Inselregierung als Veranstalter aufzutreten. Im kommenden Jahr soll das Musikfestival wieder mit Hilfe eines Subunternehmens organisiert werden.

11.Juni 2018

Valle Santa Inés atmet auf – Die Polizei hat den mutmaßlichen Mörder der 21-jährigen Vanessa verhaftet. Es soll sich bei dem in Untersuchungshaft sitzenden Mann um einen Familienangehörigen mit einer psychischen Behinderung handeln. Die Polizei ermittelt in dem Fall weiter, bisher ist nicht klar ob der in Haft sitzende mutmaßliche Täter Komplizen hatte. Über eine Woche lang lebten die rund 800 Bewohner von Valle Santa Inés auf Fuerteventura in Angst. Das 21 Jahre alte Opfer ist am vergangenen Montag von der Mutter tot im eigenen Haus gefunden worden. Vanessa ist durch einen Schlag mit einem schweren Gegenstand auf den Kopf ums Leben gekommen.

Auto fällt in Hotel Rezeption –Es ist ein Wunder, das bei diesem Unfall in Maspalomas auf Gran Canaria keine Personen zu Schaden gekommen sind. In erster Linie ist es der Uhrzeit zu verdanken, dass es keine Verletzten gegeben hat. Ein grüner Golf ist gestern um 5.00 Uhr morgens von der Avenida Granada über den Paseo Costa Canaria gefahren und durch die aus Glas gebaute Balustrade ein Stockwerk tiefer in die Hotelrezeption gefallen. Bei dem Unfall ist der Mietwagen auf dem Dach gelandet. Der Fahrer konnte das Auto unverletzt verlassen.

Schildlausproduktion wird subventioniert – Der Farbstoff Karmin wurde über mehr als hundert Jahre auf den Kanarischen Inseln produziert. Dafür ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts die Cochenilleschildlaus kultiviert worden. Riesige Opuntienfelder zeugen in vielen Teilen der Kanarischen Inseln noch von der heute nicht mehr existenten Produktion. Auf Lanzarote ist der Kaktusgarten diesem Teil der Geschichte der Kanarischen Inseln gewidmet. Für ein Kilogramm Karmin Farbstoff werden 100.000 weibliche Schildläuse getrocknet und unter Zusatz von Schwefelsäure verkocht. Dieser Sektor soll jetzt mit Hilfe von Subventionen aus der EU wiederbelebt werden. Mit Unterstützung der Regionalregierung, die dafür der Karminproduktion das Siegel des geschützten Kulturgutes der Kanaren verliehen hat. Bis in die 60er Jahre sind mit dem Farbstoff Kleidung, Lippenstifte und Nationalflaggen eingefärbt worden.

Dialog mit Katalonien – Die neue spanische Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sanchez strebt im Katalonien-Konflikt eine Verfassungsreform an. Die Hürde ist für die Minderheitsregierung der PSOE hoch. Dafür soll das im Jahr 2006 für ungültig erklärte Autonomierecht reaktiviert werden. Das Recht auf Selbstbestimmung steht dabei aber nicht zur Debatte. Eine entsprechende Änderung der Verfassung hätte auch für die kanarische Autonomie mehr eigene Rechte zur Folge. Für einen erfolgreichen Vorstoß zur Änderung der Verfassung ist im spanischen Parlament eine drei Fünftel Mehrheit notwendig. Aktuell besitzt die Partei von Ministerpräsident Pedro Sanchez nur 84 der insgesamt 350 Sitze.

El Hierro mit neuem Tourismuskonzept – Massentourismus wird auf der kleinsten Insel des Archipels weiterhin abgelehnt. Angesprochen werden sollen Gleitschirmflieger, Wanderer, Taucher und Residenten anderer Inseln. Monatelang haben Experten aus verschiedenen Branchen an dem neuen Marketingkonzept für El Hierro gearbeitet. Ein erstes visuelles Ergebnis gibt es auf der Internetseite elhierro.travel zu betrachten. Mit Bildern, Videos und Informationstexten auf Englisch und Spanisch sollen Individualisten aus den verschiedenen Sportarten angesprochen werden um einen einzigartigen Urlaub auf der westlichsten Insel des Archipels zu verbringen. Von Teneriffa und Gran Canaria ist die Insel in jeweils ca. 45 Minuten zu erreichen, mit der Fähre dauert die Überfahrt von Teneriffa rund drei Stunden.

8.Juni 2018

Ermittlungsergebnisse im Mordfall Vanessa – Beamte der Guardia Civil haben gestern in Valle Santa Inés auf Fuerteventura ein Wohnhaus und einen PKW auf Spuren untersucht. Sowohl bei dem Appartement als auch bei dem PKW ist der Besitzer ein naher Familienangehöriger der Toten. Das 21 Jahre alte Opfer ist gestern unter großer Anteilnahme der Familie, Angehörigen und Anwohnern beigesetzt worden. Vanessa war am Montag von ihrer Mutter tot im gemeinsamen Wohnhaus gefunden worden. Die 21 Jahre alte Frau ist durch einen Schlag mit einem schweren Gegenstand auf den Kopf ums Leben gekommen.

Festival de Musica abgesagt – Am 6. Und 7. Juli sollte bei El Cotillo auf Fuerteventura das Festvial de Musica stattfinden. Die Inselregierung hat heute bekannt gegeben, das ihnen wegen aktueller Änderungen der Gesetzeslage die Hände gebunden sind und die Veranstaltung gestrichen worden ist. Das Music Festvial auf Fuerteventura findet seit 2004 jedes Jahr mit Stars wie Calle 13, Bebe, Macaco, Fuel Fandango, El Bicho, Kiko Veneno, Ojos de Brujo, MuchachitoBomboInfierno, Mala Rodríguez, Concha Buika, Molotov oder Carlinhos Brown statt. In diesem Jahr ist es eine Gesetzesänderung bei der die öffentliche Hand keine Verträge mehr mit Künstlern abschließen darf. In diesem Fall müsste ein Subunternehmen das Festival organisieren und Verträge abschließen. Laut einem Sprecher des Cabildos soll es aber im kommenden Jahr wieder das Festival de Musica bei El Cotillo geben.

Mann aus fahrendem Auto gesprungen – Der Unfall mit Todesfolge hat sich auf der GC-1 auf Gran Canaria bei Vecindario ereignet. Ein 20 Jahre alter Mann ist nach einem Streit aus einem Fiat 500 gesprungen und von einem nachfolgenden Kleinbus erfasst und mehrere Meter auf der Autobahn mitgeschleift worden. Für das Opfer kam jeder Hilfe zu spät. Die Polizei ermittelt in dem Fall und hat die beiden Insassen des Fiat 500 für weitere Befragungen in Gewahrsam genommen.

SonidosLiquidosin La Geria – Das Abschlusskonzert SonidosLiquidos findet am Samstag in der Bodega La Geria statt. Insgesamt gibt es 3.000 Tickets. 30 Euro kostet die Karte im Vorverkauf, 35 Euro an der Abendkasse vor Ort. Auftreten werden unter anderem Kardomillo, TexxCoco, NovedadesCarminha, Eli Paperboy, The Fratellis und Viva La Fette. Insgesamt erwarten die Besucher rund 10 Stunden Livemusik. Genauso wie im letzten Jahr gibt es rund um die Bodega keine Parkmöglichkeiten. Am Rand des Nationalparks gibt es mehr als 10 Parkplätze von denen in regelmäßigen Abständen Busse zum Festival fahren. Mehr Infos auf der Facebookseite von SonidosLiquidos.

Neues Gesetz gegen Hausbesetzer – Sie heißen Okupas in Spanien, besetzen aktuell 87.000 Immobilien und sind nach der aktuellen Gesetzeslage in Spanien auch nicht einfach wieder aus dem Objekt zu klagen. Ein Notruf bei der Polizei hat nur Erfolg, wenn er innerhalb der ersten 72 Stunden erfolgt. Danach tritt das im Grundgesetz verankerte „Recht auf würdigen Wohnraum“ in Kraft. Ein monate- oder jahrelanger Klageweg ist die Folge, der Eigentümer von besetzten Immobilien auch ordentlich zur Kasse bittet. Ein neues Gesetz wird in Madrid im Parlament diskutiert, bis zum Sommer soll es in Kraft treten: Dann soll die Frist bis zur Räumung nur noch 20 Tage betragen und nicht anfechtbar sein. Das ist die eine Seite – die andere zeigt in Zahlen, in welcher Situation sich viele Spanier weiterhin befinden. 60.000 Spanier mussten im vergangenen Jahr ihre Wohnungen und Häuser verlassen, weil sie die Hypothekenkredite nicht mehr bedienen konnten. Beim Thema Sozialwohnungen ist Spanien Schlusslicht in Europa. Alleine in der Autonomie von Katalonien stehen wegen Zwangsräumungen mehr als 100.000 Wohnungen und Häuser leer und werden von Banken verwaltet. Aus einem Bericht des Nationalen Statistik Instituts geht hervor, dass in Spanien 3,5 Millionen Wohneinheiten leer stehen.

7.Juni 2018

Ermittlungsergebnisse im Mordfall Vanessa – Beamte der Guardia Civil haben gestern in Valle Santa Inés auf Fuerteventura ein Wohnhaus und einen PKW auf Spuren untersucht. Sowohl bei dem Appartement als auch bei dem PKW ist der Besitzer ein naher Familienangehöriger der Toten. Das 21 Jahre alte Opfer ist gestern unter großer Anteilnahme der Familie, Angehörigen und Anwohnern beigesetzt worden. Vanessa war am Montag von ihrer Mutter tot im gemeinsamen Wohnhaus gefunden worden. Die 21 Jahre alte Frau ist durch einen Schlag mit einem schweren Gegenstand auf den Kopf ums Leben gekommen.

Festival de Musica abgesagt – Am 6. Und 7. Juli sollte bei El Cotillo auf Fuerteventura das Festvial de Musica stattfinden. Die Inselregierung hat heute bekannt gegeben, das ihnen wegen aktueller Änderungen der Gesetzeslage die Hände gebunden sind und die Veranstaltung gestrichen worden ist. Das Music Festvial auf Fuerteventura findet seit 2004 jedes Jahr mit Stars wie Calle 13, Bebe, Macaco, Fuel Fandango, El Bicho, Kiko Veneno, Ojos de Brujo, MuchachitoBomboInfierno, Mala Rodríguez, Concha Buika, Molotov oder Carlinhos Brown statt. In diesem Jahr ist es eine Gesetzesänderung bei der die öffentliche Hand keine Verträge mehr mit Künstlern abschließen darf. In diesem Fall müsste ein Subunternehmen das Festival organisieren und Verträge abschließen. Laut einem Sprecher des Cabildos soll es aber im kommenden Jahr wieder das Festival de Musica bei El Cotillo geben.

Mann aus fahrendem Auto gesprungen – Der Unfall mit Todesfolge hat sich auf der GC-1 auf Gran Canaria bei Vecindario ereignet. Ein 20 Jahre alter Mann ist nach einem Streit aus einem Fiat 500 gesprungen und von einem nachfolgenden Kleinbus erfasst und mehrere Meter auf der Autobahn mitgeschleift worden. Für das Opfer kam jeder Hilfe zu spät. Die Polizei ermittelt in dem Fall und hat die beiden Insassen des Fiat 500 für weitere Befragungen in Gewahrsam genommen.

