Mix Radio Gran Canaria

23.Mai 2019

Stadtautobahn unterirdisch – Die Stadtautobahn entlang der Avenida Maritima in Las Palmas auf Gran Canaria soll eine Etage tiefer gelegt werden. Ein entsprechendes Projekt ist jetzt vom Cabildo der Insel veröffentlicht worden. Damit soll der bestehende Verkehrskollaps zu Stoßzeiten in Las Palmas entzerrt werden. Für die Anwohner bietet sich nach Fertigstellung ein völlig neues Stadtbild. Um an den Küstenstreifen zu kommen, müssen Fußgänger und Fahrradfahrer bisher mehrere hundert Meter zurücklegen um an eine Unterführung zu gelangen. In Zukunft sind es tausende von Quadratmetern zwischen der Küste und den ersten Gebäuden, die mit Parkanlagen, Fahrradwegen und Grünstreifen zum verweilen einladen. Insgesamt sechs Fahrspuren und Abfahrtsspuren werden unter die Erde verlegt, die Hauptverkehrsader wird auf einer Länge von mehreren Kilometern aus dem Stadtbild verschwinden.

Erneutes Erdbeben – Zwischen Teneriffa und Gran Canaria hat der Meeresgrund wieder gebebt. Dieses Mal hatte das Meeresbeben eine Stärke von 3.1 auf der Richterskala, das Epizentrum lag in 24 Kilometern Tiefe. Gegen 7:45 Uhr gestern haben die Sensoren Alarm geschlagen, bemerkt worden sind die Erdbewegungen von der Bevölkerung nicht. Weder auf Teneriffa noch auf Gran Canaria. Auch dieses Beben stellt keinerlei Gefahr für die Bevölkerung dar und gehört auf einem Archipel vulkanischen Ursprungs zu Normalität.

Buddhistisches Kloster auf Lanzarote – Fünf buddhistische Mönche aus Tibet sind seit 16. Mai auf Lanzarote. Eingeladen vom Zentrum für Buddhismus Tara Verde in Güime. Unterstützt druch die Inselregierung und die Gemeinden San Bartolome, Haría, Teguise und Arrecife. Hunderte Buddhisten und Interessierte haben im Haus der Jugend in Güime an einer Benefiz-Veranstaltung teilgenommen. Geplant ist ein eigenes buddhistisches Kloster auf Lanzarote zu errichten. Konkrete Pläne dafür gibt es aber noch nicht. Die Spendengelder der Benefizveranstaltung sind dafür auch nicht eingesammelt worden – sie sollen helfen die Klöster in Tibet zu erhalten und den Kindern in den Klöstern dort zu Gute kommen.

Immer mehr Italiener – Die Zahl der ausländischen Residenten auf den Kanarischen Inseln steigt, die Zahl der italienischen Residenten hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Das zeigen die aktuellen Zahlen des nationalen Statistikamtes. 2004 waren 12.000 italienische Residenten gemeldet, heute sind es 41.000 Italiener die ihren Lebensmittelpunkt auf den Archipel verlegt haben. Es sind vor allem junge Menschen unter 35 Jahren, die Italien verlassen haben und auf dem Archipel im Tourismussektor oder in der Gastronomie tätig sind.

Wenig Sparguthaben – 500.000 Canarios kommen ohne Einnahmen nur 30 Tage über die Runden. Das ist heute einem aktuellen Bericht der Banca Espana zu entnehmen. Jeder Dritte Einwohner der kanarischen Autonomie, lebt in Haushalten, in denen die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Außerdem liegt der Archipel in Sachen Sparguthaben an letzter Stelle im Spanienweiten Vergleich. Laut dem Bericht ist die private finanzielle Lage auf den Kanarischen Inseln der Hauptgrund für abgelehnte Kreditanträge.

22.Mai 2019

Gegen Fahrradwege – Rund 50 Taxifahrer haben mit ihren Fahrzeugen in Las Palmas auf Gran Canaria eine hupende Karawane gebildet, um ihren Unmut zu den neu geplanten Fahrradwegen in der Inselhauptstadt zu äußern. Sie bevorzugen statt ausgebauten Fahrradwegen einen zusätzlichen Busstreifen für den überlangen Metroguagua, den neuen Bus, der in Zukunft in Las Palmas eingesetzt werden soll. Die Proteste sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Die Taxifahrer befürchten mit einem breiten exklusiven Fahrstreifen für Fahrräder noch mehr Verkehrskollaps in Las Palmas.

Ab Freitag wieder zu Hause – Die Anwohner des Paseo de Chil in Las Palmas auf Gran Canaria dürfen ab Freitag wieder zurück in Häuser. Allerdings nur um Wertsachen sicherzustellen. Letzte Woche ist in eines der evakuierten Häuser eingebrochen worden. Die Arbeiten an dem abgerutschten Hangstück sind noch nicht abgeschlossen und werden mindestens noch vier Wochen andauern. Am 11. April war auf der von Süden nach Norden verlaufenden Straße eine vier Meter hohe Zementmauer auf einer Länge von rund 200 Metern eingestürzt. Die darüber liegenden Häuser sind wegen Einsturzgefahr evakuiert worden.

Italiener auf dem Vormarsch – Zwei von 10 Immobilienkäufern sind auf dem Archipel aktuell Italiener. Aus keinem anderen europäischen Land kommen seit Jahresbeginn mehr Interessenten für Appartements und Häuser. 2018% waren unter den Immobilienkäufern auf den Kanarischen Inseln 22% Italiener. Deutsche und Engländer lagen im letzten Jahr nur im einstelligen Bereich in Sachen Hauskauf. Laut einem Bericht der Bank BBVA ist der Immobiliensektor auf den Kanaren stark im Wachstum. In den ersten zwei Monaten dieses Jahres sind 50% mehr Immobilien veräußert worden als im gleichen Zeitraum 2018.

