Mix Radio Gran Canaria

21. März 2019

Mordfall in Playa del Inglés – In Playa del Inglés auf Gran Canaria ermittelt die Polizei in einem Mordfall, eine 50 Jahre alte Frau und ein 43 Jahre alter Mann sitzen deswegen in Untersuchungshaft. Am 11. Januar hat die Polizei die stark verbrannte Leiche eines Obdachlosen gefunden. Zwei Monate lang haben die Beamten ermittelt – jetzt steht fest: der aus England stammende Stepfan B. ist stranguliert worden, seine Leiche danach von den Tätern verbrannt worden. Beim Motiv geht die Polizei von Rache aus. Stepfan B. lebte seit 10 Jahren auf der Straße, der ehemalige britische Soldat hatte ein amputiertes Bein und saß im Rollstuhl. Die beiden mutmaßlichen Täter sind von der Polizei gestern festgenommen worden.

Abhängigkeit zu Low Cost Fluglinien steigt – Im Februar ist die Hälfte aller Passagiere mit einem Flugdiscounter auf die Kanarischen Inseln geflogen. Das entspricht einem Zuwachs von 10% im Vergleich zum gleichen Vorjahresmonat. 600.000 Fluggäste haben im letzten Monat Ryanair, EasyJet oder einen anderen Billiganbieter für ihren Flug gewählt, insgesamt sind auf kanarischen Flughäfen im Februar 1,2 Millionen Passagiere abgefertigt worden. Das Ergebnis entspricht einem Rückgang von 2% im Vergleich zum Februar 2018 – während der Anteil der Flugdiscounter beim Passagieraufkommen steigt, geht die Zahl der Passagiere insgesamt leicht zurück. Dieser Trend entwickelt sich genau gegensätzlich zu den Prognosen – bisher sind Experten davon ausgegangen das Kunden im Billigsektor in die Konkurrenzmärkte Türkei, Griechenland und Tunesien abwandern würden.

Knapp 10% leben im Ausland – 170.000 Canarios haben als Wohnsitz eine Adresse im Ausland. Das geht aus einer aktuellen Zahlenerhebung des Nationalen Statistik Instituts hervor. Im Vergleich zu den Ergebnissen aus 2009 eine Steigerung von 82%. Ein Trend der auch auf dem spanischen Festland zu beobachten ist. Aus allen spanischen Autonomien sind in den letzten 10 Jahren deutlich mehr Spanier ins Ausland gezogen, als vor 2009. Die größte Ursache dafür liegt in der spanischen Wirtschaftskrise und den besseren beruflichen Chancen in Ländern wie Deutschland oder Groß Britannien. Zwischen 2009 und 2019 haben mehr als eine Millionen Spanier ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt, gut 100.000 jedes Jahr. Auf den Kanarischen Inseln hängt dieser Trend stark von der Inselgröße ab, während es Gran Canarios und Tinerfeños anscheinend deutlich leichter fällt ins Ausland zu ziehen, sinkt die Zahl entsprechend der Inselgröße.

Acht Insel fliegt – Binter Canarias hat eine ATR-72 Maschine mit dem Namen der offiziellen achten Insel getauft. Dazu eingeladen hat die interinsulare Fluggesellschaft Bürger aus Caleta de Sebo. Für das Event ist die ATR-72 „La Graciosa“ dann noch mit allen geladenen Gästen über das Chinijo Archipel geflogen. Wie lange es im Ausland dauert bis jeder von acht statt sieben Inseln spricht, ist ungewiss. Hier arbeiten Politik und Wirtschaft intensiv daran, den Archipel um die achte Insel zu erweitern: an den Schulen werden Bücher überarbeitet, die Hymne der Autonomie wird modifiziert, die Strophen dementsprechend angepasst. Bürokratisch verändert sich die Verwaltung von La Graciosa hin zu einer eigenständigen Gemeinde – Während von acht Inseln die Rede ist, vertritt das Cabildo von Lanzarote die Interessen beider Inseln, finanziell erhält La Graciosa aber den Status einer eigenen Inselverwaltung.

Illegaler Stromkonsum – In 173 Fällen sind letztes Jahr vom Stromerzeuger Endesa auf Fuerteventura Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Eine Million Kilowattstunden Strom sind alleine auf Fuerteventura durch Manipulation der Stromzähler oder durch illegale Stromverbindungen vor den Stromzählern entstanden. 2.234 Fälle gab es im letzten Jahr insgesamt auf dem Archipel, bei denen Endesa wegen illegalem Energiebezug tätig geworden ist. Strom illegal beziehen ist auf dem Archipel Gang und Gäbe: Im letzten Jahr sind bei 40% der durchgeführten Kontrollen Unregelmäßigkeiten festgestellt worden.

20. März 2019

Einmal über den Atlantik – Martina ist, mit einem Sender ausgestattet, zusammen mit anderen Schildkröten, vor einem Jahr in Cofete auf Fuerteventura freigelassen worden. Insgesamt fünf Exemplare der Carreta Carreta haben die Tierschützer in den Atlantik entlassen. Nach acht Jahren in der Pflegestation von Morro Jable. Per GPS Sender sind ihre Bewegungen von den Tierpflegern protokolliert worden. Während nur eine Schildkröte in kanarischen Gewässern verblieben ist, haben sich die anderen vier auf Reisen begeben. Ins Mittelmeer, an die Südafrikanische Küste und Martina bis nach Amerika. Auf dem Satellitenbild ist gut zu erkennen, wie sich die Schildkröte über ein Jahr hinweg auf einer sehr geraden Linie nach Westen bewegt. Heute ist sie fast in North Carolina angekommen.