SonidosLiquidosin La Geria – Das Abschlusskonzert SonidosLiquidos findet am Samstag in der Bodega La Geria statt. Insgesamt gibt es 3.000 Tickets. 30 Euro kostet die Karte im Vorverkauf, 35 Euro an der Abendkasse vor Ort. Auftreten werden unter anderem Kardomillo, TexxCoco, NovedadesCarminha, Eli Paperboy, The Fratellis und Viva La Fette. Insgesamt erwarten die Besucher rund 10 Stunden Livemusik. Genauso wie im letzten Jahr gibt es rund um die Bodega keine Parkmöglichkeiten. Am Rand des Nationalparks gibt es mehr als 10 Parkplätze von denen in regelmäßigen Abständen Busse zum Festival fahren. Mehr Infos auf der Facebookseite von SonidosLiquidos.

Neues Gesetz gegen Hausbesetzer – Sie heißen Okupas in Spanien, besetzen aktuell 87.000 Immobilien und sind nach der aktuellen Gesetzeslage in Spanien auch nicht einfach wieder aus dem Objekt zu klagen. Ein Notruf bei der Polizei hat nur Erfolg, wenn er innerhalb der ersten 72 Stunden erfolgt. Danach tritt das im Grundgesetz verankerte „Recht auf würdigen Wohnraum“ in Kraft. Ein monate- oder jahrelanger Klageweg ist die Folge, der Eigentümer von besetzten Immobilien auch ordentlich zur Kasse bittet. Ein neues Gesetz wird in Madrid im Parlament diskutiert, bis zum Sommer soll es in Kraft treten: Dann soll die Frist bis zur Räumung nur noch 20 Tage betragen und nicht anfechtbar sein. Das ist die eine Seite – die andere zeigt in Zahlen, in welcher Situation sich viele Spanier weiterhin befinden. 60.000 Spanier mussten im vergangenen Jahr ihre Wohnungen und Häuser verlassen, weil sie die Hypothekenkredite nicht mehr bedienen konnten. Beim Thema Sozialwohnungen ist Spanien Schlusslicht in Europa. Alleine in der Autonomie von Katalonien stehen wegen Zwangsräumungen mehr als 100.000 Wohnungen und Häuser leer und werden von Banken verwaltet. Aus einem Bericht des Nationalen Statistik Instituts geht hervor, dass in Spanien 3,5 Millionen Wohneinheiten leer stehen.

6.Juni 2018

Vueling verstärkt Aktivität – Ab sofort bietet die Fluggesellschaft Vueling sechs zusätzliche Routen von Lanzarote an. Bis vorläufig Oktober fliegt Vueling von Guacimeta aus nach Barcelona täglich, nach Bilbao viermal pro Woche – zweimal pro Woche nach Malaga und wöchentlich nach Sevilla, Santiago de Compostela und Asturias. Außerdem werden einmal pro Woche von Lanzarote Flugziele wie Paris, Orly, Rom und Zürich angeboten. In Zusammenarbeit mit British Airways fliegt Vueling ebenfalls einmal pro Woche von Guacimeta nach London.

Mercadona schafft 700 zusätzliche Arbeitsplätze – Die Supermarktkette reagiert auf die Sommersaison und die steigende Zahl von Touristen und stellt spanienweit 9.000 zusätzliche Mitarbeiter ein – auf den Kanarischen Inseln werden 700 befristete Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt stellt Mercadona mit der aktuellen Sommerkampagne 2.000 Mitarbeiter mehr ein als im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Aktuell beschäftigt die Supermarktkette 84.000 Mitarbeiter in Spanien.

Taxis werden teurer – Die Stadt Las Palmas auf Gran Canaria hat die Taxitarife erhöht. 64 Cent teurer wird der Basispreis. Eine Fahrt in der Innenstadt kostet im Schnitt ab sofort 5,44 Euro statt wie bisher 4,80 Euro. Die Zusatzgebühren für Flughafen oder Fährhafen steigen von 70 Cent auf 77 Cent. Von den neuen Tarifen sind bisher nur die Taxis in der Inselhauptstadt von Gran Canaria betroffen. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren haben aber gezeigt, das andere Gemeinden in den kommenden Monaten nachziehen werden und die Tarife ebenfalls erhöhen werden. Im Spanienweiten Vergleich ist das Taxifahren auf den Kanarischen Inseln aber immer noch vergleichbar günstig. Zum Teil kosten Fahrten in Städten wie Madrid, Barcelona oder Valencia das Doppelte.

55 blaue Flaggen – In Sachen Tourismus ist es DAS Gütesiegel für jede Gemeinde: die blaue Flagge am Strand. Sie wird jedes Jahr vergeben und ist ein Zeichen dafür, das Wasserqualität, sanitäre Anlagen, Parkplätze und Zugänge in Ordnung sind. Auf den Kanarischen Inseln wehen in diesem Jahr 55 sogenannte „Banderas Azules“, eine mehr als im letzten Jahr. Auf Teneriffa sind 12 Strände ausgezeichnet worden, auf Gran Canaria wehen 15 blaue Flaggen, auf Lanzarote sieben. Fuerteventura hat acht Playas die mit dem Gütesiegel versehen worden sind. Auf La Palma wehen fünf blaue Flaggen, auf La Gomera zwei und auf El Hierro eine.

Ärztemangel auf den kleineren Inseln – Auf den beiden Inseln Gran Canaria und Teneriffa gibt es zu viele, auf den kleineren Inseln herrscht ein Mangel. Die Ärzteversorgung und das Gesundheitsministerium reagieren in neuen Arbeitsverträgen und verpflichten Ärzte periodisch ihren Dienst auch auf den kleineren Inseln zu verrichten. Vor allem im Bereich der Spezialisten herrscht auf El Hierro, La Palma, La Gomera, Lanzarote und Fuerteventura ein derartiges Unterangebot, dass Patienten verpflichtet sind entweder nach Gran Canaria oder nach Teneriffa zu reisen. Die neuen Arbeitsverträge zwischen dem kanarischen Gesundheitsministerium und Medizinern sollen einen zusätzlichen Passus enthalten, der Ärzte dazu verpflichtet periodisch Patienten auf den kleineren Inseln zu behandeln.

Neuer Trockendog – Das Unternehmen Astican will für 30 Millionen Euro im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria den seit 1970 bestehenden Trockendog umbauen und erweitern. In Zukunft sollen auf der Anlage von Astican bis zu 95.000 Tonnen schwere und 320 Meter lange Schiffe aus dem Wasser geholt und gewartet werden. Laut der Marktanalyse von Astican gibt es aktuell in den kanarischen Gewässern 1.365 Schiffe die wegen ihrer Größe nur in einem Hafen auf dem spanischen oder dem afrikanischen Festland gewartet werden können. Die neue Anlage ist aber darüber hinaus für viele andere Frachter weltweit interessant: schwimmfähige Betonplattformen werden Unterwasser unter den Rumpf der Schiffe gebracht und leergepumpt – die aktuell schnellste und sicherste Form um die tonnenschwere Ozeanriesen ins Trockene zu bekommen.

Schneller aus der Politik in private Unternehmen – Der Artikel 36.3 ist vom kanarischen Parlament geändert worden. In Zukunft können Politiker, nach ihrem Ausscheiden aus Ämtern sofort wieder in der privaten Wirtschaft tätig werden. Bisher galt dafür eine Sperrfrist von zwei Jahren. Es gibt aber weiterhin Ausnahmen: Tätig werden können ehemalige Politiker nicht sofort in Unternehmen mit denen die Regierung direkte Verträge abgeschlossen hat, oder in die Subventionen geflossen sind. Der Artikel 36.3 ist 2015 eingeführt worden, um mögliche Korruption zu verhindern. Mit der Modifizierung des Gesetztes sieht die Regierung um Fernando Calvijo das Gesetz in seiner Notwendigkeit aber gewahrt.

5.Juni 2018

Mord in Betancuria – In Valle Santa Inés auf Fuerteventura ist die Leiche einer 21 Jahre alten Frau gefunden worden. Die Eltern des Mädchens haben die Tochter in der gemeinsamen Wohnung gefunden. Einem Polizeibericht zufolge ist die 21-jährige durch einen Schlag auf den Kopf mit einem schweren Gegenstand ums Leben gekommen. Das Motiv zu Tat ist völlig ungeklärt. In dem Dorf in der Gemeinde Betancuria auf Fuerteventura leben 700 Einwohner, die Familie führt ein ruhiges und zurück gezogenes Leben. Spurensicherung und Ermittler für Gewaltverbrechen sind bereits gestern aus Las Palmas in Valle Santa Inés eingetroffen und haben bis auf weiteres eine Nachrichtensperre verhängt.

Ferienvermietung in touristischen Zonen – Die Inselregierung von Gran Canaria fordert von der Autonomieregierung eine Änderung des aktuellen Gesetzesvorschlags. Dieser sieht im Moment eine klare Trennung zwischen Ferienvermietung und touristischenZonen vor. Aus der Forderung des Cabildos von Gran Canaria geht aber genau diese Vereinigung hervor: Ferienvermietung auch in touristischen Zonen. Mit dem aktuellen Vorstoß stößt die Regierung Gran Canarias auf Kritik aus der Opposition: Der neue Gesetzesvorschlag beinhaltet mehr als nur eine Trennung zwischen Ferienvermietung und Bereichen in denen Hotels auf der Insel stehen. Vielmehr geht es auch darum, die Situation für Residenten zu erleichtern, die wegen der gestiegenen Mietpreise nur sehr schwer Wohnraum finden. Außerdem soll mit dem Gesetz die Tendenz zum Schwarzmarkt verhindert werden und alle Ferienappartements und Ferienhäuser registriert und legal vermietet werden. Miguel Montero, Sprecher der Partei Podemos, fordert den Gesetzesvorschlag der Autonomieregierung abzuwarten und auf Basis dessen später Modifikationen für Gran Canaria vorzunehmen.

Weniger Arbeitslose – Die Zahl der Erwerbsfähigen Personen ohne Job ist in der kanarischen Autonomie auch im letzten Monat weiter zurückgegangen. Aktuell sind 212.000 Erwerbsfähige als Arbeitslos gemeldet. Rund 1.000 weniger als noch vor einem Jahr. Neben mehr Beschäftigung ist aber auch die Zahl der dauerhaften Arbeitsverträge auf den Kanarischen Inseln angestiegen. Ein klares Zeichen für das gestiegene Vertrauen in die Stabilität der Wirtschaft. Auch in anderen spanischen Regionen ist die Zahl der Arbeitslosen im letzten Monat weiter gesunken. Spanienweit sind aktuell 3,2 Millionen Menschen ohne Job.

Zweimal mit gestohlenen Papieren am Flughafen – Eine 23 Jahre alte Frau aus Syrien hat zum zweiten Mal versucht mit gestohlenen Ausweisdokumenten am Flughafen auf Fuerteventura auszureisen. Dieses Mal wollte die Frau mit einem gestohlenen griechischen Pass nach Brüssel fliegen. Ein Mitarbeiter am Check-In hatte die Beamten verständigt, weil sich das Gesicht der Syrerin von dem Foto auf dem Ausweisdokument stark unterschieden hat. Die Frau ist festgenommen worden und sitzt bis auf weiteres in Untersuchungshaft.

