Mix Radio Gran Canaria

20. November 2018

Hilfe für minderjährige Flüchtlinge –Staatssekretärin Ana Lima hat gestern zusammen mit Fernando Clavijo, Präsident der kanarischen Autonomieregierung, und Pedro San Ginés, Präsident der Inselregierung von Lanzarote, die Herberge von La Santa besucht. Dort sind bisher alle minderjährigen Flüchtlinge untergebracht worden, die unbegleitet Lanzarote erreicht haben. Spanienweit gibt es 12.000 Flüchtlingskinder, die in ähnlichen Verhältnissen untergebracht sind. Es soll mehr Geld von der Zentralregierung fließen, Ana Lima hat zwei Millionen Euro Soforthilfe zugesagt. Mehr Forensiker, um das Alter der minderjährigen Flüchtlinge festzustellen und mehr qualifiziertes Personal um die Kinder in andere Einrichtungen auf dem Festland zu begleiten. Die Herberge von La Santa soll Anfang des kommenden Jahres wieder den Publikumsbetrieb aufnehmen.

Groß angelegte Suchaktion – In der Schlucht von Quintanilla auf Gran Canaria ist heute die Militäreinheit für Katastrophenschutz und Notfälle im Einsatz um Spuren der seit 2016 vermissten Juani Ramos zu finden. Bis heute ist der Fall ungeklärt, unter Mordverdacht steht ihr Ex-Freund. Anhand der Mobilfunkdaten des Handys der Vermissten gibt es im Barranco de Quintanilla, der zwischen Bañaderos und San Andrés liegt, ein Suchradius von wenigen Kilometern. Dieser Bereich wird heute und morgen von Beamten und Soldaten mit Spürhunden und Tauchausrüstung durchsucht. In diesem Bereich ist kurz vor dem Verschwinden von Juani Ramos sowohl ihr Mobiltelefon, als auch das Mobiltelefon ihres Ex-Freundes im August 2016 registriert worden.

Doppelte grüne Energie – Auf Gran Canaria sorgen aktuell 32 Windgeneratoren für 83 Megawatt Strom. Mit den zwei Windrädern, die sich noch im Bau befinden, steigt die Energieleistung auf 90 Megawatt. Doppelt soviel Energie aus regenerativen Energiequellen als noch vor drei Jahren. 16 Windenergieparks betreibt die Insel Gran Canaria in diesem Moment. 18% des Energiebedarfs wird Gran Canaria nach Fertigstellung der beiden, sich im Bau befindenden, Generatoren aus Windenergie produzieren. Geplant sind auf den Kanarischen Inseln noch weitere 42 Windparkprojekte für die Energieproduktion.

300.000 Euro Soforthilfe – Nachdem Unwetter mit sechs Meter hohen Wellen und 64 evakuierten Wohngebäuden, erhält Garachico auf Teneriffa sofort finanzielle Hilfe. Sofort erhält die Stadtverwaltung 300.000 Euro um die stark beschädigte Uferstraße wieder befahrbar zu machen. Am Wochenende hat der Atlantik mit seinen Wellen zum ersten Mal den inneren Straßenrand der Avenida Maritima erreicht, Salzwasser ist in Wohngebäude und Ladenlokale eingetreten. In Mesa del Mar haben die Wellen ein Appartementgebäude beschädigt und Balkon weggerissen. Personen sind, Stand heute, bei dem Unwetter nicht zu Schaden gekommen.

#Biosférate Gewinner gewählt – Zum zweiten Mal hat das Cabildo von Fuerteventura den Fotowettbewerb ausgeschrieben. Teilnehmen konnte bis auf professionelle Fotografen jeder, egal ob Resident oder Urlauber. Ausgewählt worden sind aus rund 500 Einsendungen in verschiedenen Kategorien beeindruckende Fotos der Insel Fuerteventura. Zu sehen entweder auf der Webseite http://www.biosferate.es/ oder auf Instagram mit dem Suchbegriff  fuerteventurabiosfera. 

19. November 2018

Gebäude wegen hohem Wellengang evakuiert – Die Küste Teneriffas ist am stärksten betroffen. Dort sind mehrere Gebäude in unmittelbarer Küstennähe evakuiert worden. Hohe Wellen sind zum Teil in die Gebäude eingedrungen. In Garachico und Mesa del Mar hat der Wellengang bis zu 30 Kilogramm schwere Steine auf die Uferstraße geschleudert. Insgesamt sind 65 Wohngebäude evakuiert worden. Bisher gibt es keine Informationen ob auch Personen zu Schaden gekommen sind. Wetterwarnstufe Gelb gilt heute für Teneriffa und Gran Canaria – es muss in Küstennähe mit hohem Wellengang gerechnet werden, dazu prognostizieren die Meteorologen Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometer pro Stunde. Wetterwarnstufe Gelb gilt vorerst bis heute Abend.

Erste Sonnenampel in Arrecife – In der Inselhauptstadt von Lanzarote steht am Playa del Reducto ein Gerät zur Messung der Sonnenstrahlen. Es heißt Solmáforo und bietet mit fünf farbigen Lampen den Bürgern Informationen über die aktuelle Intensität der UV-Strahlung. Neben der Sonnenampel werden die Bürger über Prävention und Sonnenschutz informiert. Fünf dieser Sonnenampel gibt es bisher in Spanien. Eine Initiative des Gesundheitsamtes. Auf Lanzarote sollen in allen touristischen Zentren eine Sonnenampel errichtet werden, zusätzlich eine in Caleta de Sebo auf La Graciosa.

Zwei Notlandungen – Auf dem Flughafen von Gran Canaria mussten am Wochenende zwei kurz vorher gestartete Maschinen wieder zurückkehren. Ein Problem an der Hydraulik einer BinterCanarias Maschine mit Ziel Teneriffa hat die Piloten zu einer erneuten Landung auf Gando veranlasst. Nur eine Stunde später ist am Samstag eine Maschine von IberiaExpress kurz nach dem Start von Gando mit Ziel Madrid wieder umgekehrt. Die Navigationssysteme im Cockpit waren nur wenige Minuten nach dem Start ausgefallen. Die Maschine konnte acht Stunden später in Richtung Madrid abfliegen.