Falsche Ärztin spritzt Silikon – Eine 69 Jahre alte Frau sitzt in Las Palmas auf Gran Canaria in Untersuchungshaft – sie soll sich als Ärztin ausgegeben haben und mindestens acht Frauen statt Hyaluronsäure Silikon in die Lippen gespritzt haben. Betroffen sein sollen mindestens 30 Frauen, Acht haben Anzeige wegen Körperverletzung bei der Polizei erstattet. Die 69-jährige hat den Service in den Räumlichkeiten eines Friseurs angeboten. Für 150 Euro pro Sitzung hat die Rentnerin, die über keinerlei medizinische Erfahrung verfügt, vorgegeben die Lippen der Kundinnen mit Hyaluronsäure aufzuspritzen. Verwendet hat sie flüssiges Silikon. Acht Frauen sind bisher chirurgisch behandelt worden um das für den menschlichen Körper giftige Silikon wieder aus den Lippen zu entfernen.

Twitter-Tweet rettet Pizzeria – Wie ein Tweet die Zukunft eines Restaurants retten kann, zeigt sich an der Geschichte von María del Pino Betancor. Um ihrer Tochter näher zu sein, ist de Mutter von Fuerteventura nach La Laguna auf Teneriffa gezogen und hat eine Pizzeria genau da eröffnet, wo ihre Tochter und tausende Kommilitonen und Kommilitoninnen täglich vorbeilaufen: in der Nähe der Universität von La Laguna. Das Geschäft lief so schleppend, dass sich die 40-jährige dazu entschlossen hat, das Restaurant nach wenigen Monaten aufzugeben. Ihre Tochter hat daraufhin in einem Tweet auf Twitter um Hilfe gebeten. Bekommen haben die Beiden innerhalb von wenigen Stunden 45.000 Retweets, mehr als 45.000 Likes und ein volles Restaurant. Alleine auf Google Maps ist das Lokal mit 4,9 Sternen bewertet und von mehreren hundert Kunden empfohlen.

Neuer Radar in Betrieb – Enaire, zuständig für Flugnavigation in Spanien, hat den neuen Radar oberhalb von El Risco auf Lanzarote in Betrieb genommen. Das 2,5 Millionen Euro teure Gerät ist ab sofort für die Flugüberwachung des nordöstlichen Teils der Kanarischen Inseln zuständig und hat einen Wirkungsradius von 670.000 km². Das neue Radargerät der Klasse ADS-B ist kofinanziert – ein Teil der Investitionskosten deckt die EU mit dem Fonds „Europe Connected“. Das neue Radargerät ersetzt die große braune Kuppel, die auf Lanzarote sowohl von Famara aus, als auch von Arrieta aus gut zu sehen ist.

Fernsehgarten auf Gran Canaria – Im Amadores Beach Club in Puerto Rico auf Gran Canaria wird vom 2. bis 4. April eine Ausgabe der ZDF Show Fernsehgarten auf Tour gedreht. Tickets für die Show gibt es Online für 8,00 bzw. 15,00 Euro auf ticketservice.zdf.de. Bei der dreitätigen Aufzeichnung mit Moderatorin Andrea Kiewel werden unter anderem Marquess, Stereoact, DJ Ötzi, Glasperlenspiel und Micar erwartet.

18. März 2019

Feuer gelöscht – Der Waldbrand bei Fataga in der Gemeinde San Bartolome auf Gran Canaria ist unter Kontrolle. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung der Inselregierung hervor. Flammen und eine dichte Rauchsäule haben gestern die Einsatzkräfte in Atem gehalten, das Landhotel Molino de Agua musste aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Die Polizei ermittelt in dem Fall und geht von Brandstiftung aus. Ebenfalls gebrannt hat es gestern in einem Appartementgebäude in Playa de Inglés. Die Ursache für den Brand ist noch nicht geklärt. Menschen kamen in den Flammen nicht zu Schaden.

Schlägerei im Flugzeug – Auf einem Flug einer Ryanair Maschine von Glasgow nach Teneriffa ist es zu einem Kampf gekommen. Die beiden Männer sind nach der Landung auf Teneriffa von Guardia Civil Beamten festgenommen worden und sitzen in Untersuchungshaft. Auf dem Flug soll ein stark alkoholisierter Passagier eine Frau beschimpft haben. Als der Mann der Frau schlichten wollte kam es zum Streit und daraufhin zum Kampf. Fotos auf dem Nachrichtendienst Twitter veröffentlicht, zeigen die zum Teil Blut verschmierte Flugkabine der Maschine.

Jagd auf roten Thunfisch – Für die Fischer der Kanarischen Inseln hat die Thunfisch Saison begonnen. Zum ersten Mal gibt es keine Fangquote für die Flotte, sondern Fangquoten für jedes Schiff. 438,5 Tonnen roten Thunfisch kann jede Mannschaft fangen, danach ist die Saison für sie zu Ende. In den Jahren zuvor war Fangquote auf Regionen verteilt, weswegen für einige Boote die Saison bereits nach wenigen Tagen zu Ende war. Roter Thunfisch steht unter Schutz, nur an wenigen Tagen im Jahr darf die weltweite Delikatesse gefangen werden. Für alle spanischen Fischer liegt die maximale Menge in dieser Saison bei 9.000 Tonnen.