Wasserleitung Haria und Solarkraftwerk bei Maneje – 14 Millionen Euro investiert die Inselregierung von Lanzarote in eine neue Wasserleitung bis nach Haria und in ein Solarkraftwerk bei Maneje in Arrecife. Die neue Wasserleitung wird in erster Linie für die Landwirtschaft rund um Haria eine Erleichterung sein und Kosten sparen. Bisher müssen die Bauern für die Bewässerung ihrer Felder LKWs vom Wassererzeuger in Arrecife bestellen. Die neue Leitung verläuft von Zonzamas in Arrecife entlang der Straße bis nach Arrieta und von dort on die Gemeinde Haria. Das neue Photovoltaikkraftwerk bei Maneje, besser bekannt unter dem Namen Balsa de Maneje, wird 8,5 Millionen Euro teuer. Auf einer Fläche von 20.000 m² sollen 7.000 Photovoltaikpanels 1,9 Megawatt Strom erzeugen. Die Anlage wird mehrere Meter erhöht errichtet – unterhalb der Anlage sollen Parkanlagen, Sportplätze und Kinderspielbereiche angelegt werden. Beide Projekte sind ausgeschrieben und sollen 2021 fertiggestellt sein.

1,6 Tonnen Kokain und sieben Festnahmen – Rund 60 Seemeilen vor den Kanarischen Inseln hat die Küstenwache einen aus Brasilien stammenden Fischkutter aufgebracht. An Bord fanden die Zollfahnder 1,6 Tonnen Kokain verteilt auf 50 Ballen á 30 Kilogramm. Sieben Besatzungsmitglieder sind festgenommen worden. Welchen Hafen die Crew auf den Kanarischen Inseln ansteuern wollte ist noch nicht bekannt. Der Fischkutter ist in den Marinehafen in Las Palmas geschleppt worden. Die Fracht ist wird dort vernichtet.

21.Mai 2019

Condor Maschine mit Druckproblemen – Eine Maschine der Fluggesellschaft Condor ist gestern nach ihrem Start mit auf Teneriffa mit Ziel Stuttgart nach 30 Minuten umgekehrt. Die Pilotencrew an Bord des Flugs DE 1459 meldete Druckprobleme in der Kabine und hat daraufhin Kerosin abgestoßen um auf Teneriffa wieder landen zu können. Bei dem Vorfall handelt es sich laut Fluggesellschaft um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Unklar ist bisher ob der Flug von Condor selbst durchgeführt worden ist oder von der immer häufiger eingesetzten Chartergesellschaft Avion Express aus Litauen.

Mehr Arbeitsverträge – Es wird in diesen Sommermonaten mehr zeitlich begrenzte Arbeitsverträge geben als im letzten Jahr. Das Zeitarbeitsunternehmen Randstad rechnet mit rund 30.000 befristeten Arbeitsverhältnissen auf dem Archipel während der Sommermonate. Vor allem im Dienstleistungssektor, im Einzelhandel, im Transport und im Hotel und Gastronomiebereich wird Personal in den Monaten Juni, Juli, August und September aufgestockt. Auch die großen Supermarktketten haben Ausschreibungen veröffentlich. Alleine Mercadona sucht für die Sommermonate 4.000 zusätzlich Mitarbeiter.

Immer weniger Ärzte – Die Hälfte der Medizinstudenten auf den Kanarischen Inseln sucht sich nach ihrem Abschluss eine Tätigkeit außerhalb der kanarischen Autonomie. Jetzt reagiert das Gesundheitsministerium und bietet angehenden Ärzten immerhin zwei Jahresverträge an. Bisher lag das Angebot für den Nachwuchs im medizinischen Bereich bei sechs Monaten. Wenig attraktiv im Vergleich zu anderen spanischen Autonomien. Zudem unterscheidet sich das Anforderungsprofil in den jeweiligen Krankenhäusern sehr voneinander. Ebenfalls ein Zustand den das Gesundheitsministerium jetzt einheitlich gestalten will. Die Zahlen sprechen eine eigene Sprache: von 2015 bis 2018 haben 575 Spezialisten die Kanarischen Inseln verlassen. In Spanien haben im letzten Jahr 3.500 Mediziner ihren Universitätstitel für einen Einsatz im Ausland anerkennen lassen. Die meisten haben Spanien in Richtung Frankreich, Groß Britannien, Irland oder in die Arabischen Emirate verlassen.

Delfine vergeben Namen für Freunde – Die Studie ist in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht worden. An ihr haben auch kanarische Forscher der Fakultät für Meeresbiologie mitgearbeitet. Untersucht worden ist über einen Zeitraum von drei Jahren das Sozialverhalten von Delfinen. Männliche Exemplare vergeben für ihre langjährigen Gefährten Namen um sie von möglichen Gegenspielern zu unterscheiden.  Durch die Namensunterscheidung sind Delfingruppen in der Lage zum Beispiel gemeinsam zu Jagen. Während der Studie sind mehrere dutzend Delfine einer Delfinschule mit Mikrofonen ausgestattet worden.

Schildlausproduktion wird subventioniert – Der Farbstoff Karmin wurde über mehr als hundert Jahre auf den Kanarischen Inseln produziert. Dafür ist seit Anfang des 19. Jahrhunderts die Cochenille Schildlaus kultiviert worden. Riesige Opuntien Felder zeugen in vielen Teilen der Kanarischen Inseln noch von der heute nicht mehr existenten Produktion. Auf Lanzarote ist der Kaktusgarten diesem Teil der Geschichte der Kanarischen Inseln gewidmet. Für ein Kilogramm Karmin Farbstoff werden 100.000 weibliche Schildläuse getrocknet und unter Zusatz von Schwefelsäure verkocht. Dieser Sektor soll jetzt mit Hilfe von Subventionen aus der EU wiederbelebt werden. Mit Unterstützung der Regionalregierung, die dafür der Karminproduktion das Siegel des geschützten Kulturgutes der Kanaren verliehen hat. Bis in die 60er Jahre sind mit dem Farbstoff Kleidung, Lippenstifte und Nationalflaggen eingefärbt worden.