Spanien soll Grenzen besser sichern – In einem Papier fordert die Europäische Union Spanien auf, Grenzkontrollen zu verbessern. Ausbildungs- und Ausrüstungsdefizite der spanischen Beamten oder eine fehlende Infrastruktur zu Registrierung der ankommenden Migranten werden in dem Text bemängelt. Drei Monate hat die spanische Regierung Zeit die Zustände zu verbessern. Besonders im Fokus: die Exklaven Ceuta und Melilla. Spanien hat in diesem Jahr Italien und Griechenland als Hauptankunftsland für Flüchtlinge an der EU-Außengrenze abgelöst. Nach Daten des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR kamen bis Anfang dieser Woche mehr als 55.000 Migranten dort an. Dies ist mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge, die dieses Jahr in den drei Mittelmeerstaaten erfasst wurden. Spanien wäre nach den Dublin-Verträgen der EU auch für die Asylanträge dieser Migranten verantwortlich.

Die beste Pizza gibt es in Corralejo – Das Urlaubsportal „Tripadvisor“ hat seine User abstimmen lassen: die beste Pizza in Spanien gibt es auf Fuerteventura – VIVI 100% Italiano und Peperone, beide in Corralejo, haben es in die Top 20 des Rankings für die beste Pizza Spaniens geschafft. Keine andere Stadt hat unter den besten 20 im Ranking zwei Restaurants. Überhaupt ist die italienische Küche auf dem Archipel hoch im Kurs und gut bewertet: Unter den 20 besten Pizzerien Spaniens tauchen viermal die Kanarischen Inseln auf – zweimal Corralejo, einmal Las Palmas auf Gran Canaria und einmal Teneriffa.

16. November 2018

Tourismus 4.0 – In Puerto del Rosario trifft sich in diesen Tagen alles was in Sachen Tourismus auf dem Archipel Rang und Namen hat. Es geht um die Zukunft im Tourismus – 400 Teilnehmer zählt der Kongress. Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten der Vermarktung über das Internet. Immerhin: 45% aller Touristen, die im letzten Jahr ihren Urlaub auf Fuerteventura verbracht haben, haben über das WorldWideWeb gebucht. Auf anderen Inseln ist dieser Anteil nicht so hoch, trotzdem ist diese Plattform für den Tourismus nicht mehr wegzudenken. Noch bis heue Abend treffen sich im Kongresspalast in der Inselhauptstadt nationale und internationale Vertreter des Tourismus in verschiedenen Workshops wie Onlinemarketing, Sicherheit im Netz, aktuelle Tendenzen im Tourismus und Innovationen auf dem Tourismusmarkt.

Schnellladestationen per Gesetz – 27 Monate haben rund 60 Tankstellen auf dem Archipel Zeit sich auf E-Autos einzustellen. Einer aktuellen Änderung der Betreiberlizenzen zu Folge, sind Tankstellen in Zukunft verpflichtet, Schnellladestationen für E-Autos anzubieten. Für die Umsetzung haben die Betreiber zweieinhalb Jahre Zeit. 10% der Tankstellen müssen Spanienweit über diese Funktion verfügen. Die Auswahl erfolgt vom Gesetzgeber anhand der Frequentierung. Aktuell verfügen die Kanarischen Inseln über 180 Ladestationen, davon stehen 73 in Las Palmas auf Gran Canaria und 107 in Santa Cruz auf Teneriffa. Lanzarote und Fuerteventura verfügen zusammen über sechs Ladestationen, die bereits eine Schnellladefunktion anbieten.

Flüchtlingsboot vor Fuerteventura – Die fünf Meter lange Patera ist südlich des Leuchtturms von Morro Jable gesichtet worden. Sieben Seemeilen vor der Küste hat gestern Nachmittag gegen 14:00 ein Boot der Küstenwache drei Flüchtlinge an Bord genommen. Bisher ist noch nicht klar woher die Flüchtlinge stammen, die Polizei geht aber von Marokkanern aus. Einer der Männer musste wegen einer tiefen Schnittverletzung im Krankenhaus behandelt werden.

Taucher ums Leben gekommen – Bei Guia de Isora auf Teneriffa hat ein 57 Jahre alter Mann beim Tauchen einen Herzinfarkt erlitten. Der Unfall hat sich vor dem Playa San Juan ereignet. Presseberichten zufolge soll der 57-jährige mit Flossen und Harpune im Wasser gewesen sein, als Rettungsschwimmer den leblos im Wasser treibenden Körper vor dem Strand entdeckt haben.

Neue Parkanlage in Las Palmas – Die Industriehallen des Roten Kreuzes, gegenüber des Poema del Mar in der Inselhauptstadt von Gran Canaria werden abgerissen – auf der Fläche soll ein Freizeitpark entstehen. Die Lebensmittelbank des Roten Kreuzes soll auf einem Grundstück zwischen El Sebadal und La Esfinge errichtet werden. Für zwei Millionen Euro sollen auf dem ehemaligen Grundstück Parkanlagen, Grünflächen und Palmen errichtet werden. Außerdem soll die Strecke des neuen Metro Busses genau durch diesen Bereich bis nach La Isleta verlaufen. Auf dem neuen Grundstück für die Lebensmittelbanken des Roten Kreuzes ist die Abfertigung logistisch besser und näher zu den Containerschiffen gelegen, mit denen die Lebensmittel in die Krisengebiete verschifft werden.