Wandmalereien auf Fuerteventura – Sechs nationale und internationale Künstler sollen auf Fuerteventura meterhohe Wände verschönern. Das Projekt ist von der Inselregierung initiiert und hat mehr als 1.000m² Fläche für die Freilichtgemälde zur Verfügung gestellt. Koordiniert und inspiriert wird das Projekt von „Sabotaje al montaje“ – einem kanarischen Künstler, der mit seiner Graffiti-Kunst bereits internationalen Ruhm erreicht hat. Auf Fuerteventura sollen meterhohe Wände in allen Gemeinden mit zeitgemäßen Motiven bemalt oder besprüht werden. Die Künstler kommen von den Kanarischen Inseln, vom spanischen Festland und aus der Ukraine.

Das gesündeste Land der Welt – Pedro Sanchez hat das Ergebnis der Bloomberg Studie bejubelt, kurz vor den Neuwahlen kommt jedes positive Ergebnis dem amtierenden spanischen Präsidenten Recht. In Spanien leben laut der neuen Studie die gesündesten Menschen der Welt. Das liegt nicht nur an Gazpacho, Geselligkeit und Siesta. In das Ranking des Healthiest Country Index, in dem 169 Länder verglichen wurden, flossen nicht nur Ernährungstraditionen wie etwa Spaniens mediterrane Kost ein. Sondern zum Beispiel auch die ärztliche Versorgung, die in Spanien ebenfalls ausgezeichnet worden ist, was sich im internationalen Gesundheitstourismus Richtung Mallorca und spanischer Mittelmeerküste spiegelt. Nach den letzten verfügbaren Eurostat-Zahlen aus dem Jahr 2016 werden Spanier im Schnitt 83,5 Jahre alt. In Europa leben nur die Schweizer ein klein wenig länger, sie kommen auf durchschnittlich 83,7 Jahre. Weltweit haben lediglich die Japaner noch eine geringfügig höhere Lebenserwartung.

15. März 2019

Den Iberian Festival Award in der Kategorie „mittelgroße Festivals“ hat in diesem Jahr das Arrecife en Vivo gewonnen. Vor dem BBK Music Legens in Bilbao und dem Bons Sons in Portugal. Bereits 2016 ist das Festival Arrecife en Vivo ausgezeichnet worden, vor zwei Jahren in der Kategorie „Kleines Festival“. In diesem Jahr findet das Festival am 20. Und 27. September und am 4. Und 11. Oktober statt.

Pájara ist Irak und El Matorral Mali – so in etwa sind die Regionen, in denen spanische Soldaten ab Mai eingesetzt werden, bei dieser Übung aktuell auf Fuerteventura aufgeteilt. Stationiert werden 530 spanische Infanteristen in der Nähe von Bagdad im Irak und in Mali – sie alle üben in diesen Tagen den Ernstfall auf Fuerteventura, vor allem weil die klimatischen Bedingungen auf keinem anderen spanischen Truppenübungsplatz dem Einsatzgebiet so ähneln wie auf Insel zwischen Lanzarote und Gran Canaria. In den kommenden Tagen wird es rund um die beiden Truppenübungsplätze zu verstärkten Hubschrauberflügen und Schießübungen kommen.  

Bei Las Palmas auf Gran Canaria ist in den Höhlen von Mata eine verbannte Leiche gefunden worden. Die Polizei ermittelt in dem Fall. Anwohner hatten die Sicherheitsbehörden verständigt als Rauch aus einer der Höhlen aufgestiegen war. Die Höhlen von Mata werden häufig von Obdachlosen als Unterschlupf genutzt – ein so großes Feuer wecke allerdings den Verdacht, dass der Brand provoziert war, so ein Polizeisprecher aus Las Palmas. Die Leiche ist zur Bestimmung der Todesursache ins forensische Institut gebracht worden.

Im kanarischen Parlament wird der Benzinpreis kontrovers diskutiert werden – eine staatliche Regulierung steht im Raum. Angestoßen hat die Diskussion der Vertreter von La Gomera, Casimiro Curbelo. Zusammen mit EL Hierro und La Palma sollen diese drei Inseln beim Benzinpreis finanzielle Hilfen von der Autonomieregierung erhalten. Gladys Acuña, Vertreterin von Lanzarote und La Graciosa hat im Parlament gestern die gleichen Hilfen eingefordert. Der Benzinpreis auf Lanzarote ist so hoch wie auf keiner anderen Insel. Rund 10 Cent mehr als auf Gran Canaria zahlen Autofahrer auf Lanzarote, im Schnitt macht dieser Preisunterschied rund 200 Euro pro Jahr aus.

Die Ausgrabungsarbeiten auf Lobos an der Römersiedlung werden noch mindestens drei Jahre andauern. Einen entsprechenden Antrag hat die Inselregierung bei der Küstenbehörde gestellt. Am Playa de La Concha auf Lobos zwischen Lanzarote und Fuerteventura ist zu Zeiten der Römer der Farbstoff Purpur hergestellt worden. Es besteht nach ersten Ergebnissen eine enge Verbindung zwischen dieser Anlage und ähnlichen Produktionsorten auf anderen Inseln. Ausgrabungen sollen auch am Playa Pocito-Los Caserones auf Fuerteventura stattfinden. Nach den Ergebnissen der ersten Ausgrabungen auf Lobos soll der Strand auf Fuerteventura als Umschlagplatz für die Produktion gedient haben. 