20.Mai 2019

Flammen auf La Gomera – In Valle Gran Rey auf La Gomera hat die Feuerwehr drei Appartementgebäude evakuiert. Meterhohe Flammen haben bereits auf verschiedene Gebäude übergegriffen. Die Feuerwehr ist zur Stunde mit den Löscharbeiten beschäftigt. Zur Brandursache gibt es noch keine Aussage. Das Feuer ist gestern Abend gegen 23.00 Uhr gemeldet worden.

Leiche im Meer – Bei Morro Jable auf Fuerteventura ist die Leiche eines Mannes aus dem Atlantik geborgen worden. Der Tote weißt eine schwere Verletzung am Kopf auf. Keine der Vermisstenanzeigen passt zur Identität der Leiche. Der Tote ist gestern gegen 10.40 Uhr nur mit einer Badehose bekleidet von Spaziergängern entdeckt worden. Der Tote wird forensisch Untersucht, die Polizei geht von einem Unfall aus und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung um die Identität des Toten festzustellen.

11 Jahre Knast für Patera Kapitän – Der Mann, der am 17. Januar letztes Jahr für den Tod von sieben Flüchtlingen an der Küste von Costa Teguise verantwortlich war, soll 11 Jahre ins Gefängnis. Das fordert die Staatsanwaltschaft. Der Prozess zu dem Fall vor 16. Monaten hat in Arrecife auf Lanzarote begonnen. Im Januar 2018 sind 27 Flüchtlinge an der afrikanischen Küste in eine kleine Patera gestiegen, auf Lanzarote angekommen sind 20 von ihnen, sieben sind wenige Meter von der Küste Lanzarotes entfernt ertrunken. An Bord des kleinen Bootes befanden sich keinerlei Sicherheitssysteme oder Schwimmwesten. Der Kapitän des Flüchtlingsschiffes steht vor Gericht – für ihn fordert die Staatsanwaltschaft 11 Jahre Gefängnis und 420.000 Euro Strafe.

El Silbo erobert Filmfestspiele in Cannes – Die Pfeifsprache „El Silbo“ wird bei den Filmfestspielen in Cannes gefeiert. Bei der Präsentation des Films „The Wistlers“ erntete der Streifen von Corneliu Porumboiu stehenden Applaus von den Zuschauern. Zwei Wochen lang hat Kiko Correa, El Silbo Lehrer auf La Gomera, mit den Schauspielern vor den Dreharbeiten gearbeitet um ihnen die Pfeifsprache zu vermitteln. Die Idee für den Film kam dem Regisseur, als er selbst auf La Gomera Urlaub gemacht hat. Die Pfeifsprache El Silbo gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Welche Bewertung der Film von der Jury in Cannes erhält ist noch nicht bekannt. Geht es nach dem Applaus des Publikums, gehört der Streifen jetzt schon zu den Gewinnern.

Ladestationen für E-Autos – Auf Gran Canaria gibt es bald keine Ausreden mehr, kein E-Auto zu fahren. Die Inselregierung hat damit begonnen in 17 Gemeinden 34 Tankstellen für E-Autos zu bauen – alle sollen über eine sogenannte Turbo-Lademöglichkeit verfügen. Mit dieser Funktion lässt sich ein Teil des Akkus der Fahrzeuge schnell aufladen. Rund 500.000 Euro Budget stellt das Cabildo für das Projekt zur Verfügung. Innerhalb von 15 Minuten sollen an den Stationen ein Viertel der Batterie geladen werden können. Zwischen den geplanten Ladepunkten liegen laut dem Projekt maximal 41 Kilometer, zwischen den meisten deutlich weniger.

17.Mai 2019

Tragödie vor Arguineguin – Zwei Frauen und ein Kind sind gestern ertrunken, als sie ein Flüchtlingsboot vor Arguineguin auf Gran Canaria verlassen haben. Insgesamt sind in der Nacht zum Donnerstag 21 Flüchtlinge lebend auf Gran Canaria angekommen – 11 Frauen und sieben Männer. Der Kapitän der Patera soll wenige hundert Meter von der Küste entfernt die Insassen aufgefordert haben das Boot zu verlassen um schwimmend die Küste von Gran Canaria zu erreichen. Bei dem darauffolgenden Tumult auf dem überfüllten Boot, sind zwei Frauen und ein eineinhalb Jahres altes Baby ins Wasser gefallen. Von 2.00 Uhr morgens bis gestern Abend war die Küstenwache mit Hubschraubern und Schiffen im Einsatz um die drei Vermissten zu finden. Gegen 16 Uhr konnte eine Frau tot aus dem Wasser geborgen werden, von den anderen zwei Vermissten fehlt bisher jede Spur. Die 21 Flüchtlinge, die die Überfahrt überlebt haben, stammen aus Marokko und sind in Unterkünfte gebracht worden.

PSOE gewinnt Europawahl – Die Prognosen zur Europawahl am 26. Mai sehen für die PSOE 30,8% der Wählerstimmen vor und 18 Vertreter im europäischen Parlament. Für die Partido Popular prognostiziert die Hochrechnung eine weitere Niederlage: 19,6% der Stimmen und 11 Vertreter im europäischen Parlament, fünf weniger als bisher. Die Partei Ciudadanos erhält der Umfrage zufolge bei den anstehenden Europawahlen neun Sitze im Europaparlament und 15,6% der Stimmen. Ein deutlich besseres Ergebnis als 2014. Die Wahlbeteiligung soll am 26. Mai bei 66% liegen, auch das wäre ein deutlich besseres Ergebnis als noch vor fünf Jahren – 2014 haben nur 45,8% der Spanier bei der Europawahl abgestimmt.