Mega Freizeitpark bei Maneje – Im Norden der Inselhauptstadt von Arrecife auf Lanzarote soll ein Photovoltaik Kraftwerk entstehen. Bisher gibt es die Idee nur auf dem Papier. 7.000 Photovoltaik Elemente sollen auf einer Fläche von 16.000 m² 1,9 Megawatt Strom liefern. In erster Linie um das Leitungswasser in die Haushalte zu bringen – hinter dem Projekt steht der Wasserversorger der Insel. Weil das Projekt auf einer Stahlkonstruktion montiert werden soll, entsteht unter dem Sonnenkraftwerk ein überdachter Freizeitpark mit Sportplatz, Kinderspielplatz und Messegelände – alles komplett überdacht. Die Arbeiten sollen Anfang 2019 beginnen.

4.Juni 2018

Zwei Soldaten ums Leben gekommen – Auf Fuerteventura sind bei einer Militärübung zwei aus Gran Canaria stammende Militärangehörige ums Leben gekommen, zwei weitere Soldaten schweben ins Lebensgefahr. Bei einer Militärübung der 16. Infanteriebrigade bei Pajara auf Fuerteventura hat sich das Fahrzeug der vier Opfer mehrfach überschlagen. Zwei Insassen sind tot aus dem Fahrzeug geborgen worden, zwei Soldaten sind mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus nach Las Palmas geflogen worden.

Ausbildungen in Tierhaltung und Landwirtschaft – Die Inselregierung von Lanzarote bietet Ausbildungskurse in diesen beiden, vom Aussterben bedrohten, Wirtschaftszweigen an. Innerhalb von 60 Unterrichtsstunden soll in den Versuchsräumen der Granja Agrícola Experimental den Kursteilnehmern ausreichend Wissen vermittelt werden um in Zukunft die Felder der Insel zu bestellen oder in der Ziegenzucht tätig zu werden. 81 Euro Kursgebühr sind bei der Granja Agrícola Expermiental heute für den 60-stündigen Kurs, der morgen beginnt, zu entrichten.

Neuer Anlauf für Siam Park bei El Veril – Wie schwer es für Investoren auf den Kanarischen Inseln werden kann, ihr Geld zu investieren, zeigt das Beispiel des Siam Parks auf Gran Canaria. Wolfgang Kissling betreibt bereits auf Teneriffa mit Erfolg den Loro Parque und einen Siam Park im Süden der Insel. Auf Gran Canaria soll das Pendant zum Wasserrutschen Paradies entstehen. Auf den Baubeginn wartet Kissling allerdings seit Jahren. Entweder sind es Umweltschützer oder Archäologen und wenn beide Interessengruppen vor Gericht gescheitert sind fehlt eine Genehmigung. Immerhin sollen rund 500 direkte und dauerhafte Arbeitsverhältnisse in der Gemeinde San Bartolome de Tirajana entstehen, indirekt wird sich das Projekt auch massiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Die Gemeinde San Bartolome de Tirajana hat jetzt mit 19 Ja-Stimmen und vier Enthaltungen für das Projekt gestimmt. Damit soll das Projekt Siam Park in einem neuen Genehmigungsverfahren endgültig genehmigt werden.

Campingplatz Papagayo mit neuen Preisen – Vom 22. Juni bis 16. September wird der Campingplatz im Naturpark im Süden Lanzarotes geöffnet sein. In diesem Jahr übernimmt die Verwaltung das öffentliche Unternehmen Gesplan, nachdem das Angebot von Tragsa, die den Campingplatz in den letzten Jahren verwaltet haben, unterboten worden ist. Gesplan zahlt 139.000 Euro Pacht für den Campingplatz in diesem Jahr. Im Gegenzug werden die Tagesgebühren für die Gäste um einen Euro erhöht. Residenten zahlen neun statt acht Euro pro Parzelle und Campingwagen, nicht Residenten 11 statt zehn Euro.

Ladestationen für E-Autos – Auf Gran Canaria gibt es bald keine Ausreden mehr, kein E-Auto zu fahren. Die Inselregierung hat damit begonnen in 17 Gemeinden 34 Tankstellen für E-Autos zu bauen – alle sollen über eine sogenannte Turbo-Lademöglichkeit verfügen. Mit dieser Funktion lässt sich ein Teil des Akkus der Fahrzeuge schnell aufladen. Rund 500.000 Euro Budget stell das Cabildo für das Projekt zur Verfügung. Innerhalb von 15 Minuten sollen an den Stationen ein Viertel der Batterie geladen werden können. Zwischen den geplanten Ladepunkten liegen laut dem Projekt maximal 41 Kilometer, zwischen den meisten deutlich weniger.

Wenig Sparguthaben – 500.000 Canarios kommen ohne Einnahmen nur 30 Tage über die Runden. Das ist heute einem aktuellen Bericht der Banca Espana zu entnehmen. Jeder Dritte Einwohner der kanarischen Autonomie, lebt in Haushalten, in denen die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Außerdem liegt der Archipel in Sachen Sparguthaben an letzter Stelle im Spanienweiten Vergleich. Laut dem Bericht ist die private finanzielle Lage auf den Kanarischen

1.Juni 2018

Immer mehr Italiener – Die Zahl der ausländischen Residenten auf den Kanarischen Inseln steigt, die Zahl der italienischen Residenten hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Das zeigen die aktuellen Zahlen des nationalen Statistikamtes. 2004 waren 12.000 italienische Residenten gemeldet, heute sind es 41.000 Italiener die ihren Lebensmittelpunkt auf den Archipel verlegt haben. Es sind vor allem junge Menschen unter 35 Jahren, die Italien verlassen haben und auf dem Archipel im Tourismussektor oder in der Gastronomie tätig sind.

Korruptionsverdacht auf La Palma – Wenn ein Straßenprojekt 30% kleiner als geplant wird und trotzdem um 67% teurer wird, ist das ein Fall für die Untersuchungsbehörde. Dieser Meinung ist die Oppositionspartei Podemos auf La Palma. Das Mindeste sei eine Untersuchung, um den Bürgern aufzuzeigen was mit Steuergeldern auf der Insel passiert. Konkret geht es um 32 Millionen Euro, nicht alles Steuergelder, sondern auch Subventionen aus Madrid und Brüssel. Geplant waren 23,5 Kilometer der c-830 zwischen Los Sauces und Cruz del Castillo zu erneuern und breiter zu machen. Am Ende wurden nur 15,7 Kilometer Straße erneuert, die ursprünglich veranschlagten Kosten sind aber um 67% gestiegen. Der Fall soll jetzt untersucht werden, im Fokus steht vor allem der bisherige Minister für öffentliche Projekte, Domingo Berriel.

Zusammen für mehr Tourismus – Die öffentliche Hand kann nicht ohne den privaten Sektor und umgekehrt ist es genauso: dauerhafter Erfolg wird nur gemeinsam erreicht! Eine Tatsache die das Rathaus von San Bartolomé de Tirajana bereits umsetzt und mit Gran Canaria Blue und Gran Canaria Natural zwei Vertreter aus dem privaten Sektor ins Boot holt um international erfolgreich zu sein. Eher symbolisch sind 3.000 Euro geflossen – in der Praxis verfügt die Gemeinde jetzt neben finanziell aufwendigen Werbemaßnahmen über zwei Internetportal, auf denen angesprochene Zielgruppen ihren Tauch-, Surf-, Kiteboard-, Wander- oder Radurlaub direkt buchen können. Nebenbei lädt das Ayuntamiento in den kommenden Monaten 100 Blogger und sogenannte Influencer ein um sich vor Ort ein Bild der breiten Urlaubspalette der Region zu machen. Der soziale Impakt im Internet soll laut eigener Aussage 134 Millionen Internetnutzer erreichen.

Wo ist das Leben am Sichersten? – Dieser Frage geht jedes Jahr das Versicherungsunternehmen UNESPA nach. Gewinner in diesem Jahr ist La Laguna auf Teneriffa bei Städten mit einer Bevölkerungszahl von mindestens 50.000 Einwohnern. Laut Statistik ist in Universitätsstadt von Teneriffa im Spanienweiten Vergleich die Zahl von Diebstählen und Einbrüchen am geringsten. Gefolgt von Lugo, Santiago de Compostela, Irún und Salamanca. Bei Städten mit 250.000 Einwohnern oder mehr liegt Palma de Mallorca auf Platz eins in Sachen Sicherheit, gefolgt von Las Palma auf Gran Canaria, Vigo, Bilbao und Valladolid. Die Größte Gefahr von Diebstählen und Einbrüchen gibt es laut der Studie von UNESPA in Madrid, Barcelona und Sevilla.

12,2 Millionen Euro Umsatz in der Fischzucht – Die schwimmenden Ringe vor dem Playa Quemada auf Lanzarote sind umstritten. Vor allem Umweltschützer sehen in dieser Form der Fischerei eher den Schaden für die Fauna, als den Nutzen. Zum ersten Mal seit Jahren hat die Fischzucht vor Lanzarote weniger produziert, als die traditionellen Fischer gefangen haben. Ein klares Indiz dafür, das die Fischfangquoten ihre Wirkung nicht verfehlt haben und sich die Fauna rund um den Archipel regeneriert. Finanziell halten sich die Einnahmen beider Bereiche aktuell die Waage, aber es ist eine Tendenz zu erkennen. Selbst die Gamba Fischer von La Santa auf Lanzarote haben in den letzten 12 Monaten mehr gefangen als in vergleichbaren Zeiträumen in den letzten Jahren. 15,6 Tonnen Krabben haben die Fischer von La Santa innerhalb eines Jahres gefangen und verarbeitet

31.Mai 2018

Note Zwei für Krankenhäuser – Unter den Menschen, die im letzten Jahr in einem kanarischen Krankenhaus behandelt worden sind, herrscht einer Umfrage zufolge Zufriedenheit. 8,66 Punkte von 10 haben Patienten für die Versorgung im Krankenhaus vergeben. Ein leicht verbessertes Ergebnis im Vergleich zu den letzten Jahren: 2016 lag der Wert bei 8,64, 2015 bei 8,51. Befragt worden sind 3.573 Patienten kurz vor ihrer Entlassung.

Mercadona kauft bei 125 lokalen Anbietern – Nicht alles kommt bei der Supermarktkette Mercadona aus der Region, der Trend geht in den letzten Jahren aber stark in diese Richtung. 500 Millionen Euro sind im letzten Jahr von Mercadona für Produkte von den Kanarischen Inseln ausgegeben worden. Nachhaltigkeit ist für die Unternehmensleitung ein Begriff, der sowohl bei der Beschaffung von Produkten als auch bei eigenen Energieversorgung gelten soll. Im letzten Jahr sind auf Gran Canaria sechs neue Filialen eröffnet worden die zu einem Großteil durch regenerative Energie versorgt werden. In diesem Jahr soll neben Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa auch auf La Palma eine Supermarktfiliale eröffnet werden.