14. März 2019

– Neun Mal Gold und 14 Mal Silber für Weine von den Kanarischen Inseln. Das ist ein Teilergebnis des 17. Internationalen Weinwettbewerbs in Madrid. Teilgenommen haben mehr als 100 Winzer mit ihren Produkten. Unter den kanarischen Gewinnern sind neben den Bodegas Tunte aus Gran Canaria oder der Bodega El Grifo auf Lanzarote auch ein deutscher Winzer von der Insel El Hierro. Uwe Urbach hat das mehr als hundert Jahre alte Weinanbaugebiet auf der zweitkleinsten Kanareninsel 1995 übernommen und auf ökologische Produktion umgestellt. Mit Gold aus gezeichnet worden ist der Vino Blanco Uwe mit Gold. Ebenfalls mit der höchsten Auszeichnung prämiert worden sind der Valara 2017 aus Gran Canaria, der Vulcano Dulce aus Lanzarote und der Canari der Bodega el Grifo, der bereits in Berlin und Paris mit Gold ausgezeichnet worden ist.

– Auf kanarischen Arbeitsplätzen fehlen jeden Tag 44.300 Arbeitnehmer, rund 10% ohne Krankschreibung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Zeitarbeitsfirma Randstat. Hochgerechnet auf ein Jahr fallen mehr als 20 Millionen Arbeitsstunden aus, weil Arbeitnehmer aus nicht bekannten Gründen nicht zur Arbeit erscheinen – Topwert in Spanien, wenn man die Ergebnisse einzelner Autonomien vergleicht und auch in Europa gibt es keine andere Region in der so viele Arbeitnehmer ohne Angaben von Gründen ausfallen. Die beiden Sektoren mit den meisten unentschuldigten Ausallzeiten sind Hotellerie und Industrie.

 – Der neun Tonnen schwere Meeressäuger weißt schwere Verletzungen am Rücken auf. Ein Schiff der Küstenwache hat den noch jungen und lebenden Pottwal in der Nähe des Strandes von San Borondon entdeckt und in den Hafen von Telde auf Gran Canaria geschleppt. Pressemeldungen zufolge ist das Tier auf Grund seiner schweren Verletzungen verblutet. Das Pottwal Weibchen soll mit einer Schnellfähre kollidiert und durch die Ruder des Schiffes tödlich verletzt worden sein.

– Wegen des europäischen Flugverbots liegen auf kanarischen Flughäfen sieben Boing 737 MAX fest. Die Piloten von zwei Maschinen sind auf ihrem Flug zu den Kanarischen Inseln von dem Flugverbot informiert worden. Eine Maschine von TUI war von Gambia mit Flugziel Amsterdam gestartet und musste nach der Information der europäischen Flugsicherheit nach Gando auf Gran Canaria fliegen. Auf Teneriffa und Gran Canaria sind verschiedene Hotels angemietet worden um betroffene Passagiere vorrübergehend unterzubringen. Das Flugverbot war von der EASA ausgesprochen worden, nachdem innerhalb von sechs Monaten zwei Maschinen dieses Typs abgestürzt waren. In den USA gilt für Maschinen dieses Typs kein Flugverbot.

– Auf Gran Canaria bahnt sich ein neuer Skandal im Gesundheitssystem an. Für den wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht stehenden Arzt aus dem Centro de Salud Canalejas in Las Palmas auf Gran Canaria gibt es seit 2017 Anzeigen von Opfern. Verurteilt werden soll der Arzt wegen einem Fall aus 2016 zu vier Jahren Haft. Gegen die Praktiken des bei der Seguridad Social angestellten Mediziners gibt es seit mehr als zwei Jahren dutzende Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs, hunderte Patientinnen sollen ohne Angaben von Gründen den Arzt gewechselt haben. Reagiert hat weder die Leitung des Centros de Salud noch das Gesundheitsministerium. Erst als der Fall vor Gericht verhandelt worden ist, ist der Arzt freigestellt worden. Ein Urteil soll noch in dieser Woche verkündet werden.

13. März 2019

Auch heute ist der Milchkaffee braune Streifen am Horizont der Indikator für milde Temperaturen auf dem Archipel. Das Wetterphänomen Calima bestimmt heute sowohl auf Gran Canaria, als auch auf Lanzarote und Fuerteventura das Wettergeschehen. Damit verbunden ist auch ein erhöhter Feinstaubanteil in der Luft. Diese Wetterkonstellation soll laut den Meteorologen des spanischen Wetterdienstes AEMET mindestens bis morgen anhalten. Es in diesem Monat das dritte Mal, das durch den Einfluss von Calima das Thermometer auf dem Archipel tagsüber deutlich über die Durchschnittswerte steigt.

Die spanische Medikamentenverwaltung warnt die Bürger vor Bevorratung von Medikamenten. Wegen immer wieder aufgetretenen Lieferengpässen von Arzneien wie Nolotil, Dalsy oder Tranquimazin haben sich auf den Kanarischen Inseln Bürger dazu entschieden, sich zu bevorraten. Aus der Pressemitteilung geht nicht hervor, wodurch die Lieferengpässe entstehen und ob sie in Zukunft abgestellt werden. Vielmehr zeigt das Institut auf, dass es für so gut wie jedes Medikament ein oder mehrere Alternativprodukte mit den gleichen Wirkstoffen gibt. Vergangene Woche war das Medikament Adiro auf den Kanarischen Inseln vergriffen – Tabletten die, ähnlich wie Aspirin, den Wirkstoff Acetylsalicylsäure enthalten. Nachdem Adiro wegen Lieferengpässen tagelang vergriffen war, kauften Kunden in den Apotheken das Medikament in so hohen Stückzahlen, dass es wieder nicht mehr verfügbar ist.

Auf Gran Canaria ist an der Küste bei San Augustin eine Patera angekommen. An Bord befanden sich sieben Flüchtlinge. Polizeiangaben zufolge sollen sechs der Insassen aus Marokko stammen. Nach einem siebten wird noch gefahndet. Er soll sich in den schwer zugänglichen Felsen an der Küste nordöstlich von Playa de Ingles versteckt halten.