Ab morgen kostenlose Medikamente – Rentner und Pensionäre erhalten ab heute Medikamente gratis, sofern ihr jährliches Einkommen unterhalb von 18.000 Euro liegt. Diese Neuregelung betrifft rund 70% dieses Bevölkerungsanteils – 292.000 Menschen auf dem Archipel sind in Rente und liegen unterhalb dieser Einkommensgrenze. Mit in Kraft treten des neuen Gesundheitsgesetztes wird das Bonussystem automatisch im System der Seguridad Social umgesetzt, ohne das betroffene Mitglieder Anträge stellen müssen. Bei Vorlage von Versicherten Karte und Rezept wird in den Centros de Salud bzw. im Krankenhaus per Datenabgleich mit der Sozialversicherung überprüft, wieviel zu den Medikamenten dazugezahlt werden muss. Die Gesetzesänderung ist gestern im Boletin Oficial de Canarias veröffentlich worden.

Knapp eine Stunde um zu lästern – Spanier verwenden 52 Minuten pro Tag um über Nachbarn, Freunde und Bekannte zu sprechen. Das zeigt eine aktuelle Studie. Gerüchte und Neuigkeiten im eigenen Viertel oder auf der Arbeit finden vor allem in den Gesprächen zwischen Frauen ihren Platz und in der Regel überwiegen negative Themen deutlich häufiger als positive. Männer lästern in Spanien auch täglich, aber nicht so intensiv und regelmäßig. Der sogenannte Cotillo, wie das Lästern über andere in Spanien heißt, hat laut der Studie ein deutliches Gefälle bei Einkommen und Bildung. Je weniger verdient wird oder je geringer die Bildung ist, desto häufiger wird über andere Menschen geredet. Dieses Phänomen nimmt der Untersuchung zufolge auch mit dem Alter ab.

Mission Bikini steht hoch im Kurs – Dem Versicherungsportal Acierto.com zufolge denken zweite Drittel der Canarios über eine Diät vor den Sommermonaten nach um überflüssige Pfunde zu verlieren. Häufig über Wunderdiät mit den entsprechenden Folgen wie Jojo-Effekt, einseitige Ernährung und negative psychische Auswirkungen. Fünf von zehn Canarios fangen zumindest eine Ernährungsumstellung an um in Badehose oder Bikini eine bessere Figur zu machen. Im Spanienweiten Vergleich sind es aber auch die Canarios bei denen es lediglich bei dem Versuch bleibt Kilos zu verlieren. Das Portal Acierto.com empfiehlt vor Beginn der Diät einen Bluttest und eine einmalige und individuelle professionelle Ernährungsberatung um das Diätziel zu erreichen.

16.Mai 2019

Tourist ertrunken – Bei Jandia auf Fuerteventura waren gestern die Rettungsschwimmer im Einsatz und haben zwei holländische Touristen aus dem Wasser geholt. Für den 80 Jahre alten Mann kam jede Hilfe zu spät, auch Reanimierungsversuche am Strand hatten keinen Erfolg. Seine Frau, die mit ihm Wasser war konnte am Strand wiederbelebt und versorgt werden. Polizeiangaben zufolge waren beide bei Jandia ins Wasser gegangen und konnten wegen der Strömung aus eigener Kraft nicht zum Ufer zurückkehren.

Note Zwei für Krankenhäuser – Unter den Menschen, die im letzten Jahr in einem kanarischen Krankenhaus behandelt worden sind, herrscht einer Umfrage zufolge Zufriedenheit. 8,66 von 10 Punkten haben Patienten für die Versorgung im Krankenhaus vergeben. Ein leicht verbessertes Ergebnis im Vergleich zu den letzten Jahren: 2017 lag der Wert bei 8,64, 2016 bei 8,51. Befragt worden sind 3.573 Patienten kurz vor ihrer Entlassung.

Mercadona kauft bei 125 lokalen Anbietern – Nicht alles kommt bei der Supermarktkette Mercadona aus der Region, der Trend geht in den letzten Jahren aber stark in diese Richtung. 500 Millionen Euro sind im letzten Jahr von Mercadona für Produkte von den Kanarischen Inseln ausgegeben worden. Nachhaltigkeit ist für die Unternehmensleitung ein Begriff, der sowohl bei der Beschaffung von Produkten als auch bei der eigenen Energieversorgung gelten soll. 2017 sind auf Gran Canaria sechs neue Filialen eröffnet worden die zu einem Großteil durch regenerative Energie versorgt werden. Im letzten Jahr ist neben Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa auch auf La Palma eine Supermarktfiliale eröffnet werden.

Feuer unter Kontrolle – Der Brand bei La Fortaleza im Nationalpark auf Teneriffa ist unter Kontrolle. Das hat das Cabildo von Teneriffa beim Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gegeben. Das Feuer ist gestern Nachmittag ausgebrochen und seit heute Morgen gegen 3.00 Uhr unter Kontrolle. Von den Flammen betroffen ist eine Fläche von rund 20 Hektar zwischen Cañada de Los Guancheros und La Fortaleza. Im Einsatz war so ziemlich alles was Teneriffa für den Kampf gegen Waldbrände aufzubieten hat – zu groß ist die Angst und die Erinnerung an vergangene, verheerende Brände. Gestern war es vor allem die Wetterlage mit heißen Temperaturen und starkem Wind die in der Vergangenheit zu Katastrophen geführt hat. Am Brandherd sind zur Stunde weiterhin Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Skatepark Maspalomas – In wenigen Tagen eröffnet im Süden Gran Canarias der größte Skatepark der Insel. Fünf Monate lang hat die Reformierung der Anlage gedauert – geplant unter Mithilfe der beiden Profiskater Benjamín Bermejo Ruiz und Marcos de Vera Pérez. Die Anlage bietet auf einer Fläche von mehr als 5.000 m² Miniramps, Halfpipes, Geländer und eine Pool-Bowl um den Sport zu praktizieren. Es ist die größte Anlage die die Insel zu bieten hat und eine der größten der Kanarischen Inseln. Zugang sollen nicht nur Skateboard Fahrer erhalten – auch für BMX und Scooter ist der Park freigegeben. Die Fördergelder für die Reformierung sind freigegeben worden, nachdem das olympische Komitee bekannt gegeben hatte, Skateboarden ab 2020 zur olympischen Disziplin zu erklären.