15. November 2018

Falsche Altersangaben – 25 Flüchtlinge sind von Lanzarote nach Teneriffa gebracht worden. Bei ihnen allen haben die Untersuchungen ein deutlich höheres Alter ergeben als sie bei ihrer Ankunft angegeben haben, zumindest ist jeder von ihnen volljährig. Weitere 15 Flüchtlinge sollen einem Pressebericht zufolge folgen. Damit ist die Albergue von La Santa auf Lanzarote zwar immer noch überfüllt, die aktuelle Meldung zeigt aber, dass in dem Fall Bewegung ist. Die betroffenen 25 Flüchtlinge werden auf Teneriffa auf ihre Abschiebung warten.

Mehr Besucher – Die touristischen Zentren auf Lanzarote verzeichnen bereits jetzt eine positive Bilanz in Sachen Umsatz und Besucher. Jameos del Agua, Cuevas de los verdes, Timanfaya, Jardin de Cactus – sie alle haben mehr Besucher in diesem Jahr als im letzten Jahr und mehr Umsatz ist auch gemacht worden. Von einer Tourismuskrise also keine Rede. Das CACT, das Unternehmen das alle touristischen Zentren auf Lanzarote unter sich vereint, hat seit Januar 30 Millionen Euro Umsatz gemacht.

Beziehungsdrama – Ein 25-jähriger soll bei Vecindario auf Gran Canaria versucht haben den Freund seiner Ex-Freundin mit dem Auto zu überfahren. Nachdem er damit keinen Erfolg hatte, brach er dem Opfer mit Hilfe einer Eisenstange den Arm. Danach folgte eine Verfolgungsjagd mit Autos, auf dessen Weg immerhin fünf Fahrzeuge stark beschädigt worden sind. Die Polizei konnte auf einer stark befahrenen Kreuzung eingreifen, den Aggressor festnehmen und das Opfer ins Krankenhaus bringen.

Erfolgreiches Sanden – Der Begriff Aufforstung ist jedem bekannt, bei den Dünen von Maspalomas ist ähnliches mit Erfolg passiert, allerdings mit Sand. Die 5.400 Kubikmeter Sand, die bereits vor Monaten am nordöstlichen Rand der Dünen verteilt worden sind, haben zu einem schnelleren und besseren Ergebnis geführt, als erwartet. Das meldet heute die Tageszeitung Canarias7. Nach dem aktuellen Erfolg, sollen um der Erosion entgegen zu wirken, insgesamt 60.000 Kubikmeter Sand vor den Dünen verteilt werden. Der Nordostpassat sorgt von selbst für die Verteilung. Auf der Webseite https://masdunas.es/ gibt es mehr Infos zum Erhalt eines der wichtigsten Naturparks der Insel.

Werkstattsterben – Das Projekt der kanarischen Regierung, ab 2040 keine brennstoffbetriebenen Fahrzeuge auf dem Archipel zu zulassen, sorgt bei den Automechanikern und Werkstattbetreibern für Unruhe. E-Autos sind nicht nur umweltschonender, sondern auch deutlich zuverlässiger und wartungsärmer als herkömmliche Benzin oder Dieselfahrzeuge. Geplant ist von der Regierung ab 2040 keine brennstoffbetriebenen Fahrzeuge mehr zuzulassen und ab 2050 auch Hybridantrieben die Zulassung zu entziehen. Für die rund 2.000 Autowerkstätten und rund 8.000 Automechaniker hat die Regierung bisher keinen Plan.

14. November 2018

Keine Verbrennungsmotoren ab 2040 – Importeure und Betreiber von Autohäusern zweifeln sehr an dem Bestreben der Regierung, den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ab 2040 zu verbieten. Das Bestreben sei lobenswert, die Realisierung innerhalb von 22 Jahren eine Änderung herbeizuführen unmöglich, so die einhellige Meinung unter den Personen, die in dem Sektor tätig sind. Die aktuelle Bilanz: auf den Kanarischen Inseln sind Stand heute 797 E-Autos angemeldet, das entspricht einer Quote von 0,1%. Die Verkaufszahlen sind in diesem Jahr im Vergleich zum letzten Jahr gestiegen – von einer Trendwende kann aber keine Rede sein – von 52.000 verkauften Fahrzeugen haben nur 215 einen E-Antrieb. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat Canal Gestion auf Lanzarote gemacht. 34 E-Autos mit jeweils eigener Ladestation sind seit gestern auf der Insel unterwegs. Zumindest die Infrastruktur wird bis 2040 vorhanden sein unddamit über ausreichend Ladestationen auf allen Inseln verfügen.

Black Friday schafft Jobs – Es sind zwei Tage, die auf den Kanarischen Inseln für 1.400 neue Arbeitsverträge sorgen: der Black Friday und der Cyber Monday. Auch auf dem spanischen Festland ist ein ähnlicher Trend zu beobachten – dort sind es insgesamt 28.400 neue Arbeitsverträge, alle im Einzelhandel oder im Transport und alle zeitlich befristet. Dieses Jahr findet der Black Friday am 23. November statt, auch auf den Kanarischen Inseln ist im Einzelhandel mit ordentlichen Rabatten zu rechnen. Der Cyber Monday fällt in diesem Jahr auf den 2. Dezember mit Preisnachlässen bei Elektronik und Technologie Produkten.

WhatsApp am Steuer – Das Leasingunternehmen Alphabet hat eine Studie in Auftrag gegeben. Gefragt worden ist nach der Nutzung neuer Technologien und Fortbewegungsmittel. Die Studie ist in ganz Spanien durchgeführt worden. Bei der Nutzung der Applikation WhatsApp am Steuer, liegt Las Palmas auf Gran Canaria spanienweit an erster Stelle. 56% der Einwohner der Inselhauptstadt Gran Canarias nutzen die Kommunikationsmethode auch während des Fahrens. Obwohl mehr als zwei Drittel der Befragten in Las Palmas das E-Auto als Lösung für die Zukunft sieht, fährt mit 0,1% kaum ein Canario ein Auto mit E-Antrieb. 37% in der Inselhauptstadt befürworten autonomes Fahren und knapp die Hälfte ist für ein autofreies Zentrum von Las Palmas.