Auf Gran Canaria und Teneriffa hängen vier Maschinen des Typs Boing 737 MAX fest. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit hat für diesen Flugzeugtyp ein vorrübergehendes Flugverbot verhängt, nachdem innerhalb von sechs Monaten zwei Maschinen dieses neuen Modells abgestürzt sind. Betroffen sind rund 500 Passagiere, die auf dem Archipel aktuell deswegen festsitzen. Das Flugverbot gilt seit gestern 19.00 Uhr. Am stärksten betroffen von dem Flugverbot sind Norwegian und TUI, insgesamt bleiben bei diesen beiden Fluggesellschaften 32 Bong 737 MAX vorerst am Boden.

Die Arbeiten an der neuen Mole im Hafen von Playa Blanca auf Lanzarote haben begonnen. Sechzehn Betonfundamente sollen bis Ende April fertiggestellt sein. Das erste steht bereits mit einer Höhe von 17 Metern auf dem Meeresgrund. Nach Fertigstellung können an der neuen Hafenmole auch Kreuzfahrtschiffe anlegen. Im neuen Hafenbecken das parallel zum bereits existierenden Sporthafen verläuft können nach Fertigstellung auf einer Länge von 300 Metern Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 12 Metern anlegen.

12. März 2019

Das Motto „Eine Nacht in Río“ hat am letzten Wochenende in der Inselhauptstadt von Gran Canaria für 28.000 Kilogramm Müll gesorgt – Mehr als an Weihnachten, mehr als an Sylvester, mehr als an irgendeinem anderen Feiertag. Immerhin aber 3,5 Tonnen weniger als letztes Jahr an Carneval. Von 19.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens waren 125 Reinigungskräfte und 25 Fahrzeuge in Las Palmas im Einsatz, um die Innenstadt wieder in ihren Ursprungszustand zurück zu versetzen. 27.000 Liter Wasser sind für die Reinigung der Faschingsveranstaltungen am Sonntag durch die Straßen von Las Palmas geflossen.

Der Meeresboden nordwestlich von Gran Canaria hat heute Nacht gebebt. Das Beben hatte eine Stärke von 2,5. Informationen des geografischen Instituts zufolge lag das Epizentrum in einer Tiefe von 25 Kilometern nur wenige Meter von der Küste Gran Canarias entfernt. Bemerkt worden sind die Bewegungen am Meeresgrund von den Bewohnern der Insel nicht. Auch dieses Beben stellt keinerlei Gefahr dar und gehört laut den Experten des kanarischen Instituts für Vulkanologie zur Normalität auf einem Archipel vulkanischen Ursprungs. 

Nach 24 Monaten des Wachstums meldet der Verband der Einzelhändler auf den Kanarischen Inseln zum ersten Mal wieder kein positives Ergebnis beim Umsatz. Obwohl die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor weiter steigt, liegt der Umsatz auf dem gleichen Niveau wie im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Während im Januar 2018 das Ergebnis noch um 3% über dem Ergebnis von Januar 2017 lag, zeigt das Ergebnis im ersten Monat dieses Jahres keinerlei Veränderung zum Vorjahresmonat. Ein schlechteres Ergebnis als im letzten Jahr verzeichnet der Einzelhandel im Winterschlussverkauf: Bei den ersten Rebajas in diesem Jahr sind die Umsätze im Vergleich zum letzten Jahr um 10% eingebrochen.

Der Nationalpark auf Lanzarote wird in Zukunft mit Strom versorgt. Außerdem werden eine Wasserzuleitung und eine Abwasserleitung gebaut. Die Stromversorgung im Tourismuszentrum Timanfaya durch Dieselgeneratoren soll der Vergangenheit angehören. Finanziert werden sollen die Investitionskosten von 1,67 Millionen Euro durch die Centros de Arte, Cultura y Tourismo. Die Kanalisation wird, 10,3 Kilometer lang, von der Windmühle in Uga beginnend, bis nach Islote Hilario führen. Bisher wird das Tourismuszentrum im Lavagebiet mit Strom aus Dieselgeneratoren versorgt, die sanitären Anlagen, die von Millionen Touristen jedes Jahr benutzt werden verfügen über keinerlei Kanalisation – Abwässer werden in die Erde des Nationalparks geleitet.

Der britische Flugdiscounter wird seine bisher 18 Flugverbindungen wöchentlich von Groß Britannien nach Fuerteventura in diesem Jahr auf 22 erhöhen – ein starkes Signal in Zeiten der Ungewissheit wegen des bevorstehenden Brexits. Diesen Vorstoß haben Vertreter von Jet2.com zusammen mit Vertretern des Tourismussektors von Fuerteventura auf der ITB in Berlin beschlossen. Damit wandelt sich Jet2.com für Fuerteventura zur wichtigsten Fluggesellschaft für Touristen aus Groß Britannien, keine andere Fluggesellschaft bietet pro Woche so viele Flugverbindungen von England nach Fuerteventura an.