Benzin und Diesel teurer – Die Spritpreise steigen auf den Kanarischen Inseln weiter. Heute kostet ein Liter Benzin 15% mehr als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt. Seit Jahresbeginn sind die Kraftstoffpreise um 10% gestiegen. Zwischen den Inseln gibt es zusätzlich noch Preisunterschiede: Auf Lanzarote ist Benzin und Diesel aktuell am teuersten, gefolgt von Fuerteventura. Am günstigsten Tanken Autofahrer trotz der enorm gestiegenen Preise im Inselweiten Vergleich auf Teneriffa.

iDental löst Spanienweite Protestwelle aus – Die LowCost Kette für Zahnersatz hat vergangene Woche Insolvenz angemeldet, die Filialen auf Gran Canaria sowie in Barcelona, Granada, Santander, Sevilla und Zaragoza sind geschlossen. Presseberichten zufolge sind tausende Patienten betroffen. Entweder konnte ihre Behandlung nicht beendet werden oder nicht begonnen werden, in allen Fällen ist Geld geflossen. Häufig ist die Behandlung über ein Kreditinstitut finanziert worden. Die Vereinigung FACUA hat eine eigene Webseite eingerichtet, auf der betroffene Patienten ihre Fälle schildern können und Hilfe bekommen. Die Organisation setzt sich Spanienweit für den Schutz von Konsumenten ein.

Kreuzfahrtschiffe auch in Corralejo – Nach einer Investition von rund 15 Millionen Euro sollen an der Hafenmole der Küstenstadt im Norden Fuerteventuras ein Kreuzfahrtschiff an der Mole anlegen können. In einer zweiten Bauphase soll die Anlegestelle für zwei Kreuzfahrtriesen erweitert werden. Innerhalb der ersten Bauphase sollen im Hafen von Corralejo auch über 700 Anlegestellen für kleinere Boote entstehen. Das Projekt besteht bereits seit 2011 und soll jetzt bis 2020 umgesetzt werden.

30.Mai 2018

Schlechte medizinische Versorgung – Das Gesundheitssystem auf den
Kanarischen Inseln ist im Vergleich der spanischen Autonomien nicht nur das
schlechteste sondern auch seine Finanzierung ist die geringste im Spanienweiten
Vergleich. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie, die das Gesundheitssystem in allen spanischen Autonomien verglichen und Punkte vergeben hat. Die Region Navarra hat für ihr Gesundheitssystem 90 Punkte
erhalten, Topwert in Spanien – die Autonomie der Kanarischen Inseln hat 41
Punkte erhalten und fällt damit auf den letzten Platz. Bei der Finanzierung investiert die Regionalregierung des Archipels 40% ihres Haushaltsbudgets in die
medizinische Versorgung der Bevölkerung. Zum Vergleich: die Regionalregierung der Autonomie Murcia investiert in die medizinische Versorgung knapp 70% ihres
Haushaltes. Selbst die Region Valencia, die pro Kopf und Einwohner das
geringste Haushaltsbudget Spaniens zur Verfügung hat, lässt trotzdem 60% ihrer
Gelder in das Gesundheitssystem fließen. Dem Bericht zufolge ist es aber
weniger die Investitionssumme die zu so einem schlechten Ergebnis führt.
Immerhin fließen im Schnitt pro Patient 1.300 Euro in die medizinische
Versorgung – eher ist es die Verteilung der Gelder die die kanarische Autonomie in Sachen Gesundheitsversorgung ans Ende der spanischen Autonomien setzt.
Sand für Puerto del Carmen – Allen Protesten der Umweltschützer zum Trotz
werden die Strände in der Gemeinde Tías auf Lanzarote mit Sand vom
Meeresgrund aufgeschüttet. Eine entsprechende Studie ist von der Regierung so
gut wie abgesegnet. Aus der Studie geht hervor, dass vom Hafen in Puerto del
Carmen bis zum Flughafen vorgelagert auf dem Meeresgrund aussreichend Sand zur Verfügung steht, um die Strände der Gemeinde Tías wieder aufzuschütten.
Umweltschützer kritisieren nicht nur auf Lanzarote dieses Vorhaben, sie sind der Meinung dieses Vorhaben schädigt die Fauna nachhaltig. Bisher ist der Sand für die Strände in Tías mit LKWs angefahren und verteilt worden. In Zukunft soll der Sand, den die Wellen des Atlantiks auswaschen vom Meeresgrund zurückgeholt
werden.

El Matorral kostet 150.000 Euro pro Jahr – Das Zentrum für illegale Immigration auf Fuerteventura steht seit rund fünf Jahren leer. Seitdem Urteil des Obersten
Gerichtshofes wegen Verletzung der Menschenrechte sind in dem Auffanglager keine Immigranten mehr untergebracht. Trotzdem fließen monatlich rund 12.500 Euro an ein Unternehmen für Reinigung, Wartung und Verpflegung.
Zusammengerechnet sind seit 2012 mehr als eine halbe Million Euro
Steuergelder in einen Service geflossen, der seit fünf Jahren nicht mehr benötigt wird. Veröffentlich hat den Vorfall die Internetzeitung „El Confidencial“.

Weitere Gräber von Ureinwohnern entdeckt. Am Pozo Izquerdo in der Gemeinde Santa Lucia de Tirajana auf Gran Canaria gibt es aktuell nicht nur Windsufer zu sehen. 80 cm unterhalb der Erdoberfläche sind zwei Gräber gefunden worden, die menschlichen Überreste sollen ersten Informationen zu Folge von Ureinwohnern der Kanarischen Inseln stammen. Bei den gut erhaltenen Skeletten soll es sich um einen ca. 1,50 großen Mann und eine ca. 1,60 große Frau handeln. Die Ausgrabungsarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Fundstücke sollen im kanarischen Museum in Las Palmas ausgestellt werden.

25.Mai 2018

Experten von UNESCO auf Gran Canaria – Nachdem die Inselregierung mit dem Risco Caído den Antrag auf Aufnahme ins Weltkulturerbe bei der UNESCO gestellt hat, sind im Moment 30 Archäologen auf Gran Canaria um sich von dem prähistorischen Erbe der Insel ein eigenes Bild zu verschaffen. Die Gruppe ist weltweit unterwegs um 20 Anträge zu prüfen. Die Höhle am Risco Caído ist erst 1996 entdeckt worden und diente den Ureinwohnern als Opfertempel. Nischen in der Höhlenwand lassen zu bestimmten Jahreszeiten Mond- oder Sonnenlicht auf die Mitte des Höhlenbodens scheinen. An den Wänden sind Malereien angebracht. Aktuell kann die Höhle nur nach Genehmigung besichtigt werden, sie soll aber in Zukunft für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Fünf Konzerte an einem Wochenende – In Las Palmas auf Gran Canaria finden heute, morgen und am Sonntag Live Veranstaltungen von Bossa-Nova über Reggaetón bis hin zu Rock und klassischer Musik statt. Heute Abend tritt Sofiel del Pino im Palacete Rodríguez Quegles auf, der Eintritt ist frei. Parallel füllt Romeo Santos das Fußballstadion in Las Palmas. Morgen Abend öffnet der Paper Club mit Angel Stanich ab 23.00 Uhr seine Türen. Ab 19.00 lädt das Auditorium Alfredo Kraus zu Macondo und klassischer Musik mit dem Universitätsorchester der ULPGC. Rockiger wird es in der Gran Canaria Arena, in der wöchentlich Basketball gespielt wird. Morgen tritt dort Status Quo auf.

6.000 Euro für eine Geburt – Auf Fuerteventura werden auf Nachrichtenseiten und sozialen Netzwerken 14 Rechnungen diskutiert. Ausgestellt worden sind sie vom kanarischen Gesundheitsamt. Die Empfängerin ist eine legal in Spanien lebende Ausländerin. Die Frau, mittlerweile Mutter, soll 5.400 Euro für die Geburt ihres Kindes bezahlen. Sie ist im sechsten Monat schwanger nach Spanien eingereist. Der Rechnung zufolge hält sich das kanarische Gesundheitsamt an geltendes Recht: Ausländer sind bei der Einreise nach Spanien verpflichtet für die ersten 90 Tage eine entsprechende Versicherung abzuschließen. Das Kind kam wenige Tage vor Ablauf der 90 Tage zur Welt. Insgesamt 14 Rechnungen hat das kanarische Gesundheitsamt ausgestellt, der Gesamtbetrag beläuft sich auf 5.400 Euro.

Britische Medien stricken Horrorszenario – Seit Wochen konzentrieren sich auf dem Meeresgrund zwischen Teneriffa und Gran Canaria sogenannte Schwarmbeben. Diese Tatsache nutzen verschiedene britische Medien wie Daily Mail oder Daily Express zur Stimmungsmache und zeigen in diesem Zusammenhang Bilder von den Vulkanausbrüchen auf Hawaii. Während die Experten von InVolcan, dem Institut das rund um die Uhr seismische Bewegungen auf dem Archipel aufzeichnet, die Situation als völlig ungefährlich einstufen, schreiben britische Journalisten über einen möglichen Vulkanausbruch des Teides auf Teneriffa. Untermalt werden die Berichte mit Bildern und Videos von flüssiger Lava auf Hawaii.

24.Mai 2018

Fischer gerettet – Bei Agaete auf Gran Canaria haben Feuerwehr und Katastrophenschutz einen 70 Jahre alten Mann vor dem sicheren Tod bewahrt. Der Fischer war von den Felsen ins Wasser gefallen, meterhohe Wellen und Strömung im Meer haben den Mann in wenigen Minuten rund 50 Meter ins offene Meer gezogen. Der Einsatz eines Helikopters wurde abgebrochen, Beamte der Feuerwehr konnten den 70-jährigen schwimmend erreichen und ihn zurück zum Ufer bringen. Eine Behandlung in einem Krankenhaus hat das Opfer abgelehnt.

Venus Haar unter den TOP 10 – Im internationalen Institutfür Entdeckung neuer Spezies rangiert die Insel El Hierro im Moment unter den Topbegriffen der Forscher. Grund dafür ist der noch aktive Unterwasservulkan Tagoro und die weltweit einzigartige Bakterie die sich im Umkreis von rund 500 Metern um den Vulkan gebildet hat. Das unter dem lateinischem Namen Thiolava veneris, zu Deutsch Venus Haar, bekannte Bakterium zieht sich auf dem Meeresgrund vor La Restinga in meterlangen weißen Fäden über den Vulkan. Das Institut für Entdeckung neuer Lebensformen hat im letzten Jahr 18.000 neue Spezies registriert. Das Venus Haar rangiert unter den Top10 im Ranking.

Kettennatter bei Guinigada gefangen – Bei dem Exemplar handelt es sich um eine Kalifornische Kettennatter. Die Schlange ist von Hunden bei San Nicolas auf Gran Canaria entdeckt worden. Das besondere an dem rund zwei Meter großen Reptil ist, das es sich um ein Albino handelt. Die ungiftige Kalifornische Königsnatter hat sich auf Gran Canaria zu einer regelrechten Plage entwickelt. Immer wieder werden die Beamten von SEPRONA, der Umweltschutzbehörde, gerufen, weil Spaziergänger, Landwirte oder Jäger die Schlangenart zwischen den Felsen finden. In diesem Fall hat der Hundebesitzer die Albinoschlange mit nach Hause genommen, nachdem er vergeblich versucht hatte den Fund bei SEPRONA und der Policia Local zu melden. Erst am nächsten Tag haben Beamte der Umweltschutzbehörde die Kalifornische Königsnatter abgeholt.