Blaue Kennzeichen – Bis 2019 sollen auf den Kanarischen Inseln alle Fahrzeuge mit gültiger Personentransport Lizenz ein blaues Kennzeichen erhalten. Mit diesem Schritt soll der Sektor besser kontrolliert werden und illegalem Personentransport entgegengewirkt werden. Diese Änderung gilt für ganz Spanien seit Juli, um vor allen in den Großstädten den Personentransport besser kontrollieren zu können. Das Kennzeichen mit weißen Ziffern auf blauem Hintergrund wird nur am Heck der Fahrzeuge angebracht, an der Front der Taxis verbleibt das weiße Kennzeichen mit schwarzen Ziffern. Bis zum 1. August 2019 müssen alle Taxis diese Veränderung vollzogen haben.

Neue Erkenntnisse zu Uhreinwohnern – Die Höhle bei Villaverde auf Fuerteventura war das Zentrum eines ganzen Dorfes, mit Inneneinrichtung, Dekoration und Installationen. Das ist das Ergebnis von zwei Monaten Arbeit durch das Unternehmen Arenisca. Die Archäologen sind vom Cabildo der Insel beauftragt die Höhle detailliert zu untersuchen. Ein erster Teil der Höhle ist bereits 1979 entdeckt worden, allerdings sind die Archäologen damals davon ausgegangen, eine Grabstätte der Ureinwohner gefunden zu haben. Erst seit wenigen Monaten ist klar: der Vulkanschlot ist deutlich länger, größer und tiefer als angenommen. Er diente zur Zeit der Guanchen zwischen 300 und 900 nach Christus mehreren Dutzend Menschen als zu Hause. Das lassen die Fundstücke bereits erkennen. Sichergestellt haben die Archäologen bereits über 400 Säcke mit Material das im Labor auf Alter und Herkunft ausgewertet werden muss. Im Moment wird die Höhle drei dimensional aufgezeichnet. Bis dieses kulturelle Zentrum der Guanchen für die Öffentlichkeit zugänglich ist sollen noch Monate vergehen.

13. November 2018

1.000 Statisten gesucht – Am Donnerstag beginnen die Dreharbeiten zu Rambo V mit Sylvester Stalone. 250 Mitarbeiter zählt das Drehteam, das bis Anfang Dezember auf Teneriffa drehen wird. Für den Film werden bis zu 1.000 Statisten benötigt. Anfang kommender Woche soll die Auswahl durch das Santa Cruz Film Office vorgenommen werden. Die Dreharbeiten werden in der Hauptsache in Santa Cruz auf Teneriffa und in der Gemeinde Santa Ursula stattfinden. Dort hat das Filmteam bereits eine ganze Appartementsiedlung für die Mitarbeiter bis Mitte Dezember gemietet.

Mietbetrug auf Lanzarote – Ein 38 Jahre alter Mann aus Yaiza sitzt in Untersuchungshaft, nachdem er versucht hat einem Ehepaar eine nicht existierende Wohnung zu vermieten. 1.300 Euro hat ihm das Ehepaar bezahlt – Kaution und erste Monatsmiete für ein Appartement das niemals existiert hat. Der mutmaßliche Täter hat sich die prekäre Lage auf dem Wohnungsmarkt auf Lanzarote zu Nutze gemacht und dem Ehepaar das Objekt von außen gezeigt und kassiert. Nachdem der Ehemann mit der Bewohnerin des Appartements persönlich gesprochen hat, stellte sich heraus das das Objekt nicht zu Miete zur Verfügung steht.

Steigende Hypothekenzinsen – Bankia, BBVA und CaixaBank haben bereits in diesem Monat die Zinsen für Hypotheken um 0,25% erhöht. Die kleineren Geldinstitute werden im kommenden Monat nachziehen. Die Vereinigung der Bankkunden, kurz ADICAE, wittert bereits heute eine geplante Verunsicherung der Kunden: in 30 Provinzen ist die Erhöhung der Zinsen, selbst zwischen einzelnen Filialen der gleichen Bankinstitute unterschiedlich. Konsequenzen wird diese Vorgehensweise nicht haben, auf einem freien Kapitalmarkt, können selbst einzelne Fialen ihre Konditionen selbst festlegen und verändern.

Mehr Regen ab Donnerstag – Der spanische Wetterdienst prognostiziert ab Donnerstag vor allem für den Norden von Gran Canaria und den Norden von Teneriffa intensive Regenschauer. Ob es in den kommenden Tagen Wetterwarnungen behält sich der Wetterdienst noch vor. Die Prognose anhand der Satellitenbilder zeigt aber deutlich, wie stark der Regen ab Donnerstag werden wird. Die beiden Inseln Fuerteventura und Lanzarote sind davon nur leicht betroffen. Die Temperaturen sollen aber für alle Inseln ab Donnerstag sinken. 

World Travel Market vor dem Brexit – Mehr als 12 Millionen Flugtickets zwischen Großbritannien und dem Archipel – mit diesem Argument präsentieren sich die Kanarischen Inseln auf einer der wichtigsten Tourismusbörsen in London. Trotz der guten Ergebnisse, auch in diesem Jahr, bereitet der britische Markt Sorgen. 280.000 britische Touristen weniger als im letzten Jahr. Zudem weiß niemand genau wie es nach dem Ausscheiden der Briten aus der EU in Sachen Tourismus weiter gehen wird. Den Rückgang der britischen Touristen alleine auf die Brexit Verhandlungen zu schieben wäre zu einfach. Vielmehr gibt es zwei Argumente die bei der Urlaubsentscheidung eine viel größere Rolle spielen: günstigere Urlaubsregionen wie Tunesien, Ägypten oder Türkei und eine allgemeine Preiserhöhung für Urlaube auf dem Archipel. Der britische Markt bleibt für die Kanarischen Inseln der wichtigste in Sachen Tourismus – 31% des Gesamtumsatzes ist im letzten Jahr mit 5,5 Milliarden Euro mit Urlaubern aus Großbritannien erzielt worden.