Die Gruppe der „Ninis – Ni estudian, ni trabajan“ wächst auf den Kanarischen Inseln weiter an. 19,1% der Jugendlichen auf den Kanarischen Inseln zwischen 15 und 29 Jahren haben nicht studiert, keine Ausbildung und keinen Arbeitsplatz. Ein Ergebnis dessen Ursache in der Wirtschaftskrise in Spanien liegt die 2007 begonnen hat. Auch in anderen spanischen Autonomien liegt dieses Ergebnis besorgniserregend hoch. Obwohl Spanien längst die Talsohle der Rezension verlassen hat, die Wirtschaft wächst und auf dem Arbeitsmarkt längst Belebung eingesetzt hat, scheinen Jugendliche weiterhin keine beruflichen Perspektiven zu haben: Einer Statistik des Bildungsministeriums zu Folge hatten im letzten Jahr auf dem Archipel knapp ein Drittel der Einwohner zwischen 15 und 29 Jahren keinen weiterführenden Bildungsabschluss, sieben Prozent mehr als 2017.

11. März 2019

Unter den weltbesten Pizzabäckern findet sich seit heute auch ein Canario wieder. Der 45 Jahre alte  José Francisco Ojeda Ramos aus Telde auf Gran Canaria lebt in Estland, sein Name ist seit heute in der Liste der 200 besten Pizzabäcker zu finden. Die Robe hat er gegen eine Küchenschürze getauscht, die Hände kneten Teig, statt die Ellbogen auf den Tisch zu legen – José hat den Beruf des Anwalts an den Nagel gehängt und sich der Pizza gewidmet. Mit Erfolg – in seiner Wohnung in Estland steht ein professioneller Pizzaofen, die Bestellungen gibt es nur als Take Away. Bei der Talentshow „Pizza in the World“ hat José es unter 800.000 Pizzabäckern in die Gruppe der besten 200 geschafft.

Den Archipel erwartet ab heute wieder der Einfluss des Wetterphänomens Calima. Wenig Wolken, viel Sonnen und Tageshöchstwerte bis 27 Grad. Dazu ist die Sicht durch viel Staub in der Luft zum Teil leicht, zum Teil aber auch stark eingeschränkt. Besonders intensiv wirkt sich das Wetterphänomen auf Gran Canaria aus. Im Süden der Insel werden Temperaturen tagsüber von bis zu 28 Grad erwartet. Bisher hat der spanische Wetterdienst AEMET keine Wetterwarnstufe ausgegeben. Der Einfluss von Calima soll bis mindestens Mittwoch anhalten.

Die Volcan de Tamasite hat gestern vollbeladen den Anleger im Hafen La Luz in Las Palmas auf Gran Canaria gerammt. Presseberichten zufolge ist bei dem Unfall niemand verletzt worden, der Sachschaden ist gering. Ursache für den Vorfall waren starke Sturmböen, die ein punktgenaues manövrieren der 143 Meter langen Fähre unmöglich gemacht haben. Vom gleichen Schiff gibt es immer noch diverse Videos in den sozialen Netzwerken, auf denen der Unfall aus 2017 zu sehen ist. Im April vor zwei Jahren, rammt die Volcan de Tamasite wegen eines technischen Defekts mit voller Fahrt die Mole La Esfinge in Las Palmas.

Der Meeresboden nördlich von La Palma hat gestern Vormittag gebebt. Das Seebeben hatte eine Stärke von 2,5. Informationen des geografischen Instituts zufolge lag das Epizentrum in einer Tiefe von 25 Kilometern nordöstlich der Inselhauptstadt Santa Cruz. Bemerkt worden sind die Bewegungen am Meeresgrund von den Bewohnern der Insel nicht. Auch dieses Beben stellt keinerlei Gefahr dar und gehört laut den Experten des kanarischen Instituts für Vulkanologie zur Normalität auf einem Archipel vulkanischen Ursprungs. 

08. März 2019

Trockener und warmer Februar – Seit 2012 gab es auf dem Archipel keinen Faschingsmonat, der so warm war wie dieser. Das ist das Gesamtergebnis einer Studie des spanischen Wetterdienstes AEMET. Vergleicht man das Ergebnis einzelner Gemeinden zeigt sich noch deutlicher, wie warm der Februar tatsächlich war. In Pajara auf Fuerteventura war es der wärmste Februar seit 1994, in Alajeró auf La Gomera war es seit 17 Jahren nicht mehr so warm im Februar, in La Aldea de San Nicolas oder in San Bartolome de Tirajana seit 10 Jahren nicht mehr. Bei der Messung spielen Temperaturen von bis zu 30 Grad eine Rolle, die auf das Wetterphänomen Calima zurückzuführen sind. Obwohl es im Februar immer wieder Niederschlag gegeben hat, war der letzte Monat der Trockenste seit 2012. Im Schnitt hat es im Februar auf dem Archipel 25mm bis 30mm Niederschlag pro m² gegeben.

Streik am Weltfrauentag – Auf den Kanarischen Inseln rufen Gewerkschaften und Linksparteien heute, am internationalen Tag der Frau, zu Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen gegen die Ungleichheit der Geschlechter auf. Dabei geht es nicht nur um Chancengleichheit im Job und gleiche Löhne – demonstriert wird auch gegen Gewalt, sexuelle Übergriffe, Aggressionen – auch in Spanien klafft in vielen Bereichen eine große Lücke, voll mit Klischees und Vorurteilen zwischen den Geschlechtern. In Deutschland feiert heute das Bundesland Berlin als erstes in der Bundesrepublik den Weltfrauentag als Feiertag. In vielen anderen Ländern ist der 8. März bereits seit Jahren gesetzlicher Feiertag. Auf Gran Canaria finden heute in Las Palmas verschiedene Demonstrationen zum Weltfrauentag statt, auf Fuerteventura beginnt die Demonstration auf dem Kirchplatz in Puerto del Rosario. Auf Lanzarote treffen sich die Teilnehmer ab 18.30 Uhr auf der Plazuela de Arrecife.