Über 1000 Ferienwohnungen ohne Genehmigung – In der Gemeinde La Oliva auf Fuerteventura gibt es aktuell ein Online Angebot von rund 2.000 Ferienappartements. Bei der Gemeinde angemeldet sind rund 900. Für alle anderen 1.100 Inserate gibt es keinerlei Informationen bei der Gemeinde. Vertreter des Rathauses von La Oliva haben angekündigt, in den kommenden Wochen Kontrollen durchzuführen, um die Situation zu regulieren. Vermieter von Ferienunterkünften sind neben Steuerabgaben auch verpflichtet, ihre Gäste innerhalb von 24 Stunden bei der Gemeinde mit Namen, Heimatadresse und Ausweisnummer zu melden. Auf Lanzarote sind wegen dieser Unregelmäßigkeit in zwei Gemeinden rund 150 Anbieter mit Bußgeldern belegt worden.

Kaum Gefahr von Heuschnupfen – Allergiker leben im Spanienweiten Vergleich in der kanarischen Autonomie am besten. Das zeigt eine aktuelle Studie des allergologischen Instituts. Mit 500 Polen pro Kubikmeter Luft haben die Kanarischen Inseln das Beste Ambiente für Pollenallergiker. Zum Vergleich: Aragón, Castilla-La Mancha oder Madrid weißen eine Menge von bis zu 5.000 Polen pro Kubikmeter Luft auf. Auch in Barcelona oder Kantabrien liegt die Menge mit 1.200 bis 2.700 Polen pro Kubikmeter deutlich über den Ergebnissen auf dem Archipel. Die Forscher des allergologischen Instituts sind in ihrer aktuellen Publikation der Überzeugung, dass 2030 ein Viertel der spanischen Bevölkerung an einer Pollenallergie erkrankt sein wird. Von Pollenallergie sind vor allem Kinder und Personen über 50 Jahren betroffen.

23.Mai 2018

Enorme Unterschiede bei medizinischer Versorgung – 300 Tage warten Canarios auf eine Arthroskopie – die Untersuchung mit einem Endoskop ist die Vorrausetzung für eine Diagnose und die weitere Behandlung. In Madrid liegt die Wartezeit bei 54 Tagen. Das ist nur ein Ergebnis des aktuellen Gesundheitsberichts der Ergebnisse aus allen spanischen Autonomien zusammenfasst. Auf eine Operation warten Canarios bis zu sechs Monate, nachdem Wochen und Monate vergehen um überhaupt eine Diagnose zu erhalten. In Autonomien wie Madrid oder dem Baskenland vergehen dafür keine sechs Wochen. Auf einen Termin bei einem Facharzt warten Patienten auf den Kanarischen Inseln mindestens zwei Monate, während auf dem spanischen Festland keine 14 Tage vergehen. In den Bereichen von Augenärzten und Hautärzten ist der Unterschied zwischen Archipel und Festland besonders signifikant. Auf einen Termin bei einem Dermatologen oder Ophthalmologen warten Patienten auf den Kanarischen Inseln bis zu neun Monate. Der Vergleich in Sachen Gesundheitsversorgung wird jedes Jahr veröffentlicht. Die aktuellen Zahlen stammen aus Dezember 2017.

Regelung bei Ferienvermietung gefordert – Nach monatelangen Protesten sowohl von Immobilienbesitzern als auch von Bürgern auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum, meldet sich jetzt zum ersten Mal auch ein Politiker zu Wort und fordert eine belastbare Regelung in Sachen Ferienvermietung. Es ist der Bürgermeister der Gemeinde San Bartolome de Tirajana auf Gran Canaria, der in seinem Amt ständig im Gespräch mit betroffenen Bürgern seiner Gemeinde ist. Der wichtigsten Region in Sachen Tourismus in Spanien. Nachdem die kanarische Autonomieregierung zum vierten Mal mit einem Gesetzesvorschlag vor dem Obersten Gerichtshof gescheitert ist. Wegen der fehlenden Rechtsgrundlage türmen sich in den Rathäusern in verschiedenen Gemeinden des Archipels die Anträge auf Genehmigung – Antworten erhalten die Besitzer von Immobilien keine. Seit mehr als drei Jahren ist nicht klar, in welchen Zonen die Ferienvermietung in Zukunft genehmigt wird und in welchen nicht. Auch ist nicht klar welche Instanz ein neues Gesetz zur Ferienvermietung in Zukunft durchsetzen soll, den Rathäusern fehlt dafür das Personal. Auf den Balearen ist ein neues Gesetz in Sachen Ferienvermietung bereits wieder angefechtet worden und muss vom Obersten Gerichtshof erneut überprüft werden.

Hollywood auf El Confital – Das Produktionsteam von Lionsgate und Nostromo Pictures dreht aktuell bei Las Palmas Szenen mit Emma Roberts. Die 1991 geborene Nichte von Schauspielerin Julia Roberts ist die Hauptdarstellerin in „Paradise Hills“. Viermal ließ Regisseurin Alice Waddington gestern die Strandszene wiederholen, erst dann war die aus Bilbao stammende jüngste Hollywood Regisseurin Spaniens mit der 27-jährigen zufrieden. Der Film handelt von einer futuristischen Reha-Einrichtung auf einer Insel, wo reiche Eltern ihre Töchter umerziehen lassen. Roberts mimt die junge Uma, die eines Tages in Paradise Hills aufwacht. US-Rapperin Awkwafina, der Brite Jeremy Irvine und die Australierin Danielle Macdonald spielen ebenfalls mit.

Neue TÜV Anforderungen bei Fahrzeugen – Seit dieser Woche gelten bei der technischen Untersuchung von Autos und LKWs auf den Kanarischen Inseln neue Regelungen. Ab sofort werden die Abgase auf Basis der Euro5 und Euro6 Normen überprüft. Besonders bei älteren Dieselfahrzeugen sind diese Grenzwerte relevant. Reifen, bisher nur oberflächlich untersucht, müssen ab sofort den angegebenen Werten im Fahrzeugbrief entsprechen. Die Fahrzeugelektronik ist ab sofort ebenfalls Teil der TÜV Untersuchung – darunter fallen auch ABS, ESP und Airbags. Eine Neuregelung ist besonders für europäische Residenten interessant: Für importierte Fahrzeuge gelten die Normen und Werte des Importlandes. Ist ein Fahrzeug zum Beispiel aus Deutschland importiert, werden bei der TÜV Untersuchung auch die geforderten Werte des Importlandes angewendet. Die TÜV Untersuchung ist wegen der neuen Anforderungen und der damit verbundenen Investitionen teurer als in den vergangenen Jahren.

Steigende Benzin und Flugpreise – Der sogenannte BRENT, das Referenzprodukt für den Ölpreis, wird in diesem Jahr um 20% steigen. Das prognostizieren Wirtschaftsexperten aus verschiedenen Ländern. Ursache dafür sind in erster Linie politische Krisen in den Produktionsländern. Für die Kanarischen Inseln bedeutet das neben gestiegenen Benzin und Dieselpreisen an den Tankstellen vor allem gestiegene Flugpreise – diese wirken sich direkt auf die Entwicklung im Tourismus aus. Fluglinien haben wegen der möglichen Preisentwicklung Versicherungen abgeschlossen um ihren Wirtschaftsbetrieb zu garantieren. Diese Kosten schlagen sich direkt auf die Ticketpreise nieder. Aktuell kosten Reisen zum spanischen Festland und in andere europäische Länder bereits 20% bis 30% mehr als im letzten Jahr zum gleichen Zeitpunkt.

22.Mai 2018

Wonder Women auf Fuerteventura – Der zweite Teil des Comic Klassiker wird zum Ende des Sommers auch auf Fuerteventura gedreht. Das bestätigt heute ein Pressebericht der Tageszeitung Canarias7. Die Dreharbeiten sollen dem Bericht zufolge ähnliche Dimensionen annehmen wie Exodus oder Star Wars. Im Parque Tecnológico, drei Kilometer von der Inselhauptstadt Puerto del Rosario entfernt sollen die Vorbereitungen für die Dreharbeiten bereits begonnen haben. Auf Fuerteventura werden in diesem Jahr noch drei weitere Blockbuster gedreht: darunter auch der spanische Film „Cuatro Latas“ mit Regisseur Gerado Olivares.

Neuer Residenten Rabatt ab 20. Juni – Dieser Termin wird von verschiedenen Presseportalen mit dem Zusatz „Bis auf weiteres…“ genannt. Dann soll die neue Regelung im Boletin Oficial de España publiziert werden. Empfohlen wird bei geplanten Reisen zum spanischen Festland diesen Termin abzuwarten um statt wie bisher 50% Subvention für die Reisekosten zu erhalten, 75% der Kosten erstattet zu bekommen. Nicht bestätigt ist bisher die Möglichkeit, die Reisekosten rückwirkend deklarieren zu können. Diese Möglichkeit soll Unternehmen für Transportkosten vorbehalten bleiben. Der sogenannten „Descuento Residente“ gilt für gemeldete Bürger der Kanarischen Inseln mit europäischer Staatsbürgerschaft.

Brand neben Flughafen gelöscht – Wenige Meter von der Landebahn am Flughafen Gando auf Gran Canaria haben gestern einige Funken einen Brand ausgelöst. Starker Wind hatte dann dazu geführt, das rund 50.000 m² Natur zerstört worden sind. Auf einer Bananenplantage bei El Puntilla sind Schweißarbeiten durchgeführt worden. Dabei hatten sich trockene Blätter entzündet, die Flammen haben sich schnell ausgebreitet. Der Flugbetrieb auf dem Flughafen Gando war gestern wegen des Feuers nicht beeinträchtigt. Die Rauchsäule war zwar Kilometerweit zu sehen, der Wind sorgte aber dafür das der Rauch nicht über die Landebahn geweht ist.

Haría wird umgestaltet –Das Rathaus der Gemeinde hat für den Stadtkern von Haría Umbaumaßnahmen angekündigt. Mit rund drei Millionen Euro soll der historische Stadtkern des Gemeindezentrums restauriert werden um sich danach für das spanische Kulturerbe zu bewerben. Zum sogenannte „Bien de Interés Cultural“ werden in Spanien Kulturgüter mit besonderer architektonischer oder historischer Bedeutung erklärt. Das Rathaus von Haría ist der Meinung das auf den Stadtkern beides zutrifft. Die Auszeichnung „Bien de Interés Cultural“ ist neben einem besonderen touristischen Stellenwert auch mit finanziellen Mitteln aus Madrid verbunden, um die Gebäude zu erhalten. Begonnen werden soll mit den Bauarbeiten auf dem Kirchplatz im Zentrum von Haría auf Basis der alten Stadtpläne aus dem 18. Jahrhundert. Dabei sollen auch alle Strom- und Telekommunikationskabel unter der Erde verlegt werden. Rund um das Kirchengebäude und den Platz sollen Gärten entstehen, nach dem Vorbild der Gründerzeit.

Countdown Ironman – Am Samstag findet auf Lanzarote das größte internationale Sportevent der Kanarischen Inseln statt: 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,2 Kilometer laufen – es ist den Aussagen vieler bisheriger Teilnehmer zufolge der schwerste Triathlon nach dem Ironman Hawaii, aber auch die beste Prüfung für Hawaii. Los geht´s, wie in den vergangenen Jahren auch, am 26. Mai um 7.00 Uhr morgens am Strand von Fariones in Puerto del Carmen mit der Schwimmdisziplin, die 180 Kilometer auf dem Fahrrad führen die rund 2.000 Teilnehmer aus 40 Ländern rund um die Insel Lanzarote, der Marathon startet gegen 12.30 Uhr in Puerto del Carmen wo auch wieder der Zieleinlauf für die Sportler sein wird. Der Ironman Lanzarote ist ein Qualify Event für den Ironman Hawaii.