12. November 2018

Beste Mathematikabsolventin – Claudia García Mendoza aus Las Palmas auf Gran Canaria hat beim IGCSE im Fach Mathematik das beste Ergebnis erzielt. 10.000 Bildungseinrichtungen nehmen an dem Cambridge Test teil, mit dem sich die Schüler für einen Bachelor Studiengang qualifizieren. Es ist das dritte Mal das am Colegio Hispano Inglés in Las Palmas ein Schüler in Mathematik ausgezeichnet wird. Top in Spain hieß es an der Schule bereits 2015 und 2017. Vor Claudia García Mendoza haben diesen Titel auch Laura Herrera und Elena Gómez erhalten.

Atlantic Rallye for Cruisers – Die ersten Boote haben gestern mit Kurs Capo Verde den Hafen von La Luz auf Gran Canaria verlassen. Mehr als 300 Segelyachten nehmen an der 33. Ausgabe der Atlantiküberquerung teil. Bis zum 25. November sind dann alle 1.400 Teilnehmer in verschiedenen Bootsklassen auf dem Weg nach Santa Lucia in der Karibik. In diesem Jahr gibt es für die Segler mehr Navigationskurse um ans Ziel zu gelangen als in den letzten Jahren. Im Vordergrund steht nicht der Wettbewerb so schnell wie möglich ans Ziel zu kommen, vielmehr bietet die Rallye for Cruisers die Möglichkeit in einer sicheren Gemeinschaft den Atlantik zu überqueren. Für die rund 2.700 Seemeilen benötigen die Schiffe je nach Bootsgröße und Windstärke 12 bis 24 Tage.

Podemos präsentiert Gesetzesvorschlag für die gestohlenen Babys –Es ist ein dunkles Kapitel in der Geschichte der Franco Diktatur, gänzlich aufgeklärt ist bis heute nicht. Das soll ein Gesetz, im Parlament heute von der Partei Podemos präsentiert, ändern. Die Partei will per Gesetz die Suche nach tausenden gestohlenen Babys bis zum Geburtsjahr 2001 anordnen. Einem Parteisprecher zufolge gibt es Hinweise darauf, dass bis 2001 Neugeborene in spanischen Krankenhäusern verschwunden sind. Der Gesetzesvorschlag beinhaltet eine ADN Datenbank und ein Register für Personen, die auf der Suche nach ihrer Familie sind. Besonders in der Zeit zwischen 1939 und 1975 gab es in Spanien staatlich organisierten Raub von neugeborenen Säuglingen. Den Müttern wurde erklärt, ihr Kind sei leider tot zur Welt gekommen. Die Kinder wurden Adoptiveltern übergeben, die indes in den Geburtenregistern als leibliche Eltern ausgewiesen wurden.

Cabildo kauft 6 Millionen Quadratmeter – Nach dem Waldbrand auf Gran Canaria war die Regierung auf der Suche nach Grundstücken zur Wiederaufforstung und hatte mit einer öffentlichen Ausschreibung nach geeigneten Flächen gesucht. Fünf Fincas mit einem Gesamtwert von 2,75 Millionen Euro gehen in den Besitz der Inselregierung über. Die Rede ist von rund 900 Fußballfeldern oder 605 Hektar Natur. Die Grundstücke befinden sich in Galdar, Guía und Tirajana. Auf den Flächen gibt es keinerlei Baugenehmigung, der Quadratmeterpreis liegt bei rund 50 Cent. Auf den Grundstücken soll ab 2019 die Aufforstung beginnen.

Neue Mole ab 2019 – Im Dezember sollen im Hafen von Playa Blanca auf Lanzarote die Arbeiten beginnen. Fertiggestellt werden 70% der neuen Mole bis Ende 2019, 30% der Bauarbeiten sollen 2020 abgeschlossen sein. 4.600 Zementblöcke werden auf einer Länge von 300 Metern als Wellenbracher dienen und im Hafen für ruhiges Gewässer sorgen. Mit einer Mole von insgesamt rund 700 Metern soll es in Playa Blanca nach Fertigstellung für Kreuzfahrtriesen die Möglichkeit geben im Hafen anzulegen. Das Projekt besteht bereits seit drei Jahren, genehmigt worden ist es erst jetzt. Die Bauarbeiten müssen im Dezember beginnen um auf europäische Fördergelder zurückgreifen zu können.

9. November 2018

Fähre rammt Boot – Bei Arucas auf Gran Canaria hat eine Naviera Armas Fähre ein kleines Boot gerammt und versenkt. Presseberichten zufolge soll die Schnellfähre mit rund 38 Knoten über ein kleines Kranboot gefahren sein. Die drei Besatzungsmitglieder konnten sich vor dem Aufprall ins Wasser retten, wurden bei dem Unfall aber leicht verletzt. Gestern Nachmittag waren vor Bañaderos zwei Rettungshelikopter in der Luft um nach weiteren Verletzten zu suchen. Erst nach rund zwei Stunden kam Entwarnung, als klar war wieviel Besatzungsmitglieder sich an Bord des versenkten Bootes befanden.

17 Flüchtlinge gerettet – Bei Castillo de Romeral hat die Küstenwache Marokkaner aus Seenot gerettet. Das Boot war wenige Kilometer südlich von Gran Canaria entdeckt worden. An Bord befanden sich 16 Männer und ein mutmaßlich minderjähriger Flüchtling. Alle befinden sich in einem guten gesundheitlichen Zustand und sind vom Roten Kreuz erstversorgt worden.