15.Mai 2019

Waldbrandsaison – Vom 1. Juli bis 30. November gilt auf den Kanarischen Inseln besondere Vorsicht wegen der Gefahr von Waldbränden. 1.700 Einsatzkräfte stehen auf dem Archipel zur Verfügung. Bedingt durch Topografie und Klima liegt der Fokus auf den Inseln Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro. Auf den beiden Inseln Gran Canaria und Teneriffa sind die Löschhubschrauber stationiert.  Löschflugzeuge, deutlich effektiver für die Brandbekämpfung, müssen vom Festland im Ernstfall geordert werden. Neu ist in diesem Jahr der Einsatz von Forstarbeitern ab dem 27. Mai. Rund einen Monat vor dem Beginn der offiziellen Waldbrandsaison werden sie auf La Palma, El Hierro und La Gomera im Einsatz sein um Brandschneisen vorzubereiten, die ein übergreifen eines möglichen Brandes auf andere Zonen verhindern soll. Dauerhaft stationiert ist ab Ende Juni ein Hubschrauber des Typs Ka-32A1. Der mit Doppelrotoren ausgestattete Helikopter des russischen Herstellers Kamow kann einen sogenannten Bambi-Bucket mitführen, einen Löschwasser-Außenbehälter mit einer Kapazität von 3.000 Litern. Ab dem 1. Juli sind offene Feuer untersagt, die öffentlichen Grillplätze zum Teil geschlossen.

Countdown Ironman – Am 25. Mai findet auf Lanzarote das größte internationale Sportevent der Kanarischen Inseln statt: 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,2 Kilometer laufen – es ist den Aussagen vieler bisheriger Teilnehmer zufolge der schwerste Triathlon nach dem Ironman Hawaii, aber auch die beste Prüfung für Hawaii. Los geht´s, wie in den vergangenen Jahren auch, am 25. Mai um 7.00 Uhr morgens am Strand von Fariones in Puerto del Carmen mit der Schwimmdisziplin, die 180 Kilometer auf dem Fahrrad führen die rund 2.000 Teilnehmer aus 40 Ländern rund um die Insel Lanzarote, der Marathon startet gegen 12.30 Uhr in Puerto del Carmen wo auch wieder der Zieleinlauf für die Sportler sein wird. Der Ironman Lanzarote ist ein Qualify Event für den Ironman Hawaii.

Steigende Benzin und Flugpreise – Der sogenannte BRENT, das Referenzprodukt für den Ölpreis, wird in diesem Jahr um 20% steigen. Das prognostizieren Wirtschaftsexperten aus verschiedenen Ländern. Ursache dafür sind in erster Linie politische Krisen in den Produktionsländern. Für die Kanarischen Inseln bedeutet das neben gestiegenen Benzin- und Dieselpreisen an den Tankstellen vor allem gestiegene Flugpreise – diese wirken sich direkt auf die Entwicklung im Tourismus aus. Fluglinien haben wegen der möglichen Preisentwicklung Versicherungen abgeschlossen um ihren Wirtschaftsbetrieb zu garantieren. Diese Kosten schlagen sich direkt auf die Ticketpreise nieder. Aktuell kosten Reisen zum spanischen Festland und in andere europäische Länder bereits 20% bis 30% mehr als im letzten Jahr zum gleichen Zeitpunkt.

Venus Haar unter den TOP 10 – Im internationalen Institut für Entdeckung neuer Spezies rangiert die Insel El Hierro im Moment unter den Topbegriffen der Forscher. Grund dafür ist der noch aktive Unterwasservulkan Tagoro und die weltweit einzigartige Bakterie die sich im Umkreis von rund 500 Metern um den Vulkan gebildet hat. Das unter dem lateinischem Namen Thiolava veneris, zu Deutsch Venus Haar, bekannte Bakterium zieht sich auf dem Meeresgrund vor La Restinga in meterlangen weißen Fäden über den Vulkan. Das Institut für Entdeckung neuer Lebensformen hat im letzten Jahr 18.000 neue Spezies registriert. Das Venus Haar rangiert unter den Top10 im Ranking.

Kaum Gefahr von Heuschnupfen – Allergiker leben im Spanienweiten Vergleich in der kanarischen Autonomie am besten. Das zeigt eine aktuelle Studie des allergologischen Instituts. Mit 500 Polen pro Kubikmeter Luft haben die Kanarischen Inseln das Beste Ambiente für Pollenallergiker. Zum Vergleich: Aragón, Castilla-La Mancha oder Madrid weißen eine Menge von bis zu 5.000 Polen pro Kubikmeter Luft auf. Auch in Barcelona oder Kantabrien liegt die Menge mit 1.200 bis 2.700 Polen pro Kubikmeter deutlich über den Ergebnissen auf dem Archipel. Die Forscher des allergologischen Instituts sind in ihrer aktuellen Publikation der Überzeugung, dass 2030 ein Viertel der spanischen Bevölkerung an einer Pollenallergie erkrankt sein wird. Von Pollenallergie sind vor allem Kinder und Personen über 50 Jahren betroffen.

14.Mai 2019

Mehr Passagiere – An kanarischen Flughäfen sind im April 3,8 Millionen Passagiere abgefertigt worden, 3,2% mehr als im April 2018. Damit steigt die Zahl der Passagiere seit Jahresbeginn auf 15,4 Millionen. Den meisten Flugverkehr verbuchten dabei die drei Flughäfen Gran Canaria, Tenerife Sur und Lanzarote. Dabei kamen 5,3 Millionen Passagiere aus Spanien und 9,9 Millionen Passagiere aus dem europäischen Ausland.

Erdbeben vor Lanzarote – Heute Nacht um drei Uhr hat der Meeresgrund im Norden Lanzarotes gebebt. Das Beben hatte eine Stärke von 3 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag im Westen auf Höhe der Ortschaft Orzola. Auch dieses Beben stellt laut den Geologen keinerlei Gefahr für die Bevölkerung dar.