21.Mai 2018

Restaurant ausgebrannt – Die Rauchsäule gestern über Puerto del Carmen auf Lanzarote hatte ihren Brandherd in einem Restaurant im Centro Comercial La Peñita. Pressemeldungen zufolge hat sich das Feuer in der Küche in einer Friteuse entzündet und sich schnell im gesamten Restaurant ausgebreitet. Die Betreiber des Lokals konnten rechtzeitig das Gas abstellen und alle Gasflaschen außer Reichweite bringen. Ob es Verletzte bei dem Unfall gegeben hat ist noch nicht bekannt. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, das Restaurant ist bei dem Unfall komplett ausgebrannt.

Feria del Mar – Die Wassersportmesse in Las Palmas auf Gran Canaria ist gestern zu Ende gegangen. Mit 45.000 Besuchern war es die erfolgreichste FIMAR seitdem die Messe ins Leben gerufen worden ist. Umgesetzt worden sind durch Direktverkäufe 350.000 Euro – ebenfalls ein Rekord. Zu sehen und ausprobieren gab es von Freitag bis Sonntag auf dem Messegelände und dem angrenzenden Hafenbecken alles was das Herz der Wassersportler begehrt: segeln, rudern, tauchen, surfen, schwimmen in Verbindung mit den aktuellsten und neuesten Erfindungen und Produkten im Wassersport. Mehr Infos auch im Internet auf fimarlaspalmasgc.com

75% Residenten Rabatt – Manuel Rajoy, Spaniens Ministerpräsident, und Román Rodrieguez haben am Samstag im kanarischen Parlament ihre Unterschrift unter den Haushaltsplan gesetzt. Bekannt war bereits seit letzter Woche, das kanarische Residenten mit europäischem Pass, für Reisen zwischen dem Archipel und dem spanischen Festland nur 25% der Reisekosten bezahlen. Es ist der Minderheitsregierung im Madrid geschuldet, das der neue Residenten Rabatt so hoch ausfällt. Manuel Rajoy hatte Stimmen anderer Parteien benötigt um den Haushaltsvorschlag durchs Parlament zu bekommen. Das Ergebnis ist eine Reisesubvention für den kanarischen Archipel der nicht mehr jedes Jahr neu verhandelt werden muss, sondern fest im spanischen Haushalt mit 300 Millionen Euro veranschlagt ist.

Tödlicher Unfall am Risco de Famara – An der Steilküste auf Höhe von El Bosqucillo auf Lanzarote ist ein 45-jähriger Mann in seinem Auto die Felsen hinuntergestürzt. Den gesamten Samstag waren die Rettungskräfte im Einsatz um das Fahrzeug zu lokalisieren. Erst mit Hilfe einer Flug-Drone war es den Einsatzkräften möglich, den Abstieg bis zum Fahrzeug zu planen. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Seine Leiche ist mit Hilfe eines Helikopters geborgen worden, nachdem zwei Rettungskräfte bis zur Unfallstelle abgestiegen waren. Die Umstände die zum Unfall geführt haben sind noch nicht geklärt.

Militärübung auf Gran Canaria –Um den Ernstfall in Mali und Irak zu üben, findet auf La Isleta bei Las Palmas ein Militärmanöver des spanischen Heeres statt. Die Soldaten der 16. Kanarischen Brigade werden im kommenden Jahr in den beiden Krisengebieten im Einsatz sein. Parallel wird in Pájara auf Fuerteventura ebenfalls ein Manöver durchgeführt. In beiden Manövern werden mögliche Verteidigungsszenarien durchgeführt, mit denen die Militärs auch in Mali oder im Irak rechnen. Der Bereich ist auf La Isleta weiträumig abgesperrt und beschildert. Die Militärübung ist am Mittwochabend beendet.

Wonder Woman 2 auf den Kanarischen Inseln – Die Dreharbeiten zum zweiten Teil des Blockbusters beginnen am 28. Mai in Großbritannien. Danach sind Fuerteventura und Teneriffa im Gespräch um weitere Szenen der Comic Verfilmung zu drehen. Hauptdarstellerin Gal Gadot und Regisseur Patty Jenkins. Pressemeldungen zufolge sollen Produktionsfirma und Inselregierungen wegen der möglichen Dreharbeiten bereits in Kontakt stehen. In die Kinos kommt der Film im Sommer 2019.

18.Mai 2018

Waldbrandsaison – Vom 1. Juli bis 30. November gilt auf den Kanarischen Inseln besondere Vorsicht wegen der Gefahr von Waldbränden. 1.700 Einsatzkräfte stehen auf dem Archipel zur Verfügung. Bedingt durch Topografie und Klima liegt der Fokus auf den Inseln Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro. Auf den beiden Inseln Gran Canaria und Teneriffa sind die Löschhubschrauber stationiert.  Löschflugzeuge, deutlich effektiver für die Brandbekämpfung, müssen vom Festland im Ernstfall geordert werden. Neu ist in diesem Jahr der Einsatz von Forstarbeitern ab dem 28. Mai. Rund einen Monat vor dem Beginn der offiziellen Waldbrandsaison werden sie auf La Palma, El Hierro und La Gomera im Einsatz sein um Brandschneisen vorzubereiten, die ein übergreifen eines möglichen Brandes auf andere Zonen verhindern soll. Dauerhaft stationiert sein wird ab Ende Juni ein Hubschrauber des Typs Ka-32A1. Der mit Doppelrotoren ausgestattete Helikopter des russischen Herstellers Kamow kann einen sogenannten Bambi-Bucket mitführen, einen Löschwasser-Außenbehälter mit einer Kapazität von 3.000 Litern. Ab dem 1 Juli sind offene Feuer untersagt, die öffentlichen Grillplätze zum Teil geschlossen.

10 Verletzte bei Busunfall – In Las Palmas auf Gran Canaria ist ein Linienbus der Linie 10 in der Nähe des Hafens La Luz auf der Avenida gegen eine Straßenlaterne auf dem Mittelstreifen geprallt. Einige Insassen sind dabei so schwer verletzt worden, dass sie im Krankenhaus behandelt werden. Wie es zu dem Unfall kommen konnte ist noch nicht geklärt, der Busfahrer muss zu dem Vorfall noch befragt werden, er ist bei dem Unfall ebenfalls verletzt worden. Zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes war die zweispurige Avenida am Einkaufszentrum El Muelleohne großem Verkehrsaufkommen.

Feria de la Tapa in Gefahr – Ob die geplante Veranstaltung am 26. Mai überhaupt statt findet ist noch unklar. Hintergrund für die Ungewissheit ist eine Krankmeldung im Rathaus von Arrecife. Die einzige Person, die Verträge mit den Standbesitzern, Lieferanten und Künstlern unterzeichnen kann ist bis auf weiteres krankgeschrieben. Die Stelle ist zwar neu ausgeschrieben, es wird aber noch Wochen dauern bis diese neu besetzt worden ist. Solange können im Rathaus von Arrecife keine öffentlichen Gelder vergeben werden. Damit ist nicht nur die Feria de la Tapa in Gefahr. Stand heute kann die Veranstaltung am Dia de Canarias nicht stattfinden.

Rettungsschwimmer in der Gemeinde Tías – Das Ayuntamiento hat sich mit EboneServiciosEducaciónDeportes auf eine Summe von 875.000 Euro für den Zeitraum von zwei Jahren geeinigt. Damit ist die Strandaufsicht an den vier großen Stränden in Puerto del Carmen bis Mitte der Saison 2020 gesichert. Das Unternehmen hat innerhalb des Vertrages die Option, ein weiteres Jahr die Strandaufsicht zu übernehmen. Rettungsschwimmer überwachen täglich die Strände Matagorda, Playa Chica, Playa Grande und Los Pocillos von 10 Uhr bis 18 Uhr. In Puerto del Carmen verfügt das Rettungsteam ständig über einen Jetski, ein Festrumpfschlauchboot und ein Ambulanzfahrzeug.

Herrenlose Fahrzeuge verschrottet – In der Inselhauptstadt von Fuerteventura werden 101 Autos in den kommenden Tagen in der Schrottpresse landen. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um in der Inselhauptstadt abgestellte Autos die zwischen Januar 2016 und Dezember 2017 von der Stadtverwaltung entfernt worden sind. In den meisten Fällen weisen die Fahrzeuge einen Unfallschaden auf der wegen der hohen Kosten nicht repariert worden ist. Die Eigentümer können gegen Bezahlung der Abschleppgebühr die Fahrzeuge auslösen, andernfalls landen die Autos auf dem Schrottplatz und werden verwertet. Im letzten Jahr sind auf Fuerteventura bereits 247 herrenlose Fahrzeuge verschrottet worden.

17.Mai 2018

Ryanair verspätet wegen Zigarettenrauch – Die Maschine hätte gestern Nachmittag auf Gando landen sollen. Pünktlich abfliegen konnten die Piloten vom Flughafen Santiago de Compostella aber nicht, weil ein Fluggast auf der Toilette der Maschine eine Zigarette geraucht hat und damit den Alarm an Bord ausgelöst hat. Beamte der Guardia Civil haben an Bord die Personalien des 40 bis 50 Jahre alten Mannes aufgenommen. Die Passagiere der vollbesetzten Maschine waren für kurze Zeit verunsichert nachdem die Alarmsirenen in der Maschine aktiv waren. Wenige Sekunden später sorgte eine Durchsage einer Stewardess für Entwarnung.

1.850 Athleten beim Ironman Lanzarote – Die Zahl der Teilnehmer ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren etwas zurückgegangen. Trotzdem ist es weiterhin das größte internationale Sportereignis der Kanarischen Inseln. Die 40 besten Triathleten holen sich auf Lanzarote die Qualifikation für den Ironman Hawaii. In der Liste der Teilnehmer tauchen auch mehr als 50 Profisportler auf, darunter der Australier Cameron Wurf, die Italiener Alessandro de Gasperi und Iván Raña, die Dänin Michelle Vesterby, die Holländerin Yvonne Van Vlerken oder die Spanierin Saleta Castro. Aus deutscher Sicht nehmen in diesem Jahr zwei Profis teil – Jenny Schulz und Katja Konschak. Der Start ist am 26. Mai wie in den Jahren davor auch am Fariones Strand in Puerto del Carmen. Dort ist auch der Zieleinlauf zum Ende des Marathons. Die Radstrecke verläuft in diesem Jahr von Puerto del Carmen aus nach Yaiza, von dort nach Mancha Blanca, Masdache, Teguise zum Mirador del Rio und wieder zurück. Besonders sehenswert ist um 7.00 Uhr morgens am Samstag der Start für die Schwimmstrecke und der Zieleinlauf am Ende der Marathonstrecke gegen 15:35 Uhr.