Erster Lidl ohne Plastiktüten – In Playa Honda auf Lanzarote gibt es den ersten Supermarkt, der keine Plastiktüten an der Kasse verkauft. Zur Eröffnung gestern haben die Kunden eine blaue wiederverwendbare Einkaufstüte geschenkt bekommen. Gekauft werden kann in Zukunft für den Einkauf Papiertüten oder Einkaufsbeutel aus Recyclingmaterial. Ganz ohne Plastiktüten geht es aber auch in diesem Lidl nicht: das Gesundheitsamt schreibt weiterhin vor Obst und Gemüse in Plastikbeuteln auf die Waage zu legen. Trotzdem ist der deutsche Supermarktdiscounter der erste Supermarkt in Spanien der bis 2021 komplett auf Einwegverpackungen aus Plastik verzichten wird.

Gegen zukünftige Militärübungen – Auf Fuerteventura formiert sich nun auch eine politische Bewegung gegen Übungen verschiedener Truppenkontingente die über die Grenzen des Truppenübungsplatzes deutlich hinaus gehen. Alle Parteien sind alarmiert und fordern geschlossen, Regierung wie Opposition, ein Ende der Militärübungen und die Schließung des Truppenübungsplatzes. Diese Forderung ist nicht neu – Bis auf das Verteidigungsministerium sind sich alle einig, dass die militärischen Aktivitäten auf der Insel schlecht für den Tourismus sind. Neben Luftübungen die bis nach La Graciosa reichen soll vom 13. November bis zum 19. November die Spezialeinheit Gruflex-18 in der Gemeinde Tarajalejo für den Ernstfall üben. Die Amphibien-Spezialeinheit wird rund um La Solapa in dieser Zeit Tag und Nacht eingesetzt.

Mehr Verkehrstote – In der Statistik des Verkehrsministeriums 2018 fehlen noch zwei Monate, trotzdem ist die Zahl der Menschen die im Straßenverkehr ihr Leben verloren haben höher als im gesamten letzten Jahr. Auf den Straßen der Kanarischen Inseln sind im letzten Jahr 27 Personen ums Leben gekommen. Von Januar bis September sind es bereits 28. Es ist das erste Mal seit 2004, das die Zahl der Verkehrstoten in der kanarischen Autonomie wieder steigt. Über zwölf Jahre hinweg ist diese Zahl kontinuierlich gesunken. Auch Spanienweit ist die Zahl der Toten auf Spaniens Straßen gestiegen, zwölf Verkehrstote mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Damit landet Spanien in der EU Statistik in Sachen Sicherheit auf Platz acht, im letzten Jahr belegte Spanien noch Platz vier.

8. November 2018

Canaria wird Vierte in Kalifornien – Lucía Machado hat mit ihren vierzehn Jahren beim Sub 16 Vissla World Junior Contest in Huntington Beach den vierten Platz geholt. Es ist der größte internationale Surfcontest für Jugendliche, in diesem Jahr mit 361 Athleten aus 44 Ländern. Die Gran Kanarierin musste sich im Finallauf den zwei Jahre älteren Caitlin Simmer aus den USA sowie Matsuda und Wakita aus Japan geschlagen geben. Neun Tage lang haben die Nachwuchssurfer in Huntington Beach die Wellen geritten, das Ergebnis aus spanischer Sicht kann sich sehen lassen. Viermal ist nur knapp ein Platz auf dem Siegertreppchen verpasst worden. Aus deutscher Sicht verlief der Wettbewerb noch erfolgreicher: zum ersten Mal in der Geschichte des Wellenreitens gewinnt eine Deutsche Gold. Rachel Presti hat in der Kategorie Sub18 im Finale mit nur zwei gesurften Wellen eine Japanerin und zwei Hawaiianerinnen auf die Plätze verwiesen.

Am Samstag gegen die Mole – Agaete manifestiert sich gegen ein Projekt das weder die Bürger noch die Gemeinde befürworten. Gegen die geplante Hafenmole, an der auch Kreuzfahrtschiffe anlegen sollen, gab es bereits einen Bürgerentscheid. Unnötig, überdimensioniert und Geldverschwendung werden mit dem als „Macromole“ bezeichneten Pier in Verbindung gebracht. Am Samstag wird dagegen in Las Palmas auf Gran Canaria demonstriert. 44 Millionen Euro soll das Projekt, geplant von der Regionalregierung, kosten. Geld das laut den Gegnern besser in soziale Projekte investiert werden sollte. Um 12.00 Uhr am Samstag beginnt die Demo gegen die Marcomole von Agaete auf der Plaza de San Telmo in Las Palmas.

40.000 neue Wohnungen nötig – Das ist das Ergebnis einer Studie in Auftrag gegeben von der Fundación DISA. Auf den Kanarischen Inseln fehlen dem Ergebnis zu Folge 40.000 Sozialwohnungen. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich der Studie nach seit 2013 stetig verschärft, ohne dass die Regierung Mittel und Wege gefunden hat, die ständig steigenden Mietpreise zu regulieren. Sollte sich der Trend fortsetzten, zu wenig in den sozialen Wohnungsbau zu investieren, fehlen der Kalkulation der Studie zu Folge 2031 auf den Kanarischen Inseln 140.000 Sozialwohnungen. Die einzige Möglichkeit steigenden Mietpreisen entgegen zu wirken, ist laut der Studie sozialer Wohnraum mit staatlich festgelegten niedrigen Mieten. Die komplette Studie kann im Internet auf fundaciondisa.org abgerufen werden.