Neue Abfahrtszeiten und neue Fähre – Zwischen Huelva und den Kanarischen Inseln verkehrt eine neue Fähre mit neuen Abfahrtszeiten. Dienstags, freitags und sonntags legt die Smart Ship Abel Matutes in Richtung Kanaren ab mit Ziel Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife. Fred Olsen setzt seit November die Martín i Soler ein die ebenfalls dreimal pro Woche die Route fährt. Ein Novum auf der Strecke ist der Flüssiggasantrieb der neuen Abel Matutes der Reederei Baleária. Die Fähre verfügt aktuell über den saubersten Kraftstoffantrieb einer Atlantikfähre.

Freestyle Pro auf Fuerteventura – “The Place to be” ist zwischen dem 26. Juni und dem 29. Juni für Windsurffans Pájara im Süden Fuerteventura. Zur European Freestyle Pro Tour 2019 werden sich die besten Sportler in dieser Wassersportart die Klinke in die Hand geben. Sowieso gilt die Region rund um Pájara als eine der besten in Europa um diesen Sport zu praktizieren. Der Stop der Tour auf Fuerteventura ist einer der Wichtigsten auf der European Freestyle Pro Tour. Steven Van Broechoven und Yentek Caers, Tony Frans de Bonaire oder Mattia Fabrizi aus Italien oder Adam Sims sind nur einige wenige Namen von Pros aus dieser Szene die sich vom 26. Juni bis 29. Juni in Pájara die Klinke in die Hand geben werden. Während für die Profis der Sieg im Mittelpunkt steht, rückt er für die Fans eher in den Hintergrund – Pájara ist an diesen Tagen Tag und Nacht der Partymittelpunkt der Insel, mit Musik, Bars und Stimmung am Strand und vielen Attraktionen für Groß und Klein. Direkt im Anschluss ist der nächste Termin der Windsurfer in Costa Teguise auf Lanzarote vom 3. Juli bis 6. Juli.

Der höchste Punkt der Insel Gran Canarias ist mit 1.956 Metern der Morro de la Agujereada. Damit muss die Inselregierung diverse Informationstafeln austauschen. Der bisherige höchste Punkt der Insel, der Pico de las Nieves, liegt sechs Meter unterhalb des Morro de la Agujereada. Der Fehler ist unter Wanderern mit GPS Ausrüstung bekannt aber selbst Wikipedia hat in seinen Beiträgen den Pico de las Nieves sechs Meter höher gemacht als er eigentlich ist. Der Pico des la Nieves bleibt aber der höchste zu bewandernde Punkt der Insel, auf den Morro de la Agujereada kommt man nur mit Seil und Kletterausrüstung.

13.Mai 2019

Zeiterfassungssysteme obligatorisch – Seit gestern müssen alle Angestellten auf dem Archipel ihre Arbeitszeit mit entsprechenden Zeiterfassungssystemen protokollieren. Ein entsprechendes Gesetz ist am 8. März im Parlament in Madrid durchgewunken worden. Weil es aber immer noch viele technische Unklarheiten gibt, zeigen sich Arbeitgeber auf den Kanarischen Inseln besorgt. Zusätzlich ist nicht klar ob bereits bestehende Systeme wie sie seit Jahren bei Lopesan oder Hiperdino eingesetzt werden von den Inspektoren des Arbeitsministeriums akzeptiert werden. Auch die Situation von Telearbeitsplätzen ist noch nicht gelöst, Mitarbeiter die zum Teil aus ihrem Homeoffice für die Unternehmen tätig sind. Die spanische Regierung hat das Gesetz auf den Weg gebracht um für eine Regulierung der jährlich anfallenden 6,4 Millionen Überstunden zu sorgen, die den Arbeitnehmern nicht bezahlt werden.

Hitzewelle später als erwartet – Erst gestern Mittag war die Hitzewelle auf dem Archipel spürbar. Vorausgesagt hatten die Meteorologen den Temperaturanstieg bereits für Freitag und Samstag. Die 30 Grad Marke erreichte das Wetter aber erst gestern. Der Spitzenwert ist in San Bartolome de Tirajana mit 34 Grad gemessen worden. Auch heute steigen die Werte über die 30 Grad Marke. Es wird empfohlen sportliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Weniger Reusen – Die Zahl der Reusen pro Fischereilizenz soll auf den Kanarischen Inseln mehr als halbiert werden. Diesen Plan verfolgt das Umweltministerium und hat auf Gran Canaria bereits reagiert. Innerhalb der Küstengewässer ist die Zahl bereits auf maximal 60 Reusen pro Fischereilizenz reduziert worden, außerhalb des Küstenstreifens sind nur noch 30 statt wie bisher 75 Reusen erlaubt. Auch die Größe, Länge und Öffnung der Fallen sind vorgeschrieben. Wie wichtig Reusen für die Fischerei auf Gran Canaria sind, zeigt eine andere Zahl: 60 der 200 Fischerboote nutzen ausschließlich Reusen für den Fischfang, weitere 30 als Hauptfangwerkzeug.

Falsche Geldscheine auf Lanzarote – Die Polizei warnt vor gefälschten 20 Euro Scheinen in Arrecife auf Lanzarote. Wer in den Besitz von falschen Geldscheinen gelangt ist, soll diese bei der Polizei oder bei einem Kreditinstitut abgeben. Laut einer Pressemitteilung der Polizei handelt es sich bei den Blüten um keine sonderlich guten Fälschungen – sowohl beim Anfassen fühlt sich das Papier der 20 Euro Noten anderes als echte Geldscheine an, als auch das Wasserzeichen ist nicht existent.

Zwischenfall bei Ryanair – Auf einem Flug von Manchester nach Gran Canaria soll ein Passagier in 10.000 Meter Höhe versucht haben einen Notausgang zu öffnen. Bevor er von zwei anderen Passagieren überwältigt werden konnte, soll er außerdem eine Frau gebissen und eine Stewardess mit einem Feuerlöscher geschlagen haben. Der Mann ist von zwei Passagieren für 45 Minuten bis zur Landung auf Gando festgehalten und der Guardia Civil übergeben worden. Im Internet kursieren verschieden Handyvideos von dem Vorfall.