Für 40 Euro aufs Festland und zurück – Völlig überfordert waren gestern Mitarbeiter von Reisebüros und Fluglinien wegen des Ansturms von kanarischen Residenten. Viele Anbieter waren weder auf die Nachfrage vorbereitet noch konnten viele EDV Systeme den neuen Residenten Rabatt verarbeiten. Klar ist bereits jetzt: mit 75% Ticketrabatt für Residenten mit europäischer Staatsbürgerschaft wird die Reiselust der Canarios in den kommenden Monaten ordentlich stimuliert, nach Madrid kosten Hin- und Rückflug im Schnitt 55 Euro, nach Barcelona gibt es Tickets für 45 Euro. Um einer künstlichen Preiserhöhung entgegen zu wirken, hat die Regierung bereits entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Jetzt sind die Fluglinien am Zug und müssen die Kapazitäten zwischen den Kanarischen Inseln erhöhen, um einen Engpass in den Sommermonaten bereits jetzt entgegenzuwirken.

Ein Drittel von Ausländern gekauft – Auf dem Immobilienmarkt auf den Kanarischen Inseln ist seit Monaten wieder Bewegung – Eine Statistik des INE zeigt jetzt, wer diese Bewegung in erster Linie verursacht hat. Knapp ein Drittel der verkauften Immobilienobjekte sind von Ausländern aufgekauft worden. Ein Trend der sich seit Jahresbeginn in ganz Spanien zeigt, in den beiden Autonomien Canarias und Balearen aber am stärksten ist: 29,6% der verkauften Wohnungen oder Häuser sind auf dem Archipel von Personen gekauft worden, die keine spanische Staatsbürgerschaft besitzen, auf den Balearen liegt dieser Wert bei 31,7%, in der Provinz Alicante liegt dieser Wert bei über 40%. Tourismusboom und das Ende der Wirtschaftskrise sorgen für eine ungeahnte Attraktivität, die vergleichbar mit den Jahren 2003 bis 2006 ist.

Mehr Festanstellungen – Die Karte die heute vom spanischen Ministerium für Arbeit veröffentlicht worden ist, zeigt in allen spanischen Autonomien in Sachen Festanstellung nach oben. In den vergangenen 12 Monaten sind in Katalonien, Madrid und Andalusien insgesamt rund 400.000 Zeitverträge in unbefristete Arbeitsverhältnisse umgewandelt worden. Auf den Kanarischen Inseln haben 50.000 Angestellte mit einem befristeten Arbeitsvertrag in den letzten 12 Monaten einen festen Arbeitsplatz erhalten. Rückblickend auf die Wirtschaftskrise, als innerhalb von einem Jahr auf dem Archipel 50.000 Arbeitsplätze verloren worden sind, entspricht das aktuelle Ergebnis einem Anstieg von 18% im Vergleich zu 2016. Im Vergleich zu 2012, der Talsohle am Arbeitsmarkt auf den Kanarischen Inseln, arbeiten heute 85% mehr Arbeitnehmer in Festanstellung.

15.Mai 2018

75% Resdenten Rabatt für immer – kanarische Residenten mit europäischer Staatsangehörigkeit reisen ab sofort mit 75% Ermäßigung zwischen dem Archipel und dem spanischen Festland. Die Entscheidung ist im Regimen Económico y Fiscal festgeschrieben und damit eine dauerhafte Subvention, die nicht jedes Jahr aufs Neue entschieden werden muss. Das Gleiche gilt auch für den Warentransport zwischen dem spanischen Festland und den Kanarischen Inseln. Für die Transportsubventionen gilt eine Rückdatierung auf 2016. Unternehmen können die erhöhten Subventionen für den Warentransport ab Januar 2016 rückwirkend einfordern, die Transportkosten zwischen der gesamten Europäischen Union und den Kanarischen Inseln wird zu 100% subventioniert. Der neue Residenten Rabatt von 75% soll ab Juni in Kraft treten.

Benzin- und Dieselpreise teurer – Seit März steigen die Preise für Kraftstoff auf den Kanarischen Inseln jede Woche weiter an. Heute kostet eine Tankfüllung rund drei Euro mehr als noch vor neun Wochen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Bereits für die kommende Woche sind weitere Preiserhöhungen von 1,5 Cent pro Liter angekündigt. Zurückzuführen sind die steigenden Preise auf die Situation am Weltmarkt. Erdöl kostet heute 78 Dollar pro Barrel im Gegensatz zu 68 Dollar im März. Laut einem Sprecher von PCAN-Petrolífera soll bereits Anfang Juni die nächste Preiserhöhung bei Benzin und Diesel folgen.

Steigende Zahl von Sexualdelikten – Ein Ergebnis aus einem Bericht, erstellt von Beamten der Guardia Civil auf den Kanarischen Inseln, ist eine stark gestiegene Zahl von Anzeigen wegen sexuellem Missbrauchs und Vergewaltigungen. 186 Mal sind diese Vergehen seit Jahresbeginn bei der Polizei gemeldet worden, 46 mehr Anzeigen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Ricardo Arranz, Polizeichef der Guardia Civil in der kanarischen Autonomie hat gestern bei der Präsentation des Berichtes ein klares Opferbild gezeichnet: die Täter suchen gezielt nach Touristinnen aus dem Ausland, unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen. Die meisten Fälle sind seit Januar auf Gran Canaria und Teneriffa zur Anzeige gebracht worden, 155 Fälle wegen sexuellem Missbrauch oder Vergewaltigung. Auf Lanzarote und Fuerteventura sind seit Jahresbeginn 29 Frauen Opfer sexueller Gewalt geworden.

14.Mai 2018

Mord auf Fuerteventura – In Puerto del Rosario ist am Wochenende ein 35 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Einem Polizeibericht zufolge soll es zu einem Streit zwischen dem Opfer und seinem Onkel gekommen sein. Beide sind bei dem Streit verletzt worden. Das Opfer mit mehreren Messerstichen so schwer, dass der 35-jährige noch am Tatort verstorben ist. Der mutmaßliche Täter wird unter Polizeiaufsicht im Krankenhaus behandelt. Die Motive für den Streit sind bisher unbekannt.

9,5 Millionen für Wetten ausgegeben – In der kanarischen Autonomie sind 2016 43,6 Millionen Euro bei Reta, Kirolvet, Sportium, Luckia, Meridiam oder Vive la suerte eingesetzt worden. Wettlokale die in den vergangenen Jahren immer mehr Filialen auf dem Archipel eröffnet haben. Über 33 Lokale verfügen die Wettanbieter auf den Kanarischen Inseln. 21 auf Gran Canaria, neun auf Teneriffa und drei auf Lanzarote. Einsetzt worden ist für Sportwetten oder ähnliches von den Canarios 43,6 Millionen Euro, viermal so viel wie für die klassische Lotterie. In Gewinnen zurückgeflossen sind 34 Millionen Euro, 78% der eingesetzten Summe.

Immer mehr Italiener – 45.000 italienische Residenten leben offiziell auf den Kanarischen Inseln. Im Vergleich zu 1998 entspricht das einer Steigerung von 2.000%, die Zahlen sind auch während der Wirtschaftskrise in Spanien stetig angestiegen. 1998 lag die Zahl der italienischen Residenten bei 2.200. Die meisten Italiener haben mit 22.000 Residenten Teneriffa gewählt, gefolgt von Gran Canaria mit 7.800 und Fuerteventura mit 6.900 Residenten. Laut dem Nationalen Statistik Institut leben in Spanien 206.000 Italiener, 45.000 davon auf dem Archipel.

Auf der Suche nach Sand –In der Gemeinde Tías auf Lanzarote sind zwei Studien in Auftrag gegeben worden. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, warum an den beiden Stränden Playa Grande und Los Pocillos in den vergangenen Jahren große Mengen an Sand verschwunden ist. Zusammen mit dem Umweltschutzministerium soll dann entschieden werden, ob der Sand vom Meeresgrund vor d den beiden Stränden entnommen und zur Auffüllung verwendet werden kann. Anfang kommenden Jahres soll mit rund zwei Millionen Euro das Sand Niveau an beiden Stränden in Puerto del Carmen wieder dem vor vier Jahren entsprechen. Das Geld dafür soll im Zuge eines Projektes aus Madrid kommen.

Neues Gesetz gegen Hausbesetzer – Sie heißen Okupas in Spanien, besetzen aktuell 87.000 Immobilien und sind nach der aktuellen Gesetzeslage in Spanien auch nicht einfach wieder aus dem Objekt zu klagen. Ein Notruf bei der Polizei hat nur Erfolg, wenn er innerhalb der ersten 72 Stunden erfolgt. Danach tritt das im Grundgesetz verankerte „Recht auf würdigen Wohnraum“ in Kraft. Ein monate- oder jahrelanger Klageweg ist die Folge, der Eigentümer von besetzten Immobilien auch ordentlich zur Kasse bittet. Ein neues Gesetz wird in Madrid im Parlament diskutiert, bis zum Sommer soll es in Kraft treten: Dann soll die Frist bis zur Räumung nur noch 20 Tage betragen und nicht anfechtbar sein. Das ist die eine Seite – die andere zeigt in Zahlen, in welcher Situation sich viele Spanier weiterhin befinden. 60.000 Spanier mussten im vergangenen Jahr ihre Wohnungen und Häuser verlassen, weil sie die Hypothekenkredite nicht mehr bedienen konnten. Beim Thema Sozialwohnungen ist Spanien Schlusslicht in Europa. Alleine in der Autonomie von Katalonien stehen wegen Zwangsräumungen mehr als 100.000 Wohnungen und Häuser leer und werden von Banken verwaltet. Aus einem Bericht des Nationalen Statistik Instituts geht hervor, dass in Spanien 3,5 Millionen Wohneinheiten leer stehen.

11.Mai 2018

Mehr Insolvenzverfahren – Trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Archipel, steigt die Zahl der Insolvenzverfahren in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15%. Darunter sind sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen. Insgesamt sind seit Januar auf den Kanarischen Inseln 29 Insolvenzverfahren freiwillig beantragt worden, 2 sind beschlossen worden. Spanienweit ist die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen und Familien ebenfalls gestiegen, allerdings liegt die Steigerung in ganz Spanien bei 5%. 1.066 Unternehmen und Privatpersonen mussten in Spanien seit Januar Konkurs anmelden.

Für 5 Euro nach Madrid – in Sachen Residenten Rabatt wird nicht nur unter Canarios weiter heiß diskutiert. Auch in Madrid ist es Thema – Die Partei Nueva Canaria hat bereits angekündigt, dem Haushaltsvorschlag der Minderheitsregierung von Rajoy nur zuzustimmen, wenn die Zentralregierung dem Residenten Rabatt von 75% zustimmt. Für Nueva Canaria ist dieser Punkt nicht verhandelbar, die Partido Popular braucht die Stimme von Pedro Quevedo. Es wäre eine historische Entscheidung, der Druck ist für die Minderheitsregierung der Partido Popular groß, die Abstimmung über den Haushalt in Spanien längst überfällig. Sollte der Residenten Rabatt von 75% kommen, im Moment liegt er bei 50%, würden alle europäischen Residenten mit Wohnsitz auf den Kanarischen Inseln bei Flug- und Fährtickets zum Festland nur noch 25% des normalen Ticketpreises bezahlen.