Gegen Plastik – Loro Parque und Poema del Mar beteiligen sich an der Bewegung „Beat Plastik Pollution“ und entfernen aus ihren Anlagen, soweit möglich, alle Produkte die mit Plastik verpackt sind oder Plastik enthalten. Für die Besucher des Riesen Aquariums in Las Palmas oder des Tierparks auf Teneriffa wird es keinerlei Plastikprodukte mehr geben. Getränke und Snacks werden mit alternativen Verpackungen versehen oder dementsprechend nicht mehr verkauft. Die Organisation hat bereits hunderte von Unterstützern und Unternehmen weltweit für das Projekt gewonnen, 2019 sollen nochmal zweihundert dazu kommen. Die Betreiber des Loro Parque und des Poema del Mar wollen mit der Teilnahme an „Beat Plastik Pollution“ ihre Besucher für ein Leben ohne Plastik sensibilisieren und mit alternativen Produkten aufzeigen, wie es möglich sein kann. Mehr Infos dazu auf http://worldenvironmentday.global/en

Medikamenten Engpass – Das Gesundheitsamt auf den Kanarischen Inseln weißt nochmals auf einen möglichen Engpass bei Medikamenten hin. In den Apotheken der Kanarischen Inseln sind Nolotyl, Dalsy, Trankimazin oder Almax nur noch sehr schwer zu beziehen. Grund für den Notstand sind Produktions- und Lieferverzögerungen der nicht nur Apotheken auf dem Archipel betrifft, sondern in ganz Spanien. Insgesamt sind 380 Produkte betroffen. Grund zur Sorge gibt es laut dem Verband der Apothekenbetreiber nicht. Die betroffenen Medikamente lassen sich durch andere Produkte mit den gleichen Wirkstoffen ersetzen.

7. November 2018

Entscheidung bei Hypothekensteuern – Das Oberste Spanische Gericht hat unterintensiven Protesten aus Politik und Bevölkerung ein Urteil gefällt. Steuern für Hypotheken sind nicht von den Geldinstituten, sondern von den Hypothekennehmern zu bezahlen. Die Richter bestätigen damit die bereits übliche Praxis gegen die 30 Organisationen in Spanien geklagt hatten. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden. Am kommenden Samstag soll es zu dem Urteil Kundgebungen in Madrid geben, an den auch der Chef der Protestpartei Podemos, Pablo Iglesias, teilnehmen wird.

Weihnachtsgeschenke früher bestellen – Sowohl die Mitarbeiter von Correos, der spanischen Post, als auch die Mitarbeiter von des Internetbestelldienstes Amazon werden streiken. Fest steht jetzt schon der 30. November, der sogenannte „Black Friday“, an dem in den vergangenen Jahren besonders viel im Internet bestellt worden ist. Außerdem soll es im Dezember nochmal einen Tag geben, an dem die Mitarbeiter beider Unternehmen die Arbeit niederlegen werden. Betroffen davon sind alle Warenbestellungen und Briefsendungen in ganz Spanien. Nur in seltenen Fällen bieten die Internetportale alternative Versandmöglichkeiten an. Bereits jetzt wird bei Bestellungen am „Black Friday“ mit tagelangen Verzögerungen gerechnet.

Helfer gesucht – Für die große Lebensmittelsammlung suchen die Lebensmittelbanken auf Gran Canaria noch Freiwillige. Unter dem Motto „La Gran Recogida 2018“ sollen am 30. November und am 1. und 2. Dezember an allen Supermärkten in der Inselhauptstadt und ihrer direkten Umgebung Lebensmittel für Bedürftige eingesammelt werden. Auf der Website www.bancoalimentoslpa.org/hazte-voluntario/

können sich Interessierte informieren und bewerben.

Bono Residente seit Montag – Die Monatskarte für den öffentlichen Bustransport kann seit Montag auf Gran Canaria und Fuerteventura beantragt werden. 40 Euro monatlich kostet die Busflatrate auf Gran Canaria, auf Fuerteventura sind monatlich 20 Euro für den Bono Residente fällig. Auf Lanzarote gibt es noch keine Möglichkeit diese Monatskarte zu beantragen. Für europäische Residenten ist eine NIE Nummer notwendig und eine gültige Meldebestätigung um den Bono Residente zu beantragen.

Urlaubsvermietung wird reguliert – Mit Spannung blicken Hotelbetreiber und Vermieter auf den Kanarischen Inseln nach Las Palmas auf Gran Canaria. Hier soll es zu einer ersten, seit Jahren erwarteten, Regulierung der Ferienvermietung kommen. Bisher agiert dieser Markt, der in den vergangenen Jahren zum Mietnotstand auf den Inseln geführt hat, in einer Grauzone. Vor allem Appartementgebäude in der Inselhauptstadt sind von der Neuregelung betroffen. In Zukunft müssen Ferienappartements über separate Eingänge verfügen, der Betreiber muss über entsprechende Genehmigungen verfügen und die Urlaubsgäste werden wie in Hotels üblich offiziell registriert. Die Entscheidung und die Neuregelung in Las Palmas ist auch für die anderen Inseln von Bedeutung. Besonders auf Lanzarote hat sich die fehlende Regulierung der Urlaubsvermietung zu einem sozialen Problem für die Bevölkerung entwickelt.

5. November 2018

Lidl öffnet am 8. November – Es ist auf Lanzarote die dritte Filiale des Supermarktdiscounters. In Playa Honda, direkt neben Mercadona, wird seit Monaten an einer neuen Halle gebaut. Am Donnerstag sollen 6.200 Quadratmeter Supermarkfiliale für die Kunden zur Verfügung stehen. Wie auch bei den Filialen in Arrecife und Puerto del Carmen verfügt der Supermarkt über ausreichend Parkplätze und eine kleine Parkanlage.

Drachenfestival – Vom 8. bis 11. November findet am Playa del Burro, in der Nähe von Corralejo auf Fuerteventura, die Fiesta de las Cometas statt. Wettbewerbe, Vorführungen und Workshops werden an diesen Tagen angeboten und durchgeführt. Offiziell angemeldet sind bereits 500 Riesendrachen, die drei Tage lang den Himmel über Corralejo schmücken werden. Dazu kommen jedes Jahr noch hunderte kleinere Drachen der Besucher. Das Drachenfest findet seit 31 Jahren jedes Jahr im November statt. Seit 1987 nehmen an der Veranstaltung Drachenfans und Drachenbauer aus der ganzen Welt teil.