Roque Nublo als Protagonist – Für Urlauber ist es eines der wichtigsten Ausflugsziele auf Gran Canaria, für die Produktion zur Netflix Serie „The Witcher“ in dieser Woche der zentrale Drehort. Seit gestern Vormittag belagert das Drehteam den beliebten Ausflugsort in den Vulkanbergen Gran Canarias. Vom Hauptdarsteller Henry Cavill, er spielt in dem Mehrteiler den Monsterjäger Geralt of Rivia, gibt es bereits diverse Instagram Videos. Der auf Jersey geborene britische Schauspieler zeigt sich begeistert von der zerklüfteten Vulkanstruktur der Insel. Weitere Drehorte sind La Palma und La Gomera. Im September soll die Serie auf Netflix starten, vorerst in Englisch.

Enteignungen auf Gran Canaria – Wegen dem geplanten Wasserkraftwerk Chira-Soria soll es in drei Gemeinden auf der Insel zu 458 Enteignungen kommen. Das geht heute aus einem Bericht der Tageszeitung Canaria7 hervor. In San Bartolome de Tirajana, Mogán und Tejeda sollen für das Projekt 214.000 m² von der Inselregierung zurückgekauft werden. Notwendig werden die Enteignungen wegen der unterirdisch verlaufenden Stromanbindung vom Wasserkraftwerk zur Zentral Santa Águeda. Detaillierte Informationen zu den betroffenen Fincas und Parzellen können in den Rathäusern der drei Gemeinden eingeholt werden.

Deutscher Kletterer abgestürzt – In der Gemeinde Mogán auf Gran Canaria ist ein 25 Jahre alter Deutscher ums Leben gekommen. Der Unfall hat sich an der Kletterwand Cascada de Soria ereignet. Verschiedenen Presseberichten zufolge ist der Mann aus einer Höhe von 40 Metern abgestürzt. Die per Hubschrauber eingeflogenen Sanitäter haben den Deutschen an der Unfallstelle schwerverletzt aber lebend vorgefunden und versorgt. Der 25-jährige erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

07. März 2019

Vier Italiener ausgeliefert – Die vier zwischen 45 und 78 Jahre alten Männer haben seit Jahren auf Teneriffa gelebt. Für sie gibt es italienische und europäische Haftbefehle wegen Drogen- und Menschenhandel. Sie sind 2016 in Abwesenheit in Italien verurteilt worden, gefahndet wird nach ihnen bereits seit 1999. In Zusammenarbeit mit der spanischen Nationalpolizei sind die italienischen Beamten auf Teneriffa fündig geworden. Festgenommen worden sind die vier Italiener im Süden Teneriffas in ihren Wohnungen.

Wasserkraftwerk wird doppelt so teuer – Das Projekt heißt Chira-Soria und soll ähnlich wie auf der Insel EL Hierro realisiert, nachts mit Hilfe von Windkraft Wasser in höhere Lagen pumpen, tagsüber soll dieses Wasser Turbinen antreiben. Seit 2011 arbeitet die Inselregierung von Gran Canaria zusammen mit AIN Active, SLU und Amberg Engineering an der Realisierung. Seit gestern ist klar: die ursprünglich veranschlagten 200 Millionen Euro für das Wasserkraftwerk sind auf 391 Millionen Euro angestiegen. Notwendig ist die Investition weiterhin – ähnlich wie auf El Hierro soll überschüssige Energie durch Windkraftwerke eingesetzt werden um die Stauseen Chira und Soria mit Wasser zu füllen, in windarmen Stunden soll mit dem Wasser Turbinen angetrieben werden, die ebenfalls Strom erzeugen.

Ein Drittel mit Migrationshintergrund – Auf Lanzarote sind aktuell 149.000 Einwohner gemeldet. Knapp ein Drittel von ihnen ist nicht in Spanien geboren. Das zeigt eine aktuelle Statistik des kanarischen Statistikamtes. 18.000 Einwohner Lanzarotes kommen aus der Europäischen Union, angeführt von Groß Britannien, Italien und Deutschland. In Südamerika geboren sind 7.100 Residenten, knapp die Hälfte kommt aus Kolumbien. Auf dem afrikanischen Kontinent geboren sind 5.000 Residenten, drei Viertel hat einen Marokkanischen Pass. In Asien geboren sind knapp 3.000 Residenten auf Lanzarote, mehr als die Hälfte hat eine chinesische Staatsbürgerschaft. Die meisten Einwohner mit Migrationshintergrund leben in Arrecife, Tías und Yaiza.

Am 28. April sind Neuwahlen – 1.7 Millionen Canarios sind aufgerufen zusammen mit allen anderen spanischen Autonomien eine neue Regierung zu wählen. Knapp zwei Jahre nach den letzten Neuwahlen. Die Frist, sich ins Wahlregister einzutragen, endet am 18. März. Wahlberechtigt sind alle Bürger mit spanischer Staatsbürgerschaft. Europäische Residenten können an den Neuwahlen nicht teilnehmen. Noch bis zum 18. April kann zum ersten Mal die Stimmabgabe per Email beantragt werden. Die Spanier werden am 28. April innerhalb der letzten vier Jahre zum dritten Mal an die Urnen treten: 2015 war Ministerpräsident Rajoy ein Jahr nur geschäftsführend im Amt, weil er mit dem Wahlergebnis keine Koalition bilden konnte. 2016 gab es ein ähnliches Ergebnis, dieses Mal war es die sozialistische PSOE, die wegen drohender dritter Neuwahlen eine Koalition mit der PP eingegangen ist. Pedro Sanchez hat Rajoy 2018 abgelöst, nachdem dieser wegen einer Korruptionsaffäre das Vertrauen im Parlament verloren hat. Pedro Sanchez ist acht Monate nach seinem Amtsantritt am Haushaltsentwurf für Spanien gescheitert und hat Neuwahlen ausgerufen.