28 Kilogramm Kokain beschlagnahmt – Zwischen Zuckersäcken haben Guardia Civil Beamte in einem Container aus Brasilien die Drogenbeutel gefunden. Der Container ist auf einem Frachtschiff in den Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria gelangt. Bei einer Zollkontrolle sind die Beamten auf die Zusatzladung aufmerksam geworden. Unklar ist noch für wen die Drogenpakete bestimmt waren. Die Zuckerlieferung geht an eine große Supermarktkette.

Uni auf Gran Canaria unter den Schlechtesten – Die Fundación CYD erstellt jedes Jahr ein Ranking der spanischen Universitäten. Las Palmas schneidet in diesem Jahr bei den Ergebnissen von CyD sehr schlecht ab. Dabei geht es weniger um die Voraussetzungen der Uni von Las Palmas im Vergleich zu anderen Universitäten, als vielmehr um die Vermittlung von Wissen. 65 Studienmöglichkeiten in Spanien sind verglichen worden, das Ergebnis soll vor allem Studienanwärtern die Wahl der Bildungseinrichtung erleichtern, im spanischen Dschungel der Universitäten, in einem Land, in der „studieren“ in privater Hand liegt und finanziert werden muss. Die Universität von Las Palmas liegt in einer Fakultät an erster Stelle und das schon seit Jahren: „Meeresbiologie“. In allen anderen Fakultäten fehlt es laut CyD an Fachkompetenz. Die angestellten Lehrkräfte und Professoren erreichen im Spanienweiten Vergleich nicht die Fachkompetenz der Universitäten von Barcelona, Navarra, Pompeu Fabra und Madrid. Diese vier Unis liegen in diesem Jahr auf Platz eins im Ranking von CyD. Einen detaillierten Bericht der Organisation gibt es im Internet auf rankingcyd.org.

Barceló öffnet neues Hotel in Las Palmas – Nachdem die Hotelkette aus Mallorca das Santa Catalina bei Las Palmas auf Gran Canaria übernommen hat, soll in der Calle Léon y Castillo in der Innenstadt das zweite Barceló Hotel hinzukommen. Das Gebäude ist bereits angemietet und verfügt über 80 Zimmer. Innerhalb der kommenden Monate soll das Gebäude reformiert werden und ab 2019 als Vier Sterne Hotel im Portfolio der Hotelkette auftauchen. Ähnlich wie bei der Ausschreibung für das Santa Catalina hat Barceló auch für das Gebäude in der Innenstadt von Las Palmas den Zuschlag bekommen und sich gegen dutzenden Mitbewerber durchgesetzt.

10.Mai 2018

Kosten für medizinische Versorgung abziehbar – In diesen Tagen werden vor allem Optiker und Zahnärzte nach Rechnungen gefragt. Nicht nur nach aktuellen, sondern auch nach allen Rechnungen aus dem letzten Jahr. Grund dafür ist eine Änderung beim Lohnsteuerjahresausgleichs, der so genannten „Declaración de Renta“. 10% der Kosten für medizinische Behandlung können für 2017 angerechnet werden. Ein Optiker in Las Palmas auf Gran Canaria hat innerhalb von einer Woche 200 Anfragen für Rechnungen aus dem letzten Jahr erhalten. Ein Zahnarzt musste eine zusätzliche Arbeitskraft einstellen um den Anfragen Herr zu werden. Über die Änderung ist viel diskutiert worden, fest steht sie erst seit wenigen Wochen. Die Steuererklärung kann in Spanien immer ab Ende April /Anfang März für das abgelaufene Kalenderjahr eingereicht werden.

Ärztemangel auf den kleineren Inseln – Auf den beiden Inseln Gran Canaria und Teneriffa gibt es zu viele, auf den kleineren Inseln herrscht ein Mangel. Die Ärzteversorgung und das Gesundheitsministerium reagieren in neuen Arbeitsverträgen und verpflichten Ärzte periodisch ihren Dienst auch auf den kleineren Inseln zu verrichten. Vor allem im Bereich der Spezialisten herrscht auf El Hierro, La Palma, La Gomera, Lanzarote und Fuerteventura ein derartiges Unterangebot, dass Patienten verpflichtet sind entweder nach Gran Canaria oder nach Teneriffa zu reisen. Die neuen Arbeitsverträge zwischen dem kanarischen Gesundheitsministerium und Medizinern sollen einen zusätzlichen Passus enthalten, der Ärzte dazu verpflichtet periodisch Patienten auf den kleineren Inseln zu behandeln.

Neuer Trockendog – Das Unternehmen Astican will für 30 Millionen Euro im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria den seit 1970 bestehenden Trockendog umbauen und erweitern. In Zukunft sollen auf der Anlage von Astican bis zu 95.000 Tonnen schwere und 320 Meter lange Schiffe aus dem Wasser geholt und gewartet werden. Laut der Marktanalyse von Astican gibt es aktuell in den kanarischen Gewässern 1.365 Schiffe die wegen ihrer Größe nur in einem Hafen auf dem spanischen oder dem afrikanischen Festland gewartet werden können. Die neue Anlage ist aber darüber hinaus für viele andere Frachter weltweit interessant: schwimmfähige Betonplattformen werden Unterwasser unter den Rumpf der Schiffe gebracht und leergepumpt – die aktuell schnellste und sicherste Form um die tonnenschwere Ozeanriesen ins Trockene zu bekommen.

Schneller aus der Politik in private Unternehmen – Der Artikel 36.3 ist vom kanarischen Parlament geändert worden. In Zukunft können Politiker, nach ihrem Ausscheiden aus Ämtern sofort wieder in der privaten Wirtschaft tätig werden. Bisher galt dafür eine Sperrfrist von zwei Jahren. Es gibt aber weiterhin Ausnahmen: Tätig werden können ehemalige Politiker nicht sofort in Unternehmen mit denen die Regierung direkte Verträge abgeschlossen hat, oder in die Subventionen geflossen sind. Der Artikel 36.3 ist 2015 eingeführt worden, um mögliche Korruption zu verhindern. Mit der Modifizierung des Gesetztes sieht die Regierung um Fernando Calvijo das Gesetz in seiner Notwendigkeit aber gewahrt.

Gedämpftes Firmenwachstum – Auf den Kanarischen Inseln sind seit Januar 2018 975 neue Unternehmen gegründet worden. Das entspricht einem Rückgang im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum von 12%. Im Vergleich dazu ist das Ergebnis auf dem spanischen Festland zwar auch rückläufig, allerdings liegt der Unterschied dort nur bei 4%. Zwischen Januar und März sind in Spanien 27.000 neue Unternehmen gegründet worden. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen auf 1,5 Milliarden Euro.

Circo de Soleil auf Gran Canaria – Zwischen Juli und Oktober 2019 werden die Entertainer aus Montreal in Canada in Meloneras auftreten. Das meldet heute die kanarische Tageszeitung Canarias7 und beruft sich auf den Veranstalter und die Gruppe Lopesan. Im Messe und Kongresszentrum ExpoMeloneras wird das Ensemble fünf Monate lang auftreten. Die Veranstaltungstermine sind auf der Website des Circo de Soleil noch nicht publiziert. Vor fünf Jahren waren die Artisten und Tänzer schon Mal auf Gran Canaria – an neun Tagen im August 2014 waren die Veranstaltungen ausverkauft. Im kommenden Sommer wird das Starensemble aus 50 Ländern dauerhaft auf Gran Canaria sein.

9.Mai 2018

75% Residenten Rabatt – Es ist der Präsident der kanarischen Autonomie, der sich nicht überzeugt zeigt, von der Zentralregierung auch für Reisen aufs spanische Festland 75% Rabatt für kanarische Residenten zu fordern. Sein Argument: den höheren Rabatt könnten Fluggesellschaften nutzen um die Preise künstlich anzuheben. Residenten würden zwar dann trotzdem günstiger zwischen dem Archipel und dem spanischen Festland reisen, Spanier vom Festland müssten dann aber mehr bezahlen. Dieser Effekt hätte direkten Einfluss auf den Tourismus. Unrecht hat Fernando Clavijo mit diesem Argument nicht, er kann es aber auch nicht beeinflussen. Als der Residenten Rabatt innerhalb des Archipels von 50% auf 75% gestiegen ist, war ähnliches zu beobachten. Heute reisen kanarische Residenten zwischen den Inseln zwar deutlich günstiger als früher, Nicht-Residenten zahlen aber sowohl für Fähr- und Flugtickets deutlich mehr als früher.

Erneutes Erdbeben zwischen Gran Canaria und Teneriffa – 15 Kilometer unterhalb des Meeresgrundes lag das Epizentrum gestern. Das Beben hatte eine Stärke von 2,7. Das Nationale Geografische Institut, beauftragt mit der Beobachtung von seismischen Bewegungen, hat auch nach diesem Beben Entwarnung gegeben. Es bestehe laut den Experten keinerlei Gefahr für stärkere Beben oder einen Vulkanausbruch. Der Meeresboden zeigt keinerlei topografische Veränderung. In den letzten Wochen konzentrieren sich sogenannte Schwarmbeben auf dem Meeresgrund zwischen Teneriffa und Gran Canaria. Alle Beben hatte bisher eine Stärke unterhalb von 3 auf der Richterskala.

Mercadona schafft 700 zusätzliche Arbeitsplätze – Die Supermarktkette reagiert auf die Sommersaison und die steigende Zahl von Touristen und stellt spanienweit 9.000 zusätzliche Mitarbeiter ein– auf den Kanarischen Inseln werden 700 befristete Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt stellt Mercadona mit der aktuellen Sommerkampagne 2.000 Mitarbeiter mehr ein als im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Aktuell beschäftigt die Supermarktkette 84.000 Mitarbeiter in Spanien.

Taxis werden teurer – Die Stadt Las Palmas auf Gran Canaria hat die Taxitarife erhöht. 64 Cent teurer wird der Basispreis. Eine Fahrt in der Innenstadt kostet im Schnitt ab sofort 5,44 Euro statt wie bisher 4,80 Euro. Die Zusatzgebühren für Flughafen oder Fährhafen steigen von 70 Cent auf 77 Cent. Von den neuen Tarifen sind bisher nur die Taxis in der Inselhauptstadt von Gran Canaria betroffen. Die Erfahrungen aus den letzten Jahren haben aber gezeigt, das andere Gemeinden in den kommenden Monaten nachziehen werden und die Tarife ebenfalls erhöhen werden. Im Spanienweiten Vergleich ist das Taxifahren auf den Kanarischen Inseln aber immer noch vergleichbar günstig. Zum Teil kosten Fahrten in Städten wie Madrid, Barcelona oder Valencia das Doppelte.

55 blaue Flaggen – In Sachen Tourismus ist es DAS Gütesiegel für jede Gemeinde: die blaue Flagge am Strand. Sie wird jedes Jahr vergeben und ist ein Zeichen dafür, das Wasserqualität, sanitäre Anlagen, Parkplätze und Zugänge in Ordnung sind. Auf den Kanarischen Inseln wehen in diesem Jahr 55 sogenannte „Banderas Azules“, eine mehr als im letzten Jahr. Auf Teneriffa sind 12 Strände ausgezeichnet worden, auf Gran Canaria wehen 15 blaue Flaggen, auf Lanzarote sieben. Fuerteventura hat acht Playas die mit dem Gütesiegel versehen worden sind. Auf La Palma wehen fünf blaue Flaggen, auf La Gomera zwei und auf El Hierro eine.