Heftiges Erdbeben vor Gran Canaria – Von Samstag auf Sonntag hat der Meeresgrund rund 50 Kilometer südwestlich von Maspalomas entfernt gebebt. Mit einer Stärke von 3,7 war es das heftigste Beben seit Monaten auf den Kanarischen Inseln. Von der Bevölkerung sind die Erdbewegungen nicht wahrgenommen worden.

Ausgezeichneter Käse – In Bergen in Norwegen triumphieren in diesem Jahr die Finca de Uga und die Bodega de oveja von Lanzarote, Maxorata von Fuerteventura und Flor Valsequillo und Bolaños Fontanales von Gran Canaria. Zweimal Supergold, sieben Mal Gold, 11 Mal Silber und 15 Bronzemedaillen haben die Käsesorten der kanarischen Käsereien abgeräumt. Das Ergebnis ist durchaus repräsentativ, immerhin haben an dem Wettbewerb mehr als 3.500 Käsereien mit ihren Produkten teilgenommen. Gewonnen hat den Wettbewerb ein Gouda Käse aus Norwegen von der Käserei Ostegarden – 15 Preise gehen in diesem Jahr auf die Kanarischen Inseln.

Tourist aus Ungarn gerettet – In einer 28-stündigen Rettungsaktion haben die Einsatzkräfte auf Teneriffa einen 30 Jahre alten Mann aus Ungarn aus dem Barranco Los Carrizales gerettet. Die tiefe Schlucht nördlich von Masca führt zurzeit viel Wasser, der Tourist aus Ungarn war zum Canyoning unterwegs und hat sich bei einer Felsrutsche ein Bein mehrfach gebrochen. Gegen 14 Uhr am Samstag ist der Notruf eingegangen, geplant war den Mann mit einem Helikopter aus der Felsenschlucht zu holen. Gegen 17.15 Uhr hat die Crew des Helikopters die Bergung abgebrochen. Wegen starker Sturmböen war auch das Leben der Rettungskräfte in Gefahr. Drei Einsatzkräfte haben die Nacht mit dem Verletzten in der Schlucht verbracht. Gestern Morgen sind 13 Feuerwehrleute zur Schlucht gefahren und haben ein System aus Seilen und Flaschenzügen installiert um den 130 Kilogramm schweren Mann aus der Schlucht zu holen. Gegen 20 Uhr gestern Abend war der Einsatz abgeschlossen und das Unfallopfer im Krankenhaus

2. November 2018

Strom wird teurer – Seit vier Monaten steigt der Preis pro Kilowattstunde auf den Kanarischen Inseln an. Aktuell ist die durchschnittliche Stromrechnung auf dem Archipel um 11% teurer als im März. Die Preiserhöhung ist in Spanien auf die gestiegenen Preise der fossilen Brennstoffe zurück zu führen. Steigen die Preise von Öl und Gas, steigt in Spanien wenige Monate später auch der Strompreis. Im Schnitt lag der monatliche Strompreis für einen Familienhaushalt im letzten Jahr pro Monat bei 55,74 Euro, im Juli dieses Jahres sind 61,83 Euro abgerechnet worden.

Inselregierung kauft Güigüí – Das unter Naturschutz stehende Gebiet an der Westküste von Gran Canaria soll noch vor 2019 vom Cabildo von Gran Canaria aufgekauft werden. Obwohl Käufer und Verkäufer mit ihren Preisvorstellungen noch sehr weit auseinanderliegen, sollen die 3.000 Hektar Natur mit einem beeindruckenden Strand an der Küste, in ein Biosphärenreservat umgewandelt werden. Zwischen Tiasartico, Casas Blancas und Los Caserones ist die Natur nur noch zu Fuß oder aus der Luft zu erreichen. Mehr als 40 endemische Pflanzen und gut 20 Tierarten leben bereits jetzt schon im Naturschutzgebiet von Güigüí. Sein Eigentümer hat eine Preisvorstellung von sechs Millionen Euro, das Naturschutzministerium schätzt die 3.000 Hektar Natur auf drei Millionen Euro.

Keine Kippen mehr am Strand – In Lloret de Mar ist das Rauchen bereits verboten, der Stadtstrand von Las Palmas de Gran Canaria soll ab dem nächsten Sommer 2019 rauchfrei werden, und auf Teneriffa wird über ein Verbot abgestimmt – und eigentlich geht es nicht um den Qualm. Vielmehr sind es die Zigarettenstummel im Sand die dazu geführt haben, dass es in der Region Galizien keinerlei öffentliche Strände mehr gibt an denen geraucht werden darf. Ähnlich gehandhabt werden soll es in Zukunft auch an kanarischen Stränden: wer raucht oder Kippen in den Sand wirft muss mit einer Geldstrafe rechnen. Am Las Canteras Strand in Las Palmas auf Gran Canaria sind ab dem kommenden Jahr für Rauchen am Strand 300 Euro fällig.

Teuerster Warenkorb Spaniens – Der Gang zum Supermarkt kostet in Las Palmas auf Gran Canaria so viel wie in keiner anderen spanischen Stadt. Laut dem Vergleichsportal kelisto.es sind pro Kopf und Jahr in Las Palmas 4.770 Euro für Lebensmittel notwendig. Mit diesem Ergebnis löst Las Palmas die Insel Lanzarote ab, die jahrelang auf Platz 1 in Sachen Preise für Lebensmittel war. Santa Cruz de Tenerife liegt dem Ergebnis von kelisto zufolge auf Platz acht im spanienweiten Vergleich. Weiterhin auf dem ersten Platz liegt Las Palmas in Sachen Transport. Öffentliche Verkehrsmittel und Kraftsoff sind so günstig wie in keiner anderen spanischen Stadt.