10.Mai 2019

10 Grad mehr – Auf bis zu 35 Grad steigt das Thermometer am Wochenende auf den Kanarischen Inseln. Besonders betroffen sind Gran Canaria und Teneriffa. Immerhin bis zu 32 Grad erwarten Lanzarote und Fuerteventura. Dazu gibt es das Wetterphänomen „Calima“ mit hohem Staubanteil in der Luft und damit verbunden Sichtweiten von unter 1.00 Metern. Die Hitzewelle war bereits gestern spürbar, bis zum Sonntag erreichen die Temperaturen ihren Höchstwert. Ab Montag entspannt sich die Wetterlage langsam wieder. Es wird empfohlen sportliche Aktivitäten auf die frühen morgen oder späten Abendstunden zu verlegen und die Mittagsstunden in der Sonne wegen dem hohen Ozonwert zu meiden.

3.000 zusätzliche Arbeitsplätze – Regenerative Energiekraftwerke könnten auf den Kanarischen Inseln für zusätzlich 3.000 Arbeitsplätze sorgen. Dieser Meinung ist Rafael Martell, Chef von Aeolican, einem Unternehmen das seit 15 Jahren im Bereich regenerative Energiequellen aktiv ist. Mit Sitz in Las Palmas auf Gran Canaria betreut Aeolican aktuell die Projekte Simulwind, Skillwind, Wisewind und Towerpower. Weitere Projekte sind bereits geplant. Die kanarische Regierung will bis 2025 mindestens 35% des Energiebedarfs des Archipels aus regenerativen Energiequellen gewinnen. Das Wind- und Wasserkraftwerkt Chira Soria im Süden Gran Canarias wird ähnlich wie das bereits bestehende auf El Hierro ein weiterer Schritt in diese Richtung sein.

Wanderer ums Leben gekommen – Der seit Tagen vermisste Wanderer auf La Gomera ist tot. Seine Leiche ist von den Suchmannschaften in Valle Gran Rey gefunden worden. Der Franzose war am Mittwoch zum Wandern aufgebrochen und nicht mehr zurückgekehrt. Bisher ist zu den Umständen die zum Tod des französischen Touristen geführt haben noch nichts bekannt.

Campingplatz Papagayo im Sommer wieder geöffnet – Vom 14. Juni bis 16 September ist der einzige Campingplatz auf Lanzarote geöffnet. Am 11. und 12. Juni ist das Büro im Cabildo in Arrecife geöffnet um die Anmeldungen für einen Platz auf dem Campingplatz entgegen zu nehmen. Wohnwagen kosten in diesem Jahr sechs Euro pro Tag, neun Euro wird für Wohnmobile kassiert. Auf der Webseite www.cabildodelanzarote.com steht das Anmeldeformular als PDF File zur Verfügung. Wie in den vergangenen Jahren auch wird bei mehr Anmeldungen als Plätzen auf dem Campingplatz die Parzellen verlost. In diesem Jahr stehen 284 Plätze für Wohnmobile und Wohnwagen zur Verfügung.

Enorme Unterschiede bei medizinischer Versorgung – 300 Tage warten Canarios auf eine Arthroskopie – die Untersuchung mit einem Endoskop ist die Vorrausetzung für eine Diagnose und die weitere Behandlung. In Madrid liegt die Wartezeit bei 54 Tagen. Das ist nur ein Ergebnis des aktuellen Gesundheitsberichts der Ergebnisse aus allen spanischen Autonomien zusammenfasst. Auf eine Operation warten Canarios bis zu sechs Monate, nachdem Wochen und Monate vergehen um überhaupt eine Diagnose zu erhalten. In Autonomien wie Madrid oder dem Baskenland vergehen dafür keine sechs Wochen. Auf einen Termin bei einem Facharzt warten Patienten auf den Kanarischen Inseln mindestens zwei Monate, während auf dem spanischen Festland keine 14 Tage vergehen. In den Bereichen von Augenärzten und Hautärzten ist der Unterschied zwischen Archipel und Festland besonders signifikant. Auf einen Termin bei einem Dermatologen oder Ophthalmologen warten Patienten auf den Kanarischen Inseln bis zu neun Monate. Der Vergleich in Sachen Gesundheitsversorgung wird jedes Jahr veröffentlicht. Die aktuellen Zahlen stammen aus Dezember 2018.

09.Mai 2019

Harlem Globetrotters in Las Palmas – Die Tour der Harlem Globetrotters startet in diesem Jahr auf Gran Canaria. Morgen Abend um 19:00 Uhr werden die Basketball Akrobaten in der Gran Canaria Arena auftreten. Ob es noch Restkarten an der Abendkasse gibt, ist unwahrscheinlich. Die Veranstaltung ist so gut wie ausverkauft. Ein Meet & Greet mit den Stars ist für einen kleinen Aufpreis ebenfalls möglich, 30 Minuten bevor die große Show beginnt. 50.000 haben im letzten Jahr in Spanien die Auftritte der Basketball Akrobaten gesehen. Die nächsten Shows sind in Spanien in Santander, Burgos, Zaragoza und Madrid.

19 Wilderer vor Gericht – 19 Männern droht auf Lanzarote eine vier bis fünfstellige Geldstrafe wegen Wilderei. Die Gruppe soll auf der Insel Alegranza Sepiasturmtaucher gefangen, zubereitet und verzehrt haben. Die Vogelart steht unter Naturschutz. Der Vorfall hat sich im September 2015 ereignet, jetzt stehen die Angeklagten in Arrecife vor Gericht. Beamte von SEPRONA, die Polizeieinheit für Tier- und Naturschutz, hatte den Strand über Wochen observiert, am 8. September hatte eine Gruppe von 40 Personen eine regelrechte Grillparty am Strand auf Alegranza organisiert. Der Richter urteilte gestern mit den Worten: die Attraktivität der Veranstaltung war das Verbot. Der Gelbschnabelsturmtaucher steht unter Naturschutz, Alegranza gilt als Brutstätte und Rückzugsort für die Zugvögel. Der WWF entsendet in den Sommermonaten zum Schutz der Vögel Volontäre, die im Wochenrhythmus die Brutstätten beobachten.