Hoffnungen auf der ITB Berlin – Noch bis Sonntag liegt der Fokus im Tourismus der Kanarischen Inseln auf dem Messezentrum in Berlin. Der Sektor ist mit dem größten Stand seit Jahren dort vertreten, sein Design so spektakulär, dass es bereits auf der Fitur in Madrid und auf der WorldTravelMarket in London ausgezeichnet worden ist. Auf 750m² wird in dieser Woche gegen den aktuellen Trend gekämpft, der deutsche Urlauber immer stärker in andere Urlaubsregionen wie Tunesien, Ägypten oder Türkei zieht. Der kanarische Tourismussektor sieht das Traditionsziel der Deutschen in Gefahr – 40% der Bundesbürger waren bereits mindestens einmal auf den Kanarischen Inseln im Urlaub. Zwei Faktoren machen deutsche Urlauber im Vergleich zu anderen europäischen Märkten besonders attraktiv: sie geben im Schnitt pro Person 1.279 Euro im Urlaub aus und mit 11,3 Tagen machen sie auch mehr Urlaub in anderen Ländern als Urlauber anderer Nationalitäten. Neben Verhandlungen mit Reiseveranstaltern stehen auch Gespräche mit Fluggesellschaften an. Die Lücke die AirBerlin und Germania bei den Flugrouten hinterlassen haben, ist immer noch nicht gänzlich geschlossen.

06. März 2019

AirBnb feiert – Nach dem Urteil des obersten kanarischen Gerichtshofes steht alles wieder auf null. Die Richter haben das Verbot zur Ferienvermietung annulliert. In der Urteilsbegründung heißt es, dass kein Grund bestehe Wohnungen und Häuser in touristischen Zonen nicht für die Vermietung anzubieten. Weiter heißt es, der einzige Grund ein Verbot für private Mietangebote auszusprechen, wäre die traditionellen Angebote zu bevorteilen und das verstößt gegen freie Marktwirtschaft. Mit dem Urteil ist die Unsicherheit abgewendet, mit der sich tausende Privatanbieter in den letzten Monaten konfrontiert sahen.

Spanische Gorch Fock vor La Graciosa – Die Juan Sebastián de Elcano wird am 7. November vor der achten Kanarischen Insel Ankern. Das Segelschulschiff der spanischen Marine soll mit dem Anlegen vor Caleta de Sebo den neuen Inselstatus von La Graciosa unterstreichen. Seit Jahresbeginn gilt die bisher zum Municipio Teguise auf Lanzarote gehörende Gemeinde als eigene und somit als achte Kanarische Insel. Vom 8. bis 13. November wird der Viermaster dann in Las Palmas auf Gran Canaria erwartet. Die Juan Sebastián de Elcano ist 113 Meter lang und verfügt mit 20 Segeln über mehr als 3.000 m² Segelfläche. Anlegen kann das spanische Segelschulschiff im kleinen Hafen von Caleta de Sebo nicht, das Boot hat einen Tiefgang von mehr als sieben Metern. 

Wine Run Lanzarote – Am 16. Juni startet im Weinanbaugebiet La Geria der Lauf in drei Kategorien. Auf der Webseite http://www.lanzarotewinerun.com/es/ gibt es drei Möglichkeiten an dem Event teilzunehmen. Zwischen 25€ und 39,40 Euro kostet die Teilnahme inklusive einer Unfallversicherung und Eintrittskarte für das am Abend des 16. Juni stattfindenden Festivals. Mehr Infos dazu, auch auf Englisch, im Internet.

90 statt 100 km/h – Spanien hat auf vielen größeren Landstraßen eine Senkung des Tempolimits von 100 auf 90 km/h eingeführt. Landesweit sind deswegen auf rund 7.000 Straßenkilometern mehr als 2.700 Verkehrsschilder ausgetauscht. Die Maßnahme soll dazu beitragen, die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle zu verringern. 80 Prozent der Unfälle mit tödlichem Ausgang sind in den vergangenen fünf Jahren in Spanien auf Landstraßen registriert worden. Die Zahl der jährlichen Verkehrstoten pro eine Million Einwohner liegt landesweit bei 39. Diese Quote will Spanien senken. Vorbild in der EU ist Schweden mit 25 Verkehrstoten auf eine Million Einwohner. In dem skandinavischen Land gilt Tempo 70 auf Landstraßen.

Pflegefamilien gesucht – Die Inselregierung von Lanzarote bittet Familien auf den Kanarischen Inseln um Unterstützung beim Projekt „Acojida Familiar“. 1115 Kinder sind auf dem Archipel in Kinderheimen untergebracht, darunter unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder Minderjährige deren Eltern das Sorgerecht entzogen worden ist. Mit einer 13-minütigen Reportage sollen Pflegeeltern gefunden werden, die den betroffenen Kindern ein zu Hause bieten. www.youtube.com/comunicacioncabildo – Dabei geht es nicht um Adoption, vielmehr werden für zeitlich begrenzte Zeiträume Familien gesucht, die mit der Aufnahme und Versorgung von Kindern die überfüllten Kinderheime auf Lanzarote entlasten. Mehr Informationen zu dem Aufruf gibt es auf der Internetseite des Cabildos oder unter der Telefonnummer 012.