Flüchtling ertrunken – Ein Flüchtlingsboot hat die Gemeinde Tinajo auf Lanzarote erreicht. An Bord waren mindestens 11 Personen. Einen Mann hat die Küstenwache bereits gestern tot aus dem Wasser geholt, beim Versuch die Küste schwimmend zu erreichen ist er ertrunken. Unsicher sind sich die Beamten weiterhin ob mehr als 12 Personen in dem Flüchtlingsboot waren, die Küste der Gemeinde Tinajo steht weiterhin unter Beobachtung. Vier Flüchtlinge sind wegen ihres gesundheitlichen Zustands ins Krankenhaus nach Arrecife gebracht worden.

Erste Hitzewelle – Den kanarischen Archipel erwartet genauso wie den Süden Spaniens die erste Hitzewelle mit Temperaturen jenseits der 30 Grad Marke. Ab heute steigen die Temperaturen kontinuierlich bis auf 32 Grad am Sonntag. Damit verbunden steigt auch der Staubanteil in der Luft, die Sicht ist auf wenige Kilometer beschränkt, und der UV Index auf einen Wert von 11 an. Eine Wetterwarnstufe gibt es von den Meteorologen des spanischen Wetterdienstes bisher noch nicht. Damit wird morgen gerechnet. In jedem Fall wird empfohlen die Mittagsstunden zu meiden und sportliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- bzw. die späten Abendstunden zu verlegen. 

08.Mai 2019

Schwarmbeben zwischen Gran Canaria und Teneriffa – 33 Erdbeben haben die Sensoren des vulkanologischen Instituts seit Montag zwischen Teneriffa und Gran Canaria registriert. Alle hatten eine Stärke unterhalb von 2,1 auf der Richterskala und stellen keinerlei Gefahr für die Bevölkerung der Kanarischen Inseln dar. Bereits im Oktober letztes Jahr gab es eine Intensivierung zwischen diesen beiden Inseln – 78 Meeresbeben innerhalb von vier Tagen. Die Experten haben bereits Entwarnung gegeben: Der Meeresgrund hat sich topografisch bisher nicht verändert. Vor El Hierro hatten hunderte Schwarmbeben vor La Restinga 2013 einen Unterwasservulkan innerhalb von wenigen Wochen in die Höhe wachsen lassen. Davon ist laut einer Pressemitteilung des vulkanologischen Instituts zwischen Gran Canaria und Teneriffa aktuell nicht auszugehen.

Strände ausgezeichnet – An den Stränden der Kanarischen Inseln wehen in diesem Sommer 43 blaue Flaggen. Dazu sind von der weltweit organisierten FEE auch sechs Häfen mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet worden. Die Foundation for Environmental Education mit Sitz in Kopenhagen bewertet jedes Jahr Kriterien wie Wasserqualität, das Umweltmanagement oder die Sicherheit an Stränden und Häfen. 2018 wehten auf den Kanarischen Inseln noch 54 „Blaue Flaggen“ an den Stränden – sieben mehr als in diesem Jahr. Auf Gran Canaria sind im Süden unter anderem sie Strände San Agustín, Maspalomas, Meloneras und El Inglés prämiert worden, auf Lanzarote weht in diesem Jahr eine blaue Flagge unter anderem an den Stränden Las Cucharas, El Reducto in Arrecife, Matagorda und Los Pocillos. Fuerteventura hat mit Playa Blanca, Puerto Lajas, Los Pozos und Tarajalejo vier blaue Flaggen erhalten.

El Charco wird aufgeräumt – In der Lagune von Arrecife auf Lanzarote wird Schrott und Müll entfernt. Die Aufräumarbeiten haben bereits begonnen. 270 Bootslizenzen sind überprüft und die Boote auf ihren Zustand hin kontrolliert worden. 10 Boote wurden bereits aus der Lagune entfernt. Weitere sollen in dieser Woche folgen. Dazu konnte die Stadtverwaltung tonnenweise Müll wie alte Reifen, Motorteile, Holz und Fiberglas vom Grund der Lagune im Zentrum der Inselhauptstadt holen. Danach sollen die Anlegebojen neu organisiert werden um mehr Platz in San Gines zu schaffen. Geplant ist die Laguna in Zukunft für Wassersportaktivitäten zu nutzen und für mehr Attraktivität im Stadtbild von Arrecife zu sorgen.

Tigermücke ausgelöscht – Das spanische Institut für tropische Krankheiten hat Fuerteventura von seiner Einsatzkarte entfernt. Die Tigermücke gilt auf Fuerteventura als beseitigt. Seit 2017 sind auf Fuerteventura immer wieder Pestizide zum Einsatz gekommen, nachdem in einer Appartementanlage in der Nähe des Krankenhauses in Puerto del Rosario der Überträger des Zika-Virus entdeckt worden ist. Die mit dem lateinischen Namen bezeichnete Aedes Aegipty kommt in Afrika und Südostasien vor und gilt als Überträger von Gelbfiber und Zika-Virus Infektionen. Fälle dieser Art sind auf Fuerteventura aber nie vorgekommen. 300 Insektenfallen sind in Puerto del Rosario zum Einsatz gekommen, 30 Tigermücken wurden darin gefunden. Autos die die Anlage verlassen haben sind vorher mit Pestiziden gereinigt worden. Jetzt, nachdem seit einem Jahr keine Tigermücke mehr gesichtet worden ist, hat das Tropeninstitut Entwarnung gegeben.

Piratenschiff abgebrannt – Meterhohe Flammen haben gestern Abend in Corralejo auf Fuerteventura das Piratenschiff im AguaPark zerstört. Bisher ist die Brandursache noch nicht geklärt. Feuerwehr und Polizei sind gegen 18.00 Uhr zur Brandstelle gerufen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Flammen bereits über das gesamte Holzdeck des Schiffes ausgebreitet. Die Polizei ermittelt in den Fall.